1898 R«. 138 Erstes Blatt. in Meßmer Anzeiger Heneral-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblcrtt fiw den Aiveis Greszen. ab ,nb Kurhau» Bietbad« vereias Aar-enNich, Activa: lheiirv.2Mmn 110.- 110.- ber folgenden Jahre für seine Armee es hatte wiederholt Gelegenheit, zu zeigen, daß es ein O Mrun. s ehe» edarf Donnerstag den 16. Juni «»»«hm« eee «»zeigen zu der Nachmittags für den folgend« Lag erscheinenden Nummer bis Dorrn. 10 Uhr. ervefonb nebtrücklage die 1 blick Alle Anzeigen-BermiNluvgSstellen deS In- unb AuSlandeO nehmen Anzeigen für ben Gießener Anzeiger «ntgeyn. -beinitl von n i 5 9tf* u. SerlnS Conto A 4 4519.27 W.- 694.30 537.98 113.66 529.28 6«yy.49 Di« Gießener MamitienStätter werden dem Anzeiger »Schentlich viermal beigelegt. «etzaelta«, Expedition und Druckerei: F4»tfir»ta Nr. 7. Fug und Recht zuschreiben kann. Alle Regierungsmaßnahmen Wilhelms II. an dieser it£t t» dlofie n Rest v. 1896 n 1897 28 ' 4 7 .*7T5r Herzog" zu ehren. Daß dem Regiment eine besondere Auszeichnung zu seinem Jubiläum zugedacht war, wurde allseitig besprochen, die Art derselben selbstverständlich noch geheim gehalten. Die Annahme aber, daß Großherzog Ludwig IV., der heldenmütige Führer der hessischen Division, seinen Waffengesährten, den Kaiser Friedrich, zum Ches seines 2. Infanterie-Regiments ernennen würde, war den dabei in Betracht zu ziehenden Umständen nach wohl gerechtfertigt. Leider war dem Regiment weder die Feier seines Jubiläums, noch eine sonstige Auszeichnung vergönnt, der unerbittliche Tod trat an das Schmerzenslager des Kaisers Friedrich und umflorte damit auch ein Stück der Geschichte unseres tapferen Regiments. Um dieselbe Stunde, für welche die Jubiläums-Parade festgesetzt war, rückte unter strömendem Regen, ohne klingendes Spiel, das Regiment nach dem Brandplatz, um dort dem neuen Kaiser Wilhelm II. den Eid der Treue zu leisten. An Allem, was in Bezug aus Schlagfertigkeit und Tüchtigkeit Kaiser Wil- Grscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ito Haben ■to Salbo 1896 1936.5» Heute Mittag 12% Uhr fand auf dem Exerzierplatz die Parade des Regiments statt. Diese Zeit war gewählt, um es Jedermann zu ermöglichen, der Parade beizuwohnen, und so fand von 12 Uhr ab eine wahre Völkerwanderung nach dem „Trieb" statt. Das Regiment war in Nähe des Philosophenwaldes, in Front gegen Grünberger Straße, aufgestellt. Leider wurde der An- durch große Staubwolken beeinträchtigt. Unter Stelle aufzuführen, würden zu weit führen. Als sein Verdienst auf dem Gebiete der inneren Politik mag besonders hervorgehoben werden, daß er mit kräftiger Initiative die von Wilhelm I. begonnene socialpolitische Gesetzgebung förderte und dem Wohle der arbeitenden Klasse seine 4Mafte Fürsorge zuwendet, die ihm den Ehrentitel „der Arbeiterkaiser" eintrug. Größer aber noch ist sein Mühen gewesen, Deutschland im Rathe der Völker eine unserer Macht entsprechende Stellung zu verschaffen, und mit Recht können wir sagen, daß es ihm gelungen ist, Deutschland zur ersten Nation der Welt zu machen. Unser Verhältniß zu Rußland ist ein erfreulich herzliches geworden, unsere Beziehungen zu Frankreich haben sich wesentlich freundlicher gestaltet, und der Dreibund übt nach wie vor in ausgedehntestem Maße seine Macht zur Erhaltung des Friedens aus. Wir müssen anerkennen, daß unter Kaiser Wilhelms bisheriger Regierung das Reich gut aufgehoben war und können nur aus vo"em Herzen wünschen, daß Gott in bisheriger Weise weiterhelfen möge. Mannichfache Erinnerungen knüpfen sich für unsere Vaterstadt an die Junitage des Jahres 1888. Das seit tret Jahrzehnten hier garnisonirende 2. Großh. Infanterie- Regiment No. 116 rüstete sich damals zur Feier seines 75jährigen Bestehens. Es war Parade für den 17. Juni vorgesehen, an welcher Großherzog Ludwig IV. in Begleitung des Erbgroßherzogs Ernst Ludwig und der Prinzen Heinrich und Alexander theilnehmen wollte. Die viuwohner trafen Vorbereitungen zum Schmücken der Häuser, nm dadurch mit den hohen Gästen das Regiment „Groß- präsentirtem Gewehr brachte Herr Oberst v. Madai die Tagesbefehle Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs unb Sr. Majestät des Kaisers zur Kenntniß des Regiments. Der erste Befehl besagt, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog, einem Wunsche Sr. Majestät des Kaisers entsprechend, dem Regiment Haarbüsche verliehen habe; der zweite, derjenige des Kaisers, beglückwünscht das 116. Regiment zu dieser Auszeichnung und drückt die Hoffnung aus, daß das Regiment allezeit sich dieser Ehre bewußt sein werde.