er. 5* )ber Auswahl fmidewaaren lb°»dS 8 Uhr. S*®8 bet 6l*& _________ 12028 acht. 1887 50i^ » N Ff e 12200 85.75 101.6» 24 W 98.25 47.9» 1001» 00.0» N.N*d6L W«* CM- 99-0» 1005» 100.J» iüO.i$ ,'««»«*E empell) stet- auf Lag« unb 'gen Preisen berechn«. uogr.-Tchrist re., gen und Reparatnrcu 16 gut ansgeführt. 12058 ft) . Wkn-ten ir. * ic- re 3tü* DecM^r 1898. tflert Silberrente *u** ortugiesen Sfr*60" ., etö »rit^ gOii5 ""189.0! -rr 294 Erstes Blatt. Donnerstag den 1' . December.........Ü8Ä8 Gießener Anzeiger mit vri«H<><) Deutscher Reichstag. 4. kitzmig vom Dienstag be» 1t. December 1898, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: von Goßler, Graf Posa- dowskh. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung des Etats. Abg. Bassermann (natl.) behauptet, daß eine große Unzufriedenheit in weiten «reisen herrsche im Zusammenhänge mit der Nichtaufhebung des verbindungsverbolS für Vereine. Ein Stillstand in der socialen Gesetzgebung sei nicht ein- getreten, das Tempo derselben fei aber ein zu langsames. Au wünschen fei die Errichtung eines besonderen Arbeitsamtes im Reichsamt be« Innern. Die letzten Wahlen hätten eia unverkennbares Anwachsen der Soctaldemokratie gebracht und zwar als Folge der inneren Politik. Zur Unterdrückung der Socialdemokratie genüge der Arbeiierschutz allein auch nicht, es bedürfe weiterer Maßnahmen. Redner plaidirt weiter für einheitlichen Ladenschluß und dafür, daß das (Soalitiooludjt btt «'»etter nk»t jtagtWänti »ube. «tttiff« »er Zuckirfra,« lehnten f«ta« gitunbt «im tlni«id8e «u,hebl»>, bet «u'tuh'P'Svie» ab. I- »et Lippe,4m wanfd)c and) et «in« balbige «ntfdjetbuns be, Bunte,, rathl, btfien Büfiänbigleii ,«et,ell°, fei, Wofern et btt »tage zu entfcheiben habe, ob er zustLndig fet (®to4t Heiterkeit.) I« anbeten Falle -üfi- «an bie Frage a»f. werfen, ob nicht eine Reich,instem, »öthig fei für «treii achen .wischen Bunte,fürsten, «eiter hllt «ebner tatetnailocaie Vereinbarungen zur «»«ehr be, Anarchien«!, für bringen» geboten nnb »enbel fich fobann bem ®ai ,n. «a, bie neue Militürporlage anlange, fo komme biefelbe keine,«eg, so un> erwartet, »te gestern «bg. Richter gemeint. «, f-t allgemeine »nfich-, »ah Deuiichianb »et be« steigenden «-hl- >4>(«r«|< »t. 1. Nunmehr vertagt fich das Haus aus morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der heurigen Debatte. Schluß 5V< Uhr. Locale» «nd provinziell«». Gießen, den 14. November 1898. • • Ordensverleihung Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Präsidenten der Ober - Rechnungskammrr, Valentin Lorbacher, zum 13. December die Krone zum Sowthmkrenz 1. «laste bei verd enstordens Philipps des Großmllth'geu zu verleihen. • • ernannt würbe am 7. ©ecember der Eanzleigehilfe bei dem Großh. Landgeriwr der Provinz Rheinhestea Franz Ger lach in Mainz zu« Eavzltsten bei dem genannten «e- richt auf widerruf. • • Aus dem Großh. Ministerium. Großh. Ministerium bes Junern richtet an die Zweite Kammer das Ansinnen, mit Wirkung vom 1. October 1898 ab für zwei Hilfsarbeiter jährlich 12 000 Mk. zu bewilligen. Die Thatsacheo, mh denen dasselbe dieses Anfinneu begründet, lösten letzteres als gerech'fertigt.erscheinen. Der Finanzausschuß beantragt daher: Die Kemmer wolle die Zustimmung dazu ertheileu, daß vom 1. Oktober 1898 an in Eap. 24, Tir. 1, des Haupt- Voranschlags für 1897/1900 (Ministerium, Besoldungen usw.) ein weiterer Betrag von 12,000 Mark jährlich eingestellr werde. n . Bon bet Universität. Der Ausschuß der Zweiten Kammer hat beantragt: Die Kammer wolle als Remnue- ' ration für einen Assistenten zur Unterstützung der Pro- \ frfioren des bürgerlichen Rechtes an der Landes Universität in den praetischen Uebungca mit Wirkung vom 1. Oc ober 1898 ob die Summe von 2000 Mk. jährlich zn Lasten der Ueberlchüffe der laufenden Finanzpertode bewilligen. ** Oesfentliche A»ettennnng edler Thate». Seine König- liche Hoheit der Großherzog haben dem Hafen- und Schleußenwärter Georg Frank zu Kostheim in Anerkennung der von demselben am 26. September dss. Js. mit Muth nnb Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr be- wirkten Rettung des Johann Eckrich daselbst vom Tode des Ertrinkens, — ferner dem Frach'flößet,Kaspar Joseph Geuß zu Eastel in Anerkennung der von ihm am 25. August d. I mit Muth und Entschlofienheit, sowie unter eigener Lebens- gefahr bewirktea Rettung des Bäckergeielleu Johann Lind, zur Zeit tu Guntersblum, vom Tode des Ertrinkens btt Rettungsmedaille zu verleihen geruht. Znlastnag zur Rechtsanwaltschaft. Am 1. December wurde der GerichtSastestor Dr. Slwou Stahl in Friedberg zur Rechtsanwattschaft am Landgericht der Provinz Oderhesteu zugelaffen. »• Parlamentarisches. Der Zweiten Kammer der Stände ist Seitens des Großh. Gtaatsministeriums ein Gesetzentwurf jugegaugen, betteffeod die Ruhegehalte nnb bie Für- sorge für die Hinterbliebenen der Staat»-- beamten. Zur Gleichstellung der auf widerruf