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November 1898 fvf*d*t H|H4 ■nt NaAnaHmk des Montag«. Li« GirßkNkr Aawtli«, b lätte r Berben dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt Gießener Anzeiger Klez-gapret- fericllLyrlich *2 Mark 2U Plg. monatlich 75 W um BringerloHu Bei Pottbezug 2 Mark 50 $1|. vierteljährlich Annahme von Anzeigen zu der Aachiniirag« für den snlgenben lag erfch eenen den Nummer bi« Sonn. 10 Uhr. Geueral-An^eiger Alle Anzeigen-BermiNluNHsstellen bei In- unb Aullanbef nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger enigege». Anrts- unb für bat lireis Giefzen. Rebartton, tpebitioe und Druderri: Och-rSrahe »r. 7. Gratisbeilage: Gießener Faniilienblätter. Adrcsie für Depeschen: Anzeiger chietz«». Fernsprecher Nr. 61. Ausblick. Haben wir uni gestern mit unserer auswärtigen Politik beschäftigt, spreiell ter ostastatiichen, so wollen wir heute einen Vlick werfen auf unsere innerdeutsche Politik. Im Allgemeinen ist da» Bild, welche» sich un» da zeigt, nicht allzu vertrauenerweckend. Da ist z. B, um etwa» herau»zugreisen, die Uppische Frage. Anscheinend nicht sehr bedeutend, ist fie doch geeignet, da« Baud, welche» die einzelnen Glieder de» «eich» znsawm'nhält, zu lockern und die ,Rcich»verbrofleuheit" zu mehreu. Wie der Gras-Regent in (einer Denkschrift ganz richtig bemerkt, da», wa» ihm geschehen ist, kann auch anderen BundeSwitgliedern pasfiren, und r» darf fich N emanb für sicher halten, daß er nicht eine» Loge» ebenfall» durch ein ,Tonst nicht»* in die Tchrauken v'.'wirsen wird. Man hat Vergleiche angestellt zwischen der lippischen und der braunschweigischen Frage, aber beide find grundverschieden, jedoch »Ütde e» dem ganzen Reiche zum Segen gereichen, wenn 'sowohl die eine wie die andere Angelegenheit endgiltig in Lefriedigevder Weise gelöst sein würden. Da» Reich ist zwar 1tri gefügt und steht gleichsam auf einem Fel», aber die Festigkeit wird geringer, wenn auch nur ein Vaud fich Lockert Zwei Wochen trennen uv» noch von dem Zeitpunkt, zu welchem der deutsche Reichstag eröffnet wird. Die Aufgaben, welche der neuen Vertreter de» deutschen Volke» harren, find tzwar in ihrer Gesammtheit sür die erste Tesfion nicht bekannt, über man darf doch nicht daran zwetselo, daß der künsiige Keich»tag Arbeiten zu erledigen haben wird, welche von ein* sch leidendster Natur find und in»besondere sür da» wirthschaft- licht Leben de» deutschen Volk:» von großer Bedeutung fich armeisen werden. Rönnen wir nun die feste Zuverficht hegen, Haß der neue Reich»tag fich feiner Aufgaben voll bewußt ist And mit Ernst und Würde an deren Erledigung gehen wird? Wir möchten so gerne mit einem überzeugenden Ja antworten, »der die Erfahrung lehrt un», daß wir unserem Optimismus »Icht allzu »ehr die Zügel schießen laffrn dürseu. Was war her verflossene Reichstag di» aus wenige an den F'ngern tzerzuzShlende Sitzungen? Eine Versammlung von 20, 30, 40 oder 60 verusspolitikern, welche sür un» keineswegs da» Ideal der Zusammensetzung einer Volksvertretung bilden. Wie BeschlußunsLhigkeit war zur Gewohnheit geworden, und man rechnete schon bomb als mit etwas Telbstverständl chem. Daß e» im nächsten Reichstag besser werden wird, da» zu hoffen sehlt un» da» vertrauen, umsomehr da ja auch sonst i« Volke die politische Gleichgült gkeit noch weitere Fort- schritte gemacht bat. Tauschen wir un» — umso angenehmer. Gossen doch auch wir, daß noch einmal eine Zeit kommt, in welcher da» deutsche Volk fich wieder ermantt und mit regem Intereffe und mit Feuereiser fich der Aufgabe erinnert, die seiner ans dem Felde der Eulturarbeit harre. (xx) Deutsche» Reich. Berlin, 16. November. Laut hier eingetroffenen trle- >raphtichen Meldungen ist da» »aiserpaar heute Nach- »Mag in Malm eingetroffeu, wo Kohlen eingenommen werden. Infolge de» hierdurch bcbingten längeren Aufenthalte» wird bi» Ratferpaai an Land geben. Die Weiterfahrt nach Lagliarl erfolgt erst morgen Nachmittag 6 Uhr. Für den Empfang de» Kaiserpaare» hatten die Engländer festliche Veranstaltungen getroffen. Berlin, 15. November. Die Rückkehr de» Reifer» paare». Au« Malta, 14. b. SR., meldet der Draht: Nach >tn jetzt getroffenen Anordnungen werden drei Torpedobootr- jerstörer morgen in See gehen, um der kaiserlichen Macht »hohenzolleru- eotgegenzufahren. Der da» Flaggschiff be- sffhligende Stabsvsfizier wird sich an Bord der Dacht begeben 11b da» Schiff auf seiner Fahrt in den Hafen geleiten, von j tat Fort» und von den Schiffen, welche mit Flaggen und Simpeln geziert und in den Wanten von den Mannschaften i lnsetzt werden, werden Salntschüffe abgegeben. Bei der = Imbung de» Kaiser» wird der Königssalm abgeseuert. Drei L-renwachen werden gestellt werden. Berit«, 15. November. San Joss-Schilblau». Art den ans Amerika stammenden Obstsendungen ist, wie bereit» früher, so auch in der letzten Zeit da» Vorhandensein ber San Jo's Schildlaus wiederholt festgestellt. In Ham« brarg wurden am 2V. September bei getrockneten ealtfocnischen Birnen, am 30. September bei frischen kalifornischen Birnen enb am 21. Oktober bei getrockneten calisornischen Nektarinen igemp'are der Schildlan» vorgefunden. Die Sendungen find «rzehalten und e» ist deren Wiederausfuhr nach de« Ausland mier amtlicher Kontrolle angeordnet worden. — Zur politifchen Lage schreiben die ,M. N. «.*: Der Kiel der „Hohenzollern", die da» Kaiserpaar wieder dem deutschen Vaterlavde zusühren soll, durchfurcht die Wogen bi» Mittelländischen Meeres — — nicht zur beschleunigten Fahrt und Rückkehr, wie ängstliche Gewüfher trotz aller beweiskräftigen Gegeoverficherungen verneinen, sondern um, frei von allem Eeremoniell einer dargebotenen Gastfreund« schäft auf deutschem Grund und Boden, d. h. auf deutschem Schiff, den allmählichen Uedergang de» Klimawechsel» leicht und unter Hilfe der stärkenden Meeresluft zu vollziehen. — Wenn wirklich drängende politische Momente den Kaiser zu dem Verzicht auf einen Theil der geplanten Ausflüge in Syrien bewogen hätten, so würde er doch sehr wahrscheinlich zur Rückkehr nach Deutschland den kürzesten Landweg und nicht die lange, zeitraubende Seefahrt gewählt haben, welche die Rückreise des Kaisers eher verzögert, al» beschleunigt An die Abstcht, den einen oder anderen spanischen Hasen an« zulansev, knüpfte fich sosort die deutsch seindliche tendenziöse Entstellung, der Kaiser werde den Madrider Hos besuchen. Im gegenwärtigen Augenblick würde ein solcher Besuch, der an und sür fich — fall» ber Kaiser in einem spanischen Hasen an Land ginge — nicht» BesremdltcheS trüge, ganz