■nd F i*au. *en sich 10179 « I01W $ s Geister } ^rch Anwendung von Einnesteln vollständig nach neuestem Good- Bekleidung besondn» 7481 Epiatz L. MMti Sinfauf von der Fabnl! eitung toflenkS memtn innien Fabnlale, als: ser und (fabeln re., an Private r.rfente! hlwaarrkfadrik, learünbet 1859. 10151 i für 10115 ,«z, Unfall- un» Wj* ^'!.°7SS- jfllentantili* ' 3ÄÄ' w U. =-*■• nftttoT cboUene Peyonen aün iud) Samen jur Srwerbung u.,gsanträ-en.DM Leistungen 75 bi8» tt a. B. 10157 an dre 99-16 100.7* KriU knoten 10. her 1898. Silberrenlc olb-SHente eien ti.60 101-7® 24# 98.3® 43.33 101.3® ooo.o® »«0 - 80®! dirf 4.1®1 ;fW"üon1881 Aentenb. d6L ? . h 19od w-Z 29Sj Nr. 241 Zweites Blatt Freitag den 14. October 1808 frHe« ■di ■ulnabmt bei Äentaql. Du ®tffrrur »eeiniBlfätter Wrbni bcm Anzeiger »öcheurl^ viermal betgtlrgt Gießener Anzeiger ye|n4nflr«|t Ar. 7. Eraiisbeilage: Gießcner Famllienblätter. Wbrefle für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 5L Nintlichev Theil. Bekanntmachung. El wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach $ 6 del Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf- schlag- von Fünf vom Hundert, pro Monat September 1898 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 17,10, Heu Mk. 6,20, Stroh Mk. 4,20. Gießen, den 12. October 1898. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Bechtold. Von den Aufgaben der Kriegsflotte. Io neuerer Zeit ist häufiger, als geraume Zeit vorher, »o die t« AuSlande befindlichen deutschen Kriegsschiffe die Nothwendigkeit der Wahrnehmung deutscher Jutereffeu heran« getreten uod, wie mtt Befriedigung beiout werden wag, ist diese Vertretung stets tu einer zweckentsprechenden, den Um« ständen nach raschen und jedrSmal zum Ziele führenden Weise erfolgt. Die längere Verzögerung, welche die Erledigung der Haiti Angelegenheit erlitt, lag an dem Mangel sofort verwendungSbereiter AnSlandSschiffe, und daß die als Roth« behelf nach Port-au-Prince entsendeten Schulschiffe, die .schwimmenden Gymnafien", dort dennoch der deutschen Flagge Achtung und Genugthuuog verschafften, ist ein persönliches verdienst der Betheiltgten. Diese Erfolge dürfen jedoch nicht zu der Annahme verleiten, daß die Auslandsvertretung mit dem vorhandenen Sch'ffiwaterial unter allen Umständen ge« sichert fei, denn wir schleppen noch, trotz des neuen Flottev- geietzeS, Jahrelang einen Ballast miuderwerthiger Auslands» schiffe mit, ehe Ersatz für dieselben geschaffen werden kann, denn eS war oothwendigrr, in erster Linie auf die dringend gewordene Verstärkung der heimischen Schlachtfloite Bedacht zu nehmen, die ja allein den AuSlaadSfchiffen Rückhalt und ihrem Einzel«Auftrrten Respect zu verleihen vermag. In Oüaflen, wo die Verhältuiffe in dem Anscheine nach immer größerem Umfange io Floß gerathen, hat daS Reich glücklicher Weile seine stärkste maritime Vertretung durch daS auS zwei Divisionen bestehende Kreuzergeschwader, und der beste der dort vorhandenen Kreuzer, die „Kaiserin Augusta", hat ja auch soeben wieder besondere Verwendung gefunden. Um Forderungen, die im Intereffe und zum Schutz der Deutschen t« AnSlonde erhoben werden, Nachdruck zu verleihen, ist heutzutage das Auftreten moderner KriegSichiffe eine Roth- wendigtett geworden. In früheren Zeiten, als außer« europäische Staaten noch keine eigenen Kriegsflotten hatten, genügte bet solchen Gelegenheiten das einfache Zeigen der Flagge selbst auf älteren Kriegsschiffen, um berechtigte Forderungen erfüllt zu sehen. DaS ist aber ganz anders geworden, seitdem in Ostafien und Amerika moderne Kriegs« flotten mtt Panzerschiffen und geschützten Kreuzern vorhanden find. Deshalb