.1 I Vit der I I (Saalbau) November: ' oncert !t ’.®r 116, Stiftt Hu^*" <taw 6« 6. «roui, 6, 6lolti« SO Df,. ' Jitsercluö tigkeits-Beleiv). D-iftach-.AesHttk,«, n Weihoachtsfeiertaa i fatt. tonnen bie jum 1. foctmbe Sonnenstraße 6, stat,finden, Gleichzeitig finden Toppet 11381 i MMn, ivüchr sich [>-*5 5>‘* sV (*»be*' % bin* i«8aV'it $e«i®gI; ,L„iiib, erf« * "tfäunü« Nr. 269 Zweites Blatt Mittwoch den 16. November 1S9S u»M ■Ü luMateu b«< »•■Ui«. ®w Wchev« »•■mteirattcT ecrWi Im Iszngn MscheMttck wiftme( Gießener Anzeiger XHMMveW 1 Werf 30 5*» eeeari » K eit BnnfcrU(k 1 Werf 50 y», vWrtr: t&|«< *4 Anrts- und ■ >•■ Injttgen je kt R«4ntttaf« ftr ln> MecMai X-m rrl^narnOrn Nummer IM •ere. 10 Uhr General-Un^eiger Lik lnjnflra»#mnttttnngH«ltn M I ue» ■ktzmkll ÄB|n|t» *^r «en tttrirttrr lu^u.t «Nwe Anzeigeblutt für den Urei- Giefzen. MeHtw, »ptlitteTt nl Oatlmi: -chRtß chtz« *f. 1. I I I ein » -------------ÜTAJl'—I II __1. L .1 "'" ■ "-L1 ?■■ - . - —* - .-»-MM. Gratisbeilayk: Gießener Familienblätter. | e‘rd"141 ^*7^T Amtlicher Theil. Bekanntmachung, bett.: Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft für die Drainage 1» den Fluren I, IX u. X der Gemarkung Landtdorf. Nachdem zur Ausführung einer Entwässerung von Grundstücken in den Fluren I, IX u. X der Gemarkung Langsdorf Antrag auf Bildung einer öffeoiltchro Waffergeooffevschaft ge» stellt worben ist, die Großherzogliche Obere laudwirthschaft» liche Behörde al» fachliche Lentralbehörbe das beabfichtigte Uoteroehmro als zweckmäßig und zulässig erachtet und, nachdem da» Ergebniß der Abstimmung vom 7. April l. I au» formellen Gründen für ungültig erklärt worden ist, von Neuem die Einleitung des Berfahrro» zur Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft ungeordnet hat, wird hiermit ;ur öffentlichen Kenutniß gebracht, daß die Vorarbeiten hierzu do« 22. November l. I» bis zu« 6. Decemder l. Is auf dem Bureau der Großherzozlicheu Bürgermeisterei Langsdorf zur Einsicht sämwtlichrr Gruudeigeothümer, deren Grundstücke in die zu verbessernde Fläche fallen, offenliegeo. Gleichzeitig werden diese Gruudeigeothümer zur Ber- Handlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl ihrer Vertreter für >al wettere versadren auf Mittwoch den 7. Decewber I. I, Bormittags 9 Uhr, i« das Gemeindehaus zu Langsdorf vorgeladeu, unter Androhung des Rechtsnachtheils, daß die N chtrrscheioeadeo, sowie die Ntchtabstimmrndrn als dtm beantragten Unternehmen beistimmead, mit der Wahl der Vertreter etoverstaobeu an» gesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art der Aus» sühruog später nicht wehr gehört wirken. Diejenigen Grundetgeuthümer und Wafleruutzuogsberech» eigteo, die au dem Unternehmtn nicht unmittelbar dethetltgt erscheinen, werden hiermit aufgesordert etwaige Einsprachen gegen das Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt geltend zu machen, widrigenfalls die Einsprachen nach Ablauf der Frist nicht mehr berllckfichtigt würden und nur noch privat- rechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unternehme» geltend gemacht »erden Manien. Gießen, den 14. November 1898. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß hie nach $ 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über hie Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschntttsmarktpreise, einschließlich eines Ausschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Qctober 1898 für den LieserungSverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 16,30, Heu Mk. 5,80, Stroh Mk. 3,30. Gießen, den 12. November 1898. GroßherzoglicheS Kreis amt Gießen. I. B.: Dr. Wagner. Ein Rückblick. Am 14. d. Mts. war ein Jahr verflossen, als das ost- astattfche Geschwader Namens des deutschen Reichs Besitz nahm von der Ki aut schon bucht. Dieses Ereigniß ist noch In allzu frischer Erinnerung, als daß uns nicht mebr gegenwärtig wäre d'.e Ueberraschung, welche die Nachricht in Deutschland nicht allein, sondern in der ganzen W.lt bereitete. Leben die ersten Mtlthellungen die Vermuthung zu, al» ob ein Gewaltstreich Deutschlands vorliege, der mit dem Völkerrecht nur schwer in Einklang gebracht werden könne, so ließen die Einzelheiten über den Schritt bald erkennen, daß Alle- friedlich abgelaufen fei, und schließlich wurde denn auch die Besitzergreifung durch einen feierlichen deutsch-chinesischen Vertrag fanctionirt. Der erste Gedanke, den damals jeder Politiker erwog, mußte sein: „Wie werden sich die übrigen interessirten Staaten zu dem Vorgehen Deutschland» stellen?" Die widersprechendsten Meldungen hierüber sanden Verbreitung, und insbesondere sagte man den Engländern auf den Kopf zu. daß sie mißfällig und mißgünstig unseren Erfolg betrachteten und dagegen protestiren würden. Da» letztere ist nun frettich nicht geschehen, und John Bull machte keine Einwendungen. Deutschland schien im vorigen Jahre das Signal gegeben zu haben für andere Völker, sich Gebietsthetle Chinas anzueignen; auch die von uns gewählte Form, die Pachtung, wurde von den übrigen Nationen adoptirt. Am bemerkens» werthesten war jedenfalls die „Pachtung- Port-Arthur» und anderer Gebiete seitens Rußlands, und diese» hat sich bekanntlich mit dem ersten Erfolge nicht begnügt, sondern noch in letzter Zeit seine Hände auf Niutschwang gelegt. Daß e» sich nun für befriedigt erklären wird, ist bet den Absichten, die Rußland in Ostasien verfolgt und die mehr ober weniger auf eine