auf Blödver. bäcker. 4 Hf is 1; 2 a. L t»r ?rr - r b r t C 2 L '«rMasrcn ich bis gegen Ende lo habe ich bie Preise 9805 Wo! er Auswahl ob gt | kessen. aus Latz«. 50 an. StttttflXl 19. fc Co. Jen Bahnhöfe” 40. ., billige «uh ßrie- ,, fsej Mer rp}anj Stationen 6Ie»'«° Friedberg'^ d ***Reuden le« ™d (h,|b.hn. fT Gi^ Nr. 242 Erstes Blatt. Samstag den 15 October ISO^ eu lu.nahmk bt« Montag«. Du GirHener Asamikie» S tälter enbrn t*m Anznger »Scheutüch viermal bngrlrgt. Gießener Anzeiger ?Snng»prels vunrilährlich 2 Mark 2ü Wfr monatlid) 75 Pfg. mit Bringerloh». Bei Postdezuß 2 Mark 60 Pfg virrtrljSbrlich. «»nähme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Lag erlchemenden Nummer bt« Sonn. 10 Uhr. General-Unzeiger Alle Anzeigen-Bermittlung-stellen de« In- und flutloaW vkhmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeh». Anrts- und Anzeigeblatt für den Ttreis Gietzen. Gratisbeilage: Gießener Fmnilienblatter. JUbaction, Expedition und Druckerei: SchukKratze Nr. 7. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betr.: Herbstübung der Röntgl. 21. Dtvifiou. Die König!. 21. Division zn Frankfurt a. M. hat da» vachsiehende Tchretben an die Troßh. Provtozialdtreetion Oberheffen gerichtet, welches wir hiermit zur allgemeinen Renntniß bringen. Gießen, den 12. October 1898. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Die Truppen der Dtvifiou haben bet den diesjährigen Herbstübungen, die zu« Theil im Bezirk der Großh. Hessischen Provtozialdtreetion («reife Alsfeld, Gießen, Büdingen, Fried, berg, Schotten) stattgefouden haben, durchweg eine fehr ent« gegenkommende und gute Aufnahme bet ihren Quartierwirtheu gefoudeo. Ich kann e» nicht uuterlaffen, der Großh. Heffifchen Provtuztaldirecttou «eiveu verbtodlichsteu Dauk im Namen der mir unterstellten Truppen hierfür ouSzufprrchev und knüpfe hterau die Bitte, voo dieser Danksagung deu bethetligteu «reifea uud Gemeinden tu geeignet fchetueader Weise Kennt- otß geben zu wollen. PertheS, Generallteutenant und D'vistonS Eommanbeur. Deutschland und Italien. „ Daß deutsche Ratserpaar fchtftt flch dekauolltch für seine Palästtnafahrt tu Venedig ein uud trifft mit de« italienischen Herrscherpaare aus kurze gelt tu der Lagunenstadt zusammeu. Wie mau versucht ist, jeder Phase dieser Raiserreise etue be- soudere Bedeutung betzumeffeu, so hat «an natürlich auch diese ueueste Mouarcheoeutrevue mit der Politik tu Berühruog gebracht. Alle derarttgeu Gerüchte werden aber durch dte anscheinend aus osfictellr« ttalteotscheu Munde stammende Meldung widerlegt, daß der Aufenthalt de» deutschen Kaiser» tu Beoedtg zu kurz sei, um politische Erörterungen zuzulaffeu, daß Italien überdies fest zom Dretboude stehe, an dessen Bestrebuugeu es fich auch feroerhto voll uud ganz brtheiligru werde. Dte Betouuog dieser Thatsache zeigt, daß auch neuer- dtugs wieder Zweifel an der Bundestreue Italiens laut ge- worden waren. Wir haben schon früher darauf htngewieseo, daß es auf der Apeoutuen.Holbtosrl manche Kreise giebt, dte ihr Hetl in etue« engeren Auschluß an Fraukretch sehen und deshalb der Zugehörigkeit Italiens zu« Dreibünde feine »rohen Sympathien wtb«eo. Ja der Stawmesverwandschaft beider Ratioueu sehen fie dte Forderung nach politischer und wirthschaftlicher Aunäherung begründet. Aber man darf wohl bkhauptru, daß diese Anschauungen tu der Minderheit find, daß iusbesoudere dte Sympathien für Deutschloud recht große geuaout werden können. Dte Beziehungen des deutschen Katserhofes 8utn Ualteotichen Söoigshause haben fich äußerst herzlich gestaltet, uud dte Aufnahme, welche unserer Kaiser- familte jedesmal bet ihrem «ufeuthalte in Italien wird, ist eine aufrichtig freudige. Dasselbe gute verhältuiß besteht zwischen deu beiderseitigen Regteruogen, und io Berlin ist wohl am allerweotgsten jeoeo Ausstreuungen Glauben ge- schenkt worden, daß Italien der Buodesgenosseuschaft über- drüsfig sei. Es ist noch tn frischer Erinnerung, daß man besonders in vorigen Jahre etwas mißtrauisch auf das Land jenseits der Alpen blickte, bis dte Loweseuheit Königs Humbert- und seiner Staatsmänner bet den Maoövern io Homburg uod die bei dieser Gelegenheit gefallenen Kundgebungen allen bös. willigen Gerüchten ein Ende machten. Italien läßt fich durch keine Lockungen seiner Stammesgrooffen an der Seine von seiner Zugehörigkeit zu« Dreibünde abbrtngen, und wenn auch in mancher Hiaficht dte Beziehungen zwischen diesem Lande und Oesterreich zu wünschen übrig lassen, so find die Bande, welche beide Staaten mit de« deutschen Reiche verknüpfen, um so fester genietet. Kaiser Wtlhel« hat schon oft den Vermittler gemacht, wenn es galt, dte Interessen Oesterreichs und Italiens zu vereinigen und fie dem größeren gemeinsamen Ziele anzu. paffen. Auch die jetzige Zusammenkunft des deutschen Herr- schers mit de« italienischen König und seinen Rathgebern wird, selbst wenn fie gar keine politische Zwecke verfolgt, doch dazu beitragen, unser verhältuiß zu Italien und damit dte friedlichen Bestimmungen des Dreibundes weiter zu fördern. DrS dürste der erste practifche Erfolg der großen Raiserreise sein. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 13. Oktober. Dte „Rordd. Allgem. Ztg.* betont gegenüber ausländischen Blättermeldungen nochmals, daß der Verzicht des Kaisers ans den Besuch Aegyptens lediglich ans dte bekannten Gründe, dte innere Regierungs-Politik betreffend, zurückzuführen ist. Berlin, 13. October. Der „ReichSauzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen ersten Secretärs bet der Bot. schäft tn London, Grafen von Arco-Valley zom Ge- sandten bet den Bereinigten Staaten von Brafilten. Berlin, 13. October. Der „vosfischeu Zeitung* wird aus Rom telegraphirt: ES scheint, daß dte entschlossene Haltung des Auswärtigen Amtes gegenüber dem vatican bereits Früchte trägt. In Kreisen, die de« Cardival-StaatS- secretär nahe stehen, wird entschieden bestritten, daß dte päpstliche Betonung des stavzöfischen Schutzrechtes im heiligen Lande durch irgendwelche Feindschaft gegen Deutschland ein- gegeben sei. Der GewährSwann der „8off. Ztg.