hinenCHV Eiligsten H 1 das Vor. W }d bitte bei d der. 6 vvwvw ; AUBWechselQla aIle Samenarten J und affl Hafl^ »e Pfläge» CambrWg®' leseneggen» linen e landwirthscbatt- 2621 groftrt et, lwairBnfabrtk ingen> s Nr 65 Erstes Blatt. Freitag den 18. März 1898 Erscheint ISgNch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Wamitieuv kälter »erben dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger A«rug-»rei- oierreljShrlich ■ 2 Mark 2Ü Pfg. mouatlech 75 Pftz. mit BnnIerloha. Bei Postbezug Mark 50 Pfz ierteltährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. General -Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen S In- und AuSlcmbeL nehmen Anzeigen für en Gießener Anzeiger 'ntgegea. Amts- unb Anzeigeblcrtt für den Areis Gieren. Rebodion, Expedition und Druckerei: Kchntßraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger -tetze». Fernsprecher Nr. 51. Bor fünfzig Jahren. Allgemein gilt der 18. März aiS der Mittelpunkt jener Zeit, zu welcher vor fünfzig Jahren in Deutschland die Revolution ihr Haupt erhob und die Throue wankten unter den Rufen der Bevölkerung nach Freiheit. Die Bewegung trug unter allen Umständen einen revolutionären Charakter, auch da, wo fie ohne Anwendung von Gewalt den Sieg er- rang. Und doch haben die wenigsten heute Veranlassung, die Führer, welche damals an der Spitze der Beweguug standen, al- die ihrigen zu reclamiren, sich mit jenen zu identificiren, welche ihr Leben für die Freiheitsideale in die Schanze schlugen. Denn man mag die Verhältnisse vor 50 Jahren von einer Sette betrachten, von welcher man will, zugestanden muh werden, daß eine gewisse Berechtigung vorlag für das Volk, mehr Freiheit zu fordern und eine Bctheiltguug an den Aufgaben des Staats zu verlangen. Culturell stand auch das deutsche Volk auf einer Stufe, daß die StaatSern- richtungen seiner nicht mehr würdig waren, daß unter allen Umständen eine Aenderung eintreten maßte. ES war eine revolutionäre Bewegung, wie wir schon vorhin gesagt haben, und doch können wir ihr unsere Sympathie nicht versagen, weil fie von einem mächtigen Sehnen nach deutscher Einheit und nach wahrer Größe unsere- Vaterland- durchwoben ist. WaS war damals Deutschland? Hatte e- das feiner Größe entsprechende Ansehen im Rathe der Völker? Nein! Die innere Zerrissenheit machte es vielmehr zum Gespött für andere Nationen, und es ist begreiflich, wenn wahre Patrioten einen solchen Zustand für unerträglich fanden, und mit allen Mitteln eine Besserung erstrebten. Datz fie hierbei keine umstürzlerischen Abfichten hatten im heutigen Sinne de- Br« griffe, beweist ja zur Genüge der Umstand, daß fie die deutsche Kaiserkrone dem König Friedrich Wilhelm IV. an« boten und damit zum Ausdruck brachten, daß die Monarchie unentwegt hochgehalten werden müffr. Wenn wir auf jene Zeit zurückblickeu und un- fragen, we-halb denn damals die EinhettSbestrebungeu scheiterten, so müssen wir al- hinderndes Moment vor allen Dingen an« führen, daß diese Bestrebungen zu wett gingen. ES sollte kein Preußen, kein Bayern und kem Hessen wehr geben, die Grenzen zwischen den einzelnen deutschen Staaten sollten ver schwinden, ein Deutschland sollte alle Stämme politisch umfassen. Dem standen die berechtizteu Etgenthümlichkriren der deutschen Volksstämme entgegen, und wohl zu Cehiex Zeit würden die Abfichten, welche damals die Patrioten hegten, tu Erfüllung gehen können. Ein weiteres Hinderntß für die Einigung Deutschlands bildeten aber die Verhältnisse zum Auslände. Ebenso wie im Jahre 1870 die deutsche Einheit in dem Kampfe gegen Frankreich errungen worden ist, ebenso hätte vor fünfzig Jahren der vollen Einheit ein Kampf mit den Nachbarstaaten vorausgehen müssen, wozu eS eines genialen Führers bedürf», der aber nicht, vorhanden war. Unter den politischen Größen jener Zeit ist kein Einziger, dem man die Durchführung der Einheit Deutschlands dem Auslande gegenüber hätte zutrauen können. Und man begreift deshalb vielleicht, wcShalb König Friedrich Wilhelm IV. die Kaiser« kröne auSschlug: eS war die Selbsterkenntuiß, daß er nicht der Mann war, den Wünschen des Volkes gerecht zu werden. Man kann es ihm deshalb nur Dank wissen, daß er fich damals durch den Glanz der Kaiserkrone nicht blenden ließ und nicht an ein Werk ging, für das dem Volke die nöthige Reife noch fehlte. Denn Niemand darf verkennen, daß die Jahre 1848 bi- 1870 unbedingt erforderlich waren, um Deutschland auf die Herstellung der Einheit vorzubereiten, die freilich nicht nach den Plänen jener 1848er Schwärmer erfolgte, aber desto solider aufgebaut ist: auf der Grundlage de- Bundes der deutschen Staaten. Die Fragen, welche vor fünfzig Jahren die Köpfe und Herzen bewegten, find heute erfüllt: Die politische F^iheit ist dem Volke gewährt, und die deutsche Einheit ist zur Wahr« heit geworden. Und wenn wir heute der Männer gedenken, welche vor einem halben Jahrhundert ihr Alles daran setzten, ihre Ideale zu verwirklichen, so soll eS in versöhnlichem Sinne geschehen, da ja jene Männer von der Richtigkeit ihrer Bestrebungen tief durchdrungen waren, keine Sonderinteressen verfolgten, sondern das Wohl der Allgemeinheit im Auge hatten, wenn fie auch nicht die richtigen Mitte zur Aus« ftihrung ihrer Ideen wählten. (XX) Deutsche* Reichstag. 