müffeu heutzutage sogar die Stationskreuzer moderne geschützte Schiffe sein, wenn sie nicht den Spott des Auslandes herausfordern und so «ehr schaden wie nützen sollen. Vor Allem muß aber hinter jedem AuSlandSkreuzer eine starke heimische Seemacht stehen, wenn er seinen Zweck erfüllen soll. DaS Ausland muß ihn als Vorposten einer Schlachtflotte anzusehen gezwungen sein. ES muß wtffen, daß je nach Bedarf größere oder kleinere Theile der heimischen Flotte bereit find, zur Unterstützung deS einzelnen Kreuzers herbetznetlen. Eine noch so zahlreiche Kreuzerflotte ohne eine starke Schlachtflottr hinter sich kann unsere Intrreffen im Ausland nicht mehr wirksam schützen, weil sie gegen die Flotten der SuSlanbSstaaten machtlos ist. Bet Veurthetlung der Fälle, in denen die überseeischen Jutereffeu unserer Nation mit Erfolg von unseren AuSlaudSschiffen wahrgenommeu worden find, hat man in Betracht zu ziehen, daß dies nicht eine Folge der Ueberlegenhett und impouirendeu Macht der letzteren gewesen ist, sondern in vielen Fällen der außerordentlichen Geschickltchkett, Umsicht und Thatkraft der Com« Mandanten zu danken, die, gestützt durch daS Ansehen, welches das Deutsche Reich seit mehr als einem Bierteljahrhundert auf dem Erdenrund besitzt, wehr wagen konnten, als in militärischer Hinsicht der Bedeutung der von ihnen gesührten Schiffe entsprach. Daß dies stets glückte, ist persönliches Verdienst und daß diesem in Zukunft nicht die Unterlage der uothwendigeu Machtmittel fehlen soll, dafür sorgt die Entwicklung unserer Marine nach dem gesetzlich festgelegten Programm, deffen Erfüllung unS Schritt für Schritt jenem normalen Zustande eotgegensührt, der Gewähr für die Auf« rechterhaltung der deutschen Jutereffen unter allen Umständen bieten soll. M. R. N. Deutsches Reich. Berlin, 12. October. Die „Kreuz-Zeitung" bestätigt die Ausweisung ihres Pariser Correspondentru und bemerkt dazu, die Ausweisung erfolgte nicht wegen seiner Berichte an unS, die dazu sicherlich keinen Avlaß boten, sondern weil er, wie uns von anderer absolut sicherer Seite mitgetheilt wird, etoige unvorsichtige, auf den jetzigen Ausstand bezüglichen Telegramme an ein Münchener Blatt gerichtet haben soll. Dem „Local-Anzeiger" zufolge hatte der Lorrespondeut der „Münchener Allgemeinen Zeitung" telegrophirt, eS sei in Parts eine Revolution auSgebrochen und ein großes Maaren- Magazin in Braud gesteckt worden. Berlin, 12. October. Nach den im ReichSeisenbahnawt aufgestellten Nachweisungen sind im Monat August d. I. auf deutschen Eisenbahnen 217 BetrtebSnnsäl le bot# gekommen, bet welchen 64 Personen getödtet und 122 verletzt wurden. Berlin, 12. October. Der StaatSsecretär des Reich»- Postamtes wird dem Reichstage eine Vorlage unterbreiten, wonach Kunststraßen, SretS-Lhausfeen und Lom- munalwege für Telegraphen-Anlageu zu benutzen find. Der Entwurf hat die Zustimmung der LaudeS Dtrec- toren gefunden. — DaS KoalitionSrecht. Die halbamtlichen „Berl. Pol. Nacht." vetfichetn heute im Fettdruck: ,DaS KoalitiouS- techt soll und wird den Arbeitern völlig und unversehrt erhalten bleiben, aber jeder einzelne Arbeiter soll auch selbst bestimmen können, ob er zu den alten vedtngungen weiter arbeiten will oder nicht." Biel werthvoller als diese allgemeine Versicherung wäre die Veröffentlichung der Streikoar- läge, die die Regierung an den Reichstag bringen will, aber immer noch in tiefstes Gehetmntß hüllt. Bot Bckanntwetden dieser Vorlage werden die Befürchtungen, die sich au die Oeynhauseuer Kaiserrede knüpfen, nicht verschwinden. — Beisetzung der Prinzessin Albrecht. AuS Kamenz wird gemeldet: Von 9 Uhr ab erfolgte