aar (§e(b »Art[et 12276 lsMung * *• • X 12259 mpohl Blockstraße 2. haft 1225» jtfraptn ett. i^fung! Iü6 von meinem fei. Manne W PM-UtkjWk Weife meMfyce unb Ulte ei Mtze» unb mwäiiigr» i meinem Manne geschenkte 11963 NgSvoll ückrath. ^'Geschenkt. * ÜslM BeiencbW •«Hä iS"™ ,r Jnmh ’FI”"en!*“' «n«r -g'SSa.** ,ct. k«'te0,reL grau und grün, v. 20 M. an, arienhähne, Hots., zarte Länger 10,12 bis 15 M, WellensrNiLe, lpärLen,SMk..ZMMM>rN' ölt, Kardinale, ä Stück 6 Mk., » Nachtigallen, ff. Sänger, SO Mk., tNeijifaM Wanopnlen, JUL Tigerfinken, ff. Sängerbund itfinken, yer Paar 2.LV M, Mov' 1 dv M., Mfinken, Mannten, Ta»”® gÄg Mellmgen ^tlcitjnadiUn Sämmtlichr Tuttttartn» m t«ü-P°W°7'LV». itiftin 8-9-1 e,I|,l,il?". g , Erchr foniBit»!“’’ #2r 297 Fünftes Blatt.Sonntag den 18. Tecembcr 1898 fN4*rf uen4 e* ■nfn»*ew Hl «•ata0. »te W*ner BeelClteiritfct Bahn He Lozngn »IchMlttch »Innil Meßmer Anzeiger ttcrtdWrtidt S Werf 80 Mtz. M—«UI4 76 Wtz —i. «. - < . - BW CnUftTtfe- Am **• 1 Kerf M Vfe ■■■•!■« Rnzet-rv z» Hr Nckchetn»,« f*t Im DßtzoH» LO> «rfchewenH« Vhmecr W Bare. 10 Uhr. Henerat-Unzeiger Kit Injffgm-Bmntttlungl^Bcn Hf I»« ■** WwÄeebi n*nm Inytifo Hr »en ®ttfrttcr Är^eifrx Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis Gieren. B*eHtee, •pelttten an» >4*r|tf|e Ur. 1. — — IIJB.li« ._TL"_” Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. > bii. _ «■»——e—— ■»refft ftr DePefchrn: Fernsprecher Nr. KL Aintliclisr Theil. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weitere- zurückgegeben werden. 1) Da» Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfung»- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährtg-fteiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar de» Jahres nachgesucht werden, in welchem da» 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrecht- spätesten» bi» zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z B. mit Rücksicht auf da» Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinaus- geschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe der Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bi» 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche find folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) Einwilligung» - Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen acttven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen- Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; 0 ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Real- aymnafien, Ober-Realschulen, Progymuasten, Realschulen , Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen müitärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ooer ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungr-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Muster 18 zur Wehr - Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird aus die Bestimmungen der SS 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfung» - Commission für Einjährig - Freiwlllige zu DarmstadL Der Vorsitzende: Best. Gesunde«: 1 Uhr, 2 Portemonnaie» mit Inhalt, 1 Barfteckaadet, 1 Ble'.sttf: Halter, 1 Paar Kmderhandichuhe, 1 Bad Haube, 1 Tascheotuch, 1 Wecksack, 1 Hammer und 1 Luter. Zugeflogeu: 1 Huhu. Gießen, den 17. vecember 1898. Großherzogliche» Polizeiamt Gießen. Muhl. Politische Wochenschau. Der deutsche Reichstag hat die erste EtatSberathuug beendet und ist iu die Weihnochtsferien eiugetreteu. Deo Havpkgegeustaod der politischeo Erörterung tm In- uvd Ausland bildete in der abgrlaufeueo Woche die Rede deS Staat»- sreretSr» v. Bülow über die auswärtige Lage. Am beifälligsten ist fie in England, Ungarn und den Bereinigten Staaten ausgenommen worden, während die Anfichtrn z B. ia Italien und Rußland getheilt waren. Fortgesetzt bildet der Fall Lippe noch den Gegenstand lebhafter E-örterungen, und wir geben dem Abgeordneten Baflermano Recht, welcher wünschte, daß diese Affalre sobald wie möglich au» der Welt geschafft werden möchte. Der Empfang des Retchstagspräfidiums durch den Kaiser hat insosern größere» Interesse auch außerhalb der Grenzen Deutschland» gezeigt, al» der Monarch iu seiner Unterhaltung mit den drei Herren anscheineud dem Frieden nicht recht traute und aus der Hut zu sein empfahl. Diese Auschauuog hat großen Eindruck gewacht, obgleich fie von jedem mit den politischen Verhältnissen vertrauten al» die einzig richtige von vorne herein hätte erkannt werden müssen. England fließt jetzt über von freundschaftlicher Se- fiuuung gegen uu», und besonder» Herr Ehamberlain gibt sich redliche Mü)e, Deutschland der aufrichtigen Gefiuuuugen England» zu verfichero. Man ist an der Themse sogar nicht neidisch, weuu wir tu intimere wirthschaftl che Beziehungen zu den vereinigten Staaten treten. — Zur Zeit beschäftigen fich die Politischen Kreise England» hauptsächlich mit dem Rücktritt Harcourt» von der Führerschaft der liberalen Partei, deren Letter so lange Jahre der alte Gladstone war. Die Partei hat iu der letzteu Zeit manche Erschütterungen erlitten, die e» immer fraglicher machen, ob fie wieder riomal au» Ruder kommt. Die Beziehungen zwischen