rMbal)n cert y* w, tarrrt ;6' M Seat». >°Fe«nwerk. rsechtnei abgrschl. :__8224 fark uss für 10 Mark 0 baar ohne Abzug dt-5743 onogiwi Imttfiliigt i su billigt ?rung lucftffl 1898. Iberrente Heute hü*»*** Mb. Obl- 102.60 19.1b 97.25 43.75 101.5° 000-°° 99'5 99.6° 100 oo 101-75 ölen Stitf 80,S0 169.9° ^4.18', Nr. (93 Zweites Blatt. Freilag den 19. August 1808 frtteUt Hflfi4 Bit LuSnabmk btt Wonlags. Die Gikßnirr frewHUeiUltex Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal bdfdeft. Gießener Anzeiger KezvgvffreiZ vierteltährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 76 Pfg. mit vringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,. nicNeljLhrlich. ■■■•!■« hi I»,eigen zu der Nachmittag» für den gatgssMtm Dag erlcheinenden Nummer bi» Lorm. 10 Nbr. General-Unzeiger Alle Anzeigen-LermiNlungSftellen de» In» und Lu»land«1 nehmen Anzeigm für den Gießener Anzeiger -nigrgen. Anrts- und Zlnzeigeblutt füv den 'Kreis Gieren. Expedition und Dnxterfi: Vt. 1. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. abr,ff',üt Aintlicher» Tbeil. Nachstehende Bekanntmachung de» H. Vorsitzenden der Local-Commission für die Bezirk-thierschau in Hungen wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 12. August 1898. Der Direktor de» landwitthschaftlichen Bezirk-verein» Gießen. C. Jost. Oefientliche Bekanntmachung. Die Abhaltung von Körbezirksthierfchauen in Oberhefseu betreffend. Nach den Beschlüffen de» hessischen Landwirthschaft-rathe» und des Oberhessischen Provinzialverein» über die Verwendung von (Staatsmitteln zur Hebung der Landwirthschaft hat noch im Herbste diese» Jahre» für den 2. Körbezirk. umfaffend die Sirnmenthaler Rindvieh züchtenden Ott»schasten de» Kreises Gießen, eine Bezirk-thierschau in Hungen stattzufinden. Zu derselben und der mit ihr verbundenen Prämiirung werben nur Thiere der Sirnmenthaler Rasse zugelaffen, ohne Rücksicht darauf, ob dieselben in da» Herdbuch eingetragen find ober nicht. Die prämiirten Thiere jedoch müssen angekört und In da» Herdbuch eingetragen werden. An Preisen werden ausgesetzt: Prämiiruugs-Orduung für Rindvieh. 1. Bullen ohne Schaufeln (bleibende Schneidezähne) ein 1. Prel».....120 Mk. ein 2. Preis.....90 „ ein 3. Preis.....60 „ 2. Kühe mit 3 und 4 Kälbern, in Milch, oder erkennbar tragend ein 1. Preis.....100 w ein 2. Preis.....75 „ ein 3. Preis.....50 „ Kühe mit ein und zwei Kälbern, in Milch, ober erkennbar tragend ein 1. Preis.....100 „ ein 2. Preis.....75 „ ein 3. Preis.....50 „ 3. Kalbinnen erkennbar tragend ein 1. Preis.....100 Mk. ein 2. Preis.....75 „ zwei 3. Preise L 50 Mk. . . . 100 „ 4. Sammlungen. a. Große Sammlungen (von Zuchtvereinigungen oder Landwirthen im Besitz von 30 ober mehr Stück Rinbvieh) bestehend aus mindestens 10 Stück über 1 Jahr alten weiblichen Thieren (darunter höchstens 5 Kühe) und einem reinrassigen Bullen ein 1. Preis..... 500 „ b. kleinere Sammlungen von Landwirthen, die weniger wie 30 Stück Vieh im Stalle haben, bestehend in 6 Stück über ein Jahr alten weiblichen Thieren (darunter höchstens 3 Kühe) Gesammtpreis..... 350 , c. Familien, bestehend aus einem Mutterthier und mindestens 2 von diesen stammenden über ein Jahr alten weiblichen Thieren ein 1. Preis.....150 n 5. 10 Anerkennungen, Weggelb ä 10 Mk. . . 100 „ Summe bet Preise . . 2245 Mk. Prämiiruugs-Orduung für Schweine. Es werden folgende Preise ausgesetzt für: A. Reinrassige Schweine des weißen englischen Schlag» (Yorkshires rc.) 1. Eber: ein 1. Preis. . . .60 Mk. zwei 2. Preise ä 40 Mk. . 80 „ zwei 3. Preise ä 20 Mk. . 40 „ 180 Mk. 2. Sauen, trächtig ober mit Ferkeln: ein 1. Preis . . . .45 Mk. ein 2. Preis . . . . 30 „ ein 3. Preis. . . . 