**»*<««, 2*10 * « '«««Dean i«hrip ier. Or. orbnder. Meter. I r. ier. or. jt, einerseits der Stadt- Nitglieder zu erhalten, betten Ttändev und Mantel fluten unter raftung wird die Wahl m FvMe MM er einzelnen Nirgerkreise ^wünsche zurülktteten j» nten Herren einzuttetc», -en socialdewokratiilhen 11840 Al-tk», h mit« I* Musik* „es. - s,im,niete"' Jessen. lauf jeiinN® lOST che -!r. 273 Viertes B^tt,Sonntag den 20. November IftOS m»M ■k lu»nN*< M Kanttfl. *w •m^rwt eeeiCitelCÄUtt Henkca He ln|ngtr w44cntnm'r flnyigm ‘Ar bm •trgmrx WegctgM '^aMe Aints- und Zlnzeigeblutt ffiy den Krm Gietzen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter •e*Mhaa, tW«Hhan wnfc luxlrnt: Rbreflt für Dtfridjni; Arrasprrchcr Är. 01. Deutsches Reich. Berlin. 17. November. Urber den Laval herüber er« tlacn wieder englische Lockrufe an Deutschland. Die drückt io einem Leitartikel ihre Genngthnoug über die In der deutschen Presse begtuurvde Anerkennung au», daß der Gedanke Ehamberlain», daß trotz der Nebenbuhlerschaft Im Handel die Gruudioterrfsen und die Gleichheit der Ziele England und Deutschland tu der Entwickelung der Menschheit Sette au Seite stellen sollten, etwa» für sich habe: »Eng« land hat keine ständigen Streitfragen mit Deutschland, und e» liegt kein Grund vor, weßhalb ihre Interessen in Europa zusammeustoßen sollten. Auf colonialem Gebiete kann Eng- land sich nicht über eine Politik der Nadelstiche von Seiten Deutschland» beklagen, dessen Politik jederzeit positiver und offenbarer auf eine berechtigte Bersolguug solider Interessen begründet war, al» diejenige Frankreich». Eagland hat hin- sichtlich Deutschland» keinen Wunsch auf irgend einen Austausch von Diensten, wohl aber auf eine mannhafte Freund- scha't, gegründet auf gegenseitige Achtung uod auf eine Ent- Wicklung, welche fich auf den vom gegenseitigen Interesse uad der Gemeinsamkeit der Ziele vorgeschriedeneu Linie« bewegt." In Lhina habe da» englisch-deutsche Zusammenwirken einen befriedigenden Anfang in Gestalt eine» Handel»- und Finanz- bflnbntfic» zwischen bedeutenden englischen und deutschen Firmen gemackt. Berlin. 18. November. Da» Reich»tag»präfidium. Ueber die künftige Zusammensetzung de» Reich»tag»präfidiu«» schreibt die „D. T. in konservativen Kreisen hätten Erwägungen über die Persou de» etwa vorzuschlagenden ersten Vizepräsidenten de» Reichstag» noch nicht stattgesundeo, fährt aber irotzdem fort, e» dürften die Abgeordneten Graf Stol- berg, Dr. von Fiege, vielleicht auch von Livetzo« tu Betracht kommen. Al» nationalltberaler BizepräfidelltschaftS-Eandidat werde in erster Lmte Bafsermann genannt. Da» Letztere ist richtig für den Fall, daß Graf Ballestrrm Präfident wird: e» ist immer Werth darauf gelegt worden, daß Süddeutschland im Präsidium vertreten sei. Sollte aber Herr von Hertlivg Präsident werden, so würde vielleicht ein Nationalltberaler au» Norddeutschland al» zweiter Vizepräsident vorgeschiagen »erden. Gänzlich au»geschlofftu ist, bah Herr von Levrtzow, der viele Jahre Präsident war, da» Amt eine» vtzeprästdeuteu auoehmeu würde. Btritt, 18. November. versicheruug»pflicht sür Lehrer und Lehrerinnen. In den «reisen der Privat- lehrer ist der Wunsch nach einem Anschluß an die reich»- gesetzliche Invalidenversicherung laut geworden. Die Novelle zum JovaUdenverficherong»gesetze hat dielen Bestrebungen Rechnung getragen und fich sür die Einführung de» ver- ficherungßzwange» sür Lehrer und Lehrerinnen, Erzieher und Erzteherinuen entschieden - der Versicherung-Pflicht sollen aber, wie in der Klaffe der BetrirbSbeamteu, nur so chr Lehrer unterworfen werben, deren Jahre»etvkommen 2000 Mk. nicht übersteigt, denn nur für diese ist da» Bedürsmß nach gesetzlicher Fürsorge anzuerkevnen. Au» gleiche« Grunde sollen die Lehrer von der verficheruogSpfl cht dann ferubletben, wenu sie an öffentlichen Schulen oder Anstalten augestellt stad und infolge dieser Avstellang eine Penstov»avwartschaft haben, bet Anstellung au nichtöffentlichen Schulen oder Anstalten sollen fie unter der gleichen Voraussetzung nach Prüfung der verhältniffe von der verficherungßpfllcht auf Antrag entbunden werden dürfen. Att-Urvd. Wie». 