England und Frankreich find fortgesetzt sehr laue, obgleich England bemüht ist, wildere Batten aufzuzieheu. Der britische Botschafter in Part», Monson, suchte seine neuliche Ungeschicklichkeit wieder gut zu wachen uud sprach seine Sympathien für Frankreich au». Die DrehsuS-Affaire ist noch nicht weiter vorgeschritten, ebenso ist von der Angelegenheit de» Obersteu Picquart nicht» Neue» zu meldeu. Daß e» in der sravzöfischeu Kammer eine sehr erregte Sitzung wtt Faustkämpfen gab, haben wir bereit» bertchiet. Es sah beinahe so an» wie im österreichischen Retchsrath, der wohl ragt, aber nichts Pofitive» leistet. So verworren wie in Oesterreich find die poetischen Verhältnisse iu keinem Lande der Welt. Auch in Ungarn sah e» fortgesetzt trübe au», und dir heftigsten Au- griffe gegen da» M n'sterinm Bavffy dauerten fort, aber diese» erfreut fich angeblich der ungeschwächteu Gunst de» Staat»oberhaupl» uud dürfte wohl auf seinem Posten au»- harren. Die vereinigten Staaten souueo sich vorläufig noch tu ihrer Rolle al» Sieger, aber die Summen wehreu fich doch beträchtlich, welche gegen eine Expanfionspolittk der Washiutouer Regierung auftreten. Sowohl auf Cuba wie auf den Philippinen dürften die Amerikaner noch viele Schwierigkeiten zu überwinden haben. Freilich wird ihueo der Dollar twmerhtu da» Werk etwas erleichtern, jedoch müssen fie fortgesetzt mit dem Fanatismus Gomez' uud Agutualdos rechnen. Im Orient hat fich tmLaufe der letzteu Woche nichts Erhebliches zugetrageu. Prinz Georg von Griechenland ist auf de« Wege nach Kreta uud bereitet fich auf die Erwiderung der Begrüßuugsrebea vor. vielleicht muß er fich etue dauernde englische Garnison auf der Insel gefallen lassen, wenn die bezügliche Nachricht der »Daily «all* stimmt und die übrigen bethrtligten Mächte N chts dawider haben. (xx) Ltebeswerbeu. Mao schreibt den ^Münchener Neuesten Nachrichten" unter« 14. Deeember au» Pari»: Gott sei Dank, daß unser deutscher Michel ein solider uud bei allem Kraftbewußtseiu bescheidener Bursche ist, sonst könnte er jetzt leicht über deu Strang schlagen, von London und Part» wird er gelockt. Zwei Damen auf eivmal werfen fich ihm au deu Hal» und sonderbarer Weise stad e» gerade Diejenigen, die th« bisher a« ärgsten schmollten. I« Leben der Völker geht e» manchmal wte tu deu Ro«aueu der Marlirt: AuS de» Ueberwaß de» Hoffe» erwächst dte Liebe. Nur wird die Weltgeschichte für keto Garreolaubeupubliku« geschrieben uud braucht nicht dafür zu sorgen, ,bafc fie fich kriegen*. Fragt fich auch, wte wett die Abfichteu der Werbertnueu ehrbar find und ferner, ob eine Verbindung, selbst wenn fie vor dem europäischen Siande»awte geschloffen würde, daueru könnte. Am meisten fällt gewiß die Pariser Liebiswnbuvg auf. Jale» Lemottre, einer der glänzendsten Schriftsteller Frankreich», hat fich tu den Kopf gesetzt, etue deutsch-franzvstsche Allianz durch rtneu Preßfeldzug zu erwirken. Paul de Eaffagnac tritt ihm zur Bette. Man denke fich deu chau- vintsttscheu Hetßsporn, der tm Jult 1870 deu Krieg gegen Deutschland forderte, nicht wegen der Hohevzolleru Eandidatur, dte da schon aufgegebea war, sondern weil Frankreich da» ganze linke Rheinufer al» rechtmäßigen Befitz beanspruchen müsse! Jetzt ist er bereit, selbst auf Elfaß-Loihrtugen zu verzichten, wenn Deutschland fich nur zu einem Bündniß mit Frankreich hergibt. .Selbst mit dem Teufel müßten wir uu» verbünden, um nicht auf dte Stufe von Spanien hinab- zufiuken", fo ruft der Jourualtst, der fich selber al» deu glühendsten Ehauvtnisteo bezeichnet. Da» klingt beinahe unheimlich. Solche Ltrbe»gluth kann nicht gesund sein. Sie hat etwa» hysterische- und beruht tu der That auch auf Zustäuden, die in den Bereich der Pathologie fallen. Etuerseit» rühren fie von der Enttäuschung her, die Frankreich bet setner letzteu Liebschaft mit Rußland erlitten hat, wie manchmal der Schwerz um ein verlorene» Lteb die Seele am leichtesten für etue neue Leidenschaft empfänglich macht. Anderfeit» ist die tödliche Kränkung hiozugekommru, welche dte Franzosen von (Srglanb erlitten. Sie fühlen fich zurückgefioßen von der Sette, der fie vor zwei Jahren noch ihr BÜuöoiß für den Fall eine» Kriege» mit Deutschland anboten. Zugleich tritt dte Empfindung hervor, daß fie um Ihrer selbst Willen keine Liebe mehr erweck-u. Das tst dte bittere Folge der letzten Erfahrungen. Deshalb lassen fie vor unfern Augen eine Mitgift blinken: den Verzicht auf Elsaß Lothringen. Sollte uu» da» wirklich nicht reizen? Ganz vergeblich scheint das Ltebrswerben nicht zu sein. Da» „Evenement" veröffentlicht heute ein Interview mit dem Reichstag»abgeordoeten Otto Ahrendt, der dte Anficht au»- sprtcht, daß dte gewaltige Mehrzahl de» deutschen Volke» de« Tag, an welchem Frankreich dem Deutschen Reiche ,dte Hand biete, al» einen Tag der Erlösung begrüßen werde. Ueber- dte» werden dte sraozösischeu Liebe»werbvngen auch von deutschen Zeitungen, welche eine gewisse Autorität in au»» wänigen Fragen besitzen, mit freundlichem Ernst behandelt. Da» hat seine Berechtigung- denn auf freundliche« Fuße der Nachbarschaft