Rr IM Zweites Blatt. Dienstag dm 17. Mai 1898 Orftheiut tLgNch ■rit Ausnahme des MontagS. Die Gießener M«mirie«VkL1ter Berben dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Siebener Anzeiger frcingsyttU vierteljährlich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pjg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Hmeral-Nnzeiger Alle Anzeigen.BermittlungSstellen bei In- und ÄuHawbtf nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger kNtgiG«> Anrts- unb Anzeigeblcrtt für beit Äreis Grefzen. Keboctbn, Lxpebition und Druckerei: Schnksirnste Vt. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Amtliche* Tbeil Bekanntmachung. Großh. Ministerium der Finanzen hat genehmigt, daß mit Rückficht auf die verspätete Zustellung der Steuerzettel die Frist zur Borbrtngung von Rrclamationen gegen die 1898/99« Steuersätze verlängert wird: für die Landgemeinden bis zum 25. Juni l. I., , „ Stadt Gießen „ „ 10. Juli I. I. Die Großh. Bürgermeistereien werden ersucht, die» in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lafirn. Gießen, den 16. Mat 1898. GroßherzogltcheS Steuer-Lommissariat Gießen. Bähr. Joseph Chamberlain über die internationale Lage. Bei uns in Deutschland kommt e» nur selten vor, daß von amtlicher Seile über die internationale politische Lage Erklärungen abgegeben werden. Es muß schon eine ganz besondere Gelegenheit sein, wenn fich ein leitender deutscher Staatsmann darüber äußert, und unsere Preffe ist gewohnt, einen solchen Fall als „Ereigntß" zu würdigen. In der letzten Zeit hat freilich unser neuer SiaatSsecretär deS Aeuhern mehrfach Aulaß genommen, die Stellung Deutschlands zum Auslande im Reichstage klarzulegen, aber es lag dafür stets ein gewichtiger Grund vor. Die friedliche Erwerbung, welche wir in China gemacht haben, die Zurückderufung des deutschen Kriegsschiffes von Kreta usw. boten genügenden Anlaß, dem Reichstage über den Stand der internationalen Politik Aufklärung zu geben. In England ist es nichts Seltene-, daß die leitenden Staatsmänner in der Oeffentlichkett über die hohe Politik sprechen. Dieser oder jener Minister erscheint auf irgend welchem Bankett, und da hält es Jedermann für selbstverständlich, daß der Minister eine Rede vom Stapel läßt und sich ausführlich über die gerade das Jntereffe in Anspruch nehmenden Tagesfragen äußert. Die alljährliche Rede deS englischen Premierministers in der Guildhall zu London nimmt in dieser Beziehung den ersten Rang ein und wird immer gebührend gewürdigt. Große- Aufsehen hat eine Rede gemacht, welche der englische Colontalminister Chamberlain, in den letzten Jahren bekannt geworden al- vertrauter Freund de- ehreuwertheu Cecil Rhodes und Schutzpatrons Dr. Jameson-, welcher den Raubzug nach Transvaal leitete, am Freitag in Birmingham vor seinen Wählern hielt. Hatte schon vorher der englische Premier, Lord Sali-bmy, fich sehr pessimistisch in engem Kreise über die Stellung Englands ausgesprochen, so ist die Rede Chamberlains geeignet, ein noch düsteres Bild von der internationalen Lage zu