62. Sitzung vom Mittwoch den 16. März 1898. Ja Erledigung elneS schleunigen Anträge- Aichbtchler beschließt das Hau- zunächst einstweilige Einstellung eine- gegen den Abg. Heim schwebenden StrasverfahrenS. E- folgt hierauf die Fortsetzung der Bcrathung der Militärstrafgericht-ordnung. Die nochmalige Abstimmung über den Antrag Munckel zum § 2 wird vorerst ausgesetzt, da da- HauS ersichtlich nicht beschlußfähig ist. Die §§ 3 bis 6 enthalten den Grundsatz, daß die activen Militär« und Marinepersonen der Militärstrafgerichtsbarkeit auch für die vor dem Dienstantritt begangenen Strafthaten unterstellt find. Von diesem Grundsatz deS § 3 find in den §§ 4 bis 6 einzelne Ausnahmen im militärdienstlichen Interesse zuzulaffeu. Ein Antrag Munckel (frs. Bp.), von dem fich ein Antrag Auer (Soc.) nur redactionell unterscheidet, will im Gegensatz zu 8 3 die vor Eintritt in da- Heer begangenen Strafthaten der Militärgerichtsbarkeit unterstellen. Nachdem Abg. Bebel den Antrag begründet, bemerkt Geuerallieutenaut v. Btebahn, die Regierung lege auf die Aufrechterhaltung des § 3 den allergrößten Werth. Abg. Beckh (frs. Vp.) führt au-, die Mtlitärgertchts« barkeit könne doch nicht weiter reichen, alS die militärische Pflicht selbst in ihrer weitesten Ausdehnung. ES sei doch ein innerer Widerspruch, wenn nach militärischen Gesichtspunkten über einen Beschuldigten abgeurtheilt werde, der zur Zeit der That noch nicht Mtlitarperson gewesen, also auch keinerlei militärische Pflichten verletzt habe. Abg. Haase (Soc.) bezeichnet den § 3 als ganz ungeheuerlich- er sei ein unerhörter Eingriff in die bürgerliche Rechtssphäre. Der eigentliche Vater de- Anträge- Auer sei der Abg. Gröber. Es würde nicht zu begreifen sein, wenn das Eeutrum auch diesen Antrag ablehne. Es scheine, als wolle die Heeresverwaltung die ganze Gerichtsbarkeit an fich reißen und nur ausnahmsweise den Livtlgerichten einige Competenz belassen. Generallieutenant v. Biebahn macht geltend, daß die Annahme des Antrages beim Heere zu viel Störungen verursachen würde. Abg. Gröber (Ctr.) bemerkt, die Bestimmungen des § 3 seien gar nicht so tragisch zu nehmen, zumal nicht Ange- ftchts der Ausnahmen in den §§ 4 bis 6. Die Commission habe fich lediglich auf den Stanopunkt gestellt, der im Wesentlichen auch schon in Bayern und Preußen geltende- Recht sei. Die socialdemokratischen R-dner hätten, so betont Redner des Weiteren, ihn und daS Centrum wieder wegen der Duellfrage angegriffen und dem Cent',um vorgeworfen, daß es seine Stellung dazu geändert habe. (Rufe link-: Ganz richtig!) Nein, ganz unrichtig! (Heiterkeit.) Hier handele es fich um die Frage, ob die Duellvergrheu den bürgerlichen oder den Militärgerichten unterstellt sein sollen. Da- Centrum habe dagegen stets dasjenige Privileg bekämpft, welches darin liege, Laß Duellvergeheu viel milder bestraft werden, al- andere ähnliche Strafthaten, z. B. schwere Verletzung und Todtschlag, nämlich nur mit Festungshaft. Diese- Privileg habe das Centrum stet- bekämpft, aber nicht die Unterstellung der Duelloergehen von Offizieren ufw. unter die Militärgerichte. Abg. Haase (Soc.) hält dem Vorredner vor, daß nach dessen eigenen Worten in der Commission die Entlassung von Soldaten und Unterstellung derselben unter die bürgerlichen Gerichte durchaus nicht durch die Fassung des § 4 gewährleistet sei, wonach die Entlassung nur erfolgen solle, wenn eine Bestrafung wit mindestens sechs Wochen Gefängniß zu erwarten sei. Abg. Spahn (Ctr.) geht nochmal- auf die Duellfrage ein, dabei die dauken-werrheu Wirkungen der CabturtSordre hrrvorhebeud. Abg. Lenz mann (frs. V) verwahrt fich gegen den gestrigen Vorwurf de- Abgeordneten Gröber, durch zu große Nachgiebigkeit in der Commission Verbesserungen de- Gesetzes verhindert zu haben und dem Abgeordneten Gröber in den Rücken gefallen zu sein. Des Wetteren bemerkt er, durch Annahme deS vorliegenden Antrages werde jedenfalls die Discipliu nicht im mindesten gefährdet und auch vorauS- fichtltch des Zustandekommen de- Gesetzes nicht gefährdet werden. Nach