Nr. 67 Erstes Blatt.Sonntag den 20. März 1S98 Erscheint täglich Mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener AamikteaVtLtter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezugspret« vierteljährlich 2 Marl 20 Psg. monatlich 76 Psg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. K„ah«e von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Von». 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und AuSlandeS nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- unb Anzelgeblatt für den Tkveis Gieren. s Lager in Mn und Inta n empfehlende Erin- 1378 lrbeit. illige Preise. i & Co. ö ** « U'/> Mark ,en) mit prim 8a«hmt ja geftttift n. neuen, ge- gtfflÜL Oderbck 2 m Men M15.-: 19,-. unneu „ 18-•25 "' « "'b, nähme. üntioof» i Co., Köln a. Rh. nungildptiia. Md* & st., ti&SS S&ü® ott’ In ,?Tm BÄ*' k »ii*..... Webactton, Expedition und Druckerei: Ichnkstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ?,ör,ffr ,ür *““* Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gietzeirer Anzeige^ für das 2. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben aus dem Laufenden. Unterstützt durch umsichttge Berichterstatter m allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- fichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirthschaft, Handel, Gewerbe.und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gelegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Die „Gießener Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Diepstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unter- haltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswitthschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und beta Abonnementsbettag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Deutsche* Reichstag. 64. Sitzung vom Freitag den 18. Marz 1898. In Erledigung eines schleunigen Antrages Werner wird zunächst die einstweilige Einstellung eines gegen den Abg. Hirsche! wegen Beleidiguug schwebenden Strafverfahren- beschlossen. Sodann wird die Brrathung der Militärstrafge« richt-ordnung bei § 172 (vorläufige Festnahme von Militärpersooen) fortgesetzt. Bei Absatz 3 (Festnahme von Offizieren auf frischer Thal) erklärt Abg. Bass ermann (nl.), er könne die Tendenz des von der Commission beschloffeuen Zusatzes (Festnahme auch bei Vergehen, insoweit dieselben mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bedroht find) zwar billigen, aber eS stehe dem doch das praktische Bedenken entgegen, daß es dem Publikum im gegebenen Falle noch schwieriger sein werde, zwischen einfachen und qualifizirten Vergehen zu unterscheiden, als zwischen Vergehen überhaupt und Verbrechen. Bet An« nähme des Zusatzes würden also Confliete zwischen Publikum und Offizieren fich erst recht einstellen und verschärfen. Unannehmbar sei der Antrag Munckel (die Festnahme von Offizieren bei Vergehen zuzulaffev, insoweit eS fich um ein nicht auf Antrag zu verfolgendes Vergehen handele). Er stimme für Wiederherstellung der Regierungsvorlage. — Abg. Bebel (Soc.) ist für Streichung des ganzen Absatzes 3. Was die gestrige Bemerkung des Abg. v. Puttkamer, der Offizier trage des Königs Rock, anlange, so entgegne er, daß er darin nicht des König-, sondern deS VolkcS Rock erblicke, denn das Volk bezahle die Unterhaltung de- Heeres. Der Offizier sei für ihn nicht mehr, als jeder andere Mensch. Im Kriege hätten die Mannschaften ebenso ihre Pflicht ge- than, wie die Osfiztere. Krtegsmintster v. Goßler bezeichnet zunächst die Vorgänge von 1848, auf deren auf dem Papier gebliebene Errungenschaften Vorredner hingewtesen, als ein- der traurigsten Ereigntffe der Geschichte (Lauter Widerspruch bet den Soetal- demokraten). Der Ausdruck „Königs Rock" sei ein historischer. Weil der König denselben Rock trage, sei man stolz auf deS König» Rock. Redner empfiehlt des Wetteren dringend die Wiederherstellung de- § 172 der Vorlage, und zwar im Jntereffe des Eindruckes auf die Armee und des Zustandekommen- des Gesetzes. Abg. Lenzmann (frs. Vp.) plaidtrt für den Antrag Munckel. Da- Rechttbewußtsetn deS Volkes ertrage es nicht, wenn dem Offizier eine solche Ausnahmestellung eingeräumt werde. Nach kurzer Entgegnung deS KriegSmiNtsterS b. Göhler will Abg. v. Purtkamer (cons.) für den Osfizierstand ein öffentliche- Zeugniß ablegen. Der Osfizierstand verdiene da- höchste Lob. Nicht unwidersprochen dürfe er die Aeußerung Bebel- laffen, daß da« preußische Junkerthum die Vorgänge von 1848 verschuldet habe. Die Schuld hieran treffe daS ausländische Gesindel, welches damals daS gute preußische Volk verführt