geben. Urberhaupt trägt der Inhalt der Ansprache einen so merkwürdigen Charakter, daß mau kaum glauben sollte, ein verantwortlicher Minister könne so sprechen. Die Rede selbst ist ja bekannt- sie weist auf die Möglichkeit hin, daß die englische Regierung bald an den Patrio» ti-muS deS Volk- werde appelliren müsien, sowie auf die Nothweudtgkeit, daß England fich einen BundeSgeuoffen verschaffe ä tout prix. Die Bedeutung der Ansprache liegt aber in den Ausführungen über das Berhältntß Englands zu Rußland, Chamberlain gesteht offen zu, daß Rußland der stärkste Gegner feines HeimathlandeS ist, dem eS ohne einen Verbündeten nichts anhaben könne. Wir haben an dieser Stelle des Oefteren dargelegt, daß über kurz oder lang die Jutereffeu der beiden Länder in Ostafien collidiren müssen. Alles deutet darauf hin, daß fich ein großer Entscheidung»- kämpf vorbereitet zwischen England und Rußland um die Hegemonie in Asien. Der Minister bestätigt diese Ansicht, indem er sagt, daß Großbritannien mit Rußland rechnen müsse in China und Afghanistan d. h. an der indischen Grenze. Seit Jahren schon geht Rußland langsam, aber sicher gegen Indien vor- sein Blick ist überhaupt nach Osten gerichtet, wo seine Hauptinteressen ruhen. Rußland hat in der letzten Zeit England manchen Schlag versetzt, und es ist erklärlich, daß der in diesen Tagen veröffentlichte Vertrag des russischen Reiches mit Japan den ganz besonderen Zorn der englischen Staatsmänner heraus- gefordert hat. Ob ober Chamberlain gut daran that, dem Gegner die eigene Schwäche einzugestehen und ihn durch den Borwurf der Wortbrüchigkeit herauSzufvrdern, mag dahingestellt bleiben. ES liegt im Jntereffe Englands, daß der Entscheidungskampf im Osten noch hinauSgezögert wird- denn noch hat es keinen sichern Bundesgenossen, und die Aussichten, einen solchen zu erlangen, find nur gering. Unserer Meinung nach hat der englische Minister einen schweren politischen Fehler begangen, al- er seine Rede hielt, und eS ist kaum anzunehmen, daß er das fo leicht wieder gut machen kann. (xx) CocaUs nttb protrtnsielUs Butzbach, 15. Mai. ES wird wohl manchen überraschen, zu hören, daß es im Großherzogthum Hessen, und zwar in Oberhessen, eine Gemeinde giebt, welche von keinem einzigen hessischen Staatsangehörigen, sondern nur von Bayern bewohnt wird. Diese merkwürdige Gemeinde befindet fich in unserer Nachbarschaft- eS ist da» „Filialdorf" Oe» bei Hausen. Dasselbe wird nämlich gegenwärtig nur noch von einer Familie bewohnt- der Mann ist aus der bayerischen Pfalz Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. und hat die hessische Staatsangehörigkeit bis jetzt nicht erworben, die Frau (obwohl aus Oberheffen gebürtig) und die drei Kinder theilen die Staatsangehörigkeit des Mannes, und so find die sämwtlichen fünf Bewohner (staatsrechtlich genommen) — Bayern. AUfeld, 18. Mai. Erfreulicherweise finden die Bestrebungen des hiefigen, im Septewbtr des Jahres 1897 gegründeten Geschichts- und Alterthum-vereins nach vielen Seiten hin Berständniß und thatkräftige Unterstützung durch