prB’?’ ür a; X; u..l , 4806 franco. tos i(* 1000 Gowhtstheüen: • • • 0,056790 ' • ■ ■ 2,986792 0,000760 «Nitron' ' * Xatron . * Thonerde . 0,000035 0,000688 0,000005 0,001840 inL/ • ■ • 0,013130 •“Ju - . 0,000520 1 TuN freie . 2,387990 BestandtL: 8,9541 in nta L. Feilet, 4541 Familie«- Pensionat, besuchen, finden unter pit zur weiteren Aur> Formen. Angenehmei et zur gefl. Verfügung. ngt-Probütori Wwe. .1 ’\ 1 ■V Mi i Auswahl uul reifen. nf -ragtt. 0 an. [4423 MklMS 19' rthe. S ederichs MM • r*“ « ikfart a. L. ^1°»^ he rankerei n) B nta nM Jd) T-rößt, ’nUIUl Führung' * «, 50827) tc. E-SS- 1.160* ns-leo* io *“L Rr. 137 Erstes Blatt. Mittwoch den 15. Juni 1898 Erscheint tägNch mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener M««itie»ötStter »erden dem Anzeiger wächeutlich viermal beigelegt. Weßener Anzeiger AezugspreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 76 Pfg, mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. kLvmahm« von Anzeigen zu der Nachmittags für den sWtgeuden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Heneral-An^eiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger •mtgegat Amts- und Anzergeblntt füv den Ttveis Gieren. Rcbectba, Expedition und Druckerei: -chntstr-ße Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familrenbtätter. 5,bt,nc ,ür Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Wir weifen darauf hin, daß nach § 366, 8 ReichS- irrfgefetzbuch, Art. 292 Polizeiftrafgefetz und dem Local- itfilement für den Kreis Gießen vom 8. October 1856 eS nicht gebattet ist, Bettzeug, Teppiche, Austdeckeu, Tischtücher und dergleichen au Fenstern nach Ltrasteu oder Vorgärten hin auszuklopfeu, ab- zakehreu, auszuschütteln usw. DaS Ausficht^personal ist angewiesen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 13. Juni 1898 GrohherzogltcheS Polizeiamt Gießen. v. Becbtold. Kaiser Iriedrich III. f am 15. Juni 1888. (Nachdruck verboten). KO. Wenn in deS Jahres Kreise die Blätter vergilbend imfc verdorrend aus der Höhe der Baumkrone zur Erde Mern, um zum Staube zurückzukrhren, aus dem fie ja auf leB Schöpfers Werderuf gesproßt, so durchzieht unser Herz jewtß eine stille Wehmuth. Dennoch beugen wir un»- e- id der Brauch der Natur — eS muß also sein. Wenn der Herbst de- Leben- eines ruhmgekrönten Helden Locke bet» »pert und ihn sachte die Purpurstufen de- Thrones, den er iber ein Bierteljahrhundert innegehabt, herab der Gruft ent- segiuführt, dann feuchtet fich wohl das Auge feines Volkes tnfc heimlich rinnt ihm die heiße Thräue deS Trennung-» Ihruerze-. Doch man beugt fich- eS ist des Himmels Gesetz - e- muß also sein. Wenn aber eine Eiche mitten im Sommer abwelkt, wenn (in Held in der Fülle seiner Thatkraft dahinstirbt, dann, hmo wird die Webmuth zu Schmerz und der Schmerz zu tiefer, namenloser Trauer. O! ES ist wahr: Kach da- Schöne muß sterben, da- Menschen und Götter bezwinget! Acht die eherne Brust rührt eS des stygischen Zeus!" Und er war schön! Beim Wodan! Er war schön! Wer ihn gesehen, wie er in großer General-uniform, He breite Brust vom spiegelnden Küraß umhüllt, mit blitzenden Leben geschmückt, den klirrenden Pallasch an der Seite, den siakelodeu Helm auf dem hohen stolzen Haupte dahertrat ober auf dampfendem Schlachtroß einer Wetterwolke gleich, über die Ebene dahtusauste- wer ihn gesehen, wie er im knapp fließenden Gehrock, der seinen herrlichen hünenhaften Luch- gleichsam neidisch umfing, wie ein Gott im Gewände M Staubes unter uns Sterblichen dahinwandelte, hierhin -mL dorthin grüßend, lächelnd, und mit heroischer Würde nnd bä auch weltmännischer Grazie fich leicht verneigend- wer «tun laugen, durstigen Blick in seine freien, edlen Züge thun, bin sein finniges, sanfte», Huld» und seeleuvolle- Auge auf f- ruhen lassen, oder gar in seiner unmittelbaren Nähe sein, ilt ihm reden, den bezaubernden Wohllaut seiner vollkräf» igrn Bruststimme hören rnb gar den herzwarmen, gleichsam eieririfirenden Druck seiner Hand sühlen durfte, der muß ßgiu, fingen, jauchzen und eS hioauSrufen aus vollem ent» Men Herzen: Er war schön! Schön war er, unser heiß» jtl-iebter, alloerehrter Kaiser und König Friedrich III,! Er bezwang die Menschen! Jawohl, er bezwang fie! M dem Schwerte auf der Wahlstatt und mit seiner leut» fltgen, Alle umfassenden Liebe bezwang er sie! Einem Wahnfinntgeu gleich, den schartigen, bei der Spitze «fußten Degen wie eine Keule über seinem pulvergeschwärzteu ilo sen Haupte schwingend, die wogenden Weichen seines blut» verspritzten Araber- mit schon triefenden, halb verbogenen Sporen zerfleischend, au- glühender staubheiserer Kehle sein „En avant! En avant mes braves!" in den tosenden Gefechts ärm und ringenden mordenden Meuscheuknäuel hinein» krächzend, rast Mac Mahon über die rauchenden Leichenhügel bei Froschweiler und Elsaßhausen! Umsonst! Alle-umsonst ! Die Schlacht ist verloren! Trotz Mttrailleusensalven und Chasi Potschnellfeuer, trotz donnernder Attaque und Kartätschen» Hagel ist die Schlacht verloren? Zurück! sauve qui peut Flieht! Flieht! Die Bayern, die Preußen fiegen, denn der, der fie sührt, unter deffen Augen fir Wunder der Tapferkeit verrichten, ist Ec, der Schöne, der die Menschen, die Völker bezwingt mit dem Schwerte, eS ist unser Fritz! Siehst du Ihn dort, lieber Leser, in der Dorfschule zu Bornstedt, den Gummtball in der Hand, an Stelle deS Lehrers, den Er zum Be^räbniß seiner Mutter beurlaubt, den Jungens die Geheimnisse der Tag» und Nachtgletche er- k ären? Hörst du, wie jener treuherzige Bayer nach der Schlacht bei Wörth zu Ihm spricht: „Königliche Hoheit, hätten'» un- Anno 66 g'sührt, wer hätten die Malkfizproiße alleweil sakrisch verhaue!" und wie herzlich Er fich darüber gefreut und noch in späteren Tagen fich an dieses Lob seiner Feld- herrnthätigkeit huldvoll lächelnd ertnnernt hat? Man könnte ein Büchlein allein über die Beweise seiner herzgewinnenden Freundlichkeit, Ritterlichkeit und Leutseligkeit schreiben und hätte doch nur ein schwaches Bild von Ihm, der die Menschen, die Völker bezwang mit seiner Liebe! Auch daS war unser Fritz! Uns Allen, von den Alpen bis zum Belt, vom Rhein bis zur Memel, gehört er, uns Deutschen, uns, uns! ES war unser Fritz! Dle Welt beneidet Ihn und uu- — er war unser! — Wehe! Auch da- Schöne, daS die Menschen bezwingt — es muß sterben! Heimtückisch, hinterlistig, langsam