einer kurzen Entgegnung des Abg. Gröber (Ctr.) wird die Debatte geschlossen. Urber den Antrag Auer wird namentlich abgestimmt. Derselbe wird mit 172 gegen 55 Stimmen abgelehut- ebenfalls abgrlehut wird der Antrag Munckel. § 3 wird unverändert angenommen. ES folgt die namentliche Abstimmung über den Antrag Munckel zum § 2 Derselbe wird mit 143 gegen 84 Stimmen abgelehnt und § 2 unverändert angenommen. Auch zu § 4 und 5 liegen socialdemokratische Anträge vor, welche dehattelo- abgelehnt werden. § 8 unterstellt die aus dem activen Militärdienst AuS« geschiedenen noch für ein volles Jahr der Militärgerichtsbarkeit in Bezug auf Beleidigung rc. früherer Vorgesetzter wegen der durch fie dem Beleidigten widerfahrenen Behandlung. Ein Antrag von Puttkamer-Plauth will statt ein Jahr setzen zwei Jahre, entsprechend der ursprünglichen Fassung der Regierungsvorlage. Anträge Auer und Munckel wollen den § 8 ganz stretchen. Abg. Bebel (Soc) begründet den Antrag damit, daß viele Mißhandlungen erst zu Tage kämen, wenn die Ge« mißhandelten und die Zeugen ihre Militärzrit hinter fich hätten. Minister v. Goßler erwidert, die Militärverwaltung wolle mit dem § 8 eine Untersuchung nicht erschweren und da- Zutagetreten der Wahrheit wolle fie nicht ve- hindern. Geuerallieutenaut v. Btebahn bittet um Wiederher« strllung der Regierungsvorlage. Abg. v. StaudH (cons.) empfiehlt den Antrag v. Putt« kamer-Plauth. Abg. Beckh (frs. B) bekämpft den § 8 als ein voll« ständiges Novum. Derselbe bedeute auch eine Berfassungs- änderung- in Bayern wenigstens dürfe nicht ohne Weitere» ein Bürger feinem ordentlichen Gerichte entzogen werden. Abg. Lender (Ctr.) erwähnt eine neuerdings durch die Presse gegangene Notiz, wonach ein Soldat al- Leiche im Sarge in die Heimath geschickt worden sei mit dem Bemerken, daß er fich erhängt habe. In der Heimath sei der Sarg geöffnet worden und der Bürgermeister habe gefunden, daß die Leiche keine Strangulationsmerkmale, vielmehr eine schwere Kopfwunde aufgewiesen habe. Minister v. Goßler führt aus, er werde tu der vom Vorredner angeführten Angelegenheit sofort eine Untersuchung anordnen und deren Ergeboiß dem Hause mittheilen. (Beifall.) Redner bittet sodann, m erster Linie die Regierungsvorlage, evrnt. aber die CommisfiovSfaffung auzunehmeu. Die Regierung lege auf § 8 großes Gewicht. Nachdem Abg. Bebel (Soc.) nochmals auf verschiedene Mißhandlungsfälle eingegangen, erklärt Minister v. Goßler, er erwarte darüber vom Abgeordneten Bebel daS Material. Abg. v. Staudy (cons.) hält den Antrag Bebel für unannehmbar- eS müsse verhindert werden, daß in der Armee unwahre Beschuldigungen ebenso straflos bleiben, wie hier im Hause. (Sehr richtig! recht-.) Nach einer kurzen Entgegnung deS Abg. Bebel (Soc.) gibt Generalauditeur Ittenbach unter Bezugnahme auf einen vom Abg. Bebel früher vorgetragenen Fall zu, daß da- Vorverfahren in diesem Falle nicht ganz correct gewesen sei- aber Ähnliches komme ja auch bei bürgerlichen Gerichten vor. (Hört! hört! links.) Die Anträge v. Puukamer und Auer werden abgelehnt, ebenso der § 8 der CommisfionSbeschlüsse und schließlich auch § 8 der Regierungsvorlage. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Fortsetzung der Be« rathung. — Schluß 61/* Uhr. Aus den Verhandlungen der Zweite« Kammer der hesfische« Stände. G. Darmstadt, 16. März 1898. Die Berathungen werden heute mit Capitel 72, Organ für Unfall», Invalidität»« und AlterS-Ver« sorgung, fortgesetzt, nachdem noch vorher Capiiel 71, Centralstelle für die Landesstatistik, das gestern wegen Beschlußunfähigkcit de- Hause- auSgesrtzt werden mußte, mit 34 989 Mk. bewilligt wurde. Cap 72 wird hierauf ebenfalls ohne Debatte mit 6100 Mk. bewilligt. Für Cap. 73, Förderung des Arbeitsnachweise-, beantragt der Ausschuß, 2000 Mk. zu bewilligen. Dieser Posten ist neu im Budget und entspricht dem durch« auS gerechtfertigten Streben, da- gesummte Arbeitsnachweis- wesen im Großherzogthum Hessen zu organifiren. Mit den geforderten 2000 Mk. soll hauptsächlich der Telephonverkehr zwischen den einzelnen Arbeitsämtern eingerichtet and gefördert werden. Außerdem sollen zeitweise Aufstellungen von Nachweisen über die Bewegung vou Angebot und Nachfrage veranlaßt werde», um sich über den Stand des ArbeitS- markte» orievtiren zu können. — Abg. Kramer hebt die Nützlichkeit de» Arbeitsnachweises für d'e Arbeiter hervor und wünscht, daß derselbe von der Commune übernommen werde. Die Beaufsichtigung desselben durch die Gewerbegerichte sei sodann ewpsehlenSwerth. — Mtnisterialraih Emmerling ist der Anficht, daß die Gioßh Regierung bei der Thätigkeit drS Arbeitsnachweise» nur auf neutralem Boden