'ßen daß wir, nachdem Hardt, verstorben ist, gend dem Herrn er!»Giessen, 8143 e Direktion. o e V et, denn sie erjieU lanz. 1881 ulte» J. g von r Art >nung- e6< lOi* 19» 44« lOUj 1(0« stM Silberr^ D !** - ÄUttwoch den 17. August 189S Zweites Blatt M. Wl Gießener Anzeiger Heneral-An^eiger Aints- und Anzeigeblntt süv den Dtveis Gieszen 3$nugi,rctl vicriktjLhrlich 2 Mark 20 Pfg monatlich 75 Pftz. mit vrmgerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,. vierteNLHrlich. !■■•!■< Anzeigen zu der Nachmittag- für den ß^tznidrn Lag erschemenden Nummer bis Lorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittlung-strllrn des In- und Lu-lonbe- nehmen Anzeigen für btn Gießener Anzeiger rtgcya Erscheint ILgNch ■it Au-nahmc des Montags. Di« Gießener »eetriteiratler Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal dergetegt. Expedition neb Drndrrti: Vt. 1. Gratisbeilage: Gießener Fmnilienblätter. *""" Amtlich«»' Thell. Bekanntmachung, betreffeud Erweiterung des Bahnhofs Laug-Gönß. Wir bringen hiermit zur Keuutntß der Interessenten, daß der Plan, betreffeud die Erweiterung des Bahnhofs Lang-GSuß von Mittwoch den 17. d. MtS. ab, 14 Tage laug bet der Großh. Bürgermeisterei Laug-Gönß offen liegt, und daß zur Eutgegeunahme etwaiger Einwendungen Verhandlungstermin auf Großh. Bürgermeisterei Laug-GöoS auf Donnerstag den 1. September I. I, Nachmittags 3 Uhr aoberaumt wird. Gießen, den 15. August 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. betreffend die Eisenbahn von Gießen nach Bieber. Nachdem die bahnpolizeiliche Abnahme der Eisenbahn Von Gießen nach Bieber stattgefuoden har, und deren BetriebSeröffnung am 19. d. MtS. tu Aussicht geuommeu ist, feheo wir uuS veraulaßt, auf dte Bestimmuugen der Vahoorbuung für dte Nebeoetfeubahneu Deutschlands vom 5. Junt 1892 aufmerksam zu machen. Insbesondere darf, nach § 44 derselben daS Publikum dte Bahn, soweit solche nicht zugleich als Weg dient, nur an den zu UebergSngeu bestimmten Stellen betreten und zwar nur so lauge, als sich deuselbeu kein Zug nähert; dabei ist jeder unuöthige Verzug zu vermetdeu. Sobald sich ein Zug nähert, «üffeo Fahrwerke, Reiter, Fußgänger, Treiber von Vieh und Lastthierea dte Bahn schnell räumen, beztehnogSwetse tu augemeffener Entfernung von der Bahn und -war sofern Warnungstafeln aufgestellt sind, an dteseu halten. Jede Beschädigung der Bahn und der dazu gehörigen Anlagen mit Stoschloh der Telegraphen, sowie der Betriebs- mittel nebst Zubehör, desgleichen daS Auflegen von Steinen »der Holz und sonstigen Sachen auf baß Planum, oder daß Aobrtngen sonstiger Fahrthiodervifle ist verboten- ebenso die vrreguog falscheu Alarmß, die Nachahmung von Signalen, bte Verstellung von AuSweichvorrichtungen und überhaupt, lie Vornahme aller den Betrieb störenden Handlungen. Zu» Widerhandlungen gegen diese Bestimmuugen werden mit Geldstrafe biß zu Neunhundert Mark geahndet. Gießen, den 15. August 1898. Großherzogltcheß Kreißamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Ja dem Voranschläge deß laodwirthschaftlicheu Bezirkß- vereinS Gießen find 200 Mk. für Abhaltung von landwtrth- schaftlichen Wandervorträgen vorgesehen. AuS diesem Betrage sollen die Diäten der Wanderlehrer und dte Transportkosten auf der Eisenbahn bestritten werden. Die Gemeinden, welche nicht an einer Eisenbahnstation liegen, haben auf ihre Kosten den Herrn Wanderlehrer per Wageu an der Bahn abholen und dahin zurückbringen zu laffeu. Dte Großh. Bürgermeistereien und Vorstände der land- wirthschaftlichen Localveretue und Biehzuchtvereine, welche wünschen, daß in ihren Gemeinden landwirthschaftltche Vortrage gehalten «erden sollen, werden ergebenst ersucht, mir dies unter Angabe des Themas, über welches der Wanderlehrer einen Vortrag halten soll, sowie deS TageS und des LocalS, an, resp. in welche« der Vortrag abgehalten werden soll, mitzutheileu. Als BortragSthemaS schlage ich zur Auswahl vor: 1. Die Bewirthschaftung des Bauerngutes nach rationellen Grundsätzen. 2. Hebet landwirthschaftltche Buchführung. 3. Hebet Errichtung von landwirthschaftlichen Spar- und Darlehenskassen. 4. Hebet Errichtung von Molkerei-Genossenschaften. 5. Hebet Feldberetutguog, Zusammenlegung der Grundstücke und Anlage von Feldwegen. 6. Heber Fruchtfolge. 7. Hebet Bodenbearbeitung mit Hilfe der brauchbarsten Ackergeräthe. 8. Heber den Einfluß deß Saatgutes auf die Ernte und über die Ausführung der Saat. 9. Hebet Düngung und Düngetbehaudluug. 10. Heber die Anwendung der künstlichen Dünger und die Gründüngung. 11. Hebet Züchtung und Aufzucht des RiudeS. 12. Hebet Fütterung des Milch- und Mastviehes. 13. Heber Erzeugung, Behandlung und Verwnthuug der Milch. 14. Heber Schweinezucht und Mast. 15. Heber die Gründung von Btehzuchtvereioev. 16. Hebet Entwässerung, Drainage, Wteseuverbefferuog und Wieseodünguug. 17. Heber die Errt i tung bet Heerbbücher. Gießen, den 11. August 1898. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins. C. Jost. Nachstehende Bekanntmachung des H. Vorsitzenden der Local-Commifsion für die Bezirksthierschau in Hungen wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 12. August 1898. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. C. Jost. Oeffentliche Bekanntmachung. Die Abhaltung von Körbezirksthierfchauen in Oberhefseu betreffend. Nach den Beschlüffen des hessischen LandwirthschaftSratheS und des Oberhessischen Provinzialvereins über die Verwendung von Staatsmitteln zur Hebung der Landwirthschast hat noch im Herbste dieses Jahres für den 2. Körbezirk, umfassend die Simmenthaler Rindvieh züchtenden Ortsschaften des Kreises Gießen, eine Bezirksthierschau in Hungen stattzusinden. Zu derselben und der mit ihr verbundenen Prämiirung werden nur Thiere der Simmenthaler Rasse zugelaffen, ohne Rücksicht daraus, ob dieselben in das Herdbuch ringe- tragen find ober nicht. Die prämiirten Thiere jedoch müffen angekört und in das Herdbuch eingetragen werden. An Preisen werden ausgesetzt: Prämiiruugs-Orduuug für Rindvieh. 