—HerrOberft v. Madai wies in seiner Ansprache auf die Worte hin, die Se. Königl. Hoheit der Großherzog aus Anlaß der am 18. Januar d. I. erfolgten Verleihung von Fahnenbändern an Se. Majestät den Kaiser gerichtet: daß das Regiment keine höhere Aufgabe kenne als die, allezeit bereit zu fein, einzustehen für des Reiches Herrlichkeit. Heute wolle das Regiment aufs neue Treue und Anhänglichkeit an Kaiser und Reich geloben. Das Regiment wolle auch des Tags gedenken, an dem vor zehn Jahren Se. Majestät Kaiser Wilhelm den Thron seiner Väter bestiegen , auf dem er in angestammter Hohenzollerntreue seines Amtes waltet, Gott erhalte und behüte das Leben Seiner Majestät noch lange Jahre. Se. Majestät der Kaiser, unser erhabener Chef, und Se. Königl. Hoheit der Großherzog und sein Haus: „Hurrah!" Nach dem Abreiten der Front fand zweimaliger Parademarsch statt, worauf die Truppen unter klingendem Spiel in die Kasernen abrückten. — Die Haarbüsche der Offiziere und Mannschaften haben schwarze, die der Musiker und Spielleute rothe Farbe. ZumKegierungsjubiläuml des 'Kaisers. Von größeren Festlichkeiten aus Anlaß des 10jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers ist auf dessen besonderen Wunsch Abstand genommen worden. „Bis hierher hat uns Gott geholfen und wird auch noch weiter helfen", mit diesen Worten soll Kaiser Wilhelm jede Feierlichkeit abgelehnt haben. Dieser Ausspruch ist so recht geeignet, den Inhalt der Regierungszeit Wilhelms II. zusammenzufassen. Es war ein für Deutschlands Geschichte ungemein ereignißreiches Jahr, in welchem Wilhelm II. die Zügel der Regierung ergriff. Der Begründer des neuen deutschen Reiches war dahingeschieden, hochbetagt, aber darum doch schmerzlich vermißt. Ganz Deutschland stand unter dem Eindrücke dieses Verlustes, der um so größer war, als der Erbe des Kaiserthrons, der ritterliche Sohn des alten Heldenkaisers todtkrank außerhalb der deutschen Grenzen weilte und aller menschlichen Voraussetzung nach nur kurze Zeit die Regierung führen konnte. Ein einiges Deutschland ohne Wilhelm I. schien den Meisten so unfaßlich, daß von ihnen dessen Hinscheiden als ein nationales Unglück angesehen wurde. Aber das Reich war festgefügt, an seinem Bau hatten Arbeiter mitgewirkt, die ein Werk schaffen wollten für die Ewigkeit und es nicht auf sandigem Boden errichteten, sondern auf einem Fels, der Jahrhunderte und Jahrtausende Stand halten sollte. Wohl war der Verlust, den Deutschland mit dem Tode Wilhelms I. erlitten, schmerzlich, und so manche bange Sorge machte sich geltend, wohl trübte das frühe Hinscheiden Kaiser Friedrichs unfern Blick und stimmte das ganze deutsche Volk wchmüthig, aber noch war ja ein Sproß des edlen Zollerngeschlechtes vorhanden, dem die Sorge für das Wohl und Wehe Deutschlands anvertraut werden konnte. Eine schwere Bürde übernahm Wilhelm II., als er am 15. Juni 1888 nach dem Heimgang seines Vaters die Regierung antrat. Erst seit der Erkrankung des Letzteren war er in die größere Oeffentlichkeit getreten, bis dahin schien er ganz in seinen militärischen Pflichten aufzugehen. Gerade diese seine Vorliebe für das Militär erfüllte damals weite Kreise mit einem ge- wiffen Bangen; man schrieb dem jungen Kaiser Lust zum Dreinhauen zu und befürchtete, daß bei der ersten sich darbietenden Gelegenheit Conflicte mit dem Auslande entstehen könnten. Wie sehr man sich damit in einem Jrr- thum befunden hat, lehrt uns die verflossene zehnjährige Regierungszeit des Kaisers. Gerade, daß er sein ganzes Können, seinen weitreichenden mächtigen Einfluß auf- itlitrünto 87. geboten hat, um Europa den Frieden zu erhalten, ist das I Helm II. im Laufe größte Verdienst, welches alle Welt unserem Kaiser