MSrz. . 2790 Md Mim, NiNug, nimmt entgegen Ier? Nordanlage 81 T. >« 8'/« Uhr : »r Dr. Stamm: °»sj°hr 1848. Der Vorstand. izT >cnds 8% Uhr: Bwle des Caft Leib, lt. Karte. im. ker Vorstand. anz. Präeis 7 Uhr: iterhattung mvimsckt. Der Vorstand. V UbetiM 8 Ufr, ammlung . u. tz., in i>er Mh- Jtitgliebti Hittick eingt- -abhör. 2) Dividenden. 2808 : RaaLwlor^, en "** ME L(t«n diÄ 01 tt» e nur «-b * Nr. 65 Zweites Blatt. Freita« de» 18. März 1898 Grscheinl täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener As»mitie»vtätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohru Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. «»ahme von «»zeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und AuSlande- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Anrts- und Anzeigsblutt füv den Tkveis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen, Fernsprecher Nr. 51. «edaction, Expedition und Druckerei: Och»rgraße Nr. 7. Zur Lage im Innern. Der wirihschaftliche Ausruf und die Bewegung, welche er hervorgrrufen hat, geben Veranlassung, einmal einen kurzen Ueberblick auf die innere Lage zu werfen, welche treffend durch die Vorbereitungen, welche zu den ReichSragSwahlen bereit- aller Orten in Scene gefetzt werden, illustrirt wird. Wir haben schon früher auSgesührt, daß der Wahlkamps nicht um politische Interessen allein, sondern hauptsächlich um solche wirthschaftlicher Natur geführt werden wird, und so sehen wir denn, daß Parteien, welche in politischer Beziehung einander gegenüber stehen, tn einen Ausgleich zu treten suchen, um sich über wirthschastliche Fragen, welche ihnen gemeinsam von Werth find, zu verständigen. Darauf ist auch der viel« genannte wirthschafrliche Ausruf bafirt, brr den Miquel'schen Ruf zur „Sammlung" praktisch verwirklichen will. Vielfach ist die Möglichkeit einer Politik der Einigung angezweifelt worden- aber bei reiflicher Ueberlegung kommt man doch zu dem Schluß, daß fie vorhanden ist, ja daß fie unter allen Umständen erreicht werden muß. Wenn man erwägt, daß die erwerb-thätigen Stände die Mehrheit der Nation bilden, so muß man zugrben, daß die Jntereffen dieser Stände einen hervorragenden Anspruch darauf haben, bc« rückfichtigt zu werden. Bisher ist da- nicht in genügendem Maße geschehen, weil die productiven Stände fich nicht zn- sammengeschloffen hatten, durch politische Rückfichten getrennt waren und einer gemeinsamen Vertretung in den gesetzgebenden Körperschaften ermangelten. Daß eine Jnterrffengemeinschaft vorhanden ist, wurde bi-her vielfach verkannt, und man wollte nicht zugeben, daß, wenn ein WirthschaftSzweig unter der Ungunst der Zeitverhältniffe leidet, bald auch die anderen in Mitleidenschaft gezogen werden. Herr v. Miquel hatte die- erkannt, weshalb er dringend zur Sammlung aufforderte, von der er eine Betheiligung vieler hervorgetretener Uebel erwartet. Ehe seinem Rufe Folge geleistet wurde, ist eine geraume Zeit vergangen- wir hatten wohl die Rede gehört, aber uns fehlte der Glaube. Erst jetzt mehren sich die Anzeichen dafür, daß das Ber- ständniß deffen, was Miquel im Auge hatte, fich auf immer weitere Kreise überträgt und daß der Gedanke der Jntereffen- solidarität aller productiven Stände mehr und mehr Ausdruck findet. Die Gegensätze zwischen Industrie und Landwirthschaft wurden bisher als so unüberwindbar dargestellt, daß man annehmen mußte, die eine habe neben der anderen keinen Raum. Auch hierin ist eine bemerkenswerthe Wandlung eingetreten, die hoffentlich auch einmal zu einem vollständigen Ausgleich der Gegensätze führt. Industrie und Landwirthschaft müffen in Deutschland neben einander bestehen. Werden die Jntereffen der ersteren derartig vernachlässigt, daß fie dem Ruin nahe gebracht wird, so erhält auch die letztere einen Schlag, von dem fie fich nur schwer wieder erholen könnte. Unsere Industrie ist heute so hoch entwickelt, daß ihr die sorgsamste Pflege gebührt, daß jede Vernachlässigung dem ganzen Vaterlande zu großem Schaden gereichen würde. Aber auch betreff- der Landwirthschaft bricht sich immer mehr die Ueberzeugung von dem Vorhandensein einer Roth Bahn. Hervorragende Industrielle hatten die- öffentlich anerkannt und vielfach ihre Mithülfe zur Beseitigung der Nothwge in Aussicht gestellt. Da» ist ein erfreulicher Beweis dafür, daß da- Bedürfniß nach einem Ausgleich der wirthschafilichen Gegensätze schon in weite Kreise gedrungen ist. Wenn wir un» fragen, we-halb denn diese Erkenntniß erst jetzt kommt, so müffen wir antworten, daß die Fraktion-- intereffen, das Ueberwuchern derselben, einem Zusammengehen aller productiver Stände bisher noch hemmend entgegenstand, daß hochpolitische Fragen allein daS Jntereffe in Anspruch nahmen, daß die wirthschaftlichen Dinge ganz in den Hintergrund gedrängt wurden. ES ist ersrenlich, daß endlich der Versuch gemacht