®Otoy verßeheiL i» hutzmarke kostenfrij. fctataSS’fh* ÄftaEP ft £*28? UkM |0L kbruar d. I., Wr, (Caf^ Leib): otzer skM cker aurgeführt. Geheuer Capaose»- ieu anb der Ehre«, ajor Esterhazy mit eführt von der Ca> lisch« Veleochtullg. 'euerals WawWai Tevfelsmsel. Zu» iatdtt an btt faflt: jrotrlouj: fcectalaxtei .trttMg 46; C. MSsn, Hader, Seltersroeg 16; ; 8 Kretzs-mar, Warft« Neustadt 33; H. M, lllthor; Richard Loeiven- Heiterkeit m beim Friseur Max 0 Psg. für eine Herren- 139T für den Fond zur Er« ^ien an die Oberfechterei Der Vorstand. 'on 20JL- ng: en 20. F-br°«' !i-nI-° 5 *»• T;, el. nffUi Dechen. Herrenk«ten Hnrenkarien . jer 8«^— cift' Z«'4* Nr. 43 Drittes Blatt. Sonntag den 20. Februar 1898 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamlkkenvtätter werden dem Anzeiger wSchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Asnts- und Anzeigeblsrtt fLv den TLveis Gieszen. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Fernsprecher Nr. 51. AnrtLichsv Ther!. Nr. 5 bei Reichl Gesetzblatt!, anSgegeben den 15. d. M., enthält: (Nr. 2445). Bekanntmachung, betreffend eine Abände« rung bei Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, weiche rtner besonderen Genehmigung bebihftn. Vom 9. Februar 1898. Gießen, den 18. Februar 1898 Großherzoglickes KreiSamt Gießen. v. Gayern. Bekanntmachung. Wir bringen zur ollpemeruen Kenntniß, daß der Avs- trieb von Vieh zu den am 22. und 23 l. Mrs. fiattfindenden Märkten nicht vor 7 Uhr Vormittags erfolgen darf. B I zu dieser Zeit ist auch dal Aufstellen v « Vieh in den nach dem Marktplätze sühreuden Straßen verboten Zuwiderhandlungen werden unaachstchtlich zur Blftrafuug angezetgt. Gießen, den 18. Februar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Politische Wochenschau. Neuerdings find wieder Melsungen tm Umlauf, als hätte die Regierung die Abficht, den Reichstag und den preußischen Landtag recht bald zu schließ?«. Bekannt ist ja, daß eine lange Session nicht geplant war, und daß man den Parlamrnteu tu diesem lttz en Tagunglabschnitt nur die aller- norhwendigsten Vorlagen zugehen lassen wollte. Aber ei war doch ein ziemlich umfangreicher ArbettSstr-ff zusamwengekommeu, der fich durch die auS dem Hause eiugrbrachten Initiativ« anträge noch beträchtlich vermehrt hat. — Die Flottenoorlage scheint nun doch nicht einen so glatten Verlauf zu nehmen, wie man ursprünglich und insbesondere noch der ersten Lesung im Plenum glauben durste - innerhalb drS Centrums machen fich mehr und mehr Stimmen gelteod, welche der Regierung!- forderung widerstreben, Wenigstens sind darüber jetzt Meldungen verbreitet, die aber auf ihre Richtigkeit nicht ge- prüft werden können,- man thut deßhalb gut, daran noch keine Schlüffe zu knüpfen. Gleich zu Beginn der obgefaufinen Woche wurde bekanntlich in der ReichShauptfradr die alljährliche General« Versammlung des Bundes der Landwirthe abgehalten. Zu constattren ist, daß der Ton viel gemäßigter war als in den letzten Jahren und daß man anerkannte, was die Regierung bisher für die Londwirthschasr gethan hat. Freilich haben die Agrarier noch so manche Wünsche, von denen es fraglich ist, ob sie alle erfüllt werden, denn die Regierung befindet sich in der üblen Lage, Jedem gerecht werden zu müssen, und daS ist bekanntlich sehr schwer — um so schwerer, all die Interessen von Landwirthschaft und Industrie, welche doch in den künftig abzuschließeudrn Handelsverträgen gewahrt werden tröffen, fich vielfach diametral gegenüberfiehen. Noch immer liegt der Schwerpunkt der parlamentarischrn Arbeiten in den Commissionen. Diejenige del Reichltags zur Borberathung der Mtlitärstrafproceßreform beginnt dem- nächst ihre zweite Lesung, die Budgetcommisfion hat fich in dieser Woche mit dem Militäretat beschäftigt und die Commission zur Berathuvg der Civilprocehordnung ist ebenfalls fleißig bei der Arbeit. Sie hat u. A. den Antrag auf Einführung des Nacheides angenommen und verschiedene Bestimmungen eingefügt, durch welche die Zahl der Erde vermindert wird. Und dal kann man nur gutheißrn, denn je weniger Eide überhaupt geschworen werden, desto weniger Meineide werden geleistet. — Liu Beschluß aus der Commission del preußischen Abgeordnetenhauses für die Privatdozentenvorlage ist noch erwähnenlwrrrh. Bekanntlich steht im Regierungsentwurf all zweite Instanz für dal DiSeipli- narverfahren dal Staatsministerium,- die Commission hat beschlossen, anstart desscn dal Oberverwaltungsgericht zu bestimmen, trotzdem d r RegierungSvertrerer daS für unannehmbar erklärt. Wie erinnerlich, sprachen fich bereits bei der ersten Lesung im Plenum verschiedene Parteien für das OberverwaltungSgericht aus, die fonst dem Gesetze im Princip zustimmten, weshalb man annehmen darf, daß die Regierung im Jutereffe del Zustandekommens der Vorlage bei ihrer Wetgerung nicht beharren wird. Ja unserem Nachbarstaate Oesterreich haben sich die Vtrhältnisse wenig geändert- noch find Hochschulen und Parlament geschlossen. Die Angaben über den Wiederzusammen- tritt del letzteren gehen noch auseinander- jedenfalls thut die Regierung, wie wir das ja schon öfter ausgeführt haben, gut, die Leidenschaften nicht zu früh auseinander platzen zu lafsen. Jenseits der Leitha dauern die Bauernunruhen fort; die ungarische Regierung ist eifrig dabei, festzufiellen, ob mau es thatsächlich mit einer socialistischen Bewegung oder nur