° ”* iQ ty !'a, ’ »‘Utu Änibl? U -"".SL '-■ •«H-fi 1“* *H bit rto 2 ™ Lih,n Will 6,irbi L ,b|*Mwi«£ tn" ei» öße«t- rrcidj Mi nd. mei ibranaten aff ee |«c Vreunerei) a ™ unb Srovr, -. UV. l.to, 1,(0,1,80 ÜH rcrfrtü 315 liitfL C. Kerber, leitersweg 71. iser Pastillen mit Plombe, Li ui da echten Silzen der l^iei-Felseiqeellen, sind Jrt« Lm-1 tregen Hosten. L Tendileuming, Ligen- t ad Verturngsstünuig. w Nichihmmgen zn er- buchte mu, dis jede Eit einer Plombe ver- a ud rertugt lödrtcklieh ser Pastillen mit Plombe. f £ e*e*e hui • Sl^ N | Irme, Hiwhpotheb Hociiieine W W^VaS /MI' Yftffti Nr. 15 Erstes Blatt Mittwoch den 19. Januar 1898 Gießener Anzeiger General-Mizeiger Anrts- unb Anzeigeblcrtt für bett lirek Gieszen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. ASezugsprets vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamitienblätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar. 7. Deutscher Reichstag. 18. Sitzung vom Montag, den 17. Januar 1898. vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. Himburg, daß die beiden vom Abg. Stadthagen in der letzten Sitzung des Reichstages erwähnten Fälle aus seiner (Htm- borg«) amtlichen Wirksamkeit, theils unrichtig, theils unvollständig wtedergegeden worden seien. Abg. Stadthagen solle sich doch mit einer Beschwerde an seinen, Redner«, Vorgesetzten wendea oder dieselbe an anderer Stelle öffentlich wiederholen. Abg. Stadthagen (Soc.) bleibt dabei, daß er die Falle richtig vorgetragen habe. Tagesordnung: Zweite Lesung des Etat». (Etat des Reichstage»). Zu dem Titel der einmaligen Ausgaben: weitere innere Ausschmückung de» ReichStagSgebäudeS beantragt die Commission eine Resolution, wonach über die Ausschmückung sortan eine au» sieben Mitgliedern deS Reichstag» und ö.ri Mitgliedern deS BuudeSrathS zusammengesetzte Lommisfion zu entscheiden hat. Hierzu liegt noch ein Antrag Lenz mann (frs. Vp.) vor, unter die einmaligen Ausgaben deS Ordtnartum« den Betrag von 100,000 Mk. zur weiteren Ausschmückung ein- zvstellen. Bei den dauernden Ausgaben, Titel Bibliothek, äußert Abg. Lieber (Centr.) den Wunsch, daß aus den 300,000 Mk. für Vergrößerung der Bibliothek nicht auch die Druckkosten de» Katalog» bestritten werden, sondern daß die Deckung dieser Kosten anderweit erfolge. Rach kurzer Debatte wird der Titel Bibliothek bewilligt. Auf Antrag deS Abg. Müller-Sagau (frs. Vp.) wird sodann beschloffen, den Antrag Lenzmann und die AommisfionSresolution erst beim Etat des ReichSamtS de» Innern zu verhandeln. Der Etat de» Reichstagei ist nunmehr erledigt. — Feuilleton. Jenseits von Ibsen. „Die jüngste Entwicklung der Malerei weift ganz dieselben Momente auf", buchte ttn Freund, der nach einer längeren Kunst-Odyffee zwischen Edinburg und Palermo wieder ia Berlin gestrandet war, sich einen Bollbart zugelegt hatte and sich nach dem Theater der „Freien Bühne" erkundigte, Jbie da neulich au» ihrem todtähnlichen Schlafe erwacht ist hoffentlich geht'» ihr nicht wie dem schlafenden Bergmann in Myslowitz, der, kaum ein paar Wochen wieder lebendig, infolge eine» durch daS lange unbewegliche Liegen eingetretenea Marasmus sich lächelnd in Staub auflöste, wie jüngst zu lesen war! „ES ist ein Neue-, dos sich durchzurtngen sucht- eine Reactton, wie immer, wenn irgend eine Kunftform zur Schablone erstarrt ist. Statt daß da, wie früher, irgend eine imposante, schöne, schaurige oder liebliche Landschaft gemalt wird, gibt man jetzt ein Stück von einem Kohlfeld । B., möglichst nüchtern, jedoch mit ausgetüpfeltster Details- Lharacteristik. DaS Große dabet aber ist, daß man sich vor einem solchen Bild ohne Weiteres in die freie Natur versetzt wähnt, während man der alten Kunst gegenüber nur in ilutnahmesällkn v-rg-tz, daß man -den ein Bild vor sich hatte. .. „Diese Neuen sehen ganz ander». Ihr Auge ist wie ein Mikroskop, mit dem sie tausend kleine, aber hochcharac- teristische Dinge entdecken, Über die man früher mit größter VemüthSruhe einfach htnwegsah, obwohl man sie instinctiv zweifellos ebenso gut empfand, al» jetzt. Zwischen blo» ßasttnctivem Empfinden aber und wirklichem Sehen ist ein vnterschied, der, einmal erkannt, wohl nie wieder außer Acht gelaffen werden kann. Diese alte, frühere Kunst glaubte eben 6o ehrlich, Natur zu geben, gab fie aber nicht, da ihr Auge tbtn ein andere» war und eben nur da» sah, waS e» zu ßchen gelernt hatte. D'e neue zwingt vor Allem da» Publikum ßtlbft zu einem schärferen Merk. Sie gibt ihm Kleinigkeiten mitunter, aber so minutiös durchdacht und auSgeführt, daß Sich da» Publikum etwa» völlig Fremdem gegenüber findet, »nd ihm sofort Geschmack an Vergleichen zumuthrn zu wollen, wäre Thorheit. Gleichzeitig aber stellt mau auch die Forde- «ang, daß eS vor einem solchen Bilde auch etwa» zu denken habe, nicht bloß zu „genießen", und da» langweilt dann noch »ehr. ES ist immer eine eigene Sache, vom Publikum zu ES folgt der Etat des ReichSamt» de» Innern. Beim Titel „StaatSsecretär" begründet Abg. Hitze (Eentr.) eine von ihm beantragte Resolution, den Reichskanzler zu ersuchen, bi» zur nächsten Session dem Reichstage eine Zusammenstellung der auf Grund § 105 e der Gewerbeordnung für Betriebe mit Wind und unregelmäßiger Wasser - kraft getroffenen Entscheidungen vorzulezen. Redner giebt hierauf einen U-.berblick über die Sonntagsruhe in den ver- schiedeneu Gewerbezweigen und hält des Weiteren einen gemeinsamen Unterbau für die gesammte sociale Versicherung für wünschenSwerth. Für sich selbst und für feine Freunde erkläre er ausdrücklich, daß sie von dem neuesten Rundschreiben de» StaatSsecretärs deS Innern bezüglich der EoalitiouSrechiS der Arbeiter vorweg nicht das Geringste geäußert hätten. Redner wünscht schließlich eine Zusammen- stellung über die verschiedene Handhabung deS ÄuSnahme- rechtS des § 105 e. StaatSsecretär Graf PosadowSkh kündigt an, daß eine Ergänzung der Nachweisungen über die auf Grund der Gewerbeordnung erlaffenen Verordnungen dem Hause noch zugeheu werde. Mit dem BundeSrathe werde er auch speci'.ll wegen einer Nachweisung über die Verordnungen gemäß § 105 e noch tn Verbindung treten. In der nächsten Session würde jedenfalls eine neue Novelle vorgelegt werden. Abg. Wurm (Soc.) wendet sich lebhaft gegen den neuesten Runderlaß des Grafen PosadowSkh, welcher ein Zeichen sei, daß die schlotternde Angst der Unternehmer (Lachen rechtS) vom Grafen PosadowSkh gethrilt werde. Der Erlaß sei ein unerhörter Streich gegen die Arbeiter. Gegen schwarze Listen der Unternehmer thue der StaatSsecretär nichts; der Arbeiter aber solle nicht einmal mehr dem strikt- brechenden Kameraden