"ßrahe 33, Aaße 10, 5. Me unserer Gütcoke» ''elben auch in Mengen Dr'rsr paßend sittliche Srtfe 1,20 ^Mtn ist. ®*S<» «foLo’t D--- hl|ert« hi-fig-, aslokk. Gießen. 773 reabstchtigt mit ihren schon Lchmnnemärkten auch Mrtte Tw* datifinbtn am 23. Ri« mb am 26. Cctobet. i Bettnau unb knoten« ütMtz non ^mdvieh- r' itm vielseitig geäußerten ig entgegen, und werden ordmmgen, wie Stallung. Surkünfteu gerne bereit. Markicomii^: ier, Bürgermeister. I* irbt «> ittluH' ict,ki»v» IUI-’ . fir Teilt t. H3«tpHfc q der Kindt* §me )n5 rttr., t*r ->»»» „„l^ruhfev 1518 N». 42 Samstag den (!). Februar Erstes Blatt. 1898 Erscheint tägNch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilieuvtätler werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezug-»ret- vierreltLhrlich , 2 Mark 20 yfg. monatlich 75 w mit BrKcherlohü. Bei Postbezug Mark 50 Psg. ierteljährlich. Annahme Den Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellm bei In- und Auslandes nehmen Anzeigen für sen Gießener Anzeiger ntgegea. Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gieren. Rtbadien, Expedition und Druckerei: Kch«kstr«t< Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Wir bringen zur allgemeinen Kenntniß, daß der Auftrieb von Bieh zu den am 22. und 23. l. MtS. stattfindenden Märkten nicht vor 8 Uhr Vormittag» erfolgen darf. Bis zu dieser Zeit ist auch daS Ausstellen von Vieh in den nach dem Marktplatz führenden Straßen verboten. Zuwiderhandlungen werden unnachsichtig zur Bestrafung augezeigt. Gießen, den 18. Februar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Ungarische Banernunruhe«. Während fich tu der österreichisch-ungarischen Monarchie diesseits der Leitha ein Nattonalttätenkampf abspielt, der den Staat in seinen Grundfesten erschüttert und besten Ende noch gar nicht abzusehen ist, bereiten fich in Ungarn ernste Ereignisse auf anderem Gebiete vor. In frischer Trinoeruug ist es noch, wie im vorigen Jahre kurz vor dem Beginn der Ernte fich eine Strikebewegung unter den ländlichen Arbeitern verschiedener Bezirke Ungarns bemerkbar machte. Man wollte gerade während der Erntezeit den Strike procla- «treu und etwaige von den Gutsherrn von außerhalb herbetgezogene HüifSarbetter an der Ausübung ihrer Pflichten vrrymoern. Dir Regierung hatte damals rechtzeitig um- fastende Maßregeln getroffen, um einer Krifi» vorzudeugeo; sie hatte Militär in das bedrohte Gebiet entsandt und auch sonst dasür gesorgt, daß der Gang der Erutearbeiten nicht unterbrochen wurde. Im vorigen Jahre glaubte man allgemein, daß es fich bei den Bauerurevolten um locale Ereignisse handle, die durch die Maßregeln der Regierung definitiv beseitigt worden seien. Wie sehr man fich aber getäuscht hat, beweisen die neuerlichen Vorgänge im Szabolizer Comitat, wo eS nicht mehr zweifelhaft ist, daß e» fich um eine soctalistische Bewegung handelt, welche bereit- jetzt einen großen Umfang angenommen hat und sich auch noch weiter auSzubreiten ver- spricht. Die Lage erscheint um so bedrohlicher, als fich vielfach die Bauern verschiedener Ortschasten zusammenrotten und gegen die öffentliche Ordnung Front machen. Die schon jetzt mit dem Militär und der Polizei vorgekommeueu Zusammenstöße find sehr schwerwiegender Natur, da eine große Anzahl Personen verwundet wurde, unb dabei ist die Erregung und Erbitterung noch im Wachsen begr ffen, so daß man noch ernsten Ereignissen entgegensetzen muß. Es ist ja selbstverständlich, daß schließlich das Militär der Bewegung Herr werden wird, aber damit ist die Beruhigung der Gemüther keineswegs wieder hergestellt, und die Erregung wird nur so lange zurückgedrängt, bis ein äußerer Anlaß das Signal zum Ausbruch neuer Revolten gtebt. Es drängt sich Jedem die Frage auf, wie denn dauernd solchen Zuständen abzuhelfen und in welcher Weise die Bauern zufrtedengeftellt werden können. Ihre ^n8u^tc^cn* bett hat ihre Ursachen auf politischem und wirthschastltchrm Gebiete. DaS Wahlsystem Ungarns ist auf einem Steuer- census gegründet, der die arbeitende Bevölkerung fast voll- ständig von einer Vertretung im Abgeordnetenhause, von der Ausübung eines Wahlrechts auSschließt. Für die Wünsche der arbeitenden Klaffen herrscht im ungarischen Parlamente deshalb auch wenig Verständniß, und es steht fest, daß für die Landbevölkerung Seitens des Parlaments so gut wie nichts geschieht. DaS ist um so wunderbarer, als Ungarn bekannt- ltch ein rein agrarischer Staat ist, dessen EMenz fich ganz auf die Landwirthschast stützt. Die Arbeitslöhne und Leben.