15 „ 90 Mk. 5 Anerkennungen mit ä 5 Mk. Weggelb 25 „ Feuilleton. ßmnflnfjung des Wetters durch die Weuschheit. Von Dr. R. Gross. (Nachdruck verboten.) Alle Versuche der Menschheit, dirrct künstlich auf daS Selter cmzuwtikea, find vollständig gescheitert, aber indireet hat die Menschheit aus dafielbe eingewirkl, fie hat e» verschlechtert. Diese Verschlechterung der Witterung datirt seit dem großin wirthschaftlichea Aufschwung, der mit dem Beginn der zweiten Hälfte unsere» Jahrhundert» eingetreten ist. Aber keine Mitteltrmperatur, kein Niederschlag oder sanft ein meteorologische» Element hat fich in einem bestimmten Sinne geändert und dennoch Haden fich die Gegensätze in der Atmosphäre in gewifier Hinsicht verstärkt. Diese» erkennt man vor Allem an der Zunahme der Gewitter, die ja al» Ausgleicher der Gxrreme wirken. Die fortwährende Steigerung der Zahl der Gewitter hat insbesondere Kaffner, der Director der Provinztal-Feuer- Societät der Provinz Sachsen, durch seine intereffante Zu- ammenstrllung uachgewtesen, die er den Angaben und Aufzeichnungen der Verstcherung»gesellschaften von ganz Mittel- vemichland entnahm- Nach dieser sorgsamen Ausstellung ist 'm Zeiträume von 1864—1889 die Zahl der Blitzschläge um mehr al» da» Doppelte gestiegen, nämlich um 129 pCt. Merkwürdig ist bei dieser Vermehrung die Thatsache, :a§ sich nicht die zündenden starker vermehrt haben, sondern He sogenannten kalten Schlage. Man erklärt fich diesen 8t die Menschheit nicht unangenehmen Umstand darau», daß :ei harter Bedachung der Häuser, also durch Ziegel oder Schieser, weniger zündende Blitzschläge Vorkommen, al» bei veichgedeckten, durch Stroh ober Schilf. Darum von Jahr zu Jahr d e Zahl der zündenden Blitze relativ fich vermindert. Da fich die Zunahme der Gewitter besonder» in industrie- reichen Gegenden, wie e» Sachsen beispielsweise ist, zeigt, so ist e» wohl keinem Zweifel unterworfen, daß diese 8er- »ehrung eine Folge der durch die JndustrirthStigkeit erzeugten Staub- und Rauchmengen ist. Die Rolle, welche der atmosphärische Staub bei der Loudeusation de» Wasserdampfe» in der Luft fpielt, ist bekannt- ebenso übt er auch einen gewiffen Einfluß auf die Electricitatseotwickelung in der Atmosphäre auf. Leider ist mit der Gewitterhäufigkeit auch die Hagelgefahr gestiegen. Eine genaue Statistik hat nachgewiesen, daß fich in gewiffen Gegenden die Zahl der verhagelten Flächen auch beinahe verdoppelt hat. Sonach erwächst der Landwirthschaft durch die Nähe der industriellen Thätig- feit ein nicht unbedeutender Schaden, der freilich durch den beffeien und vortheilhaftereu Absatz ihrer Producte und durch andere günstige Umstände, wie Preissteigerung der Grundstücke, wieder ausgeglichen wird. Wie groß die Veränderung in der Zusammensetzung der attnosphärischeu Luft durch industrielle Betriebe werden kann, dafür bietet die Londoner Luft ein schlagende» Beispiel. Man hat die Wirkung der Stadtnebel auf London eingehend untersucht und folgende Steigerung der Wivteroebel ermittelt: Im Jahre 1870—75 betrug die Zahl der Nebel 93, im Jahre 1876-80 bereit» 121 und 1886-90 sogar 156. Diese Nebel, die an Zahl stetig zugenommen haben, find nicht etwa reine, weiße Nebel, wie man fie sonst auf dem Lande oder auf dem Meere findet, sondern dunkle, fast schwarze Nebel, denen eine große Menge Staub und sonstiger Unrein- lichkeiten beigemengt ist. Die Hauptbefiandtheile de» sesteu Niederschlage», den dieser Nebel zurückläßt, find Kohlenstaub, Mineralsubstanzen, Pflanzenreste, Schwefel- und Kohlensäure u. s. w. Allein die Schwefelsäure macht bei einem dreitägigen Nebel pro englische Quadratmeile etwa anderthalb Eemner au». Daß darunter die Gesundheit leiden und schließlich daS Pflanzenleben vollständig eiugehen muß, daS liegt auf der Hand- e» unterliegt auch keinem Zweifel, daß, wenn die Nebelplage in London in gleicher Weise wie von 1880—90 wächst, schließlich in der Nähe von London jede Oartencultut aufhören muß. Auf den Gesundheit»zustand wirken diese schmutzigen Nebel ersten» deßhalb nachthellig, well fie die AthmungSorganr mit der Zeit angreifen und vernichten und zweiten» deßhalb, weil durch Rauch und Nebel gerade die chemisch wirksamen Sonnenstrahlen, die Reiniger der Luft und die Zerstörer der B. Kreuzungen mit obigen Schlägen: Sauen, trächtig ober mit Ferkeln: ein 1. Preis. . .45 Mk. ein 2. Preis. . . . 