18. November. In hiesigen unterrichteten Kreisen wird die Budapester Meldung von der Erschütterung der Stellung de» KriegSminster« von Krieg»bammer al» unrichtig bezeichnet, umsomehr, al» e» erwiesen sei, daß der KrtegSminister durch leinen Erlaß da» ungarische Nationri- gefühl absolut nicht beleidigen wollte und man von maßgebender Sette nicht gewillt ist, den ungarischen Ehanviuisteo ohne jeden Grund ein Oaser zu bringea. Polo, 18. November. Für den Empfang de» deutschen Kaiserpaare» sind bereit» alle Vorbereitungen getroffen. Zu seiner Begrüßung trifft der Marine-Low- Mandant Spann hier eiu. W e verlautet, wird da» Kaiser» paar die Reiseroute über Dtvacoa—Udine—Fraozen»feste— Jau»bruck etoschlagea. Loads«, 18. November. Weitere vertheidignng»- maßregeln werden von der brütscheu Regierung geplant. Der KrtegSminister Marqui» von LauSdowoe hielt in Plymouth eine Rede, in der er sagte: Die britische Flotte müsse unwiderstehlich sein, und er halte fie für stark genug, um jeder Vereinigung, der mau eutgegeusehe« könoe, Widerstand Fenilleton. Znr ßinweihungsfeier nach Jerusalem. (Schluß.) Alexandrien, 6. November 1898. Nachdem mit der E uwethnugSfeier und der Besitz- ergrelfung der Höhepunkt der Jerusalemer Katsertage erreicht worden war, schickten wir un», unserem Programm gemäß, zur Weiterreise au. Die Rückfahrt uach Jaffa war auf deu 1. November Morgen» festgesetzt, bereitete aber noch einige Schwierigkeiten, da am Tage vorher, etwa 9 Kilometer vor Jerusalem, eto Güterzug entgleist und die Strecke vorläufig unbefahrbar war. Unser Gepäck wurde daher auf Maul- thiere geladen, wir selbst bestiegen noch eiumal die kleinen Grauthierchen, die un» einige Tage früher uach dem Oelberge hiuaufgrtrageu hatten, uod htuao» giog e» in früher Morgenstunde durch da» Jaffathor, da» Thal Hermon htuab nach der durch ihre Sauberkeit ougenehm auffallenden druischeu Eolouie Pefratm uud dann querfeldein bi» zur Uufallstelle. Der Ritt durch die frische, klare Morgenluft war eotzückeud, uud noch einmal erfreuten wir uni an de« herrlichen Blick aus die so eigenartige Laudschast mit den hochaufrageudeo Mauern Jerusalem » vorn, den Oliveuhainen rwgtumher und deu immer tu zarte, blaue Töne gehüllten Moabiter Gebirge» tm Hintergründe. Ja diese Stimmung paßt eine Eiseobaha nie recht hinein. Ganz besonder» macht fich aber die Disharmonie Angesicht» der grauenvollen Verwüstung fühlbar, die de» zügello» gewordenen Dawpfroffe» schreckliche Kraft hier hatte. Mit gebrocheaeu Gliedern lag der schwarze Riesenleib der Lokomotive am Fuße de» Damme» da, über dieseo hinweg thürmren fich die halbzerschmetterteu Wagen aufeioa-.d^, and rtug»u«her lagen zwischen ««gewehten Oliven- uod Feiges bäumen Schteoeo ood Wageotheile. Mir war, al» mügre ich irgendwo zwischen den Trü««eru die schaurige Gestatt de» Manoe» mit der Hippe erblicken, wie auf de« alten Tobten- lünzeo, nur noch hödotscher grtosend, nur ooch verächtlicher auf da» zerstörte Werk des MeufchevgeisteS herabfchoueod, der eS stets so herrlich weit gebracht zu haben wähot, der mir doch trotz aller Errungenschaften noch nie so ohowächtig vorgekomweu ist, als tu dteser letzten Sruude vor den Thoren Jerusalr«S. Da dte «eisten Loeowoltven und Wagen der Strecke auf de« Bahnhof Jerusalem standen und über die Unsallstelle nicht hiuwegbefördert werden konrirn, mußten wir längere Zett auf den erst von Jaffa herauscttirten Zug warten, uod dte mit ihre« Gepäck zwischen deo Oliven- und Feigenbäumen neben dem Bahndämme gelagerte Gesellschaft bot einen gar wunderlichen Anblick dar. Tödlich traf der Sooderzug ein und in fröhlichster Stimmung ging eS nun hinab oach Jaffa uod durch die glücklicher Weise auch diesmal gaoz ungefähr- ltcheu Riffe hinüber zu der geliebten »Bohemia". Unser Heim aus de« schönen Schiffe kaw un» jetzt gaoz besonder» behaglich vor, denn, wenn dte Tage in Jerusalem auch un- vergeßlich schön uod iotereffaot gewesen waren, so war doch jeder Eivzelne von Herzeo froh, daß er sie oon hinter fich hatte. Der Besuch Palästina» ist unter allen Umständen strapaztö», auch weoo H tze, Staub uud lleberfülluog oicht so große Anforderungen an die Wlderstaod»fähigkett de» Reisenden stellen, wie an den vergaageoen Festtagen. Der Grund hierfür liegt vor Alle« io der Verpflegung. Nicht» al» Ham«el uod Huhn, oder Hvhu und Hammel, da» kano selbst der willfähr-gste Mageu auf dte Dauer nicht vertragen. Mao hatte fich in unseren Horel» diesmal -war auch mit andere« Prov'aot versehen. ES gab hin und wilder auch andere» Fleisch, Sewüse uod sogar Mehlspeisen. Aber da alle» eit Hammelfett znbereüet war, kam «au doch schließlich immer aus besagten monton zurück, sodaß eigentlich nur dte von uoserer fürsorglichen Reiselettuog au» Berlin mügebrachteo Würste uod Schinkeo einige Abwechselung boten. To war denn der erste Lunch oach der Rückkehr au Bord ein wahre» Freudenmahl. Wir befanden uo» Alle io FesteSsttmsuog und tranken dankbar unserem verehrten Herrn Karl Stangen zu, der oach der EioweihaogSfeier tu Jerusalem durch Verleihung de» Rothen Adlerordeo» 4. Klaffe au»ge- ze-chnlt worden «ar ood in dteser Dicoratioo wohl eine zu leisten. Dte Zett sei da, dte Herstellung von neue» FestuvgSgeschützeo nachdrücklich zu fördern, doch