1898 Dienstag den 19. April Erstes Blatt Amts- und Zlnzeigeblutt für den LLeeis Gietzen. ^Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Das war e Allr Anzeigrn-VermittlungSstkllen dr« In- und ÄultoMd nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtfce*. Rebaction, Expedition und Druckerei: -«Sulgraße Ar. 7. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den ftolyndm Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. zogen hatte, alle Welt davon überzeugt war, letzterer werde nun die Initiative geben, um die cubantsche Frage den Wün. scheu der Yankee« entsprechend zu lösen. Statt deffen hat er bisher seine ganze Macht aufgeboten, um diesen Schritt zu verzögern, und er hat nicht davor zurückgeschreckt, selbst Anfeindungen seiner Landsleute wegen dieses Borgehens auf sich zu nehmen. Ob ihm seine Anstrengungen einen Erfolg sichern, ist bekanntlich im Laufe der Zeit immer fraglicher geworden. Spanien hat jetzt an die Großmächte appelltrt und an dieselben eine Note gerichtet, in w lcher es den ganzen Der. lauf der Cubafrage noch einmal ausführlich rrcapitulirt. Insofern hat die Madrider Regierung jedenfalls Recht, daß nicht Barmherzigkeit und Menschenliebe die Amerikaner leiten, wenn sie für die unglücklichen Bewohner CubaS eiutreten. ES find lediglich materielle Interessen, welche die Directive geben, und nicht ganz von der Hand zu weisen ist die vou der spanischen Regierung aufgestellte Brhaupiung, daß die Zuckrrfabrikanten die Empörung auf Cuba inscenirt haben und daß die Hauptrebellenführer nicht Cubaner seien, sondern internationale Abenteurer. Schon mehrfach hat die spanische Regierung auf die aus den Bereinigten Staaten kommenden Flibustier-Expeditionen hmgewiesen, welche den cubantschev Ausständigen Verstärkungen in Gestalt von Menschenmaterial, vor ehrm genzliche Verfall bewahrt; hawe ja aach schont die Frihluigssterm mit heerbarem Krache an e ahlderschgrau unn hcechst reberadurbedcrfdig Borg in de Neuebäu e Stick neu Dachkennel higeweht, waß uff e baldig Fortsetzung der — bis jetz allerdings not sehr bescheidene — Renne- wazion schließe laffe kann. So erftllt des Dichterword: „Alles neu macht der Mai" die Menscheherze mit de Hoffnung, Ahles vergeh unn Neues ersteh ze seh. . , Wer will'S de Mensche aach verarge, wann se sich mit derardige Hoffnunge drage? Hoffe men ja doch All' unn hoffe men net aach immer deß Beste? Mags sich etz um e Lodderieloos drehe oder um sonst en haaße Herzenswunsch; mag die Verbreiderung von de Dreihäusergaß oder die Nidderlegung von de ehemalige Hinnergaß unn jetzige Wetzsteistraß de Gegestand von unsere Hoffnung sei; — meege men bräume, net nor von de Ei- fihrung der Abardernaans in de Verrderklaßwäge, sonnern aach von de Vermehrung derardiger Aastalte in de Ahl- unn Neustadt Giesse; — hoffe dhun men immer unn zwar deß Beste, wann's ach gewöhnlich net in Ersillung geht. Die Dichder hawes uns gelernt, die Hoffnung net sinke ze laffe unn wann men bene Dichber Glaawe schenke berf, baß'eS boch enblich F.thling wern muß unn baß Alles neu, macht de Mai, bann bricht fer uns in Giesse e golben Zeib aa unn mir sinn bie beneibenswerbeste Mensche! Frihling werd's; eS streut de Mai Bltedhe uff die Wege, — Alles, alles, werd etz neu, Watz gtdbt datz en Segel Drickt ahm trjendwo de Schuh, Laht en nor ruhig briete; — Dann de Mai der schafft unS Ruh, Etz in alle Sticke Waffen und Munition bringen. Die Washingtoner maßgebenden