worden ist, ans diesem Gebiete Wandel zu schaffen. Denn, wohlgemerkt, eS bleibt immer erst ein Versuch, und die kommruden Tage müffen lehren, ob er gelingt. Ein heißer Kampf steht Deutschland in diesem Bommer bevor, deffen AuSgang heute noch nicht übersehen werden kann und der jedenfalls den Anfang bildet einer neuen Aera des Ausgleich» auf wirthschaftlichem Gebiete, eines Zusammengehens aller erwerbSthätiger Stände. Möge diese neue Aera dem Gesammtoaterlaude zum Segen gereichen! (xx) Deutsches Reich. Berlin, 15. März. Dem Reichstage ist ein Gesetzent« Wurf über die electrischen Maßeinheiten zugegangen. Derselbe bestimmt in seinen Hauptparagraphen folgendes: § 1. Die gesetzlichen Einheiten für elektrische Messungen find daS Ohm, das Amper und das Volt. § 2. Da- Ohm ist die Einheit de» electrischen Widerstandes. E- wird dargestellt durch den Widerstand einer Quecksilbersäule von der Temperatur des schmelzenden Eise», deren Länge bei durchweg gleichem, einem Quadratmillimeter gleich zu achtendem Querschnitt 106,3 Zentimeter und deren Masse 14,4521 Gramm beträgt. § 3. DaS Amper ist die Einheit der electrischen Stromstärke. ES wird dargestellt durch den unveränderlichen electrischen Strom, welcher bei dem Durchgang durch eine wässerige Lösung von Silbernitrat in einer Secimde 0,001118 Gramm Silber niederschlägt. § 4. Das Volt ist die Einheit der electromotorischen Kraft. ES wird dargestellt durch die elektromotorische Kraft, welche in einem Leiter, dessen Widerstand ein Ohm beträgt, einen electrischen Strom von einem Amper erzeugt. —Nun folgen die Bestimmungen über die gewerbsmäßige Abgabe elektrischer Energie, die amtliche Prüfung und Beglaubigung elektrischer Meßgeräthe durch die physikalisch-technische Reichsanstalt rc. Berlin, 15. März. Von vertrauenswürdiger Seite gehen den „B. N. N." aus Ostafrika Mittheilungen zu über neue Unruhen im Wahehe-Lande. Danach hat der Häuptling Merere sich mit 80000 Mann gegen die deutsche Verwaltung erhoben, von denen eine beträchtliche Anzahl mit Hinterladern bewaffnet ist. Renner de» Landes geben zu, daß die Wahehe-, mit denen fich Merere verbündet haben soll, so viele Leute leicht znsammenbringen können, lieber den Grund des Aufstandes wird nichts gemeldet, doch liegen Mittheilungen von anderer Seite vor, daß am Nordufer de- Nyafla unter den Ronde ernstliche Unruhe an-gebrochen find. Der Stationschef von Langenburg, Hauptmann v. Elpon», ist auf einem Zuge von mehreren Taufenden Ronde umringt worden und soll ohne Weitere- von den Waffen Gebrauch gemacht haben, wa- unter den Ronde große Aufregung hervorgerufen hat, die vielleicht ihr Nachbar Merere benutzen will. Die „B. N. N." meinen hierzu, daß dieser Aufstand dem Gouvernement vorau»fichtlich viel zu schaffen und zur Aufbietung der ganzen verfügbaren Schutztruppe zwingen werde. Berlin, 16. März. (Wiederholt.) In der heutigen Sitzung der Budget-Eommission de» Reichstage- gab Staats- feeretär PosadowSky die Erklärung ab, die verbündeten Regierungen würden der Aufnahme der folgenden Paragraphen in da- Flottengesetz zustimmen - sosern die Summe der Ferrilletoir. Aua grweihtrn Landen. Von Karl Böttcher. (Origtnalberichi unseres Special-Correspondenten). (Nachdruck verboten.) VII. Eine Weinprobe in Bethlehem. Bethlehem, 28. Februar. AuS dem klugen Geplärr eine» Schwarms bädeker- bewaffneter Touristen, welche ihrem herunterzuhetzenden Reise- Plan gemäß ganz Jerusalem in drei Tagen abwachen, rette ich mich herüber nach Bethlehem — in die Atmosphäre blühender Mandelbäume, schöner Frauen, herrlicher Weine. Kaum daß ich eintrete in die stillen Straßen de» ge- weihten Städtchens, eir-trete wie in eine religiöse Idylle — o, manch' dunkeläugige Ruth, manch' feurige Rahel, manch' anmu-hige NoZmi schreitet hier in stolzer Haltung durch die engen Gaffen! Bethlehem ist eben berühmt wegen seiner schönen Frauen, berühmt auch wegen seiner kunstvollen Perlmutter- und Olivenholzarbeiten, welche von davonziehenden Pilgerschaaren in alle Welt verbreitet werden. Und — unter vier Augen sei'- gesagt — wer in Jerusalem eine tüchtige Amme braucht, bezieht sie am liebsten au- Bethlehem. Im Weitergehen läuft mir ein fröhlicher Gedanke durch den Kopf, wetterleuchtet frische Heiterkeit im Herzen. Ich erinnere mich, daß ich vor Kurzem drüben auf der terraffen- umgürteten Anhöhe einen Weinberg kennen lernte und einen wundersamen Weinkeller mitten drin. Hei, ein Besuch da eben — da» wäre etwa» ! So entzückende Gegenden es in der weiten GotteSwelt auch geben mag — ein richtiger Weinkeller nimmt eS aus mit jedem, Sonnenuntergang in den Alpen, mit jedem Au-druch de- Besuo», mit jedem Meeresbuchten. m , Und erst mein Bethlehemer Weinkeller! Es ist eine alte, in freiem Feld gelegene, in Felsen gehauene, ganz marode Cysterne, die mit der Majestät eines Weinkeller» betraut