sagen dürfen: Höre auf! Halte zu uuS! Es sei ja bekannt, daß mit zweierlei Maaß gemeffen wird- aber daS hätte Redner doch nicht geglaubt, daß schon nach neun Jahren Alles in Fetzen gerissen werde, nm»~ da- malS versprochen worden sei. Bei den Musterwerkstätten verlangen, daß e» denken solle. Da» Realistische, Naturalistische, zunächst meist Unschöne, stößt eS von vornherein ab. Da» Vorherrschen solcher vorwürfe jedoch erklärt sich ^sehr einfach daraus, daß diese in weit schärferer Darstellung gegeben werden können, als Schilderungen des Einfachen, J-hlltichen, Friedlichen und „Schönen". Moralisches tn fesselnder Weise zu geben, ist wesentlich schwieriger, als Unmoralisches darzu- stellen, da sich diese» eben in Formen äußert, die weit mehr Abwechslung gestatten und weit mehr inS Auge springen, selbst in ihren kleinsten Ansätzen". In der Literatur ist eS da» Gleiche. Wir hatten, was wir so hatten, bi» Ibsen kam und namentlich in seinen späteren Stücken etwas brachte, da» keineswegs neu war, aber noch von Grund anders, als das, daS wir eben hatten. Ich meine zunächst nur einmal nach der technischen Sette hin- von Anderem durchaus abgesehen. ES fragt sich nun aber: Ist Ibsen schon der Höhepunkt dieses „Andern", der es brachte, oder nicht? oder ist eine Ausgleichung zwischen dem Alten und dem Neuen möglich — vielleicht in irgend einem darübersteheuden Dritten? „Ich würde hierauf sagen: Die Zukunft gehört dem, der die dramatische Wucht Shakespeare» und die psychologische Feinheit JdsenS zu vereinigen weiß — und damit kommen wir nolens volens wieder auf Shakespeare zurück, deffen Psychologie schließlich doch kaum zu übertreffen sein wird!" warf ein Dritter ein. Nein! denn diese Antwort verkennt völlig, wie gründ- verschieden die Kunst eine» Phramidenbaue» von der, meinet* wegen, eine» Elfenbetnmosaikgewebe» ist. Auf irgend ein Gemeinsames läßt Beide» selbstverständlich sich auch zurückbringen - es läßt sich Alles auf irgend ein Gemeinsames zurückformeln - zwischen Shakespeare und Ibsen aber laffeu sich schon deshalb keine Parallelen ziehen, weil Beide auf absolut verschiedener Basis stehen- der eine auf der der Kunst, der andere auf der wiffenschaftlicher Erkennlniß. Shakespeare ist trotz all seiner bewunderungswürdig genialen Psychologie doch eher alle» Andere, al» ein Psycholog, den die Wissenschaft al« solchen anerkennen würde, wenn sie sich nicht mit einer Psychologie nur im Großen begnügt, Waste heute nicht mehr könnte. Shakespeare nahm Feldblöcke und sein Bau gleicht pelaSgischen Mauern, die da unerschüttert stehen werden durch die Jahrhunderte--; heute so bauen zu wollen, ginge eben nicht- vor Allem bekäme man e» da mit der Baupolizei zu thun. Ibsen dagegen baut mit Backsteinen, Stein auf Stein auf den Kaiserlichen Werften bestehe eine Arbeitsordnung, wonach außer Ehrlosen auch Socialdemokraten nicht angenommen werden dürften. Bei den Reichstagswahlen werde der Wahlspruch der Arbeiter sein: Weg mit diesen Ministern, weg mit dieser Regirrung! StaatSsecretär Graf PosadowSkh entgegnet, er werde auch mit diesem Manifest in der Hand in den Wahlkampf ziehen. (Gelächter links). Ueber den Erwerb de» Runderlasse» feiten» des „Vorwärts" werde er zum Schluffe sprechen. (Zuruf links- lächerlich!) Biceprästdeut Schmidt ruft dieserhalb den unbekannt gebliebenen Zwischmrufer zur Ordnung. StaatSsecretär Graf PosadowSkh (fortfahrend), die Arbeiter, die arbeiten wollten, müßten geschützt werden gegen den Terrori-mu- der Strikenden. Und um dies zu können, würden die zur Verfügung stehenden Mittel rücksichtslos angewendet werden. Bon schlotternder Angst könne keine Re3e fein. In dem Erlaß werde daS EoalitiouSrecht durchaus aufrechter- halten. Zur Kenntniß de» „Vorwärts" sei der Erlaß nur gekommen dadurch, daß ein Beamter ehrlos genug gewesen, den Weg der Trene und Ehre zu verlaffen und zum Der- räther an seiner vorgesetzten Behörde zu werden. Die Presse habe wissen müssen, daß daS vertrauliche Schriftstück auf nn- ehrliche Weise erworben worden sei. Im bürgerlichen Lebe» nenne man die»: der Hehler ist nicht besser wie der Stehler! Wenn es traurig sei, daß ein solcher Berrath habe Vorkommen können, dann sei eS aber noch trauriger, daß sich eine Presse finde, die davon Gebrauch mache. (Gelächter link». Bebel ruft: Selbstverständlich- eS ist ja Krieg!) StaatSsecretär Graf PosadowSkh richtet nunmehr an die ganze anständige Presse den Appell, daß fie wiedervorkom- mendenfall» mit solchen Schriftstücken so umgeht, wie e» anständigen und wohlerzogenen Menschen ziemt. (Gelächter link»). Abg. Hüpeden (b. k. F.) bemerkt, die Arbeiterorganisationen müßten anerkannt und da» BerbiudungSverbot auflegend führt er seinen Grundriß auf und die Fugen zeigen deutlich da» Tausendfache sich ineinander schlingende Gewebe seiner Kauft, wenn man dieselben verfolgen will. WaS er aufführt, wäre mit unbehauenen Feldblöcken auSzusühren so unmöglich, al» Shakespeare für fich Bucksteinmaterial hätte verwenden können. Dort elementare, titanenhafte Naturkraft, hier ausgeklügelte Gelehrsamkeit und diplomatisch berechnende Ueberlegung. Dort Kunst durch — Können - hier Kunst durch — Waffen. Der Mensch von heute ist nicht mehr der Mensch von 1592. Er ist gegen diesen ein so tausendfach complictrter Mechanismus, tote etwa eine Rotation-Presse gegen die ersten Handpressen Gutenberg- und FustS. Hunderte von Schrauben und Stiften. Daß der Mensch von 1592 al- solcher weniger complicirt gewesen sei al« der von heute, ist damit natürlich nicht gemeint- das wäre Unfinn! Aber der Mensch der Kunst war e»- allerdings weil auch die naturwiffeuschaftliche Selbstkenntniß eine geringere war- je größer diese dann wurde, um so compltcirter wurde dann auch der Mensch der Kunst. Man sah über Vieles ohne weitere Scrupel weg, weil man e» eben überhaupt nicht wußte. ES genügte völlig, eine Gestalt in ein einziges Motiv zu verankern, ihren ganzen Character an dem Martonettendraht eine« einzigen Motivs fich abspielen, ihre ganze Rolle auf eine einzige Saite gestimmt sein zu lassen. Heute genügt da« nicht mehr. Wir wissen, es ist nicht blo- ein große« Rad, da- den Mechani-mu- unseres Leben« treibt, sondern e« find Hunderte von kleinen Rädchen, von denen jede- wieder seine eigene gleichwerthlge Bedeutung hat. Shakespeare konnte mit naiven Menschen rechnen- Ibsen steht reflectirten gegenüber. Dadurch characterifirt fich auch die Kunst Beider. Die Psychologie Shakespeare- ist die einer freien, adsoluteu Kunst, wenn man so sagen darf, während die Ibsen» eine unfreie, relative genannt werden könnte, insofern al» sie