1898 Mittwoch de« 20. April 6r##8 Matt. Nr. 91 Gießener Anzeiger Genera f-Unzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Giefzen Gratisbeilaae: Eictzmer Fmiilienblittter isburg 7. .äblungsanzeigen, TD Trauerbriefe, ten, (uff Alle Anzrigrn-BermittlungSstellen drS In- und nehmen Anzeigen für den Gießener Anznger ent^», Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den »tlfltnben Tag erscheinenden Nummer biS Vorm. 10 Uhr. £“"*■(** Itft Rebaction, Expedition und Druckerei: Kchnlstrate Vr. 7. oben darf Die geplanten Abänderungen der Concurs Ordnung. fang der Concursmaffe gesetzlich verkleinert. Die Gegenstände, die zum Hausrath gehören und im Haushalt des Schuldners gebraucht werden, können nämlich nach der neuen Civilproceß- ordnung dann nicht gepfändet werden, wenn ihr vocaussicht- licher Erlös zu ihrem Werth für den Haushalt des Schuldners autzer Verhättniß steht. Es ist nur folgerichtig, daß solche Sachen auch im Concurse nicht genommen werden. Gegenwärtig gehört auch der Nießbrauch des verheiratheten Gemeinschuldners an dem Vermögen seiner Frau oder seiner Kinder während der Dauer des Verfahrens zur Concurs- maff?, insoweit der Nießbrauch mehr einbringt, als der Gemeinschuldner zum Unterhalt für sich, die Ehefrau und die Kind> r bedarf. Diese Bestimmung ist aufgehoben. Der Nießbrauch des Mannes an dem Vermögen der Frau und der Kinder endigt näml'.ch nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs mit der Rechtskraft des Beschlusses, durch welchen d r ConcurS über das Vermögen des Mannes eröffnet wird. Al^r auch schon vorher können die Rechte des Mannes, der neuen Civilproceßordnung zufolge, nicht gepfändet werden und aus diesim Grunde auch nicht zur Concursmaffe gezogen werden. Es liegt die Anschauung zu Grunde, daß das Vermög'n der Frau und Kinder eben deren Eigenthum bleibt und zu anderen Zwecken dem Manne bezw. Vater übergeben ist, als zur Befriedigung seiner Gläubiger. , Leben die Ebegatten in Gütergemeinschaft, so wird diese nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs durch Eröffnung des Concurses über das Vermögen des Mannes nicht beendigt, es findet also eine Auseinandersetzung zwischen den Ehegatten nicht statt, vielmehr gehört das G'sammtgut zur Concursmaffe des Mannes. Anders verhält cs sich, wenn über das Vermögen der Frau der Concurs eröffnet werden sollte. Da der Mann im Wesentlichen der alleinige Verwalter des Gesammtguts ist und es in deffen Hand während der Ehe ungetrennt vereinigt bleiben soll, so ist der Antheil der Frau schon außerhalb des Concurses der Pfändung nicht unterworfen und kann daher zu ihrer Concursmaffe ob Ehefrauen und Kinder Unterhaltungsansprüche als einfache oder bevorrechtigte Gläubiger geltend machen können. Sie sollen diese Ansprüche überhaupt nur für die Vergangenheit und zwar als einfache Gläubiger anmelden können, für die Zukunft überhaupt nicht. Für die Fälle, wo der Gemeinschuldner eine Sache ge- miet he t oder gepachtet hatte, oder wo er eine Person engagirt oder gemiethet, oder mit ihr einen Werkvertrag ab- geschlossen hatte, bleibt im Falle der ConcurSeröffnung dem einen wie dem anderen Theil das Recht, den Vertrag zu kündigen. Die Kündigungsfrist soll aber nicht mehr die ortsübliche sein, sondern, da das Bürgerliche Gesetzbuch gesetzliche Fristen vorgeschriebcn hat, diese gesetzliche Frist. Eine Vorauserhebung von Mieth- oöer Pachtgeldern seitens des Gemeinschuldners ist nur wirksam, soweit sie sich auf den Mieth- oder Pachtzins für das bei Eröffnung des Concurses laufende und das folgende Kalendervierteljahr bezieht. — An der ersten Stelle der Concursgläubiger rangiren gegenwärtig Adresse für Depeschen: Lnzetger Fernsprecher Nr. 51. Kriegsschiffes. Leipzig, 17. April. Ueber die Thätigkeit der Reich»ragSabgeordneten äußerte in einer gestern hier abgehaltenen Wählerversammlung der Abgeordnete für Leipzig, Professor Hasse: DaS Hauptgewicht der ThLtigkeit liegt nicht im Plenum, wo es nur gilt, den Standpunkt der Parteien der Oeffentlichkeit gegenüber zu kennzeichncn, sondern tn den Commissionen, in denen die Dinge viel gründlicher und meist auch sachlicher berathen find. Damit hängt auch die häufige Leere und Beschlußunfähigkeit der Hauses zusammen, die nicht gar so bedenklich ist, wie eS hingestellt wird. In England zeigt sich die gleiche Erscheinung, nur bei heißblütigen Na- tionen ist eS anders. Im Allgemeinen genügt auch die Anwesenheit der Hauptredner der Parteien und einiger Zuhörer zur Erledigung der laufenden Geschäfte. (?) ES geht auch über die Kraft deS Einzelnen, neben den CommisfionS- sitzungen mitunter noch acht Stunden im Plenum zu sein. Häufig find auch die Redner selbst schuld an der Leere deS Hauses. Allgemeine Anwesenheit ist nöthig bei namentlicher und Schlußabstimmungeu und solchen, bei denen die Par« teien nicht geschloffen stimmen, sondern der einzelne Farbe bekeunen muß. Leider drückt fich do, wie beim Flottengesetz, Mancher um die Abstimmung herum, was entschieden zu ver- urtheilen ist. Karlsruhe, 18. April. Der Kaiser ist heute früh um 10V. Uhr mittelst SonderzugeS hier eingetroffen. Jeder Personen, die fich dem Gemeinschuldner für deffen Haus, Wirtschaft oder Geschäft zu „dauerndem Dienst" verdungen hatten. Es soll genügen, daß sie sich, wenn auch nur vorübergehend, zur „Leistung von Diensten" verdungen hatten. Das sind die wichtigsten Neuerungen im Gebiete des Concursrechts. Die Aenderungen im Coucursverfahren sind weniger bedeutend. Gegenwärtig wird die Einleitung eines Concursverfahrens oft deshalb abgewiesen, weil nach dem Ermeffen des Gerichts eine den Kosten dcs Verfahrens entsprechende Concursmaffe nicht vorhanden ist. Trotzdem können die Gläubiger ein Jntereffe an der Ein» leitung des Verfahrens haben, insbesondere um durch den Concursverwalter beseitigte VermögenSftücke des Gemeinschuldners herbeizuschaffen; der Concurs soll darum in Zukunft auch dann eröffnet werden, wenn ein zur Deckung der entstehenden Kosten ausreichender Geldbetrag vorgeschoffen wird. Zugleich soll bei Gericht ein Jedermann zugängliches 23er* zeichniß derjenigen Schuldner geführt werden, bezüglich deren in den letzten fünf Jahren das ConcurSverfahren wegen ungenügender Masse nicht eröffnet werden konnte. Die Frist zur Anmeldung der Concnrsforderungen kann von 3 auf 2 Wochen herabgesetzt werden. Soll das G e s ch ä f t des Gemeinschuldners geschlossen werden, so muß der Verwalter vorher dem Gemeinschuldner, sofern derselbe ohne Aufschub zu erlangen ist, von der beabsichtigten Maßregel Mittheilung machen. Die Schließung des Geschäfts kann vom Gericht untersagt werden, wenn ein Zwangsoergleichsvorschlag vom Gemeinschuldner eingereicht ist. Die Geschäftsbücher des Gemeinschuldners gehören zur Concursmaffe. dürsen aber nur mit dem Geschäft im Ganzen und nur insoweit veräußert weiden, als sie zur Fortführung deS Geschäftsbetriebes unentbehrlich sind, keines- wegs aber als Maculatur. Für die Gebühren des Concursverwalters können die einzelnen Staaten einen festen Tarif aufstellen; andernfalls wird die Gebühr nicht mehr von den Gläubigern, von denen oft nur einer oder einige im Schlußtermin erscheinen, festgesetzt, sondern nach deren Anhörung vom Gericht. Die Bestrafung wegen einfachen Bankrotts ist insofern verschärft, als nicht nur auf Gefängniß bis zu zwei Jahren, sondern bis zu 5 Jahren und zugleich auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden kann. Als neuer Fall des einfachen Bankrotts ist hivzugefügt, wenn der Gemeinschuldner in der Absicht, die Eröffnung des ConcurS- verfahrens hinauszuschieben, Maaren oder Werthpapiere auf Credit entnommen und erheblich unter dem Werth veräußert Berlin. 