heranschleichend, nahte fich Ihm der Tod, der elende, der gemeine Tod! Zu feige war daS grinsende Knochengespenst dem Schönen, dem Alle Bezwingenden eutgegenzutreten, offen und frei, und Ihn mit kühnem Angriff an- dem Sattel zu heben. Tausende von Kugeln umpfiffrn, Hunderte von Klingen umblitzteu Ihn, aber fie ließen Ihn unversehrt. Sie wagten es nicht, die Helbenbrust tu ehrlicher Feldschlacht zu durchbohren! Nein! Mitten im Frieden, mitten im Glücke, mitten im Sonnenscheine de» Ruhmes und der Vergötterung legte der Sensen» mann dem Ahnungslosen die knochigen Finger um die Kehle, um gleich einem Wegelagerer, Ihm meuchlerisch das Leben abzuringen! Und er rang mit Ihm fast anderthalb Jahre! Im Januar 1887 überfiel rr Ihn und erst am 15. Juni 1888 hatte er Ihn besiegt. Besiegt? Nein' Nur entschlummert war der Angegriffene, um droben in einem besseren Leben wieder aufzvwachen. Gesiegt, d. h. gebeugt hattest du Ihn nie, o Tod! Gr, der die Menschen bezwang, bezwang auch die Götter, deren schrecklichster du bist! Sein Gewand ließ Er dir! Seine irdische Hülle ließ Er dir! Aber seinen Muth, seine Faffung, sein Pflichtgesühl, ja selbst seine Heiter» feit hattest Du ihm nicht rauben können- nicht einmal sein Bewußtsein. Als Er am 9. Februar 1888 zur Operation fich in sein Zimmer zurückzog, erinnerte Er die Priuzeffin Victoria daran, seiner Wirthin, der Frau Ormond, für die Ihm auf dem vorgestrigen Balle erwiesene Aufmerksamkeit zu danken. Als Dr. Schrader im Moment der Operation das Herz untersuchen wollte, sagte Er zu ihm: „Nicht aufgeregt sein, Schrader! Ich bin ganz ruhig!" Noch am 13. Juni Nachts 1 Uhr schrieb Er für den Dr. Hovell: „Wie steht mein Puls? Wie find Sie damit zufrieden?" — Der Priuzeffin Sophie hatte Er an ihrem 18. Geburtstage auf einen Zettel folgende Worte geschrieben: „Bleibe fromm und gut, wie Du e- bisher gewesen. Daist der Wunsch Deines sterbenden Vaters." — Dem Prinzen Wilhelm schrieb er auf: „Lerne leiden, ohne zu klagen." — Mit Bismarck erledigte er bis zuletzt die nothwendigeu StaatSgefchäfte und traf letztwillige Verfügungen über feine Beerdigung. Hast du Ihn also besiegt, o Tod? Nein! Uabezwungen wie Er gelebt, unbezwungen ist Ec auch dahingeschieden! Ein Held auf dem Schlachtfelde, ein Hero» auf dem Sterbe- kiffen, wie die Welt nur wenige, sehr wenige gesehen hat! Nicht Deine eherne Brust rührte Er, stygischer Zeus! O! Da» wiffen wir! Hast du doch einen PatrocloS, einen Hector ohne Rührung über den Lethe geschafft! Wie solltest du auch Rührung empfinden, du Galeerensklave der düsteren Nemesis, der unfaßbaren Moira, de» basaltenen Fatum»! Ja wer auch sollte selbst heute deine marmorne Brust, der der gehärtete Stahlmeißel de» Bildhauer» erst die äußerliche menschliche Form zu geben vermag, mit Seufzern, mit Thränen, mit Gebeten rühren! Niemand! Auch da» Schöne, da» Menschen und Götter bezwinget, e» hat deine eherne Brust nie gerührt. Aber du, Gott im Himmel, der du uu» vom Berge Sinai donnernd zurufst: „Ihr fallt keine anderen Götter haben neben mir!" warum hast du dich nicht rühren laffen? Warum hast du eS zugelaffen, daß der Schöne, der die Menschen, die Völker bezwang, der im Herzen seiner Unter- thanen einst den Ehrenplatz einnahm, so elend, so schrecklich umkommen mußte? Ist deine Brust auch ehern? Wie? Und doch nennt dein Wort dich uns als den Gott der Liebe? — Erst Ihn geboren werden laffen, dann Ihn an»,üsten mit den herrlichsten Gaben de» KöiperS, Geiste» und Gemüthr», mit Lorbeern seine Stirne, mit Sternen seine Brust schmücken, Ihm die Herzen und Hoffnungen einer blühenden Nation zuwenden und dann — dann? — dann Ihn, in der Fülle seiner Schönheit, seine» Geiste», seines Ruhme» in» Grab legen! — Bist du ein Gott der Liebe? — vergieb, Vater des Eingebornen! Ja! Ja! Du bist etc Gott der Liebe! Du hast Ihn un» genommen, daß wir Deutschen wieder zu dir aufjchauen lernen sollen, wenn wir die höchsten Güter suchen! Du hast Ihn un» genommen, weil Er zu herrlich, zu gut war für diese undankbare Menschen- »eit! Du hast Ihn un» genommen, um Ihn un» einst au jenem großen, letzten, ewigen Bölkerfrühling, dem letzten, großen, ewigen Auferstehungstage in verklärter Herrlichkeit wtederzugeben, unsterblich, unnahbar der Hand des lauernden Tode», der dann, als der letzte Feind, für ewig wird aufgehoben sein! Und nun leuchte, du verklärter Held, durch alle kommenden Aeonen deinem deutschen Volke voran, al» ein Wahrzeichen deutscher Manne»kraft, deutschen Pflichtgefühl», deutscher Treue und unentwegter Ausdauer! Mit diesen Zeilen legen wir auch unseren thränenbethauten Lorbeerkranz zu den vielen Tausenden nieder, die Deine Ruhestätte schmücken! Requiescas in pace! Deutsches Reich. Berlin, 12. Juni. Wie eine süddeutsche Correspovdenz berichtet, soll der Kaiser irgend welche größere Feierlichkeiten au» Anlaß seine» zehnjährigen Regierungsantrittes mit den Worten abgelehnt haben: „Bis hierher hat un» Gott geholfen und wiro auch noch weiter helfen." Das Programm de» 15. Juni wird sich demnach auf einen Trauer» gotteSdienst zum Gedächtniß de» Kaiser» Friedrich im Mausoleum der Friedenskirche zu Pot»dam beschränken. Den 16. Juni dürfte der Kaiser in Potsdam im Kreise feine» LeibregimentS zubringen, während für den Abend ein (leint» Diner mit den Ministern und StaatSfecretären in An»stcht genommen ist. Berlin, 13. Juni. Zu der Meldung von neuen Militärforderungen wird au» München geschrieben: Wa» Bayern betrifft, so find wir auf Grund zuverlässiger Nachrichten in der Lage, die Meldung von der Bildung eine» dritten Armeecorp» als auf Erfindung beruhend zu bezeichnen. Im bayerischen Kriegsministerium hat man bis jetzt nicht die geringste Kenntniß von einem solchen Plane. Und dort müßte man es doch zuerst wiffen. Den Stempel der Elfiudnug trägt schon die Nennung des Namen» Nürnberg. Sollte je ein drittes bayerische» Armeecorp» errichtet werden, woran, wie gesagt, zur Zeit noch Niemand denkt, so dürfte an» naheliegenden strategischen Gründen nur die Rheinpfalz all Sitz in Betracht kommen. Die ganze Meldung von „neuen Militärforderungen" dürfte demnach nur al» ein recht ungeschickte» Wahlmanöver zu bezeichnen sein, denn wa» von Bayern bestimmt gesagt werden kann, dürfte auch auf die „beabfichtigten" neuen Armeecorp» in Sachsen und Preußen anzuwenden sein.