üehen könne. — Abg. Köhler hebt de» unzweifel- haften Nutzen de» communalrn Arbeitsnachweise» hervor und betont, daß in Darmstadt die erste ArbeitSnachweiSstelle errichtet wurde. Erfreulich wäre «S, wenn die Innungen und Gewerkschaften ihre eigenen Arbeitsnachweise ausgeden und fich der Lentralft'lle für Arbeitsnachweis anschließen würden. — Abg. Reinhardt tritt ebenfalls für einen communalen Arbeitsnachweis ein und weist auf da» Arbeitsamt in Worm» hin, welches zur größten Zufriedenheit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern feine Thätigk-it entfalte. Zu den bestehenden Vereinen chwetsen habe er nicht da» richtige Zutrauen. — Abg. Haa» ist ebenfalls ein Gegner de» BeretnSnachweisr», weil immer ein gewisse» Odium auf ihnen laste. Thatsache sei, daß sehr oft nur Derjenige Arbeit erhält, der in polt tischer und religiöser Beziehung dem betreffenden Vereins nachweise am nächsten stehe. Der Arbeitsnachweis in Privat« Hände» sei in reine Wuchergeschäfte gegenüber den Stellesuchenden auSgeartet. — Abg. Frenah spricht fich ebenfalls für die Regierungsvorlage, insbesondere sür den Antrag Köhler-Darmstadt au», wonach noch weitere 2000 Mk. sür Förderung deS Arbeitsnachweise» in» Budget eingestellt werden sollen. — Abg. Ulrich wünscht ebenfalls, daß der Arbeitsnachweis weiter anSgebaut werde. Er wird für den Antrag Köhler im Finanzausschuß etntreten. Hoffentlich werde der von soctaldemokratischer Seite gestellte Antrag auf Vertretung der Arbeiterschaft tmMinisterium ebenso wohlwollend behandelt werden, wie dieser Antrag. Durch eine starke communale Organisation lasse fich eine Centrali« sation deS ganzen Arbeitsnachweise» in Hessen recht wohl herbetsühren. — Da» Capitel wird hierauf einstimmig genehmigt. Es werden sodann ohne Debatte einstimmig genehmigt: Cap. 74. Witt wen- und Watsenpflege, 381 300 Mk, Cop. 75, Jnvalidenversorgung, mit 21 150 Mk., Cap. 76, M and eSwatsenanstalt, 208 552 Mk, Cap. 77, Taubstummen - Anstalt, 50400 Mk., Cap. 78, Blindenanstalt zu Friedberg, 13 124 Mk, Cap. 79. BtaatsunterstützungSkasse, mit 24000Mk., Cap 80, Bankbesoldungsfond», mit 5000 Mk., Cap. 81, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, 59000 Mk., Cap. 82, VtcartatSkoften, Tagegelder, Reisekosten u. s. w., 80000 Mk., Cap. 83, Sterbe- quarrale, 10 300 Mk., Cap. 84. Regierung», und Reichsgesetzblatt, mit 7300 Mk^, Cap. 85, Kuust- straßen, 1 183 125 Mk, Cap. 86, Beitrag zurFeuer- löschkasse, mit 6000 Mk. Ferner wird für daS Cap. 87, Lentralbauwesen im Ressort de» Ministerium» des Innern, ohne Debatte die Summe von 155 697 Mk. be^ willigt. Damit ist der Etat de» Ministerium» drS Innern erledigt. Nach einer kurzen Pause werden die Berathungen mit dem Etat de» Ministerium» der Finanzen und zwar mit Capitel 104, „Ministerium selbst", fortgesetzt. Der Au», schuh beantragt, von den 15 geforderten vortragenden Rathen einen zu streichen und den Gehalt de» Rathe» für Straßen, bau nur noch auf den Inhaber zu bewilligen. Ferner wird beantragt, die Supplementarcredite im Betrag von 9000 Mk. zu stretchen, unbeschadet de» Fortbestandes der auf Grund solcher bereits verwilligten GehaltStheile, im Ganzen aber 374740 Mk. zu bewilligen. Bet der Generaldebatte hier« über spricht Ftnaozmioister Weber dem Ausschuß seinen Dank au» für die bewilligten Summen. Bedauerlich für ihu sei eS nur, daß man an den Räthen stretchen wolle, die doch für sein Ressort unbedingt nöthig seien. Gerade im Finanz Ministerium habe man alle Forderungen aus daS Nöthigste beschränkt, weil dasselbe dazu berufen sei, die Sparsamkeit im Staatshaushalt zu repräsentiren. Er hoffe aber, die Kammer noch später von der Nothwrndtgkeit der Forderungen überzeugen zu können. — Abg. Sch mitt-Mainz hält sich für verpflichtet, einige in da» Ressort de» Ftnanzminifter» fallende Fragen zu stellen. Er fragt zunächst die Großh. Regierung, ob e» richtig sei, daß in der Buchhaltung der Finanzen die jährlichen Ueberschüsse zur Bertheilung gelangen, welche darau» resultiren sollen, daß den Localbehörden Aus- gabeposten abgestrichen und die dann dazu verwendet würden, am diesen Beamten Remunerationen in nicht unbedeutender Höhe zuzuwetsen. So ungeheuerlich diese» klinge, so habe er seine Mittheilungen au» so guter Quelle, daß er sie hier zur Sprache bringen müsse. Er ersuche die Großh. Regierung um Aufklärung. — Ftnanzminifter Weber stellt sofort fest, baß diese» nicht richtig sei- ihm sei hiervon nicht» bekannt. — Im Wetteren berichtet Abg. Schmitt, würden die PenfionSsätze bei Beamten der früheren Hessischen Ludwigs- bahn nicht richtig berechnet und in verschiedenen Fällen die budgetmäßig von der Kammer