Beisteuer alterthümlicher Bücher, Bilder, Möbel, Waffen u. s. w. Aber leider begegnet der Vorstand deS Verein» auch häufig einer Gleichgiltigkeit unserer Einwohner gegen vorerwähntes Streben, welche dem baldige« Zustandekommen de» im oberen WeinhauSsaale eiuzurtchtenden Museums sehr im Wege steht. Man sollte e- nicht für wög- ltch halten, daß noch jetzt, nach der Gründung eines Alsfelder AlterthumSverrtnS, für das Masew werthvolle Sachen nach auswärt- verkauft werden, und doch kommt die» vor. Gewisse auswärtige Händler betreiben daS Entblößen unserer Stadt von ihren AlterthumSschätzen — man möchte sagen — systematisch. Diese Herren haben naiürlich kein Berständniß für ein Alsfelder Museum- aber die Alsfelder selbst sollten fich doch sagen, daß ihre Alterthümer in eben dieses Museum gehören und nicht nach Treysa oder Kassel oder nach Buxtehude. Deßhalb sei au dieser Stelle nochmals die ebenso höfliche als dringende Bitte an Alsfeld» Bürger ausgesprochen, die Bestrebungen eine- Vereins zu unterstützen, welcher zwar keine Coveerre und Tauzmufiken auf- zuweisen hat, dafür aber ein dauernde» Denkmal der Thateu und de- Wirken» unserer alten Hessenstadt errichten will, ein Denkmal, au dem nicht nur daS jetzige, sondern auch spätere Geschlechter ihre stolze Freude haben, natürlich nur dann, wenn etwas Ordentliche» zu Stande kommt. — Man nehme fich also einmal die Mühe, nach seinen Alterthümeru zu suchen, soweit sie nicht in Bereitschaft stehen, damit der in dieser und nächster Woche von Hau» zu Hau» gehenden Abholungs * Commission nicht allzu große Schwierigkeiten erwachsen. v««Ucht«. • Berlin, 12. Mai. In der Centralmarkthalle befinden fich auf de» BerkaufSstande des BerkaufSvermittlerS Schünemann drei junge Bären in einem Käfig zum Verkauf. • Kassel, 12. Mai. Ein Mädchen und ein Junge, die am Ufer der Fulda fich auf einer Färberpritsche schaukelten, stürzten in die hochgehenden Fluthen und wurden von der reißenden Strömung so rasch über da» Wehr getrieben, daß fie nicht zu retten waren- beide ertranken. Wie es im Kriege herging. Nach französischer Schilderung von E. I o h a n n e 8. (Nachdruck verboten). (Fortsetzung.) II. Die Mühle von Bellefsntaine. I. Sie war die reizendste Mühle, welche kokett über dem hübschesten Flüßchen saß. Sie hatte auf jedem Ufer einen Fuß und ihr von Goldlack und Iris umrahmtes Strohdach hob sich mitten aus den grünen Weiden wie eine luftige Fläche ab. — Reißend stürzte sich das klare Wasser unter die Mühle, zischend das eisenbereifte Rad drehend. — Ein Wunder dieses Rad! Man könnte sagen, daß es die Mühle auf seinen Schultern trüge und sich drehend sie in das hohe Wiesengras würfe; es schien von einem Riesenwagen genommen zu sein und hätte mühelos einen Stier zermalmen können. ES schrie, pfiff, blies, schnarrte, brummte, seufzte, und die unaufhörlich anschlagende Welle wob ihm eine ewige Glorie von Schaum und Dampf. Sein Anblick verursachte Schrecken, seine Stimme betäubte. Abends bei Mondschein warf es seine unsicheren mysteri- ösm Schatten, während man es