sstrahe 33, raße 10, eise un'erer IM eiben auch inSojti ' 1898 tiin «ll!l *' ©tub'en,’ 1'"*1 paffend Millltche Wi>6e' 1,10,6 s« ««ui«hR ' ■ • 0.95 $ ' ' > 05, ' • • 1.10 K !"6 200 @=it^ ' ■ ■ 0.90$ • • 1.05, fit k LüÄL ater uvd bis 'teres im Gas^ Quantitäten uon nk lolgeudev hiesizr !SM Iießen. 64) -MoÄer s s "^.S-Uö j fcSZ'l/A f) 2’ Z 8 WM &’ Ä ?! en. gs, deutsche räder mer System6 und Damen eiW' „-jrfiiil .hterÜiSlt/ Donnerstag den 15. September -rr. 216 Erstes Blatt. 1898 Gießener Anzeiger Bei M8r Vkrtei|«M«W General-Anzeiger Zlints- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. | Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Äe*Mii»n, tpfliden enb Druckerei: In dem bei Die 76 WD ■it fr(4i|ti|t( Oistzea. Kernsprecher Nr. bl. rabc nach ber Genfer Blutthat besonderes Aufsehen in Italien erregt. M PC. Frankreich. Auf Vorschlag bei Marine-Ministers ist vom Ministerrath die Zusammensetzung ber ®e* schwader in Rückficht auf ihre Verwendung im Kriegsfälle jetzt schon wir folgt angeordnrt worben. Geschwader des MittellLnbtschen Meeres: 1. Dtvtstou bie Panzerschiffe vrennuS, Bouvrt unb MaffLaa. 2. Division bie Panzerschiffe Lharles- Mariel, Saruot und Jaurszuiberry. Dazu tritt ein leichteres Geschwader unter dem Eommando deS Coutre-Abmtrals Marschal unb zwar: 1) bie gepanzerten Kreuzer Pothuan (Flaggschiff), Latonche, Trevtlle und Ehanzh, 2) die geschützten Kreuzer 2. Klaffe Lassard, Du Ldayla und d'Sffas, 3) die geschützten Kreuzer 3. Klaffe Lavoifier, Galilse und LiuoiS, 4) drei Torpedojager vom Typ Easadiauca und sechs Torpedoboote. An Stelle der Schulschiffe treten bie brei Panzer Marceau, Neptun unb Magenta, welche gleiche Dienste thun sollen nnb andererseits als eine selbständige Panzerdivision jederzeit verfügbar sein müffeu. Das Nordgeschwader wird zusammengesetzt sein au« zwei Panzer-Divisionen: 1) Formidable, Admiral Dnperrs und Admiral Baudin, 2) Däoastattou, Sourbet und Reboutable, zu denen noch hinzutritt; ber gepanzerte Kreuzer Dupuy de-LLme, die geschützten Kreuzer Cattuat unb Sureouf, bie Torpedojäger Sperfier und Easfini unb brei Torpedoboote. M.P.C. Philippinen. General Jaubeoes, interimistischer Gouverneur ber Philippinen, hat erklärt, baß zur Aufrechterhaltung bet spanischen Souveränität bauernb eine Armee von 6000 Mann, zahlreiche« Kriegsmaterial unb du Geschwader nflltji) wäre. Ile ■n|rigen»Benntttfung«ttlm M In- enl rtbmto Anzeigen *Ar ben Dietzen er Tngebger Italiener wurden mit Steinen und Koth beworfen. Schließlich schritt bie Polizei ein und stellte die Ruhe wieder her. Wien, 13. September. Nach dem „Neuen Wiener Tageblatt" sagte ber Kaiser, als man ihm bas Testament her Kaiserin Überbrachte: ,34 muß bitte besondere Frau in trsonderer Weise ehren." Man glaubt, baß ber Kaiser eine große, ben Namen ber verewigten tragenbe Stiftung machen wirb. Triest, 18 September, vei den in ber letzten Nacht »euerdtug« vorgrkommenen Excessen würben 25 Personen verhaftet, darunter bie slawischen Agitatoren Bodopivoc unb vozo. Letzterer hatte bie Menge zur Ertränkung aller Italiener iw Meere onfgefordert. Der Verein Union Gym- uastique würbe polizeilich geschloffen. Mailand, 13. September. Bet ber Verhaltung de« aus ber Schweiz hier eingetroffenen Anarchisten SileS, welcher hier anarchistische Flugschriften verbreitete, in benen zur Er- mordung de« Königs Humbert ausgefordert wurde, kam es gaeinem blutigen Zusammenstoß zwischen Polizei enb Anarchisten. Mehrere Polizisten wurden verwundet. M.P.C. Italien. Nachdem der Kriegsminister in Sr- Ehrung gebracht hat, daß Frankreich mit Feldgeschützen zur vertheidiguu g seiner Grenzen in ben Alpen erfolgreiche versuche zu verzeichnen hat, finb von ihm neue Versuche angeordnet worben. So ist eine Abtheilung des 23. Artillerie-Regiments ans Luneo nach dem Hochthal der Stura eitfanbt worden, um daselbst umfangreiche Utbungtn abzuhalten. Fallen bie versuche günstig aus, so ist mit Sicherheit auzunehmeu, baß auch Italien Felbartillerie in ben Llpen verwenden wirb. — Unmittelbar nach bem Morbanschlage eines italienischen Anarchisten in Genf berichtet man aus ber Hauptstadt ber Lombardei von einer Umsturzkundgebnug. Es wurden i> den letzten Tagen tu Mailand mit ber Unterschrift ,Das Revolution«comtls" versehene, znm Umsturz aufforbernbe Auf- rose vertheilt. Die Polizei ordnete einen Ueberwachungs- dienst an unb verhaftete am Montag einen gewiffeu Earlo Giles, währenb er solche Aufrufe vertheilte. Im Augenblick der Verhaftung rief viles: ,SS lebe die Anarchie, Tod dem Könige!" Sin Trupp von etwa hundert Personen folgte Siles bis zur Polizeiwache in brr Straße Napo Torriani (mo bie Tnmnltr am 6. Mai b. I. ihren Anfang nahmen). Dort erhoben btefelben ein Gepfeife und Gejohle, und be- antworteten die Aufforderung, sich zu entfernen, mit Stein- würfen, wodurch ein Polizeisoldat leicht an der Schulter verwandet wurde. Andere Beamte kamen hinzu und zerstreuten die Ruhestörer. SileS, welcher im Jahre 1877 in Reggio zaboreu ist, war erst am selben Tage zur Verthrilung der Aufrufe aus ber Schweiz nach Mailand gekommen. Man wirb es nicht auffällig finden, wenn diese «undgeburg ge- Dentscher Reich. Berlin, 18. September. Die deutschen staatlichen Eisen- hahnverwaltungen haben sich bereit erklärt, für diejenigen Güter, bie nach einer vom Reichscommiffar ausgestellten Bescheinigung für bie Weltausstellung in Parts bestimmt stob, bet ber Beförberuvg auf ben ihnen unterstellten Eisenbahnen nur bie halbe tarifmäßge Fracht in Ansatz zu bringen. Die gleiche Frachtermäßigung wird auch für die mir einem Rücksenduogsnachweise des Retchscowwiffars belegte Rückbeförderung etntreten. Die Güter find mit Be> zrttelungen zu versehen, woraus ihre Bestimmung für die Ausstellung zu ersehen ist; in den Frachtbriefen für die Hin- und Rückbeförderung ist zu vermerken, daß die Sendungen durchweg ans Ausstellungsgut bestehen. Die Direction der Main-Neckar-Stseobahn hat entsprechende Weisung erhalten, unb bie Kgl. preußischen Eisenbahn Lomiffare werben ben ihrer Aufsicht unterstellten Privat-Etsenbahnen die Bewilligung der Vergünstigung ebenfalls empfehlen. Ausland. Wien. 18. September. Das hiesige Oberhofmeisteramt hat heute Mittag von der deutschen Botschaft die Mtttheilung erhalten, daß Kaiser Wilhelm zum Leichenbegangniß der Kaiserin Elisabeth nach Wien komme. Der König von Sachsen begibt sich