wurde. O goldene Zeit, wo man den Wein in Cysternen einquartirt! Wenn fich diese Üppig aufschießende Cultur so weiter verbreitet, verwandelt man noch die StaotSgesäugniffe in Aufternsalou» und die Polizeibureau- iu Elementarschulen für Höflichkeit. Wahrend ich die röthlichrn Höhen de» Weinbergs empor- steige, erstrahlt die Himmelskuppel im klarsten Vergißmeinnichtblau. Nur manchmal segelt ein verlorenes Wölkchen, kaum größer als daS Fürstenthum Reuß, darüber hin. Sonst Alles in grellster Februa-beleuchiung des jäh erwachenden orientalischen Lenzes. Balsamische Luft erfrischt daS Herz, verscheucht verdrossene (Stimmung und reizt die Tanzbeine — balsamische Luft, welche da- von unten herauftönende feierliche Geläut der GebuttSkirchr weit hineinträgt in» sonnenvolle Land. Jetzt mehr thalaufwärt» durch aschfahles Steingeröll, zerrissenes Grklipp und tiefe, anheimelnde Einsamkeit. . . . Sobald ich mich umwende — ganz unten, schwer beschattet von dichtstehenden Diibenbäumen, da» saftgrüne „Feld der Hirten", unweit davon da» „Feld der Ruth" und auf fernen Höhen die würfelartigen Steinmassen kleiner arabischer Dörfer, völlig eivgepackt in da- stlbergrau schimmernde Geäst von Feigen- und Olivenbäumen. Und weit drüben die uralte, weiße, in der Richtung nach Jerusalem ziehende Straße, jetzt von meiner Phantasie mit jenen biblischen Gestalten belebt, welche einst diesen nach einer Paßhöhe langsam aufsteigenden Weg entlang pilgerten: Abraham mit seinem Sohne Isaac, nm ihn aus dem Berg Morija zu opfern, Maria und Joseph und die drei Waisen au» dem Morgenlande. . . . Und in meinem Kopfe summi'S wie Weihnacht-lieber. Inmitten frischkeimender Rebstöcke werde ich von einem sonnenverbrannten Arader mit dunkelroihem Fez auf dem Kopf und kurzer, blauverschnürter Jacke empfangen. Er ergreift ein schlanke- Sp.tzglaS — ober nicht zu klein — sowie einen dünnen, schlappigen arabischen Kuchen, der an den Lederbesatz einer Reithose erinnert und hin geht'- durch lockere» Erdreich nach dem einsamen Weinkeller. Zehn Minuten später stehe ich mitten unter einer Masse weitbauchiger Fässer, die ich rasch mit den Namen der zwölf Apostel taufe. Meiu Araber hat 02» verschiedenen — e- mußten besonder- „Petrus", „Jacobus" und „Thomas" hcr- halteu — glänzende Tropfen herausgehoben, in Flasch u gefüllt und fich dann schweigend entfernt. Nun mutterseelenallein in weihevoller Weinpracht, tn welche durch ein Loch de» eingebrochenen Gewölbe- der leuchtende Himmel hereinstrahlt. Da» einsame Kosten beginnt ... Ohl . . . Hm! . . . Hui! . . . Alle Wetter, daS schmeckt! Ich schnalze mit der Zunge, während die Hand behaglich die Brust hinunterstreicht. Ja, hier wird ein königlicher, goldener Schluck gekellert- hier könnte eine weindurstige Kehle eine Ewigkeit vor Anker liegen. Begeistert hebe ich da- GlaS und rufe hinein in die Einsamkeit: „Profit!" und von der Steiowand her kichert da-Echo: „Profit!" P ötzlich erinnere ich mich meiner Manuskripte. Schwupp — ziehe ich da- Papier au- der Tasche. O, die Gedanken rennen, jagen, fliegen, überstürzen fich in meinem poefievollen Bethlehemer Traumwinkel! Wie man in guten Tagen doppelt genießt, wenn man dabei schlechter Zeiten gedenkt, so erhöht fich für mich der Genuß dieses Bechlehemer gleich einem flüssigen Sonnenstrahl im Glase funkelnden Wein-, sobald ich mich jetzt der hochedlen Zunft der Weinpanscher erinnere. Was aber auch diese Menfchensorte zuweilen zusammenbraut: Wein, welcher nach säuern Rofinen riecht und beißt, daß man erst den armen Magen löthen möchte- Wein, der nach Leder schmeckt, nach verbranntem Gummi, ja direkt nach wildem Thier - Wein, dessen Genuß einer Gefängnitzstrafe gleichkommt- Torturwein, nach welchem ein Verbrecher sofort gesteht- Wein, bei dem ein alter Gaul au-schlägt, wenn man ihm etwa- davon auf den Schwanz gießt- Wein, der einer flüssigen Injurie gleicht- Wein, so hundsmiserabel, als stamme er von Weinbergen in Hinterpommern. Doch wa- ist da»? Ich entdecke in einem Mauerwinkel eine schwerverstaubte Flasche, ach, so verstaubt, man könnte in diesen Staub mit einem Streichholz gleich ein Gedicht fortdauernden und einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung in einem Etatjahre den Betrag von 116,525,594 Mk. übersteigt und die dem Reiche zufließendeu eigenen Einnahmen zur Deckung de- Mehrbedarfs nicht au-reichen, darf der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der den Massenverbrauch belastenden indirecten Steuern gedeckt werden. Graf Posadow-ky erklärte weiter, sämmtliche Bundesregierungen hätten erklärt, wenn neue Steuern zur Deckung de- Mehrbedarfs nothweudig würden, Bedacht darauf nehmen zu wollen, daß dabei die stärkeren Steuerkräfte heraugezogen würden. ttandwirthschaftl. Winke n. Rathschläge. Maß thut der Larrdwtrth in dem Monat Marz? Von Dr. E. Agricola. (Nachdruck