U350 «?** ,e60tmeinbe. «« £r,t ®'*b. _ GchM *«■ »Ät Ä W - bie £ rt Saben,»beim. “« m die Liede mb Mt mb hier Jtinb« M I« Bescheerung für unsm ^Ird nicht hmilntzegrba. 'n recht bald an eine btt fl: N- Amalie Bansa, 3, Frau Amt-gericht-rch ) Kalbfleisch, Ludvig» anla^e 21, ^tau Pfann ear, BirmMahe 11, ne Schwestern unserer rhmen. MchaoM rer.nm idner d. Vorhängen. schenken ißwürdig: Zimmer, 16 div. Qualitäten, ?ro8Pec^le6l elinfl) Rips haa gstoffe. 5 and cr&ne. tüte Tigerfelle. .Vorlage»' 1226t [er« , ®reifeö’ !fl il«s ^ne solche Vorlage werde gemacht, Angeficht» der AbrüstnvgSeiuladnng de» Lzareu. Man solle diese Kundgebung nicht überschätzen, aber man dürfe fie auch nicht nnterschätzen. Denn ohne die Hülfe bei Ezaren werbe überhaupt Niemand wagen dürfen, den Dreibund anzugretfen. Redner geht jetzt auf die Finanzlage ausführlicher ein und zergliedert sodann die einzelnen Pofitionen de» Etat». Beim Eolonialetat berührt er den wirthschaftlichen Werth Kiaut- schou», der noch in nebelhafter Ferne liege. Aber trotzdem behaupte er, Kiautschon sei viel «ehr werth, al» da» ganze Ostafrika nnb Afrika überhaupt. Auf btn Postetat über- gehend, unterzieht Abg. Richter da» PodbirlSki'sche verbot für die Postunterbea«ten einer Kritik, dergleichen die geplante Au»dehunng de» Briefmonopol» uud den Plan de» Postcheck- wesen». Zu wünschen sei die endliche Regelung der Lippe'- scheu Angelegenheit. Solche Dinge würden uuwöglich sein, wenn eine richtige Mtnisterverantwortlichkeit bestände. Zu empfehlen sei, einen neuen Knigge zu schreiben: Umgang mit Regenten. (Stürmische Heiterkeit). Die L ppe'sche Frage sei zweifello» eine solche der Lande»gesetzgebung, und mau solle dieselbe im Buude»rathe behandeln, ohne Rückfichten auf Schwägerschafteu. Redner appellirt an den Reich»kanzler, daß er seinen ganzen Einfluß eiosetze, daß endlich eine Ministerverantwortlichkeit geschaffen werde, damit nicht nn« haltbare Zustände für Parlament nnb Volk ein trete. (Lebh. Beifall link».) StaatSsecretär Graf Posadowskh betont, Dentfch. land habe bie vollendetsten RechtSgarautien der Welt. (Ge- lächter link»). Eine Reich»verdroffenheit liege nicht vor, im Gegenthetl, da» Volk habe allen Anlaß, zuftieden zu fein. Die Socialgesetzgebung stehe nicht still- e» handele fich nur um einen gewiffeu Zustand der Ruhe, de» innereu Au»baue». Wa» eine Ministerverantwortlichkeit anlange, so trage der Reichskanzler die Verantwortung für alle gesetzgebenden Maßnahmen. Die Reise de» Kaiser» habe große Ziele verfolgt und große Erfolge erzielt. Die AnSwei,ungen beruhten auf der einzelstaatlichen Souveränität. Wa» den Schutz der Arbeitswilligen betreffe, so seien darüber alle Buude»regie. rungen einig. Eine Schmälerung de» Loalitiou»recht» sei nicht beabfichtigt. Für den Lippe'schen Fall sei dem Bunde»- rath eine gewisse richterliche Befuguiß übertragen. StaatSsecretär v. Bülow bezeichnet zunächst dir orientalische Lage als weniger bedrohlich wie früher. So weit menschliche Berechnung reiche, könne man sagen, daß in nächster Zeit der Friede <« Orient nicht getrübt werden werde. Deutschland strebe keinen Einfluß in Konstantinopel an. In dieser Enthaltsamkeit liege die Eigenart und Sicherheit der Stellung Deutschlands dort. Deutschland stehe den Balkan- stauten freundlich gegenüber. Wa» die Reise deS Kaisers nach bete Orient anlauge, so sei bort natürlich Alles vermieden