Nur 'S ächt ’icirt von 1583 L Weber ienl-Dresden. 45 ; uu *r ** ö‘ 12(i° ■Sy»«*» ®amenbloufeu Mlfi „j ■tltoltinntodjoiep. ft A'rt ktl. 1 MD! ter äfuäoafil unb ge- Zreiftv. Lager. ,50 an. M ick btl. »d«1 . .’fiftl : (»16 ile I zur ) , uud ciitcii t6'0 H'27» ,H 'I (690 4)16 1- * Ion sSäS’J gili 1* SiÜkne^ s>o9: *««£*■ * Samstag den 16. Juli 1S9S Erstes Blatt. M 164 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. Grattsbeilaae-. GicKrner Familienblätter. Gießen, den 15. Zuki 1898. V. AK U»«»hme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Mfcnbtn Lag erscheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr. Alle Anzeigrn-Bermittlung-Kellea Vtl In- und WaM nrbmrn Anzeigen für den Gießener Anzeiger nttHoßW» -ez-ß-vreis »lerkeljihrNch 2 Mark 20 Piß. monatlich 75 >f> mit vringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, oierteljährlich. Erscheint tägNch mir Ausnahme de- Montag-. Die Gießener »nmiltenßtätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. RetactUn, Lxpeditton und Druckerei: -chntßr«», »r. 7. «drrfle für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprecher Nr. 51. Me vor drei Jahren Sei der großen tandwirtbschafttichen Ausstellung, so werden auch aus Anlaß der morgigen Wröands-Ausstellung Ihre Königlichen Koheiten der Großherzog und die Großherzogin unsere Stadt mit Ihrem Besuche beglücken. Die Allerhöchsten Kerrschaften haben zwar für jeden officiellen Empfang Seitens der Stadt gedankt; die Kerzen der Bevölkerung werden ihnen aber in alter Kesfentreue entgegenlchlagen, und die Liebe und Anhänglichkeit zu unserem Jürstenhause wird in dem Muse Ausdruck finden: Keil' unserem Kroßherzogtichen Aaare! Deutsches Nerch. Berlin, 14. Juli. Der Kaiser hat der Sammlung, welche drr Rothe-Kreuz Verein zu Gunsten der Verwundeten und Krauten im amerikanisch-spanischen Kriege veranstaltet hat, 10000 Mart überweisen lassen. Berlin, 14. Juli. Ueber die von der „Petersburger Zeitung" tn einem Artikel geltend gemachten angeblichen Beschwerden der russischen Regierung ist der „Natlonal-Zrirung" zusolge an hiesiger unterrichteter Stelle nichts bekannt. Dem Vernehmen nach bestehen nur Meinung-Verschiedenheiten hinsichtlich der jüngsten Verordnung über den Transport von Gänsen. Während die russische Regierung annimmt, daß dieselbe mit dem Geiste der Handels* Verträge im Widerspruch stehe, hält die deutsche Regierung an dem Standpunkte sest, daß e! sich bei der Verordnung lediglich um eine innerpolitische Maßnahme handle. Berlin, 14. Juli. Die Mittheilung von der bevor* stehenden Erweiterung der technischen Truppe durch Errichtung dreier Telegraphen Bataillone wird von einem hiesigen Blatte noch dahin ergänze, daß auch die Ausstellung eines vierten Eisenbahnregiments zu zwei Bataillonen geplant sein soll. Eß heißt, daß die jetzt bestehende Eisenbahnbrigade unter H'.nzunahme der Luftschifferabtheilung und der drei Telegraphenbataillone zu einer sogen. BerkehrSdivifion erweitert werden solle. — Der .Evangelische Arbeiters, ote" enthält eine Zuschrift auS Sachsen, die mit der Wahl im 18. und 22. sächsischen Wahlkreise sich beschäftigt, aber für jede Stadt uud sür jeden Ort, wo evangelische Arbeitervereine bestehen, beachtenöwerth ist. ES wird darin auf die Erfolge der evan* geloschen Arbeitervereine in einigen Bezirken hingewiesen und dann die Frage aufgeworfen, warum ihr Einfluß auf daS Gesammtwahlergebniß scheinbar ohne Einfluß gewesen fti. Die Antwort hierauf lautet: „Weil Ihr die ganze schwere Arbeit in den evangelischen Arbeitervereinen einigen wenigen Männern überlaßt, die bei ihrer Arbeit sich aufreiben, aber gegen die Uebermacht allein machtlos bleiben! Weil Ihr durch Euren JndifserentiSmuS gegen Eure besten Freunde am Wahltage die evangelischen Arbeitervereine zur Ohnmacht ver- urtheilt. Patrioten, hat Euch endlich die letzte Wahlschlacht die Augen geöffnet? Habt Ihr endlich erkannt, wem Ihr Eure eifrigste Uatetstützung schuldig seid? Schuldig, nicht erst in 5 Jahren, 14 Tage vor der Wahl, sondern gleich i.tzt, damit die längerer Reifezeit bedürftigen Samenkörner rechtzeitig gesät werden können? .... Wohlhabende, Gebildete, geistig und pecuniär Arme stellt, waS Ihr habt, Euer Geld, Euer Wissen, Euren guten Willen in den Dienst unsrer guten Sache." - Was hier für die evangelischen Arbeitervereine im Besonderen verlangt wird, gilt für jede der ftaatserhaltenden Parteien im Allgemeinen. Sie alle» fammt würden ganz andere Wahlerfolge gegenüber der Soctaldemokratie davontragen, wenn sie nicht erst kurze Zeit vor dem