mit gethan, hatte natürlich auch unser 116. Regiment theil; würdiges Glied des Heeres ist. Mannichfach sind die Auszeichnungen , die dem Regiment zu Theil wurden. Am 20. August 1891 wurden dem Regiment neue Fahnentücher verliehen und ihm vom Großherzog Ludwig IV. auf dem Gießener Exerzierplätze persönlich überreicht. Die Verleihung geschah unter folgendem Tagesbefehl: „Ich will den Bataillonen meiner Infanterie-Regimenter neue Fahnentücher verleihen. Soldaten! Die nahezu 1OO Jahre, in welchen Eure Fahnen Allen Unbilden der Witterung in Krieg und Frieden ausgesetzt gewesen, die Vorkommnisse der ruhmreichen Feldzüge haben die Fahnen, die Symbole der Treue und Tapferkeit, ihres Tuches fast gänzlich beraubt. Nur neu geschmückt erhaltet Ihr Eure alten Fahnen nun zurück, bewahrt sie, getreu dem ihnen geleisteten Fahneneid, vor Schande, führt sie nur zu Ruhm und Sieg mit der alten Hessentreue, die sich in diesen Augusttagen vor 21 Jahren so glänzend bewährte. In guten wie in bösen Tagen, im Frieden wie im Kriege Mir und unserem Hessenlande treu, stehen wir gemeinsam fest zu unserem Allerhöchsten Kriegsherrn, Se. Majestät dem Kaiser und König." Als ein Jahr später das Regiment zu den großen Corpsmannövern bei Cassel ausrückte, stand ihm eine neue Auszeichnung bevor. Unterm 13. September wurde folgender Tagesbefehl an das Regiment gerichtet: „Regiment No. 116. Oberzwehren! Ich setze hierdurch das Regiment davon in Kenntniß, daß Seine Königl. Hoheit der Großherzog Mir heute, als an Höchstseinem Geburtstag, die Stellung eines Chefs des Regiments angetragen, und Ich mich bewogen gefunden habe, dieselbe anzunehmen. Ich freue mich, gerade an diesem Tage in eine nähere Verbindung mit dem tapferen Regiment zu treten, das die ehrenvollen Traditionen bei Gravelotte und Orleans in treuer und erfolgreicher Fried^nsarbeit zu erhalten gewußt hat. Cassel, 12. September 1891. gez. Wilhelm. Das Regiment „Großherzog" führte von diesem Tage die Bezeichnung „Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm" und erhielt einige Wochen später an Stelle der Regimentsnummer den Namenszug des Kaisers auf den Achselklappen. Am Geburtstage des Großherzogs Ludwig IV. (12. September) erfolgte dessen Ernennung zum Generalobersten, die hessischen Truppen aber wurden noch dadurch geehrt, daß der Kaiser persönlich für den Tag die Parole bestimmte, sie lautete: „Bois de la Gusse“. Der an Ehrenbezeugungen so bedeutungsvolle Geburtstag Großherzogs Ludwig IV. war leider der letzte, der den Großherzog inmitten seiner Hessen sah. Schon im folgenden Frühjahr senkten sich die neuen Fahnen vor dem Sarge des von seinen Truppen wie von seinem Volke gleich geliebten Fürsten und Feldherrn. — Auch der erhabene Nachfolger Ludwigs IV., Großherzog Ernst Ludwig, theilt sich mit seinem kaiserlichen Vetter in die Fürsorge für seine Truppen, und neue Auszeichnungen wurden unferm Regiment zu Theil. Der Kaiser übersandte dem Regiment sein in Lebensgröße gehaltenes Bild, das Se. Majestät in der Uniform des 116. Regiments darstellt. Zu Anfang dieses Jahres folgte eine neue kaiserliche Anerkennung , indem Se. Majestät unter dem Ausdrucke der Anerkennung für die vorzüglichen Leistungen des Regiments während des Kaiser-Manövers demselben Fahnenbänder verlieh und als eine besondere Auszeichnung ist es wohl zu betrachten, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog dem Regiment heute die bereits bei sämmtlichen Garde- und Leibregimentern geführten Haarbüsche als Helmzier verlieh. K”#'” 8’/, 111,.. whrle rel). " "W* linem otnjfl Garten Mitt, ftetj «hin md bioetl, !» itber immer. Nezugsprei- viertcljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 76 Pfß. mit Brmgerloh». Bei Postbezug 2 Mark 60 Pfß. vierteljährlich. „,anzeige* pr®ähTrauerbrief6 S**etc' •w”* jchulstra5" Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Fernsprecher Nr. 61. 