Factoren haben freilich bisher jede Gemeinschaft mit diesen Flibustiern geleugnet, aber er ist ein offenes Gehetmniß, daß, wenn die Expeditionen auch nicht von amtlichen amerikanischen Stellen ausgerüstet werden, bet der Absendung derselben doch ein Auge zugebrückt wird. Auch in seiner jüngsten Note weist Spanten die Großmächte auf jene Expeditionen hin und protestirr zugleich gegen die Resolutionen des amerikanischen CongrrffeS. Welchen Erfolg diese neue Kundgebung Spaniens haben wird, steht noch dahin. So lange die Feindseligkeiten noch nicht begonnen haben, darf man immer noch hoffen, daß dieselben ganz vermieden werden. Freilich ist diese Hoffnung heute sehr gering, aber der Ertrinkende klammert sich schließlich an einen Strohhalm. Möge die jetzige Pause nicht die Stille vor dem Sturm, sondern die Stille vor vollständiger Ruhe sein! (xx) Adresse für Depeschen: Anzeiger chieße«, Fernsprecher Nr. 61. roQrn* *Unn doch wart Alles in be Nabut uff ben etleesenbe Frihlingshauch, ber baß, waß noch brauß schlummert, zu frehlichem Läwe erwecke soll. Awer nor Gebulb, es werb schont komme; be n Gebulb iroroerroinbt Hotzelbrih, waiS Sprichwort säht, unn mehrn sich ja boch dagdäglich bie Aa- zeige, baß immer Nacht beß Ahle in Staab versinke unn e neu Läwe aus be Ruine blihe wirb. Die kommenb Maiezeib, bäi Alles neu macht, werb koffenblich aach net spurlos an unsere Stabt voriwwer geh, wo sich so viel Gelegeheib finbt, e Manches neu je mache, maß schont längst ernme ungsbeberfbig iS. Jwweraus ainstige Zeicke sein vorhanne, bann in be Wolkegaß iS schont e manch ahld Gelärr in Drimmer gesunke, um moberne Gebäude ze weiche; vielleicht werb aach bie ahl Kanzlei uff'm Branb von bem Alles neurnachenbe Mai net vergeffe unn gtHnflsyrtU vierleltährlich 2 Mark 20 Pf-, monatlich 75 Pfg. mit Bringcrloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. AusUrud Pola, 16. April. DaS aus Kreta zurückkehrende österreichisch-ungarische Bataillon wurde bet der Landung vom KriegSmiwstrr, dem Corpkcommandanten, den dienstfreien Ossizieren u. '. w. empfangen. Der Kriegs. Minister hielt eine Ansprache an das Osfiziercorp«, uw im enthalt« auf Kreta Ausdruck zu geben. Rom, 16 April. Die Kammer beschloß, zwei gegen da« Duell etogebrachte Anträge io Erwägung zu zithen und an die BureauS zu verweisen. Der eine, von dem Depu- tirten de Martino eingedrachte Antrag betrifft die Einsetzung einer Ehren-Jury, der andere, vom Deputirten Bernini im Namen der Socialisten eingedrachte, die Anwendung de« gemeinen Rechtes auf da« Duell. Venedig, 16 April. Die „Gazetta di Venezia" ver- vffentltcht einen Brief des Jnfanten Don Carlo au den Deputirten von Estella, Melle. Der Brief lauter: „An der Grenze vou Navarra, welches Dich zu feinem Vertreter in den Cortes ernannte, hatte ich den Schmerz, mich von Spanien zu nennen. Ich sagte Dir jedoch, daß ich wiederkommen würde. Jetzt naht die Stunde heran, daß ich mein versprechen einlöse. Daher wende ich mich an Dich, damit Du als Abgeordneter meine« unvergeßlichen Estella e« verkündest. 