augestellten Beamten mit den unwiderruflich angestellten Beamten beftimml der Gesetzentwurf wie folgt: Die Artikel 1 bis 7 vnd 9 des Gesetzes vom 27. November 1874, die Revisionen der Bestimmungen über die Versetzung der Sivilbeamten in den Ruhestand betreffend, sowie der Art. 19 des Gesetze» vom 9. Juni 1898, die Besoldungen der Staatsbeamten betreffend, finden auf alle Beamten Anwendung, die auf Grund eine» vom Großherzog ober auf Grund eines mit Ermächtigung deS Großherzog- von einem der Ministerien errheilten An- stellung-decrets ein staatliches Amt bekleiden. Als solchtS Austellungsdecret gilt auch der von dem Lommaudo des Gendarmerie Eorps ertheilte AnstelluugSschein. Die Vorschrift des Art. 18 Abs. 2 des Gesetzes vom 9. Juni 1898, die Besoldungen der Staatsbeamten betreffend, findet aas alle vorbezeichneten Beamten Anwendung. Die bestehenden Bestimmungen, nach welchen Beamten, bereu Diensteinkommen ganz ober theilweise in Gebühren besteht, in Ansehung bieseS Gebühren - Einkommens Ruhegehalt zu gewähren ist oder gewährt werden kann, bleiben jedoch mit der Maßgabe in Kraft, daß auf diese Beamten, insoweit fie ans Widerruf angeftellt find, die Vorschrift des Art. 8 dieses Gesetzes An» Wendung zu finden hat (in Srt. 8 heißt es: Anf die bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes auf widerruf angestellten Beamten finden die Vorschriften dieses Gesetzes mit der Maßgabe Anwendung, daß während eine- Jahres von dem Tage de» JnkraftttetenS des Gesetzes an der Widerruf unb die Versetzung tu den Ruhestand nach den bisherigen Bestimmung« erfolg« kann) nnb daß der Betrog deS Ruhegehalts, unter Zugrundelegung bet nach den bisherigen Bestimmungen fest- I -ustellendeu Anfchlaglsuwmru, nach den Borschriften bei gegenwärtigen Gesetzes zv berechnen ist. Bet der Berechnung der penfionsfähigeu Dienstzeit derjenigen Beamten, deren Anstellung dal Bestehen einer Prüfung nicht zur Voraussetzung hat, kann auch diejenige Zeit in Anrechnung gebracht werden, während welcher sie nach Vollendung del 33. LebenjahreS bei einer staatlichen Behörde gegen Remuneration oder Tagegelder dienstlich verwendet waren. Bei den Beamten der vorbezeich- orten Art darf auch diejenige Dienstzeit, deren Anrechnung durch Art. 19 bei Gesetzes vom 9. Joni 1898, bie Besoldungen der Staatsbeamten betr., zugelaffen ist, erst von der Vollendung der 33. Lebensjahre! ab gerechnet werden. Erleidet ein Beamter ohne sein Verschulden in Ausübung oder au! Veranlaffuug der Ausübung seine! Amte! einen Unfall, der ihn dienstunfähig macht, so können dem Ruhegehalt 20ZpCt. bei penfionsfähigeu DtensteinkomwenS bi! zu besten vollem Betrage zugesetzt werben. Die Vorschriften bei Gesetze! vom 26. März 1897, bie Fürsorge für Beamten infolge von Betrieblunfällen betr., bleiben unberührt. Auf die in brr Verwaltung der Hesstsch-Preußsscheu Eisevbahngemeiu- schäft angestellten hesstscheu Beamten stoben die Bestimmungen diese! Gesetze! keine Anwendung. Aufgehoben werden: der Art. 14 bei Edict vom 12. April 1820, bie öffentlichen Dienstverhältoiffe ber CivilstaatSbeamteu betr., ba! Gesetz vom 10. Mai 1875, bie Penfionirung der auf Wiberruf ao- gestellten Beamten betr., ber Sbs. 5 bei Art. 9, ber Abs. 8 beS Art. 11 bei Gesetze! vom 30 Juoi 1886, da! Civil- diener Wittwen-Jostitut betr. An Stelle von Abs. 3 und 4 de! Art. 9 deS Gesetze! vom 30. Juni 1886, da! Civildieuer- Wittweo Institut betr., treten folgeube Bestimmungen: Abs. 3: Währenb der ersten fünf Jahre bet Anstellung der Beamten beträgt dal Wittwengeld 30 pCt. desjenigen Ruhegehalts, welcher dem Verstorbenen nach den Bestimmungen de! Gesetze! vom 27. Nov. 1874, die Revision der Bestimmungen Über die Versetzung der Civilbramtea in den Ruhestand betr., und den Bestimmungen de! gegenwärtigen Gesetze! bewilligt worden ist, ober hätte bewilligt werden können, wenn er am Todeitage in den Ruhestand versetzt worden wäre. Abs. 4: Da! Wittwengeld soll jedoch, unbeschadet der io Art. 11 und 13 enthaltenen Beschränkungen, nicht unter 216 Wk., bei Besoldungen bi! einschließlich 2500 Mk. mindesten! ein Fünftel der Besoldung und bei höheren Besoldungen mindesten! 500 Mk. betragen. ** Gegen die Zigeuverplage. Der Abgeordnete Dr. Schroeder hat an Großherzogliche Staatsregierung die Anfrage gerichtet: Können nicht wirksamere Maßregeln ergriffen werben gegen das schon länger im Lande überhandnehmende und vielfach als Plage empfundene Umherziehen der Zigeuner und dergleichen ziellos sich herumtreibenden Wandergesellschaften? — In der Begründung dieser Anfrage heißt es: Wenn auch staatsrechtlich nicht leicht gegen die Zigeuner, welche sich umhertreiben, einzuschreiten ist, sofern dieselben sich z. B. als Unterthanen von Oesterreich-Ungarn legitimiren, so kann doch polizeilich untersucht werden, welchem Staate diese Leute angehören, ob sie den Vorschriften der Fremdenpolizei nicht entgegen handeln u. s. w. Jedenfalls kann manchem