Sonntag den 19. Juni L8V8 Gießener Anzeiger General-"Anzeiger Mmm. Anrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. Gratisbeilage: Gießener Familienülätter d Briefe, Lieferung Feuilleton. blickt halb erschrocken, halb erwartungS« die da» Gleiche wie fie gelitten böse Worte zwischen ihnen ge« sie einander in die verweinten Zorn gewichen, und fie waren zwei Wanderer, die am Kreuz, verstreicht, dann schiebt sich ein blonde» DaS Nannerl vom Pichler drüben. Da» gUywttto »ierteljährtich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 75 Pfg. mit Bringertoh«. Krt- Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den sntgmdev Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. zakommen, die fie verstand, hatte. Zuerst waren wohl Ionien, aber hernach, al» Lugen blickten, war aller H Alle» geworden, wa» Alle Anzeigen-BermittlungSstellen der In- und AnOlandeH nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger en^gatz« Bei Postbezug 2 Mark 50 Wg. vierteljährlich. tödtlichen Sevsenhteb. Die Proklamirung des Belagerung»' zustande» stedt bevor. Grschetnt tägNch eit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener WamikieuS lütter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. genommen, wie fast jeder frühere derartige Versuch. In Deutschland ist die Gestaltung der Preise so wenig der rapiden amerikanischen Baisse gefolgt, wie vorher der un« finnigen amerikanischen Hausse, wenngleich die Preise hier wie überall in der Erwartung einer günstigen Ernte erheblich unter den Stand von Anfang Mai zurückgegangen find. — Dienst bei der Schutztruppe für Südwest- asrika. Da» letzterschienene „Deutsche Colonialblatt" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 23. Mai d. I., betreffend die Erfüllung der Dienstpflicht bei der kaiserlichen Schutztruppe für Südwestafrtka. Danach erhalten die zur Ableistung ihrer activen Dienstpflicht in die kaiserliche Schutztruppe für Südwestafrika eingestellten Wehrpflichtigen, so lange fie noch in Ausübung ihrer gesetzlichen Dienstpflicht begriffen find, eine Löhnung von monatlich 50 Mk., für die Dauer ihrer Theilnahme au kriegerischen Unternehmungen dagegen die bei der Schutztruppe übliche volle Reiterlöhnung. Hinsichtlich aller sonstigen Gebührrnsse find fie den der Schutz« truppe zugetheilten übrigen deutschen Mannschaften gleich« gestellt. Die Etnjährig'Freiwilligeu erhalten freie Unterkunft nach Maßgabe der örtlichen Berhäituiffe. Abgesehen von kriegerischen Unternehmungen, für deren Dauer die Fürsorge in dieser Beziehung vom Commando auf Rechnung der Lande»« Verwaltung übernommen wird, haben fie fich selbst zu bet« pflegen, zu bekleiden und ouSzurüsten, sowie auch beritten zu machen. Sie find berechtigt, gegen eine Vergütung von tag« lich 2 Mk. fich in die Naturalverpflegung der Truppe aufnehmen, gegen Erstattung der Selbstkosten au» Truppen« beständen bekleiden und au-rüsten, sowie gegen eine Ent- schäd'gung von 210 Mk. von der Truppe beritten machen zu lassen. Neben dem letzteren Betrage ist für die Unterhaltung de» Pferde», einschließlich de» Husbeschtag» und sonstiger Aufwendungen, eine besondere Vergütung nicht zu entrichten. •) Entnommen dem „Praktischen Wegweiser", Würzburg, einer Mseitigen F-milien-Zettschrtft. (Abonnement 30 Pfg. vitrteljistrlich.) offen. Thereffe voll hin. Einige Zeit Köpfchen herein. ÄebectUn, Expedition und Druckerei: >4nrereie Mr. 7. igt rMnd su billig“ Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. ,r <** Nr 141 Zweites Blatt. Hämmern, wie e» der Kreislauf des Blute» verursacht, oder waren es nicht vielmehr Laute, die zu ihr redeten? Sie horchte in fich hinein. Ste horchte und horchte und machte rin ganz verwunderte» Gesicht, aber von der Stelle rührte fie fich nicht. ES vergingen Minuten, Viertelstunden, Stunden. Bon draußen ließ sich nicht» hören, kein Ton, kein Laut. Sie saß auf derselben Stelle, auf der alten Holzbank vorm auSgelöschten Herdfeuer. Und so würde fie sitzen, heute, morgen und übermorgen. Und die Stille würde immer stiller werden, noch stiller, wenn der finstere Winter die Sonne verdunkelte! Sie ließ die Hände vom Gesicht sinken und sah mit st'eren Augen auf die zwei Holzstühle in der Stube vor fich. Da wurde da» Pochen in ihr ein Betteln, ein Schreien. Halb unbewußt, wa» sie beginnt, folgt fie ihm, erhebt fich und öffnet die Thüre, die hinan» in da» Täßlein führt. Nur ganz wenig, nur ein Spältlein. Ste geht weiter und weiter auf. Der W nd hat fich in da» plumpe Holzwerk verfangen und drängt dagegen. Nun steht fie ganz offen, ganz weit Vermischtes. * Der deutsche Drogistenverbaud beging in sestlichrr Weise in Leipzig sein 25jährtge» Bestehen. Au» allen Theilrn de» Reiche» waren Mitglieder zur Jubelfeier herbeigeeilt. Eine gut beschickte Fachausstellung war mit dem Tage verbunden. Dem Verbände gehören in ca. 700 deutschen Städten nahezu 2000 Mitglieder an. StandeSangelepen- heiten, namentlich auch da» Verhältniß zu den Apotheken, bildeten den Kern der Verhandlungen- der Selbsthilfe gegen die Macht de» Großkapital» wurde da» Wort geredet. Der 1899er VerbandStag wird in Frankfurt a M. abgehalten. * Professor F. Geselschap in R o m hat zweifellos nur in Folge von Gemüthskrankheit und Verfolgungswahn, hervorgerufen durch Ueberanstrengung und schweres körperliche» Leiden, fich bewußt den Tod gegeben. Briefe Geselschap» an einen Freund in Wesel erklären die Steigerung sein-S Leiden» und sein tragische» Ende. Nach Auszügen au» diesen Briefen schrieb Geselschap au» Rom unter« 18. März 1898: „Die Hamburger Skizzen haben