* fügt hinzu, man werde den Beweis bald erhalten. Berlin, 13. Oktober. Heute ist durch dte Erimtnal. Polizei der Mörder der Rosine Kayser aus der Zton- ktrchstraße ermittelt worden. Es ist der frühere Lylograph, jetzige Hausknecht Albert Wegener, 29 Jahre alt. Wegener ist der Sohn des Kirchendieners der apostolischen Gemeinde, der er auch selbst angehörte. Leider ist es noch nicht gelungen, der Person deS Thätrrs habhaft zu werden. Berlin, 13. October. Der B undesrath hat fich in der Lippe'sch en Angelegenheit, wie dte , Rational» Zeituog* erfährt, für unzuständig erklärt. Berlin, 13. October. Unter den Diplomaten, welche für dte Nachfolge des Herrn v. Bülow als preußischer Gesandter beim vatican genannt werden, befindet fich auch Herr v. Rothen Hahn, der jetzige Gesandte des Reich» tn Bern. Für dte Annahme, daß er für den Posten bestimmt sei, spricht, der „National-Zeitung* zufolge der Umstand, daß Herr Rothenhahn tn früherer Zett all Geschäfr»träger beim vatican und dann al» Uoterftaat»srcretSr tm Auswärtigen Amte Gelegenheit gehabt hat, fich mit den bezüglichen Verhältnissen bekannt zu machen. Berlin, 11. October. Da» Ausland und dte Orieutretse de» Satser». Unser östlicher Nachbar Rußland scheint am ehesten zu der Etoficht zu gelangen, daß die Orieutfahrt unseres Kaiser» keine Ziele verfolgt, die die übrigen Mächte mit Besorgntß erfüllen und ihrem Widerspruch begegneu müßte. Allerdings wird das moralische An« sehen des Deutschen Reiches durch die Aowesenhett de» Kaiser» tm Ortent gewinnen — da» tst unstreitig ein politische» Er- gebniß — und eben so ficher darf man auch voraussetzen, daß der Sultan für seinen kaiserlichen Gast einige Ueber- raschungen vorbehält, dte tndeß jedenfalls nicht einen die Ruhe Europas störenden Charakter tragen werden. Ob eS nun ganz so aufrichtig gemeint ist, wie es gedruckt dasteht-- genug: Rußland zeigt ein freundlichere» Gesicht und findet dementsprechend auch sympathische Töne für die Reise de» Kaiser» Wilhelm, und England scheint diesem Beispiel folgen zu wollen. Nur Frankreich allein schürt den ohnmächtigen Groll tn seinem Busen noch weiter und sucht die katholische Kirche und ihr Oberhaupt, den Papst, unter seinen Heerbann zu nehmen, um wenigsten» ans kirchlichem Gebiet der Reise de» Kaiser» ein Hinderniß tn den Weg zu legen oder ihm gar eine Niederlage zu bereiten. Dieser Feldzug, der in»- geheim auf die Mtthülfe der deutschen Katholiken rechnete, scheitert tndeß schmählich an de« nationalen Sinn der deutschen Katholiken. Nach der Niederlage, die Frankreich in der Frage de» Protectorat» über den christlichen Orient bisher erlitt, wird e» fich nun genöthigt sehen, Bedacht auf sein früheres, bewährte» System zu nehmen: Deutschland zu verdächtigen, eS verfolge mtt der Orientfahrt des Kaiser» große politische Zwecke, welche die Kreise der Mttrelmeer.Mächte nothweudig stören müßten. Solche Unterstellungen erreichen leider ein zweifache» Ziel. Einmal entfachen fie doch, weun fie auch noch so unbegründet find, die Unruhe und den Argwohn der übrigen Mächte, und dann, wenn fich die kassaudrischen Voraussagungen Frankreich» nicht ersüllen, so kann Frankreich mit der Behauptung kommen: die Reise de» Deutschen Kaiser» hat keinen Erfolg gehabt- fie ist in ihren Zielen geschettert — der Kaiser fand überall Ablehnung! — Schon jetzt, zu Beginn der Saiserreise, machen wir auf die» mit mathematischer Sicherheit voran» zu berechnende Manöver Frankreich» aufmerksam. Wie gesagt: greifbare, große politische Ziele hat die Orientreise niunal» in» Auge gefaßt und e» find daher weder Befürchtungen wegen etwaiger Lonflicte mit anderen Mächten, noch Gefühle der Enttäuschung angebracht, wenn Adrksse für DcpkschtN: An,ei,er chietze». Fernsprecher Nr. 61. Deutschland dem Wunsch einiger Heißsporne nicht entspricht und fich also den Eintritt in die Reihe der Mittelmeermächte auf andere Zetten aufspart. Auch die vielfach laut gewordene Sorge, die «nwesenhett de» Kaiser» könne der Kreta-Frage eine andere Richtung geben und den Sultan dem Druck der vier Garantiemächte entziehen, ist durchau» grundlos. Die einträchtigen vier Garautiemächte, von denen zwei, England und Frankreich, auf de« Punkt stehen, fich wegen Faschoda tn die Haare zu gerathen, sehen sicherlich dem Augenblick mit Bangen entgegen, wo ihr köstliche» vierwöchentliche» Ultimatum eine der Mächte zwingt, die Kanonen zu lösen und auf da» arme Kreta zu schießen--falls nicht innerhalb diese» weitläufigen Ultimatum» von vier Wochen Ereignisse eiutreteu, die nochmal» ein neue» verhandeln mit dem Sultan oder diplomatische Verhandlungen bezw. kriegerische Hctionee unter einander nothwendig machen. M. N. N. Berlin, 13. Oktober. Die Abkürzung der Kaiserreise. Dte „N. A. Z.* schreibt an der Spitze de» Blattes: ,3u verschiedenen Zettnngsmeldungen aus dem Auslande begegnet uns die sonderbare Auffassung, als ob der Abstecher Sr. Majestät des Kaisers nach Aegypten infolge ausländischer Schritte oder Einflüsse aufgegeben worden sei. Mit Recht werden solche Vermuthungen als Fabeln bezeichnet- fie entbehren jedes thatsächlicheu Anhalts. Wir wiederholen, daß der Verzicht auf den Besuch Aegyptens lediglich aus den tn der bekannten Mittheilung des „Wolss'schen Telegraphen- bnreau»* gemeldeten Erwägungen der inneren Regierungs- politik hervorgegangen ist." Berlin, 13. Oetober. Dir Bestätigung des Herrn Kirschner als Oberbürgermeister ist, wie die „örrl. Ztg.