wünschen wir jedenfalls mit Frankreich zu leben. Anders stellt fich dte Frage iw Hinblick auf ein formelle» Bündniß. Der Verzicht ans Elsaß-Lothringen kann uns nicht retzeu, da er ein Gut betr fft, das uns nach allen Regeln des Völkerrecht» augehört. Der fraozöfischen Liebe ober trauen wir um so weniger, je plötzlicher und heftiger fie jetzt ausbricht. Sie kommt an» einen kranken Gewüth. Wer bürgt un» dasür, daß fie nicht wieder iu da» Gegentheil um» schlägt, sobald fich Fraokretch wieder frisch uud munter fühlt? Wer bürgt dafür, daß ein formeller Bundesvertrag, selbst weuu er zu Stande käme, gehalten würde? Der Präsident der Republik? Der kann über vierzehn Tage schon nicht mehr da sein. Da» Ministerium? DaS wechselt noch öfter. Die Dtputirkeokammer? Ihre Meinungen schlagen in fünf Minuten um, wie dte Geschichte oft gezeigt hat. Nehmen wir noch den günstigsten Fall an: Frankreich wäre un» jahrelang treu uud folgte einer festen R chtschnur auswärtiger Politik — was thatsächltch seit 27 Jahreo nur tu einer einzigen Hinsicht gescheheu ist, nämlich int AulagontS- «ns gegen Deutschland — so käme es doch gerade tu de» Fall, wo da» Büadntß fich bethätigeu sollte, auf die augenblicklichen Interessen und Lannen der Volksvertretung an, ob un» dte versprochene Hülfe zu Theil wird. Iu Frankreich hat fich noch kein Parlament ein Bew.ffeu daran- gemacht, frühere Beschlüsse zu verleugueu. Bo vrrnöchteu wir beim besten Willen den Tag, an welchem die Franzosen un» dte Hand reichen würden, nicht al» Tag der Erlösung zu begrüßen. Jede» Bündniß mit Frankreich wäre für uu» eine Selbsttäuschung. Besser al» eine zweideutige Allianz bleibt immer noch eine ehrliche Gegnerschaft, bet welcher jeder Theil weiß, woran er tst. So unbehaglich die Franzosen uu» manchmal auch geworden find, leisten fie nn» doch einen trefflichen Dienst: Sie hindern un» dte Rüstung abzulegen, dte wir, wenn nicht gegen fie, so doch gegen Andere brauchen. Sie machen e» nn» unmöglich, nn» in Schlafrock und Pantoffeln zu verweichlichen. Ein junge» Reich, da» fich mit Gewalt seinen Platz in der Welt geschafft hat, muß gerüstet bleiben nab darf sich durch keine Liebschaft den Harnisch abschmeicheln laffen. Daher gilt eS Vorsicht, selbst wenn die französischen Anträge nuferem Wunsch entsprächen, den LtebeSwerbuogen, die uu- von England herüberkommen, ein Schnippchen zu schlagen. ______________________________________________ Deutsche» Reich. Berlin, 16. December. Wie eine parlamentarische Lorrespondenz erfährt, werden im Etaat-miutsterinm Erleichterungen für den Bezug de» russischen Petroleum» gegenüber dem Wettbewerb de» amerikanischen Petroleum» erwogen und ist eine bezügliche Vorlage für den Buodr»rath in Aa»ficht genommen. Berlin, 16. Deeember. Bezugnehmend auf die Meldung der „Vosstschen Zeitung" schreibt die „Norbd. Allg. Ztg.": In Regterungskretsen ist nicht da» Geringste von einem Gegen» satze zwischen Herrn v. Köller und dem StaatSministerium bekannt. Die preußische Regierung werde im Landtage für die von Herrn v. Koller in Nordschle»wtg verfolgte Politik unumwunden eintreteu, wie e» denn Überhaupt keinen Augenblick zu bezweifeln gewesen sei, daß der Oberpäfident von Schleswig-Holstein bet seinem thatkräftigen deutschen Borgehen die Regierung sowohl wie den weitaus größten Thetl de» deutschen Volke» hinter fich gehabt habe. Berlin. 16. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Preffe beschäftigt fich in letzter Zett mehrfach mit Verhandlungen, die über Herstellung der hiefige« Producten- bürse stattfiaden sollen. Dabet begegnet man tu einigen Zeitungen der Bemerkung, daß „Verhaublungeu" in dieser Angelegenheit von vornherein auSficht»lo» sein würden. Wir vermögen dieser pessimistischen Auffaffung nicht betzupflichten, glauben vielmehr, daß e» bei einigem Entgegenkommen von beiden Setten nicht unmöglich sein würde, unter voller Wahrung der gesetzlichen Bestimmungen eine den wohlverstandenen Interessen aller Bethetligten entsprechende Lösung zu finden. — Der Ständige Au»schuß des Deutsche« Landwirthschaftsrath» hat über die sogenannte Fleisch- noth eine Erklärung beschlossen, worin es heißt: „Der tirfere Grund für die Behauptung einer Fleischuoth in diesem Jahre muß in den durch die veränderten Verhältnisse im Vieh- und Fleischhandel verursachten Schädigungen der Viehhändler und Fleischer gesucht werden. — Eine weitere Oeffnuug der deutschen Grenze zu Gunsten der Einfuhr von lebendem Vieh darf im driugeudsten Juten sse einer wirksamen Bekämpfung der Viehseuchen und im vitalsten Interesse der geficherten Fleischversorguug unseres Volkes auf keinen Fall zugelaffeu werben. Auch muß aus demselben Interesse gefordert werden, daß die Einfuhr von Fletschproduceen unter eine strenge hygienische Controlle gestellt wird." Paris, 16. December. Ein Stück Colonialpolitik beschäftigte am Donnerstag die Deputirtenkammer. Zur Be- rathung steht die Anleihe von 200 Millionen Franken zum Bau von Eisenbahnen in Indo-China. Die Anleihe wird von der Regierung von Indo-China verbürgt. Die Vorlage ist als dringlich