mich lahm gemacht, und schon seit drei Wochen dm ich so abgespannt, daß ich am Meere wieder einigermaßen Mensch werden muß." Rom, 30. März: „Heute nach 14 Tagen sitze ich im Bette etwa» aufrecht usw., mein böses Bein in Gemeinschaft mit hochgradiger Nervenabspannung und Erregung und Influenza haben mich arg mitgenommen und werde ich auf Rath meines Arztes einen einsamen Ort aufsuchen." Castellamare, 10. April: „Hindernisse vielseitiger Art lassen eine heitere Stimmung nicht aufkommen, und die Arbeitslust ist gleich Null." Sejauo, 13. April: Castellamare habe ich verlassen, wo zu viel Menschheit." Sejauo, 23. April: „Das Leben ist so kurz und voller Trübsal, daß man die liebe GotteSnatur an sich drücken muß, um zeitweilig zu vergessen." Rom, 16 Mai: „Ich bin zu der Ueberzeugung gelangt, daß ich die Bilder (für Potsdam) auf die Wand malen muß, da es unmöglich ist, die Stimmung hier nach ihrer Wirkung zu berechnen. Die Enttäuschung kommt leider sehr spät, und ich muß mein Bißchen Energie und Verstand zusammennehmen, um zur Ruhe zu kommen. Die ganze Angelegenheit hat mich so nervös gemacht, daß ich kaum vier Stunden die Nacht schlafe und gar nicht schaffen kann. Die wege deS Lebens vor denselben Stationen halten, einander werden können. Ste besaßen eine Hütte, ein Gärtchen, eine Kuh, mehr bedurften sie nicht zum Lebensunterhalt. So schloffen sie ihre Thüre ab und wurden Sonderlinge, die fich um Nie« manq kümmerten. Die Baume blühten und verloren die Blätter, die Kinder wuchsen heran, hrira'heten, bekamen wieder Kinder und wurden auf dem Friedhöfe unter den uralten Kastanien begraben. Sie, hinter ihren winzigen, halbblinden Fensterscheiben wußten von Allem nicht». Dann und wann gingen fie nach der Kirche, bann sagte der Krämer an der Ecke: „E» wird schön Wetter, die Gschwandner Wetble sein herauskommen." Und nun? Therese hielt vor ihrer Hütte an. DaS Fenster stand geöffnet, seit langer, langer Z?it zum ersten Male. Sie blickte in die Stube hinein. Sie dünkte ihr ein unendlich weiter Raum zu sein, so weit und leer, daß sich ihr arme» Herz darinnen verlieren und nicht wieder finden konnte. Sonst war sie ihr nie so groß vorgekommen. DaS Bauernbett in der Ecke stand sauber geordnet in un« heimlicher Breite da und in der Mitte der Stube noch die betben Holzstühle, auf denen der Sarg gestanden hatte. Und um jedes Ding ein großer leerer Raum, um jede» Ding eine besondere Stille. Gott erbarme Dich! Therese legte die fiöstelnden Hände aus die Brust. Und so sah eS von außen aus, wie mochte e» erst fein, wenn man drinnen saß und nicht» al» den Holzwurm pochen hörte. Sie trat in den Küchenraum, von wo au» man in die Stube gelangte. Da» Feuer auf dem wetten schwarzen Herde war auSgelöfcht, daS Brod fah vertrocknet au» dem geöffneten Küchenschrank, und in der alten blaugeblümten Taffe oer Mutter war der Ueberrest Milch zu Käse geworden. . - . „Mei Mutter!, jetzt brummst nimmer, daß ichS Gschtrr uit gleich rein machen thul" Therese sank auf die Holzbank am Herd und legte da» Gesicht in die Hände. Und e» war ganz still um fie, unbarmherzig still. So still, daß fie ihr eigene» Herz in der Brust hämmern hörte. Aber war da» nur ein mechanisches Ausland. Lemberg, 17. Juni. Die Excesse in West-Galizien nehmen immer größere Dimensionen an. Die Meuterer beschränken sich nicht mihr darauf, die Plünderung jüdischen EtgenihumS vorzunehmen. Die Ortschaft Frhctac bei JaSlow wurde vollständig niedergebrannt. Hierbet entspann fich ein Kampf, in welchem die Gendarmerie sechs Bauern nieder« schoß und sieben schwer verletzte. Ein Gendarm erhielt einen lob* 3BUi * ' Uli DU Ul) Die offene Hyüre.*) Skizze von Maria Janitschek. (Nachdruck verboten.) Die letzten Schollen waren auf den Sarg gesunken. Der Dadtengräver nahm den Spaten zur Hand. Therese schritt langsam dem FriedhofSthore zu, fie hatte hier nichts mehr ^.i suchen. Sie sah fich nach den paar Leuten um, die der Mutter zum Grabe gefolgt waren. Draußen, schon weit u*rm Kirchhofe sah fie sie hineilen. Es war zur Erntezeit a:nb Alle hatten die Hände voll zu thun. Nur die ihren gingen steif uud kalt herab, al» ob etwa» von der Kühle daß Leichnams, den fie in den Sarg gebettet, an ihnen haften geblieben wäre. Sie streifte da» Kopftuch, da» ihr in die Stirne gemischt war, auf da» ergraute Haar zurück und bog in die Oorfgaffe ein, an deren Ende fie wohnte. Doppelt so breit uab lang als sonst erschien fie ihr. Doppelt so einsam. Hib der Himmel? Wie weit, wie fern, wie schweigsam! . . Mn Gefühl trostlosester Verlassenheit überkam fie. E» war ihr nie recht bewußt geworden, daß ihr da» alte, verschruwpfte Weiblein so gar so viel gewesen war. ete beide in der winzigen Hütte Tag für Tag beisammen, ihre kleinen Sorgen und Kümmernisse miteinander theilend, si h zavkend und wieder versöhnend, hatten nie an ein Ende btzrse» Beisammenseins gedacht Vor vielen, vielen Jahren hatte da» Leben der Mutter eine schwere Wunde geschlagen. Aach der Tochter war el nicht gnädig gewesen. Da war fie a»» der Stadt, in der fie diente, hinaus zu der Mutter Deutsches Reich. Berlin, 16. Juni. Ein Hauptverband deutscher Flottenvereine im Ausland ist in einer unter dem Borfitz des Erbprinzen zu Hohenlohe abgrhaltenen Bersamm- kang begründet worden. Der Zweck deS HauptverbandeS ist, darauf hinzuwirken, daß fich die in fremden Ländern anfäsfigen Deutschen zu Bereinigungen zusammenschließen, um durch freiwillige jährliche Zahlungen ober sonstige Zuwendungen zur Kräftigung der deutschen Flotte beizutragen und dahin zu wirken, daß diese Vereine fich zu