Nr 116 Zweites Blatt Donnerstag den 19. Mai L8S8 Erscheint Uflfiifi ■ht Ausnahme des MontagS. Die Gießener Mamitleaö kälter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aeingspret» hterleljährNch 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 PfA. mit vringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pßz. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den ^»lgmdm Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzcigen-BermittlungSftellen M In« und ÄuÄew - - et|tt mttö bezichnugSvollem Humor. Wieder und wieder wurde die feste Zuversicht ausgesprochen, die werthvolle Kraft des Herrn Sehffardt auch nach seinem Ausscheiden au- dem Landtage der Partei erhalten zu wissen in der engen Fühlung mit der Ceutralleituug. am Ende Februar 1874 übrig geblieben. Bekanntlich ist die Ausschmückung des Reich-tagSgebäudeS noch nicht vollendet, fodaß über die Aufhebung des Fonds noch nicht beschlossen L V’"' «‘«uv», uutt ms -ow । werden konnte. Man darf aber wohl annebmen. daß seine waliung«behörden sehr ost die Schuld an den Verzögerungen Ausbrauchuug nahe bevorsteht. Weit dauerhaster al« diese Steuerzettel treffe, weil ihre Angaben Bausand« erweisen stch die beiden anderen/ gleich,all« aus ®atmRabt8nimmfeHe@*7ehthe6^bTE.1' ®,8,' S^l!I die obige Beranlaffang zurückzusührenden Reich«,oud«, der Darmstadt nimmt die Stadtverwaltungen gegen diesen Vor- K-iegSschatz und der Jnvalideusouds. ~ wurs tn Schutz I f “ — sitzender des Finanzausschusses bemerkt, man werde fich alle? Mühe geben, dieses zu ermöglichen. Bei der Masse des Materials werde es aber schwer halten, den Au-schußbericht so rechtzeitig fertig zu stellen, daß fich das Plenum in der nächsten Woche mit der Vorlage beschäftigen könne. —Berichterstatter Jöckel bestätigt diese Thatsache und betont, daß ein so wichtiges und kostspieliges Gesetz einer gründlichen Berathung und Leberleguug bedürfe. »Überstürzung schade der ganzen Vorlage, von einer ganzen Anzahl Abgeordneter wird gewünscht, daß die Berathungeu in nächster Woche iu Angriff genommen werden, was bei einigermaßen gutem Willen des Bureaus möglich sei. — Präsident HaaS er- klärt, was au ihm liege, thuu zu wollen. Die Drucklegung und die Vertheilung des Ausschußberichts werde er so beschleunigen, daß mit der Berathung deS Beamtengesetzes am nächsten Mittwoch begonnen werden könne. — Abg. Köhler- Darmstadt und Ulrich weifen auf die Nothwendigkeit hin, ; v"S Gesetz baldigst zu erledigeu. — Abg. Hirsch wird gegen das ganze Besoldungsgesetz stimmen, bevor nicht die Steuer- »form zur Erledigung gebracht sei. — Ein eiugebrachter Antrag des Abg. Wer uh er, die Berathung der BesoldungS- »form bis nach Pfingsten zu vertagen, wird von demselben wieder zurückgezogen. — Ministerialrath v. Krug bestreitet den Zusammenhang deS Besoldungsgesetzes mit d» Steuerreform. Für da» erstere seien bereits die Mittel mit 600 000 Mk. und darüber hinaus vorhanden. Die Steuerreform werde mit allen Kräften gefördert, insbesondere das vermögeussteuergesetz und das Wandergewerbegesetz seien bereits im Entwurf fertiggestellt. Beide Vorlagen würden augenblicklich im Finanzministerium berathen, und wenn das StaatSministerium fich darüber ausgesprochen habe, werde die Vorlage an die Kammer erfolgen. Die Kammer geht sodanu zur Besprechung der Interpellation deS Abg. Köhler-Darmstadt, die Verlegung der Gemeindesteuerziele betr. Abg. Köhler begründet seine Interpellation, insbesondere die Unzuträglich, keiteu der bisherigen ErhebangSweise. — Geh. Obersteuerrath