erklärt. Plichon (Rechte) bekämpft die Vorlage, weil die Arbeiten kein Interesse für Frankreich hätten. (Cassagnac unterbricht den Redner: „Wir wollen unser Geld zur Herstellung von Kanonen und zum Bau von Schiffen behalten.") Der Gouverneur von Indo- China, Doumer, erklärt, Jndo China verlange lediglich, eine Anleihe von 200 Millionen mit seinen eigenen Hilfsquellen aufzunehmen. Die finanzielle Lage Indo-Chinas sei gut; das Budget weise Ueberschuß auf. Eisenbahnen seien ein Mittel zur Entwicklung und zur Macht. (Beifall.) Der ganze Gesetzentwurf, welcher den Bau von 6 Eisenbahnen forderte, wird zuletzt fast einstimmig angenommen. London, 16. December. An der Besserung deS britisch-rnsfischeu Verhältnisses wird weiter ge- arbeitet. Der rusfische Flnanzcomtmffar in London, von Tatischew, hob bei einem Festmahl oer „Anglo Taueafian Oil Company" hervor, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und Rußland bildeten eine wesentliche Bedingung für den Weltfrieden. Zur Befriedigung gereiche eS ihm, daß die maßgebeudeu Persönlichkeiten in England zu einem freundschaftlichen Einvernehmen mit Rußland riethen. Wenn in zwei Jahren die Abänderung des deatich-rusfischen Handelsvertrages, der Grundlage für die Handelsbeziehungen Rußlands mit Europa gekommen, dann könne England feine Wünsche aufsetzen in dem Vertraneu, daß die rusfische Regiernug sie in sorgsame Erwägung ziehe. Tatischew befürwortete sodann die Betheiligung englischen Kapitals an den rusfischen Handelsunternehmungen und erklärte, der rusfische Finanzminister Witte lege großen Werh ans die Befestigung der gegenwärtigen guten Beziehungen. — AuS diesem Kapitalbedarf für die wettere wirthschaftliche Erschließung de» ungeheuren Zarenreiche» erklärt sich die zur Schau getragene Friedensliebe seiner amtlichen Ftnanzkreise allerdings zur Genüge. Algier, 16. December. Der ab gesetzte Bürgermeister Regi» wird demnächst seine Versammlungen in den verschiedenen Stadtvierteln wieder aufnehmen. Infolge dessen ist man auf heftige Austritte gefaßt. Cacales rrnd provinzielLe». • «orttagseur» für praktische Lavdwirthe. An dem vom 4. bi» 7. Jaunar 1899 Seiten» ve» Hessischen Landwirth« schaftSrath» zu Gießen abzuhaltenden Bortragscurse für praktische Landwirthe werden folgende Vorträge gehalten werden: 1. Ueber Erfahrungen auf dem Gebiete de» Zuckerrübenbaue» und der Zuckerfabrtkation von Geh. Regteruugsrath Professor Dr. Maerker-Halle. 2. Lande»- mlturaufgaben von Landesculturrath Dr. Klaa».Darrn- stabt. 8. Reue Erfahrungen auf dem Gebiete de» Kartoffelbaue» und de» Brennereibetriebe» von Geh. RegierungSrath Professor Dr. Maerker-Halle. 4. Ueber die Grnndrechte von Geh. Hofrath Professor Dr. Thaer-Gießen. 5. Fortschritte auf dem Gebiete der Schweinezucht von Geueral- secretär Dr. Kir st ein-Berlin. 6. Fortschritte auf dem Gebiete der Seuchenbekämpfung von Professor Dr. Winkler- Gießen. 7. Staatliche und corporative Maßnahmm zur Hebung der Viehzucht von LandeSthierzuchtinsprctorDr. Bogel- München. 8. Electricität in der Laudwirthschaft von Ingenieur Lorn ar z-Nürnberg. 9. Geplante Maßregeln zur Förderung de» Ackerbaue» von Geueralseeretär Da. Müller- Offendach a.M. 10. Düngungsfragen und verfuch»wirthschaft von Geh. Hofrath Professor Dr. Wagner - Darmstadt. 11. Fütterungsfragen von LandwirthschaftSlehrer Dr. G r a e f e- Groß Umstadt. — Außerdem werden einzelne kurze Vorträge von praktischen Laudwiriheu über Einrichtungen und Erfahrungen ihrer eigenen Wirthschaft gehalten werden. — Der BortragSeur» dürfte demnach außerordentlich interessant werden und vielseitigen Wünschen entsprechen. Wie wir vom Burean de» Hessischen Landwirthschaftsrath» zu Offenbach a. M. erfahren, find bereit» jetzt schon zahlreiche Theiluehmerkarten gelöst worden. /^Ruppertenrod, 15.Deeember. Dem hiesigenGendarmen Dörr gelang es, in Ermenrod eine Zigeunerfrau zu verhaften, welche zu der Ztgeuuerhorde gehört, die den bekannten Urberfall bei Wettsaaien ausgeführt. Entweder ist die Verhaftete die Frau, welche diejenige der anderen Horde so brutal mit Säbelhieben zurichtete, oder fie ist die Frau de» au» der Haft zu Homberg Entsprungenen. Für letztere Annahme spricht, daß die Frau nur mit einem Kinderwägelchen auf brm Zuge war, offenbar, um den Flüchtling aufzusuchen. Da» Ktndrrwägelchen ist dasselbe, welche» zu der Baude der Angreifer gehört. Wie au» den beschlagnahmten Papieren der verhafteten hervorgeht, find die angegebenen Namen der damals Verhafteten meist falsch. Die festgenommene Zigeuner- frau wurde in da» Gefänguiß zu Alsfeld verbracht. Daß 1$ unter den Zigeunern Arme und Reiche gibt, ganz fo wie bei den anderen Standen, zeigten die Wagen einer dieser Tage hier durchziehende« Truppe. Diesen Wagen, wie auch der Kleidung ihrer Befitzer sah man e» au, daß fie fich besser standen, wie ihre überfallenen StammeSgenoffen. Echzell, 15. December. Herr I. Horst blickte am 15. November d. I. auf eine 25jährige Thätigkeit al» Zuschneider im Hanse C. F. Schwarz Söhne hier zurück, welchen Anlaß dir Firma benutzte, ihm ihre Anerkennung in besonderer Weise zu