fich nicht bloß mit fich, sondern vor Allem mit unserem modernen naturwissenschaftlicheren Wissen und Empfinden abzufinden hat. Daß einmal Einer kommen wird, der sich über Ibsen emporringen wird, ist wohl zweifellos. Die Kunst Shake- speare» aber kann und wird nie die seine sein: Ibsen hätte unS niemals „Hamlet" geben können, so wie ihn Shakespeare gegeben hat. Er hätte e» auch gekonnt auf seine Weise,- er hätte dann vielleicht aus jedem Act ein eigene« fünf- actiges Stück gemacht. ES wäre dann aber nie der Hamlet gehoben werden- nothwendig sei anch der weitere Ausbau von Einigungsämtern. Abg. Frhr. v. Stum« (Rp.) wendet sich vornehmlich gegen die Ausführungen des Abg. Wurm und drückt dabei den Wunsch aus, daß et den Arbeitern gelingen möge, sich von ihren hetzerischen Blutsaugern zu bewahren, die fich von ihren sauer erworbenen Groschen mästeten. Abg. Singer (Soz.) giebt zunächst dem Wunsche Ausdruck, daß Herr von Stumm der Sozialdemokratie noch recht lauge erhalten bleibe, denn er sei ihr von größtem Nutzen, und kommt sodann auf den Erlaß zu sprechen, dabei an alle anständigen Minister appellireud, daß sie nicht Erlasse versenden, die da« Licht der Oeffeutlichkeit scheuen wüsten. Er übt des Wetteren scharfe Rrittl an dem Rundschreiben und bezeichnet dasselbe als tückisch und hinterlistig, welche Aus- drücke vom Präfideuteu v. Bu ol gerügt werden. Nachdem noch Staatssekretär Graf PosadowSky erklärt, daß er überall da einschreiteu werde, wo ein ehren- wertheS Verhalten der Arbeiter des Schutzes bedürfe, wird die Weiterberathuug auf morgen 2 Uhr vertagt. Schluß 6 Uhr. Deutsches Reich Berlin, 17. Januar. Der Kaiser begrüßte bei der gestrigen Audienz der Präfidten der beiden Häuser des Landtage» die Herren in freundlichster Weise und beglückwünschte besonders Herrn v. Kröcher als neu gewählten Präfideuteu, wobei er die vortreffliche Geschäftsführung des früheren Präfidenten v. Köller hervorhob. Der Kaiser sprach sich noch sehr anerkennend über die Thätigkeit deS Abgeordnetenhauses aus- politische Fragen wurden nicht berührt. Berlin, 17. Januar. Die ReichStagScommisfion für daS Gesetz, betreffend die Entschädigung der im Wiederaufnahmeverfahren freigesprocheueu Personen, setzte heute ihre Brrathungeu fort. Die §§ 2 und 3 der Vorlage wurden debattelo- angenommen. § 4 gelangte in etwas veränderter Faffuug zur Annahme. Die nächste Sitzung findet Donnerstag statt. Sleiwitz, 17. Januar. In dem zum Weftfelde der „Königin Louise-Grube" zu Zabrze gehörigen „Georgschacht" ist gestern ein Brandunglück ausgebrocheu, welche» größeren Umfang annahm und bisher nicht gelöscht werden konnte. Deshalb wurden die BerbtndungSgänge abgedämmt. Heute früh 8 Uhr erfolgte ein Durchbruch der giftigen Kohlengase nach der „Königin Louise-Grube" hin, wodurch eine größere Anzahl Bergleute der betreffenden Grube betäubt wurde. Von 15 Schwerverletzten, die bisher nach dem KuapPschaftS- lazareth gebracht wurden, find fieben Mann tobt geblieben. Die leichter Verletzten wurden an Ort und Stelle behandelt. Man befürchtet, daß 25 Manu betäubt oder tobt noch in der Grube liegen. Arrstaud. Wien, 16. Januar. Kaiser Franz Josef empfing heute Vormittag König Milan in besonderer Audienz. Prag, 17. Januar. Landtag. Vor dem LandtagS- gebäude hat fich eine größere Menschenmenge angesammelt. Die Gallerten find übersüllt. Die Sitzung begann um IP/a Uhr. Nach Verlesung der Eingänge und der äuge- meldeten Interpellationen ergriff Abg. Wolf da» Wort und klagte zunächst über die Belästigungen seitens der Bevölkerung Prags. Prag, 17. Januar. Im böhmischen Landtage sprachen die Abgeordneten Wolf, Graf Sylva-Tarouka und Opitz. Sodann gab der Statthalter Coudeuhove eiue Erklärung ab. Als der Statthalter zunächst deutsch sprach, wurde er von tschechischen Abgeordneten mit den Rufen: „tschechisch, tschechisch", unterbrochen. Nachdem der Oberst- landeSwarschall energisch zur Ruhe gemahnt hatte, setzte der Statthalter seine Rede in deutscher Sprache fort. Statthalter Graf Coudenhove sai>^: Namens der Regierung erlaube ich mir, nachstehende Erklärung abzugebeu: „Gegenüber den waonigfachrn Beschwerden, welche hinfichtlich der Sprachenverordnuugen vom 5. April erhoben werden, erachtet es die Regierung als ihre Pflicht, ihre Auffaffung und ihre Abfichteu mit voller Deutlichkeit darzulegeu. Die Regierung geht hierbei von der Anschauung aus, daß im Königreich Böhmen beide Landessprachen im Amte vollkommen gleichberechtigt find. Daraus folgt, daß es jedem Bewohner deS Königreichs Böhmen innerhalb der Grenzen deS Laude» zusteht, fein Recht bei allen laude»fürstlichen Behörden, fei e» in tschechischer, sei eß in deutscher Sprache, zu suchen und zu finden, und so, wie diese Grundsätze für die Regierung uu- verrückbar feststehen, wird fie auch au der Einheit deS Laude», sowie an jener der Verwaltung und de» BeamteukörperS unbedingt festhalten. (Beifall bei den tschechischen Abgeordneten.) Innerhalb dieser Grundsätze jedoch ist die Regierung behufs Anbahnung friedlicher Zustände gern bereit, geäußerten Wünschen, welche in thatsachlicheu Berhältoiffen ihr< Begründung finden, sobald al» nur immer thuulich, entgegen* zukommen. Sie plant daher, vorbehaltlich einer eventuellen gesetzlichen Regelung, eine Neuordnung der sprachlichen Vorschriften in der Art, daß künftighin auf Grund der Ergeb- niffe der letzten Volkszählung zwischen einsprachigeu und gemischt-sprachigen LaudeSbezirkeu unterschieden werden soll, in welchen entweder die deutsche oder die tschechische oder endlich die beiden Landessprachen al» innere Amts- und Dienstsprache Geltung haben sollen. Damit wäre nach Anficht der Regierung beiden Nationalitäten gegenüber ein durchaus gerechtes und gleichmäßige» Vorgehen umsomehr bethatigt, als lauch bezüglich der sprachlichen Befähigung der Beamten au Stelle einer doch mehr theoretischen und im Momente der Berufung vielleicht nicht mehr vorhandenen Qualifikation daS reelle thatsächliche Bedürfniß allein maßgebend bliebe und jeder Beamte bei voller Wahrung der Gleichberechtigung das au Sprachenkenntuiß besitzen müßte, wa» der Dienst bei der Behörde seiner Verwendung wirklich erfordert. Um jedoch in Zukunft im Königreich Böhmen genügend sprachlich quält- ficirte Beamte zu besitzen, wird die Regierung nicht ermangeln, für die nächste LandtagSsesfion Anträge vorzu- bereiteu, welche eine gründliche Aenderung in den Einrichtungen an Mittelschulen Böhmens behuf» praktischer Erlernung der zweiten Landessprache bezwecken " (Bewegung auf den Bänken der Linken. Abg. Wolf ruft: „Wir werden waS malen.") An dem hohen