Wahltermin die Agitation aufoähmen, sondern wenn I sie jahraus, jahrein ebenso unablässig agttlrten, wie die | Socialdemokraten. — Von der deutsch-französischen Grenze. Ueber eine bisher nicht bekannt gewordene Grenzverletzung, verbunden mit großen Ausschreitungen französischer Soldaten in der Nähe von Avricourt berichtet man der „Münch. Allg. Ztg.": Bor einigen Tagen bel edle es mehreren Soldaten des in Luueville garnisonireuden zweiten französischen Jäger- bataillonS, bei Avricourt wieder einmal die deutsche Grenze zu übertreten, aber diesmal nicht harmlos, um Natnrschöu* heiten zu bewundern, sondern um mit ihren Revanchesäbeln die Wappenschilder der deutschen Grenzpsähle zu zerhacken und herabzuschlagen. Die deutsche Presse hat, und eS läßt sich da nur sagen, ihrer Gewohnheit und einer guten Sitte gemäß, auch von diesem Vorgänge, obgleich er denn doch eine einigermaßen andere uud ernsthaftere Art von Grenzverletzung darstrllt, alS gewöhnliche Schlachtfelder- oder Touristen* bummelet, keinerlei Notiz genommen. Sie hat die von ihren Vorgesetzten mit ihren thörichteu Revancheredeu anfgestachelteu französischen Jäger — der Commandern bei zweiten Lune- viller Jagerbataillonl hat sich vor einiger Zeit durch eine ganz besonders wahnwitzige Revancherede, die er seinem extra zu diesem Zwecke an die Grenze geführten Bataillon gehalten, bemerkbar gemacht — für dal genommen, wal sie find, sür dumme Jungen!, die außerdem, als sie ihre Dovqu'xotiade gegen die deutschen Grenzpsähle unternommen haben, wahrscheinlich betrunken waren. Zur officiellen Kenntniß der sran* höfischen Behörde wurde die Sach: immerhin gebracht. Resultat: die Jäger waren nicht zu ermitteln. Ein Commeutar ist überflüssig. Die französische Prcffe hat nach ihrer Gewohnheit den Vorgang völlig entstellt wiedergegeben uud ihn so geschildert, alö ob der Patriotismus der Franzosen durch den deutschen Reichsadler zum Ueberkochen sich gereizt ge- fühlt habe. — Die AnsiedlnnqScommission. Die Nachricht, daß die AufiedluogScommisfiou ihre Thätigkeit demnächst auch auf die Provinz Ostpreußen auSdehnen werde, ist, wie die „Nat. Lib. Corr.- erinnert, so nicht zutreffend. DaS Au- siedlnngS Gesetz vom 26. April 1886 trägt die Bezeichnung: „Gesetz betreffend die Beförderung deutscher Ansiedlungen tn den Provinzen Westpreußen und Posen", und sagt bestimmt, daß die bisher zur Verfügung gestellten Mittel nut für West- Preußen und Posen verwandt werden dürsen. Damit soll nicht bestritten werden, daß auch in Ostpreußen gegenüber den Polen eine Stärkung de! DeutschthumS wünscheniwerth, vielleicht sogar von Nöthen ist, aber aul den Mitteln bei AufieblungS Gesetzes vom 26. April 1886 kann sie nicht erfolgen. Köln, 14. Juli. Der „Köln. Ztg." wirb an! Berlin I gemelbtt: Die Association verbreitet au! Manila vom d. bs. I ein Telegramm, welchem zufolge daS deutsche Kriegs- schiff „Irene" die Aufständigen durch Gewalt verhindert haben soll, die Spanier anzugreifen. Der amerikanische Admiral Dewey habe daraufhin zwei Kriegsschiffe abgeschickt, bei deren Erscheinen sich „Irene" zurückgezogen habe. Später habe die „Irene" auf Manila EinmischungS* gelüste gezeigt, die aber von Dewey zurllckgewiesen wurden. Die „Köln. Ztg.- sagt dazu, diese ganze Nachricht trage den Stempel der Erfindung auf der Stirn und gehöre zweifellos zu den wiederholt au-geftreuten Meldungen, durch weiche eine Verstimmung zwischen Amerika und Deutschland herbeige führt werden soll. In Berlin sei von einem solchen oder ähnlichen Vorfälle nichts bekannt. Ausland Wien, 14. Juli. Aus Kreisen der Linken verlautet, wenn die Regierung ihre Sprachenvorschläge durch Octroirnng auf Grund des § 14 einsühren sollte, würden sie von den Deutschen mir gleicher Schärfe wie d'e j-tzigen Sprachenverordnungen bekämpft werden. Angesicht! der heurigen Besprechung der Vertreter des verfassungstreuen Großgrundbesitzes mit dem Grafen Thun wird die Möglichkeit nicht als ausgeschloffen betrachtet, daß an- dieser Besprechung der Anstoß sich zu dem Versuche ergeben werde, die Ver* Handlungen mit den Deutschen wieder anzuknüpfen. Budapest, 14. Jali. Der StaatSsecrerär im Handels* Ministerium WladiSlauS Voeroes ist feiner Stelle ent» hoben worden. Budapest, 14. Juli. Der HaodelSmin'ster Daniel eröffnete heute eine Enquete Über den autonomen Zolltarif mit einer längeren Rede, in welcher er betonte, daß Oesterreich.Ungarn absolut nicht daran denke, einen Zollkrieg gegen Oesterreich zu führen, sondern eS sür da! zweckmäßigste halte, daß das Zoll* und HandelSbüuduiß mit