__ Locales und j-rovinzleUes. Gießen, 14. Juni 1898. *♦ Grundsteinlegung bei evangelischen Schwesternhauses. Die kurze Nachricht über die am vorigen Dienstag, den 7. Juni, erfolgte Grundsteinlegung zum Schwestern» Haufe de» Allgemeinen Vereins fürArmen» und Krankenpflege ergänzen wir noch durch folgende Mittheilungen. Eine zahlreiche Versammlung eingeladener Gäste hatte fich auf der Baustätte zusammengrfunden. Außer den in den verschiedenen Arbeitsgebieten des Verein» thätigen Mitgliedern und denen, die durch Geschenke und Darlehen da« Baucapital gestiftet haben, den Schwestern unb vielen Freunden und Freundinnen bei Vereins waren die Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, der bürgerlichen «nb kirchlichen Armenpflege, sowie der Spar- und Leihkaffe, der der Verein für viele und große Wohlthateu zu bleibende» Dank verpflichtet ist, erschienen. Auch die Frau Oberin des Darmstädter DiaconiffeohauseS und deren Stellvertreterin, Schwester Luise Wolf, unsere erste Schwester, die 14 Jahre hier thätig gewesen war und noch io treuem Audeukeu steht, waren von Darmstadt gekommen, um au der Feier theil- zunehmen. Eine Anzahl Etngeladener, darunter Herr Oberst von Madat, waren am Erscheinen verhindert, und hatten darüber ihr Bedauern ausgesprochen. Herr Pfarrer Dingel- dey hatte aus Darmstadt einen telegraphischen Gruß gesandt. Der stattliche Bau, der schon bis zur Tockelhöhe gediehen ist, war festlich mit Fahnen und frischem Grün geschmückt. Auch die Gunst des Wetters war der Versammlung hold, obwohl der Donner in der Ferne grollte, und einen Augenblick Regen drohte. Die Feier wurde durch Gesaug des KaabenchorS der Stadtkirche unter der Leitung ihres Dtri- genteo, Herrn Lehrer Görlach, eröffnet. „Jauchzet dem Herrn alle Welt", so klang der hundertste Psalm gar erhebend aus den frischen jungen Sehlen. Dann hielt der Borfitzende des Vereins, Herr Pfarrer Schloffer, die Festrede. Er begrüßte die Versammlung und dankte für ihr Erscheinen und die damit dem Werk erwiesene Thetlnahme. ES bedürfe deren auch sehr. Als der Verein vor zehn Jahren sein erstes Haus erbaute, habe er als Grundlage dafür die Jubiläums- Stiftung der Spar« und Leihkaffe im Betrag von 20000 Mk. und an weiteren gesammelten Gaben noch ca. 12000 Mk. zur Verfügung gehabt, sodaß er noch Geld genug übrig behalten habe, um damit ein weiteres Haus zu kaufen uud sein MtethSpatronat zu beginnen. Für den jetzigen Bau werde wohl die vierfache Summe oöthig sein, und dazu habe er, außer dem alten Hause, das verkauft werden solle, fast nur geliehenes Geld, und das noch nicht ausreichend. Er sei auch für diese Darlehen sehr dankbar, zumal fie ihm so willig und freudig ohne hypothekarische Sicherung uud zu geringem Zinsfuß dargeboten worden seien. Trotzdem sei er kein Leichtsinn, der den Verein in dies Unternehmen getrieben habe. Das stettge WachSthum der Arbeit, der Zahl der Schwestern und der Krippe, die den Verein zuerst aus der bescheidenen Wohnung drüben im städtischen Hospital in die Lonystraße geführt, habe auch diesen Neubau zur zwingenden Rothwendigkeit gemacht, und das Vertrauen zu der schon so reichlich erfahrenen Hilfe Gottes uud der Menschen habe ihn dazu ermuthigt. Auch das Entgegenkommen der städtischen Behörde, vor allem bei Herrn Oberbürgermeisters, woburch allein bet Bau an dieser Stelle ermöglicht worden sei, habe ihn in der Ueberzeuguug bestärkt, daß er es wagen dürfe. Besonder» froh und dankbar sei der Verein für das gute Vertrauen, das man ihm schenke. ES habe Zeiten gegeben, in denen mau immer gewarnt habe, doch ja nicht zu viel zu unternehmen. Das sei anders geworden. Mau wisse nun auch tu weiteren Kreisen, daß der Verein nicht aus blinder Thateolust seine Arbeit ausdehne, sondern daß sich die« WachSthum mit innerer Nothwendigkeit auS den Bedürfatsien der Arbeit der Armenpflege, die, je iutenfiver fie arbeite, immer weiter neue Nothstände aufdecke, von selbst ergebe. El liege daS auch im Wesen der barmherzigen Liebe, daß fie nicht ruhen könne. Es sei keineswegs die Meinung de» Vereins, wenn er das große HauS baue und darin allerlei neue Arbeiten tu seinen Bereich ziehe, daß er damit die LiebeSthätigkeit für feine Schwestern monopolifireu wolle. Im Gegentheil fei es von jeher sein Bestreben gewesen, möglichst weite Kreise in die persönliche Mitarbeit herein zu ziehen, und er suche Arbeitsgemeinschaft mit allen, die auf dem gleichen Gebiete thätig find, wie er z. B. stets engste Fühlung mit der städtischen Armeupfl.'ge gehalten habe. Aber allerdings sei das der Wunsch, mit dem heute der Grundstein zu diesem Hause gelegt werde, daß es ein Feuerherd der barmherzigen Liebe werden möge, von dem daS heilige Feuer tu die Gemeinde hineingetragen werde und viele Herzen erwärme. Dazu solle tu diesem Hause diese Liebe gepflegt werdeu auf dem Grunde deS Glauben! au die heilige GotteSltebe, die tu Jesus Christus erschteuen ist. In den Schutz dieser Liebe sei dies HauS, die daran arbeiten und die einst darin ein-und auSgehen, befohlen! Nach einem kurzen Gebet uud Verlesung der die Vorgeschichte des Baues enthaltenden Urkunde wurde von den Werkleuteu die Kapsel eingelassen und der Grundstein gerichtet. Dann erfolgten die üblichen drei Hammerschläge seitens der dazu Geladenen. Wir theileu die dabei gesprochenen Weihesprüche, soweit wir fie von den Bethetligten erhalten konnten, mit. Herr Pfarrer Schlosser: „So spricht Jesu«: „„©In neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereiuander liebet, gleichwie ich euch geliebet habe. Dabet wird Jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt."" Zur Wrrkflätte dieser Liebe sei diese» Hau» geweiht, Gott zur Ehre! Der Gemeinde zum Dienst! Dem Elend zum Trost!" Herr Gehetmrath Provinzialdtrector von Gagern: „Selig find die Barmherzigen, denn fie werden Barmherzigkeit erlangen". Herr Oberbürgermeister Guauth: „Immer klarer und weiter verbreitet fich die Ueberzeuguug, daß die großen sozialen Aufgaben der Gegenwart nicht zu lösen find mit dem Verstand allein, daß e» dazu vielmehr vor allem auch de» Herzen» bedarf; ein thaiktäftiger Vertreter solcher Ge- finnuug tu uoserer Stadt war jeder Zett der allgemeine herein für Armen- uud Krankenpflege: es sei ihm beschieden, wie im alten,■ so Im neuen Hause, da» wir heute gründen, zu wirken „von Herzen zu Herzen", den Armen zum Trost! Den Kranken