Landtage wird r» fein, schließt Redner, diese Anträge der Regierung seiner Zeit einer sorgfältigen und wohlwollenden Prüfung zu unterziehen. Der Statthalter wiederholt hierauf vorstehende Erklärung In tschechischer Sprache. Petersburg, 16. Januar. Ueber die letzten Aufenthaltsorte der russischen Kriegsschiffe in Ostasien berichtet der amtliche „Kronstadt-Skij-Wjestnik": In Tschifu liegt daS Kanonenboot „Korejetz", in Chemulpo das Kanonenboot „Mandschur" und der Kreuzer „Sabiaka", in Wladiwostok die Torpedokreuzer „Wssadnik" und „Gaidamak", die Kreuzer „Rjnik", „Pawjat-Azowa", „Admiral Maschurad", „Admiral Kornilow", „Dmitrij-DonSkoi" und „Kraffer", sowie die Kanonenboote „Gremiasteteschuj", „Otwasfimhi" und „Sfiwntsch" befinden fich, wie andere Blätter melden, theil» in Port Arthur, theilS in Talien-Wan. Havana, 17. Januar. Ein gewiffer Pichou hat gestern, ohne zu treffen, zwei Revolverschüffe auf den Präfecten von Santa Clara abgegeben, als dieser mit Marschall Blanko einem Ballspiele beiwohnte. Der commaudirende General in Santa Clara nahm Pichou fest, den die Anwesenden lynchen wollten. Pichou wurde in» Gefängniß gebracht. ES herrscht vollständig Ruhe. Cocale» «nd provinzielle». Gießen, dm 18. Januar 1898. • * Ordensverleihung. Herrn Hauptmann v. Schlemmer im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116 wurde aus Anlaß des KrönungS- und OrdenSfeste» in Berlin der Rothe Adlerordeu 4. Kl. verliehen. H. Stadttheater. Bor einem wider Erwarten schwach besetzten Hause ging gestern Sudermanns fünsactige» Schauspiel „Sodom» Ende" in Scene. Das Werk, deffen Inhalt wohl jedem Gebildeten bekannt sein dürfte, ist eine Shakespeares gewesen, aber eß wäre ein Hamlet Ibsens geworden. Shakespeare greift mit der Hand des Genies die hervorragendsten charakteristischen Momente heraus und gibt fie. Er nimmt von tausend Gedanken nur den tausendsten oder dm, der ihn jeweils besonders kennzeichnend dünkt, die andern 999 fallen als Späne unter den Tisch — vorausgesetzt, daß er diese tausend Gedanken überhaupt iah. Ibsen fieht dieselben, ohne Fratze! Für seine natur- wissenschaftliche Psychologie jedoch ist ihm jeder dieser tausend Gedanken aber gleich wichtig und nothwendtg, und er kann gar nicht anders, als fie auf irgend eine Weife zum Ausdruck zn bringen. Da» rein Künstlerische leidet hierunter, wie gar nicht ander» möglich. Die naive Kunst Shakespeare» ist ihm ein Unding. Dennoch will er genau, wa» dieser will: eine Anerkennung der Möglichkeit seiner Folgerungen. Der Unterschied jedoch besteht darin, daß Shakespeare ein freie» Zugeständniß der Voraussetzungen verlangt, auf denen er aufbaut, Ibsen dagegen solche nicht beansprucht, aber um so kategorischer fordert, daß man ihm bi» in die kleinsten Ausläufer seiner Gedanken folgt und auf dem Weg, auf dem er will. Die» gilt sowohl für die Technik eine» ganzen Stücke», al» auch für das Verhältniß der einzelnen Entwicklungsphasen unter fich. Daß Ibsen» Dramen auf diese Art mehr nur den letzten Capiteln fich weit zurückspinnender Romane gleichen, dem Shakespeare jeweils ein vor unfern Augen Werdende» und Lösende» gibt, erhellt hieraus ganz von selbst. Ebenso aber anch, daß bei Ibsen die sogenannte Handlung de» Drama», von der übrigen» kein Mensch einen klaren Begriff hat, weit mehr zurückgedrängt, weit mehr verinnerlicht wird. Shakespeare, oder in diesem Zusammenhang bester gesagt: Stücke wie der „Fürst von Verona", der „Scharfrichter von Berlin" und dergleichen haben im Verhältniß zu Ibsen unleugbar etwas ganz bedenklich Haupt- und Staatsaktion- Haftes. DaS liebe Publikum will im Theater allerdings auch etwas sehen für sein Geld. DaS Publikum aber ist ein Ding, daS mit Kunst noch nie viel zu thun gehabt hat und das fich int Cirkus bei Luft- und Wafferwerk zum Mindesten ebenso gut unterhält. Und e» will unterhalten sein, womöglich ohne daß seiner Denkthätigkeit etwas mehr zugemuthet wird, als bei einem AuSstattungSballet oder bei einem „Jungdeutschland. zur-See"-Wettrennen. DaS ist sehr wohl zu erwägen. Dieses Andere nun, das Ibsen aufgebracht hat, stellt gerade darin aber Ansprüche, die in diesem Maße vorher noch nicht gestellt wurden — wenigstens nicht an daS Theater- publikum, das wir heute haben. Und Mehrforderungen gegenüber verhält fich ein kluger Hausvater mit berechtigter Vorliebe meist ablehnend. Nichtsdestoweniger aber hat fich die wahre Kunst zu allen Zeiten hierum immer sehr wenig gekümmert, und trotzdem den Sieg gewonnen. Vor zehn Jahren ungefähr fiel „Nora" in Berlin durch. Und heute?! Und der „College Crampton" steht fast jede Woche auf dem Spielplan! Aus dieser Wandlung ist sehr viel zu lernen: zunächst dies, daß baß Publikum doch nicht so schlecht ist — al» ich es oben gemacht habe. Der Augenblick freilich ist ein kritischer. Man sehnt fich förmlich nach dem Unbekannten, den man auf den Schild heben möchte. Noch keine Zeit hat vielleicht so nach einem Dichter verlangt, der ihrem unbestimmten Hangen und Bangen ein Ziel gäbe, als die unsere. ES sei nur an Sudermann Straspredigt Über genial-verlumpte Naturen und Gesellschaftskreise, in welchen solche gezüchtet und zum Ruin getrieben werden. „SodomS Ende" erfuhr bei seinem Erscheinen in der Oessentlichkeit den heftigsten Widerspruch und ist heute noch vielbeschrieen - immerhin vertritt eS einen entschieden ethischen Standpunkt und ist ungleich bedeutender als de» Dichter» Erstlingswerk „Die Ehre", da» vor wenigen Tagen hier wiederholt aufgeführt wurde. Der hervorragend sittliche Ernst der Tendenz von „SodomS Ende" wurde selbst gegnerischerseits anerkannt, sogar von solchen Seiten, die für modernen Realismus „nichts Übrig haben". — Die gestrige Wiedergabe des bedeutsamen Werkes ist eine musterhafte za nennen und machte fich um das Gelingen einer solchen in erster Linie Herr Janson als Willy Janikow verdient. Seine Leistung verrieth fleißige Arbeit und zeigte manch echten Zug lebenswahrer Realistik. De» Weiteren ist Frl. Würdig als Ada zu nennen, die durch eine vortreffliche Characierifirung dieses in Großstädten fich entwickelnden weiblichen LiebesvawpyrS erfreute. Die Herren Liebscher (Dr. Weiße), Fritzschler (Kramer), Albrecht (Barczi- nowSki), sowie Herr Forsch (Riemann) boten tüchtige Leistungen- desgleichen Frl. v. Winterstein (Kitty), Fra« Kruse (Frau Janikow), sowie Frl. Berner, welche al» Klärchen da» in edler, uugesucht natürlicher Weise verkörperte, was Willy suchte: Reinheit. Herr Dir. Helm als alter apoplektischer Janikow war vorzüglich. Da» Zusammenspiel war abgerundet, der Schlußakt von ergreifender Wirkung. DaS Publikum