Glocken- geläute vom Thurme der evangelischen Kirche, in der die Leiche der Prtnzefliv Albrecht aufgebahrt war. Nach 10 Uhr sammelten sich in der Kirche die zur Theilnahme an der Feier erschienenen deutschen Fürsten und Abgesandten, die Spitzen der Provtnztalbehörden und viele Mitglieder deS schlesischen Adels. Kurz nach 10 Uhr betrat Ihre Majestät die Kaiserin am Arm Gr. Kgl. Hoheit des Prinzen Albrecht daS Gotteshaus. Se. Majestät der Kaiser folgte allein und legte einen prachtvollen Kranz am Sarge nieder. Hierauf stimmte der Kirchenchor die Motette „Sei getreu bis in den Tod" an, worauf die Gemeinde „Jesu» meine Zuverficht" sang. Alsdann hielt Oberhofprediger Generalfuperintevdent D. Dlhander die Trauerrede. Nach dem Ehorgesang „Wenn ich einmal soll scheiden" sprach dann der Kamenzer Pfarrer v. TreSkow daS Gebet und erthetlte den Segen. Der Gemeiaegesaug „JesnS er mein Heiland lebt" sowie Orgelspiel beschloß die ergreifende Feier, vor verlaffeu der Kirche knieten die Fettilleton. Hin Jahr am Aordpol. *) Plauderei von Friedr. Thieme. (Nachdruck verboten.) Der Nordpol ist seit Jahrhunderten da» geheimnisvolle Z el der Forschet und Reisenden. Obwohl der magnetische Nordpol ca. 20 Grade von ihm entfernt liegt (Roß hat denselben 1831 in 701 5' uördl. Br. und 960 45' westl. L. auf der Halbinsel Boothia Felix aufgefunden), so übt er doch eine magnetische Krast auf die Menschen au» und Hunderte haben seiner Entdeckung bereit» ihr Leben zum Opfer ge« bracht. Bor Allem in den letzten zehn Jahren hat fich eine geradezu fieberhafte Nordpolwuth der Welt bemächtigt, aber auch Nansen ist nur bi» Über den 86 Breitegrad gelangt und von Andrse, der im Luftballon den Pol zu erreichen aedachte, hat man nicht» wteoer gehört. Die Frage: „Btt sieht e» eigentlich am Nordpol an»?" ist daher immer noch eine offene, und wenn wir partout eine Antwort darauf Haden wollen, so müffen wir un» schon selbst der Mühe unterziehen, die Reise zu machen. Zu Schiff geht e» nicht, ß»s hat un» Nansen» Beispiel bewiesen, ebenso wenig vermögen Schlitten und Schneeschuhe un» dahin zu tragen. Wozu aber auch zu so anstrengenden Mitteln greifen, wevn man eS im Luftballon so bequem haben kann? In 50 Jahren wird der Ballon da» HavptbesörderungS« mittel der Reisenden sein — nun wohl, greifen wir, wie Audrse, der Zeit vor, reisen wir im Ballon, mit allen erforderlichen ^Kleinigkeiten" versehen, nach dem Nordpol. Werden wir allzu besondere Wunder schauen? Hüten wir e) Mit Bewilligung bet .Pricttschm Wegweiser«*, Würzburg, obgedruckt. Diese vielseitige Familien-Zeitschrist sei Jedermann empfohlen. (30 Pfg. vierteljährlich bei allen Poftanstatten.) un» vor zu kühnen Erwartungen. Noch immer hat die Reise den Reiz der Neuheit, und betreten wir den Pol, so gebührt uv» da» Verdienst der ersten Entdeckung — aber die großen wiffenschaftlichen Hoffnungen, die man früher mit den Nord» polexpedtttoren verknüpft, hegt man nicht mehr. Wa» verlegten unsere Altvordern nicht alle» an diesen Punkt de» Erdbälle»! Im Slterthum dachte man fich dort den Garten der HeSperiden. Im Mittelalter versetzte man die Thürmchen auf die Pole, auf denen die Erde ruhte und fich umdtehte. Noch in neuerer Zeit wurde behauptet, e» befände fich an den Polen eine ungeheure Orffaung, welche in» Innere der Erde führe und wo sich da» Licht der Nordlichter entwickele. Jetzt wtffen wir, daß der Nordpol nicht viel ander» anssrhen wird al» die bisher erforschten Gegenden der äußersten Polarzone. Al» Nausen am 8 April 1895, an welchem Tage er den nördlichsten Punkt seiner Schltttrnreise erreichte, von einem EiShügel an» den Blick nach Norden richtete, erblickte et