mit Getöse unter seiner dunklen Wölbung anschlagen hörte. — Bald schien es mit Wellen beladen; geöffnet, wie bereit, ein Opfer zu verschlingen. Bald schien es sich aus dem Schooße des Wassers zu erheben - und als phantastischer Wagen plötzlich aus der Fluth aufzutauchen. In dem überschäumenden aufgeregten Strom spiegelten sich der Mond und die flimmernden Sterne wieder. II. Die Mühle ist weiß — ganz wie in Mehl getaucht. Die Fensterläden sind grün; wilder Wein klettert bis zum Giebelfenster empor. Vor der Thüre stehen mit Getreide beladene Wagen und ein alter Brunnen mit seinem bemoosten Eimer. Man hört den gurgelnden Laut einer beerenpickenden Amsel, das Krähen des Hahnes, das Rucksen der Tauben, das Knallen einer Peitsche und jetzt die klangvoll freudige Stimme des Müllers. Stolz, wie ein indischer Prinz auf seinem Elephanten, so reitet der Müller auf seinem Maulesel in den großen Hof ein. Gänse und Enten kommen ihm schnatternd entgegen. Der auf dem Ohre fitzende ungeheuere Hut, verbirgt zum Theil das Vollmondgesicht; sichtbar ist nur die Spitze seiner carmoisinrothen Rase, seine Wangen, die wie Pfingstrosen blühen und sein coloffaler Mund, dem man die Güte und das Glück von einem Ohr bis zum andern ansieht. Das ist Jean Vanier, der Müller von Bellefontaine. In der Mitte des Hofes steht die Müllerin, eine ganze geflügelte Welt mit Mais und Hafer fütternd. Etwas weiter sicht man die Mutter des Müllers eine Ziege in den Stall ziehen. Mit ihren achtzig Jahren ist sie noch zu Allem fähig, ausgenommen zur Ruhe. Erhebt man den Blick nach dem Wipfel der schwankenden Pappel, so entdeckt man zwischen zwei Aesten da» muthwillige frische Gesicht eines Kindes. Das ist Peter, der Sobn des Müllers, ein Meister im Resterausheben, besonders der Elstern und Distelfinken. Dann, wenn man das Auge nach jenem \ Fenster richtet, das einen Jasminstrauch ziert, erblickt man ein wunderschönes junges Mädchen. Ein weißer Kragen ziert den schlanken Hals; eine mit Flachs versehene Kunkel ist an dem Mieder befestigt; mit leichter Hand führt fie die Spindel, dabei ab und zu ihre zierlichen Finger an den rosigen Lippen netzend. Das ist Martha, des Müllers Tochter. In der Ferne Mäher, Herden und ein sonniger Himmel. In der Nähe der schwatzende, eilende Bach, der singende Wasserfall, das seufzende Schilf, das flüsternde Blätterwerk, das Tick—Tack der Mühle und das große Rad, welches fich grollend dreht. Daß ich nicht der Müller bin! Man betrachtet das Fenster, an welchem Martha ihre Spule füllt und ruft aus: „Daß ich nicht der Schwiegersohn des Müllers bin!" III. Das Bild hat fich gewaltig verändert; die Mühle ist stille, der große Hof leer. Ueber die ganze Landschaft scheint ein trüber Schleier gebreitet. Kein Sang, keine freudige Stimme mehr. Alles schweigt, überall ist's traurig. Nichts ist zu hören als das heisere Krächzen einer Krähe und das Rad, welches sich grollend dreht. — Die Preußen haben sich des Landes bemächtigt, und die Husaren Blüchers campiren in dem Dorfe Bellefontaine. Ueber Zweihundert plündern, wüthen, verhöhnen: die Schmach, der Schrecken, das Unglück des Landes. (Fortsetzung folgt.) 