Hegemonie hinauslaufen, nicht sehr wahrscheinlich. Daß unsere internationale Stellung durcy die Erwerbung von Kiautschou eineAenderung erfahren hat, ist erklärlich. Wir haben uns den „Platz in der Sonne" erobert, und uns liegt nun auch die Verpflichtung ob, ihn uns zu bewahren. Darauf ftnb wohl bie vom Kaiser an btn Prinzen Heinrich bei besten Abfahrt von Kiel gerichteten Worte vom Drein» fahren mit bem Dreizack gemünzt. Was wir in Besitz ge» nommen haben, lasten wir nicht wieber fahren. Wir wollen Niemanden verdrängen, aber wir lasten uns unseren Platz auch nicht streitig machen. In diesem Sinne ist während de» letzten Jahre» unsere ostasiatische Politik geführt worden, die hauptsächlich darauf gerichtet war, unseren Besitz zu festigen und zu consolidiren. Denn das ist erforderlich, und nicht nur die Waffen und feste Bollwerke müssen unser Etgenthum schützen, wir müffcn auch geistig in demselben Fuß gefaßt und unsere culturelle Ueberlegenheit gezeigt haben. Noch hat in diesem einen Jahre wenig geschehen können, noch find fast alle Wünsche au» den Kreisen de» Handel» und des Verkehr» unerfüllt geblieben, aber wir vertrauen, baß in nicht allzu ferner Zeit ber Segen, ben ber Besitz eine» Stützpunktes in Ostasien haben muß, sich auch klar zeigen wirb. (xx) Deutsches Reich. Tarmstodt. 14. November. Se. König!. Hoheit der Großherzog fuhren heute vormittag mittelst Extrazuge» nach Worm» zur Jagd de» Frhrn. v. Hehl zu Herrnsheim und kehren heute Nachmittag nm 4 Uhr mittelst Exrrazuge» wieder hierher zurück. Berit», 14. November. Das Programm für die Rück- fahrt de» Kaiferpaare» nach der Heimath ist nunmehr festgestellt. Heute früh um 4 Uhr pasfirtt die »Hohen- zollern" Ranea, morgen tr fft sie in Malta ein, wo Kohle» eingenommen werden, am 17. ds. wird in Sagttari angelegt zur Entgegennahme der Depeschen-Sendungen, am 18. in Port Mahon zu gleichem Zweck und am 19. in Cartagena. Am 20. >i. legt die „Hoheazollern" in Eadiz an zur abermaligen Erneuerung des Kohlen-Vorrathes. Die nächsten Stationen find: Vigo (22), Dartmouth (24.), Ports» months (24.) und Dover (25.), wo überall Depeschen ent- gegengenowmen werden. Berlin, 14. November. Wie die »Nordd. Allg. ßtg/ hört, wird die Eröffnung de» Reichstages in den ersten Tagen de» December erfolgen. Berlin, 14. November. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat fich gestern auf zwei Tage nach seiner Befitzung Grabowo begeben. Berlin, 14. November. Die „Post" bemerkt zu der Meldung spanischer Blätter, wonach der deutsche Kaiser in Lissabon einen Besuch adstatten werde, von einer solchen Abficht de» Kaiser» sei hier nicht» bekannt. — In Deutsch-Ostafrika hat eine Action nach Nordwesten hin, in der Richtung nach dem Eongostaat zu begonnen, die jedenfalls von weittragenden Folgen werden muß. Im Laufe diese» Sommers ist eine große, aufs Beste ausgerüstete Expedition, der auch ein Arzt deigegeben ist, von der Küste nach dem Westen abgegangen, fie ist in den ersten des August zu Muanfa am Südufer des Bictoriasees eivgetroffeu und sollte schon nach wenigen Tagen nach Bukoba am Westufer abgehen. Diese Expedition hat den Auftrag, sofort westwärts nach der Grenze des Eongostaates abzurücken und unser Grenzgebiet gegen die dort fitzenden Batatela- Menterer von der Eongo Armee zu sichern. Aus früheren Vorgängen, namentlich ans den Berichten des Hauptmanns Ram'oy, der von Udschidschi aus mehrere Vorstöße io die betreffenden Landstriche gemacht hat, wissen wir, daß die belgischen Truppen dort einen beunruhigenden Einfluß ausgeübt haben, indem fie Gebiete besetzten und dort als Herren schalteten, die vorher schon den Häuptlingen gegenüber, als deutsche bezeichnet worden waren. Unter solchen Umständen war es eine dringliche Nothwrndigkrit, daß zugleich eine starke deutsche Expedition erschien, um unsere Grenzbezirke zu schützen. Daneben erhält fich das Gerückt, daß auch vorn Süden her von der Udschidschi-Station am Tanganyika eine Expeditton in der Richtung nach Kiousee vorrücken würde, sodaß die deutsche Schntzrruppe von Osten und Süden eingreifrn könnte. Selbstverständlich ist eS, daß damit nun auch die endgiltige Regelung der Grenzen nördlich vom Tanganh.ka in Angriff genommen wird, über welche Meinungsverschiedenheiten herrschen. Der Eongostaat nimmt einen werthvollen Landstrich süe fich in Anspruch, der nach dem vertrage von 1884 zum deutschen Schutzgebiet gehört. Die jetzigen Unruhen dort und namentlich verschiedene verkrhrsunteruehrnungeo, welche für jenes Gebiet geplant find, machen eine endgiltige Grenzfeststtzung daselbst unausschiebar. Zu dieser Regelung werden die Expeditionen mitwirken. Aus diesen Angaben ersteht man, daß schon in Sommer Vorbereitungen für diese Grenzsache thatsächlich getroffen worden find, die bezüglichen Mitthetlungen irrten nur darin, daß fie sagten, der Gouverneur werde selbst an die Spitze der Expedition treten. — Die Zusammenstellung der Rechnnngs»Ergeb- n i s f e der B e r n f S g e u o s s e n s ch a f t e u für das betroffene FruiUet»«. Humoristisch Rundschau. von Earl Geißler. Frisch uff! zu de srehlich; Stadtrathswahl, — so is eg de Ruf erklunge, — doch bahl werd Widder die Wahl grr Qual — bei de Ahle unn bei de Junge. — Schon tzawwe fich die Bardeie geregt, — von Sitzung zieht ■en zu Sitzung - — Raum hott fich de Berger ins Bett gelegt, — so gibbts schon e neu Erhitzung! — Da kimmt bt Freisinn Hand in Hand — mit de nationale Gebrieder, — ze wirke dorch ehr Freundschastskand — uff die berjer- liche Semiedher. — Die Socialdemokrate sinn aach net faul, — net minder die AniPemidde- — die erschttre reide en h«he Saul, — als wer ehr Sieg schon erstridde- — Die Dedalljifte fiuu auch debdei — unn wolle i« Rath net fehle! — Dann bene ehr Geld is nach kaa Blei — Unn hvwwe daß Recht, ze wehle. — Daan komme noch die Vezirksverei, — däi hawwe doch aach Eaudidade, — däi wisse doch ganz gewiß cnei — deß Wohl unsrer S'adt ze brrodhe! — Daß gibt e Arwtit, daß gibt noch Last, — noch uffregungsreiche Stnune, — da gibts vorerscht net Ruh, noch Rast — bis die richtige Stodttäth gefuune! — De ahne, der will kann Absegad — der will en richdige Berjer- — Meir hätte Stadträth nor zum Staat, — säht ahuer tm grimmigste Aerjer, — viel Köpp, viel Sinn, daß is bekannt — unn Jedem kann rächt meresch net mache, — trom wehlt merr am Beste Berjer eninn, — däi kenne bie städtische Sache. Mit« Gießer Volksbad, de Wahrhtid die Ehr, — da is waß Großes geschafft, keem jetz so Manche, wieder häiher, — do kennt err bewnnnern unn gaffe I — Kcr« do so Mancher aus sriherer Zeid, — von de ahle, bewußte Spieße, däi risse die Aage off gar weit, — unn Irische: Ei, is dann das Giesse?! — Unn sehe se erscht des Schwimmbads Pracht, — se kennte versetzt fich fiehle, — in e Märche von dansend mm ahne, Nacht, — wann die blaue Welle da spiele. — In so e Wannebad erschter Klaß — gedräute se gar net ze sttihe, — se flichdede schnell Widder nff die Gaß, — es wir en, waaß Gott, ze verzeihe! — Uun sehn fe bäi Dusche «inanner all, — däi römisch irische Bäder, — unheimlich wersch'en nff jeden Fall, — es dhet fich verdufte e Jeder. — Doch Spaß bei Seit, merr bade jetzt, mags regne oder schneie, — drcm winsch Sich auch noch ze guter letzt: — Das Bolksbad soll gedeihe! — Daß .weiße Rößl", baß neue Stick, — «ächt ewe gar viel von fich redde, — in Giesse is längst sei Seidestick — am Neueweg dort verdredde. — Da drangt en Schimmel gar uff'« Dach, — in Lewensgreeß guckt err ernuuer, — von nnne bedruckt merr fich alle Dag — das neue Reclarne- männer. — War kerzlich e Fraa von Atzehctt, — däi wollt ehm Sohn häi besuche, — drom dhat se en ehr Koppzik enei — Worscht, Schiuke nun Zwiwwelkache. — Sie waßt in Giesse kann Weg nun Steg, — da dhat se en Dienstmann bescheide — unn fihrt se iwer de Neueweg, — da guckt se nach olle Seide. — Uff amol krisch se: ,Du läiwer Gott! — Häi sehn aich wei blot Bonner, — waß Gä ffe doch Alles ze gucke hott: Do heppt jo en Gen', eronner !* Kalenderjahr ist im ReichSverficherungsamt so gefördert, daß fie dem Reichstage wie gewöhnlich, bald nach seinem Wieder- -usammeutritt zugehen wird. Es bestätigt sich, daß die Ttetgerung der Entschädigungsbeträge, welche i. I. 1897 für Unfälle gezahlt find, gegeuübeS 1896 derjenigen gleicht, welche von 1895 anf 1896 zu beobachten war. Die Entschädigung», betrüge machten 1897 rund 64 Millionen Mark aus. Im Jahre 1896 betrugen fie 57,1 Millionen, 1895: 50,2, 1894: 44,3, 1893: 38,1, 1892: 32,3, 1891: 26,4, 1890: 20,3, 1889: 14,5, 1888: 9,7, 1887 : 5,9 und 1886: 1,9 Will. In zwölf Jahren hat sich demgemäß die Summe, welche für Uufallevtschädigungen jährlich gezahlt wird, um mehr al- das Zweiuuddreißigfache vermehrt. Arrslair-» Budapest, 14. November. Da- Kriegsgericht ver- urtheilte den Infanteristen Roth vom 39. Regiment zum Tode, weil er bet einer Uebung da» Gewehr nach seinem Zagführer erhoben hatte. Ro», 14. November. In diplomatischen Kreisen bet* lautet, daß der deutsche Botschafter in Part-, Graf Münster, den hiesigen Botschafterposteu erhalten soll und Freiherr v. Saurma-Jeltsch von hier nach Part-versetzt werde. Pari-, 14. November. Dem Matta" zusolge soll der Tafsatiou-Hof*telegraphisch augeordnrt haben, daß Drehsus commiffarisch vernommen werde, speciell auch über die Ge- stäudniß-Affaire. tocaU» tmb prroitiaieHes« Siete«, 15. November 1898. *• Patente- und Gebrauchsmuster Eintragungen von im Großherzogthum Heffeu lebenden Erfindern. Patent*Anmeldung en. Schutzvorrichtung für Straßenbahnwagen, Hau- Kraft, Darmstadt, Rheiastraße 28, 24. 6. 98. Schal- tung-anordnuug zur Erregung von Gleichstrom Nebenschlnß- maschtueu und Motoren, A. Bengel, Darmstadt, 4. 5. 98. Auffangvorrichtung für da- Spülmatertal bei Flaschruspül- Maschinen, Franz Frenah, Mainz, 10. 1. 98. Schleifscheibe mit selbstthattger Staubbesettigung, Zus. z. Pat. 90,107, Friedrich Schmaltz, Offenbach, 7. 12. 96. — Pateut- Ertheiluug en. Papterzusührvorrichtung für mit endlosem Papier arbeitende Schuellpreffen, Schnellpreffeufabrik Worm-, 14. 2. 96. Rotatton-mafchine für den Flachdruck von Metallplatten, lithographischen Aluminium-, Zink- oder dgl. Druck, Firma Josef Scholz, Mainz, 19. 9. 97. Tisch-Wage mit verschwenkbar gelagertem Oberbalkeu, W. Horst, Bischof-Helm, 25. 8. 97. Selbsttätige Fräserschleifmaschtne mit wandernder Schleifscheibe, F. Schmaltz, Offenbach a. M., 1. 3. 98. Schloßfalle mit Vorrichtung zum Feststelleu der Falle io zurückgezogenem Zustande, I. Neuser, Mannheim', und PH. I. Weber, Osthofen, 4. 9. 97. Maschine zur Herstellung von Stoßkappen für SLuhwerk, Zus. z. Pat. 94,248, Dreschfeld & Halberstadt, Offenbach a. M., 26. 3. 98. — Ge- brauchSmuster-Etutraguugeo. Seifenmahlmaschtne mit vier Walzen von wachsender Umfaug-geschwindtgkett, von denen zwei gleichen, die dritte und vierte dagegen um eio Viertel steigenden Durchmeffer haben, Wtlh. Rtvoir, Offenbach a. M., 22. 