zum Heil! Der Stadt zum Gegen!" — Se. Magmficenz, der Rector der Uaiverfltät, Herr Prof. Dr. Sp engel: „Thue, was des Lohne» werth ist, und begehre keinen" (M. Claudius). — Der vorfitzende der städtischen Armendeputatton, Herr Beigeordneter Wolff: „Dem Allgemeinen Verein, dem treuen Mitarbeiter, welcher seit langen Jahren der öffentlichen Armenpflege unterstützend uud ergänzend zur Seite steht, wünsche ich Romeo» der Armeudepulation der Stadt von Herzen, daß, wie das bisherige kleinere Vereinshaus demnächst mit dem stattlichen größeren Bau, auf deffen Gründ- mauern wir hier stehen, vertauscht wird, so auch die Aufgaben uud Ziele des verein» immer au»gedehntere uud umfaffeudere werden, uud daß die Zahl der Freuude und Gönner de» verein» ständig wachsen möge, den Bedürftigen und Leidenden unserer Stadt zum Segen!" — Herr Pfarrer Dr. Naumann: „Gott walt'», zu de» Hauses Bau auf dem Grunde der Glaubens, bet ben Segen vom Himmel herab holt; und zum Preis bet Liebe, bie weithin dem Nächsten freudig dient- und im Ausblick der Hoffnung, bie hinauf zum ewigen Leben sttebt! Aber bie Liebe ist bie größte unter ihnen!" — Herr Pfarrer Dr. Grein, Vorfitzender der Helferabtheiluog: „Wo der Herr nicht da» HauS baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. An Gotte» Segeu ist alles gelegen. Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich uud fördere das Werk unserer Hände, ja, da» Werk unserer Hände wolle er fördern!" — Frau Baron von Gagern, Vorfitzende bet Nähabtheilung: „Gott segne ben Eingang und Au»gang aller Derjenigen, bk einst in btesem Hause ihre Heimath finden!" — Schwester Julie Spannagel, Oberin de» Diacouiffeu- hause» „Elisabethenstift" in Darmstadt: „Jesu» Christus, gestern und heute, uud derselbige auch in Ewigkeit!" — Schwester Anna Vtetor, Oberschwester der hiesigen Station: „DeS Herrn Auge möge offen stehen Über diesem Hause Tag und Nacht!" — Herr LaudgerichtSdirector Wiener, stell- vertretender Director der Spar- und Leihkaffe zu Gießen: „Blühe und gedeihe als Spenderin des Heil» für Kranke und Betrübte!" — Herr Archttect Stein: „Wir wollen diese» HauS bauen zur Ehre Gottes und zum Wohle der Armen uud Krayken." — Herr Architekt Meyer: „Bei Errichtung eines solch edlen Werkes muß Geist und Hand das Erste fein; Fleiß und Liebe vereint, werdeu die Ausführung um so reichlicher fördern; daß daS Ganze gelingen möge und segensreich der Allgemeinheit diene, gebe Gott!" — Mit dem Gesang des LtedeS: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" Seitens der Chorschule schloß die schöne Feier. Mögen die guten Wünsche, die allseitig dem Werke entgegengebracht wurden, reichlich in Erfüllung gehen, und wenn e» demnächst uoth thun wird, auch die offenen Hände nicht fehlen! •• Zur ReichStagswahl. ES ist eine allbekannte und von den soctaldemokrattschen Führern wiederholt Öffentlich anerkannte Thatsache, daß die bei bet letzten Reichstag»- Wahl für soetaldemokratische Candtdaten abgegebenen Stimmen bei weitem nicht alle von Socialdemokraten, sondern zum großen, weun nicht zum größten Theil von Unzufriedenen aus allen Lagern und Ständen uud, wa» vor Allem bedeutsam ist, von Unzufriedenen au» den verschiedensten Ursachen. Man kann tagtäglich von Leuten, die irgend Etwa» durchsetzen wollen uud die im Uebrigen herzlich wenig nach den socialdemokratischen Zukunft-Phantomen fragen, hören, daß fie, wenn ihrem Verlangen nicht entsprochen werde, Social- demokrateu werden würden. Mit der Ausführung dieser merkwürdigen Drohung hat e» daun zwar immer gute Wege, aber bei einer Wahl wird dann doch häufig der alte Groll hetvorgesucht, zur eigenen Entschuldigung gebührend aufgefrischt, und dann wird unentwegt „socialdemokratisch" gestimmt. Und da» ist dann eine politische Sünde, bie gar nicht scharf genug gerügt werden kann. DaS Wahlrecht ist dazu da, damit die breiteste Allgemeinheit nach sorgsamster Abwägung aller in Frage kommenden gemeinsamen öffentlichen Jntereffeu den Mann wählen kann, der diese Jntereffeu zum Besten deS Gemeinwohles wirksam zu vertreten im Stande I ist; sobald dieses vornehmste Recht de» Staatsbürgers aber zur Befriedigung rein persönlicher Jntereffeu oder gar zu persönlicher Rache mißbraucht wird, bann beweisen biefe Wähler eben, baß fie für bie Wohlthat eines fo bedeutsamen Rechtes nicht reis sind uud auch nicht entfernt die Verantwortung zu tragen vermögen, die das Gesetz jedem einzelnen Wähler aufbürdet. E» ist gewiß nicht zu viel behauptet, wenn wir sagen, daß in einer derartigen politischen Urteilslosigkeit die denkbar schwerste Gefahr für das allgemeine und gleiche Wahlrecht liegt — gibt fie doch den Reactionären den besten Anlaß, immer wieder gegen das Wahlrecht in feiner bestehenden Form anzustürmen. Die Folgerung für die Wähler ergibt fich von selbst: Soll baß Wahlrecht nicht ernstlich burch bie Wählet selbst gefährdet werden, bann müssen alle N chtsozialdemokrateu geschloffen gegen bie socialdemokratischen Candtdaten stimmen. Uad nun ist die Parole für den 16. Juni: Mann für Manu heran an die Urne zur Sicherung deS Wahlrecht», zur Kräftigung der guten Sache und zur Wahrung derjenigen Jntereffeu, die Alle gemeinsam haben! „Die königlichste Handlung freier Männer" nennt der Amerikaner den Wahlac'. DaS ist er in der Thai. Die Stimmabgabe ist aber nicht nur ein Recht, fie ist, zumal unter ben heutigen Verhältnissen, eine ernste Pflicht, bie nicht scharf genug auf- gefaßt werden kann. Wohlan denn, Deutsche, denkt daran, daß am Tage der Wahl die Äugen der ganzen Welt auf Euch gerichtet find! Ihr vaterlandsliebenden Wählet, schließt Eure Reihen und beherzigt am 16. Juni die Mahnung des tiefpatriotischen geistigen Vorkämpfers bet bentschen Freiheitskriege, Gottlieb Fichte!: „Jeder Deutsche hat zu thun, als ob et allein sei und als ob lediglich vonihm allein daS Schicksal des Vaterlandes abhänge!" ** Vereins. Wanderfahrt del Gaues 9 bei Deutschen Radfahrer-Vundes. Im Anschluß an den bereit! mitgetheilten Aufruf, welchen die „Wanderer, G. R. G.", in bet Sport- presse für diese große Veranstaltung am Sonntag den 19. bl. Mts. erlassen haben, find wir heute in bei Lage, dal nähere Programm auSzuglweise bekannt geben zu können. Danach ist el ben angemeldeten Vereinen gestattet, von ihrem Wohnort an! am SamStag ben 18. bl. Mt!., von 7 Uhr Abend! an, mit dem Ziele „Gießen — Stein! Garten" auf beliebigen Wegen abzufahren. Die Ankunft muß spätesten! bi! Sonntag den 19. er., vormittags 10 Uhr, erfolgt sei» und geschieht dann sofort die vorgeschriebene Controle durch die vorfitzeudeu de! Preilgerichtl, Herrn R. Seifferman» au! Frankfurt a. M. und Hermann Johl an! Offenbach a. M. Die Vereine find nach ihrem netto en Mitgliederstande in fünf Gruppen eingekeilt, deren jede mit drei werthvollen Preisen auSgestattet ist. Jede Gruppe wird für fich besonder!, jedoch alle Gruppen nach gleichen Grundsätzen gewerthet, wodurch ein Uebergewicht der großen Vereine gegenüber den kleineren vollkommen vermieden bleibt. Die Werthung selbst geschieht nach Punkten, und kommen hierbei hauptsächlich die gefahrenen Kilometer (75 Kilometer ist die kleinste zugelaffene Entfernung), ferner die Anzahl der Fahrer bei Beginn und am Schluß der Tour, sowie endlich die Durchschnitts- Geschwindigkeit während der ganzen Dauer in Betracht. — Nachdem die Fahrer fich erfrischt haben werden, wozu ausreichend Gelegenheit vorhanden sein wird, veranstalten die „Wanderer, G. R. G.", ben Gästen ein Frühschoppen Concert in Steins Garten, zu dem das Gießener und auswärtige Publikum ebenfalls freundlichst eingeladen find. Um 12 Uhr findet gemeinschaftliches Mittageffeu ebendaselbst statt und daran anschließend um 2 Uhr ein großer Preiscorso durch die Straßen der Stadt nach der Harbt-Terraffe, woselbst ein Sommerfest Gäste unb Einheimische wohl recht lange zusammen- halten wirb. Die Preise für ben Corso, ber ebenfalls in zwei Abteilungen gefahren wirb, ftnb von ben „Wauberern, G. R. G.", gestiftet und ebenso geben dieselben den Eintritt zu dem Sommerfest allen Besuchern, den Gästen sowohl wie dem hiesigen Publikum, vollkommen frei. Den concertltchen Theil hat bei ausgewähltem Programm die Capelle de! hiesigen Infanterie Regiments „Kaiser Wilhelm", übernommen. *• eängetfeft. Wie wir erfahren, feiert ber Gesangverein „Germania" zu Watzenborn ben 8. Juli sein 30. Stiftungsfest im Freien zunächst ber Station Schtffenderg. 15 Vereine haben ihr Erscheinen zum Feste zugesagt. Wie wir gehört, hat bie Eisenbahnverwaltung genehmigt, baß der Vall Uhr-Zug am Schiffenberg hält, um bie Gießener Gäste zurückzubringen. ** Wanderausstellung der Deutschen Laudwitthschafts- gesellschast zu Dresden. Für die vom 29. Juni bis 5. Juli d. I. tn Dresden stattfindende 1-0. Wanderausstellung der Deutschen Landwirthschaftsgesellichaft find ans den d,m Hessischen Landwirtschaftsrath zur Verfügung stehenden Staatsmitteln 2295 Mark zur Vermehrung der Preise gestiftet worden, außerdem ist den hessischen Beschickern dieser Ausstellung die Uebernahme des größten Theiles ber erwachsenden Beschickungskosten mit ca. 4800 Mark in Aussicht gestellt worden. Die zum Besuch ber Ausstellung in ber Zeit vom 29. Juni bis 5. Juli gelösten einfachen Fahrkarten nach Dresben berechtigen zur freien Rückfahrt, wenn fie in ber Ausstellung abgestempelt worden uud die Rückfahrt von Dresden spätestens am 7. Juli angetreten wird. Zu Amerika verstorbene Heffeu. Buffalo, N U., Jacob Schnekelderger, 63 Jahre alt, an» Harheim — Quincy, Jll, Michael Priester, 76 Jahre alt, au! Hkffen- Darmstadt. — Pekiu, Jll., Frau Christine Hehl, 89 Jahre alt, au! Hessen Darmstadt. — Mannheim, Prov. Ontario, (Sanaba, Wilhelm Hofstetter, 76 Jahre alt, au! Beerfelden. — Hecker, Jll, Frau Marie M. Schulbach, geb. Eckhardt, 71 Jahre alt, au» Heffen-Darmstadl. — Baltimore, A. W Lindenstruth,60 Jahre alt, au! Hecht-Heim. — Stratford bei Waterloo, Prov. Ontario, Peter Fleischhauer, 85 Jahre alt, au- Deckenbach. Der Delegirtentag der Kriegetkameradschast „tzifsia" 1» 12. Zuui in Jugenheim a. d B. Der gestrige Sonntag sühne die Abgeordneten der ttrieger-Berein-bezirke unsere- Lande! nach Jugenheim a. d. B., welche! reichen Flaggenschmuck angelegt hatte. Za dieser Versammlung hatt.n fich außer einer großen Anzahl Kameraden auch die Vertreter der Regierung und der Gemeinde etngefunben. Um 10 Uhr Vormittag- eöiffnete ber zweite Präfibent bei Landesverbandes, Herr Major Beck, tm Gasthaus „Zur Sonne" die S tzang und stellte zunächst den neuen Präsidenten ber „Hasfia", Herrn Oberstlieutenant Cramolini vor, welch letzterer in warmen Worten seinen Dank bafür aussprach, daß er an die Spitze der „Hasfia" berufen toorben sei; sodann begrüßte er die Erschienenen, insbesondere den Herrn Geh. Regierung!- rath Groß au« Bensheim und den Vertreter aal der Pfalz Herrn Dr. Dietrich, and schloß seine Ansprache mit einem dreifachen Hoch auf Kaiser und Reich. Herr Geh. Regisrungs- rath Groß dankte und sprach ben Wunsch aus, daß die Verhandlungen der „Hasfia", zum Segen gereichen möchten, welchem Wunsche sich Herr Dr. Dietrich anschloß. Se. Großh. Hoheit ber Prinz Wilhelm, Ehrenpräfibent der „Hasfia", welcher fich inzwischen etngefunben hatte, wurde mit einem dreifachen Hurrah begrüßt, und begannen fobann bie Verhandlungen unter dem Vorsitze de» Henn Major Beck uud Herrn Medizinalrath Dr. Vogt, da Herr Oberst- lieutenant Cramolini in bescheidener Weise denselben den vorfitz übertragen hatte. Herr Dr. Vogt, erster Schriftführer des Verbandes, stellte zunächst fest, daß sämmtliche Bezirke des Landes mit 1569 Stimmen vertreten waren, und keilte mit, daß die „Hasfia" tm vergangenen Jahre bedeutende Fortschritte gemacht habe, sowie daß auch für bie noihleidenben Kameraden Alles mögliche gethon worden sei. Bezüglich der Verleihung der Ehrentafeln für 25jährige Borstandsmitgliedschaft unb wegen der Gesuche um Führung der Fahnen mit dem Großh. Wappen bat er dringend um Einhaltung ber Termine. Weiter stellte Herr Dr. Bogt fest, baß für daS Kyffhäuserbenkmal bie Vereine mehr gethan haben als bie Vereine in ben Städten; 200,000 Mk. feien immer noch zu bezahlen, bie aufgebracht werben müßten. — Der verbaudsrechNer, Herr Hauptmann Waldecker, referirte über die Kaffenverhältniffe bei verbandel, welche vorzügliche zu neunen find. — Herr Oberrechnuuglrevifor Landzettel berichtete Namen! ber Rechnuugsprüfnngs- commiffton in eingehenber Weise. Die Versammlung ge- Verlamvlimg I ObeestLaspi Präfidialfitznng zum »erben frI. Hirrauj Bit Strang alt ein« mit, arh/i! Schilderungen i h vnheetungen ttl f in Stabt unb Gema schabt, bah von Dti | h zur Rn: hierher! frage hierher sichte gebabet »erbe! Am »nrbt bie normalma1 imto, ja gestern l ! Ar fc’1 3” *2 flb teaatl' 91 r-Ä ’ scheibt» ” ! »b Stiles g'merabeir Herr« A *L iiiliNi" ® r-mm- e«®" f>* j« ®* ' I 4000 »’■11 S ’ 1620 M aus 24Vl .... eiiftni «* güt Ile 'M JW !t 145 Rinbtt bit C Anfang ber W ' Syffhä-Itrbilb zm f »erben. Der Sn Flugblatt für bit 1 eintömigt; ebenio ■ etlitWtn Bentm ift ber Verkehr unt wirb, sollen alle bit bie .Haißa' * stiinbige Panse ein. lieh fit einige Lezii fich nutet einem dr viebereröffnung ber Regelung btl Abst zuts, angenommen. Schlitz, bitt, bit Ue Vertrag mit ber \ vettert Anträge bei bis Delegaten Rat emgebracht, zurückgi mms-ht WÜT?8 UM sltskkNjH Sie bui W «efenmg m: 800 6tr. Mi 80 Ach 2 2a ,n* wnbtn. " b-n. SHnt. ?