1S98 Sonntag den 20. Februar Erstes Blatt Amts- ttnb Anzeigeblatt für den Areis Gieren. Gratisbeilaze: Gkkenkr FmmlmÄätter Alle Anzeigen-VermittlungSstellm bei In- und Auslandes nehmen Anzeigen für Den Gießener Anzeiger ntgegm. Redaetion, Expedition und Druckerei: Fchukstrahe Ar. 7. Inhalte des Briefes ihres Gesandten fern stehe und denselben ; nicht billige. Damit dürfte der Zwischenfall seine Erledigung Altäre stehen, werde man wohl darauf Hinweisen dürfen, daß die Religion der Hrbel der Armee sei. Genrralauditeur Ittenbach bleibt dabei, daß Deutschland der« Bereinigten Staaten in Bezug auf Humanität de» MilitäistrafrrchtS um ein Vierteljahrhundert voraus sei. Abg. Kun ert (Soc) meint, Nordamerika und Deutsch- land dürfe man in dieser Hinsicht überhaupt gar nicht vergleichen. Daß die Socialdemvkraten ihre Beschwerden erst ge- ho-samst dem Kriegsminister unterbreiten, das vertrage sich nicht mit ter Stellung und der Würde eines Volksvertreters. (Recht» Lachen und Rufe: Oho !). Gebe man doch den Soldaten ein ausrrtchrndeS Beschwerderecht und da» Recht der No hwrhr! Redner rügt es weiter, daß von den verschiedenen KrtegS- ministern dne Eingabe von Sattlergehilfen zmückgewiesen worden sei, betreffend Vergebung von Sattlerarbeiten nur an solche Unternehmer, welche sich zur Gewährung bestimmter Mindrstlöhne verpflichten. Weiter verbreitet er sich über den Umfang des Sonntagsdienstes und bezeichnet schließlich unseren ganzen Militarismus als ein elendes System. Minister v. Goßler entgegnet, eme ausgiebige Sonntagsruhe sei durch die Königliche EabinetSordre durchaus gesichert. Wenn Anschuldigungen gemacht würden, dann bitte er um Beibringung des BewetSmaterialS. Da» HauS vertagt sich jetzt auf morgen 2 Uhr. Tagesordnung : Poüdampfergesrtz. Schlnß 5"/^ Ubr. ________________________ Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reichstag. 44. Sitzung vom Freitag den 18. Februar 1898. Tagesordnung: Fortsetzung der Etat»beraihung. Mitt- tät etat. Beim Titel „Minister gehalt" bringt Aog. Lingens (Eentr.) Sonntagsruhe und SonntagSheiltgung in der Armee zur Sprache. Mit Genugthuung begrüße er e», daß die SimultangotteSdienfte ganz aufgegeben seien. Zu wünschen sei, daß trotz aller nicht zu verkennenden Schwierigkeiten auch bei Uebungen und Manövrrn die SonntagShriligung gewahrt bleibe, und daß nicht, wie die» im vorigen Jahre in Köln geschedeo, am Tage Maria Verkündigung Kürassier- Aus den Verhandlungen der Zweite« Kammer der hessische« Stände. G. Darmstadt. 18. Februar 1898. Die Zweite Kammer der Stände setzte heute die Be- rathung des Hauptvoranschlags fort. Ohne Debatte wurden 4000 Mk. Reisestipendien, insbesondere au L-Hrer der neueren Sprachen, 6000 Mk. für das Lehre- rinnen-Seminar, 7500 Mk. für Pädagogische Seminarien bewilligt. Für Schullehrer-Se mina- rten werden 118,670 Mk. verlangt, die AuSschußmehrheit beantragt Bewilligung, die Minderheit Strich von 2500 Mk. als Dispositionsfonds. Abg. David bezeichnet die heutigen Anstalten als nicht mehr zettgrmäß. ES werde verlangt, daß die Zöglinge etwas weniger von der Bevölkerung abge- schloffeu gehalten werden, eine beffere Vorbildung der Ein- tretenden sei auch erwünscht. Wie in Sachsen müffr auch hier den Zöglingen da» Studium auf der Universität offen stehen. Sehr beanstandet werde der Mangel eines Avancements bei den Lehrern, welchen in der Regel nicht einmal die Schulaufstcht übertragen werde. Für dle letztere seien Schulmänner viel beffer geeignet, als Theologen. Reformbedürftig sei auch der Seminar-Lehrplan. Nicht weniger al» 40 Lehrstunden außer Gesangs- und Mufikstunden würden wöchentlich den Schülern zugemuthet. Die» bedeute Ueber- bürdung. Bester als bisher müsse den Lehrern die natur- wissenschaftliche Grundlage beigebracht werden, damit die» später den Landwirthen zu gut komme. Zett werde durch Einschränkung des biblischen Memortrstoffs gewonnen. — Geh. Oberschulrath Eisenhuth befürwortet die Gesammt- regierungSforderung. Stre che man den Dispositionsfonds und das Besoldungsgesetz komme nicht zu Stand, so komme die Regierung in Verlegenheit. Derselbe diene dazu, die akademisch gebildeten Lehrer an den Seminarien mit den anderen gleichzustcllen. Die Wünsche des Herrn David seien zumeist schon durchgesührt. DaS Internat bestehe nur noch verein- zelt, sei jedoch nicht durchgesührt. Die Vorbildung der Lehrer sei eine Frage, die viele Kreise beschäftige. Practische Bor- schläge seien dabet noch wenig herauSgekommrn, ganz besonders gingen die Ansichten der Lehrer auseinander. Vielfach stürme man gegen die Präparanden-Anstalteu an. Au» Allem gehe hervor, daß die Sache schwer, und wenig geklärt sei. Unrichtig sei, daß die Lehrer kein richtiges Avancement Haden. Den Lehrern stehe frei der Zutritt zu den Semi- narten, zu den Verwaltungsstellen und zu den gut dotirten Oberlehrerstellen. Unrichtig sei ferner, daß die Schulaufsicht den Lehrern verschlossen sei, unter 18 Kreisschulinspectoren btfinden sich 12 mit seminaristischer Vorbildung. Soweit gehe die Regierung allerdings nicht, daß sie mit dem Makel akademischer Bildung Behaftete hier auöschlteße. Zum Studium auf den Universitäten sei seiner Ansicht nach der Zudrang au» Lehrerkretsen noch starker wie früher, die Regierung habe gerne bis zu zwei Jahren Urlaub dazu gegeben. Der Lehrplan habe vor einiger Zett einige Erleichterungen erfahren. In Friedberg und Bensheim sei das Nöthige wegen Anlage eines Schulgartens geschehen, ob ein solcher sich auch für die Volksschulen empfehle, darüber lasse sich reden. ! gefunden haben. j Von einem Eingreifen der Verdnigtcn Staaten in die ' kubanische Angelegenheit ist es wieder ganz ruhig geworden, wenn auch an eine Herstellung geordneter Verhältmsse auf j Kuba und eine Pacificirung der Insel noch nicht zu denken ! ist Aber in Washington hat man jedenfalls einsehen gelernt, j daß Spanien nicht in der Lage sich befindet, sofort die Ruhe herzustellen, und daß der neue Obercommandirende auf Kuba, Marschall Blanco, noch ein schweres Stück Arbeit vor sich hat. Man wird sich vorläufig damit begnügen müssen, daß die Weyler'schen Grausamkeiten aufgehört haben und der Insel die Autonomie gewährt