ein wahtrS Ehao» von Eisblöcken, da» fich bi» an den Hotizout auSdehnte — auf Gtund seiner und der Wahrnehmung anderer Forscher vermögen wir un» ein ungefähre» Bild vom Nordpol zu gestalten, da» vermuthlich nur in Einzelheiten berichtigt werden wird. Natürlich haben wir zu unserer Reise den Monat gewählt, in de« eS im Norden am wärmsten ist, den Juli. Au einem schönen Julitage laffen wir unseren Ballon an Ort und Stelle niedergehen, In der Abficht, ttn» am Pol ein ganze» Jahr laug auszuhalten, denn so lauge müffen wir wenigsten» bleiben, wenn wir alle Sigenthümlichkeiten der Gegend, wie sie sich im Kreislauf des Jahres Herausstellen, beobachten wollen. Wer kann die Empfindung schildern, die uns beseelt? Wir stehen aus de« Drehpunkt des Erdballes! Wißbegierig schweifen unsere Blicke rund umher. Die Forscher haben recht, wir befinden unS in einem offenen Polarmeer, dem Meere „Polhnia", wie mau eS genannt hat. Offen insofern, al» die Kraft der unausgesetzten Sonnenbestrahlung Theile deffelben von ihrer E-Sdecke befielt hat, während andere mtt einer solchen bedeckt find und wieder andere von gigantischen EtSbogen durchzogen werden. Wie Nansen bewiesen Hai, nimmt ja da» Treibet» seinen regelmäßigen Weg von bet einen Seite de» Polatbeckens, nördlich von der Beringstraße und der Küste von Sibirien, quer über die Regionen um den Pol nach de« Atlantischen Ozean. E» gibt auch Inseln in dem Meere — warum sollte e» nicht der Fall sein? Inseln mit Bergen, deren Gipse! mit ewigem Ei», beten nutete Abhänge dagegen mit einer Vegetation bedeckt find, die man für diesen Thetl der Welt wohl üppig n ernten datf. Der Boden ist stellenweise mtt Erdflechten und Torfmoosen bedeckt, sogar niedere Kräuter wachsen auf schneefreien Abhängen. Der Sommer ist wohl kurz, aber nicht unfruchtbar. Kein Wunder, da wir ja ewigen Mittag haben. Für nn» wandert ja die Sonne nicht täglich über da» Firmament, Morgens tnt Osten emportauchend und Abend» im Westen verschwindend. Für un» exlsttrt ja an diesem einzig festen, unverrückbaren Punkte der Erde die Rotation derselben nicht, welche die Ursache der Täuschung ist, al» ob da» Himmelsgewölbe täglich eine Umdrehung um unseren Planeten beschreibe,- die Sonne steht für un» fest am Himmel und ändert nur mtt bet fortschreitenden Jahreszeit ihren Standpunkt. Wenn wir im Winter, wenn un» die Polarnacht etuhüllt, nach den Sternen blicken, so nehmen wir nicht» von der gewöhnlichen Kreisbewegung wahr: jetzt erblicken wir keine Sterne, denn wir haben Tag, einen Tag, der nicht weniger als 186 gewöhnliche Tage (oder eigentlich, wie wir später sehen werden, noch länger) dauert. Von der Abplattung der Erde an den Polen sehen und spüren wir nichts- möglich, daß unser Gewicht fich etwa» vermindert hat, aber beträchtlich kann der Unterschied nicht Majestäten am Garge nieder und verabschiedeten sich durch ein stilles Gebet von der Leiche der Prinzessin. Ausland. Wien, 12. October. Die Polizei verhaftete einen aus Amerika eingetroffenn Anarchisten namens Won- nawttsch. Mau fand bei demselben einen scharf geschliffenen Dolch und eine große Summe in amerikanischen Banknoten. Der Verhaftete machte sich durch anarchistische Reden verdächtig. Mau glaubt, daß er einer amerikanischen anarchistischen Verbtnduog augehört. — Der italienische Staat, so schreibt man der „Tägl. Rdsch." aus Rom, braucht Geld, Geld und wieder Geld, nicht um Krieg zu führen, dazu fehlt ihm jede Lust, wohl aber um seinen Credit im Außlande nicht allzu sehr zu gefährden. Er will daher auch im kommenden Haushaltsjahr von neuen Anleihen abseheu, trotz des 540 Millionen- creditS, welchen der Marineminister