verfolgte mit Interesse die fich lebenswahr abspielende Handlung und spendete für da» Gebotene lebhaftesten Beifall. • * Stadtthealer. Am Freitag findet da» Benefiz für den beliebten Charakterdarsteller unseres StadttheaterS Herrn Hieronymus Liebscher statt. Derselbe gibt Brachvogels „Nareiß" und spielt darin den Narciß Rameau, eine der hervorragendsten Charakterrollen. • • Sektion Gießen bei Deutschen nnb Oesterreichische« AlpenvereinS. ^Der SectionSanSflug auf den DünSberg am vergangenen Sonntag hat den gehegten Erwartungen in jeder Beziehung entsprochen. Man kann Über Zweck und Nutzen einer längeren Wanderung durch mehr oder minder dichte Nebelwolken und Über den Reiz eines Aufstiege» auf glatten, steilen Wegen verschiedener Anficht sein, jede Mühewaltung wird aber sicher reichlich belohnt durch ein Bild landschaftlicher ^Schönheit, wie e» der DünSberg seinen Be* suchern am Sonntag um die Mittagsstunde bot. Ueberwaltigeud war der Eindruck, als während des letzten steilen Aufstieg» die Nebel zu weichen begannen und durch die golden, wie von der aufgehenden Sonne beschienenen und vom Ranhreif stark bereiften Bäume ein wolkenloser Himmel hell herunter blickte. Von der freien Höhe ringsum ein weites, dichte» Nebelmeer, Nicht» sichtbar als die Spitze des Stoppelberge» und nach Norden hin, ein langer, schmaler Küstenstreif, die Hinterländer Bergrücken. — Nach längerem, fröhlichen Aufenthalt bei fast sommerlicher Temperatur mit den von Wetzlar au», der Verabredung gemäß, fast gleichzeitig eingetroffenen Herren der Sektion Wetzlar des LaunuSclubS wurde gemeinschaftlich der Abstieg vorgenommen und die Wanderung nach dem Hofe Bubenrod fortgesetzt. Den Ansprüchen von 34 hungrigen und durstigen Touristen zu genügen, hat Frau Schwarzentraub vollständig verstanden. Um rechtzeitig den Rückweg anzutreten, mußte die Festsitzung gegen 4 Uhr aufgehoben werden. ♦♦ Verein zur Förderung eiueS EaalbaueS in Gießen. In der Sitzung deS GesammtanSschnsse» am 14. d. M. wurde zunächst die Lonstituirung deS AuSschnffeS vorgenommen nnb darauf zur Wahl de» Vorstande» und der Arbeitsausschüsse geschritten. In den Vorstand wurden gewählt die Herren Professor Spengel (Vorfitzender), Oberbürgermeister Gnauth (stellvertr. Vorsitzender), Quästor Orbig (Schriftführer, E. Lhallier (stellvertr. Schrftführer), Commerzieu- rath Heichelheim (Rechner)- in den Finanzausschuß der Vorsitzende, der Rechner, die Herren Jean Kirch und Landgericht»- rath Dr. Schäfer- in den technischen Ausschuß die Herren, Oberbürgermeister Guauth, Commerzienrath Hehligenstädt und Stadtbaumeister Schmandt; in den Kunstausschuß die erinnert und dessen Erfolg. Doch warum kommt er nicht, der, den fie krönen möchte?! In welchem Geleise dieser Unbekannte aber wandel» wird, vermag wohl Niemand zu sagen. Ibsen selbst ist es nicht und kann e» auch nicht fein, trotz Allem. Aber tß ist zweifellos ein Prophet, ein Johannes der Täufer für den, der kommen soll und kommen wird. Vielleicht kennen wir feinen Namen schon! Wer weiß {eß? Oder greift er auf Wann. Det I' gllttt bet 6twa Ha6 nut WtS cufttott, an sti W « Radjfolgttn 0 ,hott nnb ani Bit Lithos, ta Sopatl-öei Ile fich von Kr eicilltn erstreck Schliemanns A wohl 3eberman fcmnenbtn von laeentlld) aber zemchh tiefen fich nicht entgel »• Mn sprach gestern s vor rinn gut bm »erfamml die Gefahren, «aiserßaat Di namentlich bte bea Deutschen Vreden arbeit bal Dentschthm fonbttl, bah sr ja sogar der 1 Deutschen hinste Seiten ber Ts die Polen, Rroi lionen Deutsche fechten gegen Schußvereinen tthaliung- Red sawneuschluß bi Tschechen ic. d M-beutschen/ W»i denn bi herüber zu W ein dreister i °°r bte Achbu geforbert werden gelegt werde, fie nicht zg -er , bedürften '"beite in von swwlung auf, n w Mttnu " be.NaMi des . Lied , " Die Bog Vogel- unb Hfllttn bea h,itaa8tn IG E'SS »Sb S&T ■„-ut st®“'1"’ Mit« /buI(6 ? Km » ■n * rt ' glück alte Shakespeare zurück? Müßige Fragen! Und doch, gehen wir auf da» oben Gesagte zurück, daß Shakespeare von tausend Gedanken nur einen aufnimmt und verwerrhet, Ibsen dagegen auch nicht einem entsagen will und kann, so könnte der unbekannte Zukunftsgoethe vielleicht zwischen Beide zu stehen kommen, insofern als er etwa, um noch einmal auf diese „Mathematik" zurückzukommen, jeweils den hundertsten Gedanken herau-griff und verwerthete. Sein Verhältniß zu Shakespeare wäre dann ein durchaus gleiches wie zu Ibsen - allerdings müßte er die große Kraft besitzen, durch jede» einzelne der ihm befonderS charakteristisch scheinenden zehn Momente überall den gleichen Jdeengang hervorzurufen, zu dem Ibsen für fich durch feine fchrittweise.Pshchologie zwingt, sodaß feine Psychologie auch vor der Wissenschaft lückenlos bestehen könnte. Ob dies möglich? Jedenfalls muß et vor Allem unsere moderne Wissenschaft durchaus überwunden haben, oder doch so bezwungen haben oder bezwingen können, daß sie seine« künstlerischen Schaffen nicht hemmend in dev Weg treten kann. Dem Allen nach jedoch wird er thad sächlich Ibsen näher stehen als Shakespeare. Caesar Flaischlen. «ft mw»L„”16 iwi »"fcrft ®fl,nltD hPa^tTt|Qht zu 1 ®1D9 •)anifI *oltl,tn tu fs ft?"1"«' 4M‘|« ft"!’** . Dtr k. >*■) f!‘ (e,,ti|' frl Btt»,, *' 'm tL ®° l6ntiW| -:-t VVg1 ll! «Üit /“.“WlfWtT Buh,. «* Hm4 '• * »n BwH) 7° *« ttr» .ii. iu m •‘- ^ndttnoHro. *** "‘.CdmriWa “fl"! rof h» Sinibnt Skhtjtll 8nrartuDgtn ir lu ?:cc fib« ßwtd ml I fcait «hl ob« mtobn ■ «k-z ttnti Wgtl v' m i=nit scki, jtbt Mh„ •i ktlobnt bnri etn Nu «la tänltag still» V, kgl'anbcbei. LrbmMgM i bt* lt|ta fteiLtn Lofßitzl □ib birch btt golbtn, m tantra nnb coe alr’n hirnrl hell Itnict« nr:ke tüt lottttl, *« tts S.'Wtlbkrztt tr, i'iau tT Mwflretf, In ch liigm», fröM« So!' tpmnir eit bn voll vkHlar zinchzvng ragttxo^mro touxlt gten:' in ob bte Lnbnllll, M gi. Da SosplLihii c» nrin p grofigo, hat Kro ienbtB. U« nchtzestig lo KM,», gega 4 Uhr «< mH Itilbatl l* W i«ssch»!!r» °m!4.b.A »ei L-sschichrs BorgenoiiD iaW »b bti »ibW ■rW trwbtn pW* ^cabn., Cbnbütgmitfc . £jfltor Crbif • ^fifühm), Lom-er^ da AEpas'^hbtT ... B tto “ ko«»' er e* £»j BST®8 lt,ew t» ll* J' Ito Ci 5 "*Äc 16' - rJ r »> ’TÄ"* ifl* '* a „«eal öl'* .= prf"* >. I1**11 8itt* ■tr*»« ll,T, bett l'J : jy*£»'»W*Ö v-r tN •” jj HW |eirtn Ernst Balser, Geh.