Oesterreich erneuert werde. Paris, 14. Juli. Die Stimmung unter dem Publikum am heutigen National-Festtage ist eine sehr gedrückte. Nur halb soviel Menschen wie sonst sind an den Bahnhöfen, um das Paradefeld zu besuchen. Loudon, 14. Juli. AuS Washington wird gemeldet, die Nachricht, daß zahlreiche Fälle von gelbem Fieber in der amerikanischen Armee vor Santiago vorgekommen find, hat hier tiefe Trauer hervorgerufen. Das Cabioet wird dringend aufgefordert, die Botschaft der Generals MileS in Erwägung zu ziehen, welche eine Einnahme von Santiago ohne Mitwirkung der Flotte für unmöglich erklärt. DaS Bombardement fei bisher erfolglos gewesen. Madrid, 14. Juli. Die MinisterkrisiS wird vor- läufig vertagt- infolge der horrenden FriedenSbediugungen Amerikas ist die St'mmung wieder kriegerisch geworden. Madrid, 14.Jali. Ministerpräsident Sagasta erklärte, er sei überzeugt, daß die Amerikaner in allen Kämpfen zu 1 Lande auf Cuba besiegt werden würden und daß die Amerikaner Lies selbst wüßte». Da Spanien aber kein Geschwader habe, so könnten die Amerikaner die Insel einfach aulhuugern, ohne sich den spanischen Kugeln auSzusetzen. Deshalb sei er entschlossen, den Frieden sobald al» möglich zu veranlassen. Die Nachrichten von einer MinisterkrtfiS seien unbegründet. — Nach Meldungen au- Hongkong umzingeln die Insurgenten Manila immer enger. Tie bemächtigten sich der Maschinen, welche da- Trtukwaffer hoch pumpen, sodaß binnen Kurzem Manila ohne Triukwaffer sein wird. In einer offictellen Depesche an den Krieg-mtntster erklärt General Augustin, daß die Garnison von Manila selbst die äußersten Linien festhalte. Washington, 14. Juli. Die Meldungen über da- Aus- breiten de- gelben Fieber- unter den Amerikanern vor Santiago lauten immer bedrohlicher. E- sollen bereit- über 200 Erkrankungen coustatirt sein. — Der Kampf um Santiago. General Mile- hat nun doch den Oberbefehl über die gesammteu um Santiago vereinigten amerikanischen Streitkräfte übernommen. Nach einer Mittheiluug de- „Herold" setzt sich die amerikanische Armee vor Santiago auS folgenden Truppen zusammen: 1. Division unter Brigadegeneral I. F. Kent, 9000 Maun- 2. Division unter General H. W. Lawton, 9000 Mann- 3. Division unter General Hawkivs, 2000 Mann; Cavallerie- Diviston (unberitten) unter Generalmajor Joseph Wheeler, 2000 Mann- zwei Batterien leichte Artillerie, 300 Mann, und zwei Batterien schwere Artillerie, 150 Mann- zwei Compagnien Ingenieure unter General William Ludlow, 200 Manu, und drei Regimenter Freiwillige unter General Duffield, 3000 Mann. Zusammen 25650 Manu, denen angeblich 37 825 Mann spanischer Truppen mit 14 Batterien Artillerie und 8 Schwadronen Cavallerie zu je 75 Mann gegenüberstehen sollen. Da unter den Amerikanern dagelbe Fieber immer heftiger auftritt, auch in einigen Regimentern die Ruhr herrscht, hat man sich in einem gestern in Washington abgehalteneu KriegSrath dahin geeinigt, dem General MileS zu einer energischen Beschießung der Stadt und zum Sturm auf diese um jeden Preis zu rathen, damit die Truppen sich dann auf die fieberfreien Höhen zurückziehen können. Ob dieser Rath mit Erfolg wird befolgt werden können, ist aber fraglich, da die Wege durch anhaltenden Regen derart ungangbar geworden find, daß es den Amerikanern bis gestern nicht gelungen war, das Belagerungsgeschütz zweckmäßig zu posttren. — Am Dienstag wurde der Waffenstillstand auf 24 Stunden verlängert. Der spanische Commandant Toral erklärte, er sei ermächtigt, die Garnison zurückzuziehen, den Hafen, die KriegSvorräthe und den östlichen Thetl von Cuba zu übergeben. Die Amerikaner aber verlangen mehr: ES ist nicht nur die Stadt Santiago, sondern auch die ganze Provinz Santiago de Cuba mit Einschluß der festen Plätze Manzanillo, Holguin, Guantanamo und Baracoa zu übergeben. Die Amerikaner find, falls dies zugestauden wird, damit einverstanden, daß die spanischen Truppen nach Spanien zurückgesandt werden. Den Offizieren soll gestattet werden, ihre Degen zu behalten. Andere Zu- gestäudniffe sollen den Spaniern nicht gemacht werden. DaS spanische Marine-Ministerium will Beweise dafür haben, daß die Amerikaner bei Cavite und Santiago Brand- geschosse verwendet haben. Die Blätter rathen der Regierung dringend, nicht bei den Mächten dagegen Einspruch zu erheben, sondern gleiche Geschoffe gegen die Amerikaner zu verwende», falls sie nach spanischen Häfen kommen. — Von Tampa sind drei Detachement» Cavallerie, eine schwere Batterie, ferner Genietruppen und Pflegerinnen vom Rotheu Kreuz nach Santiago abgegaugen. Tagl. Rundschau. Sitzung der Stadtverordireteir am 14. Juli 1898. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmeltu», Faber, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Jughardt, Kirch, Keller, Loos, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Schiele und Dr. Thaer. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Herr Oberbürgermeister Gnauth, daß die Versammlung unter dem Eindruck zweier Todesfälle stehe, von denen der eine das langjährige Mitglied der Stadtverordueten-Versammlung, Herrn M. Homberg er, der andere ein junges Menschenleben betroffen. Die Versammlung werde Herrn Homberger, deffen Verdienste bereits wiederholt Anerkennung gefunden, stets ein freundliche- Angedenken bewahren. „Hat in diesem Falle", so fuhr der Herr Oberbürgermeister fort, „schließlich die Natur bei einem Stebenundfiebzigjährigeu ihr Härte- Recht gefordert, wieviel tragischer ist dagegen die traurige Verkettung unglücklicher Umstände, welche der Schülerin unserer höheren Mädchenschule, Susi Richter, ihr junges Leben gekostet hat. Bon den 168 hölzernen Consolen an dem Dachgefim- der seit 18 Jahren im Gebrauch befindlichen, von dem verstorbenen Stadtbaumeister Stief erbauten Schule hat eine in Folge unbemerkten und unbemerkbareu Eindringen- von Feuchtigkeit den sicheren Halt in dem au- grfaultrn Sparrensttch des Dache- verloren und unglücklicher Weise gerade diejenige über dem AuSgong de- Schulhauses, und besonders unglücklicher Weise gerade in dem Augenblick, als die Mädchen eine der seltenen NachmittagS-UaterrichtS- stunden verließen. Die inzwischen angestellte genaue Unter« suchung aller übrigen Consolen hat ergeben, daß dieselben fest fitzen, und nur noch eine derselben schien es räthlich al-bald zu entfernen, weil deren eigenes Holz mürbe geworden. Eine gleiche Untersuchung ist zur Zett im Gang bei den in ähnlicher Weise construirten Gesimsen der Stadtmädcheuschule und der Realschule. Andererseits haben die von der Direction der Anstalt angestellten eingehenden Ermittelungen ergeben, daß allerdings etue Stunde vor Eintritt de- Unfall- eine Mitschülerin der Verunglückten zufällig bemerkt hat, daß die fragliche Console sich nach vorn gesenkt hatte und daß diese- Mädchen auch einzelne seiner Mitschülerinnen darauf aufmerksam gemacht hat. Nicht richtig aber ist, und auf diese Feststellung lege ich gegenüber dem gegeutheiligen Gerede in der Stadt besoudere- Gewicht, daß eine dieser Schülerinnen dem Schuldiener oder dem Lehrer von jener Wahrnehmung Mittheilung gemacht hätte. Wenn danach auch die in solchem Falle übliche Vorsicht und Sorgfalt nicht au-gereicht haben, um den Eintritt jene- Unfalls zu verhüten, so darf andererseits doch wohl auch gesagt werden, daß kein menschliche- Verschulden dabet Vorgelegen. Dario, wie in dem allseitigen und tiefen Mitgefühl, da- jene- schwere Unglück in allen Kreisen unserer Stadt hervorgerufen, liegt vielleicht auch ein gewisser Trost für die schwer getroffene Familie. — Sie selbst aber, meine Herren, lade ich ein, zum Zeichen ihres Beileide» bei beiden Todesfällen sich von Ihren Plätzen zu erheben." Der erste Gegenstand der Tagesordnung betraf das Mittelrheinisch-Badisch-Pfälzifche Schützenfest im Jahre 1899. Nach Mittheilung des Herrn Oberbürgermeister» hat bereits im Jahre 1892 die Stadtverordueten- Versammlung den Beschluß gefaßt, der Uebernahme de» Feste» durch den hiesigen Verein zuzuftimmen, doch ist damal» eine andere Stadt au»ersehen worden. Nachdem nunmehr in Landau definitiv die Wahl auf Gießen gefallen, habe er Angesicht» des früheren Beschluffe» kein Bedenken getragen, die Zustimmung für das nächste Jahr zu ertheilen, er bitte dazu um nachträgliche Genehmigung- die Versammlung erklärt sich damit einverstanden. Der Central-Au-schuß zur Förderung der Volks- und Jugendspiele in Deutschland hat um Gewährung eines Jahresbeitrag» nachgesucht. Mit Rückficht auf den guten Zweck stimmt die Versammlung der Bewilligung eines widerruflich zu gewährenden Jahresbeitrags von 20 Mk. zu. In einem eingehend motivirten Gesuch hat sich die Großh. Handelskammer Gießen an die Kaiser!. Oberpost- directiou Darmstadt gewendet, dieselbe möge im Fernsprechbetrieb eine Zwischenzone von 50 bis 100 Kilometer einführen und dafür die Gebühr auf 50 Pfg. ermäßigen. Die Versammlung beschloß auf Antrag der Ftuanzdeputation, da» Gesuch der Handelskammer zu unterstützen. Zur Anschaffung weiterer Subsellien für die Stadt- kuabenschule werden 400 Mk. bewilligt. lieber die Eiutheilung de» Gelände», welches von dem unteren Theile der