zweifellos tu skrupellosester Weise dazu au»gebeutet werden, um die bisherigen guten Beziehungen zwischen Deutschland und den vereinigten Staaten zu stören. Sine Aeoderung der bisher eiogeschlagenen deutschen Politik gegenüber den spanisch amerikanischen FriedenSorrhavdlungen und insonderheit gegenüber der Philipp nenfrage kann nach der Rückkehr deS Kaisers gar nicht erwartet werden, da dieser Politik der Kaiser selbst die Wege wie», und fich seither nichts geändert hat, waS Devtschland von dem befolgten Wege ablenken könnte. Bor AvSdruch be» (panisch • amerikanischen Krieges und auch noch während desselben hättte ein Eivverstäodniß der europäischen Mächte für deren Intervention Erfolg gehabt. Nach wie vor stehen aber die am meisten intereffirten Staaten theilvahmSloS der erwachten Eroberungspolitik der vereinigten Staaten gegenüber — sollte Deutschland den Beruf fühlen, Europa» Schildherrn zu spielen und zum Dank dafür von feinen Schützlingen fich in den Rücken fallen und zerfleischen zu lasten? Da» Auftreten und Eingreifen Amerika» al» «itbeftimmeuden Factors auf die europäischen Geschicke sahen ersahrene Staatsmänner und Politiker längst voraus- e» erfolgte jedoch viel früher und unmittelbarer, al» man jr ahnen konnte und trifft die europäischen Staaten unvorbereitet und ohne Solidarität»- pesühl. In der völkergruppirnng taucht die Verbrüderung England» und Amerika» aifl greifbare» Zukunftsb.lb auf. Aber noch stehen dieser Verschmelzung Hinberuiste im Wege, die fich nicht so leicht foitiäumen lasten. Ein Pfahl im Fleische des großen amerikanischen Erdtheil» ist das weite kanadische Ländergebiet--wird dies England einst freiwillig den amerikanischen Brüdern überlasten, wie alle die kostbaren Inseln, die jetzt noch al» englischer Besitz unter dem Schatten der amerikavtschen Küste liegen? Daraus wird io Zukuust England eben so wenig verzichten, wie heute ans feine reale Macht in Aegypten, die sich mit Recht jedwedem Anspruch Frankreich» auf Antheilnahme an diesem Einfluß widersetzt. Deshalb darf man das gigantische Gespenst einer englisch-amerikanischen Völkerverbrüderung seitens be» europäischen Festlandes nicht gar zu tragisch anffaffen. — vom neuen SRilitäretat. Gegenüber der Bemängelung, daß die iw Wege der Gesetzgebung festzustellenden Organisation» Aenderuogen nicht im Mckitäretat berücksichtigt, sondern einen Nachtragsetat Vorbehalten werden sollen, wird osfik'ö» bemerkt, daß, wenn als Regel korrekter Finaozwtrth- schaft auzuseheu ist, daß alle bei Ausstellung be» Etat» voran»- zusehenben Ausgaben in dem 6:at selbst vorzusehen find, diese Regel doch eine Ausnahme betreffs derjenigen Etatspofitionen erleidet, welche auf gesetzlichen Bestimmungen beruhen, mithin auch ohne vorgängige Umgestaltung be» Gesetze» nicht geändert werden dürfen. Die aus vorzuschlagenden Gesetzesänderungen fich ergebenden Rückwirkungen auf den Etat blieben in dem EtatSentwurf unberücksichtigt, werden vielmehr einem Rachlragsetat Vorbehalten. Za« Schluß wird bemerkt: Es erscheint keineswegs ausgeschloffen, daß de« Reichstag die Militärvorlage, wie im Vorjahre die Flotteovorlage, zugleich mit dem Etat zugehen wird. — Zur Welfe nfrage erhält bie ^Schles. Ztg." eine Zuschrift aus Wien, die manches Be«erkeuswerthe enthält. SS heißt darin: Zur Klarstellung der Angelegenheit ist zunächst darauf hinznweisen, daß bereits anläßlich des ersten Besuches, den Kaiser Wtlhelm DL nach feiner Thronbesteigung am Wiener Hof abstattete, die Welfenfrage berührt worden ist. In dem Bestreben, auch die letzten Reste bitterer Erinnerungen an die Eltigmffe des Jahres 1866 zu beseitigen, suchte Kaiser Franz Joses die Spannung zwischen dem deutschen Katserhause und der we fischen Familie za mildern. Seine Bemühungen blieben jedoch vorläufig ohne Ersolg, da Fürst Bismarck fich mit der von Wien aus angestrebten Lösung der Welsensrage nicht zu befreunden vermochte. Anläßlich der Theilnahme Kaiser Wilhelms II. an den Waldviertler Man- Vvern im Jahre 1891 wurde indessen die Angelegenheit von Kaiser Franz Josef nochmals zur Sprache gebracht, und diesmal mit mehr Erfolg, da fich auch der damalige Minister des Aevßern, Graf Kalnoky, sehr warm für eine Aussöhnung einsetzte. Man trat in Verhandlungen ein, die schließlich ju einem Einverständniß dahin führten, daß die welfische Familie den sogen. Weifenfonds, sowie einen Theil der Kunstschätze der Familie znrückerhielt, Herzog Ernst August von Lumber- land dagegen Deutschland gegenüber eine neutrale Haltung einzunehmen versprach und de« Erbprinzen Georg Wilhelm die braunschweigische Thronfolge unter der Bedingung in Aussicht gestellt wurde, daß der Prinz zuvor in die preußische Armee eintrete und damit (eine Anerkennung der thalsächlich bestehenden Verhältnisse in Deutschland bekunde. Ob bereits eine förmliche Berzichtleistnug des Herzogs von Lumberland vorliegt, ist fraglich. Wenn es jedoch der Fall wäre, dann würde deren Nicht- Veröffentlichung hauptiächlich in der Rücksicht ans die Gefühle der bereits im 81 Lebensjahre stehenden Mutter des Herzogs, der entthronten Königin Marie von Hannover, ihre Erklärung staden. Es wird dann die Begegnung zwischen dem Kaiser und dem Herzog von Lumbertaod bei dem Leichevdegängniß be» Er-he^zog» AUnecht erwädur und hinzugesügt: ,»a» den Erbprinzen Georg Wilhelm anlangt, so sei noch bemerkt, daß er, wie man versichert, burch ein bösartige» Leiben bi»her an be« Eintritt in da» preußische Heer verhindert worben sei. Da jedoch sein Befinden in fortschreitender Besserung begriffen sei, stehe schon in nächster Zeit sein Eintritt in da» Kaiser Franz Garbe-Grenadier- Regiment zu erwarten- jedeusall» seien die Vorbereitungen hierfür schon getroffen. — Der Reichstagsabgeordnete vr. Otto Böckel, der Führer der hessischen Bauernbewegung, tritt nach vierjähriger Pause wieder in den politischen Kampf ein. Am Montag hielt er in einer Volksversammlung einen politischen Sott tag, wobei er sich auch über die Ursachen seiner Flucht au» der Oeffentlichkeit verbreitete. Sein Zurücktreten, führte er au», sei damals vielfach mißverstanden worden. Man habe iHv als Abtrünnigen, als von dm Juden gekauft hingestellt. Nicht» von alledem sei wahr. Er habe läiglich, um seine wirth- schastlichen Verhältnisse in Ordnung zu bringen, sich eine Zeit lang von der Bethätigung seiner Ansichten in öffentlichen Leben ferngehalten. Auch den glänzendsten Verlockungen gegenüber sei er fest geblieben, so habe man ihm von einer gewissen Seite 12000 Mark geboten, um ihn zu bestimmm, in einer Broschüre die Zustände in der