habe dte» allmählich zu erfolgen. Die Regierung unterziehe dir ge- sammteo vertheidtguogSpläoe sorgfältiger Prüfung, ehe sie vom Lande größere Opfer, dte oöthtg sein könoe», verlange. Afrika. An» Südafrika wird berichtet, daß der Gedanke der Verewigung der TraoSvaal-Repudltk mit de» Oranje Freistaat zu einer Republik immer greifbarere Gestatt anotmmi. Präfident K'üger würde dann zurücktreteo, uad der gegeowäruge P-äfideot de» Oranje Freistaate» Steha zum Prästbeateu der vereioigtea Republik ernannt werden. — Transvaal soll diese Lombtoation mit Rücksicht auf seine Finanzlage wünschen. Der Oranje-Freistaat fürchtet, daß er von den Engländern in seinem Bestände bedroht werde« könnte, wa» bet etver vrretntgung der betden R publike» schwieriger ist. — Der deutsche Eiosluß io TrauSvaal ist, dank deo maßlose« Aogriffea einiger deutschen, namentlich rheinischen Blätter, stark zurückgegaogeu. Man wäre, so lautet eine Nachricht de» „v. t/, nicht gegen einen Tadel der wüthschaftlicheu Verhält« sie empfindlich gewesen, wenn derselbe in der wohlwollenden Welse eine» Freunde», al» welchen man Deutschland angesehen, erfolgt wäre. Gleich- zeitig heißt e», daß die Beziehungen zu Eagland fich wesentlich gebessert hoben, nachdem dte Wahlen ergeben habe», daß der Bureobestandtheil am Kap noch maßgebend set. Ferner ver- sichert «an, daß dte Verhandlungen England» mit Portugal über die Delagoa Bri nicht über einen Fühler, der eioeo E.folg nicht gehabt habe, htaauSgegaugen seien. — ES sollen sich neuerdings drei französische Lolonueu aus de« Marsche in der Richtung nach dem Schavp'atze de» Ausstande» an der morokkaotschen Grenze besiadeu. Mau glaubt, Frankreich beabsichtige eine Berichtigung seiner Grenze in jener Gegend zu verlangen. Aste«, Der britische Kriepömtoister hat Besehle erlaffen betreffend Anwerbung eine» 1000 Mann starken Bataillons Chinesen, da» tu Wei-h at-w et unter britischen Offizieren Dienst thun soll. Sonst find anscheinend noch keine Schritte zur Befestigung de» Platze» gethan, obwohl die Befitznahme bereit» vor sech» Monaten erfolgte, und die Flotte hat deshalb dort keinen rechten Rückhalt. Da» britische Geschwader in Wei hai-wei geht auch auseinander. Ja London schließt mau daran» sowie au» Lhamberlain» Andeutungen über die kleine Eutschädignog für dte Ihm bet den vordere.tungeo für die Kaiserfahrt augethaoe Zurücksetzung erblickm darf. Un- begrriflltch aber bleibt e» doch, wie bei dem Einzug de» Kaiser paare» eiu unsauber gekleideter, gaoz unglaublich aus- sehender Manager dte Stelle de» Führer» etnoeh«eo konnte, dte unter allen Umständen bt« deutschen Manne gebührt hätte, der fich seit dreißig Jahren so groß und in der qaozeu Welt anerkannte Verdienste um die Erschließung de» Orient» für bin Touristenverkehr erworben hat, und wie auch die sogenannte ^offizielle Festfahrt" eine« Unteroeh«er anvertrart werden konnte, der die deutsch-evangelische Geistlichkeit in eine« kau« noch seetüchtigen englischen Schiffe nach de» Osten führte und in Jerusale« in einem französischen Kloster unterbrachte, wo ihnen jede» deutsche Wort und jede protestantische Andacht untersagt war. Wie schlecht die «ü den Vorbereitungen betraute Persönlichkeiten berathen gewesen find, ist wohl von Rtemood so tief empfunden worden, wie von ua», die wir auf der ganzen Reise so vortrefflich ausgehobev waren und Alle die Urberzeugung gewonnen haben, daß der Kaiser mit unserem deutschen Institute, beffer, würdiger und um eine halbe Million billiger gereist wäre, al» »it de» englischkn Unternehmer, dem nun erst recht die Handhabe gegeben ist, den Veranstaltungen deutscher Ftrmeu im Orient Loocnrreoz zu machen. Da» letzte Ziel unserer Reise war Aegypten. Bei seinen Fleischtöpfen erholten wir uo» rasch voo deo Strapazen der Palast oafahrt und verlebten in Kairo noch ein paar navergleichlich schöne Tage. Diesen vorarittag an den Pyramiden, diese Fahrt auf de« Nll, dieseo Ritt durch die Überschwemmte Laudschast mit den au» dem Wiffer aufragenden Palwenwäldern bei Mewphi» oach den Apt»- gröbero in der Wüste bei Saccara: Wer könnte fie jemals vergeffeu. Unvergeßlich wird uni Allen die Reise bleiben, den« vor Alle« nahmen wir die Empfindung mit un» heim, daß da» deutsche Ansehen im Orient durch die Kaiserfahrt mächtig gestärkt uod zu einer vielseitigen Eotwickelnng die Saat gelegt worden ist, die unserem vaterlaode hoffentlich reiche Früchte einbringen «Kd. Richard Schott. Verhandlungen mit Rußland, daß die Spannung in China nachgelassen hat. Allerdings entfalteten bisher die Russen in Port Arthur die regste Thatigkeit. Die Arbeiten bei dem W ederausbau der BesestigungSwerke und der Ausstellung der Geschütze würden btt Tag