30 „ ein 3. Preis. . . . 15 „ 90 Mk. 4 Anerkennungen mit ä 5 Mk. Weggelb 20 n C. Lanbfchweine: Eber: ein 1. Preis . . . .45 Mk. Sauen, trächtig ober mit Ferkeln: ein 1. Preis. . . . 30 „ 4Anerkennungen mit ä 5Mk.Weggelb 20 „ 95 Mk. D. (Sammlungen aus A.: 1 kleine (von Lanbwirthen mit weniger als 5 Zuchtsauen) be- ftehenb aus einem Eber unb vier Sauen über 6 Monate alt: ein 1. Preis. . . . 100 Mk. ein 2. Preis. . . . 50 „ 150 Mk. 2 große (von Lanbwirthen unb Zuchtvereinigungen mit mehr als 5 Zuchtsauen) bestehend aus zwei Ebern unb sechs Sauen über sechs Monate alt: ein 1. Preis. . . j 150 Mk. Summa 800 Mk. Für bie Durchführung gilt bis vom Lanbwirthschaftsrath erlassene Allgemeine Schweineschau Ordnung. Prämiiruugs-Qrduuug für Ziegen. Es roerben folgende Preise ausgesetzt: 1. Für Böcke: Ein 1. Preis......30 Mk. Ein 2. Preis......20 ,, Ein 3. Preis......10 „ 60 HJlt. Bacillen, ,am meisten zurückgehalten und so wirkungslos gemacht werden. In welchem Grade da» Sonnenlicht an nebeligen Tagen in London abgehalten wird, geht au» dem Mehrgebrauch von Ga» hervor, indem an einem solchen Tage für rund 60,000 Mk. (3000 Pfund Sterling) mehr verbrannt wird al» sonst. Diese Zunahme der ungesunden Nebel Über London wird leicht erklärlich, wenn man die Rauchmafien in Betracht zieht, welche durch bie Fabrikschomsteine in die Atmosphäre befördert werden. Man braucht nur den Kohlverbrauch London» zu betrachten, um fich ein klare» Bild zu machen. Im Jahre 1875 betrug der Kohlenverbrauch in London allein rund 5 Millionen Tonnen, im Jahre 1885 schon Über 7 Millionen Können; eine Tonne ist gleich 1000 Kilogramm oder 20 Centn». Eine weitere, meist ungewollte Beeinflufsnng der Witterung durch die Menschheit tritt durch die Entwaldungen in die Er- scheinungen. Man hat lange darüber gestritten, ob der Wald Einfluß auf da» Klima auSübe. Man hat jetzt durch zahl- reiche Versuche nachgewiesen, daß dem so ist. Aus der Lüneburger Heide wurden beispie!»weise seit 1878 bei Tintzel 3512 Heetar aufgesorstet. Im Verhältniß zu den Stationen der Umgebung hat nun der Niederschlag in Tintzel seit der Aufforstung gleichmäßig zugenommen und den Bittet» erbracht, daß die Entwaldungen den Erdboden umttanbtln, inbtm fie ein raschere» Abfließen ber Niederschläge unb Ueberschwemmung»gefahr verursachen. Walbreiche Gegenden haben einen kühleren Sommer und einen wärmeren Winter, auch find die täglichen Schwankungen der Temperatur im Walde geringer, weil der Wald die nächtliche Strahlung be» Boden» wie der Blätter so regelt, daß die Über dem Waldboden ruhenden Schichten wärmer bleiben al« die über kahlem Boden, Feld oder Wiese. Der stetige Aufenthalt im Walde selbst ist nicht so sehr empfehlen»- werth der Feuchtigkeit wegen, aber in der Nähe einer großen Waldung zu wohnen ist der Gesundheit höchst zuträglich. 2. Für Ziegen: Ein 1. Preis . . . - Zwei 2. Preise ä 15 Mk. Zwei 2. Preise L 10 Mk. . . 20 Mk. . . 30 „ . . 20 „ 70 Mk. 4 Anerkennungen mit ä 5 Mk. Weageld__20 „ Summa 150 Mk. Für die Durchführung der Schau gilt die, vom Land, wirthschaftsrath erlassene allgemeine Prämiirungs Ordnung, deren hierher gehörige Bestimmungen in der Ausstellungsordnung den Viehzüchtern noch bekannt gegeben werden. Mit der Schau wird weiter eine Prämiirung von Schweinen und Ziegen verbunden, für welche besondere Mittel zur Verfügung stehen. Hierüber erfolgt nähere Bekanntmachung. , t , Die Schau wird am 19. September d. Js. abgehalten und bezweckt vorstehende Veröffentlichung, die Vieh- züchter des Kreises Gießen schon jetzt auf dieses wichtige Unternehmen aufmerksam zu machen und zu rechtzeitiger Vorbereitung reger Theilnahme zu veranlassen. Mit der localen Durchführung ist vom landw. Provinzialverein eine Commission beauftragt, in welcher der Unterzeichnete den Vorsitz führt. Anmeldungen sind bis spätestens 9. September an den Unterzeichneten zu richten, von welchem auch die Ausftellungsordnung und die Anmeldeformularien zu