ankheit )u Auer. ervater Wtt statt. 1728 li$eiamtmann. 4, Gericht-accessist. MWümg, daß inte il Hinterbliebenen: leih mittag 3 Uhr vom 1727 .Gesellschaften, > etc., olicen für die Uversichernng len gebeten, sich an di» ungs-Actien- 1746 r M 87(0 ios.fi> 2i6b 9-6'J „,1881 «'SO u 181» itolffb- iOlXfO DbL ,hloo5 «976 35$£S‘- ließt Nr. 42 Zweites Blatt. Samstag den 19. Februar 189S Erscheint täglich mir Ausnahme des Montags. Die Gießener I«mitienßtLtter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger ASezugspret« vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fnlgendm Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. General-Anzeiger Aste Anzeigen-VermittlungSstellen deS Ar« und Austcacke» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Auzeigeblutt für den Tivsrs Grefzen. Rtbedien, Expedition und Druckerei: Kchnlstrnße Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. 7 ■ 11 1 . 1 _____'!"■■■■■ ' 'JB Adresse für Depeschen: Anzeiger fßieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Ltzeil. Gießen, den 17. Februar 1898. Betr.: Invalidität»' und Altersversicherung sogen, unständiger Arbeiter. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie noch besonder» ortsüblich publiciren. v. Gagern. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme aus unsere Bekanntmachung vom 5. Januar 1891 ordnen wir wiederholt auf Grund de» § 126 de» JovaliditätS- und AlterSBerficherungSgesetzlS au, daß diejenigen Berficherten, welche nicht in einem regel« mäßigen ArbeitSverhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, sogen, unständige Arbeiter, innerhalb der letzten fieben Wochentage eines jeden Monats ihre Quittuugßkarten zum Zwecke der Controle dem Rechner der betr. Hrbstelle vorzulegen haben. Die» find in den Landgemeinden die Gemeinderechuer bezw. besondere örtlichen Heb- stelleu- in der Stadt Gießen die örtliche Stelle (Bürgermeisterei). Wird hierbei nachgewieseo, daß die Beiträge für einen oder mehrere Monate im Vorau» entrichtet find, so find die Berficherten für diese Monate von der weiteren Vorlage der Karlen entbunden. Die Zuwiderhandlung gegen diese Controllvorschriften unterliegt der im § 126 bezeichneten Strafe. Wir bemerken dazu, daß der Vorstand der Versicherung»- anstalt seine Controlbeamten angewiesen hat, jedeSmal fest- zuftellen, welche Berficherten den Vorschriften nicht nachgekommen find und Anzeige zur Bestrafung zu erstatten. Wir erwarten von den Inhabern drr Hebstellen, daß sie keine Gelegenheit versäumen, bte Verpflichteten auf die Befolgung der obigen Vorschrift aufmerksam zu wachen, damit Verfehlungen möglichst verhütet werden. Gießen, den 1. Dccember 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. _________v. Gagern.__________________ Bekanntmachung, betrcffend: Drainage in der Gemarkung Langsdorf. Nachdem gegen das Resultat der am 7. April v. I». erfolgten Abstimmung Einwendungen nicht erhoben worden find und somit die Bildung einer öffentlichen Waffergeooffen- schäft für die Dra'nage in den Fluren I, IX und X der Gemarkung LangSdorf al» angenommen und beschlossen anzusehen ist, wird hierdurch Dagfahrt zur Wahl der Bevollmächtigten aus Donnerstag den 10. März l. Js. Nachmittags 3 Uhr in dem Rathhause zu Langsdorf anberaumt, zu welcher sämmtliche bethriligten Gruudbrfitzer hierdurch eiogeladen werden. Gießen, den 17. Februar 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Atzung der Stadtverordneten am 17. Februar 1898. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmeltu», Faber, §Iett,Dr. Gaffky, Habeuicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Homberger, Jug- Hardt, Keller, Kirch, Löber, Loo», Ordig, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele und Wallenfels. vor Eiotritt in die Verhandlung brachte Herr Oberbürgermeister Gnauth mehrere Dankschreiben zur Kenntniß, und zwar 1. von Bediensteten des GaS- und Wasser- werke» und der Vtadtkasse für die bewilligte ausnahmsweise Verbefferung ihrer Gehalt»verhältnifse- 2. deS Herrn Geh. Hofrath Prof. Dr. Heß, welcher NamenS der Forstwirthschaft Studierenden seinen Dank abstattet für die Zuwendung von 300 Mk. zur HundeShagen-Dtiftung- 8. der einzigen noch lebenden Tochter deS Prof. Hundeshagen, welche ebenfalls für diese neueste Ehrung dankt und mittheilt, daß nach ihrem Tode dieser Stiftung 1000 Mk. zufließen würden - 4. de» Vorstände» deS Lesehalle-Verein» für da» durch Ueberweisung de» Thorhanse» am GelterSweg be- thätigte freundliche Entgegenkommen der Stadtvertretung. Weiter bemerkte der Herr Oberbürgermeister bezüglich de» zur vertheilung gelangten Voranschlags der Stadt Gießen für 1898/99, daß derselbe der Finanzdeputation überwiesen, und in der nächsten Bersamluvg berathen werden solle- er constatire dabet, daß zum fünften Male ohne Gtenererhvhung bezw. ohne Erhöhung dc» Cossfizieuten der Voranschlag aus- gestellt werden konnte. Hierauf wurde nach Absetzung der.Punkte 1 3, 6, 6, 7 und 10 von der Tagesordnung, der specielle Voranschlag über die von der Marburgerstraße an» zu erbauende Zufuhrstraße nach dem neuen Friedhose wie über den generellen Voranschlag der gen. Anlage selbst beratheo. Der Voranschlag Über den Straßenbau belief fich ursprünglich auf 16 000 Mk., es wurde aber auf Antrag der Commission die Anlage erhöhter Fuhgängerbankette beschloffen und dadurch die Summe auf 20000 Mk. erhöht- der Weg soll beiderseitig mit Bäumen bepflanzt werden. Wa» den Friedhof selbst betrifft, so ist zunächst deffen südöstlicher Theil sür Bestattungen vorgesehen; dieser Theil soll nun, soweit vöthig, eine EinsriedigungSmauer erhalten, wogegen der Abschluß nach den übrigen Thellen durch Bordwände erfolgen soll, die nach Bedarf hinauSgerückt werden- da» vorerst nicht zu Bestattungen erforderliche Gelände, das in feiner Ausdehnung so bemessen ist, daß nach 30 Jahren eine Wiederbelegung erfolgen kann, soll zu land- wirthschaftlichen Zwecken verpachtet werden. Die Wegher- stellungS-, GinfriedigungS- und Hochbauarbetten sollen nach Genehmigung deS speciellen Voranschlags alsbald in Angriff genommen werden. Al» Hauptbau ist die Leichenhalle mit einem Kostenaufwand von 63 000 Mk. gedacht. Dieselbe stellt einen zweistöckigen Bau dar, deffen unterer Stock, in Zellen getheilt, zur Aufnahme von 14 bis 15 Leichen dienen, außerdem ein Wartezimmer, ein Secierzimmer und ein Aerztez«mmer, wie die nöthigeu