bewilligten Gehalte an die betreffenden Inhaber nicht auSbezahlt mit der Motivtrung, weil die betreffenden Beamten noch zu jung seien. Auch dre Freifahrtkarten auf den Strecken der früheren Hessischen LadwigSbahn seien den Pensionären kürzlich entzogen worden, trotzdem die Freifahrtkarteu einen Thell ihre» PenfionSsätze» auSmachten. — Ftnanzminifter Weber wünscht keine Eisen« bahndebatte herbetgeführt. Er gibt über alle Punkte auf. klärende Antwort. Ebenso die Regierungsvertreter Geh. Ftnonzräthe Krug und Ewald. Sie verweisen noch im Weiteren auf da» bestimmt in Aussicht stehende Beamten« besoldungSgefetz, wo alle Wünsche wohl ihre Erledigung finden könnten. — Abg. Hirsch wünscht, daß man sür die Steuer-Erheber in den einzelnen Dtstricteu Dienstwohnungen errichten möge, wa» Finanzminister Weber und Geh.Finanz- rath Krug zusagt. Hier wird die Sitzung um 1 Uhr abgebrochen. Fortsetzung Donnerstag Morgen 9 Mr. Deutsche» Ueidy» Berlin, 16. März. Nach einer hiesigen Correspondenz wird den Kaiser in diesem Jahre seine Erholungsreise nicht nach dem Norden, wenigsten» nicht nach den Fjorden führen, dagegen soll der Kaiser eine lang gehegte Abficht aussühren wollen, eine Seereise nach Schottland zu unternehmen und im schottischen Hochland zu jagen. Berlin, 16. März. An der Jnvaltdensäule in der Kesselstraße beabfichtlgen am nächsten Freitag eine Anzahl Regimenter sür die dort ruhenden, im Jahre 1848 in Berlin gefallenen Offiziere und Mannschaften dieser Regimenter Kränze niederzulegen. Auch die Kriegervereine der betheiligten Regimenter wollen Kranzspenden für die Gefallenen niederlegen lassen. Auch der Kaiser soll, wie ver- hütet, die Abficht haben, sür die im Jahre 1848 und 1849 im badischen Feldzuge gefallenen Krieger, zu deren Andenken die Juvalidensänle im Jahre 1854 errichtet worden ist, am Freitag dort einen Kranz niederlegen zu lassen. An zuständiger Stelle ist jedoch von einer solchen Abficht de» Kaiser» nicht» bekannt. Berlin, 16. März. ’ Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verordnung über die thetlweise Inkraftsetzung de» Gesetzes betreffend Abänderung der Gewerbeordnung. Berlin, 16. März. Die Wahlprüfung». Commission des Reichstages hat die Wahl des Abgeordneten Schulz (freis. VolkSp.) sür gültig erklärt. Berlin, 16. März. In der Budget-Commission de» Reichstages wurden bei der Abstimmung die Anträge Bebel und Richter gegen 4 bezw. gegen 3 Stimmen ab- gelehnt und der Antrag Bennigsen-Lieder, das ist der von den verbündetrn Regierungen angenommene Zusatz gegen die Stimmen der Solialdemokraten und de» Antisemiten Werner angenommen. Auch die Vertreter der freifinntgen Parteien stimmten sür den Antrag. Berlin, 16. März. Da» Abgeordnetenhaus erledigte heute zunächst einige kleinere Vorlagen in dritter Lesung und setzte sodann die Weiterberathung de» CultuSetat» fort. Nach Erledigung einer ganzen Reihe von T'.teln vertagte sich daS Hau» auf morgen 11 Uhr. Der CultuSetat steht wiederum auf der Tagesordnung. Berlin, 16. März. Wie von gut unterrichteter parlamentarischer Seite mitgetheilt wird, besteht gegenüber dem Bestreben, unter der Flagge der wirthschaftlichen Sammlung bei den nächsten Reichstagswahlen eine Cartellmehrheit für Abschaffung des bestehenden Wahlrecht» zu- sammenzubringen, bei denjenigen Parteien, welche an dem bisherigen Wahlrecht festhalten, d. h. beim Centrum, den Freisinnigen und Socialdemokraten da» Bestreben, die Aufstellung der Candidaten in der Weise zu vereinbaren, daß unter allen Umständen die Wahl eines Candidaten der Anti- Cartellparteien gesichert wird. Au» diesem Grunde sollen auch die diesen Zweck gefährdenden Sonder-Candidaturen von kleinen Parteien vermieden werden. Wetzlar, 16. März. In einer zu Betzdorf am 13. d». abgehaltenen Versammlung von zahlreichen Vertrauensmännern der conservativen und nattoualltberalen Parteien au» den Kreisen Altenkirchen und Wetzlar wurde beschloffen, den seitherigen Vertreter unsere» Wahlkreise» int Reichstage, den uationalliberalen Abgeordneten Herrn Heinrich Krämer, wieder al» einzigen Candidat obiger Parteien sür die bevorstehende RrichStagSwahl aufzuftellen. Detmold, 16. März. Der Landtag beschloß heute mit großer Mehrheit, daß beim Hinscheiden deS Grafregenten deffen ältester Sohn die Regentschaft übernehmen solle. Au-Utz»-. Wien, 16 März. Anläßlich de» Regierung»°Ju- biläum» deS Kaiser» wird dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge ebenso wie für da» Militär auch für die Staatsbeamten eine eigene JubtläuwSmünze gestiftet. Wien, 16. März. Das österreichisch-ungarische Geschwader wird mit der österreichischen Truppenadtheilung binnen kürzester Zeit Kreta