festen Stützpunkten de» Deutschthurn» im AuSlande gestalten. Auf die telegraphische Anzeige von der Bildung de» HauptverbandeS ging vorn Kaiser folgende Antwortdepesche ein: „Erbprinz zu Hohenlohe-SchillingSsÜrst, Berlin. Ich habe Mich über die Meldung von der unter Ihrem Vorsitz erfolgten Begründung eine» HauptverbandeS deutscher Flotten« vereine im Auslande sehr gefreut und spreche dem Haupt« verbände Meinen herzlichen Dank für die Huldigung au». Möge die neugebildete Organisation In Gemeinschaft mit dem Deutschland wirkenden Floitenverein alle Patrioten deS Ja« und Au»lande» zur Bethätigung opferwilliger Fürsorge für die maritime Wehrkraft des Vaterlande» in unentwegter Treue zu Kaiser und Re ch vereinen und dazu beitragen, daß t»ie Früchte deutscher Arbeit und deutschen Fleißes auch in fremden Wehtheilen des heimischen Schutzes nicht entbehren. Wilhelm I. R " — Die Getreidepreise find in den letzten Tagen t« Chicago und Newhork ebenso stark gefallen, wie fie vor einigen Wochen unsinnig gestiegen waren- sie stehen jetzt dort tief unter dem Niveau, welche» vor der „Schwänze" deS Herrn Leiter durch die natürliche Entwickelung, verwöge Ab- aahme der Welt Vorräthe, erreicht war. Wie fich aus amrrt« konischen Mittheilungen ergiebt, hat man e» in diesem rapiden Falle der dortigen Preise mit einer Nachwirkung der Leiter'- scheu Schwänze zu thun: dieselbe war nicht nut, wie früher erwähnt, binnen etwa einer Woche zusammengtbrochen, sondern Herr Leiter, der nach der agrarischen Presse sich im Besitze esae» Raube» von Millionen ober Milliarden befinden sollte, ist auf größere Massen von ihm behofS Steigerung der Preise angekauften Getreides „sitzen geblieben" und ruinirt- jebenfall» hat dieser Versuch einer Vergtwaltigung der Preisbewegung dasselbe, für den Unternehmer vethängnißvolle Ende ZZSIX iuiet Äh! Nannerl hat den Daumen im Mund und blickt scheu herein. Sein Zopf, nicht dicker als ein Rattenschwänzleiu, ist voll kleiner, grüner Blättchen. Therese steht die ängstlichen Kinderaugen mit einem Ausdruck hereinblicken, al» ob fie fürchteten ein Verbrechen zu begehen. „Nannerl, wa» thust?" sagte fie so sanft wie möglich. Da» Nannerl blickt noch erstaunter, dann lächelt e» leichtfertig über sein ganze» Rosengefichichm hin. „Nix." Die kleinen neckten staubigen Füße thun einen Schritt näher. „Komm nur herein, Nannerl, kannst schon hereinkommen." Auf einmal befindet fich da» Nannerl zwischen TheresenS Armen. „Wo iS denn die Mutter?" „Troad einführn." „Und der Vater?" „Der aa." „Bist ganz alleinig?" Da» Rattenschwänzleiu nickt. Plötzlich steht Nannerl vor dem Küchenschrank, netzt den Zeigefinger mit dem rothen Zünglein und fährt liebkosend über das Brod. „Hast Hunger, Nannerl?" . .,u» ht indnidere1 winjeiyen TJlcnogramm i f ‘Umithläge ter Mm Meinte 15 le dm», jtfettijn ™ "• BewlSW 'nii' 1M l"bM'8ff6N »• I». 80 unb hoher. Aversion gegen Berlin muß ich nun abermal» überwinden mit schwerem Herzen, aber eS gibt keinen anderen Weg, und so kannst Du mich ein wenig bemitleiden," Am 1. Juni schrieb GeselschapS treue Pflegerin aus Rom: „Der gute Herr Professor ist seit gestern seüh noch nicht wieder nach Hause gekommen, und eS ist schon vier Uhr, bald fünf Uhr. Gott, e» ist entsetzlich, ich vermuthe, der beste der Menschen hat fich ein Leid angethau- eS ist furchtbar, er war gemüth». krank und glaubte fich verfolgt." • Bon einem Borfall, der, so ernste Folgen daraus hätten entstehen können, eines gewissen Humors nicht entbehrt, wird der Stangen'fchen „VerkehrS-Ztg." mitgetheilt: Als wir bei unserer Jtalienreise im Mai über den Brenner fuhren, gerieth, wahrscheinlich weil die Lampe nicht ordentlich zurecht gemacht war, die Decke des Wagens in Brand. Anfangs glimmte und qualmte es nur; es war aber zu befürchten, daß das Glas der Lampe durch die Hitze platzen und die Insassen verletzen könnte, da die Flamme, durch den Luftzug angefacht, allmählich größer und die Sache daher bedenklicher wurde. Infolgedessen nahm unser Reiseleiter Veranlassung, die Nothbremse zu ziehen, allein es stellte sich heraus, daß in sämmtlichen Abtheilen unseres Wagens die Nothbremse überhaupt nicht in Thätigkeit treten konnte. Es blieb uns daher nichts Anderes übrig, als unser Gepäck zu nehmen und in dem Gange des Wagens st.hend, zu warten, bis wir die Station Brenner erreicht hatten. Auf dem Bahnhofe hier stand ein Herr mit rother Mütze, wie der Schaffner nachher sagte, der „Jnspector". Diesem Herrn wurde sofort davon Mittheilung gemacht, daß es im Wagen brenne. Die Antwort hierauf lautete: „Dös san bayrische Wagen, dös geht mi nix an!" Da sage nun noch Jemand, daß die Oesterreicher nicht gemüthlich sind. * Militärpflicht der Ausländer. Der Berliner Berichterstatter eines englischen Blattes hat vor Kurzem gemeldet, in den Berliner Regierungskreisen werde erwogen, ob nicht dasGesetz überdie deutsche Staatsangehörigkeit geändert werden müsse. Es scheint, daß diese Nachricht auf Erörterungen zurückzuführen ist, welche über Militärpflicht- Verhältnisse oer Ausländer aus dem Grunde gepflogen worden find, daß die Ausländer im militärpflichtigen Alter fich häufig Jahre lang in Deutschland aufhalten, ohne in der Heimath oder in Deutschland Militärdienst zu leisten. Oft sind die» Leute, die selbst ober deren Eltern früher aus Deutschland in der offenbaren Absicht ausgewandert sind, und eine fremde Staatsangehörigkeit erworben haben, um der Militärpflicht zu entgehen. Wie verlautet, sollen die Minister des Innern und des Krieges in Preußen nun dem gegenüber folgende Grundsätze