1898 Erstes Blatt Gießener Anzeiger Heneral-Unzeiger Amts- unb Anzeigebl^rtt für den Ureis öieftem Gratisbeilage: Gießener Familienblätter sw _T5Äin Alle Anzeigen-BermittlungSstellen M In- und Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger cntygce. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den ;>lgendeu Tag «scheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr. Sonntag den 19. Ium en. Preussen Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schnlstraße Zlr. 7. .Halbwolle und M bis S Ml. Men, von 85 Pfz, Bicogne und Wolle jj Ml. bis 3 M. ifg-, 1,25 bis 6 Ml Solle zu 1 K, 1,20 Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Localer utifc provinjieUes» Gtetzev, 18. Juni 1898. — Zu eigener Sache. Auf die Aurlaffung der »H'ss- LandeSzeitnng", die e» trefflich versteht, den „Gießener Anzeiger" für ihre Zwecke zu uutzeo, erklären wir, daß wir die letzte (?) Beckmann'sche Erklärung nicht aufgeuommen haben aus dem einfacher., sicher gerechtfertigten Gründe, weitere unnütze Streitereien zu vermetdeu. Nachdem die früheren Erklärungen beider Parteien gleichzeitig abgegeben waren, ist: es Sache jedes vorurtheilsfreien LeferS, sich ein eigenes Ur- theil tu dieser fraglichen Augelegevheit zu bilden. — I« Uebrigeu dürfen wir versichern, daß wir uni von Gehässigkeit jeder Art frei wiffm. •» «erichtsdienst. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allerguädtgst zu genehmigen geruht, daß der erste Kauzleibeamte bet den Collegialgertchteu den AmtStitel „Kanzlei-Jnspector" zu führen hat. — Ernannt wurden am 9. Juni der Kanzleigehtlfe beim Oberlandes- gertcht, Heinrich Engelhardt, die Kanzleigehtlfe« beim Landgericht der Provinz Starkenburg, Georg Brust, Georg Himmler und Heinrich Zeh fuß, der Kaozleigrhlfe beim Landgericht der Provinz Oberhrffen Gustav Frank, fowie die Kanzletgrhilfen beim Landgericht der Provinz Rhrtuheffeu, Karl Neumann und Rudolf Klein, zu Kanzlisten bei diesen Gerichten, sämmtlich mit Wirkung vom 1. Juni L I. au. •• Militärdirustaachrichteu Frhr. v. RotSmaun, Hauptm. und Comp.-Chef vom Füs. Regiment General- Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen (Hannov.) Nr. 73, als Adjutant zum Generalcommando des 11. Armeecorps commaudtrt. Frhr. v. Buddenbrock - HetterSdorf, Oberst ä la suite drS Kaiser Franz Garde-Gren. RtgiS. Nr. 2 und beauftragt mit der Führung der 50 Jnf.-Brig. (2. Großh. Hrff.) unter Emennung zum Commandeur der Brigade zum Generalmajor befördert, v. Balles des Barrel, Major i la suite des 4. Großh. Heff. Jnf.-RegtS. (Prinz Carl) Nr. 118 und Borsteher der Geheimen KriegScouzlet im KrtegS- mintsterium, zum Oberstlt. befördert. Goldmauu, Major, aggregirt dem Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, alS Bat. Commandeur tu dal Jnf.-Regt. von Goebeu (1. Rhein.) Nr. 28 etnrangtrt. MertenS, Major z. D. und Commandeur des LandwehrbeziikS WormS, der Eharakter als Oberstlieutenant verliehen. Roethtg, Prem. Lt. vom 3. Großh. Hrff. Inf. Regt. (L-tb-Regt.) Nr. 117, unter Versetzung in das 5. Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 168, zum Hauptm. und Comp. Chef befördert. Frhr. Schaffer v. Bernstein, Sec.-Lt. vom Dragouer-Regt. König Friedrich III. (2. Schlef.) Nr. 8, bis zum 30. September zum 1. Großh. Heff. Juf.°(Leibgarde )Regt. Nr. 115 commandirt. Krömmelbetn (Friedrich), Sec.-Lt. vom 5. Gioßh. Heff. Inf. Regt. Nr. 168. zum Pr.-Lt. befördert, v. Winter- feld, Oberst ä la suite drS Huf. RegtS. König Wilhelm L (1. Rhein.) Nr. 7 und Commandeur der 25. Cav.-Brigade (Großh. Hrff.), zum Generalmajor befördert. Frhr. v. St ett eu, Rittm. und Comp.-Chef vom Großh. Hrff. Train Bat. Nr. 25, rin Patent seiner Charge verliehen. ♦» Militärische!. Die von Sr. Majestät dem Kaiser den Fahnen- refp. Standartentragern verliehene Auszeichnung besteht aus einem an einer Kette um den Hals getragene« Brustschild (Ringkragen), das zwei au den Stangen grkreuzte Feldzeichen enthält, zwischen deren Tuch sich ein W mit der Krone befindet. Außerdem wird noch ein zweites Abzeichen am rechten Oberarm in derselben Darstellung wie auf de« Brustschtld getragen. Die Ringkragen find, der Farbe der Knöpfe zum Waffemock u. s. w. entsprechend, aus Tombak bezw. Nickel versilbert. Das Abzeichen zum Waffemock rc., auf Gcundtuch zu letzterem aufgestickt, wird am rechten Oberarm in der Mitte zwischen Armlochuaht und Ellenbogen getragen, andere Abzeichen, (Kaiser-, Fechterabzeichev) werden unmittelbar darunter angebracht. Bei vorhandenen Fechterabzeichen fitzt dal Abzeichen sür Standartenträger zwischen den Schenkeln, an welche der Fuß der Fahnenstange sich anlehnt. •• Die Htmde-Ausstellung auf der Schönen Aussicht wurde heute Morgen um 8 Uhr in Gegenwart des Ehren- comitöS, der Preisrichter und der Aussteller feierlich eröffnet. Hieran schloß fich die Prämttrung der Raffen tn verschiedenen Klaffen, und werden wir unseren Lesern daS Resultat in der nächsten Nummer unseres Blattes bekannt geben. Die gutbeschickte Ausstellung kann als in