856BL "“^Edlfeliateu 1ri*ad, Irrad c Function, Segler,” Me 24. ’ leiten n Pre/s/a-en 2492 MMM, s Düngemittel, -H.1 für Tchveint, Bill) Rinder und * 1931 A, Kröll, tionsorgan geblaut iO. P--»-""«""" 2700 3e^u«iKranke’ üche la»! h> Nr 66 Erstes Blatt.Samstag den 19. März 1898 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener WnrnirieuolLtter »erden dem Anzeiger »dchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger vierteljährlich 2 Mark SS lpfg. monatlich 75 Pfß. mit vrwtzrrloh«. Bei WbtjHg Mark 50 Pfß. ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-DermittlungSstellm 1 In- und LuSlandeL nehmen Anzeigen für en Gießener Anzeiger hat in der gestrigen Sitzung der Budgetcommisfion nicht gegen, sondern für den Antrag Lieber-Beunigsen gestimmt. Metz, 17. März. Gestern Nachmittag halb 6 Uhr wurden in einem Cafö am Deutschen Thore ein Bildhauer NameuS Queleer und ein Reisender Namen» Dussard wegen Spionageverdachts verhaftet. Die vor- genommene Haussuchung führte zur Beschlagnahme compro- mittirender Schriftstücke. Att-Urud. Bern, 17. März. Der BundeSrath wird der Bundesversammlung demnächst einen Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung von Maschinengewehrabtheilungen vorlegen, wonach vier Maschinengewehr-Schützencompagnien mit je acht Maschinengewehren errichtet und der ArmeecorpS- cavallerie beigegeben werden sollen. Wien, 17. März. DaS „Fremdenblatt" meldet: Die Regierung werde die auf den Ausgleich mit Ungarn bezüglichen Vorlagen in einer der nächsten Sitzungen deS Abgeordnetenhauses einbringen. Pari», 17. März. Die angekündigte partielle Modi lisirung der Flotte wird von osfieiöser Seite mit der Nothweudigkeit motivirt, um rechtzeitig beim AuSbruch eines Krieges zwischen Amerika unb Spanien ben Seeverkehr zu sichern. •EM ßisltttL iiflll* ®!' wl#,® «mW 8 M mw „ bi hie A fnj»« '* M üdeniBM W dk°W terjBlt ffi« (tirtfen ist- $ eilli biB/ ®tnn HaoBenbahv 3a neuefter 81 8tr6lnbnng « inner weiter i Meo. Die i w aber nöt i Oft bis jetzt st üslbvest brat !t nun bas L engen besser Wftig unb sl ser kommt t We? Bon aber noch gar bie In Rede st eloschlägigen Die so wenig rÄdell bei get kebeowllg erl Haies, die we lialchenswerth Wt, die hie: noch niet in unferer @ V.t\. Umfomi al» i b «ilsiarer Z Wt Lahnii MWrang z 'im Ohmiha i:» 8ogtl6bi im nxt vchützen, bi |e besser. Onihtjer tai bi« All Meti ■Bi 8etl|erW dkvW im ‘«hei »tu X?lon * 2 « dar g Halil. «, * liegen, ,^«/8ater rr In fij wird nicht angenommen. DeSgl. Cop. 111, Camer al- Domäuen be« Großh. Hause», mit 223146 Mk. Zu Cap. 112, Localforstverwaltung unb Forstschutz, beantragt ber Ausschuß Streichung ber Gehalte von sech» Oberforstmeistern, bagegen die unter Cap. 104 erwähnten vortragenben Räthe zu bewill g»n. — Ferner beantragt ber Ausschuß, bie erforderl. Mittel im Betrage von 1 717 376 Mk. zu bewilligen. Die Kammer beschließt in diesem Sinne. — Für Cap 113, Allg. Kosten ber Forstverwaltung, werben bie geforderten 17 800 Mk. bewilligt. Bei Cap. 114, Verwaltern gekosten der direkten Steuern und indtrectru Auflagen, entspinnt sich eine lebhafte Debatte Über die Steuerveranlagung u. s. w. — Geh. Finanzrath v. Krug gibt ein Bild von der tu Aussicht stehenden Steuerreform in Hessen. ES bestehe die Absicht, eine einzige Vermögenssteuer eivzusühren und daS Wandergewerbe mit einer besonderen Steuer zu belegen. Ferner sei die Aufhebung der Gewerbesteuer geplant. — Abg. Frenah bemängelt die jetzige Steuerdeclaration und insbesondere daS Eindringen ber