* hört, nunmehr eingrtroffen. Wie verlautet, habe dir Angelegenheit ans der Tagesordnung der StaatSministettal- fltzung am letzten Donnerstag gestanden und ihre Erledigung gefunden. Die Verzögerung sei lediglich darauf zurückzn- führen, daß die mtt der Sache beschäftigten Beamten beurlaubt warrn. — Zur Ergänzung unserer Flotte. In den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Haushalts der Marine- Verwaltung für 1899 wird ein weiterer Theil der Forderungen der in der vorigen Reichstagstagung bewilligten Flottenvorlage zum Bau von Kriegsschiffen enthalten sein. Die einzelnen Pofitionen für die Neubauten werden in naher Zett vom Buudesrath entgiltig frftgestcllt und mit der Vorlegung des Haushalt- an den Reichstag bekannt gegeben werden. Daneben wird eine Anzahl von weiteren Raten für schon in Angriff genommene Bauten gefordert werden müssen. Zunächst kommen dabei die Ersatzbauten in Betracht. Zwei Panzerschiffe „Reifet Wilhelm II.*, der als Ersatz für „Friedrich der Große* eintreten soll uud der Ersatz für „König Wilhelm*, ein Kreuzer erster Klasse „Fürst Bismarck* (Ersatz Leipzig) sowie zwei Kanonenboote als Ersatz für „Wolf* und „Habicht* fallen tn diese Kategorie, von den größeren Schiffen find „Kaiser Wilhelm II.* und „Fürst Bismarck* so weit vorgeschritten, daß für fie die letzten Raten gefordert werden könnten, für die Ersatzbauten von „Wolf" und „Habicht* «erden die Schlußraten ganz ficher verlangt werben, da damit erst wieder vier Kanonenboote vorhanden sein werden. Sodann werden die zweiten Raten für die hn vorigen Etat geforderten und bewilligten Neubauten eingesetzt werden müssen. Hierbei find die Lienien- schiffe A und B, der große Kreuzer A, die kleinen Kreuzer A und B sowie das Torpedodivifionsboot und die Torpedoboote zu berücksichtigen. Für «eitere Raten «erden dem- gemäß tm nächstjährigen Reichshaushalt acht Linienschiffe und Kreuzer sowie zwei Kanonenboote in Betracht kommen. — Gouvernementswechsel in Kiautschou. Durch die Veränderung tn der obersten Leitung von Ktamschou stütz, wie tn einem Berliner Blatt bemerkt wird, zu« Mindesten theilweise gewisse Klagen als berechtigt anerkannt, die seit einiger Zett in der Presse laut geworden waren, deren Begründung fich aber nicht beurtheilen ließ. Es wurde insbesondere darüber Beschwerde geführt, daß der winhschast- lichen Nutzbarmachung von Kiautschou, die doch der Zweck der Erwerbung dieses Gebietes sein mußte, die größen Hindernisse in den Weg gelegt würden- den Deutschen, die dort Land erwerben wollten, sei dies mit der Begründung abgeschlagen worden, daß erst das ganze Gebitt vermessen werden müsse- ans demselben Grunde sei sogar dte noth. wendige Errichtung eine- Hotel-, die zwei Deutsche beabfich« tigten, verhindert worden- die Benutzung des Hafen» fei verboten worden, «eil die Zollverhältnisse noch nicht end- gütig geregelt find u. s. w. Andererseits wurde über mangelhafte Unterbringung und Ausrüstung der deutschen Soldaten geklagt. Dem Capitän Rosendahl ist auch von Berichterstattern, die derartige Beschwerden Wiedergaben, guter Wille uachgerühmt worden,- eS scheint aber, daß er fast gar keine Erfahrung in ostasiatischen Dingen hatte, wohl auch sonst seiner Persönlichkeit nach nicht ganz geeignet war, indem er seine Aufgabe zu soldatisch anfaßte. Daß man hier mit seinem Verfahren nicht ganz einverstanden war, schien schon daraus hervorzugehen, daß die ziemlich scharf gehaltenen Berichte de» Berichterstatter» der „Frankf. Ztg. von ofstciöser Seite sehr wohlwollend beurtheilt Warden. M.P.C. In der Milit. Polit. Corr, ist bereit» früher die Herabsetzung der Altersgrenze im AlterS- versicheruugSgesetz befürwortet worden. Gin gleiches geschieht neuerdings durch den GeueralsecretSr de» Central- verband» deutscher Industrieller, Herrn Bueck. Schon für 1897 machten die Invalidenrenten 47 pLt. aller Renten aus und am 1. Juli d. I. überstiegen sie mit 238,668 die Zahl der Altersrenten bereits, welche sich nur auf 202,630 stellte und feit dem 1. April d. I. sogar um 762 zurückgegaugeu ist. Herr Bueck befürwortet deshalb, die Altersgrenze vom 70. auf das 65. Lebensjahr herabzusetzeu, sodaß die versicherten Arbeiter künftig schon mit dem vollendeten 65. Leben», jahre tu den Genuß der Altersrente treten würden, welcher bekanntlich unabhängig von der ErwerbSthättgkett und von der Invalidität ist. Die Jnvaltdenreuten der Altersstufe von 65 bi» 70, welche 24 pCt. aller Invalidenrenten auS- machen, würden damit fast verschwinden, gleichzeitig aber auch die Zahl der Invaliden der Altersstufe von 60 bi» 64 erheblich abnehmeu, weil die Neigung, sich als Invalide erklären zu laffen, geringer werden muß, wenn schon beim 65. Lebensjahr die Altersrente unabhängig von der Invalidität eintritt, während die» jetzt erst mit dem 70. Lebensjahre geschieht. M.P.C. Die Reise de» EisrubahnmtuisterS nach dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet wird wohl mir Recht in Zusammenhang gebracht mit der weiter stark zunehmenden Entwicklung des Eisenbahnverkehrs. Wenn auch die eisenbahnseittge Gestellung der Wagen sowohl für die auf offene Wagen angewiesenen Industrien, wie auch dir der gedeckten Wagen sich bisher fast durchweg rechtzeitig hat erreichen lassen, so scheint doch durch die BerkehrSzuuahme selbst die hohe Entwicklung de» Jahre» 1897 noch erheblich übertroffen werden zu sollen. Der Kohlenverkehr im rheinisch- westfälischen Industriegebiet stieg int Monat August 1898 gegen denselben Monat 1897 um 29 571 Wagen, gleich 8 Procent und im Monat September 1898 find nach vorläufigen Ermittelungen im selben Gebiet gegen den gleichen Monat deS Vorjahres 19683 Wagen mehr gestellt worden, da- bedeutet ein Mehr von 5,6 Proeent. — Zu der feierlichen Einweihung der Er- löserktrche tu Jerusalem Ende diese- Monats kommen immer noch einzelne Mittheilungeu zum Vorschein, die vou vielseitigem Jnterefle find. Im Allgemeinen haben die ergangenen Einladungen in der gesammteu evangelischen Welt ein freudige» Echo gefunden. So hat auch die evangelische Gemeinde in Neapel einen Vertreter abgeordnet, nämlich ihren Präsidenten Teofilo Gay- er macht die Fahrt nach Jerusalem mit seinem Sohne, drr gegenwärtig tn Berlin Theologie studirt. Die österreichischen Evangelischen werden nur durch eine Person vertreten sein. Wie der Wiener evangelische Oberktrchenrath Aug»burgischer und ' Helvetischer Confesfiou seine Betheiliguug abgelehnt hat, so ist auch die beabsichtigte Absendung de» Laude-bischofs für Siebenbürgen Dr. Fr. Müller au» Gesundheitsrücksichten unterblieben. Nur der Bischof der ungarischen evangelischen Landeskirche A. B. v. Zeleuka wird der Frier beiwohnen._________________________________________ Ausla«-. Wien, 13. Oetober. In hiesigen gut unterrichteten militärischen Kreisen wird die Nachricht von einem bevorstehenden Wechsel tn der Leitung de» Generalstabe» al» unbegründet bezeichnet. Lemberg. 