jeder Beziehung gelungen bezeichnet werden. Die Unterbringung der Hunde in den neuen patenttrten BoxeS der Westdeutschen Hundekuchen- und Geflügelfutterfabrik Langenfeld-Köln ist eine sehr Kattovitz. Letocha (C.) gewählt. bchwarzbnrg-Rudolfsstadt. Hoffmann (Soe.) gewählt. Borna, v. Frege (K.) gewählt. Hetlig'beil. v. d. Gröben (K) gewählt. Angerburg. v. Staudh (R.) gewählt. Naguit. Graf Kanitz (K.) gewählt. Gumbinnen. Mentz (K) gewählt. Malchin. Freiherr v. Maltzan (K) gewählt. Rangard. v. Dewitz (R.) gewählt. Regeawalde. Ebenfalls gewählt v. Dewitz (C.) Homburg-Kusel. Fitz (Nl.) mit großer Majorität gewählt. Annaberg. Gewählt Esche (Nl ) Wolfenbüttel, v. Kaufmann (Nl.) gewählt. Eßlingen. v. Geß (Nl) gewählt. Mankfelder Kreiß. Gewählt ReichSparteiler Dr. Arendt. Neisse. Horn (C.) gewählt. Fulda. Herold (C.) gewählt. Mayen. Wallenborn (C.) gewählt. Cochem, v. Grand Ry (C) gewählt. Halle. Gewählt Kunerr (Soc.) Gotha. Bock (Soc.) gewählt. Meißen. Goldstein (Soc.) gewählt. Grelfßwald. Gewählt Graf BiSmarck-Bohlen (R.) ZStjugrpreiL vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monattich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf* vierteljährlich. i Königsee 4'“ y * Nrit ümpse« wird billigt _______ Linie «tsTä ün. _____ Stichwahlen finden statt tn Hall 'zwischen Frank (Bund d. Landw.) und Hofmann (südd. Bol Sp.), Crailsheim zwischen Haug (Bund d. L.) und dem Cau- dtdaten der südd. B., Ulm zwischen dem Candidaten der Reichspartei und Hähnle (südd. B), tzppiagea (Baden) zwischen Köhnhorn (Nl.) und Lucke (Bauernbund). Lahr zwischen Weingärtner (Nl.) und Schättgen (C.) Kreuznach zwischen Cuoy (Nl.) und Graf Hompesch (C.), Loebau i. S. zwischen Consero, und Socialist, Zmmeustadt zwischen Natllib. und Centrum, Nienburg zwischen Welfe und Socialist, Diepolz zwischen Welfe und Natllib. Verden zwischen Welfe und Natllib., Tilsit zwischen Conserv. und Bo kspartei, Eäckingen zwischen Centrum und Natllib., Schmalkalden zwischen Conserv. und Soc., Siegen zwischen Christlich-social und Natllib., Mühlhausen (Thüringen) zwischen Conserv. und Bolkrp., Mriniageu zwischen Natllib. und Vp., Naumburg zwischen Conserv. und Socialdemvkrat, Germersheim-Bergzabern zwischen Gander (Nl.) und Keßler (Uitt.), Halberstadt zwischen R'mpau (Nl.) und Paul (Soc.), Posen zwischen AndrzgewLk (Pole) und Morawski (Soc.), Schleswig zwischen Chrtstophersen (ReichSp.) und Jakobsen (frs. Vp.), | Tübingen zwischen Rupp (Nl.) und Payer (südd. Vp.), Luckenwalde zwischen Rropa'scheck (R.) und Ewald (Soc.), Harburg zwischen Depke (Nl.) unö Baerer (Soc.), Grunberg zwischen Prinz zu Schönaich Carolath (cons.) und Muvckel (srs. Bp), Stralsund zwischen v. Langen (K.) und Winkler (srs. Bp.), Torgau zwischen Graß (R.) und Knörcke (srs. Bp.), Metz zwischen dem nattonalliberalen Candidaten und I Pierson (Eis), Weimar-Apolda zwischen v. Egolffftein (K.) und Bauder I (Socialdrm.), I Mühlheim a. Rh. zwischen Möller (Nl.) und de Witt I f(ScntTuw)*/ Freudenstadt zwischen dem Candidaten der RetchSpartei I und Goller (lüdd. Bp.), Rottweil zwischen dem Candidaten del CentrumS und I Haußmann (südd. Bp ). Berlin, 18. Juni. AuS 350 Kreisen find bisher die I Wahlresultate bekannt. Darnach wurden fest gewählt: 38 Conservative, 6 ReichSpartet, 4 Antisemiten, 70 Centrum, 9 Polen, 8 Nationalliderale, 2 freisinnige Bereinigung, 1 freifinnige BolkSpartei, 4 Elsäffrr, 34 Socialdemokraten. I Ferner haben 174 Stichwahlen stattzufinden. An denselben sind betheiligt: 45 Conservative, 62 Nationalliderale, 40 Centrum, 86 Socialdemokraten, 6 freisinnige Vereinigung, 35 freisinnige BolkSpartei, 8 süddeutsche BolkSpartei, 8 Antisemiten, 6 Welfen, 20 Reichspartei und 8 verschiedene I Parteien. Nach der Wahl. Die Arbeit ist gethan- daS deutsche Bolk hat am ! Donnerstag neue Vertreter zum Reichstage erwählt, und I deshalb erscheint cS angezeigt, einen Blick auf daS Ergebniß I der Wahl zu werten. Im Augenblick, wo wir dies schreiben, I ist es freilich nicht möglich, schon einen Schluß zu ziehen auf I die künftige Zusammensetzung deS Reichstages,- einmal liegt I da» Resultat noch nicht vollständig vor, da insbesondere in I den Landgemeinden die Feststellung desselben nicht so glatt I vor fich zu gehen Pflegt, andrerseits aber steht eine ganz I ungewöhnlich große Anzahl von Stichwahlen bevor, bei denen I daS definitive Ergebniß nur in einigen wenigen Fällen schon I jtfct vorauSgesehen werden kann. Die im Laufe der Zeit I rivgetretrne Zersplitterung der Parteien hat die Zahl der I Stichwahlen immer mehr anschwellen laffen. Wenn wir einen | Rückblick auf die letzten zwanzig Jahre werfen, so sehen wir, daß im Jahre 1878 die Stichwahlen fich auf 61 beliefen, welche drei Jahre später auf 97 stiegen und im Jahre 1893 bereit» 166 betrugen. Diesmal wird diese Zahl noch weit überschritten werden, sodaß über daS Resultat der Wahl nach fitm ersten Wahlgange heute noch weniger Gewißheit vorhanden ist als früher. Die Neuwahlen haben, wenn wir uns an die bisher vorliegenden