Steuercommiffäre in die Verhältnisse der Geschäftsleute. E» sei sogar in einzelnen Fällen versucht worden, den Verdienst deS Geschäftsmannes an den einzelnen Artikeln nachzurechnen. — Abg. David wünscht die Verbesserung der Lage der Steuercommissariatsgehilfen, deren höchster Gehalt 1650 Mk betrage. Er wünscht, noch in diesem Budget eine Summe für diese Gehilfen einzustellen. I — Geheimer Obersteuerrath Bitte! bespricht daS Selbst- etnschätzungS-Verfahren in Hessen, mit dem man sehr gute finanzielle Erfolge erzielt habe. Eine scharse DeclarationS- Controle halte er im Interesse des Staatsbudgets für geboten. Schluß der Verhandlung um 1 Uhr. Steßen, den 18. März 1898. •* UniverfitätSbanten. Im Staatsbudget 1897—1900 I befinden fich folgende, vom Ausschuß der Zweiten Kammer I befürwortete Ausgaben für verschiedene, den Zwecken der ! Univerfität dienende BanauSführnngen: 1) Anatomie- I gebäude zu Gießen, a. Dienerwohnungen 17,100 Mk. I b. ThierhäuSchen 3,900 Mk. Die vom ersten Ausschuß I ausgeführte Einsichtnahme an Ort unb Stelle hat ergeben, I daß insonderheit die Erbauung eines Hauses für Diener- Wohnungen ein dringendes Bedürsniß ist, besonders auch deshalb, weil die Wohnungen und selbst die KücheulocalitSten der Diener im selben Souterrain-Raum fich befinden, in dem die Leichen aufbewahrt werden, der von den Leichen- und Chemikalien-Getüchen durchaus erfüllt ist. Im Weiteren findet auch der Ausschuß gegen die Erbauung eines Thier- Häuschens ntchls zu erinnern. 2) Gew ächshäufer und botanischer Garten in Gießen. Für a. Errichtung von Cultnrhäusern und b. gründliche Instandsetzung deS I alten Gewächshauses, das auf diese Weise noch längere Zeit [ dem Gebrauch erhalten werden soll, find zu a. 11,400 Mk., zu b. 5,400 Mk. gefordert. Der Ausschuß, der Augenschein nahm, findet hieran nichts erinnerlich. 3) Univ ersiräts- gebäude auf dem SelterSberg. Beschaffung einer Döcker'schen Baracke zur Gewinnung von Jsoltrräumen für infecttöse Augenkranke 4000 Mk. 4) Universitätsbibliothek.^ a. Erweiterung der Universitätsbibliothek durch einen Anbau einschließlich innere Einrichtung 54,000 M. b. Bauliche Beränberungen im alten Gebäube 6,500 Mk. Nach Einsichtnahme sand ber Ausschuß, baß die ehemals zu anderen Zwecken gebrauchten Räume der UnioerstlätSbibliothek durchaus unzureichend sind. Die Räume sind vollgestopft von Schriften und Büchern vom Boden bis zur Decke, und mitunter ist eS für die Bibliothekare und daS Dienerperfonal mit Lebensgefahr verknüpft, hoch oben herab die Bücher zu holen ober roleber einzustellen. Dazu findet fich ein großer Haufen werthvoller Bücher int Lesesaal des Gebäudes vor, der aus Mangel an Raum hoch aufgeschichtet, ungeordnet und dadurch unbevützbar daliegen muß. Der Ausschuß in seiner Mehrheit war nun anfänglich der Anficht, den Anbau nicht zu verwilligen, sondern die Großherzogliche Regierung um Vorlage über ein ganz neue«, den gegenwärtigen Ber- hältr.issen und Bedürfnissen entsprechendes Gebäude zu ersuchen. Die Baubehörde und auch die Verwaltung der Bibliothek, welch' Letztere hohen Werth besonders auf die schnellste Beseitigung der Raumnoth legt, widersprachen jedoch, indem sie ausführten, daß der neue Anbau, ber nach bem mobernen sogenannten Magazin-System auSgeführt werden soll, jederzeit ohne besonders hohe Kosten dadurch zu vernr- fachen, wieder auSeinandergenommen und dem etwaigen Neubau angefügt werden könne. Durch diese Ausführungen befriedigt, bewilligte der Ausschuß die angeforderte Position a. des Titels 15 und ebenso die Pofition b., indem er Großhrrzogliche Regierung ersuchte, dafür Sorge zu tragen, daß ein geeigneter Platz für den zu erwartenden Neubau möglichst in her Nähe der Aula gesichert werde. 