verboten). K, 0. Gewöhnlich tritt schon Anfang dieses Monats wärmeres Wetter ein. Sobald dann der Boden hinreichend abgetrockaet ist, beginnt die Feldarbeit. Meist am besten ist es, wenn im Frühjahr nicht mehr gepflügt zu werden braucht, sondern wenn die zu bestellenden Felder im Winter in rauher Furche dem Froste ausgesetzt blieben. Durch letzteren find die Schollen zerkleinert und läßt sich daun leicht durch Trimmer, Exstirpator und Egge eine günstige physikalische Beschaffenheit des Ackerboden- Herstellen. ES kommt noch hinzu, daß der Frost nicht unbeträchtlich zur Aufschließung der im Boden ruhenden mineralischen Nährstoffe beiträgt. Immer wird aber die Pflugarbeit im Frühjahre nicht zu vermeiden sein, um so mehr, al- ja die weniger arbettSreichru Wintermouate zum Ausfahren des Dünger- benutzt werden, der nunmehr untergepflügt werden muß. Die Pferdebohnen find gewöhnlich die erste Frucht, die im März bestellt wird, weil diese am wenigsten empfindlich ist gegen evenr. noch später eintretendeu Frost. ES folgt dann Gerste, Hafer, Erbsen, Wtckrn, Rorhk.ee u. s. w. Die Wiesen darf mau in diesem Monat unter keiner Bedingung wäfferu, weil dadurch die veketation zu früh autbricht und die dadurch getriebenen jungen und empfindlichen Pflanzen leicht durch Spätfröste leiden. Bei dem Abgänge de- Schnees müffen die Gräben auögeräumt werden. Wiesen, die im Winter mit Compost befahren ^fiud, werden bet anhaltend trockenem Wetter imrchgeeggt, damit fich die Composterde ordentlich mit der Erde unter der Wiesenuarbe mischt. Auch auf stark vermoosten Wiesen ist da- Eggen zur Vertilgung des Mooses angebracht. Das auSgeeggte MooS muß aber sorgfältig zusammengerecht und entfernt werden, weil e- andernfalls wieder leicht Wurzel faffen kann. ES wird daffelbe am besten zur Eowpostbereituug oder zum Einstreuen verwendet. Auch die Futterfl Sch en auf dem Felde, besonder- die Luzerne, werden nun mit scharfen Eggen kreuz und quer bearbeitet. Die Pferde erhalten nun wieder ihr volles Futter. Wenn, wie in diesem Jahre, der Hafer im Berhältniß zu anderen, im Nährwerth gleichen Futtermitteln sehr theuer ist, so kann derselbe zweckmäßig bi- zur Hälfte durch Bohnen, Mai-, Erdnußkucken u. dgl. ersetzt werden. In neuerer Zeit werden besonders auch getrocknete Biertreber empfohlen. Zur Ausführung der Fütterung fei bemerkt, daß da- Kraftfutter stet« trocken verfüttert werden muß und zwar mit einem 2—21/2 Ctm. lang geschnittenem Häcksel. Heu zu schneiden, wie es vielfach empfohlen wird, ist nicht zu empfehlen. DaS Heu muß vor jeder Mahlzeit verabreicht werden. Würden wir daffelbe nach dem Kraftfutter verabfolgen, so würde daffelbe bet dem verhältuißmäßig kleinen Magen de- Pferde- au- diesem, ohne genügend ver daN» zu sein, verdrängt werden. Au- demselben Grunde muß auch da- Tränken vor Verabreichung der Futterratiou erfolgen. Da- Rindvieh erhält in diesem Monat da- Futrer wie in den vergangenen Monaten. Der Rest der Hackfrüchte wird nun verfüttert, weil nun die Gefahr de- Verderben- besonder- groß ist. Zugochsen verabfolgt man jetzt etwa- Kraftfutter, damit sie für die Feldbestellung kräftig find. schreiben. Wie jetzt von dieser alteh,würdigen Flasche der Pfropfen aus dem Halse fliegt, wie es hinein in- Kelchglas gluckt, rubinrorh gleich einem Kirchenfenster und blumen^uftig wie ein ganzer Maientag — da sehe ich gründlich ein: die schönste Beschäftigung auf dieser Welt ist doch das Wein- probtren. Mein Gott, darf solch herrlich aufrührerischer Tropfen überhaupt existtren in einem Polizeistaat! Jetzt erhalte ich sogar Besuch in meiner Idylle. Hunde, die mir bei meinem Betreten des Weinberg- in aufpraffeln« der Wuth zähnefletschend entgegeuknurrten, besuchen wich nun in schwanzwedelnder Verfassung. Dazu will der Tag zu Rüste gehen. Ich trete hinaus in gottvollster Stimmung. Dort hinter der Bergwand der Steinwüste dufteten vor grauen Zeiten die üppigen Gärten de- König- Salomo — jetzt sonnenversengte Hügel mit wett deroorstehendeu, wie vom Meer verwaschenen Felsen. ... Da hinten vor dem blauen Moabitergebirge düstrrt da- Tobte Meer — zum Kuckuck mit all den tobten Seelen, die keinerlei Fröhlichkeit im Leibe haben! ... Da drüben ragt vom Oelberg her, au- der Nachbarschaft der Himmelfahrtscaprlle, der schlanke Ruffeuthurm empor - zum Teufel mit bureaukrattichen Geistern, die nicht den bescheidensten Aufschwung kennen! . . Da unten liegt wie ein schönes Gedicht da- abrndsonueum- glühte Bethledem — zum Henker mit den armseligen Gesellen, welche solche Poeste nicht empfinden! Inzwischen erglänzt Bethlehem in immer neuer Pracht. Einen solch effektvollen Sonnenuntergang wie die-mal hat er fich bei meinen verschiedenea Anwesenheiten noch nicht zu- gelegt. Nur einige etwas schwärzlich angehauchte Wölkchen versuchen, fich jüberflüssigerweise