Nr. 138 Drittes Blatt. Donnerstag den 16. Juni 1S9S Orsch-lnt täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A«mitienötL1ter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohw Bei Postbezpg 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinende» Nummer bis Vorm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen.VerminlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgege». Zlnrts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Redaeticm, Expedition und Druckerei: Schufstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietze». Fernsprekbrr Nr. 51. Zur Lage in Oesterreich. Nach ganz kurzer Tagung ist der österreichische Reich-- rath wieder nach Hause geschickt roorbcn. Die Regierung hat eingeseheu, daß eia Zusammenhalten de- Parlament- unnütz ist, da von einer frnchibrtugeuden Tätigkeit keine R'd: fein kann. Aus beiden Setten — sowohl bet der Regierung wie bet der Oppofitton — hä t mau bartnäck g an dem einmal etngenommenea Standpunkte fest- Niemand will «achgeden. Die Opposition verlangt, daß vor jeder gesetzgeberischen Thätigkett die Badent'schen Sprachruverordnungen aufgehoben werden sollen, während die Regierung sich hierzu nicht zwingen laffen will. Man konnte daher schon längst vorauSsehen, daß eine Vertagung de- Parlament- eintreten würde, inlbesondere nach den Debatten der vorigen Woche galt e- als sicher, daß eine Weitertagunq keinen Zlrrck mehr haben könne. Ministerpräsident Graf Thun hat noch nicht einmal die Interpellation wegen der Grazer Vorgänge beantworten können, was für die Regierung vielleicht gar nicht einmal so unerwünscht ist, da sie sich von einer gewissen Schuld u.cht fretsprechrn kann. Daß die Deutschen in Graz in empörendster Weise provocirt worden find, vermag Niemand zu leugnen, und die Regierung hätte jedenfalls bei der Besprechung der Interpellation im Abgeordnetenhause einen gewaltigen Ansturm zu bestehen gehabt. Sie wag auch im Laufe der letzten Wochen eingeseheu haben, daß die Opposition der Deutschen unüberwindlich ist, daß e- auf diesem Wege nicht weiter geht. AuS diesem Grunde wird die Vertagung deS Reich-rathS erfolgt fein, um in der Zwischenzeit volle Klarheit über da- künftig zu beobachtende Verhalten zu erlangen. Wozu wird sich nun die Regierung entscheiden? ES find eigentlich nur zwei Wege vorhanden. Die Aufhebung der Gprachenverordnungen oder die Aufhebung der Verfassung. Die erstere würde der Regierung den Zorn der Ezecheo zuziehen und sie also au- dem Regen unter die Traufe bringen. Aber man muß dabet berücksichtigen, daß jener Erlaß der Sprachenverordnungen eine Ungerechtigkeit und eine Vergewaltigung der Deutschen bedeutete, die unbedingt wieder gutgemacht werden muß. Man darf auch annehmen, daß die jetzige Regierung gar nicht daran denkt, jene Verordnungen aufrecht zu erhalten, daß sie vielmehr nur einen günstigen Zeitpunkt für die Aufhebung abwarten will. Nur übersieht sie, daß die Erbitterung mit jedem Tage zunimmt, und daß die Hoffnung, mit der Zeit könnte eine Milderung der Gegensätze ehrnten, sich als trügerisch bereits erwiesen hat und sich auch jederzeit erweisen wird. Ehe man in Oesterreich zu einer Aufhebung der Verfassung schreitet, dürste man doch den Deutschen lieber ent« gegenkommeu. Schon jetzt sind die Leidenschaften aus da- Aeußerfte erregt, wie noch in den letzten Tagen die Ereig» n sse in Brünn gezeigt haben, und eia Staate stretch würde diese Erregung noch weiter anfachen und den Staat in eine große Gefahr bringen. Ob Graf Thun einem solchen Gewaltacte zustimmen würde, erscheint ebenfalls sehr fraglich. Jedenfalls steht das Jublläom^jahr