befinden sind. Hungen, den 4. August 1898. Der Vorsitzende der Commission der B^irksthierschau. v. Oven. Deutsches Reich. Berlin, 17. August. Orientfahrt des Kaisers In Konstantinopel find große Vorbeitungen für den zu erwartenden Besuch des Kaisers im Gange, aus denen die Einwohner der Stadt dauernde Vortheile ziehen werden. Innerhalb des Ytldiz.Palast«Bezirk» herrscht regste Tätigkeit - besondere Gebäude und Straßen werden angelegt- außerhalb des Bezirks werden alle Straßen, welche der Kaiser Vorau»« fichtlich berührt, gut gepflastert und Tausende von Gaslichtern angebracht. Eine sehr wichtige Verbesserung ist die Erwet« terung der Hauptstraße in Pera. Bisher konnten nämlich an manchen Stellen die Wagen nicht auSbiegeu, doch werden jetzt alle Hindernisse ntedergeriffen und schöne Häuserfronten errichtet. Die türkische Presse darf alle diese Vorbereitungen nicht erwähnen. Berlin, 17. August. Auf Befehl des Kaisers begibt fich Btce-Admiral v. Diederichs au Bord des Schiffes „Kaiser" nach Batavia, um zu den auS Anlaß der Krönung der Königin von Holland stattfindeudeu Feierlichkeiten die Glückwüniche des Kaisers auszudrücken. Berlin, 17. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Abberufung des Gesandten bei den Vereinigten Staaten von Venezuela, Graf v. Rex, behufs anderweiter dienst« ltcher Verwendung von diesem Posten. Berlin, 17. August. Wie dem „Local-Anzetger" aus FrtedrtchSruh gemeldet wird, wird der erste Spatenstich zum BiSmarck-Mausoleum heute gethau werden. 600000 Mauersteine find bereits für den Bau bestellt worden. Das Mausoleum wird fich, wie jetzt feststeht, gegenüber dem Schloß des Altreichskanzlers erheben. Berlin, 16.August. Neuforderungen für wissen« schaftliche und culturelle Zwecke. Wie bekannt, besteht in Deutschland ein Verein von practischeu Schulmännern und Gelehrten, welcher es sich zur Ausgabe gestellt hat, da» Material zur deutschen ErziehungSgeschtchte zu sammeln uod zu veröffentlichen. ES ist der Wunsch dieses Vereins, daß sein Unternehmen durch Mittel des Reichs unterstützt werde. Der Etatentwurf für 1899 des RetchSamts des Innern dürste eine entsprechende Forderung enthalten. Auch auf anderen Gebieten dürfte jener Etat Nruforderungeu für Wissenschaft- liche und culturelle Zwecke auswetsen, fo zu einem Abschluß« werk über die Sixtinische Capelle in Rom, zur Förderung der geographischen Wissenschaft, zur Erforschung der Krankheiten landwirthschastlicher Nutzthiere. Auch wird die neugebildete Biologische Abtheilung im ReichSgesundheitSamt im neuen Voranschlag voll in Erscheinung treten. Berlin, 16. August. Die Verwaltung von Kiautschou iü augenblicklich in folgender Weise eingerichtet: An der Spitze der militärischen Abtheilung deS ReichsmarioeamlS, welcher die Verwaltung von Kiautschou unterstellt ist, steht der Capitän zur See Fischel. Außerdem sind noch zwei Deceruenten, Corvetteu-Capitäu von Semmern für militärische Angelegenheiten und Wtrkl. AdmiralitätSrath Berber für Verwaltung»- Angelegenheiten, ein Hilfsarbeiter, GertchtSassrssor Dr. Kühner, und die nöthigen Regtstraturbeamten thätig. Ja Kiautschou ist der Gouverneur, Capitän zur See Rosendahl, zugleich Befehlshaber der Besatzungstruppen, Capitäulieuteuaut Wilken ist Adjutant, Hafeucapitän und Platzmajor, Marine-Intendantur« rath SchtlaSky Intendant. Die Civil-Verwaltung: Civil- Commissar Btceconsul Dr. Zimmermann (Referent des Gouvernements), Forstassrssor Thoma», Dolmetscher«Eleven: Dr. Wagensühr, Reitzel, Dr. Bessert-Nettelbeck, Referendar. Justiz-Verwaltung: Kaiser!. Richter Amtsrichter Dr. Gelpke (zugleich Auditeur, Referent de» Gouvernement»), al» Gericht»« schreiber und Actuar. Bau«Berwaltung: Marine-Hafenbau« Jaspector Gromsch (Referent de» Gouvernement»), Regierungs- Baumeister Kuopff, technischer Secretär. Garnison-Verwaltung: Marine«Garnison«VerwaltungSinspector Behr, Lazareth«Ver« Wallung: Chesarzt des LazarethS Martne-Obe,-Stabsarzt Lerche, Lazareth Jaspector Baske. Artillerte-Verwaltung: Capitän-Lieuteuant Grassow, zugleich Führer bei Artillerie« detachementS, FeuerwerkS-Premterleutenant Gabriel. Be« satzungStruppen: Befehlshaber Capitän zur See Rosendahl, Adjutant Sapitäulieutenant Wilken, zum FortifieationSdievst Hauptmaau Müller, commandirt zur Dienstleistung, Premier« lieutenant TiSmer, commandirt zur Dienstleistung. Berlin, 17. August. Krieg-ersahrungen. Die Mariue-Attachs» Corvetteucapitän v. Krosigk, erster Offizier auf der „Oldenburg", der in Spanten die KriegSvorberet« tungeu verfolgte, und Capttäulieutenaut v. Rebeur-Pasch« w i tz, der fich auf dem amerikanischen Kriegsschauplatz befand, haben nach Beendigung bei spanisch.amerikanischeu Krieges ihre Thätigkeit im großen Ganzen abgeschlossen. Ihre Berichte und Wahrnehmungen bestätigen vollauf, daß unsere Marineverwaltuug auf dem richtigen Wege sich befand, al» fie den größten Werth auf den Ausbau der Schlachtflotte legte, v. Krosigk kehrt in die Heimath zurück- in Spanien ist eben für die Deutschen auf dem Gebiete des SchtffSbaueS, der Marinetechuik, nichts zu lernen, v. Rebeur-Paschwitz geht nach Tokio als Marine-Attache - die Verhältnisse in Ost- afiev, insbesondere die gewaltigen Anstrengungen, die Japan aufbietet, um sich eine mindesten» zweitklassige Flotte zu schaffen, erfordern dringend die Aufmerksamkeit eines Marine- Attaches- England unterhält schon längere Zeit einen solchen. Der spanisch-amerikanische Krieg hat gezeigt, wie vorzüglich da» amerikanische Schiffsmaterial ist. Die Ueberlegeuhett der amerikanischen Marineoffiziere ist schon beim Ansange de» Krieges gewürdigt worden. E» dürfte sich vielleicht empfehlen, dauernd der Botschaft in Washington einen Marine« Attachs betzugebeu. Abgesehen von der augeordneten Be- setzung in Tokio unterhält daS Deutsche Reich vier Marine« Attaches, zwei Capitäne zur See (Siegel und Jülich) bei den Botschaften in Pari» und London und zwei Corvetteu- capitäue mit dem Wohnsitze in Petersburg und Rom. Der langjährige Mariue-Attachs für die nordischen Reiche, Kalau v. Hofe, ist durch den Corvetteucapitän Frhru. v. Schimmel« mann ersetzt. Kreuznach, 17. August. DaS Centrum hat für die bevorstehende Reichstag- Ersatzwahl den Rittergutsbesitzer Puri- celli aufgestellt. Passau, 17. August. Bon einem furchtbaren Unglück wurde der Ort Wtldeurauua heimgesucht. Au» noch unbekannter Ursache entstand gestern Vormittag Feuer, dainnerhalb drei Stunden 31 Anwesen einäscherte. Auch zwei Personen fielen dem Feuer zum Opfer. Die ganze Ernte ist vernichtet. Ebenso ist auch viel Vieh verbrannt. Brüssel, 17. August. In der letzten Nacht entstand auf dem Marktplätze eine furchtbare Feuersbrunst. Die gedeckte Markthalle, welche 4000 Quadratmeter Raum ein« nimmt, wurde von den Flammen total zerstört. Auch die daneben liegenden Häuser wurden von den Flammen ergriffen und sehr stark beschädigt. Menschenleben find glücklicherweise nicht zu beklagen. London, 17. August. „Standard" meldet aus New- York. durch das amerikanische Sptonagesystem habe man entdeckt, daß die Cubaner beabfichtigtev, die Stadt Santiago zu besetzen, al» mehrere Regimenter amerikanische Truppen die Stadt verlassen hatten. Mau plante alsdann, die cubanische Flagge zu hissen. Die Amerikaner erfuhren dies und ließen die Umgebung der Stadt absperren. Madrid, 17. August. Der KriegSmintster erklärte, t» sei unrichtig, daß die Uebergäbe Manilas durch eine öffentliche Demonstration entstanden sei. Barcelona, 17. August. Die Einwohner der Stadt werden dieAbfchließung des Friedens mit Amerika durch eine Festlichkeit feiern. Ebenso wird ein großes Stiergefecht stattfiadev, dessen Ertrag den Bedürftigen der Stadt zu Gute kommen wird. Wilna, 17. August. Die Stadt Mir mit 500 Wohnhäusern und vielen öffentlichen Gebäuden ist nieder- gebrannt. Durch ein eiustürzeudes brennende» Hau» wurden 18 Personen getödtet. Koustavlinopel, 17. August. Wie verlautet, soll der Ftnanzmtuister de» Staat»rathe», Djavid Bay, durch den Sohn de» Großvezir» ersetzt werden. New-York, 