- verhältuiffe der ländlichen Arbeiter find heute noch dieselben wie vor dreißig Jahren, und auch sonst ist in socialer Hin- ficht fast nichts gethau. Daß unter solchen Umstanden die socialisttschen Agitatoren leichte. Spiel haben, ist erklärlich, Insbesondere bei den eigenartigen Verhältnissen, welche sonst noch mitsprecheu. Während bei un- in Deutschland der Kleiugruudbesitzer eine Säule der staatlichen und gesellschaft- lichen Ordnung bildet, der auch heutenoch vonl den Lehren der Soctaldemokratie unberührt geblieben ist, ist der große Theil des ungarischen KleiugrundbefitzeS nicht lebensfähig Während unsere Bauern, mag ihr Grundbesitz auch noch so klein sein, stolz find auf ihre Unabhängigkeit, muß der Eigen- thümer eines kleinen ungarischen Bauerngut- mit seiner Familie Taglöhnerarbeiten verrichten bei den großen Grund- befitzern. Die Löhne sind äußerst niedrig und reichen kaum hin zur Fristung eine- kümmerlichen Dasein»; das Berhältniß zwischen Großgrundbesitzern und diesen tagelöhnernden Bauern ist daneben kein günstige-, vielmehr immer gespannt. Daß unter solchen Umständen die Unzufriedenheit groß ist und die Bauern zu gewaltsamen Schritten veranlaßt, um ihr LooS zu verbeffrrn, ist nicht zu verwundern. Bet uns in Deutschland gehen die Bemühungen der Regierung auf die Erhaltung und Kräftigung de- freien Bauernstandes,- in ihm sieht man ein Bollwerk gegen die Ideen des Umsturzes. Die ungarisch- Regierung sollte diese- Mittel auch einmal versuchen und fich fernerhin nicht nur von dem Egot-muS der großen Besitzer leiten laffen. Mit Trvppen- macht und Polizeigewalt läßt sich ein Volk auf die Dauer nicht zähmen, läßt fich keine sociale Frage lösen, (xx) Deutscher Ueich-tag. 43. Sitzung vom Donnerstag den 17. Februar 1898. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Berathung der Postdampfersubventionsvorlage. Abg. Weiß (frs. Vp.) wendet fich gegen die Ausführungen des Abg. Frese und bemerkt sodann, daß an der Steigerung des gesammten Frachtverkehrs nach Ostafieu die nichtsubventionirten Hamburger Linien mehr betheiligt seien als der Lloyd. Jedenfalls wolle seine Partei nicht, daß mit dem Gelbe deutscher Steuerzahler die ausländische Eoncurreuz unterstützt werde. Staar-secretär GraiPoiaoowSty bezeichnet die Be- hauptung al. irrig, daß die Subvention die nichtsubventionirten Linien schädige und so den Unternehmungsgeist lähme. Auch die Bezugnahme auf da- Ueberwiegen ausländischer Waare auf den Subventionsdampfern fei unzutreffend, denn es laffe fich in Antwerpen der Ursprung der Waare gar nicht so genau feststelleu. Unser ostasiatischer Handel bedürft jedenfalls der subventiouirten Linien, und eS stehe fest, daß letztere trotz der Subvention noch immer ein erhebliches Risiko hätten. Ueber die Concurrenz der sibirischen Bahn ein Urtheil :ju gewinnen, sei sehr schwer. Jedenfalls müffe man fich aber um so mehr bemühen, den oftastatischen Markt, wenn auch mit Opfern, zu gewinnen. Ein baldiger Wegfall der Subvention für die Linie nach Australien sei nicht beabsichtigt. Künftig werde auch die Hamburg-Amer'.kauische Linie, nach einem Vertrag mit dem Lloyd, vier Schiffe einstellen, die Abmachungen mit dem Reiche blieben aber in der Hand des Lloyd. Durch unser Volk geht das Gefühl, so schließt Redner, daß fich uns in Ostafien eine große Aussicht erschließt, und daß eine große Nation dasür auch Opfer bringen muß. Abg. Müller-Fulda bedauert, daß nicht entsprechend dem Wunsche vieler Industrieller in Süddeutschland Rotter- dam angelaufen werde, statt Antwerpen. Die landwirth- schaftliche Sette der Vorlage müffe erst in der Commission ■ geprüft werden. Grundsätzlich werde jedenfalls seine Fraktion^ wenn es fich in der Commisston herausstelle, daß die Vorlage der deutschen Industrie sörderltch sei, ohne der Landwirth- schäft zu schaden, derselben zustimmeu. Abg. Graf Limburg-Stirum(cons.) wünscht, daß geprüft werde, ob der Llyod künftig nicht ohne Subvention dem Bedürfuiß genügen könne. Der größte Theil seiner Freunde werde die Vorlage bewilligen, wenn sie wirklich unserem Handel und unserer Landwirthschast Vortheil schaffe. Redner geht nunmehr auf die Noth der Landwirthschast ein, die thatsäch- lich noch bestehe, und fordert seine FractiouSgenoffen auf, zusammenzuhalten und für die Landwirthschast einzustehev. Abg. Jebsen (nl.) ist sür die Subvention. Dieselbe dürfe man nicht fallen laffen, nachdem im Auslande so große Anstrengungen gemacht würden. Abg. Molkenbuhr (Soc.) ist gegen die Vorlage. In den Hamburger HandelSkretsen bestehe gar kein Jntereffe sür die Vorlage, wie eine Auslastung der dortigen Handelskammer über die vorjährige Vorlage beweise. Hanseatischer Bevollmächtigter K lüg mann entgegnet, aber zu dieser Vorlage habe fich die Handelskammer durch- aus zustimmend geäußert. Abg. Hahn (b. k. F.) tritt in längeren AuSsühruugen für die Vorlage ein. Hierauf vertagt fich daS HauS auf morgen 2 Uhr. Tagesordnung: Militäretat. Schluß 5i/a Uhr. Aus den Verhandlungen der Zweite« Kammer der hesfische« Stände. G. Darmstadt. 