worden ist. Die Vereinigten Staaten hoffen jedenfalls, daß Spanien über kurz oder lang nicht mehr in der Lage sein wird, die Insel zu halten, unv daß sie dann als die nächsten Erben auftreten können. XX N«-ugs»ret» vieneljährlich - 2 Mark 2« Pfg. monattid 75 Pfg. mit BrrnGerlohn. Bei Postbezug Mark 50 Psg. ierteljährlich. Gefundene Gegenstände: 1 Spazierstock, 2 Handschuhe, 1 Taicheutuch, 6 Hemdenkragen, 1 Peitsche, 1 Pferdedecke, 1 Schürze, 1 Zuber, 1 israelitische» Religionsbuch und 2 Schlüssel. Gießen, am 19 Februar 1898 Großherzogliche- Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Meßmer Anzeiger Mneral-Anzeiger Spanien und Nordamerika. Die schreckliche Katastrophe im Hafen von Havanna f lenkt neuerdings wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf J die beiden Staaten, deren Beziehungen schon seit geraumer : Zeit sehr gespannte waren und mehrfach eine Form ange- ; nommen hatten, welche den Ausbruch eines offenen Conflicts ; befürchten ließen. Herrschte doch beim Bdanntwerden der j Nachricht von der Erplosion auf dem amerikanischen Kreuzer i „Maine" vielfach die Ansicht vor, daß die Katastrophe n-.cht ' eiroa einem unglücklichen Zufall zugeschrieben werden dürfe, sondern auf eine frevelhafte That zurückgeführt werden müsse, die natürl-ch nur die Spanier begangen haben konnten. Richtig ist ja, daß diesen der lange Aufenthalt des amerikanischen Kriegsschiffes im Hafen von Havanna etwas unbequem war, da sie nicht mit Unrecht befürchteten, daß die Insurgenten dadurch ermuthigt und zum Ausharren in dem Kampfe für die völlige Unabhängigkeit ihrer Insel angespannt werden würden. Es ist bekanntlich ein offenes Gehetmmß, daß bte Regierung der Vereinigten Staaten nicht ungern in die kubanische Angelegenheit eingriffe und von den Yankees sicher unterstützt werden würden, wenn es eben kem Völk rrecht gebe und die europäischen Großmächte die Monroe-Doctrin mehr respectiren würden. Aber wer kümmert sich um die von den Amerikanern aufgestellte Forderung: „Amerika für uns" ? Dann müßte ja vor allen Dingen England aus Canada verschwinden, abgesehen von den anderen Staaten, welche im Bereiche Amerikas Besitzungen haben. Spanien hat zu einem Mißtrauen gegenüber der großen nordameri- kanischen Union wohl Recht; daß man aber zu einem solch verwerflichen Mittel greifen würde, um seinen Haß gegen die Widersacher zum Ausdruck zu bringen, und meuchlings das Leben Hunderter von Menschen vernichtet, das können wir uns nicht denken. Es wird freilich nicht an Stimmen in Amerika fehlen, welche an keinen Zufall bei der Explosion glauben und zur Rache gegen Spanien anfeuern, aber die Washingtoner Regierung dürfte doch eine bessere Ueberzeugung haben. Zu all' den Conflicten, welche bereits zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten bestanden hatten, mar bekanntlich in den letzten Tagen ein neuer getreten: die Veröffentlichung eines Briefes des spanischen Gesandten in Washington, Dupuy de Lome, welcher die letzte Botschaft Mc. KmleyS besprach und Schmähungen und directe Beleidigungen des jetzigen Bewohners des Weißen Hauses enthielt. Der Brief besprach die letzte Botschaft Mc. Kinleys, welcher beweise, daß dieser ein Schwächling sei, der dem Pöbel zu schmeicheln suche, und außerdem ein Politiker niedriger Art, der den Mantel auf beiden Schultern trage. Inwieweit diese An- klagen berechtigt sind, können wir hier natürlich nicht untersuchen, daß sie den Zorn Mc. Kinleys und seiner Anhänger in hohem Grade heroorriefen, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen. Daß der Brief echt war, ließ sich nicht best: eiten, und so mußte denn Herr Dupuy de Lome schleunigst feine Koffer packen und, ohne dem Präsidenten Lebewohl gesagt zu haben, aus Washington verschwinden. Wie der Brief m die unberufenen Hände gekommen ist, hat bis heute noch nicht festgestellt werden können und wird sich auch wohl schwerlich ermitteln lassen. . , Was nun die Beziehungen der beiden Regierungen betrifft, so konnte der Zwischenfall Dupuy de Löme natürlich ru einer Bessergeftaltung nicht beitragen, aber im Allgemeinen haben sich doch die Befürchtungen, daß ein ernsthafterer Coiiflict heraufbeschworen werden würde, nicht bewahrheitet. Der amerikanische Gesandte in Madrid, Mr. Woodford, hat freilich das Verlangen an den Cabinetschef Sagaya gestellt, die in Dupuys Schreiben enthaltenen Ausdrücke zu verleugnen, aber das war schließlich auch das Mindeste, was die Washing- toner Regierung fordern konnte. Und das spanische Ministerium hat auch nicht lange gezögert, Genugthuung zu geben; die Abberufung des Gesandten Dupuys de Lome wurde öffentlich bekannt gemacht und der Union auch sonst Versicherungen gegeben, daß die spanische Regierung dem trupp» durch die Stadt zögen. Kriegsminister v. Goßler erwidert, er habe in dieser Angelegenheit Remedur eiutrrten lassen. Abg. Bebel (Soc.) bespricht verschiedene Fälle von Mißhandlungen bei der Armre und betont dabei, eß sei ihm immer im Reichstage sehr verdacht worden, wenn bei den von ihm vorgetrager.en Beschwerden irgend eine Unrichtigkeit mttuutergelaufen sei. Daß passiere aber doch auch anderen Leuten. Redner geht nun auf den Fall Marzillier in Königsberg ein, der sich bekanntlich im vorigen Jahre zugetragen babe. In einer neuen Verhandlung sei nun der betreffende Uaterosfizi-r, der den Selbstmord des Marz-llier verschuldete, zu Degradation und zu sechß Monaten Gesängniß verurtheilt worden, und zwar, weil inzwischen die wichtigsten Zeugen auß dem Militärverhältmffe außgefchieden waren und nicht mehr auß Furcht mit der Wahrheit zurückhielten. Ganz ähnlich liege ein anderer Fall in Wesel. Des Weiteren kommt Abg. Bebel auf daß Militärstrafveifahren zu sprechen und citirt einige graffe Ausdrücke und Aussprüche von Offizieren gegenüber Untergebenen. Man werfe den Social- demokraten fälschlich vor, in der Armee zu agltiren. Daß sei aber unrichtig- die Socialdemokraten gäben ihren jungen Stuten beim Eintritt inß Militär vielmehr stets den dringen- den Rath, vorsichtig zu sein und sich in die Verhältnisse zu schicken, damit sie nicht alß Socialdemokratcn Ungemach zu erleiden hätten. Nicht die Socialdemokraten trügen