1S9S Sonntag den 17. April Erstes Blatt. Nr. 89 Meßemr Anzeiger Mneral-Anzeiger Ne,ug»,ret» »ierteljährlich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 75 Pfg. mit Bringcrloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Hilt Anzeigen-BermittlungSstellen de« I«. und ÄultoM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger «tgeg«. Erscheint täglich »it Ausnahme des MontagS. Die Gießener W«»itie«>lätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den Celynbm Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. GratisbMgc: Gießener Familienblätter Redaction, Expedition und Druckerei: Sch»tflrage Nr. 7. Schutz der Jugend gegründet find. So bieten fich bei uns in Gießen: der Feierabend für Lehrlinge, der Sonntag»- verein für Dienstmädchen, der JüngltugSveretu und die Eonfirmaudenvereiuigungeu der verschiedenen Gemeinden. Auch tu anderen Gemeinden unsere» Kreise», wie z. B. in Ltch, wird Manche» für die Sammlung unserer eovfirmirten Jugend gethan. Wir wachen da nur aufmerksam auf die LehrlingS* horte und LehrlingSheime, auf die Mädcheuveretue und Arbeiteriunenheime. Wer der confirmirten Jugend dienen will, der weise fie dorthin. An den Schutz, an die Be- Wahrung der Jugend, daß in ihr ein religiös-sittlich starke» Geschlecht heranwachse, mahnt der CoufirmationStag. Möge seine Mahnung nicht ungehört verhallen! Barcelona, 15. April. Gestern veranstalteten über 3000 Personen eine Kundgebung vor dem amerikanische« Sonsulat unter Pfeifen und Schreien und Hochrufen auf Spanten. Der Cousul sah hinter einem Fenster stehend zu. Die Ansammlung wurde schließlich zerstreut, ohne daß e» z« einem Zwischenfall gekommen wäre. Kopenhagen, 15. April. Au» Anlaß de» hier statt- iadendeu Strike» der Maler und Eisengießer hat der Arbeitgebervereiu von 1896, der alle großen Baugewerbe umfaßt, den Beschluß gefaßt, eine allgemeine Aussperrung allen dem Verein augehörigeu Gewerken auzukündigeu, damit die genannten StrikeS durch Berhaudluagen oder schied», richterliche» Urtheil geordnet werden. Die Arbeiterfachvereine antworteten heute tu dem Blatt „Sozialdemokrat" Folgend,«: „Wenn die Ausführung de» Beschlüsse» nicht vermiede» werden kauu, werden wir den Kampf auf eine solche Weise ühreu, daß unsere Gegner Respect bot un» bekommen müffea. Die eventuelle Aussperrung wird 30000 Arbeiter umfasse«. Der Strike dürfte demnach der größte werden, der jemals n Dänemark stattgefunden hat^. Adrtfst für Dtptschtn: Anzeiger Gieße«. Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reich. Berlin, 15. April. Bet den bevorstehenden Jubel- tageu de» König» von Sachsen wird fich der Sultan durch seinen hiefigen Botschafter vertreten laffeu. Berlin, 15. April. Der zum ersten Mariueattachs tu Tokio - Uokohama ernennt, Capttänlteutenat v. Rebeur- Paschwttz wird die Au»retse nach Ostafieu binnen Kurzem antreten. verltu, 15. April. Nachdem die Errichtung eine» BerufScousulat« de» Reiches in Prag tu AuSficht genommen worden ist, tst die zunä^st cowmiffarische Ber. waltung de» neuen Postens dem bisherigen Cousul in Sera- jewo, Freiherrn v. Seckendorfs, übertragen. Freiherr v. Seckendorfs ist in Prag eingetroffen und hat die Geschäfte de» Eonsulat» übernommen. Köln, 15. April. Die „Kölnische Zeitung" erhielt au» Washington tincn schriftlichen B^richi,'! laut welche.; fich Mac Kinley vor mehreren Wochen einigen Politikern gegen- über dahin ausgesprochen hat, er werde sich nur mit der vollständigen Unabhängigkeit Cuba» zufrieden geben. Berlin, 15. April. Da» deutsche Colonialblatt ber- öffentltcht eine Allerhöchste Verordnung, brtr. die Schaffung bon Eingeborenen-Reservateu tm südwestafrtka' uischen Schutzgebiete. Wiesbaden, 15. April. Der Kaiser «achte Nachmittag» einen Spazierritt in die Umgebung und Abend» besuchte er daö Theater. Osnabrück, 15. April. Auf der GeorgS-Marten* Hütte tst der Betrieb größtenthctlS wieder ausgenommen. Heute arbeiten bereits über 700 Bergarbeiter. ES herrscht bölltge Ruhe. Arrsla»-. Budapest, 15. April. Abgeordnetenhaus. Da» Hau» begann die Verhandlung über die Vorlage, betreffend die Congrua uichtkatholtscher Geistlicher. Der CultuSminister Dr. b. Wlasfic» erklärte, eine schroffe Trennung bon Staat und Kirche habe niemals in der Absicht der Regierung ge- legen. In der Vorlage bemühe sich die Regierung, gemeinsame Berührungspunkte zwischen Staat und Kirche zu schaffen. Die Regierung habe nicht daS französtsche System der 8c* solduog der Geistlichen gewählt, sondern befolge da» seit 186k eingeführte System der Unterstützung der Kirchen. Der Zweck der Vorlage sei Sicherung des Existenz-Minimum» für die Seelsorger, und aus diesem Grunde sei nicht für jede Cou* fesfion ein besonderer Gesetzentwurf, sondern eine einzige Vorlage eingebracht worden, welche gleiche Grundsätze allen Confesfionen gegenüber zu Anwendung bringe. Die Auto- nomie der Kirchen werde durch die Vorlage nicht berletzt. Madrid, 14. April. Internationaler medi* cinischer Congreß. Der heutige Tag war deutschen Vorträgen gewidmet. Finkler au« Bonn führte eine epochemachende Erfindung bot, nämlich chemisch-reineS Eiweiß, Tropon genannt, aus künstlichem Wege herzustellen, Rubner au» Berlin sprach über Fletschconserbtrung, Lehmann aus Würzburg