ebenfalls zur Traurrfeier nach Wien. Wien, 18. September. Es wird allenthalben gearbeitet, um der Stadt Wien den Trauerfchmu ck anzulegen. Heute Maffage und Douchen allein: Eiuzelkarte 90 Pfg., Zehner- karte 7,50 Mk. — Billige Bäder: Schwimmbad (Mittwoch unb Samstag 5—9 Uhr Abend») 10 Pfg., Brausebad 10 Pfg. — Materialien und sonstige Karten: Salz unb Mutterlauge: Preise an ber Kaffe. Sette per Stück 5 Pfg. BefichtigungSkarte 30 Pfg. Wiegekarte 10 Pfg. Schwimmunterricht 3 Monate für Erwachsene 8 Mk., für Schüler 5 Mk. — Wascheaufbewahrung: Für Gefach und Person halbjährlich: für Erwachsene 1,50 Mk., für Schüler 1 Mk. — WSsche-Mtethe unb Wäsche-Reinigung: Handtuch 5 Pfg., Badehose 5 Pfg., Badetuch 10 Pfg., Badeanzug 15 Pfg., Badehaube 5 Pfg. — Preis-Ermäßigungen und besondere Bestimmungen. Heilbäder unb Wannenbäder 2. Klaffe mit 50 Prozent Nachlaß an Mtnderbegüterte auf ärztliche Verordnung. Heilbäder unb Wannenbäder 2. Klaffe mit 837» Procent Nachlaß bet Abnahme von 50 Karten auf einmal an Krankenkaffen, Sanitätsvereine u. dgl. Vereine. Wannenbäder 2. Klaffe, 100 Karten zu 80 Mk. au Kran ken- kaffen, Sanitätsvereine u. dgl. Vereine. Säwmiliche Bäder ohne Wäsche, mit Ausnahme der Heilbäder (römisch-irische), bei welchen die erforderliche Wäsche zugegeben wird. Es ist den Angestellten gestattet, gegen leihweise Abgabe von Kamm und Haarbürste eine Gebühr von 10 Pfg. zu erhebe». — Badezeiten: Die Anstalt ist geöffaet im Januar, Februar, März, October, November, Decemder von 8 Uhr Morgens, im April und September von 7 Uhr Morgen- und im Mai, Juni, Juli und August von 6 Uhr Morgens bis 1 Uhr Mittags und von 3 Uhr Nachmittags bis 87, Uhr Abends in den Monaten October bis März einschließlich, und bis 9 Uhr Abends in bu* Monaten April vis September einschließlich. An allen Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ist bie Anstalt nur bis Mittag« 1 Uhr geöffnet. Am ersten unb zweiten Wrihnacht-tag, am Neujahrstag, am Eharfreitaq, am ersten unb zweiten Ostertag unb am ersten und zweiten Pfingsttag bleibt bie Anstalt geschloffen. Am WeihuachtSabeud ist dieselbe nur bis 4 Uhr Nachmittags geöffnet. Der Vorstand behält sich die Schließung auch an anderen Tagen nach seinem Ermeffen vor. — Schwimmbäder: Vadestunden für Frauen: an allen Wochentagen von 9 bis 11 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr Nachmittag« mit Ausnahme der Samstag- Nachmittage. Während der übrigen Zeit ist die Anstalt für Männer geöffaet mit Ausnahme de« Mittwoch-Nachmittag« von 5 bis 9 Uhr. Für Schwimmbäder ä 10 Pfg. ist die Anstalt offen Mitt ooch von 5 bis 9 Uhr Nachmittags für Frauen, und SamStag von 5 bis 9 Uhr Nachmittags für Männer. — Wannenbäder und Brausebäder, vadestunden für Männer und Frauen zu jeder Zeit, so lange die Anstalt geöffnet ist. — Römisch irische und Dampfbäder. Badestunden für Männer: Montag, DienStag, Donnerstag, SamStag und Sonntag von 10 bis 1 Uhr vormittag«, und Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 4 bis 7 Uhr Nachmittags. Badestunden für Frauen: Mittwoch und Freitag von 10 bis 1 Uhr vormittags und Dienstag und SamStag von 4 bis 7 Uhr Nachmittags. •• Der Bericht der Verwaltung des HUfövrreins für die Geistettraukut in Hefsen (Unttrstützungskoffe ber heifischen Landes-Irrenanstalten und der psychiatrischen Klinik in Gießen) für daS Rechnungsjahr 1897/98 ist im Drrck erschienen unb bietet mancherlei interessantes Material über bie Unterstützungssache unb bie Frage der Jrrenversorgung, sowie u. A. auch näheren Bericht über die 6. Generalversammlung der Vertrauensmänner des Vereins in Frankfurt a. M. ** Bi»marck-«hrnng. Am 22. August hat sich in Wies- baden ein Ausschuß gebildet, ber die Veranstaltung einer großen nationalen BiSmarck-Ehrnng vorzuberetten beschloffeu hat. Die Eonstituirung von OrtSauSschüffen überall, w, Deutsche wohnen, anznregen würbe ebenso wie bie Bildung eines großen nationalen Sentral-AuSschuffes als die dringlichste Aufgabe angesehen. Dagegen schien eine Zweckbestimmung der Ehrung vorläufig nnthunlich. Einerseits soll den Anregungen aus dem Reiche keineswegs vorgegr'ffen werden; andrerseits ist geradezu undenkbar, daß für eine groß gedachte, nationale Stiftung, die in die wette Zukunft hinein segensreich wirken soll, ein Zweck überhaupt ein- für allemal festgelegt werde; es ist vielmehr durchaus nicht ausgeschloffen, daß mehrere, im Laufe der Zeit wechselnde Zwecke zugleich verfolgt werden. Der zu bildende Lenttal-Ausschuß wird fich einer einstweiligen Zweckbestimmung wohl nicht entziehen können, die Feststellung enger Grenzen aber schwerlich durchführbar finden. Einstweilen ist ir>S Auge gefaßt worden, daß sich die Ehrung zu einer Stiftung ankgestalten müffe, bei der auch Kunst und Wissenschaft nicht grundsätzlich ansgeschloffen werden, bie national sein soll, der allgemeinen Locales unfc provinzielles. , Gießen, 14. September 1898. OrbenS-Berleihuug. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 13. September dem Kaiserlichen Postbtrrctor Möller zu Alzey die Krone zu dem Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Grohmüthigen zu verleihen. •• Kirchliche Dieustnachrichteu. Seine «önigl. Hoheit ber Groh Herzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Sep- temder dem Pfarrer an dem Diakontffenhau« Glisabethenstift zu Darmstadt, Anton Steiner, bie evangelische Pfarrstelle zu Schwanheim, Decanat Zwingenberg, zu übertragen. Ernannt würbe am 7. September bei Justn« Johann Dufeberg zu AlSfeld zum Steuereommiffariatsgehilfen bei bem Steuercommiffariat Alsfeld. •• Gießener Volttbad. Wie wir vor einigen Tagen kurz mitthetlten, wird da» volkSbald kommenden Samstag, Nachmittags 3 Uhr, durch eine kleine Feier, zu welcher die Actionäre unb Stadtverorbneten Einladungen erhalten Haden, eröffnet werden. SamStag und Sonntag ist ,S zur Be- fichtigung gegen ein Eintrittsgeld von 50 bezw. 30 Pfg. dem Publikum geöffnet, Montag und Dienstag wird eS gereinigt und Mittwoch ben 21. September, vormittag- 8 Uhr, znm Betrieb geöffnet werben. Wir finb heute in ber Lage, bie Preise ber Bäder unb bie «adezeiten unseren Lesern einst- weilen mittheilen zu können, und weisen alle Diejenigen, welche abonniren wollen, darauf hin, daß die Jahresabonnements vom 1. Ociober bis 1. October laufen, so daß, wer jetzt alsbald abonoirt, vom 21. September bis 1. October das Bad frei hat. — Preise ber Bäder: Schwimm- bäder: a. für Eiwachseue: Jahre« Abonnement 20 Mk., Sommer-Adonnemevt 14 Mk., Winter-Abonnement 10 Mk. b. für Schüler: Jahres-Abonnement 10 Mk., Sommer- Abonnement 7 Mk., Wnter-Abonnement 5 Mk. Stuzelkarle für Erwachsene 40 Pfg., Zehnerkarte für Erwachsene 3,50 Mk. Sivzelkarre für Schüler 25 Pfg., Zehnerkarte für Schüler 2 Mk. Die Schülerkarten berechtigen nur zur Benutzung des Auskletderaum« auf ber Gallerte. Preisermäßigung beim Abonnement mehrerer zu demselben Haushalt gehörender Personen: Die erste Karte für Erwachsene und Kinder voll- bezahlt, auf jede folgende «arte 25 Prozent Ermäßigung. Diese Bestimmung gilt jedoch nicht für Zehnerkarten. — Wannenbäder: 1. Klaffe: Sinzelkarte 80 Pfg-, Zehner- karte 7 Mk. 2. Klaffe: Eiuzelkarte 60 Pfg., Zehnerkarte 5 Mk. Medteioische Bäder werden nur in 2. Klaffe gegeben und 1. Klaffe berechnet. Die Zuthateo müffeu zu den dafür festgesetzten Preisen in ber Anstatt eowommeo werden. Bei den Wannenbädern ist ein Sind unter 6 Jahren in Begleitung Erwachsener frei. Heilbäder: Dampfbad ober römisch, irisches vab mit Maffage unb Douchen: Sinzelkarte 1,50 Mk., Zehnerkarte 12 Mk. Dampfbad unb römisch irisches Bad mit Maffage unb Douchen: Sinzelkarte 2 Mk., Zehunkarte 16 Mk. sich dadurch die etwas verzögern. Allgemein wieder ein fernere» Lnftdruckgefälle und wird Wirkung de» barometrischen Maximum» — Voraussichtliche Witterung: bessere» Wetter. Air» bet Kett für bU Lett. Vor 109 Jahren, am 15. September 1789, wurde zu Burlington (Neujersey) der hervorragende Romanschriftsteller James Fenimore Cooper geboren, der durch die Schilderung amerikanischer Sitten und Naturscenen, durch lebendige Darstellung des Indianer und Ansiedlerlebens und durch glückliche Behandlung vaterländischer Stoffe neues Inter« esse zu wecken gewußt. Von seinen Werken, die mehrfach deutsch übersetzt, seien hier nur die „Lederstrumpferzählungen" erwähnt. Cooper starb am 14. September 1851 zu Coopers- town. welche am 1. September für die Beförderuug von Fahr- rädern auf der Eisenbahn tu Kraft getreten find, haben einen gewaltigen Rückgang des RadfahrerverkehrS auf der Bahn zur Folge gehabt. Auf allen Berliner Borortstatioueu ist beispielsweise dieser Verkehr auf ein Drittel bi» ein Fünftel de» bisherigen Umfange» gesunken. Nun könnte man ja sagen, daß der Eisenbahnminister eben eine Verringerung der zu befördernden Räder gewollt habe. Aber mit dem Fernbleiben der Räder bleiben auch die Radler fern, und damit erwächst der Bahn ein EiuuahmeauSfall, der gar nicht uu- wesentlich sein kann. Nun, vielleicht bringt dieser Au»fall mehr zu Wege al» alle Vorstellungen und Petitionen. *♦ Wetterbericht. Die Depression im Norden, sowie auch da» gestern über Frankreich gelegene Theilmtuimum haben sich auf östlicher Bahn fortbewegt. Damit sind auf unserem Gebiete allenthalben Niederschläge, zumeist in Begleitung von Gewittern, gefallen. Von Westen her rückt wieder hoher Druck nach, doch besteht zunächst gegen Süden und Osten Butzbach, 13. September. Nachdem am Sonntag unsere Ausstellung nochmal» von hier und au»wärtö gut besucht gewesen war und Vormittag», Nachmittags und Abend» wiederum herrliche Mnfikoorträge der allgemein hier beliebt gewordenen 6. Thür. Ulanen-Capelle aus Hanau die Zuhörer erfreut hatten, fand gestern die officielle Schl ußf et er statt. Vormittags brachte genannte Capelle fämmtlicheu Damen, die sich um die Ausstellung im altheffischeu Bauernhaus verdient gemacht hatten, Morgenmufiken dar. Von Nachmittags 4 Uhr ab fand Concert auf dem Ausstellungsplatze statt. Gegen 6 Uhr vereinigten sich fast sämmtliche junge Damen, ca. 70 au der Zahl, welche seither im Baueruhau» thätig und theilwrise noch gestern ihre schmucken Bauerntrachteu trugen, zu einer Gruppe behufs photographischer Aufnahme vor dem Bauernhaus. Abends fand da» Concert feine Fort- fttzung, au dem nicht nur viele hiesige Bewohner, sondern auch die der näheren Umgebung beiwohnten. Die große Halle und die vor derselben stehenden Tische waren dicht mit Publikum besetzt. Als gegen 10 Uhr die Musik zum Tanz aufspielte, da kannte der Jubel der Jugend keine Grenzen. Eine Polonaise von 35 Paaren eröffnete den Tauzreigen im Freien. Verschiedene Rundtäuze im Freien sowohl al» auch später noch andere in der Refiaurationshalle folgten. Erst zur mttternächtltchen Stunde war da» muntere Treiben beendet. Herr Director Jäger widmete der in allen ihren Theilen so wohlgeluugeuen und durch keinen Mtßtou gestörten und so schön verlaufenen Ausstellung Abschiedsworte, worauf da» Lied unter Musikbegleitung: „So lebt denn wohl" in- tonirt wurde. Herr Lehrer Storch brachte hierauf dem um die Ausstellung so hoch verdient gemachten Vorsitzenden des AuSstellungs-ComftLs, Herrn Realschuldirector Jäger Dauk^s- worte dar, die unter stürmisch aufgenommenen Hoch» auf bin Gefeierten schloffen. Unter Vorantritt der Musik, welche „Muß t denn" spielte, marschirteu nun die Anwesenden au» der Ausstellung nach dem Marktplatze, wo man sich hochbefriedigt trennte. Ein Theil der Jugend zog aber noch mit der Musik nach dem Bahnhofe, woselbst noch der große Zapfenstreich mit Gebet geblasen wurde. Sodann reiste die Musik ab und die hier Bleibenden suchten den heimathlichen Herd auf. Bad Rauheim, 11. September. Die Kunde von der Ermordung der österreichischen Kaiserin durch einen italienischen Anarchisten hat auch hier in Bad Nauheim große Erregung hervorgerufen. Hat doch die hohe Monarchin erst vor drei Wochen unser heilkräftiges Bad verlaffen, nachdem sie sechs Wochen hindurch eine von den schönsten Erfolgen begleitete Kur gebraucht hatte. Frisch noch in Aller Ge- dächtntß find die wenigen Augenblicke während deren eS uns vergönnt war, die einfache und schlichte Art der Kaiserin zu bewundern. Noch steht wie damals das alte Badehau» mit seinem pflanzengeschmückten Portal, wo Schreiber dieses die Kaiserin so oft beim Verlassen des Bade» um 7 Uhr Morgen» beobachtete. Lediglich von einem Kammerdiener begleitet, bestieg sie den einfachen, hier gemietheten Wagen, der sie zu der idyllischen Billa Kracht zurückführte. Und dort, in dem kleinen Gärtchen, da» sich an die Villa auschließt, empfing fie erst vor drei Wochen unser deutsche» Kaiserpaar und wechselte mit ihm fröhliche Worte. Wer hätte damals gedacht, daß dies das letzte Wiedersehen zwischen den hohen Monarchen sei! Und daun verließ Oesterreichs Landermutter unser Bad, in der festen Absicht, im Frühling nächsten Jahre» wieder seine heilkräftigen Quellen aufzusuchen. SS soll dieser- halb sogar ein Theil des von ihr mitgebrachten Meublements zurückgelaffeu worden sein. n. Rieder-Florstadt, 13. September. Gestern wurde hier rin kleine» Mädchen beerdigt, da» auf schauerliche Weise seinen Tod gesunden hatte. Da» Kind wollte nämlich in Abwesenheit seiner Eltern Feuer im Herd anmachen. Auf nicht aufgeklärte Weise fingen feine Kleider Feuer. Da» Kind wollte LaS Freie suchen, allein die Thüre war ver- schloffen. Da sahen NachbarSleute die brennende Gestalt am Fenster sich bewegen, schlugen dieses ein, und erstickten die Flammen. Der kleine Körper war auf entsetzliche Art verbrannt, sodaß auch der rasch erscheinende Arzt nicht wehr helfen konnte. Nach zwei Tagen erlag da» unglückliche Wesen seinen Schmerzen. X. Darmstadt, 13. September. Kleist» „Hermauu- schlacht" eröffnete heute am Hoftheater die Reihe der Schausptelvorstellungeu und wurde namentlich von der in hohem Maße begeisteruugSfähigen Jugend mit großem Beifall aufgeuommen. In den Hauptrollen traten Herr Hacker (Hermann) und Fräulein Sichelsheim (Thusnelda) bewundernswürdig hervor. Die Maffeusceneu waren Dank unserer neuen Regte sehr belebt, die Au»stattung auf der Scene und in den Costümen glänzend. Gefragt ifij alle Wohlfahrt dient und dauernd in dir fernsten Zeiten wirkt. Wo Gleichgesinnte sich finden, die mit solchem Vornehmen ein» verstanden find, dürfte e» sich empfehlen, alsbald mir der Constituiruug von Ortsausschüssen (wenn zweckdienlich auch Ortsgruppen, sowie Einziehung einmaliger wie dauernder Beiträge) vorzugeben. ** Frankfurter Obstmärkte. DaS Comitö hat beschloffen, in diesem Jahre wieder zwei Obstmärkte in Frankfurt a. M. abzuhalten, den ersten am 21. September, den zweiten am 5. October. Wie in den Vorjahren läßt die Marktordnung ausschließlich in Deutschland gezogenes Obst u. s. w. zu und zwar: sortirteS Tafelobst, gepflückte» Wirth- schaftSobst, gewöhnliche» Wirthschaft»- und Mostobft, gedörrte und eingekochte Obftfrüchte, Obstweine, Obstbranntwetue, Obstliqueure, MuS, Marmelade, Geläe u. s. w., ferner gedörrte und eingekochte Gemüse, sowie Verpackungsmaterial. Der Verkauf geschieht nach Proben. Die Proben von sor- tirtem Tafelobst und gepflücktem Wirthschaftsobst dürfen bi» 6 Kilogramm brutto, diejenigen von gewöhnlichem Wirth- schaftSobst 25 Kilogramm betragen. Obst- und Gemüse- producte find mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen aufzustellen find, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein beizugeben, der folgende Angaben enthält: Name der Sorte, Preis per Kilogramm bezw. per 100 Kilogramm ab nächster Bahnstation, das zur Verfügung stehende Quantum, den Namen de» Verkäufer», die ungefähre Lieferzeit. Die Proben find am Tage vor Abhaltung de» Markte» franko Marktlocal (Ttadthalle) zu liefern, oder au da» Obstmarkt-Comitö, Gneisenaustraße 15, einzusenden- Alle Verkäufe auf dem Obstmarkte finden durch vom Markt- Comite abgestempelte Schlußscheine unentgeltlich statt. Begleitscheine find vom Obstmarkt-Comitö erhältlich, das auch jede weiter gewünschte Auskunft ertheilt. ES sei zum Schluß noch darauf aufmerksam gemacht, daß da» Obstmarkt-Comitö und die Centralstrlle für Obftverwerthuug auch sonst vor und nach den Märkten den An« und Verkauf von allen Sorten Obst unentgeltlich vermitteln. •• Eine neue Einrichtung kann man bei den gegenwärtig im Odenwald stattfindenden Manövern unserer Truppen beobachten. Während nämlich in früherer Zeit bei großen Marschleistungen der Truppen die Bewohner der Ortschaften aufgefordert wurden, Triukwaffer für die Mannschaften an die Straße zu stellen, wa» oft mit Umständen und Slwierig- ketten verknüpft war, ist diese Einrichtung jetzt ganz in Wegfall gekommen. Bevor die Truppen einen Ort pasfireu, in welchem Trinkwaffer verabreicht werden soll, sehen wir eine Anzahl flinker Radfahrer, welche mit „Wafferschläucheu" (sog. wafferdichten Säcken) ausgerüstet find, nach dem Orte eilen. Im Nu sind die Säcke an einem Brunnen oder au einer Pumpe entfaltet, gefüllt und an der Durchmarschstraße in Abständen von 10 bi» 15 Metern ausgestellt. Hier kann sich der durstige Soldat an einem frischen Trunk laben, wa» früher sehr oft nicht der Fall war. Auch im Biwack leisten diese Wassersäcke vortreffliche Dienste, da schon vor Eintreffen der Truppe auf dem Biwakrplatz der Wafferbedarf dorthin befördert wird. •• Dir Anmeldungen zu der 70. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Düsseldorf sind bis jetzt sehr zahlreich eingegangeu. In Anbetracht der starken Betheiligung kann allen Besuchern der Versammlung nur dringend empfohlen werden, die Wohnungs-Anmeldung so bald al» möglich erfolgen zu laffen. Aus dem sehr reichhaltigen, nunmehr endgiltig festgesetzten Programm heben wir Folgende» hervor: Montag den 19. September, Vormittag» S Uhr: Erste allgemeine Sitzung im Kaifersaale der Tonhalle. Nachmittag» 3 Uhr: Bildung und Eröffnung der Abtheiluugen. Abends 8 Uhr: Fest-CowmerS tu der Tonhalle nebst Aufführung eines Festspiel». Dienstag den 20. September, Vormittags: Abtheilung»-Sitzungen. Abends 6V1 Uhr: Festmahl mit Damen im Kaisersaal der Tonhalle. Mtttwoch den 21. September, Vormittag» 8 Uhr: Geschäfts- Sitzung. Vormittag» 10 Uhr: Gemeinsame Sitzungen der uaturwlffeuschastltcheu Hauptgruppe im Katsersaal, der medi- eiutschen Hauptgruppe im Rittersaale der städtischen Tonhalle. Abend» 61/» Uhr: Festvorstellung im Theater: „Die Walküre" von Richard Wagner. Prolog von Henoumont. Donner-tag den 22. September, Vormittags 8 Uhr: Geschäfts-Sitzung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung im Stäudehau» (Borsaal). Vormittags 9 Uhr: Sitzungen der Abtheiluugen. Nachmittags 3 Uhr: Sitzungen und Ausflüge der Abthetlungen, sowie Dampferfahrt zur Besichtigung des neuen Hafen« und der neuen Rheiubrücke. Abends 8 Uhr: Festball in fämmtlichen unteren Räumen der Tonhalle. Freitag den 24. September, Vormittags 9 Uhr: Zweite allgemeine Sitzung. Nachmittags 2 Uhr: Wahlweise: 1. Ausflug mit Damen nach Duisburg auf Einladung der Stadt Duisburg. 2. Ausflug mit Damen in» bergische Land zur Müngstener Brücke, in vier Gruppen. Abend» 81/? Uhr: Abschiedstrunk, gegeben von der Stadt Düffeldorf, in den Räumen der Tonhalle. Theilnahme frei gegen Theilnehmer- karten. SamStag den 24. September: Wahlweise: 1. Tages- Ausflug mit Damen in» Siebengebirg. 2. Tage»-AuSflug mit Damen zum Altenberger Dom. ** Unteroffizier-Pensionen. Im Auftrage de» preußischen KriegSmiuifterium» werden gegenwärtig bezüglich der Unteroffizier-Pensionen umfangreiche Ermittelungen angestellt. ES handelt sich darum, festzust llen, inwieweit den ehemaligen Unteroffizieren die ihnen beim Ausscheiden aus dem Militärdienst bewilligten Pensionen — ganz gleich, au» welchem Anlaß fie zuerkannt wurden — beim Uebergehen in den Reich»- und Staatsdienst weiter bewilligt worden find. Die Vergünstigung, auch während der Beschäftigung im Reichs- und Staatsdienst im Genuß der Militärpenfion zu bleiben, wurde vor vielen Jahren ausgehoben, soll aber vermuthlich wieder gewährt werden, zumal den in Betracht kommenden Communalbeamten die Militärpenfion ruhig weitergrzahlt wird. •• Das kommt davon. Die erschwerenden Bestimmungen, Vsemischtes. * München ist eine Stadt, die in Bezug auf den Umfang des Fleifcheonfum» im Verhältuiß zur Einwohnerzahl wohl von keiner Stadt de» europäischen Contiueut» übertroffen und nur von wenigen erreicht wird. Zwei Faetoren find er hauptsächlich, die diese» Resultat bedingen, die Ge- uußfreudigkeit der Münchener Bevölkerung selbst und dann der riesige Fremdenverkehr, in welch' letzterer Beziehung München auch mit an der Spitze der besuchtesten Städte steht. Der Fleischconsum München» stellt sich für das Jahr 1896 in folgenden amtlichen Zahlen dar. Im Schlacht- und Biehhof wurden an Thieren geschlachet: 28,055 Ochsen, 16,283 Kühe, 10,960 Stiere, 8232 Rinder, 201,298 Kälber, 5566 Mast- schweine, 151,268 andere Schweine, 51,334 Frischlinge, 27,018 Schafe und Ziegen, 6185 Spanferkel, Lämmer und Kitze, 1433 Pferde. Beim städtischen Aufschlagamt wurden weiter folgende Wildgattuugen versteuert: 560 Edel- und Damhirsche, 161 Wildkälber, 9083 Rehe und Gemsen, 430 Kitzböcke, 167 Wildschweine, 257 Frischlinge, 42850 Hasen, 1055 Lapin», 3481 Fasanen, 767 Auer-, Birkhühner und Waldschnepfen, 24 785 Hasel-, Schnee-, Stein- und Rebhühner, sowie 3391 Wildenten und MooSschnepfev. Daß bei Bewältigung solcher Fleischmaffen auch für die Befriedigung de» Durstes gesorgt werden muß, geht daraus hervor, daß im nämlichen Jahre 1428986 Hectoliter Malz eingesotten wurden. Ein großer Theil des daraus bereiteten Biere» wird freilich ausgeführt. Der Genuß fremder Biere ist in München verhältnißmähig sehr gering. Im Jahre 1896 betrug das ganze Quantum etngeführten Bieres nur 14325 Hectoliter. ♦ Sine Anekdote des Prinzen von Wale». Der Prinz o f Wales ging einst vor dem Frühstück im St. James- Parke spazieren, al» ihn eine gut gekleidete, aber „verdreht" auSsehende Dame verfolgte. Er hatte die Frau schon einmal früher gesehen und errirth wahrscheinlich ihre Absicht- so beschloß er, gar keine Notiz von ihr zu nehmen und ging ruhig weiter, bi» eS schließlich Zeit für ihn wurde, umzukehren. Sofort stand die Dame vor ihm und verbeugte sich ties. Der Prinz nahm seinen Hut ab und versuchte vorbei zu gehen. „Ich habe hier eine Bittschrift, Königliche Hoheit", und fie nahm aus ihrer Handtasche eine evgbeschriebene Papierrolle. „Ach, gnädige Frau, e» ist nicht da» erste Mal, daß man mich für den Prinzen von Wale» hält", war die Antwort in rauher, mit fremdländischem Accent gegebener Stimme. Mit wüthendem Blick auf den Prinzen steckte die Dame ihr Schriftstück wieder ein und murmelte: „Ich habe die Ehre, die ganze Königliche Familie zu kennen, aber ich bin in letzter Zeit sehr kurzsichtig geworden, sonst hätte mir solch' ein Jrrthum nicht pafftren können." * Ueber da» schon vor einiger Zeit erwähnte „Prole- tarierfchloß" schreiben die Blätter: Den „Dresdener Nachr." hat ein Amateulphotograph, den ein Ausflug au die Gestade des Züricher See» führte, vier Ansichten des Bebel'fchen Schlosse» übersandt, die da» Blatt nun reproducirt. Die Ansichten laffen erkennen, daß Bebel» „Billa Julie" in der That ein Besitz ist, deffen sich kein „Schlotbaron" zu schämen haben würde. Da» Grundstück liegt dicht am See, besitzt ein sportmäßig eingerichtete» Bootshaus, reiche Weinbauanlagen und ist mit einer „feudalen", in massiger Stein- arbeit aufgeführten Mauer umgeben. Herr Bebel hat mit der Aufführung dieses luxuriösen Baues bewiesen, daß man auch unter der heutigen „corrupteu" Gesellschaftsordnung recht gut leben und bei Fleiß und Betriebsamkeit es auch au» einfachen Berhältniffen heraus zu etwa» bringen kann. * Ein Millionenbetrug. Auf der großen, der Wiener Donau-DampfschifffahrtS-Gesellschaft gehörigen Alt-Ofener Schiffswerft ist eine gewaltige BrtrugSaffaire aufgedeckt worden, die nicht nur die dortige Polizei, sondern auch die weitesten Kreise der Bedölkerung in geradezu fieberhafter Bewegung erhält. E» handelt sich um systematisch betriebene Diebstähle de» Direktor» und der Oberdeamtrn der genannten Gesellschaft an den bedeutenden Holzniederlagen der Werst. Die Unterschleife haben im Laufe der Zeit die Höhe von einer Million Gulden erreicht. Als das Schwinden der Lager- vorräthe schließlich ausfiel, beschloß die Leitung der Werft, das ganze Holzlager in Brand zu stecken, um dadurch eine Untersuchung zu vereiteln und die Entdeckung ihrer Schänd- thaten zu verhindern. Ein für die That durch Bestechung gewonnener Arbeiter zündete da» ganze Lager an, doch wurde der Brand rechtzeitig bemerkt und glücklich gelöscht, bevor er größere Ausdehnung angenommen hatte. * Sechzig Meilen Weg» um eine Eichel. Unter diesem Schlagwort theilt der „Prometheus" Folgende» mit: „Unten in Mexiko", schreibt Mr. St. Nichola» an den Scientific American, „da lebt ein Specht, der seine Nüffe und Eicheln in den hohlen Schäften der Yucca» und Agaven aufspeichert. Diese hohlen Stengel werden durch Zwischenwände in gesonderte Höhlungen getheilt, und der kluge Bogel hat da» irgendwie herausbekowmen und bohrt ein Loch au dem oberen Ende jede» Gelenkstücke» zur Einfüllung und ein zweite» an dem unteren Ende, um darau» die Eicheln herauszuholen, wenn er deren bedarf. Dann füllt er die Stengel (Abschnitte) voll und verläßt seine Borrath-kammeru, bi» er sie braucht, sicher vor den Plünderungen eine» diebischen Vogel» oder viersüßigen Thiere». Der erste Ort, an welchem diese merk- »*5 lltff Sfr SÄ’- i» « „zholichts F seltsame, von Rann b« 3" haben solche verborg Pflanzen wfl' «der W * Der 1 verstorbene € Aus seiner 3 liche Geschich .Ich war t Kreisstadt 3E Bei meinem einer besondc Damenwelt mich einiger kam ich Mo Kneiperei nc Absicht. Ur jetzt zu Bett mal eine fi Febern zu er bereits meine Ich beschloß macht hatte, Als der Geri er vor Star schon bat A Marktplatz 1 strengungen Zch befand eines starken ich - „wen Ihrer Brust Hering! De Hnaus, und Acten, um m acherissen m, Herr mit eine chb mich mii lckrignichtsp - bei gekommen. W fort K M ba sitze Acten, hen und beweist glaubte, zu MengE weise und s würdige Ai zollen, mal lporn sein Breiten!