-Hofrath Behaghel, Alfred Bock, $i) l t Polen, Kroaten, Sloveuen, Italiener. All' diesen, 10 Mil« Ionen Deutsche in Oesterreick mit Untergang bedrohenden An« Achtungen gegenüber sei eine Organisation zu deutschen völkischen bchntzvereinen ein Gebot der Nothwendigkeit der Selbst- chaltung- Redner wies nach, wie winzig sich der Zu« »NNmenschluß der Deutschen im Gegensatz zu demjenigen der tsihechen rc. darstelle- er bezeichnete es al» Pflicht der ktt ichSdeutscheu, den Brüdern in Oesterreich helfend beizu- tethen, denn die Agitation de» Slaventhums erstrecke sich uai herüber zu uuS. Die Badeni'sche Sprachenverordnung «hi ein dreister Angriff auf daS deutsche Volk, eS müsse nicht tm die Aushebung dieser Sprachenverordnung, sondern auch Ikffsrbert werden, daß die deutsche Sprache als >L>taatssprache ksttgelegt werde. Die deutsche Presse in Oesterreich, soweit si nicht zu der „verjudeten" gehöre, und die deutschen Ber« tmbe bedürften dringend unserer Unterstützung. Redner behexte in von Beifall begleiteten Schlußworten die Der« ummlung auf, mit einzustehen im Kampfe für die Erhaltung kB DeutschthumS. Die Versammlung, die mit einem Hoch ii|| Se. Majestät den Kaiser eröffnet wurde, schloß mit dem belang de» Liedes „Deutschland, Deutschland über Alles!" Die Bogel« und Geflügel-Ausstellung, welche der Verein te Bogel« und Geflügelzucht füc Gießen und Umgegend zu «manstalten beabsichtigt, ist nunmehr gesichert. Die Bor« Iwttungen lassen erwarten, daß diese Ausstellung nicht nur ein Bild unserer heimischen Zucht geben wird, sondern daß die Veranstaltung auch für weitere Kreise Anziehungskraft auSübt. Es wird beabsichtigt, damit Special-AuSstellungen, z. B. von Papageien rc., zu verbinden nnb hofft man, darin Eollectionen vorführev zu können, welche in der Reichhaltig- feit den Vergleich mit jedem zoologischen Garten aushalten. Bottrag. Die von Physiker Amberg zu seinen Bor« trägen benöthigtcn Apparate und Instrumente treffen morgen früh per Bahn hier etn. Dieselben sollen einen Werth von 78000 Mark besitzen und füllen einen besonderen Eisenbahnwagen. •• Die hessische Schotusteillseger.Zunung hat in Verbindung mit den Schornsteiufegermeistern der größeren Städte des GroßherzogthumS bei der Zweiten hessischen Ständekammer auf die von sieben Schornstetnfegergesellen im November 1897 bet gen. Volk»Vertretung eingereichte Vorstellung wegen Nru« eintheilung der Kehrbezirke rc. eine Gegenvorstellung an die Zweite Kammer gerichtet. In derselben wird unter Entkräftung der jenseitigen Vorstellung gebeten, letzterer die landständtsche Befürwortung zu versagen, da u. A. auch die Nettoeinkünfte der Meister weit hinter den behaupteten Sätzen zurückbleiben. •• Selaodeerwerb. Maurermeister Pfaff kaufte den Eckbauplatz au der Hammstrahe und dec neuen Verbindung»« straße, welche gegenüber der Unterführung an der Westanlage die Hammstraße mit der Lahnstraße verbindet. — Kaufmann Bieker erwarb den in der Plockstraße gelegenen Labroifse'schen Garten für den Prei» von 30000 Mk. * Nie stirbt bLudenteuweise! Unter diesem Titel erschien vor etwa Jahresfrist eine Sammlung humorvoller, herzerfrischender Gedichte aus dem studentischen Leben, die schnell in akademischen Kreisen heimisch wurde. Dem Herausgeber derselben ging nun vor Kurzem eine, dem bekannten Jenenser Burschenschaftsdenkmal nachgebildete, künstlerisch vollendete Miniaturstatuette in Bxoncrguß mit der Widmung zu: „Pros. K. L. Barthels, dem Herausgeber von „Nie stirbt Studentenweise!" gewidmet von mehreren feuchtfröhlichen Musensöhnen- Jena, 189 7.- Es ist dieses ein erfreuliche» Zeichen dafür, daß selbst In unserer materiell gesinnten Zeit, bei unserer auf- strebenden Jugend immer noch Sinn und Anerkennung vor« Händen sind für ideellere Güter und Bestrebungen._________ Eingesandt. Gieße«, 18.^J«nuar 1898. Die Herren Oberlehrer und Direktoren unserer Schulen werden freundlichst gebeten, an geeigneten Nachmittage^ den Unterricht ausfallen zu lassen, damit unsere Kinder die Eisbahn genügend benutzen können. ~r— Nachdem die Anregung zu einer verleguna des neue« Aeiedhofs aus den Rovberg jenseits der Main-WefercBahn in Ihrem geschätzten Blatte einmal gegeben worden ist, möchte es mir erlaubt sein, auch meine Meinung zum Ausdruck zu bringen. Ich ergreife die Gelegenheit umso lieber, als ich schon früher mir Gedanken darüber gemacht habe, daß dieser Platz nicht von vornherein für den Friedhof von unseren Stadtoätern in Aussicht genommen wurde. Ich sagte mir, da doch die Wahl an und für sich nicht schwer fallen konnte, daß wohl der Untergrund auf der westlichen Sette des Roddergs als nicht geeignet befunden worden war. Nunmehr bin ich aber hierin irre geworden. Ich glaubte annehmen zu dürfen, daß der Herr Einsender deS ersten Artikels die soweit definitiv erledigte Platzsrage nicht mehr angeschnitten hatte, wenn er nicht bestimmt wüßte, daß der Untergrund des Rodbergs auf der von ihm vorgeschlagenen Sette genau derselbe wäre, wie auf der von der Stadt in Aussicht genommenen. Daraufhin habe ich mir nicht die Mühe verdrießen lassen, mich selbst im Bahneinschnitt davon zu überzeugen, daß eine gleiche Formation hüben wie drüben vorhanden ist, und da muß ich sagen, daß ich es unter diesen Umständen aufs Höchste bedauern würde, wenn man, obwohl noch kein Spatenstich gelhan ist, krampfhaft an dem einmal gefaßten Beschluß festhieite. Der eventuelle Einwand, daß bereits Ländereim auf der DteSsette erworben feien, kann doch nicht bet einer für die Stadt Gießen lo eminent wichtigen Sache ernstlich in Frage kommen. Es werden diese Landstücke überdieß den dafür grzahlt..n Preis immer auf bi Ingen, und dann halte ich eS für keinen Fehler, wenn sich in der Hand der Stadt möglichst viel Ländereien um Gießen herum befinden. Der steigende Grundstückswertb wird sich mit den Jahren immer intensiver fühlbar machen. Der Nutzen, der hieraus noth- wendiger Weise entsteht, kommt bann besser dem Gemetndewesen al6 privaten Spcculationen zu Gute. DoL hiervon abgesehen, würden, wenn der Friedhof auf die andere Sette de8 RodbergS käme, größere Summen gespart. Lor Allem ist da der Grunderwerb ein wohlfeilerer, und es fiele auch der kostspielige Cbausfcedau, der beim bestehenden Projekt nothwcndtg wa e, fort. Meines Erach'ens dürfte aber, selbst wenn die Anlagekosten sich höher stellten, gegenüber dem Lortheil, den Friedhof nahe und sozusagen doch nicht bei der Stadt zu haben, nickis davon abhalten, einen folgen Platz zu wählen. Je weiter man in die Zukunft schaut, desto besser ist es; da» gilt vornehmlich für ein stark aufstrebendes Gemeinwesen, wie es unsere Stadt Gottlob ist. Ich gebe eS gern zu, daß es für die Betheiligten Hut ist, ihre zum öffentlichen Ausdruck gebrachte Meinung tm letzten Moment umzuänbern, aber würde dies geschehen zum Wohle ihrer lieben Stadt Gießen, sie setzten sich damit ein Denkmal groß und schön und ewig dauernd, wie der Stadt zugewandte Dorthetl. Civii. Verkehr, Cxmb* tmfc VoLk-wirthschafi- •Ufcm, 18 Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter vr. Pfd. .