17. Februar 1898. Die Sitzung wird um 9'/z Uhr eröffnet und die Be- rathungen über das Staatsbudget fortgesetzt mit Capitel 41, Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen. Abg. Freuay wendet fich zunächst gegen die Ansicht einiger Redner, als seien die DiScipltnen au den Gymnasien nicht die richtigen. Auch die gegen die Abiturienten erhobenen Anschuldigungen müffe er entschieden zurückwetseu. — Geh. Oberschulrath So ldan gibt eine zahlenmäßige Darstellung über die von der Regierung bezüglich der definitiven Besetzung der Lehrerstellen im neuen Budget getroffenen Anordnungen. — Abg. Schröder spricht fich sür Reformen au-, kann fich aber nicht mit dem Abg. Brentano einverstanden erklären, der die klafftschen Sprachen, insbesondere Griechisch und Latein, aus den Ghmnafien entfernt wissen will. Er weist auf England hin, wo das klastische Latein bei Weitem mehr getrieben werde, wie bei un». Man habe hier alle Ursache, vorfichtig zu sein. Die ganze Entwickelung unserer Hochschulen beweise, daß man nicht auf dem alten Boden stehen bleiben könne. Bezüglich der Anficht de- Abg. David über die Bildung unserer Abiturienten bemerkt er, daß dieselbe auf der Höhe der Zett sei. Dieselben seien In der Politik und in den LandeSgesetzeu, in ersterer vielleicht oft zu viel zu Hau». Die Gymnasiasten dürften nicht dresttrt, insbesondere nicht in dem Sinne de» Abg. David drestirt werden. Siebter wünscht, daß auch da» religiöse Element seinen Ausguck in den Schulen findet. Davon habe er von Herrn David nicht» gehört. Er freue sich, daß eS auch Lehrer gibt, die nicht blo» dreffiren, sondern erziehen, und bespricht dabei die provisorische Besetzung der Lehrerstellen. Er halte die Aufgaben der Lehrer an den Schulen für so wichtig, daß hier nicht gespart werden dürfe und er wünsche aus diesem Grund, daß die akademisch gebildeten Lehrer gleichgestellt werden gegenüber den Richtern. Er fragt die Regierung, ob dieselbe nicht entschloffen sei, eine Bestimmung über den Bildungsgang der Fachlehrer zu ertasten, insbesondere um damit die Gleichstellung der Fachlehrer mit den seminaristisch gebildeten Lehrern herbeizusühren. Damit falle auch zusammen die Besserstellung der seminaristisch gebildeten BolkSschullehrer an den Realschulen. Er bespricht sodann die Errichtung einer Oberrealschule zu Darmstadt. Dieselbe bilde ein Glied zwischen der Technischen Hochschule und der Realschule und sei daher zu besürworten. Finanziell genommen sehe die Sache heute unscheinbar au». Später werde aber die fiianztelle Seite hervortrelen. —- Geh. Staats- rath Knorr v. Rosenroth erklärt, die Regierung werde die von dem Abg. Schröder angeregten Fragen prüfen. Wenn es finanziell möglich sei, werde dieselbe der Sache näher treten. — Geh. Oberschulrath Soldart stellt fest, daß an die Fachlehrer, insbesondere die Zeichenlehrer, weit größere An- forderungen gestellt werden als an die seminaristisch gebildeten Lehrer. Der Zeichenunterricht fei eine Forderung der Neuzeit. Er gestehe aber auch ruhig zu, daß man in Hessen noch nicht auf der Höhe der Zeit stehe. Wenn diese» aber der Fall sein solle, so müsse man auch die Zeichenlehrer auf- bessern und anstellen. — Abg. Metz bespricht die Lehr- methode in den Ghmnafien und hebt hervor, daß e» ihm scheine, daß in den unteren Klassen der Gymnasien die elementaren Kenntnisse nicht genügend etvgepaukt werden. Es gebe gewisse Dinge, die bei Schülern derselben nicht sestfitzen. Er bespricht sodann die UrberbürdungSfrage der Schüler und hat die Meinung, daß hier die Humanität zu weit getrieben werde. Damit würde die Jugend vom Arbeiten abgehalten. Die srüheren Lehrer hätten gegen die heutigen entschieden viele» voraus. Dieselben hatten eS verstanden, baß Bewußtsein bet den Schülern zu erwecken, baß bte Lehrer es gut mit denselben meinten. Jetzt seien viele Lehrer am Ende der Lehrzeit nur noch Richter über ihre Schüler und daS sei falsch. Hier sei der Hebel zu einer Besserung anzusetzen. — Abg. Dael v. Köth bespricht die Lehrbücher von David und Wilhelm Müller, welche in den hessischen Schulen eiugesührt seien. Hierin sei in gehäsfiger Weise gegen die Katholiken geschrieben. Er ersucht um Remedur. — Geh. Oberschulrath Soldan erklärt, die Regierung beabsichtige, diese Bücher aus der Schule zu entfernen und andere einzuführeie. Auch die BesoldungSsrage bezüglich de» Religionsunterrichts soll im nächsten Budget geregelt werden. — Abg. Ulrich fragt bei der Regierung au, ob bezüglich der von den Professoren der Technischen Hochschule geplanten öffentlichen, unentgeltlichen Borträge schon Schritte geschehen seien. Er bespricht sodann noch die Ausführungen bei Abg. Friedrich. Wenn daS Allel richtig fei, dann muffe es ihm um tie Vertreter der heutigen Gesellschaft leid thun. Dann hätten sie ihren eigenen Bankerott zugestandeu. — TtaatSwinister Finger erklärt, daß er nicht Allel unwidersprochen lassen könne, wal heute und gestern gesagt worden fei. Der Abg. David habe an die Ghmoafien Ansprüche erhoben, die sich nicht erfüllen ließen. DaS nationale Gefühl del deutschen Bolkel sei sein Heiligthum und werde fich dasselbe nicht rauben lassen. Heute sei Hessen noch ein monarchischer Staat und deu wolle el auch zu erhalten suchen. — Abg. Schweel bespricht noch die gestrigen Ausführungen des