antisemitischen Partei zu enthMen. Er habe al» anständiger Mann gehandelt und da» schroff zurückgewiesen. Jetzt, wo er seine wirthschaft- lichm Verhältnisse wieder geordnet habe, trete er mit frischem Muthe in den Kampf ein, nicht als Führer für eine bestimmte Fraktion, sondern al» Verfechter der Änigkeit aller Antise- miten. Er werde der Fraktion der deutschsoztalm Reformpartei al» Hospitant beitreten. — Au» Kiautschou. Der heutige Jahre»tng der Befitzergreisung von Kiautschou würbe durch Enthüllung eine» Denksteine», ber ben Namen Dleberichsstein erhielt, in Anwesenheit be» Prinzen Heinrich von Preußen festlich begangen. Die hier vor Anker liegende österreich-ungarische Eorvette ^Frundsberg" hatte mr Theilnahme an ber Feier eine Abordnung entsandt. Nachmittag» fanden unter der Leitung de» Prinzen Heinrich Turnspiele von Matrosen gegen SetsolbateZ» statt. Der Kreuzer »Kaiserin Augusta* ist hier eingetroffeu. — lieber einen Ueberfall der Eingeborenen auf deutsche Matrosen an der Norbküste von Deutsch- Guinea wirb der »Astat. (Sorrefp/ geschrieben: Zu ben wissenschaftlichen Lulturausgabtn, bie bie Marine in Frieben za erfüllen hat, gehören bekanntlich auch bie Vermessungen. Während diese fich aber früher nur auf bie heimischen Gewässer erstreckten, hat e» bie Marine «Ü be« Erwerb anP 1 Lettischer Gebiete al» Ehrenpflicht übernommen, auch bie zu euen gehörigen Gewässer neu zu vermissen, ober schon vor- janbene Vermessungen zu vervollkommnen. Außer ber ver- «tssangsabtheiluug in Kiautschou find augenblicklich an ber westaftikanischen Küste da» dazu besonder» eingerichtete frühere Kanonenboot rSBolf* und in ben beutschen Schutzgebieten ber Sübsee S. M. S. rWBwe* mit Vermessungen beschäftigt. baß besonders in den letzterwähnten Gebieten die Arbeiten nicht immer ohne Gefahr für die Betheilißten find, bewies schon vor einiger Zeit ein Vorfall, bei dem eine Anzahl an Land beschäftigter Leute von feiadlichen Eingeborenen angegriffen wurde. Letztere wurden daraufhin durch eine Expedition des LanbungScorpS der Möwe" gezüchtigt. Trotzdem ereignete sich aber kürzlich wiederum ein ähnlicher Fall, allerdings au einer anderen Stelle. Als Mitte Juli dieses Jahres S. M. S. „Möwe" Berweffuugen am Neumayer-Fluß an der Nordküste von Deutsch Neuguinea vornahm, benutzte eine größere Horde von Eingeborenen aus dem Innern die Gelegenheit, als das Schiff selbst zur Triangulation Anker auS- geworfeu hatte, um die am Laude errichtrte Pegrl- statiou unerwartet zu überfalleu, die nur mit zwei Matrosen besetzt war. Doch diese braven Leute ließen sich auch durch die Uebermacht nicht ins Bockshorn jagen. Unbeirrt durch die Psetlschüffe nahmen sie die Gewehre zur Hand und ver- theidigten kaltblütig ihren Posten. Die Eingeborenen hatten auf einen derartigen Empfang wohl nicht gerechnet, nachdem drei der Ihrigen verwundet waren, zogen sie eS vor, schleunigst wieder in den undurchdringlichen Büschen zu verschwinden. Nur einen von ihnen fand man nachher tobt mit einem Schuß tu den Kopf tu dem Buschwerk. Die beiden Matrosen waren unverletzt gebliebeu. AlS durch die Schüffe aufmerksam gemacht, die „Möwe" schleunigst heraukam, waren sie ruhig wieder bet Ihrer Arbeit. Die beiden wackeren Leute waren die Matrosen HeuSberg aus Elberfeld und Adolphi aus Barmen. Art-Urird. Wien, 15. November. Die weitere Gestaltung der Dinge in Oesterreich hängt nicht mehr von der Opposition im österreichischen Parlament allein ab. In Ungarn ist die Lage sehr ernst geworden. Halbamtlich wird sie als „parlamentarische Anarchie" bezeichnet. Die Odstruction dauer» ununterbrochen fort. Wenn die TageSordnuugSdebatte auch irgend einmal — vielleicht schon Mitte dieser Woche — zu Ende gehen sollte, so wird die JndemvitätSdebatte reichlichen Stoff zu neuer Odstruction bieten. Auch find für die nächsten Tage wieder, wie neulich schon, Sturmscrnen zu gewärtigen. Ihren Zweck, da- Eabinet Bauffh zu stürzen, wird die Odstruction indeß, so versichert man, nicht erreichen. Der ungarische Ministerpräsident scheint sich vielmehr schon jetzt für alle Fälle eiuzurichteu. In diesem Sinne schreibt der halbamtliche „Pester Lloyd", die parlamentarische Sint- fluth werde die amtliche Thätigkeit des ungarischen Staate» nicht zum Stillstände zwingen, denn die Regierung werde, „gestützt auf das Vertrauen der Krone und der großen Mehrheit des Parlaments", die Verwaltung wetterführen unter Voraussetzung oder vielmehr in der Gewißheit einer nachträglichen Indemnität. — Also Staatsstreich in beiden Thetlen der Monarchie in Aussicht, und da» im „Jubiläums- jahr". Wien, 15. November. Die Sloveneu haben einen großen nationalen Erfolg zu verzeichne«. Das Grazer Obergericht hatte in wiederholten Entscheidungen Ausführungen sloveuischer Rechtsanwälte in sloventfcher Sprache vor dem Grazer Oberlandesgerichte für unzulässig erklärt. Dagegen haben nun die sloventschen Advocsten die Berufung an den obersten Gerichtshof ergriffen und dieser hat, offenbar unter unmittelbarer Einflußnahme des Ministeriums, dahin entschieden, daß die sloveuische Sprache vor dem Grazer Obergerichte der brutschen Sprache gleich zu achten sei. Mit dieser grundsätzlichen Entscheidung in der Tasche werden nun die sloveuischen Vertreter an die Regierung herantreten, um die Ernennung sloveuischer OberlaudeSgerichtSräthe für Graz zu verlangen, denn die Zulaffung der flovenischru Sprache zu den Verhandlungen bedingt die Kenututß dieser Sprache auf Seiten der Richter. — So wird langsam, aber planmäßig baS Vordringen des sloveuischen Elementes in deutsches Gebiet durch dir Regierung gefördert. Paris, 15. November. Zu dem heute vom EaffatiouS- hofe gefaßten Beschluffe betreffend DreyfuS meldet der „Temps", daß DreyfuS nicht nur informirt wird, sich für die Bertheidigung vorzubereiten, sondern daß die Regierung ihm auch gewisse Schriftstücke zuseudeu muß, welche Fragen enthalttu, die von DreyfuS beantwortet werden müssen. Da das regelmäßige Postschiff nach der TeufelSiusel nur am 9. eines jeden Monats abgeht, wird wahrscheinlich ein Special- schiff im Laufe des morgigen TageS nach der TeufelSiusel abgehen. Die Regierung ordnete an, DreyfuS von Allem zu unterrichten. Der Colontenminifier erhielt aus Cayenne ein Telegramm, daß DreyfuS bet guter Gesuudhett set. Pari», 15. November. Ju der heutigen Kammerfitzung hat der Abgeordnete LagieS die Regierung über den B ei ch luß des EaffatiouShofe« interpellirt. Der Minister- präfideut verweigerte jedoch die Annahme der Interpellation. Dieselbe wird von dem gleichen Abgeordneten am nächsten Donnerstag