7. 98. Portemonnaie mit auswechselbarer Buchstabeubezetchnung, Eduard Posen & So., Offenbach a. M., 4. 5. 98. Trethebelautrieb für Fahrräder wir durch Pleuel- staugeu und Kurbeln bewegten Stirnrädern, Friedrich Schrodt, Altheim, 23. 7. 98. Bterdruckapparat mit in seiner Bter- leituvg eingeschalteter Zweigleitung nach der Saugeleltuug der Luftpumpe, Friedrich Hartmann, Stockheim, 19. 2. 98. Einlegesohle au» mehreren Porösen Schichten, zwischen denen eine den Fußschweiß, Nässe rc. absorbirende Schicht ans Watte oder dergleichen liegt, Wilhelm Köhler jr., Neu-Isenburg, 19. 8. 98. Zugschaft aus einem Stück gewalkt, mit Steppnähten, au Stelle de- mehrtheiligeu Schaftes, Jakob Schöuhof, Offenbach a. M., 20. 7. 98. Schaft für Schuh- werk, welcher der Leistenspitze entsprechend geformt und gewalkt oder mit der Leisteuspitze entsprechend geformter oder gewalkter Kappe verseheu ist, Friedrich Segelhorst, Offenbach a. M., 10. 3. 98. Spielzeug, bestehend aus einer durch Wafferdampf bewegten Klingel, Wilhelm Fritz, Offenbach a. M., 22. 8. 98. Lampe mit darüber befindlichem Gesäß mit Waffer zum Antrieb von darin befiadlicheu Figuren, Wilhelm Fritz, Offenbach a. M., 22. 8. 98. — Umschreibungen. Regulir- und Abstellvorrlchturg für Bterdruckeegler u. s. w., Filter- und brautechnische Maschiuen-Fabrik A.-G. vormals L. A. Euziuger, Worms a. Rh. Zu Amerika verstorbene Heste«. In Slevelaud, O., Frau Margaretha Reiber, geborene Brunner, 69 Jahre alt, au» Nieder - Beerbach. — In MarS, In., Frau Margaretha Junker, geborene Merten-, 68 Jahre alt, aus Albig. — In BelleviIle, Jll., Frau Elise Kraft, geb. Leilich, 74 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — In Town Mosel, WiS., Johannes Junker, 96 Jahre alt, ans Heffeu'Darmstadt. — In St. Louis, Mo., Andreas Freihaut, 68 Jahre alt, aus Biblis. — In New Athens, Jll., Frau Elise Kraft, 74 Jahre alt, au» Schaafheim. — In Chicago, Jll., Peter Anton Landgraf, 76 Jahre alt, au» Fehlheim. — In Brooklyn, N.-U., Peter Eberhardt, 88 Jahre alt, aus Heppenheim a. d. B. — In Ehillicothe, O., Balentiu Sühn, 49 Jahre alt, au» Lampertheim. Schotten, 14. November. Am vergangenen Donnerstag eonstitutrte fich hier ein Semite zur Betreibung de» Eisen- bahnprojeetS Schotten — Ulrichstein — Nieder.Gemünden. Für nächsten Donnerstag, den 17. November, Nachmittags 1 Uhr, ist im Local des Herrn Ferd. Pfaunstiel tn Ulrich- stein ebenfalls eine Versammlung tn Bahnangelegenheitrn in AuSficht genommen. Mau will versuchen, die Projekte Ulrich, stein—Mücke und Ulrichstein—Nieder-Bemündev zu vereinigen. I» Jntrresie der Sache wäre die» sehr zu wünschen. -t- Schotten, 13. November. Der hiefigen höheren Bürgerschule, die im erfreulichen Aufblühen begriffen ist, wurde von StaatSwegen auch dieses Jahr ein ansehnlicher Zuschuß von 1000 Mark bewilligt. — Bon Seiten der Forstverwaltung ist man bestrebt, den Oberwald, die eigentliche Hochplatte deS BogelSberge», mit ihrem Holz- und Steinreichtbum dem Weltverkehr näher zu bringen, indem eine Chaussee von Rudingshain nach dem Oderwalde gebaut wird, wofür einstweilen ca. 11000 Mark auSgeworfen find. — Der treffliche Herbst, wie wir ihn seit Jahren nicht schöner sahen, liefert nicht bloS eine werthvolle Weide, die Ersparutffe am Wtnterfutter ermöglicht, sondern erlaubt auch eine sehr gute Felderbestellung, wodurch einer befriedigenden Ernte für daS kommende Jahr gut vorgearbeitet wird. F. Aus dem Kreise Friedberg, 13. November. Selbst in den ruhigen Zetten finden auch weibliche Arbeitskräfte lohnenden Verdienst in Frankfurt - woran man ehedem,' bevor die neuen Bahnen noch nicht gebaut waren, schwerlich gedacht hat. Eine größere Anzahl Mädchen und junge Frauen au- der Wetterau wurden nämlich nach Frankfurt berufen, um in den Sauerkrautfabriken, deren Sampagne gegenwärtig in der höchsten Biüthe steht, Dienste zu leisten. Die Arbeiterinnen werden stundenweise bezahlt und erhalten 30—35 Pfg. für die Stunde. 3—4 Mark Verdienst auf den Tag find nichts Seltene-. Dabei gibt'- Verköstigung und die Arbeit ist nicht einmal eine schwere. So bringen die Arbeiterinnen nach einigen Wochen ein hübsche- Stück Geld mit nach Hanse, da- in erfreulicher Weise vielfach als Spargroschen angelegt wird. Man fieht daran-, daß der Arbeitsfreudige thatsächlich fast immer lohnenden Verdienst haben kann, wenn er nur ernstlich will. * Zu Worms hat da- Ministerium die Erlaubntß ertheilt, daß der Verkauf von Zeitungen und Druckschriften auf dem dortigen Bahnhof an Sonn- und Feiertagen ohne Zeit- beschränknng znznlaffeu ist._______________________________________ Vermischte». D. Frankfurt a.M., 13. November. An» dem Zoologischen Garten. Durch eine Plötzliche Erkrankung be» Elephanten drohte dem Institut ein ernster Verlust, der aber glücklich noch abgewendet wurde. „Fanny", die Patientin, verweigerte mit einem Male die Nahrung, stöhnte unaufhörlich und wurde, während die Augen beständig thrähnten, zusehend- schwächer. Interessant ist, daß da- Riesenthier ganz nach menschlichem Recept behandelt wurde. Gegen die Schwäche wurde Cognac und Nordhäuser gereicht, viertelliterweise, den e- gierig trank. Sonst erhielt e- nur flüsfige Nahrung, nämlich dreimal täglich Haferschleim, je einen Eimer zu 40 Litern. Die Kur half; der Elrphant ist heute gesund, muß aber noch diät leben. Er bekommt nicht mehr al- 30 Brödchen