22 Jahre politischer Sammlung liefern den Beweis, daß ich weder ehrgeizig, noch ein Verschwörer bin. Wenn mau in Madrid den Handschuh aufnehmen wird, den Washington Spanien ins Antlitz schleuder», werde ich auch fernerhin dasselbe Beispiel der Eatsagung geben, welches ich bis jetzt gab, voll de« B'.dauernS, an dem Kampfe nur mit meinen Wünschen und dem Etnfluffe meine« Namens theiluehmeu zu können. Mit ganzem Herzen werde ich Diejenigen, welche daS Glück haben, tu« Feuer zu kommen, glücklich preisen und e« so ansehrn, al« wenn diejenigen Carbsten, welche sich zum Kriege gegen die Bereinigten Staaten verpflichten, meiner Sache dienten, wer e« auch sein mag. Wird jedoch, wie nach Allem zu befürchten steht, die Politik der Erniedrigung fortgesetzt, rann entreißen w\x die Waffen Denjenigen, die nicht würdig find, sie zu tragen, und nehmen ihren Platz ein." Pari», 17. April. Einer Meldung aus Habana zufolge ist in einer Zusammenkunft der Generäle der Verth eidiguvg«plan für den Fall eine« Kriege« festgesetzt worden. Vertreter der HaudelSwelt vou Habana statteten Marschall Bianco einen Besuch ab und boten ihre unbedingte Unterstützung au. General Pando hat die Befestigungen von Cienfuego« brfichtigt, welche zur Zurückweisuug jede« Angriffes tu Staad gesetzt find. Petersburg. 16. April. Ein UkaS de« Zaren ordnet die Bildung von zwei neuen Schützenregtmentern in Ost- asten an. Der Commandant des Schiffe« „Saratow" erhielt den Auftrag, ein ganze« Truppendetachement nach Port Arthur zu befördern. Madrid, 16. April. Die Königin-Regentin erhielt von der autonomen Regierung von Cuba eia Manifest, in welchem fie der treuen Anhänglichkeit der Cubaner verfichert • wird. Madrid, 16. April. Die Herzogin Castro Enriquez ! hat sich bereit erklärt, eine halbe Million Peseta« für Ber- mehruug der Flotte zu spenden. Madrid, 16. April. Mau glaubt hier, der erste Zusammenstoß zwischen spanischen und amerikanischen Kriegsschiffen werde aa der cubanischen Küste erfolgen. Die spanische Flotte wird einen Vernichtungskrieg gegen alle amerikanischen Handelsschiffe führen. Madrid, 16. April. Die Regierung hat beschloffeo, die spanischen Vertreter erst dann abzuberufen, wenn Mac Kiulry die JnterventiouSresolution angenommen hat. In Cuba werden die spanischen Truppen au« dem Innern der Insel zurückgezogen, um in den Küstenortschafteu verwendet zu werden. Sadtx, 16. April. Studenten versuchten gestern Abend, eine Kundgebung zu veranstalten, wurden aber an der AuSsührung ihre« Vorhabeu« durch die Polizei ver- hindert. Zwei Verhaftungen wurden vorgenommeu. Die Polizei überwacht da» amerikanische Covsulat. London, 16. April. Nach Washingtoner Meldungen soll die Haltung der Botschafter mit Ausnahme de« englischen gegen bie UnionS-Regierung eine merklich kältere geworden sein. Da« gestern in Newyork verbreitete und von hiesigen und auswärtigen Blättern bereit« dementirte Gerücht von einer geplanten europäischen Demonstration gegen Amerika hat dort große Aufregung hervorgerufen und einen Senator zu der Aeußerung veranlaßt, Amerika werde eventuell den Kampf gegen Europa aufnehmen. Loudon, 16. April. Wie der „Standard" meldet, würde« die Mächte im Kriegsfälle strenge Neutralität beobachten, ! dürften aber möglicherweise eingreifen, wenn die vereinigten ! Staaten versuchen sollten, Cuba zu annecttren. wibber, — en Das war e Osterfest, baß sich gernäsche halt! Ganz gege bie Gewohnheib unn alle Verabredung ze- kaale Rege, statt etbel Sonneschei; statt FrihlinaSwehe — en rnifferawele Winb, ber durch Alles ebborch gange iS unn be Mensche beß bische Frihlings- unn Osterstimrnung noch vollen« aus'rn Kopp gebrirnwe hatt! Kaa Mensch unn kaa Seel könnt so em Osterfest Ge- schrnack abgerninne unn namentlich biejenige Dame anet,, bäi bord) be voreilige Gebrauch von ere Strohhieb am Umschlag von be