habe. Nur das habe auch bewirkt, daß längst vom König geplante Reformen sich verzögert hätten. (Wiederholte- Gelächter links). Abg. Groeber (Centr.) bemerkt, seine Fraction zolle dem Offizierstand vollste Achtung. Aber eS komme vor, daß ein Einzelner fich vergehe, und für solche Falle müßte Vorsorge getroffen werden. Die vorlt-genden Anträge unterschieden fich eigentlich nur quantitativ. ES handele sich daher nur um die Abgrenzung, unb diese sei nicht so einfach. Seine Freunde hätten daher gemeint, die beste Mittellinie sei doch wohl die, die Festnahme bet allen Vergehen znzu- laffen, welche aus ehrloser Gesinnung hervorgegangen seien. Er bitte, an dem CommisfionSoorschlage festzuhalten. Abg. Munckel (frs. Bp.) vertritt zunächst seinen Antrag uud will deS Wetteren zwei A.ußerungen deS Ministers widersprechen. Derselbe habe von de» König- Rock gesprochen und dabei den Trager der Krone für das Heer rrclamitt und natürlich in erster Linie für den Offizterstaud. ES sei nicht gut gethan, mit dieser Ausschließlichkeit den Monarchen für den Osfizierstand zu reclamtren- e- sei das nicht geeignet, die tm Volke fich regende Meinung von der Ueberhebung deS Osfizi?rstandeS zu widerlegen. Zweitens habe der Minister den heutigen Tag eine traurige Erinnerung genannt. Wir aber, und mit uns große Mengen, erblicken in diesen Tagen, fährt Redner fort, zwar einen Tag der Trauer, gedenken aber seiner zugleich mit einem Gefühl der Erhebung. Denn wir wissen, daß von diesem Tage die con- stitutionelle Aera Preußens datirt. Und damit hängt die Gründung des deutschen Reiches zusammen. Sie hätten keinen ungeeigneteren Tag finden können, diese Erinnerung zu schmähen, als den heutigen. Wenn Sie (nach rechts) meinen, man hätte diese blutige Woche entbehren können, eS wäre auch so gegangen, so steht doch fest: die Kämpfer damals haben gestritten für eine große und gute Idee (Widerspruch recht», Beifall links), auf jeden Fall gestritten in gutem Glauben. Wir erblicken in dem 18. März einen Gedenktag für Preußen und daS Reich, an den wir nur mit Erhebung zurückdenken können. (Lebhafter Beifall links.) Präsident Frhr. v. Buol will den Hinweisen auf den 18. März nicht gerade entgegentreten, bittet aber, sie in den weiteren Reden nicht zur Hauptsache werden zu laffen. Abg. Förster (Antis.) legt Verwahrung dagegen ein, daß man alle Nebel dem Jnnkerthum zuschreibe. Dieses sei eine ehrenwerthe Gesellschaft. Zur Sache selbst bittet Redner um Streichung de- Absatzes 3. Abg. v. Langen (cons.) rühmt die Verdienste des Offizierstandes. Bezüglich 1848 gebe er zu, daß es bei jener Revolution fich um ganz andere Leute handelte, als um die verschämten unb unverschämten Revolutionäre von heute. Abg. Spahn (Centr.) tritt für Absatz 3 in der Com- misfionsfaffung ein. Abg. Frhr. v. Stumm (97p.) bezeichnet eS als unerhörte Geschichtsfälschung, daß wir dem 18. März die Ber- faffuvg zu verdanken hätten. Die Zusage der Versaffung sei längst gegeben gewesen (Gelächter links). Die Versaffung sei ein freies Geschenk des König- gewesen, ebenso wie die Reich-- versaffung ein freies Geschenk der Fürsten. Er und seine Freunde hätten gegenüber der Revolution nur da- Gesühl tiefster Scham (Gelächter link-). Abg. Beckh (srs. Dp.) plaidirt für den Antrag Munckel und widerspricht der Auffaffung von dem freien Geschenk ber Fürsten. Abg. Bebel (Soc.) toenbet fich gegen ben Krieg-- mlnifter unb bezeichnet habet al- das beste Denkmal ber Äärzrevolution ben deutschen Reichstag. Den Herren da drüben (nach rechts gewendet) solle da« Wort von dem sogenannten Gesindel auf den Barikaden noch nachgetragen werden. ES sei eine Infamie, in solcher Weise über jene Männer zu sprechen. (Wilder Tumult rechts.) Präsident Frhr. v. Buol ruft den Redner für diesen Ausdruck zur Ordnung. Abg. Bebel (Soc.) fortfahrend: Sie sagen Gesindel! Haben Sie denn nicht die Liste der Getödteten gelesen? Kein einziger polnischer Name, kein Franzose, kein Fremder! Und da sprechen Sie von Gesindel! Pfui Teufel! Was für Männer an der 1848er Erhebung beteiligt gewesen find, du- zeigt Ihnen ja der große Communist unb Anarchist uno Organisator von Bauernaufständen, ber jetzige Minister von Miquel (wilde Rufe: Pfui!) Redner geht nunmehr auf die Ereigntffe vom 16. bis 18. Mär- noch näher ein. Fried« rtch Wilhelm IV. habe fein Volk verrathen (wiehernder Tumult rechls). Präsident Frhr. v. Buol, fich mühsam mit der Klingel Gehör schaffend, ruft den Redner zur Ordnung. Abg. Bebel (Soc.) geht in seinen weiteren Ausführungen noch mit einigen Worten auf ben Gegenstanb ber Tagesordnung