Abortanlageu erhalten soll, während ein Anbau, deffen Kosten auf 3300 Mk. veranschlagt find, zur Ausnahme weiterer Leichen im Falle AuSbruch» von Epidemien dient. Mit Eröffnung des neuen Friedhof» ist eine Aenderung im Bestattungswesen insofern geplant, als die Gestorbenen alsbald nach etngetrrtenem Tode in die Halle gebracht werden, die directe Bestattung vom Trauerhause aus in Wegfall kommt. Die Leichen werden im unteren Stock ausgebahrt und mittelst Hebevorrichtung in die über der Leichenhalle befindliche, sür daS Publikum durch eine Freitreppe zugängliche Capelle gebracht, woselbst die Trauer- feier statlfiadet. Die Capelle wird einen Altar und sonstige kirchliche Einrichtungen erhalten und nächst besonderen Plätzen für die Angehörigen Sitz- und Stehplätze sür die Trauer- Versammlung, sowie für einen Sängerchor erhalten. Zwischen der Verwalterwohnung und der Capelle wird ein Kreuzgaug erbaut - derselbe soll Schutz vor Unwetter gewähren und außerdem zu noch festzusetzenden Preisen adzugebende Gruftgewölbe enthalten. Die Kosten des Kreuzgange» bezw. der Schutzhalle find auf 29000Mk. veranschlagt, die gleichzeitig den Haupteingang bildende V:rwalterwohnung aus 9000 Mk. Die Hochbauten sollen in gefälliger, ihren Zweck schon von fern kennzeichnender Bauart ausgesührt werden. Die Erd- arbeiten für den vorerst in Benutzung zu nehmenden Theil find auf 3200 Mk. veranschlagt, für Wegeanlagen innerhalb des Friedhofes find 6700 Mk., für Einfriedigungen 13300 Mk., sür Baumpflanzungen und sonstige Anlagen 7000 Mk. vorgesehen. — Herr Löber hält eS sür zweckmäßig, daß mit Feuilleton. Mein erster Msskenbsll. Eine Fastnachtsgeschichte von Frida Storck. (1. Fortsetzung.) DaS schwere, überflüssige Rader lehnte längst in einer Saalecke. Die N-xe selbst, im utederdrückenden Gefühle ihrer Uuwahrscheinltchkeit, versteckte fich in einen Winkel, nm zu beobachten. Die älteren Herrschaften in ihrem löblichen Btmühen, originell zu sein und unerkannt zu bleiben, waren zu köstlich. Die kugelrunde kleine Räthin setzte die Welt al» „Tochter deS Regiments" in Verwunderung. Die praktische Apothekerin hatte ihre großblumigen Cattun- gardineu mehr kunstvoll als kleidsam um ihre dünne Gestalt drapirt und ihr spärliches Haupthaar mit einer verschwende- rischen Menge Stärkemehl gepudert. Zweifel an der Echtheit diese» „RokokocostümS" nahm fie al» persönliche Brlet- digung auf. Im Uebrigen waren die „Preelosen" sehr beliebt. Jede Matke, die einen grellbunten Shawl, ein rotheS Kopftuch oder ein phantastisches, lose» Jäckchen trug, wollte als die Perle der Zigeunerinnrn aogeredet sein. Kurz, die 60 bV 70 fröhlichen Menschen vergnügten fich über die Maßen, in diesem unendlich schmalen, langgestreckten, dürstig auögestattetea Raume, der den pomphaften Namen „Saal" führte. Die drei grüvbefchirmten Oellampen, Gegenstände deS Entsetzens für jeden großen Tänzer, baumelten von der niederen Decke herab. Ihr spärliches Licht wetteiferte mit den durch blendende Blechschilder gehobenen dünnen Wantkrrzeo. Daß die vorhandenen Blumenmädchen und Zigeunerinnen ausnahmslos den kecken, schlatken Harlekin umschwärmten, fand ich zu komisch. Und mit welcher verbindlichen Asmuth