über Buttersterilisirung, Paunwttz au» Berlin hielt einen Vortrag über Bekämpfung der Lungenschwindsucht und über eine Statistik be» ReichSberficheruugSamteS, nach der jeder zweite Versicherte, der Invalide geworden, tuberculoS fei. Madrid, 15. April. Bon Habanna find Berichte ein- gegangen, welche darthun, baß der Aufstand feinem Ende entgegengehe. Die Regierung der Aufständischen fei geneigt, über den Frieden und umfangreiche Unterwerfungen zu ber* handeln. Ferner wird gemeldet, daß Oberst Tejeda Holguin die Aufständischen schlug und ihnen einen Verlust bon 19 Tobten betbrachte. Auf spanischer Seite sollen 25 Manu gefallen sein. Zur Confirmation. „WaS, meinest du, wird au» dem Kinde werden?" Diese Frage bewegt zur Zeit da» Herz bleiet Eltern. Und be- sonder» der Tag der Confirmation legt diese Frage nahe. Bon Alter» her ist dieser Tag ein besonders festlicher Tag, in Kirche und Haus festlich begangen. Von nnseren Kindern ist et freudig erwartet als der Tag ihre» ersten, öffentlichen, selbstständigen Handeln». Denn indem sie fich bot bersammelter Gemeinde za dem Glauben ihrer Väter bekennen, wiffen fie sich all der Güter theilhaftig, die die christliche Gemeinschaft allein berbürgt, auf deren Grund allein fich wahres Glück erbauen kann. Was unsere Kinder freudig bewegt, ist, daß der erste größere Abschnitt ihres Leben» zum Abschluß ge- tommen ist, daß fie nun weitere Schritte iuS Leben hinein »hun dürfen. Nicht wenige werden aber auch dr» Ernste» diese» Tage» fich bewußt sein. ,,Wa» wird aus mir werden?" Diese ernste Frage wird manche» junge Gewüih bewegen. Sie wiffen, daß e» nunmehr gilt, langsam die Kinderschuhe aukzuziehen und tu eigener Verantwortlichkeit daS Leben zu gestalten. Sie wiffen aber auch, daß auf dem Weltmeere such widrige Winde wehen, die das Lebensschtffletu hart bedrohen und sein Fortkommen sehr erschweren. Möchten fie nur nicht bergeffen, daß auS Ztel nur kommt, wer Gott ber* traut, ein fittlich-reineS Leben führt und treu feine Pflicht in Allem thut. Diese» Dreifache ist ja auch der Inhalt ihres GelöbniffeS. Die Eltern freuen fich mit den Kindern, sehen sie doch die Mühm ihrer Erziehungsarbeit belohnt, dürfen sie doch mit Kirche und Schule die Früchte ihre» Fleißes ge- Nteßen. Ob freilich alle Eltern mit ihrer Erziehungsarbeit diesem Ziele zustreben? Gleichwohl wird überall darüber Freude sein, daß wenigstens die» Ziel erreicht ist, daß die Kinder ausgerüstet find, um nun einen bestimmten LebenS- heruf zu ergreifen; daß fie ausgerüstet find, nicht bloß mit zur Lebensarbeit nöthigen Keuntniffen, sondern auch mit fitt- licheu Kräften, um dem Bösen Widerstand zu thun. In diese Freude hinein wird aber wohl auch die Frage klingen: WaS wird auS meinem Kind werden? Wird eS sein LebeuSschifflein zum sichern Ziel bringen oder wird e» Schiffbruch leiden? Wie biel Tausend schiffbrüchige Existenzen birgt die Welt in sich! Die meisten Eltern werden die Berufswahl für ihre Kinder schon getroffen haben. Möchte diese Berufswahl geschehen sein nach reiflicher ernster Prüfung. Berfehlter Beruf, berfehlte» Leben! Mancherlei ist dabei zu berücksichtigen: Veranlagung und Neigung, körperliche und geistige Kräfte. Nichts ist berfehlter, al» wenn Eltern die der Schule kaum entwachsenen Kinder bereits zum Erwerb gebrauchen. Dadurch wird die Erlernung eines festen Be- rufeS unmöglich gemacht, der Grund gelegt zu späterem unzulänglichem Verdienst und unbefriedigter Lebensführung. Ein zweiter bielgemachter Fehler ist ber, die ber Schule kaum Entwachsenen bereit» al» Erwachsene zu behandeln und fich selbst zu überlaffen. Noch ist der junge Baum nicht so weit, daß er de» Gärtner» kundige Hand entbehren kann. Da und dort find wild schießende Sprößlinge zu entfernen, üppige Zweige zu beschneiden, um ein bollkommene» Bild zu er* zielen. Der elterlich t Zucht können auch die Coufirwirten noch nicht entratheu. Wo fie bersäumt wird, da kommt es zu jenen Verbildungen und Entartungen, die au unserer Jugend zu so biel Klagen Anlaß geben. Bor Allem gilt e» «n», den religiös-sittlichen Ernst der Jugend zu bewahren, dadurch fie allein bor Thorheiteu und Fehltritten bewahrt wird. Je mehr der religiös-fittliche Ernst unserer Jugend bewahrt wird, um so tüchtiger wird fie auch in dem Berufe werden, zu dem fie fich bereitet. Kann da» Elternhaus aber Schutz und die Bewahrung nicht bieten, so gibt e» der Ber* Anstauungen genug in unserem deutschen Baterlande, die zum Amtlicher Theil. Gießen, 15. April 1898. 8ttr.: Darstellung über dm Zustand der Volksschulen im Kreise Gießen in den Schuljahren 1895/96, 1896/97 und 1897/98 Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Diejenigen bon Ihnen. welche mit ber Erledigung unserer Auflage bom 2 April d. I. - Gießener Anzeiger Rr. 80 — noch im Rückstände find, werden hieran erinnert mit Frist bon drei Tagen. b. Gagern. total«» *nö provtnjiellM. Gieße», den 16. April. •• Sefangl-Wettstreil. Am Ostermontag fanden in Kreuznach die Verhandlungen über den zu Pfingsten daselbst stattfindeuden GesaugSwettstreit statt. Zu de»- selben haben fich 89 Bereiae be» MittelrheingebietS (darunter auch der Bauer'iche Gesangberein Gteßeu) mit 3300 Sängern angemeldet. Sie singen in sieben berschiedene« Sälen und zwar die 1. Klaffe A (Stadtbereine) in Lauu» Kaisersaal, bi? 2. Klaffe im „Hotel Adler", die 8. Klaffe a) tm Cafinosaale, b) im Saale zur „Stadt Loudon", die 1. Klaffe B (Landvereine) im Wiesenzelt, die 2. Klaffe a i» „HeymS Saalbau- und b tm Saale zur „Victoria". Der Wettstreit der Ehreuklaffen beginnt am Pfiagst-DienStag Vormittag um 9 Uhr im Kaisersaal, „Adler" und „HehmS Saalbau". Die Vereine fingen in folgender Ordnung: Ab« theilung A. Klaffe I (Lauu): 1. „Eintracht" * Oberrad, 2. „Badeuia"*KarlSruhe, 3. „Wiukelmaun'scher M.