hereinzudräugen. Lasten wir sie drängen! Sobald fich der Erdboden öffnet und der Schnee fort ist, werden bei schönem Wetter die bt-her eingedeckten Weinst öcke aufgezogen. Nach dem Aufziehen erfolgt da-Räumen, d. h. man hackt die Erde ring- um den Stock aus und schneidet die Wafferwurzeln eine Hand breit von der Oberfläche ab. Die höchste Zeit ist nun, den Weinstock zu beschneiden. Auch die zwei- bi- dreijährigen Reben, die bereit- gewurzelt haben, können nun versetzt werden. Die besten Reben werden während de- Räumen- und Schneidender Weinstöcke zu Ablegern in die Erde gebracht. Dat Federvieh wird zum Brüten stark angesetzt. Ganse und Enten werden noch im Stalle oder auf dem Hofe gefüttert. Die Eier der zweijährigen und größten Gänse hebe man an einem kühlen, aber nicht zu kalten Orte zum Brüten auf. Der Imker gebe Acht, daß eS an nichts mangelt, da die Brut im Stock in diesem Monat viel verbraucht. Da- Flngloch halte man noch klein, einerseit- der noch häufig auftretenden Spätfröste, aber auch der Raubbtenen wegen. Gegen Ende de- Monat- beginnt die speeulative Fütterung. Bolksschwachen Stöcken muß abgeholfew werden. Soll die Wohnung der Bienen gewechselt werden, so ist nun Zeit. Die Fischerei hört mit der Laichzeit auf und man besetzt nun die Teiche mit dreijährigen Samen und Karpfen- setzliugen. In der Hofwirthschaft wird der Rest de- vorrath- au-gedroschen und die auf dem Schüttboden aufgespeicherten Früchte fleißig umgeschaufelt. E- ist letztere- besonder- wichtig als Borbeugunz-mtttel gegen den schwarzen Karuwurm und die Kornmotte. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein müffen die Schüttböden gelüftet werden. Keimende Kartoffeln aus Keller und Miete werden am besten an einen recht trockenen Raum gebracht, um dem KeimungSprozeß Einhalt zu thun. Gegenstände der Jagd find jetzt nur Auer- und Birkhähne, bei denen die Balz angeht, Haselhühner, wilde Enten und Gänse, Schnepfen, wilde Tauben und Lerchen. CscoUs unb prwhtjieKw. Mieten, den 17. März •• Die Ueberuahme de- Heilverfahrens durch die Alters- uud Jnvalidttäts-Bersicherungs-Anstalten kommt von Jahr zu Jahr mehr in Gebrauch. Im Jahre 1894 betrug die Zahl der solchermaßen unterstützten Versicherten 2286, im Jahre 1895 schon 4037 und im folgenden Jahre 6950. Die Kosten des Heilverfahrens find von über 255000 Mk. im Jahre 1894 auf über 1 253000 Mk. im Jahre 1896 gestiegen. DaS Heilverfahren ist nicht ohne bedeutenden Er- folg geblieben, von den 6950 Personen, die im Jahre 1896 in Behandlung genommen wurden, find 1859 geheilt und 2355 an ihrem Gesundheitszustände so weit gebeffert, daß fie den im § 9 de« Alters- und Invaliditäts-Versicherungs- gesetze» festgesetzten Mtndestverdienst erreichen können. WaS speciell die an Lungenschwindsucht leidenden Kranken betrifft, so wurden im Jahre 1896 von 2436 solcher Kranken 513 geheilt und 596 wurden so weit gebeffert, daß fie die gesetzliche Mindesterwerbtfähigkeit erlangt haben. •• Giftige Pfeifen. Die amtliche „Straßb. Corr." macht darauf aufmerksam, daß seit einiger Zeit ein ziemlich umfangreicher Handel mit Metallpseifen getrieben wird, die einen gesundheitsschädlichen Bleigehalt ausweisen. Zumeist sollen diese Erzeugnisse an- dem AuSlande stammen. TheilS finden fie als Signalpfeifen, vorwiegend im BerkehrSgewerbe, im Eisenbahnbetriebe, sowie bei Jagden Verwendung, theilS find sie zu ttiuderspielzeugen bestimmt. Neuerding- bilden sie namentlich eine sehr beliebte Beigabe zu Knabenanzügen. Wie vorgenommene Untersuchungen ergcbrn haben, enthalten manche dieser Pfeifen bis zu 86 Procent Blei, während nach sachvrrständiger Aeußerung ein Gehalt von 10 Proeent Blei, wie ihn da- Gesetz über den Bekehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen, vom 25. Juni 1887, für Eß', Trink- und Kochgeschirr sowie für Flüsfigkeitsmaße äußersten Falls erlaubt, al- die höchste zuläsfige Grenze auch hier zu betrachten ist. Eine Warnung gegen den Gebrauch von Nun feuerwrrkert da- anmmhige Städtchen geradezu mit seinem Farbenzauber. Jetzt die Häusermaffen im vollsten Glanz der scheidenden Sonne . . . jetzt eine intensive Herrlichkeit, al- wolle eß jeder elektrischen Beleuchtung der W?lt Concurrenz machen . . . jetzt mildverschleierte Lilafätbuag gleich einem schüchternen Beilcdenbouqaet . . . und jetzt Häuser und Thürme eine starre, kalte Steinmaffe wie eine abgetakelte Schöne. — — Das Abendroth auf all den ringsum aufsträubenden Höhen verglommen. Sacht wandelt die Däwrnrrung über Berg und Thal, und allerhöchste Zeit wird- für mich, den Weinberg zu räumen. Noch einmal trete ich zurück in die Weincyfterne, Ich fülle da- Spitzgla- mit altem Goldtrank au- dem breitreifigen Faß „Johanne-", welche- getauft ist nach dem Apostel der Liebe. Mit kräftigem, im Gewölbe wiederhallendem „Profit dem Guten, Wahren, Schönen!" wird daS