18. April. Wie baß „Berliner Tageblatt" erfährt, ist vor einiger Zeit der frühere Reich»tag»abgeordnete Dr. Ludwig Bamberger nicht unbedenklich erkrankt gewesen. Er befindet sich indeß bereits vollständig auf de« Wege der Wtedergenefung. Berlin, 18. April. In der Untersuchung gegen de« Oberfactor Grünenthal hat fich, dem ^Loealanzeiger" zufolge, herauSgestellt, daß Grünenthal bet seinem Banknotendiebstahl auch mit einem gefälschten Stempel operitt hat und zwar gebrauchte er diesen, um die Pack-te, denen er Banknoten entnahm, wieder so zu verschließen, wie eS vorher von Oberbeamren der RrichSdruckerei geschehen war. Berlin, 18. April. Der Director im Reichsamt bei Innern, Schröder, ist vom 1. April ab auf sein Gesuch wegen angegriffener Gesundheit zur Disposition gestellt worden. Er bat fich dem Bernehmen noch zunächst-nach Klemafie« begeben. Berlin, 18. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Ueber London wird verbreitet, daß die Vertreter der enro- päisch-en Großmächte in dem spanisch - amerikanischen Streitfälle in Washington neuerdings eine feindselige Haltung gegen die Regierung der Bereinigten Staaten eingenommm haben. Soweit es sich um die deutschen Botschafter handelt, ist diese Behauptung unzutreffend. Berlin, 18. April. In der Günther'schen Mord- fache wird mitgettzeilt: Eine Zmgin beeidete, am Abend des Mordtages auf dem Wege nach dem Thatorte die Günther am Arme eine» Mannes gesehen zu haben. Die Zeugt« erkannte in dem Begleiter mit fester Bestimmtheit deren Bräutigam wieder, einen Sch'.ächtergesrllen mit dem Vornamen „Emil". Die Polizei gibt genaue Personalbeschreibung de» Thäter», deffen Aufenthalt unbekannt ist. Berlin, 18. April. Der „Local-Anzeiger" meldet au» Washington: Eine gemilchte Eommtsfion beider Häuser des CongresscS wird heute über die Faffung einer gemeinsamen Resolution berathen. Vielleicht wird darin die Anerkennung der Unabhängigkeit Cuba» nicht ausgesprochen, nur ist die» noch unficher. Mac Kinley wird die Rrsolution ohne Aufschub unterzeichnen, möglicherweise schon morgen. E» bestätigt fich, daß die conservattven Mitglieder der beiden Häuser unbeschadet der couftttutionellen Rechte de» CongreffeS zeh« Tage F ist für diplomatische Verhandlungen mit Spanien bewilligen wollen. Halle a. d.S., Mitte April. Die Tarif gemeiv schaft»- 1 aegner unter den Buchdruckern hielten während der Oste,tage ihren ersten Congreß in Halle ab, der ans 20 Orten beschickt war ES wurde beschloffen, die Agitation pfgen die Tarifgemeinschaft den Berhälmiffen der einzelne« Orte eutsprecheud zu betreiben. Falls der Verband der Buchdrucker weitere Autschlüffe versügt, droht man mit i MaffcnauStritt. Köln, 18. April. Die „Köln. Ztg." entnimmt einem : von den Philippinen.Inseln gekommenen Privatbriese eines Deutschen, daß im Norden der Insel eine bedenkliche Gcihrung herrsche. Die Aufständischen nahmen verschiedene Ortschaften ein, wobei mehrere katholische Geistliche getödtet > wurden. Man erwartet täglich da» Eintreffen eine» englische« nicht aezogen werden. , Dem Gläubiger ungünstig ist auch die Stellung, welche der Entwurf in der Frage einnimmt, ob die Annahme oder die Ausschlagung einer vor der ConcurSeröffnung dem Gemeinschuldner angefallenen Erbschaft oder eines Vermächt- nisses dem Gemeinschuldner oder dem Concursverwalter j zusteht. Diese Frage, welche gegenwärtig in den verschiedenen \ Rechtsgebieten eine verschiedene Antwort gesunden hat (in ; den Gebieten des Preußischen Landrechts und des französischen Rechts in dem Sinne, daß Erbschaft oder Vermächtniß nur ? von dem Verwalter ausgeschlagen werden kann, in den Ge \ bieten des gemeinen und sächsischen Rechts ebenso bei Ver- j mächtniffen (während Erbschaften der Schuldner auöschlagen • tannj, entscheidet der Enlwu-f dahin, daß die Entscheidung stets dem Gemeinschuldner freisteht, weil der Erwerb von $ Erbschaften und Vermächtnissen nicht nur einen vermögens- ; rechtlichen, sondern zugleich einen persönlichen Characier habe. Zu Gunsten der Gläubiger ist die Streitfrage entschieden, 1 % Iser Mtinflsyret» ncr'.djätirhd) 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Plz. mit Brmgerlohn- 8ei Postbezug 2 Mark 50 Pf«,, vierteljährlich. Berlin, 18. April. Der hiefige amerikanische Bot« schafter wird sich am Mittwoch nach Dresden begeben, um dem König Albert zu deffen Jubiläum ein Glückwunschschreiben de» Präfideaten Mac Ktnleh zu über 'eichrn. Der in der Reichstagscommission berathene Entwurf eines Gesetzes, betr. Aenderungen der Concursord- nung, hat in erster Linie die Aufgabe, das Concursrecht mit den neuen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs und der Civilproceßordnung in Einklang zu bringen. Er beschränkt sich jedoch nicht hierauf, sondern es wird die Gelegenheit benutzt, auch einige Aenderungen vorzunehmen, welche nach Ansicht der Regierung dringlich oder allgemein begehrt sind. In dieser Richtung ist der Entwurf jedoch sehr zurückhaltend und der Handelsstand, welcher von der Gesetzgebung einen größeren Schutz gegen die gewerbsmäßigen Pleitemacher verlangt, wird ziemlich enttäuscht fein. Immerhin bringt der Entwurf einige Verbesserungen und eine weitere Reform wird in Aussicht gestellt, sobald die Gesetzgebungsmaschine, welche jetzt auch noch die Abänderungen der Civilproceßord- vv^ vMeviw o o u nung und das Gesetz über d-e freiwillige Gerichtsbarkeit zu \ Forderungen von Arbeits- oder Dienstlodn seitens solcher bearbeiten hat, diese ihre nächsten durch die Einsührung deS i en--ra toomcmMmihtior für hpffen .(Snus. Bürgerlichen Gesetzbuchs bebmgten Aufgaben bewältigt haben wird. Alsobald wird der Moment der Ruhe in der Gesetz- gebung des bürgerlichen Rechts allerdings nicht eintreten, da, wenn das Reick seine Gesetze fertig gestellt hat, die einzelnen ; Staaten schleunigst daran ge^n muffen, einen Anschluß ihrer vielfach in den Grundzügen abweichenden, abr doch zur Ergänzung bestimmten Gesetze mit den neuen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs herzüstellen. Was nun das Concursrecht anbetrifft, so wird der Um- art' frfd)dttt täglich mit Ausnahme deS Montags. Dir Gießener Damirtenvtätter yaßen dem Anzeiger »Schentlich viermal beigelegt. SZ Zs 151 92.20 JSÄl* Klivie I Hi»* a 55 3- 2®d 13.3» N £ —loockt DOS Sa-MiS*"- |82.75 182.4* Laura . • • i . 294.‘/e ca 64.»/» do 1J770! i»1,2 81 50 81^ .*-••** pnnc 1 hat. — Die Wünsche derer, welche eine Erschwerung der gewerbsmäßigen „Pleiten" fo dern oder gar einem Gemeinschuldner die Ausübung der staatsbürgerlichen Rechte, die Bekleidung von Ehrenämtern rc. entziehen wollen, wie es in Frankreich zum Theil der Fall ist, finden also keine Erfüllung. Eben- ; sowenig aber auch das berechtigte Verlangen, vorzubeugen, daß em Zwangsvergleich insbesondere durch die Stimmen der Verwandten des Gemeinschuldners zum Nachtheil der übrigen Gläubiger angenommen werden kann. Man kann nur hoffen, daß es nicht allzu lange dauert, bis die Regierung auch zu einer Inangriffnahme der letzteren Reform Zeit gewinnt. Zeitungen etc. Führung die eydaj, SchulstrasseJ- I M vfficielle Empfang unterblieb auf Wunsch de- Kaiser-. Am Bahnhof halten sich zum Empfang etogefundeu: der Groß« Herzog, Prinz Karl von Baden und der preußische Gesandte. Der Kaiser trug die General-uniform der Infanterie, während der Großherzog von Baden in der Uniform etueS Generals der Marine-Infanterie erschienen war. Die Begrüßung zwischen dem Kaiser und dem Grohherzog war eine äußerst herzliche. Die Straßen, welche der Kaiser auf der Fahrt zum Schloß pasfirte, waren mit Flaggenmasten geschmückt und von einer großen Menschenmenge besetzt, welche deu Kaiser mit lebhaften Hochrufen begrüßte. Im Schloß wurde der Kaiser von der Großherzogin empfangen. Um 1 Uhr findet große Mittagstafel statt, während welcher die Capelle de- Leibgrenadter-Regiment- Nr. 