1. Bullen ohne Schaufeln (bleibende Schneidezähne) ein 1. Preis.....120 Mk. ein 2. Preis.....90 „ ein 3. Preis.....60 „ 2. Kühe mit 3 und 4 Kälbern, in Milch, oder erkennbar tragend ein 1. Preis.....100 „ ein 2. Preis.....75 „ ein 3. Preis.....50 „ Kühe mit ein und zwei Kälbern, in Mich, oder erkennbar tragend ein 1. Preis.....100 „ ein 2. Preis.....75 „ ein 3. Preis.....50 „ Feuilleton. Des Hiesser Jugenfest. Bon Carl Geißler. AuS der Jugendzeit, aus bet Jugendzeit Klingt ein Lied mir immerdar, O, wie liegt fo weit, o wie liegt so weit, WaS mein einst war! So kltngtß unn fingtS in mein Gemiebh, seitdem äich fan Giesset »-zeiget zwaa „Sigesanbt" gelese hadb, dät sich ■it unser« Jugensest, ei von de scheenste Eirichtunge, bäi unser Vattetstadt uffzeweise hott, beschäftige. In frihere Leide hott «errsch gar net anuerscht gewußt, daß jeb Jahr hn August unn speeber als nach im Sepdember deß Jugensest ist Filesofewalb abgthahle worbe iß unn zwar unnet Be- bheiliguug von de gelammte Berjerschaft unn de särnrndliche Rinnet, dät die Schule in unsere Stadt besucht hawwe unn selbpvetschbeudlich aach unnet giediger Mitwerkung von de Herrn Lehrer, däi ja aach als Erzieher von de fingere Generazion in etschdet Linie zu betgleiche Sache berufe sinn. Deß Jodteffe fer deß Jugensest scheint in Giesse jo immer noch wach ze sei, wenn aach vielleicht manche Leub wenig Lust dezu hawwe, fer Jngenlust unn Rinnerfreub emol e paar Stunn ze oppetu. Maß will awwer so e geringfigig Opper an Zeib nun vielleicht an e paar Grosche bebeube, wann merr doch t)innen ad) die Genugdhuung devo hott, daß mett dorch sei Mitwerkung bei so em Jugensest doch aach sei Scherfche dezu beigebtoge hott, baufenbe von Kinnethetze erfreut unn en e Bergniege verschafft ze hawwe, «aß en biß inß speebe Alber enti in angenehmer Erinnerung bleibt! Muß bann en Mensch net schont ganz unn gor verknechert sei, wann err sich net freue kann immer de Jumel von so viele Rinnet, däi beim Klang von be Musik mit ehre Fahne enauSziehe in Walb, um dort bei alle wegliche Spiele sich ze bummele unn bann be wohlvetbiente Preis eizeheimse? Deß Gieffer Jugeufest iß ganz nun gar befir geschafft, e richdig Volks- unn Jugensest ze sei! Do hatt sich von jeher Atm und Reich hidsch neme enormer vetdtoge unn an dem Dag wenigstens sinn die Rang- unn Stondunnerschieb uff e kotz Zeib beinah außgegliche gemefe. Wer mit beibrage will, die Leefuug bet sociale Frag e bisst beschleunige ze helfe, bet gebb fei Votum ab fer Abhaltung vom Jugeufest unn zwar fer Abhalbung in jede« J-Hr unn net in Zeibrau« von zwei ober gar noch mehr Jahtu, bann sonst iß zu be- ferchte, baß eß uff en scheene Dag emol ganz eischläft, maß iwwrigeuß e Schann fer unser Gemaa wer. Unn wer bebbei net mitmächt, der kannß bletme loste, — eß «errn fich boch Leub bezu fivue, bäi fer die Sinnerweld noch waß iwwrig hawwe unn fich aach gern emol en Middog unn en Aweub fer fe plage in bim scheene Bewußtsei, waß Gubeß gestift ze Howe. Hohle merr beßhalb noch wäi vor unser Jugensest unn laste merr Hemer dafer e paar annete Feste im Jahr eweckfalle, — die Jugenb merbi anß danke! Deß Jugeufest, baß iß e Fest, — Fast gar net ze beschreime I Am Mibdag schon im ganze Nest Will KaouS dehaa« mehr bleiwe. Enauß zum Filesofemalb Dhub fast ganz Gieffe lasse, Unn Atm unn Reich unn Jung unn Shld Dhut fich gewiß ahn kaofe. Die Mäbercher im weiße Staat, Mit Ktenzetcher, mit griene, Die Buwwe anß be ganze Stadt Sinn vollzehlig erschiene. Waß Hippe do die Hrrzetcher Unn die Gefichtcher gliehe — vergeffe finu die Schmetzetcher — Bot lauder Lust unn Blihe! Unn erfcht im Wald, do wimmeltS bloß Wäi Ameise nun Biene, Do iß ja grab be Deuwel loß, — Da gibbtß kaa beese Miene. Eß freub fich Jung, eß freub fich Ahlb — Da werb gelernt, gesptunge- Die Wacht am Rhei klingt borch be Wald Unn ^Deutschlnub" werd gefunge. Stark werb be Ruudlaaf dort benutzt, Da dhun se Wörschdcher schnappe — Beim Sackhippe ba werb geuhzt Wer so erum dhut dappe. Ze früh kimmt bann be Aweub schon, Die Pteiß bhuu se verbheile, Unn wer verliert» will net sein Lohn, Der muß fich forchtbar eile . . . Mit Sang unn Klang gihtß bann nach haam, Deß Fest, baß iß euschwunne, — De Kiuuer lache noch im Dtaam Die schee verlebte Stunne .... Ach, bhet be Dtaam bet Jugenzeid, Der golbne, ewig hahle, Mit seine Wonne, seine Freub, Bei Junge, wäi bei Ahle! 3. Kalbinnen erkennbar tragend ein 1. Preis.....100 Mk. ein 2. Preis.....75 n zwei 3. Preise ä 50 Mk. . . . 100 „ 4. Sammlungen. a. Große Sammlungen (von Zuchtvereinigungen oder Landwirthen im Besitz von 30 oder mehr Stück Rindvieh) bestehend aus mindestens 10 Stück über 1 Jahr alten weiblichen Thieren (darunter höchstens 5 Kühe) und einem reinrassigen Bullen ein 1. Preis.....500 „ b. kleinere Sammlungen von Landwirthen, die weniger wie 30 Stück Vieh im Stalle haben, bestehend in 6 Stück über ein Jahr alten weiblichen Thieren (darunter höchstens 3 Kühe) Gesammtpreis . . - • 350 , c. Familien, bestehend aus einem Mutterthier und mindestens 2 von diesen stammenden über ein Jahr alten weiblichen Thieren ein 1. Preis.....150 n 5. 10 Anerkennungen, Weggeld ä 10 Mk. . - 100 ,, Summe der Preise . • 2245 Mk. . 60 Mk. Mk. Prämiirrrugs-Ordurrug für Schweine. Es werden folgende Preise ausgesetzt für: A. Reinrassige Schweine des weißen englischen Schlags (Yorkshires rc.) 1. Eber: ein 1. Preis. zwei 2. Preise ä 40 Mk. zwei 3. Preise ä 20 Mk. . 80 „ . 40 „ 180 2. Sauen, trächtig oder mit Ferkeln: ein 1. Preis . . . . 