zollen durch ein auf deu 10. d». Mt». verschobenes, wohlgrlungene» Fest. Namens de» Geschäft» wurde drm Jubilar eine schöne goldene Taschenuhr überreicht. § Bad-Nauheim, 16. December. Heute traf ein Schreiben Katserl. Oberpostdtrecton Darmstadt betreff» Errichtung einer zweiten Postanstalt dahirr auf Großh. Bürgermeisterei ein, worin die Errichtung einer solchen abgelehnt wurde, dagegen eine Vergrößerung de» jetzigen Gebäude» geplant ist, resp. sollen in der Nähe de» letzteren noch Räume gemiethet werden, um dem vorhandenen Bedürfniß zu genügen. Darmstadt, 16. Deeember. Gestern machte die Polizei einen glücklichen Fang. Seit geraumer Zeit wmde die Wahrnehmung gemacht, daß Sendungen, welche bei der GÜterexpedition der Main-Neckar-Bahn hier eintrafen, an ihre Abrrssaten thetl» in defektem Zustande unter Entwendung von Werthgegenständeu, und thetl» gar nicht znr Ablieferung kamen, vielmehr auf unerklärliche Weise verschwanden. Nachdem gestern wieder auf der Güterexpedition ein Koffer erbrochen vorgefunden wurde, lenkte fich der Verdacht de» Diebstahl» auf einen Bahnarbeiter, der in der Nacht Dienst hatte. Eine bei demselben hierauf gestern Nachmittag vorgenommene Durchsuchung seiner Wohnräume lieferte da» überraschende Resultat, daß die mit der Durchsuchung betrauten Polizeibeamteu ein großes Waareulager, bestehend in Herren- und Damevkletdern, goldenen und filberueu Schrnncksachen, wie Ringe, Armbänder, Broschen u. s. w., vorfanden. Der Dieb, em feit mehreren Jahren bei der Bahn bediensteter verhetratheter Mann, wurde sofort in Haft genommen. A«- -SA fUy Mt Vor 28 Jahren, am 18. December 1870, wagten es zwei badische Brigaden bei Nutts südlich von Dijon den Feind in überlegener Stellung anzugreifen. Nach einem erbitterten Kampfe traten die Franzosen am Abend einen fluchtähnlichen Rückzug an, das Kampffeld nebst 700 unverwundeten Gefangenen in den Händen der Sieger lassend. Vor 156 Jahren, am 19. December 1742, wurde in Stralsund der namhafte Chemiker Karl Friedrich Wilhelm Scheele geboren, der Sauerstoff und Chlor entdeckte. Bekannt ist das Scheele'sche Grün (arseniksaures Kupferoxyd) mit schöner, aber giftiger Farbe. Scheele starb am 21. Mai 1786 als Apotheker zu Köping. Vermischtes. • Der Winter. Man schreibt der „Fravkf. Ztg." au» Brüssel vorn 15. d».: Au mehreren Stellen in der Umgegend von Brüssel hat man bereit» Maikäfer gefunden - eine Folge be» ganz außergewöhnlich milden Winter». — Au» der Schweiz wird berichtet: Auf den Bündner Brrg- Pässen werden folgende Schneehöhen verzeichnet: Flüelu 63 Centtm., Albula 165, Ossenberg 160, Julier 155, Maloja und Bernina 210. Auf dem Splügen und dem Bernhardt« liegt noch mehr Schnee. — Au» ArchangkelSk, 13. b». Mt». wird gemeldet: „Nachdem hier in der letzten Zeit noch eine Temperatur von 2 Grad Wärme geherrscht hat, trat gestern plötzlich eine Kälte von 30 Grad Reaumur ein. ♦ Frankfurter BolkSgasthans. Im ersten Stock be» Hause» Nr. 19/21 bet Neuen Kräme in Frankfurt a.M. wurde am Donnerstag Abend ein volksgasthan» eröffnet, da» nicht nur eine Wohlfahrtseinrichtung, sondern auch eine längst ersehnte Reform bedeutet, weil in diesem Hause da» Trinkgeld für AufwSrter und Aufwärterinnen streng verpönt sei« soll. Es handelt sich um ein Raffte« und Speisehan» namentlich für HandlungSgehülfen, Handluugsgedülfinneu und Lehrlinge. Zur Elössnnng hatte die Gesellschaft für Wohl- fahrtSeiurichtungen, die in Gemeinschaft mit dem Institut für Gemeinwohl da» Unternehmen leitet, eine Anzahl Gäste geladen. Herr Schmal begrüßte die Anwesenden. Das Mit» tageff en wird, wie überhaupt alle Darbietungen, zu einem möglichst niedrigen Preise geliefert,- e» soll nur 35 und 55 Pfg. kosten. Die Räume find für Herren und Damen getrennt. 8» soll da» neue Institut auch erzieherisch wirken, insbesondere für die Mädchen, denen Gelegenheit geboten ist^ hier Abend» zu weilen und fich mit Handarbeiten, Lektüre usw. zu beschäftigen. Pfarrer Battenberg sprach der Gesellschaft den Dank der Gäste aus und wünschte dem Unter- nehmen Blühen und Gedeihen. Profeffor Dr. Kamp sprach im Namen be» Frankfurter Bezirk-Verein» zur Bekämpfung be» Mißbrauch» mit geistigen Getränken seine Befriebigung über da» eröffnete Hau» au». Sein Verein, bet bi» jetzt seine Mittel an bie Centralstelle abgesührt habe, wiffe jetzt, wo er sie hier anlegeu könne. In bem neuen Han» ist Niemand zum Trinken gezwungen, auch ist für alkoholfreie Getränke gesorgt. Deu Gästen würbe heute Gelegenheit gegeben, fich von bet Güte der zu verabreichenden Speisen, wie fie jeden Tag in gleicher Weise abgegeben werden, zu überzeugen. Die Räume selbst find einfach, aber freundlich ausgestattet und bieten einen gemüthltcheu Aufenthalt. Franks. Ztg. * Wem gehört der Montblanc? Diese Frage, so schreibt man der „Franks. Ztg." aus Genf, scheint sehr leicht zn beantworten, aber eS ist thatsächlich nicht der Fall. Beweis dafür, daß die Gemeinden Chamonix, St. Gervais und Houche» in diesem Moment fich mit Hartnäckigkeit da» Eigen- thumSrecht auf der savohischeu Seite streitig machen. Seit 1730 bi» auf unsere