109 im Parke vor dem Schlöffe concertireu wird. 6t. Privat, 18. April. Heute Mittag wurde die aus Aulaß de- 70jährtgeu Grburt-tage- de- Königs Albert von Sachsen gestiftete Gedenktafel in Rou- court am Hause Nr. 18, wo der damalige Kronprinz Albert uach der Schlacht von St. Privat übernachtete, iu feierlicher Weise angebracht. AusUr«-» Loudon, 18. April. Unterhaus. James Lowther fragt an, ob angesichts des anscheinend bevorstehenden Krieges zwischen zwei England befreundeten Staaten die Regierung sofortige Schritte beabsichtige, um den britischen Unterthaneu die Verpflichtung strengster Neutralität au- Herz zu legen. Balfour erwidert Namen» der Regierung, es sei allgemein Gebrauch, mit derartigen Verkündigungen bis zum Ausbruch der Feindseligkeiten zu warten. Er sehe ketuen Grund, von dieser Gepflogenheit abzugeheu. Cardiff, 18. April. Eine Versammlung der Berg« ar bei ter von Wale» entschied stch mit großer Mehrheit gegen die Fortdauer der gleitenden Lohuscala und stimmte emmüthig für einen Apell an die Unternehmer um sofortige Lohnerhöhung um 20 pCt. Madrid, 17. April. Die Abstimmung des Senats iu Washington wird allgemein hier als eine Erleichterung empfunden. Die Mehrheit der Preffe meint, das endlose Ebben und Fluthen der Eindrücke fange an, eine bedenkliche Rervofität zu erzeugen, je schneller die Entscheidung, desto bester sei r» für Spanien, das die Herrschaft Über fich zu verlieren beginne, wie die gestrigen Krawalle in mehreren Hafenstädten zeigen. Die Regieraug hat jede Hoffnung auf eine friedliche Lösung aufgegeben und glaubt, Mac Kinley stelle fich, al- werde er durch die öffentliche Meinung mit fortgeriffen, schüre aber unter der Hand eifrigst. — Alle Kriegsschiffe erhalten Mundvorrath für 30 Tage. — In einem Gespräch über die gestrigen Ausschreitungen mit dem Colontenmtoister ließ dieser folgende Worte fallen: Sie werden allenfalls die Lage nicht verschlimmern. Frkf. Ztg. Barcelona, 18. April. Als die Bevölkerung gestern Abend den Beschluß des amerikanischen Senats erfuhr, entstand lebhafte Aufregung. An mehreren Stellen wurden patriotische Rufe laut. Studenten machten deu Versuch, zum amerikanischen Coniulat zu ziehen. Sie wurden jedoch zerstreut. Auch aus Valencia werden patriotische Kundgebungen gemeldet. Irgend ein Zwischenfall kam nicht vor. Rewyork, 18. April. Die republikanische Preffe entfaltet eine lebhafte Agitation gegen den Beschluß des Senats und fordert Mac Ktuleh auf, den Beschluß zurück« zuweiseo, der fich in erster Linie gegen die Pofittou de- Präfideuten richte. Iu ernsten politischen Kreisen glaubt mau, da- Repräsentantenhaus werde fich ablehnend verhalten, um Aufschub zu gewinnen, welcher auf die aufgeregten Ge- müther beruhigend wirken werde. New-Bork, 17. April. Der Senat nahm mit 67 gegen 21 Stimmen die Resolution an, der zufolge die Unabhängigkeit Cuba» anerkannt und der Präfideut angewiesen wird, sofort der spanischen Macht auf der Insel ein Ende zu machen, eveut mit Waffengewalt. Die Resolution erklärt ausdrücklich, daß die Vereinigten Staaten nicht die Annection Cubas beabfichtigeu, und spricht fich, nach einem Amendement Turpie, für die Anerkennung der cubanischen Republik au». Da» Repräsentantenhaus wird diese Resolution unannehmbar finden und da- Conferenzcomilü wird fie zweifellos sehr mildern. Präsident Mac Kinley betrachtet die Anerkennung der Unabhängigkeit Cuba» lediglich als eine Function der Executive und ist über da- Vorgehen des Senats sehr verstimmt. Da» Amendement Turpie, über daS man besonder» abfttmmte, wurde mit 51 gegen 37 Stimmen an- genommen. Frkf. Ztg. Washington, 17. April. In der cubanischen Frage dürfte es voraussichtlich zu einem Conflict zwischen den beiden Hausern kommen. Anzeichen deuten darauf hin, daß ein starker Protest dagegen erhoben werden wird, daß durch die Legislative die Unabhängigkeit der cubanischen Insurgenten- regierung anerkannt wird. totales unt Mieten, den 19. April. •• Bon der Universität. Der außerordentliche Proseffor der vergleichenden Sprachwiffenschaft, Bartholomä, hat einen Ruf al» Ordinarius an die Universität Gießen als Nachfolger des Herrn Prof. v. Bradke erhalten. •* Verlegung der Gemeiadesteuerziele. Se. Exc. Staat»- Minister Dr. Finger hat auf die Anfrage de» Herrn Abgeordneten Köhler (Darmstadt) da» Folgende erwidert: Der am 4. November 1895 in Gießen stattgehabte fünfte Städtetag bat mit Rücksicht auf die mit der verspäteten Ausgabe der Gemeindrsteuerzettel verbundenen Mißstände beschlossen, die Großherzoglicke Regierung zu ersuchen, die durch Ministerial- Amtsblatt vom 21. October 1874 auf die Monate April, Juni, August, October, December und Februar festgesetzten Gemeindesteuerziele auf die Monate Mat, Juli, September, November, Januar und März zu verlegen unter entsprechender Abänderung der StaatSsteuerziele. Da» Ministerium des Innern bat auf die Namen» de» Städtetag» von dem Herrn Oberbürgermeister Gnauth in Gießen vorgelegte Eingabe demselben erwidert, daß e» gleichfalls die Verlegung der Steuer- erhebuugSziele für wünschenSwerth erachte und demgemäß mit dem Ministerium der Finanzen wegen Abänderung de» Gesetze» vom 29. August 1874 in» Benehmen treten werde. Da» Ministerium der Finanzen hat auf deSfallfige», die Wünsche des StädterageS befürwortendes Ersuchen erwidert, daß es nicht anstehen würde, fich für die fragl. Vertauschung au-zusprecheu, wenn eS mit deren Durchführung die Erreichung des augestrebreu Erfolg» als gefichert betrachten könne. Die» fei jedoch nicht der Fall au» folgenden Gründen: 1) In den seitherigen Verhandlungen seimehrfach nachgewiesen, daß seither die Aufstellung und Feststellung der Gemeinde-Voranschläge vielfach so verspätet statt- gesunden habe, daß den Steuercommiffariaten die für die einzelnen Gemeinden zum Ausschlag zu bringenden Summen der Gemeindesteuern nur so verspätet mitgrtheilt werden könnten, daß ein rechtzeitiger Ausschlag gar nicht mehr möglich war. 2) In Folge der in dem Einkommensteuergesetz zur Einführung gelangten Declaration-Pflicht für die Ein- kommensteurrpflichtigen erster Abtheiluug habe fich in allen Steuercommiffariaten, namentlich aber in denjenigen der größeren Städte, da» Geschäft der Ein- kommeusteuerregultrung, wegen der uuverhältniß- mäßig großen Anzahl der einlaufenden unrichtigen und unbrauchbaren Einkommensteuererklärungeu so sehr erschwert und so zeitraubend gestaltet, daß mit Sicherheit auf einen so frühzeitigen Abschluß nicht mehr gerechnet werden könne, daß eine Fertigstellung de» GemeindesteuerauSschlag» für die größeren Städte alljährlich bi» zum 1. April in Aussicht genommen werden könne. In vielen Steuereommiffariat»- bezirken habe seither schon die RcclamationSfrist um einen halben bi» sogar drei Monate erstreckt werden müffev, weil die Ausgabe der StaatSsteuerzettel nicht rechtzeitig, sondern entsprechend verspätet statt- gesunden habe, trotz der den größeren Steuercommiffariaten zugewiesenen besonderen Aushilfen. Da» Ministerium der Finanzen ist im Hinblick auf die vorstehend geschilderten Verhältnisse zu der Ansicht gelangt, daß zur Zeit vou der wiederholt uachgesuchteu Vertauschung der Erhebungsziele abzu- sehrn, und eine Beseitigung der in den größeren Städten bezüglich der Erhebung der Gemeindeumlagen unverkennbar hervorgetretenen Mißstände auf anderem Wege zu erstreben sein dürfte. — Nach seiner Ansicht dürfte eine wesentliche Befferung in einfacher Weise dadurch herbeigeführt werden können, daß die Gemeindesteuern fernerhin nicht mehr in sech», sondern in fünf Zielen auSgeschlagen und die Erhebung de» ersten Ziel» auf den Monat Juni festgesetzt würde, in welchem seither bereit» da» zweite Ziel erhoben werden sollte. Hiermit würde sofort der seither saft regelmäßig