45 Mk. ein 2. Preis . . . • 30 „ ein 3. Preis. . . - 15 „ 90 Mk. 5 Anerkennungen mit ä 5 Mk. Weggeld 25 „ B. Kreuzungen mit obigen Schlägen: Sauen, trächtig oder mit Ferkeln: ein 1. Preis. . . .45 Mk. ein 2. Preis. . • • 30 „ ein 3. Preis. . . . 15 „ 90 Mk. 4 Anerkennungen mit ä. 5 Mk. Weggeld 20 n C. Landschweine: Eber: ein 1. Preis. . . .45 Mk. Sauen, trächtig oder mit Ferkeln: ein 1. Preis. . . . 30 „ Anerkennungen mit ä 5Mk.Weggeld 20 „ 95 Mk. D. Sammlungen aus A.: 1 kleine (von Landwirthen mit weniger als 5 Zuchtsauen) be« stehend aus einem Eber und vier Sauen über 6 Monate alt: ein 1. Preis. . . .100 Mk. ein 2. Preis. . . - 50 „ 150 Mk. 2 große (von Landwirthen und Zuchtvereinigungen mit mehr als 5 Zuchtsauen) bestehend aus zwei Ebern und sechs Sauen über sechs Monate alt: ein 1. Preis. . . j 150 Mk. Summa 800 Mk. Für die Durchführung gilt die vom Landwirthfchaftsrath erlasiene Allgemeine Schweineschau Ordnung. Prämiiruugs-Orduuug für Ziege». Es werden folgende Preise ausgesetzt: 1. Für Böcke: Ein 1. Preis......30 Mk. Ein 2 Preis......20 ,, Ein 3. Preis..... 10 „ 60 Mk. 2. Für Ziegen: Ein 1. Preis......20 Mk. Zwei 2. Preise ä 15 Mk. . . 30 „ Zwei 2. Preise ä 10 Mk. . . 20 70 Mk. 4 Anerkennungen mit ä 5 Mk. Weggeld 20 „ Summa 150 Mk. Für die Durchführung der Schau gilt die, vom Land- wirthschaftsrath erlassene allgemeine PrämiirungSordnung, deren hierher gehörige Bestimmungen in der Ausstellungsordnung den Viehzüchtern noch bekannt gegeben werden. Mit der Schau wird weiter eine Prämiirung von Schweinen und Ziegen verbunden, für welche besondere Mittel zur Verfügung stehen. Hierüber erfolgt nähere Bekanntmachung. Die Schau wird am 19. September d. Js. abgehalten und bezweckt vorstehende Veröffentlichung, die Viehzüchter des Kreises Gießen schon jetzt auf dieses wichtige Unternehmen aufmerksam zu machen und zu rechtzeitiger Vorbereitung reger Theilnahme zu veranlaffen. Mit der localen Durchführung ist vom landw. Provinzialverein eine Commission beauftragt, in welcher der Unterzeichnete den Vorsitz führt. Anmeldungen sind bis fpätesteus 9. September an den Unterzeichneten zu richten, von welchem auch die Ausftellungsordnung und die Anmeldeformularien zu befinden sind. Hungen, den 4. August 1898. Der Vorsitzende der Commission der Bezirksthierschau, v. Oven. Die internationale Lage. Die Waffen ruhen, erleichtert athmen gewiß beide Gegner auf, denn sowohl auf spanischer wie auf amerikanischer Seite war die Situation kritisch. Wohl waren die Amerikaner Sieger geblieben, wohl hatten sie ihr Uebergewicht zeigen I können, weil sie infolge iher günstigen Finanzen die Fort- chritte der KrtegStechntk fich nutzbar zu machen vermocht Mtten, aber ihre Armee kann den Einwirkungen des mördert- I chen Klimas auf Cuba nicht widerstehen. Tausende der I luiouStruppeu liegen am Fieber darnieder, und die Gefahr I iroht, daß das Heer durch diese Seuche völlig decimirt wird. Was nützen fch'.irßlich die Kanonen neuester Constructiou uud verheerendster Wirkung, wenn keine Mannschaften zu Gebote tehen, die Erfolge auSzuuutzeu, welche die technische Ueber- legeuheit errungen hat! r , Deshalb ist mau sicherlich auch im Weißen Hause hoch- befriedigt darüber, daß Spanien die Hand zum Frieden bot, daß eS die amerikanischen FrtedenSbedivgungen im Prtucip auuahm. SS ist kaum daran zu zweifeln, daß auf Grundlage dieser Bkdiogungeu der definitive Friede schließlich zu Stande kommen und daß die westindische Frage damit ihre endgültige Erledigung finden wird. Die Mouroe-Doctriu hat einen Erfolg errungen, der sehr schwerwiegend ist und hoffentlich den Appetit der YankeeS nicht noch mehr auregt. Gegen die Durchsühruug der FriedenSbedtugungen dürfte ' kaum Seitens der Großmächte Einspruch erhoben werden, da fich die Amerikaner bezüglich der Philippinen weise Mäßigung auferlegt haben. Hätten sie ihre Hand auf diese Inseln gelegt, so wäre eS wahrscheinlich zu internationalen Covflietev gekommen, so aber dürfte die allgemeine Lage durch den AuSgang des spanisch amerikanischen Krieges kaum berührt werden. Daß diese darum besonders beruhigend genannt werden könnte, soll damit nicht behauptet werden. Wir haben schon vor einigen Tagen die englisch-russischen Jntereffeu in Ost- afien besprochen und darauf hingewieseu, daß diese Differenzen fortgesetzt eine große Gefahr tu fich schließen, die geeignet ist, weite Kreise zu ziehen. ES finden fich fortgesetzt dtver- girende Punkte, die einen Sonflict heraufzubeschwöreu in der Lage find und um so gefahrvoller erscheinen, als heute keine Großmacht wehr ganz unparteiisch dem Stande der Dinge im fernen Osten unparteiisch und uuinteresfirt gegeuübersteht. Auch Deutschland kann kaum noch die Rolle deS ehrlichen Maklers übernehmen, seitdem es zu Ostafien so thatkräftig Stellung genommen hat uud eotschloffen ist, seine politischen uud wirthschaftlicheu Jutereffen daselbst wirksam wahrzunehmen. Nach allgemeiner und auch von uuS vielfach vertretener Avficht muß es zwischen England uud Rußland einmal zu einer Auseinandersetzung kommen, aber im Jntereffe des Weltfriedens liegt eS, wenn die Austragung der Differenzen noch möglichst lange hinauSgrschoben wird. Dieser Ansicht scheinen auch die englischen Staatsmänner zu sein, denn trotz der heftigsten Borwürfe, welche ihnen die Londoner Preffe macht, haben sie in der chinesischen Etseubahufrage klein bei- gegeben uud es ruhig hiugeuommeu, daß Rußland wieder die Sahue abgeschöpft hat uud fich Borthetle auetgneu koume, welche tief iu die englischen Juteressea eiuschuetdeu. DaS FriedeuSbedürfuiß ist iu Europa noch überwiegend uud vou keiner Seite möchte mau die Ruhe stören, trotzdem viel ExplofiouSstoff augehäuft ist. Dieses FriedeuSbedürfuiß läßt allein noch bte Zuverficht zu, daß eS gelingen wird, den Ausbruch einer offenen CovfltcteS zu vermeiden oder ihn wenigstens noch