Palumbo für die Erneuerung und Verstärkung der Flotte verlangt. Die allgemeine Steoerkraft des Landes scheint erschöpft, aber mau findet hier immer noch ein Mittel, die klingenden Denare dem Bürger aus der Tasche zu ziehen. Man hat gesehen, wie in Frankreich und der Schweiz eine Militärsteuer gute Früchte trägt, und hat berechnet, daß man nach dem Schweizer Verfahren, welches die Militärsteuern in 13 Klaffen während 24 Jahre auf alle Diejenigen vertheilt, welche vom Mtlitär- dteust frei find, bei den 31 Millionen Einwohnern der Halbinsel die schöne Summe von 26,/3 Mill. Lire erzielen könnte, sodaß die Vorlage eines MilitärsteuergesetzeS alle Wahrscheinlichkeit für fich hat. — Großen Sturm wird in der Kammer ein Gesetz erregen, welches eine Aeuderuug des Wahlrechts herbetführeu soll, und zwar dürfen darnach 1. auch wegen politischer Vergehen bestrafte Abgeordnete nicht mehr gewählt werden, 2. diejenigen Kreise auf drei Jahre nicht wahlberechtigt sein, welche einen solchen Abgeordneten zum zweiteumale wählen. M.P.C. Pari», 11. October. Die Einführung des Zweirads in die Armer scheint nunmehr größeren Umfang anzunehmen, nachdem auch die 3. und 11. Gendarmerir- Brigade mit demselben ausgerüstet sind. Während in früheren Jahren nach den Manöver« die Radfahr-Detachements aufgelöst wurden, ist eS in diesem Jahre mit der Compagnie, welche der 6. Cavallerte-Dtvifion zugetheilt war, noch nicht geschehen, dieselbe soll vielmehr sogar auf 200 Köpfe verstärkt werden, um in größere Versuche etntreten zu können. Voraus- sichtlich wird diese Compagnie der Garnison einer Cavallerte- Dtvifion zugetheilt werden. — Die in Paris dauernd garntsouirenden vier Mariue-Jnfauterie-Bataillone, welche einem Oberst und Oberstlieuteuaut unterstehen, sollen nunmehr zu zwei Regimentern und eine Brigade unter dem Com- mando eines Generals der Mariue-Jnfanterie zusammeugefaßt werden. Locales und provinzielle*» Gießen, 13. Octobber 1898. ** Die vriefpostseudungeu »ach dem Großherzogthum Luxemburg werden von den deutschen Absendern häufig unrichtig nur nach deutscher Portotaxe, statt nach den Weltpostsätzen, fraukirt und unterliegen daun in Luxemburg einem erhöhten, vom Adreffaten zu zahlenden Nachschußporto. ES folgen daraus für die Betheiltgten noch weitere Urbelstände, als Beschwerden, Anuahmeverweigerungeu u. dergl. ES wird empfohlen, auf die richtige Fravktrung der Briefseudungeu nach Luxemburg zu achten, welche zu bewirken ist für Briefe mit 20 Pfg. für je 15 Gr., für Postkarten mit 10 Pfg., für Drucksachen, Waarevproben und GeschästSpapiere mit 5 Pfg. für je 50 Gr., jedoch mit dem Mindestsätze von 10 Pfg. für Waarenproveu uud 20 Pfg. für GeschästSpapiere. ** Die Viehzählung im Jahre 1897 im Großherzogthum Hessen ergab folgendes Resultat: Pferde 56,002, Rindvieh 324,626, Schafe 86,731 und Schweine 271,595 Stück. Pferde, Rindvieh uud Schweine hatten von Zählung zu Zählung im Großherzogthum einen Zugang zu verzeichnen, während die Stückzahl der Schafe ständig abgeuowmen hat. Noch 1896 wurden 174,554 Schafe gezählt, also die doppelte Anzahl derjenigen von 1897. Gegen die außerordentliche sein. Und daß wir an der Achsendrehung nicht Theil nehmen, merken wir auch nicht, obgleich ein Bewohner des AequatorS in Folge derselben in jeder Minute beinahe 28 Kilometer zurücklegt, während wir Nordpol Bewohner fest auf unserem Punkt beharren! Um die Sonne müssen wir freilich auch mit, und auch au der Drehung, welche die Erde außerdem noch in 26000 Jahren um ihre Pole beschreibt, nehmen wir Theil - doch welcher Mensch könnte fich davon auSschlirßen? Vorläufig wird im Winter der Polarstern noch über uuS