mit einer „Hur gerrevolie" zu thun hat. Welches Resums soll man auS den bisherigen Verband- lungen deS Zola-Processel in der abgelaufeven Woche ziehen? Die Sympathien sür die Anhänger einer Revision der DreyfuS-Angelegenheit find jedenfalls nicht geringer geworden. Noch immer tagt der SchwurgerichtShof, aber die lärmenden ©eenen draußen vor dem Justizpalais und drinnen in den Wandelgängen haben längst aufgehört. Der Proceß dauert den Parisern schon zu lange. Jedenfalls hat der Aulgang desselben im Allgemeinen weniger Interesse all die Frage, was die Regierung wohl thun wird, ob sie die DreyfuS« und eventuell die Esterha-h Bache wieder aufnimwl oder nicht. Daß General Prllteux während seiner Aussage am Mittwoch den Krieg an die Wand malte, ist jedenfalls nur auS Verlegenheit geschehen. Im Orient beginnt es wieder zu gähreu, besonders in Albanien- überhaupt treffen aul verschiedenen Gegenden der Türkei bedrohlich klingende Nachrichten ein. Nach Mazedonien ist der bisherige Obercommandireude in Thissalten, General Edhem Pascha, entsandt worden, woraus man schließt, daß dort die Lage recht kritisch ist. Der Sultan kommt aus den Sorgen gar nicht heraus. Prinz Georg von Griechenland hat in seiner Eigenschaft als Candtdat für den kretenfischeu Gouverneurposten bereits einen Nacbfolger erhalten, den der Abwechselung halber diesmal der Sultan präsentirt, also noch viel weniger Aussicht hat, all alle übrigen, den Posten zu erhalten. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 18. Februar. Der Kaiser fuhr heute Mittag unangemeldet und ohne Begleitung bei dem russische« Botschafter vor und hatte mit demselben eine dreioiertel- stündige Conferenz. Berlin, 18. Februar. Dal Abgeordnetenhaus setzte heute die Etatberathung fort und genehmigte den Titel Mintstergehalt del Ministeriums bei Innern. Morgen Wahlprüfung unb Fortsetzung ber Etatberathung. Berlin, 18. Februar. Auf ein am 14. b. Mts. vom Vorstand bei evangelischen Bündel zur Wahrung der deutschen protestantischen Interessen an den Reichskanzler gerichtetes Schreiben, in welchem Beschwerde darüber geführt wird, daß bei der Feier bei Geburtstages bei Kaiser! in Rom vom preußischen Gesanbten ein Toast auf den Papst und den Kaiser, aber nicht ein solcher auf den König Humbert ausgebracht worden sei, ist an den unterzeichneten Grafe« 3 Feuilleton. Mein erster Msskendsll. Eine Fastnachtsgeschichte von Frida Storck. (2. Fortsetzung.) Da zogen köstliche Bänkrlsängerihpen, die Dilettanten des Clubs, in den ©aal. „He, HanSwurst, halte mir die Noten!" rief der in Nankinghoseu, verschadtem Frack und mächiigen Vatermördern steckende Geiger. „Schön. Mein lieber Bruder Schwiilmrr muß aber helfen!" beharrte Vater in Fistelröuen, zerrte Grau in den sich schließenden Kreil ber Musikanten und drückte ihm das eine Ende del NotenhefteS in die Hand. Der Lärm verstummte, die Musiker boten eine künstlerische Leistung. Meine Augen suchten Lilli und den Postillon, sie fehlten im Saale. Ich schlich in den zugigen Flur, wo die Kutscher fich aufgepflanzt hatten, um gelegentlich etwas von dem Zauber zu erspähen Ich eilte in die Garderobe, sie war leer. Aul dem durch eine Thür getrennten Neben- raume, einem Fremdenzimmer, drangen flüsternde Stimmen, Lilli! und die erregte eine! Manuel. Plötzlich klang vom Flur her der dröhnende Baß bei alten Müller. „So, also hier herauf ist sie gegangen? Na, werd fie schon finden." Jäher Schreck f faßte wich, ber Alte durfte Lilli nicht mit dem Fremden finden. Ich flog zum Eingänge und prallte auf den verblüfft zurückwetchenden Alten. ,CtHi ist hier, wir nähen etwa!," sagte ich hastig. „Hier haben Herren keinen Zutritt, gehen Sie nur, wir kommen bald/' „So? Na, dann wollen wir auf sie warten, fie soll sich sputen." Richtig pendelte er nun draußen hin und her. Zeit j» zum Nachdenken blieb mir nicht. Ich schob leise den Riegel vor, bann zwängte ich dal kle.nr Spind, dal die Thür verdeckte, bei Seite und dal Schloß gab meinem Druck nach. Inmitten bei dürftig mödlirten Raume! stand Lilli. Der Postillon hatte ben Arm um ihre zierliche Gestalt ge legt, ihr Köpfchen ruhte an seiner Brust, Er war unmalkirt. Sein schönes männliche! Gesicht neigte fich zu ihr. Sie weinte leise. Ich flog zu ihr und berührte ihren Arm. „Kommen Sie schnell! Ihr O^kel rennt wie ein an- geschossener Tieger vor ber Garderobe umher, ich sagte, ich wolle Sie gleich beraulschickeu." Wie eine Erscheinung starrten mich die Beiden an, fie waren offenbar der Welt entrückt gewesen. Heftigrl Pochen an der Garderobethür schreckte uni alle auf. „Onkel!" stieß Lilli in angstvollem Tone hervor. „Gehe zn ihm, Liebling! Ich weiß nun, daß ich handeln muß!" flüsterte der Postillon, sie noch einmal in seine Arme ziehend.