Bitte! erklärt Namens der Regierung, daß dieselbe die Absicht habe, fünf Steuerziele statt der bisherigen sechs einzu- führen. — Ministerialrath U fing er glaubt, daß die Ver- I „ ---------. Der KriegSschatz, der bekanntlich nur zu Ausgaben für Zwecke der Mobilmachung verwendet werden darf, ist iu seiner alten Höhe mit 120 Millionen Mark vorhanden. Der Jnvalideufond« hat allerdings beträchtlich abgeuommen, weist aber noch immer wett mehr als die Hälfte feine» früheren Bestandes auf. Hannover, 15. Mai. Die Lage des Klein- und Zwischeuhaudels soll bekanntlich auf Anregung einer Commission der Vertreter verschiedener Handelskammern und anderer Körperschaften, die im December 1895 iu Braun- fätoeig getagt hat, zum Gegenstand eingehender Feststellungen gemacht werden nach Art der Untersuchungen deS Vereins für Sozialpolitik über die Lage des Handwerks. Der Jahres« bericht der Handelskammer iu Hannover für 1897 zählt eine grofje Reihe von Handelskammern, kaufmännischen Verbänden, Professoren, Kaufleuten uud anderen Personen auf, die stch weiter anheischig gemocht haben, einschlägige Arbeiten zu liefern. Reichsregierung uud Einzelstaaten haben fich bereit erklärt, die Erhebungen nach Thuulichkeit zu fördern und cw-, , y.n u.°. ----- iv.8.hu»h । auf eine möglichst umfaffeude Betheiliauug hiuzuwirkeu. Die Aller in Allem halten wir den Entwurf für eine glückliche Handelskammer spricht die Ueberzeuguug aus/daß die Er- h,r ---------------- 1 pebrüffe, die die Umerfutongen bei richOger Durchsüßung ^ef»n würden, durchaus practischrr Natur sein oder wenigstens die rechte Einficht verschaffen werden, welche p-actischeu Maß« nahmen, die das Interesse und das Dasein des Kleinhandels derühreu, durchgeführt werden müssen und von welchen ohne Weiteres abzusehen ist. Bekanntlich erblicken die einen in den großen Waareu- uud Versaodlhäusern und iu den Cou- sumvereinen einen wirthschaftlichen Fortschritt, die andern sehen mit derselben Gutgläubigkeit diese Formen des Güteraustausches als eine schwere Schädigung nicht nur für den Kleinhandel, sondern auch für die Allgemeinheit und den Staat an. Wo liegt die Wahrheit? ES hat unter den Klein- kaufleuten eine Bewegung Platz gegriffen, die eine gewaltsame Unterdrückung oder Erschwerung deS ihnen unbequemen Wett- bewerbs, die künstliche Erhaltung deS Kleinhandels in feiner jetzigen Betriebsform und möglichst in seinem jrtz'gen Per- soneubestand, überhaupt gesetzgeberische Maßnahmen aller Art fordert. Zutreffend bemerkt die Handelskammer weiter: Diese Bewegung wird sicher immer weitere Kreise erfassen und fie kann leicht auf unser öffentliches Leben gerade so beunruhigend eintenten wie die Agitation der Arbeiter, Agrarier und Haudteerker. Es »scheint deshalb durchaus geboten, fie von vornherein in ihren Ursachen und AuSgangS- punkten zu beobachten und einen objectiven Maßstab zu finden, der an ihre Wünsche und Bestrebungen anzulegen ist. Bon vornherein die Klagen und Forderungen eines Erwerbsstandes zu ignoriren, dessen Unentbehrlichkeit für uns» WirthschaftS- lebeu bis jetzt noch nicht ernsthaft bestritten ist, »scheint uns ebenso falsch, wie diesen Ansprüchen ohne Weitere- nachzu- geben oder au» einer gewissen Scheu sie mit Stillschweigen zu übergehen. fcter- Zimtnef M ' 'l|L fltt :c -$r Schlag von tn mim« statiftillben j In Berlin, ilonbtrl btt Ronat allem ntgleiiiwgen betrug 235, y In Berlin b«5 Recrpr iatDin feine nhe werben UM Gr. n Tropfen ! 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