Unfug durch strenge polizeiliche Ueberwachung vorgebeugt, oder nachhaltiger gesteuert werden, wenn die Sicherheitsbehörden erneut und streng angewiesen sind, unnachsichtlich gegen solche Leute in jedem Uebertretungsfalle vorzugehen. In dem benachbarten Rheinbayern, wo dieselbe Erscheinung wie in Hessen sich vermehrt zeigte und als Landplage, wie bei uns, angesehen wird, sollen neue und strengere Anordnungen an die Königlichen Bezirksämter und deren sorgliche Ausführung einige Abhülfe und Besserung diese! Mißstandes gebracht haben. Auch unsere höheren Verwaltungsstellen sind in dieser Richtung da und dort thätig gewesen, aber ein dauernder Erfolg davon wird, zum Schaden besonders unserer Landbewohner, seltener bemerkt. •• Der 7. hessische Städtetag, deffen Aulgang namentlich die Lehrer der fünf Städte Mainz, Offenbach, Darmstadt, Worm! und Gießen mit großer Spannung entgegensahen, ist ohne den gewünschten Erfolg, die Erzielung einer einheitlichen Scala in den Gehaltssätzen ber Lehrer ber fünf genannten ©tSbte, auleinaudergegangeu. Die Lehrer müssen dir! um so wehr bebauern, all sie nun schon ein Jahr lang der Erfüllung ihrer gerechten Forderungen harren, während ihre Collegen an den höheren Schulen bereit! seit de« 1. April 1897 Genuß einer besseren Scala find. Der Grund, warum die gewünschte Einigung auf dem Städtetag nicht erzielt werden konnte, war der, daß die Gehaltssätze de! Haupt- referenten den Vertretern ber anberen Städte al! zu niedrig erschienen. Hätte man die von Herrn Oberbürgermeister vr. Gaßuer-Mainz ausgestellten Gehaltssätze vorgeschlagen, so wäre wohl eine Einigung, und zwar im Sinn der Petenten, zu Stande gekommen. Die Angelegenheit soll nun in jeder Stadt besonder! geregelt werden. Die hiesigen Lehrer haben zu ihrer Stadtverwaltung dal feste vertrauen, daß diele, wie bei der Neuregulirung der Gehalte im Jahre 1878, so auch jetzt Wux den anderen hessischen Städten nicht zurück, bleiben wird. Stadttheater. Aul dem Theaterbureau geht nnl bie Mitteilung zu, daß am nächsten Sonntag ben 18. d. M. öie Grohh. Hosschauspielerin Fräulein FriebaEichellheim vom Darmstädter Hoftheater im hiesigen Stadttheater -In -«-mal,„«Gastspiel al, „Klafrc« In George O^e», Hüttenbesitzer" abso'viren wird. — Die gestrige zweite Anfführnng del Philippi'schen ,«rbe* toar leider nur schwach besucht und ließ vermuthlich dewzusolge auch °on Seiten einzelner Darsteller zu wünschen übrig. k u Eefitzvechsel. Fuhrunternehmer Herzberger kaufte das Hau! del Agenten Herrn Her«. Vogt in ber Ludwig- straße zum Preise von 36 250 Mk. 8 * Erledigte Lehrersielleu. Erledigt find: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ginlheim, Kreil Groß Gerau. Eine mit \ eine« evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber r Gemeinbeschule zu Angenrod, Kreil Alsfeld. Die mit einem ‘ evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Ge meindeschule zu Wohnfeld, Kreis Schotten. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectorendicnst verbunden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Geweiudeschule zu Schwanheim, Kreil Bensheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Musterschule zu Friedberg. Eme mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Auerbach, Kreil Benthrim. Mit der Stelle ist Organistenqienst verbunden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen, Kreil Offenbach. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gütterlbach, Kreil Erbach. Mit ber Stelle ist Organisteubienst verbunden. Dem Herrn Grafen zu Erboch-Fürstevau steht bas Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfungstadt!, Kreil Darmstadt. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ilbenstadt, Kreil Friedberg. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Grafen zu Alt Leiuingen Westerburg in Ilbenstadt steht dal Präsentationsrecht zu derselben zu. Särnmt« lich mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt. * * Wetterbericht. Dal gestern an der norwegischen Küste gelegene Mtu.rnuva ist bet gleichzeitiger Zmahme seiner Tiefe bi! zum finnischen Meerbusen fortgeschritten. Auf ferner Rückseite ist das Barometer ralch erheblich gestiegen, so daß die Drnck Unterschiede vom Depresfionö-Lrntrum au! in westlicher und südwestlicher Richtung neuerdings sehr bedeutend geworden find. Im Gebiet der Ostsee sowie über Skandinavien herrschen daher wieder schwere Stürme. Auf unserem Gebiet trägt die Witterung einen unbeständigen, jedoch noch immer milden Eharak:er. Theilweise treten Niederschläge auf. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer del unbeständigen Wetters. □ Darmstadt, 13. December. Im Hof Heater wurde heute oaS letzthuz vielgenannte und mit lebhafter Reclame von Berlin au! gepriesene Schauspiel Felix Philipp ! „Da! @rbe" unserem Theaterpublikum zum ersten Mal vorgeführt. Im Mittelpunkt bei Ganzen steht der Geh. Eommerzienrath Sariortul, al! welcher Herr Heine eine vollgültige, unüder- trrff-iche Leistung bot. Die sonst noch irgendwie erwähnen!