5091 aus Mk. IahnKalK- und Marmor-Industrie 4758 Kemmer, Pfandmeister. 76 empfiehlt grosses 5043 8 Wilh. Haas, Kleichstr. 18. ganz unter Preis. 4745 8 5100 empfehlen 4956 Moritz Gregori ck Sohn 5099 von 4,20 Meter zu sehr billigen Preisen. 666 iii’liiinntiiuiiljiniijeii Ikrlh'iorriuuu'ii, 8 10 5 12 Der Curator: Schneider. 3 2 1 35 36 22 40 33 24 10 32 48 50 46 48 Göcxxx3cx3aDQQQaaDcxxx3QDOoaaDooaaoaoaQODODa 2 Paar Fahr-Ochsen L 20 und 15 Mk. 3 Paar Fahr-Ochsen ä 12 Mk. . . 2 Kühe ä 12 und 10 Mk..... Zahnbürsten T oilette-Seifen Schwämme. Aornspähne (bester Wsummdünger) o 8 Kalbin......... Kalbinnen ä 8 Mk...... Kalbinnen ä 6 Mk...... Kalbinnen ä 5 Mk...... Rinder ä 12, 10, 9, 8 und 7 Mk. Rinder ä 4 Mk....... Dienstag den 17. Mai, Nachmittags 1 Vs Uhr, werden Bahnhofstraße S7 (Eingang durch den Hof) nachverzeichnete Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert: 1 vollständ. Bett, 1 Commode, 1 Bücherbrett, 1 ov. Tisch, Stühle, 1 Sessel, Bilder, Spiegel, alte Kleider, etwas Weißzeug, 1 Wanduhr, mehrere Thermometer, die ganze Einrichtung einer Optikerwerkstatt u. s. w. Großh. Ortsgericht Gießen. I A.: Bogt. Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 14. Mai 1898. Der Stadtrechner: ___________ Doepfer. A.Welz 3559 Seltersweg 2. Verschiedene Thiere zur freien Verfügung der Preisrichter......... Stahlwellblech und Holz, in jeder Construction und Größe, in unübertroffener, durchaus solider und fachgemäßer Ausführung. Paterrt-Candelaber aus spiralförmig gewundenem Wellblech (D. R.-P. Nr. 50827) rc. Vertreter: Carl Krailing, Gießen, Südanlage. Fritz Nowackj Ausstattungs-Geschäft u. Wäsche-Fabrik Scheiben-Gardinen per Meter von 10 Pfg. an, Scheiben-Gardinen, zweiseitig gebogt, per M Meter von 30 Pfg. an, Abgepasste breite Vorhänge, dreiseitig gebogt, das ganze Fenster von Mk. 1.75 an, Breite Vorhänge am Stück, zweiseitig gebogt, per Meter von 35 Pfg. an, ' Spachtel-Gardinen in jeder Preislage, Reste und vorjährige Muster 5 Kühe L 8 Mk......... Paar Stiere ä 15, 10 und 8 Mk. . . Kalbinnen ä 12 Mk....... Bekanntmachung. Das 1. Ziel Gemeindesteuer pro 1898/99, sowie die Beittage zur laud- und forstwirthfchaftlichen Berufsgenosseu- schaft pro 1897 sind innerhalb acht Tagen beiH,Meldung des Beitreibungsoerfahrens zur hiesigen Stadtkaffe zu bezahlen. flTrtltlltffllil* * Kalkwerk, Rodheimerftraße 27, an Station Abendstern, WUliqilUlU Telephon Nr. 84. [4609 Priv.-Wohnuug: Klinikstraße 37, Telephon 88. Dienstag den 17. Wai, Nachmittags 2 Uhr, im Adler zu Gießen versteigere öffentlich gegen Baarzahlung: J. Kaan jr., Kreuzplatz, macht auf sein reich sortirteS Lager in ächten Schweizer Stickereien ohne Appret aufmerksam und empfiehlt dieses außerordentlich solide Fabrikat in Stücken Arbeitsvergebung. Die Erneuerung des Oelfarben- anstrichs an dem Vordergebäude der „Balser'schen Stiftung", Wilhelm- straße 10 dahier, soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Reflectanten wollen ihre Offerten verschlossen und portofrei an Herrn Architecten L. Seuling, Wallthor- straße dahier, bis zum 18. d. M. gelangen lassen, bei welchem in dessen Bureaustunden Bedingungen und Arbeitsbeschretbung offen liegen. Gießen, den 4. Mai 1898. 