5) Ve- terinäranftalt. Forderung für: a. Aufbau eines Stockwerks auf dcm Anatomtegebäude 9,300 Mk. b. Herstellung eines Heuspeichers 1,800 Mk. 6) Neue Kliniken. Forderung inSgesammt 64,900 Mk. Unter diesem Titel find als dringlich die Positionen: a. Wegeanlagen von dem pathologischen Institut nach» der Frankfurter Straße, b) Mehrkosten für den Keller- und Schuppenbau, inSgesammt mit 30,100 Mk. von den Ständen bereits genehmigt. Der Ausschuß unterzog alle Anstalten unter persönlicher Leitung der Spezial-Vorstände einer eingehenden Besichtigung, und fand sich völlig einverstanden mit den Anforderungkn. Hessischer LandwirthschaftSrath. Nach den erfolgten Ergänzungs unb Sachverständigenwahlen besteht der Hesfische LandwirthschaslSrath nunmehr aus 33 Mitgliedern. Als ständige Sachverständige und bcrathende Mitglieder hat der Hessische LandwirthschaftSrath die Herren Geh Hosrath Prof. Dr. Wagner-Darmstadt, Landgerichtsrath Dr. Meisel-Darrn- stadt, Gutsbesitzer Heinrich Dettweiler-WinterSheim gewählt. •• Kunstverein. In der Gemäldeausstellung im Thurmhau» am Brand hat diese Woche wieder ein Wechsel der Gemälde stattgefunden. Gleichzeitig wollen wir es nicht unterlassen, unsere Kunstfreunde darauf aufmerksam zu machen, daß unter den circa sechzig neu ausgestellten wieder eine große Anzahl sehr beachtenswerther Gemälde fich befinden. •• Stadttheater. Zu dem am Montag beginnenden Gastspiel deS Frl. Nina Sandow vom Deutschen Theater in Berlin haben, wie man unS au» dem Theaterbureau schreibt, Abonnement- und DutzendbilletS Gültigkeit. ** Pramiirnng von Großgeflüge! und Tauben ans unserer Geflügel- und Bogel-Ausstellung. Conrad Rübsamen-Gießen für beste Gesammtleistung in Nutzhühnern, Ehrenpreis der Stadt Gießen. Derselbe für beste Gesammtleistung in Wasser- geflügel, Ehrenpreis der Stadt Gießen. Derselbe für beste Einzelleistung in Gänsen, Ehrenpreis des Landwirthschaftlichen BezirkSvereioS. — PH. Södler-Nieder-Gernünden für den besten Stamm Hamburger Hühner, Ehrenpreis der Actienbrauerei Gießen. Derselbe für den besten Stamm Holländer Hühner, Ehrenpreis. Derselbe für beste Gesammtleistung tn Hamburger Hühnern, Ehrenpreis des BorüandeS des vereioS zur Züchtung reiner Hunderassen. — Emil Geppert-Darmstadt für beste Gesammtleistung in Tauben, Ehrenpreis deS Land- wirthschaftlichen Bezirksvereins. Derselbe für da« beste Paar Lockentauben, Ehrenpreis des BefitzerS der „Stadt Mainz." — E. Frischmann in Eckenheim b. Frankfurt a. M. für Cochin, I £*«, iEiJ* 8=n' h t{üfrttl8 der iih “ ; »•hfa fcT* KrL rS§r (tt,1 °ircht-avwllit ö' MMlis für bche j. w» ;?-*** -ul oer öogtl'Sbtbtiittn ^ttvr MkdM) zu Ldn. $ m die Decoratioa dn ”on«« Medaille unb «lerbator Zioser erhielt W»wtl praparirter Wradiplo«, ebeoso d Wnt Dievfie der hi. »Hefix Hühner er- dllllhard Trvßrr-Teif- SetrrAoor.Sl. Eeelheim, ls'Ruppertearod, Corrad 1 ö- M., ßouti Dittew Oberam-richtn Tüffert. hver Würben zunkavat: rt Wetzlar, Gustav Heck- öödler'Nieder'Gemüvdev, aagel M.