eingetretene Mißstand beseitigt, daß bet AuStheilung der Gemeindesteuer- zettel bereit» zwei Ziele fällig waren, somit ein Drittel der Iahre»steuer auf einmal bezahlt werden sollte uud dieser Betrag bei Nichtzahlung gleichzeitig in Beitreibung genommen würde. Der Au-schlag in fünf Zielen hätte allerding» die Folge, daß in jedem der fünf Ziele Vio des ganzen JahrrSbetragS mehr zu bezahlen wäre als bei der Erhebung in sechs Zielen. Von besonder» drückenden Folgen könne dieser aber nicht wohl fein, wie dieses schon die Thatsache beweise, daß abgesehen von Gießen seither schon der Ausschlag und die Erhebung der Gemeindesteuern in Oberheffen in vier Zielen stattgefunden habe, ebenso im Kreise Groß-Gerau. Auch in den Landgemeinden sei seither schon die Beitreibung der ersten Gemeindesteuerziele in der Regel biS nach der Ernte verschoben worden. Da» Ministerium des Innern ist geneigt, dem Vorschläge de» Ministeriums der Finanzen, allgemein den Ausschlag der Gemeindesteuern in fünf Zielen mit Bestimmung de» MonatS Juni als ersten ErhebuugSmonat festzusetzen, beizustimmen. Den Steuercommiffariaten würde hiernach auf- gegeben werden, unter allen Umständen, rechtzeitige Feststellung der zum Ausschlag kommenden Summe vorausgesetzt, die Fertigstellung de» Gemeindesteuerausschlags alljährlich bi» zum 1. Juni zu vollziehen. Sollten fich hierfür im einzelnen Falle besondere Schwierigkeiten ergeben, so wird durch ausnahmsweise zu gewährende Aushilfe auf einige Monate Abhilfe geschaffen werden. — Kür Nadfahrer. Wir wollen nicht uuterlaffen nochmals au dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen, daß die Bestimmungen der neuen Radf ahrordnnng am 1. Mai in Kraft treten. ES empfiehlt fich daher, um au diesem Tage im Besitze der neuen Radnummern und Legitimationskarten zu sein, al»balb auf dem Meldebureau Großh. Polizei- amt» die Anmeldung zu machen bezw. den Antrag hierzu zu stellen. • • Technischer Verein. Am verflossenen SamStag und Sonntag hielt der hiesige „Technische Verein" da» Fest der jährlichen Wiederkehr seiner Gründung ab. Dem Cammer» am SamStag Abend ging ein Festesten im Hotel Einhorn voran». Am Sonntag Vormittag sah man ein ansehnliche» Häuflein hiesiger und auswärtiger Techniker durch die Stadt ziehen, um die Sehenswürdigkeiten Gießen» zu beaugenscheinigen. Den Schluß der Besichtigungen bildeten die Hehligeustaedt sche Maschinenfabrik und die oberhesfische Elsenbahnwerkftätte. Am Nachmittag unternahm der Verein mit seinen Damen und Gästen trotz eer zweifelhaften Witterung eine Wagenfahrt nach der Burg Gleiberg, von wo die Theilnrhmer, nachdem fie auf dem Rückweg dem Windhof noch einen Besuch abgestattet hatten, mit Lampions in später Abendstunde m ihr Beremslocal, Restaurant Kaiserhof, zurück- kehrten. Möge der junge Verein noch recht viele Jahre seinen Gründung-iag feiern. • • Radfahren. Unsere Notiz in voriger Nummer über daS am Sonntag stattgehabte VersuchSreuueu der Traiuirschüler find wir nunmehr in der Lage durch Bekanntgabe der Resultate zu ergänzen. (Wir bemerken dabei, daß lediglich an» Versehen die Zustellung einer Berichterstatter- karte unterblieb.) E» wurde mit Ausnahme eine» Rennen» nur die Herrenfahrer-Concurrenz bestritten, da die erwarteten Berufsfahrer in Folge de» in der Nacht vorher niedergefallenen Regen» am Start nicht erschienen waren. Ausge- fahren wurden: 1. Erö f f nuu g S sahr en 2000 Meter = 5 Runden. Erster: Ludwig Opel-Gießen 3,17*/,, Zweiter: Carl Duill-Gießen 3,18, Dritter: Carl P iankuch e - Gießen 3,182/6. 2. Reccordfahreu (offen für Berufsfahrer) 1000 Meter — 2,/3 Runden. Erster: Franz Verhetz en-Frankfurt a. M. 1,62®/,, Zweiter: Rümpfet» Frankfurt a. M. 1,52*/,, Dritter: Willy Laufer-Castel 1,53V,. Verhetzen lag bi» in die letzte Curve an zweiter Stelle, siegte aber durch kräftige» Spurten mit zwei Längen. Kämpfer ging bei der zweiten Runde scharf vor und erreichte 15 Längen Vorsprung, der aber von den Gegnern sehr bald nachgeholt wurde. 3. Hauptfahren 2800 Meter ----- 7 Runden. Erster: Ludwig Opel-Gießen 4,39*/„ Zweiter: Carl Duill Gießen 4,40, Dritter: Carl Psanknche- Gießen 4,40V». Da» Rennen gestaltete fich al» daS de- stritteudste und intereffanteste de» Tage». 4. Vorgabefahren 2000 Meter — 5 Runden. Erster: Ludwig Opel- Gießen (0 Meter Vorgabe) 3,42/», Zweiter: Carl Duill»- Gießen (60 Meter Vorgabe) 3,4®/,, Dritter: Carl Pfau- kuche-Gteßen (90 Meter Vorgabe) 3,5 V». Bei den Herreufahrern merkte man bei allen Rennen die Schule Verhetzen» und ist besonder» deren sichere Haltung und deren ruhiges und dabei doch gewandtes Fahren hervorzuheben. Concerl de? Akademischen GesaugvereiaS em 3. Mai im Cludsaal. Unserer gestrigen Notiz können wir heute schon htnzufügen, daß daS Programm des Abend» au» zwei kürzeren, aber hervorragenden Chorwerken bestehen wird. In beiden find größere Soloparthien zu besetzen, wozu nur erst- klaffige Künstler in Aussicht genommen sind- außerdem wird noch ein Jnstrumentalsolist mitwirken. Trotzdem da» Coucert zu deu bedeutenderen zu zählen ist, hat man doch von einem hohen Eintrittsgeld abgesehen, den Sperrsitz auf Mk. 2.60, einen Galerieplatz auf Mk. 1.50 festgesetzt, um ein ganz volle» Hau» zu erziele». Bei Herrn Challier, der auch die Arrangement» diese» Konterte» übernommen, können heute schon Vormerkungen auSgeführt werden. Da» Programm wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. • • Lotterie. Der Oberfechterei de» Hessischen Fecht- vereinS „Waisenschütz- wurde die Erlaubniß ertheilt, zur einmaligen Veranstaltung einer Geldlotterie im Jahre 1898. Die Erträgnisse derselben sollen dazu verwendet werden, in der Stadt Mainz ein „Kinderheim" zu errichten, da» armen und hilfsbedürftigen Halbwaisen eine Heimstätte bieten soll. ES dürfen bet dieser Lotterie nicht mehr als 150 000 Loose zu 1 Mk. daS Stück verausgabt werden und 50 pCt. müssen zu Geldgewinnsten ausgegeben werden. Der Vertrieb der Loose wurde aber für da» ganze Großherzogthum Heffcn gestattet. Beförderung vou Fahrrädern. Wie jetzt als bestimmt verlautet, soll bet Inkrafttreten des Sommersahrplans ab 1. Mat bei besonderen Schnell- und Personenzügen auf allen Bahnstrecken, die einen ungewöhnlich starken Verkehr habe ', ein Packbetwagen eingeschoben werden, der speciell für Unterbringung und Beförderung der Fahrräder vorgaseheu ist. Eine für Viehhändler sehr wichtige Bestimmung enthält der neue, soeben in Kraft getretene deutsche Ei sen- bahntarif für die Beförderung von lebenden Thiere», Theil 1. Während bisher lebende Thiere an Sonntagen behufs Verladung nach e'ngeholter ort-polizeilicher Erlaubniß angetrteben werden konnten, werden vom 1. April d. I. ab an Sonntagen und F-sttagen außer Hunden keine lebenden Thiere mehr Seiten» der Eisenbahn > zur Beförderung äuge- Hommen werden. Ausnahmen können jedoch durch die zuständigen köngl. Eisenbahnverkehrs - Jnspectorea zugelaflen werden. Trotz verregneter Ostern steht uns doch der schönste Sommer bevor, eine Nachricht, die gewiß Jeden mit Freude erfüllen wird. Der diesjährige Sommer soll so schön werden, wie er seit Jahrzehnten nicht erlebt worden ist; sonnenhelle Tage, blauer, klarer Himmel und nicht übermäßig hohe Temperatur. Es wird kein schöner, nein, der schönste Sommer werden. Und wer freute fich dessen nicht? Wohl Jeder! Unsere Gartenrestaurateure, die Hoteliers dec Sommerfrischen und vor Allem die Ausflügler und jeder Einzelne, dem nach des Jahres Mühe und Last ein Monat des Urlaubs winkt. Nun wird man fragen, wem denn diese freundliche Nachricht zu danken ist. Einzig und allein der Rührigkeit des Comitv» der Wiener Jabtläum» Ausstellung! Diese» ComitL hat fich nämlich an sämmtliche meteorologische Anstalten de« Kontinent» und an alle berufenen Fachmänner um