Resultate halten, die Befürchtungen bezüglich tiner Zersplitterung der Parteien vollauf bestätigt. Am । meisten haben die Sozialdemokraten ihren bisherigen Befitz- । stand gleich im ersten Ansturm wiederzugewinmn vermocht, sie brauchen von den etwa 80 Stichwahlen, bei denen fte betheiligt find, nur zehn zu gewinnen und fie haben bereit- ihren alten Befitzstand wieder erreicht. Die große Anzahl btt Stichwahlen, bet denen man fich zu entscheiden hat, ob Sozialdemokraten oder einen enteren Candtdat-n, scheint an maßgebender Stelle eine gewiffe Beunruhigung hervorzurufen, denn die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt gleich am Tage nach der Wahl, daß eS eine politisch unabweisbare Pflicht aller Parteien sei, bei den Stichwahlen geschloffen der Sozialdemo- kcatie entgegenzutreten, wie eß ja übrigens schon Graf PosadowSky in seinem bekannten „Wahlbriefe" warm empfohlen hatte. Besondere! Jntereffe hat man bekanntlich der Frage ratgegeugebracht, welche Erfolge wohl der „Bund der Land- wirthe" mit seinem selbstständigen Eintreten in die Wahlbe- 0 rgung erzielen würde. Sow-it fich auS den bisher bekannten Dsultaten rrsehen laßt, find diese Erfolge nicht allzu glänzend, uvd man darf annehmen, daß manche kühne Hoffnung uner- Mt geblieben ist. Ueberhaupt scheint, abgesehen von den Sozialdemokraten, auch der Fretfinn und daS Centrum eine Hanahme an Stimmen erlangt zu haben, waS von mancher Seite der völligen Pasfivität der Regierung zugeschrteben wird, dem völligen Mangel an einer Wahlparole für die der Regierung nahestehenden Parteien. Besonder- interessant bi,fte die Stichwahl und da« «--halten einzelner Parteien bl, diriklbeu werden. Wir mühten nn, sehr tauschen, wenn »ir annehmen, daß der Ruf de- Grafen Pafadaw-ky nach Sammlung gegen die Sozialdemokratie überall Gehör staben »lrde. (>O<) neu unö Amben,u - bis 6 M. H n, Herren unb flinker .. 10 fc lS Psg.. M. in Baumwolle, Bi- 1 cogne, Flor u. Seide, ig, 35 Pfg, 50 Pfg, Mibig. bas Paar 1-3 M 4257 Wahlergebnisse. Wetzlar, «iienlirchen. »ürgermeister a D. Heinrich lk-aemer in «i.a-en 4696, Rentner vr J to'«»>’'«• !.rg 2369, Oberjustizraih Dr. R ntele» in Berlin 2279, Schriftsteller Oswald Zmme,man» in Dresden 2168, Schrift- Mer August Bebel tn Berlin 2437 Stimmen. Waldshut. Schuler (C) gewählt. TauberbischofSheim. Zehnter (C) gewählt. Hagenau. Prinz Alexander Hohenlohe (K.) gewählt. Czaruikau. v. Colmar (R.) gewählt.^ Brteg-NamSlau- v. Siegel (R ) gewählt. Buk-Kosteu. GegielSki (Pole) gewählt. Rawitfch. Fürst CzartolhSkt (Pole) gewählt. Schrimm-bchroda. Glimbocki (Pole) gewählt. Werfchen-Plefchen. v. Dziembowskt (Pole) gewählt. Krotofchiu. v. JadSz-.wSki (Pole) gewählt. Adrluau. Fürst Radziwill (Pole) gewählt. Znowrazlaw. Dr. KrzyminSkt (Pole) gewählt. Sueseu. v. RomierowSki (Pole) gewählt. Neuha'deuSleben. Hofang (Nl.) gewählt. Xecklevbura. Timmermana (C-) gewählt. Heiligeustadt. v. Strombeck (C.) gewählt. Reichenbach. Graf MagniS (C.) gewählt. Slatz Hartmann (C ) gewählt. Araukensteiu. Langner (C.) gewählt. er .f -‘r ßstdE »•».“»“Mui ‘'»»ett». ««Befter y "Sm, s'Mem to16» "ich, bil$,n|8*i|k 1 8otiHr((l. i*"1' ft ei». *8» Ää"«* i;Ä* - 1 ,E*u6trbautr ehe . er^nkerei „„ * M Rr. 14t Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamilienv tätter werden dem Anzeiger roScheutli,ch viermal beigelegt. gute und zweckmäßige, und sind die Hunde in den schönen geräumigen, mit Segeltuch gedeckten Hallen gegen jede Wttterungsunbill geschützt. Seiten- de- hiesigen und auswärtigen Publikum- wurde die Ausstellung recht stark besucht. Die Vorführung der Sauität-hunde durch Herrn Thier- oraler Buugartz fiadet am Sonntag den 19. d. Mt-., Vormittag- um 81/, Uhr (nicht um 9 Uhr, wie früher angegeben) statt, und werden vom hiesigen Regiment- Lommaudo tu ltebeo-würdtger Weise die dazu nöthigen Mannschaften in feldmarschmäßigem Anzug gestellt. Wir machen ganz be« sonder- auf diese Vorführung aufmerksam, zumal dieselbe die erste dieser Art in Deutschland ist. Sonntag Nachmittag um 5 Uhr findet die Vorführung sämmtltcher pramiirten Hunde statt und wird nach dieser ein kleiner Zwergpinscher, „Buddy", sich al- Billardküostler in einem der Ausstellung-locale productren. • * OmuibuS Berkehr. Wie wir bereit» gestern unseren Lesern mitthetlen konnten, werden morgen, Sonntag, von Nachmittags 3 Uhr au nach der Huode«AuSstelluvg, dem Sportplatz an der Hardt und dem Schiffen- berg er wald die Sommerwagen der Omnibus-Gesellschaft regelmäßig verkehren. Der Betrieb in der Stadt wird in gewohnter Weise beschränkt. • • vefihwechfel. Der Kaufmann H. Hahn erwarb heute da- dem Kaufmann Karl Böß, Bi-marckstraße 7, gehörige Hau- für die Kaufsumme von 31 500 Mk. • • Für den Besuch der vom 30. Juni bis 5. Juli in Dresden stattfindenden großen Landwirthfchaft- l ich en Ausstellung sind von den Königlich Sächsischen, Preußischen, Bayerischen, Württembergischen und Großherzog« ltch Badischen Eisenbahnverwaltungen Fahrtvergünstigungen gewährt worden, indem die einfachen