Abg. v. Brentano und bemängelt dieselben. Ebenso der Abg. Friedrich, der auch die Rede del Abg. David scharf kritifirt. — Abg. v. Bre utauo wendet sich gegen die Unterstellung als habe er die Gymnasien abfällig beortheilt. Tine einheitliche Ausbildung del Geistei und bei Körper! halte er bet bet Jugend für oöthtg. Dal Capiiel wird hierauf einstimmig angenommen. Deutsches Reich» Berlin, 17. Februar. Der Kaiser überwies dem Reichstage eine tabellarische Darstellung der französischen Marine. Berlin, 17. Februar. Der Kaiser sprach sogleich.nach Eingang der Nachricht in einem btrecien Telegramm an den Prästdenten der Bereinigten Staaten sein herzlichste! Beileid wegen bei Untergänge! bei amerikanischen Kreuzer! „Main e" und del Verluste! so vieler oraver Offiziere uud Maunschafteu der amerikanischen Marine aul. Gleichzeitig wurde der deutsche Botschafter in Washington angewiesen, dem Präsidenten gegenüber dieser innigen Thetluahme auch mündlich Auldruck zu geben. Berlin, 17. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist zu der Eiklärung ermächtigt, daß die von Madrid au! kürzlich deroreitete Nachricht, auf der dortigen kaiserlichen Botschaft hätte eine Anzahl höherer spanischer Offiziere ihre Karten obgeben wollen, um so eine Kundgebung gegen die Bereinigten Staaten Amerika! in! Werk zu setzen, jeder Begründung entbehre. Berlin, 17. Februar. Der Bundelrath genehmigte heute den Gesetzentwurf betreffend die Aenderungen im P o st w e f e n. Darnach beträgt da! Porto für einen fravkirten gewöhnlichen Brief bi! 20 Gramm 10 Pfg., darüber 20 Pfg., bei unfranktrteu 10 Pfg. Zuschlagsporto. Der Reichskanzler ist ermächtigt, die Ortstaxe auch auf die Nachbarorte aulzu- dehnen. Diese Herabsetzung ist auch für Berlin uud dessen Bororte beabfichrigt. Ferner soll dal Postregal auf geschlossene Briefe angewendet werden, die innerhalb bei mit einer Postanstalt versehenen Ursprunglortl verbleiben. Berlin, 17. Februar. Die Commission bei Retchltage! zur Vorberathung der Novelle zur Civilproceßorduung hat heute den Antrag v. Salisch, betreffend die Einführung bei Nacheidei, angenommen und mehrere Bestimmungen etn- gefügt, durch welche die Zahl der Eide vermindert wird. Berlin, 17. Februar. Der gestrige Subscriptionl- ball im Operuhause verlief in Anwesenheit bei Kaiserpaarei aus! Glänzendste. Der Kaiser begrüßte in der Diplomatenloge die Botschafter und Gesandten. Nur der rusfische Botschafter fehlte wegen Hoftrauer. Berlin, 17. Februar. Die Vertreter derdeutschen Feftungistädte find heute hier versammelt, um eine Denkschrift über die Erweiterung der Festungen uud die Kostenaufbrioguug hierzu zu berathen. Den bilher von der Regierung festgehaltenen Grundsatz, wonach die in dem wirthschaftlicheu Interesse der Gemeinden gebotenen Er- Weiterungen rc. durch die betheiligten Feftungistädte bemerk stelligt werden sollen, erklärte die Versammlung für unbillig. Berlin, 17. Flbruar. Die Commission bei Abgeord« netenhaufe! für die Privatdocenten.Vorlage be» rieth heute diese bi! auf den zurückgestellten § 1 und nahm bie Vorlage in erster Lesung mit einem nattonalliberalen Anträge, wonach da! Obere Berwaltunglgericht und nicht da! Staatiministerium die zweite Instanz sein soll, an. Berlin, 17. Februar. Nach der „Nattoual-Corresp." soll ei den marinefreundlichen Elementen im Cent rum nicht gelungen sein, die für die gesetzliche Siche- rong be! von der Regierung ali unerläßlich bezeichneten Flottenmindestbestaudei genügende Anzahl Fractiousmitglieder zu gewinnen. Darüber, bah die Regierung, nachdem fie die Flottenvermehrungsbedürfuifle bei Reichel vor der Oeffeut- lichkeir dargelegt hat, auf dem Flottengesetz besteht, ist dal Centrum unterrichtet. Berlin, 17. Februar. Dai ,®erl. Tagebl." meldet aul Rom: Ali der König gestern Abend auifuhr, colli- dirte dessen Wagen mit einem Fiaker. Der König und dessen Begleitung blieben unverletzt, dai Fiakerpferd wurde getödtet. Bochum, 17. Februar. Der „Westfälischen Volkszeitung" zufolge wurden bis Va12Uhr 33 Tobte zu Tage gefördert. Elwa 30 Schwerverletzte haben im Krankenhause „Bergmann!« heil" Aufnahme gefunden. 30 bi! 40 Arbeiter befinden fich noch in der Grude. Sie gelten ali verloren, da die Nach« schwaden die Arbeit sehr erschweren. Die Rettunglmauu« schäften kehren alle betäubt au! der Grube zurück. Hamme, 17. Februar. Bii Abendi 6.15 Uhr wurden 5 3 Tobte aui der Zeche „Vereinigte Karolinenglück- zu Tage gefördert. 5 Bergleute werden noch vermißt. Eme größere Anzahl verwundeter befindet sich in hoffnungslosem Zustande. Köln, 17. Februar. Die „Köln, volkiztg." schreibt zu der Meldung, daß die Regierung auf dem Flotten gesetz bestehen müsse: Danach würden die verbündeten Regierungen auf der Marinevorlage mit der einseitigen Bindung de! Reichstages bestehen, einer Forderung, welcher die Centrum!