^ Diel war ein großer Moment für mich. Ich, die unbeachtet Gebliebene, spielte Vorsehung bet diesen Liebel- leuteu, meine Nixenhände griffen kühn in das Rad ihre! Schicksal!. Auf der Schwelle der Garderobe überfiel uni Ovkel Müller, hochroth vor Grimm. Unb nun spielte ich erfolgreich Komödie, indem ich unbefangen rief: „Da find wir schon! Dal hieß gesputet. So ein riesige! Ende Pelz hatte fich Lilli von der Jacke gerissen, als sie der tappsige Schwalmbauer an dal Ofengitter drängte. Zu weinen hätten Sie nicht brauchen, Sie haben im Saale nicht! versäumt in der Zeit." Dabei riß ich absichtlich die Thür weit auf. Der verblüffte Müller warf einen fast gierigen Rundblick durch daS leere Gemach. Dann stotterte er: „So, so, Du hattest etwa! zerrissen. Na, ja denn! Tante sagte, ja Tante meinte bestimmt, sie sähe Dich schon lange nicht wehr." „Unb Sie sürchteten, einer der Z geuner, die heute hier ihr Unwesen treiben, habe Fräulein Lilli entsühn?" lachte ich spöttisch. Lilli drückte mir dankbar die Hand, und so schoben wir durch da! Bollwerk staunender Dienstleute in ben Saal. Dort hielt noch der Schwälmer die Noten im Kreise brr Musiker. Vater hatte fich auf die Kante del Flüge!! geschwungen und birigirte mit der hocherhobenen Britsche. Mich ärgerte el nun nicht wehr, daß die Leute so wenig ver- ständriiß sür meine Nixenhastigkeit zeigten. Ich hatte nun ein köstliche! Abenteuer erlebt, wovon all die Phantasie- bäuerinnen in ihren golbborbirten Röcken und spitzenbesetzten Schürzchen keine Ahnung hatten.-- Wie im Fluge zogen die Bilder aus der Jugendzeit vorüber, nun weckten mich schmetternde Fanfaren. Ach so, ich stand ja nicht in dem kahlen, langgestreckten Saal mit den trübflackernden Kerzen, der feenhafte, wette Prnvkiaal umgab mich. Alle die farbenprächtigen, reichen Gestatten ringsum strebten zur Bühne, wo das Festspiel beginnen sollte. Aber die aufgestörten Erinnerungen ließen wich nicht lot, ich wußte sie weiterspinnen. In fahler, reiskalter Morgendämmerung hüllten wir uns srösteld in die Decken bei Familienschlittens. Der alte Conrad, ber wie üblich über Durst getrunken hatte, stand schwankend dabei, in Vaters grünem Tuchmautel aul der Jugendzeit, den er Conrad zn Lehen gegeben, so lange er fich würdig zeigte, diel Ehrenkleid zn tragen. Mutter bestieg schon mit der Ahnung eines Malheur! den Schlitten. Unb richtig Ind uni Conrad bet einer scharfen Curve in ben Schnee ab. Noch während unsere! tastenden Prüfen! auf die Unversehrtheit sämmtlicher Gliedmaßen tönte Schlitteugeläute hinter uni. Gin Borüberpassiren war in dem aul Schnee- massen getürmten Hohlwege unmöglich. (Schluß folgt.) Witztngerode ein Schreiben des StaatssecretLrS v. Bülow efngelaofen, in welche« der Vorgang richtig gestellt wird. ES hätte ein Anlaß zn eine« Trinkspruch auf den König von Italien nicht Vorgelegen. Berlin, 18. Februar. Dem „Berl. Tagebl." wird auL Brüssel telegraphirt, daß die internationale Zucker- eonferenz auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist. vochn«, 18. Februar. Bisher find insgesammt 110 T o d r e, welche bei der Explosion in der Zeche Karoltnen- glück verunglückten, geborgen worden. Man glaubt, daß nun sämmtltche Opfer der Katastrophe aufgefunden find. Arr-laud. Wien, 18. Februar. Gestern Abend hat eine Volks- Versammlung von deutschen nationalen Frauen statt- gefunden, um Stellung gegen die von hier abgegangene Zola-Adresse zu nehmen. Die Versammlung beschloß, den Pariser Antisemitenführern eine Adresse zu senden, in welcher die Entrüstung über die an Zola abgesandte Adresse au-gesprochen und gesagt wird: Da wir Alle Patrioten unseres Vaterlandes find, können wir auch Den nicht achten, welcher sein eigenes Vaterland und das Militär verunglimpft. Paris, 18. Februar. (Zolaprozeß). Als erster Zeuge erscheint General BoiSdeffre. Er erklärt, er be- stätige die gestrigen Enthüllungen des Generals Pellieux al- authentisch, tudeffen habe er nicht da- Recht, noch ein Wort hinzuzufügen. An die Geschworenen gewendet spricht er: ^Metne Herren Geschworenen, Sie find die Motion, wenn Sie kein Vertrauen zu den Führern der Armee haben, so sagen Sie eS, es können dann andere an unsere Stelle treten". Im Zuhörerraum machen sich Bravorufe bemerkbar. BoiSdeffre verläßt den Saal. Der Vorsitzende weigert sich entschieden, dem Bertheidiger Labori da- Wort zu geben und ruft Esterhazy auf. Dieser erklärt, daß er ein Opfer schändlicher Machenschaften sei. ES ertönen Bravorufe im Publikum, der Saal ist anscheinend heute mit vielen DrryfuS- feinden besetzt. Labort weigert sich, an den Zeugen Esterhazy Fragen zu stellen, und sagt, er müffe erst seinen Antrag wegen Verweigerung des Wortes einbrtngen. Hierauf verläßt Esterhazy unter Bravorufen des Auditoriums den Saal. Der Präsident fragt, ob noch Zeugen im Saale anwesend seien, was verneint wird. General Pellieux fragt den Präsidenten, ob er nicht geneigt sei, einen Zeugen zu vernehmen, der auSsagen werde, daß ihm Geld angeboten worden sei, damit er Aussagen mache. Der Präsident antwortet nicht. Um Labort Zett zu lasten, seine Anträge zu stellen, wird die Sitzung aufgehoben. Nach P/g Stunden werden die Verhandlungen wieder ausgenommen. Labort erklärt zur Begründung seiner Anträge, daß ihm durch die Haltung der Generäle und Esterhazy«, welche Beschuldigungen vorbrächten ohne sie zu beweisen, und durch die Haltung des Präsidenten, welcher ihm verweigere Fragen an die Zeugen zu stellen, die Mission der Berlhetdigung unmöglich gemacht sei. London, 18. Februar. „Daily Mail" meldet aus Berlin, daß Deutschland bereit sei, Vorschläge zu machen, zweien europäischen Mächten die Regierung auf Kreta zu überlaff'n, bis ein Gouverneur definitiv ernannt sei. • tsceUs und provinzielles» Metzen, den 19. Februar. * * Neber das juristische Studium schreibt man der „Frkf. ^S Darmstadt: Die Zahl der hessisch en Studenten auf der Lande-Universität Gießen beträgt im Winter- semester 97/98 468. Von diesen 468 Studenten entfallen ,a?ctn 2 72 