ein. Abg. v. Puttkamer (cons.) meint, der Ton deS Vorredner- beweise, wie die Socialdemokratie keine Reformpartei, sondern jeden Augenblick zur Revolution bereit sei. ES sei eine Fälschung, daß er (Redner) die, welche die R'volution gemacht haben, Gefindel genannt habe. Er habe ausländisches Gefindel nur die genannt, die das deutsche brave Volk verführten. Abg. Krop atscheck (cons.) führt au-, etwas Aehnliche- an haßerfüllter Wildheit, wie heute von Herrn Bebel, habe er noch niemals in diesem Hause erlebt. - Die großen Tage von 1866 unb 1870 seien unserer Armee zu Derbanten. (Lebhafter Beifall.) Abg. Bebel (Soc.) erinnert in einer längeren Entgegnung an ben Nationalverein, ber ja auch auf dem ©oben der Revolution gestanden habe. (Abg. v. Bennigsen meldet fich zum Wort. Große Heiterkeit). Und wer hat denn 1866 die Fürsten von Gottes Gnaden weggejagt, mit ihnen aufgeräumt? Wenn daS ein Fürst thun darf, dann darf das Volk da- auch. (Rufe rechts: Oho!) Abg. v. Bennigsen (nl.) wendet fich gegen den Abg. Bebel und behauptet, daß, wenn man gerade den 18. März in Berlin verherrlichen wolle, er sagen könne, an ber bo- maligen Anspannung aller Kräfte habe btefer Tag in Berlin nicht da- geringste Verdienst. Viel wichtiger sei daS Parlament in Frankfurt gewesen. Ursache der nachfolgenden Umwälzung sei die ganze nationale Bewegung im Volke gewesen, aber nicht die kleinliche Episode deS 18. März in Berlin. Redner weist bann auf bie Bedeutung Kaiser Wilhelm- I., dieser großen, bie Rolle Karls be- Großen spielenben Figur in ber Geschichte, für die Einigung Deutschland- hin, ebenso auf baß Verdienst be- Fürsten Bismarck. Abg. v. Liebermann (Antis.) vertheibigt baS Junker- thum unb weist auf bie Betheiligung be- Jubenthum- an ber Revolution von 1848 hin. Dabei macht er herauf aufmerksam, baß zur Feier be- Tages auf bem Platze Liebknecht- ein Kranz mit rothrn Blumen unb großer rother Schleife niebergelegt sei. Abg. Bebel (Soc.) entgegnet noch bem Abg. v. Bennigsen, baß baß, was errungen worben sei, ein beutsche- Reich, bie Frucht de- Jahre- 1848 sei unb bleibe, unb baß mehrere greunbe be- Herrn v. Bennigsen bamal- ben Aufruf zu bewaffnetem Wiberstanb unterschrieben hätten. Die Debatte wirb geschloffen. Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird § 172, unter Ablehnung aller Anträge, in der CommissionSfaffung angenommen. Die 8^ 173—231 werden ebenfalls in der Commission-- faffung erledigt. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Fortsetzung der heutigen Debatte und dritte Lesung der Dampfersubveurion. Schluß 5 Ubr. Deutsches Reich. Berlin, 18. März. Dem „Localanzeiger" wird au« Kiaorschau gemeldet, daß der Unterosfizier Lehmann und zwei Toldateo, welche in dem Dorfe Konschuntino chinesischen Arbeitern Lohn ausgezahlt hatten, auf dem Rück wege von Chinesen überfallen wurden, welche die Deutschen berauben wollten. Letztere setzten sich zur Wehr und nachdem ein Chinese tödtlich verwundet worden war, entflohen die Angreifer und entkamen unbehelligt. Die Untersuchung ist sofort eiogeleitet worden. Berlin, 18. März. Der Senatspräfident beim Kammer, geeicht, Dr. jur Coing, der Präsident der PrüfungS-Com- Mission für da« erste juristische Ttaar-examen, ist von einem Recht« caudidaten, der zum -weiten Maie durchgefallen war, zum Ptstolenduell herausgefordert worden. Kraukfart a. M., 18. März. Der „Frkf. Zig." wird aus Homburg v d. H. gemeldet: Die Kaiserin, der die Aerzte Luftveränderung empfohlen haben, wird, je nachdem ihr da« hiesige Klima bekommt, vier Wochen oder länger im hiesigen Schlöffe Wohnung nehmen. Wie lauge der Kaiser hier bleibt, ist unbestimmt. Frankfurt a. M., 18. März. Der „Frkf. Ztg." wird ans Konstantinopel gemeldet: Auf eine Anfrage deS Sultans beim Berliner Hof über die Reisepläne Kaiser Wilhelms kam die Antwort, daß dieselben noch nicht fest« gesetzt seien. T'vtzdem werden schon Vorbereitungen für den Empfang getroffen. Hamburg. 