wieder eingebracht werden. Der Abgeordnete Boyer hat alsdann die Regierung interpellirt, das Gesetz vom 15. Deermber 1897 auch auf das Militärgerichts- Verfahren auSzudehuen. Das Gesetz verlangt, daß jeder Angeklagte bei seinem Verhör durch den Untersuchungsrichter von seinem Anwalt begleitet sein muß. Zum großen Erstaunen der Abgeordneten erklärte de'. KriegSminister sich bereit, den Antrag anzunehmeu. Er will sogar die Dringlichkeit für diesen Antrag angenommen wissen. Der Kriegsminister erklärte weiter, der Gouverneur Zurlinden sei voll- ständig im Recht gewesen, den Obersten Ptcquart in Geheim- haft zu halten. Diese Worte riefen einen großen Tumult im Parlament hervor. Wahrscheinlich werden Cavatgnac und Drumont die Regierung wegen des heutigen Beschlusses des LassattouShofeS interpelliren. Paris, 15. November. Dem „®oh" zufolge ist das gestrige Zeugeu-Verhör der Generale Zurlinden und Chauvi ne von größter Wichtigkeit gewesen. Zurlinden soll in ausführlicher Weise dargelegt haben, wie mau auf die Schuld DreyfuS gekommen sei, und auch Chanoiue soll erklärt haben, daß er nach wie vor von der Schuld DreyfuS überzeugt sei. Der Inhalt des geheimen Dossier sei solcher Natur, daß durch die Veröffentlichung desselben die Beziehungen mit den fremden Mächten compromittirt würden. Heute Nachmittag sollen der frühere Präsident der Republik, Casimir Perier, Minister-Präsident Dupuy und Capitän Lebrun Renault vernommen werden. London, 15. November. Wie „Daily Chroniele" auS Washingtou gemeldet wird, erklärte ein Minister, wenn Spanien sich weigere, die Philippinen aufzugebeu, werde Amerika sofort die Feindseligkeiten wieder aufnehmeu und die Insel gewaltsam wegnehmeu. Großbritannien. Am Montag begann auf dem Tyne ein Ausstand der Matrosen und Heizer, welche eine Lohnerhöhung forderten. Die Ausständigen verlangen 4 Lstrl. 15 Schill, auf den in das Ausland bestimmten Schiffen. Drei Dampfer lehnten die Lohnerhöhung ab und find bereits boykottirt worden. Der Ausstand erstreckt sich auf dreitausend Mann. Rußland. Ein neues unmittelbares Eingreifen des Zaren in die Staatsgeschäfte wird gemeldet. Dieser Tage erging ein Befehl des Zaren durch das Departement der Staatsöconomie allen Ministerien zu, im nächstjährigen Staatshaushalt keinesfalls die ordentlichen Ausgaben zu erhöhen und die außerordentlichen jedenfalls möglichst einzu- fchränken. Amtlich begründet wird der Erlaß durch letztjährige Mißernten. Tatsächlich meinen gutunterrichtete politische Persönlichkeiten jedoch, der Befehl des Zaren stehe außerdem noch ober hauptsächlich in ursächlichem Zusammenhänge mit der Friedenskundgebung. Jedenfalls ist der Rundbefehl von höchstem Interesse, da ein unmittelbares eigenes Beginnen des Zaren zu derartigen Erlassen nur bei Fällen außerordentlichster Wichtigkeit bisher gebräuchlich war. M.P.C. Ueber den Stand der rusfischenRüstungen in China erfährt der „Standard" Folgendes: Seit einem Jahr ist Port-Arthur buchstäblich angefüllt mit Soldaten, welche ununterbrochen zu Wasser und zu Lande eintreffen. Es find jetzt bereits über 40000. Außerdem haben die Russen bei Niou-Tchouang ein verschanztes Lager errichtet. Die Russen haben die Wasserwege der Mandschurei völlig in der Hand, da die chinesischen Truppen einfach vor ihnen zurückgewichen find und theilweise ihre Forts verlassen haben. Wenn die Truppenanhäufungen in der Mandschurei fortdauern, so ist nicht nur bald die ganze Mandschurei in den Händen der Russen, sondern letztere bedrohen auch die Eisenbahnlinie von Chang-Hai-Kouan bis Tien-Tfin und Peking. Die einzigen chinesischen Truppen, welche den Russen hier entgegengestellt werden könnten, stehen halbwegs zwischen Peking und Niou- Tchouang und sind überdies in Händen russischer Jnstrutteure. Der englische Lord Beresford soll bei seiner Ankunft in Niou- Tchouang aus Port-Arthur die russischen Kriegsvorbereitungen in einem so vorgeschrittenen Stadium angetroffen haben, wie man es in England bis dahin gar nicht für möglich gehalten hatte. Assen. In Petersburg hat die Rede Lord Salisburys eine besondere Aufregung hervorgerufen. Man sagt sich, daß in der Hauptsache die Kundgebung gegen die russischen Erwerbungen in China gerichtet ist, und daß England die Gewinnung eines neuen Verbündeten für seine Pläne im Stillen Ocean verkündet: die Vereinigten Staaten. Man erwägt außerdem, daß England ohne sonderliche Anstrengungen Japan gegen Rußland mobil machen kann und die russische Diplomatie auch über Deutschlands Haltung im Unklaren ist. So will denn Rußland vor der Hand in seinen Plänen auf China im Osten des Himmlischen Reiches die äußerste Vorsicht beobachten. Infolge dieser Nothwendigkeit hat aber die Rede des britischen Premiers eine empsindliche Rückwirkung auf das Ansehen des Finanzministers Witte ausgeübt, der wiederholt die asiatische Politik Murawjews zu durchkreuzen suchte, immer ein langsameres Zeitmaß anempfahl und sogar dafür eintrat, daß Rußland mit England in Asten eine Verständigung suchen müsse. Zur Zeit ist jedenfalls der Murawjew'sche Einfluß dominirend. Dies wird zu einer Verstärkung des vorgehenden Zuges in der russischen Politik führen, wenn auch nicht in Ostafien, sondern in Afghanistan und Persien und auch im nordwestlichen China. Man will eine Heerstraße von der Stadt Binsk am Ob nach der alten Chinesenstadt Kobdo schaffen. Dort soll auch ein russischer Vertreter an- sässig sein, um die mit Peking nur in loser Fühlung stehen- den Völkerstämme des nordwestlichen Chinas an die russische Schutzherrschaft zu gewöhnen. Diese neuen Pläne werden von der russischen Gesellschaft schon deshalb mit besonderer Sympathie ausgenommen, weil sie in einem Vorrücken Rußlands in diesem Gebiet das Näherkommen an die indische Grenze feiert. Localer «nd provinzielle». Gieße«, 16. November 1898. Stadttheater. Al» vierte BoikSvorstelluuz wirb am Donnerstag den 17. b Mt». Sudermann» „Hetmath" im hiesigen Stadttheater oufgeführt. Eintrittspreise 40, resp. 20 Pfg. Auf vielfachen Wunsch wirb am Freitag Moser» reizenbes Lustspiel „Da» Stiftungsfest" gegeben. - DaS Gastspiel de» hier mit Recht beliebten Hofschanspirler» Heinrich Hacker von Darmstadt fiuber am DreuStag nächster Woche statt. Ei».Verein. Die nicht eingelvsten Mitgliedskarten können bi» zum 25. os». Mt». bei Herrn Friseur Gerharbt, Linbenplatz (stehe Inserat), abgeholt werben. Wer also nicht noch einmal Eintrittsgeld bezahlen will, dem empfehlen wir, hiervon Gebrauch zu machen. Auch eine Ein- ze chuungSltfle für neue Mitglieder liegt baselbst offen. •• Ein neuer UuterhaltuugS- uud