T s' 37 pCt- — auf die juristische Facul- at ®cl,cn“ man/ daß eine große Anzahl Hessen auswärtige Hochschulen besucht und daß im hesfischen Staatsdienste nur 270 Stellen für Juristen, einschließlich der Verwaltung-- jansten, vorhanden sind, so muß die Uebersüllung der judsti scheu Facultät zu den ernstesten Bedenken Veranlassung geben. Die Zahl der sich dem höheren Lehrfach widmenden Hessen beträgt 91 bei 370 Stellen im Staatsdienste. Da die durchschnittliche Studiendauer der Juristen 7l/t Srwester, die der akademisch gebildeten Lehrer 11 Semester beträgt, so würden etwa 23 Juristen und etwa 8 zukünftige Lehrer pro Semester die Hochschule nach bestandenem Facultät- examen verlassen, ober tt würde ein Z itraam von 6 Jahren genügen, um dem juristischen Staatsdienste gerade so viel Anwärter zu liefern, al- die augenblickliche Stellenanzahl beträgt- im Lehrerberufe wären dazu 23 Jahre nöthig. Die Neigung, den Lehrerberuf zu wählen, ist demnach vier» mal so gering wie die Neigung, den juristischen Berns zu ergreifen. Die Ursache diese- ungeheuren Andranges der juristischen Laufbahn ist außer der angenehmen, unabhängigen Stellung und der auSfichtSvollen (Saniere, die der zukünftige Beruf bietet, die noch hinzukommende unbegründete finanzielle Bevorzugung de- Staude-, die dem jungen Abiturienten von vornherein den juristischen Beruf al- den „vornehmsten" erscheinen lassen muß. Die Begründung, welche diese finanzielle Bevorzugung im Entwurf zum hesfischen Besoldung-- gesetz fi'det, wird in Zukunft einen noch größeren Andrang zum juristischen Studium veranlassen. Denn der Gedanke, den juristischen Beruf al- den vornehmsten zu betrachten, wird durch diese Begründung geradezu aufzezwungeu. Von 216 Abiturienten hesfi cher Gymnasien au5 dem Jahre 1897 haben sich 167 dem Hochschulstudium gewidmet. Bon diesen 167 studtren 66 — d. s. ca. 40 pEt. — Jura, nur 22 er« wählten den Lehrerberuf. *• 3n Amerika verstorbene Hessen. In Lawrence, Mass.: Peter Rau, 57 Jahre alt, au- Wallmerod. In Town Sumpter, Sank (So., Wis.: John Stehr, 68 Jahre alt, au- H^ffen-Darmstadt. In B:aver Falls, Pa.: John trumpf au- Heffen-Darmstadt. In Hazleton, Luzerne Co., Pa.: John G. Kirschner, 47 Jahre alt, au- Hessen- Darmstadt. In St. Louis, Mo.: Wilhelm Kayser, 38 Jahre alt, aus Eberstadt. In Cleveland, O.: Christ. Reuscher, 85 Jahre alt, au- Heffen-Darmstadt. In Columbus, O.: Frau Kunigunde Constans, geb. Her- kert, 71 Jahre alt, auS Wenings. vermischtes. • Berlin, 13. Februar. 80 00 0 Francs rumänische Rente find auS einem eingeschriebenen Brief verschwunden, den die Breslauer Diecontobank zu Berlin an einen Bankier in Galatz, Rumänien, abgesandt hatte. Die Diebe werden in Galatz vermuthet. * Leipzig, 14. Februar. Die erste deutsche Handelshochschule in Leipzig wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des April ihre Hörsäle öffnen. Ein auS den Pro- cssoren Friedberg und Bücher, sowie den Handelsschuldirectoren ttaydt und Dr. Adler sowie dem Mttgliede der Handelskammer Habentcht bestehender Ausschuß wird da» Lehrprogramm vorbereiten. Ein HandelShochschulsenat wird gebildet, die Canzlei (Löhrstraße 3/5) wurde bereit- eröffnet. Landwirthschaftt. WinBc u. ZlatbfcMäy. Wie ich meine Pflück- oder Kernerbsen baue. Die Erbse stellt keine großen Ansprüche an den Boden; das Land darf nicht frisch gedüngt, sondern eS muß sogar durch eine oder zwei Borernten, wie man sagt, abgetragen sein. Die Bohne gilt als besonders gute Vorfrucht. Die Erbse kann die Sonne nicht entbehren, man weise ihr deshalb ja keinen schattigen Platz im Garten an. Sobald sich im Frühjahr das Land bebauen läßt, legt man die Samen, doch nie mehr als zwei Reihen auf ein Beet, daS eine Breite von 50 bis 60 (Zentimeter hat. Etwa eintretende Spätfröste schaden ihnen nichts. Man pflanze nicht den ganzen Bedarf mit einem Male, sondern in Zwischenzeiten von drei bis vier Wochen. Dadurch kann man frische Erbsen bis in den Herbst hinein pflücken. Ende März oder Anfang April lege ich die Sorte William Hurst; fie lst sehr früh, reichiragend und erreicht eine Höhe von etwa 30 (Zenternder. Ende April stecke ich Mac Lean, im Mai Kentish Jnv'cta und im Juni die Telephonerbse. Kmtisch Invicta baue ich seit zwei Jahren; sie ist sehr fruchtbar, die Hülsen sind mittelgroß, jebod) mit grünlich auSsrhenden, etwas platten Körnern überreich beseht. Die Reiser steckt man, sobald die Pflanzen sechs bis acht (Zenternder hoch sind Zuvor aber sind sie von Unkraut »u reinigen und anzuhäufeln. DaS Stecken bat so iu geschehen daß sich Die Reiser strebeartig stützen. Sehr bald schon, im dritten,' vierten Blattwinkel, erscheinen die Blüthen. Das Kraut treibt mäßig, wird nicht geil, jede Blüthe kann zur Geltung kommen und Erbse reiht sich an Erbse. Da die Sonne freien Zutritt zu jeder Pflanze hat, so wird das Kraut kräftig rurd vermag den Stürmen zu widerstehen. Um da- Kraut bei der Ernte nicht zu knicken und »u zerreißen, was leider oft genug vorkommt, empfichlt e» sich, die Schoten mit der Scheere abzuschneiden. Bei dieser Behandlung wird man bald merken, daß au« den untersten Blatewinkeln kleine Triebe mit neuen Blüthen erscheinen; ist die Witterung günstig, so fällt die zweit« Ernte fast ebenso gut aus wie die erste. Die Erbse nimmt mit jedem Boden sürlieb; ja sie gedeiht noch da, wo sich andere Gemüse nicht mehr ziehen lassen. — Wird