scheere Charfreibagsmibberung net ganz unschulbig Ferrilletsn. Alles neu macht de Wai! Von Carl Geißler. Gießener Anzeiger General-Anzeiger kaiserlichen Auftrage der Zufriedenheit de« Kaiser« mit der DiSciplin und Haltung des Bataillon« während feine« Auf- Nr. Sv Erscheint täglich mit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Aamikieuvkätter »erden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Aintüche» Thell. Gießen, den 18. April 1898. Betr.: Die Ausführung der Verordnung über das Radfahren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen tut die Grosth. Bürgermeistereien der Land- gemeinden deS Kreises. Insoweit Tie noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 2. dS. MtS. — Gießener Anzeiger Nr. 80 — im Rückstände find, werden Sie hieran mit Frist von 24 Stunde« erinnert. v. Gagern. Die Stille vor dem Sturm. Schon feit mehreren Wochen schwanken die Chancen für Krieg oder Frieden zwischen Spanten uad den vereinigten Staaten von Nordamerika. Während e» heute heißt, daß der AuSbruch de« Krieg« unvermeidlich sei, wird morgen gemeldet, daß doch noch ein friedlicher Verlauf möglich er- scheine und man noch nicht alle Hoffnung auf Vermeidung blutiger Ereignisse aufgeben dürfe. Zur Zeit ist in gewtffem Sinne eine Pause etugetreteu in den Ereigniffen, auf beiden Seiten bereitet man sich mit allen verfügbaren Mitteln zur letzten Entscheidung vor. In Washington kämpfen noch die Krieg«- und die FriedenSpartei um die Oberherrschaft. Daß Mc. Kinley so energisch allen übereilten Vorschlägen der JingoS widerstanden hat, ist in erster Linie der Grund, daß nicht schon längst die Kanonen donnern und der Krieg in seine Rechte getreten ist. Der Präsident fühlt die ungeheure Schwere der Verantwortlichkeit, die auf seinem Entschluffe lastet, voll und ganz, und er thut wohl daran, diesen letzteren so weit wie möglich hinauszuschieben. Freilich sagte man schon vielfach, die Verzögerung geschehe au« anderen, gleichsam strategischen Gründen, da daS amerikanische Heer mit seinem Milizsystem, seiner verlodderten, tu keiner Weise den Anspruch der Neu- zeit erfüllenden Organisation noch nicht schlagfertig ist uad auch die Mariae viel zu wünschen Übrig lassen soll. Aber man darf wohl annehmen, daß Mc. Kinley auch aus rein menschlichen Ursachen vor dem Augenblick zurückschreckt, in welchem er durch fein Wort die KrtegSfuiien entfacht. Wer hätte dem jetzigen Präsidenten ber großen amerikanischen Union überhaupt solche Besonnenheit und Zurückhaltung zugetraut! Man wird sich noch erinnern, daß, als Cleveland daS Weiße Hau« in Washington verlaffrn und Mc. Kinley dasselbe be- ,l.tzL »nrhe I«. U gab tt a Motto gtbdu H^se el eine« 1 *« i«ä4 richt-t in DQd'«« m snj7,. g, 2. bann rt, 3 L?'Sehaare mit L^dm ■q6 =.b^ verhaken, ZÄ 5- ®arf feinet I Wt auf bin 9obl" ?£9/*7*9 * «»Pi ab, 8 fiel ?>';.0.|«l intet 3 ”*9 iNar„ L d« Datei einige M Mer bas Sopb« ' * der Onkel gäbe mte sich zwischen zwei Wwni, auieinanberge» ttete einen Krug Milch, kommen hörte, rannte verte über die Schwelle, 84 ein Loch in dar veizerischrn hanssrane» Ntn W „Kowwl lhr meint, bah er ein it die Probe: Heiht ihn i not einander splecheu'. itl, j' Schwyz schnA" -schlag, so zwitschert er Hai er aber keinen, so lann n i doch nicht/ tßn einet Dorset zm im auf die erledigte Schul' »Der Emanuel Kritzesnh r müssen aber doch den m der vorhandene Chor« Lege int Theater meine wbze bitW obgebeu zeschiosstv. UgM \y (StrUgnon rrf, lernt Leier bti Mt in t -uch aul der Hmb fltleg tag el schon zu Ende istI i ,3n Nacht und Eil loj ria:-.:anblung gelungen, bte AnMienl ?u erwerben, (tlungtn bei LeViks der E? tbret ßerfafiet basirlm X reich mit Wildlingen , ' a-l und Eil" vMent- • jrjäblung der B01*01 ' iramUutr , 'Ä Wch'-k all Flti- ÄzuoM i gnDtrkn ' ■ M.