* 0,80-0,95, Hübnereter pr. St. 7-8 4,2 St. 00—CO Ar Enteneier 1 St l—00 H, Gänse eicr pr. ©L 00—00 4, Käse pr. St.4 —9 4. Ääfemahe pr. St. 3 H Erbsen pr. Ltter 18 Linsen pr. Liter 32 Tauben pr. Pa«, X 0,60 biS 0,00, Hühner pr. Stück 0,90 bi» 1,10, Hahnen pr. StÜL JL 0.60—1,00, Enten pr. Stück X 1,60-2,00, Gänse pr. Plmtt X 0X0—0,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd- 60-66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bis 76 4, Schweine fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 i, Kalbfleisch pr Wb. 60-64 Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 H, Kartoffeln pr 100 Kilo 6,(0 bti 6,00 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 H, Brokbeln pr. 6cntnc: 6^0—0,00 X, Milch pr. Liier 16 A- Neueste Nachrichten. Depeschen bc8 Bureau „H:rolb". Berlin, 18 Januar. W;gea de» Denkmals sür die Märzgefallenen hat der Magistrat in seiner gestrigen Sitzung eingehend vxrhaadelt. Dem „Local-Anzeiger" zufolge soll ein Eomprorniß mit der Stadtverordneten Versammlung in der Weise erzielt werden, daß der Mafistrat dem bekanoten Beschluß der Stadtveroidaeten zwar beitdit, die Einweihung de» Denksteins aber nicht am 18. März erfolgt. Wien, 18, Januar. Sämmiliche Blätter besprechen die gestrige Erklärung der R egierung im Prager Land« tage noch ziemlich reservirt. Die offiziellen Journale rathen den Deutschen, die Propofitionen der Regierung avzuaehmev, dagegen eonstatiren die liberalen Blätter, daß die Regie« rungSerklärung weder auf deutscher, noch auf tschechischer Seite befriedigt und als absolut unzulänglich gefunden wurde, somit eine Besserung der Lage nicht herbeigesührt werde. Urbrr die weitere Stellungnahme der Deutschen im Landtage ist noch keine Entscheidung getroffen. Ein eudgiltiger Entschluß über die Frage des Austritt» aus dem Landtage wird bei der Verhandlung deS Schleflnger'ichea Anträge» auf Aufhebung der Sprachenverordnung erfolgen. Prag, 18. Januar. Die hiesige deutsche Studentenschaft richtete an den Ministerpräsidenten Gautsch ein Telegramm, in welchem sie die Gefahren der Lage der deutschen Studenten in Prag eingehend schildern und erklären, der deutsche Student in Prag sei vogelfrei, falls die Regierung nicht für raschen und ausgiebigen Schutz desselben Sorge trage. Die Studentenschaft müsse Prag verlassen und die Universitäts-Verlegung nach einer anderen Stadt Alt-Böhmens mit allen Mitteln verlangen. Abends wurden in der Stadt abermals Studenien von Tschechen überfallen, und nur durch rasche Flucht konnten sich dieselben retten. Aaeoua, 18. Januar. Wegen der Erhöhung des Brobpreises kam es gestern hier zu ernsten Unruhen. Etwa 200 Frauen zogen vor da» RathhauS und verlangten vom Bürgermeister Maßregeln gegen diese Bertheuerung. Oie Vrripreckungen deS Bürgermeisters beruhigten die Frauen nicht. D eselbea warfen die Fenster des RathhauseS ein, so oaß Militär zur Hilfe requirtrt werben mußte, welches die Menge auseinander trieb. 31 Verhaftungen wurden borgt« kiommen. Mehrere Personen wurden verwundet. Abends waren die Straßen mit Truppen besetzt. Pari», 18. Januar. DaS RegierungSorgan „Soir" meldet, Zola beabsichtige als Zeugen den Grafen Münster und den Botschafter Tornteilt namhaft zu machen und deren eidliche Vernehmung darüber zu verlangen, daß DriyfuS weder mit Deutschland noch mit Italien Beziehungen hatte. Dies scheint die Haupturfache der Verzögerung der Einleitung des ProceffeS zu fein. — Da« gestrige Nebelwetter erleichterte ten vom Quartier Latin kommenden Studenten allerlei Gewaltacte. In der Rue Bioienne, wo Strohpuppen Zola und Dreyfus darstellten und bejohlt wurden, tarn es zu eine« Zusammenstoß mit der Polizei. Pari», 18. Januar. Gestern haben in vielen Städten, besonders in Bordeaux und Nancy große Massenkundgebungen stattgefunden. WB. London, 18. Januar. Hicks-Beach hielt gestern ) Abend in der Handelskammer zu Swansea eine Rede, \ worin er ausführte, England wünsche, ba& China nicht ein i Object für G bietserwerb, sondern ein offenes Thor für den i Welthandel sei. Die Regierung sei fest entschloffen, dafür ' zu sorgen, wenn nöthig, sogar mit Gefahr eines Kriege», daß das Thor nicht England verschlossen bleibe. ehördlicheAnzeigen Verdingung. Die zum Ausbau der Liebigstraße irßarderlichen Maurer-, Pflaster- und Wussirarbeiten und die Thonzeug- lchrung sollen Mittwoch d,n26.Ian««r d.I., Vormittags IOV2 Uhr, Wrntlich verdungen werben. Pläne, Arbeitsbeschreibung und SVingungen liegen ro^renb der rwnststunden zur Einsicht bei uns >ssiin (Zimmer Nr. 7). Angebote m Vordruck sind bi» zum genannten Lsrmin einzureichen. ZuschlagSfrist 18 Tage. Bietzen, 15. Januar 1898. Das Stadtbauamt. Schmandt. 709 | Versteigerungen. Holzverkanf io brr Mig!. MlkMttki Krofdorf Dienstag, den 584. Januar 189S, Vormittags IO Uhr, in der Freund scheu «astwirthschoft zu Krofdorf, Schutzbezirk Waldhau», Distrikt Schotteuholz 39 und 41: Eichen: 14 rm Sckeit und Knüppel, 38 rm Reiser; Buchen: 441 rm Scheit und Knüppel, 485 rm Reiser. Dittriet 40 Kletteubergerhardt (an der Försterdienstwiese): Buchen: 200rm Scheit und Knüppel, 335 rm Reiser. Distrikt 51 junger Lichtenberg (Abtrieb) : Buchen: 38 rm Scheit und Knüppel, 93 rm Reiser; Erlen: 2 rm Knüppel, 4 rm Stockholz, 14 rm Reiser. Distrikt 52d Lichtenberger Stangenholz (Durchforstung an der Kirchverser Grenze): Eichen: 20 rm Reiser; Buchen: 268 rm Reiser; Fichten: 1 rm Knüppel, 35 rm Reiser. Der Königliche Oberförster: __________Busold._______700 Versteigerung. Montag de« 24. d. Mts., Nach mittags 2 Uhr, versteigere ick im Pfand- local Seliersweg 11 gegen Barzahlung: 1 Pianino, 1 Klavier und 1 werthvolles Oelgemälde. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Gießen, den 18. Januar 1898. 705 Mulch Vollsiebungsbeamter. | Empfehlungen" Suchen- und Tullnenscheitholz empfiehlt bittioft die Holzbandlung von Wilhelm Jang 1., Mein-Linde« 12 (seither K. Jung IV.). 231 ist frisch eingetroffen bei erhältlich in der 706 MAGGI Echte Suppenwürze Heiur. Arnold II , Colonialw u Delikatessen, Marktstr. 