13. October. Die Blätter melden gerüchtweise aus Wien, daß der Rücktritt de» Grafen Thun bevorstehe. Triest, 13. October. Dem „Piccolo" wird aus Fiume gemeldet, Zola sei mit dem Schiff „Ungaria" aus Dalmatien augekommeu und per Bahn nach Triest und Wien wettergereist. Beuedig. 13. October. Da» deutsche Kaiserpaar ist heute Mittag 12S/»Uhr in Begleitung von Herrn v. Bülow und Gefolge hier etugetroffen. Am Bahnhöfe war König Humbert mit Gemahlin zum Empfange erschienen. Ferner waren erschienen der Ministerpräsident Pelloux und der Minister de» Auswärtigen Canevaro. Die Begrüßung zwischen den Maj stäten war eine sehr herzliche. Vom Bahnhofe au» fuhren dieselben tn Hofgondeln und acht städtischen Gondeln in der Bauart vergangener Jahrhunderte durch den Canal Grande nach dem Königlichen Palais. Pari». 13. October. Die „Aurore" veröffentlicht einen längeren Artikel, worin der General Boisdeffre als ein Lügner htogestellt wird. Clewenceau erklärt, er habe durch Bertulus erfahren, daß General Boisdeffre als damaliger Chef dr» GeneralstabeS au demselben Tage einen Brief an Esterhazy geschrieben habe, an welchem er osfictöS erklären ließ, er habe nie Beziehungen zu Esterhazy gehabt. Pari». 13. October. Graf Murawiew wird, wie man hier allgemein wissen will, demnächst nach Pari» kommen, um mit Delcoffti über die internationale politische Lage zu conferiren, besonder» über die Abrüstung-frage und über die franco.russische Politik in China. Pari», 13. October. Mehrere Blätter berichten, daß Zola am nächsten Sonntag nach Pari» kommen werde. Paris, 13. October. In Lille und Epernah waren von 1500 Eisenbahnarbeitern nur 75 dem Aufruf deS Ausstand».Ausschusses zur Abstimmung über den allgemeinen AuSstaod gefolgt. Hiervon stimmten 50 für und 25 gegen den Ausstand. Paris, 13. Oetober. „SiScle" sagt, von mehreren Seiten würden Versuche gemacht, den CaffatiouShof zu bewegen, die Revision im DreyfuS-Proceß einzuletteu, ohne vorher eine Untersuchung stattfiaden zu lassen. Paris, 12. October. Bon wesentlicher Bedeutung für den Ausstand ist die Haltung deS Verbandes der Eisen- bahn-Angestellten und -Arbeiter, dem von 400,000 diese» Berufes tu Frankreich überhaupt 150,000 als Mitglieder angehören. In der am Mittwoch abgehalteueu Sitzung de» BerbandSvorstaudeS ist nun keine Einigung in der Frage eine» allgemeinen Strike» erzielt worden- fünfzehn Mitglieder sollen für und ebensoviel dagegen gestimmt haben. Dadurch entmuthigt, treiben jetzt die Wortführer de» GeneralstrikeS nicht mehr so entschieden zum AuSstaude wie früher und viele Arbeiter scheinen geneigt, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Zahl der Arbeitsplätze, auf denen die Arbeit wieder ausgenommen ward, hat sich am Mittwoch Morgen merklich vermehrt und ist wahrscheinlich im Laufe de» Nachmittags noch gewachsen. Zwischenfälle sind nicht bekannt geworden. Die Präsidenten de» Stadtraths und GeueralratheS unter- breiteten dem Handel-Minister die Forderungen der Ausständigen hinsichtlich der AuSstellungSarbeiten. Der Minister erwiderte indeß, trotz seines Wunsches, den Ausstand beendigt zu sehen, könne er zur Zeit nichts thuu, und fügte hinzu, die AuSstellungSarbeiten seien genügend weit vorgeschritten, sodaß man da» Ende deS Ausstande» abwarten könne, ohne den Erfolg der Ausstellung zu beeinträchtigen. Die beiden Präsidenten begaben sich hierauf in Begleitung von Abordnungen Ausständiger zum ArbeitSminister, um denselben zu bitten, bei den Eisenbahn-Gesellschaften zu Gunsten der Erdarbeiter vorstellig zu werden, doch der Minister erwiderte, er könne, bei allem Mitfühlen für die Strikendeu, amtlich bet den Gesellschaften sich nicht einmtscheu. M.P.C. Nach der Annahme unterrichteter Kreise wird der Arbetter-AuSstaud in Paris durch überaus reichliche Gewährung voa Mitteln «eiten» der Dreyfu».Partei genährt. London, 13. October. Die englische Regierung soll Frankreich den Vorschlag gemacht haben, Marchand zum frauzöstschen Consul im Sudan zu ernrnnen, um auf diese Weise die französischen HandelS-Jnteressen zu schützen. Da» Consulat soll dann in eine General-Refidenz umgewandelt werden. Konstantinopel, 13. Oetober. Die Mächte haben der Pforte nottficirt, daß die Kosten der internationalen Occupatton au» den kretischen Steuer-Eingängen gedeckt würden. Konstantinopel, 12. Oetober. Seit einigen Jahren hat die türkische Regierung jüdischen Auswanderern von Oesterreich, Rußland und Rumänien die Ansiedelung tn Palästina verboten. Trotzdem haben fich Viele ansässig gemacht. Die zionistische Bewegung in Europa hat nun die Aufmerksamkeit der Behörden in dieser Angelegenheit erregt und der Großvezir hat strengen Befehl erlassen, allen auswärtigen Juden aller Nationalitäten ohne Unterschied da- Betreren Palästinas zu untersagen, wenn nicht hinlängliche Bürgschaft gegeben wird, daß sie innerhalb dreißig Tagen da» Land wieder verlassen. Mehreren britischen jüdischen Familien, welche kürzlich tn Jaffa eintrafeu, wurde demgemäß die Landung nicht gestattet. Sie waren gezwungen, mit