aufgestellt haben, nach denen fortan in solchen Fällen vorzugehen ist. Handelt es sich um Personen deutscher Abstammung, die eine fremde Staatsangehörigkeit offenbar in der Absicht erworben oder beibehalten haben, um gegen die Heranziehung zum Militärdienste in Deutschland gesichert zu sein, so sollen sie zur Wtedererwerbung der Reichsange- Hörigkeit und Erfüllung der Dienstpflicht (sofern sie das 31. Lebensjahr noch nicht vollendet haben) oder zum Ver- lassen des Inlandes angehalten werden. Bei Reichs-Aus- ländern, die nicht deutscher Abstammung sind, ist zu unterscheiden, ob in ihrem Heimathstaate die Wehrpflicht besteht oder nicht. Besteht keine Wehrpflicht, wie in Nordamerika, England, Luxemburg, so soll wegen der Militärverhältniffe den Betreffenden der Aufenthalt nicht versagt werden. Im anderen Falle würde gegen Diejenigen tn der angegebenen Weise vorzugehen fein, die der Wehrpflicht in der Heimath (sei es nun persönlich oder durch Stellvertretung, Loskauf oder wie sonst die heimathlichen Gesetze es vorschreiben oder gestatten) nicht genügt haben. Stellen diese Personen den Raturalrsirungs.Antrag und werden sie bis zum Ablauf des dritten Militärpflrchtjahres (d. i. das Kalenderjahr, in dem sie 22 Jahre alt werden) Reichsangehörige, io sind sie militärpflichtig und den Ersatzbehörden vorzustellen. Bei Angehörigen von Oesterreich oder Ungarn ist entsprechend den bestehenden besonderen Verträgen in der Weise zu verfahren, daß ihrer HeimathSbehörde Anzeige gemacht wird, damit sie in d»e Lage kommt, die Auslieferung in die Heimath zur Sm verschämte« Ja. Therese schneidet ein tüchtiges Stück »rod ab und reicht e» der Kleinen, die mit leuchtenden Augen hineinbeißt. //Grüß Gott, Frau! Ein armer HaudwerkSbursch that recht schön bitten . . ." Unter der Thür steht ein junger Geselle mit einem Ränzel auf dem Rücken. Er sieht nach Hunger und Müdigkeit au«. Therese laßt dem ersten da» zweite Stück Brod folgen. „Ist e» erlaubt, hier ein bißl zn rasten?" „Rast!" Er läßt fich auf der Thürschwelle nieder. Sie holt ihm einen Trunk Milch zum Brod und fetzt fich neben ihn. Er erzählt von der Ferne, au» der er gekommen ist. Nannerl hat es fich auf Theresev» Schooß bequem gemacht und horcht zu. Ein sanfter kühlender Wind streicht von den Feldern herüber. Der Bursche athmet erleichtert auf, das Kind lächelt, und Therese wird ganz wunderlich zu Muth. Irgendwo beginnt ein Glöckiein zu läuten, Feierabend. Die Leute kehren von der Arbeit zurück. „I dank auch schön," sagt Nannerl» Mutter zu Therese und schaut fle mit heim« licher Verwunderung an. Der Bursche drückt ihr mit einem BergeltSgott die Hand und geht. Sie blickt ihm nach, fie erwidert da» Grüß Gott einiger Nachbarn, die vorbeikommen. Später al» sonst kommt fie an diesem gefürchteten Abend dazu, ihr Bett aufzusuchen. ES ist ihr so sonderbar leicht und jung zu Muth. Mitten in der Nacht erwacht sie, steht auf, geht hinan», zieht den plumpen Holzriegel zurück und öffnet.....In tausendfältigem Sternenglanz steht die Liebe auf der Schwelle und breitet ihr die Arme entgegen. Ich will Feuer auf Deinem Herd anzüvden und die Leere Deiner Stube aus- füllen, verschließe nur Deine Thüre nicht! . . . Ableistung der Mllitärpflicht zu beantragen. In allen Fällen . soll aber zur Vermeidung von Reclamationen mit Vorsicht \ und ohne unnölhige Härte verfahren werden, besonder» wenn ein practischer Erfolg nicht zu erwarten ist. Hiernach wird bei Ausländern, die das militärpflichtige Alter (bei ehemaligen Deutschen aber das 31. Lebensjahr) überschritten haben, eine Prüfung der Militärverhältniffe und Stellung vor die Wahl der Erwerbung der Reichsangehörigkeit oder des Auswandern» nicht allgemein erforderlich sein. — Sind in der That solche Anordnungen in Preußen getroffen worden, so werden sie wahrscheinlich auch in den übrigen deutschen Einzelstaaten eingeführt werden. * Ein neue» Riesealufifchtff aul Aluminium wird gegenwärtig für die Luftschiffer-Gesellschaft in San Francisco gebaut. Dasselbe soll eine Lange von 195 und eine Brette von 60 Fuß erhalten und wird ohne Zweifel das größte Luftsch ff seiner Art sein. Der cyliuderische Theil, der eigentliche Rumpf wird 100 Fuß Länge und 35 Fuß Breite im Durchmesser haben, er läuft in zwei kegelförmige Spitzen aus, die mit dem Rumpfe noch besonder- verbunden find. Der ganze Körper ist aus einzelnen Alumiuium-Platten voa nur y2 Millimeter Dicke zusammengesetzt, die untereinander durch Äluminiumnieten verbunden sind. DaS Luftschiff wird durch einen Gasolin-Motor mit zwei Kolben, der 300 Umdrehungen in der Minute erzeugt, betrieben sein und ebenso wie die Wellen und die an diesen angebrachten Schraubenflügel au» Aluminium bestehen, auch die Steuervorrichtung wird aus demselben Metall hergestellt werden. Hoffentlich hat dieses Aluminium-Luftschiff ein besseres Schicksal al» dasjenige deS verstorbenen Ingenieur» Berthold Schwarz, da» bei seiner ersten Versuchsfahrt in Berlin in Trümmer ging- ♦ Die 400 000 Deutschen New UorkS pflegen sich bei allen Staats- und Unionswahlen bekanntlich durch ganz außerordentliche Regsamkeit auszuzeichnen. Sie fehlen nicht bei den üblichen allzu lärmenden Straßenaufzügen, sie betheiligten fich an den drüben so gebräuchlichen Wahlwetten. Wie man weiß, sind diese Wetten oft sehr wunderlicher Natur, sie beweisen aber die Theilnahme an der Wahlbewegung und tragen nicht selten zum Erfolge bei. Daher pflegt auch oft das witzige Straßenplakat zu wirken, und einem solchen Einfalle konnten die Deutschen New-Pork» bei den letzten Staatswahlen dankbar