5012 Der Administrator. Wilh. Tillmanns’sche Wellblechfabrik und Verzinkerei Remscheid (Rheinpreußen) liefert 4975 Eise«- und WkUblkchconkrurtiouen aller Art, compl. eiserne Bauwerke als: Dächer, Hallen, Schuppen, Wärterbuden, Pissoirs re. Prämien'Markt zu Lauterbach. W Derselbe ist wegen der am 16. Juni stattfindenden Reichs, tagswahl auf Dienstag deu 14. Juui 1898 verlegt. '■Btt Es werden prämiirt: Zur Notiz! Man kann bei den stch massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haarletden nicht genug aus das bereits feit 30 Jahren sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende Kaanvaffer von Wetter, München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Conservtrung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare. Zu haben um 40 4 und JL 1.10 bei J. BL Fuhr, Sonneustrabe 28. 2573 Samstag den 21. Wai, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerichte die den Dietrich Weidtmann Erben in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 25 Nr. 76»5/100 — 294 qm Grabgarten an der Chaussee, auf der Warte, Flur 25 Nr. 76»/io — 1274 qrn Hofraithe daselbst, Flur 25 Nr. 76a — 20 qrn Straße daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 14. Mai 1898. ODOOODaaDOQQQCX3DQDQCX)DOOQOaa__________ l Tüll-Vorhänge = Neues grosses Sortiment ===== 1 Rollwagen, 1 Handkarren, 4 Hobelbänke, 1 Hobelmaschine, 1 Nähmaschine, 1 Garnitur Polstermöbel (mattblau), 1 Verticow, 1 Silberschränkchen und sonstige feinere Möbel, 6 Sophas, 2 Commoden, 3 Kleiderschränke, 1 Bett, 1 Trumeauspiegel, 1 Schreibtisch, 1 Anzahl Bilder, 1 Parthie Cigarren usw., ferner: 1 nußb. Kleiderschrank, 1 Sopha, 1 Sophatisch, 5 Rohrstühle, 1 Regulator, 1 Consol, 1 Spiegel, 1 Waschtisch, 1 Doppelflinte, 300 Meter Gold-, Politur- und Antik-Leisten. Versteigerung ad 1 voraussichtlich be- । stimmt, ad 2 bestimmt. 5090 ■ Engel, Gerichtsvollzieher. rrvy. ... ~....., zusammen 500 Mk. Mu dieser Pramurung ist unter der Leitung eines Comitees eine Berloosung verbunden. Loose k 60 Pfg. sind bei Herrn G. C. Volk- mor dahier, Marktplatz 32, zu haben. 3urs. ^erl°2fun9 kommende Vieh, nämlich 3 Kawiuueu, 4 Sltnöet» 10 sammel und 10 Schweine, wird vorher auf dem Markte angekauft. Lauterbach, den 4. Mai 1898. 4991 Großh. Bürgermeisterei Lauterbach. St öpler. Henkers BleickSoda, seit 20 Jahren bewährt als bestes u. billigstes Wasch- u. Bleichmittel. Wir warnen vor Wachahmnngeu, die nur geringe Wasch- und keine Ukeichkraft haben. Nur in Hriginat-^acketen mit dem Namen „Henkel“ und dem „Aöweu" als Schuhmarke. 3222 Henkel & Co» Düsseldorf. Bitte versuchen Sie meinen gebrannten Kaflee per Pfd. 1 Mk. 4269 J. M. Schulhof, Telephon 119.__________Marktstr. 4. Allen Blumenfreunden unentbehrlich! Wflanzen-Wahrung vorzüglich für Topfgewächse, höchst prac- tisch, enthält sämmtliche zur Nahrung der Uflanzen nothwendigen Stoffe in leicht löslicher Salzform. 