unter einem bösen Stern- hoffentlich bestätigen sich die Hoffnungen, daß die Vertagung de- Reichsrath-, wenn auch nur für kurze Zeit, eine Beruhigung herbeiführen wird. (xx) Locales unb Provinzielles. M. AuS der südlichen Wrtleran, 13. Jant. Obgleich der Wahltag vor der Thüre steht, herrscht bei uns Ruhe aus politischen Gebiete. Am letzten Sonntag zeigten sich social- demokratische Redner in verschiedenen Dörfern, die Versammlungen waren jedoch meisten- schwach besucht, und da- Jntereffe an den Vorträgen war sehr gering. Eine solche Theilaahm- lofigkeit für die Reich-tag-wahlen, wie wir sie diesmal erleben, ist noch nicht dagewesen, seitdem daS neue deutsche Reich besteht. 4- Bad-Salzhausen, 14. Juni. Das vorgestern Nachmittag von der Capelle des 5*nf.-Regt-. „Kaiser Wilhelm" Gießen im hiesigen Kurpark ausgeführte Militärconcert war sehr gut besucht und erntete reichlichen Beifall. — Nächsten Montag Nachmittag kommen zwei schön gelegene Baupl ätze dahier, an der Straße Berstadt—Nidda, durch die Babk- direction zur öffentlichen Versteigerung. E. Eichelsdorf, 13 Juni. Wiederholt wurde In Ihrer Zeitung daraus hingewiesen, daß der Vogel-berg hervorrogende Forstproducte liefere. Darunter sind die Gräser, die auf Blößen, Schneisen und Waldwiesen wachsen, besonders zu nennen. Diese Gräser: Honiggras, Knaulgras, Ruchgras, Schmiele und viele andere, liefern ausgezeichneten Damen, der hoch bezahlt wird. Unsere Vogelsberger Land-leute find jedoch schwer zum Begreifen neuer Erwerbsquellen zu bringen. Darum ist ein unternehmender Geschäftsmann von Rimhorn, im östlichen Odenwalde, weit hinter Darmstadt gelegen, gekommen und hat die GraSsamenernte im hiefigen Reviere um ca. 1200 Mk. gesteigert. Trotz großer Reisekosten, Ernte- und Tran-portauSlagen, die bei nn- viel unbedeutender find al- in Starkenburg, gedenkt der Uvlernehmer noch ein Geschäft zu machen. Um so günstiger müfcte daS Ergebniß für einheimische Unternehmer ausfallen, wenn fie die Sache begreifen wollten. ES handelt fich hierbei nicht bloß um die Obersörsterei EichelSdorf, sondern auch um Nidda, Schotten, Ortenberg. Grebenhain uno Feldkrücken, mithin ist ein schöner Posten Geld zu verdienen. Ist Niemand da, der hier den Muth besitzt, einzugreifen? -k- AuS Starkenburg, 13. Juni. Schon seit Jahren hat man Damen tm Telegraphen. und in neuerer Zeit auch im Postdienste verwandt. Kürz ich laS man in den Blattern, daß eine Dame in der Nähe von Rothenburg al- Secretär im Bürgermeistereibureau angestellt worden wäre. Unsere hessische höhere Forstverwaltung, die bekanntlich Vorzügliche- leistet, ist noch einen Schritt weiter gegangen, sie hat Damen im Forstdienste verwandt und wie eS scheint mit entschiedenem Erfolge. Die Schreibereien haben bei den Oberförstern einen so riesigen Umsang angenommen, daß fie nicht mehr zu bewältigen find, wenn der Wald nicht darunter leiden soll. Darum find den Oberförstern mehrere hundert Mark, irren wir nicht bi- zu 600 Mk., für Schreib- Hülse zur Bersügung gestellt worden. Diese Schreibhülfe darf auch von Damen, die eine schöne Handschrift haben und Gewandtheit im Bureauwesen befitzen, geleistet werden. Solche, die BuchführungScurse mitgemacht, Beamtentöchter, die bei ihrem Vater häufig Schreibereien besorgten, eignen fich besonders dazu. Die oberste Forstverwaltung hat auch Fürsorge hinsichtlich der JnvaliditätS-, Alters- und Krankenversicherung getroffen; mit den Damen — auch mit Gehilfen männlichen Geschlecht« — müssen regelrechte Verträge abgeschlossen werden, und die Entlassung erfolgt nicht ohne Weitere-, sondern erst nach Berichterstattung an die oberste Behörde, die zu prüfen und za entscheiden hat. DaS neun» zehnte Jahrhundert hat schon manche- Eigenartige gebracht, Damen im Fvistd enste find eine seltene, jedensallS aber zweckmäßige Erscheinung. A Mainz. 