18. März Bei der heutigen Feier des 25jährigen Jubiläums der Geographischen Gesellschaft, die unter Theiluahme zahlreicher Vereine und Geographen deS In- und Auslaudrs stattfand, brachte Bürgermeister Dr. Mönckrberg da« Hoch auf den Kaiser auS. Der Afrikaforscher Dr. HauS Meyer aus Leipzig ließ den Fürsten Bismarck hochleben, worauf an den Fürsten, al« den Wieder- belebet der nationalen Geographie, ein Telegramm abgesandt wurde. Stuttgart, 18. März. Nach zweitägiger Debatte hat die Kammer der Abgeordneten bei der Berathung der Der- fassungS-Revisiou den Regierungsantrag auf Einführung von Proportionalwahlen zum Ersätze der au« der zweiten Kammer auSscheidendenPrivilegirten mit 64 gegen 29 Stimmen angenommen, also nicht mit der erforderlichen Zweidrittel- Mehrheit. Kaiserslautern, 17. März. Die „Pf. Pr." meldet aus Landau: Bon den heute Morgen bei dem Einsturz einer Scheune verunglückten Arbeitern find vier ihren Verletzungen erlegen. Arr-larrd. Wien, 18. März. In Hofkretsen wird versichert, daß die Installation des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta Mitte Juni erfolgen wird. Madrid, 18. März. Der „Jmparcial" meldet: Die Torpedo-Flottille bleibt bet den Kanarischen Inseln, nm einen Kreuzer zu erwarten, der sic nach Cuba begleiten wird. velmez (Spanien), 18. März. In einer Kohlengrube entstand eine Explosion, wodurch eine große Anzahl Ar- beiter getöbtet wurde. Etwa 60 Arbeiter wurden bisher ans Tageslicht gebracht. Washington, 18. März. Den beiden Kammern deS (Son* griffe« ist gestern ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, wonach der Bestand der Armee auf 103,000 Mann erhöht werden soll. Rewyoek, 18. März. Nach einer Depesche deS „Newhork Heralb" aus Washington werden zwei neue Geschwader gebildet werden. DaS eine soll aus Panzerschiffen und Kreuzern bestehen, um einen etwaigen feindlichen Angriff auf die nördlichen Häfen zurückzuwetsen, daS andere wird aus Monitors zusammengesetzt sein und die südlichen Häfen zu vertheidigen haben. Cocalt# «ird Gießen, 19. März 1898. • • Milttardieustnachrichlcn. Bet der soeben erfolgten Cadettenverthetlung kamen in hessische Regimenter: in das 1. Großh. Heff. Inf. Regt. (Leibgarde Regt.) Nr. 115 Porltpee-Unleroff. v. Olberg al« Sec.-Lt., in das Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116 Cadett Frhr. v. d. Goltz als charact. Portepee-Fähnrich, in daS 4. Großh. Heff. Inf Regt. Nr. 118 Portepee Unterosfizier Simon als Sec.-Lt. und Cadett Oldenburg al« charact. Portepee Fähnrich, in das 5. Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 168 Cadett v. Dobbeler als charactertfirtrr Portepee- Fähnrich. • * Rene Altardecke für die Stadttirche. Eine in der Paramenten-Anstalt des Darmstädter EltsabethenstiftS herge- stellte kostbare Altar decke ist für die hiesige Stadtkirche bestimmt und bereit- hier eingetroffen. Sie wird eine Zierde des GotteSbauseS bilden. • Realschule. Bei der gestern stattgefundeaen mündlichen Abgang-prüfung der Realschüler wurden von 25 14 di-penfirr, einer konnte die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienste nicht erhalten. Von den 24 Bestandenen erwählten al- Beruf: Ameud, Friedrich, Großen-Linden, Kaufmann. Cahn, Ludwig, Gießen, Kaufmann. Chambre, S'vst, L-ch, Kaufmann. Curz, Lodwig, Fleißbach, Postfach. D tzenrodt, Christian, Gießen, Bahnfach. Keck, Georg, Lich, Bahnfach. Kolb, Ludwig, Gießen, Bankfach. Slingelhöfer, Ludwig, Gießen, Lehrer (Seminar Friedberg). Lichtenberger, Otto, Gießen, Electrotechniker (Oberrealschule Darmstadt). Marburger, Max, Laasphe, Kaufmann. Mayrr, Julius, Wieleck, Kaufmann. Nau, August, Gießen, Bankfach. Noll, Hermann, Gießen, ZahlmetstercarriLre. Reitz, Ludwig, Freien Steinau, Finanzsach. Sames, Balrhaser, Dorfgill, Kaufmann. Schäfer, Wilhelm, Wingershausen, Mathematik (Oberrealschule Darmstadt). Schaumberger, Wilhelm, Gießen, Kaufmann. Schulze, Bernhard, Gießen, Mathematik (Realgymnasium Gießen). Schwarz, Wilhelm, Dorfgill, Bahnfach. Stamm, Isidor, Gladenbach, Electrotechniker (Oberrealschule Darmstadt). Theis, Friedrich, Herborn, Postfach. Waag, Karl, Gießen, Bahnfach. Wahl, Fritz, Hausen, Techniker (Technikum Mittweida). Ziegler, Wilhelm, Wteseck, Lehrer (Seminar Friedberg). •*H. Stadttheater. Zum Benefiz für Frl. Käthe Viotti gelangte gestern ein Volksstück au« dem Schwarzwald „Die Else vom Er len Hof" zur Aufführung. In diesem Bolk-stück, deffrn Verfaffer Herr Siegfried Conrad Staack ist, werden zwar keine hochgradig spannenden, Nerven erregenden Dinge verhandelt oder vorgeführt, aber es hat Sinn und Verstand, offenbart gute Beobachtungsgabe, giebt die Menschen wie fie naturgemäß sind, nicht wie sie sein könnten oder sollen, und hat nur da« einzig Mißfallende: daß manche ©eenen an zu langer Rührseligkeit leiden. ES behavdelt, wie der Erlenhofbauer der Rächer seiner vom Freiherrn v. Altringen verführten und in den Tod gegangenen Schwester wird, sich ihres Kinde- Else väterlich annimmt, und in seinem Erlenhof großzieht. Nach zwanzigjährigem Warten gelingt es dem Erlenhofbauer daS wegen gänzlicher Verschuldung der Versteigerung unterstellte MajoratSgnt derer von Altringen durch sein Meistgebot an sich zu bringen, den Freiherru