-Ch. • Frankfurt, 4. „Ltederkrauz-Boun, 5. „Harmouie"-St. Johann- Saarbrücken, 6. M. G. V. Bierstadt, 7. „St. Castor"-Cob- lenz. 8. „Erholung"-Mauuheim. Klaffe II (Adler): 1. „Sieber* kranz"-Obersteiu, 2. „Friedc"*WirSbaden, 3. „Lieberkranz". Idar, 4. Quartett-Gerein Köln-Ehreufeld, 5. „Arion"-Velbert, 6 „Aurora"-LudwigShafen, 7. „TLngerkreiS"-Mann. heim, 8. „Säugerlust"-Mannheim, 9. Grub'scher M.-G.-B.- Oberstein, 10. Mäuner-Club Wiesbaden. Klaffe Hla (Lastno): 1. „Covcordia"-Forbach, 2. Gartenfelder Männer-Quartett Mainz, 3. „Sängergruß" Frankfurt, 4. Männer-Quartett St. Wendel, 5. „Etutracht"-Heidelberg-Neuenheim, 6. „Froh- finn-Simmern, 7. Bauer'scher G.-V. Gießen, 8. M.»G-v. Oberwesel, 9. M.-G.-B. St. Goarshausen, 10. ©linnen* thal'scher Männer-Chor Homburg, 11. Horter'icher G.-B. Frankfurt, 12. Verein ber Cementfabriken Frankenthal, 13. „Frohsinn"-Oberlahnstein, 14. „Euphonia"-Malstatt- Burbach. Klaffe Ulb (Zöller): 1. M.-G.-V. Oberlahnstein, 2. „Lieberkranz".Malstatt.Burbach, 3. „Liederkranz"*Meisen* heim, 4. „Sängerbunb"*Boppard, 5. „Concorbia".Obermoschel, 6. Quartett „Sängerlust"-Mainz, 7. „Edelweiß ■ Oberstein, 8. „Germania".Kirn. 9. „Ltederkranz".Oppenheim, 10. „Liederpalme"-Frankfurt, 11. „Sängerbund - Coblenz, 12. „Constantia"-Heidelberg, 13. „Hilda" Wiesbaden, 14. M.-G.-B. ber Portland-Cementfabrik Mannheim. Ab- tHeilung B. Klaffe I (Wiesenzelt). 1. „Liedertafel"- Weisenau, 2. „Eintracht"-Rheinböllen, 3. M.-G.-B. Steeg, 4. M.-G.-B. Weis, 5. M.-G.-B. Rehborn, 6. „Cäcilia - Kettig, 7. M.-G.-B. Neunkirchen, 8. „Arion"'Bingerbrück, 9. „Sängerlust"-Langeudtebach, 10. „Sängerbund"-Wöllstetn 11. „Lieberkranz"*Freilaubersheim, 12. „Liederkranz".Beuel, 13. M.-G.B. Hochstein, 14. M.-G. V. Partenheim. Klaffe Ha (Hehm): 1. „Eintracht"-Schiffweiler, 2. „Germania"-Bosen- hei«, 3. Krieger-G.*B. Bechenheim, 4. M.-G.-V. Langenlonsheim, 5. „Germania"-Steinbockenheim, 6. „Eintracht"-Laubenheim, 7. „Concorbia"-Bockenau, 8. M.G.-B. Sprendlingen, 9. M.-G.-V. Weinsheim, 10. M.-G.-V. Genfingen, 11. Säuger- chor des TurnbereinS Eckenheim, 12 M.-G.-v. Engelstadt, 13. M.-G.-B. Roxheim, 14. „Germauia"-Naurod. Klaffe Ub (Victoria): 1. „Einigkeit" Partenheim, 2. Männer Quartett Heddernheim, 3. „Liederkrauz"-Niedersaulheim, 4. G.*v. Für* selb, 5. M.-G. V. Burgsponheim, 6. „Eintracht".Winterbach, 7. „Sängerlust"-Gaubickelheim, 8. „Concordia".LangenlonS- heim, 9. „Sängerkranz"*SieferSheim, 10. M.-G. B. Planig, 11. „Eintracht"-Kloppenheim, 12. M.-G.-B. Otzenhausen, 13. „Harmonie" - Hargesheim , 14. „Germania" • Ober« Ingelheim. * • Ladenschluß und Handlungsgehilfe». Der dritte Deutsche HaudlungSgehtlfeutag wurde am Ostermontag im „Hotel de Pologne" zu Leipzig abgehalten. Franz Tchueider-Hamburg berichtete tu ausführlicher Weise über die Labenschlußbewegung, deren leitender Gedanke, einen allgemeinen Ladenschluß um 8 Uhr Abend» herbei« zuführeu, energisch weiter zu verfolgen und praktisch zu verwirklichen sei. Er schloß seine beifällig aufgenommeven Ausführungen mit folgender Resolution: „Der dritte Deutsche HaodlungSgehilfeotag begrüßt freudig die in letzter Zeit tu verfchtedeoen Ttädten, namentlich des RheiulaudeS hervor« getretenen Bestrebungen der selbständigen Saufmannschaft zur Herbetsühruog eines «tuhetlltchen Ladenschlusses auf Grund freiwilliger Vereinbarung, weil dadurch der Wunsch nach Durchführung und die Möglichkeit hierzu uachgewteseu wird. Der minimale Erfolg der Bemühungen, der bisher nur tu etwa kletuen Städten zu einem rudgiltigeo Ergebniß geführt hat und in den Großstädten in absehbarer Zeit überhaupt nicht erhofft werden kann, macht eS den Handlungsgehilfen zur Pflicht, unvermindert au der retchsgesetzlichen Regelung dieser Angelegeuhetr festzuhalten und dafür mit allen Kräften zu wirken, entweder unter Anlehnung der hierauf bezüglichen Vorschläge der Commisfion für Arbeiterstatistik vom Jahre 1896 oder tu Formen, welche bet ihrer Durchführung für die dringend uothwendige Verkürzung der Arbeitszeit der Handels« aogestellteu die genügende Gewähr bieten. Der HandlungS« gehilfentag ersucht neuerdings die hohe Reichsregierung, die eutsprechendeu Gesetzesvorschläge baldmöglichst den gesetzgebeu« den Körperschaften zur Berathuug und Beschlußfassung vor« zulegen." Die Resolutiou wurde einstimmig angenommen. • • 3« hochzeitSauzng. In einem hiesigen Kleider-Ber- leihgeschäft entlieh sich am vorigen Sonntag eiu Mann einen guten Anzug im Werthe von 60 Mk., angeblich um sich trauen zu laffen. Da derselbe den Auzug nicht wieder brachte, erstattete der Geschäftsinhaber bei der Polizei Anzeige, wo sich daun herausstellte, daß der Entleiher in einer Backsteinfabrik thätig war und