die Polilik in» Heer, daß seien ganz Andere. Wie habe man den Reserveoffizier Ruprecht auß politischen Gründen gemaßregelt, und sei nicht sogar gesagt worden, nur ein guter Christ könne ein braver Soldat sein! Da sollte man doch ein Gesetz mit einem § 1 machen: Nur wer ein guter Christ ist, darf Soldat werden. Seine Freunde würden mit einer solchen Vorlage ganz einverstanden sein. (Heiterkeit). Selbst der Kladderadatsch habe jene Aeußerung kritifirt vnd fei da- süc w gen Majestätsbeleidigung verurtheilt worden. Wenn dergestalt von Allerhöchster Stelle die Politik in die Armee getragen werde, dann sei es kein Wunder, wenn untergc- ordnete Geister in solchen Fällen, wie er sie vorhin angeführt, dem gegebenen Beispiele folgten. (Präsident v.Buol bittet, mit einer derart gen Kritik zurückzuhalten). Redner Blaibirt fdjlle&Ud) noch für ElMhrung der Miliz. Kriegßmtnister v. Goßler entgegnet, wenn Mißhand- lungen In der Armee vorkämen, dann sollten die Gemiß- haudelten auch den Muth haben, sich zu beschweren. Was den Fall Marzillier anlange, so sei es richtig, daß derselbe mißhandelt worden fei. Auch in dem anderen Falle fei der mißhandelnde Unteroffizier degradirt und mit zehn Monat Gesängniß bestraft worden. Die vom Vorredner erwähnten «uidrück- von Offizieren seien einfache B-i.id'gnng-n, und die Betreffenden seien bestraft worden. Auf die Bemerkung des Abg. Bebel über die Allerhöchste Aeuß-rung könne er, Redner, nur sagen, daß die Armee allerdings auf die relig öse Erziehung den höchsten Werth lege. Und in einem so feierlichen Moment, wo Evangelische und Katholiken vor dem - ‘ n- »•$)> t «6t. »?*«• dtty ilbir hlel,t vy lll6 fei, y„' «MfHt > fetti, e J* Smit- ' «'fr"1, °° (ewuu5!'1»»« •tlfct* 20), "° 8ii @66 6«n r,7 h*; £ *“« Hm Ob«, warbt 8entjmtiu Nr 43 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener M»«itte«»lätter werben dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Ilill -ich. Ne Qualität, 1677 Inschbach. vorzügliche “ ch-U pelbackeu befonbet« zu ’ 1368 C. Roth U. ie Häringe iter 'Lackfisch), W. 15 U, 167» . Schulhof, 4. Won 119, SrrM inge, Apfelspalteu, , Birnen,Vrimesle» Sergen, Arfchrv, men, Zwetscheu, schtes Obst- nii Fischbach. Llüthemehl gj. - 5 M 1,0'1 M, UM r m /inM, ntttt Ht». - J" i fft.70 „ -Ä .. Z mionikas rt ■«" Ä 11 MW r,.rs wJrifrW fl»chuß, die geforderten 26933 Mk. zu be- | wtlltgeo. Dies wird beschlossen, ebenso bewilligt da» Hau» l 69840 Mk. für „Kret»-Schul Inspektoren". Für „Volksschulen" wird dte Bewilligung der geforderten 1401200 Mk. beantragt. Abg. Davtd verlangt, daß der Staat dte Gesammt-VolkSschullasten zu tragen habe. Da« ErztehungSwesev fei von allgemeinem Jatereffe. Eine kleine Schule sei verhältnißmähig theurer, wie eine große, dadurch würden kleine Gemeinden am meisten belaft-t. Dte Be- I schaffung der Lehrmittel (Bücher, Hefte rc.) mache manchen I Eltern große Schwierigkeiten, daher habe dieselbe durch I den Staat zu erfolgen. Ja der Schweiz habe sich dies durchaus bewährt. Der Lehrplan für dte Volksschulen I müsse im Interesse der Landwtrthschafr erweitert werden. I Sehr gut seien dte in Frankreich eingeführten Schulgärten. I — Abg. Heidenretch verlangt die Uebernahme der Kosten I der Volksschule auf den Staat al» im Interesse der au»- I gleichenden Gerechtigkeit gelegen. Wohl sehe man, daß viele Gemeinden für SchuihauSbauten Unterstützungen beziehen, e» I gebe aber gewiß viele, wo die Verhältnisse gerade so liegen, I ohne daß diese Etwa« erhalten. Dte Frage der Uebernahme I auch der Lehrmittel sei nicht so brennend, wie diejenige der I Uebernahme der persönlichen Lasten. In der Errichtung er- I weiterter Volksschulen zeige dte Regierung ein erfreuliche» I Entgegenkommen. — Abg. Schönberger will dte Be- _ machen werde wegen Uebernahme der perjönltchen Kosten der Fortbildungsschulen auf den Staat, sobald es feststehe, daß dte finanzielle Lage dte» gestörte. — Abg. Wetdner tst über diese Antwort rben so wenig befriedigt, wie über die zwei Gedankenstriche, dte fich an der Stelle der Fortbildungsschulen tm Ausschußbericht befinden. Dte Frage set so lange angeregt, daß dte Uebernahme der 145000 Mk. bereit» hätte erfolgen können. Bet der Uebernahme der allgemeinen Kosten der Volksschule würden viele Gemeinden seine» Wahlkreise» zwar nicht gut fahren, trotzdem trete er für diese auf Grund der au»- gleichenden Gerechtigkeit etu. Zu bedauern set, daß man vornehmlich gewisse Gemeinden zu Strafversetzungen auswähle. Auch für den Lehrer, der Neigung zu Ausschreitungen zeige, würde es besser fein, wenn man denselben au dte Sette eine» älteren, ihn überwachenden Lehrer» setze, statt tu ein kleine» abgelegenes Dörfchen. — Abg. Schmitt tst sammt seiner Partei ein princ pieller Gegner der Uebernahme der Volks- schullasten auf den Staat. Auch gegen eine Uebernahme der persönlichen Kosten werde er stimmen, da Rheinhessen zu große Nachthetle hierdurch haben werde und da» drei- bis vierfache des jetzigen Srruerbetrag» daun aufbrtogen müsse. Gegen Uebernahme der Kosten der Fortbildungsschulen auf den Staat habe er Nichts etnzuwenden und wünscht, daß den vor 1890 penstontrtrn Lehrern ihre Pension erhöht werde. — Adg. Pitt Han will dte Uebernahme der Kosten der akademisch gebildeten Lehrer an den höheren Bürgerschulen auf den Staat durchgesührt haben. — Geh. Oberschulrath Soldau erklärt, daß diese» nicht angängig sei und werde einen Kostenaufwand bet 28 solcher Anstalten von 49 600 W. ausmachen. Eldg. Iöckel betont, daß dte Sache doch thrr großen Schwierigkeiten habe und dte Au»sührung nicht leicht set. Seiner Ansicht nach set e» überhaupt undurchführbarj denn e» gäbe eine ganze Reihe von Gemeinden, welche einen Schulfond hätte, womit fie die Schullasten decken. Diesen Fond könne man doch nicht kurzer Haud confiSctren. Er ist ein Gegner der Uebernahme der Schullasten aus den Staat und wünscht noch eine Aufbesserung der Lehrerpenfiouen. Ein Antrag von ihm und Dr. Schröder set bt» jetzt noch nicht berücksichtigt. Dte Regierung möge doch den wenigen alten Lehrern da» gewähren, wa» ihnen gebühre. — Abg.Schröder betont, daß dieser Gegenstand schon auf dem 28. Landtag erörtert worden sei. Er stellt dabet