-Rupper!elirod/ Veiker-Deckellbach, Loarad lorfcheo, Dechert-Gteßeli, ppert-Darmstadt, LoatS Für Tauben cr> aMnhM, Ehr. Stahl« : a. M., H. Ottati- FMmamr, Th. hadri« Laach • VvLmhüv. - ibtn zmckmi: h. W. )arwstadt, PH. Lödln« ravksart a. M-, Georg Anheim, Chr-Salmm' z, Fritz Schreiaer.Gchv/ Weidttaaall'Tießkll. - se gegeben an: Konrad ise für Enten erhielten eßen. - Für Swbeoer - feiten Preis. - Kür Blugmühlr den \üt Wn i erhielten die Aaifteller aerkeanvvgea. ob ist in den Verkaufs' tin »bjchlag eingetretea- z heute durch Man bt“ hb Karl Rühl, zu de° SÄ er Sraulpaare M M / Hoffentlich ’rf«’ >l» ^^1 Br. ¥««"■’ h«dw in btl cte’W*'t DK W" anders- ^dunSder inÜ ^ ch„r. 14 l««e, "J .»(rfrrf »“ jaJ< w infolg« SteS* ütftfä* tf”'11 j» Sä iiySi-hS >*Tw * «< <«>»»■ r<«6l*'üb7r r-"K-""LA' ‘S’Üä-*,* Schottea. 17. März. Auf Aaregung des Landwirth- schaftlichen Bezirksvereins Schotten wird die Gründung riueSVogelSbergerZuchtvieh-VereinS beabsichtigt. Der hiesige Bürgermeister ladet die Interessenten zu einer Besprechung dieser Angelegenheit auf SamStag, den 19. d. M., Abends 8 Uhr, in daß „Darmstädter Haus" hier ein. ? Ulrichstein, 17. März. Wie eine M-ttheilung in den Blättern bereits besagt, hat sich dieser Tage hier bei einer äußerst stark besuchten Versammlung ein Comitö gebildet, welche- die Ausarbeitung des einstimmig angenommenen Projekt- einer Eisenbahn von MÜcke-Mcrlau über Rapperteurod'Ulrichstein-Engelrod nach Herbstein und Lauterbach übernommen hat. Es ist wohl allgemein bekannt, daß unter den Gegenden unseres engeren Vaterlandes der Vogelsberg mit Eisenbahnverbindungen sehr stiefmütterlich bedacht gewesen ist. Daß die landwirthschastlichen und gewerblichen Interessen einer Gegend im Verein mit dem Verkehr Noth leiben, wenn der Anschluß au die Hauptverkehrsadern, den Haupteisenbahnlinien, fehlt, wird wohl Niemand bezweifeln. In neuester Zeit ist auch der Vogelsberg erschlossen und in Verbindung mit den Verkehrsfträngeu gesetzt worden und immer weiter und bester sucht man diese Verbindungen auszubauen. Die Ausdehnung der Erschließung des VogelSvergS hat aber nur nach den drei Richtungen von Nord, Süd und Oft bis jetzt stattgesunden, während der West oder bester der Nordweft brach liegen geblieben ist. In dieser Gegend ist es nun das Ohmthal, das nach den jetzigen VerkehrSfuöm< engen bester wie keine zweite Gegend des Bahnbaues bedürftig und für Anlegung der Bahn rentabel erscheint. Woher kommt der überaus große Verkehr auf der Station Mücke? Vom westlichen Vogelsberg. Daß dieser Verkehr aber noch ganz andere Dimensionen annehmen würde, wenn die in Rede stehende Eisenbahnlinie gebaut, ist jedem mit den einschlägigen Verhältnissen Vertrauten ohne Zweifel klar. Die so wenig aaSgebemeten überaus reichen Basaltsteinlager würden bei gedachter Bahnverbindung gewiß eine ganz andere Bedeutung erlangen, die wohlhabenden Ortschaften des Ohm thaleS, die weit ab von jeder Bahn liegen, bekämen den so wünscheuSwertheu Anschluß und namentlich würde die Industrie, die hier fast brach liegt, bet den in hiesiger Gegend gewiß noch niedrigen Arbeitslöhnen einen Aufschwung nehmen, der unserer Ggegend nur in jeder Beziehung zu Statten käme. Umsomehr empfiehlt sich der Bahubau im oberen Ohmthal, als derjenige im unteren bereits angenommen und in absehbarer Zeit ausgeführt werden wird. Durch die in Rede stehende Bahnlinie erhält erst die Ohmthalbahn ihre Hauptdurchführung zum Nutzen ihrer selbst und desjenigen der oberen Ohmihalbewohner bezw. der westlichen und nordwestlichen Vogelsberger. Wir find gewiß, daß letztere bereitwilligst im ureigensten Jntereste den Plan genannter Bahn unterstützen, damit er zur Ausführung kommt und zwar je eher, je besser. §§ Volkartshain (Kreis Schotten), 11. März. Ein hiesiger Ort-dürger kaufte kürzlich ein Grundstück in der Größe von 1600 Qa.