«. 9 bu 12 Nr finb bie m M be6 fofliei ^lurti^en. am 13. c Wnnfkei loemren, ja gestern harten wir sogar die stärkste Zahl der an Wo steckt mein Mann? Zuber 40 Pfg. 6032 der zu empfiehlt Pumpernickel wieder frisch eingetroffen. 6291 Wienerts Filiale, Neuen Baue 1. 5987 Änft Schmüter Mühle. l)ckiniutnuidjini(ien Einpfellllmgen Vermielhungen Perste-igkrlliMl, Wietgeluche Aus der Zeit für die Zeit. Vor 10 Jahren, am 15. Juni 1888, starb im Neuen Palais zu Potsdam Kaiser Friedrich III. Nur 99 Tage trug er die Krone, die leider eine Dornenkrone wurde. Den Liebling unseres Volkes warf tückische Krankheit aufs Lager die San Remos südliches Klima nicht heilte. Als Soldat entschlossen und muthig, als Mensch mild und liebenswürdig, als Dulder allen ein Vorbild, zu leiden ohne zu klagen: so war Kaiser Friedrich III. Er wurde am 18. October 1831 geboren. tiftrnt I-Träger 6005 Emil Pistor Nächst. M MM ßMgrllS-Verstklserung. Das Heugras von 14 Morgen an verschlämmten Wiesen des Frei- seirltch von der Hoop'schen Gutes zi Schmitte bei Rodheim a. B. soll Zieitag den 17. d. Mts., von Lscmittags 9 Uhr an, an Ort und 6tt'öe versteigert werden. Zusammen- xlt, aul hrchl-hriw. - itailo, Pun Slelit' ad). Mti Lubvitths^G 29. N bil 5. Jllli ffiinbmmftelhmg brr fab aal ben bti ath zur Vtrsügllll, zm Btriokhruog bei bra hrsfischu Velchtckm ii fliöBtrn Theilet bo i. 4800 Maik io 8dI- iiui ber Slltsiillllllg in gtlöBcn eiosachkll Fühl' freien Mikfahrt, mih orten unb dir MW angttnitn wirb. M BaffilO/ S. 9v alt, auf ßflfrta. - Unentbehrlich für jeden Familientisch. — Zum Vortragen bei jeder Gelegenheit geeignet. — Unrichtige Einsendungen erhalten sofort den eingesandten Betrag zurück. — Genaue Angabe der Adresse ist unbedingt erforderlich. — Alle Einsendungen finden sofort ihre Erledigung und sind zu richten an den Verlag des „Deutschen Marine-Bundes", Kiel. N««eft« Had?rid?tm. Depeschen des Bureau „Herold-. Wien, 14 Juni. Da- Grazer Eorpß-Commaudo verbot allen Personen in Uniform, sich mit Ctvilisten, welche Kornblumen tragen, zu zeigen. Brunn, 14. Juni. Gestern kam eß in der Rudolsstraße am Krautmarkte zu neuen Demonstrationen und Schlägereien zwischen Deutschen und Tschechen. Auf beiden Seiten gab eß Verwundete. Der Polizei gelang el schließlich, die Ruhe wieder herzustellen. Pari», 14. Juni. Bei einem Haußetnsturz in Biot bei Tanne« haben 27 Personen den Tod gefunden. London, 14. Jnai. Die radicalen Blätter tadeln die Regierung wegen der Zusammenziehung von Truppen in der Nähe von Cardis und bemerken, diese Maßregel sei als eine Heraußsorderung an die Arbeiter auzuseheu, da diese bisher noch keine Ausschreitungen begangen haben. Loudon, 14. Juni. Daß Gefecht bei Guantauamo dauerte 13 Stunden und war äußerst blutig, da die Spanier im Handgemenge mit dem Messer fochten. Der Migriff begann Samstag Nachmittag und dauerte bis Sonntag früh. Besonders heftig war der Kampf um Mitternacht, wo die Spanier einen Einbruch in daß Lager versuchten. Getödtet find nach einer offiziellen Meldung ein Arzt, ein Sergeant und zwei Leute. Man vermißt aber Biele und fürchtet, daß mehrere Lieutenants auf Vorposten gefangen sind. Die Amerikaner bezogen befestigte Lager. Loudon, 14. Juni. Der Correspondent des ^Staudard- melder aus Washington, daß man weitere Truppen sammele, um ein zwettes Armee-Eorpß zu bilden. Washington, 14. Juni. Daß Krtegsdepartement meldet, daß die amerikanischen Truppen von Key West nach Santiago abgegaugen find. Die Truppen bestehen au- Jufanterie, Cavallerch, leichter und schwerer Artillerie. Malztreber täglich frisch abzugcben per Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 14. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 141/.0, Luft 16°. Rübsamen'sche Badeanstalt. „ehmigte vorgekommene geringe Creditüberschreitungen re. In rechnerischer Hinficht hatte die Eommisfion nicht- zn erinnern und beantragte Entlastung deß Rechners. — Der tivette Schriftführer, Herr Oberamtsrichter Dr. Lehr, be« richtete über den Provtdenttavertrag, hob dabet daß im ver- gingenen Jahre erzielte glänzende Resultat hervor und wünschte, daß von dem günstigen Vertrage immer mehr ®e» krauch gemacht werden möchte. — Aus dem Referat deß Herr Reallehrer Minnich-Oppenheim über daß Jahrbuch »ar zu entnehmen, daß 20,000 Exemplare abgesetzt wurden, welche einen Gewinn von 3000 Mk. abwarfen, welche den Nothleidenden zu Gute kommen sollen, zn welchem Zweck er i tn Vertrieb deßselben immer noch mehr außgedehut haben will. — Die Präfidtalmitglieder, die satzungsmäßig auß» scheiden mußten, nämlich die Herren Waldecker, Meyer Md Seiler, wurden wiedergewählt und sür den verstorbenen Aameradeu Herrn Apotheker Scriba-Schotten wurde einstimmig i'tt sehr verdienstvolle Bezirksvorsteher, Herr Kammersecretär Sold mann in Laubach gewählt. — Alß Ort für den Nächstjährigen BerbandStag wurde Vilbel, nachdem die Vertreter von Grünberg, Nidda, Hungen und Lich ihre Ge- suche zu Gunsten von Vilbel zurückgezogen hatten, gewählt. Der Betrag für Uuterstützungßzwecke wurde von 4:000 Mk. auf 6000 Mk. und die fog. Veteranenzulage von 1620 Mk. auf 2400 Mk. erhöht. Herr Major Beck thetlte mit, daß neben der Unterstützung aus der Prinz Ludwig- Stiftung auch die Beteranenzulage gewährt werden kann, tflr die Ernst Ludwig-Victoria Melitastiftung werden für nLchsteß Jahr 1400 biß 1500 Mk. vorgesehen, sodaß etwa 145 Kinder die Covfirwationßgabe erhalten können. Für Deckung der Schulden fceß Khffyäuser-Denkmalß soll ein K yffhäaserbild zum Preise von 2 Mk. 50 Pfg. vertrieben «erden. Der Antrag deß Präfidiumß, ein agitatorische- Flugblatt für die KriegervereinSsache herau-zugeben, wurde