und bei Nacht gesördert. — In China ist Kwei'Tschaufu am oberen Jang.tse-ktang von den Aufständischen angegriffen unb geplündert und daS dortige katholische MisfioulgebSude uiedergebraunt. Einzelheiten fehlen. Bereinigte Staaten. Wenn die leitenden Männer in Washington aus ein nicht offen ausgesprochene- aber stilles EtuverstSudniß Englands gegenüber den Absichten der Bereinigten Staaten aus die Philippinen rechnen, so haben sie damit ohne Zweifel das Richtige getroffen. Man braucht nur anzuhören, waS die Times über diese Angelegenheit sagt. Es ist kaum nothwendig, meint da- englische Blatt, zu wiederholen, daß unser Land, indem eS vollständig anerkennt, daß die Bereinigten Staaten gebunden waren, die Frage (der Einbehaltung der ganzen Philtpplnengrnppe) nach nüchternen Geschäft-grundsätzen zu entscheiden, die gegenwärtige Ent- scheidung genügend findet. Wir werden die Philippinen lieber in den Händen unserer amerikanischen Freunde al- in denen irgend einer europäischen Macht sehen. Aber hier, wie in Amerika versteht man vollkommen, daß vielmehr in Frage steht, al- lediglich der Besitz der Inseln. Ihre Erwerbung bedeutet daS Emportaucheu der Bereinigten Staaten aus ihrer bisherigen isolirten Stellung und setzt sie in eine Lmie mit den anderen englisch sprechenden Gemeinwesen als einen bedeutenden Factor in der Weltpolitik. Da» Erscheinen einer neuen Macht wird natürlich immer mit einer gewtffen Beklommenheit beobachtet, weil sie eine Neuordnung der bestehenden Beziehungen erforderlich macht. Eine solche Neuordnung kann möglicherweise zu Störungen fübren oder, wie Lord Salisbury es ausdrückt, für den Augenblick dem Frieden nicht dienlich sein. Aber sie kann ebenso gut ohne jede Störung der Rnhe vor sich gehen, und da» wird, wie wir glauben, bei dieser Gelegenheit der Fall sein. Mehr als einer europäischen Macht ist die Uebertraguog der Philippinen an die Bereinigten Staaten herzlich wenig erwünscht, und noch weniger erwünscht find die weiteren Folgen dieser Thatsache. Aber es ist kein Grund vorhanden, zu glauben, daß angesichts der Haltung der größten Seemacht da- deutlich gesühlte Mißvergnügen in anderer Weise, als in Worten, Ausdruck finden wird. Graf Cassini, der russische Botschafter in Washington, hat gegen den Gedanken protestirt, daß seine Regierung jemals die Absicht gehabt habe, sich in die ameri« ramsche Action einzumischen. Die Regierungen find nicht so unklug, eine Absicht einzugestehen, von der sich herau-gestellt hat, daß sie nicht ausführbar ist- allein die Amerikaner find wahrscheinlich überzeugt, daß, wenn da- Unternehmen nur auSfich'Svoller erschienen wäre, die Absichten Rußlands und einiger anderer Mächte doch schließlich zu einer Einmischung tu die Berhandlungeu, die dem Kriege folgten, geführt hätten. Jndiffku, wie dem auch fei, wir nehmen au, daß keine solche Einmischung mehr beabsichtigt und daß die begehrte Station im Stillen Ocean ruhig in den Besitz der Vereinigten Staaten übergehen wird. Für Spanien kann der Verlust der Inseln nicht ernstlich als eine Einbuße betrachtet werden. Wenn aus der einen Seite die catalonischen Industriellen, die durch UuterscheidungSzölle geschützt waren, aus den Philippinen einen sicheren Markt sür ihre Maaren sanden, so legte auf der anderen Seite die Herrschaft über die Inseln den spanischen Steuerzahlern eine Bürde auf, die jrnen vortheil reichlich auswog. ES kann in der That bezweifelt werden, ob die Philippinen für Spanien praktisch nicht gerade verloren gegangen wären, wenn ein Eingreisen feiten- der Bereinigten Staaten nicht erfolgt wäre. Köln. Ztg. Cacakf und ^provinzielles. *t Ankauf ans erster Hand. Das Königliche Proviant- Amt in Hanau gilbt bekannt, daß dasselbe fortgesetzt gesunden, gut gereinigten Hafer, gutes Pferdeheu sowie gesundes Roggen-Flegelftroh ankauft. Bei gutem Wetter kann jeden Tag eingeliefert werden. Bei Hafer-Angeboten ist die Einsendung einer Probe von reichlich i/i Liter erforderlich. Den Producenten wird in jeder dienstlich zulässigen Weise entgegen gekommen, auch werden auf Wunsch der Verkäufer Magazinsäcke, jedoch unfrankirt, zur Verfügung gestellt. Die Abfuhr von der Bahn wird auf Wunsch ttir Rechnung des Verkäufers übernommen. Jede weitere Auskunft wird bereitwilligst von dem genannten Amte mündlich wie schriftlich ertheilt. 