Grünbergerstraße, der Moltke- straße und der Wieseck (am sog. kleinen Steinweg) ein- geschloffen wird, hat da» Stadtbauamt einen neuen Bebauungsplan vorgelegt. Danach soll zwischen den Besitzungen von Gärtner Berger und H. C. Werner die senkrecht von der Grüuberger Straße auf den Steinweg führende Straße fortgesührt werde» auf eine von der Wieseck nach der Moltke- straße (in den ehemals Jett'schen Gärten) projectirte Straße, wogegen von Durchführung de» sog. kleinen Steinweg» nach der Moltkestraße, zwischen -den Besitzungen von Ruckftuhl und Dornsetff, abgesehen werden soll. Die Versammlung stimmt dem Plan zu, deSgl. demjenigen, welcher eine Straße zwischen den Häusern von Schloffer Stohr und Ztnßer von der Grünbergerstraße nach der Moltkestraße vorfieht. MW MD Im December 1895 war beschlossen worden, der Gießener Omnibus-Gesellschaft ein weiteres Darlehen zu gewähren, da infolge Ausbruch» der Rotzkrankheit unter ihrem Pferdebestand die Fortführung de» Unternehmens in Frage gestellt war. Diese» Darlehen wurde infolge eiu- getreteuer günstiger Umstände nicht erhoben. Die Gesellschaft beabsichtigt nunmehr zwei neue einspännige Wagen anzu- schaffen und sucht um Bewilligung de» im Jahre 1895 nicht erhobenen Betrages nach. Dem Gesuch wird stattgegeben. — Herr Kirch berührt bei dieser GelegenheitdaS Droschkenwesen in der Stadt, welche» den heutigen Anforderungen nicht mehr entspreche. Er hält e» für mtßfiäudig, daß sämmt- liche Droschken ihren Standort nur am Bahnhof haben, er bezeichnet es für bester, wekm ein Thetl der Droschken einen anderen Aufstellungsplatz, etwa in der Nähe de» Marktes, angewiesen erhalte- auch sei eine Aenderung in der Stunden- Eiutheiluug wie hinsichtlich de» Tarif» vothwendig, der ihm besonder» bei den Fahrten in die Umgebung zu niedrig erscheine. — Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt sich bereit, Großh. Polizeiamt im Sinne der Darlegungen des Herrn Kirch Mittheilung zugehen zu lasten. Einer seit mehreren Jahren eingehalteneu Uebung gemäß sollen auch tu diesem Jahre bei der Stadtverordueten-Versammlung Ferien gehalten werden. Die Versammlung bestimmt hierfür den Monat August. Gegen das Gesuch des Herrn Carl Sommerlad um Erlaubniß zum WtrthschaftSbetrieb im Hause Goethestraße 54, sowie dasjenige de» Herrn Chr. Schön Hal« um Erlaubniß zum Brauntweinau-schank über die Straße hat die Versammlung nicht» etuzuweuden. Locales und provinzielles. Gießen, 15. Jult 1898. ♦* AnSzeichnnng. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Gemeindefeldschützen und Forstwart Leonhard Bernhard in Ober-Gersprenz da» Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für 50jährtge treue Dienste", dem Obermeister der Schreiner tu der Wageufabrik von „Gebrüder Gastell" zu Mombach, Andreas Strub in Mainz das Silberne Kreuz des Verdienstorden- Philipps de- Großmüthigen zu verleihen. ** Hoher Besuch. Sicherem Vernehmen nach werden Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin kommenden Samstag vom Bahnhof dtrect über Bahnhofstraße und Westanlage nach der Ausstellung auf Oswald-garten fahren, danach die Altcefchule besuchen und um 5*/a Uhr wiederum über Nord-, Oft- und Südanlage und die Frankfurterstraße zum Bahnhof fahren- auf den genannten Anlagen werden die hohen Herrschaften — günstige Witterung vorausgesetzt — nochmals von den Trägerinnen unserer hesfischeu Volkstrachten begrüßt werden. •• Backer VerbandStag. Die Verhandlungen des zweiten Tage» des Unterverbande» Mitteldeutschland der deutschen BSckerinuuugen am gestrigen Donnerstag betrafen vorwiegend interne und geschichtliche Angelegenheiten. Der Antrag der Siebener-Commission, al» Vorort Castel für die nächsten zwei Jahre betzubehalteu, wurde angenommen. Al» Olt de» nächsten VerbaudStageS wurde Alzey gewählt. Die Wahl der Delegirten zum nächsten, in Magdeburg stattfindenden Ceutral-VerdandStag wurde der Innung zu Alzey, Wörrstadt und Gießen übertragen, während eS bezüglich der vierten zur Entsendung eines Delegirten berechtigten Innung dem BerbaudSvorstand überlasten wird, geeignete Wahl zu treffen; vorgesehen waren Eschwege, HerSfeld, Hofgeismar und Wetzlar- In einer einstimmig angenommenen Resolution wurde den im Lohnkampfe mit den Gesellen befindlichen Collegen in Hamburg, Altona und WandSbeck insofern Hülfe zugefichert, als der Geschäftsführer ermächtigt wurde, falls finanzielle Hülfe zu: Stützung durch den Ausstand gefährdeter Existenzen nöthig fei, solche durch einen außerordentlichen Mitglieder- beitrag zu gewähren. Nach Erledigung einiger