- toeitb vortretenden Rollen waren besten! vertreten. Da! Stück fand außerordentlich beifällige Ausnahme. «NB bet Seit für bU KE, Vor 153 Jahren, am 15. December 1745, siegten die Preußen unter Fürst von Anhalt-Dessau (dem alten Dessauer) in der Schlacht bei Kesselsdorf über die österreichisch- sächsische Armee. Bald darauf nahm Maria Theresia die Bedingungen bei Friedens von Dresden an, wodurch Friedrich im Besitz von Schlesien und Glatz blieb und der Herzog Franz Stephan als Kaiser anerkannt wurde. Schwurgericht. W. Gießen, 44. December 1898. Den Borfitz in der heutigen Verhandlung, die gegen den Stationlasfistenteu H. A. Edmund Bussin au! Nieder- Wöllstadt wegen Verbrechen im Amt gerichtet ist, führt Land- gerichtlrath Müller. Die Anklage vertritt Ober-Staat!- anwalt Dr. Güngerich. Die Bertheidignng führt Rechtsanwalt Kraft. El find 6 Zeugen und ein Sachverständiger zu hören. Der Angeklagte erklärt, 31 Jahre alt und nn bestraft zu fein. Er habe mit dem 23. Jahre ein arme! Mädchen geheirathet, welche! ein schwere! Wochenbett durch zu machen gehabt, wodurch der Angeklagte tu Schulden ge- rathen sein will; er sei bi! Ende 1896 in Hanau mit einem Gehalt von 1500 Mark angestellt, dann nach der Station Nieder-Wöllstadt mit 1700 Mark Jahreigebalt versetzt worden. Der Angeklagte bemerkt, daß über ein Jahr lang, damals al! seine Fran da! schwere Wochenbett hinter sich und der größten Pflege und Ruhe bednrst hatte, sein Houlhalt aus 8 Personen bestanden habe, und er sei gezwungen gewesen, für Doctor, Apotheke, Metzger und Kaufmann Schulden zu machen. Der Angeklagte gesteht zu, zwischen 550—600 Mk. Gelder, die er amtlich in Empfang genommen, unterschlagen zu haben und die zur Controlle geführten Bücher und zwei Register unrichtig geführt und verfälscht zu haben. Der Angeklagte hat Arbeiterfahrkarten, die er in Reserve gehabt, zu Geld gemacht, ohne die Einträse in die Bücher darüber zu machen. Außerdem hat Bussin 20 Arbeiterinnen verkauft, jedoch nur 10 al! verkauft in die Bücher und Register eingetragen, für die anderen 10 hat derselbe da! Geld unterschlagen. Dieser hinterzogene Betrag ist jedoch vom Angeklagten gedeckt worden. — All Sachverständiger wird der Etsenbahu-Berkehrl'Jnspkctor Heinrich Wilhelm Klemm-Frankfurt am Main vernommen. Derselbe giebt den Geschworenen ein anschauliche! Bild, wie der Bezug ber Fahrkarten für die einzelnen Eisenbahnstationen vor sich geht. Stationl-Borsteher Landmann von Nieder-Wöllstadt bemerkt, er habe dienstlich über den Angeklagten nicht zu klagen gehabt, derselbe sei von Gläubigern hart bedrängt gewesen und deßhalb habe er dem Bussin nicht getraut. Der Bor- steher will von Hörensagen wissen, daß der Angeklagte über seine Verhältnisse gelebt hat, er kann aber keinen Gewährsmann angeben der ihm dies mitgetheilt hat. — Der Ober- staatsanwalt erklärt, er wolle der Ehefrau bei Angeklagten ersparen, hier in dieser Sache al! Zeuge zu erscheinen und wolle auf deren Vernehmung verzichten. — Der Station!- j asfistent Zimmermann au- Frankfurt a. M. erklärt, er kenne j ben Angeklagten von Hanau her, berfelbe sei solid und habe für fich keinen großen Bedarf gehabt. — Dr. Kuhn pract. Arzt au! Aschaffenburg hat die Ehefrau Bnsfin 1893 während ihre! laugen Krankenlager! behandelt. Es sei glaubhaft, daß ’ diese Krankheit der Frau die Familie in Schulden gebracht : habe. — Die an die Grschwoleueu gerichtete Schuldsrage lautet: auf Unterschlagung im Amte und unrichtige Führung der zur Controlle bestimmten Bücher und Register. Außerdem hat dal Gericht von Amtlwegen die Frage von mildernden Umständen an die Geschworenen gerichtet. — Ober-Slaarl» onmalt Dr. Güngerich plaidirt auf Bejahung der Schuld- frage, ober auch auf Gewährung der mildernden Umstände. • — Der Bertheidig'.'-, Recht-auwalt Kcast empfiehlt cbevfall! den Angeklagten oer Milde der Geschworenen. — Oberst- lieutenant t. P. Winter-Gießen verkündet al! Obmann der Geschworenen deren Wohrspruch dahin: Der Angeklagte 'st schuldig de! ihm zur Last gelegten verbrechen!, doch find ihm mildernde Umstände zu bewilligen. — Ober-Staatsanwalt Dr. Güngerich beantragt hierauf, auf eine Gefä^gnißstrafe von 8 Monaten zu erkennen. Rechtsanwalt Kraft bittet um eine milde Strafe und um Haftentlassung feine! Clienten, damit derselbe seine Verhältnisse im Interesse seiner Familie ordnen kann. Dem Anträge wird von Seiten de! Staatlanwaltl, ba bei der Höhe der Strafe Fluchtverdacht vorliegt, widersprochen. Da! Urtheil lautet auf 7 Monate Gesängniß, unter Aarech- nung von 1 Monat der erlittenen Untersuchungshaft. Dem Antrag der Haftentlassung konnte nicht entsprochen werden. Vermischtes. Würzburg, 11. December. Die bekannte Maschinenfabrik von König und Bauer, in der die erste Schnellpresse gebaut wurde, verlegt im nächsten Jahre ihren Betrieb nach Würzburg, da