Tage gehörten die bewaldeten Parti«» und die Weiden be» Berge» den genannten Gemeinden. Der Rest — und baß ist so ziemlich der ganze Montblanc — war herrenlose» Gut — aa» dem guten Grund, weil der Boden bet höhet gelegenen Partiten unproductiv war und weil, wenn et auch anbaufähig gewesen wäte, man einige Mühe gehabt hätte, ihn zu katastrite«. Tempora mutantur V — heute haben bie Dinge ein ganz andere» Geficht. Die Zahl bet Touristen wächst von Tag zu Tag, man hat im Laufe der Jahrzehnte Sennhütten gebaut, bann Herbergen, Hotels, PhotographrnatelierS, Pav.llon», Observatorien- Schutzhüttm und Eisenbahnen. Jetzt rücken die genannte» drei Gemeinden auf den Plan, und jede von ihnen, die in der sich mächtig entfaltenden Frewdenindustrie eine unerschöpfliche Einnahmequelle fleht, nimmt den Berg für fich in Anspruch. Reklamationen, Protrstationen, Streitereien, end» lose Schreibereien find bie Folgen bieser Jagd nach dem Schnee- und Eismasfiv, da- zu besitzen vor 100 Jahre» Niemand bie geringste Lust verspürte. Da fich bie Gemeinde« nicht verständigen konnten, mußte die Entscheidung der Verwaltungsbehörde angerufen werden. Hier ist nun der Punkt, wo die Affaire interessant wirb. Die maßgebenbeu Persönlichkeiten in Savoyen find in nicht geringer Verlegenheit, wem fie ihr Votum zuwenben sollen, und auf welchen Ge- setzesparagraphen man fich berufen soll. Sie haben dann schließlich — nicht» gethan. Ihr Bescheid ging dahin, man wirb sehen, wir werden uu» mit bet Sache befassen unb sie gründlich studiten. Bi» dahin habt Geduld unb haltet den Status quo aufrecht! — Ein weise» Wort l * Siu mebiciuifcher Skandal gibt heute viel zu teben und wirb demuschtt bie Gerichte beschäftigen. Vor zwei Jahre« mußte fich eine junge Frau einer gefährliche« Operation unterwerfen, die von ihrem HauSarzte mit einem seiner AmtSbrüder vollzogen wurde. Die Patientin fühlte fich aber nicht geheilt nnd wandte fich wieder an den Arzt, der ihr erklärte, fie leide an einer Cystengeschwnlst unb fich anheischig machte, bieselbe durch eine zweite Operation zu entfernen. Die Frau vertraute fich aber lieber den Chirungen be» Hospitals Saint LouiS an, die ihr abermals ben Leib aufschnitten und ein Just' ument vorfanben, eine 25 cm lange Sonde, bie bei bet ersten Operation vergessen würbe. In Folge dessen wurde bie nunmehr Genesene gegen die beiden Aerzte klagbar, die sich vielleicht, da die Chirurgen deS Hospital» sie nicht belasten wollen, hätten auSreden können, wenn nicht ein Beweis, den einer der Chirurgen vom rein technischen Standpunkte der medic nischen Acabrmie mitiheilte, in bet Untersuchung gegen fie zeugte. Zwar behaupten fie noch immer, da» Vorhandensein deS Instruments im Uniedeibe ihrer Patientin fei mit keinerlei Lebensgefahr verbunbev gewesen, zumal eS mit Nickel überzogen unb aseptisch zubereitet war- allein fie werben einer Berurtheilung wegen fahrlässiger Behandlung kaum entgehen unb im besten Falle ihre Clientel einbüßen. Da betbe mittellos fein sollen, fo gehen fie einem fichern Ruin entgegen. Gediegenste Weihnachtsgabe! Soeben erschien: fjjESCHlCHTE DER MUSIK IM UMRISS von Heinrich Adolf Köstlin, o. ö. Professor a. d. Univ. Giessen. Fünfte, vollständig neu bearbeitete Ausgabe. Preis Mk. 8.—, eleg. geb. Mk. 10.— „Ein gediegenes Förderen gsmittel musikalischer Bildung u. musikalischen Interesses. Feinsinnig sind die geschieht!. Zusammenhänge u. die Beziehungen der mueikaL Entwickelung zur allgem. Kulturentwickelung berücksichtigt.“ von REUTHER &. REICHARD in BERLIN W. 9. Verlag • h)t|[ I» i.. * HÄ ** 1 Tlsellk^ r. E» unfr *4 Ä*i?* i Hl inL ™ a«i«tii «tot MLZ ML habt, toiffe jkht, te0 „ ß?M'^ »tart S • Jl«W 8t|tb(n, e“b" **/ Wi Ht jtbtn J iEnzuliku. Die rsttllvdllih anigtfatut uab "halt. Franks, ßtg. M Fragt, so sWK ®enL Ichckt sehr lticht in 4 der gav^r VMfat - dm guten Trvnd, »eti bei hitktn unpiobuctii war uni , j gewesen wäre, man einige falten, Tempora mutantur! n ganz anbe«S Gesicht. Die n lag zn Lag, man hat in Hin gebaut, bann Herbergen, Pavillons, Observatorien, Fetzt rücken die genannten und jede von ihnen, die in Frewdeniudustlte eine nner« , nimmt den Berg sür sich in otrstalionen, Streitereien, tnb» Zolgen dieser Zagd nach bei in 6#n vor 100 Jahren pfote. Da sich die Gemeinden gtt dir Tntscheidmg der ver- irden. Hier tst nun der Punkt, ed. Die mahgebenden Persb«' g nW Mf# |,ta, mt °°I «* * >rufen M » «" R, »ifttl» »>°« * *2 «it d„ 6-t‘6‘fKt to । HM Geduld und haltet w weises Wort! im Albt heute viel zn tedv “0t ® jbient Hansalzit nj if< von ih«m v ¥atltnt(l lzogr» »* *(b(t y, ten mb ®flcb L^D&engeW®111^ be ^^.MdeuShirüngt» ttöeMuV landen.rineNm > jirurgen W v ,|ö S ' ;eu kijaoro, Staub' *"L ^er W rwie mttihrtlte/ «^'"V niebuubtn 6{1* benM^LfA mbercM ® ' n und astpM “ 8> i (ein soll", M’ IlSlSS LrLW reich^ 12118 Bahnhofstrasse 29. Bahnhofstrasse 29. Rind, // Neu! Metallputztinktur Neu! “ dor; gj Parfümerie 12437 Specialität: Veilchen-Parfüms. 12399 IÄ- Weihnächte-Ausatellang. 12431 Ml dlrrllcirtmimini u uiptrlilmcii lirliiinntinadjiinßeii 11 8 8 1 1 1 1 1 1 1 1 1 8 2 1 1 Flasche, für lange Zeit ausreichend, 50 Pfg. 