verlaffen. Wien, 16. März. Die Leitung der deutschen Volks- Partei beabsichtigt eine gemeinsame Conferenz der Vorstände aller deutschen Fractionen einzuberufen, um eine gemeinsame Aeußerung der Deutschen in der Sprachenfrage vorzubereiten. Karlsbad, 16. März. Bei dem Bau de» hiesigen Central- bahnhofe» stellten tausend Arbeiter, darunter zweihundert Italiener, die Arbeit wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung ein. Budapest, 16. März. Hier ist ein Carte! l sämmt- licher ungarischer Kohlenwerke in der Bildung begriffen. Rom, 16. März. Gestern waren die deutschen Professoren und Studenten, sowie da» römische studentische Comiiö und mehrere Prosesioren der Universität Rom zum CommerS im Deutschen Künstlerverein geladen. E» wurden eine Anzahl Ansprachen gehalten. — Die deutschen Studenten reisten Abends nach Civitavecchia zurück. Römische Studenten brachten am Bahnhofe einen Ehrentrunk dar. Studevten- lieder wurden gesungen und Toaste ausgetauscht. Im Augenblicke der Abfahrt gab cS stürmische Hochrufe. Paris, 16. März. Einer Blättermeldung zufolge soll stündlich der Mobilmachungsbefehl des Nord- geschwader» in Brest und Cherbourg zu erwarten sein. Di: „Aurore" behauptet, sämmtliche Admirale seien nach Pari» besohlen worden. Die Mobilifirung sei durch die Er- eiguiffe in Ostasien veranlaßt. Kopenhagen, 16. März. Die Kaiserin - Wittwe von Rußland trifft am Montag Abend zum Besuch de» hiesigen Hofe» anläßlich de» bevorstehenden 80. Geburtstages de» Königs hier ein. Athen, 16. Marz. Prinz Georg begibt fich im Anfang nächsten Monat» auf einem rassischen Kriegsschiff nach Petersburg und von dort an die übrigen europäischen Höfe. Rewyork, 16. März. Bei einem Brand im nationalen Mufikgedäude in Chicago kamen 15 Personen um» Leben, Frki. Ztg. unb ptwhtsUUcfo Sieben, den 17. März 1898. •• Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergvädigst geruht, den Lehrer an dem Ludwig-GeorgS-Ghmnafium zu Darmstadt, Dr. Albert Schöl, zum Lehrer an der Realschule und dem Progymnafium zu Friedberg und den provisorischen Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Offenbach, LehramtSassrffor Karl Bergmann, zum Lehrer an dieser Schale, den GertchtSschreiber bei dem Amtsgericht Homberg Karl Beith zum Gericht»- schreiber bei dem Amtsgericht Worms und den HilfSgerichtS- schreiber bei dem Amtsgericht Oppenheim Heinrich Mau» zum GerichtSschreiber an einem Amtsgericht zu ernennen. •• Kunstverein für daS Großherzogthum Hessen. Wie verlautet, will der Peäfident de» Hessischen ttunftvereinS, Herr v. St ar ck Excellenz, von seinem Amte zurücktretennäheren Aufschluß hierüber wird wohl die bevorstehende Generalversammlung am 19. d. M. in Darmstadt bringen. In der gestrigen Mittheilung über die Ergebntffe deS letzten VeretnSjrhrS war al» ÄnSstellungSziffer für Mainz irrthüm- lich 560 Gemälde — statt 5 6 angegeben, au» deren hiermit erfolgenden Richtigstellung erst die dazu bemerkte Präponde- ranz Gießen» mit 391 Gemälden ersichtlich ist. ** Stadtiheater. Auf da» morgen Freitag ben 18. er. stattfindende Benefiz für Fräulein Käthe Viotti sei hiermit nochmal» empfehlend hingewiesen. Fräulein Viotti hat offenbar zu ihrem Ehrenabend die „Else" in „Elfe vom Erlenhof" gewählt, weil sie fich im Laufe der Saison bereit» in einer ähnlichen Rolle, wir meinen da» „Lorle" in „Dorf und Stadt", hier große Sympathien erworben hat. Wlr wünschen der jungen Künstlerin ein recht besetztes Hau». ** Stadtiheater. Nina Sandow vom Deutschen Theater in Berlin beginnt ihr für zwei Abende berechnete» Gastspiel am Montag den 21. März mit „Cameliendame". Am Dien-tag den 22. März spielt die Künstlerin die „PhiUppine Welser". — Auf diese Künstlerin, die zum ersten Male auf unserer Bühne erscheint, machen wir unser Theater- Publikum ganz beionberß aufmerksam. Nina Sandow, die auf einer großen Gastspieltourn6e begriffen ist, die fle nach Nord- und Süddeutschland, sowie Oesterreich führt, ist eine Künstlerin, der ein großer Ruf au» der Residenz vor- auSgeht. In Berlin und all den Städten, wo Nina Sandow schon bisher gastirt, find Presse und Publikum einmüthig tn dem Lobe gewesen, daS man dieser hochinteressanten Künstlerin zollen muß. Man rühmt Nina Sandow in den franzöfischrn Stücken al» eine Salondame allerersten Ranges, die wegen der Feinheit der Conversation, prachtvollen Figur und eleganten Toiletten al» die vornehmste Weltdame erscheint. Im klasfischen Repertoir spielt Nina Sandow da» Fach der Sentimentalen: hier ist die seelenvolle Wiedergabe der Rolln, ihr lieblicher und inniger Vortrag und die zarte mädchenhafte Figur von berückendem Liebreiz. Ihr geniale» Können macht sich