tm Garten ohne Plan gewirthschaftet, so kommt eS zuweilen vor, daß die Erbse auf ein gut gedüngtes Beet gerälh; bet Besitzer glaubt nun auch eine gute Ernte erwarten zu dürfen. Da« Ergebniß besteht aber in hoch- wachsendem, fetten Kraut mit wenig Blüthen- und Hülsenansotz; die beigesteckten stärksten Reiser vermögen dasselbe gegen Wind und starkm Regen nicht zu halten, zudem wenn drei bis vier Reihen nebeneinander stehen. Sollen die ersten wenigen Erbsin gepflückt werden, so sind die inneren nicht zu erreichen, ohne die äußeren Stengel zu knicken und die weitere Ernte ist vorbei. Schlirßlich klagt die Hausfrau, die Erbsen bringen so wenig ein, da« Land sei doch vortrefflich in der Reihe gewesen und sei so gründlich gedüngt worden. Daß die Erbsen etnm hohen Werth als Nahrungsmittel besitzen, ist hinlänglich bekannt. Wer freut sich nicht auf die eisten frifchm Erblen! Selbst im Winter kann der Tisch durch grün ein* gemachte besetzt werden. Für den G-müsegärtner ist sie stets eine gesuchte und gut bezahlte Waare. Unter den vielen Sorten vet- dienm diejenigen, die bereits oben angeführt worden sind, den Vorzug; ich kann sie aus eigener Erfahrung ihres reichen Ertrages wegen nur empfehlen. w. Cito?atu* *iet — Wie der „Frkf. Ztg." aus Amsterdam gemeldet wirb, hat per deutsche Kaiser gestattet, daß Alles, was von Erinnerungen an vaS Haus Oranten Nassau sich in seinem Besitz befindet, der im Herbst in Amsterdam stattfindenden Orange-Nasfau-AuS- stellung zur Verfügung gestellt werde. — In Leobschütz (Oberschlefien) ist Dr. August Pottbast, bet frühere langjährige Bibliothekar des deutschen Reichstags, im 74. Lebensjahre gestorben. llnioerfitöü - Nachrichten. — Auf Veranlassung des EultuSminister« unternimmt der Director der UniversitätS-Augenklintk in Königsberg eine nuhr- monatlge Reise nach Egyp'en und Palästina, um daselbst an Ort und Stelle die contagiösen Augenkrankhetten zu studirm und vergleichende Feststellungen über daS Wesen der Krankheiten zu machen, von be*en die Provinz Ostpreußen in besorgnißetregender Weise heimgesucht wird. — Kosmetisches. Frankreich, welches seither in der Branche der Kosmetik in allen Welttheilen die führende Stellung einnahm, hat in Deutschland im Lause der letzten Jahre einen nicht zu unterschätzenden Rivalen gefunden. Jahrhunderte lang lag dieses für die allgemeine Körperpflege und die Gesundheit der Menschen so wichtige Gebiet in Händen von Quacksalbern und Geheimmittel- krämern, deren Präparate ganz werthloS waren und bezüglich ihrer Zusammensetzung großes Mißtrauen verdienten. Erft in den letzten Jahrzehnten haben sich in Deutschland hervorragende Medtciner, Pharmacologen und Chemiker auf die Kosmetik verlegt und derselben durch ein intensives Studium an Hand zahlketcher practischer Versuche eine Frankreich mindestens gleichwerthtge Stellung verschafft. Ganz besondere Achtung und Anerkennung Haden sich rod! über die Grenze» Deutschlands binauS die von Herrn Apotheker Walter Werß (früher Gießen) erfundenen JriS-ToilettePräparate erworben. Die in mehrjährigem Betriebe gesammelten reichen Erfahrungen dringt nr nmehr Herr Apoihcter Weiß in seiner in Berlin, Pückle-straße errichteten Fabrik zur Verwerthung und bezeichnet seine Präparate al« „Neue Crvme Iris". Neue Crörne JttSptäpatate sind höchst vervollkommnete Totlette-Präparate, sie entsprechen allen Anforderungen, welche die Hygiene an ein Teint- und Hautpflege-Präparat stellen kann. (Siehe Inserat.) 1508 — Ein Musterbild bewunderungSwerthen Unternehmungsgeistes bietet die französische Aclien-Gesellschast der Distillerie de la Liqueur Bälwdictene de l'rlbbaye de Föcamp. An ihr kann man so recht die Erfolge sehen, weiche gezeitigt werden, wenn geschickte Reclamen mit einem Artikel allererster Ordnung Hand in Hand gehen. In keinem Haushalte sollte deshalb die echte Bvoödlctene fehlen. Damen können ihn ohne Scheu trinken und welche Rolle dieser Liqueur bei Jagden, Fußtouren, Seereisen spielt, darüber erkundige man sich einmal in guter Herrengesellschaft. Endlich bei feinen Diner« ist die echte iö6n<5bictine geradezu unentbehrlich geworden. Sie stärkt nicht nur, sondern erzeugt nach dem Genüsse ein ungemein behagliches, roohl- thuendeS Gefühl. Darum gedenke ich ihrer stets wie eine- guten, »uverlälstgen Freundes und erzeige mich erkenntlich, indem ich allen den abscheulichen Nachahmungen den Krieg erkläre. Ich bin für'« echte. Erinnerungen an den Romanschriftsteller und Novellendichter Otto Müller aus Schotten im Vogelsberg. Von einem Verehrer desselben gewidmet. Wie der große Humorist des norddeutschen Plattlandes, Fritz Reuter, mit jeder Faser seines Wesens in seinem engeren Heimathland wurzelt, wie sein Dichten daraus dem plattdeutschen VolkSthum entblüht ist, so hat der am !* $nnn zu Schotten im Vogelsberg geborene Noman- schnftsteller Otto Müller eine ganz besonders innige Be- ?