lange hioauSzuschtebeu. Deutschland hat sehr klug gethav, seine Hand von der kreteufischev Frage zurück- zuzieheu, eS läuft wenigstens jetzt nicht die Gefahr, auch in diese Augelegeuheit verwickelt zu werden uud kann infolge dessen seine ganze Aufmerksamkeit der ungleich wichtigeren ostasiatischen Sache widmen. (x><) Deutscher Reich. Bad-Nauheim, 15. August. Kaiser Wilhelm kommt I nach Besichtigung der 21. und 25. Division bei Mainz am I 21. d. M. hierher, wo er mit der Kaiserin, welche vou I WtlhelmShöhe hierher kommt, zusammentrifft. DaS Katserpaar I wird gemeinsam der Kaiserin von Oesterreich einen Besuch abstatten. Berlin, 15. August. Der Commaudeur deS Königin- Elisabeth-Garde-Greuadter-Regtment Nr. 8 in Charlotteuburg, Oberst v. Plötz ist mit der Führung der 49. Infanterie- Brigade iu Darmstadt beauftragt wordeu. Berlin, 15. August. DaS Kaiserpaar wohnte gestern dem Gottesdienst tu der Schloßcapelle zu WtlhelmShöhe bet. Der Kaiser nahm gestern den Bortrag deS Ministers deS Königlichen Hause- v. Wedell uud heute denjeuigeu des Chefs deS Ctvil CabtuetS v. LucauuS eutgegru. Er empfiug darauf deu Decau Hoffmauu uud deo Gymuafialprofeffor Guembel aus Speyer zur Vorlage vou Skizzen uud Pläueu für die daselbst zu erbauende Gedächtnißkirche. Berlin, 15. August. Die beschlossene Vermehrung der deurschen Sch-ffe erfordert auch eiue Vermehrung deS FlottenpersoualS. Die Zahl der etogestellten Schiffs- jungen ist daher in diesem Jahre um die Hälfte, von 300 aus 450 verwehrt wordeu, während gegen 81 Cadetteu tm Vorjahre tu diesem Jahre 108 aufgeuommeu wordeu find. Die Vermehrung beträgt hier also ein Drittel. Berlin, 15. August. Bet dem diesjährigen Kaiser- Manöver wird ein Comwaudo der Lustschifferabtheiluug Verwendung finden. Dieses besteht au» 11 Osfizteren, 163 Manu uud 83 Pferden- eS nimmt an der großen Kaiserparade nicht Thetl, sondern rückt am 1. September direct tuS Mauöoergeläude deS 7. ArmercorpS. Zur Sicherung wird dem Comwaudo ein Detachement vom hauuoverscheu Traiubataillon Nr. 10 tu Stärke von 1 Osfizier, 42 Maun uud 71 Pferden mit einer Auzahl Wagen betgegebeo werden. Berlin, 15. August. Gestern ist, wie die „Boff. Ztg." berichtet, Professor Bastiau von seiner Forschungsreise uach I Südost-Afieu glücklich zurückgekehrt. Er ist fast 2*/a Jahre abwesend gewesen, hat meist !in der Nahe vou Batavia gewohnt uud vou dort aus seine Forschungsreisen unternommen. Berlin, 15. August. AuS Ischl wird dem „Berliner Tageblatt" telegraphirt: Die Situation ist krttisch. Baron Bauffy war gestern iu Andteuz beim Kaiser und wird heute abermals dort erschetueu. Auch Graf Goluchowsky wurde ewpfaugeu. Graf Thuu scheint nicht deu ReichSrath ein* beruseu zu wollen. Er schlägt vor, den gesammten Ausgleich mittelst Nothverorduuog ins Leben treten zu laffeu, worauf Bauffy aber nicht etugeht, weil die ungarische Bersaffuug an* bedingt die Beiwirkuug der Bolkvertretuug fordert. Berlin, 15. August. Die in der Koppeastroße wodn- hafte 79 jährige Almosenempsäugeriu Amalie Wetukauf wurde gestern früh vou dem 46 Jahre alten Tischler Frauz Golscher erwürgt uud erschlagen. Der Mörder tonnte sofort uach der That in der Wohnung seines Opfers verhaftet werden. Berlin, 15. August. Diplomateuarbeit. In den hirfigen diplomatischen Kreisen fieht man mit wachsender Spannung der wetteren Entwicklung der spanisch-amerikanischen Frage entgegen. Man verhehlt fich nicht, daß der jetzt begonnene zweite Abschnitt dieser Augelegeuheit eine Reihe von gefährlichen Klippen tu fich birgt, deren glückliche Umsegelung der awertkanischeu Diplomatie eine immerhin schwierige Ausgabe bieten wird. Die cabauische Frage, sowie da» Schicksal PortoricoS stehen dabet tu zweiter Linie- die Haupt- aufmerkiamkett lenkt fich mehr uud mehr auf die Philipptoru. Wir glauben Grund zur Annahme zu haben, daß gewtffe Soudirungen, welche die Washiugtoner Regierung augestellt hat, um sich über die muthmaßliche Stellungnahme der europäischen Mächte zu dem offen ausgesprochenen Wunsche nach der Besitzergreifung der Inselgruppe durch die Ber- einigten Staaten zu vergewiff-rn, ein Ergebuiß gehabt haben, welches die Erfüllung dieses Wunsches als auSgeschloffeu er- scheinen laffeu muß. Freilich ist auch erst wieder die That- jache festzustellen, daß eine europäische Macht fich angelegen sein läßt, die amerikanischen Wünsche zu protegireu. Auf diesen Umstand ist auch ein Wandel tu der Sprache der lettendeo amerikautschen Preffe zurückzuführen, der fich in den letzten Tagen iu recht unliebsamer Weise bemerkbar macht. Dieser Ton dürfte sich in der nächsten Zett noch steigern, da die Gewißheit für die Amerikaner besteht, daß dir Philippinen- frage in keinem Falle als Object eines SonderabkommeuS zwischen Amerika und Spanien zugelaffeu werden wird, auch nicht auf dem Umwege etoeS von Spanten zu erlangenden Verzichte» zu Gunsten der Eingeborenen bezw. Aufständischen. Noch spielt Mac Kinley mit verdeckten Karren, die europätschm Mächte uud Rußland aber werden schon den geeigneten Zeitpunkt ergreifen, um ein offenes Spiel zu erzwingen. ES wird von der amerikautschen Diplomatie abhängen, ob daS Wort vou einer internattooaleu Philippinen'Cousereuz früher oder später amtlich ausgesprochen wird. Wir gehen schwerlich fehl, wenn wir al» Endziel der auf eiue friedliche Entwicklung der Berhältuiffe abzieleuden Bestrebungen die Aufrechterhaltnug der nominellen Suveränetät Spanten» über die Phtltpptnen und Coneedtrung geeigneter Schiffs- und Kohlenstationen auf der Inselgruppe au die interessirtea europäischeu Mächte und Amerika bezeichuen. Warmbrunn, 15. August. Iu dem Bade Fliu»berg ist da» neue Tourtstruhotel von Thoma» tu der Nacht zu« Sonntag vollständig niedergebranut. Aurtaud» Cilli, 15. August. Anläßlich der gestern hier statt- gefundenen