fest, daß dte damals ermittelten Gesammtkosten sürdteBolkSschulen für persönlichen, sachlicheAuS gaben auf ca. 8 Millionen festgestellt worden seien. Bis sitztseten — Abg. David hält die Bedenken wegen ungenügenden! Avancement» der Lehrer ausrecht. Die theologische Ausbildung sei nicht zur Schulaufsicht geeignet. Gehen die Sn- | Deutsche» Reich. Darmstadt, 18. Februar. Dte Erbprtuzesstn von I Hohenlohe-Langenburg tst zum Besuche der Groß- I Herzogin hier etngetroffen. Berlin, 18. Februar. Da» Beiletdtelegramm I de« Kaisers an den Präsidenten der Vereinigten ! Staaten von Amerika lautet in der Übersetzung I folgendermaßen: „An den Prästdeuten der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Gestatten Sie mir, Ihnen und Ihrem Lande I mein aufrichtigste» Beileid an dem schrecklichen Verluste der „Maine" und dem Tode so vi^er braver Offiziere und Mannschaften Ihrer Marine auszusprechen. Wilhelm, L R." Hierauf ist ap» Washington folgendes Antworttele- I gramm eingelaufen: „S. M. Kaiser und König Wilhelm, Berlin. Al» Wortführer der tiefen Trauer eine» schwer betroffenen Volke» nehme ich dankerfüllt Kenntniß von Ew. Majestät Betleidbotschast. William Me. Ktuleh." Der StaatSsrcretär de» Reich»marineamtS, Coutre- I admiral Tirpitz, hat den zu der deutschen Botschaft in Washington commaudirten Premierlieutenant Grafen Götzen telegraphisch ersucht, dem Marioesecretär der Vereinigten Staaten da» Beileid der deutschen Marine au dem nationalen Unglück auszusprechen. Gleichzeitig hat er einen Seeoffizier beauftragt, auf der amerikanischen Botschaft in Beilin seiner und der Marine Theilnahme an dem Unglück Ausdruck zu geben. Berlin, 18. Februar. Die von verschiedenen Blättern । gebrachte Mittheilung au» Kiaotschau, wonach eine mehrwöchentliche Expedition in da» Innere von Schau- tung stattgefunden Haden sollte, stellt die „Nordd. Allgew. Ztg." dahin richtig, daß ein Theil deö deutschen Landung»- CorpS Ende November einen Marsch in da- von un» besetzte Gebiet unternommen und dabei auf Ansuchen der chinefischeu Bauern eine Verfolgung der die Dörfer plündernden Maro- I deure eiugeleitet harte. Diese leisteten Widerstand, worauf I die Marlnemannschaften Feuer gaben und die Marodeure unter Hinterlassung von drei Todten und vier Verwundeten I über dte Grenze trieben. Aus deutscher Seite war kein I Verlust zu verzeichnen. Im Uebrigen wurde der Marsch, I der auch den Zweck hatte, den Eindruck von der erfolgten I Besetzung auf die Bevölkerung nachhaltiger zu machen, in I wenigen Tagen ohne weiteren Vorfall beendet. Kiel, 18. Februar. Der Kaiser reist zur Rekruten- I befichttgung am 25. Februar nach Wilhelmshaven. Da» I Manöver.Geschwader kommt Anfang März nach Kiel. I BreSlan, 18. Februar. Der Oberpräfident verweigerte I die Genehmigung zu einer Sammlung unter der hiisigen I Studentenschaft zu Gunsten ihrer österreichischen Eom- I Millionen. Frkf. Ztg. Braunschweig, 18. Februar. Der „Braunfchw. LandeSztg." I zufolge ist dem Landtage eine Vorlage zugegaugev, worin I 780000 Mk. für Arbeiterfamtlienwohnungeu auf I den Domänen gefordert werden. Hamburg, 18. Februar. Dte Altonaer Schlächter- Innung richtete eine Petition an den Bundesrath und den I Reichskanzler, in der fie auf Grund der gemachten Erfahr- ungen darum ersucht, weitere Maßregeln behufs Verschärfung de» Einfuhrverbot» von lebendem Schlachtvieh zu verhindern. Frkf. Ztg. Bochum, 17. Februar. Die Zeche Carolinenglück liegt 20 Minuten von Bochum bet Hamme. Die Erschüt- terung der Explosion der schlagenden Wetter war so heftig, daß die Häuser in der Nachbarschaft wankten. Eine gewaltige Rauchsäule stieg alsbald auö dem Schacht empor. Unter Leitung dr« Obersteigers Koch wurden die RrltungS- I arbeiten bald begonnen. Dte Bergleute der genannten sowie I der benachbarten Zechen eilten zur Hülseletstung herbei. Aber dte Arbeit wurde durch den giftigen Schwaden und weil dte vierte und fünfte Sohle in Flammen stand, sehr schwierig. RachmitragS gegen 5 Uhr betrug die Zahl der heraufge- brach:en Todten 58, eine Stunde später 63. Etwa dreißig I Bergleute befanden sich um diese Zeit noch in der Grube, I die leider nahezu mit Sicherheit al« tobt gelten müssen, so- I daß die Zahl der Getödteten an 100 betragen dürfte. Die I Acrzte Dr. Schmitz au« Hamme, Medicivalrath und Kreis- phhflcur Dr. Tenholt und Professor Dr. Löbker au» Bochum, der Leiter des Bergmannsheil waren alsbald zur Stelle. Außerdem waren auf der Unglücksstätte: Landrath Spude, I Staatsanwalt Gerbaulet, Amtmann Höltje, unter Andern dte I Gkistitchkett beider Coufesfiourn und eine Anzahl barmherziger Schwestern. Im BergmaonShetm find 29 Verletzte, von denen bereits mehrere gestorben find, unterzebracht. Dem katholischen und evangelischen Krankenhause find ebenfalls eine Anzahl verletzter überwiesen. Die Leichen, welche in einem Schuppen auf Stroh aufgebahrt wurden, find meist zur Unkenntlichkeit verstümmelt oder verbrannt, von der Rettungsmannschaft find mehrere, darunter Obersteiger Klee- ' Cocalet un- provinjicUe». Sieben, den 19. Februar 1898. * Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgft geruht, am 7. Februar der Gemeindehebawme Margarethe Gräf in Alb,g die Silberne Medaille des LudewigS-Orden« zu verleihen. • • Parlamentarisches. Die Einwohner der Gemeinde Bellersheim haben bei der Zweiten Sammer die Um- Snderung der Benennung der Station .Obbornhofen-BellerS» heim- in „Beller-Heim-Obbornhofen" beantragt. Sie weisen dabei besonders auf den Umstand hin, daß dte Statton auf BellerSheimer Gemarkung und auch näher am Orte liegt al« Obbornhofen, ferner auf den größeren Per- fönen- und Güterverkehr au« Bellersheim. Ctadtthrater. Auf die Montag den 21. er. statt- findende Aufführung von Roderich Beuebix vieracttgem Lustspiel „Da» bemooste Haupt" zum Benefiz de» Regisseur» Herrn Georg Frttzschler sei hiermit nochmal» aufmerksam gemacht. e* Vorträge von Professor Dr. Sauer. Der fünfte und letzte, Mittwoch den 23. Februar statifindende Vortrag soll die Entwickelung griechischer Cultur und Kunst von der mykenischen bi» zur römischen Epoche noch einmal im Zu- sammendang schildern, indem er die Wandlungen Athen» und seiner Akropolt« an der Hand der so überaus reichen neue« en Funde erläutert. Der Haus- und Grundbrsitzervereiu deabfichttgt, wie wir hören, in nächster Zett eine Generalversammlung obzu- halteu, in welcher die seither gilttgtn Statuten einer Ab- änberung unterzogen werden tollen und woselbst u. A. der Beitritt de« Verein» zu dem „Centralverband der städtischen Hau»- und Grundbefitzer Deutschland»" berathen werden wird. Die Versammlung findet vorauSfichtlich Ende nächster Woche statt. ’* Der Parteitag de» Vezirkßverbaade» der freisinnige« BolkSpartei für Oberhesseu findet, wie bereit» berichtet, am Sonntag den 27. Februar 1898 im Saa'e des Turnverein» zu Schotten statt. Die Versammlung der Vertrauensmänner beginnt um 10»/, Uhr vormittag» mit folgender Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht de» Vorstände«. 