ihre bisherigen Räume in dem ehemaligen Kloster Oberzell zu klein geworden find. Zuerst bestand die Absicht, das ganze Unternehmen nach Berlin zu übertragen, da hier kein geeigneter Platz gesunden werden konnte. Auf Veranlassung des Bürgermeisters Dr v. Steidle hat nun die Stadt Würzburg auf eigene Kosten auf dem rechten Mainufer, unterhalb des Staatshafens, ein Terrain von 36 000 Quadratmeter erworben und es zum Selbstkostenpreis an König und Bauer wieder abgelassen. * Leicht verdauliche Pflanzenkost. Pflanzennahrung ist bedeutend billiger als Fleichkost; dennoch sucht Jeder, der es sich nur irgendwie leisten kann, auf seinem Mittagstische ein Stück Fleich zu haben. Hier kann doch der Geschmack allein nicht maßgebend sein; da müssen schwerwiegende Gründe vorliegen. Von einem guten Nahrungsmittel verlangen wir, daß es alle für den Ausbau und die Lebensthätigkeit des menschlichen Körpers nöthigen Stoffe in ausreichender Menge und leicht verdaulicher Form enthalte. Diese Forderung wird von dem Fleische voll und ganz befriedigt; anders verhält es sich aber mit der Pflanze. An den nöthigen Nährstoffen mangelt eß auch ihr häufig nicht, aber diesen Stoffen fehlt die leichte Verdaulichkeit. Die ganze Pflanze baut sich aus Zellen auf, deren Inneres von den verschiedenen Nährsub- stanzen, wie Eiweiß, Stärke, Zucker rc., gebildet wird, während die äußere Wand aus einer feinen Cellulosehaut besteht. Diese Wand vermögen nun, selbst wenn solche Pflanzenkost vor ihrer Aufnahme gekocht wird, die Verdauungssäfte bei menschlichen Körpers nicht aufzulösen, so daß ein großer Theil der von ihr eingeschloffenen Nährstoffe unverdaut bleiben. Diesen Uebelstand vermeiden einzig und allein die aus reinem Weißhafer bestehenden Quäker-Oats. In ihnen ist durch ein eigenartiges Verfahren die unlösliche Zellwand thells zerstört, theils ganz entfernt, so daß ihr Nähr- werch — bei bedeutend geringerem Preise — dem del Fleisches vollständig gleichkommt. In Folge dieses hohen Kraftwerthes und seines angenehmen Geschmackes empfiehlt sich Quäker-Oats in Form von Brei und Suppen ganz besonders als Morgenimbiß zumal für Schulkinder und solche Personen, denen es der angestrengte Dienst nicht gestattet, ihre Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen. Für Magenleidende und Neconvalescenten ist Qnäker-Oats unentbchrlich, da dasselbe keine größeren. Anforderungen an die Verdauung!- organe stellt und dem geschwächten Körper eine kräftige Nahrung zuführt. Bei der künstlichen Ernährung de! Säuglings ist es sehr rathsam die Milch nicht mit Wasser, sondern mit einer Schleimsuppe von Quäker-Oats zu verdünnen, da hierdurch die Kuhmilch bedeutend an Verdaulichkeit gewinnt. • Neues vom Himmel. Der Sternschnuppeu- schwarm der Lcouiden, dessen Wiederkunft nm ben 14. und 15. November erwartet wurde, ist aulqebliebeu. Doch kommt au! Amerika die Nachricht, baß in der Nacht tel 14. November dort an mehreren Orten doch Stern- schnuppen beobachtet worden find, allein in geringerer Anzahl und Helligkeit. Auf ber Sternwarte bei Arle-College in New-Haveu hatte man einen photographischen Apparat auf ba! Sternbild bet Löwen gerichtet, au! dem bie Sternschnuppen anlstrahlen sollten. Statt ber Meteore sand man bei der Entwicklung bet Platten auf einer berfelben bei Bild eine! kleinen Kometen. Derselbe stand in der Nacht vom 14. zum 15. November in 152 Grad Rectascenfiou und 23 Grad uördl. Declinotiou, also nicht weit von dem Aul- strahluuglpuukte der Meteore. Der Komet ist in den daraus- folgenden Tagen auch auf ber Lick-Sternwarte beobachtet worben. E ne vorläufige Berechnung seiner Bahn ergiebt, daß dieselbe mit der Bahn der Leouiden-Meteore keine Aehn- lichkeit besitzt, weshalb el nur ein Zufall ist, bah. er nm ben 14. November gerade in ber Nähe bei Aulstrahlunglpunkte! dieser Meteore stand. Seine scheinbare Bewegung ist übrigen! sehr langsam, denn am 14. December steht ber Komet in 162 Grad Rectascenfiou und 26 Grab nörbl. Declinatiov. Prof. E. Weiß vermuthet, daß ber Komet Ibentifd) ist mit dem ersten Kometen de! Jahre» 1867. — Zwei neue Planeten au! ber Gruppe der Asteroiden wurden am 18. Oktober auf der Lick-Sternwarte photographisch entdeckt- fie find 11,5 und 12,5 Größe und haben die vorläufigen Bezeichnungen 1898EB und EC erhalten. ■Ute h ». 16,16 MfoÄS« e* tiBb Ria,st!, ^IÖB| ,e Slaae v » 'bittet. _ n*i,b(rnbt| njik-J &,r ®inb« **•* Ü n",at‘ mV? °6,‘»■ $.,1-in "»•-öS'10*».» 