eine wissenschaftlich begründete Prognose für die Witter- ung»verhältniffe de» diesjährigen Sommer» gewandt. Ein Elaborat, dem die Beobachtungen der sämmtlichen Anstalten der Hauptstädte zu Grunde liegen, besagt, daß in diesem Jahre die Erde unter der Regentschaft der Sonne stehe und diese heuer in weit geringem Maße „Flecken" zeige, als in den vorhergegangeuen Jahren. Auf Grund dieser Thatsache» und mit Hilfe nicht näher zu erörternder Berechnungen gelangte man zu der begründeten Annahme, daß die Monate Juni, Juli, August uud September ein dauernd schönte Wetter aufweisen werde». • • Wahluachrichteu. Secretär Wenck, der Candidat der National-Socialen im Wahlkreise Friedberg, wird bis zu *#! Tw /1( 7,^' Ql A H63® 3185 et » «4«« ''"•'S1 tW«'n ei Mr 8‘V” Htueralversa»® (§) st°r icraibin t* Hüudtea-^ |ti|l s-lseodtt ■ mirke O. w« tert Feldsalat c Hause», eia D- hlben aus der 1 ihnen i« Felde üt Hader, ob »iese Frage in zeher Nach t aonhmea, der tzroceß und - zu Hause dkll an der Sahrh« berJagtMr tl gehört Kinde za enatbka, tva ? Sei der -eist Wen fern man iamit noch lauf deß Frühiil günstig, die Aui Mteruaglchara aber treibt mät blühende Kirsch mit dem Frü! sprießt üppig I mlntnt, so daß Kvra ein sehr Bojttiitrg fiat späte LchneeM zu Gr □ Damsta tigte Änkans tlni nach d?rn Wildpc daS seither bim Ich Perfect gen Sesellschast mit I »ohahäuser behördliche Gen-! All bet» 0 Weibt: ,8m 1 8* ta W vnast". ($8 |f| »»du, allein u der fast dar 0Q utl6 ebenso an i »’ö nnb vortlö h deostoo ' Arn seinen bi rH und noch t i'llu? Sin Reo rl°e° Cortrag 6C EUdeuj sonst ^i eiaem Wandripre poehmen, tie, W beruft bemerken *7°, »ehr de: Jl? M Sa JttHon gib^ ■ L' 2"««. 10. lehr bea stlaiaz, 17 Ü2" Dk'i ‘-V bon °b. b,.. l'iffnn sei Mi. * SBm hu °^°»° '«■>?*,s ""«te tiöt, »L^i bafe «ttn, ti hj, ^‘nntni tD 2000 । *ft |S ’"■1 8-li) | I 61,11«’Ä: ’"«« alt |M }L ' ,-7s°L" gatte »it^dfaokllche. UtU k-i> all bal br. fct o ^l»abe. ' üm^'^Vprl. ! Tarl DuNl- ! *: Tnl Pfav. L W- ®«i btn ™ntn dir Schalt 8«. ne Haltung unb beten Urro bnvorzohkbtu. 8,laB88«tin| ln z, fonntn u>tr heate schon bks Abends aal zwei erkeo bestehen ivtrd. In besetzen, ivozu nur erst. ” Rnb; außerdem »!rd f ^eotzdtv das doactit j at man doch von ein.'« Synrfitz ans Mk. 2.50, um tin gewz i LhaUin, btt auch btrnonnntu, fonntn heule erden. Das Programm ülichl. ei des Hesstschen Fecht« e Tr'anbniß ertheilt, zur lotterte tm Jahre 1898. i versende.' werden, in zu errichten, Las atmen e Heimstätte bitten soll, aehr all 150 000 Lovst :btn unb 50 M. Mer !tn. Der Lerttird brr Grohherzogthm Hessen i Sie jetzt als bestimm es Sommersahrplans ab d Persorenzügen ans allen t starken Verkehr habe-, werden, der speciell für • Fadnäder vorgeseheotst. wichtige Sestimnnulg ent« erene dentsche Etsrn» z । von lebenden Thieren, - t Thiere an Sonntagen ! vo,polizeilicher ltrlanbn , vom 1. Sprtl d. J. °r r Hunden keine lebenden t . m Sefördernng aoge- J jedoch durch Mif z. Inspectorrv Mlassen; ... nni vich der VK« iure, ’* * itder , die 8afl? tin IRonai Äe ^7e°n diese I n MtD/ allein der w®tl ? « S*w'' itll “'* ,9. tu LU 6I” !S-"S . Ä' ,,.ernder »enuL Konnte SjAJi*' oder - tzondid^ Seni, ^ MH» ^SrttdbttS- den Wahlen nach Friedberg verziehen, um sich ganz der Agitation in dem Wahlkreise Friedberg-Büdingen zu widmen. Schotten. 18. April. Herr Dr. Rausch au» Friedberg hat hier heute seine Stelle al» Dirigent der höheren Bürgerschule und Oberlehrer der hiesigen Schulen angetreten- n. Reichelsheim t. d. W., 17. April. Unsere Molkerei war vorige» Jahr in der Lage, ihren Genofien eine Nachzahlung von Vio Pfg- für das Kilogramm gelieferte Milch zu gewähren. Aus Molkeretproducten wurden 37,850 Mk. 91 Pfg., an Zinsen 400 Mk. 2 Pfg. eingenommen. Die sonstigen Einnahmen für Milchfuhrlohn, Ersatzposten rc. betrugen 7153 Mk. 42 Pfg. Die Betriebskosten beliefen sich auf 23,405 Mk. 53 Pfg., die Pasfivzinsen und Provisionen betrugen 1911 Mk. 58 Pfg. Die Abschreibungen betrugen 3135 Mk Au Differenz bet SicheruugSeinlagen unb Ge- fchäftSguthaben, sowie an Abzügen bei Kunden an Porto muhten eingestellt werden 454 Mk. 75 Psg. Der hiernach verbleibende Ueberschuß von 16,665 Mk. 5 Pfg. wird nach Einlagen in den Reservefonds unb den BetrtebSrücklagen nach der Bestimmung der um 24 dsS. Mts. statifiadeuden Generalversammlung vertheilt. ( §) An» dem Vogelsberg, 18. April. Dah e» keinesfalls gerathen erscheint, den Hund — und sei e» auch nut ein Hündchen — mit den Kindern inS Feld laufen zu laffen, zeigt folgender Vorfall, der dieser Tage im oberen Ohmthal vorgekommen. Die Kinder eine» Einwohners aus der Gemeinde O. waren in eine Nachbargemarkung gegangen, um dort Feldsalat oder sog. Nühchen zu holen. Der Hund des Hauses, ein DachShÜndchen, begleitete die Kinder. Als dieselben auf der Suche nach Feldsalat sich befanden, begegnete ihnen im Felde der Pächter der dortigen Jagd. Er fragte die Kinder, ob der Hund ihnen gehörte. Sie verneinten diese Frage in der Absicht vielleicht, einer Anzeige zu entgehen. Nach dieser Verneinung muhte der Jäger allerdings anvehmen, der Hund sei herrenlos und er machte kurzen Proceh und — erschoß ihn. Weinend beklagten die Kinder zu Hause den Verlust ihres Liebling», den sie beim Halten an der Wahrheit gewiß hätten retten können. (U. E. hätte der Jagdpächter trotzdem nicht so barsch zu verfahren brauchen, es gehört Kindern gegenüber nicht viel Scharfsinn dazu, um zu errathen, wa» eine Nothlüge ist.) ? Von der Ohm, 18. April. In der Wetterau ist man meist schon fertig mit der Gersten- und Hafersaat, hier hat man damit noch nicht beginnen können. Der seitherige Verlauf de» Frühlings ist der Bestellung des Feldes nicht günstig, die Aussaat verspätet sich unb noch immer ist der Witterung»character nur beständig im Wechsel. Die Vegetation übertreibt mächtig hervor- schon gibt eS an geschützten Lagen blühende Kirschbänme. Die Wiesen haben den Winterrock mit dem Frühlingskleide vertauscht, und die Wintersaat sprießt üppig hervor. Letztere hat bet un» sehr gut überwintert, so daß der Stand von Rap» unb Klee, Weizen unb Korn ein sehr guter genannt werden muß. Im oberen Vogelsberg hat der Roggen weniger gut durchwintert, der späte Schneefall hat hier Schaden angerichtet, die Saat ging theilwelse zu Grunde. D Darmstadt, 18. April. Der seit längerem beabsichtigte Ankauf einer Geländes an der Dieburger Straße, die nach dem Wildparke führt, zum Preise von 180,000 Mark, das seither dem „Carl-Hof" gehörte, ist, wie man vernimmt, jetzt perfect geworden. Eine au» Beamten sich bildende Gesellschaft mit beschränkter Haftung will dort Beamtenwohnhäuser für Ihre Mitglieder errichten und soll die behördliche Genehmigung hierzu in sicherer Aussicht stehen. Aus dem Odenwald, 18. April. Der „Starkenb. Bote" schreibt: „Am 14. April hielt Herr Reallehrer Kahl au» W'mpfen in Michelstadt einen Vortrag Über „Wahl eine» Berufs". ES ist ja schön, wenn die Eltern hierüber belehrt werden, allein unS will dünken, al» hätte ein Reallehrer, der fast das ganze Jahr an den schulfreien Nachmittagen unb ebenso an Bonn- und Feiertagen in der Welt herum- re-.st unb Vorträge hält, unb zu HauS vier bis sechs Schüler in Pension hat, seinen Beruf verfehlt. Wird ein solcher Lehrer seinen bezahlten Anvertrauten ben nöthigen Unterricht unb noch viel mehr bte nöthige Aufsicht augedeiheu laffen? Ein Reallehrer kann ja auch einmal in seinem Fach einen Vortrag halten, aber ein Wanderprediger darf er nicht werden- sonst leidet sein Beruf. Aber noch viel mehr sollte einem Wanderprediger untersagt werden, Schüler in Pension zu nehmen, die er gar nicht beaufsichtigen kann, weil es nicht mehr berufS-, sondern mehr erwerbSmäßig erscheint." Hierzu bemerken die „N. Hess. VolkSbl.": Mit letzterer Anschauung geht der „Starkenb. Bote" offenbar zu weit, denn e» ist koch Sache der Eltern, wem sie ihre Söhne in Pension geben wollen. Richtig ist dagegen, daß die Wirksamkeit des Herrn Kahl als Wanderprediger nicht nur in Starkenburg, sondern auch in den beiden anderen Provinzen vielfach sehr beanstandet wird. Mainz. 