den Auzug bet der Arbeit trug. • • Verhaftet wurde gestern dahter eiustreckbrieflich verfolgter H au ftr er, welcher sich unter falschem Namen tu einem Gasthause aushielt. Ueber die Hauptversammlung deS Hessischen LandeS-Lehrer- Vereins, welche am 14. dS. MtS. tu Oppenheim a. Rh. stattfand, entnehmen wir dem „Darmft. Tägl. Anz." folgenden Bericht: Herrliches Wetter lockte zur Wanderung. Bald waren die Höhen der „Landskrone" mit Besuchern der Hauptversammlung belebt, die sich zunächst an dem herrlichen Panorama, welches die im hellen Sounenscheiu daliegende Rheinebene in schönster Weise bot, ergötzten. Wie herzlich begrüßten sich hier alte, schon lange getrennte Jugendsreunde! „Wie brannre Hand in Hand!" — Um 11 Uhr erklang tu der schönen geräumigen Halle deS BerschöueruugS Vereins auf der „Landskrone" die Schelle des Obmanns, die zum Platznehmen etnlud. Nach herzlicher Begrüßung der er fchieneoeu Mitglieder — etwa 600 —, der erschienenen Behörden und Gäste seitens des Obmanns sandte die Versammlung zunächst ein Begrüßungstelegramm au Se. Kgl. Hoheit den Großherzog. Hierauf begrüßten Herr Kreisrath Bich- manu-Oppenheim Namens der KreiSfchulcommtsfion, Herr Bürgermeister Koch Namens der Stadt, Herr Röhl- Berlin Namens des geschäftsführenden AuSschuffes deS Deutschen Lehrer-Vereins und Herr Oberlehrer Schenkelberg Namens des BezirkSveretn» Oppenheim. Der Schriftführer des Vereins, Herr Oberlehrer Schmeel-Darmstadt, theilte der Versammlung sodaun die Beschlüffe der gestrigen Vertreteroersammlung mit. Herr Lehrer Rothmann- BechtolSheim hielt hierauf einen längeren Vortrag über „Friedrich Fröbrl", drffen Bestrebungen auf dem Gebiete der Pädagogik, besouders die Errichtung seiner Kindergärten. Seine schöne, fleißige Arbeit lohnte reicher Beifall. Ueber das Hauptthema des TageS: „Die Schäden der gewerblichen und landwirthschaftltchen Kinderarbeit für die Jugenderziehung" refertrte Herr Oberlehrer BackeS-Alzey tu einem etnstüudtgeu freien Bortrage in wirklich ausgezeichneter Weise. Die außerordentlich fleißige, sehr gut durchdachte Arbeit wurde durch lebhaften Beifall belohnt. Die von dem Redner ausgestellten Thesen fanden tu folgendem Wortlaute einstimmige Annahme: 1) Der Umfang der gewerbltcheu und laudwirthschastltchen Kinderarbeit hat hier und da einen solchen Grad erreicht, daß dar« auS große Nachtheile für die physische, moralische und intellektuelle Entwickelung der Heranwachsenden Generation entstehen müffeu. 2) ES ist darum die Kinderarbeit derart etnzuschränken, daß ihr günstiger Einfluß auf die Entwickelung der Jugend gewahrt bleibe,- dagegen find die schädlichen Auswüchse der Kinderarbeit — Beschäftigung der Kinder mit Kegelaussetzen, zum Hausiren, in Schanklocalen, zu Schaustellungen u. dgl., Arbeit vor Beginn deS Unterrichts, sowie nach 8 Uhr Abends, Beschäftigung von Kindern unter zwölf Jahren — mit aller Energie zu bekämpfen. 3) Als Mittel hierzu empfehlen sich: a. für den Lehrer: Fortgesetzte Er- Hebungen, das Studium der Einzelfälle, Sorge für Erhöhung des JatereffcS für Kindererziehung im Allgemeinen, Rücksprache mit d n Eltern und Arbeitgebern- b. für die Schulbehörden: Beseitigung der Hüteschulen, soweit solche in Deutschland bestehen, und HaldtagSschulen- strenge Ahndung der Tchulversäummffe- c für die V-rwaltungSbrhörden: strenge Handhabung der bereits bestehenden Schutzbestimmungen und Ausstellung neuer, soweit e- tu der Machtbefugniß der einzelnen Behörden steht- d) für den Staat: Sorge für die materielle Besserstellung der unteren Erwerbsklaffen, Ausdehnung der Fabrikauffichr auf die Hausindustrie, schärfere Betonung der Erziehungspflichten der Eltern in der Gesetzgebung. An dem hieraus solgenden Fcsteffeu nahmen wohl übre 250 Mitglieder theil. Das gute Mahl, der vorzügliche Oppenheimer, einschlagende Tischreden brachten bald eine recht auimirte Stimmung hervor. Alle Besucher der ver- sawmlnng waren von den ganzen Verhandlungen und Veranstaltungen hochbefriedigt. Mau trennte sich mit dem Wunsche: Auf fröhliches Wiedersehen im nächsten Jahre in Oberheffeu! •• Evangelische Arbeiter-Beretne. In Kassel tagte dieser Tage der Delegirtentag des GesammtverbandeS der evan« geltschen Arbeiter-Vereine Deutschlands. Der Vorsitzende, Lic. Weber, berichtete über die Entwickelung des Verbandes- derselbe umfaßt jetzt 90000 Mitglieder. Betreffs der „Wohnungsfrage" wurde die Abfaffung einer bezüglichen Denkschrift au den preußischen Finanzminifter beschloffen. Man protestirte gegen die Errichtung besonderer Arbeiterviertel. Zur Frage der CoalitiouSsrei- heit der Berufsvereine wurde folgende Resolution be- schloffeu: „Der Gesammtverband Evangelischer Arbeitervereine Deutschlands hält es im Jntereffe des socialen Friedens, der socialen Gerechtigkeit und der Eultur- und Machtstellung unsere- Vaterlandes für dringend geboten, daß 1. in Ausführung der Kaiserlichen Februar-Erlaffe endlich gesetzliche Bestimmungen über die Formen getroffen werden, in denen die Arbeiter durch Vertreter, die ihr Vertrauen besitzen, zur Wahrnehmung ihrer Jntereffen bei Verhandlungen mit den Arbeitgebern befähigt werden, und 2. daß auch dementsprechend die Arbeiter in der Ausübung deS CoalitioklSrechteS geschützt werden, indem