-7.Uuö ?U semer engeren Heimath. Die frische Ursprüng- nchkeit des poetischen Wesens sehen wir bei dem einen wie dem andern verknüpft mit einem starken Bewußtsein und so ^IZeden auch der Erzähler des „Tannenschütz", des „Stadt- fchulchetßen , „Charlotte Ackermann", „Münchhausen im Vogels- berg u. A. von Reuter ist, so sind doch die beiden liebens- würdtgen Humoristen vielfach geistig verwandt. Es war im Sommer 1854, al» der Dichter einige Zeit in Heidelberg von zahlreichen Freunden und Bekannten auf dem Schloßberge besucht wurde. In dem genannten Jahre m " auch' als Ludwig Knapp aus Darmstadt, sowie der Lieblmgsdtchter des deutschen Volkes, Joseph Victor v. Scheffel ?arrIö.r^e/ ,bei Otto Müller vorsprachen. In dieser von Ä m h t’«,ongencnt' ■bet „cin8*8 Wönen Stabt am s° Riebt und auf Schritt und Tr-tt .historisch- Erinnerungen zur Seele sprechen, wo in den zauberischen Sommernächten der fröhliche Lärm au« den Gartenschenken dem Neckar entlang hallt, aus dieser Fülle des frohen Lebensgenusses empfing auch unser Schottener Sänger, wie so viele anderen die erfreulichsten Eindrücke Wie bekannt, besuchte der Dichter die Gymnasien zu Büdingen und Darmstadt und widmete sich Anfangs der cameralistischen Laufbahn, gab dieselbe aber bald wieder auf und erhielt eine Stelle an der Hofbibliothek zu Darmstadt, mit welcher er später die eines Privatbibliothekars des Prinzen Karl von Hessen verband. Im Jahre 1845 übernahm er die Redaction des Frankfurter Conversationblattes, von dem er 1848 zur Redaction des Mannheimer Journals übertrat. Als produciren- der Schriftsteller war er mit einer Novellensammlung „Frühlingspark" aufgetreten, doch gelang es ihm erst durch seinen biographischen Roman „Bürge,r ein deutsches Dichterleben" in weiten Kreisen Anerkennung zu gewinnen. Dieser Roman schaffte ihm auch die Zuneigung und den Besitz einer liebens- würdigen Gattin, Gustave Fritze aus Bremen, nach deren frühem Tode er sich 1852 nach Bremen begab. Im Früh jahr 1854 ging er als Herausgeber der Bibliothek deutscher Originalromane wieder nach Frankfurt, trat aber nach Vollendung der ersten Serie von dem Unternehmen zurück und begründete eine ästhetische Wochenschrift „Frankfurter Museum". Ende 1856 siedelte er nach Stuttgart über. Der Verkehr zwischen Scheffel und Otto Müller war, obgleich ersterer zehn Jahre jünger als dieser war, ein sehr reger. Scheffel kam oft des Morgens in Müllers poetisch gelegene Wohnung und las ihm beim gemeinschaftlichen Früh- stück die neuesten Abschnitte des „Ekkehard" vor, wobei die Verabredung getroffen worden war, daß der Ekkehard in der Meidinger'schen Bibliothek erscheinen solle. Aber auch der heiter verlebten Jünglingszeit wurde dort gedacht und Scheffel gab seinem liebenswürdigen Freunde das von ihm um Ostern 1847 verfaßte Abschiedslied, welches er seinen Freunden in der „Franconia" an feierlichem Kneipabend darbrachte, dessen Hauptverse wir hier folgen lassen und zwar nach der Parodie des Volksliedes: „O wunderschöne Stadt". „D Heidelberg, o Heidelberg, Du wunderschönes Nest, Darinnen bin ich selber Dereinst Student gewest. Der Vater, der Vater, Nahm Feder und Papier: Mein Sohn thu' ab die braune Mütz' Und komm nach Haus zu mir. Dort oben, dort oben, Ist ein Dachkämmerlein, Darin sollst Du studiren In Büchern, groß und klein. Und hast Du studiret. Wohl über Jahr und Tag, Dann gehst Du in's Examen, Mit Hut und schwarzem Frack! Straßburg, o Straßburg, du Die Mutter, sie weinte: D Joseph komm nach Haus, Du bist schon ganz verwildert Bei den Studenten brau«. Du trinkst viel, Du rauchst viel, Du wirst ein Lump am End', Du sollst nicht länger bleiben, In Heidelberg Student l Ich bat sie, ich klagte, Es half mir Alles nix, Adjes drum ihr Franconen, Adjes, ihr lieben Fach«! O Heidelberg, o Heidelberg, Du wunderschöne Stadt, Gut' Nacht, Studentenlebenl Ich werd' jetzt Candidati* Obwohl, wie schon gesagt, Otto Müller zehn Jahre älter al» sein Verehrer Scheffel war, so ist doch letzterer schon am 9. April 1886 in seiner Vaterstadt Karlsruhe, während Müller erst am 6. August 1894, also in einem Alter von 80 Jahren, in Stuttgart gestorben. Die vorliegenden „Erinnerungen" wollen und sollen nichts als ein kleiner Blumenstrauß fein, welcher dem Dichter des Vogelsberges rc. auf das Grab gelegt wird und dazu beitragen, das Andenken an den Verewigten zu ehren. (Aus dem Schott. Kreisbl.) * Hghlta Gießen. Der si' Vißner, hc gegeben w provisorisch a mb gebr°ch . Gieße Mr die in Gießen 1 drin össenl »ergeben we i die Liefe 1. Lac 2. Flei 3. Spe brau 4. Kaff« 5. Lutt S. Milc 7. Bier 8. Schr 9. Mas 10. Ar 11. Seis 12. Kor 13. Sir 14. Po: 15. Sch 6. bat Reu bat Diel s. bar Reil der Offen 4. die Enllee e. dir Lbgai Äüfynab1 WeiiW Die Bedii Verwaltung] Kliniken an mittag» van werden. Proben b( 9, 10, 11 Gegenstände, schlossen £ Aufschrift öi Freitag i Miaus dem o abzugeben. ,„MNI 1898. Gießen, t Penvultm Vers N s«< dem M « bet »nb 39 cm , 42 h Eit, 39 ( .“Menftä 82 ,m K» J* 25 l -L.? 3M« „ .'"geben. S** S d &2 Uhr Ä, am ' Aiirge, S WM Bkb bat Sn»?« »HÖ« w! « ltb t?al ®° sich t lJ' da^ { Jjn otat 'L^-L *»• »in. «.*» $ vorbei, Hte». jäßftS dco eitlen sfl?,rt8 elnt oorben finh?