Vater die Liebesgaben an Blumen und prophetischen BerSlein entgegenvahm I Er war das ungelöste Räthsel der Abends, und al» er Matter einmal durch den Saal führte, empörte fich die Jugend über diese sträfliche Verirrung zu einer „alten Dame". Mutter konnte ihr Selbst, auch in dem fragwürdigen Eveldamenaufputz, doch nicht verleugnen. Eine zweite Herrenmarke, eine kraftvolle, hohe Ge> ftalt, in der knappen Uniform eines „Postillon" tauchte erst spät auf und ward mit forschenden Blicken gemustert. Da» zweite Räthsel. Mr hatten e» seine dunklen, blitzenden Augen angethan. Mein arg eingepreßte» Ntxenherz pochte, sobald ich in seine Nähe kam, doch die stachelige Binsenkrone reizte ihn jedenfalls nicht. Sein Magnet war die einzige natioualgetreue Maske, eine zierliche Polio, die Nichte deS reichen, kinderlosen Rentiers Müller. DaS Ehepaar Müller hütete die einstige, dabei sehr hübsche Erbin mit ArguSaugen. Ja, man hatte in rühmlicher Fürsorge schon den Gatten für fie erwählt, einen strebsamen, aber keineswegs geistreichen Landwirth. Seit nun Lilli von einer Sommerreise zurückgekehrt, verhielt fie fich Franz Grau gegenüber ablehnend. ES ging in den Kaffeegesellschaften die Sage, Onkel Müller wolle Lilli enterben, falls fie fich seiner weisen Wahl nicht füge. An diesem Abend agirte Grau al» Schwälmer Bauer. Er sah recht plump aus in dem langen weißen Leinwandrock, den Schaftenstiefeln und dem dreikantigen Hute. Da diese Verkleidung ihn nicht verschönte, ihn auch Jedermann sogleich erkannte, hätte er fich die Mühe ganz sparen können. Jedenfalls hotte ihm Onkel Müller einen Wink gegeben, denn er steuerte mit staunenswerther Sicherheit auf die Polin Io» und seine breite Gestalt folgte ihr fortan wie ihr Schatten. Vergeblich war da» Mühen de» Postillon», fich Lilli ungestört zu nahen. „Geh, Du HanS Tapps, in Polen kann man solche plumpe Burschen nicht brauchen! Merk Dir» ein- sür allemal, ick mag Dich nicht!" rief Lilli ungeduldig, da fie meinen Schlupfwinkel neben drr Musikbühne streifte. Dabei drohte fie mit der Reitpeitsche, die fie offenbar al» unerläßlich bei den Polinnen hielt, und versetzte dem Bauer einen leichten Schlag. Er faßte heftig ihren Arm und flüsterte: „Heute sollen Sie mich hören, Lilli! Ich bin kein Feigling, der fich vor der Entscheidung fürchtet. Schwiege ich, Ihr Onkel hielte mich für eine Schlafmütze. Ich hab» mir geschworen, heute —" Sie stieß ihn jäh zurück. Er taumelte neben mich auf die Holzbank. Da er fich, eine Entschuldigung stammelnd, erhob, war Lilli verschwunden. „Gräme Dich nicht, biederer Sohn meines gesegneten Ufers. Die schönen Polinnen verstehen e», mit der Reitpeitsche zu strafen, aber zur fleißigen Schwalmbäuerin taugen fie nicht," sagte ich tröstend. „Wer bist Du denn?" fragte er mürrisch. „Die Schwalmnixe," sagte ich selbstbewußt. „Den Kukuk, so sollen die Waffernixen aussehen?" Damit ging er. Mein erster Versuch, mich intereffant zu machen, war schmählich mißglückt. Plötzlich keuchte der dicke Schwälmer athemlo» durch die schiebende Menge, gefolgt von dem seine Britsche schwingenden Harlekin. Nun begann eine heillose Hetzjagd. Sank der keuchende Bauer auf einen Stuhl, so kauerte Vater