auf einmal, nur je Sentver Heu nsw. Man fieht, e- geht nicht» über eine gute Natur. * Pirmasens, 11.November. Heute Nacht brannte die Schuhfabrik von Hahn nieder. Sieben Feuerwehrleute wurden durch Mauereinsturz verletzt. Der Sachschaden ist sehr groß. » • Torgau, 10. November. Die leidige Angewohnheit, fich von Hunden belecken zu laffen, hat in der benachbarten Ortschaft Döbrichan ein junger Menschenleben vernichtet. Der achtjährige Schulknabe Klansch, der mit dem Hunde seine- Vaters spielte, bekam den Hundewurm und starb unter entsetzlichen Qualen. * Rottenburg, 11. November. Der nengewählte Bischof vr. Pani Keppler ist in Schwäbisch-Gmünd geboren am 28. September 1852, also erst 46 Jahre alt. 1874 erhielt er einen Predigtprei- in Tübingen, war Vikar in Ulm, Repetent in Tübingen, Stadtpfarrer in Sannftatt, Professor in Tübingen und feit einigen Jahren in Freiburg. Er gilt al- ein sehr wiffenschaftlich gebildeter Mann, besonder- als vorzüglicher Kanzelredner und war schriftstellerisch ungemein thätig. Er ist ein Hanptkermer der Kunst, in erster Linie der kirchlichen und war Vorstand de- Diöcesankunstverein- für Rottenburg. Seine Reise in den Orient, die ex in Buchform herau-gegeben hat, zeigt hohen Schwung de» Geiste». Er war bei den letzten Bischöfen, besonder» bei Reiser, persona gratissima, dasselbe gilt der Regierung gegenüber, besonder- dem Hanse de» Herzog» Albrecht, in dem er al» Beichtvater und Tausgeistlicher fnngirte. Da- Domkapitel hat wohl eine gute Wahl getroffen. * Hamburg, 11. November. Eine größere Anzahl bedeutender Viehimporteure beabfichtigt die Gründung einer Ge- sellschast mit beschränkter Haftung behuf» Einsührnng frischgeschlachteten amerikanischen Fleische». Eine Borversamm- lang hat bereit- stattgefunden. Die Sonstitnirung erfolgt voraussichtlich bald. * SiSlebeu, 10. November. Ein bedeutender Wassereinbruch erfolgte gestern Abend aus dem dem großen Otto- schacht benachbarten Hoffnungsschacht der ManSfeld'schen Gewerkschaft. Die Waffe,maffen drangen so plötzlich und mit solcher Gewalt ein, daß fich die Belegschaft nicht vollständig zu retten vermochte. Wie verlautet, find drei Bergleute ertrunken. Der Wafierznfluß soll übrigen- sehr bald wieder nachgelafien haben, so daß für die Schachtanlage selbst keine Gefahr besteht. Im Uebrigen find die Schächte in Man-feld sämmtlick mit starken Wafferhaltung-maschinen ausgerüstet. • Prügelstrafe in England. Der Schiffsjunge Jefie Sequer vom Kreuzer „Vorlage" wurde durch ein Kriegsgericht an Bord der „Victoria" vor PortSmuth zu 18 Monaten Zuchthaus, 24 Ruthenstreichen und Entlassung aus dem Seedienst vernrtheilt. Shequer war deferttrt und hatte fich gegen feinen Unteroffizier zur Wehr gesetzt. * Zum Raubaufall in Monte Carlo. Kürzlich wurde von einem Raubanfall berichtet, den ein junger Ruffe Namens Jvanoff in Monte Carlo gegen den russischen StaatSrath Fürsten Polowzew auSgesührt hatte. Jvanoff wurde bei seiner Ankunft in Paris verhaftet. Er heißt mit seinem wahren Namen Nikolaus Gurko und ist der Sohn des Feldmarschalls Gurko, des Gouverneurs von Warschau, sowie Lieutenant der kaiserlichen Garde, anS welcher er in diese» ■ Tagen gestrichen wurde. Da» Fürstenthum Monaco verlangt seine Auslieferung, um ihn dort vor Gericht zu stellen. Doch soll der Verbrecher angeblich geistesgestört fein. Er hatte letzthin wiederholte Anfälle, so daß er an» dem Unter» suchung-gefänguifie in die Jrrenabtheilung überführt werden mußte. Jetzt wird gemeldet, daß er Selbstmord begangen und daß sein bedanernSwerther Vater bei der Nachricht einen Schlaganfall erlitten habe. • Für Briefmarkensammler. Die junge Königin Wilhelmine von Holland hat einen Satz Briefmarken vernichten laffen, weil ihr Portrait anf diesen zu wenig an» muthig erschien. Die Haare waren ihrer Meinung nach hinter dem Ohre zu straff angezogen. Diese unterdrückte Marke dürfte nun für die wenigen Sammler, die so glücklich waren, sich ein Exemplar verschaffen zu können, ein wahrer Schatz geworden sein. Ein ähnlicher Fall kam im Jahre 1853 in Frankreich vor, al» man die ersten Silbermünzen mit dem Bildniß Napoleon» in. prägte. Die Prägung hatte bereits begonnen, als der Herrscher die Stellung einer Haarlocke nicht für richtig fand und die Umprägung der Münze anbefahl. Einige Stücke des ersten Modell» waren jedoch schon in Umlauf gekommen, und die wenigen Numismatiker, die im Besitz einer solchen find, wahren dieselbe heute noch als einen kostbaren Schatz. * Fünf Berliner Bogelfäuger wurden in voriger Woche im Walde zwischen Friedrichshagen und Erkner bei ihrer Arbeit gestört. Als SpPiergänger hinzukamen, ergriffen fie die Flucht, und allen bis aus einen gelang es, zu entkommen. Hierbei scheute einer sogar nicht den Sprung in die Spree, um den Fluß zu durchschwimmen; er verschwand in seiner naffen Kleidung mit Windeseile im Walde. Die Patrone hatten, wie fich beim Absuchen des Waldes zeigte, den Vogelfang im Großen betrieben, man stieß auf fünftausend Leimruthen, auch waren zahlreiche Käfige mit Lockvögeln aufgestellt. Ein Korb enthielt bereits eine Menge Stieglitze, die sofort in Freiheit gesetzt wurden. * Bei Baggerarbeiten in der Schelde wurde aus dem Fluß eine Kiste gezogen, welche drei Gesäße enthielt mit einer Flüssigkeit, die ein Genie-Osfizier al- Nitroglycerin bezeichnete. Die Gefäße wurden in Sicherheit gebracht- zur Feststellung der Herkunft der Gefäße ist eine