Fahnenweihe de» slawischen Gesangverein» kam e» infolge des provoctrendeu Auftreten» eines Slawen wiederholt zu Zusammenstößen mit deu Deutschen. Schließlich schritt die Gendarmerie ein und nahm eine Anzahl Verhaftungen vor. Ostende, 15. August. „Gazzette" meldet, König Leopold vnd die Diplomatie Belgiens arbeite daran, in China die Abtretung eine» Landstriche» an Belgien zur Sicherung der dortigen belgischen Jntereffeu zu erlangen. Der König, der von dem Ministerpräsidenten begleitet war, hatte dielerhalb mit dem Präsidenten Faure in Havre eine Unterredung. Pari», 15. August. Der UnterrichtSmiuister Bourgeois hat ein AuSschreiben an alle Rectoren der verschiedenen Hochschulen erlaffen, in welchem er dem gesammten Lehrpersoual untersagt, sich öffentlich an der DreysuS-Ange- legenheit zu betheiligeu. Andernfalls würden sie ihrer Mandate al» Profefforen verlustig geheu. Pari«. 15. August. Bei BouvtllerS im Departement Calvare» entgleiste in der Nacht zum Sonntag ein von Paris kommender Zug. Sieben Personen wurden ge- tödtet uud 21 verwundet. Der Etsenbahumtuister hat fich persönlich an die UnglückSstrlle begeben. Madrid, 15. August. Dor der Ceremonie der Kreuz- Aussetzung auf deu neu gebauten Ktrchthurm iu Marofilje stürzte gestern der Thurm ein. Eine große Anzahl I der um die Kirche versammelten Personen wurde unter den I Trümmern begraben. Bisher find drei Todte, sechs schwer I und mehrere leichter verwundete aus deu Trümmern hervor- I gezogen worden. I Shristiania, 11. August. (Die Soeialdemokratie I ju Norwegen). Auf der skandinavischen Halbinsel hat die I socialdemokratische Bewegung bisher keine sonderliche Be- I deutuug erlangt, wie auch der Umstand, daß im schwedische» Reichstag erst seit den Wahlen vou 1896 ein einziger, im I norwegischen Storthing aber gar kein Vertreter der Social- I demokratie fitzt, genügend beweist, daß diese Partei in Schweden und Norwegen noch keineswegs zahlreich ist. In dieser Be- I ztehung find ihnen die Genossin in Dänemark verschiedene Nasenlängen voraus, denn dort sitzen nicht bloS 12 Social- I demokraten im Folkethiug, sondern sie find auch zwei Mann | hoch ins Oberhaus, in» LandSthiug eiugezogeu. WaS jedoch n 8abt gnnlbtq j In ber zw t. ________ ’ 080 w«'<£* ?&**. r-s Ä'*eni' *?***”'' «>■ " »nw, 1» forbnt. 'Ä6' welofau, eutit «tt turnte fofott Wl »teuftet 3» b» »«tlnin ' 8aö W rille Reihe vtt Wty Umltgung. ^ill ItBltrigt lotoli bat 6d)id|al 2Wt; dir Haupt« «f dir Philippill». «bin, bah gtojifit Reßtetnng augchrllt Ttellullgvahwe bet tsprochklllll Euvfche PPt bmch die Rn« gebllth gehabt habeo, lt aulgtfölofitn n« st toiebex die Th«. Ml sich aagtltgtn |u proteglrell. Los n der kpeache der hrea, der tu ben e beweckar matt eit noch steigen, da baß dir Phtlippillkv« I Soubttabfommtnl a verbell wirb, aut mltn zu nlaogtlldell bezw. AllsstLoblschrr. neu, die tUTdpillitai , bin geeiMku Ztit' zu tragen. W e abhäagro, ob bat neu Lvvirrrvz W Mir gehn ichivirlich Htblitt SatöidlMi iitMWaUnng itt die Phtlipptoill MMMWruud tI eifim li« I» n Silwl»»''»' * bm Di«1!*1”: unb naiBtiniWi1 mdbti, MW“ bm-n, an «Hfl“,’ eriffm zo ttlaogtv- "autt in H-«« * “ ’ ’t« «-1°-"" » ..OT'o'W Kabajn«*’ Ion« " fi«te «.'S*- «14*^ i W«”1. 2 ®'1“ rtidit6101 Ltt (inl'i”' Norwegen betrifft, so dürsten aber hier der socialbemokratischen Partei bedeutend die Schwingen wachsen, da da« diesjährige Storthiog die Einführung de« allgemeinen Stimmrecht- be- schloffen hat, da« natürlich nicht ohne wohlthLtigev Einfluß auf diese Partei bleibeu wird. Aus dem soeben tu Fredrik«, stad abgehaUeueu socialbemokratischen Parteitag, zu dem Ab- gesandte au« allen Lavde«theileo Norwegen« erschienen waren, konnte denn auch der Rechtsanwalt Meyer au« Ehristtouia, einer der führenden Geister der uorwegischru Socialbemo- krateo, mit Recht sagen, daß die Einführung de« allg«meinen Stimmrecht« einen Wendepunkt für die Arbeiter bedeute, indem sie nun in Staat und Commune die Macht zu Händen bekommen würden. Der eben genannte Parteitag war besonder« merkwürdig dadurch, daß er iu eioer äußerst scharfen Resolution Stellung iu der Uuionsfrage nahm. Sie hatte nämlich folgenden Wortlaut: „Den nationalen Forderungen Norwegen«, die durch die grgeowärtige Untou mit Schweden, wie fie sich entwickelt hat, verletzt worden, muß unverzüglich Genüge geschehen. Da« Volk kann deu gegenwärtigen Zu- stand, ohne nationalen Schaden zu erleiden, nicht länger erdulden. Unb die militärischen Rüstungen, die die« Mißvrr- bältniß in der Union mit sich gebracht hat, bedrücken da« Land schon in so hohem Grade, daß damit, ohne unsere ge- sellschastliche Entwicklung zu hemmen, nicht länger sortgefahren «erden kann. Norwegen muß da« bestehende gemeinsame LoasulatSwesen sofort kündigen, ebenso bte nicht gesetzliche Einrichtung, wonach btt schwedische Minister de« Aenßeru mit der ihm unterstehenden Diplomatie auch bte auswärtigen Angelegenheiten Norwegen« wahrotmmt, sobaß wir biefe unsere Berhältntffe künftig selbst in die Hand nehmen. Indessen wirb da« norwegische Volk sicher nicht eher ganz zu- friebengrftellt sein, al« bi« bie gegenwärtige Union völlig aufgelöst ist, sobaß wir in jeher Beziehung Herr unserer eigenen Angelegenheiten finb. E« ist zu hoffen, baß bte Zett nicht fern sein möge, wo bte betben Nationen ganz tn Freunbschaft bteser Union ein Tube machen, bte ihnen nur Böse« gebracht unb fie etvaaber entfremdet hat. Im großen Ganzen muß jeder Schritt unter Rücksichtnahme aus Empfindung und Auffassung de« schwedischen Bolkk« geschehen, ohne daß aber unser eigene« Recht al« selbständigen souveränen Volke« gekränkt wird." Unter den sonstigen Gegenständen, mit denen fich der Parteitag beschäftigte, find noch der Acht- stundevarbeit-tag zu erwähnen. E« wurde eine Resolution angenommen, derzusolge