ÄabUMnM - m,Q( ium Nordpol, , "ich'. °°° lß$/;2 wie S^ Blich atoaM oir, zu btwg^ fur WI iu4 den 5 wahre in I^SoHtnS^ flrft,auDtÄD,I( be VtMl sie für -erl-r-o hAtzoff", jern :8:rU1 SflUIS o no' beo Mgiarmeeret , gedeckt W ^üinitn. mb höchster"' gm waren ’W*.. llnv rsw > rtor'uch'^ infl wählend An sie .?SS • %tQun0 J* 1 wird dm ersten beiden Bänden an. Insbesondere ist auch dieser Band , reich mit Abbildungen geschmückt; einen besonderen Schmuck bilden j vier Chromorafeln nach Nansens Aquarellen. Auch dieser Band, elegant gebunden, kostet 10 Mk. und ist auch in 18 Lieferungen zu 50 Pfg. erhältlich. Universitäts - Nachrichten. Würzburg. Zum Präparator am zoologisch zootomischen Institut der hiesigen Universität wurde der Präparator Karl Schneider in Darmstadt ernannt. - Durch Erlaß deS preußischen Unterrichtsministers vom 31. März wird bezüglich der Verleihung des medicinischen Doctorgrades in Abänderung der Promotionsordnung der medi- cintschm Facultäten Folgmdes bestimmt: Die Verleihung des Doctor- grades in der medicinischen Facultät darf in der Regel erst erfolgen, nachdem der Candtdat die Approbation als Arzt für das Reichsgebiet erlangt hat. Ausnahmen hiervon in besonderen Fällen (wie namentlich bet Ausländern) zu gestalten, wo die vorherige Erfüllung jener Vorbedingung dem Candidaten aus gewichtigen Gründen nicht zuzumuthen ist, bleibt den Facultäten mit Genehmigung des Ministers vorbehalten. Für Candidaten, deren Zulassung zur Promotion vor dem 1. October b. I. erfolgt, bewendet es bet den bisherigen Bestimmungen. „ — Am 22. April begeht der Geh. Obermedicinalrath Professor Thierfelder In Rostock sein SQjShriges Doctorjubtläum. Brodpreise vom 17. April bis 1. Mai 1898. Der hiesiger» Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......29 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......58 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......27 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank . 26 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......54 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 52 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......26 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 24 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot».....50 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot)......75 Der au»w»rttge« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei L. Stetnmüller, Gr.-Linden 23 H. Schmidt, Gr.-Linden 25 W. Weitzel von Lang-Gons 25 W. Fabel von Wieseck 26 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 46 L. Steinmüller, Gr.-Linden 48 H. Schmidt (Großen-Linden) 50 W. Weitzel von Lang-Göns 50 Wilh. Fabel von Wieseck 52 2 Kg. (4Pfd.)Schwarzbrot» betJoh. Kd. Veite v. Kirch-GönS 42 W. Steinmüller, Lang-Göns 44 L. Steinmüller, Gr.-Linden 45 H. Schmidt, Großen-Linden 46 W. Weitzel von Lang-GönS 46 G. Jacoby v. Alten-Buseck 48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot» bei Wilh. Fabel von Wieseck 70 Ernst Christ von Wieseck 70 G. Jacoby v. Alten-Buseck 72 Der vrodverkäufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Pfg. Pfg. w w tt u H n n w w tt n tt Gießen, den 16. April 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Schiffrnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten ourch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 15. April. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capttän C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen._______________________________ _______________________ Perfzbr, Lan». wnö Grünharg, 16. April.Fruchtvreise. Weizen^20,50—21,00, Korn X 16,50-17,00, Gerste l 16,60-18,50, Hafers 16,40-18,00, Erbsen A 18,50, kLinien A 00,00, Wicken A 00,00, Lein A 00,00, Kartoffeln A 3,64-7,00, Samen A 00,00. 3|itl;ln In frtitflrta toMffatn. Vperrrhavs. Dienstag den 19. April: Der Prophet. Mittwoch den 20. April: Die Fledermaus. Donnerstag den 21. April: Der Hetrathsautomat. Vorher: Der Barbier von Sevilla. Freitag den 22. April geschlossen. Samstag den 23. April: Tannhäuser. Sonntag den 24. April: Der Halling. Montag den 25. April geschlossen. Dienstag den 26. April: Ingo. «chauspielha«». Dienstag den 19. März: Mutter Erde. Mittwoch den 20. April: Der Rentier. Donnerstag den 21. AprU erschlossen. Freitag den 22. April: Johannes. Samstag den 23. Avril: Strohbalm. Sonntag den 24. April, Nachmittags 3*/g Uhr Pfarrer von Kirchfeld. Abends 7 Uhr: Hamlet. Nerreste Had?rid?ten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 18. April. Dem „Berliner Tgbl." wird au- Madrtd telegraphier: In hiesigen diplomatischen Kreisen findet der Umstand eine gewiffe Beachtung, daß die friedlich gesonnene Minderheit des Senats zu Washington fich am Samstag unvermuthet stark erwiesen hat. Man knüpft selbst« verständlich an diese Thatsache keine überschwänglichen Hoffnungen, hält aber doch für wichtig daß Mac Kinley so die Ueberzeuguog verschafft wurde, daß er bei etwaigen Schritten zur Erhaltung deS Friedens fich auf eine Partei stützen könne, die stärker sei, als man bisher angenommen hat. Da aber die amerikanische Preffe da- Publikum fortwährend in dem Glauben zu erhalten sucht, Spanien werde im letzten Augenblick vor den Rüstungen Amerikas -urückweichen, so läßt der spanische Gesandte in Washington den dortigen Blättern eine energische Erklärung zugehen, worin er sagt, Spanten werde keinen Fuß breit von seinem Territorium abgeben. Wien, 18. April. Auf der hiefigeu spanischen Bot« schäft glaubt mau die Kriegserklärung morgen erwarten zu müffen. Wien, 18. April. In hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man, daß in Folge des Beschlusses de- Senat- Spanien sofort nach Annahme der Congreßbeschlüffe durch Mac Kinley die Consequenzen ziehen und die Feindselig« leiten eröffnen werde. Budapest, 18. April. Wegen des verschärften Auftretens der Polizei herrscht in Arbeiterkreiseu große Aufregung. Man befürchtet für den 1. Mat blutige Kundgebungen. Part-, 18. April. In seinem Rechenschaftsbericht, den Meline in Remiremont gehalten, sprach er von einer äußeren Gefahr, welche Frankreich kürzlich wegen der Drey« fu-'Affatre drohte. Der frühere Premierminister Rtbot hat gelegentlich eines Frsteffen- in Arra- eine Ansprache gehalten, in welcher er die Rothwendigkeit einer Regierungspartei unter Ausschluß der Socialdemokraten darlegte. Paris, 18. April. Die.wiederholten Besuche des Gerichtspräsidenten von Caheuue- bei Drehfu- werden al- Bor« bereitung der Prozeß-Revision angesehen. Pari», 18. April. Die Zola freundliche Preffe fordert alle Freunde Zola- in Deutschland, Italien, Oesterreich und Belgien auf, fich während de- bevorstehenden ProzeffrS jeder Kundgebung zu enthalten, da diese Zola nur- nachtheilig sein könnten. Paris, 18. April. Casimir Peri er wird als Candtdat für die nächsten Kammerwahlen tm Departement Aube aufgestellt. Antwerpen, 18. April. Amerika kaufte vier Dampfer der Linie Antwerpen—Newyork, welche in Kriegsschiffe umgewandelt werden sollen. Mas ist Schapirograph?^ Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Sehulaträsse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und .Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Loudon, 18. April. „Daily Mail" versichert, e- unterliege keinem Zweifel, daß bie beiden Häuser deS CongreffeS dem Präsidentrn amerikanische Truppen und Kriegsschiffe anbieten werden, um die Spanier von Cuba zu vertreiben. London, 18. April. „Daily Mail" meldet aus New-York- man habe definitiv beschloffen, einen Zoll auf Bier, Kaffee, Thee und Parfümerie zu erheben. DaS Blatt sagt, die Stimmung in den nördlichen Staaten der Union sei dem Frieden günstiger gestimmt, während die Südstaaten, aufgeregt durch die Maine Katastrophe, allgemein den Krieg verlangen. Madrid, 18. April. Im Lause dieser Woche wird der spanische Gesandte aus Washington abreiseu. Tollte Mac Kinley den Senatsbeschluß bezüglich der Anerkennung der cubanischen Republik bestätigen, so wird die Regierung dem Gesandten Woodford seine Päffe zustellen. Marschall Blanco verfügt über 100,000 Mann zur Abwehr des amerikanischen Angriffs. Der Ministerrath beschloß, die Dampfer der transatlantischen Gesellschaft in Kriegsschiffe umzuwandrln. In verschiedenen Städten kam eS neuerding- zu Kundgebungen, die in Malaga so starke Dimensionen anuahmen, daß die Polizei mehrmals mit blanker Waffe einschritt. Madrid, 18. April. Am 5. Mai soll hier ein großes patriotisches Stiergefecht stattfinden, wo die berühmtesten Torreadoren Spanien- auftreten sollen. Der Ertrag desselben wird sür die nationale Subscription verwendet. New-York, 18. April. Der „Sun" schreibt: Dreißig junge Damen au- Brooklyn haben fich vereinigt, um tm Krieg-sall ein FrauencorpS zu bilden, da- einen Kranken« dienst verrichten soll. DaS FrauencorpS trägt ein schwarzr- mit der amerikanischen Flagge drapirteS Kleid. New-York, 18. April. Der bekannte Buffalo Bill hat beschloffen, ein CorpS von 20000 berittenen Indianern zu organistren. Havanna, 18. April. Zahlreiche spanische Offiziere find in das Innere der Insel abgegangen, um mit den Insurgenten über den Sßaffenftitlftanb iu verhandeln. Cchapirograph ist rin neuer, unübertroffener VervielfältiguugS-Apparat zur selbstständigen kostenlosen Herstellung von Drucksachen aller Art, sowie zur Bervielfälligung von Briefen, Aktenstücken, Zeichnungen, Noten. Plänen, Programmen rc. rc. in Schwarzdruck. Die Handhabung dieses Apparates ist für jeden Laien eine erstaunlich einfache, der Erfolg unausbleiblich und garantirt. Bon einer mit Tinte auf Papier bergcstellten Schrift ober Zeichnung erzielt man ohne Preffe und ohne jede Chemikalien auf die einfachste Weise ca. 150 Abzüge innerhalb 15 Minuten. 