sein. Sie ließen einen ehrsamen „Grocer" (Spezereihändler) Namens Meyer für einen Senatssitz, wie man deutsch amerikanisch sagt, „laufen" und Meyer drang durch, vielleicht nicht zum Mindesten deshalb, weil an allen Straßenecken Groß-New-Porks zu lesen war: Elect Meyer! "What is the difference between Meyer and Bismarck? „Bismarck ist ein großer Deutscher und Meyer ist ein deutscher Grocer". * Heber den Tod Edward BellamyS liegen jetzt ausführliche Nachrichten vor. Bellamh, der nur 49 Jahre alt wurde, ist in feinem Heim zu Shicopee Falls bei Springfield gestorben. Er war fett der Vollendung feine» letzten literarischen Werkes „Equality" vor acht Monaten sehr hinfällig geworden. Schon geraume Zeit vorher hatten mancherlei Zeichen angebeutet, daß feine Lebenskraft untergraben war, aber erst im August letzten Jahre» theilten ihm feine Aerzte mit Bestimmtheit mit, daß er lungenleidend fei. Er suchte Heilung in Colorado und begab fich im September mit feiner Familie nach Denver, wo er bei feinen dortigen vielen Freunden die theilnahmSvollfte Aufnahme fand. Die von dem Klima Colorados erwarteten wohlthätigen Wirkungen auf BellamyS Gesundheitszustand biteben auS, und fett dem Monat Januar d. I. stillte sich ein sichtlicher Verfall der Kräfte bet dem Leidenden ein. AIS er erkannte, daß er keine Aussicht auf Wtedergenefung hatte, regte sich der sehnliche Wunsch in ihm, nach seinem alten Heim in Chicopee Fall» znrückzn- kehren, wo er geboren war und sein ganze» Leben zugebracht hatte und wo rr auch sterben wollte. Seine Brüder kamen zu ihm nach Denver, um ihn nach Hanse zu bringen, und am 26. April traf er wieder in Chicopee Fall» ein, todt- krank, aber ruhig und gefaßt. Bellamh hinterläßt außer feiner Wittwe und zwei Kindern, zwei Brüder, von denen der eine, Karl Bellamh, Herau»geber deS Blatt» „Daily New»" in Springfield ist. • Eine mißglückte Wahlrede. AuS Zeven schreibt man dem „Haunover'schen Courier": Ein Junifonnlag, wie er besser gar nicht sein konnte! Die Sonne leuchtete, der Himmel glänzte, die ganze Erde war voll Feiertag-stille und um die Lindenkronen summten die Bienen. Siehe, die» ist die Stunde, wo die Schönheit der Welt fich offenbart. — Aber Hermann Hohn» kennt den stillen Zauber einer solchen Feierstunde nicht. Hermann Hohn» ist ein Riese von Gestalt, seines Zeichens Bäckermeister und feine» politischen Glauben» wegen ein eifriger Verfechter de» Antrages Kanitz. Eine Eigeuthümlichkeit hat Hermann Hohn» noch, die ich erwähnen muß: er hat Hände, oder, wenn man will, Fäuste fo groß und derb, al» hätte die Natur ihn bestimmt, damit jeden Tag so, — na so einige Ochsen zu erschlagen. Mit diesen Händen ist Hermann immer in Bewegung, wenn er redet, er „weiharmt jammer rüm." Da- machte er auch kürzlich Nachmittag», als er die feierliche SonutagSstille mit AgitatiouS- redm störte. Unaufhörlich floß der Stiom feiner Rede, unaufhörlich gingen feine Hände. Trotzdem ich mich etwa» ab- feit» fetzte, um ein Glas Bier in beschaulicher Ruhe zu genießen, klang e» doch abgerissen zu mir her: —„uothleidende Landwirthschaft", — „Antrag Kanitz", — „Getreidezölle", — „will ich Euch mal au»einandersetzen", — „Dortheil" — »Ihr doch einsehen" u. f. w. Hermann wußte seinen Text! — Und seine Zuhörer? Na, die hörten auf ihn, freilich, aber auf ihren Gesichtern stand der Zweifel geschrieben, fie trauten anscheinend dem Kanitz-Eoangelium nicht recht. Nur mein MeierdierkS sah immer mit gespanntester Aufmerksamkeit den Redner an, immer ohne Aufhören. Und al» zuletzt Hermann Hohn» seine Rede schloß und Alle schwiegen — da wandte er sich an MeierdierkS und sprach: „Nicht wahr, MeierdierkS, Du heft mi oerftahn un stimmst mit mi? Ick ! । hefft an Din Gesicht sehn. Datt heft Du Di woll nich drömen laten, datt Ji Buren fo bei Bördele van dem Bund ( Herrn! Ist nich fo?" — „Weet nich, Du," sagte Meier- dierk» und kratzte fich hinter den Ohren, „weet nich rech, — awer ick heff jümmer Din Han'n ansehn mußt! Segg mal, Minsch, wo kannst Du woll mit fo'n grote Han n so » lütt je Brödchen backen?" — Diese Wahlrede hatte keinen Erfolg. * Ter Welimttergang. Die Weltwiffenschaft hat sich manche» Mal gefragt, wa» an» der Industrie werden soll, wenn die Lohlenminen ganz erschöpft fein werden und fie fich plötzlich ohne Wärme und ohne Kraft wird behelfen müssen. DiefeS Problem ist nicht unwichtig, und eS ist nm recht und billig, daß man von Zett zu Zeit daran erinnen wird. In einer englischen Revue hat aber ein Gelehrter eine weit ernstere Frage aufgeworfen und läßt den Schrecken», ruf ertönen: „Gefahr in Sicht". Lord Kelvin h« entdeckt, daß die Verbrennung der Steinkohle die vollständige Vernichtung der Menschheit herbeiführen muh. Seine Schlüsse find sehr einfach. Wir haben zu nuferer Verfügung einen Stock Sauerstoff von 1000 Milliarden Tonnen und einen Stock Brennstoff von 340 Millarden Tonnen. Bei bei immer steigenden Fortschritt der Industrie darf man ohne Weitere» behaupten, daß es vor Ablauf von fünf Jahr. Hunderten weder in der Erde, noch auf der Erde Kohlen geben wird- da aber die brennende Steinkohle eine gro§t Quantität Sauerstoff abforbirt und in Kohlensäure verwandelt, wird lange vor der Aufzehrung unsere» ganzen Brennstoffe», ungefähr in vier Jahrhunderten, kein Atom athembarer Lost mehr vorhanden sein. Diese Eventualität ist nicht sehr bt> ruhigeud. Glücklicherweise spielt Lord Kelvin nicht immei die Rolle des Unglücks-Propheten, sondern gibt zugleich bh dem Hebel auch da» Heilmittel an. Diese» Heilmittel bestell! in der Cnltiviruug zahlreicher Pflanzen — damit