geschäftlich^ Gewährung von Reisediäten u. s. w., betreffenden Angelegenheit wurde der BerbandStag geschloffen. Dem gemeinsamen Mahle in Steins Garten folgte um 3 Uhr ein Ausflug nach dem Schiffenberg. ** Auf die morgige Ausstellung bezügliche Anficht»' Postkarte» mit verschiedenen hessischen Trachten hat Herr Ernst Balser hier in mehreren Sorten anfertigen (offen. Dieselben werden jedenfalls großen Absatz finden. *♦ Vergiftet. Die „N. Heff. BolkSbl." schreiben au» Darmstadt vom 14. dsS. MtS.: Gestern kam eine Dame aus Gießen hier zugereist und logtrte fich in einer Gast" wirthschaft dahier ein. Da dieselbe heute Vormittag da» Zimmer nicht verließ, sah der Gasthalter nach und fand die Dame tobt im Bette liegend. Dieselbe hatte fich vergiftet. • * Das Niedertreten de» Getreide» wird streng bestrafte § 368,9 de» Strafgesetzbuches droht Geldstrafe bi» zu 60 Mk. oder Haft bi» zu 14 Tagen Demjenigen an, der unbefugt vor beendeter Ernte über Wiesen oder bestellte Aecker geht. ES scheint zur jetzigeu Zeit angebracht, diese Gesetzesvorschrift in Erinnerung zu bringen. * * Wasserpost. An der Ehreubreitsteiner Schwimmschule wurde eine verkorkte Flasche aufgefischt, worin sich eine Bisitkarte mit folgender Bemerkung befand: „Bei Carl Fabian „Zur Stadt Frankfurt" in RüdeSheim a. Rh. haben wir ein fehr vergnügtes Stündchen verlebt. Wik können diese» Hau» Jedem empfehlen. Ueberbringer dieser Karte erhält von Herrn C. Fabian ein gute» Trinkgeld. Georg Grünig, Bautechniker in Gießen." * * Zur Warnung für Ladeuiuhaber sei darauf hingewiesen, daß nach mehrfachen gerichtlichen Entscheidungen die Anbringung von Schaufenster«Aufschriften „on parle- frangais“ oder „english spoken“ strafbar ist, wenn weder der Inhaber de» betreffenden Geschäft», noch einer seiner Angestellten thatsächlich der französischen oder englischen Sprache mächtig, die erwähnte Aufschrift au Schaufenstern oder Ladeuthüreu also lediglich zum Zwecke der Reclame unberechtigter Weise angebracht ist. Die Berurtheilungrn erfolgen auf Grund des § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung de» unlauteren Wettbewerb», weil ein derartiges Vorgehen, da» nur bezweckt, den Ausländern eine leichtere und bequemere Kaufmöglichkeit vorzufptegeln, sich al» „unrichtige Angabe über geschäftliche Berhältniffe" darstelle. * * Zn Amerika verstorbene Heffen. Elgin, Jll., Frau Louise Platt, geb. Bolz, 41 Jahre alt, aus Rodheim. — Delhi Township, Ingham Co., Mich., Peter Glanz, aus Haingründau. — MaScoutah, Jll., Adam Lehn-' Hardt, 48 Jahre alt, au» Heffen-Darmstadt. Pöhl-Gon», 11. Juli. Bei der am 12. Juli stattgehabten Wahl eines Beigeordneten der hiesigen Gemeinde wurde der seitherige Beigeordnete, Herr Anton Langsdorf IV., mit 61 Stimmen wtedergewählt. Im Ganzen betheiligten sich au der Wahl 75 Abstimmungsberechtigte. Butzbach, 14. Juli. Die Herrn Jacob Roth gehörige, iu der Kasernenstraße dahier gelegene Hofraithe, verbunden mit WirthschaftSbetrieb, ging für die Kaufsumme von 26,600 Mk. an Herrn Restaurateur Heinrich Kalbfleisch über. Der Befitzwechsel erfolgt am 1. October. Bad Nauheim, 14. Juli. Vorgestern wurden dahier 2352 Bäder gefertigt, die höchste Zahl, welche bi» jetzt an einem Tage erreicht wurde. Seligenstadt, 13. Juli. Vor 50 Jahren. Am 11. Juli 1848 kam der neuernannte Reich»verweser, Erzherzog Johann von Oesterreich, auf seiner Reise zur Frankfurter Nationalversammlung durch unser Städtchen, mit Glockengeläute und Böllerdonner begrüßt. Am Postamte, wo die Pferde gewechselt wurden, waren die Geistlichen, Beamten und Stadtvorstände zum Empfange versammelt. Herr Bürgermeister Goy gedachte in seiner Ansprache auch der früheren Besuche der Kaiser au» dem Hause Habsburg, namentlich Leopold» I., Karl» VI. und Franz II., de» damals schon verstorbenen Bruder» des Reichsverwesers. Hinter dem Bürgermeister hatten zwei Herren in prächtigen Uniformen Stellung genommen. Der Reichsoerweser schien sich für die beiden Herren sehr zu intereifiren und fragte deßhaib den Bürgermeister, was für Offiziere fich in seiner Umgebung befänden. „DaS find meine Poltzeidiener," aut« wortete prompt da» Stadtoberhaupt. Der RetchSverweser setzte danach lachend die Reise nach Frankfurt fort. ______________________Darmst. Tgl. Anz. Arrr der Zeit für die Heft. Vor 8 Jahren, am 16. Juli 1890, starb in Zürich der Dichter Gottfried Keller. Nachdem er bereits 1846 mit Gedichten und 1854 mit einem geistvollen Roman „Der grüne Heinrich" hervorgetreten war, erschien 1856 seine Novelle „Die Leute von Seldwyla" worin er das Dorfleben Kirchliches - T»» -urdc Gebt Sonntag den DonmtMsL gußltii Christ' Lornntlags11 Psarrer SorfflN J Dienst XJorwiItagS tl «meinte- Wner Karrer Euler, M1V Suh an übei 11 Samstag den Nachmittags um i w heil. Bei Sonntag den LomNtags non 6’1« um 1 Ut MlW , um 8 U MN Pre , um 9‘/i Nachmittags um 2 Samstag d Dorabend ' Hrllärung, Nac ausgang 9“ Uhr. Hottesdienff G Freitag Uber. mittag 4 Uhr, Sabd Wochengoltesdi Die DamH von heute ab e Straße Krosdor Krosdois, der 7130 Das Nd Sie* v'» votmi werben zvj der h Lumda gehe dem Arge W öffentlich me .