jede Rolle so zu eigen, daß immer ein neue» überraschende» Charakterbild vor un» tritt. — Man wird auf da» erste Auftreten der Künstlerin in unserer Stadt sehr gespannt sein dürfen. • * Saaldau-Vereia. Wie un« gemeldet wird, findet da» nächste (4.) Concert am Sonntag den 27. März unter gefl. Mitwirkung des Kronbaur'schen Quartettvereins im Clnbsaale statt. • • Theater Wallenda ist angekommen und giebt auf Oswald» Garten heute Donnerstag Abend feine Erö f f n u ngS- Vorstellnng, auf welche wir aufmerksam machen. • • Die deutsche Kriegetzeitnug „Parole", Organ der Kriegerkameradschaft „Hassia", wurde im verflossenen Jahre in einer Auflage von 28,167 Exemplaren gelesen und bat für die einzelnen vereine einen Antheil am Reingewinn von 9455 Mk. 5 Pfg. ergeben. Hiervon entfallen auf den hessischen verband 831 Exemplare mit 274 Mk. 67 Pfg. Gewinn. Masseuverkäufe. Man schreibt un»: Wenn e» im Grunde nur anzuerkennen ist, wenn unsere Hausfrauen darauf auSgehen, bei ihren Einkäufen möglichst Sparsamkeit walten zu lassen, so zeigt fich doch oft, daß diese Sparsamkeit nicht immer am richtigen Platze angewendet wird. So läßt man fich oft täuschen und kauft bei einem vorübergehend am Platze eingerichteten Massenverkauf vielfach m.nderwerthige, leicht beschädigte Artikel zu einem Preise, zu welchem man in hiefigen reell geführten Geschäften solide und vollständig prima Waare kaufen kann. Dürfte e» nicht richtiger sein, gerade mit Rücksicht auf Sparsamkeit, Maaren, welche man ohnedies nur sehr schwer auf ihre Güte beurtheile« kann, in hiefigen Geschäften zu kaufen, welche unS auch eine gewisse Garantie bieten, daß wir auch wirklich reelle und preiswürdige Waare für gleiches Geld bekommen. 4- Ridda, 17. März. Der gestrige Markt war infolge der uugflnfttgen Witterung schwach besucht. Nur in Schweinen zeigte fich ein lebhafter Handel, nud wurden besonders Ferkel begehrt, die je nach dem Alter und ihrer Qualität bis 40 Mk. kosteten- für Läufer bezw. Einlcge- schweine wurden bis 80 Mk. per Paar gefordert. Dagegen waren in Rindvieb nur einige Kühe aufgetrieben, von denen bloS ein Stück verkauft wurde. Auch auf dem Krammcnkie gingen die Geschäfte flau. — Der nächste Markt findet am 11. Mai statt. Ridda, 15. März. Welche hohe Preise für Im- mobilien mitunter hier bezahlt werden müssen, beweist die Thatsache, daß bei einer gestern begonnenen freiwilligen Güterversteigerung für ein altes Häuschen in einer Seitengasse die Gebote bis za 3000 Mk. gesteigert wurden. Ml Ach jH|ff He" Darr $f®e J Dirndl «roctlon dri J rilnstadt D>I'° ®°! ikwitl W1 mlit It-nSlW allbatb colporl da» Sind ia vmSheim t nai WormS g «als eine betri ginhel auSaeie folgte«. De°i tinbe aufgefun (eiben doch im längst viitt «e ist nun der lange schwebte, Sine frühere glaubte gestern einer Zigeuner neide Henkel zi versicherte man Lum von den aber Anfangs, der Z'geunrr f Man verstäub! und wurde die nach GrieSheio Beim Anblick d aelegt hakte, ge lhuSnelda fei. »offen. Die A hort schon heute darrnerie und Er gesucht und dan liefert hat, in 8 bei einer anbei ichwer gepiüstei Furcht und hc Outet!fie ist l Freudigste uni Den h. i fand in Sberstc Zigeunerbaude wurde. Such. warn nadj Sbt äsende ThuSnel Stift die Zigeu Tefetztvidriget D folgt ist. @8 » “f bessere Weg! ,n Darmstadt. Mtn Werth, ^°le besucht h während Le “»Mannte Ding! A besonder» g ^gegeben werde ^lub der hch ^iraik ton ^''Ehefrau ete-'t “Ä MMa. VZ Kr s?s? wann ».s?!* bei w k tai äjjS Ä hi $ in bc, ’rt Df. 7 Ma» P,°," la "«loMIln 7' 8 Ä" « * Ä?Ä " ;*5 £;. i lk l iUm ^riLl«. JW« Hckrlch lau, zu ernenn«, «MÜi» Mn. M WIM »anstvereinr, °A«trzurülktleten ®°H die bevorstehende in Damstadt bringen. J? Mnifit des letzten fiet !ür Mainz inthüm- »kbeo, au- deren hiermit azu btmeilte PiLponde- -Blich ist. M Freitag den 18.er. in Käthe vtotti sei itlen. Fränletn Liotti 1 dir ^lse« tn „Else sich Im Laufe der Saison ’ meinen dar „Losse" in mpathien erworben hat. ein recht besetztes HauS. ndow vom Dentschen >wei Abende berechnete- z mit „Eatneliendame«. tlt die Künstlerin die ünstlertn, die znm ersten achen wir unser Theater' im. Nina Sandow, nee begriffen ist, die ste wie Oesterreich führt, ist ns ans der Residenz vor« >täbten, wo Nina Sandow b Publikum tinmülhig In ochintereffauten Künstlerin ndow In den franzöfisch-n rßen Ranze-, blt»«« tu* n«unb Leltdame er scheint. 3® Landow das ™ ,t Wiedergabe btt Mn, und die zarte müdchen- h, Ihr geniales KöiM . dah immer ein neue in tritt. - *•■! ;tta in nttfer« St-dM' «-Ä- !»»** Unter Schmitten. 