5 iel 6taatianh)aln k. 1S5nw,t M. 2 Nnnwaft. Dk, _ e°t!pri>chrll totT^ ? e Schnellpresse ^3che ihren betrieb na» taucmI 'n dem eheuiüllgm ' nnd. Zuerü bestand die '°ch Berlin zu üderlr°M, Wen werden konnte. Aus Dr v-Steidle hot nun die n auf dem rechten Main- ein Terrain von 36000 Jura Selbstkostenpm» on "■ last. stanMnahrung ist 'ennoch sucht Zeder, der H if seinem MtagWe ein . H der Gefchmlk allem i schwerwiegende Gründe ungSiiiittel verknzen wir, । die Lebmsthdützkck bet je in Mreichender Menge ,te. Dreie Forderung wird desnedigt, anders verhält den nöthigen Nährstosse« aber diesen Stossen sehlt inze Wanze baut sich aut ien verschiedenen Nährsub« ic., gebildet wirb, wahrend ien Cellulosehaut besteht. , roem W WvM >, die BerdaMgSsäste de» lösen, so daß ein großer neu Nährstoffe unverdaut itiben einzig und allein b« en Quaker-Oats. In erfahren die nnloiluhe 3^ entfeint, fo d°b ihl W mm greife - b« “ J« golge blefet Mb mm E* n M md »Sftl SÄ yÄ? W* sZS Dir »" fl» ®l,h(» «uietbiirtf- i w* *; bei m»> 1 ’ ta(t e«r»‘ di!«» °J„tr a»H*l “Jlta «iV4* '“f »»'" Lu g,p«T«* ** M* Ä> !°°« Z M«w.,,, iniiin« “ i aus b |u in 162 »'"‘uS»”*, |O «^1 ^glglil l«’* ' «W1* W» •“*> » * ti'-i-'Ä • hki»athlfest in Zeitz. Die Sarbertltangen zu diese« schöne« Feste schneiten munter fort. Die Ausschüsse find -fleißig bei der Arbeit, und man hofft, den erscheinenden yanb«leuten und (Säften einen würdigen Empfang bereiten zu können. Den Glanzpunkt bildet der geplante historische Festzug und da» Festspiel, „Die Sage vom Räfelieb* U* bandelnd. Auch die Sammlungen werden eifrig fortgesetzt. Beiträge von auswärts, wie alle Meldungen und Anfragen find an Herrn (Kurt Jährlichen zu richten. • vchulinfpeetor: . Also Du, Maier, laß hören, waS Du au» der „Belchtckte" wetßt. Erzähle mir etwas an» dem trojanischen Rcieg!* — Schüler (in höchst:r Ber» legenheil): ,O — so schwere Sachen hat «ich der Herr Lehrer gar nie gefragt! Ich hab' immer nur ganz leichte Sachen erzählen müffen!- — Iuspeetor (un* geduldig): „Na, real für leichte Sachen waren eS denn?" — Schüler: „Zum Beispiel: die Erschaffung der ffieltl* Wif|e*fd?aft, Citeratar und «unft. — Eine neue juristische Monatsschrift für da» bürget» licht Reichsrecht mit Einschluß deS Verfahrens soll vom Januar 1899 ab im Verlage von Paul Christiansen in Neubrandenburg erscheinen und zwar in Heften vom Umfange von vier Druckbogen (64 S.) Großoctavformat »um Abonnementspreise von 5 Mark vierteljährlich. Die Zeitschrift stellt sich in den Dienst deS dringenden Interesses der practischen Juristen, sich den Inhalt der großen gesetzlichen Neuschöpfungen auf dem Gebiete deS bürgerlichen Rechts und deS Verfahrens zu eigen zu macken und durch die Theorie eine ständige Anregung zu empfangen. Zunächst soll in wissenschaftlichen planmäßig geordneten Beitrügen einer großen Anzahl für das Unternehmen gewonnener namhafter Schriftsteller das ganze Gefüge und daS Detail des neuen RecktS in einer den Bedürfnissen der Practiker entsprechenden Gestalt vorgeführt, auch sollen für die Practiker wichtige, neue Litteraturerscheinungen besprochen werden. Später soll eS auck Aufgabe der Monatsschrift sein, die Praxis des neuen Rechts, namentlich durch Mittheilung und Besprechung wichtiger Präjudicien, zu verfolgen. Das unS vorliegende Probeheft enthält anregende Beiträge des Herausgebers W. Monick, deS Rechtsanwalts RauSliitz und des UniversitätSvrofesiors Dr. Kohler zu Berlin. Die Monatsschrift dürfte, wenn sie hält, was sie ver- sprickt, des Dankes und lebhafter Theilnahme des juristischen Publikums, namentlick der Practiker, sicher sein können. Auch der gebildete Laie, welcker das Recht als einen wichtigen Culturfacter erkennt, wird ihr sein Jntereffe nickt versagen. Mrchliche Anzeigen der Stadt Hietzen. Evangelische Gemeinde. Im «onfirmaudensaal, Neustadt 61: Donnerstag den 15. December, Abends 8 Uhr: Bibel stunde. Phil. 3, ff. Pfarrer Dr. Grein. ___________ Schiff-nachriehten^ — Der Dampfer „Slragonla" der »Red Star Etat* in Antwerpen ist laut Telegramm am 12. Deccmber wohlbehalten ta New- gort angekommcn. Neueste Nachrichten. Depefchen bet Bure« »Herold^. Soran, 14. Dccrmber. Der Tuchfabrikant Nischke au» Forst wurde wegen Entwendung von Garn Borräthen rm Werthe von 2500 Mark zu P/e Jahren Gesängniß mrd zu 2 Jahren Ehrverlust verurthetlt. Seefeld, 14. Decemder. Der Weber-Ansstand nimmt immer größeren Umfang an. Zur Stunde strikeu etwa 2800 Weder. Im Laufe bei heutigen Tages dürfte der Ausstand noch allgemeiner werden. Wien, 14. Decemder. Im Gemeinderath entstanden gestern wiederum tumultuarifche Sceueu. Bürger» «eister Dr. Lueger verlangte von eine« Oppofitions-Redner, sich auf die Rednertribüne zu begeben und bet« Schriftführer den Gegenstand der Rede mit Einzelheiten tn die Rednerliste einzntragen Daraus entwickelte fick eine lärmende Geschäftsordnungs-Debatte, infolge deren der Deutsch-Nationale Förster uab der Deutsch Fortschrittler Mittler ansgeschloffen und durch Gemeinde-Diener aus dem Saale entfernt wurden. Budapest, 14. Decemder. Die Landidatur des Ministers des Innern, Perczel, für dasPräfidlum des Abgeordneten- Han es steht jetzt fest. B auf sh wird das Rcffort des Innern übernehmen. Budapest, 14. December. Die Opposition wird die Wahl Perczel» zum Präsidenten de» Abgeordnetenhauses heftig bekämpfen. Die Sitzung am nächsten Samstag dürfte daher äuß.rst stürmisch verlausen. Basel, 