SrwerbSzweig für da» weibliche Geschlecht eröffnet sich jetzt in einer bisher uu- bekannten SpecieS ber Feberblumenarbeit, bie in einer Herstellung künstlicher Blumen au» Federn besteht. Feberblumen, in ber jetzigen vollenbung, finb wohl da» Hervorragendste, was in den letzten Jahren in ber Blumenindustrie erzeugt wurde. In einer täuschenden Nachbildung natürlicher Blumen gearbeitet, find diese an wunderbarer Schönheit, prachtvollen Farbentönen, sowie an Haltbarkeit schwerlich zu übertreffen und eignen sich sowohl für Putz, wie für jede Art Decoration. Blumenkörbe jeden Genre» können au» diesen herrlichen Nachbildungen echter Kinder Flora» arrangirt werben. Auch werben in Federschmuckarbrit Gebrauch»- und LuxuStzegenstande von ganz außerorbsntlicher Schönheit her- gestellt und bieten prachtvolle Ballfächer, transparente Lichtschirme, mit grünen MooSfasern besetzt, sowie reizende Sonnenrosen mit herrlichen Ranken Gelegenheit zu Weihnacht»- geschrukev, sowie als Lampen- und Wanddecorariou die größte Zierde selbst für den verwöhntesten Geschmack. Diese allerliebsten Arbeiten find jetzt bei Herrn Reiber, Möbelgeschäft, SelterSweg, hier, ausgestellt, und hat sich Fräulein Emilie Wellhäuser, eine Meisterin und Lehrerin in dieser neuen Kunst, für einige Zeit Bleichstraße 24, 2. Stock, eingerichtet, um daselbst einen CnrsuS zur Erlernung dieser schönen Sachen zu erthetlen. ES ist also jetzt für unsere Damen und Sinder Gelegenheit geboten, reizende Arbeiten zu erlernen. •* Mittheilungen über Ladefristen für Wagenladung»- güter auf den Königlich Preußischen und Großhrrzoglich Hessischen Staat»bahnen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Anforderungen an die Eisenbahnverwaltung zur Bewältigung de» Güterverkehr» in außerordentlicher Weise gesteigert. ES ließ sich in Folge dessen trotz der größten Anstrengungen nicht'vermeiden, trotz der Güterwagengestelluug in den Zeiten de» stärksten Verkehr», im Frühjahr und Herbste Unregelmäßigkeiten vorkamen. Neben der großen Zunahme de» Verkehr» ist dieser Uebelstand auf bie vielfach über ba» wirkliche Bebürfniß hiuauSgehende Dauer ber Ladefristen zurückzuführev. Diese Fristen, welche früher nur sechs TaseSstunden betrugen, würben im Jahre 1878 auf 12 Tagesstunden ausgedehnt, und außerdem gestattete no» die Bahnverwaltung, daß auch vor Beginn und nach Schluß dieser Tagesstunden Be- und Entladungen vorgenommev wurden. Die VerkehrSordnung sieht zwar di? Einschränkung ber Ladefristen vor, wenn der geregelte Verkehr durch protze Güteranhäufungen gefährdet wird, doch hat die Preußische. StaatSbahuverwaltung von diesem Rechte bisher nur selten Gebrauch gemacht, trotz der schärfsten Angriffe, bie häufig wegen nicht rechtzeitige« Wagengestellung gegen fie laut würben. Auch in absehbarer Zeit soll eS nicht beabfichttgt sein, die Ladefriftrn für die jeweilige Dauer be» Wagenmangel» allgemein abzukürzen. Dagegen erscheint e» nicht unbillig, die Fristen da einzuschränken, wo fie seither überreichlich bemeffen find. ES gilt dies insbesondere bei allen Wagen, die ab 9 Uhr Morgen» den Verfrachtern zur Vrr- fügung stehen und deren Benutzungsfrist — bi» zum Schluffe ber TageSgefchäftSstunben — als vollkommen ausreichend zu betrachten ist. Die jetzige Vorschrift, wonach bie Labefrist für solche Wagen erst am nächsten Morgen um 9 Uhr abläuft, hat nach den gemachten Erfahrungen für bie Berkrhr- treibenden keinen besonderen Werth, sür bie Eisenbahn aber, unverhältnißwäßig hohe Nachtheile, da ber folgenbe Nachtbetrieb ber Eisenbahn bie betreffenden Wagen nicht mit nm« fassen kann. Die Preußischen Staatsbahnverwaltungen haben bewgemäß beschlossen und angeordnet, baß ab 1. Januar 1899 bei demjenigen Wagen, deren Avifirung und Bereitstellung dergestalt erfolgt, baß spätesten» um 9 Uhr Vormittag» bie Labefrist beginnt, bie Be- bezw. Entlabefrist mit dem Schluffe ber Geschäft-ftunben desselben Tage» ihr Ende erreicht. AuSgeuommen von dieser Anordnung find alle Absender oder Empfänger, welche außerhalb eines Umkreise» von zwei Kilometer vom Stationsorte wohnen. Hiermit wird eine weitere Ursache de» Wagenmangel» beseitigt, ohne daß eine unbillige Beeinträchtigung berechtigter Verkehrszweige oder einzelner Jntereffenten eintritt. Die Eisenbahn» Verwaltung kann bei Lösung ihrer stet» wachsenden Aufgaben eine eutzegenkommende Mitwirkung der BerkehrSintereffenten nicht entbehren, und er darf hiernach wohl angenommen werden, daß die vorstehend mitgetheilte, im öffentlichen Ber- kehr»intereffe begründete Maßnahme überall die richtige Würdigung finden wird. ** In Amerika verstorbene Hesse«. In Belleville, Jll., Frau Eva Elisabetha Schütz, geb. Koob, 50 Jahre alt, au» Lieberbach. — In Elgin, Jll.. Karolina Platts 18 Jahre alt, au» Robheim a. b. B. — Ja Harriet»- Ville, O., Frau Christine Peppel, geb. Haa», au» Hessen- Darmstadt. — Ja Santa Clou», Jnb., Wittwe Katharina Kaiser, geb. Wiegand, 68 Jahre alt, au» Hessen- Darmstadt. — In Belle Ville, Jll., Nikolaus Menge», 60 Jahre alt, au» Semd. Wetterbericht. Die Herrschaft de» hohen Drucke» hält fortgesetzt an und zieht sich ein barometrische» Maximum von Westen nach Osten über den ganzen Continent. Demzufolge bauert auch die im Flachlande meist nebelige, in den höheren Lagen heitere und allenthalben ruhige Witterung an. Niederer Druck bedeckt nur den äußersten Norden. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer de» bestehenden WitierungS-Character». § Aus de« oberen Ohmthal. 15. November. Zu ben BermeffnngSarbeiten ber oberen Ohmthalbahn ist dieser Tage die ministerielle Genehmigung ei.ngelaufen. Die Continentale Eisenbahnbau- und BetriebSgesellschast zu Berlin hat den Ingenieur Herrn Hebold mit den VermeffungSarbeiteu betraut, welche bereit» fleißig in Angriff genommen find und in einigen Tagen beendet sein werden. Wie die MontirungS- fähnchen zeigen, soll die geplante Bahn von Mücke über Merlau, Kirschgarten, Wettsaasen, Ruppertenrod, dem Ohmthal entlang bis nach Oder-Ohmen gehen, hier sührt fie aus bie Hauptstraße nnb dieser entlang nach Ulrichstein. Ist hier ber höchste Punkt gewonnen, so soll fie bann bem Wiesenthal oberhalb Ulrichstein» entlang nach Herbstein ihren Weg nehmen^ 1 Dem abgesteckten Weg ber neuen Bahn kann man seine An- nttca 1 L uorfi S-Fs j SS M« 2« Wfi« kW, j.fo nnb du tr1* U WNU *” z-M. □ rmM «intlbet/ htü \w 's «MtW diktor »grd -er t MtlpM W MW*' W ßattfaab nnb bie mti bilbete bitW* drr ben Blick zurück, cheulchule, vorerst z» taube m brr jctz!ge Umzug bereite Mn dun urutti, über mäßigen Haus W st gesetzt,- es