worben, wa» die Muhawedauer hätte verletzen können. Aus Schritt und Tritt habe «an sehen können, welcher Hoch- achtnvg Dentschland fich erfreue. Die Materie ber SuS- Weisungen gehöre vor ba» Forum be» preußischen Lanbtage». Die internationalen Beziehungen burch die Ausweisungen seien burchan» nicht getrübt. Wo Deutschland mit England zu- sammengehev könne, ohne Schädignng anderer Beziehungen, werde Deutschland c» stet» thun. Ueberall tu Europa, in der Welt, sei «au bestrebt, den Frieden zu erhatteu. Zu hoffen sei, daß der Kampf um» Dasein nicht auSarte in Eovft ete, welche zu vermeiden seien. Der Weltfrieden beruhe auf dem Ausgleich eine» berechtigten nationalen EgotrwuS und den Allen gemeinsamen Eultnraufgaben. Getreu den Traditionen seiner Geschichte werde da» deutsche Volk, bei aller Wahrung seiner berechttgten Jntereffen und heften eingedenk, daß seine Zukunft auf der Macht beruht nnb daß zu der Macht die Schärfe de» Schwerte» nicht fehlen dürfe, doch nie versagen, wenn e» fich um die Aufrechterhaltung de» Weltfriedens handelt. (Beifall.) Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Fort- setzung der ersten Lesung deS Etat». Schluß 51/« Uhr. Versuches Reich. Berlin, 12. December. Bei dem gestrigen Empfang de» R eichStagS-PräsidiumS durch den Kaiser kam dieser auch auf die widerstreitenden Jntereffen einzelner Großmächte zu sprechen. Er erwähnte tu diesem Zusammenhang die Faschoda-Frage und das betonter» energische Bor- grheu Englands in dieser Angelegenheit, welche» fast den «dreffe für Depeschen: Anzeiger chietem. Fernsprecher Nr. 51. Eindruck hervorrief, al» ob mit der Erledigung der Faschoda- Frage noch nicht alle Differenz-Punkte zwischen England und Frankreich beseitigt seien. Der deutsch-englische Aftika-Vertrag scheint nach den «eußerungen be» Kaiser» wtrthvoll zu sein, wenigsten» betonte der Kaiser da» Entgegenkommen England» in dieser Angelegenheit. Mit großer Wärme sprach der Kaiser von seine« Freunde, dem Zareu und bezeichnete r» al» nicht unwahrscheinlich, daß die Abrüstung» Lonserenz doch noch einen praetischeu Werth haben werde und sei e» auch nur in der Richtung, daß die Mächte beschließen würden, «iS der Einführung neuer mörderischer Waffen inne zu halten. Bezüglich de» Verhältnisse» Deutschland» zu England betonte der Kaiser, daß dasselbe ein gute» sei, ohne daß dadurch die freundschaftlicheu Beziehungen zu anderen Mächten in Frage gestellt sei. Berlin, 12. December. DaS Staatsministerin» trat heute Nachmittag 3 Uhr unter de« vorfitz be« Reich», kauzler» Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung i« Reichstag»- gebäube zusammen. Berlin, 12. December. Am gestrigen Sonntage gaben ber Reichskanzler, bie Minister uub StaatSsrcrrtäre ber Em- labung be» EuUnSministerS vr. Bosse zn einem Bitraben b Folge. Berlin, 12. December. Die Interpellation brzüg- lich ber angeblichen Fleischnoth, welche vom Bunbe ber Lanbwirthe angeregt worben ist, wirb, wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, noch vor Weihnachten hn Reichstage ringebracht werden. Die beiden anderen Inter- pkllationen sollen später, vielleicht erst i« neuen Jahre ein- gebracht werden. — Die deutschen Schulen i« AnSlaude. Für die deutschen Schulen i» Auslände werden im Etat 800000 Mk., b. h. 150000 Mk. mehr al» i« Vorjahr, verlangt. ES hat fich leihet gezeigt, daß der Fond» von 150000 Mk. den stetig steigenden