« fractiou nicht zustimmen kann. Die verbündeten Regierungen würden unter dem Zeichen bei Flottengesetzes Neuwahlen ausschreiben, und mit dieser Entwickelung hat da! Centrum bereits gerechnet. El wird die fich ergebenden Couftquenzen zu zteben w ss-n. Ausland. Wien, 17. Februar. Nach dem Berichte der Aerzte ist während de! Tages im Befinden b er Prinzessin Clementine keine Veränderung eingetreten- der Kräfte- zustand ist hinreichend. Wien, 17. Februar. Im nied erösterretch ischen Landtage brachten Abg. Meyer und Genossen eine Interpellation an den Statthalter ein, wegen des event. Erlasses eine! Einfuhrverbot! für amerikanische! Obst mit Rücksicht auf die Behaftung mit der San Josö Schilblaui. Leitowitz, 17. Februar. Heute Mittag fand die feierliche Beisetzung bei früheren Ministers de! Aeußeru.Grafen Kaluoky statt. Leitowitz, 17. Februar. Der deutsche Botschafter Graf Eulenburg condolirte deu Hinterbliebenen bei Grafen Kaluoky im besonderen Auftrage be! beut sch en Kaisers. Budapest, 17. Februar. Die Nachrichten aui dem Ausruhrgebiet lauten jetzt beruhigender. Die Polizei fährt fort, Haussuchungen bei den Socialistevführern vorzunehmen und soctalistische Blätter zu confisciren. Der „Wiener Arbeiter-Zeitung" und einer Newhorker socialistischen Zeitung wurde da! Postbebit für Ungarn entzogen. Rom, 17. Februar. Der Herzog ber Abruzzen konnte bie Erlaudniß zur Erforschung de! Nordpol! vom König Humbert nicht erwirken. Der Herzog wird daher seine Nordlandlreise auf Grönland beschränken. Paris, 17. Februar. Die heutige Sitzung be! Zola- Prozesse! würbe mit einigen unbedeutenden Aussagen eine! Schrtftkundigen eröffnet. General Pellieux wurde hierauf zurückberufeu, um über den Brief befragt zu werden, in welchem Esterhazy! Ausspruch über die deutschen Ulanen steht. Dieser Brief soll dem Gericht unterbreitet werden. Pellieux erklärt, da müffe er erst bie Erlaubniß be! Kriegs- Minister! einholen. Oberst Picquart hält die Bedeutung del Borderau! für übertrieben und behauptet, Esterhazy habe von allen Thatsachen be! Borbereau! Kenutniß. Zeuge erbietet fich, über bie technischen Fragen be! Bordereau! Aulkunft zu geben. General Pellieux sagt, die Geschworenen möchten über seine Aulsage und die bei Obersten Picquart aburtheilen. Wal bie Bedeutung ber Thatsachen be! Bordereau» angehe, so könnte General Gonse am besten hierüber Ausschluß ertheilen. General Gonse erklärt, die Auldrücke in dem Bordereau seien geheimer Natur, so baß er fie selbst nicht kenne. Die Sitzung wird allbald unterbrochen, um über einen Antrag auf Aulschluß der Oeffentlichkeit zu berathen. Loudon, 17. Februar. Nachmittag! herrschte hier eine große Erregung infolge der Gerücht- au! Key West, baß durch Taucher im Boden de! Kreuzer! „Maine" ein achtzöllige!, durch Percussion verursachte! Loch entdeckt worden sei. Die Erregung beruhigte fich jedoch infolge eine! Telegramm! aul Washington, daß dal Marinedepartement au da! Gerücht absolut nicht glaube. Helfiugforß, 17. Februar. Gestern Nachmittag brach bei Schneesturm an ber Ostküste im Finnischen Meerbusen plötzlich das Ei! und 2 40 Fischer sowie mehrere Pferde wurden auf Eilschollen in! Meer hinan!- getrieben. Wie heute aul Wiborg gemeldet wird, wurden 40 der Fischer gerettet; da! Schicksal der übrigen ist noch, nicht bekannt. Washington, 17. Februar. Laut Bericht be! Capitän! Stalbec find mit dem Kreuzer „Maine" zwei Osfiziere und 236 Mann untergegangen. Havana, 17. Februar. Dal Unglück auf dem Kreuzer „Matne" wird der Unvorsichtigkeit beim Reinigen eine! Torpedo! zuaeschrieben. Locales unb Provinzielles. Sießen, den 18. Februar 1898. * 3«« Gebächtniß TersteegenS. Am 25. November 1897 waren e! 200 Jahre, baß Gerhard Terfteegen zu Mör! am Rhein geboren wurde. Der Tag wurde an vielen Orten mit festlichen Feiern im Gottesdienst und Versammlungen begangen. Und mit Recht. Denn der schlichte Mann, ber, obwohl zum Studium der Theologie vorgebildet, sein Leben all ein einfacher Bandwirker zu Mühlheim an der Ruhr verbrachte, wo er auch am 3. April 1769 gestorben ist, hat durch seine tief innerliche Frömmigkeit, durch die Lauterkeit seiner Persönlichkeit, durch seine geisterfüllte SchristauSlegung und den Reichthum seiner christlichen Erfahrung einen geistig bestimmenden Einfluß auf weite Kreise geübt, ber noch bi! in unsere Tage fortwirkt. In einer Zeit, ba sich tiefere Frömmigkeit au! ber officiellen Kirche in bie Kreise der Stillen im Lande und ihrer kleinen Gemeinschaften geflüchtet hatte, ist er Tausenden, die ihn zum Theil von weither auf- suchten, zum Seelenführer geworden, und seine Erbauung!