Fahrscheine 3., 2. und 1. Klaffe nach Dresden zur freien Rückfahrt berechtigen, sofern: 1. die Hinreise zwischen dem 29. Juni und 5. Juli erfolgt, 2. der Besuch der Ausstellung durch einen Stempel der Deutschen Landwirthschafts-Gesellschaft (Abstempelung auf dem Ausstellungsplatze nahe der Traubenweinkosthalle) bestätigt ist, und 3. die Rückreise vor 12 Uhr Nacht» des 7. Juli von Dresden aus angetreten wird. *• Da- S. deutsche Turnfest findet in Hamburg vom 23. bis 27. Juli starr. Für die eigentliche Festwoche ist folgende- Programm festgesetzt: 23. Juli: Empfang der Turner auf den Bahnhöfen, Aufstellung der Fahnen tu der Turnhalle der Turnerschaft von 1816; Concert auf dem Fefiplatz, Begrüßung der Ehrenpräsidenten und Ehrengäste, Schmückung de» BundeSbanner» durch die Ehrengabe der Frauen und Jungfrauen Hamburg», GesangvorträgeFestspiel „Heil dir, Hamwonta". 24. Juli: Bi» 12 Uhr Wett« tvroen; 12 Uhr großer Festzug; 4 Uhr Freiübungen mit Eisenstäben von 7—8000 Turnern; Turnen der Kreise; Abend» Wiederholung de» Festspiels. 25. Juli: Turnerische Vorführungen mancherlei Art, Abend- Festmahl; Tanz im Freien. 26. Juli: Morgen» Turnen der Kreise; Nachmittags Uebungen der Knaben, Mädchen und Damen; AlterSriege; Akademischer Turnerbuud; Kürturnen und Abend» Feuerwerk. 27. Juli: Turnspiele, Ringen, Fechten; Vorführungen der Schulen von Hamburg Altona; Verkündigung der Sieger im Wettturnen; Feuerwehr-Manöver. Von Donner-tag bi» Ende der Woche Turnfahrteu. Vom Turn- und Spiel- ausschuß wurde u. A. berichtet, daß die Zahl der beim Feste turnenden Damen und Mädchen au» Hamburg-Altona 1000 erreiche, was noch nie dagewesrn sei. Auch eine Damen« Riege aus Breslau sei angemeldet. Die Freiübungen der 7000 Mann müssen durch electrische Glockeufignale geleitet werden, da die menschliche Stimme nicht auSretchen würde. Die rechtzeitige Fertigstellung der Bauten ist unter Berücksichtigung aller Wünsche der einzelnen Ausschüsse völlig gesichert. •• Zn Amerika verstorbene Hessen. Howard, S. D., John Srenger, 68 Jahre alt, aus Seligenstadt. Girard bet Uouog»towu O., Frau Marie EtS, 69 Jahre alt, au» Heßloch. Hamilton, O., John Decher, 63 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. Rochester, Mtnn., Frau Helene Nie« m eier geb. Herber, 65 Jahre alt, au» Lehrbach. Nashville, Tenn., Conrad Jeck, 75 Jahre alt, au» Pferdsbach. New- Kork, John Müller, au» Hessen-Darmstadt. St. Lout», Mo., Ph. Gott sch ammer, 55 Jahre alt, au» Götzeuhatu. Albany, New Kork, Georg Held, 60 Jahre alt, auSHrffeu- Darwstadt. Daselbst. Frau Helene Bender geb Reitz, 67 Jahre alt, auS Berusfeld. Ne« Kork, John Retchhold, au» Schotten. Lauterbach. 17. Juni. Auf eine Eingabe de» Festausschusses für da» hiesige Turnfest an Königliche Eikeobahndirectton zu Frankfurt a. M. betreffs FahrpreiSerwäßiguag für die Festbesucher wurde wttgethetlt, daß auf den Strecken der Köuigl. Preuß. und Grohh. Hessischen Staatibahuen bet der Lösung von mindesten» 30 Fahrkarten für die 1. 2. und 3. Wageuklasse etue Ermäßigung bis zu 50 pCt. de» gewöhnlichen Fahrpreise» zugestauden werden könne. Entsprechende Anträge stad schriftlich unter Angabe der Theilnehmerzahl, der zu benutzenden Züge und Strecken au den Station»- Vorstand der Abgangsstation zu richten. — Ein zweijährige» Mädchen von Völkershausen wurde von zwei Schäferhunden derartig zerfleischt, daß au setuem Wiederaufkommen gezweifelt wird. Die Hunde lageu au der Kette und da» Kind wollte mit ihnen spielen. vermischtes. * Frankfurt a. W. 18. Juni. Gegen 150 Säugethiere und fast ebensoviele Vögel sind in den letzten Tagen im Zoologischen Garten eingetroffen. Eine Anzahl kam von Australien, so drei prächtige Riesenkänguruh, eine Art, die seit langen Jahren im Garten nicht mehr vertreten war. Au» der gleichen Hcimath langten acht Rieseu- eisvögel an, die größten Vertreter der Gruppe der «Königssischer". denen man wegen ihrer dem menschlichen Hohnlachen ähnlichen Stimme den Namen „lachende Hanse* gegeben hat. Vier neue Verwandte au» Neu-Seeland, gehören zu einer äußerst seltenen Specie» und find die einzigen Exemplare ihrer Art, die fich eben lebend in Europa befinden. Au» Südamerika traf ein Wasserschwein ein, ein großes Nagethier, das mit den Schweinen selbst nicht einmal eine äußere Aehnlichkeit hat. Zu letzteren gehören aber zwei neu angekaufte afrikanische Warzenschweine, vielleicht die häßlichsten Thiere, die Gott geschaffen hat, aber in ihren Bewegungen äußerst flink und drollig. Von den neuen, ganz frisch importirten Straußen befindet fich der eine noch im Besitz seines prächtigen, noch ganz rein weißen Federschmuckes, der aber in der Gefangenschaft wohl mit der Zeit schwinden wird. Eine kleine afrikanische Katze, ähnlich unserer Wildkatze, hat bis jetzt allen Versuchen, ihre Art festzustellen, widerstanden. Jedenfalls ist es ein äußerst seltenes Thier und im lebenden Zustande in Europa unbekannt. Auch die Terrarien haben reichen Zuwachs, zumeist nordafrikanische Thiere, erhalten und im