neben ihm, stachelte ihn durch Witzworte auf und trieb ihn rastlos weiter. Alles wich den Beiden lachend aus. (Fortsetzung folgt.) ben vaumpflanzungen an den Haoptwegeu ans dem ganzen Gelände vorgegangen wird, um eine gleichalterige Anlage zu erhalten. — Herr Helfrich widerspricht diesem Vorschläge, weil dann eine Benutzung de» vorerst nicht nöihtgen Gelände» zu landwlrthschaftlichen Zwecken nicht möglich sei, und empfiehlt Übrigen» mit Rückficht auf die Jahreszeit sofortige Verpachtung desselben.— Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, ihm sei die Anregung de» Herrn Löber sympathisch, doch sei noch nicht beschloffen, ob die Planirung de» ganzen, ziemlich hügeligen Gelände» gleich oder nur nach jeweiligem Bedarf vorgenommen werde- ein Theil wüste jedoch sofort planirt werden und sei demnach wohl die landwirthschaftliche Berwerthung deS übrigen Gelände» wenigsten» für da» laufende Jahr ausgeschlossen. Dem Boranschlog wurde vorbehaltlich der Geuehmigung spectellrr Pläne und Voranschläge zugestimmt. Da» Baugesuch der Baugenossenschaft de» evangelischen Arbeiterverein», welche an der Lredver- und Hillebraudstrahe ffinf weitere Häuser errichten will, wird nicht beanstandet und die Dispensation von den Bestimmungen der §§ 18, 25 und 26 de» OrtSbaustatut» befürwortet. Auf Aatrag de» P o l i z e i a m t» soll im Hofe de» Polizei- gebäude» in der Weidengosse ein kleiner Beutilbrunnen aufgestellt und den Polizeibeomten de» Wachthause» am TelterS- thor die Entnahme von Master au» der Leitung iw Thorhause daselbst gestattet werden. Für die am 6. Januar beschlofleoe Pflasterung der Frankfurterstratze (zwischen Oberhesflscher Bahu und Wtlhelmstratzr) werden 4100 Mk. bewilligt. Diese Strecke soll ihrer besonderen Beschaffenheit wegen versuchsweise mit Gail'ichen Klinkern gepflastert werden. — Herr Kirch wacht auf den schlechten Zustand der Fußsteige -wischen der Anatomie und dem Bahnhof aufmerksam, dieselben frieu nur zur Hälfte gepflastert, wa» bei schlechtem Wetter augefichtS de» starken Verkehrs daselbst höchst mitzstandtg sei. — Herr Oberbürger, meister Gnauth bemerkt dazu, datz gründliche Abhilfe nur durch Anlage erhöhter ASphalttrottoirS geschaffen werden könne, für solche hätte aber, infolge der bereit» bewilligten Mittel für andere Stadttheile, ein Betrag im Boranfchlag nicht eingestellt werden können, e» solle im nächsten vor- anschlag darauf Rücksicht genommen und vorerst, nach Empfehlung de» Herrn Dr. Schäfer, durch Bekiesung dem Uebelstande einigermatzen abgeholfeu werden. — Zu dem Hinweis de» Herrn Helfrich auf den schlechten Zustand der Wege am Bahnhofe selbst bemerkt der Herr OberbÜrger- meister, datz darüber bereit» Verhandlungen etngeleitet worden feien. Nach den bestehenden Bestimmungen haben die Gemeinden, welche viehmärkte abhalten, für genügende Unterkunft erkrankten und seuchrverdächtigen Viehes zu sorgen. Mit Rücksicht auf die bereit» beschloffene Anlage eine» neuen Viehmarktplatze» wird beschloffen, einen provisorischen Kranken» stall tu der der Stadt gehörigen Neuwühle zu errichten. Bezüglich de» Ge'uche» de» Herrn Ehr. Bieker um Erlaubuttz zum verkauf von Branntwein über die Stratze au» dem