17. August. Wie die Blätter au» Washin- ton melden, ist Mac Kinley entschlossen, keine europäische Einmischung in der Phtlipptnenfrage zu dulden, sondern letztere als eine Angelegenheit zu behandeln, welche die Bereinigten Staaten und Spanten augeht. New-York, 17. August. Ein Telegramm au» Santiago meldet, datz die Cubaner über die Handlungen der Awert- kauer sehr erbost feien, besonder» seit dem Tage, au welchem ein Cubaner durch eine amerikanische Schildwache erschossen wurde. Die Cubaner beschuldigen die Amerikaner, daß fie da» Recht der Eingeborenen nicht respretirteu. — Die gespannten Beziehungen Großbritanniens zu Rußland finden mehrfach in äußeren Vorgängen ihren Ausdruck. Man meldet aus Hongkong: „Die Reise des englischen Kreuzers „Powerful" nach Java ist durch Gegenbefehl aufgehoben und die Ausbesserung des „Barfleur" verschoben worden. Der Kreuzer „Blenheim", welcher tu See gehen sollte, bletbt bis auf Weiteres hter." Auch die gegenwärtigen größeren Befestigungsarbeiten au der cauadt- scheu Küste gelten als Vorkehrungen für mögliche Schwierigkeiten zwischen Rußland und England. ES verlautet, sechs weitere Kriegsschiffe würden sofort nach dem ESqutmaulthafen gesandt. AuS Vancouver wird berichtet, tu den Werkstätten der Pacificbahn würden zahlreiche Eisenbahnwagen für Truppeubeförderuug gebaut. — Daß mau iu Kopenhagen nicht ohne Sorge wegen eines britisch-russischen Zusammenstoßes ist und feine Vorkehrungen zum Schutze der dänischen Neutralität zu treffen sucht, läßt fich auch, je länger je weniger verkennen. — In einem augenscheinlich beeinflußten Artikel über die Lage im fernen Osten führt der Londoner „Daily Telegraph" aus, selbst tm letzten Augenblick sei noch Grund für die Hoffnung vorhanden, daß Rußland die Gefahr der Politik, die sein rücksichtsloser Agent in Peking dem schwäch« ltcheu Tsungli'Yameu aufdräuge, etusehen möge, denn sonst müsse eins von zwei Ergebnissen folgen: entweder werde I Rußland die chinesische Regierung, nachdem e» fie zu einer Mala ücks-Haudluug gegen England verleitet, pretSgebeu oder nach Betfetlewerfoug aller Borwäude in unmittelbaren Zusammenstoß mit England treten müssen. — Bisher fiud da» allerdings erst Drohungen ohne wirkliche Thateu, wie schon öfter vordem. • Marburg, 17. August. Ein traurige- Ereiguiß hat fich gestern tu 7. Abendstunde in dem benachbarten Dorfe Wehrda zugetragen. Dorthin war von hier auf seinem Fahrrade der Dr. med. Mooren gefahren, welcher von Würzburg nach hter gekommen war, um fein StaatS-xameu zu machen. Er ist ein Sohn des bekannten Düsseldorfer Augenärzte» Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Mooren. Als der junge Mediciuer in den „Lahngarten" kam, vernahm er Hilferufe von der Lahn her und gewahrte alsbald, daß diese von einem ca. 12jahrtgen Knaben, dem Sohne de- Gastwtrih» Rudolph herrührteu, der, in der Lahn badend, in Leben-* gefahr geratheu war. Am Ufer standen tu Verzweifl ng drei Dameu, vou denen die eine durchaus, um zu helfen, tu die Lahn springen wollte. Dr. Mooren kam ihr zuvor, legte Rock, Weste und Portemonnaie ans Ufer, entledigte sich der Schuhe, sprang tu deu Fluß und hatte den finkenden Knaben alSbalb gefaßt. Inzwischen nahte das Motorboot, man hielt dem vou Dr. Mooren emporgehalteueu Knaben einen eisernen Hacken hin, au dem er fich auklammerte und gerettet wurde. Dr. Mooren aber, der sehr erhitzt inS Wasser gesprungen war, ist plötzlich, wohl in Folge Wasser- schlucken- vou eiuem St ckkrampf befallen, in dem Fluß v-r- sunkeu, in welchem der edle R kr und ütaicher aus- !a ist. Dtt hnbl!. 'stickaog ttngthtitDn ■ommal6 erregt atd) ne. ntt Pfälzische Dialecl- alt, in Oppau ge« tut. Am Lvv^vv, M Rational- \ btm Demeotivalkr. i unb drei Herren nm. Herren find gerettet, nzchn. Ran schreibt aal fion» Math, so berichten St. Laaiß eingegangen en ursprünglich Mana . An sich »ürde dal artigen machen, denn iea. Der öjäatiga« b hat doch im Savzen m Nr. 2 hat er ge» hatte (Win lafitnj rao Nr. 8 unb tftet M ihm MM« hdrMnul 28 Reichl« , Mitgliedern und 'ft । beigetreten. M P ^eFeuertvehrme tu t: 11664 freimilltge, seuenvehren, iu|o®®,n B 588626 steiivilligco, lkannschasten, W®*» Bb 7809 Vehm m wahren. 