Glas zum Lebewohl hinabgestürzt. Do oft ich bei meinen Fahrten über Länder und Meere auch Abschied nehmen mußte — am schwersten war immer der Abschied von Weinkellern. Wie ich jetzt zögernd durch den Fel-spalt emporkrieche, ertönt auf einmal vom Thal herauf weiche- Horngeschmetter. E- ist der Pfarrer von Bethlehem, der au- dem „Trompeter von Säkkingen" mir in- Herz treffend herauf bläst: „Behüt Dich Gott, eS wär so schön gewesen — " Vorbei die weinfrohe Herrlichkeit. Ein torkelnder Laternenanzünder mit seiner Leiter begegnet mir, al- ich auf den einsamen Straßen Bethlehems heimwärts schreite. Metallpfeifen, die 'einen so gefährlichen Bleizusatz enthalten, erscheint am Platze. •• Sehr treffend schreibt da- „Mainzer Tagblatt": I« Hessischen Landtage hat sich der Gebrauch eingebürgert, daß jede Meiullug-äußerung eine- Abgeordneten von fünf bis sechs „Nachrednern" in einer Form bekräftigt wird, der man da- Prädicat „kurzweilig- höchst selten beizulegen geneigt ist. Wir bestreiten nicht, daß diese Gepflogenheit unseren Land- boten insofern einen Bortheil bittet, al- fie jedem von ihnen, selbst demjenigen, der mit Mose- sagen muß: „Ich habe eine schwere Zunge!" die Möglichkeit gewährt, seinen Namen von Zeit zu Zeit im heimischen Wochenblatt gedruckt leien zu können. Ob aber die Gesammtheit der Wähler verständniß genug für diesen Nutzen besitzt, ob sie nicht vielmehr wün cht, daß die Herren fich nicht allzusehr in DktailS terltercn und die Rückficht auf- Ganze nicht ihren Kirchthurm-'ntereffen unterordnen, wollen wir dahingestellt fein laffen. Da- hessische Staatsbudget sollte von der Zweiten Kammer eigentlich bereit- erledigt sein. Aber noch klebt die Volksvertretung an dem Juftizetat, deffen Specialberathung am Mittwoch begonnen wurde. Drei Tage lang wogte die Redeschlacht bei der Generaldebatte, und wenn man die Wirkung prüft, welche diese« rednerische Ringen auf die Wohlfahrt de- hessischen Volke- ausgeübt hat, dann kann man fich de- ketzerischen Gedanken- nicht erwehren, daß da- gleiche Resultat auch in viel kürzerer Zeit zu erzielen gewesen wäre. Man scheint auch in der Kammer die Nothwendigkeit eines flotteren Fortgang- der Verhandlungen einzusehen. Da- beste Mittel, den Stoff rascher zu bewältigen, haben die Abgeordneten selbst in der Hand. Sie brauchen fich nur in rednerischer Hinsicht jeve weise Beschränkung aufzuerlegen, in der fich, nach Goethe, erst der Meister zeigt. ** Die hessische Schulbehörde hat angeordnet, daß bei der am 4. April an den Lehrerseminarien Bro-Heim, Alzey und Friedbergbeginnenden Aufnahmeprüfungen, soweit hierzu Leute zugelaffen find, die seitherige Stärke d-.r Semlnarklassen verdoppelt wird. Die Klaffen sollen im nächsten Jahre eine Durchschnittszahl von 40 Zöglingen haben. Diese Maßregel hängt mit der neuen Verordnung, betr. Militärdienst der volk-schullehrer, zusammen. Bom Jahre 1900 ab sollen nämlich die Aspiranten de- Volk-« schullehramts zu einjähriger Militärdienstzeit heraugezogen werden. Der dadurch im ersten Jahre entstehende Ausfall au SchulamL-candidaten soll nun durch Vermehrung der nächsten drei Jahrescurse ausgeglichen werden. In Preußen find an fast sämmtlichen Lehrerseminarien Parallelcurse eingerichtet worden und zwar ebenfallr au- angeführten Gründen. Hierbei dürfte wohl interesfiren, daß an den Seminarien alljährlich vor Abgang der Abiturienten Umfrage gehalten wird, wer von der Vergünstigung des einjährig-freitrnlligen Militärdienstes Gebrauch machen wolle. Da- bi- jetzt in allen Staaten erzielte Resultat ist ein sehr geringe-, denn von sämmtlichen Abiturienten der Lehrerseminarien find eß höchsten- 5 biß 10 pCt., welche den einjährig-freiwllligen Dienst wählen. — Allendorf a d. Lda, 16. März. Der heutige Fr Ü h- jahr-rnarkt, einer der besuchtesten der hiesigen sechß Märkte, war ziemlich stark mit Schafen und Schweinen betrieben. Einjährige Hämmel wurden beisp el-weise 30 Paar ä 37 Mk. beisammen gekauft/ im Uebrtgen kosteten blef-Lben bi- zu 48 Mk. da« Paar. Bet den Schweinen war in Läufern da- Angebot bedeutend stärker, als die Nachfrage. Dieselben erzielten einen Preis von 60 bi- 100 Mk. per Paar, Ferkel einen solchen voa 20 biß 54 Mk. n. NiederFlorstadt, 16. März. Eia Act großer Roh« h ett wurde am vergangenen Sonntag Abend auf der Chauffee zwischen hier und Ober-Florstadt durch einige hiesige fange Burschen verübt. Dieselben übe fielen nämlich ohne jede Ursache drei friedlich ihre« Weges gehende, mit ihnen etwa gleichalterige Burschen von Ober-Florstadt und mißhandelten einen davon durch Fußtritte derart, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Die Mißhandlungen wären j.denfall- noch schwerere geworden, wenn nicht zwei Männer dazu gekommen wären. ES ist bereits Anzeige erfolgt und wird darum die Strafe nicht lange auf fich warten laffen. Mainz, 15. Mä