66.15 66-1« 28® Zur Reichstagstvahlbeweguug. Lich, den 14. Juni 1898. Sonntag Abend fand in bem Saale des Herrn Heiland bi Lich eine von dem liberalen Wahlausschuß einberufene zahlreich besuchte Wählerversammlung statt. Nachdem die Versammlung durch den Vorsitzenden, Herrn Bürgermeister Heller eröffnet worden war, entwickelte der Candidat der vereinigten liberalen Parteien, Herr Dr. Frank sein Programm. Seine ruhigen sachlichen, von echt liberalem Geiste durchdrungenen Ausführungen wurden von der großen Mehrheit der Anwesenden mit Beifall ausgenommen, sein Hinweis, daß es ihm zur besonderen Ehre gereiche, in der Stadt Lich, in welcher sein Vater als Pfarrer lange Jahre thätig gewesen und er geboren sei, sich als ReichstagScandidat vorstellen zu dürfen und sein zum Schluß abgegebenes Versprechen, daß er im Falle seiner Wahl in der Erfüllung der ihm durch das Mandat auferlegten Pflichten sich bestreben wolle, es seinem Vater gleichzuthun, verfehlten nicht, bei der Zuhörerschaft einen vortrefflichen nachhaltigen Eindruck hervorzurufen. Nachdem Herr Professor Wim men au er von Gießen mit kurzen Worten die Candidatur des Herrn Dr. Frank empfohlen und insbesondere betont hatte, daß es mehr wie je an der Zeit sei, sich von den extremen Richtungen des Antisemitismus und der Sozialdemokratie, die beide mehr oder weniger Sonderinteressen erstreben und den wahren Patriotismus vermissen ließen, abzuwenden, erhielt Herr Rechtsanwalt Dr. Jung aus Gießen das Wort. Derselbe entwickelte in längerer Rede die Bedeutung des wahren und echten Liberalismus, als dessen Vertreter Herr Dr. Frank sich darstelle. Er betonte, daß auch die liberalen Parteien Fehler gemacht haben — wer in menschlichen Verhältnissen mache die nicht — daß er aber als das unvergängliche Verdienst des deutschen liberalen Bürgerthums in Anspruch nehmen dürste, Deutschland zu dem gemacht zu haben, was es ist, zu einem geeinigten, geachteten mächtigen Reiche und diesem Reiche diejenigen liberalen Institutionen verliehen zu haben, welche e» befähigten, unter den Culturnationen der Welt an die allererste Stelle zu rüden. Wenn deßhalb die liberalen Parteien in Gießen, wie auch anderwärts, sich zusammengeschlossen hätten, so sei dies wesentlich der Erkenntniß entsprungen, daß die Angriffe von rechts wie von links sich gerade richteten gegen die so mühsam errungenen liberalen Institutionen und daß deßhalb Jeder, der an der Aufrechterhaltung derselben ein Interesse habe, seine Stimme geben müsse den Vertretern des Liberalis- mus und daß es bet der derzeitigen politischen Constellation als eine Frage untergeordneter Bedeutung angesehen werden müsse, welcher liberalen Fraction der Candidat angehöre. Redner ging sodann dazu über, die Gegencandidaten zu characterisiren und wies zunächst hin auf die Unfähigkeit und Untätigkeit sowohl der ganzen antisemitischen Partei als auch insbesondere des seitherigen Vertreters des Wahlkreises, Herrn Köhler, der bei zahlreichen Beratungen und Abstimmungen allerwichtigster Natur es nicht einmal für der Mühe werth gefunden habe, überhaupt in Berlin anwesend zu sein. Er wies noch darauf hin, daß Herr Köhler sich im Schlepptau der extremen sog. Agrarier befinde, welche angeblich die Interessen der Landwirtschaft, in Wirklichkeit lediglich die Interessen ihres eigenen Geldbeutels vertreten. Dies hätten zur Evidenz bewiesen die neuerlichen Enthüllungen, nach welchen er feststehe, daß die Führer dieser Bewegung ihre Mitglieder geradezu betrogen, indem sie bei Vermittelung von Lieferungen von Thomasmehl und anderen Geschäften, ihren Mitgliedern höhere Preise anrechneten, als sie in Wirklichkeit bezahlen mußten und die Differenz in die eigene Tasche steckten, und das seien dieselben Herren, welche fortgesetzt gegen den Zwischenhandel eiferten und es noch vor Kurzem gewagt hätten, den ganzen Deutschen Kaufmannsstand der Unehrlichkeit zu bezichtigen. Er hoffe, daß endlich den Landwirten die Augen aufgehen und sie erkennen möchten, was sie von einer solchen Führung für ihr eigenes Wohlergehen zu erhoffen hätten. Zur Sozialdemokratie übergehend, provozirte er den anwesenden Candidaten, Herrn Scheidemann, heute einmal den liberalen Mantel, mit dem er sich seinen Wählern gegenüber so gerne schmücke, auszuziehen und auf das eigentliche sozialistische Zukunftsprogramm einzugehen. An Hand eines in der Cosmopolis erschienenen