schliche nai nM tu sich: gtsuud Umgebung. Man hab lein LrhrzßMN nach lichst nach Norden lies Maud von 620 Tck etwaigen demnächstige prächtige Bau mit sei Sängen und Wände besondere Einrichtun Naturkunde, Handar! Dampfheizung, elect hervorragende Stell einnehmen. Natürl Damen weiter enttol werde man Vielleich oder gar eine M blngnngen bogu gegei •Hea ben um bat feit; genommene Werk Verl Prosessor Beck, dem und Biaattzregierung, üöaigl. Hoheit den Gr Am Abend waren i bie Prinzessin Ludo fommeli, um daS zu Lehrer an der Ansil Musil von W. Peti verschiedenen Disch Piehrt werden, Hal -°d'« JS**i il für P,. S,1*«* k«t ®tn, i htt KÄ’J tÄ*y~ B*®1 24' 2. Stock, 0 unfete ©amen ub Riut» 1« erltnttn, * f«; 8Wlin|l, % °°d Men Im Jahre 1878 auf avßrrdem gefiatiete noch Beginn und nach Schluß ntlabungm vorgeuomw«: hi zvar die Elnfchränkmig tgtltt Mehr vurch große i doch hat b\t PreMche Rechte Mer nut UUtn itfftiu An-rlffr, dir HSuh, * ageftellung gegen str laut eit IbH tl nicht brabflchtigt weilige Dauer det Sagen. Dagegen erlchelnt tl nicht änken, wo fit felther über. | dies Insbesondere bei allen | den Berfrachtern zur Btt- ngSfrist -b!I W Schluffe | i vollkowweu ausreichend zu M, wonach Mt Ladefriß m Morgen um 9 Uf)r ab Wahrungen für die Sri kehr- h. für dir WW Att ,ti da der faxende Rächt mdrn Wagen nicht mit u«' aatSbahnvervaltungen hobln »°d * >■ r°°"' dn.° «*"'"nÄ ,6»w. tiWitt ■** taMtt wmongtK Dcicing ' Sw**” LÄ-- „ ei« «rllevilir, 9*Vgi«i, 60 3«t!t lin’J -rz Harris" b. ®- rJi aui^K )pel, Willwe W" lenli’1* «rtlW reu flaai ,lft mW to ! Sitttt«" ßu bsa ■ULlW« ’m. ®" ÄSSiS ■'sst’ä&i ) «Bl‘ .s arnosa" „ffMigS' •Ä« < i*°5 ucn i i i (i) 4 1 1 Stehen gebrecht« Ärctfe tanmen Airchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. 11408 Feldmann. relepbon t19. Marktstraße 4. laden zu nnmieihen "^Tl Näheres in der Exped. d. Bl. 11166 > 1 (1) 4 1 Seit einigen Tagen erhalten die des EaffaisonShosr« Briefe m t der Darmstadtia. Das Spiel war ein wunderschöner Abschluß des fevllch'n Taa's. Emser mit Eine gut gehende Wirthschast per gleich oder später zu miethen gesucht evtl, wird auch eine von einer Brauerei über« nommen. Cfferten befördert unter H. M. 11409 die Expedition d. Bl. Emser mit Im <5onftrmandensaal, Neustadt 61: Donnerstag den 17.November. AbendS 8 Uhr: vtbelstunde. Phil. 2, 6 ff. Pfarrer Dr. Grein. nkennuug nicht versagen. Durch Benutzung der ausgezeichneten und sehr breiten Staatsstraße, der seitherigen Hauptverkehrsader des oordweftl'chen Bogtlsdergs, »trd gewiß der billigste Bahnweq geschaffen, und die Bahn selbst an allen »deren Ohmthalorten vorbeigeführt. Auch die Beschaffung des für den Schienenstrang erforderlichen Materials kann auf leichteste und billigste Art erfolgen, weil Stetobrüche In nächster Nähr überall vorhanden find. Man hat der neuen Bahn gegenüber befürchtet, die Steigung nach Ulrichstein sei nur mit Schwierigkeiten zu gewinnen, wie uns oder auf eine diesbezügliche Anfrage die Auwort des verWeffungsingeoieurs belehrt, sind diese Schwierigkeiten geringerer Natur, und werde die Höhe leicht durch einige Schweifbogen und liurveo zu gewinnen fein. Die Erfüllung des Wunsches unser oberen Ohmthalbewohner und des nordwestlichen Vogelsbergs, endlich auch mit der eigentlichen Welt durch eine Eisenbahn verbunden zu sein und die Früchte des Verkehrs, unter dem unsere Zeit steht, thellhaftig zu werden, gewinnt immer »ehr greifbarere Faffung. Darmstadt. 16. Nov mber. Wie bereits telegraphisch gemeldet, wurde heute die neue victoriaschule in der Hoch« strahe (Südostoiertel) in Gegenwart des Großherzoq», seines OheimS de» Prinzen Wi lh el» und feiner Schwester, Prinzeifi', Victoria, der Protectoriu der Anstalt,in einfachwürdiger Einweihungs-Feier ihrer Bestimmung übergeben. Den Mittelpunkt der Feier, die nach der üblichen Schlüssel- Uebergabe am Hauptportal in der sehr geräumigen Turnhalle stattfand und die mit Schülerinnen-Thören ausgestattet war, bildete die Ansprache des Directors, Herrn Dr. Landmann, der den Blick zurückkehrte auf da» Jahr 1861, da die Mädchenschule, vorerst zerstreut untergebracht, t« seitherigen Gebäude tn der Grafenstraße ihre Stä'te fand und meinte, der jetzige Umzug bereite noch größere Freude, al» der damalige. M't dem neuen, über alles Erwarten fchönen und zwick« mäßigen Haus habe fich die Stadt Darmstadt ein Denkmal gesetzt; es schließe namentlich drei werthvolle Bedingungen erfüllt tu fich : gesunde Lage, gme L:chtoerhältn.ffe, ruhige Umgebung. Man habe mit Recht streng den Grundsatz, daß kein Lehrzimmer nach der Straße gehen und dieselben mög. lichst nach Norden liegen sollen, befolgt. Für den jetzigen Bestand von 620 Schülerinnen — und sogar bet je einer etwaigen demnächstigeu Erreichung auf ca. 900 — biete der prächtige Bau mit seinen großen Unterrichtsräumen, Treppen, Sängen und Wandelhallen denkbar beste Unterkunft- seine besondere Einrichtung mit Lehrfälen für Phyfik, Ehemie, Naturkunde, Handarbeit uiw., seine Ausstattung mit centraler Dampsheizung, elektrischer Beleuchtung usw. laffe ihn eine hervorragende Stelle unter den Schulbauten Deutschland» einnehmen. Natürlich werde fich der Vtldung»trteb der Damen weiter entwickeln und bi» zum Jahre 1920 oder 30 »erde man vielleicht eine zweite solche Schule im Norden oder gar eine „Vlctoria-UniverfitSt" haben, fall» die Be- bingungen dazu gegeben seien. (Heiterkeit). Redner dankte allen den um das seit Anfang Januar 1896 praktisch in Angriff genommene Werk verdienten Personen, vorab dem Baumeister Profeffor Beck, dem unvergeßlichen Ohly, sodann Stadt- und Staatsregierung, und schloß mit einem Hoch auf Se. SSntgl. Hoheit den Großherzog und das Grohherzogliche Hau». Am Abend waren viele Hunderte von Zuhörern, darunter bte Prinzessin Ludwig von Battenberg, im Saalbau der- sammelt, um da» zvm festlichen Tage von Pfarrer 6. Keil, Lehrer an der Anstalt, gedichtete poeflevolle, mit gediegener Musik von W. Peter versehene Festspiel fich anzusehen. Die verschiedenen Discipltnen (Künste asm), die an der Anstalt gelehrt werden, halten ihren Einzug daselbst und huldigen will. Pari». 