leuchten, in 12000 Jahren wird er durch die Wega ersetzt sein. Wer weiß, wie es daun auf diesem Platz auSfieht, uud ob nicht daun unter Benutzung bisher noch unentdeckter Reise- und Existeuzmtttel eine zahlreiche Bevölkerung fich hier nieder- gelaffeu hat. Für jetzt laffen wir uns nieder, dirrct auf dem auf einer Insel befindlichen Nordpol errichten wir unser HauS. Aber womit? Steine gibt e» nicht, uud Eis und Schnee schmelzen im Sommer. Nun, wir finden doch ein Mineral in der Nähe, das uns nicht nur als Baumaterial, sondern im Winter als Brennmaterial vorzügliche Dienste zu leisten verspricht. So sonderbar er auf den ersten Blick erscheint, so ist es doch nichtsdestoweniger eine feststehende Thatsache, daß auf vielen Inseln des Eismeeres abbauwürdige Stein- kohlevflötze zu Tage treten, und mancher Dampfer hat fich da schon mit Kohlen verproviantirt. Wir haben durchaus keine Ursache, anzunehmen, daß die Verhältuiffe auf dem noch unbekannten Terrain, das ja nur noch ein paar Grade um- faßt, anders find, als ein weniger weiter südlich, daher darf es uns nicht wundern, wenn wir nicht fern vom Nordpol auf Zählung vom 1. Dezember 1893, welche hinfichtlich des Rindviehs uud der Schweine angeordurt worden war, um den durch die ungewöhnliche Trockenheit des Jahres 1893 und den damit zusammenhängenden Futtermangel veranlaßten Rückgang der Viehbestände fefizustellen und welche gegen das Jahr 1892 einem Abnehmer: um 31,667 Stück Rindvieh oder 9,8 pCt. und 14,029 Schweine oder 5,7 pCt. ergeben hatte, hat fich die Stückzahl des Rindviehs demnach um 34,652 uud diejenige der Schweine um 38,711 erhöht. Der durch die Futterooth im Jahre 1893 verursachte Verlust erscheint hiernach im Jahre 1897 mehr als ersetzt. + Nidda, 12. October. Der gestern berichteten Verhaftung wegen Falscheids re., folgte heute die weitere gefängliche Einziehung eines Arbeiters aus Kohden, zu deffeu Gunsten seiner Zeit die beiden Anderen, in der gegen denselben verhandelten Strafsache, Zeugniß abgelegt haben sollen. — Die für unser Decanat als Krankenpflegerin enga- girte Frl. Mandler aus Kleinkintzeubach, hat in Berstadt ihren Wohnsitz erhalten. -1- Ortenberg, 12. October. Durch die neue Einrichtung | mit den Büreaukosteu uud Schreibhilfevergütungen bei den Oberför st ersten können, wie der „Gieß. Anzgr." einmal - früher meldete, auch Damen einen recht lohnenden Neben- , verdienst erzielen. Jetzt kommen diese Nebenverdienste auch s den Herrn Schullehrern auf dem Lar de zu Gute, wie dies j in unsrer Gegend der Fall ist. Früher durften die Herren Schullehrer die schriftlichen Arbeiten auf den Bürgermeistereien machen, was jedoch Mißstände hervorrief und darum abgestellt wurde. Die schriftlichen Arbeiten bei den Ober- förstrreien genireu ebenso wenig den Arbeitgeber, wie das Publikum und den Arbeitnehmer und liefern dem Letzteren ein recht annehmbares Honorar. Butzbach, 10. October. DaS altdeutsche Bauernhaus, s deffeu Herstellung 5000 Mark kostete, hat in der AuS» stellungSzeit 2000 bis 3000 Mark au Eintrittsgeldern eingebracht uud wird nun abgebrochen. Das AuSstelluugS- comitö hat mit einem Plus abgeschloffen; auch die Geschäftsleute find sehr zufrieden mit ihren Einnahmen. -k- Aus Starkenburg, 12. October. Sehnlich wie in einigen früheren Jahren soll auch heuer wieder eine Aufnahme der Kassenbestäude bei den staatlichen und einigen Privatkasseu uud zwar am 31. October d. I. statt- i finden. Hierbei sollen Kupfer- und N ckrlmünzen, Gold- und Silbermüuzen, ReichSkaffenscheine und Banknoten, sowie die | Privatbauknoten ausgenommen und die Ergebnisse in einer i besonders dazu hergerichteten Postkarte der HauptstaatSkasse k mitgetheilt werden. Diese macht eine Zusammenstellung sür J daS ganze Land und schickt fie an die ReichShauptkvffe nach Berlin, wo daun eine Urberficht sür das ganze Reich gefertigt wird. Vermischtes. * Wir machen die Herren Studirenden, welche die Universität Leipzig besuchen, auf den Mittags tisch aufmerksam, welcherimVereinsHauS der Inneren Mission in Leipzig, Roßftr. 