Artikels Liebknechts über den Zukunstsstaat wies er unter dem lebhaften Beifall und anhaltender Heiterkeit der Versammlung nach, daß das ganze Zukunftsprogramm der Sozialdemokratie ein unerreichbares thörichtes Luftgebilde fei. Wie könne man noch mit Leut.n ernsthaft biecutiren, die, wie Liebknecht in dem obenerwähnten Artikel schrieben: »Große Veränderungen wird es allerdings in dem Zukunftsstaat geben. Verschwinden werden die Kasernen, denn wir haben keine Soldaten mehr; und verschwinden werden die Zuchthäuser, denn die Gesellschaft wird sich ohne Verbrecher behelfen." Redner betont, daß sich seine nachfolgenden Worte nicht richteten an solche Phantasten, diese könne nur die Zeit heilen und bezüglich dieser accepttre er den Vorschlag, welchen der Kladderadatsch in seiner neuesten Nummer im Anschluß an Liebknechts ÜrfiLl gemacht habe, man möge von dem Gelds, welche« durch den Wegfall der Kasernen und Zuchthäuser erspart werde, Irrenhäuser bauen, um Leute unterzubringen, die solche Sachen schrieben. Er richte seine Worte vielmehr an Diejenigen, welche, ohne von der Durchführbarkeit de« sozialistischen Programms überzeugt zu sein, doch sozialistisch wählten, weil sie entweder ihrer Unzufriedenheit mit den bestehenden politischen Verhältnissen einen möglichst prägnanten Ausdruck verleihen wollten ober glaubten, ber liberalen Sache auch durch die Wahl eines Sozialisten zu dienen. Beides sei grundfalsch. Die Wahlen seien nicht dazu da, um lediglich unzufriedenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sondern um reale politische Aufgaben zu erfüllen, und die seitherige Thätigkeü ber Sozialdemokratie sei zweifellos eine rein negative? Wie könne man einer Partei seine Stimme geben, die beispielsweise gegen den gesammten Militäretat, ja gegen den ganzen Etat stimme und damit dem Staate das verweigere, was zur Aufrechterhaltung feiner Existenz unbedingt erforderlich fei Auch in sozialpolitischer Hinsicht habe sich diese angeblich arbeiterfreundliche Partei als durchaus unfähig und negativ erwiesen. Er erinnere nur daran, daß die Sozialdemokraten gegen das Arbeiterschutzgesetz, dessen wohlthätige Wirkungen für die Arbeiter über allen Zweifel erhoben seien, gestimmt hätten. Außerdem schade die Sozialdemokratie ungeheuer durch ihre maßlose Ue ertreibung. Eine Opposition, die stets das Ganze negire, könne im Einzelnen eine verständige Wirkung nicht erzielen. Und gerade diese Maßlosigkeit und ihr Cokettiren mit ber Revolution bränge die Regierung in die Wege ber Reaction unb gebe berselben einen willkommenen Vorwanb, bie bürgerliche Freiheit im Allgemeinen zu beschneiben. Er sei ber festen Ueberzeugung, baß wir bie Umsturzvorlage, bie Angriffe auf bie Vereins- unb Versammlungsfreiheit, bie Gefährbung bes Reichswahlrechts unb anbere rsactionäre Projecte ber Regierung, nur zu verbauten haben bem Anwachsen der Sozialbemokratie unb ihrer maßlosen Agitation. Und nicht zum Mindesten schade die Sozialdemokratie, indem sie einen Keil in das Bürgerthum treibe unb künstlich Gegensätze schaffe, bie in Wirklichkeit nicht bestehen unb bie ein friedliches Zusammenwirken von Arbeitgeber unb Arbeitnehmer, bas allein auch im wohlverstanbenen Interesse ber letzteren liege, immer schwieriger mache. Wer es deßhalb wohlmeine mit dem Vaterlande, wohl- meine mit der Freiheit und den freiheitlichen Institutionen, der dürfe seine Stimme nicht geben einem Sozialdemokraten. Nach diesen von den lebhaftesten Beifallskundgebungen ber Versammlung begleiteten Ausführungen erhielt ber Canbibat ber sozialdemokratischen Partei, Herr Redacleur Scheidemann das Wort, um in der bekannten Art unb Weise auf bie liberalen Parteien zu schimpfen. Er ging soweit, einen in seiner Nähe sitzenben Herren, ber ihm nicht bas Minbeste gethan hatte, persönlich unter Namensnennung zu insultiren, was ihm eine verbiente Zurechtweisung bes Vorsitzenben eintrug und ihn nöthigte, nach- träglich zu revociren und um Entschuldigung zu bitten. Sachlich stand seine Rede auf dem Niveau der gewerbs- mäßigen sozialistischen Agitatoren, welche während der Wahlbewegung die Gegend überfluthen und dasselbe Berschen