Untersuchung eingeleitet worden. ♦ Arbeit und Musik. Den „Flensb. Nachrichten" wird von einem nordischen Mitarbeiter unter« 14. September d. I. gemeldet: Ein eigenartiges Mittel, um seine Arbeiter fleißig beim Dreschen de» Korne» zu halten, hat ein Hofbesitzer tn der Gegend von Ulstrup angewandt. Er bestellte einen Musiker, der während de» Dreschen» vor den Arbeitern zn mnficiren hatte. Und siehe — in diesen Tagen wurde bedeutend mehr gedroschen al» früher. „Wenn muntere Reden fie begleiten, fo fließt die Arbeit munter fort." Wie munter muß fie erst bei Mufikbeglettung fortfließen — selbst wenn nur eine Drehorgel die Drescher anseuern sollte. * Deutscher Schiffsbau. Die Arbeiten an dem auf der Werft de» „Bulcan" in Stettin für den Norddeutschen Lloyd im Bau befindlichen Schnelldampfer „Kaiserin Mari« Theresia" nehmen einen erfreulichen Fortgang. Die gegenwärtigen Arbeiten erstrecken fich hauptsächlich auf den Einbau der Maschinen de» Schiffe», einige der Reffei find bereits zur Druckprobe fertiggestell». Der Dampfer soll Mitte April nächsten Jahres zur Ablieferung gelangen und wird bann für die Linie Bremen—New Aork in Fahrt treten. Außer dem Schnelldampfer „Kaiserin Maria Therefia" befinden fich bei dem Vulkan noch die beiden großen Reich-postdampser „König Albert" und „Prinzeß Irene" auf Helgen, von je etwa 10000 Register-Tonnen Brutto. Dieselben sink bekanntlich für dir neue 14tSgige Verbindung nach Ostafien bestimmt. • Centralstelle für Obstverwerthtmg, Frenksurt a. M. In Folge Maffeneinfuhr von Tafel- und WirthschaftSLpseln an» der Schweiz und Oesterreich find die Preist für deutsche Aepsel merklich zurückgegangen, während fich die Preise für Tafelbirnen auf der seitherigen Höhe behaupten. Bei der Sentralstelle find in letzterer Zeit noch ganz bedeutende Quantitäten deutsche Aepfel, auch Birnen angeboten worden, htnter denen die Nachfragen weit zurückblieben. Die Preist für die bekanntesten Sorten stellen fich wie folgt: a) Aepfel: Goldparmatne 16—18 Mk., Sanaba Reinette 15—20 Mk>, Baumanns Reinette 18—20 Mk., Rother und Gelber Stettiner 15—16 Mk., Gelber Belle fleur 35 Mk., Anana» Reinette 25—30 Mk., Kaiser Alexander 20—25 Mk., Graue franz. Reinette 14—16 Mk., BorSdorfer 25 Mk., Danziger Kant 15 Mk-, Gravensteiner 20—25 Mk., Große Kasseler Reinette 16—20 Mk., Grüner Fürstenapfel 15—18 Mk., Landberger und Orleans Reinette 18—20 Mk-, Champagner Reinette 16—18 Mk., brauner und weißer Matapfel und rother Eifer- apfel 12—14 Mk., Prinzenapfel 14—15 Mk., Schafsnase« 10 Mk., b) Birnen. Diel» Butter Birne 25 Mk., Molle- busch 20-23 Mk., Napoleon» B. B. 20 Mk., Siegel» Winter B. B. 20—22 Mk., Hartenpond» B. B. 30 Mk., Winterdechantrbirne 30 Mk., Forellenbirne 20 Mk., Bergamotte 20 Mk. Alle» per 50 Kilo. Bemerkt wird, daß die Centralstelle sür Obstverwerihung in Frankfurt am Main, Gneisenauftraße 15, unentgeltlich den An- und Verkauf von deutschem Obst vermittelt. • Edle Weine. Zahlungsfähige Liebhaber eine» gute« Tropfen» werden mit Interesse davon Kenntniß nehmen, daß die großartige Sammlung der Herzoglich Nassauischen Cabinets- weine zu Biebrich, dem jetzigen Großherzog von Luxemburg gehörig, zum Verkaufe kommt. Diese wohl einziss dastehende Sollection enthält die hervorragendsten Jahrgänge von 1779 bi» 1868 und wurde vor der Abfüllung tn Flasche« von einer Cowmisfion der gewiegtesten Kenner begutachtet und bewerthet. Die Taxation der herrlichen Hochgewächst des Rheingaue», von denen die Cowmisfion erklärt, daß kette anderer Fürst der Erde Aehuliche» besitze, war natürlich sehr schwierig, da es sich um ganz selten verkommende Liebhaber- '“"uff®”' ÄS 8 • 8i» »»t«, ,stn° ««¥ 06 gu i« 6to 6»Ib • $om Epi lm bcntM” ®f1'' «eise in@nte.yt türkisch" ZtttUllS den seither MS Völker nun auch । eine solche anfieht, Möchte nun auch -ieser glücklich vk' bal aut in Klen seudungeu. Wenn erfreuliche Erfahrni in deutschen Suchfi erfüllten, so M diesem Gebiete dak Snnsten zu beseitige • (Hne W viertel in Paris tt „Hamb. Sorr." erzk Sachen anonym ; fflr fie abgegeben den Namen einet Meetlel berühr «er von ihren ? macht haben lönm lich ins verhör i der Ueberbringeri erbittertste Feind! mit ihrem Kuchen Tonditor, der fick Hersteller deS ihr zu sein. Der Kt Gerichtshöfe UntersnchungSricht Laboratorium der festgeftellt wurde, UW.- Ach. Wmch itil Nachmit werden im Biekei stadt 55 — gegen 9 11 Sophas, Com Spiegel, 1 vol Wüte, eine t Nähmaschine ? Ad.enschränk Waschtisch, i iänke, eine Par 1 fj« großer z 15 "otenblälterr geeignet. $’e Versteigerung Ki«M statt. 1332 (Mtu- Glichst W „ Per Sjü M Nto“ Mmjjr, Ogi Meta neue ■yfia-C* " dort bor is„u Qt0 'n, ft 5*4 ÄJ?"* H tt Cdhftm T »ntti 1 'ton'ÄS’1" 8111 1111 «I blilra ^ll™ •"■ toatin ihrn aJu?1 "" »Wgtn. M ShpaSJlS?» ** w im ^L" “X. m*'"8”1“ ftBÄfi ®' w*"> MtWl Irnt ll4 Ätttüurben in vorignWoie i» f Md M» d.t i r* | ,t6"* Jiniutawn, agriffta ■* lncht den Sprung ii Mchschmmm; er verichwand t Windeseile im Walde. Die n Absuchen der Walde- jeigte, etrieben, man stieß aus fünf: m Zchreiche Käfige mit LoL enthielt bereits eine Minze t gesetzt wurden. der kchelde wurde au- de» drei Gesäße enthielt alt einer itt all Nitro-lheerin br» i In tzichnhrit -rdrach^, yn Gesäße ist eine Uatnsnchmz na ,Flettlb. Nachrichten' wird titer unterm 14. September d.A Mittel, um seine Arbeitn fleißiz i halten, hat rin Hosbesttzer b mgevandt. Er bestellte ttnii reschen! vor den «rbeitern »i - in diesen Tagen wurde bi» früher. ,®tna muntere Redw M «unter fort/ 81t mtu •ng forthin - M »tm er -oseueru sollte. Dlt Arbeiten an de« ms W In A den WwfotaW Ma „$«"»'« «•’'* jirtMaW» M ■ViSS Mit d!i M p-d bmd'" Dir SJampft» l»a q gelangen n* *** USeFiÄ! £ * ”."