4- Nidda, 18. November. Heute Nachmittag besichtigte der Herr Justizminister vr. Dittmar aus Darmstadt das hirsige Gerichtsgebäude, nachdem derselbe am Vormittag auch in Schotten das Amtsgerichtslocal inspicirt hatte. Vermuthlich geschah dies im Zusammenhang mit der Frage über die Errichtung von Grundbuchsämtern beim Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuchs. □ Gräuberg, 18. November. Unseren gestrigen söge- nannten zweiten oder letzten GalluSmarkt begünstigte entschieden btffereS Wetter, als seinen Borgänger, den Haupt- gallutwarkt. Obschon in vorgerückter Jahreszeit — daS Wkihnoch sfest rückt schon naher —, herrschte ein wirklicher Tpä'sommertag. Der Biehmarkt, welcher außerhalb der Stadt auf dem gewöhnlichen Marktplatz abgehalten wurde, zeigte überall starke Auffahrt und lebhaften Handel. In Anbetracht der schlechten Arffahrt der Rindviehmärkte, fiel die gute Besetzung durch Rindvieh gestern auf. Die Preise standen aus der seitherigen recht hohen Stuft. Trotz diesen hohen Preisen entwickelte sich ein flottes Geschäft. Noch fließender ging der Handel auf dem überaus stark befahrenen Schweintmarkt. Wohl zeigte sich hier ein kleiner Preisrück gang für die Ferkel, aber der Absatz ging flott, weil eben dieser Markt der letzt Biehmarkt de» Jahres ist, und somit für den Verkäufer die letzte Zeit da ist, wenn er absetzen will. Ungeachtet des Preisrückgangs für Jungschweine, wüffen die Preise hierfür doch als recht hoch angrsehen werden. Denn 40 Mark für ein Paar Herbstferkel ist immer noch eine respektable Preisstufe. Mau zahlte weiter für das Paar 35 bis 40 Mk., 30 bis 35 Mk. Auch die fetten Schweine find nur zwei Pfennig per Pfund Lebendgewicht abgeschlagen- statt seither mit 46 Pfg., wird jetzt daS Pfund mit 44 Pfg. bezahlt. — Der Krämermarkt wurde auf dem Marktplatz in der Stadt abgehalten und hatte guten Besuch anfznweisen. Friedberg, 17. November. In der verfloffenen Nacht entstand in der Engelapotheke dahier durch einen glühend gewordenen irischen CoakSosen ein Zimmerbrand, der leicht schlimme Folgen hätte haben können. Durch einen starken Schlag wurden die Bewohner geweckt: eine Flasche war von einer verkohlten Wandbank zu Boden gefallen. Dadurch war eine schreckliche Gesahr nicht nur sür die Bewohner der Apotheke, als auch sür die Nachbarschaft glücklich abgewandt, man wurde aufmerksam und konnte daS Feuer löschen, bevor eS sich in daS anstoßende Zimmer auSdehnen konnte, worin Flaschen mit Benzin und anderen explosiblen Stoffe« sich befinden. Hätten diese sich entzündet, so wäre wohl daS Gebäude in die Luft glflogen und eS wäre durch die ganze Bauart dieses StraßentheilS, wo Haus dicht an HanS steht, gewiß Großfeuer entstanden. — Der Srtegerverein will in Sachen deS Kriegerdenkmals nochmals umUeberlaffung der Allee als AufsttllungSplatz beim Gemeinderath vorstellig werden. Nach nochmaligem abschlägigem Bescheid soll der ganze Plan aufgegeben und die gezahitrn Beiträge den Gebern zurückerstattet werten. vermischtes. * Ortskrankenkasse und Betriebs- (Fabrik) Krankenkasse. Einige dreißig Fabrikanten des Bergischen FabrikantenveretnS beabfichtigen, sür ihre Arbeiter am 1. Januar Betriebskrankenkassen in* Leben zu rufen. Die Arbeiter würden sich bei diesen Raffen in wanchir Hinsicht besser stehen albet der OitSkrankenkaffe, die ziemlich hohe Berwaltungskosteu hat und keine freie Aerztewahl bietet. Dabei spielt allerding» auch der Gedanke mit, den socialdemokratischen Einfluß, der in der Ortskrankenkasse ebenfalls zu Hanse ist, zu bekämpfen. Daß die Unternehmer in» Schwarze getroffen haben, sieht man daran», wie sich die Ortskrankenkasse in Remscheid in dieser Sache benimmt. Sie reizt nämlich zn einem Strikt ans, wie aus folgendem Aufruf heroorgeht: Durch da» Betreiben einiger Herren im Bergischen Fabrikanten- verein veranlaßt, habe eine Anzahl Arbeitgeber den Plan gefaßt, für ihren Betrieb einige BrtriebSkrankenkaffeu zu gründen. Das Vorgehen richtet sich in erster Linie gegen die Allgemeine Ortskrankenkasse, mit deren Leistungen und Verwaltung die Mitglieder fast ausnahmslos zufrieden find. . . . Mit aller Eatschitdeuheit wehren sich selbst die ältesten Arbeiter gegen die entwürdigende Zumuthung, in Zukunft die srüheren Kaffen- ärzte in Anspruch nehmen zu sollen, von denen die Arbeiter durch die verschiedenen Zeitungsartikel theilweise geradezu schmachvoll behandelt worden find. Wir dachten, daß eS genügt, wenn die Arbeiter ihre Pflicht, welche ihnen der ArbetS- vertrag auserlegt, gewissenhaft erfüllen, ohne daß sie noch im Jutereffe weniger Aerzte gegen ihren Willen in Kaffen gezwungen werden, die nicht die geringsten Bortheile bieten, wohl aber sür die gesummte Arbeiterschaft die größten Nachtbette mit fich bringen würden. Leider scheint die Gunst der Aerzte einigen Arbeitgebern werthvoller zu sein, als der Friede mit ihren Arbeitern. Bereits ist es zu einem Ausstande gekommen, und e» ist zu befürchten, daß auch noch in anderen Betrieben die Arbeiter die Äibett niederlegen werden. Wir erklären hiermit feierlich, daß die ganze Verantwortung