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Die stimmberechtigten Mitzlieder der Johannesgemeinde werden hierdurch eingeladen, zur Vornahme der gesetzlich vorgefchriebenen Ergänzungs« wähl zu der Gemeindevertretung in unserer Gemeinde. Diese Wahl soll stattsinden am nächste» Freitag d. 22. April d. I im Confirmandensaal der Johanneskirche, und zwar sollen die Wähler von Mittags 12 Uhr bis Nachmittags 3 Uhr ihre Stimmzettel abgeben. Zu wählen sind für die Gemeindevertretung im Ganzen 13 Mit glieder, und zwar 4 auf 5 Jahre und 9 auf 10 Jahre, in einem Wahl^ act. Nach § 13 des Kirchenversassungs-Edicts sind stimmberechtigt alle confirmirten, selbständigen Männer der Gemeinde, die das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, in derselben wohnen und nicht vom Stimmrecht aus- geschlossen sind. Wählbar in die Gemeindevertretung sind nach § 18 des KirchenverfaffungS'Edicts nur solche stimmberechtigten Männer von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel, die das 30. Lebensjahr überschritten haben. Die stimmberechtigten Mitglieder unserer Gemeinde werden ermahnt, in die Gemeindevertretung nur solche Männer zu wählen, welche die gesetzliche Befähigung besitzen. Gießen, am 18. April 1898. Dir Kirchenmrflsnd der 3oljauntsgtmeittbt. Gießener Lesehalle-Ierein. Herren oder Damen, welche geneigt sind, die Verwaltung der demnächst zu eröffnenden Bücher- und Lesehalle, sei es im Ehrenamt, sei es gegen Gehalt, übernehmen, wollen sich behufs der vorzunehmenden Vorarbeiten baldigst mit dem Unterzeichneten in Verbindung setzen. 3941 I. V.: Obe,bibliolbekar Prof. Haupt. lAllgemkinkr Dertm für Amen- u. Krankklipflegk. Unsere Dienerin, Frau Bickel, ist mit Erhebung der Jahresbeiträge beschäftigt. Die Lage unseres Vereins, seine stets wachsenden Ausgaben, vor Allem die hohe Zinsenlast, die er um des Neubaues des Schwesternhauses willen aus sich nehmen mußte, nöthigen uns zu der dringenden Bitte an die Bewohner unserer Stadt, daß sie trotz der hohen Anforderungen, die von allen Seiten durch neue Unternehmungen verschiedenster Art an sie gestellt werden, doch unserem seit Jahrzehnten in großem Segen wirkenden Verein auch fernerhin ihre Unterstützung recht kräftig angedeihen laffen möchten. Dürfen wir von unseren Mitgliedern erwarten, daß sie uns die Treue halten, so hoffen wir andererseits, daß auch solche, die unserem Verein noch nicht angehören, ihm nun beitreten werden, zu welchem Zwecke die Dienerin ein Liste mit sich führt. Dieselbe ist auch ermächtigt, besondere Gaben für den Bau des Schwesternhauses entgegen zu nehmen. 4099 Der Vorstand: Justizrath Baist. Director Bansa. Dr. med. Baur. Pfarrer Dingeldey. Landgerichtsrath Dornseiff. Pfarrer Dr. Grein. E. Kauffmann. 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Juni 1898, Bormittags 8 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Gießen, den 14. März 1898. Das Großh. Amtsgericht. Wiener. 4056 -RnlleigmnlM Mittwoch dcu 20. April I. I., RcrännittggS 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: SophaS, Commoden, Kleiderschränke, 1 Verticow, 4 Bilder, 1 Bücherschrank, 1 Ausziehtisch, 1 Linoleumteppich, 1 Regal, 1 vollständiges Bett, 2 Hobelbänke, eine Partie Werkholz, 1 Spielbude mit Schlaghammer u. A. in. 4055 Geißler, Gerichtsvollzieher. Empfehlungen Stadt. SchlaWavs. Freibank. Heute tmb morgen : 4096 Stiersieifch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg Hämatogen, Dr. med. Ad. Hommel’s, empfiehlt 4076 Emil Fischbach. Sauerkraut, Hülsenfrüchte in vorzüglichen Qualitäten empfehlen zu billigsten Preisen 636 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. Specialitat tu rohen und gedr Kaff,eg. 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