geaebmtgt; ebenso nach langer Debatte der Antrag: „Mit «ilttärischen Vereinen, welche nicht der „Hasfia" angehören, Wer wünscht sich ein schönes Geschenk? i®* Doch wohl ein Jeder! -HOch vermischtes. * Solingen, 12. Juni. Die Stadtverordneten beschlossen in geheimer Sitzung, daß alle Mitbürger, die irgend ein städtische- Ehrenamt bekleiden, von städtischen Arbeiten und Lieferungen ausgeschlossen sein sollen. * Dortmund, 13. Juni. Eine starke Gaßexplosion fand in der Wohnung deß Kaufmann- John- statt. Eta Dienstmädchen wurde getödtet. j rjog. Darmst. Tägl. Anz. Bad Nauheim, 12. Juni. Die übertriebenen Schilderungen verschiedener auswärtiger Blätter über isd der Verkehr untersagt." Damit die Spitze abgebrochen w-ird, sollen alle die bett. Vereine nochmal- zum Elntritt in bl« „Hassta" aufgefordert werden. Hier trat eine halb« stündige Pause ein. Se. Großh. Hoh. der Prinz Wilhelm lieft sich einige Bezirk-Vorsteher Vorsteven und verabschiedete sich unter einem dreimaligen Hoch der Kameraden. Nach Wiedereröffnung der Sitzung wurde der Antrag Mainz, bett. Regelung de- Abstimmung-wodu- innerhalb de- Be- sink-, angenommen. Abgelehnt wurde der Antrag Lauterbach- Schlitz, betr. die Uebersendung der Probejahrbücher, da der Sertrag mit der Firma Reichel in Augsburg noch läuft, weitere Anträge des Bezirks Villingen und Büdingen, sowie drS Delegirten Kabeh—Nieder Olm wurden, weil verspätet liagebracht, zurückgestellt. — Herr Major Beck theilte der Versammlung mit, daß der seitherige erste Präsident, Herr Oberst C a sp ar h, in der dem Delegirtentag voraußgegangenen tzrastdialfitzuug zum Ehrenmitglied des Präsidiums ernannt rorden sei. Hierauf schloß Herr Obersilieutenant Cramolint bic Sitzung mit einem dreifachen Hoch aus Kaiser und Groß- Der untere Stock der Villa Pietsch am Nayrungsberg, nebst Mansarde, ist mit oder ohne Pserdeftall und Gartenantheil vom 1. Juli I. IS. an anderweit zu vermietheu. Näheres im Nebenhause bei Herrn G. Hotz._________________ Verkehr, Land- unb Volkswirthschaft. Gieße«, 14. Juni. M«rktbericht. Aus dem heutige« Wochenmerkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,76—1,00, Hühnereier pr. St. 0-0 X 2 St. IC—11 X Enteneier 1 St. 6—0 X Gänse« eter pr. St. 10—11X Käse 2 St. 9-14 X Käsemette pr. St. 3 * Erbsen pr. Liter 20 X Linsen pr. Liter 32 X T«ubm pr. Pa« X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,40 bis 2,00, Hahnen pr. Stück X 1,60—1,90, Enten pr. Stück X 2,06—2,20, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch K~fb. 62-66 X Schweinefleisch pr. Pfb. 64 bis 72 X Schweim-- , aefalzen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 62-64 X Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,50 btt 8,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Cent«« 10,00-03,00 X, Mil» pr. Liter 16 X Kirschen pr. Pfd. 36-40 X Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. ÄL Mchthauö. Freibank. 5989 Heute «ud morgen: Schwkiukfiklsch 50 Pfg. RWeisch 50 Pfg. einem Tage genommenen Bäder seit Bestehen des Bade-, 2226 Bäder. Wa- das Programm der Unterhaltungen au« belangt, so ist dasselbe für die laufende Woche außerordentlich reichhaltig; nicht weniger al- fünf Militärconcerte, Feuerwerk, Tanz und Gastspiele auswärtiger Künstler im Kurtheater find vorgesehen. Friedberg, 12. Juni. Heute Bormittag ertrank beim Baden in der Wetter bei Rödgen ein 17jähriget junger Mann, der im kalten Wasser wohl von einem Schlaganfall betroffen wurde. Sein Badegesährte suchte ihn zu halten, um sein Unterfinken zu verhüten, mußte ihn aber lo-laffen, um nicht selbst in die Tiese zu geratheu. Der jäh Ber- unglückte, Friedrich Klee, war Lehrling bei einem Zimmermann in Bad-Nauheim. Friedberg, 12. Juni. Gestern Abend sollte ein junger Mensch, der eine Gefängnißftrafe zu verbüßen, sich aber nicht gestellt hatte, verhaftet werden. AiS der Gensdarm da» HauS in der Borstadt betrat, flüchtete der junge Manu zur Hiuterthür hinaus, dann über die Ehauffee die Sandgasse hinab, über da- eiserne Bahohofsthor und den Bahnkörper, durchs Rosenthal, mitten durch die Ufa und in da» Feld hinter dem Kasper, der GenSdarm immer dicht hinten nach. In Dorheimer Gemarkung endlich gestellt, widersetzte der Verfolgte sich der Verhaftung und e» entspann sich ein Kamps aus Tod und Leben. Durch da» Hinzukowmen einiger Lente konnte der Flüchtling endlich überwältigt und gefesselt werden, war aber jetzt noch so ungeberdig, daß ein Fuhrwerk beschafft werden wußte, um ihn nach Nummer Sicher zu bringen. Affeohei«, 13. Juni. Au» Anlaß des 50jährigen Dienst« jubiläum» de» Gräflichen Revierförsters und Großherzogl. PolizeieowmlffärS, Herrn Habich in Wickstadt, fand am 9. d. MtS., Abends, im Saale de» „Solmser Hofe»" dahier eine von dem Herrn Grafen zu Solm» Rödelheim, Erl., zu Ehren deß Jubilar» veranstaltete Feier statt, zu welcher außer den Angehörigen beß Jubilarß, den Gräflichen Beamten und Jägern, eine Anzahl Freunde deß Jubilarß, sowie die Herren Geheime Regieruug»rath Dr. Braden, Kreiß« amtmann Süffrrt und KreiSamtmanu Schliephake aus Friedberg geladen und erschienen waren. Herr Geheimer Regierungsrath Dr. Braden würdigte in längerer Rede die Berdienste de» Jubilars und überreichte demselben die ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog verliehene OrdeußauSzeichnung. Herr Graf zu Solms Rödelheim, Erl., toastete sodann auf Kaiser nnd Großherzog, und Herr Dr. Braden auf den Herrn Grasen zu Solmß-Rödelheim, Erl., und daß Gräfliche Haus. Letzterer gedachte sodann der großen Verdienste und der treuen Anhänglichkeit de» Jubilar» an da» Gräfliche Haus und ernannte denselben zum Obersörster. Ja bewegten Worten dankte der Jubilar für die ihm erwiesene Liebe und Ehre. Noch mancher Toast wurde ausgebracht und verlies die Feier aus da» Schönste. Cmerk mit Firm liefert billigst Wrüyl'sche Aniv.-Druckerei. Veferunss-Vttdmgung. Mr dar hygienische Institut soll sie- Lieferung von: 800 Ctr. Hütttn-CokS, 80 „ Anthracit-Kohlen, 2 Rmtr. Tannenscheitholz ■ihiui dem Wege öffentlicher Verdingung urrgeben werden. Die Lieferungsbedingungen können uu den Wochentagen Vormittags io il 9 bis 12 Uhr im hygienischen Mitut eingesehen werden. Angebote sind bis zum 30. Juni ), I., Vormittags IO Uhr, pi welchem Zeitpunkte die Oeffnung itifelbm erfolgt, verschlossen und nil entspiechender Aufschrift der Dmection des hygienischen Instituts neureichen. Gießen, am 13. Juni 1898. -Mimisches Institut der Universität. Dr. Gaffky. 