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Die ersten beiden dieser Markenreihe erschienen im letzten November: 1 Cent mit dem Bildnisse der Königin und 2 Cents mit dem des Prinzen von Wales. Nachdem nun 8 Cents mit der Prinzesfin von Wales anS» gegeben worden, kommt demnächst V« Cent mit dem Blondkopf des kleinen Prinzen Eduard von Uork, des Urenkels der Königin und künftigen Erben der Krone in birecter Linie, an die Reihe und gegen Ende des Jahres soll dann die 5 Centsmarke mit dem Bildniffe des HrrzogS von Port, des Vaters dieses Kleinen, erscheinen. • Australische Advocateurechunugeu. Der „Voss. Ztg." wird auS Adelaide geschrieben: Wie faul bei unS, im Lande der „goldenen Freiheit", so manche Dinge find, zeigen einige Proceffe, die gegenwärtig die Oeffentlichkeit lebhaft beschäftigen. Wenn der norddeutsche Bauer sagt: „ApthekerS, Dokters und Avkaten, de fallt mi tofreben laten!" fo mögen ihn wohl besondere Erfahrungen dazu veranlaßt haben, — was würde er erst fügen, wenn er die „Avkaten" hier zu Lande kennen lernen würde. Einige Beispiele: In der Unter- haußfitzung vom 28. Juni 'heilte der Justizminister von NeuiüdwaleS auf eine Anfrage mit, daß ein bestimmter Proceß (die Mc. Herrh'sche vergleichungsfache) während ver- hältnißmäßig kurzer Zett die hübsche Summe von 665 960 Mk. Gerichtskosten verursachte, wovon der Anwalt Mr. Bruee Smith 164 020 Mk. erhalten habe. Weiter: Vor anderthalb Jahren stellte eines unserer ersten Handelshäuser, Harold Brothers, seine Zahlungen ein und suchte den Schutz des JnsolventgerichtS nach. Daß war ein gefundener Braten für die Herren Advokaten. Die jüngst stattgefundenen Gerichts. Verhandlungen zeigten, wie die Angelegenheit von den acht Anwälten, die sich der Sache „angenommen", ungebührlich in die Länge gezogen und dann eine Kostenrechnung von 200 000 Mk. eingereicht worden war. DaS war denn doch dem Jufolvenzrichter zu stark- trotz des energischen Widerspruchs der Anwälte ging er an das Obergericht und setzte es durch, daß große Striche durch jene Rechnungen gemacht unb bie Forderungen auf etwa ein Fünftel ermäßigt wurden, womit fich die Herren denn auch zufrieden erklären mußten. DaS Schönste an der Sache aber ist, daß fich unter diesen Blutsaugern auch Herr Kingston befand, unser Oberstaatsanwalt und Premierminister, und er war es, der am lautesten „über Verletzung seiner persönlichen Jntereffen" jammerte. Dabei bezieht genannter Herr als Inhaber jener Staats« ämter rund 60 000 Mk. jährlich! Die Krone von allem aber ist eine Anwaltsrechnung, die der Melbourner „Argus" zu veröffentlichen in der Lage ist- fie lautet wörtlich (mit ^Übertragung der Summen in deutsches Geld): „Machte mich als Attorney mit den Einzelheiten des Falles bekannt — 88 Mk.- setzte den Auftrag an mich auf unb hänbigte mir benfelben ein — Mk. 26.40- hatte eine Zusammenkunft mit bem Zeugen, notirte seine Aussage, laS diese sorgfältig bnrch unb buchte darüber nach — 110 Mk. - entwarf eine Zusammenstellung dieser Aussage für meine Instruction als Barrister — 122 Mk.- wohnte der CommisfionSfitzuvg in doppelter Eigenschaft bei al- Solicitor unb Barrister, je 110 Mk. — 220 Mk. Eine ber angesehensten hiefigen Zeitungen bemerkt bazu: Wie oft hört man die „Freiheit" rühmen, deren fich die Völker unter englischem Scepter erfreuen, im Gegensätze zu anderen unter Priester», Militärherrschaft und sonstigen Tyrannen seufzenden Nationen- find wir mit der bestehenden Advokutenwirthschaft etwa beffer dran? Nicht nm ein Haar! * Zm März 1866. Man weiß, wie schlau fich Bismarck als Diplomat zu helfen wußte- um ein Geheimniß beffer zu hüten, hing er eS an die große Glocke- um die Leute recht heillos zu verwirren, enthüllte er ihnen Alles. Er log fie, wie er sagte, mit ber Wahrheit an. Als preußischer Ministerpräsident