Anforderungen nicht gerecht werden kann, vielfach haben hilfsbedürftige deutsche Schulgemeinden in Au»lande statt der zu ihrer Fortertt- Wicklung benvthigten dauernden Beihilfen nur einmalige Zuwendungen erhalten, in anderen Fällen haben begründete Anträge auf Erhöhung der bisherigen Zuschüsse zurückgestellt werden müssen. Die Unzulänglichkeit de» Fond», die dazu nöthigt, eine Reihe von Anträgen auftaufen zu lassen, u» fie nach Maßgabe der vorhandenen Mittel gegen einander abzuwägen, verhinderte ferner häufig eint schnelle Hilfeleistung da, wo fie nolhwendig gewesen wäre. Wenngleich auch in Zukunft t« Au»wärtigen Amt daran festgehalten wird, daß die Sorge für au»reichende Geldbeschaffung ia erster Linie den Schulgemeinden selbst obliegt, so erscheint doch den maß- grbenden Foctoreu eine ausreichende Erhöhung de» SchulsondS unumgänglich. Letztere würde e» auch in wünschenSwerther Weise ermöglichen, in größerem Umfange, al« die« bisher hat geschehen können, durch Ueberweisung «nftergilttger Lehrmittel und Beschaffung von Bibliotheken für Begründung neuer Schulgemeinden Beihilfe zu leisten uud dadurch an der Erhaltung und Förderung deS Deutschthum« i« AuSlcmvr mitzuwirken. — Ueber die Unruhen in dem Schutzgebiete schreibt die .Afrikapost*: Am 21. September ist Major Leutwein mit einer mitttärischen Expeditton aufgebrochvt. Nach einigen Meldungen handelte e» fich um Unruhen der Hottentotten tat Gebiet von Bethanien. Ein Brief vom 24. October indeß beweist, daß die Revolte, deren Veranlassung zunächst noch nicht bekannt ist, fich noch bedeutend weiter bi« zur Südgrenze ausgedehnt haben muß, denn unter den auffäsfigen Lapitänen wird William Ehristiau, btt Capttän von Warmbad, genannt. Warmbad aber liegt östlich von de» ersten großen Bogen des OranjeftnsseS, tief im Süden des deutschen Gebietes. ES heißt in dem Briefe, der aus Keet- «anShoop geschrieben ist: »William Ehristiau, der LapitLn von Warmbad, und fein Genosse in Bethanien find heute bier, der Erstere mit 200, der Andere mit 150 Manu. Sie find der Auflehnung gegen die deutsche Regierung aogeklagt und befirden fich be« Gouverneur, 9 Offizieren, 250 Soldaten und fünf Geschützen gegenüber. Außerdem ist mit der der deutschen Macht Hendrik Witbooi mit 150 Leuten znr Stelle. Diese große Eonferenz wird mit einem Urthekl endigen. Wahrscheinlich werden die Anssäsfigen mit einer hohen Strafe au Pferden und Rindern wegkowmeu. DK bewaffatte Macht ist erfichtlich von große« Eindruck anf bie Rebellen. Hoffen wir, daß wenn diese Macht wieder weg I ist, der Frieden bleibt und die beiden gekränkten Herren nicht ' Krieg «acheu. Wenn letzteres doch der Fall sein sollte, dann - ist tS natürlich a« sie geschehen." — Jrttereffarrt ist an 16—25 Jahre» von 9 11. im Alter Jahren Mk. 1,00, N n n Bei der Ausnahme ist außerdem 16-25 25-30 30—35 35-40 40—45 25—80 80—35 35—40 40-45 vou u n n n Mk. n — Daß die Verrussung der Provinzen uachlaffen soll, ist damit allerdings nicht gesagt, und da- wird wohl auch schwerlich eintreten- mau will nur die unnöthigru Härten vermeiden, vielleicht glaubt man in Petersburg — ob mit Recht, sei dahingestellt —, daß die Bevölkerung schon so weit rusfifch geworden sei, um die Anwendung außerordentlicher Mittel entbebreu zu können dieser kurzen Meldung, die leider das Ergebuiß der „öon- fereoz" noch nicht mitthrilt, dir Thatsache, daß Hendrik Witboi mit 150 seiner