16. November. revifionSfreundlichen Richter Tode» -Androhungen. praciilchc erprobte Neuheit für SlhuhwetK! Spanner f. Einlegesohlen 8648] In der Mansarde zwei un» möblirte Zimmer an eine einzelne Dame per sofort zu vermieden. Ludwigsplatz 9, HL 11049] Ein einfach möblirtes Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermielhen. Seltersweg 61. Neueste Nachrichten. Depeschen des Barce* r$cr»U)x. Berlin, 16. November. Hauptmann Morgen im großen Generalstab ist unter Belaffuug in seinem Sommando bei der Botschaft in Eonstantinopel und bei der Gesandtschaft in Belgrad zum Major befördert und zum Flügel-Adjutanten de» Kaiser» ernannt worden. Wien, 16. November. Ein junger Mensch Namen» Hermann au» W en wurde vor einiger Z-.it in Przewyll, weil er fich dort verdächtig gemacht hatte, verhaftet. Der» selbe wurde gestern vom «reisgericht in geheimer Verhandlung wegen Spionage zu Gunsten Raßland» zu acht Monaten schwerem Kerker verurtheilt. London, 16. November. Eine Reserve Flotte von acht Kriegsschiffen in Charta« erhielt Befehl, in der Nordsee eine Kreuzfahrt zu unternehmen. Brunn, 16. November. Der Gemeinde-Ausschuß der Stadt Brür-n beschloß einstimmig, He deutschen Abgeordueica Mähren» auszusordecn, gegen die geplante Errichtung einer tschechischrn Hochschule in Brünn oder einer anderen Stadt Mähren» mit allen gesetzlichen Mitteln zu wirken und die Errichtung einer deutschen Universität in Mähren auzustrebeu. Krakau, 16. November. 26 Studircnde dr» Krakauer Polytechnikum» und neun Studenten de» agronomischen In- stitu's Pulaw find totaen angeblich gemeinickaftlicher Verschwörung von dec fpictett dorthin dtlegirten Peters burger «eosdarmerle verhaftet und mltemommen w»rden. Unter den veihasteten befinden sich viel? Reffen. Budapest. 16. November. Der Minister des 3nnern hat alle Behörden des Lande» angewiesen, jeden Anarchisten, der vom Auslände nach Ungarn flüchten sollte, auf dem kürzlsten Wege abm'chicbkn. Gegen die heimischen Anarchisten sollen die strengsten Maßregeln zur Anwendung kommen und die Photographien der ungarischen Anarchisten auch den ausländischen Behörden zugestellt werden. Rom, 16. November. In der Auarch istcu-E o u - feien» wird Eauevaro den vorfitz führen. Einige Möchte haben bereit» für die Lovserenz Separatauträge angemeldet. Nom, 16 November. An» Santa Eeuz wird gemeldet: Die kubanische National.versammluug beschloß, die Präfideuteuwürde abzuschaffeu. Die Verwaltung übernimmt ein Executiv-Eomttö. Pari», 16. November. Der »Soleil* erklärt, daß der Eaffationshos in seiner gestrigen Sitzung deschloffeu habe, den Krtegimiuister um die Außlieserung de» geheimen Dossier» zu ersuchen. Der Laffatiou»hof sei zu diesem Entschluß durch da» verhör Ehauoine» gekommen. Pari», 16. November. Frau Dreysu» hat ihr vor der Entscheidung de» Caffation»hofe» an Dupuy gerichtetes Gesuch um eine Audienz nicht zurückgezogen, da fie um die Zurücknahme des Beschluffes vom letzten Freitag nachsuchen Vorräthig in Gieesen bei: Heinrich Wallach, M. Krause, Hirsch- Emser Pastillen mit Plombe, dargestellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsenquellen, sind ein bewahrtes Mittel gegen Husten. Heiserkeit. Verschleimung, Mageiifchnache und Verdauungsstörung .... . Zum Gurgeln, Inhallren und zur Verstärkung des Emser Wassers beim Trinken benutze man das aus den nämlichen Quellen gewonnene natürliche Emser Quellsalz mit Plombe. Plombe oder Quellsak Plombp Keule und folgende Tage in EiSpackung eintreffend 735 la. Schellfische in allen Krößen, ff. Holländer SchellÜsche, Kabliau, Schollen, Zander, Kechte etc., Lebende Sarpfeu, Echtere und Karauschen. Prvvrpter versandt nach auswärts. J, M, Schulhof, Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lauter für das Jahr 1N99/19OO beql vom 18. November b. I. an acht Tage lang auf dcm Bürgermeisterei-Büreau dahier zur Einsicht der Jnteresienten offen. Lauter, den 16. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Lauter. Id3S4> Im Seitenbau Südanlage 7 schöne Wobn. m. abglsckl. Corr, zu verm. NÄ 75 Psgk. btS 18.65 per Met. — sowie schwarze, weißt und farbiae ,£<«««• berg-Seide-^ von 75 Pfg. btS Mk. 18.65 - in bm mobtrnittn Geweben, Farben und Desstn«. An Jedermann franco und verzollt Im Haus. Muster umgehend. 10177 G. Henneberg’s Seiden-Fabriken (k. u. k. Hoti.) Zürich. D. R. P. Nr. 72633, auS der Fabrik von Geck 0e Schmidt, Plettenberg-Bahnhof, Westfalen. Unentbehrlich für jedes Schuhwerk! Für jede Größe und jede Einlegesohle paffend. «ein Verschieben und kein Faltig« werden der Ginlegesohlen, sowie leickles Etnlegen und HerauSnehmen derselben. Außerordentlich angenehmes Gehen aus den mit Spannern ver- sehenen Einlegesohlen. Dieselben halten den Kuß trocken und warm'. 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Picquart, Scheurer-Kestuer und Bernard Lazare werden al» dir Haupt- zeugen genannt. London, 16. November. Nach einer au» New-York eingetroffineu Meldung ist eine amerikanische Flotte mit ver- firgelter Ordre nach Europa abgesegelt. Loudon, 16. November. Der .Globe" meldet ou« New«York: Für den Fall, daß Spanien seine Erwiderung länger al» bi» heute verzögert, hat Dah Instruction, ein Ultimatum bi» zum 23. November zu stellen. Nach A laut dieser Frist wird Amerika sofort Jloilo und d:e übrigen noch in Spanien» Händen befindlichen Häfen auf den Philipp neu besetzen und eine Flottendemonstration an der spanischen Küst< vornehmen. Die Rüstungen in Amercka werden ziemlich lebhast betrieben. 111401] Ein Logis zu vermielhen bei Metzger Hosmanu, Wallthorffraße 13. Schönes ßveipMNlkr zu vergeben. 11371 Näheres in der Erpedüion b. Bl. 11166] Mehgerladen mit Zubehör, in guter Lage, zu vermielhen. Bahnhofstraße 43. I Schöllt 3-MiilllMhllllllg I part., mit allem Zubehör, zu vermielhen. 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Sckre.ner für dauernde ArbeU, 1 Bausckreiner, 1 kräftiger HauSburscde, 3 Dienstmädchen für Küche und HauS arbeit, 10 AuSripperinnen, 4-6 Lumpensortirerinnen, 1 JliairQU. Dor 122 Jahren, am 17. November 1776, wmde in Jever der berühmte Geschichtsschreiber Friedrich Christoph Schlosser gtboren. Er faßte in feiner Weltgeschichte mit tiefem Blicke die LebenSthätigkeU der Dö ker in ihrer Gesammtheit auf, indem er die innige Verbindung der Litteratur, Sitte und Denkweise mit btn Erscheinungen dc» öffentlichen Lebens nachwies. Schlofier starb am 28. S»p- tember 1861 zu Heidelberg.___ Wöchentliche Uebersicht der Todesjälle tu Gietzm. 46. Woche. Born 6. November bi« 12. November 1898. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tocl. 1600 Mann Militär). vlerbltchkeit»ztffer: 25,89, nach Adzug der Ortsfremden 23,73 o/oo- X i a b t f ®‘ Sui-««-: r.-L.h.t Keuchhusten Bronchitis Influenza Lungenschwindsucht Gehirnschlagfluß Krebs Lue» LebenLschwäche__________________________________________________ Summa: 12 (1) 8 (1) 3 1 hm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auswär.s nach 11410] FarnilienlogiS, best. aus zwei Zimmern, zu verm. Maigaffe II. 11411] Möbl. Zimmer zu vermielhen. ________________LSwengaffe 22, 1. 