«Mü. ^Mgermeisiei franklj Wiener neue v0 «pßPl “ h»a miwVV1’* l«««h H.I I» -h «4t ’L0“ * K’8b|b“<9 «VÄ®5* ««Ä\b" *«* °'L« w« ®utht» falls flnwu.n EgrsShrdtttr Sjlftcnitn ««Mtn «&£ ”!• '•">!« «tMäitin, ,, i,.®"“ 1*1* 1 3 Uh- llnNflugm '“«9 i-i°zlihi »«^11 M Trichtm iet h„, ®wt» anfettigen lafier. Absatz fiadeii. V dolkSbl? ^reiben aui Testtta tarn eine Samt * stch in einer Tch Ibt heute Vamittag bei ihaller nach und faob bk ieselbe hatte fich bttgiftei. ibel wirb streng bestrasi, rroht Geldstrafe btt ju agev demjenigen an, bn )tx Wirsen oder bestellte ;tu Zeit angebracht, birst i bringen. nbreitsteiner Tchwiv^ flaschr ausgestscht, »odn Bmerknng besanb: ,8tl art" la MeSheKn a. Rh> Stündchen verlebt. Bn ehlen. Uederbringer dirser blan ein gute» Lrink-ck. Sießen." ttlivhabt! sei daraus hin- gerichtlichen Entscheidungen epSnfschrlsten „on parle n“ ftrafbar Ist, wten >en ©tldjaftl, ui rker -anzöfischen oder enMev Hchrist an B^wstern M Mr btt Reclam tt. Dir «erurthellungra j Gesetzes zur »tkävPsM i( ein derartiges Vorgehen, eine leichtere und bequewere ch al- „unrichtige «ug°l> ”lt *, A, Sm fahre alt, auS WM- Mich., W ® ? ' Ä M°Lkh°' en-Damstadt. L."Ur! geigeordnete, He" ^ wiedergeivahlt. 75 SÄ' * *■ w*i*i SS*** s°. »«JÄ « nannte »** |( grnrt’ anff* itdl g« Posta«"- i begr^ J Aeistllchea- veri°< „» •*%»# ”4 « «° 1,1 M8l 6"616? ■«»«"" ®i n »»M' « 8" « M' -OZ s^5> für -A Mb <" ".al6«lu ilt l®90; et be«46.« ML« »L (* «0*1 •„ ei M9 Lebende Zeit und Geld spart, Telephon 119. Marktstraße 4. Telephon 4«. Markt 21. iMinnntniniljiinijen llrrllfißcruiiiicn, ilerniieiljnnfteii MictAlirche Offene Stellen Empfelllnnyen werkc für die Schneiderei al* nutzt. Festgeaclieuhe. — Proepecte gratis. Ein tücht., zuverlässiger Bierfahrer 7076 zu einem Pferd für sofort gesucht. Aetien-Brauerei Gießen. Wohnung von 3 bis 5 Zimmern in der Nähe des Bahnhofs bis Mitte Oct. zu miethen gesucht. Offerten unter Nr. 7119 an die Exved. d. Bl. erbeten. «U wer die chlcken, Hl bequem, prelaw. ■I Schnitte d« V Int. Schnitt- A.nianufactur. *^l>reM/i DmtfcheGrdfch.B. «uk.b. 1906 99.60 •db Brttl 16 22 16.18 Fr 20.38 L0.34 Di re»». 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Während der Riudvith-Ausstellullg auf dem Biehmarktplatz, an der Lahn: Täglich Reitbelnstigung für Damen, Herren und Kinder auf gesattelten Pferden. 7136- Eintrittspreise für Erwachsene 10 Pfg., für Kinder 5 Pfg. ;Die Wanderer Kießener Zradf.-Oesessschaft. Heute Freitag: Abeudfahrt. Watzenborn—Steinberg (Restaurant Wilhelmshöhe)—Leihgestern. 2? Schluß: Lenz'scher Felsenkeller. “ Abfahrt 8}/4 Uhr präc. Vereinslocal. 99.50 3«/> Hmnbrgr.Hyp.Bk.>mk.S.180v 99.2: 3Vb Preuß. Hyp. A. Bk. mrk. b. 1908 NerbluidsMsstkliung der Vogelsberger KerdbuchgesellsAstell der gleichzeitigen Vorführung hesfifcher Landestrachten unsere Stadt den Besuch zahlreicher auswärtiger Gäste, namentlich aus den benachbarten preußischen Kreisen, erhalten. Beide Veran- Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 14. Juli 1898. Der Stadtrechner: D 0 epfer. Gießen, den 14. Juli 1898. Der Oberbürgermeister: G n a u t h. Die Grotzmi Die ,M. N. Na 3d allen Sttstaa ns allen großen Mee «von dem jetzigen inßen Seewegen am deigniß auf diesem i- «ch die Bereinigten trlhington darüber zn Ü nothvendige Aohler zeichnet. Such wird «b daß hatvai nnr di Uulu Nm Tch |B Auckland aus ein hndmaMd Dischen England und «renzkawpf Über H Octan eutftaudea ist. ickon in Auckland ch deutsche Jnteres ch eine nahe Brr Ärseelaud beobachtet iB'merksamIeit. 3« ^tsrelaud der vorsij i« bekommen. (jDbt tottSr Str Edw. Kaufmännischer Verein Gießen. Die Bibliothek ist von heute Abend an wieder eröffnet und werden Bücher nach wie vor am Dienstag und Samstag jeder Woche, von 9—11 Uhr Abends, ausgeliehen. Kalkfteinbruch zu verkaufen. Ein 10 Minuten von der Station Ehringshausen der Deutz- Gießener Eisenbahn gelegener Kalksteinbruch ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. In dem Bruch werden gehauene, hammerrechte und Rohmauersteine gewonnen. Reflectanten können von dem Object Einsicht nehmen und alles Nähere erfahren von den Besitzern Wittwe Adam und Kinder, fltbaM verkaufen. Zu dem Anwesen und Inventar gehören: 1) Zwei Mantelöfen mit Bedachung. 