die Socialdemokraten bei den künf« ttgen Ttorthingswahlen nur solche Abgeordnete wählen wollen, die sich verpflichten, für den achtstündigen MaxirnalarbeitStag für alle vom Staat beschäftigten Arbeiter, sowie für Einführung eine« fisten Mtndestlohne« zu wirken. Bet den Lommunalwahlen, bet denen bereit« so gut wie allgemeine« Wahlrecht besteht, soll die gleiche Forderung sür die in städtischen Diensten stehenden Arbeiter verlangt werden. ______________________________________________Köln. Ztg. Locale, und provinzielle,. §§ Bo« höheren Vogelsberg, Mitte August. Dieser Tage konnte die Heuerute in hiesiger Gegend beendet werden. Sie war tn Hinsicht auf Qualität eine mittelmäßige, dagegen in Bezug auf Quantität eine sehr gute. Da sich die Heuernte so weit htvanSgeschoben hat, so wird da« Einernten der Frucht rasch folgen müssen- der Roggen geht der Reise entgegen. vorau«fichtlich bikommeu wir eine gute Roggen- ernte. Die Sommerfrucht steht ausgezeichnet, der Leinsaat (Flachs) und dem Sommeriawen ist die Witterung sehr zu statten gekommen, ebenso den Pflanzen, wie Dickwurz, Kohl- raben, Kraut u. f. w. A Ober Ohme», 15. August. Gestern wurde hier da« zweijährige Söhnchen eine« hiesigen Fuhrmann« beerdigt, da« am verfloffenen Freitag einem Unglück«fall zum Opfer gefallen. Da« K'nd befand sich mit Spielgenoffen auf bet Straße. Da kam em mit Korn beladener Wagen angerast, besten Pferd gescheut unb durchgegaugen war. Ein Hufschlag de« Pferde« traf da« Kind dergestalt am Kopfe, baß t« tobt auf bem Platze blieb. — Bei dem zur Zeit stattfinbenben Einfahren von Getreide find kleine Kinder auf der Straße sehr leicht Unfällen au-gesetzt, man kann fie be«halb nicht genug hüten. § Bon der Ohm, 15. August. Die Freunde eioe« gesunden Flußbades hatten seither bei der Uagunst der Witterung keine Gelegenheit, daS Baden au«führeu zu kö-ineu, weil die T'wperatur der Odm weist unter 15 Grad Reaumur dtteb. Seit dem verfloffenen Freitag aber hat fich endlich HundStag«hitze eiugestellr, die da« Master der Ohm bi« zu 18 Grad erwärmte. Schon in den Morgenstunden gegen 9 Uhr zeigt das Therwometer im Schatten 20 Grad Reaumur. Al« ob wir nun entschädigt werden sollten für den wenigen Sonnenschein de« seitherigen Sommer«, sendet die Sonne ihre Strahlen mit wahrhaft afrikanischer Gluth vom wolkenlosen Firmament. Der Wetzen, ter noch tu voriger Woche grünte, hat fich rasch gebräunt und ist schon theilwetse schnitt- reif geworden; Gerste und Hafer bleichen zusehend«. Da« Korn hat man größtentheil« eingefahren, ist aber dabei vielfach zu eilig gewesen, weil e« noch nicht genügend im Halm au«gedörrt war. Hungen. 11. August. Wie bereit« vielseitig bekannt, siadet die Bezirklthterschau für Simmemhaler Rindvieh, Schweine unb Ziegen au« bem Kreise Gießen dohur am 19. September statt. Da« Programm bet Thierschau ist bereit« entworfen. Noch bemselbeu soll btt Auftrieb bet Thiere Morgen« um 8 Uhr beendet sein, zu welcher Zeit bte Preisrichter, welche särnrntlich au« audereu Provinzen kommen, da« PrärniirungSgefchäst beginnen. Da«selbe wirb viel Zeit in Anspruch nehmen, weil voraussichtlich bei Auftrieb ein starker wirb, indem fich allein im Kreis Gießen 210 weibliche und 12 männliche gekörte Simmemhaler Herd- buchthiere besinbev. Bon Bormittag« 9 Uhr fiabet auf dem Ausstellungsplatze (Soncert statt. Mittag« soll eia Festesten statlfiaben. Der Eintritt in bin Festplatz ist frei. Es hat sich bereit« ein Somit« gebildet, welche« die inneren An- gelegeuheiteu regeln soll. Die Bezirk«thierschau wirb sehr | interessant werden, da fie Gelegenheit giebt, zu sehen, welche I Fortschritte die Zucht deS Simmevthalrr BiehS im Kreise ' Gießen gemacht hat. An Preisen find vorgesehen für Rindvieh 2250 Mk., Schweine 800 Mk., Ziegen 150 Mk. Für prämiiruvgSfähige Thiere, bie nicht au« bem Kreise Gießen stammen, find von ber Gemeinde Hungen Weggelbevtschäbig- uugen dis zu 10 Mk. vorgesehen. E« ist nicht zu verkennen, baß ber landw. Provtozialvrreiu für bie Hebung ber Viehzucht auherordentttch viel aufgewenbet unb auch von Seiten bet Stabt Hungen und beten Einwohner wirb Alles auf- geboten werben, diese erste BezirkSthietschau nach Kräfteu zu unterstützen. Vermischte». • Berlin, 14. August. Der „Berliner Lokal-Auzetgei" tnelbet au« Hamburg, 13. August: Für daS Bismarck- Denkmal gingen tu Hamburg innerhalb sechs Tagen 175716 Mark ein. —Bonder Ostsee. Eine Mückeu-Tpidemie, wie man fie seit Jahren nicht erlebt hat, ist tn den Ostseebädern au-gebrochen. Man schreibt der „Berl. Ztg." über diese Plage: Lauge genug hat bte liebe Sonne tn biesem Jahre auf fich warten lasten. Nachdem unß nun endlich der August da- langersehnte schöne Wetter gebracht hat, hat die Hitze die bisher in ihren Eiern schlumwetnbe Brut der Mücken in einer wohl noch nie dageweseuen Maste zur Entwickluog gebracht. Sogar In MiSdroy, da« durch seine nach Norden und Osten geschützte Lage von jeher für eine bevorzugte Refideuz der kleiueu Peiniger galt, erinnert mau fich nicht, daß diese Jnsecteu je tn solchen Unmafien aufgetreten find, wie in diesem Jahre am ganzen Strande der Ostsee. Morgen«, vormittags und tn den ersten Stunden de« Nachmittag« ist es noch erträglich. Aber etwa von 4 Uhr an kommen die winzigen Quälgeister au« ihren Schlupfwinkeln hervor, um bte Luft tm Walde und am Strande entlang zu Millionen und Milliarden zu bevölkern. Nach fünf Uhr ist ber Aufenthalt tm Freien fchlechterbing« unmöglich, wenn man nicht nach kurzer Zeit am ganzen Körper mit rothgefchwollenen Stichen bebeckt unb von bem unerträglichen Jucken halb rafenb gemacht schleunigst nach Hause zurückkehren will. Erwachsene unb Kiuber umwickeln fich ihre Gltebmaßeu mit Papier (da Tücher zu warm find), um sich gegen die empfindlichsten aller Insektenstiche zu schützen, aber