-Mcter für den Preis von sage und schreibe vier Mark und zwar au8 freiwilliger Versteigerung. Obwohl die Lage eine ziemlich geringe ist, ist doch der Preis ein ganz außergewöhnlicher. Wahrscheinlich werden die OrtS- und AmtSgerichtSkosten den KauspreiS übersteigen. Dieses Grundstück war von dem seitherigen Besitzer für die Summe von drei Mark erworben worden. Vermischter. * Wehlar, 15. März. Ein jäher Unglücksfall Iras heute Nachmittag 2 Uhr den auf der Sophieuhütte bifchäs- ttgten Kesftlwärter Joh. Bernhardt aus Wetzlar. Als er einen Schieber vom K-ffel öffnen wollte und zu diesem Zwecke eine Leiter bestiegen hatte, ist er von dieser aus einer Höhe von zwei Metern abgestürzt, und zwar so nnglückiich, daß er dos Genick brach, waö seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. * Siegen, 14. Marz. Ein Seeadler in der stattlichen Länge von 97 Ctm. mit 2,30 Meter Flügelspannung wurde gestern bet Crowbach am Fuße des K-ndelSberges tobt aufgefuvden. Man hatte dort einen vergifteten Hund för Füchse aufgelegt und an diesem hat der Seeadler,, welche gerne AaS annehmen, wahrscheinlich gekröpft und seinen Tod grsundeu. * Düsseldorf, 14. März. Geftern Nachmittag hat der GenSdarm Otto im Vororte Rath einen verheirathrten Maurer, Vater von fünf Kindern, erschossen. Die un- glückliche Affatre hat sich in folgender Weise zugetragen: Vierzehn an einem Neubau in Rath beschäftigte Maurer waren in Streit gerathen. Gensdarm Otto wollte Ruhe stiften, wurde aber dabei von den Maurern angegriffen. Der Beamte zog, als er sich so bedrängt sah, seinen Revolver und drohte zu schießen, wenn man nicht von ihm ablaffe. Schließlich gab er einen Schreckschuß ab, und als auch baß nicht half, richtete er die Waffe auf den vordersten seiner gesährlicheu Angreifer, der, von der Kugel in- Herz getroffen, sofort tobt niedersank ♦ Kassel, 14. März. Der Badebesitzer Lenoir in Meran, ein Sohn unserer Stadt, der ihr schon etwa eine halbe Million an Stiftungen zugewandt, hat neuerlich hierzu noch weitere Nebenstiftungen für Waisevzwecke in Höhe von nochmals einer halben Million Gulden gemacht. ♦ Hildesheim, 14. März. Der 1000jährige Rosenstock an der Apsis des Hildesheimer Domes, der von einem Schädling befallen war, scheint die Krankheit glücklich über» strhen zu sollen. Nach sachverständiger Behandlung mit Kalk« milch und anderen Mischungen ist die gegründete Hoffnung vorhanden, daß daS alte Wahrzeichen HildeSheimS demnächst wieder Schößlinge treiben wird. UebrigenS zeigt sich die allgemeinste Theilnahme für den „Patienten". So traf u. a. sogar aus England eine Pulversendnng ein, mit dem wohlgemeinten Rath, den Rosrnftock damit zu bestreuen. * Die unrechte Tasche. Zwei elegant gekleidete Damen besteigen die Pserdebahn, die schon sehr besetzt ist, anderthalb Sitze laffen sich aber noch entdecken, und diese genügen, da nur die ältere Dame etwas beleibt ist. Als eß zum Bezahlen kommt, lehnt sich die Stärkere ein wenig auf die Seite und beginnt ihre Hinteren Draperien nach der Tasche zu durchforschen. Sekunden und Minuten vergehen in peinlicher Stille. Daß Gesicht der Suchenden nimmt eine immer dunklere Färbung an und p'ötzlich hört man den Außrus: „Laura, ich bin bestohlen! Meine Börse ist fort — meine Tasche ist vollkommen leer!" Da räuspert sich der neben der Dame sitzende Student und meint: „Gnädige Frau, vielleicht haben Sie die Güte, in Ihrer eigenen Tasche nach- zusnchen, wo Sie Ihre Börse schon staden werden. Meine