2. Berichterstattung au« den drei oberhesfischen Wahlkreisen und Nominirung der Candidaten. 3. Wahl de» Vorstände» pro 1898. 4. Abänderung be» Statut» zu I. 5. Be- fp"Äung politischer TageSfragen nnb Parteiangelegenhetien. — Zu der uw 3 Uhr Nachmittag« stattfiadeuden öffentlichen Versammlung im Saale deS Turnverein», in welcher Hrrr Reich«tag»abgeordneter Dr. Müller-Sagan sprechen wird, hat jeder ReichstagSwähler Zutritt. • • Die Bavk für Eüddeutfchland setzte gestern den WechieldiScont auf 3 pEt., den Zinsfuß für Lombarddarlehen auf 3Vt und 4 pCt. herab. • • Befihwechfel. Da« dem Herrn Loui« Frobnbänser, MäuSburg, gehörige Hau» ging zum Preise von 66,500 Mk. in Besitz bt» Herrn Heinrich Noll, Schreibmaterialien- haublung, und da« Herrn I. Abraham, Schulstroß- 9, gehörige HauS, zum Preise von 23,000 Mk. in den Besitz be» Herrn Louis Frohohäuser über. | mann von Zeche Hanvibal, der zur Hülfeleistnng erschiene» t war, mehr oder weniger schwer verletzt. Oberbergrath v. Sodbe fuhr wiederholt mit ein. Dte Zerstörung der Strecken soll eine bedeutende sein, viele Gänge find voll- I ständig verschüttet. Auch sämmtliche Pferde, die in der Grube । waren, sind erstickt ober verbrannt. Ueber bie Ursachen be» Unglücks erfährt man schwerlich etwa» Genaue«, ba Diejenigen, welche Aufschluß geben könnten, getvdtet find. „Carolirren- glück" war in Bergarbeiterkreisen als Wetterlvch bekannt. Man ist beShalb vielfach ber Ansicht, bie Wetterführung habe plötzlich versagt. Da« Unglück ereignete fich kurz nach dem Schichtwechsel. Die RettungSarbeiten wurden mit Todesverachtung unternommen und auch in der verflossenen Nacht, obschon fast au«ficht»lo«, fortgesetzt. AusU»»-. Wien. 18. Februar. Nach der „N. Fr. Pr." fand zwischen dem Prinzen Philipp von Soburg, Over- lieutenant be« 13. Ulanenregiments, und Geza u. Mattachich- Keglevich ein Duell unter besonder» schweren Beding- [ ungen statt, zuerst auf Pistolen, dann mit Säbeln. Der i Rompf endete mit der Verwundung de» Prinzen von Coburg am rechten Arm. Die Verwundung ist nicht unerheblich. Wien, 18. Februar. In der Augnstinerkkrche wurde heute anläßlich de» Jahrestage» de» Tode» be» Erzherzog» Albrecht ein feierliche« Requiem abgehalten. Der beutsche Militärattache G>as Moltke legte im Namen he» Grenadier Regiment« König Friebrich Wilhelm I einen prachtvollen Kranz in ber Kapuzinergruft nieber. Budapest. 18. Februar. Au» dem Szabolser und Zem- pliuer Comitate laufen über die Bauernbewegung beruhigende Nachrichten ein, sodaß die Verhängung deS Stand- rechte» überflüsfig werden dürfte. Pari», 18. Februar. Während ber Unterbrechung ber Sitzung im Zola-Pr oce ß faub in ber Galerie Harletz fünf Minten lang eine große Kunbgebung zu Ehren Pell'eux statt. Eine Menge von Abvocaten unb anderen Personetr umringte den General und tief begeistert: „Es lebe die Armee!" Pellievx, sehr bewegt, antwortete auf die Kund- gebung: „Ich kann nur entgegnen mit dem Rufe: E» lrbe Frankreich!" Ein Individuum, da» rief: „Es lebe Zola!* wurde mißhandelt und gezwungen, sich in den Zeugensaal zurückzuziehen. Ein weiterer Zwischenfall ereignete fich zwischet, einem Polizeicommiffär und dem Herzog von Montebello, ber rief: „E« lebe bie Armee!" Der Commiffär sagte ihm, er möge gehen unb draußen manifestiren, worauf der Herzog entgegnete: Niemand wird mich daran hindern, meiner Erregung und Entrüstung Ausdruck zu geben, wie ich e» für gut halte. len L'hrero 6 k»®w' M tetfae®100* hei- üb" Fl Mi W ttbl (Mitt'” üiiiriie®' d« • «M »M>, t"'" (tfiibuog 1 [fichih «1,e litt “ jibeng bo-t" „hl bia Stl tf ist ein rin ■eter dicker F »ird. «ine» ngr eilt 8ier 14 tagen wir fUbang vor 8 • »itllij Ittt der Sch Jbwenl Dank legte bereit» < • Treibe ßotort ©o^'l erbängie f Hwfta Aletzeni in moosie ha» X*»M gtbruar: reibt foüUtnbtt mit 6ilfabtl6! Mrttblltiler I vilhümiue Ra Februar: 10 Dem Bersi DtglShner Ron 11. Dem Clfal -eimiL Al ach 86r dnt Tacht rint lochin. Februar: 12. ZohanntS 64IIU, 30 Jab «briftmann, 40 Wippstein. 1 »n Äaffa.g, J* - Waaren 31 - Snoenta 4‘ -/ Debitort Die Es ein] M ^gestern Vaudlvirl ei 'ein, Erletzs. J Nd», i|e8.; M den. •Sri|( ula'i®mi ^tnQtltj kUr*attn b(6 !>« ta'.“ le Ju., ^«oliatn, e«t *ag habe \**V?I* »°; «£** 'M|i h%6 i*' vi>rr. nbtii L?tla^^ • Ä.*S .» « " vSd^. HÄ rrrs-r L i $.«« Z !B Moll« Dnb a(ln, ^b-degna^e. w^angung drs ZtM. d» U°tnbrkchu°8 btr .to ttT Valerie Hnlrtz E« z° M2 °°dnro Ptrsearir *: lebt ble Ton°t N bit fonb, " bt® Nt: Hl I-bt rilf: -r< lebe Bolar la bin ßtugtiM ‘a «rlMr Hd) zwischn i°8 fon fDlonttbtllo, brr JfflBlfiaT jagte th«, tr ’S/ worauf der hnzoz “ htvberv, mtintr @r« i Beben, nie ich et für oinzieüe». s. Mm 1898. tiniglity Wett -er icruht, am 7. Februar t 8xM ml za talttytn. woho» her Geweihe tuen Äammer bie U®< ,Obiomhafui'Selleil' impfen* beaatropt. lloßanb hi», bah bie !g unb and) näher o« auf ben höheren Pir» hei». Dtag ben 21 cr. flaib raetij nieiaetipt» Lust» , veneßz bet S*il iü nachmalt anfffltrfia» ►oet. ©er fünfte nnb wfiabeo-e Soma- lol mit Konst von Ht . noch einmal Iffl Bu' Janblunoea Srhevs nnb ibtiau» reichen neuem» lttäi Ä vie BtjainerMaüwe in Statuten einer« ' EBb ei'M “• ’■(l -m* -ttothea merken e,wtt S->- E" .0,-1 w-Ii, « LV» t»'=wlto‘ ^n, >tt Strtroueu«' -s:«- it-lvt« J“ Lenkten. ,r= 500* : i »»«‘»"Lj,«» Ät t« w 8,W •• Die Laudwehrleute zweiten Aufgebot«, welche in diesem