a) den BerufSoereinen die Rechtsfähigkeit nicht länger voreuthalteu bleibt, und b) die Vertretung ihrer wirthfchaftlichen Jutereffen nicht durch Anwendung des politischen Vereinsgesetzes erschwert wird. Denn so lange berechtigte Forderungen der Arbeiter uuersüllt bleiben, ist an eine erfolgreiche Bekämpfung der Socialdemokratie nicht zu denken." Betreffs der Bekämpfung des AlcoholiSmuS nahm die Versammlung folgende Resolution an: „Der Gesammtverband der Evangelischen Arbeitervereine erklärt im Einverständniß mit den dankens- wertheu und wirkungsvollen Ausführungen des Referenten (des Pastors FrommerShaufen-Dudweiler) die Bekämpfung des unmäßigen AlcoholgenuffeS für eine heilige Pflicht, der sich kein BaterlandSfreuud entziehen darf, und legt eS demgemäß allen Evangelischen Arbeitervereinen aufs Dringendste ans Herz, die Bestrebungen des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke — insbesondere auch durch corporative Mitgliedschaft — thatkräftigst zu unterstützen. Ferner fordert der Gesammtverband: 1. strengere Controle der Wirthe, ob sie an trunkene bezw. trunksüchtige Personen Schnaps verkaufen- 2. früheren Schluß der Wirthschafteu- 3. andere Denaturirung-mittel, die den deuaturtrten Alcohol wirklich ungenießbar machen." Schließlich wurde folgender Antrag des SaarverbandeS angenommen: „Der Gesammtverband wolle dem Unwillen darüber Ausdruck geben, daß Frhr. v. Stumm, wie früher schon, so auch wieder in der Sitzung des Reichstages vom 20. Januar 1898, ohne persönliche Kenntniß de» Geistes und Lebens in den Evangelischen Arbeitervereinen, absällige Aeußerungen über dieselben gethav hat- die geeignet find, die Evangelischen Arbeitervereine in der öffentlichen Meinung herabzusetzeu." + Nidda. 16. April. Der oberhessische Feuer- wehrtag findet zufolge neuerer Bestimmung am 26. und 27. Juni l. I». (nicht 19. Juni) in unserem Städtchen seine Abhaltung, wosür größere Festlichkeiten geplant find. Hofft man do4 bei günstiger Witterung auf da- Erscheinen von etwa 2000 Mitgliedern freiwilliger Feuerwehren 1 Die einzelnen ComtteS haben fich bereit» gebildet und soweit möglich, ihre Thätigkeit begonnen. Als Festplatz ist der umfangreiche städtische Wieseucomplex am Nordende von Nidda auSersehen. Büdingen, 15. April. Gestern fand in der hiefigen Stadtkirche die Trauung de» Herrn Erbgrafen Otto zu Solms-Laubach, Primeurlieutenant ä la suite der Armee, mit der Prinzesfin Emma zu Isenburg und Büdingen statt. Um die Kirche hatte fich eine große Menschenmenge eingefunden, um den imposanten Zug zu sehen. Die Trauung vollzog Herr Pfarrer Göbel. Der Kirchengesangverein hatte den musikalischen Theil übernommen. Abends gegen 6 Uhr versammelten fich etwa 40 Ehrenreiter im Füestrnhof, die um */z7 Uhr da» hohe neuvermählte Paar nach Schloß Thiergarten begleiteten. Nächsten Dienstag findet der Einzug in Laubach statt. »»MO &CM bo Ctefrt St**. Aufgebote. April: 9. Sebastian Aßmutb, Schutzmann zu Frankfurt a. M., mit Gertraude Kramer zu Pfungstadt. 14. Friedrich Peter Eppstein. Briefträger zu Fürfurt. mit Henriette Metzler zu Blessmbach. 14. Friedlich August Heinrich Reinhard Engisch Großh. Getichts- affesior dadier, mit Marianne Sophie Dorothea Urich zu Darmstadt. 15. Karl Kimmel, Fabrikarbeiter dahter, mit Anna Elisabeth Claar hierselbst. Eheschließungen. April: 9. Adolf Karl Threlmann, Dachdecker dahier, mit Elisa- betha Schmidt hierselbst. 9 Ludwig Stork, Bahnarbeiter dahter, mit Elisabeth Emmerich hierselbst 9 Hein ich August Margolf. Kaufmann zu Nürnberg, mit Christine Carlö hterfelbst. 9. Heinrich Hahn, Schneider dahier, mit Katharine MalkernuS hierselbst. 9. Jacob Göbel, Fabrikarbeiter dahier, mit Katharine Pitz hierselbst 12. Gustav Röder, Photograph zu Eberbach a. N., mit Anna Rubner hierselbst. 12. Johann Christian Martin Baubel, Schneider dahier, mit Katharina Secker hierselbst. 13. Heinrich Schäfer, Mtntstertal- Secretär zu Darmstadt, mit Mari« Dorothea Karoline Möbl hier- felbst. 14. Christian Friedrich EmU Mandler, Fabrikant zu Wetzlar, mit Charlotte Gerdt» hierselbst. Geborene. April: 2. Dem Wirth Heinricv Rau ein Sobn, Albin. 3. Dem Kaufmann Ferdinand Schmidt ein Sohn, Emil Theodor. 7. Dem Handelsmann Isaac Walldorf eine Tochter, H'dwig. 8. Dem Glasermeister Heinrich Arnold III. ein Sohn. 8. Dem Kaufmann Bruno Felix Carl Büttner ein Sohn, Erwin Heinrich Walther. 10. Dem Hoboist Herma- n Schmidt ein Sodn. 12. Dem Eisenbahnschaffner Johanne« Dechert eine Tochter, Frida Emma Anna. 12. Dem Maurer Heinrich Rühl ein Sohn, Heinrich. 12. Dem Brauer Karl Zimmer ein tadtgeborenes Kind männlichen Geschlecht». Gestorbene. AprU: 7. Loui» Krämer, 26 Jahre alt, Schlaffer dahier. 7. Katharine Knöpp, 15 Jahre alt, Dienstmagd von Stammheim. 8. Wilhelmine L-chmall, geb. Stalb, 77 Jahre alt, Wittwe von Wein-, Bier- und Eisbändler Heinrich Schmal II. dahier. 9. Marie Kolb, geb. Bernhard, 75 Jahre alt, dahier, Wittwe von Bäckermeister Heinrich Kolb. 9. Wilhelmine Karoline Luise Natalie Freseniu», 67 Jahre alt, Rentnerin dahier. 10. Katharine Schick, 77 Jahre alt, Taglöhnerin dahier. 11. Johanna Luise Christine Griebel, 27 Jahre alt, Stickerin dahier. 11. Elisabethe Buseck, geb. Zipper, 65 Jahre alt, Wittwe von Postpackmeister Johanne» Buseck dahier. 