aber vor die Thür setzen zu können. Doch die Vorsehung lenkt, und zwar zum Guten. Der in der ver- schuldungsangelegenheit seines Onkels zur Untersuchung und womöglichen Rettung ankommende Neffe, Dr. juris Erich von Altringen, lernt Else kennen und lieben und da- Ende * vom Liede ist, daß nach langem Sträuben der Erlenhofbauer dem Paare seinen Segen und den MajoratSfitz übergibt. Damit ist alles Unrecht gutgemacht und Else vom Erlenhof glücklich mit ihrem Erich. — DaS Stück wurde recht wacker wiedergegeben. Vor Allen glänzte die Beneficiantin, Frl. Viotti, durch vorzüglich Wiedergabe ihrer Else. Sie verkörperte das schlichte, in Schönheit und Herzensgüte ausgewachsene Bauernkind in ganz vortrefflicher Weise, fodaß der herzliche, lebhafte Beifall, sowie die gespendeten Bouquets und Blumenkörbe wohlverdiente Ehrung und Zeichen ihres Beltebtseins waren. Frl. Viotti ist in ihrem Fach als „Sentiwentale" eine tüchtige Kraft und hat dies durch vorzügliche Leistungen schon mehrfach bewiesen. Die übrigen Mitwtrkenden thaten da- Ihre für flottes Zusammenspiel und befriedigten insgesammt durch gute Wiedergabe ihrer Rollen. Das Haus war leider schwach besetzt. Hoffentlich wird die Sonntagsvorstellung mit „Madame Bonivard", sowie das bedeutsame Gastspiel von Frl. Nina Sandow in „Cameliendame" und „Phillppine Welser" nochmals ausverkaufte Häuser bringen. * * Stadttheater. Hebet Nin a Sandows „Cameliendame", mit 6er die berühmte Künstlerin, am Montag den 21. März, ihr Gastspiel im hiesigen Stadttheater beginnt, schreibt eine Kritik au- Stuttgart, woselbst Frl. Sandow vor Kurzem gastirte: „Die Verkörperung der Marguerite durch Nina Sandow war eine meisterhafte. Leicht und anspruchsvoll klang die Conversatiou der verwöhnten Courtisane. Hinter abgeriffenen Worten sah man den Geist hervorbltcken. Packend und an die Seele greifend war die Darstellung des Sehnen- nach dem Glück und de» Ringens um die Entsagung. Am unmittelbarsten wirkte die Scene, in der ihr der greife Vater des Geliebten das Versprechen abringt, diesen zu meiden. Die Sterbescene war von einer großartigen Realistik- die pathologischen Erscheinungen des Uebergang- vom Leben zum Tode waren mit, man möchte sagen Wissenschaft- licher Treue wiedergegeben. Fräulein Sandow darf die Gewißheit mit fortnehmen, manches Herz gerührt und erschüttert zu haben. • • Das Theater Wallenda auf Oswald» Garten bildet, wie in früheren Jahren, so auch diesmal einen Anzrehung-- punkt für Schaulustige. In der That ist auch da-, was geboten wird, sehen-werth. Die bisherigen Vorstellungen brachten neben bereits Gebotenem eine stattliche Reihe N ruhe tt en. Die Darstellungen werden präcts autgeführt. Neben bet Parterre-Gymnastik und Akrobatenkünste, die eine erstaunliche Fülle von Kraft und Gewandtheit zeigen, erfreuen besonders die Jongleur-Künste. Wer einige amüsante Stunden verleben will, dem sei ein Besuch deS Theaters Wallenda, das jeden Tag reiche Abwechselung bringt, angelegentlich empfohlen. ••Q Besoldung der HUssgerichtSschreiber. Man schreibt unS: Gelegentlich der jüngsten Kammerdebatten über die Stellung der Hilf« gerichtS sch reib er und ihre dienstliche Verantwortung unterliefen irrige Ansichten, welche ein klares Bild über die thatsächlichen Verhältnisse und Zu- stände nicht ermöglichen. Die in ihren Wünschen und Hoffnungen getäuschten HilfsgerichlSschretber de- Großherzog- ihumS sahen sich deshalb neuerdings veranlaßt, in einer ausführlichen Denkschrift ihre Dienstverhältmffe eingehender zu beleuchten. Diese, den einzelnen Landtagsabgeordneten unterbreitete Denkschrift erbringt auf Grund der Gesetzgebung und ministerieller Verordnung den Nachweis der schweren Verantwortung, welche in den verschiedensten Dienstzweigen einzig und allein dem HilfSgerichtSschreiber zufällt. Die Denkschrift widerlegt sodann die gegenteiligen Anschauungen, schildert die Stellung ähnlicher Beamtencategorien, erörtert die GehaltSverhältniffe, die Schwierigkeiten und Gefahren des Dienstes und das schleppende Avancement der HllsS- gerichtsschreiber. Wer mit den einschlägigen Berhältuiffen der HilfSgerichtSschreiber auch nur einigermaßen vertraut ist, der muß wünschen, daß bei der bevorstehenden Berathung deS Beamten - Besoldungsgesetzes diese GerichtSbeamten in richtiger Würdigung ihrer Amtspflichten nicht leer ausgehen. • • Ter Verband deutscher Touristenvereine, der jetzt an 70000 Mitglieder zählt, hält seine diesmalige Generalversammlung am 11. September zu Marburg ab. • • Verkauf von Margarine ic. betreffend. Im dritten Blatt der heutigen Nummer ist daS am 