vergeblich. Die Thierchen dringen mit fabelhafter Geschicklichkeit durch bte bichteste Verhüllung hindurch, um ihr Opfer erbarmuugSlo« zu malträtireu. Die Apotheken find förmlich belagert von „Patienten-, die für fich und ihre armen Kleinen Pflaster und Salben gegen Mückenstiche verlangen, unb zahlreiche Badegäste treibt die unangenehme Beigabe des heißersehnten schönen Wetter« täglich in ihre inländische, großstädtische Heimath zurück. DaS beliebte Speisen im Freien ist vollend« zur Unmöglichkeit ge- worden, da durch bte, bte Atmosphäre erfülleubeu Jnsecteu- schaareo bie Menschen zur Raserei getrieben unb bte Speisen ungenießbar gemacht werben. Die frühen Morgenstunden werben bazu verwendet, um nach der Rückkehr vom erfrischenden Bade Wachholder zu sammeln, tca mau Nachmittags unb Abends tm Zimmer bet verschlossenen Fenstern unb Thüren zur Ai- wehr ber Mücken verbrennt. Mau geht sogar so weit, tn der erstickenden Luft bet mit Wachholder au-geräucherteu unb mit Qualm erfüllten Zimmer zu schlafen, nat um wenigsten« einige Shancen auf einige Stunden wirklicher Ruhe zu haben. Nachmittag« unb AbenbS fieht man Niemanden ohne Tannen- zweige im Freien, mit denen ununterbrochen sogar beim Esten und Trinken der Kampf gegen da« winzige aber zudringliche Gethier geführt wird. • Die 25. Hauptversammlung deS deutsch österreichischen Alpenvereiu« wird tn diesen Tagen tn Nürnberg abgehalren. E» Haden fich über 2000 Theilnehmer gemeldet, darunter sehr viele Oesterreicher und Norddeutsche. Der Empfang der Gäste feiten« der Nürnberger Sektion und der Stadt Nürnberg war überau« festlich und herzlich. Der EmpfangSabeud auf dem Moxfelb nahm einen sehr schönen Verlauf. Dank der herrlichen Witt-rung konnte diese- Fest tm Freien ab- gehalten werden. Nach einem gelungenen kleinen Festspiel (Begrüßung durch bte Nori«, bargestellt von Fräulein Baurn- dach, auf bte ein Gebirgler, Herr Gahstetter, dankte) hieß der Vorstand der Section Nürnberg, Schulinspector Nie«, bte Gäste auf« Wärmste willkommen unb brachte besouber« einen trenbeutscheu Gruß den vielen Herren au« Oesterreich, unseren Stammesbrüdern, beneu gerate j'tzt unsere vollen Sympathien gehörten. Namens ber Stadt begrüßte bte Gäste der zweite Bürgermetster Tendier, ber mit einem Hoch auf den Alpenverern schloß. Dafür dankte der Präfibent deS CeutralaußlchufieS, Mimstertalrath Burkhard-München. Am zweiteu Tag fand dir übliche Vorbesprechung ber Delegirten über bte HauptberalhungSgegenstäode bet Hauptversammlung statt. Dte Frhr. v. Tucher'iche Brauerei bereitete iobann den Gästen einen solennen Frühschoppen auf dem Köchert- zwinger, einem in bie Sradtwuuer eingebauten Gartenrestaurant, wöbet Männlein unb Weidlein bem vortrefflichen Bier unb echt Nürnberger Imbiß fröhlich zusprachen. Nachmittags wurden verschiedene Fabriken defichtigt, und am Abend folgte ein gelungenes Gartenfest in der Rosenau. Der vom Eentral- auöschuß erstattete Jahresbericht wirft einen Rückblick auf den ungeahnten Ausschwunp, den bet Verein tn jetzt 25 Jahren seine« Bestehen« al« Deutscher unb Oesterreichischer Alpenvereiu genommen. Damal« zählte er 34 Sektionen mit 2400 M tglii dcru, heute 251 Sektionen mit 42 500 Mit- ßliebetn. Währeub er 1873 au« Mangel an Mitteln eine Betheiliguug an der Wiener Weltausstellung ablehnen mußte, kann er heute b:im Regierungsjubiläum bt« Kaiser« von Oesterreich eine Stiftung im Betrag von 66000 Kronen be- gründen. Noch mehr aber al« tn der Zunahme der Mit- glteder zeigt sich die kräftige Fortentwicklung bt« Verein« in den gesteigerten Leistungen auf all feinen Arbeit«gtbieteu tn Bezug auf Literatur, Kartographie, Führ er unterricht und Führerunterstützung, Wege- unb Hüttenbauten. Die Verein»- schrifteu halten fich nach bem Urtheil unparteiischer Kreise auf jener Höhe, bte ber Würbe be« Alpeuverein« entspricht. Nachdem das Kartenwerk ber Oetzthaler abgeschlossen ist, wird in diesem Jahre der „Zeitschrisf bte Karle ber Rosengarten- gruppe betgrgebeu. Für bte nächsten Jahre ist bte Heran«, gäbe einer Karte ber Fervallgruppe tn Au-ficht genommen und mit den Vorarbeiten Pros. Becker betraut; ihr soll bann später eine Karte der Dolomiten folgen. Der Hütteudestond erhöht fich mit den heurigen Zugängen auf 183. Invaliden- fernen beziehen 20 Führer, wittwenreuteu 5 Wittweu. Mit Genugthuung stellt der Iahre«bericht fest, daß nicht nur innerhalb de« Verein« sowohl zwischen dem Sentralan«schuß. und den Sektionen wie unter den letzteren selbst da« vollste nnb herzlichste Einvernehmen herrscht, sondern daß auch dte Beziehungen be« Vereins zu sämmtlichen anderen alpinen Vereinen bte freundschaftlichsten sind. Nachdem der Jahresbericht noch die Namen btt tn biesem Jahre verstorbenen hervor- lagenben Mitglieder aufgezählt, schließt er: Wenn ein Rückblick auf die Vergangenheit unS mit stolzer Freude erfüllen darf, so ist wohl auch ein fröhlicher Ausblick auf bte Zukunft berechtigt. Noch herrscht tn unserem Kreise jene etnigenbe Begeisterung, jene schaffenSfreubige Thatkraft, welche vor 25 Jahren ben Grunbstein zu bem festen, stattlichen Bau unseres Verein« legten, unb so lange biefe mächtigen Krätte in demselben wirken, mögen wir auch fernerhin wie damals vertrauen«voll der kräftigen Fortentwicklung des Vereins entgegenfeben. Er wachse, blühe unb gebeihe — ber nächsten Jubelfeier entgegen. Köln. Ztg. • Die kaiserliche» Prinzen auf Reisen. Al» Beispiel, wie uneublich einfach bte bret jüngsten Söhne unseres Kaiser« reisen, biene Nachstehende«: Die Prinzen find bekanntlich auf einer Ferienreife durch Thüringen in Begleitung eine« mitt- tärifchen Erzieher«, Hauptmann von Lhuker- auf ihren Wanderungen kamen fie Sonntag Abend von der Schmücke nach Oberhof. Der Ankunft war eine Depesche vorau«gegangeu, welche lautete: Ein Herr