z. Die Gendarmerie verhaftete heute früh in Rüsselsheim einen Streckenarbeiter, der dringend verdächtig ist, cm Sonntag Abend das bereits gemeldete Attentat gegen den Nachtzug Franksurt Mainz bei Raunheim verübt zu haben. Der Mann stammt an» der Rheinprooinz und ist erst kurzer Zeit bei der Bahn beschäftigt. Die Uuter- suchung ergab, daß bte quer über die Schienen gelegte Eisen- bahnschwrlle sehr wohl dazu beitragen konnte, einen Schnellzug zur Entgleisung za br'ngen. Der gefährdete Nochizug hatte in Raunheim angehalten. Bis zur Stelle, wo sich die Schwrlle befand, legte der Zag nur ca. 300 Mtr. zurück, infolge dtffen war die Geschwindigkeit noch mäßig und die Maschine konnte daS Hinderniß zermalmen. -n Wormß, 10. März. Der 60. CursnS der Wormser Brauerschule, diesmal von 40 Brauern besucht, wurde dieser Tage in zweckentsprechender Weise geschloffen, wobei die Prüfung der von den gegenwärtigen Besuchern der Anstalt erzeugten Probesude durch zwölf Fachgenofien von WormS und Umgegend stattfand. Die Anstalt, welche feit ihrem Bestehen die Frequenzzahl 2580 erreicht hat, kann sonach umsomehr mit Befriedigung auf ihre Leistungen zurück- blicken, da schon jetzt wieder zahlreiche Anmeldungen für den am 1. Mai dS. JrS. beginnenden SommercurfuS einge- lausen find. Vev-nischtes. * Coblenz, 15. März. DaS Schwurgericht verurtheilte die Angeklagten Held auß Eltville und Führ auS Nieder- breifig wegen Ermorduns des Oberaufsehers Rabe im (3t* fängniß zu Arlon zum Tode. sm KW M» rom vr 4 Sckl-rchrir Dar Fa! Sübniiifionswe jum 26. d. ® du unterzeichn gesehen werden Gießen Wir bri Friedhos in i 6 bis Abends weilenden ein Glockenzeichen Gieße betreffend Bis zum 'M- Die D liier Kündigu! ^mommen; t ns unserem B Zuverläff Mn üb’ M Närz s Gießen Legion i ochulgeld WM W K Nu bfi m Teeret S h 8 4* «et» Tu»? Kohlen ' Werur 9 ^racit, ' ^Liefer,» . ""lirtey ÄS *'N 18 X 5k bit tu 8'^2 «iÄ *&•" Ä. 24 Ä1 bt!t UAä S'j"«.'» «»?“111101« «ft ?z »**• g* ®« M° »onitter tigern^ br, bte ®olt8bettrtiune ) am Mittwoch btgowti ' ’JMWt bki btt ° 'km>S Plüft, welche M° tt -es Wfc der ketzerischev Ge. WM auch In blei «• Mau lchrlut auch l°tS stottneu Foltgautzi beste Mittel, den Stoff eordveteu leibst m btt Gerücht! Hiuficht jene bet fich, nach Goethe, Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteuftrahe S. v»«a«dot btt t 1 Anstreicher, 1 Zimmcrmaler, 2 Maschinenschlosser, 1 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 1 Gartenarbeiter, 1 Kistenmacher, 2 Taglöbner, 2 Waschfrauen, 2 Schlofferlebrlinge, 1 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, welches Näharbeiten verrichten kann, 1 Näherin, 2 Bureaugehülfen, 1 Schreibgehülfe. Ä»ihtnb ans der Lrr 1 / rrit ihnen etwa ' Die ,.7^nn nicht jtoei i, i1111 a"”" t» to»'1”«1"1 'J1”' «Itf !‘»11W1 6 * WiM* tut to Die rlostA ßat, Gießen, den 12. März 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________Gnauth.___________________2679 Bekanntmachung, betreffend: Die Hochwache auf dem Stadtkirchthurm. Bis zum 1. Mai l. Js. sind drei Thurmwartstellen zu besetzen. Die Thurmwarte werden auf unbestimmte Zeit mit vierwöchentlicher Kündigungsfrist gegen eine jährliche Vergütung von je 600 Mark angenommen; die näheren Bedingungen, die Diensteintheilung u. s. w. sind auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — zu erfragen. Zuverlässige, solide Personen wollen sich unter Beibringung von Zeugnissen über ihre seitherige Beschäftigung bis spätestens zum 2S. März ». c. bei uns schriftlich melden. Gießen, den 12. März 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen I. V.: Wolff. 26°0 Kunstgewerbeschule jti Cassel. Begiun des neuen Schuljahres am 13. April 1898. Schulgeld für das Sommerhalbjahr 20 Mark, für das Winterhalbjahr 30 Mark. Wegen des Programmes und der Anmeldeformulare wende man sich an das Sekretariat der Anstalt. 2782 Der Direetor: Professor C- Schick. t'll.nnntntuchuug. Kohlenlieserung. Für die Großh. chirurgische und ophthalmologische Universitäts-Klinik sollen für das Rechnungsjahr 1898/99 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden: [2713 1. Die Lieferung von ca. 2700 Ctr. Autraeitkohleu. 2. Die Lieferung von ca. 2600 Ctr. melirteu Kohlen. Die von Großh. Ministerium erlaßenen allgemeinen Bedingungen und die speciellen Bedingungen liegen aus dem Verwaltungsbureau offen. Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift v rsehen, sind bls zum 9. April d. I., Bor Wittags 13 Uhr, auf dem 23er waltungsbureau abzugeben. Die Zus chlagsfrist beträgt 4 Wochen. Gießen, den 9. März 1898. Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg. u. ophthalm. Univ.-Klinik. Bose.