28. Original-Fläschchen No. 0 werden zu 25 4; No. 1 zu 4b No. 2 zu 70 H mit Maggi nachgefMt. ______________ Löwen-Drogerie W. Kilbinger, Seltereweg b 2. Blitzschnell putzt W. Kllbingers Putztinctur Blech, Messing, Kupfer, Nickel etc. spiegelblank. In grossen Flaschen A 50 Pfg. CiiCMpiilvrr (garantirt rein und leickt löslich) per Pfd. 1,50, 1,80, 2,40, 2,80 Mk. empfiehlt 698 Fr. Leo Nachfl, C. Herber, Teltersweg 71. Neu! Neu! Laubfagehotz aus 3 Theilen verleimt. Verziehen und Abbrecken einzelner Stücke beim Sägen vollständig ausgeschlossen. Platte bi« zu 50 ern breit vorräthig. a68 Wicderverkäufer erhalte» hohen Rabatt!!! Andr.Euler, Sltinstr.il. Kaufmännischer Vereine. Ortsgewerbe-Verein. Theater-Verein. Mittwoch den 19. Januar, Abends 8 Uhr präcis.. Vorträge im Festsaal (Leib’scher Saal) Wallthorstr., ausgeführt von Mitgliedern des Giessener Stadttheaters, Gast: Herr Hermann Nissen vom Deutschen Theater in Berlin. so- 1 Der Gebrauch von der g Antons Erden. W. tzklmburß Asterweg. 21 Täglich frische Sendung Neuester Ernte ä Mk. 2,50, 3, bei A. & G. Wallenfels Brillant-Kaffee 534 AZanizseLW^ EmigLM Bcm^erüi^Hainhuq 349 Alleinverkauf für Glessen bei J mit der Hand reiner, gebrannter Bohnenkaffee. ist ein Mieth-Gesuche Verloren u. Gefunden 702 « Go., Hamburg. einer Mach. Eingetragene Schutzmarke. Durch besondere Mischung und Brennart unerreicht an Kraft, Gute und Aroma. vorzüglic ster Qualität. M. Schulhof. 693] Sofort zwei unmöblirte Zimmer nebst Kammer zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Expedition d. Bl- Verwendung finden. 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(Sirene nach Seebeck) Schwingungen einer und mehrerer Stimmgabeln und optische Darstellung derselben durch Anwendung des electrischen Lichtes (Methode nach Lissajous.) — Interferenz der Tonwellen. — Die Sciweb- ■ngen. — Die Accord-Sirene nachProfessor Dove. Bestimmen gen der Schwingungszahl eines Tones durch die Sirene. Mechanische Schwingungen bewegter Luft. — Ein neues Micro-Telephon, welches im ganzen Saale laut hörbar das Gesungene, das Gesprochene, sowie Musik wiedergiebt. 2. Abtheilung. Schwingungen von Saiten. Saiten durch Stimmgabeln in Schwingungen versetzt. Sichtbarwerden der entstehenden Bäuche und Knoten schwingender Saiten durch glühenden Platindraht. — Optische Darstellung eines ganz kleinen Punktes einer schwingenden Saite (sehr merkwürdige Zickzackschwingungen). — Obertöne und Klangfarbe. — dhladnis Klangfiguren. — Resonanz. — Schwingungen in Orgelpfeifen. — Ihre Abteilungen und Obertöne. — Sichtbarwerden der Knotenpunkte in Orgelpfeifen durch Erlöschen von Gasflammen. (Pfeife nach König). — Zungenpfeife. — Nachahmung der menschlichen Stimme. Die singenden und die sensitiven Flammen. Analyse der singenden Flammen durch rotirende Spiegel. Rotirende Flammen. "Wirkungen des Einklangs. — Die schweigende Flamme gehorcht der menschlichen Stimme. — Empfindlichkeit einer zwei Fuss hohen Gasflamme gegen das leiseste Geräusch, gegen hohe Töne und bestimmte Vocale John Gabriel Borkmann Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Ibsen. ,60, 4,-—, 6, pr. r/z Kilo keit werden unsichtbar. — Mehrfach bogenförmiger Gang eines electrischen Lichtstrahles durch über einander lagernde (diffundirte) Flüssigkeiten von verschiedener Brechbarkeit — Erklärung der fata morgana. — Totale Reflexion des electrischen Lichtes durch Wasser und durch Prismen (die vervollkommnetste Spiegelung.) — Winkelspiegel (virtuelle Bilder) — durch Hohlspiegel erzeugte Luft- (reelle) Bilder. — Gang der Lichtstrahlen durch Linsen — deren Zusammenstellung zu optischen Instrumenten — das holländische und das astronomische Fernrohr (sichtbar durch eleotrisches Licht und Rauch.) — Ablenkung des Lichtes durch ein Prisma. — Zerstreuung und Zerlegung desselben in die Regenbogenfarben. — Wiedervereinigung der Farben zu Weiss. — Pigmentfarben. — Giebt es Farben? Vernichtung derselben durch homogenes Licht. 2. Abtheilung. Die Polarisation und Doppelbrechung des Lichtes: der Kalkspath — das Nicol'sche Prisma. — Anwendung des polarisirten Lichtes für die Industrie, Werthschätzung des Zuckers für den Handel. — Auslöschung des Lichtes durch zwei Prismen. — prächtige Interferenzbilder verschiedener Crystalle — gekühlte und gepresste Gläser bieten ähnliche Erscheinungen — Verzögerung des Lichtes beim Durchgang durch dickere Gipsplättchen — die comple- mentären Farben — sehr interessante Veränderung eines Interferenzbildes durch Erwärmung des betreffenden Crysfalles — Doppelbrechung — der Bergcrystall — Vereinigung der complementären Farben zu Weiss. Kreisförmige Polarisation. Spectral-Analyse. Ein zwei Meter langes Spectrum — Bunsen und Kirchhof — verschiedene Metalle im electrischen Kohlen lichte verdampft geben characteristische farbige Linien — Begründung einer qualitativen Analyse und der Erforschung der physischen Beschaffenheit der Himmelskörper — Absorption gewisser Strahlen durch bestimmte Stoffe — die Fraunhofer- schen Linien. — Umkehrung der gelben Natronlinie im Spectrum zu schwarz — Absorption von Flüssigkeiten und Gasen: Blutspectrum — Dydim — Salpetrige Säure — Jod u. A. m. Der Doppler’sche Satz — Bestimmung der Annäherung oder Entfernung der Fixsterne durch spectrale Beobachtungen, jeden Abend, 1,50 Mk. für beide Abende sind zu RMM»»Fartkillubk" für 1898: Schallbewegung. — Die Wellenmaschine von Prof. Zurück werfen des Schalles. (Versuch mit grossen Parabol- Karten für Nichtmitglieder ä 1 Mk. für haben bei den Herren E. Cha liier, Neuen weg, H Noll, Markt und C. Orbig, Bahnhofstrasse, sowie Abends an der Kasse; für Mitglieder (gratis) und deren Angehörigen (a 50 Pfg. für jeden Abend) bei Herrn C. Orbig, für Mitglieder des Ortsgewerbe-Vereins bei Schuldienerin Frau Beil, des Herrn Gustav Amberg, Physiker, Berlin, in Steins Saalbau. Mittwoch den 19. Januar, Abends S'r Uhr: Thema: Aus dem Gebiete des Schalles und der musikalischen Töne. Freitag den 21. Januar, Abends 8*g Uhr: Thema: Iricht und Farbe — Spectral-Analyse. Der von der Deutschen Kaffee-ImMt-Gesellschast Köln am Rhein hergestellte Licht und Farbe. — Spectral-Analyse. I. Abtheilung. Licht ist Wellenbewegung. — Analogien zwischen Wärme, Schall und Licht. — Entdeckung der Geschwindigkeit des Lichtes durch Olaf Römer (Jupiter und seine Trabanten.) — Gesetz der Brechung und Reflexion des Lichtes durchsichtige Körper in gleichbrechender Flüssig- BrillantÄe mit Hand Billets: in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), wie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk. 3,50; Zweites Parquet Mk. 2,25., , 685 Die Vorstände. Die arme Kleine. zn. u. Das Schwelgen des Waldes. f. Ganghofer. | Stellen-Angebote. | 7081 Einen tüchtigen Gesellen sucht __El. Hetz, Schreiner. 7t 71 Mädchen können gute Stellen erhallen gegen hohen Lohn durch Frau «eyblcke. Bahnbofstr. 43. 14 Markt gl Telephon 46. I Kyeqt Ludwigsplatz 14 1. Stock, 5 Zimmer Badezimmer und Zubehör, sowie Gartenmttbenutzung. 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