gut eingepaukt haben und enthielt zum allergrößten Theile Dinge, die mit den schwebenden politischen Fragen auch nicht den entferntesten Zusammenhang haben. Es fehlte selbstverständlich nicht die namentliche Nennung eines reichen Gießener Fabrikanten, der angeblich mit seinen Arbeitern nicht ganz correct verfahren sein soll, es fehlte nicht das sächsische Landtagswahlrecht, bas die dortigen Nationalliberalen verschlechtert haben sollen, es fehlte nicht die „geistreiche Variation der „Kuddel-Muddelpartei". Vergessen wurden diesmal offenbar aus Versehen die Kieler Stadtverordnetenwahlen. Als aus der Versammlung die Rufe „zur Sache" sich zu oft wiederholten und Rechtsanwalt Dr. Jung durch einen Zwischenruf an den Zukunftsstaat erinnerte, erkürte Herr Scheidemann wahrheitswidrig, das sozialdemokratische Programm enthalte hierüber gar Nichts, das sei persönliche Liebhaberei des Herrn Liebknecht, dessen Autorität er nicht anerkenne. Der Zukunftsstaat würde Übrigens von selbst aus dem jetzigen capitaliftifchen Staat herauswachsen, was ihm einen Zwischenruf dahin eintrug: „Wenn ber sozialistische Staat von selbst wach'e, brauche man bie ganze Sozialbemokratie erst recht nicht." Neben vielen lebhaften Protestkunbgebungen au« ber Versammlung erregten die Ausführungen des Redners nur Beifall an einigen Tischen, deren Besetzung sich durch eine iolche Jugendlichkeit auszeichnete, daß man ruhig eine Wette darauf hätte riskiren können, daß die Mehrzahl das wahl- mündige Alter noch nicht erreicht habe. Diese Anhängerschaft des Herrn Scheidemann trat sodann auf die Höhe ihrer politischen Bedeutung, als Herr Dr. Jung zur Erwiderung das Wort erhielt, indem sie durch wüstes Schreien und Randaliren dessen Ausführungen unmöglich zu machen suchte. Trotzdem gelang es demselben, durch einige kräftige Sätze das wüste Geschrei zu übertönen und die Bedeutung«- unb Inhaltslosigkeit der Scheidemann'schen Ausführungen festzunageln. Er wies auch insbesondere hin auf den unanständigen verhetzenden Ton, ben ber Rebacteur ber Mitteldeutschen SonntagSzeitung, Herr Scheibemann in ben politischen Kamps eingeführt habe unb ber im umgekehrten Verhältniß stehe zu seiner sachlichen Leistungsfähigkeit. Dies sei auch allein ber Grunb, weßhalb man ihm in Gießen bie früher bereitwilligst gewahrte Discusfion entzogen habe. Als sich hierauf das Geschrei ber jugenblichen Anhängerschaft bes Herrn Scheibemann immer mehl verstärkte, brach ber Redner seine Ausführungen ab und rief nur noch zum Schlüsse unter dem Jubel oes älteren anständigen TheilS der Zuhörerschaft den Sozialdemokraten zu: „Schreien Sie nur recht laut, besser können Sie Ihre Sache nicht verderben und sonst können Sie ja doch nichts." Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr schloß sodann die Versammlung mit einem Hoch auf das Vaterland, unb es ist nur noch bemerkenswerth, baß bie Herren Sozialbemokraten bei biesem Hoch entweder fitzen blieben oder eiligst den Saal verließen und daß die zurückbleibenden an Stelle dessen ein Hoch auf die internationale „Sozialdemokratie" ausbrachten. Dies veranlaßte Henn Rechts anwalt Dr. Jung noch, ihnen zuzurufen: „Mit Leuten, die auf ein Hoch auf da« Vaterland nicht einzustimmen vermöchten, könne man nur Mitleid haben. Dieser Verlauf der Versammlung, wie er sich für einen ruhigem objettiven Beobachter wahrheitsgetreu abgespielt hat und dessen Ergebniß eine zweifellose rednerische und sachliche Niederlage des sozialdemokratischen Candidaten Henn Scheidemann darstellte, wird nun in ber „Hessischen Sanbesieitung* in einer Weise entstellt und in das Gegenthril verkehrt, daß man nun nicht weiß, ob man mehr die Dreistigkeit der Ge- währsmänner dieser Zeitung in der Entstellung der Wahrheit oder ihre absolute Unfähigkeit in der Beurteilung politischer Dinge bewundern soll. Den urteilsfähigen Bewohnern LichS, welche der 8er» samrnlung anwohnten und die durch ihre warme Begrüßung der liberalen Redner nach Schluß der Versammlung ihre» Sympathien Ausdruck verliehen, hat die Versammlung jedenfalls Gelegenheit gegeben, wahrzunehmen, auf welcher Seite patriotische« Gefühl, Anstand und politische Sachkenntniß zu finden ist. Deutsches Reich. Darmstadt, 14. Juni. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin sind heute Mittag 12 Uhr 12 Min. in erwünschtem Wohlsein aut Laxenburg hierher zurückgekehrt. Im Gefolge befanden fich die Schlüssel- dawe Freiia v. Granch und Oberstallmeister Freiherr v. Riedesel. Ausland. Madrid, 14. Juni. Die Königin-Regentin hat bereit! . das Decrer unterzeichnet, welche« die SnSpendirung ber - Tagung der Corte« anordnet. Sobald da« Budget angenommen ist, wird Sagasta von diesem Decrer Gebrauch machen und die Demission de« Cabinei« eiureichen. Dem neuen Cabinet soll al« Hauptaufgabe zufallen, den Frieden mit Amerika wieder herzustellen und für Ordnung im Innern de« Laude« zu sorgen. Die Mitglieder de« neuen Sabinen werden au« allen Parteien genommen werden. Madrid, 14. Juul. Ein Telegramm an« Havanna meldet, daß die Lage fich dort gebessert habe. Au« Santiago ist Marschall Bianco verständigt worden, Admiral Cervera werde, da die Nachricht eingetroffen war, daß Sampson« Geschwader wenig Munition habe, diese« angreifen und ein Gefecht auf offener See herbeiführen NewPork, 14. Juni. Nach einer Meldung au« Cai- man eia haben die Amerikaner ihre dortige Stellung wieder bezogen, weil die Berstärkung au«geblteben war unt größere spanische Trnppenmaffeu tn der Nahe find. Dat Feldlager ist ganz in die Nähe de« Hafen« verlegt worden, von wo e« durch die Kriegsschiffe wirksam geschützt werden kann. Die am Hafen gelegenen Hügel werden von amexu kanischen Marine-Soldaten noch beicht gehalten. Washington, 14. Juni. Mac Kinley unterzeichoete gestern da« Decret zur Deckung der Kriegskosten. Der Ftnanzminister veröffentlicht eine Bekanntmachung betreff« der Emisfion einer neuen Anleihe. Bnenol-Ayrel. 14. Juni. Die Regierung von Paraguay hat eine Untersuchung ungeordnet über da« Verbleiben bei amerikanischen Kriegsschiffe« „Temarara". Havanna, 13. Juni. Ein spanische« Kanonen- boot ist au« Cardena« hier eingetroffen, ohne von amerikanischen Schiffen angegriffen worden zu fein. UeSkueb, 14 Juni. In Sera na wüihet ein heftiger Kampf zwischen orthodoxen Christen und Albanesen. Zehn Albanesen wurden getödtet. Die Albanesen riefen die Aruauten von Ipek und Gnfiuje zu Hilfe. In dem letztere Orte verweigerten die Localbehörden die An«folgung via Munition an die Albanesen, worauf diese den Konak angriffen. Die Lage wird al« ernst bezeichnet. Man führt den Au«bruch der Feindseligkeiten auf montenegrinische Eingriff! zurück. ___________________________________ Locales und provinzielles. Gießen, 15. Juni 1898. • • Ernennungen. Se. Kgl. Hoheit der Großherzig haben Allergnädigst geruht, am 10. l. Mt«. die Forstasscfforen Karl Bon Hard au« Offenbach, Wilhelm Zeh an« Rieder Ramstadt, Hugo Ouvrier au« Vilbel, Johanne« Mann au« Wonsheim, den Ministertalfecretär bei dem Ministerin» der Finanzen Karl Frhrn. Schenk von Sch mitt bürg, die Forstassrssoren Wilhelm Heim bürg au« Pfeddersheim Richard Schlich au« Gladenbach, Berthold Walter auß Gadernheim, Hermann Wiener au« Darmstadt unb Wilhelm Schlag au« Hansen zu Forstaffisteuten zu ernennen; ben Hauptsteueramt-affistemen bei dem Hauptsteueramte Mainz, Anton Wicken Höfer, sowie den Steueramtlcontroleur bei dem Steueramte Bensheim, Philipp Weiß, zum RevifiouS- controlrur bei dem Hauptsteueramte Worm« bez«. Offenback zu ernennen; ben Geometer 1. Klosse Jakob Hiem enz aus Hofheim (Kreis Bensheim) zum RevifionSgeometer bei de» Katasteramte zn ernennen. • • Bnl dem Ministerium. Se. Kgl. Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 9. Juni den mü ben Verrichtungen eines BorstaubeS beS Ministeriums bei Justiz beauftragten Ministerialdirektor Dr. Emil Dittmor zum Präfidenten be« Ministerium« der Justiz zu ernennen * * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß' Herzog haben Allergnädigst geruht, am 21. Mai be» Christian Diu gelb eh zu Jugenheim a. d. B. da« Wj gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit' zu verleihen. Bon der Unieeifliit. In dem neuen Staatsbudget ist eine besondere Vertretung der darstellenden Geo metrie an der LandeS-Univerfität vorgesehen. Den Lehr auftrag für dieses Fach hat Herr Privatdocevt Dr. Haußoer erhalten. 