unter Sauerstoff Vorrath anwachse — und in der sorgfältigen Er Haltung der Wälder, die uvS noch bleiben. Dadurch werden wir eine Frist erzielen und unseren Koh'.envorrath bi» zow letzten Stückchen verbrennen können. Aber nach dieser Frtn werden unsere Ururenkel von der Bildfläche verschwindeo müffen. In einer Welt ohne -Sauerstoff und ohne Steinkohle werden sie nur zu wählen haben zwischen dem lobt durch Ersticken und dem Tode durch Erfrieren, wo» die Vorsehung verhüten möge. * Für Billardspieler, Kellner unb Gastwirlhe dürste eint Billardcontrollvorrichtung von Interesse sein, welche jüngst einem Herrn Welling in Köln patentirt wurde. Dieselbe verhindert nämlich automatisch sowohl ein Mogeln von Seiten der Spieler als auch ein Uebervortheilen de» Wirthes oder der Spieler durch den Kellner. Diese Vorrichtung zwingt auch noch die Spieler, nach Beendigung de» Spieles die Bälle wieder hübsch ordentlich aufzuräumen. Wie uns das Internationale Patentbureau Carl Fr. Reichelt. Berlin NW. 6, mittheilt, besteht die Vorrichtung in der Hauptsache aus einem Uhrwerk, welche« in der Stunde einmal eine Stiftfchcibe herumdreht, deren Stifte alle fünf Minuten eine Nase aufheben. Diese Nase hat die Gestalt eines Winkelhebel« und steht in Verbindung mit zwei gleichartigen Zählwerken, von denen die abgelaufene Spielzeit und gleich der dafür zu berechnende Preis abgelesen werden kann. Zu dem einen Zählwerk hat der Kellner den Schlüffel, bet es nach Beendigung jeder Partie auf Null zurückstellen kann, während das andere weiter zählt. Dieses sieht unter der Controlle des Wirthes. Das Zählen findet nur statt, j» lange die Winkelhebelnase mit der Stiftfchcibe in Eingriff steht. Wird nicht mehr gespielt, sind daher die Spieler ge- zwungen, die Bälle in die Schublade der Vorrichtung einzulegen, damit dieselben durch ihre eigene Schwere die Winkel- Hebelnase außer Bereich der Stifte ziehen. Werden sie wieder der Schublade entnommen, so drückt eine Feder d e Nase wieder in den Bereich der Stiftscheibe, und die Vorrichtung fängt von Neuem an zu zählen. Unterlaffen die Spieler da» Aufräumen der Bälle, so zählt die Vorrichtung zu ihrem Schaden weiter. * Unerwartete Wendung. Doctor: Hm, der Kleine sicht jetzt ganz wohl au». Meine Pillen scheinen geholfen z° haben — nun, wie hast Da fie denn verbraucht?" — Fritzchen: „Mit dem Pustrohre- ich hab' Sperlinge damii geschoffen, Herr Doctor!" e 3m Eifer. A.: „Weßhalb haben Sie eigentlich den Bräutigam Ihrer Tochter den Laufpaß gegeben?" — B-: „Weil ich ihn noch zur rechten Zeit durchschaute, denktc Sie, als ich ihm da» Jawort gab, umarmt er plötzlich Pttlt seiner Braut — meinen Geldschraok!" SdHffsnadprid^tea. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bk Agenten Loo« und I. M. Schulhof. Bremen, 16 Juni. (Per lean-atlantischen Telegraph.! Doppettchrauben - Poftdampfer Friedrich der Große , M. Eichel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 1- Mittags wohlbehalten in New-York angekommen. Bremen, 16. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) T" Schnellpostdampfer Kaiser Friedrich, Eapitän L. Stormn, oo« Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 2 Uhr Morgen- wohlbehauev in Nero Aork angekommen. Drucksachen, Rechnungen, Aactnren, Hircutnre, Arieföoge«, Umschläge mit Pirmendruck fertigt billig ASHl'scht llniv.-M- u.'Attin-ttckerci, Schiristratze 7. Ar wi,b,A. 9» 8*# I 9e' zoos U. 56*l M " * utiüS M V « verschiedene M B, Weißb Bf Hl. 6301“ Leimfarbe, 1* 1617 qm Oel! Loos U. 15 640 qm KäsefiN färbe, 2511 qi Loos III- 1 507 qm Wim färbe, 140 qm 6 oelfarbe rc. Loos IV. 4! 56 qrn Kasefa färbe, 1314 qn Fuhbodenolen i C. Etuckarbeii fünfe, Wand! D. Liefern un 465 qm Angedottunier un» ungesehen uw (leine Zeichnung« prei» bezogm rot bezeichnender Au 4. Juli b. I. dem Eröffnung einzureichen. Zuschlagsfrist Gießen, den 1 Groß-. 8aubet)ör neubi I. 'N das f a? ® k-r y - L Berg von Bat Die zur Umde der Lchieserbedc Provinzial - 9lrrt|l »ölhigen Dachdeck, arbeiten werden Hinweis auf de 18. Juni 18 »uf dem Subn geschrieben. Die eiussuhrun Arbeittzbeschreibunl 3Imt«local vom f offen, UN ?a .^druck zu ^gebo'.s-Vernierk iu° Ee bsskostenr genommen werben Angebote find b Bormi ÄeU und , ZuschlagSfrist e Wn, den i( ^obherzoglich s°wie ae ^'ethe 9< :t hch Di. m 111 Htbih ? "'I iit •HÄ??1*« ßlUtn J Utk SSfil* l.oti 1^1*1 -•»Jas '°88> ' antolitla „5 ),L *l,B/ UDb ti |Ä :rW L.D WO t* Stb *| £ “,t"' Mim 4 ft?**** 1“l‘l Zotoa 8d । A*' M»M 1 voo füvs v Do* °°f der @ibt 8 v. eine J ®®oHau omeab ’Jtttt SavjellBruiM ,tla at0« alhwbn«! sMtaalhlt ist llicht sch t ! wb Srlvm vicht in n' ivvderu gibt lualeicb t «• w hJA w. dstwzm - bamit B unb io bt: fot(|Uti|nt A bUiben. Dibvlch mn K°h:eovottath bii p vro. Übet aoch bitja fr der LilbslSchk derfchi^ Isuerfioff aob ohvt L > haben zivifchtll buie durch Srfdtttn, Mh t «b Tchckthi bürfte c> ig von Interesse sein, ick in Köln patenlirt M ontatiid) sowobl ein te ich ein Uebervortheilen M b den Kellner. Diese 8» vieler, nach Beendigung irdentlich ausjuralMN. & atreau Earl Fr. Reichell it bw Scrridrtung in bei itüfiti m der Stunde em- |t, tarn TM alt N MW bit W Beckndnng mit zm M ne abzelausene Spielzeit in' streit abgelesen werden k t Redner den Schlüsse & t aujM zurWellen lr blt. Dieser sieht unterJ- Qablen findet nur statt btr etWbi ü* nnk i»jtr dir epw M bet 8wÜ*J * , djene £4»« " iriidt dm Srt“ (2 ddeibi, unb b" *0I5 „ Unterland k“ Ml , SottWMS >'k D,a«: b"’^ lUh" M’Q&t • jraok!' J',5 2»^ «b-7 ^x**z nimmt billig 5066 empfiehlt 5888 Pumpernickel wieder friscb eingetroffen. 5291 Wienerts Filiale, Neuen Baue l. feinster Neuling. 5920 t» Ist das beste und im Gebrauch billigste 1761 und bequemste Waschmittel der Welt. Gefrorenes 5793 verschiedene Sorten, 6123 Schmitt. 35 pfohlen, zu haben bei 2868 empfiehlt 6090 o -s Ä Telephon 119. Marktstr. 4. 'C © 5811 Consum 5919 Neuling. 4361 ins Haus. 5511 vorräthig. Wilh. Kohlermann, Neuüadt 15. 6089 ernpftchlt Telephon 46. Markt 21. 3444 C. Roth II., WMHorstraße 5 1> licliiinntimuijinißeii -Krrstklgrriuigtil ((iii|ifrliliiiini'ii ZD > O m von unechltzbarom Wert für Damen, welche Ihre Toilette zu Hause enferticGL Zu kaufen in allen besseren Posamenten- u. Kurzwarengeschäften. sind gefährlich, wenn die« selbennichtfunetionireu SachgemäßeMüfung und Kerstellung von Blitzableiter» über- t z Schweizerkäs ächt Cmmenthaler, Emil Orbig, Bahuhofstrafie 3 0. Chr. Wallenfels, 17 Marktplatz 17. Mar Meißbacktt, Südanlage 23. Bitte versuchen Sie meinen gebrannten Kaffee, das Pfund zu 1 Mark. J. M. Schulhof, Marktstr. 4. Telephon 119. KOO Mark' zahle ich dem, der WWW IHdrK beimGebrauchvon Käthes Zahnwasser, s k Flacon 60 jemals wieder Zahnschmerzen bekommt oder aus dem Munde riecht. Joh Georae Kothe Reriii-e, per Stück 12 Pfg., nmt ital. Kartoffeln, per Pfund 12 Pfg., neue egyxt. Zwirbeln, per Pfund 12 Pfg., preißelbeerenlomPot, per Pfund 45 Pfg., pa. Cinmenthalcr Zlhinciierbnse, per Pfund 1 Mk., tiixl. frische Kiißrahm-Taftlbuttcr (Perle derWetterau), verPfd. i,20Mk. Failbbntter, Eier etl. empfiehlt 5810 J. N. Schulhof, J. H. Fuhr, Sounenstraße 25. in anerkannter Güte, Kaffee- u. Theegebäck stets vorräthig, empfiehlt H. Hettler, Conditorei und Wiener Cafe. Ausschank echt Pilsener und Münchener Bier. WflT" Schöner Schiffers Proffclfnttrr und Mischfutter für alle Arten Vögel, in Originalpackungen vorräthig bei 5022 A. & G. Wallenfels, von Wauaröeiten. Folgende Arbeiten für den Neubau des phpsikalisch.chemischen Institutes zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerialerlaffes vorn 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden: A. Schlofferarbeit. Loos I. Beschlag von 46 Thüren, verschiedene Eisenconstructionen. Loos II. 56 lfdrn. Treppengeländer. Loos III. Beschlagvon 43 Thüren, verschiedene Eisenconstructionen. Loos IV. Beschlag von 39 Thüren, verschiedene Nsenconftructionen. Loos V. Beschlag von 35 Thüren, verschiedene Eisenconstructionen. B. Weihbinderarbeit. Loos I 630 qm Kalkfarbe, 730 qm Leimfarbe, 140 qm Emailfarve, 1617 qm Oelsarbe rc. Loos II. 150 qm Kalkfarbe, 640 qm Käsefarbe, 1345 qm Leimfarbe, 2511 qm Oelsarbe rc. Loos III. 155 qm Kalkfarbe, 507 qm Käsefarbe, 1550 qm Leimfarbe, 140 qm Emailfarbe, 2307 qm Oelsarbe rc. Loos IV. 490 qm Kalkfarbe, 55 qm Käsefarbe, 820 qm Leimfarbe, 1314 qm Oelsarbe, 617 qm Fußbodenölen rc. 0. Stuckarbeit: Unterzüge, Ge- fimse, Wanddecorationen rc. D. Liefern und Verlegen von 465 qm Linoleum. Angebotsunterlagen können bei Ans eingesehen und Angebotsformulare (feine Zeichnungen) gegen Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten mit Lezeichnender Aufschrift sind bis zum 4. Juli d. I., Vorm. 10 Uhr, Lern Eröffnungstermin, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1898. Großh. Baubehörde f. d. Universitätsneubauten. 6050 I. V.: Becker. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Umdeckung eines Theils der Schieferbedachung auf dem provinzial - Arresthause zu Gießen vöthigen Dachdecker- und Spengler- arbeiten werden hierdurch unter Hinweis auf den Min sterialerlaß üom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionswege ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und DrbeitSbeschreibungen liegen in unserem Amtslocal vom 13. l. Mts. an zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen SngeboiS-Vermerk versehen, daselbst yim Se bstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 25. Juni I. Js., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist eine Woche. Gießen, den 10. Juni 1898. Großherzogliches Hochbauamt Sportwagen von 8 Mk. an, Fetter- und Kasteumgeu, Schubkarren, 5371 Croquet- und Tennis-Spiele, Tirrngeriithe, Schaukeln, Kindrrstnhle empfehlen in großer Auswahl Worih Kregori u. Sohn. Ksljncnffangkn sind wieder vorräthia bei 3535 Andr. Euler. freie Rattenkuchen „De- Ullu" licia“ v. Apoth.Freyberg, Delitzsch sind d. sicherste Prima X Iik-klkohlei rr von reuommirtesten Zechen liefert billigst 4273 Carl Haas jr. Aadewannen zu verleihen, sowie in allen Größen Das Beste für eleganten m Taille nsitz p ===== Zu haben -------- Io den meisten Colonlalwaaren-, Drognen- und Seifen-Handlungen. Dr. Thompson’s Seifenpulver :'"5rTHÖMPS0N~S frlibriii- Sckstkiik empfiehlt 5575 Louis Tross. s B Beste und billigste Bezugsquelle für garantirt neue, dihpelt gereinigte und gewaschene, echt nordische Bettfedern Wir versenden zollfrei, gegen Nachnahme (sedeS beliebige Quantum) Gute neue Bett« federn Per Psd für 60 Psg., 80 Pfg., 1 M„ 1M.25Psg u.l M.40Pfg.,Feine prima ' tzalbdauneu Im.60 Psg.u.lM.80Psg.; ! Polarfedern: halbweitz 2 m., weiß ]2 M. 30 Pfg. u. 2 m 50 Pfg.; Silber« 4 weiße Bcttfedern 3 m., 3 m. 50 Psg., 3 1m., 5 m.; ferner: Echt chinesische 5 Ganzdauncnfsehrsülllräfttg)2 rn 50Psg. 3 u. 3 M. Verpackung zum Postenpreise. — Bei Beträgen von mindesleuÄ 75 M 5°|0 Rabatt. — S .'Nchtgefallende; bercilmilligst zurückgenommen. § Pccher & Co. in Herford in wepf " . ........ 3143 WIM 7s SEI FEN-PULVER ; Einzig und allein von Sachsen-Cobnrg-Gotha. 6085 J. C. Wallenfels 2910 Geschäften erhältlich. 5906 Singer Go. Act.-K-s. TLL7" Giessen, Bahnhofstr. 214. 