1. April in Kraft tretende Gesetz, bett, den Verkehr mit Butter, Käse, Schmalz und deren Ersatzmittel, veröffentlicht. * • DawpfkeffelUeberwachuug. Dem an Stelle deS Dampf» kessel-UebetwachungS-DereinS in Offenbach neu gegründeten Verein, mit dem Sitze in Frankfurt, tft durch Entschließung de« Ministerium- deS Innern widerruflich gestattet worden: 1. die regelmäßigen technischen Untersuchuugen und Waffetdruckproden- 2. die Wafferdruckproden nach einet Haupt- repatatut- 3. die ersten Waffetdruckproden einschlleßltch Prüfung der Bauart der für Mitglieder erbauten Dawpf- keffel durch die Beteln-inspectoren vornehmen zu laffen. Hiernach ist, abgesehen von den gemäß Ziffer 3 zugelaffeuen Ausnahmen, die Vorprüfung der Gesuche um Conceffionirung von Dampskrffelu und die Aufnahmeprüfung von solche» allgemein der staatlichen Dampfkessel-PrüfungS-Commiffioa Vorbehalten. • • Organisation de» Handwerk». Die in Aussicht genommene Kaiserliche Verordnung übet die thetlweise Inkraftsetzung de« HandwerkS-OtganisationSgesetzes ist nunmehr im „Reichsanzeiger" veröffentlicht. Danach treten am 1. April die neuen Bestimmungen der Gewerbeordnungsnovelle vom 26. Juli 1897 insoweit in Kraft, als fie die freien und Zwang- Innungen, die JnuungS-AuSschüffe und JnnungS-Verbände, sowie die allgemeinen Bestimmungen über die LehrliugSvethältniffe betreffen. Wegen der Inkraftsetzung der Vorschriften betreffs der Handwerkskammern, der besonderen Bestimmungen betreff- bet Lehrling-verhältniffe für Handwerker und der Vorschriften über den Meistertitel wird später eine Kaiserliche Verordnung ergehen. * • Vom 9. deutschen Turnfest in Hamburg. Die Anmeldung von Turnvereinen zur Thetlnahme an dem 9. deutschen Turnfest mehren fich von Tag zu Tag. Erfreulich ist besonders auch daS lebhafte Jntereffe außerdeutscher Vereine- so beabfichtigt z. B. der Moskauer Turnverein einen ober zwei WrMurver und eine Musterriege am Barren zu stellen. Der eibgenöffiiche Turnverein hat seinen Central« Präsidenten Hügin unb den Präsidenten Reimann zu offlciellen Vertretern beim Hamburger Fest ernannt- fie werden für die Bildung einzelner Turnriegeu zur Vorführung de- Schweizer SectionsturoenS Sorge tragen. Ferner gedenkt aus Zürich eine Anzahl älterer Turner das Fest z» besuchen und aus anderen schweizerischen Städten wird auf Zuzug gerechnet. Der Turnverein zu Mediasch In StrbendÜrgeu hofft ebenfalls einen Vertreter nach Hamburg senden zu können. Ebenso beabfichtigt bet Turnverein zu Blumenau in Süd-Brasilien einen Abgeordneten zu sch cken. • • Nationalfestspiele. Die städtischen Collegien in Go-lar haben für ble NatiovalFestspielstätte 300000 Mk. bewilligt. Von bet Bürgerschaft sind bl- jetzt rund 86 000 Mark und von den Ortschaften bet Umgegend 60000 Mk. gezeichnet worben. Anherbem will daS benachbarte braunschweigische Dorf Harlingerobe für den Fall, baß daS erforberliche Wafferbecken für den Rnbersport im sog. Steinfelde zwischen Go-lar unb Vienenburg hergestellt wird, 50 Morgen an bet Oker gelegenen gerlngwerthigen Lanbes, ben größten Theil des in Frage kommenden Terrains, un» entgeltlich hergeben. Bekanntlich steht GoSlat jetzt trat noch mit dem Niederwald in der engeren Wahl, und die Entscheidung wird demnächst getroffen werden. — Auf Einladung de- Beigeordneten Piecq befaßte fich gestern eine Versammlung im Rathhause mit der Frage, welche Stellung Köln zu dem deutschen Nationalfestspiele einnehmen soll. Der Obetbürgetmetstet, Stadtbaurath Stübb-n u. A. traten warm für die Unterstützung der Spiele ein, während' Prof. Moldenhauer auf die großen Schwierigkeiten unb die Unmöglichkeit, schon im Iahte 1900 ein völlig fertige« Fest za bieten, hinwies. Schließlich wurde ein au« 15 Heitren bestehender Ortsausschuß gebildet, der die Vorarbeiten besorgen unb mit den einzelnen Vereinen in Köln in Verbindune treten soll. * ♦ Froschscheukel. lieber eine in hohem Grade vetabscheuungSwütbige Thierquälerei wirb bet „Darwst. Ztg." geschrieben: Kaum hat die Frühlingssonve die grünen Was se»r frösche au« dem Winterschlafe erweckt schon fallen gewiffe Menschen übet ble armen Thiere unb her. Die Hinterschenkel bleuen nämlich zum leckeren Mahle (ein gesetzliche« verbot blefe« Gericht«, ohne baS auch die Menschheit au-kommen könnte, würbe jeder Thierfreunb mit Fteuben begrüßen. D. Red.)