7.S i'Ä' 5$?»' E3-* sr..”' ..Ritn. diel? K"°- * |.l- 8«1"' ' tic meiften M d«.!--1** tarn all WbQ ttitn opulenten Qanbtrl $n)el. Zu der Sonntag haben 650 stadsahrern Kttinß-Srnppkv «aisahrtt-Band stiftet- Die »r U1 12 Uhr Nk »tdintopL sieht. Die cor Sonntag 8onnl ” «lle R wähl mägen t Heren: Nach b 10 Uhr Boemlt ichloffen; währet Sahl statt. Sn dar, baß nach 6 fcörfen; el ist di btt vahlptüsung nach bie viel bet in öatjllocale z' nach 6 Uhr noch Alibi ist zur B gegrenzte Sahib Wahlbezirke und turnt gemacht, fjnntmad) ungen Locale er zu wc der Miitagspaus 4-6 Uhr, ein stehen bürste, Io eist got baran, ü b techtigteu, welch ii N ihrer W bie Stunden von < S vttdk ^rigjli besorg tyltili ’itfatr Mt 3 . *»» n, -Mfltifi Ireilag ö Mmitt ™ lldler iu Gich Mn Äaarzah < Öobelbänle, 2 - Leisel, 1 @|a; !*), 2 fic Mobilien, bin. Überzieher, Vers bw. Inh., i 5 'Solbidimutf uh ferner: 61/, Huh Portemonnai m auftrage des Z'eßen noch Saqueis unb W1 Berste ■tet1 fort! Hofthc werden. ____ He JSÄi? ’f’kiinÄ® Ä •Misj °> bteS5*9 h° i6”‘n, ™ J” l"9* ®JWb h.h.d„ lh lJ*?N im $1«, Sn‘"M «isw vbn»«IiHn z,^ ,Diihi-Ätgmtlii hrt bnti 1 fcle 6a6. 8*1, Uhr Emil Bender, ZchMaße 5. Gebr. Adami. Hch. Arnold. PH. Bauer. Benner Sf Krumm. Hch. Becker. Hch. Bellos II. Carl Bieler. E Dort. C. Cichmann. Cmil Fischbach. Adols Geisse. Ioh. Seeger. C. Fr. Temmler. Robert Stuhl. Aug. Voigt Wwe. Hch. Wallach. A. Sk G. Walleusels. Christ. WallenselS. Gustav Walter. Wilh. Haas. Heinrich Hahn. Jacob Häuser. Rob. Hecker. Georg Herbordt. Ph. Herrmann. H. E. Jughardt. L. Kalkhos Wwe. Gg. Kinkel. A. Kinzenbach. A. Koch Nachfl. 607z] (Jute Speisekartoffeln zu haben. Bahnhofstr. 59, im Laden. Lndw. Kohlermann Wwe. Fr. Kühnhold. Wilh. Kurz. Fr. Leo Nachfl. (C. Herber). Peter Leppla. Ludw. Loth. Cberh. Metzger. Gebr. Michel. Gg. Möhl. Wilh. Montanus Wwe. H. F. Nassauer. Hebet rioe: L. Cerrbetlt. — >rud und »erleg ter vrützl scheu Uni»erfit4t*.«ut$- und Stembruderei (Pietsch Erben) m »ieß«. J)te heutige Äummer umfaßt 12 Sette», Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in dem Hause Schulstraste 5 ein Seifen-, Parfümerie- u. Bürstengeschäft eröffnet habe. 6053 Es wird mein stetes Bestreben sein, meine geehrten Kunden durch gute Waare und reelle Preise zufrieden zu stellen. Einem regen Zuspruch entgegensehend, zeichne 6053 Achtungsvoll August Noll II. Cmil Crbig. Wilh. Pseiscr. C Roth II. I. M. Rühl Wwe. R. Schlabach Nachfl. Wilhelm Schomber. I. M. Schulhos. Carl Schulze. Carl Schwaab. PH. Schwager. 60621 Ein halber Morgen Ken- und (ürnmmdgrnfi nahe der Stadt gelegen, zu verkaufen. tfarl Lenz Wwe., Neustadt 1. 6973] Heu und Grummetgras von zwei Wielen im Hegstrauch zu verpachten. Jt- Malkomefiuo, Neuenweg 27. 6051] Kornstroh verkauft Karl Euler, Hammstr. Internationale Hunde-Ausftellung Gießen. Die Vorführung der Sanitätshnnde findet Sonntag, 19. statt. Das Mitbriugcu von Hunden in die Ausftellnngs localitäteu ist strengstens untersagt. NB. Gegen Bor^iguna ihrer Mitgliedskarten pro 1898 haben bi« W glieder des Vereins zur Züchtung reiner Hunderaffen freien Zutritt ju w Festlichkeiten dooooo OOOOO OOOO OO oooooooo? Der Gesammtauflage der heutigen Nummer liegt ein Wahl 4» - • V- ZT-___LA -1___k.a C. -__— TA. Ct r n n f köt (Rllril1 m |i*ner <* xm btijelifl1- jkWdiin- tp M’1 der für da Namen der S r m e i n d 1 illbtt..... 2 illlenbari o. b. Lal 3 «llmdors a. d. Lw 4 Slleilshausin . 5 Mbn Luseck. . 6 ünnnob . . . 7 Belleeiheim. . 8 Bellnshain . . 5 - 5 L - 3 J Q 9 10 öergheim. Lertrod . 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 Sellenhausen. . Htutrn . . . . Hirtin . . . . öuikhiabSsilbm . 6Umbad) . . . , Daubiingm . . DsisiM. . . Sdnstadl mit Ain Ellingshausen . Kelbheim. . . Äirdenlelch . , Gllihiusen. . Göbelnrod . Elohui-öuleck . Sl°8cn-Llnbtn. Srünbng. . @rünlngcn . hireach . . vaüemob. . vaulta. . . ' Heuchelheim . yohheim. Vungen . . 3nbtiben . . Kesselbach. . Klcm-Llnden Langd . . "«ng.Gönz ' eangtdms . UUltt . . ^gestern . h h cm dorsiehe Ä“1’ Bttacrtapi Die Pu Ttkhk $ btn ] ein S'i: