a$Se, '*■».»! !' *01* Lule Art Hungen. 6013 irrt. ischerei begmt beu jagrn. »er, Oberledern leidjltt und saubem mpsiehlt unter @otanlx srstein, litz ein kleiner Statz, »eilt eine gute Suppe ober ein haben. 55« l!L,WO. a: ürtMM* fHm frtift h de trti tun V geftunm® I"' , Maftß veri°l^ «un”os it b«w ,lt d-s «erelt£1 Wir M- <*' .hömr ®üe «•* •tfiären »«- t^A unl dÄ * D * 60K irilii* Nr. 137 Erscheint tügNch eit Ausnahme de- Montags. Die Gießener M-mitien-lätter enden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Zweites Blatt. Mittwoch den 15. Juni______________________ Gießener Anzeiger isos gleiepfttU »ierteljLhrtich 2 Mark 20 Pfß monatlich 75 Pftz. mit vringerleh«. vei Poftbezuß 2 Mark 50 Pf,. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den ßntgendm Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Heneral-An^iger Alle Anzeigen-KermittlungSstellen d«S In- und AuOlawlH nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entere Anrts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gieren. AedacNon, Expedition und Druckerei: -«SukSraße Pr. 7. Gratisbeilaye: Gießener Familienti lütter. Sdreffe für Depeschen: Anzeiger Kietze». Fernsprecher Nr. 51. Umtlid?cr Theil. Bekanntmachung, bett. RetchStagswahl. AlS Stellvertreter der wegen Verhinderung der Großh. Bürgermeister zu Wahlvorstehern eruaooten Großh. Beigeordneten ernennen wir für Bellersheim daS Gemeinderath-mitglied Ludwig Müller III., für Großen Buseck den Gutspächter Es au, für Inheiden daS Gemeinderath-mitglied Heinrich Eichelmann, n Langsdorf „ „ Heinrich Roth XL, „ Trais Horloff „ „ Karl Schneider, „ für Wettershain der Peter Sann, Gießen, den 13. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________________v. Gagern.__________________________ Bekanntmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Krnntniß gebracht, daß infolge Beurlaubung des Großh. Distrikts-Einnehmer» Rendanten Stroh zu Gießen durch Verfügung Großh. Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen, vom 4. d. Mt»., der Großh. Steueraffeffor May zu Gießen mit der interimistischen Verwaltung der Großh. Distrikts- tzinnehmeret Gießen II beauftragt worden ist. Gießen, ben 11. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Gagern.___________________ Bekanntmachung, betreffend: Die Berliner Btehverficheruogs-Gefellschaft a. G. ,BerttaS"; hier Zulassung derselben zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hrffeo. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Keontniß, daß Oroßh. Ministerium des Jnneru der obengenannten Gesell- schäft die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum »ater den üblichen Bedingungen auf Widerruf und mit der Maßgabe ertheilt hat, daß Berficherungen von Rindvieh »icht abgeschloffen werden dürfen. Gießen, den 13. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.__________________ Deutsches Reich. Darmstadt, 13. Juni. Wie ein Prioattelegramm der ^Darmst. Ztg." aus Laxenburg meldet, werden Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Groß- Herzogin heute Abend von dort abreisen und morgen Mittag 22 Ubr 7 Min. hier ankommen. Berlin, 13. Juni. Reichskanzler Fürst Hohenlohe, welcher heute au- Paris hier eintrifft, begibt fich io den »ächsten Tagen auf feine Besitzungen nach Werkt. Berlin, 13. Juni. Heute vormittag fand anläßlich deS kOjährigeu Bestehen- der hiesigen Schutzmann- Schaft auf Befehl de- Kaiser- auf dem Schlohhofe ein Gottesdienst statt, welchem der Kaiser beiwohnte. Nach der Festpredigt hielt der Kaiser eine kurze Ansprache an die Versammelten. Berlin, 13 Juni. Der „ReichSanzeiger" veröffentlicht Beate einen Erlaß de- Katfer- an den Minister bi0 Innern, in welchem der Schutzmannschaft zu Berlin zur dauernden Erinnerung an daS 50jährige Jubiläum derselben h Anerkennung der von ihr geleisteten treuen Dienste eine Helmspitze mit der Aufschrift: „In Treue fest" zwischen den Jahreszahlen 1848 und 1898 verliehen wird. Zugleich »ird in dem Erlaß mit-'ethetlt, daß der Kaiser dem Polizeipräsidium als Zeichen seine- Wohlwollen- sein Bildniß zum Geschenk macht. Berlin, 13. Juni Heute vormittag ist ein Boot, welche» dir Arbeiter eine- Neubaue- über die Spree bei Eharlottenbrunn befördern sollte, mit 15 Mann unter- gegangen. Eine Anzahl Arbeiter wurde gerettet. Bier wurden bisher als Leichen au- dem Waffer gezogen. Man b lfürchtet, daß noch einige Personen ertrunken find. Nach ihren Leiwen wird eifrigst gesucht. Berlin, 11. Juni. Der Prozeß Grünenthal. Die Anklage gegen G'ünemhal wegen Münzfälschung und Diebstahl» ist nunmehr der Berliner Strafkammer zugegaugen, so daß die Strafsache vorauSfichtlich in der nächsten Schwur- gericht-tagurg zur Verhandlung kommen wird. Neben Grünenthal werden in dieser Sache deffeu Geliebte Elly Goltz und die Hebamme Eichler auf der Anklagebank erscheinen, welche beide beschuldigt werden, fich zu dem Münzverbrechen bezw. dem Diebstahl der Begünstigung schuldig gewacht zu haben. Unabhängig hiervon geht die Anklage, welche gegen Slly Goltz, deren Mutter und Großmutter wegen verbrechens gegen da» keimende Leben bezw. Kuppelei erhoben ist, und die vor der Strafkammer zur Verhandlung gelangen wird. War den Diebstahl anbetr fft, so handelt es fich bekanntlich um die Entwendung von 250 000 Mk. in Banknoten der Retchsbrvckerei; die Münzfälschung soll fortgesetzt seit dem Jahre 1891 betrieben worden sein. Die Schuld der beiden Frauen soll darin bestehen, daß sie ein Packet dem Grünenthal gehöriger Aktien verborgen haben. Als Gutachter der ia Betracht kommenden Behörden über da» Verfahren bei Anfertigung der Banknoten und dir Möglichkeit einer Fälschung fuvgiren der Geh.-RegierungSrath Ulrich Wendt zu Berlin und der Postrath Otto DtbeliuS zu Groß-Lichterfelde. Die vertheidigung der Angeklagten liegt in den Händen der Rechtsanwälte Henschel, Dr. Schwindt und Dr. LubSzynSki. Für die Angeklagte E chler, deren Betheiligung au der ganzen Affaire anscheinend nur eine untergeordnete gewesen ist und die fortgesetzt behauptet, bei Empfangnahme deS Packet» den Ursprung derselben nicht gekannt zu haben, hat Rechtsanwalt Dr. LubSzynSki die Einstellung deS Verfahrens beantragt. Berlin, 11. Juni. Unter dem Titel „Die Deutschen in Oesterreich und da- Deutsche Reich" schreibt die „Köln. Ztg.": Neuerding- hat der bekannte deutsch-nationale Abgeordnete Wolf im Wiener Abgeordnetenhause die Hoffnung ausgesprochen, daß die deutschen Brüder im Reiche nicht zulafseu werden, daß die Deutschen Oesterreichs auf dem Boden liegen; in dem Augenblick der höchsten Gefahr werde man fich in Deutschland erinnern, daß eS fich nicht um eine Sache der Deutschen Oesterreichs, sondern deS Deutschthum» in aller Welt, um eine Sache deS Deutschen Reiche» handle. Wir glauben den unermüdlichen Vorkämpfern de» berechtigten Deutschthum» in Oesterreich einen Freundschaftsdienst zu erweisen, wenn wir fie rechtzeitig davor warnen, einen derartigen Gedankengang auf die Spitze zn treiben. Wir möchten N'cht durch unzeitgemäße» Schweigen Hoffnungen erweckt sehen, b'e in diesem Sinne fich schwerlich je verwirklichen lassen. E» ist selbstverständlich, daß die Sympathien, die au» dem Deutschen Reiche ben Deutsch-Oesterreichern naturgemäß zu- gewendet werben, eine fest umzogene Grenze haben müffen, nämlich bieselbe Grenze, welche umgekehrt ben fest gewurzelten Sympathien ber Deutsch Oesterreicher für daS Deutsche Reich gewiesen finb. So warm bie Sympathien für die um bie beutsche Sprache unb bie deutsche Cultnr hart und schwer kämpfenden deutschen SiammeSgenoffen in Oesterreich für alle urtheilsfähigea Angehörigen des Deutschen Reiche» find und bleiben werden, so ist eS doch völlig au»’ geschloffen, daß auS dem Deutschen Reiche heraus irgend ein Eingriff in die österreichische Machtsphäre erfolgen wird, der beabsichtigen könnte, auf bie Austragung dieses Kampfes einen Einfluß zu üben. Die Deutschen im Deutschen Reiche vertrauen fest, daß ihre StammeSgenoffeo in Oesterreich Manne» genug sein werden, im inneren Kampf mit den übrigen Angehörigen der habsburgischen Monarchie selbst ihren berechtigten Forderungen unb Wünschen zum Siege zu verhelfen. Im Deutschen Reiche würde man jede LoSlvsung eine» deutschen Gebiete- von Oesterreich als eine schwere Schädigung des befreundeten Kaiserreichs betrachten, unb unter keinen Um» stäuben würbe man bie AuSbehnung der RcichSgrenzen auf solche von ihrem angestammten Herrscher abgefallenen Ge- bietStheile al» einen Gewinn für da» Deutsche Reich ansehen. Wir haben keine Ursache, bie im Jahre 1866 mit weiser Urberlegung vollzogene Scheidung zu bereuen unb auch nur theilweise rückgängig zu machen. Die brutschen Grenzen find fest umzogen, unb eine AuSbehnung derselben wird von keiner überhaupt ernst zu nehmenden Seite in Deutschland augeftrebt. Entgegengesetzte Treibereien im Ausland können bei uns jeder Zeit auf die entschiedenste Zurückweisung reckmen. Wien, 10. Juni. Wie die „N. Fr. Pr." meldet, wird da» Programm für die großen osficiellen JubilSum»- festlichkeiten in den ersten Decrmbertagen ds. I». unter Leitung dcS Erzherzogs Franz Ferdinand vorbereitet. So weit bisher Notifikationen vorliegen, werden sämmtliche Staaten Europas unb auch viele außereuropäische Länder bei ber Huldigungsfeier vertreten fein. Bon gekrönten Häuptern werden Kaiser Wlhelm II, König Albert von Dachsen, der Großherzog von Hessen und wahrscheinlich noch einige deutsche Fürsten persönlich in Wien erscheinen. Ob Czar Nicolau- persönlich in Wien erscheinen oder fich durch einen Großfürsten vertreten laffen wird, ist noch nicht bestimmt. Der englische Hof wird durch den Prinzen von Wale-, der italienische durch den Kronprinzen Victor Emanuel vertreten sein. Hauptpunkte bc» Programm» werden die Empfänge der Deputationen der Kronländer unb Ungarns, sowie der Armee bilden. Sämmtliche Provinzhauptstäbte unb auch viele hervorragende Pro- vinzstäbte, ferner zahlreiche industrielle und andere Körperschaften werden Deputationen nach Wien entsenden. Einen hervorragenden Antheil an dem Huldigungsacte wird die Armee nehmen, welche durch die gesammte Generaliiät unb wahrscheinlich auch durch Deputationen der einzelnen Eorp» ober vielleicht auch aller Regimenter vertreten fein wirb. Heute steht schon fest, baß Deputationen sämmrlicher fremdländischen Regimenter, deren Oberstinhaber der Kaiser ist, nach Wien entsendet werden. Wie», 13. Juni. Die mittelst kaiserlicher Entschließung erfolgte Vertagung de» Reich-rathe» hat, trotzdem dieselbe erwartet wurde, bei allen Parteien große» Aufsehen erregt, wird aber seitens der gemäßigten Deutschen gut geheißen und als einziger sicherer Ausweg bezeichnet, um weiteren bewegten Zwischenfällen und einer noch heftigeren Erbitterung der Parteien ein Ende zu machen. Bon informirter Seite wird versichert, daß die Regierung im Herbst ben ReichSrath neuerding» einberufen unb alle in letzter Zeit eingebrachte Gesetzentwürfe mit Hülfe be» § 14 zur Durchführung bringen wirb. Wien, 13. Juni. Die Meldung deS> „Pestcr Lloyd", bie Regierung werde die Sprachen-verordnungen fo lange aussetzeu, bis ein Sprachengesetz zu Stande gekommen sei, wird bter als unzutreffend bezeichnet. Innsbruck, 13. Juni. Infolge starker Wolkenbrüche ist der Inn mit seinen Nebenflüffcn stark geschwollen. In allen Thälern stehen Felo und Wiesen unter Waffer. Die Fluß-Niederungen find bis zur bayerischen Grenze überschwemmt. Die Heuernte ist vernichtet. Budapest, 13. Juni. Im Eomitat Haidu kam e» bei der Aufnahme von Schnittern zu einem blutig en Ren contre. Zwei Gen-darmen wurden mit Sensen und Knütteln von den Schnittern angegriffen. Ein Arbeiter wurde geiltet, sieben lebensgefährlich verletzt. New-York, 13. Juni. „Evenning N wS" bestätigt in einer Washingtoner Meldung, daß da- Staattdepartement von Honkong eine Drahtung empfangen habe, wonach Manila capitulirt habe. Ob e» sich Deweh oder den Insurgenten ergeben habe, sei unbekannt. New-Vork, 12. Juni. Ein Brief au» Tampa vom letzten Mittwoch meldet, baß General Shafter bereit gewesen sei, auf 30 Transportschiffen mit Man ischasten abzufahren, al» von New-Aork bie Weisung kam, bie Abfahrt aufzuschieden. Die Ordre erfolgte daraufhin, weil man erfahren hatte, daß vier spanische Kreuzer und zwei Torpedoboote die Landungstruppen überfallen sollten. In Tampa sind Borkehrungen getroffen für einen etwaigen Angriff der Spanier.________________________ CtcaUt rind provlnzieUes. Gießen, ben 14. Juni 1898. •• Militärisches. Im Nachsommer wirb in Mainz die ganze Großherzoglich Hessische Division concentrkt, um gegen einen markirten Feind zu operiren. Die hier garnisonirenden preußischen Regimenter werden in Zeit an ben bei Marburg stattfindenden Manövern de- 11. Armeekorps theilnehmen. *• Postalische». Da» Amtsblatt de» Reich-Postamt» veröffentlicht Verfügungen de» Staatssekretär» de» Reichs- Postamt», betreffend Telegrammübermittelung durch den Fernsprecher, die vom 1. Juli bss. IS. ab zunächst versuchsweise erfolgen soll. Die Gebühr für da» Zuiprechen des Telegramm» beträgt ohne Rücksicht auf bie Wortzahl 10 Pfg. Bei Aufnahme abgehenber Telegramme beträgt die Gebühr 1 Pfennig für da» Wort, mindestens jedoch 20 Pfennige. *• Erfrischung der Eiseubahnconps». Bon jetzt ab sollen an heißen Tagen die Böden in den Wagenabtheilungen bei Schnell- und Personenzügen auf der Abgangsstation mit Wasser besprengt werden, um den Fahrgästen die Reise erträglich zu machen. •• Radfahren in Hessen. Die „Köln. Ztg." schreibt: Im Großherzogthum Hessen ist kürzlich auf Grund eine» LandeSgesetzeS eine Ministerialverorbnung Über da» Rad- fahren ergangen, welche im Ganzen recht zweckmäßiges Vorschriften enthält und insbesondere sich von jener klein- I lichev Unduldsamkeit frei zu halten versteht, die so manchen ' Verordnungen der Verwaltungsbehörden über daß Radfahren leider eigen ist. In einem Puukre gibt ste aber zu Yedevkeu Anlaß und zwar mit Rücksicht auf die Zuständigkeit, welche nach dem Reichsstrafgesetzbuche der LavdeSgesetzgebuug auf strafrechtlichem Gebiete noch Vorbehalten ist. Ste räumt nämlich der Polizeibehörde da» Recht ein, unter Umständen die Fahrradkarte und die Nummerplatte auf die Dauer oder auf Zett zu entziehen. Diese Bestimmung ist ungilttg, ste beruht auf einer Ueberschrettuag der Grenzen, welche tm § 5 de» St.-G.