® ütt= ihre-V' b? V°r. # 9 * @dta8ti ___. W, ijrJW P°tthast, ÄddMgS, im schien. Erri untrnihnm, der ««Werg eine wchr- W«l, ui bafelbü an -antbeiten ju ftubüm Ifia Der Rxantyutn za ; brfotgnidmezmda 5 srtcha tn bet Branche ftnbe Sieliung ltmiahm, bre einen nich, zu unter* et le lang lag hielte für nbbett bet Mmfcheo io bern unb KebebnmiNtl- )iitn unb bezüglich ihrer nen. Srfl tn btn lebten avotrageube SJlebWntr, itilf verlegt unb betfelteu eichet ptacttschet Versuche 'durg Dtrlfyfft. ®an) b ®4! über bie Grenzen er Salier Mn iworbtn. tu tn rmlit- run^en dringt nrnmchr PLLechrnße emchletw ne Priparaie all ,9t tue such höchst oetvolllomw- m äniorberungen, welche ^-Priparal Men kann. m UntenrebmungSgeistes TisÄme be la L'queut ;r !arm man so recht bie ü skichickle Stdamai mu ' jdh geben- 3" tetncm Bt icbla. tarnen loiwen leset Etqueur bet Jagden, bwe man fi4 einmal te en DloerS W die echte n Sie stLrkr nicht nur, tmtin bebagW »ohl- r stell wie etael pg» Iwnitich, mbetn ich allen erkiLre. Ah 6to fur 9 arg, o Straßburg, du utter, sie Dt^ < 5 vH lamm nach schon M , gtubenten braw- JeöS e6**11 fit ich klagte. Ws wl, p lieben W Ibera. o 65S*6, fielt bot W"11 ^hioid , tfS* * e * Jrt*lhei Bekanntmachung. Das 6. Ziel Gemeindesteuer 1897/98, „ 4. Quartal Schulgeld der höheren und erweiterten Mädchenschule und der Gymnasialvorschule und „ 4. Quartal Realschulgeld "sind binnen 8 Tagen bei Meidung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadtk'ffe zu bezahlen. Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 18. Februar 1898. 1736 Der Stadtrechner: Doepfer. Spar- und Leihkafie Gießen. Der seitherige provisorische Diener unserer Kaffe, Herr Conrad Wißner, hat wegen eines Augenleidens seinen Dienst freiwillig aufge- gegeben und es wurde an seiner Stelle Herr Carl Ziutzer von hier provisorisch als Diener angenommen, was hierdurch zur öffentlichen Kennt - «iß gebracht wird. Gießen, den 15. Februar 1898. Die Directton. I. E.: Wiener. 1702 Bekiinntnuirljuiui- Submission. Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1898/99 auf dem öffentlichen Submissionswege »ergeben werden: s>. die Lieferung von: 1. Backwaaren, 2. Fleischwaaren, 3. Specereiwaaren und Verbrauchsgegenständen, 4. Kaffee, 5. Butter und Eier, 6. Milch, 7. Bier, 8. Schreibmaterialien, 9. Maschinenöl und Putzwolle, 10. Bürstenwaaren, 11. Seife, 12. Kornstroh, 13. Eis, 14. Porzellanwaaren, 15. Scheuertücher, "d. das Reinigen der Wäsche für das Dienstpersonal, «. das Reinigen des Heerdes und der Oefen, d. die Entleerung der Kehrichtgruben, e. die Abgabe von Knochen, Gespül, Küchenabfällen, leeren Oel« und Weinfäffern und leeren Flaschen. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen Rach- mittags von 3 bis 5 Uhc eingesehen werden. Proben der unter ». 3, 4. 7, 8, 9, 10, 11 und 14 bezeichneten Gegenständen sind nebst den verschlossenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag den 4. Klär; 1898, Mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. 1747 Zuschlagsfrist bis zum 12. März 1898. Gießen, den 18. Februar 1898. Großherzogliche Verwaltungs-Direction der neuen -Kliniken. Nutzholz-Verkauf. Versteigerungen.1 Aus dem Climbacher Ge meiudewald, District Langenbruch (nahe an der Kreisstraße Beuern— Allertshausen), sollen gefällte Stämme verkauft werden: 34 fm Eichenstämme von 25 bis 39 cm Durchmesser, 42 fm Eichenstämme (Schnittholz) von 39 bis 59 cm Durchmesser, 3 Buchenstämme mit 3,20 fm, 82 fm Fichten- und Kieferstämme von 25 bis 40 cm Durchmesser. Gefl. Offerten sind bis zum 23. Februar an den 'Unterzeichneten einzureichen und zwar sind die Angebote getrennt auf obige Sortimente abzugeben. Die Eröffnung der ein- gelaufenen Schreiben erfolgt Nachmittags 2 Uhr. Zahlungsfrist gegen Bürgschaft bis 1. September 1898. Climbach, am 16. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Climbach. Stein. 1685 Holzversteigerung. Mittwoch den 23. Februar 1898, von Vormittags 10 Uhr an, soll im Kesselbacher Gemeindewald in verschiedenen Districten nach- verzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Nutzholz. 149 Eichenstämme mit 32,80 nn, 58 Nadelstämme mit 21 fm, 95 Eichen-Derbstangen mit 8,63 fm, 52 Nadel-Derbstangen mit 3,72 fm, 313 Nadel-Reisstangen mit 6,07 fm. B. Brennholz. 21 rm Buchen Scheiter, 6 „ Buchen-Knüppel, 20 „ Eichen- „ 62 „ Radel- „ 304 „ Buchen-Reisig, 122 „ Eichen- „ 188 „ Nadel- 4 „ Buchen-Stöcke. Die Zusammenkunft ist am vordersten Hainberg am Fußpfad von Kesselbach nach Odenhausen. Bemerkt wird, daß das Eicken- stamm- und Stangenholz zu Wagnerholz geeignet ist. Kesselbach, am 17. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. Stein. 1770 Holzversteigerung im Aibscher Gemeindewald. Montag deu 21. «ud Dienstag deu 22. Februar, des Morgens um 10 Uhr anfangend, kommen tn den Waldungen der Gemeinde Albach in den Districten Kreuzholz, Stangenheege und Roderde nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung: A. Brennholz. Scheith. Knüppelh. Stockh. Reisig rm rm rm Wellen Buchen 40 140 36 2000 Eichen 4 32 32 1500 Nadel - 35 30 1600 B. Bau- und Nutzholz, sodann kommt Dienstag den 22. Februar in denselben Districten nachstehendes Bau- und Nutzholz zur Versteigerung: 27 Eichmstämme von 26 bis 34 cm mittlerem Durchmesser, 5 bis 11 m Länge — 16,78 fm, 196 Nadelftämme von 14 bis 41 cm mittlerem Durchmesser, 7 bis 18 m Länge — 51,70 fm, 286 Nadel-Derbstangen von 8 bis 12 cm mittlerem Durchmesser, 6 bis 14 m Länge = 20,72 fm. Dec Anfang und die Zusammenkunft an beiden Tagen ist auf der Straße Albach—Oppenrod am Eingang des Waldes. Albach, am 17. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Albach. ___________Balser._______1721 Bau- u. Brennholz- Versteigeruug im Licher Stadtwald. Donnerstag deu 24. Febr., Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald, District Plattenwald, Rotherbusch und Kleinhäuserberg versteigert werden: 7 rm Buchen-Knüppel, 7000 Buchen-Durchforstungswellen, 500 Weichholz-Wellen, 90 Nadel-Wellen 25 Stück Hainbuchen, geeignet zu Langwieden, 56 Fichtenstämme von 16 bis 33 cm Durchmesser und bis zu 14 m Länge mit 23,33 fm. Zusammenkunft auf der Hatten- röder Chaussee am Wald. Lich, den 16. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 1695 Stammholz- Versteigerung. Donnerstag deu 24. Febr. kommen in hiesigen Gemeinde-Wal- düngen zur Versteigerung: a. Im District „Brühlberg". 49 Erchenstämme mit 12,37 fm (Wagner- und Grubenholz). b. Ju deu Districten „Schwadrich" u. „Auscheidt", 105 Eichenstämme mit 130 fm und 2 rm Nutzholz. Unter diesen Stämmen befinden sich ausgezeichnete Schneid- und Werkholzstämme. Anfang im District „Brühlberg", Morgens 10 Uhr. Philippstein, den 18. Febr. 1898. Rof enkranz, Bürgermeister. 1771 Holzversteigerung. Donnerstag deu 24. Februar 1898, von Morgens Si/zUhr an, soll in dem Reiskirchener Gemeindewald, Dfftrict Walbersberg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 59,4 rm Buchen-Scheitholz, 8 „ „ Knüppel, 700 Buchen-Wellen, 11 rm Buchen-Stöcke, 14 „ Eichen Knüppel, 19 H „ Stöcke, 35,50 Eichen-Wellen, 26,6 rm Nadel-Knüppel, 20 „ „ Stöcke, 24,80 Nadel-Wellen, 177 Eichen-Derbstangen, 6,23 fm haltend. Die Zusammenkunft ist im Walbersberg am Bersröder Fuhrweg. Reiskirchen, den 18. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. _________Wagner._____1784 Bekanntmachung. Die am 10. d. Mts. abgehaltene Holzversteigerung ist g-nehmigt. Nirderwerdbach.den 17. Febr. 1898. Der Bürgermeister: 1772 Kloos. Uermietsinngen 1786] Der untere Stock der Villa Pietsch. Nahrungsberg 8, ist mit ober ohne Mansarde, Pferdestall, Garten- antheil per 1. Juli I- I anderweit zu vermiethen. Näheres bei Herrn Hoß im Nebenhause.______________________ 1797] Ein Logis, 4 Zimmer mit Wasserleitung und Zubehör, vom 1. April ab zu verm. K. Vlavk, Wolkengosse 16. 1793] Schöne» Familienlogts, 2 Zimm., Küche u- Zub., zu verm. Schützenstr. 19. 1778] Liebigstratze 66, 3. Stock, ein LogiS von 3 Zimmern mit Zubehör per 1. April l. I. zu vermiethen. ^Näheres Ebelftr. 1», n.___________ 1616] Ein kleines LogiS zu vermiethen Saudaaste 26 Näb Kirchftr. 13, II. 1767] Etn LogiS zu vermiethen. ____________«rotze «ühlgoste 4. 1760] Schöne Wohnung, 3 Zimmer, mittlerer Stock, mit allem Zubehör, per 1. April zu vermtethen- ___________Arauksurtecstcatze 41. 1514] Marburgerstr. 9t Wohnung von 9 Zimmern mit allem Zubehör unb Garten zu vermiethen. Näheres baselbst 2. Stock- 825] SSSne 8-Zimmerwohnung mit allem Zubehör per 1- April zu ver- miethen.___________Wetzsteiustr. 44. 35] Der 2. Stock, 6 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. April ober früher zu vermiethen.Schillerst«. 9. 299] Logis, 3 bis 4 Zimmer unb Zubehör, zu vermiethen. r L. Svbu, Bleichstraße 16. 1501] In meinem Hause Schiller» straße 14 (Norbanlage) ist ber mittlere Stock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, per 16. Mai ober 1. Juli d. I zu vermiethen- m 3. Grünewald, Bankgeschäft, Bahnhofftr. 50. Wessanlage 45 II (am OswaibSgarten) Wohnung, sechs Zimmer nebst Zubehör, per 1. Mai 1898 zu vermiethen 1645 __Brauerei Textor. 1636] Ein LogiS zu vermiethen _________Tb. Vogt, Löweng sse 17- 1641] Logt«, 1. Stock, 3 Zimmer, fo; fort zu vermiethen. Sonneullr. 6 1642] Manfardenlogio, 2 Stuben, alsbalb zu vermtetben. Soanenstr. 8. 36] Freundliches, sonniges Logis im Hinterhaus zum Alletnbewohmn, 4 bis 6 Zimmer, Küche, Wasserleitung rc., per April zu vermiethen ______Loui» Sony, Bahnhofstr. 27. 384] Parterrewohnung, 8 Zimmer mit allem Zubehör, vom 1. April lö98 ab zu verm. Marburgerftr 18. 163j Liebigstr. 68 ist der mittlere Stock per 1- April zu vermiethen. 282] Logis, 4 Zimmer, zu vermiethen. ___________________«lieevratze LS. 489] In meinem Haufe Ostantage 88 ist der 3. Stock, 6 Zimmer mit Zubchör, eventuell auch noch 1 Zimmer in der Mansarde, per 1. April zu vermiethen. __________A. Keller, Ostanlage 89. 1186] Ein schönes Manfardenlogis ist per 1. Mai, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen- Wallihorftr. 16. 1196] Der zweite Stock, 3 Zimmer mit allem Zubehör, zu verm'ethen _____________________Licherstratz« 8. 1666] Kleine Wohnung zu vermiethen. _____________Marvurgerstr. 29. 1643] Mansardenwohnung, bestehend aus 3 Zimmern nebst Zubehör, per 1. April zu vermiethen- ________Gevr. Autt. Steinstr. 38. 1659] Etn schönes Mansardenlogts, 6 Zimmer, abgeschl. Corridor nebst Zubeh. per 1. Mai zu verm. Bahnhofstr. 29. Göthrflrahe 35 ß 2 Zimmer-Wohnung mit Zubehör an ruhige Leute per 1 April zu vermiethen 517] Große unb kleine Wohnung -u vermiethen. vahnhofllr. 68, »1. Kirche«pen. FIS > £ 2 6 AaNerie 20 Pf-, a». ns 1763 unseres Ehrenmitgliedes Herrn Wilh. Köser. Um zahlreichen Besuch bittet Kaufmännischer Verein. Sonntag den 20. Februar, Abends 8 Uhr, im Bereinshaus: Nur Damen im Besitz von Einlaßkarten haben Berechtigung zum Kränzchen. Der Borftand. Diplomaten-Schreibtisch zu kaufen gesucht. Offerten unter W. Nr. 1000 an die Expcd. d. Bl. erbeten. Ich habe mich in Lauterbach als tSdeT Rechtsanwalt ‘B® niedergelassen. Z Dr. Herrmann, Rechtsanwalt. 1. Sonate für 2 Claviere, D-dur, v. W. A. Mozart. Hr. Spengel u. Hr. Trautmann. 2. Liedervorträge Herr Dr. Wülloer. 3. Frauenchöre.' a) von Carl Heymann-Rheineck. b) von L6o Ddlibes. 4. Liedervorträge. Herr Dr. WüUner. 5. Variationen über ein Thema v. J. Haydn für 2 Claviere, op. 56, v. Job. Brahma. 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