« stunden waren eine Quelle geistlichen Leben!. Eine unver- gängliche Bedeutung für die Christenheit hat er vor Allem durch feine köstlichen, innigen und auch poetisch werthvollen Lieder gewonnen, von denen eine ganze Anzahl Aufnahme in unsere Gesangbücher gefunden haben uud zu dem festen Bestand unserer gotteidienstlichen Lieder gehören, darunter z. B. dal wundervoll tiefe „Gott ist gegenwärtig". Der evangelische Kirchengesangverein hat e! für eine Ehrenpflicht unserer Gemeinde gehalten, auch ihrerseits ba! zweihundert« jährige Gebächtniß der Geburt dieses Manne! zu feiern. Leider machten sonstige Verpflichtungen es unmöglich, diese Absicht am 25. November v. I. selbst auszusühren. Dafür wird ihm jetzt in einer für den nächsten Sonntag Abend 8 Uhr in der Stadtkirche vorgesehenen liturgischen Andacht Ge« legenheit gegeben, durch den Vortrag Tersteegen'scher Lieder da! Andenken de! frommen Säuger! zu ehren. Dabei wird vor Allem eine von Heinrich von Herzogenberg eigen! < für die Tersteegenfeier compouirte Cantate über dal Sieb »Sott ist gegenwärtig" für Gemeindegesang, Chor, Orchester und Orgel zur Aufführung kommen. H. v. Herzogeuberg, der unter uns ducch sein Weihnacht! Oratorium „Die Geburt Jesu Christi" wohlbekannt und hochgeschätzt ist, hat auch in dieser Sompofition wieder seinen Rahm all eine! geistvollen und feinsinnigen Sirchenmufikerl bewährt. Nicht durch alterthümelnde Formen und Satzweisen, sondern durch lief innerliche Erfassung der christlichen Gedanken und Empstu- düngen, wie fie in den Worten ber Bibel unb in ben Schätzen unserer Kirchenlieder zam Auldruck kommen, versteht er echte Kirchenmusik zu schaffen, Musik, die die Straft hat, uni in das Heiligthum zu versetzen unb fromme Empfindungen in un! zu wecken. Er wird fich auch am Sonntag all ein trefflicher Ausleger Tersteegen'scher Frömmigkeit erweisen. •el erwähnten Reichsgesetzes möchten drei Handwerkskammern, je eine für jede Provinz, mit dem Sitz in den drei Provinzialhauptstädten errichtet werden. Einem gelt-.nd gemachten Vorschlag, eine einzige Haodwerkerkammer für dal lange Land zu errichten, erfuchen die Petenten keine Folge u geben, ba die Interessen de! Handwerk! in deu drei Provinzen de! Großherzogthum! bezüglich einer ganzen R:ihe von Fragen durchan! verschiedene seien und fich zum Theil >irect widerstreiten, und so eine Anzahl von Gegensätzen in >iese Kammer getragen würden, die eine ersprießliche Wirksam- eit unmöglich machten. Gleichzeitig ablehnend verhalten fich öle Gesuchsteller dem Projekte gegenüber, nach dem vorbilde der Handelskammer für jede größere Stadt eine Handwerkerkammer zu errichten, weil dieses zu kostspielig unb unzweckmäßig lei. Al! Aufsichtsbehörde wird gewünscht, daß man bie Großh. Centralstelle für bie Gewerbe damit betraue. Wa! die Be- chaffung der für die Thätigkeit ber Handwerkerkammern er» orderlichen Geldmittel anbelangt, so geht der Wunsch dahin, bie Kosten für diese Kammern mindestens zur Hälfte auf die Staatskasse zu übernehmen und ben Rest auf bem Wege der Umlage durch bie Communalverbäade aufbringen zu lassen. Eine Erhebung ber Kosten von ben betheiligten Handwerkern 'M« «.* 1 d'«ihn *'• stift. ?■ C,x?‘ H !tt”>» Llö5 ii*f I» it, 2' L*. -*ä* ,lai41t tQ vte*4 ^7-n°L =Sa; eir baFflr j.,, *«"•-*, b« MJ Mimt !1 i«°- »nUidnm. nd) «4 b"‘"‘"»«■iwttii " «« M'" „l( Ä"‘ «•« !->ch ( '®’ttl i‘M le*« JJJWfe -Mitt all »schiillw lSbr, wahrend Durchwühlten Helten- rüftemg über blt heuch- “ st>h selber irre wirk die Schulwrilheit sich Rache Unlttt. Herr erAre^rnber Siliung >e welche hüchstes L>- zerv ans kleinnr AnL> e Pablikm war anch 1 Bttfafl, ja, am Schlich ehwen. Die Lnfinnzeii ngtmcfftn. Recht gut mm Forsch (Köniz Löhrn (Laeriei) nab nft von hawletS Satee' aio HLlle Herr Janson litt lebhaft genug ge- teteriftift gute Leifinnz all rührende Ovdelio. önM vvd Test ^ magtn. Emel halte ranlaht werden llvven, leistes, dir ja nur eine Sucherltchkeit zu zrizen. i Sdeud keinen Abbruch. Lenefiz im htefizen Montag den 21. Febru-r ritzschler statt. Seches Lustspiel „Dal Irr, der dal Stück auch m Studenttll Aisdoiss. en seivn anerkeonllil' den seines vielseitigen, zelegt hat, ein besetziet anigefl «Mp-rtei s« alt illsavveogetreten .tfiaeieiMiei«« l .« «“■ HM l>« totiiiim «"6 ’st' getftanh le- C*'1' äufinie el«1 K°°«' H8* «•«“' ul Seiet m® •sä«v- ®*8V K*? Landwer"- 'W«h2 letle»' A-'M«», । ft W »■* dWN^* ,n Mtjbe I'.'» *Äi ich «’l aHetllt1“ ** -* ‘"SS*** 6 noch dew . -hu®et !»-»"" scheitere an der Schwierigkeit der Ausführung, wie auch an | AZVehNche Anzeigen der Stabt Giehen. der meist ungünstigen wtrthschaftlichen Lage der Handwerksmeister. Svaugelische Gemeinde. Gottesdienst. Liernheiw, 14. Februar. Unter einer Brücke derBleru« heim—Weinheimer Straße wurde auf einem Lager von Heu und alten Decken eine männliche Leiche aufgefunden. Der Unbekannte trug weder Baarmittel noch Papiere bei fich und scheint dem Zigeunerstamme anzugehören. Tief aufgewühlter Boden neben dem Lager läßt auf einen schweren TodeSkampf schließen. Die Leiche wurde vorerst in baß hiesige SterbehauS verbracht und dürste nach Gießen in die Anatomie übergeführt werden. Vernrlfchtes. * Frankfurt, 11. Februar. Der vierzigjährige Joh. Zweck steht unter der Anklage, auf einem Schein die Ziffer 92,608 in 92,603 verwandelt zu haben, um dadurch einen Anspruch zu erhalten auf einen Lotteriegewinn von Mk. 300,000, der in der „Internationalen SerienlooS- Gesellschast" in Zürich von AlvyS Bernhard, die in Frank« fait eine Filiale hat, auf die Nummer gefallen war. Der Angeklagte wollte den Gewinnst erheben, erhielt ihn nicht und klagte gegen B., verlor den Prozeß in erster Instanz und wurde in zweiter der Staatsanwaltschaft wegen Fälschung angezeigt. Er erhebt heute den Einwand, daß nicht er, sondern sein (inzwischen verstorbener) Partner den Schein verändert habe. Es tritt daher aus Antrag der StaatSan« waltschast die Freisprechung ein. * Eobleuz. 