demselbrn Schiffe, welches sie gebracht hatte, zurückzukehreu. Smyrna, 13. October. Die Post vou Karahiffar nach Dinar wurde von Räubern angefallen. Die Begleitmannschaft wurde getödtet und Geldpackete im Werthe von 210000 Franc» geraubt. — Die „Time»" meldet aus Capstadt vom 12. October: „Die Nachrichten, daß Soldaten in Deutsch-Südwest- afrtka im Kampfe mit Eingeborenen gefallen seien, werden für unrichtig erklärt. Die Soldaten waren an Zahl zu schwach, um einen Angriff auszuführen. Die Eingeborenen werden, wenn die deutschen Truppen Verstärkungen erhalten, wahrscheinlich wieder eine feste Stellung etnnehmen." — Auch diese Meldung bringt noch nicht die gewünschte Klarheit, wa» im Schutzgebiet eigentlich vorgegangen ist. — Ueber einen Aufstaud auf den Neuen Hebriden, bei dem Deutsche in Mitleidenschaft gezogen sein sollen, wird jetzt au» Adelaide Folgende» gemeldet: Die Eingeborenen der Neuen Hebriden überfielen ein unter deutscher Flagge segelnde» Schiff, da» dem Capitäu Colchern unterstellt und nach den Salomons Inseln auSgesandt war, ermordeten fämmtliche Weiße und warfen die Leichen den Haifischen als Speise hinab. Bier gefangene Konaken wurden grausam abgeschlachtet und am Lande verzehrt. Der deutsche Kreuzer „Falke" wurde der „Köln. Ztg." zufolge, abgesandt, um die Frevler zu strafen. Loeales und prot>in$UlUs» Gießen, 14. October 1898. • • Kirchliche Dtenstnachrichten. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, dem Pfarr- Verwalter Friedrich Landmann zu Stumpertenrod, Decavat Alsfeld, die evangelische Pfarrstelle daselbst, — dem Pfarrer Ludwig Haiuebach zu Bauschheim die evangelische Pfarrstelle zu Wersau, Decanat Reinheim, — dem Pfarrer Ferdinand Naumann zu Kirch-Brombach die evangelische Pfarrstelle zu Nauheim, Decanat Groß-Gerau, zu übertragen. »• Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 5. October den ständigen juristischen Hilfsarbeiter bei dem Ministerium der Finanzeu, Oberfinanzaffeffor Dr. Philipp Weber zum Re- gieruugSaffeffor und Mitglied einer Eisenbahndir ction iu der Hesfisch-Preußischen Eisenbahn Gemeinschaft zu ernennen. * * Knnstverein. Iu der Gemälde-AuSstellung im Thurmhau» am Braud, welche seit voriger Woche wieder geöffnet ist, befinde» fich eine Anzahl Gemälde, welche da» Interesse unserer Kunstfreunde beanspruchen dürfen. Wir wollen heute von einer Klitik der Gemälde absehen und nur diejenigen erwähnen, welche eine besondere Beachtung verdienen. Wir nennen vou den circa 50 ausgestellten vorerst das große Gemälde vou C. Ehreuberg-DreSden „Legier", sowie daßjeuige vou G. Schmidt-Heidelberg Schmied der deutschen Einheit". Diese beiden Bilder werden wohl daS Haupttntereffe unsrer AuSstelluugSbesucher wachrufrv. Auch hat R. L PPS München mit zwei „Motiven au» Venedig" die Ausstellung beschickt, welche den Verkehr auf den Wasserstraßen VeueUzS bei Tag und Nacht vor Augen führen. Die Landschaftlichen Bilder find vertreten durch Di-.ffenba»- Hohwald „Waldeingang", P. Weber-München „Bei Dachau", H. Lessing-Berlin „Aw Wrfiuser der Vilm", E. Btrzer- München „Ackerlavdschaft-, M. BartelS-Hanau mit zwei Gemälden „Frühling" und „Somwertag am öereiftttn*. Auch ein kleines „Seestück" vou E. Morgeusteru-Fravk- furt a. M. soll nicht unerwähnt bleiben, sowie diejenige von C. Agthe-Berlin „Olia fresco6 und „Aus der Levante". Unter den Künstlern, welche die Ausstellung mit Blumen» stücken beschickt haben, ragt besonders unsere heimische Künstlerin Frl. E. Dingel dein mit einem Bilde „Goldlack und Tazetten" hervor. Auch hat Herr Otto Fritz, welche» wir schon mehrmals mit tresflichen „PortraitS" vertreten sahen, die Ausstellung mit solchen beschickt, welche ebenfalls besondere Beachtung verdienen. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß die gegenwärtige Ausstellung den vorhergegangenen an Zahl der Gemälde nicht gleichsteht- immerhin ist der Besuch derselben zu empfehlen. * • Eine gute Handschrift ist von großem Werthe für Jedermann, ja mehr tote Emer, der im Leben Glück gehabt und, tote man sagt, Saniere gemacht hat, hat die» seiner schönen Handschrift zu verdanken. Da- Recht, schlecht zu schreiben, hat, einer landläufigen Redensart zufolge, nut da» Genie, und diese» Recht ist noch dazu nicht unbestrttten. Wer also eine schlechte Handschrift hat, der lasse eine Gelegenheit, fie verbessern zu können, nicht unbenutzt. Tine solche Ge- legenheit bietet hier der Kalligraph O. G ottli eb, der einen Cursu» im Schönschreiben eröffnet. Herr Gottlieb hat viele Erfolge zu verzeichnen und auch hier hat fich seine Methode vielfach bewährt. Die Theiluahme an dem Cursu» kann also Jedem, dessen Handschrift einer Berbtffrrung bedarf, empfohlen werden. Nähere» siehe Annonce. — Eulhülluugsfeier des Ludwigs-Denkmals. Mit Aller- höchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit de» Großherzog» ist, tote tu vor. Nr. bereit» mitgetheilt, die Feier der Enthüllung de» zu Ehren Seiner Königlichen Hoheit de» höchstseligen GroßherzogS Ludwig IV. auf de« Paradeplatz zu Darmstadt errichteten Denkmal» für Donnerstag den 10. November 1898 tn Aussicht genommen. Die Feier soll einen L-mdeScharacter tragen und ist demgemäß eine Betheilignug aus dem ganzen Heffeulaude erwünscht. Zu diesem Zwecke ist als besonderer Theil de» Pro- grammS ein Festzug vorgesehen, au welchem sich Deputationen der KceiSverbälide, der Stadt- und Landgemeinden, der sonstigen Körperschasteu, insbesondere der Vereine aller Art, Anstalten rc. betheiltgeu können Die Theilnahwe von Schulen ist auf diejenigen der Stadt Darmstadt beschränkt. Der Festzug wird auf dem Denkwalsplatze Aufhellung nehmen, so daß die Theiluehmer dem feierlichen Acte der Enthüllung beiwohnen. Damit nun ein Ueberblick über die Betheiliguug alsbald gewouueu werden kann, fordern wir die Stadt- und Gemeiudevorftäudt, Körperschaften, Bereine u. s. w., welche fich