2) Eine Lehmmaschine mit Pferd. 3) Ein Brunnen mit Pumpe; Wasier ist stets vorhanden. 4) Ein großer Complex Land mit Trockenbetten und gutem, zur Fabrikation geeignetem Lehm. Behufs Vergrößerung des Geschäft» kann erforderlichen Falls für 100 Betriebsjahre ausreichendes Lehmland von bester Qualität noch erworben werden. 5) Ein Häuschen für Arbeiter. 6) Eine Anzahl Arbeitsgeräte. 7) Eine bei der Fabrik stehende neue, massiv ausgebaute Doppelwohnung, elegant eingerichtet. 8) Eine neu aufgebaute Scheune mit Stallungen für Pferde, Rindvieh und Schweine. 9) Ein schöner Garten mit allerlei Obstbäumen, zur Gemüsezucht sehr geeignet. Katafterauszug über den Gebäudecomplex und den zu der Ziegelei GeWstsverkallf! Ein altrenommirtes, gutaebendes Studentenrequifittn- Geschäft mit einschlägigen Herrenarlikeln u. Sanitäts-Bazar in einer Uni- versitätsfladtSüddeutschl., m. großer ansässiger und auswärtiger Kundschaft, wird aus freier Hand verkauft. Nöthiges Capital 10—15 Mille. Ein Fachmann, auch in Verbindung mit tüchtigem Kaufmann, hätten ein genügendes Auskommen. Haus kann miterworben oder nur gemietbet werden [7117 Ernstliche Reflectanten wollen sich unter S. E. 2433 an Wudotf Wosse in Arankfurt a.W. wenden. ü6fl Tnztigc' Wittwe Georg Adam und Kinder, Ehringshanfen. Procrm 41/i Desterr. Sllberrente 4 Ung. Gold-Rente 3 Portugiesen 6 Mexikaner 4 Monopol-Griechen von 1887 M btl Bozrl-berger Sonntag, ti vnkaus-jtst für da 1« 11 Uhr BormsttagS Gieß rv. dm 4. Desterr. Staatlbechn v. 1885 00,0014 Eisend. Rentenb. D6L - - - - — - ----14 Buder», D6L Backsteinbrennerei zu verkaufen. Eine in schönster Lage, 5 Minuten von der Bahnstation Eh rings« Hausen der Deutz—Gießener Eisenbahn, gelegene Backsteinbrennerei ist wegen plötzlichen Sterbefalls des Besitzers unter günstigen Bedingungen ä*' Koalas- Bekanntmachung. Die am 15. d. Mts. fälligen Pachtgelder von Triebvierteln und anderen städtischen Grundstücken sind innerhalb acht Tagen bei Meldung des Beitretbungsverfahrens zur hiesigen Stadtkaffe zu bezahlen. Todes-Anzeige. Verwandten. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Morgen 5 Uhr mein lieber, treuer Gatte, unser unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Dörr, Schlosser an der M.-W. B , nach langem, schweren, in Geduld ertragenem Leiden in noch nicht vollendetem 56. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Dörr, geb. Jsterling nebst Kindern. Gießen, Hannover, Wiesbaden, den 14. Juli 1898. Die Beerdigung findet Samstag, Nachmittags um 5 Uhr, vom Sterbehause (Frankfurterstr. 30) aus statt. 7105 bcizel-Si- Jtal. fteatSgar. EfienL. 59.45 Turnverein Lollar. Sonntag den 17. Juli: 15jähr. Stiftungsfest in den Loealen des Herrn Fr. Weinrich. Beginn des Wettturnens für Zöglinge Morgens 8 Uhr, — Nachmittags: Schau- und Kürturnen, — Abends: Pyramiden bei bengalischer Beleuchtung, — Tanz rc. 7104 Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. Willst Du Dein Schuhwerk flott erhalten, So folge meinem guten Ratb, — Selbst wenn sich's legt in rauhe Falten, Jst's mühsam wohl, doch nickt zu spat. Kauf' flux Dir eine Bückse »Schmiere", Doch ächt muß stets ihr Inhalt sein, Darum, daß Dich nichts irre führe — Beachte »Kaminfegerlein". Trag' leicht das Fett auf Deine Sckuhe, Nachdem sie gut gereinigt sind. Reib' tüchtig ein, dann hast Du Ruhe, Und bist geschützt bei Schnee und Wind! Man achte auf den Kaminfeger und die Firma Carl Gentner in Göppingen, denn die rothen Dosen werden vielfach nachgemacht. Schutzmarke. Zu haben in den meisten Geschäften. [951 Aufruf! Anläßlich der am kommenden Samstag und Sonntag auf Oswalds Garten stattfindenden Für unsere Kleinkinder-Bewahranstalt müffen wir, nachdem Elise Werner nahezu 50 Jahre lang in ihr gedient hat, nun aber durch Erkrankung am Weiterdienen verhindert ist, eine neue Dienerin annehmen. Bewerberinnen wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Gießen, am 15. Juli 1898. 7112 Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. litiininiM ©ingen „ f, 1° °2» eeftBh *« B-> L*»- J-°-« 6< Xt8l,li blxu töim,a mit t Ulllikh. 1 »tevi011 •"ÄS,",» WSä* Mh«, Z S l'i« 2" 0« H Itlbs Mir*» Mi.81 ein ,61"1' *** Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders und Schwagers Carl Barbas sagen innigsten Dank 7110 die tiestranernden Hinterbliebenen. lmr.b.1905 102.00 3