17. April. Ein frecher Postdiebstahl ist am ersten Osterfetertag hier verübt worden- ein hiesiger be- deutender Juwelier erhielt von einem auswärtigen Hause den Auftrag um Zusendung einer Auswahl von Brillant- ringen- da die Sache sehr eilig war, so sah der Juwelier davon ab, bi» zum nächsten Tage zu warten, bi» die Post geöffnet sei, um dann die Sendung mittelst eingeschriebenen Briefes befördern zu können. Ec verschloß die Brillantringe, die einen Werth von über 3000 Mark repräsentieren, in ein gute», sichere» Conv rt und warf die Sendung in den Briefkasten der Bahnpost, um die Ringe al» „Eilsendung" an ihren Bestimmungsort gelangen zu laffen. Zwei Tage später erhielt der Juwelier einen Brief mit der Miltheilung, daß die Ringe immer noch nicht an^ekommen seien- sofort begab sich der Juwelier auf die Bahnpost, um diese von dem Verluste in Kenntniß zu setzen- es wurde festgeftellt, daß am Osterfeiertage ein Eilpostbrief nicht aufgegeben worden ist. ES gelang der Polizei, einen bei der Post zur AuShtlse angestellten jungen Menschen, Namens Sautier, von 18 Jahren, aZß des Postdiebstahl- verdächtig, zu verhaften. Er gestand ein, den Brief, in welchem er Gelb vermuthet hatte, gestohlen zu haben- von den in dem Brief gefundenen Ringen erklärte er einen einem Freunde in Zürich zum Geschenk gemacht zu haben, wahrend er die übrigen neun Brillantringe aus Furcht, daß sie bei ihm gefunden werden könnten, in den Rhein geworfen haben will. Gestern früh lief bei der Poft eine Postkarte auS Zürich ein, adressirt an Sautier, worin sich der Freund für bas kostbare Geschenk bedankte. Dadurch wurde der Dieb ausfindig gemacht. Vermischtes. • Köln, 18. April. Auf dem benachbarten Fort Müngersdorf versuchte heute Morgen ein wegen Fahnenflucht zu acht Monaten Frstung verurteilter Soldat, nachdem et bereits drei Monate Derbüfjt hatte, zu entfliehen. Der auf* ficht-sührende Gefreite gab vier Schüsse auf den Flüchtling ab, worauf dieser in Brust, Arm unb Bein getroffen tödtlich verletzt zusammenbrach. • Braunschweig, 18. April. Schuldirector Profeffor Sommer, der Gründer und Leiter de- Deutschen Vereins für da» höhere Mädchenschulwesen, ist infolge eines Schlaganfalls im Alter von 60 Jahren gestorben. * Petersburg. 18. Aplil. Das Verfahren in Sachen der 26 lebendig begrabenen Fanatiker in Ternowka ist end» gültig niedergeschlagen worden. Die Schuldigen find in» Irrenhaus gebracht worden. * Die yraueuthatigkeit in früher ausschließlich männlichen Berufen nimmt besonders in den Vereinigten Staaten ungemeinen Umfang an. Beim letzten Cenfus zählte man über 200000 weibliche Lehrer, 735 davon waren Professorinnen gelehrter Wiffenszweige an den Frauen- oder gemischten „Colleges"-Gymnasien. Von den 1182 mit Diplom entlassenen Schülern des berühmten amerikanischen „Vaffar College" allein hatten circa zwei Drittel geheirathet, ein Drittel war pädagogisch thätig, während ein Neuntel freien Berufsarten nachging - unter ihnen befanden sich eine Bankdirectorin, eine Geschäftsdisponentin und eine erste Kassirerin. Die zahllosen Frauen ohne akademische Bildung, die in Amerika erwerbend thätig sind, sind es in nicht weniger als vierhundert bestimmten Berufsarten. Zur Ad- vocatur sind die Frauen in 24 Staaten der Union zugelaffen, Amerika besitzt 120 weibliche Rechtsanwälte — acht plaidiren am obersten Gerichtshof — 4555 practicirende Aerztinnen, 4875 weibliche staatliche oder städtische Beamte, 1235 Predigerinnen, 2725 Schriftstellerinnen, 888 Journalistinnen. In Großbritannien haben 260 Frauen das medicinifche Staatsexamen gemacht, und in Rußland practiciren an 700 Aerztinnen. * Somnambule Radfahrer. Die Frage: „Giebt es somnambule Radler?" ist, wie der „Deutsche Radfahrerbund" schreibt, nach den Erfahrungen, welche man kürzlich in England gemacht hat, mit „Ja" zu beantworten. In verbürgter Weise wird aus Torquay mitgetheilt: Ein junger Radfahrer, welcher mt seiner Maschine ungemein sorgfältig umgeht und die Gewohnheit angenommen hat, jeden Abend das Zweirad nach dem Reinigen durch den Diener zu besichtigen, fand dasselbe mehrere Tage hintereinander in mehr oder weniger stark beschmutztem Zustande, wenn er am Morgen nach seinem Bureau fahren wollte, und glaubte nicht anders, als daß ein Diener die Maschine zu einer Nachtfahrt benutzte. Ohne diesem etwas zu sagen, wachte der Besitzer des Zweirades eine ganze Nacht, um zu entdecken, wer der Fahrer sei, aber Niemand ließ sich blicken, und am frühen Morgen stand die Maschine blitzblank in dem Verschlage. Nun befahl er seinem Diener, in der darauffolgenden Nacht zu wachen, um das Geheimniß zu erspähen und ihn zu wecken, wenn Jemand sich des Stahl- roffes bedienen wolle. Wie erstaunt war aber der Wächter, als bald nach Mitternacht sein Herr in vollständiger Radfahrerkleidung sich dem Verschlage näherte, die Maschine herausholte, nach den Preßluftreifen sah, Lenkstange und Handgriffe mit seinem Taschentuche seiner Gewohnheit gemäß abwischte, das Hausthor öffnete, aber nicht wieder schloß, die Maschme bestieg und davonfuhr. Nun verschloß der Diener die Thüre, um seinem Herrn beweisen zu können, wer der Schuldige sei, und ging zu Bett, um nach ungefähr zwei Stunden durch wiederholtes heftiges Klopfen seines nun gänzlich wachen Gebieters geweckt zu werden. Später stellte sich bann heraus, daß der junge Mann, wenn die HauSthür offen blieb, die Maschine in ben Verschlag stellte unb, immer noch im Schlafe, sich auswg unb zu Belt ging, ohne etwas baoon zu wissen, während das Hinderniß der vom Diener verschloffenen Thür ihn diesmal aus seinen Träumen riß. Nachdem diese Geschichte in die Oeffentlich- keit gelungen ist, kommen von mehreren Seiten Nachrichten über mondsüchtige englische Radler. Einer wurde von dieser Krankheit dadurch geheilt, daß die Maschine, zu nahe an dem Ufer eines kleinen Gewässers entlang fahrend, auf dem schlüpfrigen Boden zu stark seitlich ausbog und der somnam- bule Fahrer ein eiskaltes Bad nehmen mußte. Am merkwürdigsten erscheint jedoch, daß, nach der Versicherung der Schrittmacher G. P. Mills dieser bei einer seiner Recordfahrten von Lands End nach John o'Groats einen Theil der Nachtfahrt in somnambulen Zustand zurücklegte, und gerade während dieser Zeit in großartiger Gangart fuhr. Von Unglückssällen, welche mondsüchtige Radler befallen haben, verlautet nichts. Bekanntlich besteht eine Gefahr für diese nicht, so lange sie sich in dem somnambulen Zustand befinden. । verkehr, Cant* smfc VsUswirthschast- •ittttl, 19. April. Marktbericht. Aus dem heutigen Lüochenmarkt kosteten: Butter vr. Pfd. X 1,CO—1/5, Hühnerettr pr. St. 6-0 2 St. 0-11 A. Enteneier 2 St. 12-13 Gänse- eter pr. ©t. 12—00 H, Käse pr. St. 5-10 A> Käsematte pr. St. 3 *, Erbsen pr. Liter 19 A, Linsen pr. Liter 31 H, Tauben pr. Pa« 1,00 bt8 1,00, Hühner pr. Stück 1,40 bis 1,60, Hahnen pr. Stücl X 1,40-1,70, Enten pr. Stück X 1,81-2,00, Gänse pr. PsrmL X 0,00-0,00, Ochfmfleisch pr. Psd. 66-74 A, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 68 bi» 72 A, Schwein, * fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 64-00 * Hammelfleisch pr. Pfd. 70—00 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,50 biö 7,60 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Centner 12,00—14,( 0 X, Milch pr. Liter 16 A- Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Netteft« Nachrichten. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 19. April. Da« „Kl. Journal" meldet unter« 18. April aus Konstantinopel: Der Sohn de» Sieget» von Plewna, bei greisen Marschalls OSrnan Pascha, D je mal Bey, ein jarger türkischer Offizier, traf heute mit Genehmigung drs Sultan» in Begleitung des Flüzel-Aöjutanten de» Sultans, Brockdorff Pascha, «n Berlin ein, um zunächst die deutsche Sprache zu erlernen und dann in die preußische Armee einzutretcn. Die Sendung Djemal B?YS, welcher durch die kürzlich vollzogene Heirath seine» Bruder» mit der Tochter de» Sultans in nahe verwandtschaftliche Beziehung zu seinem Landesherrn getreten ist, dürfte auf blrccten Wunsch be» Sultans zmückzuführrn sein, dem Deutschen Kaiser einen erneuten Ausdruck seiner Sympathie für Deutschland datzubringen. Wies. 19. April. Der tschechische Bürgermeister von Prag, Dr. Podlipvy, bekannt durch seine feindselige Parteinahme gegen die Deutschen und Begünstigung der Exceffe gegen fie, ist mit fünf tschechischen Stadträthen in Wien eingetroffen und gestern vom Kaiser Franz Joseph in Audienz empfangen worden. Er trug dem Kaiser die Bitte vor, daß fortan stet» ein Mitglied des kaiserlichen Hause» seinen Wohnfitz in der Prager Hofburg nehme. Es soll dadurch die Bedeutung Prags als Hauptstadt des Königreiches Böhmen stärker betont werden. Die Tschechen wünschen, daß der Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand feinen Wohnsitz in Prag nehme, waS ober nicht wahrscheinlich ist. London, 10. April. Nach Petersburger Meldungen will Rußland unverzüglich Truppen nach Korea senden, wenn die Wirren daselbst nicht sofort aufhöreu. London, 19 April. „Daily Mail" zufolge wird Spanien keine nachdrücklichen Angriffe auf die amerikanische Küste unternehmen, sondern sich darauf beschränken, den amerikanischen Handel zu stören. London, 19. April. „Daily MUl" berichtet au» Washington: Beide Häuser haben eine interparlamentarisch e Commission gewählt, um sich über eine geeignete Resolution zu verständigen. Dieser Ausschuß hat gestern Abend noch seine Sitzung fortgesetzt. Madrid, 19. April. Nach einer Meldung au» Malaga wiederholten sich die Unruhen und die feindseligen Kundgebungen vor dem amerikanischen Consulat. Die Fenster de» Gebäude» wurden mit Steinen eiugeworfen. Die Gendarmen mußten wiederholt gegen die Menge Vorgehen, wobei mehrere Personen verwundet wurden. Madrid, 19. April. AuS Havanna wird gemeldet, daß in MantanzaS eine Erneute unterdrückt wurde. Auch an anderen Orten Cubas versuchten die Republikaner Ausstände zu erregen. Madrid, 19. April. In der gestrigen Sitzung de» Ministerraths wurde ein Telegramm de» Marschall» Blanko verlesen, in welchem sich dieser ungünstig gegenüber dem Resultat be» Waffenstillstände» ausspricht. Madrid, 19. April. Die Meldung, daß die Kammer tu Washington die Anerkennung der Kubaner al» kriegführende Partei verworfen hat, hat hier eine schwache Hoffnung auf friedliche Lösung de» CouflicteS hervorgerusen. Madrid, 19. April. Wie verlautet, hat der Mi nist er- J r ath gestern einstimmige Beschlüsse gefaßt, welche der Kriegserklärung gleich kommen. Washington, 19. April. In diplomatischen Kreisen versichert man, «aß Mac Kinley keinesfalls sein Recht, das ihm durch die Constitution zusteht, eine Regierung al» solche anzuerkennen, aufgeben werde, wenn der Congreß eine Resolution anderen Sinnes annehmen sollte. New-York, 19. April. Ein hiesiges Blatt berichtet au» CarracaS, daß der ehemalige Präsident Crespo am letzten SamStag im Kampfe mit den Aufständischen gefallen ist. Newyork, 19. April. Die öffentlichen Kundgebungen gegen Mac Kinley dauern in den verschiedensten Orten de» Landes noch fort. G. Darmstadt, 19. April. (Telephon-Meldung.) Seine Majestät bet Kaiser ist um 1 Uhr von Karlsruhe hier ein- getroffen und wurde von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog am Bahnhofe empfangen. Der Kaiser unb der Großherzog fuhren nach dem Palai», woselbst ein Frühstück eingenommen wurde. G Darmstadt, 19. April. (Telephon-Meldung.) Der Finanz-Ausschuß der Zweiten Ständekammer ist heute Morgen zusammengetreten. Derselbe wird sich ausschließlich mit der Berathung des Beamtengesetze» befaffeu. Heute Mittag 4 Uhr wird GkaatSminister Finger, sowie die Vertreter der Regierung an der Berathung theilnehmen. WB. Washington. 19. April. DaS Repräsentantenhaus schloß fich der Senat-resolution nicht an, worauf der Ausschuß beider Kammern zusammentrat- derselbe erzielte keine Einigung. Der Senat lehnte es daraufhin mit 40 gegen 39 Stimmen ab, andere Delegirte für die neue Conferenz zu ernennen. WB. Washington, 19. April. Die Mitglieder de» ge. meinsameu AuSschufftS nahmen um 1 Uhr Morgens die Resolution de» Senat» an, ausgenommen bte Anerkennung der Unabhängigkeit der cubanischen Republik. Der ; Senat genehmigte hieraus mit 42 gegen 35 Stimmen, da» I Repräsentantenhaus mit 310 gegen 6 Stimmen ben bezüg- I lichen Bericht. gutes Flaschenbier aus der Brauerei; Bubler. — Lieferungen ins Haus werden I prompt besoral 3467 ju bnben tswaldsgarten Danksagung. 4127 Wetzlarer Rackrickten. Rtda 4149 zu ve kaufen. Zu ertragen in d. Exp. d. Bl. sprechen mir hiermit unseren tiefgefühlt'n Dank au». 4134 Die tra«ernden Hinterbliebenen. * Die glückliche Geburt eine- kräftigen weißer Mäuse gekauft. 4106 $ beehren sich hocherfreut anzuzeigen 4143 4120 Kranz. Selteroweg tt. vermiethen. 411$ lung zu haben. Meyer. 4142 pebition ds Bl. [4109 heute ab 3975 fr (Crigtai angokauft. 792 hnue - Der Borftand. gehörige 4122 4123 Scction bemessen sucht. Ludwigslr. 4, r>arl. Marktplatz 8. 4148 Rtbaction: I. 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Juni 1893, das VeraingungSwesen betreffend, werden hiermit die bei Vergrößerung des Kreisamtsgebäudes zu Alsfeld vorkommenden Maurer«, Cement«, Stemhauer- (43,54 cbm in rothem Sandstein uno 4,33 cbm Treppenstufen in Lungstein), Zimmerer- Dachdecker-, Grobichloffer u.Spengler- arbeiten, Herstellung zweier Monier- treppen und einer Blitzschutzanlage, 32i2] Eine Säge gefunden. Abzu- holen gegen Jnseratgebiihr Katharinengasse 12. MlchlllniMkrM-eriW. Meine Wohnung befindet sich von i 4140] Ein Mädchen für Mittags zu keinem Kinde qes. Näh. Äncrweg 39. Htth. ich bu ®i dir Prillzr^ Cttlii, btr Sailer in öitlbabi wlebcr zllgeso Ma, ; dir Ualnöam RariataUa^ eigen flnfau mard" schweb 8«lm, 1 ■inlfttrlnn la derselben i Berlin, 1! üSger grebi Kacht am Her^ Berlin, 15 bin Ifopmllla 4121] In Heuchelheim wird per 1. Mai ein möbl. Zimmer, am liebsten mit Pension, in besserer Familie gesucht. Offerten mit Preisangabe unter A. R. an die Expedition des Wetzlarer Anzeigerin Wetzlar erbeten. 4135] Tüchtiges Hausmädchen aus guter Familie sofort geiuckt. ____Alicestraße 11, II. Braves Mädchen oder Frau zu einer einzelnen Frau gesucht. Gürtenglllbgeländk zu verpachten. Näheres in der Ex. Heute vorzüglicher Harzkäse ItnaW °° fttztndm I°9 Bibliotheken und einzelne gute Bücher werden stets zu guten Preisen J. Ricker’ache Buchhdlg., Südanlage 5. Carl Reh, 6 Desenwea 6, nächst h.r '-'ahnhofftr. 4129] Heute Mittwoch neue Iwiebekn Sir wot * MM -innihnlir nt damit birsr in Sinnen 1 M bltft Sbr, tziu älteres Mädchen welches einen bürgerlichen Haushalt selbstständig führen kann, wird gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. Sithrn Dir d Tas ®tt ,a di- @n Dillenburg. Montag, 25. April: Vieh-und Krammarkt Lebende Mäuse werden angekaust L 10 Psq. im. Hygienischen Institut, Frankfurierstr. 101. Daselbst werden auch einige Zuchtpaare Waumwachs bester Qualität, empfiehlt 4110 Aug. Noll, -ghuhosür. 