im Zuge durch Deputationen vertreten lassen wolle», auf, diese ihre Abficht bis spätesten» Montag den 24. October 1898 bei dem Vorsitzenden der FestzugS-Commission, Herr» Oberstlieutenaut a. D. Cramoltni, Präsident de» „Hasfia"- Berbande», in Darmstadt, unter Angabe der Art ihrer Be- theiligung und der Zahl der Theiluehmer schriftlich kund- zugebeu, worauf ihnen von dieser Stelle au» die weiter erforderliche Mittheiluug gemacht werden wird. Besouder» wünscheu»werth erscheint, daß auch die im Lande vorhandenen Volkstrachten im Zuge ihre Vertretung finden. , ä BÜdtngen und Offenbach, den 11. October 1898. Der Vorstand de» LandeSdenkmaiS-AuSschuffeS: Der 1. Borfitzende: Bruno Fürst zu Yseuburg-Büdingeu, 1. Präsident der Ersten Kammer der Landstäude. Der 2 Vorsitzende: Justtzrath Dr. Weber, lebenslängliche» Mitglied der Ersten Kammer der Landstäude. Der Schriftführer: Haa», Geh. RegierungSrath, 1. Präsident der Zweiten Kammer der Landstäude. An» Oberheffen, 12. October. Zum Denkmals- schütz wird der „Darmst. Ztg." geschrieben: Wieder ist et» ehrwürdiger Rest der Vergangenheit in Gefahr, unwiederbringlich der zerstörenden Menschenhand zum Opfer zu falle» — nämlich der noch wohlerhaltene Rest der alten Stadtbefestigung in Sich. Die Sicher Umwallung zeichnet fich bekanntlich dadurch au», daß fich an ihr mit voller Deut- lichkeit zwti verschiedene Bauveriodeu unterscheiden lassen: erstens die steinerne Mauer und zweiten» die später davor angelegte starke Umwallung. Die letztere geht auf die holländische BefestiguugSzeit zurück- b|e Grafen von Lich standen vielfach in niederländischen Diensten und lernten dabei die neuesten Fortschritte der Fortifika- tiou»kunft kennen- fie säumten dann nicht, ihre heimische Residenz nach den Erfordernissen der zu Beginn des 17. Jahrhundert» aufkommenden Technik zu verstärken, und so entstand in Lich vor der alten Stadtmauer die neut Umwallung, von der sich bis auf unsere Tage ein ansehnliches Stück hinter der Kirche erhalten hatte. Dieser sehr belehrende i Ueberrest der eigenthümlicheu Anlage, die fich in gleicher Av» ' schaulichkeit unsre» Wissen» in Hessen nicht wiederfiudet, ist «• SÄ*1! W■* ** 2 ®"'^‘ -t-° In? fr «Unten ‘ı!' '-- 811.5, le*“- e'V» fr4-, 5 7°r,evßttk,.^. L« btT LtvMt- *N eit 8iumtD; .?e»*111A Ä»*ä ■S$ tf> i °°D h,t in & ilfftfl «M Gefahr, in absehbarer Zeit gänzlich zu verschwinden: eine Backsteinbrennerei hat fich dort aogrfiedelt und zur Herstellung ihrer Waare den auß gutem Löh bestehenden Wall in Angriff genommen. Sollte sich nicht die Möglichkeit bieten, dem Weik der Zerstörung aus irgend eine Weise Einhalt zn gebieten. Da In unsere« Land noch nicht, wie in säst allen Baudesstaaten, das Amt eines staatlichen Eonservators besteht, nehmen wir unsere Zuflucht zur Oeffentl'chkrit, tn der Hoffnung, daß unsere Zeilen on der zuständigen Stelle, welche fie auch sei, Beachtung finden; vielleicht gelingt es, die interessante Anlage in L ch noch in letzter Stunde vor de« Untergang zu bewahren, zumal da hier keine zwingenden Gründe vorliegen, die eine Entfernung des Walle etwa aus ge«einnützigru Z vecken nöthig oder auch nur wünschens- iverth «öden. A Maio,. 13. Oetober. In Anwesenheit des Staat». Ministers Rothe, des Mtuisterialraths Braun, des Regicrungs. raths Welker, des Provinzialdtreetors, des Beschoss, des vollständigen Stadtverordneten Collegiums, der Handelskammer sowie den Spitzen der sonstigen Behörden sand heute Mittag die seierliche Eröffnung des neuen Schlacht- uud Bieh- Hofes hier statt. Der die Bauleitung führende Bauiuspector Gellus, der nach den Intentionen und Entwürfen des leider zu früh verstorbenen Oderbauraths Krey'fig das großartige Werk zu Ende führte, übergab de« Oberbürgermeister den Schlüffe! mit einem Hinweis auf die Entstehung de» Baues, deren Förderer unb dessen große Bedeutung für Mainz. Oberbürgermeister Dr Gaßuer gab noch einer herzlichen ve« grüßung der Gäste und noch kurzer Erörterung der Ent- ftehung der bedeutenden Ncuauloge einen geschichtlichen Rück- blick über die Schlacht- und Biehhossverhältuiffe in Mainz, wie fich solche seit dem vorigen Jahrhundert entwickelt nno schließlich zu dem heutigen Zustand der Beseitigung der Privatschlachtbauser und des öffentlichen Schlachtzwaugrs gr sührt. Der Oberbürgermeister schloß mit dem Wunsche, daß Glück, Segen und Wohlfahrt auß der neuen bedeutenden Schöpfung für Mainz erwachsen möge. Nach Uebergabe der Schlllffel an den Verwalter ergriff Namens der Metzger- iunung Obermeister Falk daS Wort, der den früheren Widerstand der Metzgerinnung gegen die Neuordnung der Berhält- ntffe berührte, dabii jedoch die Hoffnung aussprach, daß fich das Metzgergewerbe auch in der neuen Lage zurecht finde. Staatsmiutster Rothe, für die an ihn ergangene Einladung dankend, sprach die Hoffnung aus, daß das neue Unternehmen der Stadt und dem Metzgergewerbe zum Segen gereiche» werde. E »er gemeinschaftlichen Befichtigvng folgte hierauf ein von der Stadt gegebenes Frühstück. Au» bet {eit für die Seit Vor 93 Jahren, am 15. October 1805, wurde zu Arolsen Wilhelm von Kaulbach, einer der bedeutendsten Maler del modernen München, geboren. Hochgeschätzt sind seine Illustrationen zu Göthes, Schillers und Chakesspeares Dichtungen. Die Hauptleistung seines Lebens ist die geniale Ausschmückung de» Treppenhauses im Berliner Museum. Kaulbach starb am 7. April 1874 zu München. Eingesandt. Gieße«, den 14. October 1898. Wäre es der Gießener Omnldusgefellschaft nicht möglich, während deS kommenden Winter» auch die obere Frankfurterttraße in den Bereich ihrer Fürsorge zu ziehen? Der Verkehr von und nach der Stadt ist hier außerordentlich stark. Man denke nur en die, btt Kliniken besuchenden Studenten rc.; da» Unternehmen würde fich ohne Zweifel finanziell lohnen, anderseil» aber von Hunderten der brävsten Leute als eine humane Großthat ersten Range» begrüßt werden. IHrdilicbc Anzeigen der Stadt Gieszen. Etzaigelifche Ge«ri»be. Eonntag den 16. October. 