14. December. Das Strafgericht verurtheilte wegen Betrugs den Bankier Wüst zu drei und Wirz zu einem Jahre Zuchthaus. Brussel, 14. December. Auf Anweisung des (Longo- staates ist der Araber-Häuptling Raschid als (Befangener nach Zanzibar gebracht. Briffel, 14. December. Bom nächsten Monat ab »erben auf den belgischen RanLlen elektrische Schleppdampfer eiugeführt. Brüssel, 14. December. Der soeben aus dem Congo» gebiet in Antwerpen eingetroffene Dampfer „SeopolboiHe* bestätigt die vor kurzer Zeit in Umlauf gesetzte Meldung, wonach vier belgische Agenten im oberen Ubanghi von Eingeborenen getödtet und verzehrt worden find. Die Behörde, welche davon benachrichtigt wurde, entsandte 300 Soldaten unter dem Befehl des Commandanten L o l h a i r e, um die Schuldigen zu bestrafen. Paris, 14. December. Auf Antrag der Madame Henry «st bei Advokat Auffrah zu ihrem Berthetdiger tu dem gegen Reinach angestrengten Prozeß ernannt worden. Paris, 14. December. Da» für die Picquart-An» gelegenheit etngetretene Blatt ,,Aurore" erhält von allen Seiten zahlreiche Glückwunsch »Adreffen wegen seine» edlen Feldzuges. Gestern drückten die Studenten der königlichen Hochschule zu Kopenhagen in einem in lateinischer Sprache abgefaßten Telegramm an die „Aurore" ihre Bewunderung für Brisson und Picquart aus. Die Redacteure des in Neapel erscheinenden Blatte» „Aurore" beglückwünschten m einem Telegramm ihre Pariser Collegen. London, 14. December. Der Führer der Liberalen im Unterhause, Str William Harcourt, hat die Führerschaft nieder gelegt. Die Blätter beiprechen diesen Schritt eingehend und sagen, die Partei wüffe Alles versuchen, um Harcourt zum Bleiben zu veranlassen, da ein geeigneter Nachfolger gegenwärtig schwer zu finden ist. Loudon, 14 December. „Standard" meldet au» Sh an gut: Die englischen Blätter i« äußersten Osten geben nunmehr zu, daß Rußland die Halbinsel Niutschwang mit Truppen besetzt hat. Das russische Kanonenboot „Teatok" wurde au» Shangat zurückgezogen, um andere Jntereffen auf der Halbinsel zu wahren. Bukarest, 14. December. Die polizeiliche Ausweisung zweier jungtüiktscher Flüchtlinge, de» früheren MtlitäratkachLs Tewftk Bey und de» früheren Legationsrathe» Halil Muraftk, erregt groß:» Aussehen und gibt der oppositionellen Presse Anlaß zu neuen heftigen Angriffen aus die Regierung Stnrdza». B rfermtwed^HÄg. Aufschrift ber Postsendung««. Air Sicherung schneller Beförderung nnd Bestellung berMfcnbogtn müssen aus denselben Empfänger und Bestimmungsort le aenem bezeichnet fein, daß jeder Ungewißheit »ergtbeugt wird. Dabei sind namentlich felgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendunaen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeder. Auch tft e» een Wichtigkeit, daß die WobnungSangabe stet» am derselben Stelle der Aufschrist, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe de» BeftimmunaSotte», ersolg«. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer bei Wohnung de» Empfänger», der Postbezirk (On N-, NO. ic.), in welchem die woonung sich befindet, hinter der Ortet*» Zeichnung .Berlin' w vermerken. 3. Gibt ei mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzlich» Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen tat Poftoerkehr als maßgebend anzuseben sind, ergibt sich aul dem .Berzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Pust» orte*, da» zum Preise von 10 Ps. durch Vermüllung jeder ReichS-Poftanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reich» Postgebtel belesene Bestimmungsort zwa, mit einer Postanstalt versehen, deffmungeachtet aber nicht al« allgemein bekannt anzunehmen ist, fo empfiehlt es sich, di. Lage des Ort» in ber Aufschrist der Sendung noch de» Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet stch die Angabe deS Staates und bei größeren Staaten bei politischen Bezirk» (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), tn welchem ber Bestimmungsort belegen ist, ober auch die Angabe •on größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) k.], ober van Gebirgen [(Harz), (Riesenaebirge) kJ Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie [(Thüringen), (Altmark)» (Laufitz) kJ für den Zweck geeignet. 6. Aus Postserwungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigenMchen Bestimmungsorte noch diejenige Post- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Senduna an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung bi einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten in rechnen ist, so tft außer dem Ortsnamen noch daß betreffende Land bez. der LandeLthell auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wstd ittr Herbeiführung ein« schleunigen üeberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich bettregen, und e» liegt daher tat eigenen Interesse der Absender, bis Aufschriften ber Salbungen hiernach genau anzufertigen. „Hcmkliclg-Lkiiik" — nur echt, wenn birect ab meinm Fabriken bezogen — schwaiz, weiß unb farbig, von 75 Pfg. bis Mk. 18,65 ver Meter — in brn mobernsten Geweben, Farben unb DefstnS An Jedermann franco und verzollt ins Haus. Muster umgehend. 