5040 In Dosen ä 45 Pfg. empfiehlt als eigenes Fabrikat Adler-Drogerie, Seltersweg 39, Otto Schaaf. M Odstmamelade Z per Pfd. 30 Pfg.— lO-Pfd.-Eimer 2,50Mk. Gust. Walter, Mäusburg 13. Weue Kartoffeln Versteigerung. Dienstagden 17. Mai d. Js., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 gegen Baarzahlung: a) 1 Kaleidoscop mit 18 Bildern, b) 2 Pferde, 4 Kühe, 6 Malter Kartoffeln, mehrere Oelgemälde,lParthie Filzhüte, 2 Taschenuhren, 1 Steppmaschine und Möbel aller Art. Die Versteigerung ad a findet bestimmt, ad b theilweise statt. 5083 _____________Born, Gerichtsvollzieher. Dienstag den 17. und Mittwoch den 18. Mai 1898, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen, Seltersweg 11, gegen Baarzahlung versteigert werden: Buchen- und Eichen-Bohlen, eine Hobelbank, Schreibsecretär, Sopha, Commode, Eisschrank, Regulator und sonstige Hausgeräthe, sowie ein Wagen und eine Taschenuhr. Comsbericht voll Conrad Dietz, BmikgeschSft, (Sicficn, Schulstrabe IS. 1 31/2 3 SVa 3 3'/, 3i/8 4 3V. 3 3'/r 5 4 5 3 4 41/6 41/8 3 5 4 3V. 4 1 4 j 5 1 1 Staaispapierr. Deutsch«. D. Reichs-Anl. do...... Preuß.Consols do...... Badische v. 86 Bayr.St.-Obl. a.Heff.S!.-Obl. do. ..... do...... Württemberg. Griech.E.B. v. 1890 .... Griech.Monop. Italiener Rte. do...... Oest. Goldrte.. Oest. Silberrte. Portug. Staat do...... Rum. am. Rte. Ruffen v. 80 . Schwedens 80 Serben v. 95 . Spanier . . . Türk.Zoll-Obl. bo. cotro Jjit.C. do. Lit.D. I Spur 14./5. 103.10 96.50 103.20 97.10 101.10 102 — 102.30 94.05 101.60 90.55 57.25 102.70 85.75 30.20 18.70 100.10 103.05 101.90 57.40 38.— 96.60 I» vom 7-/5 103.40 96.90 103.10 97.50 101.— 102.60 102*25 94.25 101.50 91.50 57.90 103.05 86.25 30.— 18.— 100.— 103.— 101.50 57.50 32.50 97.50 11 4 3 4 47, 5 47, 5 4 6 5 3 4 37* 37, 37, 4 37, 4 4 87. 4 4 47, 4 87, 37, 37, Ung. Goldrte.. do. Anl. do.Staatsrte. do. E.B.Gold v. 89 . . . . Arg. am. Anl. do. äuß. v. 88 ChinesischeAnl. Egypt. unific. . Mexico v. 90 . do. Eisenb. . do. Silber. . -lädie-Sbl. Darmstädter . do...... Gießener (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . do...... Offenbacher. . Wormser . . . do...... Lissaboner . . Rom n—vm Buenos - Aires StmLeshrl.Avl. S.-Braunf. . . do...... do. Lich . . . Dsnbg.-Bierst. «cur 14./5. 102.65 89.55 99.55 101.35 77.10 66.— 100.85 95*90 93.— 24.10 100*80 102*50 63.30 94.10 80.80 se vom 1 7./5. 102.75 90.15 99.75 101.30 65.— 101.20 95.60 92.35 23.55 100*80 102.50 63.80 94.50 74 80 80*10 w S w» 4 4 4 4 4 4 3 4 3 3 3 3 3 3 4 3 3 4 5 4 4 4 4 5 3 •iftnb.'lrbrü. Deutsch«. Hess. Ludwigs- bahn v. 68/69 do. v. 75/78 . Allg.dt.Kleinb. «u,l»udtsch«. Elisab.-B.strfr. Kaschau-Oderberger v. 91 Lombarden. . do...... Oest. Staatsb. do. I-VIII . do. v. 85 . . do. Erg.-Netz Prag-Dux 96 . Raab-Oedenb. (alte) . . . do. v. 97 . . Rudolf Gold . Jtal.gar.E.B. Livorneser . . Sicil. v. 91 . Toscanier . . Ruff. Südost . do. Südwest Rjäsan - Urals! Wladikawkas . Anawlier. . . Salon.-Mon. . Tour 14./5. 