Jahre da» 39. Lebensjahr vollenden oder 1879 in den «ten Militärdienst eingetreten find, werden am 31. März bf». IS. zum Landsturm zweiten Aufgebot» übergeführt, sofern nicht ihre Zurückversetzung in eine jüngere JahreSklaffe verfügt ist. •• Der hefstfche LaudeSlehrerverein hält am 13 April in der WirthschaftShalle auf der Lau de» kröne bet Oppenheim feine diesjährige Vertreter« Bersamm- lang ab. Die Hauptversammlung des Vereins findet am Tage darauf in demfelbeo Locale statt. In der Hauptversammlung wird Herr Lehrer Roth mann auS Bechtolsheim über Friedrich F'öbel, sowie Herr Oberlehrer Backes von Alzey über die Schäden der gewerblichen und landwirth- schaitlichen Kinderarbeit für die Jugenderziehung refertren. Unter dem Borfitz des Herrn KreiSrath Bichmano hat fich ein Festausschuß gebildet, der au» den Herren Bürgermeister Koch, Beigeordneter Notar Hubert, Beigeordneter Schmitt, Realschuldtrector Dr. Schneider, KreiSschuliospector Müller, den L'hrern der Stadt, sowie mehreren Bürgern besteht. V«k«8ß6htcWo * Göttingen, 15. Februar. Ja der Stadt curfirt daS Gerücht, Herrn Prof. Nernst sei seine neue Glüh licht- erfiudung um füaf Millionen von Siemens u. Halske abgekauft worden. Die Angelegenheit ist aber noch nicht so wett. Die Unterhandlungen schweben noch. Da die Erfindung bereit» auf dem Patentamt angemeldet ist, darf man Wohl den Schleier von dem neuen Glühkörper etwa» lüften. E» ist ein etwa drei Centimeter langer und ein halb Eenti- «eter dicker Faden, der an der Luft zum Glühen gebracht wird. Eine» Vacuum» bedarf er nicht. Da» Licht braucht nur ein Viertel der bisherigen Kraft und Kosten. In 14 Tagen wird Prof. Nernst einen Vortrag über seine Erfindung vor Fachleuten in Berlin halten. * Göttingen, 18. Februar. Heute Nachmittag ermordete der Schloff-r Ftnsterbusch ein reiche-, altes Fraulein NamenS Dankwart». Der Mörder wurde verhaftet und legte bereits ein Geständntß ab. • Dresden, 18. Februar. Die Plätterin Puste im Borort Go^l'S ermordete ihren zehnjährigen Knaben und erhängte fich. Eingesandt. Sieb»«, 19. Februar 1898. Anfrage. Welche Rolle hat denn der älteste Student Gießens in Herrn Georg Fritzschlers Benefizstück „Das bemooste Haupt" übernommen? Unus pro multis. rUtszng ans den der et*bt Gtetze». flofatktfti. Februar: 12. Franz Renk, Restaurateur zu Gießen, mit Margarethe Hüttenberger Hierselbst. 15 Jacob Loh, Knecht zu Hardthof, mit Elisabeth Leib zu Gleiberg. 15. Adolf Traugott Heinrich Braun, Betriebsleiter bet der Gießener Omnibus-Gesellschaft dahier, mit Wilhelmine Karoline Hedwig Jughard Hierselbst. flMinrttM. Februar: 6. Dem Asphalttrer Caspar Lenz eine Tochter, Anna. 10. Dem Verstcherungs-Jnspector Heinrich Kölh ein Sohn. 11. Dem Taglöhner Konrad Wilhelm Port eine Tochter, Helene Wilhelmine. 11. Dem Offizier Rudolf Busse ein Sohn. 11. Dem HilsSwärter Heinrich 911 ad» eine Tochter, Karoline. 12. Dem Kaufmann Liebmann Bär eine Tochter, Lina. 14. Dem Hausdurschen Conrad Wenzel eine Tochter. Februar: 11. Johann Meißner, 56 Jahre alt, Kutscher dahier. 12. Johannes Rau, 56 Jahre alt. Invalide dahier. 13. Anna Schlitt, 30 Jahre alt, von Nieder-Tiefenbach. 15. Luise Lehr, geb. Christmann, 40 Jabre alt, Wtttwe von Bergmann Philipp Lehr zu Philippstetn. 16. Margarethe Führer, 5 Jahre alt, Tochter von Wagnermeister August Führer dahier. 17. Wilhelmine Helme Beil, 25 Jahre alt, ohne Geschäft dahier. 17. Johann, genannt Peter Diehl, 59Va Jahre alt, Landwirtb von Oberndorf bet Braunfels. 17 Friedrich Schäfer, 64 Jahre alt, Maulwurfssänger von Lausdorf, Kreis Wetzlar. 18. Heinrich Jacob Fitzler, 76 Jahre alt, König!. Preuß. Kanzleiraih dahier. Auszug aus den Airchendüchern der Stadt Sieben. Evangelische Gemeinde. MittbäuSgemeinde. Den 13. Februar. Dem Taglöhner Johann Friedrich Rill ein Sohn, Johann Friedrich, geboren den 18. Januar. MarkuSgemeind«. Den 15. Februar. Dem Schneider Ludwig Hormann ein Sohn, Richard Karl, geboren den 1. Februar. Lukasgemernde. Den 13. Februar. Dem Architect Hans Meyer eine Tochter, Else Käthe Julie, geboren den 16. Januar. Johannesgemeinde. Den 13. Februar. Dem Posthifsboten Friedrich Hermann Jlgner ein Sohn, Richard Christian Paul Otto, geboren den 20. December. Denselben. Dem Arbeiter Gilbert Neun ein Sohn, Otto Hermann Ludwig Andreas, geboren den 12. December. Den 16. Februar. Ein unehelicher Sohn, Carl, geboren den 4. Februar. Milttärgemeinde. Den 13 Februar. Dem Sergeant Heinrich Peter Kaiser eine Tochter, Clotilde Minna Mathilde Elise Anna, geboren den 8. Januar. BMtMgte. Matthäusgemetnde. Den 13. Februar. Johannes Meißner, Diener, verheirathet, 56 Jahre alt, starb den 11. Februar. Den 15. Februar. Johannes Rau, Heizer, verheirathet, 56 Jahre alt, starb den 12. Februar. Brodpreise vom 20. Februaur bis 6. März 1898. Der hieflgen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......29 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......58 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......27 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank . 26 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......54 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 52 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......25 1 ,, (2 „ ) „ bei Heinrich Plank . 24 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....60 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......75 Der au»wärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden 23 W. Weitzel von Lang-Göns 25 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Ve'te v. Kirch-Göns 46 L. Steinmüller, Gr.-Linden 46 W. Weitzel von Lang-Göns 50 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod beiJoh. Kd. Belte o. Ktrch-GönS 42 L. Stetnmüller, Gr.-Linden 44 W. Stetnmüller v. L.-G3nS, 44 W. Weitzel von Lang-GönS 46 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Ernst Christ von Wiefeck 70 Der vrodverkürrfer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 19. Februar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: R o.t h. Pfg. n • w n w w H • Pfg. n w I, H ff W » w II VerSehr, Ctrnfc* und VoUswirthschaff Gieße«, 19. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigm Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0 95, Hübnertter pr. 6L 0-0 *2 St. 13-154, Enteneier 1 St. 0-00 4, Gänse eter pr. St. 00—00 4, Käse pr. St.4 -9 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Paa X 1,00 bis 0,00, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stür. X 0,60—1,00, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfurü •* aOO-O,OO, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bis 76 4, Schweine, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 4, Kalbfleisch pr Pfd. 60-64 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6, 0 bit 7.00 X, Weißkraut pr. Stück 0 00 4, Zwiebeln pr. kentert 7,00—8,00 X, DtUL pr. Liter 16 4. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 19. Februar. Auf die Auslösung deS Reichstages wird, wie die „Volktztg." hört, in Rrgierurrftskrerseu mit einiger Bestimmtheit gerechnet, da die Schwankung bt& CeotrumS in der Marinefrage dazu den Anlaß gebe. Man nimmt an, daß sich baß Eentrum, obgleich eS an sich N chtS gegen die Höhe der Marineforderungen einzuwenden hat, doch gegen daS Geptennat erklären werde. Die Regierung will aber in diesem Punkce nicht nachgeben und so würde die Wahlcampagne nach Auflösung deS Reichstags unter d r Devise der Flotten-Bermehrung eröffnet werdet?. Um das letzte Drittel deS März glaubt man ever.t. die Entscheidung fallen zu sehen. ÄlS AuflösungStag würde fich sogar, so sagt man weiter, der 22. März empfehlen, da man alsdann im Wahlkampfe die Manen drs verstorbenen Kaiser» Wilhelm I. avfrufen könnte. Auch die Gerüchte von einer Auflösung de» preußischen Abgeordnetenhauses und die Vornahme von Neuwahlen vor den Reichstagswahlen erhalten fich in parlamentarischen Kreisen. Hamburg, 19. Februar. Bor dem Schöffengericht findet heute der Proceh BrunS gegen die ^Hamburger Nachrichten" in Sachen de» Grafen Rantzau statt. Bochum, 19. Februar. Die Gesammtzahl der bei dem Grubenunglück nmS Leben gekommenen beträgt 120. Hiervon befinden fich noch 5 im Schacht. Pari», 19. Februar. „Echo de Pari»" sagt, daß die Errichtung de» 20 und 21. Armeecorp» im Osten am nächsten Montag erfolgen soll. Pari», 19. Februar. Man glaubt, daß am Montag da» Urtheil tm Prozeß Zola gesprochen werden wird. Pari», 19. Februar. Nach Schluß der gestrigen Sitzung kam es auf der Straße zu lebhaften Kundgebungen. General Pellieux wurde stürmisch begrüßt und dem Major Esterhazy eine großartige Ovation bereitet. Diejenigen, welche den EmbufiaSmus nicht theilten, wurden geprügelt, und unter dem Rufe: „In» Waffer" verfolgt. Unter Hochrufen wurde Esterhazy zu seinem Wagen geleitet. Eia alter Capitän küßte ihn auf beide Wangen. Aehnltche Huldigungen wurden den anderen Offizieren gebracht, die al» Erwiderung ihre Käpi» schwenkten. General Pellieux weinte vor Rührung. Wer auf die Hochrufe mit Gegenrufen antwortete, wurde von der Menge Übel zugerichtet. f. Ein Urtheil von vielen Tausenden ähnlich rtltagenben: 805 I „Ihre Adlerpfeifen sind das Vorzüglichste, was mir " je vorgekommen, obgleich ich wobt alle erdenklichen Patent- und sogenannten Gefundheitspfeifen regelrecht g durchprobirt habe. Senden Sie wieder 6 Stück. von Schirach, Major a. D., Lübeck 10. 12. 97." Mod. in. Mod. ii. Lange Weichsel, echt, Mk- 4.70, halblang Mk. 4.2t, kurz Mk 2.40, grüne Zagdpfetfe Mk. 2.55, lange Ahorn Mk. 3.2t Ufa»., weit gebohrt, mit Abguß (Waffersack) Mod. II ob. III (beibc gleich gut) und biegsamen Aluminiumschlauch. D. R.-G.-M. u. P. Mn Reustlberdeckel 25 Pfg. mehr. 6 Stück franco, 12 Stück 10 pCt. extra. Tabak, ff., leicht und mild, Mk. 0.80 bis Mk. 3 pr. 12 Kg. Versandt birect an Jedermann. Nachnahme. Prospekte umsonst. <5tifleit »mmme &rk gebauter Tellerwärmeschrank ist billig zu verkaufen. Wo? sagt bie Expedition d. Bl. 1795 Gebrachte Nähmaschine billig zu verkaufen 860 H Kraft Mechaniker, Neuenweg 46. t W83| Eine fast noch neue «arten- ! 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K Tatz Tuch Versandhaus Conrad * Kemberg in Coitb«A hat der heutigen Nummer dieser Zcitung ferne Pretsltfte und Beftelllarte wieder beigefügt, und weist durch eine Menge von abgedruckten Zeugnissen nach, daß seine Zulagen allgemein befriedigt haben. Jedenfalls eine ganz erhebliche Erspamiß beim Tuch Einkauf. 1768 Kleinkinder Bcwahranstalt. Von der nächsten Woche an sollen die Beiträge für unsere Anstalt Ür das i. Vierteljahr 1898 erhoben werden durch unsere Anstaltsdienerrn klise Werner, die allein zur Erhebung berechtigt ist. Mit diesem Beitrag kann nach Belieben der freundlichen Geber zugleich der Gesammt- Jahresbeitrag gespend t werden. Indem wir dies den Woh thätern und Freunden unserer Anstalt mittheilen, richten wir an dieselben die steundliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freundliche Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben ür etwa 220 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, den 19. Februar 1898. Der Vorstand der Kleinkinder Vewahrauftalt. Dr Naumann, Pfarrer. Wer billig bauen will wende sich vom Montag an nach dem Wiener Hof, dort kommen billige «nd gute Baumaterialien zum Giessener Stadttheater SRotriag, 21. Aebruar 1898 Zllm Kkllkßi für dkll Regjffeur Herm Georg Zritzfchter Dis ticniooftc Haupt Bilder auS dem Studentenleben in 4 Act. non Mod-»ickr Ve^edix Feuerversicherung Eine alte syeuer Bersicheruugs Se. sellschaft sucht tüchtige Vertreter gegen hohe Bezüge. ®cfl Offenen unter H. 62127 an Haasensteln & Vogler, A.-6, Frankfurt a. M. 17 7ö 1823) Eine Wohnung von 4 bis 5 Zimmern mit allem Zubehör und Bleichplatz, in schönster Lage, per Mitte April oder 1. Mai zu oermiethen. Näheres in der Expedition d. Bl- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme anläßlich des Hinscheidens unseres lieben Töchterchens und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagt aufrichtigen Dank Steins Garten (Saalbau) Sonntag den 20. Februar: Bibliotheken und einzelne gute Bücher werden stets zu guten Preisen 182*| 4 Zimmer, Küche an ruh. Familie per 1 April Näheres Hamu»siratze 14. welche drn modernen An» I sprachen in ihrem Fache ■ hiastchtlich Anfertigung I tadellos fitzender, erst. W Nasiiger KleidungSftlllke genügen wollen, erreichen diese? Ziel am sichersten durch eine Ausbildung ander seit 20 Jahren bewährten Sadd.BeklcidiingK-AkademieStnttgirt welche Fachzeitschriften und Lehrbücher zum Selbstunterricht abgibt u. Prosp. versendet. W Restauration zur Hammstadt 7 Hammetrawe 7, nächst den» Bieber tdalbodubof.1807 Modell 1898. Außer den seitherigen weltberühmten prima prima erstklassigen stlahrräder« führe nun auch eine billige Marke, welche ich schon ä Mk. 125.