Leute wieder an der deutschen Straf» expedition theilr^mmt wie im Frühjahr 1890 gegen die Khauas Hottentotten. Darnach ist der unlängst todtgrsagte Witboi nicht nur noch unter den Lebenden, sondern er ist unweigerlich noch, was Major Leutweiu dies Jahr in Berlin dem Kaiser meldete: „Ein getreuster Uuterthan Majestät." Karlsruhe, 12. December. Der Großherzog vou Baden ist heute Bormittag nach München abgereist. Vor 146 Jahren, am 14. December 1752, wurde zu Gardelegen bei Magdeburg der Dichter ChristophAugust Tiedge geboren, besten Lehrgedicht „Urania" vom Standpunkt der Kantischen Philosophie die Zweifel an der Unsterblichkeit der Menschen widerlegt. Unter seinen Gedichten befindet fich das einst viel gesungene Lied: „Schöne Minka, ich muß scheiden". Der Dichter starb am 8. März 1841 zu Dresden. Außlaud. Augenblicklich hält der Minister der Volk-, aufklärung Bogoljepow eine Rundreise in den Ostseeproviuzen ab, um zu« ersten Male als Minister die verrussten Schulen einer genauen Besichtigung zu unter- 3« Gegensatz zu BefichtiguugSreisen früherer Minister ist der Ton, welchen Bogoljepow auschlägt, ein ungewöhnlich milder, ja man kann aus manchen seiner Aeußrr- uugen schließen, daß die Regierung alle Härten zu vermeiden CocaU* unb j-povinzielles. Gießen, den 13. November 1898. I ** Kirchliche Dieustuachrichteu. Seine König!. Hoheit der I Großherzog haben.Allergnädigst geruht, am 7. December I den vou Sämmtlicheu Riedesel Freiherrn zu Eisenbach auf I die evangelische Pfarrstelle zu Engelrod, Decanat Lauterbach, I prüsevtirten Pfarrverwalter David Gürtler daselbst für I diese Stelle zu bestätigen. I ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordueteu- I Versammlung Donnerstag den 15. December 1898, Nachmittags 3 Uhr pünktlich: 1. Die Wahl vou fünf I «reiStagSmitgliedrru für die Stadt Gießen. 2. Stiftung der Daniel Moog Wittwe vou Gießen. 3. Gesuch der Firma I bl. Euler zu Gießen um Erlaubuih zum Baurn tu der Steinstraße- hier: Abtretung von Gelände. 4. Gesuch des Hermann Leherzapf zu Gießen um Austausch vou Geläude am Asterweg. 5. Die Annahme von Gehtlseu des Stadt- geometerS- hier: Urlaubsgesuche der Grometergehilfeu Philippi und Werkmann. 6. Die Friedrich Bücking-Sttfiuug - hier: Wahl eines Mitgliedes in den Verwaltungsrath dieser Stiftung. | 7. Die Wahl der BorschlagSeommisfion. 8. WirthschaftS- gesuch drS Heinrich Sehrt zu Gießen für das Haus Frank- furterstraße 165. *• Die Haupiverfammluug der laudvirthfchastlicheu Vereins für die Provinz Oberheffev, welche gestern hier in „eteint Garten" stattfand, war zahlreich besucht. Als Gäste wurden Seitens des Borfitzrndeu des Herrn Grafen Friedrich zu SolmS-Laubach Erlaucht begrüßt Herr Geh. RegierungSrath Braun vou der Ministerialabtheiluug für Handel, Gewerbe und Landwtrthschaft, Herr LaudeSöcouomierath Müller und Herr Geueralfeeretär Müller. Wie der Herr Vorsitzende in seinem Bericht über die Thatigkrit des Vereins im Jahre 1897/98 auSsührte, hat der Verein die Zeit bis zum Eintreffen der der Laudwirthschast vom Staate zugewaudteu Mittel zu Vorbereitungen für die Entfaltung einer regen Thätigkeit verwendet- in dieser Beziehung sei zu eoustatirrn, daß der Provinzialvereiu im Kreise seiner Brudervereiue eine nicht geringe Rolle gespielt. Der Mitgliederstand habe einen erheblichen Zuwachs erfahren, ob infolge Zunahme des In- tereffes der Laudwirthe au feiner