19. Sonntag nach Trinitatis. (Frnte&anffeft. 6 o 11 e c t e für b i e Armen. Gotteßdienst. In der Ltadikirche. Vormittag» 9*/i Uhr: Pfarrer Dr. Grein An den Gottesdienst wird fich die feierliche Eröffnung deS Confirmandenunterrichts und die Aufnahme der Confirmanden der Marcusgemeinde anschließen. Tie Eltern und Angehörigen der Kinder werden freundlichst zur Tbeilnahme eingeladen. Vormittags llVt Uhr: Kinderkirche für die Marcußgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. An den Gottesdienst w,rd sich die feierliche Eröffnung deS Confirmandenunternchts und die Aufnahme der Confirmanden der MatlhäuSgemeinde anschließen. Die Eltern und Angehörigen der Kinder werden freundlichst zur Theilnahmc eingeladen. In 6er Johanneskirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler. Unmittelbar nach dem Gottesdienst: Eröffnung deS Con> firmandenunterrichts für die LucaSgemeinde. Vormittags UVeUhr: KinbergolteSdienst für die LucaSgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Gottesdienst zur feierlichen Eröffnung deS Confirmanden- Unterrichts für die Confirmanden aus der Johannesgemeinde. Eltern und Angehörige der Kinder, sowie die Gemeinde werden zur Tbeilnahme freundlichst eingeladen. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. Nach allen Gottesdiensten besondere Collecte für die Armen und Kranken der Gemeinde. Montan den 17. October, AbendS 8 Uhr: Bibelstunde tm Confirmandensaal der Johanneskirche. Apostelgeschichte 1, 1 biS 14. Pfarrer Euler. Mittwoch den 19. October, Vormittags 9 Uhr: Gottesdienst zur Eröffnung der DecanatSfynode in der Johanneskirche. Am Sonntag, den 23. October, 20. Sonntag nach Trinitatis: Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und JohanneSgemeinde im AbendgotteSdienst. Anmeldungen bei den Pfarrern erbeten. Im Confirmandensaal, Neustadt 61: Donnerstag den 20. October, Abends 8 Uhr: Bibelstuude. Pfarrer Dr. Grein. Donnerstag den 20. October, Abends 6 Uhr im Schwesternhaus: Vereinigung der confirmirlen weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. «Rtßilifche etetiibe. SamStag den 15. October. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 16. October. 20. Sonntag nach Pfingsten. vormittags von 6Vt Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste teil. Messe; vor und in derselben Austheilung der heil. (Kommunion* , um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe; MilitärgotteSdienst mit Predigt. „ um 9i/i Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; darauf Rofenkranzandacht mit Segen. Neueste Nachrichten. Depesche» des Bure«» ,£>ero(b*. Berlin, 14. October. Der „Local-Anzeiger" meldet aus Rom: Im Auftrage des Papstes begab fich gestern der Cardinal-Vtacttsskcrrtär Rampolla zur preußischen Gesandtschaft und gab de« in Vertretung des bisherigen Gesandten v. Bülow sungtrendev Geschäftsträger die freundlichsten und versöhnlichsten Erklärungen ab. Jede Gefahr eines Bruches zwischen Preußen und dem vattcan ist sitzt beseitigt. Tiefen Eindruck hat auf den Papst der Umstand gemacht, daß die deutschen Katholiken entgegen der fravzoien- freundlichen Politik des Cardinals Rampolla tn der Frage des Protektorats über die Christen im Orient die Reichs- Regierung so energisch unterstützen. Berlin, 14. October. Prof. Marti tz an der Universität Tübingen, feit 1. Oktober Obrroerwaltuogsgerichtsrath in Berlin, wurde zum ordentl. Profeffor der juristischen Faculiät an der hiesigen Unwersität ernannt. No«. 14. Oetober. Dir Regierung hat brschloffev, die Wahl der socialisttschen Abgeordneten Turath und Anreis zu Gemeinderachen tn Torlinpopult als ungültig zu erklären. Beide Aboeordnrte befinden fich gegenwärtig tm Gesängn'ß. Brüssel, 14. October. Die von Rochefort geplante Kundgebung am Grade voulongcrs, die für nächsten Samstag angesetzt war, droht einen Confltct herbeizusühren. Lyon, 14. Oetober. Große Placate kündigen die Er- öffaung eines Congresses der Klerikalen an, welcher umer dem vorfitz deS Führers der vom Papst empfangenen Pilger Harmel und des Abgeordneten Lemhre abgehalten werden wird. vrenodle, 14. Oetober. Ein Regiment, welches ,u den Maoövern ausrücken sollte, erhielt Gegenordre und kehrte tn seine Garnison zurück. Fünf franzöflsche Eisenbahnlinien werden heute militärisch besetzt werden. London, 14. October. Sus Shangai wird gemeldet, der deutsche, der britische und der japanische Gesandte baten wiederholt dringend um eine Audienz beim Kaiser von China. Die Mitglieder des Tsunglt Namen erklärten dies aber für unmöglich, weil der Kaiser tn einem kleinen Ge- bände neben dem Palast der Kaiserin im Sterben liege. Der Zutritt zum Kaiser sei Niemand gestattet. Kavea, 14. October. Die i« Weichbtlde von Kaoea liegenden Russen, Italiener und Franzosen sollen einem Gerücht zufolge tn einigen Tagen außerhalb der Stadt ziehen. __________________ -------- Todesfall -------- 10 Procent eines Theilhabers und Neuübernahmo veranlagen _v*rQ Rahatt uns zu einem wirklichen Ausverkauf exrrd naudll Hämmtljoher Beetilndo in Dumen- Kleiderstoffen auf alle schon (Qr Winter, Herbst, Frühjahr und Sommer und reducirtenPreise ‘offeriren beispielsweise: , 7718 während der f; Mr. BOlid. Wintorstoff zum Kleid für M. 1.80 Inventur- 6 , » Santiagostoff „ . > . J-JO Liquidation. 6 , „ NegUg6-u.Velouratoff, • • 2.7U ___ 6 „ „ Haibtuch „ n ■ 2.86 w n.*Pr sowie neueste Eingänge der modernsten Kleider- “r verlangen und Blousonstoffe für den Winter versenden in ■ einzeln. Metern,bei Aufträgen von 20 Mk. an franco franco. Oettinger &.Co.,Frankfurt a.M., Vorsandhs. Modebilder Stoff z ganz. Herrenanzug f. M. 8.75 ) mit 10 pCt. gratis. , , Cbeviotanzug , . 