!Ä !ri°,-i 3"°- ° M ,TM-° ®7n»L i,fg( "«< OfW ??Tää!* t > Kbl'Ä $idf< ® * %yy»8,1« 18« W TL 6iW”m t« 3(lt ”ot ‘Za «TSiS » Ä weit i^Tuuv a) Sipsü 6an«ll *' Ltbtr&i«'1’ rS'E KÄÄ'S- ,L gjlatoPti" »chastt^ ftjTÄ? äJÜ«! jetzig^ $lt|c ctgMflW „ft io Fla!^ forte» handelt. Hal der heraus-egebene» Preisliste ersehen mir, daß der Älteste Wein von den 48 Sorten der billigste ist: 1779er Hochheimer, „Hat, hochgedeckt, firn, ziemlich ans« gezehrt^, zn 6 Mk. die Flasche. Der thenerste ist 1861er Rüdesheimer, er kostet nämlich die Kleinigkeit von 40 Mk. pro Flasche, dafür rühmt ihm aber auch die enthnfiasmirte Lommiision noch: .Honigdust, hochedel, feinstes Gewürz, non plus nitra. Mehr kann man nicht verlangen. • Ein Mensch im Backofen. Ans London, 12. No» oember, wird gemeldet: Ja einer tziefigen Bäckerei erschlug gestern Nacht der deutsche Bäckergeselle Johann Schneider seinen deutschen Lollegen Konrad Berndt und schob den Er« mordeten dann in den glühenden Backofen. Bom Bäckermeister überrascht, griff der Mörder auch diesen an. Als der Bäckermeister um Hilfe rief, entfloh Schneider, wurde »der bald ergriffen. • Bom Sprachvereine. Nicht nur der Stellung des DeutschthumS im Allgemeinen, auch der Verbreitung deutscher Sprache im Morgenlande kommt unseres Kaisers Reise zu Gute, verschiedene Anzeichen, z.B- deutsche Aussätze in türkischen Zeitungen, lasten erkennen, baß man dort neben den seither schon gewertheten Sprachen anderer abendländischtr Völker nun auch die deutsche in immer weiteren Kreisen als eine solche aufieht, die nicht länger unbeachtet bleiben darf. Möchte nun auch jeder Deutsche sein sprachliches Verhalten dieser glücklich veränderten Sachlage gemäß einrichten, und das auch in Kleinigkeiten, wie den Aufschriften der Postsendungen. Wenn bereits vor Jahren wackere Leute die erfreuliche Erfahrung wachen konnnten, daß rein deutsch, auch in deutschen Buchstaben, abgefaßte Aufschriften ihren Zweck erfüllten, so muß es nun erst recht möglich sein, auch auf diesem Gebiete das Uebermaß französischen Wesens zu unseren Gunsten zu beseitigen. • Eine auovtzme Giftmischerin. Die im St. Victor- Viertel in Paris wohnende Mme. G . . . erhielt, wie der »Hamb. (Son.* erzählt, vor einigen Tagen einen prachtvollen Kuchen anonym zugeschickt, der beim Portier des Hauses für sie abgegeben worden war und drffen Papierumhüllung den Namen eines in jener Gegend wegen seines schönen vackwerkes berühmten Sonditors trug. Neugierig, zu erfahren, wer von ihren Bekannten ihr diese süße Urberraschung gemacht haben könne, nahm Mme. B. . . den Portier gründlich inS verhör und nach der Beschreibung, die dieser von der Ueberbringerin deS Geschenkes entwarf, glaubte sie ihre erbittertste Feindin zu erkennen. Sofort begab sich Mme. G. mit ihrem Kuchen zu dem auf der Emballage bezeichneten Eonditor, der sich jedoch entschieden dagegen verwahrte, der Hersteller deS ihm ziemlich verdächtig erscheinenden Fabrikats tu sein. Der Kuchen wanderte nun zur Polizei, wurde dem Gerichtshöfe vorgrlegt, und der mit der Sffaire betraute Untersuchungsrichter sandte das beanstandete Gebäck in daS Laboratorium der Toxikologie, wo nach eingehender Prüfung festgestellt wurde, daß es äußerst gesundheitsschädliche Stoffe enthielt. Die in das Mehl gemilchten Gifte hätten erwachsene Personen ernstlich krank machen «Üffen, während Kindern der Genuß tödtlich gewesen wäre. Die Familie G. besteht auS sechs Personen, unter denen sich drei Kinder befinden. Dank der vorficht oder vielmehr der Neugier der Hausfrau find deren Angehörige und sie selbst einer großen Gefahr entronnen. Die nöthigen Schritte, um der gewiffenlosen Ab senderin auf die Spur zu kommen, find bereits eingeleitet worden. Wissenschaft, Citeratar und Aunst. — Schneestocken. Erzählungen für Groß und Klein. Fünf« zrhn Helte k 10 Psg. 100 Hefte Mk. 8.— Berlin. Martin Warnrck. Wir können diese neuen Hefte betten- empfehlen, <6 sind durchweg frisch und volk-thürnttch geschriebene Geschichlen, welche sich in gleicher Weise zum Verschenken an Ätnbtt wie Erwachsene eignen. Möchten sie recht viel verschmkt werden iowohl bei größeren Bescheerungen in Sonntagsschulen, Krankenhäusern rc. als auch einzeln zum Bet. legen. Die neue AuSttaltung in dem farbenschönen Gewand mit dem stimmungsvollen Winter bild giebt den Heftchen einen ganz besonderen Retz. Wir begrüßm eS noch «16 eine oute Idee des Der« leger-, daß er auch eine BandauSgabe der .Schneeflocken' veranstaltet. Der erste Band in seinem schmucken Einband mtt dem schneebedeckten Kirchlein am WaldeSrand giebt ein prächtiges Geschenk ab und ist auch ganz besonder« geeignet, in jede Gcmetndedtbltothek ausgenommen zu werden. Der Preis von Mk. 1,50 für den schönen Band ist sehr gering. — ,ES hat noch keinen Begriff', so heißt daS bisher ungedruckte und unbekannte Fragment Otto Ludwigs, daS der »Kunstwort' in feinem zweiten Octoberhefte mittheilt. ES ist ein .Fragment', aber nur insofern es al^Einleitungscapitel zu einem Roman gedacht ist, der nicht geschrieben worden ist: in sich »st es vollkommen ab» geschloffen und für sich vollkommen verständlich. Mit einer Er» zählungskunst, die