-B. der Landesgesetzgebung auf strafrechtliche« Gebiete gezogen find. Die Einziehung bestimmter Gegenstände kann die Landesgesetzgebung als Strafe nur bet vorsätzlichen Vergehen und Verbrechen androhev, wegen Ueber- tretung ist die Einziehung überhaupt nur in devjentgru Fällen statthaft, in welchen da» Reichsstrafrecht fie selbst vorgesehen hat, die Aufzählung derselben ist erschöpfend und eine Er- gäozuvg tm Wege der Landesgesetzgebung auSgeschloffen. Die Ungiltigkett ergibt sich aber des Weirereu daraus, daß die angedrohte Maßregel mittelbar eine Untersagung des Radfahrens bedeutet. ES ist aber den LaudeSgesetzgebnngen nicht gestattet, die Untersagung bei Radfahrens als Strafandrohung zu verwertheu. Da möglicherweise andere Bundes- staateu ähnliche Bestimmungen erlafien werden, hat die Frage eine grundsätzliche, über das Gebiet de» einzelnen Bundesstaates htnausgeheude Wichtigkeit. *• Die silbernen Zwavzigpfenuigstucke. Laut BundeSrathS- beschloß soll bekanntlich eine Umprägung filberner Zwanzig- Pfennigstücke auS den bet der RetchSbank lagernden Beständen im Betrag von acht Millionen Mark, und zwar zu fünf Achtel in Fünfmarkstücke, zu drei Achtel in Zweimarkstücke, erfolgen. ES ist bekannt, daß die filberueu Zwanzigpfenutgstücke beim Publikum wenig Anklang gefunden Haden und vom Verkehr confequeot abgestoßen worden find. Mit Rücksicht auf diese Unbeliebtheit der silbernen Zwanzigpfennigstücke wurde denn auch bereits tu den Jahren 1879 und 1883 im BundeSrath über die Frage der Umpräguug gedachter Müuzsorte tu gröbere Retchsstlbermünzen verhandelt, und gelangten damals silberne Zwanzigpfenutgstücke in Beträgen von fünf und drei Mtlltoneo Mark zur Einziehung bezw. Umprägung. Inzwischen hat die Abneigung de» Verkehr» gegen die filberneu Zwauzigpfeunig- stücke nicht nur keine Minderung, sondern eher noch eine Verschärfung erfahren, dergestalt, daß der in die Reichsbank zurückgeflofieue Borrath an diesen Münzen sich fortwährend steigerte und Ende März 1898 den Betrag von 9194000 Mk. erreichte. Da die GesammtauSprägung an silbernen Zwauztg- pfeuntgstückeu sich auf 35 717 922 Mk. 80 Pfg. beläuft, von denen inSgesammt 13 006288 Mk. 20 Pfg. wieder zur Einziehung gelangt find, so ergiebt die Rechnung, daß von den für den Umlauf übrig gebliebenen 22711 634 Mk. 60 Pfg. zur Zeit mehr al» 40 Procent tu den Beständen der Reichs- bank lagern. Hiernach kann e» wohl keinem Zweifel unterliegen, daß die Ausprägung von filberneu Zwanzigpfenuig- stücken eine erheblich bedeutendere gewesen ist, als die Nachfrage des Publikums Nach solchen Münzen, und daß eS fich empfiehlt, Umprägungeu der filberneu Zwanzigpfenutgstücke tu gangbarere Sorten vorzunehmen. Rtdda, 13. Juni. Der zur Aufrechterhaltung der Ordnung gebttdeteu Bürgergarde hatten die Jungfrauen eine seidene deutsche Trikolore mir darauf gesticktem Niddaer Stadtwappeu und Reichsadler verehrt, welche heute vor fünfzig Jahren auf dem Marktplätze feierlich eiugewriht wurde. E. Echzell, 12. Juni. Am 19. März v. I. schlug der Blitz in unseren Kirchthurm und richtete großen Schaden au. In diesem Frühjahre wurde eia Blitzableiter auf dem Thurme angebracht. Kaum war die Schutzvorrichtung einige Tage ferttg, so trat das große Unwetter am 9. d. Mt». ein, der Blitz schlug in den Thurm, es krachte und knatterte und damit war Alles abgemacht. Eine beffere Erprobung des Blitzableiters konnte mau sich gar nicht wünschen — Trotz de» häufigen Regens fieht e» in unseren Fluren prächtig aus, wir können auf eine schöne Ernte zählen, wenn kein Hagelwetter hineinschlägr. Tiefliegende Wiesen stehen wohl unter Waffer, dasür haben höher liegende, trockene Wiesen prachtvolles Futter. Die herrschaftlichen GraSverstetgerungeu brachten bis jetzt fast alle mittelgute bi» gute Preise. Die Obstbäume haben durch da» anhaltende Regenwriter gelitten, die angesetzten kleinen Früchte find vielfach ganz abgrfallen. — Auf ein reizendes Naturspie^ möchten wir schließlich den Touristen aufmerksam machen. Biele Eichen, Roßkastantcu und andere Bäume wurden von den Maikäfern zur Hälfte und mehr ihres BlätterschmuckS beraubt. Jetzt find die ab- gefrefieuen Blatter bis auf halbe Größe wieder betgewachfen und zeigen eine hellgrüne Farbe, während die stehengebliebeuen Blätter inzwischen tief dunkel- und graugrün geworden sind. Da» ist eine allerliebste Schatttrung und viele Bäume sehen wundervoll auS. Ein Maler würde fich vergeblich bemühen, so etwa» nachzuahmen. Offenbach, 18. Juni. Gestern Nachmittag kam e» in Obrrrode zu einem argen Wahlscandal. Die Socialdemokraten hatten in dem genannten Orte auf Nachmittag 4 Uhr eine Versammlung angekündigt, in der der social- demokratische Eandtdat Ulrich 'prechen sollte. Dieser konnte jedoch nicht erscheinen, weßhald die Versammlung in Er- maugelong eine» anderen R 'nerS nicht stattfindru konnte. Die Socialdemokraten beschlosien nun, in die um 6 Uhr an- gekündigte EentrumSversumwlung zu gehen. In derselben gaben ste zu fortgesetzten Störungen Anlaß, verlangten während der Rede de» Eentrvm»candidatev da» Wort und störten die Versammlung in jeder Weise. Der die Versammlung überwachende Gendarm forderte nun zur Ruhe auf, welche Aufforderung die Ruhestörer mit thätlichen Angriffen auf den Gendarmen erwiderten. Dieser zog schließlich blank und verletzte zwei Personen. Einer der Excedenten drang daun in da» Pfarrhan» ein und verlangte in brüskem Tone i den Pfarrer zu sprechen. Als ihm gesagt wurde, derselbe sei nicht anwesend, mißhandelte er die Wirthschafterin und demolirte Alle», wa» ihm in die Finger kam. «atttz, 8. Juni. Die Strafkammer de» hiestgen Landgericht» hat einen unverbefferlichen Pantfcher, den schon viermal mit Geldstrafen bi» 150 Mark bestraften Milch- Händler Philipp Jacob Oswald von Gimbsheim, der feiner vollständig entrahmten Milch 50pCt. Waffer zusetzte, zu drei Wochen Gefänguiß verurtheilt. Oppenheim, 9. Juni. Nach der vorgestrigen Wahlversammlung im Hotel Schüler fand ein Dienstmädchen im Ber- sammluugSsaal ein Portemonnaie mit über 300 Mk. Inhalt auf dem Boden liegen. Da» ehrliche Mädchen lieferte den Fund sofort au den Dienstherrn ab. Später meldete fich der Eigenthümer, ein vorübergehend hier wohnender Unternehmer, und erhielt sofort seine Geldbörse ausgeliefert. Die Belohnung des Dienstmädchen» bestand in einem „Danke schön!" DermifcM*’. • Hanau, 8. Juni. Die evangelischen Geistlichen des Hanauer Lande» beschloffeu in ihrer gestern tu Gelnhausen abgehaltenen Eonfereuz, in Bad Orb eine BolkSheilstätte für Erwachsene zu errichten. Mit dem 15. Juli 1898 soll die Einrichtung in» Leben treten. • Safsel, 11. Juni. Auf der Bahnstrecke Caffel-Corbach wurde ein Wagen, der einen Kaufmann, einen Fleischermeister und zwei Pastoren zu einer Wahlversammlung nach Eorbach fuhr, nachdem die die RetchStagSwahl erörternden Jnsaffeu die Zugankauft überhört hatten, von der Loco- motive erfaßt. Da» Pferd wurde zermalmt und der Wagen zertrümmert, aber wunderbarer Weise wurden alle vier Jusaffen durch den furchtbaren Anprall rückwärts geschleudert und kamen mit dem Leben davon,- alle haben nur Quetschungen erlitten. • Athen, 7. Juni. Der durch da» letzte Erdbeben in Tripolis angerichtete Schaden wird auf 300000 Drachmen geschätzt. 16 Häuser find eingestürzt, daS Rath- hau», da» Poft- und Poüzeigebäude aber unbrauchbar geworden. Sechzig zu einer HochzeitSfeier vereinte Personen entgingen beim Einsturz de» HauSdache» nur dadurch dem Tode, daß fie eiligst unter die Tische flüchteten. E» sind Überhaupt keine Menschen uwgekommeu, wa» fich au» dem Umstande erklärt, daß dem ersten schwächeren Stoße der -weite verheerende erst nach einer Pause folgte. So konnten die Bewohner fich noch in» Freie retten. * Derby Preisausschreiben. Nachdem die PcelSauSschreib ungen der bekannten Berliner Tageszeitung „Deutscher Sport" mehr und mehr Beifall in allen Sportkreisen gefunden, hat fich der Verlag eutschloffen, einen neuen großen Preis auSzuschreibeu: e» handelt fich darum, die vier bezw. drei ersten Pferde im Deutschen Derby zu Hamburg, dem größten klafftschen Rennen Deutschlands, zu bestimmen. Für die richtigen Lösungen dieser Aufgabe sind nicht weniger als 3000 Mk. al» erster Preis, 1000 Mk. al» zweiter Preis und 500 Mk. als dritter Preis ausgesetzt. Letzter Ein- fenduugStermin ist der 23. Juni, und concurrenzberechtigt find alle Abonnenten auf da» dritte Quartal. Probenummern mit den näheren Bedingungen erhält man gratis von der Expedition des „Deutschen Sport", Berlin NW., Georgen- ftraße 23. • Die Kaiserin Charlotte von Mexico, die seit 32 Jahren mit umnachtetem Geiste im Schlöffe Bouchont in Belgien weilt, ist 58 Jahre alt geworden. Der König, die Königin und Prmzeffiu Clementine haben fich nach dem Schlöffe begeben, um der unglücklichen Fürstin ihre Glückwünsche darzubringen. Seitdem die Kaiserin Charlotte im September v. I. eine ernste Krankheit durchgemacht hat, ist ein neues ärztliches Verfahren in ihrer Behandlung zur Anwendung gekommen. Dieses Verfahren soll wunderbare Erfolge hervorgerufen haben- die schrecklichen Krisen, unter denen die Kaiserin schwer litt, sollen aufgehört haben. Heilung steht allerdings nicht zu erwarten. • „Uncle Sam8 Söldlinge" ist eine in der „Wacht am Sunde" (Tacoma, Washington) veröffentlichte Zusammen- stellung überschrieben, die die Offtziergehälter in den Bereinigten Staaten mittheilt. E» erhalten darnach jährlich: Im Landheer: Der Generalmajor 30000 Mk., der Brigadegeneral 24000 Mk., der Oberst 14000 Mk., der Major 10 000 Mk., der Hauptmann (beritten) 8000 Mk., unberitten 7200 Mk., der Premierlteutenant (beritten) 6800 Mk.. un- bcritten 6400 Mk., der Secondlieutenant (beritten) 6000 Mk, unberitten 5600 Mk. Seit Washington» Zeiten hat ei keinen „General" mehr gegeben, auch ist gegenwärtig der Rang de» Geuerallieutenant» unbesetzt- diese beiden Stellungen würden mit einer Gage von 40000 beziehungsweise 32 000 Mk. auSgestattet sein. In der Flotte: Der Contre-Admiral 24000 Mk., der Commodore 20000 Mk-, der Capttän 18 000 Mk., der Commandeur 14000 Mk., der Lieutenant- Commandeur 12000 Mk, der Lieutenant 10000 Mk., der Fähnrich (Snfign) 8000 Mk. Der Rang des Admiral» und Bice-Admiral» ist zur Zeit unbesetzt- dieser sowie ihre Gage entsprechen der de» General» und de» Generallieutenants der Armee. — Die Unterosfiziere beziehen monatlich al» Sergenren 88 Mk., al» Corporale 72 Mk., die Gemeinen 52 Mk., außerdem volle Verköstigung und Bekleidung. Die Offiziere müffen fich selbst kleiden und nähren. Angesichts der Thene- rungSverhältntffe in den Vereinigten Staaten können die Gehälter nicht übermäßig hoch genannt werden. * Da» BeretttignugSfrst alter Sorpßstndenlen in Godesberg gestaltete fich diesmal zu einer bedeutungsvolleren Feier, weil zugleich das 100jährige Bestehen des deutschen CorpS- studeutenthnmS gefeiert werden sollte. Gegen 300 alte und junge CorpSstudemen waren, zum Theil aus weit entfernten Ländern unseres Vaterlandes herbeigeeilt. In dem herrlich geschmückten Saale des GodeSberger Kurparke» wurde da» Festmahl abgehalten. Da» Hoch auf b-v Kaiser braute Professor Moldenhaner-Köln au», der die innigen Beziehungen de» Hohenzollernhause» zu den deutschen CorpS barlegte. An den Kaiser wurde ein Telegramm abgesandt, auf daS folgende Antwort einlief: „Möchte der Geist der CorpS auch in den kommenden Jahrhunderten der alte bleiben, bann wird e» un» nicht an Männern fehlen, welche, von Kraft und Muth begeistert, ihr Bestes etnsetzen für Thron und Vaterland. In bekannter Anhänglichkeit, mit herzinnigem Dank für den freund- k'chen Gruß, t« Geiste besJhrem Feste zugegen. Wilhelm I/R. Die meisterhafte Festrede hielt Dr. Firle Bonn. DaS Hoch auf die deutschen Frauen wurde von dem Beigeordneten Piecq- Köln auSgebracht, der in seiner ebenfalls von Beifallsrufen unterbrochenen Rede mit warmen Worten der geplanten deut- fcheu Nationalfeste gedachte und unter den Corpsstudenten für fie zu werben suchte. Unter jubelnder Zustimmung wurde nach einem Hoch auf den Fürsten Bismarck an diesen do Telegramm gesandt. ♦ Ue6et die Arbeit bei Kaiser» berichtet eine Militär- zeitschrift: Im Jahre 1897 legte da» Auswärtige Amt dem Kaiser vor: 1026 Jmmediatberichte- serner traf der Kaiser 751 Entscheidungen und vollzog für CabinetSordre», Ernennungen rc. 802 Unterschriften. Im Ganzen legte da» Amt dem Kaiser 5857 Berichte vor. Im Civilcabinet de» Kaisers wurden rund 50,000 Sachen durchgearbeitet- die Zahl der täglich erfolgenden Eingänge von Post und Telegraph betrug bi» zu 400. Alljährlich vollzieht der Kaiser an Handschreiben, CabinetSordre», Bestellungen, Patenten rc. an 7000 Stück. Da» Militärcabinet bringt ebenfalls große Arbeit. So waren durchschnittlich durch den Kaiser zu erledigen 5114 CabinetSordre», 1540 Patente der Generai- ordenscommtsfion, 1726 Patente der Geh. KrtegScanzlei. InSgesammt vollzog der Kaiser während seiner Regierung»- zeit 7000 Entscheidungen und 8000 Unterschriften, unterbreitet wurden ihm 10,000 Jmmediatberichte und 58,000 gewöhnliche Briefe. Daneben hört ber Kaiser jährlich 150 bi» 160 Borträge de» Chef» des Militarcabinets, je 50 Vorträge de» KriegSmintster» und des Generalstabschefs, 185 Marinevorträge - auch trifft er rund 770 Entscheidungen in Marine- angelegenheitev. Hierbei mag noch erwähnt werden, daß der Monarch eine große Anzahl ber ihm vorgelegten Schriftstücke mit theilwese recht ausführlichen 4Ranbbemerfungen versteht. Rechnet man nun noch bte Erledigung ber privaten An- gelegenbeiten hinzu, so kommt man zu bem Schluß, baß der Kaiser „keine Zeit hat, mflbe zu sein." Ciicrain* Miet Amnft. — Von „Euphorion", Zeitschrift für Literatur- geschichte (Vertag der R. u. K. Hof Buchdruckerei und Verlag»- Handlung Karl Fromme, Wien), gelangte soeben bafl erste Heft des fünften Bandes zur Ausgabe. In der literarhistorischen Welt hat sich „Euphorion" ein» feste und angesehene Stellung bereit» erworben, aber auch der Ntchtfachmann findet tm „Euphorion" Anregung mannigfacher Art. Die bedeutendsten Literarhistoriker Deutschlands und Oesterreichs gehören zu den Mttarbeuern dieser Zeitschrift; sie zählt aber auch ausländische Gelehrte zu ihren regel- mäßigen Thetlnehmern, wodurch eine Vtelsetttgkett der Anschauungen und des Stoffes verbürgt ist. Universität- - Nachrichten. Bonn. Der bekannte Pandektist Proseffor Dr. Juliu» Baron ist 9. Juni gestorben. Lausanne. Vom 19. Juli bi» 27. August veranstaltet die philosophische Fakultät unserer Universität auch in diesem Jahre die so beliebt gewordenen Fertencurse. Vor Allem sind diese Eurse für Lehrer und Lehrerinnen der neueren Sprachen berechnet- fie bieten ihnen willkommene Gelegenheit, sich im Französischen zu ver- oollkommuen und einen Einblick in da» moderne System de» neu- sprachlichen Unterrichts zu gewinnen. Auch in diesem Jahre erthetlt der Dircctor der Eurse, Herr Jean Bonnard, Professor der romanischen Philologie in Lausanne, Avenue Davel 4, berettwtlltgst Auskunft. Hoffentlich werden die Eurse auch in diesem Sommer eine beträchtliche Zahl von Thetlnehmern und Thetlnehmerinnen an die schönen Gestade des Genfer Sees locken. Hauswirthschaftlieher. DaS allen Genoffenschaften gratis zugegangene und sonst ,um Ladenpreis von 3 Mk. erhältliche „Jahrbuch deS Allgemeinen Verbandeo der deutschen landwirthschaftlichen Genofiem schäften", berauSgegeden von der Anwaltschaft zu Offenbach (Präsident Haas), gibt uns auf 220 Seiten groß Quartformat einen Einblick in die großartige Entwicklung de» Genossenschaftswesen», welches nach dem Vorbilde HeffenS in allen deutschen Staaten organisirt ist und entsprechende Ausbreitung gefunden hat. Au» dem statistischen Zahlenmaterial geht hervor, daß unsere hessischen landwirtbschastlichen Gmoss-nschasten, insbesondere die Spar- und Darlehnskassen, immer noch an der Spitze marschtren, wie gut sie gearbeitet haben und steben. Wer mit volkSwirthschastlichen Fragen, mit ber Organisation der wirthschasiltchen Selbsthilfe, der Organisation des Eredtts, der Bekämpfung bett Kredit- und Maaren- Wucher» sich zu 1 eteffen hat, darüber ortentiren will, dem kann diese» Buch aufs Wärmste empfohlen werden; es ist da» Beste, was auf diesem Gebier bisher geleistet wurde. Verfemt, £an& u*6 VsUrvirthschaft. — Germania, Lebens-BersicherungS-Actien-Gesellschafi zu Stettin. Die am 11. Mai sialtgehabte 40. o-denNtche General, Versammlung genehmigte die von den fünf Revisoren geprüfte JahreSrechnung und ertheilte dem VerwaltungSraih und der Direktion Entlastung. Von brm verbliebenen Reingewinn des Jahre» 1897 in Höhe von 4252689 Mk. erhalten bte Actionäre als Dividende 15 pEt. ihres Baareinschusse» mit zusammen 270000 Mk., tfliegen die mit Gewinnantheil Versicherten eine Prämien-Rückvergütui'» von 3798562 Mk. Reu ausgefertigt wurden 10377 Policen über 41109543 Mk. Kapital und 242770 Mk Jahresrente. Der am Schluffe des Jahr.S verbliebene Gesammrbeftand der Kapital Ber- sicherungen belief sich auf 180828 Policen über 558650486 Ml- Versicherungssumme und übersteigt den Bestand am Anfang bei Jahres um 22234750 Mk. Kapital. An Prämien vereinnahmte Mr Gesellschaft im Rechnungsjahr 25115812 Mk, an Zinsen 7404334 Mk- Ter Verlauf der Sterblichkeit war auch tm verfloffmen R-chnungp fahr ein rech, günstiger. Durch b:e im Jahre 1897 eingetretenw 2161 Sterbesälle unter den Versicherten der eigentlichen Vrben» Versicherung, von denen kein einziger zu einem Streitfälle geam du Gesellschaft Anlaß gegeben hat, wurden tm Ganzen 6253091 Ml fällig. Die Gcsammt Activa der Germania, von welchen 82 pfct I mit 172874944 Mk. in mündelsicheren Hypotheken zinttlragenl angelegt sind, stiegen im Jahre 1897 um 13801161 Mk. am 210461 447 Mk. rsßi -?,d zordn' Urinalen LZ und M Die nachve auf bem W 2) Umpi den1 3) Liefe 4) W Die Bedin xitMllnden «ul Serügliche - Glossen und r Gießen, i § Der Erössnunys «fung der SweiN tzabnirärtermohnoc je eines StaDgebäu 39 und 41 der < hausen wird auf S Mte., Vorrnittat Die Angebote sink entsprechenden Aufs enuureiten. gießen, den 9. Z Sroßb. Sisenbahn- > der Nachla Kehler VII. 3 auf Antrag der - 1 Deconomiero und Küchenger Freitag den Vomittags 911 steigert. Kroßen-Linden Großh. Drtlgerii 2i Mimchde' Nachmitt »erden im Bieker ftflbt 55 - gegen B 1.3 Sophas, Com 1 vollst. Bett, schrank, 1 Gpi Nußbaum-Büä maschine, 1 I maschine, eine aus Zopha, 6 u. A. m. - L llassaschra baum.Buffei Lerticow, 1 gt ^um-Rahmen A°kussatz, i Nußdaum-Tisch En, 1 große Hm, 1 großer 1 Eonnnode u. versteigen kUhmmt statt. JMUtJSroti äittrooi^ dry tm »• Aachmit Mu1 ^gneid) offen, ?n.e Garnitur Sen'2 6effel JtttKOto und «Rohrst, U"0 1 Bauer teppidj _ & 1 Reg St« ^.Neelöffe ^eTUnQ des -—^«ngel PL.-« btn I Sei chnchkK HMsrvr.M»»"» K*nft ilfirtft für LilerM Suibniitrei unb 8cto Klagte foibtn bai erste hefl Li bä iiintrbiftoriidjm 8di n?tifb tu Slüabtumi dieser M St lÄdeirte zu Ihren regei- itlffitigtot btt Wuungtn L ",Q>9en ».rVit: h Hoi« fc® "«757'"d btr n0Ih. a6 l’lgtöbt i bon a,.r ®'ib (| ""XSW W,1"?1' Ä”&« ***£>£ tfäft , ®“l“ I-IU hu • 3» tlillciita Id ‘“'»itniiitit; H, S 60?N mh'u 4 in M„ “ ‘N tbufiU °„i, ta« bin “ turnt iR gw . ®t(. «Ncinihl Jra» fitait Stiimiii. 00 Unterfdjriften, unttp tHatbnidjtt aab 58,00: dn Ralln jährlich 150 ü ircabinets, je 50 8onirö alstMihes», 185 Warte Sotlielbnngen in Warin erwähnt »erben, bast tc ” forgelegten Sihchstüt bnbbenitttangtn versieh ’tgnng ber privaten K jn bin Schluß, baß k in/ l T. Suguft oetanftilW J mit auch in diesem W” jet Mm sind diese km untn Sprachen derechui, V f,ch im FranMschen i° ® a5 mberne System deS -° iui m diesem jatb, PrMakdnromanW “ ( b.rdt®W Wg diesem S°°mn ^ b .tlnebmatonen an die N* östlich-»- «, asT» r.2W 1" •5Ä-S SW ATss»? l-LS -AS Bekanntmachung. Freitag den 17. Juni, Vormittags 11 Ubr, soll eine Heneratversammtung des Vereins für Züchtung und Veredelung der Vogelsberger Rindvieh- rasse zu Gießen auf Lonys BierkeUer stattfinden. Tagesordnung: 1) Antrag des Vorstandes auf Annahme der vom land- wirthschaftlichen Vereine der Provinz Oberheffen für die Viehzuchtvereine gegebenen Satzungen vorbehältlich des Fortbestehens der hierdurch nicht berührten Bestimmungen des dermalen bestehenden Statuts; 2) Rechenschaftsbericht; 3) Neuwahl des Vorstandes und Ausschusses. 5904 Gießen, den 7. Juni 1898.____________Der Vereins-Vorstand. Arbeitsvergebung. Die nachverzeichneten Arbeiten für unser Gaswerk sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung an einzelne Unternehmer vergeben werden, nämlich: 1) Ausführung von Schutzmauern an den Gasbehälterböschungen, 2) Umpflasterung des Fahrweges zwischen dem Retortenhause und den Gasbehältern, 3) Lieferung und Anbringung von Dachkandeln, 4) Ausrollen des linken Retortenhauses mit Ringofensteinen. Die Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen während der Dienststunden auf unserem technischen Bureau zur Einsicht offen. Bezügliche Angebote sind bis zum 22. d. Mts., Abends 5 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Gießen, den 13. Juni 1898. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 5969 (Ickinintmmljinuten Bekanntmachung. Der Eröffnungstermin für die Vergebung der Erweiterungsbauten von drei Bahnwärterwohnhäusern und Herstellung je eines Stallgebäudes auf den Posten 17, 39 und 41 der Strecke Gießen—Gelnhausen wird auf Samstag den 18. -. Mts., Vormittags 11 Uhr, verschoben. Die Angebote sind bis dahin mit der entsprechenden Aufschrift versehen hierher «inzureichen. 5878 Gießen, den 9. Juni 1898. Großh. Eisenbahn-Betriebsinspection 2. In der Nachlaßsache Johannes Kehler VII. Wittwe dahier wird auf Antrag der Vormundschaft 1 Oeconomiewagen, Pflug, Haus« und Küchengeräthe Freitag den 17. d. Mts. von Vormittags 9 Uhr gegen Baar versteigert. Großen-Linden, am 10. Juni 1898. Großh. Ortsgericht Großen-Linden. Leun. 5959 VerstkignuilM Mittwoch den 15. Juni s.I. Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — gegen Baarzahlung versteigert: 1. 3 Sophas, Commoden, Kleiderschränke 1 vollst. Bett, 1 Regulator, 1 Glasschrank, 1 Spiegel, 1 Oelbild, ein Nußbaum-Bücherschrank, 1 Waschmaschine, 1 Waschmangel, 1 Nähmaschine, eine Garnitur, bestehend aus Sopha, 6 Stühlen, 2 Sesseln u. A. m. 2. 1. Kaffaschrank, 1 feines Nutzbaum-Buffet, 3 Sophas, ein Verticow, 1 großer Spiegel mit Nußbaum-Rahmen, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Waschtisch, 1 polirter Nußbaum-Tisch, 4 Rohrstühle, mehrere Bilder, 1 großer Spiegel, 1 Blumentisch, 1 großer Käfig, 1 Nähmaschine, 1 Commode u. A. m. Die Versteigerung unter 2 findet bestimmt statt. 5984 Geißler, Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch dku 15. Juni 1898, Nachmittags 2 Uhr, rim „Pfau" (Neustadt 55) zu Gießen, versteigere ich öffentlich gegdn Baarzahlung eine Garnitur Polstermöbel (Sopha und 2 Sessel), 1 Sophatisck, ein Verticow und Trumeauspiegel — in schwarz —, 1 Ausziehtisch mit Plüschdecke, 6 Rohrstühle, 1 Servir-, 1 Näh- und 1 Bauerntischchen, 1 Zimmerteppich — Alles gut —, ferner ein Sopha, 1 Regulator, 1 Kupferschale, diverses Silbergeräth (Thee- und Milchkanne, Vorleg-, Eß-, Gemüse- und Kaffeelöffel) u. s. w. Versteigerung bestimmt. »997 Engel, Gerichtsvollzieher. Hellgras - Versteigerung. Das diesjährige Heugras von 35 Morgen Freiherrlich vou Nordeck zur Rabeuau'scheu Wiesen und Gärreu in der Gemarkung Alten - Buseck soll Donnerstag den 16. Juni, vou Bormittags 10 Uhr an, in der Wirthschaft des Herrn Milh. Rabenau zu Alten-Buseck versteigert werden. Londorf, den 11. Juni 1898. Der Rentmeister. Schmidt. 5976 Heugras- Versteigerungen der Fürstlich Kolmstschen Srntfi sich Das Heugras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Montag den 20. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen 105 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinmühle. An demselben Tage, Nachmittags präcis 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich und von der großen Teichwiese, Gemarkung Hof Alb ach, zunächst der Staatsstraße Lich— Gießen, zusammen ca. 30 Morgen. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahnbrücke. Dienstag den 21. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Niederbessingen, im Ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Mittwoch den 22. Juni, Vormittags präcis 9 Uhr, von der Fürstlichen Mönch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Lich. am 7. Juni 1898. Fürstlich Solmsische Rentei. Kreiling. 5840 Seugras - Versteigerung in der GrSstichen Oberförster« Arnsburg. Freitag den 17. Juni wird das Heugras der in der Gemarkung Arnsburg und Kolnhausen gelegenen Wiesen (Gottesackerthal, Petersee, Vierzig Morgen, Langerzug rc.) versteigert. Beginn 9 Uhr Vormittags im Gottesackerthal, gegen IP/, Uhr bei Kolnhäuser Hof. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Melchior zu Arnsburg. Aus dem Feldheimer Wald werden 160 rm Eichen-Schälreiser durch die Unterzeichnete und durch Förster Sames zu Langsdorf aus der Hand abgegeben. 5918 Arnsburg, den 10. Juni 1898. Gräfliche Obersörsterei. (ijiilifrlihiinicu O! wie unangenehm! sind Miteffer, vlüthchen, Finne«, rothe Flslke rc., daher gebrauche man nur die echte Bergmann» Theerschwefelserse von Bergmann & Co, Radebeul' DreSden. ES ist die beste Seife gegen alle Arten chautunreinigkeite« und HautauSfchlLge. ä Stück 50 Pfg. bei 1613 P. I. MSb». Scheller s Cognac anerkannt feinste Marke preisgekrönt r- ärztlich empfohlen Mosel-Cognac No. I ä utL 5.— „ II „ , 4.- „ in „ „ 3.- „ IV „ „ 2.40 „ v „ „ 1.80 Franzöfischer Cognac fine Champ. petite Champ. „ 5, fin bois , 4, bon botS „ 3, llt u 7< Flaschen verhältnißmäßig, empfiehlt die Löwen-Drogerie W. Kllbinger, 8O8J «elterSweg Rr. 52. Schweizerkäs ächt Emmenthaler, Edamer sst. 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