Hause Bleichstraße 29 beschloß die Versammlung Verneinung der BedÜrfuißfrage mit Rücksicht darauf, daß fragl. Hau» noch nicht fertig sei unb bi» zu dessen Fertigstellung sich die Berhältuiffe in diesem Bauvierrel ändern könnten. Bejaht wird die Bedürfnißftage berüzlich der Gesuche um WtrthschaftSeoncesfion bezw. Verkauf von Brannt« wein von G. Weller (Schützenhos), Julius Bräutigam (Bleichstraße 21), P h. Herrmann (Lubwigstraße 20), Ludwig Flamme (Kühler Grund), Wilh. Gerhardt (Bleichstraße 31) und Friedrich Hainer (Tiefenweg 4). Ausnahmsweise unb widerruflich wird Herrn H C. Werner die Anbringung eine» Firmenschildes am Ferber- scheu Hause am Kirchenplatz gestattet. Die DiSpensattonSgesuche de» Herrn Löb Süß, welcher einen nach der Wrltergasse zu gelegenen einstöckigen Bau um Thürbrette vergrößern will, und de» Herrn Carl Loo», welcher da» Dachgeschoß seine» Hauses am Ktich-nplotz um» zubauen beabsichtigt, werden befürwortet. Dor Schluß der öffentlichen Sitzung legte Herr Oberbürgermeister Gnauth noch den Voranschlag de» Stadt- erweiteruug»fond» für 1898/99 vor; derselbe wurde genehmigt. Tifl Ö Bekanntmachung, betreffend: Das Beschneide» der Hecken. Da» Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz au öffentlichen Fahr oder Fußwege» einsriedigenden Hecken in jedem Frühjahr dis zum 1. März auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund de» Art. 31 de» Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Gießen, den 15. Februar 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Gnauth. 1706 Spar- und Leihkasie Gießen. Der seitherige provisorische Diener unserer Kaffe, Herr Conrad Wißner, hat wegen eines Augenleidens seinen Dienst freiwillig aufge- gegeben und es wurde an feiner Stelle Herr Carl Ziutzer von hier provisorisch al» Diener angenommen, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 15. Februar 1898. Die Direction. _________ I. E.: Wiener.1702 f'cluuintnuidjiuuv CkMkntrohr-Fikfttllug. Die Gemeinde Leihgestern beabsichtigt zur Canalisation einer Ortsstraße circa 220 laufende Meter Cementröhren bester Qualität von 80 cm lichter Weite auf dem Sub- Missionswege zu vergeben. Lieferungstermin 10. Mai l. I. loco Verbrauchsstelle. Zusendung der Offerten Hot verschlossen mit bezüglicher Aufschrift bis zum 25. Februar I. I. an die unterzeichnete Stelle zu erfolgen. 1730 Leihgestern, den 16. Febr. 1898. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. Versteigerungen, t Holzversteigerung. Donnerstag den 24. Febr. 1898, von Vormittags 9% Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeindewald in den Abtheilungen 7 Neu- wieß und 16 Suhl nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 218 Eichenstämme, 49,93 fm halt. (Wagnerholz), 56 Fichtenstämme bis 47 em Durchmesser, 25,51 fm haltend, 30 Eichen Derbstangen 3,02 fm haltend (Wagnerholz), 24 Fichten Derbftangen 3,80 fm haltend, B. Brennholz. 27,6 rm Eichen-Scheitholz, 11 „ Nadel- „ 50 „ Eichen Knüppel 189 ,, Nadel- 920 ,, Eichen-Wellen, 3860 „ Nadel- „ 27 rm Eichen-Stockholz, 46 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerftraße am Pfarrweg. Annerod, den 17. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn.1726 Die Holzversteigerung vom 16 ds. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 26. d. Mts. an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Montag den 28. d. Mts., Morgens 8 Uhr. Gießen, den 17. Februar 1898. Großh. Oberförstern Schiffenberg. Heyer. 1723 Große NuhhoWersteisenulg. Lamstag deu 26. d. M. 1) Groß Rechtenbach. Beginn Vorm. 10 Uhr, District 7 „Langerain", westlich der Straße nach Wetzlar, unten an den Wiesen. Eichen: 7 St. 2. Kl. = 11,07 fm, 60 3. Kl. = 37,95 fm, 10 4. Kl. ----- 2,50 fm u. 12 rm Nutzholz. Nadel: 34 St. 3. u. 4. Kl. = 10,66 fm, 99 Stangen, 43 rm Nutzholz. Weichholz: 13 St. 4. Kl.----1,57 fm und 80 Stangen. 2) Hörnsheim. Beginn Nach mittag 2 Uhr, Distr. 9 XIV Hörnsheimer Eck am Fuße des Stoppelbergs. Eichen: 2 St. l.Kl. = 8,56 fm, 6 2. Kl. = 10,25 fm, 25 3. Kl. = 16,34 fm, 3 4. Kl. = 0,71 fm, 8 rm Nutzholz. Nadel: 21 Stangen, 2 rm Nutz holz. 3) Lützellinden. Beginn Nachmittag 3 Uhr Distr. 5a „am Wetz' larer Weg". Eichen: 8 rm Nutzholz. । Buchen: 3 St. 3. Kl. — 2,82 fm. Nadel: 77 St. 3. und 4. Kl. = 26,87 fm, 16 Stangen, 66 rm Nutzholz. Schluß der Versteigerung Nachm. gegen 6 Uhr an der „Holzburg", Straße von Lützellinden nach Gießen. Die Waldungen liegen unmittelbar zusammen und gehören zur selben Försterei. Groß-Rechtenbach, 17. Febr. 1898. Das Bürgermeisteramt. 1731 Die Holzversteigerungen vom 31. Januar im District Noll und 8. Februar im District Eichwald sind genehmigt. Die Abfuhrscheine können bei Freiherrlicher Rentei zu Londorf vom 21. l. MtS. ab in Empfang genommen werden, lieber* Weisung des Holzes Dienstag den 22. l. MtS. Papiermühle, den 16. Febr. 1898. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. _________Schwör er._____1720 Holzversteigerung im Albacher Gemeindewslb. Montag den 21. nnb Dienstag deu 22. Februar, des Morgens um 10 Uhr anfangend, kommen in den Waldungen der Gemeinde Albach in den Districten Kreuzholz, Stangenheege und Roderde nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung: A. Brennholz. Scheith. Knüppelh. Stockh. Reisig rm rm rm Wellen Buchen 40 140 36 2000 Eichen 4 32 32 1500 Nadel - 35 80 1600 B. Bau- und Nutzholz, sodann kommt Dienstag den 22. Februar in denselben Districten nachstehendes Bau- und Nutzholz zur Versteigerung: 27 Eichenstämme von 26 bis 34 cm mittlerem Durchmesser, 5 bis 11 m Länge — 16,78 fm, 196 Nadelstämmr von 14 bi« 41 cm mittlerem Durchmesser, 7 bis 18 m Länge — 51,70 fm, 286 Nadel-Derbstangen von 8 bis 12 cm mittlerem Durchmesser, 6 bis 14 m Länge — 20,72 fm. Der Anfang und die Zusammenkunft an beiden Tagen ist auf der Straße Albach—Pppenrod am Eingang des Walde«. Albach, am 17. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Albach. ___________Balser._______1721 Holzversteigerung. Montag deu 21. Februar l. I sollen in den Waldungen der Gemeinde Staufenberg, District Strackeloh und Mark, nachver- zeichnete Holzsortimente versteigert werden: 6 Eichenstämme, 2,29 fm haltend, 142 Fichtenstämme, 65,63 fm haltend, darunter 22 Stämme Schnittholz von 1,17 bi« 2,24 fm Inhalt, 728 Fichten-Derbstangen bi« 18 m lang, 583 Reisstangen. Dienstag d. 22. Februar: 66rrnBuchen-Scheit, 26 rrn Eichen- Scheit, 238 rm Buchen Knüppel, 120 rm Eichen- und Nadel-Knüppel, 6870 Buchen-, 1830 Eichen- und Nadel-Wellen, 43 rm Buchen- und Nadel-Stockholz. Der jedesmalige Anfang ist Vormittag« 91/a Uhr im District Strackeloh beim Gemeinde-Sandsteinbruch. Staufenberg, 15. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Step Han. 1660 NklßkMMg. Mittwoch deu 23. und Donnerstag deu 24. Februar, 10 Uhr Bormittags anfangend, wird auf dem Hofgute Otterbach (Station Burg-Nieder-Gemünden) folgendes lebende und tobte Inventar versteigert: 9 Pferde, darunter ein Paar hochelegante Rappwallache und ein brauner norddeutscher Wallach (vorzügliche Chaisenpferde), so- wie eine norddeutsche trächtige Zuchtstute (vorzügliche« Reitpferd), 1 einjähriges Stutenfohlen, 1 ll/, jähriger sprungfähiger Bulle (Simmenthaler Reinzucht), 12 Kühe (7 mit Kälbern, 5 trächtig), 8 Rinder (Simmenthaler Rasse), hierbei 4 trächtig, 4 Zuchtstiere, 6 fette Ochsen, 9 fette Kühe, 1 sprungfähiger Zuchteber, 19 Einlegschweine (theilweise fett), 1 »/, jähriger deutscher Hühnerhund, ca. 60 Hühner und 4 Hähne, ca. 100 Paar Tauben (wildblaue und Kröpfer, mit und ohne Schnüren), ferner: 1 Chaise, 1 Jagdwagen, und ein Schlitten, 2 Paar Chaisengeschirre und ein Paar Schlittengeläute, 10 Oeconomiewagen mit vollständigem Zubehör, hierbei mehrere leichte, 6 Pflüge (Selbstgänger), 1 eiserner Wendepflug, 6 Hohenheimer Pflüge, 2 starke Gruber, 1 eiserner dreischaariger Schälpflug, 1 Häckelpflug, 4 Häufelpflüge, 1 Wiesenegge, 1 Ringel- und 1 Glattwalze, 6 Eggen, 1 Jauchefaß, 2 Jauchepumpen, 1 Decimalwaage, 1 Oelkuchenbrecher, mehrere Dickwurzmühlen und Häckselmaschinen, sowie eine große Anzahl landwirthschaftlicher Geräthe, 1 complete Schmiedeeinrichtung, 1 Säemaschine, 1 Frucht- und Grasmähmaschine, 1 Pferderechen, 1 einpferd. Göpel, eine große Anzahl completer Pferde- und Ochsengeschirre, Fässer, Bütten, Betten, Tische, Stühle, sowie sonstige Hau« und Küchengeräthe in großer Anzahl und gutem Zustande. Die Versteigerung findet in obiger ! Reihenfolge -statt und wird, sobald da« Vieh versteigert ist, mit dem tobten Inventar, auch schon am ersten Tage wenn nöthig, angefangen. L. Junker, Otterbach bei Burg - Nieder - Gemünden (Oberhessen). 1511 ÄIIIpfklÜMlM Frankfurter Würstchen beste Qualität, 1677 bei Emil Fischbach. Vorzügliches Speise-Gel, zum Kreppelbackeu besonder« zu empfehlen, bei 1368 __Roth II. Grüne Häringe (feinster Backfisch), per Kfd. 15 Mg., empfiehlt 1670 J. M. Schulhof, Marklstraße 4.____________Telephon 119. Dörrobst al« Apfelriuge, Apfelfpalteu, Aprikosen, Birnen, Brünette» Datteln, Feigen, Kirschen, Pflaumen, Zwetscheu, gemischtes Obst Z bei Emil Fischbach. Fft. Blüthmmehl 1 Psg. 22 Psg, — d Md. 1,0'' Mk, 10 Md. 2 Mk Eocosllllßbuttkl pst. 60 Pf. Margarine, ertra, „ 70 „ st. Aßmarmladk „ 30 „ Pa. Süliöl {fr. 70 „ empfiehlt 1684 Gustav Walter, »LvSbvrg .6. 1OOOOO Harmonikas mit meiner selbstcrsim- denen, goranlirt unzrr- brcdiltdtcn Epiral-Lla- ttlQlurftbtrunfl bade td> bereit» seit kurzer Zeil verkauft. Nickt eine einzige Reklomo Hon wegen «recken oder Lahm- wrrdenmriner neuen Tasten« federung ist in b efet Zeit einyegangen. 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