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November 1898 Gießener Anzeiger 9 «ort 90 fff mit t*rmordete. wruiiextt* General-Anzeiger 2lmts# und Anzeigeblutt süv den Ttveis Gieren Gratisbeilage: Gießener Familien bi älter. •wMwee, Ultimen unt Trudrr«: »•» 1 njtigt■ ja Ur Nachmittag» ftr Uw fM.jrwUw t«| ec(4nutntni Äumerr bii Burrn. 10 übt. WI< Wn inarn.Brrmtttlungfftrflra M An. «,» RufUMd Btfcmai lnjrt|m für bm »h ferner f04rtei l*|M ■Ui Bulaafcwf Ui SlBtlji. ^rffle für : Aazetger >U|ia. Fernsprecher 9hr. 51. Die Gkßener ptainHonihf •wruw Um Injnger •44rotiüt »irrmal bn|rk|t. Deutsches Reich. Bnlie, 12. Rooember. Wie aul Beirut gemeldet tohrb, glaubt man dort, da» Kaiserpaar werde bereit» am 26. November io Brun»dütkel e'vlreffen und am 27. der Reichstag erSffoet werden. Die Herfahrt gehe dtreee nach Genua. Verltn, 12. November. Auch der neueste Ausweis, den das Retchsoerficherungsamt Über die Zahl der am 1. Oktober b. I laufenden Invaliden« und Altersrenten ver« Sffeutlicht hat, läßt erkennen, daß noch dieselbe verschiedenartige Tendenz in der Entwicklung der beiden Reotenarteu vorherrscht, wie tu den früheren Berichtsperioden. Die In- valideureuten nehmen beträchtlich zu, und zwar vorläufig auf fcal Jahr berechnet mit 60000, dir Altersrenten nehmen noch immer an Zahl ab, wenngleich sich jetzt da» Weniger auch our auf einige Hunderte beläuft. In etwas setzt fich diese Entwickelung doch tu Widerspruch mit den BorauZsagen, welche der frühere P üstdeut de» Retchsoerfichernngsarntes Dr. Bödtker bei der Eröffnung der neuen Adtheiluug für Iuvalioitäts- und Altersversicherung auf Grund der damaligen Erfahrungen aussprechen zu können weinte. Die Entwickelung der Reuten ist aber auch gegen die Zeit vor fünf Jahren eine völlig verschiedene. Am 1. October 1893 waren ins- «esawrnr 44 642 Invalidenrenten und 200682 Altersrenten vew ll'gt. Am 1. Oktober 1898 hatte sich die Zahl der bewilligten Invalidenrenten auf 860 268, die der Altersrenten auf 833 064 gehoben. Es ist demnach in den letzten fünf Jahren für die Invalidenrenten eine Steigerung von 816211 oder tm Iahresourchschnitt rund 63000, für die Altersrenten dagegen nur eine solche von 182632 oder jährlich rund 26000 zu oerzeichuen gewesen. Wie sehr diese Zahlen gegen die frühere Entwickelung abstechen, ergibt fich am besten daraus, daß in der Zeit vor dem 1. Oktober 1898 die Jahres« bewilligung im Durchschnitt bet den Invalidenrenten rund 16 000, dagegen bei den Altersrenten rund 73000 betrug. Mo» kann als ziemlich gewiß anuehmeu, daß die unterschiedliche Entwickelung In den Renten, wie fie fich in diesen Zahlen ausdeückr, auch noch für die Folge anhalten dürfte. Austsns-, Wien, 13. November. Man nahm seit einigen Abenden in Prag jene Erscheinungen wahr, wie fie genau um dieselbe Zeit im Vorjahre bemerkbar wurden. Wieder durch zogen vo.ksmrngeu die Straßen, man hörte vor den deutschen Häusern feindliche Kundgebungsrufe und wenn ein deut cher Student sichtbar ward, gab es drohende Seberden, ja selbst offenen Angriff. Dieselben Zustände waren vor Jahr und Tag wahrnehmbar und fie gipfelten bekanntlich in den De« cemder V.Anbetungen. Damals gab es für dos Ueberschäumen der tschechuchen Nationalewpfinbvng wenigstens den Schein« gründ des Sturzes Brdent». Jetzt hat am Gedenktage der Schlacht am Weißen Berge da» Tschechenblatt .Politik" von maffenhosten Breslauer S avenausw.isungen gefabelt. — Der Stadtrath hat übrigens beschloffen, eine öffentliche Auf« forderung an die Prager Bürger zu er!affen, zweck» Aufrecht« erhaltung des Frieden». — Perfide ist es übrigen», daß der Stadtrath in seinem Aufruf behauptet, daß .störende Elemente* demonstrative Auftritte bervorrtefen, um den „guten Ruf der Stadt* zu schädigen. Dadurch wird die Schuld an etwaigen Au»schreuungen natürlich auf angebliche Herausforderungen durch die Deutschen geschoben. — Die Philippinen. Wenn fich in Deutschland Stimmen erheben, welche die völlige Abtretung der Philippinen an die Union angreifen, so verstehen die deutschen Firmen in Manila diele Stellung nicht, denn fie halten e» «egen der großen deutschen Juteriffen dort für die beste Regelung ter so lange schwebenden Philipp-nenfrage- Spanien selbst würde durch den Verlust der Philipp neu, nachdem Manila und ganz Luzon losgelöst war, keiueu Verlust erleiden. Schon bisher war diese Inselgruppe ein rechtes Schmerzenskind, ohne Luzon würde sie ober den Raio Spaniens nur be« schleunigen, denn sie würde mit ihren ewigen Aufständen und ohne nenueuswerthe Einnahmen die Kräfte Spanien» vollends auszeh en. Durch dte Amerikaner werden die Bewohner der Philippinen die uothweudige Achtung vor den Weißen und ihrer Etv lisation wieder