Tasche tft allerdings leer." • Seine Entlarvung hat, wie man schreibt, eia hartnäckiger Simulant, seine- Zeichen- Stallwärter bet einer Hamburger Straßenbahn, unter erheiternden Umständen selbst herbeigesührt. Er war von einem Pferde leicht geschlagen worden und hatte ein Jahr lang seine volle Rente bezogen. Darauf erklärten mehrere Aerzte seine volle Erwerbsfähigkeit, trotzdem er behauptete, den rechten Arm nicht allein bewegen zu können. Bor dem Schiedsgericht gerieth der angeblich Leidende jedoch so in Aufregung, daß er aus der Rolle fiel — und plötzlich mit dem völlig gelähmten Arm wiederholt umherfuchtelte Mit der Wiedererlangung der Rente war es nun vorbei! CUcraiur rrnd Xun(t — Georg Engels neuestes Schauspiel »Abschied", das am 19. b. Mts. im Berliner Theater zur ersten Aufführung gelangt, erscheint demnächst im Verlag „Vita", Deutsches Verlagshaus. Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gietzen. Svangeltsche @e4t11ues, Gottesdienst. Sonntag, den 20. März, Lätare. 3tt der Stadtkirche. Vormittags 9*/$ Uhr: Pfarrer Dr. Grein- Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuSgemeinde. Pfarrer Ur. Grein. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde- Anmeldungen zuvor bet dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Mittwoch den 23. März, Abends 6 Uhr, fünfte PassionS« andachtt Pfarrer Schlosser. In der JohanneStirche. Vormittags"9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags um 11 Uhr: Kinderktrche für die LucaS- gemeinde. Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Montag, den 21. März, Abends 8 vhr, Bibelstnnde im Confirmandenfaal der JohanneSktrche Epheserbrief, Cap 6, von Vers 1U an (Schluß): Die Stärke im Herrn zum Kämpfen, Wachen und Beten. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Samstag den 19. März. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte- Sonntag den 20. März. Vierter Fastensonntag. Vormittags von 6Vs Uhr an Gelegenheit zur dl. Beichte: „ um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Aus- theilung der heil Communion; „ um 8 ui)r: zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt; „ um y*/2 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5Vr Uhr: Christenlehre, darauf sacramentalische Bruderschaftsanducht. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Faftenandacht. Verkehr, CastO* «nd — Germania, Lebens BerficherrrngS-Aetien-Gesellschaft zu Stettin. Dcr 40. Rechnungsabschluß dieser Gesellschaft für das Jahr 1897 zeigt wiederum einen großen Zugang an neuen Versicherungen, ein bedeutendes WrchSthum der R servefonds und recht befriedigende finanzielle Ergebnisse für die mit Gewinnantheil Versicherten. Durch die Neuaufnahme von 10377 Personen über 41109 543 Mk. Dersicherungkcapilal und 242 770 Mk. Jahresrente ist der aus dem Vorjahre übernommene Gesammt-VerstcherungS- bestand, abzüglich der Abgänge burd) Tod unb bei Lebzeiten Versicherter, auf 186 092 Personen mit 558650 486 Mk. Versicherungssumme und 2 277 510 Mk Jahresrente gestiegen. Dem Prämien- reservefonds wurden 40 pCt. der Jahreseinnahme überwiesen unb dessen G'sammtsummc hierduich um 12918911 Mk. erhöht auf 179058 999 Mk. Die Sich-rhettöfonds der Germania in Höhe von 206 477 981 Mk. sind gegen das Vorjahr um 14 074139 Mk. gestiegen. Das Gesellschaftsvermögen, von dem 82 pCt. mit 172874944 M. in mündelsichee-n Hypotheken belegt sind, erreichte Ende 1897 die Höhe von 210461 447 Mk. Nach ihrem Geschäftsumfang und Ver- mögenSstand nimmt bte Germania