- bobe? werden nun oft ben Fröschen bie Schenkel abgeschnitten unb ble noch lebenden Thiere einfach wieder fortgeworfen. Thatsächlich wurden dieser Tage in einem Waffergrabeu de« unteren Maingebiete« etwa 25 ans die angegebene Art verstümmelte Frösche beobachtet, die sich in ihrem elenden Zustande t« Wasser fortzuschleppen versuchten (!) Es sei hiermit die Aufmerksamkeit maßgebender Kreise aus diese Schändllchkeite» gerichtet. * * Wetterbericht. Die Depression im Norden hat an Ausdehnung noch gewonnen. Zugleich hat sich ihr Centru» an bet nordskanbinaoischen Küste noch vertieft. Das barometrische Maximum besteht babel im Südwcsten Europa« fort. In Südbeutschland fallen bei meist westlichen Winden allent- halben Niederschläge, bie Temperaturen liegen jeboch verhält- nißmäßig hoch. — Vorau-sichtliche Witterung: Zunächst noch Fortbauer be- unbeftänbigen Witterung»charakter«. □ Darmstadt, 18. März. Der Ort-gewer b ev erein, der heute seine Hauptversammlung abhielt, zählt jetzt 565 Mltglieber, barnnter weit über ble Hälfte Gewerbe- treibenbe (ber Lanbesgewerbevereiu Ist jetzt 7150 Mltglieber ä»; bn$lael » Mfc . n Wrangen und °.btIWntr Haupt, NteSi» ■ « Hiwi $aei>f. o sstr 3 zuzri^rnm 4t n® Sonccfitonlm™ "Mu»8 ton ioltl, cPrüfllvgS«CiiWiMll Die In Au-W gt- dik thktlisrlse Jrikraft. l°U°vSsr|rtzkt ist ntlicht. Danach ttttm der TiwnbeordnnngS' in Rraft, all fie dir Znullngt-All-schG und ntn Bestiwmnllgen über 'egrn der Inkraftsetzung rktkammern, der br« ZehrlingSverhAlnifse für r den Meistertitel wird gehen. i Hamburg. Die Sn« ur Theilnahlne au dev Lag zu Tag. Srfteu- Interesse außerdeutscher Moskauer Turuverein Kusterriegr am Darren ein hat srivra Lrntral. i Entmann zu vstiMkn mannt; str werden sür zur Dorsührung drk tragen. Ferner gedenkt er da- Fest zr besuchtli ibten wird aus ZW diasch in Siebenbürgen • ch Hamburg seudeu za averelu zu Wmeuau in ftfiM bin SoQtgttn In M« Mtt sww «■ btt w ** Men t« Wl» „dm d»' *"* (»bl für»« 8* * n*l Wf® ‘ ] Ein Mädchen iür Utachmirtags gesucht. »enenweg 4. Kellnerlehrling oder angehender Kellner gesucht. 2873 Näheres in der Exoedition d. Bl. 2692] Suche sofort einen jüngeren sauberen Hausburschen. Conditorei I. Krämer, ________________Neuen-Bäue.________ 2893] Mädchen erhalten gute Stellen in bessere Häuser bei hohem Lohn. Frau Seybicke, Bahnhofstr. 43. 2798] Gesucht zum 1. 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E. 969 an Haasenftein & Bögler, A »G, Frank. fort a. M. 212t Gasthaus zum Adler eer Marktplatz. Heute Sonntag: Freiconcert ausgefübrt von 2921 MwHlefti erste« Range-. Vereine F. G. F. 2896 Montag ahenb: Jentzen. Giessener Stadttheater Bekanntmachung Die Listen über die während der Zeit vom I. April 1898 bis Ende März 1899 für die Pstichtseuerwehr heranzuziehenden Personen liegen vom Erscheinen dieser B-kanntmachung ab während acht Tagen auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Ein- sicht offen. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß während dieser OffenlegungSfrrft Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen sowie Befreiungsansprüche auf Grund der Ortsfeuerlöschordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Eintheilung in eine bestimmte Abtheilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden können. Gießen, den 19. März 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2794 2. 2706 3. 4. 5. Der Vorstand: Schlosser. Prüfung der Rechnung und Entlastung deS Rechners. Neubau des Schwesternhauses. Miethspatronat. Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unser innig fi geliebtes Söhnchen und Brüderchen Ernst gestern Abend 10 Uhr nach kurzem aber schweren Leiden zu sich zu rufen, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme anzeigen. Die tieftrauernden Eltern: Christian Sauer und Frau. Gießen, den 19. März 1898. Die Beerdigung findet Sonntag den 20. März, Nachmittags 5 Ubr, vom Sterbehause, Neuenbäue 7, aus statt. 2911 Allgemeiner Verein für Armen- vvd Krankenpßege. Ordentliche Generalversammlung Dienstag den 29. März d. I., Nachmittags 5 Uhr, im Saale des alten Rathhauses. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. Ergänzungswahl des Vorstandes. Die Mitglieder des Vereins werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5 und 7 der Statuten ergebenst eingeladen. e»eeeeeeeee#c»»eeeea«»eee DWpf-Mklli u. d|fiiii[(tjt MiWnßiilt J. C. Wallenfels ™° Kirchenplatz 21 Giessen Kirchenplatz 21 empfiehlt stch für alle vorkommenden Arbeiten bei schnellster, anerkannt tadelloser Lieferung und billigsten Preisen. LrM- Aufträge per Paß werden prompt erledigt. Tüll-V erhänge Spachtelgardinen und Stores, schmale Vorhangstoffe und bnnte Vitragen, Roöleauxstoffe und abgepasste RoaleaUX sind in neuer grosser Auswahl eingetroffen. Reste und vorjährige Muster bedeutend unter Preis. P. P. Das Waschen und Färben gebrauchter Vorhänge wird prompt und billigst besorgt. 