Thätigkeit oder infolge Herabsetzung des MitgliederbeitragsS, bleibe dahin gestellt- der Verein zählt 1235 Mitglieder. ES fanden statt eine Hauptversammlung, 5 AuSschußsitzuugen und eine größere Anzahl von Bezirksversammlungen. Den 29860 Mk. betragenden Einnahmen standen 29771 Mk. Ausgaben gegenüber- ein aus den Ueberschüffeu der ersten laudwirthschast- lichen Ausstellung in Gießen vorhandener Kapitalbestavd von 5000 Mk. soll hauptsächlich zur Anlage vou Heerdbüchern dienen. Sehr eingehend verbreitrt fich der Bericht über da-, was in Bezug auf Boden-Melioration, und Anlage von Hut- weiden im Vogelsberg geschehen ist und seine Rückwirkung günstig auf bevorzugtere Gegenden äußern wird. Mit Geuugthuuug wurde constatirt, daß die Sache allenthalben Avklang gefunden. BiS jetzt wurden circa 300 Morgen Hutweiden im Vogelsberg hergestcllt, das Ergebuiß der zweijährigen versuche kann als ausfichtsvoll bezeichnet werden, der durchschnittliche Futtererlös betrug 15^ Mk. per Morgen. — Tin wesentlicher Theil der Thätigkeit des Provinzial- Vereins erstreckte fich auf die Viehzucht, ein neuer Zweig dieser Thätigkeit ist dir Herdbuchführung, für welche 4500 Mk. verwandt wurden - auch hier find schöne Erfolge zu verzeichnen- in den Herdbüchern eingetragen find zur Zeit 2100 Stück Vieh des Simmeuthaler, 700 Stück des Vogelsberger Schlages. Die Zuchtvereiue weisen 1200 Mitglieder auf- den auf Zucht raffereiner Thiere gerichteten Bestrebungen dienen 12 Bulleustationen- auf vier stattlichen Reihen von BezirkSthirrschauen und Loealschaueu konnten an den vor- geführten Thieren die günstigen Erfolge eines einheitlichen Zuchtzieles wahrgenommeu und hohe Beträge für Prämien bewilligt werden. Die zur Betheiligung der vberhesfischen Viehzucht an der nächstjährigen Ausstellung der deutschen LandwirthschaftSgesellschaft in Frankfurt a. M. uöthigen Schritte find bereits vom Provinzialvereiu eingrleitet worden. Als wesentliche weitere Ausgaben des Vereins bezeichnet der Bericht die Anlage vou Jungviehweiden und Tummelplätzen, die Beschaffung beffereu Zuchtmaterials sür die Schweinezucht, die Förderung der Ziegenzucht- auch der Geflügelzucht soll mehr Sorgfalt zugewandt werden. Anerkennend äußert fich der Bericht schließlich über da», war in Hebung des Obstund Gemüsebaues durch den oberhessischeu Obstbauvereiu ge- than wurde. Ebenso wurden hervorgehoben die Erfolge, welche der LaudeSpferdezuchtvereiu erzielt. — Hierauf hielt Herr LaudeSöcouomierath Müller-Darmstadt einen Vortrag über ,3ielt und Wege der Bewirthschaftuug mittlerer und kleinerer Landgüter in der Gegenwart", welcher wegen seines sachlichen, gemeinverständlichen Inhalts mit Beifall ausgenommen wurde und Anlaß zu einem lebhaften Meinungsaustausch gab. — Der Versammlung folgte ein Mittagsmahl. •* Die allgemeine Sterbekaße Gießen, welche vor nunmehr neun Jahren gegründet wurde und jetzt in ihr zehntes Geschäftsjahr tritt, zählt zur Zeit 843 Mitglieder. Dieselbe Wien, 12. December. Der „Neuen Freien Preffe" zufolge wird das Abgeordnetenhaus am Donnerstag bis nach dem griechischen Neujahr vertagt. Bor JahreSfchluß wird die Regierung das Budget und das AuSgleichS-Provi- sorium auf Grund des § 14 in Kraft setzen. Budapest, 12. December. Bon unterrichteter Seite wird constatirt, daß die Audienz des Baron Banfsh beim Kaiser eine Wendung oder einen entscheidenden Schritt in der Krifis nicht gebracht