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Schön, lange Jahre unbekannt wo abwesend, wird bei dem unterzeichneten Amtsgericht eine jetzt etwa 900 Mk. betragende Einlage bei dem Spar- und Vorschubverein Alten-Buseck curatorisch verwaltet. Auf Antrag des Curators Heinrich Forbach von Alten-Buseck ergeht an Johannes Benner, sowie an Alle, welche von deffen Leben oder Tod Kunde haben, hiermit die Aufforderung, dem unterzeichneten Gericht spätestens b':» zum 4. März 1899, Vormittags 10 Uhr, hiervon Nachricht zu geben, des- gleichen werden die nächsten 23er- wandten des Benner, sowie alle sonstigen Personen, die Ansprüche an das ftagliche Vermögen bilden zu können glauben, aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte spätestens im obigen Termin anzumelden und durch den Nachweis ihrer Erbeneigenschast zu begründen, widrigenfalls der Johannes Benner für tobt erklärt und das fragliche Vermögen den fich meldenden (und dem Gericht bekannten) in bunten Gravüren und Photographien. Sectkellerei J. Oppmann Actiengesellschaft Würzburg. Empfehlen unsere Sectmarken in trocken, halb trocken und süss. Vielfach prämiirt mit gold. Medaillen und höchsten Auszeichnungen. ■W“ Zu haben in den bekannten Niederlagen. 12400 Christbaumschmuck in größter Auswahl. Lametta und chkasverzierung. Chriftbauw-Schnee flammenfickere, imprägnirte, blendend weiße Wolle. (Schönste Zierde der Christbäume.) Christ bäum Ständer practischste aller bis jetzt erschienenen Arten, sowie drehbare, Weihnachtslieder spielende, empfiehlt 12238 J. H. Fuhr, Sonntnflra^ 25. Wööet-Wagazin AugMmann 89 Settersweg 89. 12417 M. Hof-Wenzel Bahnhofstraße 33, fkparfltnrrn nnb Ukbersiehkn -er Schirme prompt und billigst. Bekanntmachung. Wilhelm Philipp Boller von Lang-Göns und deffen Ehefrau Katharine geb. Luh haben durch Vertrag vom 3. August 1898 vereinbart, daß fie künfttg in vollständiger Gütertrennung leben wollen. Gießen, 9. December 1898. Großh. Amtsgericht. Schmidt. 12421 Partie Spr u und sonstige Oeconomiegeräthe. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstraste 2 Angebot der Arbeitnehmer: 1 Bäcker, 1 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Sattler, 1 Schlosser, 1 Bau- oder Möbelschreiner, 1 Kellner, 10 Taalöhner, 1 Fahrbursche, 6 Hauöburschen, 1 Haushälterin, 1 Flickfrau, 1 Schreibgebülfe. Slachfrage der Arbeitgeber: 1 tüchtiger Spengler oder Installateur nach LuSwärlS, 1 Sattler, 2 Bauschlosser, 1 Schmied, 1 Schuhmacher, 2 Bauschremer, 8 HauSburschen, 1 Taglöhner, welcher mit Pferden umgehen kann, 1 Kutscher zu einem Landarzte, 2 Dienstmädchen im Alter von 15 ob. IS Jahren, 1 Laufmadchen, 8—10 AuSripperinnen, 6 Lumpensarttrerinnen. Lehrlinge r 1 Bäcker, 1 Barbier, 1 Buchbinder, 2 Glaser, 2 Lackirer, 1 Mechaniker, 2 Sattler, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner.____________ Bleichsucht — Nervosität — Verdauungsstörungen. PUulae roborantes Selle, organisch-animalisches Eisenpräparat, die In Ihren Verbindungen nicht gestörten Salze des Blutes und dos Fletechsaftes enthaltend. Drei Pillen entsprechen 2 Gramm Blut und 1 Gramm fettfreiem Muskelflelscn. Von ausgezeichneter Wirkung bei allen Krankheltserschclnungen, welche durch nicht normale Blutbildung veranlasst werden. — Herr Dr. Zac h arl as schliesst seine Kritik In der medicinlscbon Zeitung: „Meinen Herren Collegen kann ich nicht dringend genug die Verordnung der Pilulae roborantes Sei e anrathen. — Nach Orten, In welchen die Pilulae roborantes Selle nicht zu haben sein sollten, postfrei zu Originalpreisen von der privileirijrten Apotheke in KoHteu, Provinz Posen, zu beziehen, & Schachtel 1,50 M. tiiewsen, Depot: Pelikan-Apotheke. Würzburg: Rosen-Apotheke. Als besonders schöne und willkommene Weihnachtsgeschenke empfehle Bilder mit und ohne Rahmen von den billigsten Oeldruckon bis hochfeinsten Kunstblättern. Reizende Neuheiten Otts /toehsfäihjr —— Kunst- und Rahmenhandlung Giessen Ki«drr-I«-rMeilie Franz Eyserbeck 61 Bahuhosftraste 61. 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Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submisstonsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungenliegenin unserem AmtSlocal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Mittwoch bett 4. Januar 1899, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift porto- ftei an uns abzugeben. ZuschlagSsrist drei Wochen. Gießen, den 17. December 1898 Großherzogliche» Hochbauamt. Neuling. 12425 Alleiniger Fabrikant: 12366 W. Kllbinger, Inhaber der Löwen-Drogerie in Giessen. Bekanntmachung. Die diesjährige General-Versammlung hat uns aus den Ueberschüffen pro 1897 einen Betrag zur Verfügung gestellt, um auch im nächsten Sommer wieder eine Anzahl armer scrophulöser Kinder tu der Kinderheilaustalt zu Bad-Rauheim unterbringen zu können. Es werden deshalb alle diejenigen Bewohner de» Sparkaffe-Bezirks Gießen, welche solche kranke Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung tst ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es ist nicht ausgeschloffen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weUere Kur bewMigt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeisterein ersuchen wir, uns die einlaufendm Meldungm mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Wir bemerken noch, daß Kinder unter 3 Jahren und Knaben über 14, Mädchen über 15 Jahre nicht ausgenommen werden können. Gießen, den 6. December 1898. Directiou der Tpar- und Leihkasse Gießen. I. E.: Wiener. 