Aquarium find jetzt wieder die interessanten Schwimmbewegungen der Quallen zu beobachten. Ein sehr eigenthümlicher Fisch, dessen Vorderflossen in Strahlen aufgelöst sind, mit denen er wie auf Beinen umherspaziert, kam aus der Ostsee an und ist im dritten Becken der Seewasserseite des Aquariums untergebracht. Von den zahlreichen Raubthieren, die gegenwärtig im Garten ausgestellt sind, (11 Löwen, 20 Panther und Leopard.n rc.) wird natürlich, da so viele Freßmäuler gleicher Art überflüssig sind, ein Th eil weiter verkauft werden. Bis dahin leistet ein auffallend hübscher Somali, den weißen Burnus malerisch um die Lenden geschlagen, im Warten der Thiere hilfreiche Hand und erregt ebenso das Interesse des Publikums, wie seine Schutzbefohlenen. • Bochum. 17. Juni. Auf der Zeche Dannenbaum, Schacht 3, zertrümmerte ein Förderkorb beim Aufziehen die Schachtzimmerung. Der Schacht ist größtentheils eingestürzt. Die Dauer der Betriebsstörung ist nicht abzusehen. Die Belegschaft des Schachts wird auf die Schächte 1 und 2 und „Prinzregent" vertheilt. * Moskau, 12. Juni. Gestern Abend erdröhnten plötzlich zwei starke Schläge, die weithin vernehmbar waren, und mit Blitzesschnelle verbreitete fich in der Stadt die Nachricht, daß die Waarrulager des Hauptzollamte» in Flammen ständen. Da» Feuer wütbete zwischen den ein Viereck bildenden vier großen steinernen Packhäusern auf dem Hofe de» Hauptzollamtes und ließ die größte Gefahr fürchten, denn im Lagerhaus« Nr. 1, das neben dem Brandherde lag, befanden sich Mineralöle, Apothrkerwaaren uad chemische Producte. Das Feuer war auf der Plattform zwischen dem 1. und 2. Packhause entstanden, von wo au» Arbeiter vier Fässer mit Bertholetsalz auf den Wagen rollen wollten. Wie angenommen wird, war dabei au» dem ersten der wahrscheinlich undicht gewordenen Fässer Bertholetsalz verstreut worden, welche» fich, al» die anderen drei Fässer darüber gerollt wurden, entzündete und die Explosion hervorrief. Nach fünfstündiger übermenschlicher Anstrengung sämmrlicher 12 Lösch- commando», die noch von 5 Dampfsprttzrn unterstützt wurden, gelang eS endlich der Feuerwehr, den Brand zu localtfiren. Der Schaden dürfte fich auf >/, Million Rubel belaufen. Da» Bertholetsalz gehörte einer Speditionsfirma, die gestern iusgesammt 55 Faß au» dem Zollamte abzusühren hatte, und die explodirten 4 Faß waren die letzten. Welche» die Folgen gewesen wären, wenn die ganze Ladung Bertholetsalz noch complet bet der Explosion dagelegen hätte, läßt fich bei der leichten Explofivfähtgkeit diese» Producte» gar nicht absehen. * Der Kaiser und die Burschenschaften. Wle da» „Leipz. Tagebl." hört, hat der in Eisenach alljährlich zu Pfingsten tagende Allgemeine Deputtrteu - Convent der deutschen Burschenschaften auch diesmal es ab- gelehnt, ein Begrüßungstelegramm an den Kaiser zu senden, wahrend ein solches an den Großherzog freudig angenommen wurde. Die Burschenschaften, deren nationale und monarchische Gesinnung über jeden Zweifel erhaben ist, haben geglaubt, daß dem Kaiser, der bekanntlich CorpSstudent war, die Begrüßung durch die Burschenschaft unwillkommen sei, da bisher nie eine Antwort auf die burschenschaftliche Huldtgungsadrrffe etngelaufen ist, und gemeint, fich nicht mehr der kaiserlichen Halb aufdrängen zu wollen. Der Triukspruch auf den Kaiser wird natürlich nach wie vor ausgrbracht. • Die falsche Note. Ein junger Musiker, der vor einiger Zett auf gut Glück nach London ging und dort In einem besseren Theater Orchester al» Ptstondläser Anstellung fand, brachte kürzlich ganz gegen seine sonstige Gewohnheit einige Verwirrung tu da» Ensemble. Der junge Mann la» sehr gut Noten, war aber sonst nicht mit besonderem musikalischen Gehör oder gar Berständntß auSgestattet und obendrein litt er auch ein wenig an Kurzsichtigkeit. Der Capellmeister war jedoch trotzdem mit ihm zufrieden uad schärfte ihm immer nur von Neuem ein, stets Alle» abzuspieleo, was auf den Noten stand. Mit welcher rührenden Gewissenhaftigkett der junge Mann die Ermahnungen seine» CapellmetsterS befolgte, dafür spricht ein kleine» Intermezzo, das fich glücklicherweise während der Probe ereignete. Bet der Wiederholung eines Walzers, der bereits am Tage vorher ganz „geklappt hatte, hörte der Dirigent plötzlich au» der Gegend de» Piston- bläserS einen grauenhaft falschen Ton. Sofort ließ er den Thetl noch einmal spielen uad wieder ertönte dieselbe Disharmonie. „Was spielen Sie denn da?- rief nun der Gestrenge zornig dem erschrockenen Musiker zu. „Nur wa» auf dem Papier steht," entgegnete dieser gekiänkt. „Ach was, geben Sie 'mal Herlund damit langte der Capellmeister nach dem Notenblatt, betrachtete eS aufmerksam und brach in schallendes Gelächter au»: „Sie Dummkopf, können Sie denn nicht sehen, daß t dieser Punkt hier eine todtgrdrückle Fliege ist?" rief er dann | und zeigte auf ein dunkle» Etwa», da» allerding» große Aehnlichkeit mit einer Note hatte. ,,Hm, ganz gescheidt kam mir da» Ding ja auch nicht vor, aber e» war einmal da und so mußt ich» doch spielen", gab der junge Mann mit verlegenem Erröthrn zur Antwort. Au»r«g au» den Stande,amt.rcgifter», der Ttadt Gießen. Aufgebote. Juni: 11. Georg Heinrich Eduard Michel, Schlosser dahier, mit Anna Luise Christiane G-orgtne Günther hterselbst. 