hat. Die verschiedenen cireulirendeu Gerüchte seien nur Combinationen. Thatsache sei nur, daß Banffy dar vollständige Bertrauen des Kaisers besitzt und daß Alles darauf ankommt, einen Präsidenten zu finden, der auch der Oppsfition genehm ist. Paris, 12. December. „Petit Parifien" zufolge hat der Kaiser von China eiuenueuen Fluchtversuch gemacht, der aber vereitelt worden ist. Paris, 12. December. Labori befindet fich seit heute Mittag bei Picquart im Gefängniß. Picquarts Frrilaffung dürste heute noch nicht erfolgen. Polizei und republikanische Garde wurden in großer Zahl an verschiedenen Punkten der Stadt ausgestellt. Alle Bahnhöfe find besetzt. * Paris, 12. December. Den Plan, eine Kundgebung ! gegen Picquart zu veranstalten, haben die Nationalisten heute ausgeführt. Etwa 150 Personen zogen unter Führung des Abgeordneten Millevohe vor da» Oüsredv miäi Gefängniß. Auf dem Wege dorthin begegneten fie einem Kürassier-Offizier, den fie umringten und Hochrufe auf die Armee ausbrachten. Der Offizier dankte im Namen der Armee. Vor dem Ge- fäugniß angenommen, brach die Menge gleichfalls in Hochrufe auf die Armee aus, wurde daselbst aber von der Polizei zerstreut. Hierauf begaben fich die Demonstranten vor die I Wohnung deS Gouverneurs, wo Millevohe eine Ansprache I Pelt, die wiederum in ein Hoch auf die Armee auSklang. I Oberst Monteil, auch ein Anführer der Demonstranten, hielt I gleichfalls eine Rede, in der er sagte, mau scheue da» Licht I und deshalb verhindere mau den Proceß Picquart. Hieraus I Sagen die Manifestanten vor die Kammer, wo fie ebenfalls I Hochrufe auf die Armee ausbrachten. Paris, 12. December. Ueber den jüngst gemachten I Vorschlag Lalances und Lemaitres, eine Politik der An- I Näherung an Deutschland anzubahnen und dem Deutschen I Reich den Austausch Elsaß-LothringenS gegen eine entsprechend I bedeutende überseeische Besitzung Frankreichs anzubieten, wird I In Paris die Erörterung fortgesetzt. Der „Gaulois" ver- I anstaltete eine Rundfrage bei einer Anzahl von Persönlich- I ketten. Von den Befragten ist nur LLroy-Beaulieu einiger- I maßen optimistisch. Der Baron Estournelles wünscht ein I Bündniß mit Deutschland, will aber auch England daran I theilnehmen lassen. Der Herzog von Broglie und der General I Iacquey glauben nicht an Concesfionen von ©eiten Deutsch- I kands. Waddington predigt die Freundschaft mit England. I Letztes thut auch der Deputirte Laneffan im „Rappel". — I Dagegen setzt Caffagnac in der „Autoritö" seine Ausführungen I über die Rothwendigkeit einer Annäherung an Deutschland I fort und versichert, daß er von vielen Vaterlandsfreunden I zustimmende Briefe erhalten habe. — Daß nichts bei diesen I Gedanken herauskommen werde, liegt übrigens ziemlich auf I der Hand. Paris, 12. December. Wann begann der Fall I Dreyfus? Diese Frage beantwortet anläßlich des Aus- I scheidens des Generals Mercier aus dem activen Dienst der I »Figaro". Als Mercier 1894 den Ministern von dem Ver- 1 dacht gegen Dreyfus und feiner Verhaftung Mittheilung I gemacht hatte und die Minister ihm zu äußerster Vorsicht I und bedächtigstem Vorgehen gerathen hatten, gab er von I diesen ministeriellen Bedenken seinen Mitarbeitern im Kriegs- I Ministerium Kenntniß. Sofort begab fich einer von diesen, I der eine große Rolle im Falle Dreyfus gespielt hat und, wie I Jedermann im Kriegsministerium wußte und sah, den besten