17. Februar. Bet einer gestern Abend auS- gebrochenen Feuersbrunst erstickte in einem Hause eine Frau mit ihrem Kind. * Sheffield, 14. Februar. Großes Aufsehen hat hier die Ankunft eines Eisenbahnzuges gemacht, der mit deutschen Maschinen im Werthe von vielen tausend Pfund beladen war. Die Maschinen waren für eine Sheffielder Firma be« stimmt, die Kriegsmaterial herstellt, und die wegen des MaschtnenbauerftrikS die Bestellung nach Deutschland ge« geben hatte. ♦ Fahrrad und Berbrecherthum. Wie wichtig da» modernste aller Verkehrsmittel, daS Fahrrad, für die Erimtnaltsttk unserer Tage geworden ist, zeigt uns ein sehr beachtrnSwerther Aufsatz de» Familienblattes „Daß Buch für Alle" von A. O. Klaußmavn. In äußerst intereffanten Enthüllungen zeigt uns der bekannte Crimtnalist, wie daß Berbrecherthum sich jeder neuen Verkehrseinrichtung sofort bemächtigt und deren yerhältniffr anßzubenten sucht. Hnit>erfität$ - Nachrichten. Leipzig, 17. Februar. Dem „Leipziger Tageblatt" zufolge ist Unioersttälsprofessor Moldenhauer in Meran gestorben. Eingesandt. Sietze«, 18. Februar 1898. — Herr Fritzschler hat am kommenden Montag sein Benefiz und bringt „DaS bemooste Haupt" zur Aufführung. Wie man hört, will an diesem Abend der älteste Student GiehenS auß Gefälligkeit für den Benefizianten Mitwirken. E. Sonntag, den 20. Februar, Eftomi i. I« frei «tadttirche. Vormittags 9>/r Uhr: Pfarrer Dr. Grein. 9 Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marcusgemeinde. Pfarrer Dr. Gretn. Abends 8 Uhr: Liturgische Andacht (in Gesängen von Gerhard Tersteegen). Geh. Ktrchenrath D. Kästltn. Die Vereinigung der confirmirtenl mänvlichen Jugend in der Herberge muß wegen der liturgischen Andacht auf den nächsten Sonntag, den 27. Februar, verschoben^werden. Ar» frei AoharnraSttrche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dtngeldey. Verpfliatung eines KtrchenvorsteherS der Lucasgemeinde. Vormittags um 11 Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. | Abends 6 Uhr: Psarraffistent Dr. Heußel. Montag, den 21. Februar, Abends 8 vhr, »ibelstnnde im Confirmandensaal der JohanneSktrche Epheserbrief, Cap 4, von Vers 17 an. Ermahnungen betreffs deS richtigen Wandels der Wiederaeborenen. Alter und neuer Mensch. Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch den 23. Februr, Abends 6 Uhr, erste Pasfions« cmfraffrt, in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Naumann. Nächsten Sonntag den 27. Februar Beichte und heiliges Abendmahl für die Lucasgemeinde im Abendgottesdienft. Katholische Gemeinbe. Samstag den 19. Februar. Nachmittags um 4 Uhr und Abend« um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte. Sonntag den 20. Februar. Quinquagestmae. vormittags von 6Vi Uhr an Gelegenheit zur hl. Beicht«: um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Ans- theilung der heil Communion;! ^ -7. , um 8 Uhr: zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt; „ um 9V8 Uhr Hochamt. Verlesung des Fastenhirten« Nachmittags u^ 57, Uhr: Christenlehre, darauf sacramentalische Bruderschastsandacht. Nerrefte Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 18. Februar. Der 35 Jahre alte Exporteur und Militär.Invalide Albert Rohn wurde gestern in seiner Wohnung, Landsbergerstraße 22, von seiner Frau tobt aufgefunben. Die Leiche wies geringe Hieb« unb Stichwunden auf. Der That bringend verdächtig ist ein Keffelreiniger, der alsbald verhaftet wurde. Bochum, 18. Februar. Man besürchtet, daß bei der Schlagwetter-Katastrophe auf der Zeche „Carolinen- glück" über 100 Bergleute ihr Leben eingebüßt haben. Bisher find etwa 50 Tobte unb 30 Schwerverletzte geborgen.^ Göttinger», 18. Februar. Zu bem Prozeß gegen den Bürgermeister von Torgau, Girth, wurde gestern baß Urtheil gesprochen. Daffelbe lautete auf vier Jahre Zuchthaus, Aberkennung der Ehrenrechte auf gleiche Dauer und 300 Mk. Geldstrafe. Die Mitangeklagte Frau des Bürgermeisters wurde freigesprochen. Budapest, 18. Februar. Die socialistische Bauern« beweguug ist vollständig niedergeschlagen. Die drei Regimenter haben ihre Schuldigkeit gethau. In zwei ungarischen Comitaten, in denen der Aufruhr am heftigsten wüthete, wurden etwa 65 Soeialdemokrateu verhaftet. Der Anführer der Bewegung soll ein Budapester Capitaltft sein. Die dieser Tage hier eiugetroffene ,Bauern"-Dtputation wurde gestern vom König empfangen. Nachdem die Bauern ihre Lage geschildert, sagte der König, dem „Bupapesti Hirlap" zufolge: „Das ist schrecklich, das ist unbeschreiblich. Ich hoffe, daß es gelingen wird, diese Uebelstände zu beseitigen. Ich werde Alles thun, um dem Nebel zu steuern." Pari», 18. Februar. General Pellieux wurde in einem Privatgespräch darüber befragt, ob er die in seinem jüngsten Interview mit einem englischen Journalisten gethaue Aeußk- tung wiederholen werde, daß nach dem Zola Proceß in Paris ein großes Blutbad kommen und 100,000 Opfer fallen könnten. Der General Pellieux antwortete darauf, man soll mich nicht reizen, Clemenceau ist ein guter Pistolenschütze und ich auch. Man glaubt, daß baß Unheil vor Ende deS CarnevalS n'cht gesprochen wird. Es ist dies auch der Wunsch deS Präst-cten, da sonst der Straßenlärm durch Veröffentlichung deS gerichtlichen Ekkenntniffes leicht eine bedrohliche Steigerung erfahren könnte. Pari», 18. Februar. Im weiteren Verlause deS Zo la- ProzesseS erzählte General Pollievx von dem Vorhandensein eines zweiten geheimen Aktenstückes, welches dem Kriegsgericht gegen Drrhsaß Vorgelegen, was BoiSdeffre heut: bestädaen soll. — Bet dem letzten schweren Eisenbahnunglück in Herne sind auch sieben Versicherte der Kölnischen Unfall-Versicherungs- Actien-Gesellichaft in Köln verletzt worden. Die Kölnische Unfall-VersicherungS-Actten-Gesellschaft hat bekanntlich mit der „Wilhelma" in Magdeburg, Allgemeine Veisicherungs Actien Gesell- fchatt, die lebenslängliche Eisenbahn-Unfall Versirerung mit einmaliger oder Thetlzahlung der Prämie, gtltig für die ganze Weit, neuerdings auch eingcsübrt.________________ Kehlkopfleiden-en rathe^ beim Promeniren oder auf ihren BerufSwegen sich vor den Folaen des Lustwechsels dadurch zu schützen, daß sie sich der FayS ächte« Sodener Mineral« Pastille« bedienen. Katarrhalische Erkrankungen werden dadurch leimt verhütet. Man kann diese Pastillen tm Vorbeigehen in jeder Apoldike, Drogerie od. Mineralwoss,rb''la. ä 85 P g. v Scb. einkauien. 410 .—6 Meter Frühjahrs- u. Sommer— 6 Meter Wasohetoff zum Kleid f. M. 1.68 Pf. 6 n Sommer-Nouveautb „ „ * 2.10 » 6 „ „ dop. br. „ „ „ 2.70 w 5 „ Loden, vzl. 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Gkneral - Dersnmmlung Samstag brn 19. frbrmir 1898, Abends 9 Uhr, im BereinSlocal. Grobe u. feine « Bürstenwaaren «w Cää Banknoten dtp. $Vi Deutsche ReichSarck. 3 Breutz. Eonsols 3«/t Sr. Hessische OaL Tagesordnung. Bestellung einer Vertretung deS Vereins, Besprechung von VereinSangelegen- beiien, Vortrag über .Rügen'. Die Eecttonslettnng. Hodes -Anzeige. Heute früh entschlief sanft nack kurzer Krankheit zu Auerbach unsere geliebte Gattin und Mutter 3Vi Frankftr. Hyp. «k. unk. b. 1906 100.00 3»/, Hambrgr. Hyp. t«. unf. 6.1905 99 76 BVi Frks.Hyp. Lred. B. unk.b. 1908 99.80 3Vi Preuß. Hyp. A. Bk. ruck.b. 1906 9 18) Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden die traurige Mittheilung, daß unsere liebe Tochter, Schwester, Nichte und Tante Helen© Beil sanft entschlafen ist. Gießen, den 17. Februar 1893. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Louis Beil. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 3 Uhr vom »:Tb 16.18 Franz. 1 80.87 Oesterr. Giessener Stadttheater Montag, 21. Afebrvar 1898 Zum Keveßs für dkll RkgisstUk Herrn G^org Irihfchler Das bemaoge fjinyt Bilder aus dem ©tubtntenkben in 4 Skt. von Stodeeick» veaedlx. Turnverein. Sonntag den 20. Febr. d. I, von Nachmittags 4 Uhr ab, in unserer Turnhalle: CarnevalMsches Concert mit reichhaltigen caroevaliftifchen Aufführungen, wozu ergebenst Neuester Ernte a Mk. L,LO 3,—, 3,60, 4,—, 6,— pr. ’/a Kilo vorzüglich er Qualität. 31. Schulhof. 349 : Nietzsche-Vorträge : von Dr. Horneffer, Hotel Einhorn, Abends 8 Uhr. । 3) Montag den 21. Februar: a • Die Umwerthnng aller Werthe. • Karten ä 1,50 Mk., für Studenten ä 0,50 Mk., bei J ® Ernst Challler (Rudolphs Nachfolger). 1466 V Nach Schluss des Vortrages Discussion. Bekanntmachung. Das 6. Ziel Gemeindesteuer 1897/98, „ 4. Quartal Schulgeld der höheren und erweiterten Mädchenschule und der Gymnastalvorschule und „ 4. Quartal Realfchulgeld binnen 8 Tagen bei Meldung des BeitreibungSoersahrenS zur hiefigen Der Gesammtauflage der heutigen Nummer liegt ein WRSwb6 Verzeichnis; über Frucht» und Gemüfe Couferve» der Firma Emil Orbig, Bahnhofstraße 30. in Gießen, bei. Conrsbericht m J. Kurz & Co., Giessen, Kahihtfüraßk 63. Frankfurter Börse 00m 17. Februar 1818 •rtrf * | >-n 85 169.90 1 « 9 Minna von Bechtold, geb. Emmerling, im 59. Lebensjahre. Darmstadt, den 15. Februar 1898. Sine Pferd,decke gefunden- Abzubolen 1715 rSallthorstraste 28. 87(0 wa.eo 2' 6b 97 69 1887 4180 16L6n 101.1/0 em.: J°«°v arbeit Das Et an die Nacbstri ertsüblich Pu Unter S 5. Janaar 1k § 126 bti 3 bah biesinige «i^gen Arbl stehen, |0Rtn. sieben W Dulttangita1 bett. H'.dstel gemeinben bi stellen in b mistere^ I einen ober m flab blt Strfl Vorlage brr 1 hilft iontrofli nrlen tzuase. 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