14. März. Bet der vorgestern dahier I stattgehabten Wahl eines Beigeordneten wurde unser Mit» ; bflrger Herr Karl Ruppel einstimmig gewählt, waS ein ' schöner Beweis für da« in denselben gefetzte Vertrauen ist. Darmstadt, 15. März. Der Abg. Westernacher- Ltudheim rhetlt der ^Frkf. Ztg." mit, er sei utcht auS der natioaalliberalen Partei, sondern nur au» der uat.-lib. Fraction deS hessischen Landtags ausgetreten. Darmstadt. 16. März. Deo „N. H. Vbl." entnehmen wir: Man weid sich noch des colosialen Aufsehens erinnern, welches vor etwa Jahresfrist da» Verschwinden der zwölf- jährigen ThuSnelde Henkel, Tochter de» Herrn Handels- qärtnerS Henkel in Auerbach a. d. Bergstr., erregte und welche scheußlichen Gerüchte tu Anknüpfung hieran im Publikum al»dald colportirt wurden, trotzdem amtlich festgeftillt war, daß daS Kind am Morgen, an welchem e» vermißt wurde, in Bensheim eine Fahrkarte dritter Klasie in der Richtung nach Worm» gelöst hatte. Der tiefgebeugte Vater hatte damals eine beträchtliche Belohnung für da» Ausfindeu seine» Kinde» ausgesetzt, aber alle Nachforschungen waren bisher folglo». Wenn man auch hie und da Spuren von dem Kinde aufgefunden zu haben glaubte, so erwiesen sich dieselben doch immer wieder al» falsche und Biele glaubten längst nicht mehr au ein Auffinden der Vermißten. Endlich ist nun der Schleier, der über dem Verbleib de» Kinde» so lange schwebte, gelüftet und das Kind aufgesunden worden. Eine frühere Angestellte de» Herrn Henkel, Frl. Roth, glaubte gestern in dem benachbarten Griesheim in einem bei einer Zigeunerbande befindlichen Kinde die vermißte TuS- nelde Henkel zu erkennen. Sie machte hiervon Anzeige und versicherte man sich alsbald des Kinde», daö sich im Aeußeren kaum von den Kindern der Bande unterschied, es leugnete aber Anfangs, offenbar unter dem Banne von Drohungen der Zigeuner stehend, entschieden, die ThuSnelde H. zu sein. Man verständigte sofort telegraphisch die Familie Henkel, und wurde die Identität de» KindeS durch eine von hier nach Griesheim geeilte Tante deffelben heute festgestellt. Beim Anblick der Tante und nachdem es andere Kleider angelegt hatte, gestand da» Kind unter Thränen, daß e» die Thusnelda fei. Heute Vormittag ist es bereits hier ringe« troffen. Die Aufregung in GrirSheim war, wie uns von dort schon heute Früh telephonirt wurde, ungeheuer. Gendarmerie und Criminalbeamte setzten der Bande, die da» Weite gesucht und damit den Beweis ihre» Schuldbewußtseins geliefert hat, in Wagen nach. DaS Kind soll übrigens früher bet einer anderen Bande gewesen sein. Im Jntereffe der schwer geprüften Familie, die seit einem Jahre stets zwischen Furcht und Hoffnung schwankte, sowie auch im allgemeinen Inter-sie ist die endliche Auffindung de» Kinde» auf daS Freudigste und mit großer Genugthuung zu begrüßen. — Den „N. H. B." wird hierzu weiter geschrieben: Gestern fand in Sberstadt eine gerichtliche Vernehmung der gefammten Zigeunerbande statt, von deren Verfolgung berichtet wurde. Auch die tu R e t n h e i m angehaltenen Zigeuner waren nach Eberftadt gebracht worden. Die gleichfalls anwesende ThuSnelde Henkel suchte durch ihre Angaben auf alle Welse die Zigeuner zu entlasten und war denselben nichts Gesetzwidrige» uachzuwetsen, da da» Kind ihnen freiwillig gefolgt ist. GS wird jedenfalls sehr schwer halten, daS Kind auf beffere Wege zu bringen- e« befindet sich zur Zell noch tn Darmstadt. Für die Zigeuner hatte das Kind einen großen Werth, da es biS zu seinem zwölften Jahre die Schule besucht hatte und dementsprechende Schulbildung be- saß, während Lesen und Schreiben bet den Zigeunern fast unbekannte Dinge find. Au» diesem Grunde schetueu sie da» Kind besonder» gut behandelt zu haben. Die Bande mußte fretgegeben werden. 'S-«*1* »’!l” S» hit ** 6”Äf «16t “jJSwta"* M * ® ist h> chw,reiten, Trip ^krllrr" ^lpev w.1 t'd-» Ä A ®:lr ^havrp, Vtne ' wa BehördlicheAnzeigen Alice-Schnle Versteigerungen. 2779] BiSmaeckstratze 11 ist die auf Bahn- 1498] MöbltrteS Zimmer billig zu NSW., RgaaM»jg- 2815 Marktstraße 4. Telephon 119. Prompter »ersaudt nach au-wL rt». Tapeten Bureau gesucht. 2773 Tüchtiger Pferdeknecht gesucht Privat lernen. Ebendaselbst ist eine noch sehr bestellt Probe-Nummern Börsen-Zeitung' Str. 100. Versandt 2811] Hotel Rappen. — Druck und Verlag der Brühl'schen UmverftlälL-Buch. und oicir.Druderei irisch & Scheyda) in lSießcn. sind uns und sowie Dom- Schloß- Schweizer 2795 Conr. Rübsamev, Dampfvaggcret. Uistkästchen für Staare, Meisen und Rothschwänzchen sind billig zu haben 1628 Asterweg 9 im Hinterhause links. gang in der Nahe der neuen Kliniken gesucht Offerten unter V. 2765 an die Eüpcdttion dieses Blattes. Ein Lchreibgehiilfe für einige Wochen auf ein hiesiges . . . 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