6009 ltbtQe SonS11 ’et* 'Mn »75 W «ifa» hto Mn?» Ä» Ä »’MüiS 1,1 * »--km ii '““Atan “ k“ »ilkltt loeofjl ult "l. »itntlliw E uotrnonnntn. ta' Mm ber @tjang. IOLQ 3. galt fehl er ©totion Sassenberg, ’ W iugeiagt. Wie SMhvigt, batz ber die Siebener Sch itrtW MW ■ f ceftrtge ©onntog fütji« jbejtrle anferel W v reiten lang b°tt ° M «M h eie öerneler ber w L Um 10 W N- ’. bei CanbeiDerbanbel/ läfibenien ber ,Na ' Tor, ^ letzterer r bo6 2 j{t. fobann btgrfi^i fei’» ■ Hs. .»» S •»* ii l ® i l-u« •C8STeg^en M 8°^ fc“Sen » ter Lr gtrili' Lie bo oO* n u it» «i pro boi itc«; Die Ar-re alt, auf stine Htyl,8S Jche chm, W vninis. )rbre ck, aui 8t»' , $1, Sdinlbai, gti. sie Verheerungen bt» Gewittersturme» vom 9. d. M. in Stadt und Gemarkung von Bad-Nauheim haben zur Folge «habt, daß von verschiedenen auSwärtrgen Badebedürftigen, sie zur Kur hierherkommen wollten, die telegraphische An- hege hierher gerichtet wurde, ob denn überhaupt hier noch jebabet werde! Am Tage beß elementaren Ereignisseß selbst tnrbe die normalmäßige Zahl der Bäder, 1895 Stück, ge- Wohnung von 5 bis 6 Zimmern in guter Lage von ruhigen Mietbern zum 1. October gesucht. 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Op- „Lohenarin' von Wagner. 4. .Neu Wien', Walzer von Strauß. SoliderArbetter für dauernde Beschäftigung gesucht. «004 Alexander Mayer. Schieferdecker^ finden dauernde Beschäftigung bei Heinrich Heyd II., Dackdeckermstr., _____________Butzbach._______6006 Lehrling aus achtbarer Familie gesucht. 6023 (sarl Hensel, Eisenhandlunq 6028] Ein braver Junge gegen hohen Lohn auf sofort gesucht. Näh. Corpshaus Teutonia 60291 Gesucht ein nickt zu junges, zuverlässiges Kindermädcken. ____________Arankfurterstr. 60, II. toisj Lauffrau gesucht. Wallthorstraße 18. Zu verkaufen 6025] Im Ho'e der Gebr. Schwan SelterSweg 64, können la.12000guteplathjkgkl billig abgegeben werden. re. Theil: 5. Ouvertüre z. Op. .Wilhelm Tell' von Rossini. 6. Divertissement a. d. Op. .Der Bajazzo' von Leoncavalo. 7. Früblingsständcken von Lacombe. 8. Zwei Fanfaren-Märscke mit Benutzung von ackt historischen Trompeten nebst gestickten Paradeflaggen: a. Altdeutscher Fansaren-Marsch von Sckröder. b. Armee-Marsch Nr. 10, Prinz August von Württemberg. 3. Theil: 9. Ouvertüre z. Op. „Die Zigeunerin' von Balfe. 10. .Nackklänge aus dem Zillenhal', Fantasie für Piston-Solo v. Hoch. (Trompeter Giesecke.) 11. .Musikalische Ueberrasckungen', Potpourri von Stetefeld. 12. Czardas a. d. Op. „Der Geist der Wojewoden' von Großmann. Postkarte« mit Ansicht des Trompeter-Eorps sind an der Aaffe ä 10 Zkfg. jn haSeu. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. DIO Wanderer, Giessener RadL-Ges. H. Carle. Zu Ehren nuferer Mitglieder Textors Terrasse. Zu den am 19. Juni bevorstehenden Festlichkeiten von „Die Wanderer" 6981 suche 15 Kellner, sowie eine lnchtigr Kochfran. Zu melden bei Restaurateur Phil. Bopp, Bahnhofstraße 11. Zu haben in den meisten Colonial waarenhandlungen.6013 IN seiner Art - NIP 6027] Em gebrauchter Emmricher «affeebreuner (für 25 Pfund Kaffee) billig abzugeben. _______Adolf Geisse, Seltersweg 2. Iladfahrer-Anzug, hochmodern, aus sportfarbig. 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Herren Ludwig Opel nvd Carl Duill, welche in Hamburg und Mainz bei schärfster Concurrenz hervorragende Siege für unsere Gesellschaft erzielten, veranstalten wir Mittwoch de»r 15. d. Mts., AbeudS 8 Uhr, auf der Hardt-Terraffe einen Biercommers zu dessen Besuche wir hiermit freundlichst einladen. 6035 Unmittelbar vorher, um 7 •/, Uhr, findet auf der Rennbahn das längst erwartete Privat Match von zwei Mitgliedern bei gewöhnlichen Eintrittspreisen statt. Der Vorstand. Gesangverein Eintracht. Am 17. Juli d. Js.: Feier des 25-jährigen Stiftungsfestes Men Volksfest in der Autvermühte. Die Regelung der Plätze für Caroussels- und Schaubudenbesitzer findet am 17. Juni, Mittags 12—1 Uhr, auf dem Festplatz (Pulver- mühle) statt. [6011] Das Comitö. Alice-Schule für fraurnbilbnng nnb Erwerb. Der nächste Bügelcurs mit Kunftwäfcherei beginnt de« 22 Juni. Anmeldungen im Schullocale an den Vormittagen. 6010 L. Moeser, Oberlehrerin. AmerikMtt Gras- u. 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Auf Grund des tz 11 des Preßgesetzes ersuchen wir um Aufnahme folgender ssiichtigstellung: Jn dem gestrigen Gießener Anzeiger veröffentlicht der „Liberale Wahlausschuß" unter oben angeführtem Titel ein Inserat, in dem gesagt wird, daß die Redaction der Mitteldeutschen Sonntags-Zeitung durch einen Vertranensbruch schon am Donnerstag in den Besitz eines Flugblattes gekommen sei, dessen Verbreitung seitens der vereinigten Liberalen erst für Sonntag und Montag geplant war. Darauf erklären wir: Jenes Flugblatt wurde am Donnerstag Abend unserm Redacteur von einem Parteifreunde zugestellt. Wir hätten keine in politischem Kampf stehende Männer sein müssen, um nicht sofort gegen den Inhalt des Blattes, das die socialdemokratische Partei in unerhörter Weise angreift, Front zu machen. Daß der Ton, in dem das geschehen ist, den liberalen Herren nicht gefüllt, glauben wir schon. Es ist auch begreiflich, wenn die Herren darüber ungehalten sind, daß ihre schönen Pläne, die sie mit der Herausgabe jenes Flugblattes verfolgten, vereitelt wurden; sie wollten nämlich, wie wir jetzt bestimmt wissen, mit der Verbreitung jenes Flugblattes so lange warten, bis es uns unmöglich gewesen wäre, noch vor dem Wahltag darauf antworten zu können. Sic wollten also uns einen „Knüppel zwischen die Beine werfen". Daß wir das vereitelt haben, mag recht schmerzlich für sie sein, beweist aber doch nur, daß die Socialdemokraten eben früher aufgestanden sind. Im Schlußsatz wird gesagt, wir Hütten keinen Anspruch mehr aus die Achtung rechtlich denkender Männer. Dem gegenüber erklären wir, daß wir gern mif die Achtung solcher Männer verzichten, die vor wenigen Jahren noch von der Sudelfahne der Gießener Nattonalliberalen sprachen, und jetzt mit denselben Nationalliberalen unter jener Fahne gemeinsam in den Kampf ziehen. sos4 Ne Redaction der Mitteldeutschen Konntagg-Zeitung. •hbaction: E. Burkhardt. — Druck und Berlag der vrühl'schen Un,oersität«-Vuch. und Steendruckern (Pietsch Erben) in Gietzen.