I Theil seiner Zeit fich damit befaßte, Artikel für ein Morgen- I blatt zu schreiben, zu einem antisemitischen Blatte und setzte I dort einen Artikel auf, der erzählte, daß ein jüdischer Offizier I im Militärgefängniß in Haft gehalten werde und wetterhin I Fragen in Bezug hierauf stellte. So begann der Fall I Dreyfus. — Daß der ausscheidende Mercier den Dreyfus- I ©canbol heraufbeschworen, wird ihm heute auch von seinen 1 utounben in herben Worten vorgeworfen. Ihm, nur ihm I allein, schreibt der clericale Bonapartist Paul de Caffagnac, I verdankt man den Fall Dreyfus, und anstatt Mercier zu I feiern, „hätte man bester gethan, ihn ohne Sang und Klang I »Wen ju lasten, und, da man endlich das Glück hat, ihn r Hm nicht eine Rechtfertigung zu gestatten, die, I fie sei, eine wirkliche Herausforderung der öffent- I JjSfJL ^.tinunÖ ist. Wenn Mercier nicht der Schlimmste der I »löönnntflen gewesen wäre, hätte er nicht diesen Proceß Dreyfus heraufbeschworen." wüllickt nnh Mt QHftin» — °" { ^atte im vnflcffmeu Jahre einen Zuwachs von 85, dagegrn -Nd fitebPA? «Mir1 m dnen Abgang von 19 Mitgliedern (14 durch Tod und b f ebI,c6c öctfc ®önf4t' 3« Reval Hai Bogoljepow | 5 sonstige Abgängr). Während seines neunjährigen Bestehens 0,50, 1,00, 1,50, 2.50, 4,00. «cm 1. April 1899 beträgt das Eintrittsgeld för eine Person (durch Beschluß der General-Bersarnmlung vor» -L December 1898): * e 9 9 V. Som westlichen BogeUberg, 11. December. Die Waldarbeiten konnten in dem lausenden Spätherbst- wesentlich gesördert werben, weil Frost und Schnee kein Hinderniß verursachten. In manchen Districten find die Holzhauereien nahezu beendigt. Die Rotten wurden in letzter Zeit durch Arbeiter verstärkt, die in den Städten (besonders in Frankfurt) an Neubauten beschäftigt waren, weil die Bau- thätigkeit jetzt eingestellt worden ist. — So viel fich bis jetzt übersehen läßt, ziehen die Holz preise wieder ein wenig an. In dieser Brauche find die Schwankungen nicht so bedeutend wie bei Getreide oder Vieh. Ruhig, stetig, aber ficher geht es vorwärts, wie der Zeiger an einer Uhr. — Die Steinindustrie entwickelt fich ebenfalls kräftig »eiter; man verfrachtet nicht blo» Pflaster- und Chauffeesteine, son- dern auch Schotter, sür den ehedem wenig Nachfrage war, wird jetzt von weit her begehrt und recht schön bezahlt. Butzbach, 10. December. Letzten Mittwoch wurde von dem Ausstellungs-Comitee und dem Gewerbeveretnsvorstand in gemeinsamer Sitzung endgültig über die Verwendung des Ueberschusses der Ausstellung Beschluß gefaßt. Dem Museum wurden 1500 Mk., dem Faselmarkt.Cowitee 200 Mk., dem Pferdezuchtverein 100 Mk., dem Bienenzüchterverein 50 Mk. zugewiesen. Dem Gewerbeverein verbleiben rund 7600 Mk. Zur Erinnerung an das schöne Unternehmen soll eine geschmackvolle Truhe angefertigt werden, die zur Aufbewahrung aller auf die Ausstellung fich beziehenden Schriftstücke, Drucksachen, Bilder rc. dienen wird. (Butzb. Ztg.) Bingen, 7. December. Ueber einen Alterthumr- fund berichtet der „Binger Anzeiger": Bet der Fundament- irung eines Portals an dem zur Pfarrkirche gehörigen sogenannten Barbarabau hat sich in einer Tiefe von circa 3 Meter der Rest eines römischen Bauwerkes gefunden. Er ist das Fußstück einer Säule, bestehend aus der Plmthe und einem kurzen Stück des Schaftes. Dasselbe saß auf einem gemauerten quadratischen Fundament, das ebenfalls römischen Ursprungs