erhalten, die ihnen im Verkehr mit dem schwächlichen Spanien ganz verloren gegangen ist. Ein großer Theil der Eingeborenen ist übrigens mit dem Aufstande gar nicht einverstanden. vormlschter. Oberbiel, 11. November. Auf der Grube ,f5d)fag(ag* bei Altenberg hat fich gestern ein bedauerlicher llugiückoiall ereignet. Der im Tagbau genannter Grube bddähLte Bergmann Peter Baumann von hier wurde durch he ab stürzendes Gebirg theilweise verschüttet. Der verung ückte, welcher einen schweren Oberlchenkeldruch und Berufungen im Rücken davontrug, wurde in die Gießener Rlimt verbracht. * bpeger, 9. November. Entdeckte Petroleum« quelle. In Neuhofen ließ der Taglöhner Peter Repp I. in feinem Haute einen Brunnen bohren. Hierbei gelangte mau in einer Tiefe von 14 Metern auf Wasser mit e nem auffallend starken Gerüche nach Erdöl. In ein Gesäß gebracht, bildete fich auf dem Baffer ein bläulich glänzender Ueberzug. Ein damit getränktes Papier ließ fich sofort au« zünden und eulwickelte beim verbrennen einen Geruch, wie er dem brennenden Petroleum eigen ist. Heute weilten nun verschiedene Ehemiker und Bankdirectoren au» den Nutzbar« ftädten hier, um an Ort und Stelle nähere Erkundigungen elnznziehen. Dieselben wollen, laut ^Fiks. Journ.", weitere Bohrversuche snstellen (affen. ' «et. 10. November. Eine eigenartige Auflieferung hat an der Reichsgrenze auf der Zollstraße nach Raon snr« Plaine stattgefunden; es erfolgte die Uebergabe des deutschen Militärdienftpferd es, auf welchem der Halar Joieph Oswald von Saarburg vom Straßburger Husaren-Regiment nach Frankreich befertirt war. Zur Rückgabe hatten fich zwei berittene franzöfische Gensdarmeu mit einem Lieute halten hat. Zwei Illustrationen betreffen die L-idgarbe be« Kaisers in Tropenuniform, zwei weitere ba« katserliche Zeltlager von Jerusa lern. Daran reihen sich Ansichten von Bethanren, Jericho, Hebron mit seinen Patrrarcher.gräbern, von Heisa mit dem Berge Ka.mel von Nazarets unb Ztberia«; wir erblicken to« in schauerlicher Fels«- einöde belesene Kloster Mar Saba, die Tausstelle Ehristi im Jorb». und da« Tobte Meer. — Auf die stillen krrchlichen Feiertage des Monats November nehmen Bezug die stimmungsvolle, tcppelseiiige Original,eichnung .Allerseelen in Italien' von Rick. Pültner, die Holzfchntttreprobuction be« Gemäldes .Ein Begrädniß- vom Weimarer Künstler Walter Hannemann unb die Abbildung ein'S herrlichen Bronzereliei« von Reinhold Felberhcff für ein Berliner Grabderkmal — Da« Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig, zu dem am 18. Ociober ber erste Spatenstich erfolgte, ist mit zwei Abbildungen noch dem zur Ausführung angenommenen Entwurf von Prof. Bruno Schmiß bedacht worden. — An die beklagen«werthen Cpfer ber Pest in Wien erinnern bk Porträt« be« Dr. med. H-rmann Müller und der Wärterin Albine Pccha. — Das Titelblatt der Nummer ziert ein Tableau aller derzeitigen Rectoren ber deutschen Unlvcrsilälen. 100fach prämiirt, UM io 11191 I Neuheiten der Pelzconfection Eier! Neuen-Bäue 11. 11012 Marktftratze 28. Telephon 115. 9968 I vermiet! Ludwigstratze 44. Carl Köhler, Schw. M. Flotter Schnurrbart! Franz. Haar- und Bart- ' 8802 angabe an die Exped. b. Bl. u. Nr. 11262. ioderwagen! -gen Naummangei zu verrauien. i Zu erfragen in der Exped. b. Bl. , A. Kiibinger, Skltersweg 19 SL35L.- SohOt Wehkwannm Allein-Verkauf für Gießen: 8135 Otto Schaaf, dessen, Seltersweg 39. (itjnpfe hl uimcn Mretgeluche Du verkaufen Mrmiethungen A auf-Gesuche Scbulstr. 5. JoS. Mark, Schulstr. 5. WLsche-Ausstattungs-Geschäft. a a D O o ö n ß Q n Kohlensäure in Stahlkapseln 10 Stück Mk. 1.—t verwendbar mit Specialslasche zu Mk. 3.—, zur ausgezeichnetes und praktisches Waschmittel. 11257] Füllofen, nicht gebraucht, billigst zu verkaufen. Näheres in ber Expebition b. 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Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlthuenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und litten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u dergl., besonder» aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben- Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamm gelangen zu lasten: Frl. Amalie Banfa, Diezstraße 15, Frau vr. Brüel, Moltkestraße 3, Frau Amtsgerichtsrath Gebhardt, Bergstraße 3, Frau Retznungsrath Kalbfleisch. Ladwig- straße 7, Frl. Emilie Langermann, Südanlage 21, Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8, Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11, Frl. Luise Wortmann, Asterweg 16. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. «ST* Raupenleim, “tCZ bester Qualität, empfiehlt 11002 jSlugUst Noll, Bahnhofstraße 51. 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