« Wr, und Ählohmani einem manu vHu blener och ? »«teiti •» farm f ■s“ fifa In ~ A sch D SÄ iA* )eeV1789- wutbt ü ZLZ tiiS ? ®834 ärimi). vpaufnktl, Li» ldttschtll ÄafitlQjtr tö”«tn vechtm lber, S083 Rthiv! ri«e, 257 FrilGjr,. Nania, 767 aDI: >asel', Schake., Str» orid Moolllhotpse Ten auch für bk 8 1 mH, tzch bord >M hrctvUttt Ki bt6 daraus bnete Teuuh frmdn Jsr ring. Iw Jahrr W ührtrn Sierri c Baki. Der Prii, lhstück lm et. 3®f ridttr, ab» ,bttinp Jj die Frau schon tut. ch ihre Abficht, d tr« | uehweu uud^ch, u wurde, wiälchni. ad dttbeugte^ll b mluditt wMp /, MW H°bl- eint t W bal n^. Mel hew Acerut gkf.i. dm Pckzm W: mimndtt: #1* lie zu linnen, ato • lotbtn, sonst hä« r en," .. Zeit erwähnte s in .Dresdener M SB°S «blt^ ,tm des Sebri nun rcptobudT*. »- i .SA 3nlli, to ‘ .chlotbaron fl W t dicht a-Stt, b K ”* ■** . in »‘IW®1 , O‘n8MSc: «tw?‘ „ $#■' 5lW Ä n«‘: * ’Ätnt l«sWffS« - kW«1'" 1 e,$:i W* h.t M tii«/ "L $»* «r x STA*’ !> "5? ol“6 ginne und und ^ gjänbe * {j ■Ssrf'i wein)” würdige Gewohnheit beobachtet wurde, war rin Hügel mitten in einer Wüste, der mit Uucca» und Agaven bestanden war, aber die nächsten Elchenbäume waren 30 Meilen davon tat» ftrnt, so daß diese erfindungsreichen Vögel, wie leicht zu br rechnen, einen Flug von 60 Meilen zu machen hatten sür jede Sichel, die fir für fich aufhebev wollten. E n vogelkundiger be- Merkt dazu: ES find in diesen Thatsachen mehrere seltsame Züge zu bemerken: erstens der Instinkt der Vorsorge, der diese Vögel antre'bt, Wintervorrathe anzusammeln, zweitens die große znrückgelegte Strecke, um ein sür die Gattung so unge- WöhnlichrS Futter zu sammeln- und drittens daS abgelegene, seltsame, von ihre« Wohnbezirk weit entfernte BorrathShauS. ftann der Instinkt dergleichen an und für fich lehren oder haben Erfahrung und Intelligenz diese Vögel gelehrt, daß solche verborgeneHöhlunqen in den Stengeln entsernt wachsender Pflanzen bessere verstecke liesern, als R ffe der Baumrinden oder Felsspalten." * Der pflichteifrige Referendar. Der kürzlich in Berlin verstorbene Schriftsteller Erich Fließ war unsprünglich Jurist. Au- seiner Referendarzeit erzählte er einst die folgende niedliche Geschichte, die jetzt von der ,9r. 3-* veröffentlicht wird: „Ich war damals als Referendar in der westpreußifchen Kreisstadt 3E thätig — wenn ich mich so ausdrücken darf. Bei meinem Vorgesetzten stand ich gerade nicht in dem Rufe einer besonderen Rechtsbeflissenheit. Dagegen galt ich in der Damenwelt für einen der schneidigsten Tänzer — da- söhnte mich einigermaßen mit dem Schicksal au«. Eines Abends kam ich Morgen» um halb acht Uhr von einer ungeheueren Kneiperei nach Hause — das heißt, ich hatte wenigsten- die Absicht. Unterwegs überlegte ich mir aber, daß, wenn ich jetzt zu Bette gehen würde, keine Macht der Erde, nicht einmal eine freundliche Wirthin, im Stande wäre, mich den Federn zu entreißen. Und ich hatte um 10 Uhr Vormittags bereit- meines Referendaramte- zu walten. Nm lO UHr brrr! Ich beschloß also, nachdem ich eine kleine Lustpromenade gemacht hatte, mich direct in das Gerichtsgebäude zu begeben. Al» der Gerichtsdiener um 9 Uhr das Zimmer betrat, war er vor Staunen einem Schlaganfall nahe--ich war schon da! Merdings schnarchte ich, daß man es bis auf den Marktplatz hinaus hörte. Nur mit den allergrößten Anstrengungen gelang es dem wackeren Manne, mich zu erwecken. Ich befand mich in einem geradezu fürchterlichen Zustande eines starken ausgeprägten Katers. „Schlohmann!" — stöhnte ich — „roenn Sie noch einen Funken von Menschlichkeit in Ihrer Brust haben, so holen Sie mir sofort einen sauren Hering! Der allein kann mich retten!" Schlohmann stürzte hinaus, und eben beugte ich mein bleischweres Haupt zu den Acten, um von Neuem sanft zu entschlafen, als die Thüre aufgerissen wurde und ein sehr würdig aussehender älterer Herr mit einem energischen „Guten Morgen" hereintrat. Ich erhob mich mühsam: „Mit wem habe ich die Ehre?" „Ober- landeSgericht-präsident Z. l" Ein Schauer durchrieselte mein Gebein, — der „Ober" war ganz unerwartet zur Jnspection gekommen. „Auf welche Stunde ist der erste Termin ange- sctzt. Herr Referendar?" „Auf 10 Uhr, Herr Präsident!" „Und da fitzen Sie bereit» j.tzt eine Stunde früher bti den Acten, Herr Referendar!? Da» freut mich außerordentlich und beweist einen schönen Eifer für Ihren Beruf!" Ich glaubte, zu träumen, verspürte dann verdammte Lust, in ein Höllengeläckter auszubrechen, faßte mich aber noch glücklicherweise und stammelte errölhend: „Herr Präfident, die liebenswürdige Anerkennung, die Sie m-inen schwachen Bemühungen zollen, macht mich unendlich glücklich und wird mir ein An- sporn sein, auf dem betretenen Wege rüstig vorwärts zu schreiten!" In diesem Augenblick öffnete fich abermals die Thür, und auf der Bildfläche erschien — der Gerichtsdiener Schlohmann mit einem sauren Hering, der malerisch auf einem Teller ruhte. In meiner Todesangst machte ich Schlohmann verzweifelte telegraphische Zeichen, und der Gerichtsdiener verstand sofort die Situation. Mit einem Ruck — ich werde dies dem edlen Manne nie vergessen — ließ er ben sauren Hering unter seinem Uniformrock verschwinden. „Sie sehen leidend au«, Herr Referendar!" sagte der „Ober" — „Sie sollten sich nicht überarbeiten!" Weiß der Teufel, wie es zuging, noch niemals waren die Richter, die Schreiber und die Referendare unseres Gericht» so spät gekommen, wie gerade an diesem Tage. Immer düsterer wurde da» Gesicht de» Oberlandesgericht-präfidenten, immer tiefer gruben sich die Furchen ferner olympischen Stirn. Man stelle fich da» Entsetzen der Verspäteten vor, al- sie den Mann erblickten, der ihrer harrte. Ich wälzte mich innerlich vor Vergnügen, al» ich die betroffenen, verdutzten, erschreckten Gesichter sah. Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießens 37. Woche. Born 4. September bis 10. September 1898. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tad. 1600 Mann Militär). Sierblichkeit-ziffer: 15,10°/*. E- starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Herzleiden 1.Lebensjahr: 2.—IS.Iahr: 1 1 _ —» Ntermmlzündung 1 1 — — Darmcalarth 3 — 3 - Masern 1 1 — Tarmtuberkulose 1 — 1 Summa: 7 2 4 1 Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 17. und Sonntag den 18. September, Neujahrsfest. 1. Tag: Borabend 6“ Uhr, Morgen- 7" Uhr, Predigt »'/« Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 7» Uhr. 2. Tag: Vorabend 7’J Uhr, Morgens 7“ Uhr, Predigt 8’/« Uhr, Nachmittags 4 Uhr, FestauSgang 7» Uhr. Temperatur der Lahn und Luft nachReaumur gemessen am 14. September, zwischen Hu.l2UhrMittag»: Wasser 151/,0, Luft 16°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Neueste Nachrichten. Depeschen de» Bureau „Herold". Berlin, 14. September. Dem „Kleinen Journal" wird an- Brüssel gemeldet, daß die belgische Königin nicht unbedenklich erkrankt ist. Wien, 14. September. Der „Neuen Freien Presse" zufolge ist da» Testament der Kaiserin Elisabeth, da» vom October 1896 datirt ist, Montag geöffnet worden. E» ist ziemlich kurz und eigenhändig niedergeschrieben. Der Kaiser kennt den Inhalt desselben. Schloß Lantz soll der Ltebltng-tochter, der Erzherzogin Valerie, zufallen, während da» Achilleion auf Eorfu an die Erzherzogin Gisela übergehen soll. Der Kaiser erhält da» Nutzungsrecht von dem Baarvermögen, welches für die Enkelkinder bestimmt ist, besonder» für die Erzherzogin Elisabeth, die Tochter der Kcouprinzesfin. Ferner enthält da» Testament Legate für die Hofdamen und Personen au» der Umgebung der Kaiserin. Die Schmucksachen der Kaiserin sollen bereit» vor Jahren verkauft und der Erlös theilweise zum Bau de» Achilleion, theilweise zur Unterstützung fürstlicher verwandter verwendet worden sein. Noch am Samstag erhielt der Kaiser einen Brief von der Kaiserin mit der Nachricht, daß fie fich recht wohl fühle. Der Kaiser soll wiederholt die Hoffnung ausgesprochen haben, daß da» furchtbare Ereigniß die scharfen Gegensätze der Parteien mildern werde. — Zum Leichenbegängntß der Kaiserin haben sich angemeldet: Kaiser Wilhelm, die Könige von Sachsen, Rumänien und Serbien, der Prinzregeut von Bayern, sämmtliche bayrische Prinzen und Mitglieder der Herrscherfamilieu von Rußland, Italien, England sowie anderer Staaten. Budapest, 14. September. Die Sammlungen für da» Monument der Kaiserin Elisabeth haben bisher 40000 Gulden ergeben. Budapest, 14. September. Ja einem hiesigen Vergnügung« Etablissement kam es zu Ruhestörungen, welche fich gegen die Italiener richteten. Einige italienische Sänger wurden von den Studenten auSgepfiffen. Budapest, 14. September. Zwischen dem Mitgliede de» Magnatenhauses, Bela Just und dem Grafen Emmerich Karolyi, fand ein Duell statt. Bride wurden schwer verletzt. Krakau, 14. September. Die westgalizische Stadt Glogow steht in Flammen, vtsher find über hundert Wohnhäuser und eine «trche niedergebrannt. 14. September. Der Lohnstrike bei der österreichischen Waffenfabrik ist zu Gunsten der Arbeiter er.t. schieden^ worden. E» findet keine Lohnreduction statt. Görz, 14. September. Die Gährung -wischen den slowenischen und italienischen Arbeitern nimmt einen bedrohlichen Eharacter an. Es haben bereit» viele Zusammenstöße stattgefunden. Die Hänser der Italiener wurden mit Koth beworfen. Triest, 14. September. Gestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr haben fich die Ausschreitungen in verstärkte» Maahe wiederholt. Dem Triester Pöbel hatten fich Slawen au» dem District angeschlossen. Der Angriff auf die Union Gymuastika wurde wiederholt. Seitens der Angreifer wurden zahlreiche Revolverschüffe abgefeuert, welche feiten» der Bet» etnimitglieder erwidert wurden. Dabei gab e- auf beiden Seiten viele verwundete, darunter zwei Polizisten. Sin anderer Trupp Excedenten bombardirte da» Krankenhaus mit Steinen. Da» italienische Eonsulat wird fortwährend von Militär bewacht. Der Pöbel wüthete bis in die Nacht hinein. Nom, 14. September. Die Meldung, daß in Oesterreich die dortigen Italiener verfolgt werden, rnft große Aufregung hervor. Nur mit großer Mühe verhindert die Polizei Gegendemonstrationen. Genf, 14. September. Die kirchliche Einfegnung der Leiche der Kaiserin sand gestern Nachmittag 5 Uhr durch den Bischof von Freiburg im Hotel Beau-Rivage in kleinstem Kreise statt. Der Feier wohnten u. A. der bayerische Ge« schäststräger in Bern, Graf Montgela», mit seiner Gemahlin bei. Genf, 14. September. Die Verhandlungen gegen Luccheni werden Ende October oder Anfang November stattfiaden. Pari», 14. September. Brisson und Bourgeoi», unterstützt von Delcaffö sind entschlossen, die Revifion des Dreyfus-Processe» auf alle Fälle durchzusetzen. Wenn General Zurliuden auf seiner Weigerung zur Genehmigung der Revi- fion besteht, wied Brisson selbst da» Kriegsportefeuille übernehmen. An verschiedenen Punkten von Pari» finden alle Abende Kundgebungen sür die Revifion statt. Die Mehrheit de» Volke» fordert die Revifion. ES ist sicher, daß für Zola, wenn er nach Pari» zurückkehrt, eine imposante Kundgebung stattfinden wird wegen seiner Verdienste, die er fich um die Revifion erworben hat. Pari», 14. September. Der „Gauloi»" schreibt infolge der letzten Vorgänge gegen den Präsidenten Faure: E» hieße Faure verkennen, wenn man glauben wollte, daß er fich durch Drohungen einschüchtern lasse. Die Beschimps- ungen gegen den Präsidenten seien nicht neu. Schon seit längerer Zeit sei der Präfident fortwährend Gegenstand von Beschimpfungen gewesen. Aber trotz alledem würde die» den Präfidenren nicht hindern, seine Meinung gegen die Revision des Proceffc» hintanzuhalten. Brisson konnte im letzten Ministerrath seinen Ohren nicht genug trauen, daß Faure ein so eifriger Gegner der Revision sei. Ein anderer Minister ging sogar soweit zu behaupten, daß die Haltung Faure» eine Miuisterkrise herausbeschwören werde. Gauloi» sagt weiter, er könne versichern, daß e» nicht gelingen werde, den Präsidenten Faure au» dem Elysee zu vertreiben. Faure habe die Dreyfus-Actru nicht studirt und wolle die» auch nicht. Er stütze fich auf die Aussagen de» Krieg»- minister» Zurliuden, und die Meinung Brisson» und Sarrieu» könnten den Glauben Faure» und ZurlindenS nicht erschüttern. London. 