1 Fr.Krogmann, Miethe. — Reparaturen. — Stimmungen. Giessen Zithern, 3681 Sailen, Vtasinstrume». «. K°h,h°f»r°ßk 8i. Franz Eyserbeck, Giessen, s«ihwm»u Gustav Kuppel, Giessen Leitung. 5 Schillerflraße. 3497 Schillerflraße 5. Reelle Garantie. Reelle Garantie. Umtausch gebrauchter Räder. Theilzahlungen gestattet. 9669 Jedes andere Werk unter gleichen Bedingungen. 5800 S. Gans, Frankfurt a. M., Moselstraße 36. MEY’s StoiTwäsche Rumän. Hoflieferanten. o 5907 NneeialitÄt: Billige Ausgaben 4on Rcbcrtion: L. Burkhardt. — Druck und Verlag der BrS hl'scheu Uuiverfität-.Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Oel- farben Z>eutsch-Atat. Saiten, Accord- und Schtag- äusserst vortheilhaft. trägt jedes Stück. kaufen wir alle unsere vorzüglichsten Lackfarben 3 5* T -5 (T> Automaten, Trommeln, AkSten, Hccarinas, Aofj- und ZZlech- Billig, praktisch, elegant, von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. Pianos. — Kauf, Sioltnen, Vratscheu, «Lellis, Däfle, Vogen, Kaaröezüge, Kolophon, Stege, Kutterake, Aasten, 2. n" Vorräthig in Giessen bei: Emst Balser, C. Steinhäuser, Neuen- Bäue 17. H. Kühn, Seltersweg 36, Julius Hoos, Bahnhofstrasse 41, Ottmar Köhler. — In Butzbach bei A. Weickhardt. [,ir> Kand-u.Mund-Hrgeln, ^ofyphon-, Symphon- Wustkwcrkc, Im Gebrauch Diese Handelsmarke •e»e«oeeeeee»eeee»es»eeee Imps-Färbklki n. dieniifdjc WiHiM Ersatz- u. Zubchörthelle. — Fachgemässe Reparatur. Gratis-Unterricht unter meiner persönlichen Leitung. Den geehrten Damen wird auf ' Wunsch von einer Dame Unterricht ertheilt Singer Nähmaschinen sind mustergültig in Conftruction und Ausführung. Singer Nähmaschinen find unentbehrlich für Hausgebr uch und Industrie Singer Nähmaschinen sind in allen Fabriksbetrieben die meist verbreitetsten. Singer Nähmaschinen sind unerreicht in Leistungsfähigkeit und Dauer. Singer Nähmaschinen sind für die moderne Kunststickerei die geeignetsten. Kostenfreie Unterrichtscurse, auch in der Modernen Kunststickerei. Die Nähmaschinen der Singer Co. werden in mehr als 400 Sorten von Special- Mischmeu für alle Fabrikation^weige geliefert und sind nur in unseren eigenen Tannene Möbel dauerhaft und geschmackvoll gearbeitet, empfiehlt 829 Karl Zimmermann, Schreinermeister, NtuemBLne 15. Erstklassige, deutsche Fahrräder verschiedener System» für Herren und Damen Zubehör- und KrsMheile. Fachgemäße Rkparatur. Erlernen unter meiner persönlichen *2 ® 2 r-. 4)—. Ä - 4) 35 Für Kranke. Viele Krankheiten und Beschwerden, selbst hartnäckigster Art, können in den meisten Fällen schnell und gründlich durch ein einfaches Lerfahren geheilt werden. Ich bin bereit, dasselbe jedem Leidenden kostenfrei bekannt zu geben. Dr. med. Zachariae, pract. Ärzt 8661 in Wildemann im Harz. Kirchentzlatz 21 Giessen Kirchcnplatz 21 empfiehlt stch für alle vorkommenden Arbeiten bei schnellster- anerkannt tadelloser Lieserung und billigsten Preisen. WM" Aiiströge per j)oft rorrbfn prompt trlrhigl Cognac, Rum, Frucht, Bitter, Kümmel etc. Ein Lieferant für Liqueure und Branntweine gesucht (Umsatz jährlich 2—3000 Mk.) am hiesigen Platze. Offerten unter „Branntwein" mit Preisangabe an die Expedition ds. Blattes zur Weiterbeförderung. 6044 Fabrik von LEIPZIG-PLAGWITZ. Meyers Conversations-Lexicon sowie Brockhaus’ Conversations-Lexicon (neueste Auflagen) 17 Bände ä 10 Mark iefere franco an Jedermann, das ganze Werk complet, gegen monatliche- Theilzahlungen von 3 Mark, ohne Anzahlung. Musik-Instrumente, Musikalien. Wir empfehlen unsere Fleischfaser- Hundekuchen I Deutsches Fabrikat) anerkannt von den ersten Züchtern und Autoritäten der Kynologie als das beste Futter ((50 Kilo Mk. 18,50 ab Fabrik) Mit Staats-, gokd., fisv. Medaillen und Hören-Sipkomen prämiirt. Räder m sehr billigen Preisen bet 3421 Job. Fr. Schaaf Wkhstkwstrch 41 Grosses Lager. Reellste Garantie. Eigne Lernbahu. ff? TQfanjentod bewährtes, sicher' wirkendes Mittel. Flasche 50 Pfg. Adler-Drogerie, Selteroweg 39. Otto Schaaf. 6105 aus der MEY & EDLICH, Kgl. Sächs. u. Kgl. Triumpslüappfliihlr, Verandamöbel, Roll- ; Schutz- M Wände inallenGrößen bei 4709 Th. Brück ^chlokraNe Iß Schnelltrocknende, sehr dauerhafte Fussboden- Anstriche, als Specialität: empfiehlt die Löwen-Drogerie, W. Kilblnger Seltersweg 5.. TTanfnmiUDrto Be,ert ,obne11 m biUigen Prei,en U ullluUUiul lu Bruhrsche Univ.-Druckerei IL eilt Firmendruck Scheietrasse 7. Drocküre über Fütterung, Pflege und Krankheiten der Hunde, sowie über Geflügel auf Verlangen gratis u. franco. Die Verpflegung, sowie Lieferung unser »Patent-Bores^ ist uns von der diesigen internal. Hundeausstellung übertragen. Niederlage bei: Wilh. Kilbinger, Löwendrogerie in Gießen. Westdeutsche Hundekuchen- und Geflügelfutter-Fabrik (G. m. b. H.) Langenfeld, Nheinl. Alleinige Lieferanten des deutsche» Vereins für Tanitätshunde unter dem Protect. des reg. Herzogs JE® M BW _ Höchste Auszeichnungen. A U L £ H-JMrräder Grösste Verbreitung. xxxxxxxxx^^^xxxx>»s><>x>Sre vermißen, »esentliche Berscht sichren vermögen. Dr» zehnjähr verlausen. Dass Armee unb Mari Havgverleihu"gell lrthnng de» Gro früheren Slaal-s mann. Damit tt in Ungnabe gtfaü Wtlijtfaiiittr jaiMgekthrt unb von Ärbntsmüdtg fein vielbesprochen kaum die Klippe i läufig liegt nicht Achsel vor, die Z Uechitanschanunge lfi «füllt, und be «erden, im Laufe »riteren versprech lungsrechtS nachzu Recht bevegt 8al man schon li dntagung bei t*Dt derständtgunj hxlngenbe parlawr so kann die l L, lv erst, £ln Museum ira °°h! W'iranj Ü6lr h| Jr’lrfoBBen aIl »<• ta LS" S*6 tytlfn einmal B l «'““Mw. bin l Sr ttjiwa.0“1 nm **«• ffi?