auf der Höhe der allerbesten Stücke Otto Ludwig- steht, ist unS daS kleine .LieSle' geschildert, daS noch .keinen Begnff davon hat', waS die Beerdigung seines BaterS bedeutet, dann seine Mutter, die eigentlich auch ein Kind ist, die energische Base Anne» marth, der Gesell, der die Mutter heirathen will, der Pfarrer, der Leichenbitter, der lobte selbst, der immer in der Ecke gelegen hat, so daß das Kind eigentlich unter .Papa' nur eine hustende und scheltende Stimme versteht. Das kleinbürgerliche, aber auch wieder eigenartige Milieu ist schlechtweg meisterlich dargestellt, während die .naive Idylle' des Ganze», durch ein starkes humoristisch-satirisches Licht fehr eigenartig beleuchtet wird, lieber Fund und Bedeutung deS Fragments klärt Adolf Stern in einem begleitenden Texte auf. DaS betreffende Heft deS .Kunstwort' kann für 60 Pfg. auch einzeln bezogen werden; wer Ludwigs Werke besitzt, wird eS ungern missen wollen. _ — Wie wir hören, soll Mitte diese- Monats BrockhauS' Lexikon in einer neuen Ausgabe erscheinen, die dem Ideal eines Conoersation- LexikonS um einen wesentlichen Schritt näher kommt. Alle 17 Bände sollen en einem Tage in neuer Bearbeitung veröffentlicht werden, modern von A dis Z. Bisher pflegten zwischen dem Erscheinen des ersten und de« letzten Bandes eine« ConversationS- Lexlkonv fünf Jahre zu verstreichen. Die Folge war, daß der Inhalt 6er mittleren Bände dem Stande der neuesten Forschung nicht mehr recht entsprach und der Inhalt der ersten Bände zum Theil geradezu veraltet war, wenn man den letzten Band in die Hände bekam. DieS robb in ber revibirten JubiläumS-AuSgabe beSBrock hau«' ander« fein. Diese Ausgabe in auS einem Guße und vom Anfang bis zum Ende ber jüngsten Gegenwart enifprechenb. Rech dem wir ble revlbirte Jubiläums-AuSaabe selbst durchgesehen habe» werden, behalten wir uns vor, en dieser Stelle unser Urtheil üb« da- Geleistete bekannt zu geben. — Georg »der« aU Luyspieldichter. Ettr neues Werk von Georg Eder« wird im Laufe bet November unter dem Titel »DaS Wanderbuch. Sine dramatische Erzählung au« dem 'Rachlaß und gesammelte kleine Schriften' in der deutschen Verlagsanftalt in Stuttgart erscheinen. Die zahlreichen Verehrer des verewigten Dichter» werden ihn in diesem Buche von einer ganz neuen Seite kennen lernen: al« Dramatiker und Verkündiaer de« auögelaffen heiteren Humor«, und e« darf daher wohl auch dieses Werk de» ireundlichften Willkomms und ihm ein erster Platz auf dem diesjährigen Weihnacht-- gabentifch sicher feto. — Reu Klavier-Musik. Die soeben erschienene nicht schwere aber äußerst brillante Klavierfantasie über da» jetzt so viel gesungene empfindung-volle Lied .Zuversicht" von Wilhelm Maase (Prei- Mk. 1,60; Verlag von A. Bock, Dre»den) wird bald ein Liebling-» stück aller Damen werden, umsomehr, al» bet untergedruckte vollständige Text des Jul. Stlnde'jchen Gedicht« sehr zum ®Ingen einladet. Die Titelau-statlung ist eine bet effectvollsten Leistungen auf bleiern Gebiete. Universität- - Nachrichten. — Der Gerber al» Arzt. In ber beutschen Meblcinischea Wochenschrift schreibt Geheimrath S. Eulenburg: .E'etrische- Lohtanninbab Berlin, Erfindung de« GerbermeisterS I. I. Stanger in Ulm. Patentirt in fast allen Eulturftaaten. Babezeit: von Morgen« 8 Uhr bl» AbenbS 8 Uhr.' Die« ber Kopstitel eine« Bogen« mtt folgenbem Schreiben, da« mir vor wenigen Tagen zuging: .Sehr geehrter Herr Doctot! Hietbutch erlaube ich mir, Sie ganz ergeben ft aus Die außergewöhnlichen Erfolge mehrer neu« erfunbenen, in allen Culturstaalen patentirten electrlschen Lohtannin- bäder aufmerksam zu machen, unb labe Sie zur wlffenschasllichen Besichtigung unb Entnahme eine« GrattibabeS ergebenst ein Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst H. Stanger.' Daneben befinbet sich eine marktschreierische Beschreibung ber Wirkungen bieser .Heilmethode", die natürlich alle« sonst Bekannte .zur allgemeinen Heb« ung, Stärkung und Kräftigung eines aeschwächten OrganlSmu«' an Wirksamkeit überbietet. Da daS Glück — wie daS Beispiel der berühmten Collegen Kleon unb Felix Favre bezeugt — mit ben ©erbet» meistern ganz besonber« im Bunde zu stehen scheint, so bürfen wir gewiß noch weiteren „Erfinbungen", z. B. von electrlschen Lohtannin- lichtdäbern, ober von Lohtanninbäbern mit Musik unb bergt, „zum Heile ber Menschheit" entgegensehen." -------- Todesfall-- IQ Procent eines Theilhabers und Neuübernahme veranlassen O¥*ra Rabatt uns tu einem wirklichen Ausverkauf ÖÄird d 1 Weihnachtsgeschenke in Damen - Kleiderstoffen auf alle schon । fQr Winter, Herbst, Frühjahr und Sommer und redneirtenPreise offeriren beispielsweise: 10885 während der ^tr. solid. Winterstoff zum Kleid für M. 1.80 Inventur- 6 , „ Santiagostoff „ » B w 2.10 Liquidation. 6 . „ Neglig6-u. Velourstoff w • ■ 2.70 ___ 6 e „ Halbtuch w * ■ 2.85 Nüster I »owie neueste Eingänge der modernsten Kleider- auf Verlangen und Blousenstoffe für den Winter versenden in I einzeln. Metern, bei Aufträgen von 20 Mk. an franco franco. 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Z»ei Woche welche« dtr denls »rlcht dtr ntutn zvar ln ihrer Te aber man bnf tttltitag Slibtitti schMro-ürr Wahn W Leden des bi N btt ntne Rel «nb mit Ernst m möchten so gi «brr die Erfahr« ^cht allzu lehr l itx vnflofsrue 1 hnzuzähleude Si 40 oder 60 ven 3»e«l itr 3afai ®l< BtWlngonfäl !•?W«» .®"s « im n5t * * tu d IWiime»! leit «rnh m N--i°« d