14, verabreicht wird. Für 60 Pfennige erhält man dort ein kräftige», reichliches Effen und ist nicht genöthigt, etwas zu trinken oder Trinkgeld zu geben. Gegen 100 Zeitungen, unter ihnen auch die unftige, liegen dort aus. Da der Reingewinn dem Verein zu Gute kommt, würde man durch Besuch des MtttagStischeS daS LtebeSwerk der Inneren Mission unterstützen. * Die Londoner Polizei. London besitzt eine Schutz- mannschast von 15000 Polizisten. Sie zählt 28 Superintendenten, 534 Jnspectoren, 1686 Sergeanten und 11 814 Konstabler, zusammen 13564 Mann; außerdem sind aber in Regierungsdepartements im Spezialdienst noch weitere 1800 Mann beschäftigt. Die City von London hat bekanntlich ihre eigene Polizei. Diese zählt zwei Superindenten, zwei Ober-Jnspectoren, 15 Districts-Jnspectoren, 22 Polizei- Stations-Jnspectoren, 12 Detective Jnspectoren, 72 Sergeanten, 7 Detective-Sergeanten und 795 Konstabler. * Eine Riesenuhr ist nach der „Etincelle Electrique" am Bahnhof der Liverpoolstraße in London aufgestellt worden, an dem Endpunkte der Großen Osteisenbahn. Die Uhr wurde von dem Electrotechniker Stockall von Clerkenfeld gebaut und einer Insel einen Vulkan rauchen sehen, erhebt fich doch jenseits des 70. Breitengrades der 6448 Fuß hohe Beerenberg aus der menschenleeren Polarinsel Jan Mayen. Die Kälte des äußersten Nordens bildet kein Hinderniß für die Aeuße- rungen des heißen Erdinnere, darum sehen wir auch glühende Lavaströme aus EiS und Schnee hervorlachen und ihre Gluth im Winter wetteifern mit den blutigen Nordlichtern des Polarhimmels I Der Sommer ist erträglich warm, das Thermometer verhält fich durch den Juli und August hindurch vielfach mehrere Grad 0. über den Nullpunkt. Seinen tiefsten Stand erreicht es iw Juli mit — 2° C. und im August mit — 8° 0. Im Ganzen ist die Temperatur beständig, nur die häufigen Nebel trüben die Klarheit der Luft und unterbrechen das warme Sowmerwetter oft mit eisiger Kälte. An Beschäftigung und Nahrung fehlt es uns nicht. Der Nordpol erweist fich als krineSwegS so thierarm, als man denken sollte. Eisbären, Füchse, Hasen zeigen fich eben so häufig, wie Alken und andere Seevögel, vor Allem einige Mövenarten umgeben uns des Oeftrren in dichten Schaaren. Sollte man eS glauben? Sogar einen kleinen Mückrnschwarm können wir einmal beobachten — Mückenschwärme find in manchen arktischen Gegenden im Sommer nämlich gar nichts Seltenes und plagen die Eskimo oder Reisenden manchmal ebenso wie ihre Artgenoffen in den Tropenländern. In unseren Kajaks fahren wir auch häufig auf die See hinaus, soweit fie eisfrei ist, nm Jagd auf Walrosse und Robben zu machen, deren wir unzählige erlegen. (Schluß folgt.) dürste sowohl in ihrer Größe wie in ihrer Einrichtung kaum einen Nebenbuhler auf der Welt besitzen. Sämmtliche übrigen Uhren der 624 Bahnhöfe des Schienennetzes der Großen Osteisenbahn sind mit der erwähnten Riesenuhr verbunden und werden durch sie im richtigen Gang erhalten; fie werden durch denselben electrischen Strom regulirt und erhalten ihre Bewegung von demselben Apparate, so daß ihr Gang absolut gleichmäßig ist. An der Riesenuhr ist eine große Zeigertafel angebracht, die die geringsten Störungen im Uhrgange und die kleinsten Abweichungen von der richtigen Zeit bis zu