11415] Möbl. Zimmer sofort preisw. zu vermiethen. Kaplansgaffe 2, II. 11412] Ern sckön möbl. Zimmer billig zu vermiethen Blcichstraße 17, IH. 11400] Einfach möbl. Zimmer zu ver« mielben.________Westanlage 7, pnrt. 7802] Zwei meinandergehende möbl. Zimmer per sofort zu vermiethen. Neuenweg 39, vart Hiesige Cigarrenfabrik sucht per 1. 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Danksagung* Grossen-Buseck, den 15. November 1898. 11407 Für die überaus herzliche Theilnahme an dem uns betroffenen schweren Verlust sagen innigsten Dank Otto Manns und Kinder. Hauptversammlung am 24. d. Mts., Abends 8 Uhr Pünktlich, im unteren Saale des Caf6 Ebel. Tages-Ordnung: 1. Rechnungslegung, Entlastung wegen der Rechnung. 2. Vorstandswahl. 3. Vortrag von Herrn Prof. Dr Wenck- Marburg über den historischen Kern der Elisabeth-Legende. Die Mitglieder des Vereins, die nach dem Vortrage wisienschaftliche Mittheilungen zu machen wünschen, werden ersucht, unter Angabe des Gegenstandes ihre Absicht drei Tage vorher dem Vorsitzenden anzuzeigen. SOF Während des Vortrags und der geschäftlichen Verhandlungen ist Rauchen und Speisen untersagt. Gießen, den 16. November 1898. 11424 Der Vorstand. Hießener Gis-herein. Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen beim Umgang des Dieners nickt in Empfang genommen haben, können dieselben bis zum 25. November d. I. bei Herrn Friseur Gerhardt, Lindenplatz, abholen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst hat, gilt nach § 9, 10 der Statuten als ausgetreten. Neuaumeldnugeu werden daselbst entgegen genommen. Eintrittsgeld 1 Mk. — Jahresbeitrag 2 Mk. Gießen, den 15. November 1898. 11403 Der Vorstand. Al'ice-Aochschule. Der Weihnacht- - toftw beginnt Montag den 21. November. Mit Neujahr nimmt ein neuer Koch-Cursus seinen Anfang. Anmeldungen bei Frl. Renner in der Schule 11404 Für Damen tbc und Kinder, zum Vergnügen oder Erwerb. tW* Nur kurze Zeit hier! Unterricht in Iederölumen, Iederschmuck und Aitigranaröeiten. (Siehe Jllustr. Frauenzeitung und erste Mode-Journale.) Jede Sckülerin lernt viele verschiedene, wunderbar naturgetreue Blumen, Fächer, Lampenschirme, Halskrausen, Hartuffs, sowie reizende Schmucksachen zu arbeiten. Sehr billiges Material! Außerordentliche Haltbarkeit! Hohe Anerkennung aus allen Städten, wo unterrichtet. Honorar für ganzen Cursus: Damen Mk. 2.-, Kinder Mk, 1.—. 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Mittwoch den 16, November: Grosses Concert ausgeführt von der 11331 Capelle der 2. «rohh. Kefl. Ins .Kkgiments Nr. 116, Liisn WilhM unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn E. Krauße. Anfang 7 Uhr. Eintritt 30 Pfg. __Bier im Glas.__________________ Theater-Verein. Zweite Vorstellung Mittwoch den 16. November, Abends 8 Uhr pracls, im Festsaal (Leib’scher Saal), Wallthorstrasse: ausgeführt von Mitgliedern des Giessener Stadttheaters Direction Kruse-Helm unter Mitwirkung des Fräulein Anna Walther vom Grossherzoglichen Hoftheater in Darmstadt. Hofgunst. Lustspiel in 4 Aufzügen von Thilo von Trotha. "Dill zx4-e , in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs N achf.), AdllLt)• 8owie an der Abendkasse: Loge Mk. 4.—, Erstes Parquet Mk. 8.50t Zweites Parquet Mk. 2.25, Studentenkarten Mk. 1.—, Schülerkarten Mk. 0.40, Gallerie Mk. 0 60. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiterem Bedarf): Loge Mk. 3.50, Erstes Parquet Mk. 3—, Zweites Parquet Mk. 2.—. Theaterzettel 10 Pfennig. Nach Schluss des Theaters bei ungünstiger Witterung Omnibusverbindung nach __________________________verschiedenen Richtungen._____________________11199 Donnerstag Abend eintreffend: Grosse Sendung Cabliau . . . per Pfund 20 Pfg. lebendfrische Angel-Schellfische . . - „ „ 24 „ Seelachs „ 22 „ Ferner neu eingetroffen: Rollmöpse mit (ßnthttifinlagt, Kismarck-Heringe, Ast in Kölner Consum - Anstalt 11428 Bahnhofstraße 27. C. F. Hackenberg. Bahnhofstraße 27. 50 Mk. Belohnung zahlen wir Demjenigen, der uns den Thäter uachweist, welcher am 15. d. Mts. zwischen 61/» bis 7 Uhr AbeudS einen drei Ceutuer schweren Stein auf die Schienen am Feldschlötzcheu, Rodheimerstratze, legte. 11420 Sktttkbs-VeruMilvg der Kiebktthalbahv. HP . liefert eehnell en Mögen Preisen die antcouverts Bruhl’sche Univ.-Druckerei (^Pletach. Erloeaa.) mit Firmendruck Schulstrasse 7. Coursbericht m Je Kurz & Co«, Giessen, Kahllhßfstraje 63. Frankfurter Börse vom 15. November 1898. Procent 87, Deutsche ReickSanl. 101.40 3 Preuß. Consols 94.35 87i Gr. Hessische Obl. 100.30 4 Stadt Darmstadt v. 1891 000.00 4 Stadt WormS unk. b. 1901 101.00 3 Oesterr. Staatsbabn v. 1885 89.50 3 Jtal. staatsgar. Ersenb. 57.65 Procent 47s Oesterr. Silberrente 84.90 4 Ung. Gold-Rente 101.30 3 Portugiesen 23.60 6 Mexicaner 97.10 4 Monopol-Griechen von 1867 44.60 4 Eisenb. Rentenb. Obl. 100.60 4 Buderus Obl. 99.85 empfehlen A. <& « Wallenfels, Markt 21. Große Auswahl 11215 in dlo. UNk. b. 1907 101.80 Deutsche Grdsch. B. unk. b. 1904 98.20 4 Americ. 4.17 1 Darmst. Bk.-Actien - »ruck und «er(tf Vx BrShl'schen Un,verstt»B-»«ch. an« Steindrnckerei (Pietsch fctbett) ie Sie»«. 4 4 Brief 16.17 20.42 4.20 Abend eourser 151.50 s Oesterr. Credit-Actien Section Giessen. D. Oe. A. V. iw» Donnerstag den 20. November, im Vereinslocal CafsEbel: Nereiusadeild. 20 Franken-St. Engl. SovereignS Dollars in Gold Giessener Stadttheater. Donnerstag, den 17. November Vierte Volks - Vorstellung. Heimath. Schauspiel in 4 Acten von Hermann Sudermann. 87, Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 37» Frkf. Hyp. Cred. V. unk. b. 1906 98.80 Geldsortenr Seid 16.14 Franz. Banknoten 1906 99 30 37, Hambrgr.HypBk.unk.b.1908 4 Preuß. Hyp A. Bk unk. b. 1900 87, Pomm.Hyp.A.Bk. unk. b.1906 Frkf.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 20.88 Oesterr. dto. Mnlerzeugen in verschiedenen bewährten englischen und deutschen Systemen. Aug. Mouianus UM., I-h II. & M. Zmhkllskr, Markt 9 und 10. Vereine 99.00 98^0 100.00 100.75 ®e» 80.60 169.35 4.197, 298.50 Are heutige Uumurer umfaßt 10 Seiten. mi w« ww- 2lt Ami Bei ptrrffm-.' die W« 3n Rohrbach SSdivgro, ist die Mao Schdftspnre angrordnei Sießea, den 15. Sroßherzog Den ettlhi, 15. Mn btt hrvüstll Füll btt hanset vtrschirbrurn S Sotzeichllllllge» verlieh ordre llntforw'Aknbrri Serlta, 15. Nove fabrikaotrn Karl Ri bat »Verl. Lagebl/ Srtzkmdnlß hae Rieschs Sarv vub Wolle grstc »nibra bei einer Hao über 10 Lentner Roht w tyttn eiom anbtrn §abtitani Mta, 15. Nove! 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