14. September. Die hiesigen Blätter lassen fich auö Athen melden, daß die englische Regierung entschlossen sei, die kretische Frage aus eigene Faust zu lösen, wenn die anderen Mächte nicht Hand in Hand mit der englischen Regierung gehen sollten. Petersburg, 14. September. Der Zar richtete einen langen eigenhändigen Beileidsbrief an den Kaiser von Oesterreich. Graf Murawiew wird im Auftrage des Zaren eine Note an die Mächte h der Angelegenheit einer internationalen Anarchistrn-Eonvention richten. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstraße 3. Angebot der Arbeitnehmer r 1 Küfer, 2 Maschinenschlosser, 1 Fahrburscke, 1 Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, 2 Büglerinnen. Nachfrage der Arbeitgeber: Einige tüchtige Spengler, Kesselschmiede und schlosser für dauernde Arbeit bei gutem Lohn in eine auswärtige Fabrik für Be- euchtungswesen, 4 Weißbinder, 4 Schlosser, 1 Schmied, 1 Wagner, 1 zuoerläss. Schneider für alle Werkstättearbeiten nach Auswärts, 4 Bauschreiner,, 3 Fuhrknechte, • landwirthschaftlicbe Arbeiter, 1 Mann zum Säcketragen, 2 Hausbürschchen, nebrere Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Eomptorift. Bekanntmachung. Die zur Ausführung einer Gossen- Pflasterung in Hausen erforderlichen Arbeiten, nämlich: ») Chaussirungsarbeiten 98,30 Mk. I) Pflasterarbeiten 173,30 „ c) Legen eine« Röhren- canals 34,90 „ sollen im Wege öffentlicher V erstes« ztrung am Freitag den 16. ds. Mts., Nachmittags 6 Uhr, in dem Gemeindehause zu Hausen vergeben verden. Hausen, den 12. September 1898. Großh Bürgermeisterei Hausen. Müller. 9095 -KerstkigrrnujU'll ZchmUeuvttSkigrrllug. Arn Freitag den 16. d. Mts. kommen 1200 abgängige, hölzerne Bahnscbwellen zur Versteigerung und zwar im Bahnhof Großen-Buseck LOOStück, und am Schiffen« bergerweg bei Gießen 700 Stück. Anfang der Versteigerung in Großen- Buseck Lorrn. 9 Ubr, und am Schiffen« bergerweg Nachm. 2'/, Ubr. [9099 Gießen, den 12. September 1898. Großh. Betri ebS-Jnspectton 1. Knipselilungen Wieder eiugetroffeu: g Schwedische Preißelbeeren empfiehlt I in hochfeinster Daare I. M. Schulhof. ML Schlachthaus. Freibank. 9039 Heute und morgen: Zchweillküeisch 45 Wg. tahohechte nnb LackWe in allen Größen bei 9101 Martin Simon, Asterweg 7. Heute unö folgende Tage in Eispackung eintreffend. 735 la. Schessffsche in allen Kroßen, ßabliau. Schollen, Zander, KechLe etc., Leehecht im Ausschnitt, Lebende Karpfen, Lchleie und Aale. Prompter versandt «ach answäri». J. M. Schulhof, Marktstraße 4.Telephon U9. Zwiebel Prima Winterwaare, 50 Kilo mit Sack S»/4 Mark, versendet stets unter Nachnahme Jacob Stern Simon, 9097 Friedberg, Hessen. 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Lehrgang: 3Semester: Staat!.Prüfungen. Staatscommiasar. Sem.-Anf.: Nov. u. Mai. Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vom 12. d. Mts. vorgenommenen planmäßigen Verloosung der Ende dieses Jahres zur Rückzahlung kommenden S^procentigen Obligationen der Anlehen der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 und 1895 !emerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben: bei der Stadtkaffe Gießen, „ dem Bankhaus A. Heichelheim Gießen und ,, der Mitteldeutschen Creditbank Frankfurt a. M. erfolgen kann, sowie daß die Verzinsung mit dem 1. Januar 1899 aufhört. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die nachfolgenden in den vorhergehenden Jahren ausgeloosten Obligationen: Bekanntmachung. Nachdem die Hauptagentur des Friedrich Vogt in Bingen zur Beförderung von Auswanderern durch die Schiffsbefrachter I. H. P. Schröder & Co. in Bremen über den genannten Hafen nach Nord-Amerika aufgehoben worden ist, ist auch die dem Kaufmann Carl Loos in Gießen ertheilte Unteragentur erloschen. Letzterer hat daher um Rückgabe der gestellten Caution gebeten. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Ansprüche, welche der Rückgabe der von demselben gestellten Caution entgegengesetzt werden sollen, innerhalb 6 Monaten vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an, bei der unterzeichneten Behörde mit dem Nachweise angemeldet werden müffen, daß wegen derselben gerichtliche Klage erhoben worden ist, widrigenfalls die Rückgabe der Caution erfolgen wird. Gießen, den 9. September 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Gießener Volksbad. Zur Besichtigung ist das Bad geöffnet: Samstag, den 17. l. Mts. von Nachmittags 4 bis 8 Ufo Eintrittsgeld 50 Pfennig. Sonntag, den 18. l. Mts. von Morgens 9 bis 1 Uhr und 3 bis 6 Uhr Nachmittags, Eintrittsgeld 30 Pfennig. Die Abonueutenliste liegt ständig an der Kasse offen. Die Abnehmer von Jahres- und Halbjahreskarten haben vom 21. l. Mts. bis 1. October l. I. das Bad unentgeltlich. Zur Besichtigung und zum Abonnement ladet höflichst ein Lit. M N „ 0 . P linatm« »or Procent 4*/6 Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente lUt jUontafl8- v-Si-A JcM dl-" kn D,e Saatgetreide-Verkauf. Petkuser Roggeu, von Originalsaat gezogen, hoch ertragreich und winterhart; Schwedischen Schueeroggeu, direct aus Schweden bezogen, absolut winterhart, auf Höhenböden hohe Erträge l esernd; Hessischen Staudenroggen, Nordstraud - Weizen, sowie Divideuden-Weizeu verkauft: Zreihmlich Riedeftl'scht Gutsoerwaltuvz Stockhausen, Hesse». Hoffmann, Oberoerwalter. Muster und nähere Auskunft ertheilt die Firma: 9107 Goldenberg A Marcus, Gießen. sind folgende Stücke gezogen worden: a) vom 1893er Auleheu: Nr. 40, 45, 52, 130, 160 u. 234 L 2000 Mk. 2, 43, 113, 145, 183, 238, 273 u. 366 ä 1000 Mk. Al f tA ■ Sm ft?* R M itler y« Nix - u. ' Iq lvel Äl t int 1 ''Oh fr? l4v,‘ ®l Zitherlehrer Adolf Arnold Giessen, Neuen Baue 16. Vertretung Coursbericht litt J. Kurz & Co., Giessen, Klihuhofssraßt 63. Frankfurter Börse vom 13. September 1898. s Lager « 3 in Zithern, Saiten, Requisiten und c Preis-Ermäßigung Von heute ab: 1 Wauuebad mit Wäsche 0,60 Mk., ohne Wäsche 0,50 „ Im Abonnement: 10 Karten mit Wäsche 5 Mk., ohne Wäsche 4 „ Größere Abonnements nach Uebereinkunft. Wegen der Wichtigkeit der Sacke bittet um zahlreickes Erscheinen Der Vorstand. Section Giessen. D. Oe. A. V. «ca Donnerstag den 15. September: Dichters Hardt. Ab 68/, Uhr von der Lahn brücke.____________ Schönes Logis im 2. Stock au ruhige Leute zu verm. 9087] Phil. 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