14. Joni. Der von sozialdemokratischer ( Seite tn der hiesigen Stadtver ordnetenversammlung gestellte Anfag, mir Rücksicht auf die hohen Getreidepretse vorübergehend da- städtische Oct rot auf Leben-mittel auf- , zuheben, wurde von dem Finanzausschuß ab gelehnt und ! zwar mit der Begründung, daß die Weizenpretse und dem- entsprechend auch die anderen Fruchtgat ungen wieder im Rückgang begriffen sind. Außerdem war für den Finanzausschuß bestimmend, daa sich ein Einnahmeausfall für die Stadtkaffe von Mk. 255,000 pro Jahr ergeben würde, wofür ein Ersatz nur durch Erhöhung der birccten Steuern zu schaffen möglich sei. A Bom Rhein, 14. Juni. Die von der Köln-Düffel- dorfer DawpsschtfffahrtSgesellschaft tn Auftrag gegebenen zwei neue Salonboote werden die Namen „Kaiserin Friedrich" und „Kaiserin Augusta Victoria" erhalten. Vermischtes. * Et. Johann, 14. Juni. Im Steinbruch bei Sulz- bach wurden durch Rutschen de- Gestein- drei verheirathete Arbeiter verschüttet. Sie waren sofort tobt. * lieber die geplante Hochschule nach deutschem Muster in Peking urthetlen die „Humb. Nachrichten" mit einem Seitenhieb auf die alten englischen Universitäten: Mit den äußeren Formen einer europäischen Hochschule,, mag da- Muster nun von Rußland, Frankreich, Deutschland oder England entlehnt sein, wird schwerlich etwa- Wesentliche- für Ehiaa erreicht werden, so lange e- im Reich der Mitte an der z. B. in Japan aus dem Gebiete de- höheren Unterricht- herrschenden Strebsamkeit sehlt. Am meisten würde sich noch die verknöcherte Vrrsassung br. beiden älteren englischen Universitäten den chinesiichen Zuständen anpaffen laffen, ' vorausgesetzt, daß überhaupt mit der Reform Ernst gemacht werben soll. • Ein neue- unb anscheinend sehr wirkungsvolles Rost- . fchntzmillel wird neuerdings unter dem Namen „Manno- i cittn" in den Handel gebracht. Da- Internationale Patent- ! bureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, theilt uu» über ' dasselbe folgende- Nähere mit: ES besteht au-einer Mischung besonder- präparirter F tte und ätheliichc. Oele. Letzt-re verdunsten und lassen da« Fett al- dünne Schicht zurück, di nie ranzig wird und welche da- Elsen sehr wirkung-voll gegen die Angriffe der Athmosphärilien, von Seewaffer, Dämpfen von Säuren ober Ammoniak schützt, welche nie erhärtet unb immer elaft ich bleibt. Da- Mittel verhinberr absolut die Bildung von Rostfl cken und erhält dem Metall seine Politur. — Ebenso leicht wie da- Aufträgen kann da- Entfernen der Schicht erfolgen: e- genügt dazu, den Gegenstand mit einem in Terpentin getränkten Lappen abzureiben. — Zam Aufträgen de- Schutzanstriche- bedient man fich eines Pinsels. Die zu behanb^luben Flächen müssen vorher sorgfältig gereinigt werden. Ein Kilogramm der Masse genügt zum Anstreichen von 83 Quadratmeter Metallconstrnction. * eine hmnoristtjche Episode vom Stiftung-fest des Lehr-Infanterie Bataillon- wird dem L. A." mit» getheilt: Ai- der Kaiser mit Gefolge die Tafel entlang ging, an der eS fich die Mannschaften wohlschmecken ließen, blieb er vor einem Angehörigen deS württernbergischev Armetcorp» stehen. „Woher find Sie?" „Au- Ulm an der Donau, Euer Majestät!" war die stramme Antwort. „Wirklich an der Donau?" „Zu Befehl, Euer Majestät!" Der Kaiser fragte weiter: „W-e Heidt denn der große Berg bei Ulm?" „Die Wilhelmsburg!" „Und die anderen Berge, wie heißen die?" „Der Kuhberg und der Gni-berg!" „Nicht