13. kallmamr Levi, Kalligraph dahier, mit Josephine Herrmann zu Burgkundstadt. 14. Heinrich Zehner, Former dahier, mit Anna Wallendi vcn Peter: kehmen. 14. LoutS Schultheis, Restaurateur dahier, mit Auguste Karoline Renner hterselbst. 14. Heinrich Friedrich Ludwig Fitzler Schlosser dahier, mit Christine Pauline Holler, Näherin zu D'llm- bürg. 14. Konrad Becker, Hilssweichensteller dahier, mit Marte Becker zu Lich. 15. Ernst Richard Förster, Schlosser zu Boek»,, mit Louise Christiane Guntrum hterselbst. 16. Christoph Frtedttch Diehl, Schlosser dahier, mit Ma ie Christine Roßmann zu Ernsthofen. 16. Sebastian Rödel, Kgl. Reaüehrer zu Speyer mit Bertha Caroline Eugente Johanna Svengel hterselbst. 16. Konrad Schnrcker, Stetnhauer zu Gießen, mit Karoltne Kämmerer zu Lumda. 16. Karl KaSpar Sommerlad, Steinhauer zu Beuern, mit Matta Same« hterselbst. Geborene. Juni: 7. Dem Schutzmann Karl Lachmann ein Sohn, Carl. 7. Dem Bahnarbetter Heinrich Berg II. eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine. 12. Dem Taglöhner Peter Schneider XII. ein Sohn, Wilhelm 13. Dem Kausmann Otto Schaaf ein Sohn. 13. Dem Rangtrmeister Karl Hermann ein Sohn. 14. Dem Bahnmeister: Diätar Adolf Eichmann eine Tochter, Leonor« Marte Helene. 14. Dem Schreiner Georg Beith eine Tochter. 14. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Herzberger ein Sohn, Karl Heinrich Ludwig. 16. Dem Bierkutscher Heinrich Oestreich ein Sohn, Konrad Karl. Gestorbene. Juni: 11. Auguste Herzberger, 61 Jahre alt, von Dauernheta, bei Nidda. 11. Marte Neubau«, 14 Jahre alt, von Kirchhundem. 12. Karoltne Sternberg, geb Stern, 58 Jahre alt, Ehefrau van Händler Löb Sternberg zu Werdorf. 12. Cbristovb Dietrich Schön, 21 Jahre alt, Taglöhner von Butzbach. 16. Jean Eberhard Tobias Georg Johann Boller, 43 Jahre alt, Metzger und Wtrth dahier. 17. Johann Philipp Marlin Euler, 89 Jahre alt, Privatier dahier. 17. Anna Hattenhauer, 2 Jahre alt, Tochter von Kellner Friedrich Hattenhauer dahier. Att»zttg aus den Kirchenbüchern der Stadt (Sieben. Evangelische Semtindr. Getraute. Markusgemetnde. Den 21. Mai. Christian Becker, Fabrikarbeiter zu Eießen, und Marie Katharine Jungk, Tochter des verstorbenen Schreinen Leonhard Jungk zu Angenrod. Getaufte. MattbäuSgemeinde. Den 12. Juni. Dem Taglöhner Heinrich GroßhauS ein Sohn, Ferdinand Friedrich Karl, geboren den 8. Mai. Denselben. Dem Kutscher Heinrich Fiedler ein Sohn, Ern- Ludwig, geboren den 10. Mat. Denselben. Dem Fuhrmann Konrad Eichenauer ein Soho, Georg Wilhelm, geboren den 13. Mai. Denselben. Dem Locomottoführer Louis Bterau eine Tochter, Mathilde Minna Anna, geboren den 13. Mai. Markusgemetnde. Den 12. Juni. Dem Schmiedemeister Httnrich Adam Linden- struth ein Sohn, Karl Han- Wilhelm Kaspar, geboren den 16. Mat. Den 12. Juni. Ein unehelicher Sohn, Ernst Richard, geboren den 17. April. LukaSgem etnde. Den 12. Juni. Dem Hüttenarbeiter Johanne- Balser ein Zwillingspaar, Elite und Margarethe, geboren den 1. Mai Denselben. Dem Bierbrauer Heinrich Weber ein Sohn, Josef, geboren den 23. April. b e ' Denselben. Dem Kutscher Johanne- Vogel ein Sohn, Robert Ludwig Wilhelm, geboren den 5. Mat. £ Denselben. Dem Bahnwärter Georg Göbel ein Sohn, Georg, geboten den 18. Mat. Denselben. Dem KretSftraßenwart Wilhelm Kipper eine Tochter, Marie Emilie, geboren den 26. April. Den 14. Juni. Dem VerstcherungS-Jntpector Karl Theodor Henrich eine Tochter, Sophie Katharine Christine, geboren den 24. Mai. -'7'Tn Johanne-gemeinde. 71 'Den 13. Juni. Dem Friseur Wilhelm Balser eine Tochter, Sophie Wilhelmine, geboren den 3 Mat. Beerdigte. Matlhäu-gemeinde. Den 12. Juni. Anna Marte Braun, geb. MauS, Ehefrau des Straßenkehrers Heinrich Braun, 40 Jahre alt, starb den 10. Juni. verkehr, Land« nnd volkswlrthschast. •iefcte# 18. Juni. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochemnarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,10, Hühnereier pr. 6L 0-0 4L 2 St. IC—11 A. Enteneier 1 St. 6-0 A. eter pr. 6t. 10—11* Käte 1 St. 6—7 A. «äsematte pr. 6L 8 * Erbsen pr. Liter 20 A. Linsen pr. Liter 32 A. Tauben pr. PE X 0,70 bi» 0,90, Hühner pr. Stück 1,00 bi» 1,50, Hahnen pr. 6tfl< X 1,00-1,90, Enten pr. Stück X 1,80—2,20, Gänse pr. Pst» X 0,00—0,00, Ochsenfletsch pr. Pfd. 66-74 A, Kuh° und Rindfleisch pr. Pfd. 62-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi, 72 A. fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch or. Pfd. 62-64 * Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 8 50 9,50 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 A Zwiebeln pr. Eenttu' 10,00— OVO X, Milch vr. Liter 16 A, Kittchen pr. Pfd. 30—40 A Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgen- bi» 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nickt feilgeboten werden. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 18. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 14®, Luft 17°. Rübsamen'scke Badeanstalt. N«»«ste Nach richt««. Depesche» de- Bureau .Herold*. Wien, 18. Jun'. Wie der „Neuen Freien Presse* au- Lewberg gemeldet wird, fand zwischen Chirow nn& Sambor um 1 Uhc Nachts ein Zusammenstoß zwischen einem Personenzuge und einem Lastzüge statt, wobei zwölf Personen verwundet wurden, darunter ein G-tsdefitzrr schwer, ebenso fast das ganze Zugpersonal und ein Pcstseeretär. Ja der stockfinsteren Nacht entstand eine furchtbare Panik und Verwirrung. Locomotivr und drei Wagen Haden stark -e» litten. Die Ursache de- Unfälle» ist noch nicht bekannt. Budapest, 18. Juni. In einem offenen Schreiben an den Justizminister theilt das diesige Organ der Socialdemokraten mit, daß ein im hiesigen Gefäagutß inhafttrter Social- Bergt von Bau Cämmtliche Bai dreistöckigen SBofcni Milde - 6dt tnb Äemjüaßr - Erd- und Maure Zimmerarbeiten, Lieferung der V, Dachdeckerarbeitei Cpenglerarbeiten, Schreinerarbeiten Tlaserarbeüen, Weißbinderarbeit, schmiede, und sovie Gas« und arbeiten beabsichtige ich im i «4 im Ganzen d^ne, Koftenan «mgungen können b bnren Stein & * "J 9«Jen &fatt ^iHren von de Sfe Angebote ^wten bis zum 21 2' ^reiche, Hetzen, den 18 in» d°n«°4 Bekamt« Montag der 1898, Nachmit sollen zu Jnheide Ireschwage mobile und Lchrotmühl zvangsweise gegen1 steigert werden. Z St'igliebhaber um1. Tage» auf dem »eistneiburean dar tzungen, am 18. 6178 Se Gerichttvollz Bekannt! Dienstag de 1898, Vorv'tt. fangend, schäft de« HettN Li« W 6* $t) Morgen zur^e aönigsberg, den Der Mge Krauil fflWI DOI ->K" * Mt 000 wotW I L 18.; Ä i»6 80 e"- ... gtanbf 3 in- 3 Dienstag de! lr-Stc 'n 25 9h 78'/,, - fewsUb ___ »eri 5*^ SJ* s**h n s-'^S 5!;etiS 8"m’’« i nTÄ Z V' ?' Don MaSe 5& Aff«* ,*W«rt iithne*:. ‘ JJ 3m gbttfab uitz lllld Strti Uk 'Mre ili, BtjmJff *^lc ovo Mntt Wq irchenbücher» UfcflU Hetiik Inbt r, .jtbriterbdtcr p fe bei vkckoibwa g*3i, ttinbt. harnt Sroßh-llrardK i s Mn. it autln ein Soin, fcri tirnb üitatuer da 6* i Mut« Steren eine KP, 1 Ket tnbe «6er Hewlich ibroi Btob® tiifcr, gtbortn iw 16. JM. ■rin, WM M« ibt xiltt ZrPw6 Silier a geboten den 1. Mn irti geb« ein Sohn, 3* mH Loze! dn Sohn, fok w)t| SLbrl einkshv, 6*1 rtStI6datol>«ttaMfc nil^httdor Uri 9* trat LMm, geboroi to ’Ä»"'1* SiL ■tle6t. roggj titirckl ‘tcun Ubre^L^s Vslk'wirthsch^ 6-C' Vfi Ars-'Z WSiZ »»*/•« r- *■ *«1 rtSäis?. »Ä*1 ; tunbefl Oah" ’S«» „iin jK^ » ^n“’' mM «'* «t*61 Demokrat von einem Gefangenaufsehrr schwer mißhandelt öoorden sei. Lemberg, 18. Juni. Die antisemitische Bewegung Sst noch immer in der Ausdehnung begriffen. AuS den Ge- «eiudeu KroSno und Sanok treffen beunruhigende Nachrichten rin. Die Blätter fordern deshalb die Regierung auf, unver- zllglich das Standrecht zu proclamireu. Pari», 18. Juni. Ribot» Ernennung zum Minister« Präsidenten befriedigt die republikanischen Kreise. Heute noch dürfte das Cabinet vollständig gebildet werden. Al» neue Minister werben genannt: Prtral, Delcaffe, Lryges, Delombre- Frehcinet soll da» Krieg-Ministerium übernehmen. Pari-, 18. Juni. Wie verlautet, tritt Esterhazy vor dem Zoloproceß in in Trappistenkloster in der Nähe von Rom ein. Paris, 18. Juni. Damit da» neue Eabinet io der DrehfuS'Affaire Farbe bekenne, beschlossen die Nationalisten, den Antrag zu stellen, daß der Senat al» Staats« gericht einberufeu werde. London, 18. Juni. „Daily Ehronicle" meldet, die Lage auf Manila werde täglich ernster. Die spanischen Positionen find zum größten Theil von den Insurgenten ein« genommen. Die LebenSmrttel reichen nur noch für einige Tage aus. Madrid, 18. Jani. Ein osficielle» Telegramm aus Manila meldet, daß der General Gouverneur die schlechten Berichte der letzten Tage bestätigt. Derselbe meldet, daß zahlreiche Freiwillige fahnenflüchtig werden und zu den Insurgenten übergehen. Die Verbindung mit der Provinz ist vollständig eingestellt. Madrid, 18. Juni. Eine amtliche Depesche aus Havanna berichtet, daß gestern 14 amerikanische Schiffe bei TageSau« bruch ein Bombardement auf Santiago eröffneten. Nach 90 Minuten langer Kanonade dampften die Schiffe wieder ab. Wafhingto«, 18. Juni. Mac Kinley hat weitere 10,000 Freiwillige zu den Waff-.n gerufen. Dcr Com« mandeur Hobson von der „Merrtmac" soll innerhalb einer Woche ausgewechselt werden. Bekanntmachung. Dienstag den 21. Juni 1898, Vormittags 9 Uhr an« singend, kommt in der Gastwirth- srhaft des Herrn August Geller II. d ahier das diesjährige Heugras von SO Morgen zur Versteigerung. Königsberg, den 17. Juni 1898. Der Bürgermeister. ________Krauskopf._____6143 Bekanntmachung. Montag den 20. Juni 1898, Nachmittags 4 Uhr, fallen zu Inheiden ein Dreschwagen, eine Loeo- mobile und eine große Schrotmühle zwangsweise gegen Baarzahlung versteigert werden. Zusammenkunft der Steigliebhaber um 9/t4 Uhr genannten Tages auf dem Großh. Bürger- »riistereibureau dortselbst. Hungen, am 18. Juni 1898. 