51 Für die vielen Beweise herzlicher TheUnahme anläßlich der Krankheit und befi Hinscheibens unser.» innig st geliebten Kerrn Simon Reis Papagkik« in großer Auswahl! Junge, singerzahme, gut sprechende und gut lernende graue Amu« zoneü-2'apageleu, die besten, die es giebl, ,unge fingerzahme Hkapageie« zum Anlerncn und gut sprechende, ein eckt engliickes Ten-Terrier-tiünbcben, Papageien-KLfige, Alles zu SilNgen greifen, da ick nur btg Donnerstag hier bleibe im 4108 Pfälzer Hof, Schirmovraßk 2. M. Buchholz^ __ Kaufmännischer Verein. Hrdentttche General-Iersammtung Lamstag den 30. April, Abends 9 Uhr, - im BereiushauS: TageS-Orbnung: 1) Bericht über bafl Geschäftkjahr 1897/98, Vorlage bes geprüften Rechnungsabschluffes unb Entlastung des Vorstande«. 2) Vorlage der Bau-Rechnung. 3) Statuten-Aenderung. 4) Neuwahl des Vorstandes, Wahl von zwei Revisoren ;ur Prüfung der lautende« JahreSrechvung, Wahl des Aufnahme-Ausschuff'S, Wahl des Ausschuffe« für Unterrichtswesen und Lehrlingsheim. 5) Berathung und Feststellung des Voranschlages für 1898/99. 6) Anträge der Mitglieder in Gemäßheit § 50 der Satzungen. Um recht zahlreiche Betheiligung, auch seitens der unter- Geschäftshaus im Mittelpunkt der Stadl gelegen, Derl'oren auf dem Wege nach dem Philosophenwald vor ca. 4 Wochen eine große Cams- brocke in Goldfaffung. Abzugeben gegen gute Belohnung bei 4111 Karl Noll, Juwelier. Pfard einspännig, leicht, billig abzu- gebeu. Offert, an die Exped der Lieferung von Baunämlich: 350 cbm 140 300 Stück prima ober Schlackensteine, 10 cm hohe Tuffsteine, Stabt. MlaÄhgytz. Freibank. Heute aud morgen: 4096 Stiersieisch nicht lademein. per Pfd. 50 Pfg ^chmkiuMlsch nicht labenrein, per Pfd. 50 Pfg. 4153] Wer lernt einem jungen Manne schnell und sicher rechnen. Offert. R. M. hauptpostlagernd Gießen. Section Oberhessen ded 5>. n. öt. Afpenoereins. Mittwoch den 20. April, AbendS 9 Uhr: Monats - Nkffaunulung mit Vortrag. 4136 4105] Sofort tüchtiges Laufmädchen für einige Stunden des Bor- und Nack« mittags gesucht Liebtgstr. 58. Sm ' hij>W' Dagöoerpactjtung Freitag den 22. April l. I., Mittags 1 Uhr, soll im Nachhall« bahier bie hiesige Gemeinde jagb, bestehenb aus 6433 Großh. Hessische Morgen (worunter 1604Mrg. Wald) nochmals auf weitere 6 Jahre unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingung« n öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Bahnstation Großen-Buseck mitten in dem Jagdbezirk liegt. Großen-Buseck, am 17.April 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. bl°«rnktotzkod °alrw Stabil, onl lobte M, m, Mi rott ’lnbin nnb ti W* “ Itat owHio '«ibn, 14®, ™«’ W» "*« tanmf) u^tn mit S“ i*lil K »“6, -- 2“ Sch- J®“ fei f, fr 654,77 Centn er hydr. Kalk (Grau- kalk-, 196,46 cbm Grubensand und 1758,61 kg I-Träger frei Baustelle zur Vergebung ausgeschrieben. Die Verdingungsunterlagen sind bei unterfertigter Stelle von Donnerstag, den 21. d. Mts. ab einzusehen und können Arbeitsbeschreibung'n gegen Entrichtung der Copialgebühren vaselbst «zbezogen werden. Termin zur Einreichung postfreier und gehörig bezeichneter Angebote ist auf Donnerstag den 5. Mai I. Js., Vormittags 11 Uhr, festgesetzt. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Alsfeld, den 18. April 1898. Großh. Hochbauamt Alsfeld. - _ , 4112] Lrdemlickes Lausrnädchen ge- frisck eingetrorren, zugleich empfehle ick । judjt. Alicestr. 26, patt. . . . 1 » O* I . I , M L ■ A w A . , - X AV *14 VAI, AVA« - ----- ■ — 4132] Für einen kräftigen, braven > Jungen wird Beschäftigung ges. Näh. bei Kaufmann Kohlermanu, Neustadt. 4141] Bursche, 19 Jahre alt, jucht für den Nachmittag Beschäftigung. Zu erfragen Bahnhofftr. 1, IV- Tivoli,Sublviflftra^eß. Warwes Frühstück 40 Pfg. — Mittagstisch im Abonnement 65 und 85 Pfg. — Abends Plot da Jour 60 Pfg. — Röhrles Pilsener. — Münchener Zacherldräu. — Billard, Lchach und andere Spiele. Achtungsvollst 4101 Fritz Müller. Mittwoch, 20. 4. । Abends 8' i Uhr: öttfammliwg Vicht, -ksprechi-g. Programms. 4) Anträge. Der Borftand. Städttscher Arbeitsnachweis Gießen Gartenstraste 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Eonditor, 1 Feinbäcker, 1 Spengler, 1 Weißbinder, 1 Maschinist, gepr. Heuer, 1 Rocksckneider, 1 Schuhmacher, 1 Lagerarbeiter, 1 Kistenmacker, 8 Taglöhner, 1 Zimmermädchen, 1 Kindermädchen, 1 Lauf« Mädchen. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 tücht. Drechsler, 1 tückt. Glaser (Rahmen- macher), 1 Maler, 1 Lackirer, 2 Anstreicher, 3 tückt. Küfer, 3 Maschinenschlosser, 2 Sckuhmacker, 1 tücht. Schreinergeselle, i jüngerer bto., 1 Fubrknecdi, 1 tzaus- bursche, 12 Taglöhner nach Auswärts, 1 Dienstmädchen, welches einfach bürgerlich kochen und bügeln kann, 1 jüngeres Mädchen tagsüber zu Kindern, 1 in Kucke und Hausarbeit tüchtiges Mädchen zur Führung eines Haushalts bei hohem Lohne, 6 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Lauffrau. » Willy Kilbinger und Krau, geb. Poetz. Gesellschaft für Erd- und Bötkerkunde. VI. Vortrag Montag den 25 April 1S9S, Abends 8 Uhr, in der großm Aula ber Universität: Kerr Dr. Hermann Meyer: Reise in Centralbrafilien (mit Lichtbildern). Karten für Richtmitglieber finb ;u Mk. 1 50. für Studenten und Schüler zu Mk. 0,50, in der Ricker'scheu unb Krebs'scheu Buchhand- _ Miinncr-TurMttiu. 7^^ . /U Samstag d. 23. April, Abends 9 Uhrr Ordentliche tzanptversammlung im Verein-local (Kaiserhof). Tagesorbuung: 1) Bericht. 2) Entlastung do» Rechners pro 1896/97. 3) Festsitzung be- Sommer- 4130] Schöne Wohnung, 4 Zimmer im 3 Stock, ist zu vermiethen. Näheres Asterweg 39, III, Ecke Nordanlage. 4147] Versetzungshalber 4-Zimmer- wohnung (2. Stock) per 15. Mai oder 1. Juli zu vermiethen. Ernst Haubach, Westanlage 27. 4146] Mittlerer Stock per 1. Juli zu verm. Steinstr. SV, Ecke Ederstr. 4151] Mansardenwohnung,3Zimrnerrc. zu vermiethen. ___________P. Leppta, Neustadt 79. Zwei freundlich möblirte Zimmer zu vermiethen. Weserstratze S, patt. 2825] Einfach möblirteS Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstr. 26, Hinterh. 4150] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _________________Lindenplatz 3, II. 4144] Mehrere schön möblirte Zimmer, nächst der Aula, Göthestratze 54 zu vermiethen._____________________________ 4138] Ein bis zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. _________Eisfeller, Bahnhofstraße 27. 4131] Möbl. Zimmer mit separatem Eingang, patt., sofort zu vermiethen. Wo^ sagt die Expedition d. Bl. 4133] Em möbl. Zimmer billig zu Mobiliar-Nttstchttung. Donnerstag den 21. d. M., Nachmittags l1/2 Uhr, wirb Riegel- Pfad 45 dahier (hinter der Ober- hessischen Eisenbahnwerkstälte) eine Partie Möbel, Haus- unb Küchen- geräthe, ^rauenklcidcr unb Weißzeug gegen Baarzahlung versteinert. 4145 I. A.: Schneider. Am Montag den 25. d. M. wirb bas ben Erben bes verstorbenen Wirths A. Loh zu Münchholzhausen 4124] Zwei gut möblirte Zimmer an 1 oder 2 Herren zu vermiethen. ______________Ludwigstratze 14, II. 4115] Ein möbltries Zimmer zu ver- vermiethen._______Südanlage 3, II. 4117] Stallung für zwei Pferde nebst kleiner Wohnung, Lager und Hofraum im Mittelpunkt der Stadt per sofort zu vermiethen. Näheres in der Expedition d. Bl. 4107] Elegante7-Zimmerwohnung nebst Mansarde und allem Zubehör sofort zu vermiethen. W, Becker, Bahnhofstr. 35. 1 3951] Eine Mansardenwohnung von 4 bis 5 Zimmern nebst Zubehör per 1. Juli zu Perm. Schillerstr. 23, II. 4118] Eine Wohnung von 5 Zimmern per 15. Juli an ruhige Leute zu vermiethen. Steinftratze 30. Näheres Schillerstratze 19. TWigrr Rockardkster außer dem Hause gesucht. 3835 W. Behrens, Wetzsteinstr. 38. Ein Lackirergehülfe und Lehrling gesucht. 4139 _____I. Bogel, Dammstr. 8. Wsiger KackKkinmachkr unb M Zuntzen - zum Abtragen der Steine sofort gesucht. ____Rodheimerstraße 27. 4125] Suche per sofort einen tüchtigen Jungen in die Cantine. _________Ehr. Duill, neue Kaserne. Anf sofort 4114 mehrere Lehrmädchen gesucht. H. Bark, Damenschneiderin, __Bahnhofstraße 66.________ 4152] Lauffrau oder Laufmädchen gc-