— neu und complett verkaufe. 1804 30F Bitte um Besichtigung meine? großen Lager». Alahrenlerne« bei mir spielend leicht! Joh. Fr. Schaaf, Wehllkmlrgtzt 44. Todes-Anzeige. Heute Früh entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unser Innigfi geliebter Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Kinkel, (Haftwirth, was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme mittheilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 19. Februar 1898. Bekanntmachung. Der Entwu f des Voranschlag- der Stadt Gießen für 1898/99 ammt den Voranschlägen des Stadterweiterungsfonds, der Armenkasse und des Gas und Wasserwerk» für dieselbe Z'it Ire en in Gemäßheit des Art. 83 der Städteotdnuna während acht Tagen auf dem Bureau der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. i5, zur E nsicht der Betheiligten offen. Gießen, den 18. Februar 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Siebaction: 0. Echeyda. — Druck und Berlag der Brühl'fchen UniverfitätS-Buch» und Stemdruckerei (Pietsch &. Scheyda) in Vießen. pie heutige Plummer umfaßt 14 Seite« Capelle des 2. Großh. Keff. Illf -Negiments Ar. 116, l cher Wilhelm unter persönl'cher Leitung des Grotzh. Musikdirectors Herrn C. Krauße. Äpielplattt 1) Obersteiger. Marsch Zeller 2) Ouoert. Raymond. Thomas. 3) Corfo-Quadrille. Äraufce 4) Ein Abend in Toledo. Serenade u Spanischer Tanz lnru). Schmeling- b) Blühe deutsches Vaterland! Patr. Fest-Ouvert EbrichS. 6) Die Teuf clszunge Tromp «Solo- Schmidt. 7) Ich bin ein Sind vom Rhein. Walzer. Zeller 8) Potp. auS GounodS „ftauft*. Diethe. 9) Ouoert. z. Fr, Schubert. Suppe. 10) La Czarinel Mzka- (Manne. 11) Berliner Plaudereien. f Wintergarten» klänge) Potp. (neu). Karsten. 12) Fiauenkalender. Galopp. Fastnacht Dienstag den 22. Februar 1898, Abends 7 Uhr 59 Minuten: Zweiter großer Waskenöalf der Gießener Floresei in Steins Saalbau. TBC Die Ballmufik wird von der Capelle des Infanterie-Regiments ^Kaiser Wilhelm" ausgeführt. Brotzartige U berraschungen find vorgesehen Prämiirung der schönsten Dame«- ««d Herren»«aSke. (Sinnig des jlrinnn Ornml unter großart. bengalischrr sielrichinng Eintrittskarten im Vorverkauf bei den Herren Becht, Brand- gaffe, Wirth Arnold, Schlplavaß, Friseur Rottmann. Bahnhofstraße, Fri eur Stier, Schulftraße, Frisur Rühl, Marktstraße, Friseur Wahl, Neustadt, Handfch bfabrikant Wtrsio, SelterSweg, Friseur Aff, Nevenbäue, Friseur Rüger, Wallthoistr ße. Behördlich eAnze^ger^j j Bcrg bung von Sauarbeiten. Folgende Arbeiten für den Neubau des physikalisch »chemischen Instituts zu Gießen sollen looSwetse orer zusammen öffentlich vergeben werden: 1. Lchreiuerarbeit. Loos 1. 725 qm Buchenrümen in Asphalt und auf Blindboden ic. Loos 2. 148 eicheneTrittstufenund Treppensockel, 32 tannene Thüren. 7 äußere eichene Thüren, GlaS- abfchlüsse. Verschlüge, 84 qm pitch-pine Riemen rc. Loos 3. 3 äußere eichene Thüren, 24tanneneThüren, GlaSabschlüsse, tannene Holzdecke, Aoortverschläg , Fußsockel rc. Loos 4. 24 tanneneThüren, GlaSabschlüsse, Verschlüge, 24 qm Wandvertäfelung, 58 qm Blind» boden, Fußsockel rc. Loos 5. 510 qm piteü-piue Fuß-! höben, 107 qm gewöhnliche Fuß böden, Fußsockel, 26 tannene Thüren, GlaSabschlüsse, 2 äußere eichene Thüren, Verschlüge, Unter zugSverkleidungen rc. 2. Glaserarbeit. Loos 1. 134 qm äußere und innere, I eichene, bezw. kieferne Fenster. Verglasungen rc. Loos 2. 326 qm äußere und innere, eichene, bezw. kieferne Fenster, Verglasungen rc. Loos 3. 276 qm äußere und innere, I eichene, bezw. kieferne Fenster, Verglasungen re. Loos 4. 471 qm äußere, eichene Fenster, Verglasungen rc. Angebotsunterlagen können von Mittwoch den 23. d. MtS. ab bei uns eingesehen und Angebotsformu- lare (keine Zeichnungen) zum Selbst» koftenpreis bezogen werden. Bezüglich der Bedingungen für Bewerbung um diese Arbeiten und ihre Ausführung wird auf dm Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen. Angebote find bis Dienstag den 13. März d. Js., Vormittags 10 Uhr, dem Eröffnungstermine, ver» siegelt mit entsprechender Aufschrift ftar.co einzusenden. Zuschlag-frift 3 Wochen. Gießen, den 18. Februar 1898. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten, Gießen. J.V.: Becker. 1773 Ebenso werden Lumpen und Ä«od)t» auf Verlangen jederzeit abgeholt durch Louis Rothenberger Wwe. Der Kaufmännische Verein in Frankfurt (Main) empfiehlt Wirthschafts-Uebernahme. Einem geehrten Publikum von G.ießen und Umgegend zur gesi. Nachricht, daß rch vo r H ute ab die Wirlhschaft Zum mwn Schichknhuf Grünbcrgerftraße 32, käuflich übernommen habe und lade zum Besuche freundlichst ein. Hochachtungsvoll Heinrich Weller. NB. Ein Vereiuslocal mit Claoier ist zu vergeben, ebenso eine offener Stellen seine für Mitglieder und Geschäftsinhaber kostenfreie Vermittlung. (Zweiwöchentl. Stellen Verzeichnisse an Mitglieder laut Prospect) 151o] @tne Wiese (1963 qm) im Hreg- ftraueb, Gemarkung Gießen (Schiffen- berger Cbauffee), eine Wiese (2669 qm) in den Och enwiesen, Gemarkung Wi scck, sollen auf 6 Jahre verpachtet werden, unter günstigen Bedingungen. NLH-reS »irchsiratze IS, U._______ 161o) Kleine ßanbfeilerct nimmt noch eine gute Ladenkundfchaft an für Wasch» seile Acker leine« und Packtordel. Billige Preise. Näheres in der Ervedition b. Bl Großer Ausverkauf wegen Berkaus des Hauses. 1825 S. Abraham, Schulllraße 9. Ein orbtnllidjtr Zunge von 16 bi» 18 Jahren alb zweiter Haubbvrswe für leichte Arbeit ges. 1679 Conditorei He ller. 1801 ] Mädchen erhalten noch gute St llen in bessere Häuser auf 1- März Frau Seybicke, Babnhofftr. 43. 1800) Mädchen aus anständige Familien, welche das Kleidermachen gründlich erlernen wollen, werden an genommen bei «eschw. 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