6278 Seipel, Gerichtsvollzieher in Hungen. Vergebung von Bauarbeiten. Sämmtliche Bauarbeiten zu einem dreistöckigen Wohnhaus nebst Lager- Skugras - Nkrstkigeruug. Montag den 20. Juni ds. Js., Vormittags von 8 Uhr an, soll das Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Gießener Weg an den Trischern. Alten-Buseck, am 17. Juni 1898. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. __________Körber.______6168 Die HeMas-Derstkigcruug vom 16. und 17. Juni von den Domanialwiesen ist genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Großh. Rentamt Gießen vom 25. d. Mts. an abgeholt werden. Gießen, den 18. Juni 1898. Großh. Oberförsterei Gießen. _____________Block.________6148 Pferde- Versteigerung. Mittwoch den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Grotzherzoglichen Hofmarstalle dahier zwei ausrangirte Landgestütsbeschäler unter der Be« dingung des sofortigen Abschlachtens versteigert werden. Darmstadt, den 17. Juni 1898. Großherzogl. Landgestüts«Direction. v. Millich. 6144 ge bäude — Ecke der Nordanlage mb Steinstraße — wie: Erd- und Maurerarbeiten, HWilungen Steinhauerarbeiten, Zimmerarbeiten, Lieferung der I-Träger, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Schreinerarbeiten, Glaserarbeiten, Weißbinderarbeiten, Schmiede- und Schlofferarbeiten, sowie Gas- und Wasserleitung«. arbeiten »ecibsichtige ich im Einzelnen oder rudi im Ganzen zu vergeben. Pläne, Kostenanschläge und Bedingungen können bei den Architecten h»ren Stein & Meyer eingesehen, cu»ch gegen Erstattung der Copial- zebühren von denselben bezogen enden. Angebote sind dem Unter» zeichneten bis zum 28. Juni, Mittags 12 Uhr, einzureichen. Gießen, den 18. Juni 1898. Benno Wertheim, 1179 Bleichstraße 8. ML MachthMs. Freibank. 5989 Heute und Montag: Ochsensteisch 40 M Heute SamStag bleibt die Freibank bis 9 Uhr Abends geöffnet. Täglich frische Sendung A. L. Mohr’sche ff. Margarine ä Pfund 65 Pfg. Pa. Tilsiter Käse ä, Pfund 70 u. SO Pfg. Specialität: Frisch gehr. Kafiee’s sehr rein schmeckend ä Pfund 95 Pfg. bis 1.60 Mk. empfiehlt 5939 Conrad Pflug Liadeuplatz. Ecke Lmdengaffe. 6146 I. A.: Bogt. Der Anfang ist Nachmittags 5 Uhr^ ä 2er Weisburg. 6186 Verlseigkrililiu'n; Drohe, am 17. Juni 1898. Großh. Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. 6180 schutzborde \ aufgedruckte MarkeX VORWERKX garantiert unbegrenzte Haltbarkeit. „ tzrugras - Vkrstkigerung. Das Heugras von ca. 22 Morgen Düife der Gemeinde Trohe soll Dienstag den 21. d. Mts. versteigert :itu)en. Dienstag den 21. Juni, Nachmittags 2*/» Uhr, lilin auf dem hiesigen Ortsgerickt die Erben der Dietrich Wilhelm Voidtmanu in Gießen gehörigen Jm- lotilien: flur 25 Nr 761/jo — 1274 qm Hofrarthe an der Chaussee auf der Warte, 5|ur 25 Nr. 76a — 20 qm Straße daselbst früvillig meistbietend mit dem Anfügen 'irteigert werden, daß bei annehmbarem Mot der Zuschlag sofort ertheilt werden ' Ün i. Gießen, den 18. Juni 1898. Groß. Ortsgericht Gießen. 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Geschäfts-Verlegung Unser Geschäft beftndet sich seit heute Eröffnung der Fahrschule am Sportplatz an der Hardt Agent für Qberhefsen zum Verkauf eines Consumartikels Zs? Coursbericht rn J. Kurz «fc Co., Giessen, a Rübsamen’sche Bi* iinil Sdiwiniiiiusiiili ist von Montag deu 20. Juni ab in allen ihren Theilen eröffnet. Geöffnet ist die Anstalt von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr, an Sonntagen nur Bormitlags von 6—12 Uhr. 6187 Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend g sind an den Wochentagen Vormittags von 10—12, Nachmittags 3—7 ühr. In diesen Stunden wird gute Aufsicht geführt, so daß die verehrlichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Alles Nähere ist in der Anstalt zu erfahren. Werkmeister Für unsere neu zu eröffnende Cigarren Fabrik in Wist mar suchen wir einen durchaus nüchternen, zuver- äfsigen und erprobten Werkmeister gegen guten Lohn. Schriftl. Angebote erbeten. Frankfurter P.«m 3«/i Deutsche Retchsent. 3 Prcuß. 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SEK«« bcqeltgt RtNdUn, >4 knlii, 16. 3 rlottevvrrein« korfih des lirbprii lang begründet wo toN hinzowirken vmtschen za Berel Billigt jährliche Z' lkiistiguog der bei vitkeo, daß diese DentschthumS im f Kozelge von der v ivlgrode Antwortdi »Erbprinz zu habe Mich Über di erfolgten Begründu meine im Bullan mbandr Meinen Möge dir neugebil >n Drutschland w In« und Ausland für die maritime Treue zn Kaffer 1 die Früchte drutff fremden Welüheil — Die Si In (i^lcago und 3 tlnigtn flhitn un, «les murr dem N Herrn Leit« bind -atme der Wrlt-B kanischen Mittheilu Falle der dortigen fchen Schwänze zu erwähnt, binnen et Herr Letter, der t e>°e« Ranbel von °uf größere ' dreist angrkaufteu irdenfallt Hot dlrs, deweguvg daßsrlbe Iie Eli DI, (tglla 6 “'Sxäbtt „h, Sh« dm 8,|,j ” ™»fn. Si- jnm @,Qb ia( M' Sltn 1 M 8d?l( “°b > ""U'chuamt, ben ^blieben a k"fie y war, QUf , ,,, i." 6'eeil? SK b'esrs 8tii6?ob 1 ** da ",