mit biet Knaben bestellt Zimmer. Da nun Niemand ahnte, wer der Herr und die drei Suaden sei, auch Alles besetzt war, wurden bte Herrschaften in einem einfachen, über bem Pferbestall gelegenen Zimmer mit 3 Betten eirquartirt, welche« Quartier auch acceptirt würbe. Nur mutzte ber Hausdiener, weil da« Zimmer sehr eng war, bte Bettsttllen herausschaffen und 3 Matratzen auf bte Erbe legen. Am Montag früh sah Schreiber bteser Zeilen die Prinzen ihre Fußwanderung fortsetzen, dieselben hatten grüne Joppen an und Tornister auf dem Rücken. • Statistik ber Biblioihekbücherleser. ES ist nicht na- interessant zu erfahren, au« welchen Beruf«kreisen fich da« Publikum zuiammensetzt, da« Bücher au« einer öffentlichen Bibliothek entnimmt. Die beiden Bolk«bibltotheken zu Hampsteab-London zeigen augenblicklich 4274 Namen von Personen, die fich Bücher borgten, und dte 160 verschiedenen Ständen angehöreu. An der Spitze stehen 397 Schüler unb Stubeuten, Handlung-commi« folgen mit 311, dann 208 Lehrer, der Künstlerstaud ist mit 105 Köpfen vertreten, Iu- elften zählen 64, Kaufleute 85, Ingenieure 42, Schriftsteller und Journalisten 39, Civilbeamte 83, Geistliche 32, Aerzte26. Die niedrigsten Ziffern führen an: einen Richter, drei Polizisten, drei Theepflanzrr, einen Missionar, einen Mathematiker, drei Schornsteinfeger und einen — Theaterbefltztr. • Nachforschungen nach Andree, von Stadling, bem Leiter ber schwedischen Expedition, deren Aufgabe e« ist, nach Spuren der Andree'ichen Expedition zu fachen, ist ein Telegramm an „Äftonblabet* in Stockholm eingetroffen, bem zu folge bte Stabling'sche Expedition vor mehreren Wochen tn Sulun, in ber Nähe ber Münbung ber Lcna, etngetroff n war. Jrn Laufe be« letzten Winter« hätten, wie e« tn ber Meldung heißt, Fangleure bte Neusibirifcheu Jnstla besucht- u'chi« verlautete aber, baß dort irgend eine Andeutung von der Andree'schen Expedition bemerkt worben wäre. Auch bet den Flüssen Anabara und Jndigirka hätte man keinerlei Spuren bemerkt. Wie bekannt, bestnbeu fich auf zwei ber Neuflbirischen Inseln Provtantniederlageo, bie seinerzeit von Baron von Toll für Nanfen viedergelegt worben waren unb bte unter Umftänben auch von Andree und seinen beiden Gefährten benutzt werden konnten. Nach ben obigen Mit- theilungeu scheint es nun nicht glaubhaft, baß Aubree nach ben Neufibtrischen Inseln verschlagen worden ist. Weitere Gewißheit dürfte ber norwegische EiSmeerschiffer Bräkmö bringen, der vor längerer Zeit bte Fahrt nach den Neu- fibirischen Inseln angetreten hat, um bte Proviantnieberlagen zu untersuchen. Dte Stadltng'sche Expedition wendet sich jetzt westwärt«, um zur Taimyrhalbinsel unb von bort bt« zum Jenissei zu wandern. Da« oben erwähnte Telegramm war von Bulun bt« J.kutSk mittel« Schiff befördert nnb tn Irkutsk durch ben Telegraphen wettergesandt worden. Bet Behörden unb Bevölkerung hat bte Expebition überall Entgegenkommen gefunben. • Eiunvdachtjig Mark für Hnrn ». Poddiellkt. Daß der Letter de« dtuNcheu Poftweseno von jeher viel Jnterefir für Pferdezucht und Pferdefport bekundete, ist bekannt, und e» wurde von der Berliner Sportgemeinde umsomehr bedauert, daß man Herrn v. PodbielSki, feitbem er fein hohe« ReichSarnt bekleidet, nie mehr auf der Rennbahn sah, zu deren Habitue« er schon tu seiner Eigenschaft al« Vorstand-Mitglied de« Uniorclub« früher gehört hatte. Am Donner«tag aber wurde man tu Earl-horft w eder an ihn erinnert. Der Postgewaltige erhielt bort eine Prämie von 81 Mk. zugesprocher. Er ist nämlich der Züchter von Romanze, einer Stute, bte am Donncißtag in Eail«horst baS Potsdamer Jagbrennen gewann, und biefe erfreuliche Thatfache bringt bem tilgen« thürner bet Gute- Dallmtu bie hohe Züchterprämie von 81 Mk. ein. — „Wenig, aber herzlich", bürfte Herr v. PodblelSki sagen, wenn ihm sein Geldbriefträger bte „Prämie" üb erbringt. • Moderne Zeche. Tourist: „Bitte zahlen!* — Kellnerin: „Sie haben ein GlaS Bier, ein Brob nnb 17 Ansichtskarten — macht 1 Mk. 86 Pfg!" Cen/ra/enfür S/äd/e. «I 22§M. Äod,N!5-160M< Il'lCaW^Ro1 nzige ohne Farbband ärbeitendeTlaschine miF cFjFbarer ^chnjfr-UauFomaKscher^bsFa rtd her Stellung, Wella us vollkoirrmenste Schreibmaschine, die HaupIVorzüge sämtlicher Systeme vereinigend. Bettefl We gaff- gespent. Gt N6 «Hel Sie Mchavdr 9. v. W Annah"" n ftlgendwTa! * WM W die BtbL IDhbrlbtr unb Silt ttiit ytoi hx dnsilüm Unb bod trachten, Emstelll fommtn Umftant die grrt Ein ftr vtaateo die erst, Dberbo^ Hat tverdeo, । Ml blll W«. Schold an Regier IWfltlb gtt .^e nun. ?"8it P°° 1,1«tft irvtrvchrs Äbl,i« K Wh! Heutig boartt Such b Nlin geh JmtytaH S'vzri »irder, » dir ii f,l"t Boten» ^leiben bc J* aber Jon lQDge, «später, ""Bk »-.Trotzt: MllPPinen; vGnng Dir di'b N-«ilie-° ®rtb/, Liter-Krug -----12 Pfg, 1/1 Liter-Flasche = 18 Pfg., 1/2 Liter-Flasche ----- 12 Pfg. excl. Gefäße. 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Zwiebelkuchm Montags, Mittwochs und Freitags von Morgens 9 Uhr ab. Hofdilcker Holl, » lVorsichtige Jfausfrauen * brauchen stets, ohne sich durch schwindelhafte Reklame und Versprechungen irre leiten zu lassen zur Wäsche und Hausputz Schrauth’s fltmlilw * bekannt als bestes reines Fabrikat ---ohne Beimischungen. —— Nur echt mit Schutzmarke in rother Farbe überall zu haben ä Packet 15 Pfg. P. H. SehFauth, jVeuwied Grösste Dampfseifenfabrik mit electr. Betrieb. Gegründet 1830. IM 11 J | 1 jr- Analyse. In 1000 Gewichtstheilen: Chlorkalium..... 0,056790 Chlornatrium..... 2,986792 Bromnatrium..... 0,000760 Jodnatrium..... 0,000035 Phosphorsaures Natron . 0,000688 Salpetersaures Natron . . 0,000005 Phosphorsaure Thonerde . 0,001840 Kieselsäure.....0,018130 Organische Substanz . . 0,000520 Kohlensäure, völlig freie . 2,387990 Summe sämmtl. Bestandth.: 8,954110 H MMtlllWlMll : MlpWMU'll