zu vergessen den EselSberg!" sagte lachend der Kaiser. „Ich kenne die Menagerie!" Dann schritt er weiter die Reihen entlang. Literatur und Annft. — DaS SpiherrklSppeln. Nachgelass, nes Werk oon Frieda Lipperheide. Wer einmal mit Staunen unb Bewunderung zugesehen, wie durch das scheinbare Spiel geschickter Finger mit zierlichen Fadenfpulen die köstlichsten Spitzen entstehen, bat wohl gefragt, warum eine so edle, so geringen Aufwand von Material und Handwerkszeug erfordernde Handarbeit so wenig von unseren Damen gepflegt wird. Als Antwort erfuhr man dann vielleicht, daß jenes scheinbare Spiel mit den Klöppeln nur auf Grund sehr complicirter, weitläufiger Beschreibungen und Angaben ausgeführt werden kann, wozu sich in unserer raschlebigen Zeit selten die nöthige Geduld und Ausdauer findet. Die erste Lieferung enthält die grundlegende Anleitung zum Klöppeln unb eine Auswahl einfacher, vielfach verwendbarer Spitzen-Einsötze. Den mit trefflicher Klarheit geschriebenen Text erläutern zahlreiche Illustrationen; die Ausstattung ist muster- gilrtg. In der weiteren Folge wird das im Ganzen sechs Lieferungen L 75 Pfg. umfassende Werk die verschiedenen Arten der Klöppelspitze behandeln und vielfache Vorlagen dafür geben; die letzte Lieferung soll von berufener F-der eine kurze Geschichte der Klöppelspitze, ferner da« Partrait der Verfasskrin bringen. Der Bezug des Werkes kann durch alle Buchhandlungen erfolgen. — Die Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, übersendet uns soeben: Aus fremden Zungen, Heft 3/11. Wir erlauben uns, auf diese reichbaltige Halbmonatsschrift — Preis des Jahrganges 12 Mark — wiederholt empfehlend aufmerksam zu machen. Universitäts-Nachrichten. — An der Universität Tübingen ist der Privatdocent der Chirurgie, Dr. Hofmeister, der langjährige Assistent des Professors von Brunns, zum Professor ernannt worden. — Der außerordentliche Professor Dr. Alexander Kilosko wurde zum ordentlichen Professor der gerichtlichen Medizin, Privat- docenl Dr. Julius ©dieff zum außerordentlichen Professor der Zahnheilkunde an der Universität in Wien ernannt. — In München ist der bekannte Historiker Felix Stiebe gestorben. Stiebe, welcher Professor der Geschickte an der technischen Hochschule und Mitglied der Akademie war, wurde 1845 zu Münster in Westfalen geboren und studirte in Breslau, Innsbruck, Berlin und Müncken Geschichte. Er trat 1867 als Mitarbeiter bei der historischen Commission zu Müncken ein und unternahm sodann ausgedehnte Forschungsreisen. 1876 habilitirte er sich an der Münchener Unibersität, wo er 1885 zum ordentlichen Profossor ernannt wurde. Professor Stiebe hat eine Reihe historischer Werke beröffentlicbt. — Als Nachfolger des beworbenen Professors Rappenhöner auf den Lehrstuhl der Dogmatik in der katholisck-theologischen Facultät in Bonn ist der Repetent des Collegium Albertinum Dr. Gerhard Esser berufen worden. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Dankeagungakarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftraße L. Angebot der Arbeitnehmer! r 2 Buchbinder, i Küfer, 1 Maschinen- ob. Fahrradschloffer, 1 Schuhmacher, 2 Taglöhner, 1 Lauffrau, 1 Dienstmädchen, 1 Eornptorift für Buchführung rc. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Buchbinder, 1 Installateur, 1 Krankenwärter, 2—3 Gerber, 1 tücht. Bauschloffer, 2 Schmiede, 4 Schubmacher, 2 Bauschreiner, 1 tücht. Pferdeknecht, 1 erster Hausbursche, 3 tzausburschen, 1 Kutscher, 1 Mann für leichtere Arbeit, 10 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 2 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Putzfrau, 2—3 Lumpensortirerinnen, 2—3 jüng. Taglöhner. WaililtinlllhllilM Wergeöung von Wauaröeiten. Folgende Arbeiten für den Neubau des physikalisch-chemischen Institutes zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden: A. Schlosserarbeit. Loos I. Beschlag von 46 Thüren verschiedener Eisenconstructionen. Loos II. 56 lfdm. Treppengeländer. LooS III. Beschlag von 43 Thüren verschiedener Eisenconstructionen. Loos IV. Beschlag von 39 Thüren verschiedener Eisenconstructionen. Loos V. Beschlag von 35 Thüren verschiedener Eisenconstructionen. B. Weißbiuderarbeit. Loos I. 630 qm Kalkfarbe, 730 qm Leimfarbe, 140 qm Emailfarbe, 1617 qm Oelfarbe rc. Loos II. 150 qm Kalkfarbe, 640 qm Käsefarbe, 1345 qm Leimfarbe, 2511 qm Oelfarbe rc. Loos III. 155 qm Kalkfarbe, 507 qm Käsefarbe, 1550 qm Leimfarbe, 140 qm Emailfarbe, 2307 qm Oelfarbe rc. Loos IV. 490 qm Kalkfarbe, 55 qm Käsefarbe, 820 qm Leim« färbe, 1314 qm Oelfarbe, 617 qm Fußbodenölen rc. C. Stuckarbeit: Unterzüge, Gesimse, Wanddecorationen rc. D. Liefern und Verlegen von 465 qm Linoleum. Angebotsunterlagen können bei uns eingesehen und Angebotsformulare (keine Zeichnungen) gegen Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten mit bezeichnender Aufschrift sind bis zum 4. Juli d. I., dem Eröffnungstermin, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juni 1898. Großh. Baubehörde f. d. Univerfitäts- neubauten. 6050 I. 93.: Becker. FikfekWs-DekdillMg. Die Lieferung von ca. 1285 Ctr. Authracitkohleu (1 und 2. Sorte) 1180 Ctr. gew. Nußkohlen, 650 Ctr. melirte Kohlen, 290 Ctr. Nußcoks, 100 Ctr. Braunkohlen , 100 Ctr. Briketts, 29 Rmtr. Buchen - Scheitholz und 61 Rmtr. Tauueu-Scheit- holz soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Angebote sind bis zum 27. d. M., Nachmittags 5 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Oeffnung derselben stattfindet, verschlossen unter der Aufschrift „Angebot für Brenn- Materialien" bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Die Lieferungsbedingungen können auf unserer Schreibstube (Brandplatz 18) eingesehen oder gegen Erstattung der Abschretbgebühren be- zogen werden. Gießen, den 14. Juni 1898. Großherzogliche akademische Administrations-Commission. In Vertretung des Kanzlers: Dr. Spengel. 6038 Ellipse blunM Aadewannen zu verleihen, sowie in allen Größen vorräthig. 5511 Wiih. Kohlermann, Neustadt 15. Henle und folgende Tage in Eispackung eintreffend. 735 la. Schellfische irr assen Krößen, Kaöliau, Schossen, Zander, Kechte etc., Seehecht im Ausschnitt. Prompter versandt nach avswLrts. J. M. Schulhof, Marktftraße 4 Telephon 119 Nermiethnngen Logis zu vermiethen. 6052 S. Elsoffer, Marktstr. 27. 6054] Der mittlere Stock meines Hauses Diezstratze 10, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör, ist versetzungshalber anderweitig zu ver- miethen. Näheres __C. SpieS, Neuenweg 29. 6059] Kleines Logis zu vermiethen. __________Terrselslustgärtchen 20. 6061] Weserstr. 8 (Eckhaus) ist die von Herrn Dr. Ebel innehabende Wohnung von 5 bis 6 Zimmern mit Balcon, Gartenantheil und Bleichplatz per 1. September oder auch früher zu vermiethen. Näheres Marburgerstr. 83._______ 6064] Stube, Cabinet und Küche zu Vermiethen. Gg. Unverzagt, Kaplansg. 6042] 3. Stock wegen Wegzug bis zum 1. October zu vermiethen. ___________________Ostanlage 31, I. 5018] Einfach möblirtes Zimmer zu vermiethen.__________Müusburg 1. 5733] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _________________Marktftraße 16. Iwei Zimmer, Z am besten für einzelne Person, zu vermiethen.___________Marktplatz 8. 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