13. Heinrich Klemmrath, 65 Jahre alt, Rentner dahier. 15. Wilhelm Jost, V/i Jahre alt, Sohn von Fabrikarbeiter Ludwig Jost von Crombach. 15. Christian Jost, 24 Jahre alt, Knecht dahier. 15. Karl Huhn, 48 Jahre alt, Seilermeister dahier. Auszug au» den Kircbcnbficbcm der Stadt Gieße». Enangelische Gemeinde. Getraute. MatthäuSaemeinbe. Den 10. April. Christian Wilhelm Semmler, Schloffer zu Gießen, und Sophie WUHelmine Elisabeth Bender, Tochter bei verstorbenen Dereinsbiener» Georg Bender zu Gießen. Denselben. Ludwig Stork, Bahnarbeiter zu Gießen, und Elisabeth Emmerich, Tochter des Taglöhner» Johanne» Emmerich zu Molln, Gemeinde Heilem. Den 11. April. Heinrich August Margolf, Kaufmann zu Nürnberg, und Christine CarlS, Tochter de» Werkmeister» Friedrich Ludwig Carlö zu Gießen. Denselben. Karl Post, Bäcker zu Gießen, und Luise Margarethe Arnold, Tochter deS Bahnarbeiter» Jacob Arnold zu Gießen. Den 14. April. Christian Friedrich Emil Mandler, Fabrikant zu Wetzlar, und Charlotte Gerdt», Tochter bei Eisenbahn-Betriebi- controleur» Alois Gerbt» zu Gießen. Denselben. Heinrich Schäfer, Minifterlalsecretär zu Darmstabt, unb Marte Dorothea Karoline Möhl, Tochter be» Fabrikanten Georg EmU Möhl zu Gießen. LukaSgemeinbe. Den 10. April. Jakob Göbel, F-brttarbeiter, unb Katharina Pitz, Tochter bei Schuhmacher« Carl Pitz zu Steinbach. Den 12. April. Gustav Röder, Photograph zu Ederbach, und Anna Rudener, Tochter de» Restaurateur» Hermann Rudmer zu Tarnow. JohanneSgemeinde. Den 11. April. Heinrich Hahn, Schneider zu Gießen, und KatharineMalkemu», Tochter des verstordmen Schuhmachers Johanne» MalkernuS zu Crainfeld. Den 12. April. Johann Christian Martin Paubel, Schneider zu Gießen, und Katharine Secker, Tochter" de» Schneiders Heinrich Secker zu Homberg. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 10. April. Dem am 16. Juli 1897 verstorbenen Kaufmann Karl Brühl eine Tochter, Karola Elisabeth Ottilie, geboren ben 20. Februar. Denselben. Dem Dreher Johanne» Rohrbach eine Tochter, Franziska Johanna, geboren ben 2. März. Denselben Dem Bierbrauer Johann Jakob Aßmann ein^Sohn, Emil Heinrich Hermann, geboren ben 19. März. Denselben. Dem Metzger Abolf Bernharb ein Sohn, Abolf Paul Robert Heinrich, geboren ben 1. März. Den 11. April. Dem Friseur Heinrich Rühl ein Sohn, Nestor Ernst Gustav Heinrich, geboren ben 18. März. Denselben. Dem Kutscher Ludwig Biedenkopf ein Sohn, Otto Theodor, geboren den 22. Februar. Den 12. April. Dem Baua»ptrant WilhelmiEhrtstian Fuch» ein Sohn, Wilhelm, geboren ben 9. März. Markuvgemetnbe. Den 10. April. Dem Metzger Heinrich Henkel eine Tochter, Emma Marte Sophte Henriette, geboten ben 20. Februar Denselben. Dem Wirth Konrab Schomber eine Tochter, Marte Veronika, geboren ben 8 März. Denselben. Dem Schreiner Georg Haubach eine Tochter, Luise Anna Charlotte, geboren ben 10. März. Denselben. Dem Schreiner Karl Martin Allgeier eine Tochter, Margarethe Elisabeth Lin«, geboren ben 18. Januar. Den 11. April. Dem Schneider Johanne» Bender ein Sohn, Karl Heinrich Johanne», geboren den 19. Februar. Denselben. Dem Schreiner Konrad Drescher eine Tochter, Karoline, geboren ben 6. Januar. Denselben. Dem Kutscher Jacob Leinweber eine Tochter, Marie Margarethe, geboren ben 6. März. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Innozenz Krack eine Tochter, Johanna Pauline, geboren ben 1. März. LukaSgemeinbe. Den 10. AptU. Dem Kutscher Lubwig Christ ein Sohn, Ludwig Christian, geboren den 2. März. Denselben. Dem Lackirer Heinrich Stühler ein Sohn, Ludwig, geboren den 7. Februar. Denselben. Dem Rangirer Heinrich Biedenkopf eine Tochter, Sophie Marie Ottilie, geboten ben 1. Mär,. Denselben. Dem Gärtner Friebrich Wikbelm Münzinger eine Tochter, Else Regine Maria, geboren den 21. März. Denselben. Dem Bankvor stand Emil Lauster ein Sohn, Philipp Wilhelm Nikolaus, geboren den 6. December. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Etzelmüller eine Tochter, Anna Katharina, geboren ben 7. April. Den 11. April. Dem Rangirer Konrab Schomber eine Tochter, Wilhelmine Marie Frieda, geboren den 19. März. Denselben. Dem Schloffer Peter Schmitt ein Sohn, Heinrich LouiS Philipp Adolf, geboren den 6. März. Denfelben. Dem Dreher Gerhard Scheper» eine Tochter, Anna Amalie, geboren den 28. Januar. JohanneSgemeinde. Den 10. April. Dem Schneider Wilhelm Hoffmann eine Tochter, Marie Christine, geboren den 26. Februar. Denselben. Dem Oberpostasststenten PhUipp Bausch eine Tochter, Elisabeth, geboren ben 11. März. Denselben. Dem Schneider Carl August Gödel ein Sohn, Wilhelm Heinrich Jakob, geboren den 20. Januar. Den 11. April. Dem Taglöhner Jakob Zimmermann ein Sohn, Jakod Carl Wilhelm, geboren den 6 März. Denselben. Dem Kautmann Gerhard Bötz ein Sohn, Gerhard, geboren den 12. März Denselben. Dem Zahntechniker Ernst Hermann Fritz Zach ein Sohn, Ernst, geboren den 10. December 1897. Militärgemeinde. Den 10. AprU. Dem Feldwebel Reinhard FaurS ein Sohn, Otto Daniel Juliu» Theodor, geboren den 27. Februar. Beerdigte. MatthäuSgemeinbe Den 10. April. Ludwig Krämer, Schloffer, unverheirathel, 26 Jahre alt, starb den 7. April. MarkuSgemeinde. Den 9. April. Luise Herrle. Tochter de» Küfer» Johanne» Herrle, 8 Jahre alt, starb den 6 April. Den 13. April. Hermann Reuß, Forstmeister i. P., verheirathel, 72 Jahre alt, starb ben 3. AprU zu Frankfurt a. M. Denfelben. Katharine Schick, Taglöhnerin, unverheirathel, 77 Jahre alt, starb ben 10. April. entern ibi Ewllittich U"' K-ufmami |u ■"Mal Friedrich ' Luise Mvg,reche Gtchm 5?,*'Wut e- ^smdchr-tzekiedv SftM r bei tzMvllm Georg J’Äjfc 5 alt, ff*. 4 dahier ^L88® **®t Don s'ätf,. ^Erie »rS ^VN, K J8|)tn- M'mJ.’jjg xMtet, und «atharii, i «trtnbadi. S^aph }u Simbach, und Httmim Rudmci ib zu Hießen, und Schuhmachers Johame« 'ltn Baude!, Schneider !s Schneiders Heimich l. M vnssvrdrnw kaus- isadrth Dtttlk, geboren Rohrbach eine lvchta, Wob Sßmann etn^sha, Mrj. ihard ein Sohn, Adolf KD ein Sahn, Nestor rj. «akopf ein Sohn, Otto MmMMw Fuchs ’id) hwlü eine Tochtn, n 20. gebnuK. nbti eine Tochter, Marie mdach eine Tochter, Luise rtd Ageicr eine Tochter, - ZwM. , inne® Lader ein Soho, ^"eschrr eine Tochter, „brr eine Tochter, Mir ,zer, «rack eine Tochter, dwig Christ ein Sohu, ^r ein Sohn, Lodvtg, Biedenkopf eine * Melv Vüniinger tto« Ä>»6* rtM-**1* iSte*«*- ** tl”< ,8-g& *•“’* * sfr—* 'Jfie*«** . p»3'4 * i«“*d"s* J*27. 5nd gleichmäßige Röstungr RohKaffee ä Pfund: 80, 1.—, 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, 1.80. Frisch gebrannten Kaffee a Pfund: 80, 1.00, 1.20, 1.40, 1.60, 1.80, 2.00. Mit Zucker gebr. Kaffee (nach Bonner Art) ä Pfund: 1.00, 1.10, 1.60, 1.70, 1.80, 1.90. Bei größerer Abnahme Preisermäßigung. 4016 Marktplatz 21. A. & G. Wallenfels. Telephon Nr. 46. Mobiliar-Nersteigeruog. Montag den 18. d. Mts., Nachmittags /> Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Clisabethe Jüngst in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 25 9tr. 169*'/ho — 388 qm Hof- raithe am Leihgesterner Weg und der Chaussee, Flur 37 Nr. 225 — 1726 qm Wiese hinter dem Waldbrunnen an den Aeckern, Flur 37 Nr. 226 — 1725 qm Wiese daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 16 April 1898. Großh. Ortsgericht Gießen. . ____________I. A.:' Vogt.________4020 Versteigerung. Dienstag den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Baarzahlung: 1. 1 Reisedecke, 1 schwarzen Herrenrock, ca. 50 Dutzend Photographierahmen. 2. 1 Pferd, 6 Malter Kartoffeln, mehrere Oelgemälde, 1 Nuss. Billard, ein Pianino, 2 Sophas, 2 Verticows, 1 Pfeilerschränkchen, 2 ovale Tische, 1 Commode, 2 Waschcommoden, ein vollst. Bett, mehrere Mille Cigarren, sowie 2 Taschenuhren. Die Versteigerung ad 1 findet bestimmt, ad 2 theilweise statt. 4012 Born, Gerichtsvollzieher. 8fach preisgekrönt! Bester achter Bohnenkaffee! Nur ächt mit Marke „Bär“. Ph. Herrmann Emil Orbig Fr. Müller jr. 6. Herbordt Chr. Bieker Georg Möhl Just. E. Lenz Wilh. Haas Carl Eichmann 8. Ganss. Joh. Hainbach Wwe. L. Kalkhof Chr. Schönhals H. A. Sack Rud. Schiabach's J. Häuser. |Nachf. Ludw. Loth Aug. Voigt Wwe. Joh. Wilh. Kurz Heinr. Bellof II. Bären Kaffee Alleiniger Hersteller P. H. Inhoffen Hoflieferant Ihrer Majest. der Kaiserin und Königin Friedrich. Kaffee - Röst-Anstalten Bonn u. Berlin. 3732 Zu 75, 80, 85, 90 u. 95 Pf. per */» Pfd.-Packet zu haben in Giessen bei: Saatkartoffeln Fröhrosen 50 Ko. m. Sack 4,—Mk. Welt-Mauder 50 „ „ 3,50 „ Magnllmboinim50 „ „ Prof. Berber 50 ,, „ Gelbe Kosen 50 „ „ Schneeflockeu 50 „ „ Ehili 50 „ „ versendet in prima Wa Nachnahme 3,75 „ 3,75 „ 3,75 „ 3,50 „ 3,25 „ are gegen 2743 Jacob Stern-Simon, Friedberg (Hessen). Größere Posten entsprechend billiger. 4029] Lebende Lahnhechte und Backfische zu haben bei __________M. Simon, Asterweg 7. Schulranzen in großer Auswahl. Friedrich Kühne Seltersweg 26♦ 4018 IW Kroße Ketten IV/2 Mark (Oberbett u. 2 Listen) mit prima Barchent rott), bunt oder rosa aestreist u. neuen, gereinigten Federn gefüllt. Oberbett 2 m lang 130 cm breit. In besseren Qualitäten Mk. 15,—. 19,—. Mit guten Halbdauoen „ 18,—. 25,—. Mir feinen Daunen „ 88,—. 36,—. Versand gcg. Nachnahme. Verpack, gratis. Preisliste kostenfrei. Umtausch gestattet. Otto Schmidt & Co., Köln a. Rh. Biele Anerkennungsschreiben. Nermietsiungen. 4037] Ein kleines Familienlogis, schön hergerichtet, an ruhige Leute zu vermiethen _______________S. Katz, Asterweg 10. 4031] Steinstr. 42 (Neubau) ist der mittlere Stock, 5 Zimmer nebst Zubehör, per 1. Juli d. I. zu vermiethen. Näheres Weserftratze 7, parterre. 4040] Familienlogis zu vermiethen. _________________Brandgaffe 6. 4035] Wohnung, 2 Zimmer und Küche, per 1. Juli zu vermiethen. _________________Grabenstratze 8. 4030] Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Brandplatz 12. 4011] Der 2. Stock, 4 Zimmer mit Zubehör, in meinem Neubau Löwcn- gaffe 20 ist vom 1. Juli ab zu ver- miethen.________________Gg. Appel. 4013] 3 Zimmer nebst allem Zubehör per Juli zu vermiethen. Ebelstr. 13. 3993] Logis per 15. Mai zu vermiethen. _____________Katharinengaffe 10. 4014] Ein möblirtes Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermiethen. Hermann Bogt, Seltersweg 61. 4015] Schön möblirtes Zimmer, unweit der Aula, zu vermiethen. __Schiffenbergerweg 21, pari. 3999] Zwei möbl. Zimmer zu ver- mielhen. Grünbergerstr. 16, III. 4000] Möbl. Zimmer mit Cabinet, in ruhiger, freier Lage, zu vermiethen. KSVIRiegelpfad 30. 