für diesen Zustand diejenigen Herren des FabrikantenvereinS trifft, welche glaubten, ein blühende» Kaffenwesen zu Gunsten einiger Aerzte unschädlich machen zu könnet-. An die gesammte Arbeiterschaft richten wir die dringende Bitte, dahin wirken zu wollen, daß die Arbeitgeber in Güte zur Zurücknahme der geplanten Reffen» gründungen veranlaßt werden. Wo die» nicht zu erreichen sein sollte, da wird die Gesammtheit für die Arbeiter jmer Betriebe eintreten und diese auch materiell unterstützen. Wir haben zu diesem Zweck Sammellisten herauSgegeben, die beim Unterzeichneten bezw. im Koffenlokal in Empfang zu nehmen find. ES sucht sich natürlich Jeder seiner Haut zu wehren, so gut er kann. Diese Darstellung der Remscheider Orts- kravkenkoffe ist aber nicht richtig, denn in Folge der hohen BrrwaltungSkosten bedient die Kaffe ihre Leute in Bezug auf Arzneimittel nicht so, wie e» eine andere billiger geleitete Kosse vermöchte. Auch die „Kölnische Zeitung" schreibt: „Gerade die hohen Berwaltungskosteu find eS, welche zur Zeit die OrtSkrankenkaffe zwangen, eine Verminderung der Kosten für Arznei, natürlich auf Kosten der Qualität derselben, herbeizuführen unb so ben Apothekerstreit hervorzu- Tufen, unb ganz ähnliche Ursachen gaben den Anlaß zum Aerztestreit." Daß Übrigen» eine Ortskrankenkasse einen Serik- herausbeschwö t, ist entschieden zu verurtheilen. * Ueber das Färben der Wurst, sowie de» Hack- und Schabefleisches, hat das Reichsgesundheitsamt eine Denkschrift ausgearbeitet, die für Schlächter und Hausfrauen gleich empfehlenswerth ist. Die Denkschrift faßt ihre Ansichten über das Färben zum Schluß in folgende Ausführungen zusammen: „1) Bei Verwendung geeigneten farbstoffreichen Fleisches und | unter Beobachtung der handwerksgerechten Sorgfalt und ! Reinlichkeit läßt sich eine gleichmäßig roth gefärbte Dauer- ? wurst ohne Benutzung künstlicher Färbemittel Herstellen; 2) der Zusatz von Farbstoff ermöglicht es, einer aus minder geeignetem Material oder mit nicht genügender Sorgfalt hergestellten Wurst den Anschein einer befferen Beschaffenheit zu verleihen, mithin die Käufer über die wahre Beschaffenheit der Wurst zu täuschen; 3) im Einklang mit den von dem Reichsgericht aufgestellten Rechtsgrundsätzen nimmt die Mehrzahl der bisher mit der Frage befaßten Gerichte an, daß die in manchen Gegenden eingeführte Färbung von Wurst vom । Standpunkte des Nahrungsmittelgesetzes als ein berechtigter Geschäftsgebrauch nicht anzuerkennen ist; 4) bei Verwendung t giftiger Farbstoffe vermag der Genuß damtt gefärbter Wurst die menschliche Gesundheit zu schädigen; 5) aus frisch geschlachtetem Fleisch läßt sich ohne Anwendung von chemischen Conservirungsmitleln unter Beobachtung handwerksgerechter . Sauberkeit Hackfleisch Herstellen, das bei Aufbewahrung in i niedriger Temperatur feine natürliche Farbe länger als zwölf : Stunden behält; 6) der Zusatz von schwefligsauren Salzen ' und solche Salze enthaltenden Conservirungsmitteln ist geeignet, : die natürliche Färbung des Fleischer — aber nicht das Fleisch ! selbst — zu verbessern und haltbar zu machen; dem Hack- : fleisch kann mithin hierdurch der Anschein besserer Beschaffen- ! heit verliehen werden; 7) der regelmäßige Genuß von Hack- fletsch, welches mit schwefligsauren Salzen versetzt ist, vermag [ die menschliche Gesundheit. namentlich von kranken und : schwächlichen Personen, zu schädigen." — Man vermeide also ' möglichst den Genuß rohen Fleisches. • Carnrval am Rhrio. Man schreibt den „M. N. N." i aus Mainz: Gibts 1899 einen großen Carneoal? Man ! kann nicht sagen, daß die am vorletzten Freitag abgehaltene ' Generalversammlung de» Carnevalvereins darauf eine be- ? friedigende Antwort gegeben hätte. Ein erheblicher Theil i der Stützen des alten Volksfestes ist carnevalsmüde unb i jüngere Kräfte, die einen genügenden Ersatz bedeuten würden, sind nicht so bald zur Stelle. Jedenfalls wird man an eine gründliche Organisation gehen, um den hiesigen Carneval, der nächst dem Kölner der bedeutendste am Rhein ist, auf seine alte Höhe zu bringen. Was für Summen dieses Fest unter die Leute bringt, geht aus der Rechenschaftsablegung über 1898 in der erwähnten Generalversammlung hervor: Die Einnahmen betrugen: Baarvorrath 780,81 Mk., Gon- certe 5026,40 Mk., Bälle 25991 Mk., Jahrmarkt 2907 Mk. 50 Pfg., Beiträge zum Zug 4045,50 Mk., Festprogramm 200 Mk., Verschiedenes 996,16 Mk., Zinsen 46,50 Mk., zusammen 39993,96 Mk. Die Ausgaben betrugen: Allgemeine Unkosten 21354,07 Mk., Concerte 1853,50 Mk., Bälle 4571,60 Mk., Jahrmarkt 1558,62 Mk., Zug 7603 Mk. 47 Pfg., Generalversammlung 263,85 Mk., Neujahrsumzug 192 Mk., Kappenfahrt 1031,10 Mk., zusammen 38 428 Mk. 21 Pfg. Hierbei