5.85 )extraRabatt — Ibranfett ist unb bleibt baß beste für baS Schuhzeug. Wer fein Schuhwerk von Zett zu Zett einfetlet, wird finden, daß sein Befinden besser ist als sonst, weil die Füße warm erhalten bleiben, Schnee unb CiSwasscr ntchi elnbrlnflen können. Vor mancher Krankbelt bleibt der bewahrt, der leine Füße warm und trocken hält. Man greife aber nickt zur nächsten, besten Büchse Schuhfett, sondern man sehe herauf, Gmtner's Schuhfett (Thranfeit) zu bekommen. Dieses Fett macht da« Leder wafferdicht. $01 Concursvcrfahren. Ucber bas Vermögen des verstorbenen Kaufmanns Ltebmauu Katz in (Bitten wird heule, am 13. October 1898, Nachmittags 12Vi Uhr, das Concursvcrfahren eröffnet. Der Kaufmann Jean Böck in Oiesteu wird zum Concursoerwalter ernannt. Concursforderungen sind bis zum S. November 1S9S bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eine» anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 120 der ConcurS- ordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forde' rungen auf Tonnerdtag den 10. November, vormittags IO Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur koncursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem ConcurS Verwalter bis zum 8. November 1898 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen, gez. Wiener. Bekannt gemacht: 10204 Orth, Gerichtsschreiber. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Regulirung von Gelände bei dem früher Mattheiß'schen Hause in der Frankfurterstraße zu Gießen erforderlichen Erdarbeiten, die auf diesem Gelände nothwendige Herstellung von Wegen und die Lieferung von Mutterboden werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom iß. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die AuSführuNgSbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslocal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zum 21. October d. I., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 13. October 1898. Großb. Hochdauamt. __________Neuling. 10203 Arbeitsvergebung. Die zum Neubau der Kreisstraße Ruppertsburg — Wetterfeld (Länge 3,877 km) erforderlichen Arbeiten und Lieferungen und zwar: 1) Erdarbeiten; zu lösen sind 7576 cbm, zu transportiren 6380 cbm; größte Transportweite 700 m; 2) Chaussirungsarbeüen, circa 14 560 qm; 3) Lieferung von ca. 3320 cbm Geftücksteinen; 4) Aussetzen von ca 3320 cbm Geftücksteinen; 5) Lieferung von ca. 7000 lfd. m gerichteten Wandsteinen; 6) Liefern und Schlagen von ca. 775 cbm Decksteinen; 7) Lieferung und Anfuhr von 264 lfd. m Cementröhren von 25, 30, 40 und 60 cm Lichtweite sollen mittelst allgemeinen Wettbewerbs vergeben werden. Entsprechend bezeichnete Angebote sind bis spätestens Samstag dk» 5. November d. I., BormittagS 11 Uhr, portofrei an den Unterzeichneten einzusenden, bei welchem die Verdingungsunterlagen vom 16. d. M. an zur Einsicht offen liegen. Schotten, den 12. October 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. Endes. 10205 -PkrsttigmuiM Mobiliar-Nktstkigknivg. Montag d.n 17. October, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 (im Pfau) nochver- zeichneteMobiliargegenftände: 2 uust- baumpolirte Bettstellen (vollständige Betten). 1 tannene ladirte Bettstelle, 2 uußbaum- polirteVertikows,Lnustbaum- polirte Comoden, 2 Waschtische, 1 Näbtisch, 2 Klei'erschränke, 2 Spiegel, 1 schwarze Alabaster- Ltutzuhr, 1 Topha, 1 Divan, Sopha, Ltegtisch, 12 Stühle, 6 Lpeifezimmerstühle, eine vollständige Kücheneinricht- ung, eine große Parthte Porzellan- unb Nickelgegenstäude, Tisch- unb Hängelampen, einen uußbaum- polirten Sccrctär, sowie sonstiges Haus- und Küchengeräth, Bilder und dergl. Die Sachen sind rheil- weise ganz neu und sehr gut erhalten. 10218 Die Sachen können am Versteiger- ungstage von 11 bis 12*/, Uhr ein- gesehen werden. I. A.: Schneider. Statt. Schlachthaus. Freibank. 10224 Heute und morgen: RivdÜkisch 54 plg. FriibbnrgoDder Traubenmost empfiehlt 10225 W. Rinn, ßlein-lilldkn. Täglich frischen Aepfelmost. 10219 Aquarium. Schotts Weinstube Bahnhofstrasse Ecke Wolkengasse Süsser Traobfomosl Meue Kellerlinsen, neue Ervsen, neue ZZoljnen, echte KranKf. Würflet frisch eingetrofien. 10191 L. Kalkhof, Gießen. Pa Hammelfleisch empfiehlt 10215 Julius Rosenbaum, Kirchenplatz. QOOOOODOOOOOODDOOD 8k l>er Zchöllschreiblursus beginnt voraussicktlich Dienstag lÄT ven 18. dss. Mts. Weitere Meldungen von Damen, Herren und Kindern nimmt die Expedition Wchr- d. Bl. bis zum 17. d|S. Mts. entgegen. Honorar für Deutsch 15 Mk.. mit Latein 27 Mk. O. Gottlieb, Kalligraph. Eine meiner Schülerinnen, welche ganz befonders schleckt und unleserlich schrieb, hat in den Unterrichtsstunden des Herrn Gottlieb ganz erstaunliche Fottschritte gemacht, so daß sie jetzt eine ganz empseblenswerthe Hand- schrisl bat. Es gerclcht mir zu ganz besonderer Freude, dieses dem Herrn Gottlieb mit herzlichem Tanke zu be- scheinigen für die Mühe und Sorgfalt, die er meiner 14jährigen Schülerin widmete. Halberstadt, 25. März 1898. Sophie Alseis, Schulvorsteherin. Mein Sohn betheiligt sich an dem letzigen Lehrcursus, welchen Herr Gottlieb im Schönschreiben ertheilt und läßt sich bereits nach 3 Lehrstunden an der Handschrift meines Sohnes eine so wesentliche Befferung erkennen, daß man dem Lehrsystem des Herrn Gottlieb volle Anerkennung bezeugen muß. Eisenach, den 3u. Mai 1898. 10200 Temme, Commerzienrath. OaOODOQUUUUUUUtXXJU J^USVd^kc&llf Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde I\VAAia6V.(R*(AtnH6Ä itt ! Montag den 17. October 1898, 8l/r Uhr, wegen Aufgabe des Aretlisler-Kesihastes zu herabgesetzten Preisen. i 10208 vorräthig 10121] Jüngeres Hausbürschchen gesucht. Aliceftraße 20. HüchtigerKausßursche Woche zn vergeben. 10220 Einige Kegelabellüe frei sofort gesucht. 10113 Caf^ Ebel. Seltersweg. 10173 10118 Nordanlage 27, I. Seltersweg 53, Ecke der Goethestrasse. 10228 Eier! empfiehlt zum billigsten Tagespreis 9928 Heinrich Arnold. II Telephon 115. 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