speiste er im März 1866 beim sächsischen Gesandten in Berlin, und Gräfin Hohenthal, die Gemahlin des Gesandten, überraschte ihn im Lause der Unterhaltung mit der Frage: „Ist eS wirklich wahr, Excellenz, daß Sie Oesterreich bekriegen und Sachsen erobern wollen?" Man denke fich einen Diplomaten der sogenannten alten Schule Angesichts einer solchen Fragerin. Er zerflöffe in Bethener- ungen seines FriedenSeiferS und empörte sich über derartige wahnwitzige Gerüchte. Bismarck hingegen antwortete ungemein freundlich: „Ganz gewiß ist das wahr, theuerste Gräfin- vom ersten Tage meines Ministeriums an habe ich keinen anderen Gedanken gehabt." Lachend fragte noch die Gräfin, ob fie fich in diesem Falle auf ihr Gut nach Böhmen ober auf ihr Schloß bei Leipzig flüchten solle, unb lachend rieth ihr BiSmarck zu Leipzig: „Wenn Sie mir glauben wollen, reisen Sie nicht nach Böhmen- eben dort, und wenn ich nicht irre, gerade in der Nähe Ihres Gute», werden wir mit den Oesterreichern den Hauptkampf auSfechten- Sie könnten dort Schreckliches erleben!" ♦ Er macht» „wie be Preiße"! Eine Bismarck- Erinnerung wirb ber „Klemen Preffe" aus Mainz mit» getheilt. Beim AuSmarfch ber Truppen im Jahre 1870 befand fich bekanntlich das Hauptquartier des Königs von Preußen auch einige Tage in Mainz. Der damalige Bundes« kanzler Graf BiSmarck war in der Villa Kupferberg abgestiegen. Am Morgen nach ber Ankunft wollte er fich rafhen lassen unb hierzu würbe ber banal* in ber Saustraße, jetzt in der Augustinerstraße wohnende Barbier Philipp Ervst gerufen. Als ber Mann beim Grafen eintrat, war dieser, feine lange Pfeife rauchend, mit dem Durchsetzen von Einläufen beschäftigt, erhob fich jedoch sofort, stellte feine Pfeife weg, trat auf den bescheiden an der Thüre stehenden Bari- künstler zu, sah ihm fest in die Augen und sagte in seiner lakonischen Weise „Rasiren", wobei er fich auch schon auf einen Fauteuil niederließ und selbst die Serviette umbanb. Ohne ein Wort zu sprechen, vollendete Ernst seine Arbeit und wurde mit dem Zorns „Morgen wieder'." entlaßen. ®o ging eS Tag für Tag, bis baß Hauptquartier aufbrach. Am letzten Morgen fragte BiSmarck feinen Barbier scherzhaft: „Sie nehmen doch auch preußisches Geld alSßZahlung," worauf ber schlagfertige Ernst tm echten rhelnhesflschen Dialekt erwiderte: „Gewiß Excellenz, mir geht» in ber Beziehung wie be Preiße, ich nemme, waS ich krieche kann.„ Mit bem Finger brohenb, aber babei herzlich lachend, geb ihm ber Bundeskanzler fech» Thaler für feine Mühewaltung. • Eine hübsche Anekdote wird vom österreichischen Kaiser erzählt. Derselbe erschien vor einigen Wochen un- angemeldet in der Cadettenschule der Wiener Neustadt. Er betrat eine Klasse, in der gerade unterrichtet wurde und nahm lebhaften Antheil an den Fortschritten der Zöglinge. In der Eile hatte er feine sederngeschmückte Kopfbedeckung auf die vorderste Bank gelegt, da bemerkte er plötzlich, wie der vor dem Hut sitzende Cadett ganz verstohlen eine der grünen Federn nach der anderen abrupfte und sie feinem Nachbar gab, der sie wiederum weiter reichte. Höchlichst amüfirt rief der Kaiser: „Nun hort aber auf, Jungen»! Wenn Ihr mich denn durchaus meiner Federn berauben müßt, so will ich sie lieber selbst unter Euch verthellen!" Mit Hurrahrusm wurden diese Worte aufgenommen und nun folgte die eigenhändige Austheilung sämmtlicher fo sehr begehrten Federn durch den Kaiser selbst. Kalte Speisen bei heißem Wetter. Eine kühle und angenehme Speise, stets willkommen Jung und Alt, ist eine Blanc-Mange mit Brown und Polson'S Mondamin (35 Gr. 10 Minuten mit /,Jahre alt (Prachtexemplar) und eine deutsch - englische Hündin, b/i Jahr alt, sehr billig abzugeben. Tausch aus kleinen Hund nicht ausgeschlossen. Gg. Rühl, Hirzenhain (Dillkreis). 8063] Ein Stück Hafer auf dem Halm zu verkaufen. Löwengasse 20. Feldbahngleise, Kippwagen etc.. Weichen, Drehscheiben Grosse Lagervorräthe. Kataloge gratis und franco. 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