ist. Es konnte noch nicht festgestellt werden, ob wir es mit dem Theil eines größeren Bauwerkes oder mit einer einzelnen Säule, die etwa als Träger einer Figur gedient hätte, zu thun haben. Jedenfalls ist aber der Fund insofern von Bedeutung, als er der Ueberlieferung, welche besagt, daß die Pfarrkirche auf einem Heidentempel steht, und daß der alte Friedhof eine heidnische Cultusstätte, eine ziemlich sichere Grundlage verschafft. Frühere Funde, z. B. das schöne, 1885 auf der Südseite der Kirche ausgegrabene korinthische Säulenkapitül, welches z. Zt. in der städtischen Alterthumssammlung auf Burg Klopp ist, und die gleichzeitig innerhalb der Kirche im Bodenschutt gefundene feine Sculptur (Aeskulap oder Merkur) konnten an die Fundstätte verschleppt gewesen fein. Der jetzt gehobene Säulenrest stand aber noch an feinem ursprünglichen Ort, was den sicheren Beweis dafür liefert, daß der jetzige Kirchplatz in der Zeit der Römer- Herrschaft eine hervorragende Stätte vorchristlicher Cultur, wahrscheinlich eine Opferstätte war. Wie wir hören, ist die wiffenschaftliche Ausbeutung des Fundes eingeleitet und hat bereits eine Besichtigung durch den Vorstand des Alterthurns- Vereins in Mainz stattgefunden. Hoffen wir, daß die Restau- rationsarbeitender Pfarrkirche noch weiteres werthvolle Material für die Erforschung der Geschichte unserer Stadt zu Tage fördert. noch ein Sterbesall- beitrag von 25 Psg. zu leisten. — Für jeden Sterbesall eines Mitgliedes ist der «affe ein Beitrag von 25 Psg. zu entrichten, welcher durch den Kaffenboten gegen Quittung erhoben wird. — Zur Auskunft in allen Fragen ist Herr Schueidermeister Georg Psass, Kreuzplatz 10, Herr Schuhmachermeister Seidewand, Teuselslustgäricheu 26>, sowie Herr H. Bruchhäuser, Wolsstraße 8, gerne bereit. „ 1,50, „ 2,50, „ 450, , 7,00. 15 ä 100 Mk., an 24 L 120 und an 23 ü 150 Mk., i» Cumma 8955 Mk. ansbrzahlt. Außerdem besitzt der Bereiu einen Reservefonds von 3163 Mk., und ist mtthin in der Sage, selbst in außergewöhnlichen Fällen seinen Berpflichtungea nachzukommen. Auch ist die Sterbekaffe durch ständige Zu- nähme an Mitglieder in der angenehmen Lage, vom 1. Januar 1899 ab das Sterbegeld für die seitherigen Mitglieder vou 150 auf 170 Mk., dagegen für Die- ienigen, welche vou jetzt bis zum 31. März 189» eintrete«, vom 1. April 1899 an auf 170 Mk. zu er- höhen. — Das Eintrittsgeld beträgt Mr eine Person hn Alter ----- den Lehrern eine Rede gehalten, die bemerkenSwerth ist. Er . hat der Verein 77 Sterbesälle unter feine« Mitgliedern ar. bröefte im Allgemeinen feine Zusriedenhenheit an-, betonte / habt und wurden hierfür an 15 Mitglieder a 75 Mk aber alsdann, daß die Lehrer jeden Anlaß vermeiden möchten, d^ktschnlleh^ "'I- mvu von toö|n. ®«toaltung Mein "Mente L «-h°7L° Ä’" ta"i ht** S,°! Wt « iia Är deo. Ye» M,e >1'1° "•»2850^. ft*-»? '«tat.» '""'hl' »r&’s -g Srp""btl fiW * Sim« "j’itr flkenbe, dtt Sta ° »«'M « , «Hätte, nnb habe fi-h I« Wahrheit zvMb Ttaattaoval Änflofle. Dtt Serth btn «utsührvugn btt Wiblt ? »egriss und, w Mtta sie voihg StaatSaliwa! btt vollen deran g-ol-e« tragen. Die «ngetioi fit W bsaali, t tid eine schwere S fie sei in der Schl die hriiizkeü nnb nnb btn Pfarrer b Roch ein M< baS die Angeklagte Halit, all fit der Dtr Lllihtidi-er f saWfitzta fälscht richtshos. Dtr Wahrsh Direcior Bansa Meineides. 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