12402 □OOOOOOOOOOOD Frau B. Petter | Keöamme. § Neuenweg S, o 8. Stock. 124410 OOOOOOOOOOOOD Zu bevorstehenden Feiertagen empfehle: Sherry, Malaga, Ananas-Punsch, Antillen-Rum-Punsch, Jamaica-Rum-Punsch in Vi und Vi Flaschen, Weiß- unb Rolhlveme Otto Scheel, Weinhandluna. Bahnhofstr. 50. In allen Preislagen: gtolintn Kögen a*- Fulmenol gesetzlich geschützt Ist das beste Putzmittel der Welt schmiert nicht wie Putzpomaden und putzt Blech, Messing, Kupfer, Nickel, Silber etc. überreichend schnell spiegelblank. Schirm-Fabrik-Nitderlage Großartige Auswahl von Neuheiten in: Herren- und Damen- Schirmen «erden wird. I Gießen, den 14. December 1898. | Großh. Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. 12405 Ditte achten Sie auf meine Schaufenster. 55 HevMMM Allste Musbiitz 5, Mallchlw- nnh Ms-miiarH Fkiicrionlrs- in größter Auswahl und billiasten Preisen bei 12438 Otto Scheel, Bahnhofstraße 50, C' arren- und Weinhandlung. 5 Koch wacher 5 Kerrku- und vameu- Remontoir-Nhrri! mit tzoldrnsd von 15 Mk. an. Dumeu-Ikmontoir-Nhrkll in Gold von 25 Mk. an. Nickkl-Wren von 10 Md. en. Sämmtliche Uhren werden bei mir abgezogen und genau geprüft, sowie zwei Jahre Garantie geleistet. 12419 Alice-Schule. Die Weihnachtsarbeiteu der Schülerinnen werden Tonntag de» 18. und Montag den 19. Deeember im Schullocale Morgens von 10 bis 1 Uhr uno Mittags von 2 bis 4 Uhr ausgestellt und findet auch Ausstellung der Kochschule statt. 99 Du neue Kögel-Smsns beginnt den 5. Januar 1899. 12295 Der Vorstand. Malserische Stiftung in Gießen. Die Lieferung de» Bedarfs an Back', Fleisch- und Speeerei- waaren, sowie an Milch pro 1899 soll im Submissionsweg vergeben werden. Bedingungen können eingesehen und Offerten abgegeben werden bis zum 21. I. Mts., Gartenstraße 11. p. p. Den Bewohnern von Giessen die ergebene Anzeige, dass wir gesonnen sind, Ende Deeember oder Anfangs Januar einen einmaligen, ganz der Neun eit entsprechenden _ Tanz-Lehr-Curs nebst Unterricht in Aesthetik in feineren Familienkreisen zu eröffnen, d. h. besonders für geschlossene Privat-Gesellschaften. Gestützt auf eine vorzügliche akademische Ausbildung der Tanzkunst können wir einem Jeden der uns Beehrenden im Voraus schon die Versicherung geben, bei vornehmster Lehrmethode in rascher Zeit gründlich das Tanzen zu erlernen; auch ist unser Bestreben, unsere Schüler nicht allein im guten, sondern auch im graziösen Tanzen auszubilden. Unser nach der leichtfasslichen Weise zu erlernender Unterricht umfasst alle Rund-, Contre- und sonstige Gesellschaftstänze. Ebenso alle feinere Neuheiten von Hof-, Salon- und Charactertänzen, z. B. Gavotte, Menuetts, Rococoquadrille, Puppenfee, Pierotts, Ungarische, Steirische, Spanische etc. etc. Gleichzeitig übernehmen wir das Einstudiren aller Character- uni Nationaltänze zu Aufführungen bei Festlichkeiten und sonstigen Anlässen, unter Zusicherung des besten Erfolges. Unterricht auch an Private auf Wunsch in der eigenen Wohnung. 12398 Dr. Grein. 12422 6'/, Taschentücher Hause. Kirchenplatz 3. in den Seiden Sälen des Steins Saalöau IMBmsissesaMmimsssmm Lederwaaren: Gegründet 1866. 11144 Perm Leistungen Mieigeluche Weihrmchtsbefcheerung armen hiesigen Kindern 1. Weihnachtsfeiertage W Anfang Abends 7 Uhr j wufvil 11 • V V»• j UU | Wunsck mit Pension, per 1. Jan. zu Derrn. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Mansardenwohnung, schöne, freie Lage. 4 Zimmer, 1 Cabinel, Küche mit Wasserleitung, abgeschlossener Vorplatz, per sofort oder später zu vermiethen. 10044 Wilh. Reiber, Bahnhofstr. 63. Seltersweg-Plockstrasse. 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Wohlgeboren mit einer gefl. Anmeldung bedacht zu werden und werden wir das in uns gesetzt« Vertrauen in jeder Weise rechtfertigen. Gefl. Anmeldungen erbitten schriftlich ast. unsere Adresse oder auch in der Papierhandlung Markt Nr. 1. Feierabend für Lehrlinge. Sonntag den 18. Deeember 1898, Abends 6y4 Uhr: Verein Jugendfreund. Zu seiner diesjährigen, Sonntag den 18. d. Mts., Abends Stkdacnsa. <. »urfljerbt — »nid uuÄ Jkriafl »tr vrübl'scheu urI Steindruckerri (Pietsch «rbcuj ;n 12298] Scheuer, Pferdestall und Remise zu vermiethen. g-ranksurterstraße 40. *££• Aackzuthaten ü zur feinen Bäckerei empfiehlt in allen Sorten in seit Jahren anerkannter bester Qualität billigst 11713- Emil Fischbach. Gießen, den 15. Deeember 1898. 12393 Der Administrator ILaden in allererster Lage der Stadt nebst Zubehör und kleiner Wohnung sehr preis- werth zu vermiethen 12301 Näheres bei S. «atz, Agent. Weihnachts-Feier. Man bittet die Vereinsabzeichen anzulegen. 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