103*55 102.50 102.85 95.20 94.— 87.40 82.50 78.90 102.25 57.80 60.30 93.80 92.— 101*60 101.50 93.60 57.30 se vom 1 7./5 102.45 103.20 91.50 87*50 83.— 78.80 102.- 58.40 61.— 94.50 92.40 102.20 102.50 102.30 102.25 93.90 57.50 B 4 4 4 37, 4 37, 3% 4 4 37, 37, 4 4 37, 4 4 37, 4 4 4 37, 371 Pfandbriefe. Gothaer unkb. 1903 .... Grundschbk. Ser. V—VI do. i-n do. unk. 1906 Frkft. Hypbk. XIV..... bo.XII-XIII do. XV. . . Frkft. Hyp.- Creditverein - do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 30, 33 . . . do. Ser. 29 . Ldw.Cred.-Bk. Hambg. Hypbk. Ser.141-250 do. 46—190 Meining. Hyp. do. neue . . do. unk. 1907 Pomm. Hypbk. Preuß. Hypbk. VIII-XII do. neue . . . do. 1905 Rhein. Hypbk. unk. 1904 . To«r 14./5. 102.10 103.— 100.20 99.60 100.50 98.70 99.70 99.60 102.30 98.80 99.20 101.40 100.60 99.75 97.80 100.60 99.70 100.50 100.20 103.30 99.80 98.60 se vom I 7-/5 102.10 103.— 100.20 99.60 100.80 98.70 99.70 99.60 102.30 98.60 99.20 102.— 100.25 99.75 97.80 100.60 99.70 100.50 100.20 103.30 99.80 98.50 \t 37, 4 4 4 47, Westdeutsche Bodencredit in Cöln . . Ung. Lds.-Ctr. -werfe. Buderus . . . Eisenb. Rtbk. . Hirzh. u. Lollar -avk-Artiev. Dtsch.Reichsbk. Berliner Hand. Darmstadt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. Disci.-Comm. Dresdener . . Mitteldt. . . . Rationalbk. . . Oest.Cred.-Act. JadllLrie-Artiev Kley er Fahrrad Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Nordd. Lloyd . Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Larven. Braw. Tone 14./5. 100.50 99.— 101.40 101.50 98.20 161.— 163.10 158.30 196.90 117.90 196.- 159.20 117.40 145 80 301.7z 277.- 147.— 427.50 113.90 222.70 186.— 186.— se vom 1 7./5 100.50 99.— 101.50 101.50 98.20 k 160.50 164.— 197.90 118.— 197.80 160.40 117.40 146 50 305 — 280 50 147.— 421.— 111.80 220.50 185.80 186.20 Jb 4 4 5 37, 3 4 5 3 27, 3 Ber. Königs- u. Laura . . . Slfelld.-Arltea. Oest. Staatsb. do. Südbahn Gotthardbahn. Jura-Simplon Princ Henry . i-ofe In Procenten. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minden. Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Grazer . Türk. fts. 400 per Stück in Mk. Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl. 7 Brschw.Thlr20 Freiburg, fs.10 Malländ.fs.10 Meininger fl. 7 Pappenh. fl. 7 Venediger L. 30 Som 14./5. 196.— 308.75 65.25 142.30 83.80 111.50 145.80 164.60 111.50 139.60 135.35 126.40 91.20 35.85 39.40 23.85 25.80 13.55 23.— 23*— se oow 1 7./5 192.— 308.— 64.- 143.30 85.60 113.90 145.30' 165.— 111.— 138.90 34.50 134.70 125.85 136.— 91.50 36.15 23*45 25*85 13.50 22.25 22.40 23 — Redactron: E. Burkha rdt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Umverfitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. K 's f Di J..I ivkidcv lvichnl ünm folg«' »eh. Das an di und i verfiö 5Bb 1 2 3, Al Ui »Ibh zusamvi pto 18 8c txnannte haU» usaltzte zwar? Capttel war vr ersuchet zusühu Zu Gaf daß au durch d eotftauö Verden Na r Ma Hanfbiiri hört üb( und ba$ Dorfbrur WUrbe. , Die er Wh fetteste (9 beim % Und u »ein lt Pierre, \ •iirfltön 5B«, ®ie Mm,, *» Sch» «•»biet,™ Set