__________Vossius. Submission. Für die Großh. chirurgische und ophthalmologische Universitäts-Klinik soll für das Rechnungsjahr 1898/99 die Lieferung der Fleifchwaareu auf dem öffentlichen SudmissionS- roege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Verwaltungsbureau Nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen. Versiegelte und mit entsp echender Aufschrift versehene Offerten sind bis zum 24. d. Mts. auf dem erwähnten Bureau einzureichen. Gießen, den 14. März 1898. Großherzogliche Verwaltungsdirection der chirurgischen und ophthalmolog. UniversitätS-Klinik. 2757 Bose. Vossius. Versteigerungen. Holz-Versteigerung ill Gräflicher Oberförstern Faubach. I. Freitag ben 18. März d I. 1) im GselSkopf (Beginn Vormittags 10 Uhr bet der Welterbrücke daselbst«: 200 rm Buch«m-Scheiter, 70 rm -Brügel, 18 rm iS'öcke und -Reiserprügel, eine Buche (Schnittholz) von 33 cm Durchm uno 4 m Länge; hierauf in der ArpfelS- vcrch voraussichtlich von ll1/» Uhr an ausgeboten: 2) aus Brühl und Birke«: 2 rm Nadelholz-Nutzprügel, 23 rm Fichten- Schichtreii'er (Latten rc.), 43 rm Buchen- Rciferptügel, 87 rm Buchen- und Eichen Schtchtretser; 3) aus WeingstrlnerS- topft 3.3 rm FtchtkN-NutzprÜgcl, 74 rm Buchen-Reiservrügel; II. an demselbrn Tage ans dem Jägerhaus (Beginn voraussichtlich um L Uhr Nachmittags): 1) aus Thomas Hiegelr 250 rm Buchen-Stammprvgel Nr 1 — 106, 190 rm -Retservrügel, 3 rm Fichien-Lattenprügel; 12 Fichtenstämme (an der Lehmenkaute) mit 6,b9 cbm; 2) aus Kirchberg r 850 rm Buchen - Stammreiser (Schichten); drei Fichtenftämme — 3,13 cbm; 3) aus NatkardShauserr (längs der Horloff): 41 Gschea-Abschnitte von 15 bis 29 cm Durchm. — 8,24 cbm; 6,7 rm Eschen- Prügcl; 4) aus Schisfenbertzt ca. 8u rm Buchen-Lcketter und -Prügel 2- Klasse, 120 rm -Stöcke, 19 rm Fichten-Stöcke, 2,4 rm Fichten - Nutzprügel (Latten) ; ö) aus Gchmitthain Hoher Rain. Dnchyolz. Lingelbach und Langhecker ca. 30 rm abft. Buchen-Prügel, 20 rm Erlen» und Kirschbaum-Prügel, 24 rm obst. Buchen-Stammretser (Langhecke), 35 rm Fichten» und Lärchen-Nutzprügel (3 m lang). 50 rm Flchten-Nutzreiser (Latten und Bohnenstangen-, 27 Fichten« stämme von lo bis 32 cm Durchmesser — 11,45 cbm; 6) aus verschiedenen Distrikten des Reviers Gonterskirchen: Leöholz und Kohlretter flächenwetse — Die Fichtenftämme werden aus jeder Districtsabtheilung zusammen auS- l geboten werden, lieber das Holz unter Nr. I erthetll Forstwart Melchior» Gonterskirchen, über daS unter Nr. H Wagner-Jagerhaus vor dem Termine nähere Auskunft. 2767 Laubach, am 10. März 1898. Gräfliche Oberförsterei. Holzversteigerung. Wrstl. (Obrtförörm Hohensolms. Donnerstag den 24. März 1898. District Eberstein. Zu sammenkunst daselbst Vormittags 10 Uhr. Nutzholz: 1 Eiche 3. Kl. mit 0,17 fm, 46 Kiefern« stämme von 15 bis 34 cm Durchmesser mit 12,05 fm, 7 Stangen. Fichten: 9 Stämme mit 1,21 fm, 49 Stangen mit 2,44 fm. Brennholz : Buchen: 7 rm Prügel 1890 Durchforstungswellen. Kiefern 32 rm Prügel, 10 rm Stöcke 870 Wellen. Abraum: 50 Wellen. Hohensolms, den 15. März 1898 Fürstliche Oberförsterei. Holz-Versteigerung. Mreitag den 25. d. Mts. werden in dem Lützellindener Markwald versteigert: 8 Nadelstämme von 14 bis 30 cm Durchmesser und 6 bis 12 m Länge mit 1,79 fm, 242 Fichten- Derbstangen von 8 bis 12 m Länge und 8 bis 12 cm Durchmesser, 740 Fichten-Reisstangen von 6 bis 9 m Länge, 2500 Fichten-Bohnen« {langen; Nadelholz: 103 rm Knüppel (davon 33 rm in Schichten von 2,5 und 3 m Länge), 36 rm Stöcke, 7910 Wellen; Weichholz: 2600 Wellen. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Frankfurterstraße bei der Sandgrube. Groß-Rechtenbach, 16. März 1898. 2783 Das Bürgermeister«Amt. Empfehlungen 8üe 3°cc Kinder giebt Dr. Oetker'S F'udding-Z'urver ä 10, 15, SO Pfg. eine deltcate, gesunde, nahrhafte Speise! 308 Gebe. Adami, Mäusburg 14. Fft. 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Lagerplätze lKeller, ) m_lt keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist. geschieht dies ohne besondere Vergütung- Nicht mehr Preisermäßigung bei Entnahme von Wagenladungen erfolgt Der Verkauf unserer Gascokes unter und bis eiu- schUetzlich 5 Centner findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Centner verabfolgt. - Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen em 1 ö Neuheiten großer »Auswahl, in allen »Preislagen Scheel «fc Camp., Tuchhandluna, __________Teltersweg 87. ________________ jPöTTL bestes Düngemittel, Fleischfuttermehl, j,’?“"" Geflügel sehr zu empfehlen, stets vorräthig bei 1934 in Vr u. yt Pfd.-Packeten. j x ou Dem Eiroeeo RSVapparat wurden wiederholt die höchsten Auszeichnungen verkannt" So rrhi/ft im Jahre in Paris die goldene Medaille", in Versaillesden7^6 -7 in Brüssel das hn6 m A den bisher erfundenen Kaffeebrenneru bat keiner solche hohen Auszeichnungen erlangt" ein Beweis stellen ju"‘VerFöflunfl^ ®ctorci6un0 über baS Sirocco-Röstoerfahren steht jedem Jntereffenfen durch die Verkaufs. 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