4003] Zimmer zu vermiethen. Frau Löwenthal, Goethestr. 48, III. 3992] Einfach möbl. Zimmer zu ver- mietben._______Marktftr. 16, Laden. 4017] Zwei schön möbl. Zimmer, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. Friedr. Kühne Wwe., Seltersweg 26. 4019] Drei schön möbl. Parterrezimmer zu vermiethen. Schiffenbergerweg 16, neben Steins Garten.__________________ 4044] 2 bis 3 sehr fein möblirte Zimmer, ganz oder getrennt, zu ver- miethen._________Luvwigplatz 14, I. 4036] Stübchen mit Bett zu ver- miethen.Schützenstr. 9. Offene Stellen Wicht. Schreinergeselke gegen hohen Lohn gesucht. 4023 _________Hch. Sack, Gr. Mühlgaffe. Ein Sckrkinkrgkskllk^ ans danernde Arbeit gesucht. 4038 Karl Schäfer, Waüthorstr. 59. 4034] Zwei tüchtige Glaser oder Schreiner sofort gesucht. ________Hch. Arnold, Grabenstr. 8. Gin Knecht sofort gesucht. 4002 ____________I. Lein, Wallthorstr. 19. 3729] Gewandter, zuverlässiger Kausöursche gesucht. A. & G. WallenfelS, Markt 21. 3995] Laufmädchen gesucht. Löberftr. 19, DI. Statt jeder besonderen. Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Schwager, Grossvater und Onkel Herr Simon Reiss nach langem, schweren Leiden heute Mittag 12 Uhr im Alter von 67 Jahren sanft entschlafen ist Giessen, 16. April 1898. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag, den 18. April Nachmittags 2Vz Uhr vom Sterbehause Kanzleiberg 9 aus statt. Blumenspenden im Sinne des Verstorbenen dankend verbeten- 4045 Antwerpen. nach Danksagung fainilit Heinrich Kimmrath 4009 Die tieftrauerndeu Hinterbliebene«. 3975 heute ab dauerhaften Einbänden, theils auch antiquarisch, sowie alle in 3996 erbeten. 3847 in 4007 ■ |l i . | . In jeder SehrtfUrt and KutHMrt« v«4m i 11 I ft IT1/ ft ft 10 ■'Ueiren Preisen engeferti^t in der | V lull Rui lull Brührschen Univ.-Druckerei (PietBchiScheyik sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Gießen, den 15. April 1898. Dammstr. 28, pari. A. Franke, Schuhmacker. Gießen, 16. April 1898. Die Beerdigung findet Sonntag den 17. April, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, KaplanSgaffe 15, aus statt. Giiußigc Gelegenheit für Händler und Schuhmacher re. Eine Partie feiner Herren-, Damen- und Kindersckuhwaaren sind unterm Fabrikpreis per Kassa zu verkaufen. Anfragen werden »ab F. W. 871 an (ft. L. Daube «k Eo. in Frankfurt a. M. WnhnungsvttM-ernng. Meine Wohnung befindet sick von Für die vielen Beweise herzlicher Theilnohme während der Krankheit und bei der Beerdigung unserer lieben Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Pflegemutter Frau Elisabeth Buseck Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 5 Uhr vom Trauerhause, Bleichstraße 14, au» statt. Der Vorstand. Karl Huhn in Kentniß zu setzen. Turnverein. Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem erfolgten Ableben unseres langjährigen Mitgliedes Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unsere- geliebten Gatten und Vaters, Bruders und Onkels Dr. Ludwig Matthes sowie für die trostreiche Rede des Herrn Pfarrer Hepting danken herzlich Die trauernden Hiuterbliebcueo: Margit Matthes, Harald Matthes. Mullah Matthes, Lina Matthes. Leturich Kurtz. Kleinlinden, 16. April 1898. 4025 ,u --- VN M III (fjr. 6nn. 3 Uhr. 38vg Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß gestern Nachmittag unser lieber Gatte, Vater, Schwieger, pater und Großvater 4006 Johannes Groh im Alter von 73 Jahren nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Familie Groh Ernst Balser Mäusburg, Schulutensilien besten Qualitäten zu billigsten Preisen empfiehlt Kriegerkameradschaft Gießen. Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, die Mitglieder davon in Kenniniß zu setzen, daß unser Kamerad Karl Huhn heute Vormittag verschieden ist. Die Beerdigung findet Sonntag den 17. b. Mts., Nachmittags 5 Uhr statt. — Versammlung bei Kamerad Seng, Selter-weg, Nachmittags Punkt 4>/, Uhr. Gießen, den 15. April 1898. 4032 Der Vorstand. Auskunft ertheilen: Otto Hireoh in Firma George Hirsch- Mainz, Hintere Bleiche 5. H. Kllppetein In Langedorf. 10 Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagt innigsten Dank RedStarline I t Rothe -0 Stern Jjßinie ofldampfer von Hin neues Iahrrad mit Zubehör billig zu verkaufen 4033 __Seltersweg 0. 4010] Zwei gut erhaltene, leichte Jährender billig abzugeben. 21 ug. Schwab, Seltersweg 89. 4041] Für ein feineres Colonialwaaren- und Delicatessengeschäft wird per bald ein Lehrling mit guter Schulbildung gegen rnonatl. Vergütung gesucht. Logis evtl, im Hause. Bon wem? sagt die Exped. d. Bl. 4021] Mädchen tagsüber sofort ,u Kindern gesucht. _____________Hammstr. 7, Part. 4022] Jüngeres Mädchen für leichte Hausarbeit möglichst sofort gesucht. Baftnhosstr. 49, part. g Empfehlung. o Dem verehrlichen Publikum die ergebene Mittheilung, daß wir ö mit dem Heutigen einen 8 Frucht-Eis-Verkauf g MM eröffneten- Bestellungen werden an unserem Wagen entgegengenommen. Q Wir empfehlen nur feinste Waare und liefern frei inS HauS. 4043 K o Gebr. Toscanl, Stcinörnßr 33. Doooooooooooooooooooooooo Verschönerungsverein ;u Gießen. Tagesordnung: Jahresbericht. 3970 Der Vorsttzende: Dr. Rauf ck. _ Lämmtliche in hiefigen Lehranstalten eingesührten Schulbücher In verkaufen Perslhitdents 4