ist in Betracht zu ziehrn, daß es neben dem sogenannten großen Carnevalverein noch unzähliche kleinere Vereine gibt, die ausschließlich Gott Jokus huldigen und so zur Hebung des Fremdenverkehrs bettragen. Ja, der Carneval ist auch in rein volkswirthschaftlicher Beziehung nicht zu unterschätzen. • Die 98er ©tfinberger. Au» Schlesien kommt eint Trauerkunde für bie Freunbe eine» guten Tropfens. Die Grünberger Wrinlese hat, da in bet Nacht vom Donnerstag zum Freitag der vorige« Woche ein scharfer Frost eingetreten war, sofort anberaumt werben müssen. ES gilt jetzt noch za retten, waS zu reiten ist, benn viele Gescheine finb in Folge bet kalten September-Nächte nur nothreif geworben. Durch zweistünbiges Glockengeläute würbe bie Lese eingeweiht. Unter dem Einbrucke btefe» erschütternden Ereignisses hat Julius Stettenheim bem 98er Gtünberger ein Klagelieb gewidmet, da» wir unseren Lesern nicht vorenthalte» wollen: In Grünberg ertönt zweistündig' Geläut', ES sagen erschrocken die durstigen Beut’: O Jemen, in Grünberg ist Weinlese heut'! Und weiter jammern sie sehr gehässig: Den Weinstock, der trinkbaren Wein trägt, den fress' ich, Im Munde läuft ihnen zusammen der Essig. Es war eine menschenfeindliche Nacht, Die hat einen schrecklichen Frost gebracht, Der hat die Traube zuschanden gemacht. Nur nothreif war diese Traube, bie böse, Wir hoffen umsonst, daß die kranke genese, Unb Heuer beginnt nun bie traurige Lese. So sauer ist biefe Traube, daß man Die Säure nicht saurer fich denken kann, Die Reblaus selbst hat nicht gewagt fich heran. Die Reblaus, in ihren verdammtesten Tücke», Sie war wohl genaht ihr mit gierigen Blicken. Unb schmeckte unb kehrte ihr grollenb den Rücke«. Ein Weinchen wirb e-, zersnffend bas Faß, Dann zieht es zusammen der Flasche Glas, Den Trinker ersüllt es mit Nächstenhoß. Es kann kein Zucker ben Wein versüßen, Unb ließ' man durch Saccharin ihn fließen, Nw wirb er die surchtdare Säure einbüßen. Die ältesten Leute, bie ihn geschmeckt, Die haben, gemeldet fei’» mit Respekt, Noch niemals seinesgleichen entdeckt. Es ist ein Wein sür fromme Türken, Die, trinken sie Wein, ihr Sein verwirken In Mohammed» seligen Himmelsbezirken. O, wer uns da» düstere Geheimniß klärt, Daß, da man so gern einen Jahrgang entbehrt, Der Nachtfrost den Wein nur bat halb zerstört.__________ Verkehr, Land- und volkswirthschast. — LebenSverficherungS-Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alte Leipziger). Es sind vom 1. Januar bis Ende Octodec 1898 5292 Versicherungen über 41535 400 Mk. beantragt worden; als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 736 Mitglieder, die mit 5 106 050 Mk. versichert waren. Der Verstcherungsbestand stellte sich Ende Oclober 1898 aus 71 200 Personen mit 536 Millionen Mark Versicherungssumme, das Vermögen auf 167 Millionen Mark. Für fällig gewordene VerficherungS- fumnun sind bis jetzt auSgezahlt 114 Millionen Mark, als Dividenden an die Versicherten gewährt 57 Millionen Mark; Dividendm- reserven in Höhe von 26 Millionen Mark liegen zur weiteren Vertheilung an die Versicherten bereit. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenfeitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueberschüffe den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren bettägt für di« länger als fünf Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahr« 42pCt. der ordentlichen Jahresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem l»/,pCt der Summe der gezahltm Zusatz- Prämien. Obigen- k\ * sq« rrS?« —ober Mf E^rt, $WnU ’ öem M «'"«ich ÄW"«8 Jen." qn‘‘ und cher. ^an c.i0 Mrdbt bett ,5t 5 5. fftofeen Garntool? m Mvrr }e8’j?n Erheblicher Heil e.” ‘R catneealimjik# llnk *»6 »ÄJ M i» «t •Q8 pt Summen diese, i8 bei Richenschchtadikgllng Senetolüerfammlung beroor "vorrath 780,81 311, Lm. Jahrmarkt 2907 M. ° ro?° S ^hrograin» M., Zinsen 46,50 M, Ausgaben betrugen: »Q. t/ Concerte 1853,60 M, >58,62 M., Zug 7603 Mt. >3,85 Mk., Neujahrrumzug DK., zusammen 38428 Mk. zu ziehen, daß cs neben mivnein noch unzähtiche W ®ott Jokur huldigen »verkehr, deilrogen. ^a, btt IwirWaMer DezithLng 8ui Schlesien komme eint einet guten Lropsent. Die i der Nacht vom Doonerttaz ein schacht Frost tlngeittttn müssen. ES gilt jetzt noch denn viele Gescheine find In ichte nur uothreis geworden. Ute wurde die Lese einaeweihe. irschülternden Sreignifiet hat S8rr Giünberger ein Klage« ?n Lesern nicht Dor*hti indig' TrM', iigen W - öiW heck'i ehr Sthäsfig: n Wtin tragt, den frtff ich, mmen der Tsfit- dltcht Natt, rost gebracht, btn gewacht, raube, die böse, kranke genese, rauche Lese. baß «an itnfen kann, gewagt fich Hera«. gtolenb bin W»- ttufitnb bol S»i, ,FM- «* BWnP' ffiti« wB«' „In 16« (**' SW )■ ilt entdekkl. eii«»"» 1 m-l'6«"“ •^,hl U ntblirt- s4rSx.r «aatz«i tot . 