unter den Lebensversicherungs- Gesellschaften in Preußen die erste Stelle ein. Neueste Nachrichten» Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 18. März. Zu dem gemeldeten Funde auf einem Friedhöfe berichtet die „Staatsbürger-Zeitung" weiter, daß schon eine ganze Anzahl von Verhaftungen, man spricht von 11, erfolgt sein soll. Außer den 44000 Mark seien noch 16000 Mark in Werthpapieren gefunden worden. Berlin, 18. März. Die freisinnigen und socialiftischeu Blätter gedenken heute in längeren Artikeln und Festnummeru der 60jährigen Wiederkehr der März-Revolution. Berlin, 18. März. In der gestrigen Sitzung der Stadt- verordnrten-Versammlung stand ein Amrag betreffend Nieder- legung eines Kranzes auf die Grabstätte der Märzgefallenen durch eine Abordnung der Stadtverordnetenversammlung zur Berathung. Nach der Annahme des Antrages mit 58 gegen 40 Stimmen verlas der Oberbürgermeister Zelle unter lebhafter Bewegung der Versammlung ein Reskript des Oberpräfidenten, welches den Magistrat an- weist, den eben gefaßten Beschluß mit aufschiebender Wirkung zu beanstanden, da derselbe nichts anderes sei, als eine politische Demonstration zur Verherrlichung der Revolution. — Eine lebhafte Debatte knüpfte sich an diese Verfügung- schließ- ltch wurde ein Antrag Singer auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung gesetzt, gegen die Beanstandung des BeschluffeS die Klage beim ObervrrwaltungSkerichtShof zu erheben. Die neue Fraktion der Linken beschloß alsdann, sich heute in corpore nach dem Friedhöfe der Märzgefallenen zu begeben und dort Seitens der Fraktion einen Kranz niederzulegen. Wie es heißt, wird heute die gelammte Schutz- mannschaft auf den Wachen consignirt sein. Die Märzfeier hat beretts gestern Abend im Berliner Arbeiterrevier durch eine Veranstaltung begonnen, an der sich etwa 1000 Personen beteiligten. Professor Quid de-München hielt die Festrede, in welcher er die Vorgänge deS 18. März 1848 eingehend schilderte. Heute wird baß Com.is zur Errichtung eines März-DenkmalS seine ErinnerungSfeier begehen. Altona, 18. März. Die Märzfeter der Altonaer Socialdemokralen ist von der Polizei auf Grund des Artikels 29 der preußischen Verfassung verboten worden. Im Programm war eine Festrede, Gesang und Deklamationen vorgesehen. Bisher fand in gleicher Weise eine Feier alljährlich unbehindert statt. (Absatz 2 beß Artikels 29 hebt die Freiheit der Versammlung unter freiem Himmel auf). Wien, 18. März. Ein von der deutsch-nationalen Studentenschaft für den 18. März einberufener FestcommerS zur Erinnerung an die 1848er Mä»z'age wurde von der Behörde verboten. Saaz. 18. März. Die von dem deutsch-fortschrittlichen Abgeordneten Dr. Urban nach hier Unberufene Wählerversammlung wurde von den Deutschnationalcn gewaltsam gesprengt. Letztere zertrümmerten sämmtliche Fenster unb richteten großen Schaden an. London, 18. März. Daß Unterhaus nahm mit 184 gegen 35 Stimmen daß Gesetz betreffend die Handelsmarine an. London, 18. März. „Daily Mail" meldet aus Capdown, daß.Cecil Rhodes abgereift sei. Dort circulirt das Gerücht, daß der Oberrichter Kotze von Transvaal auf Befehl der Regierung verhaftet worden fei. 6 Meter Loden solid. Qualität — für Mk. 3.90 Muster auf Verlangen ■ 1.68 2.10 2.70 4.50 Modernste Kleider- und Blousen-Stoffe in grösster Auswahl 1139 versenden in einzelnen Mustern franco ins Haus franco ins Haus. Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Versandt. 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