2477 Ernst Bloedner, Seltersweg. Sonntag, 20. März 1898 Madame ZZonivard. Schwank in 3 Akten von Bisson und Mars. Montag, 21. März 1898t höhte Preise! Im Abonnement! Safllpiel non Nina Sandow vom Deutschen Theater in veritn. Die Gameliendame. Dramatisches Gemälde in 5 Aufzügen von A. DumaS. Sobn. Kinderconfection Knaben Kleidchen und Anzüge, Mädchen-Kleidchen, Jaqnets und Mäntel bis zu 12 Jahren sind in großer Auswahl eingetroffen. 2902 A. Fangmann, Bahnhofstr. 29. W* Lehrerin für Privatunterricht in verschiedenen Fächern von Ende April ab für einige Stunden wöchentlich gesucht. Offerten unter L, W. 2847 an die Exped. ds. Bl. erbeten. 2847 Viertes Concert des Vereins zur Förderung eines Saalbaues in Giessen Sonntag den 27 Märe, Abends 5 Uhr, im Saale dee Gesellschaftsvereins, unter Mitwirkung ron Fräulein Emmy Schaum (Gesang), der Herren Herber nrf Wollgandt v Violine), Leimen (Viola) aus Frankfurt a. M„ Megan aus Zürich (Tioloe- oeUo), des Kronbauerischen Quantett-Venelns unter Leitung seines Dirigenten Herr» L. Gellen und des Herrn 6. Trautmann, Universitäts-Musikdirector (Clavier). Programm: 1) Quintett für Pianoforte und Streichinstrumente.....Job Brahme. 2) Rhapsodie für Altsolo, Männerchor und Pianoforte, op 53, (comp. 1870). — Altsolo: Fräulein Schaum. 8) Männerchöre a capella ........... Heinze und Volkslieder. 4) Lieder...............Schubert, Grleg u. Trauteste. Fräulein Schaum. a) Quintett für Pianoforte u. Streichinstrumente, A-dur, op. 81. A. Dvorak. Eintrittekarten zum Preise von Mk. 1,50 — Sperrsitze Mk. 2— __ sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier zu haben, und zwar b* Mittwoch den 23. März aus*chlle*8llch für Mitglieder des Vereins, die gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Sperrsitzkarte unentgeltl. erhalten können, von Donnerstag den 24. März ab auch für Nichtmitglieder. 285S Theater Wallend^ Oswalösgarten. Sonntag Nachmittag 4 Uhr: 2841 EiPige zaupt-Tagks-Norßellaiig. Abends 8 Uhr: Gala-Vorstellung. Auftreten von 25 beftrenommtrteU Artisten, sowie Vorführung von dressirten Pferden, Hunden u.s.w. ___________Zum Schluß: Komische Pantomime._________ Turnverein. Die regelmäßigen Turnstunden finden statt: Dienstags: Riegenturnen. Mittwochs: Kürturnen. Donnerstags: Turnen der Damenriege. Samstags: Turnen der Männerriege. Anfang jedesmal Abends 8 Uhr. Anmeldungen werden auch in der Turnhalle entgegen genommeu» 2928______________________________ Der Vorstand. Geschäfts-Empfehlung. Erlaube mir verehrlichen Jntereffenten die ergebene Mittheilm^ daß ich mit dem Heutigen neben meiner Schlosserei eine Maschinen-Reparatur- Wcrkstätte betreibe. Halte mich bei vorkommenden Reparaturen jeder Art, sowie Neuaulageu von maschinellen Betrieben unter Zusicherung prompter, reeller Bedienung und fachgemäßer Ausführung bestens empfohlen. Gießen, den 15. März 1898. 2855 Hochach!ungsvoll Heinr. Hansel, Mechanische Werkstätte. Wirthschasls-Eröffnung. Lade hiermit zum Besuch meiner Wirthschaft Ecke der Damm- und Steinslraße ein verehrt. Publikum, auch ganz besonders die werthe Nachbarschaft und meine Freunde hvfl. ein. Für aufmerksame Bedienung und hochfeines Bier au» der Brauerei Gebr. Röhrte ist bestens gesorgt. 291S _____________________Georg Müssing. Esset f^uyeer OATS Feinst präparirte, amerikanische Haferspeise von feinstem Geschmack und hohem Nährwerth. In 20 Minuten fertig gekocht. Durchschlagen unnöthig. Jährlicher Umsatz in Amerika 800,000 Kisten. Verschiedenartigste Verwendung. Recepte in jedem Packet. Ueberall käuflich in Originalpacketen mit nebenstehen- Schutzmarke. der Schutzmarke „Quäker“._______2854 Zum Vertriebe unserer Fabrikate suchen wir bei hoher Provision einen tüchtigen Vertreter für Oberhessen. W Buchbolz Mart. Wiih. Gutberiet 8t Pohl, (Sachsen). Fabrik für Lnrg- u d ^otelortiierangcn. (wl4 ■ ei ■ ■ g ■ In jeder beliebigem Schriftart und Kirtiush Visitkarten Liy Der Geiommiauilage unserer hkutigen dturnmer Hfflt eine Extrabeilage über LMellrrh Gier üognac bei, die genetater 9 /adjhmormpfo 5lf n sei. 2920 RedactivA i. B.: Hermann Elle. — Drud und Verlag der Brühl'schcn Universiläts-Buch- und Stcindruckerei (Pietsch & Schevda) in Gießen. Are Yummer umfaßt 18 Seiten. elt -Mabme Nüntagt Die Sikßenn gtrfcn W äni rffcnllit »irr btigrftgl- tnal”t 8,1 IM Deuts »bgtsrhrn ftnßlanb und lrgenhtit hat ti io btt Olim Bit haben bti btt brutschen 8 ßtltnft lootbii wanblschastlich! gegenüber @ri paßte nnb blei folgte. 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