23 MO MM to f, Jahne We'loebal, Sitzbad. Rumpf bad, Kinder - bad und mit enteprecheeder Vomcbtuofl ato Dampfbad. Stete uf La|er. e« — -i e a e -i c D = «J na • 7432 9020] Der^weite und dritte Stock, je 5 Zimmer nebst Zubehör, auf sofort wegen Wegzug zu vermiethen. - Heinr. Fatz, Grünbergerstr. 22. 9431] Zwei 3-Zimmer-Wohnungen, parterre und 1. Stock, zu vermiethen. ____________»rünbergerstraße 3. 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Stock, per sofort zu vermietben._______Kreuz 15. 11134] Kleine Fainilienwohnung per sofort zu vermiethen. _________________Wagengaffe 5. 8737] Parterrewohnung, 6 Zunmer, per sofort zu vermiethen. _____________BiSmarckstratze 22. 11364] «odheimerstratze 102, II, ist eine Wohnung von 4 evtl. 5 Zimmern nebst Küche und Zubehör vom 1. Januar 1899 ab zu venmelhen. _______________Brauerei Textor. 11384] SLön möbliNes Zimmer zu vermiethen.________«rabeustra-e 11. 10903] Ein unmöbl. Parterrezimmer zu vermiethen. Schiffenbergerweg 43. 11400] Einfach möbl. Zimmer zu ver- mielben.________Westanlage 7, pari. 7802] Zwei inelnandergehende möbl. Zimmer per sofort zu vermiethen. ____________Neuenweg 39, van 11495] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _ Bahnhofstraße 56 im Garten. 11494] Ein schön möbl. Zimmer vor dem Corridor zu verm. Steinstr. 42. 11492] Ein einfach möbl. Zimmer zu vermiethen.__________Bruchstraße 4. 9811] Zwei sehr schön möbl. Zimmer, Wohn- und Schlafzimmer, zu vermiethen. Näheres in der Expedition d Bl. 11411] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______________Löwengasie 22, I 11259] Zwei schön möblirte Zimmer mit Schreibtisch zu vermiethen. _____Bi4«ar«kstraße 17, II 11357] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______________Wallthorftratze 14. 11472] Zimmer, mu oder o»ne Demwn, zu vermiethen. Bleichftratze 33, II. 10566] Lokalitäten für Bäckerei in der Krank- snrterstrasie zn vermiethen. Näh. Westanlage 19, part. Jerkauf einer Wühteinrichtung. Die nachstehend verzeichneten, zur Einrichtung der an der Lahn gelegenen Untermühle gehörigen fast neuen Maschinen und Gegenstände sollen im Ganzen oder getrennt verkauft werden: 1. Eine Turbine (60 Pferdekraft) mit zugehörigen Winkelrädem, Hauptwelle, Hauptantriebrad und selbsithätigem Schlcusenwerk. 2. Sechs vollständige Mahlgänge mit Riemenantrieb, Vorgelege mit Winkelrädern (Mühlsteine 1,52 Meter Durchmesser). 8. Eine Fruchlputzerei mit vier stehenden und sechs liegenden Putz- cylindern, den nöthigen Becherwerken, Exhaustoren, Tran»miffionen rc. 4. Eine vollständige Griesputzeret. 5. Tran»mifsionswellen, Cylinder mit Kasten und Vorgelegen, Rtemen- scheiben, Kammräder, Treibriemen (102 Stück verschiedener Lange und Breite), Becherwerke, eiserne Schnecken mit Antrieb»werken rc. Angebote sind bi» spätestens 10. December d. I, Bormittags 11 Uhr, verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Die nahe der Stadt gelegene Mühle und deren Einrichtung kann an den Wochentagen von 8 bis 12 Uhr Vormittag» und 2 bis 4 Uhr Nachmittag» eingesehen werden- nähere Auskunft erthellt unser Stadtbauamt. Gießen (Hessen), den 14. November 1898. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 11477 Gnauth. Nen? Nen! Ne»! Fanfaren-Harmonika. iSf Neuartige Zug-Harmonika mit 2 Reihen brillanten Trompeten Claviatur-Perdeck mit IO Ringen, 2 Sternen f.nt und bnurrbaft flcbnut, mit den nriicftm und frinften Vrrziklunarn auantftattrt. Wluftr nrofmvttfl, » rfiörfp. Crnriton. Tte tslaviatur mit mriiirr neuen, nurnntirt un;e,brechlichen Spiralfederunn, »etrfie in verschiedenen ifäiibern patentirt, in Deutsch» lind unter T. G). M. Wo. 17 IO< ne» sei,lich fleXhun! ift. Anfterdem ist der «la- Vinlur>(«iriff mit nbnrbuibarem *)<üifrutbeika»' hoben ferner IO J sten, •10 breite Siimmrn. '£ Basse, t Weflifier, brlllantcWirfetb schlank,nuten starken . ntfl mit * Tobprlbalfl n und Zuh iltern, sor> tirte Bai^salien mtt U-ietaUeckeuschonertt. W r ö i| t 35 « m. Preis* nur 5 Mark. 3, 4, C chSrige und X reihiae xn auffallend billiaen Preisen, worüber Preikkifte zu Diensten. Verpackung und Selbskerternschute umsonst. Harmonisches Wlockeuipiel mit neuartiger Mechanik T. R- 9. ti)l. '-'io. K5O2H kostet 30 Pfg. ertra. 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Anfertigung von Drucksachen aller Art für den amtlichen, kaufmännischen und privaten Bedarf. m 1111 Vortheilhaft sollen sie ins Auge fallen und den Blick längere Zeit fesseln; darum gelten für dieselben folgende Hauptbedingungen: AM r™ O kl damit der Inhalt neu, ■ VI LJ C. IV i 'S zeitgemäss erscheine ^TPREIS^V ALSFELD FZ 1895