10171 6. Henneberg’s Seiden-Fabriken (k. u. k. ho«), Zürich. (such in ümtau»ch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bücher t.liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an y® H. O. Sperling, Bachhasdlang, Stuttgart V1L Meyers Konversations-Lexikon Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasee 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Danksagungwkarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstrahe 2. »ngebot der Arbeitnehmer: 1 Glaser, 1 Weißbinber, 1 Sattler, 2 Schlesier, 1 Bausckreiner, 8 Taglöhuer, 4 Hausburschen, 1 Haushälterm, 1 Laufftau, 1 Sckreibgebülfe, i Kellner. r n Rachftage der Arbeitgeber: 1 tüchtiger Spengler ober Installateur nach Auswärts, 1 Sattler, 2 Bauschlosier, 1 Scknned, 1 Schuhmacher nach Auswärts. 1 Glaser, t Bausckrcmer nack Auswärts, 2 Hausburscven, 1 zweiter Hausbursche, 1 Fahrbursche, 1 Taglöhner, welcker mit Pferben umgehen kann. 1 junger Dienst kneckt für eine kleinere Ceconomie aufs Land. 1 Lauffrau, 2 Dienftmäbcken tm Atter von 15 ober 16 Jahren, 6 Lumpensortirerinnen, 8 Ausripperinnen. ^Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Jntereffenten, daß uns auch in diesem Jahre Mittel zur Prämiirung von Dienstboten des SparkassebezirkS zur Verfügung gestellt wurden. Prämien können vou 5 zu 6 Jahren nur solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben unb sich über gute Fübrung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur bann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienst» austritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushalte» oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. E» werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgeforbert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuchs bei unserer Kasse ober der Großh. Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 24. l. Mts. zu melden. In dm Zeugnissm der HerrsLast muß besonders bescheinigt fein, daß die Dienstboten auch Kost und Logis erhalten. Gießen, den 6. December 1898. Direktion der Spar» uud Leihkasse Gießen. 12831 I E.: Wiener. ^kauutmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rieder Besfingeu für das Jahr 1899/1900 liegt auf dem Bürgermeisterei-Büreau vom 16. December b. I. zur Einsicht der Jntereffmten acht Tage offen. Rieder-Bessingen, den 12. December 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Beffingm. Horst. 12332 Bekanntmachung. Die durch den Wegzug des Herrn Geheimerath Freiherrn v. Gagern sreigewordme früher Gchüler'sche Besitzung steht nach erfolgter Wiederherstellung anderweit, im Ganzen oder nach Stockwerken getheilt, zu vermiethen. Die Wohnung wie die Pläne über dieselbe können durch Vermittelung unseres Stadtbauamtes eingesehen werden, welch letzteres auch zu jeder nähten Auskunft bereit ist. — Gebote wollen bi» spätestens 19. d. Mts. bei uns angebracht werden. Gießen, dm 13. December 1898. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 12323 Die BuchcLruckerei des Giessener Anzeigers Giessen Schulstrasse 7 empfiehlt sieh zur Anfertigung von Drückarbeiten aller Art unter Zusicherung reeller Bedienung. VeOkMrittigeil; Holz-Versteigerung tm Gießener Stadtwald. Montag, den 19. December 1898, Bormittags 9>/2 Uhr beginnend, sollen im Gießmer Stadt» wald in dem District Feruewald versteigert werden: 72 Eichenstamme mit 22,80 fm (für Wagner geeignet), 1 Kirschenstamm mit 0,42 fm, 283 Kieftrn- unb Fichtenstämme mit 100,72 fm (barunrer Schnittholz für Schreiner), 139 Kiefern- u Fichten Derbstangen mit 13,06 fm, 56 rm Buchen Scheitholz, 61 , EPm- „ 22 „ Blrkm „ 16 „ Nadel- 35 „ Buchm-Knüppelholz, 62 „ Eichen 102 „ Nadel- 1550 Wellen Buchen Reisig, 980 „ Elchm- „ 9730 „ Nadel- „ 22 rm Lochm Stockho'z, 23 „ Eichen „ 54 „ Nadel» „ Die Zusammenkunft ist an bet Strangswiese. Gießm, dm 13. December 1898. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 12325 Iwetschen Belanntmachmii. | Es wird hiermit zur öffentlichen! HHiUVv SWÄ?£ W rinyCorfit richtsschreibereien täglich, mit AuS- von Wies eck, den 14. December 1898. 12355 Neuenweg 15. 11626 Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr statt. vordestimmt. 12346 Der Vorstand 12295 Länderangabe erbeten. 12182 [12257 Rabatt zum Ausleihen bereit. 12340 12350 von Heeeert. 5 J. M. Schulhof. 9 Morktstraße 4 Telephon 119 Hause. Kirchenplatz 3 12386 Bleichstratze 15. Das Kaufhaus wünsckt in 12344 Wiederverkäufe,:, Schneider, Schneiderinnen 8BF“ ex.tr» Rabatt. *13 9253 M «GOGGTKGGGETLGEGLOGHHOGG« von 4,25 JL an 6,75 Vertreter gesucht 4,75 3,75 7,50 7,50 n n Procent 1887 Stadt WormS unk. b. 1901 Brief V1» Uhr. 12339 802.60 Darmst. Bk.-Actien Gegründet 1866. 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