Bruchtheilen der Secunde für jeden beliebigen Punkt des Eisenbahnnetzes anzeigt. Die Genauigkeit der Uhr ist so vollkommen, daß die Schwankung ihres Ganges seit ihrer Einstellung am 15. Juni d. I. nicht über Vsoo Minute betragen hat. Das Zifferblatt der Uhr hat einen Durchmesser von 6Vs Metern, die Minuten find durch Striche, so groß wie eine Handfläche, abgetheilt, und der kleine Uhrzeiger wiegt allein beinahe P/2 Centner. ♦ Ein interessantes Srlrbniß aus Edmund Keans Schauspielerlaufbahn ist bei dem kürzlich erfolgten Verkauf der Bibliothek seines Sohnes bekannt geworden. Es handelt sich um den Bericht eines Augenzeugen über sein erstes Auftreten im Londoner Drurylanetheater im Jahre 1813. Der damals schon berühmte Kean hatte viele Feinde und Neider unter den Schauspielern Londons. Zudem war er gerade kurz vor seinem Auftreten wegen des Verhältnisses zu der Frau eines Freundes vor Gericht gezogen. Die öffentliche Meinung war gegen ihn sehr erregt. Die „Times" brachte sogar einen Leitartikel, in dem sein Auftreten als eine Beleidigung des moralischen Empfindens der Bevölkerung hingestellt wurde. So kam der erste Abend heran. Man spielte „Richard III." Das Haus war ausverkauft. Kaum hatte sich aber der Vorhang gehoben, da brach ein solches Johlen, Schreien und Zischen los, daß von der Bühne her keine Silbe zu verstehen war. Das dauerte den ganzen Abend an. Als die Rathsherrn Richard III. ihrer Unterthanentreue versicherten, rief einer im Publikum: „Hütet Euch vor ihm!" Der Ruf pflanzte sich durch das ganze Haus fort und erregte stürmische Heiterkeit. Kaum hörte das Gelächter auf, so fing das Gejohle wieder an. Das Stück wurde als Pantomime bis zu Ende gespielt. Am zweiten Abend — Othello — war es nicht anders. Nur hatte sich die Mehrzahl der Zuhörer schon an dem ersten Abend heiser geschrieen. Ein Nachlassen von der Seite der Gegner aber gab nun den Freunden Keans Gelegenheit zu Beifallssalven. Am dritten Abend war Keans Rolle die des Sir Giles Overreach in. dem Stück „Ein neuer Weg, alte Schulden zu bezahlen". Jetzt beschränkten die Gegner ihre Kundgebungen auf die Zeit, wo Kean auf der Bühne war, die anderen Schauspieler hörte man ruhig an. Durch die zufällige Jnszenirung hatte Kean aber einige Worte hinter der Bühne zu sprechen. Auf die Frage „Aber wo ist Sir Giles", antwortete er schnell noch hinter der Szene „Hier, gnädiger Herr" und tritt dann sogleich auf die Bühne. Ehe das Publikum zur Besinnung kam, hatte Kean hinter der Szene diese Worte schon gesprochen. Es waren die ersten, die das Publikum von ihm hörte. Ihre Wirkung war unbeschreiblich. Niemals, so oft ich Kean gehört habe, berichtet der Augenzeuge, war ich so fascinirt, wie in diesem Augenblick. Er legte in diese Worte die servile Schmeichelei eines Sclaven, der doch selbst gern Herr sein möchte. Ein Sturm des Beifalls hallte durch das Haus. Seine Feinde vergaßen das Zischen und huldigten wider ihren Willen seinem Genius. • Der Zungeufinu der Schlangen. Jeder, der einmal einer Schlange zugeschaut, hat beobachtet, welch ungemein häufigen Gebrauch fie von der langen, dünnen, gespaltenen Zunge macht, die fast dauernd in Bewegung bleibt. Während sonst dem Gesichtssinn der Schlangen eine ziemlich bedeutende Fähigkeit zugeschriebeu wird, ist P. de Grijs in Hamburg nach Beobachtungen an einer Natterart zu dem Schluffe gekommen, baß der Tastsinn der Zunge eine weit größere Bedeutung sür das Thier besitzt, als irgend ein anderer Smn. Eins Natter, die besonders gern Eidechsen frißt, nimmt auch Fleisch an, wenn es vorher in Berührung mit einer Eidechse gebracht wurde. Immer, bevor fie Nahrung annimmt, bezüngelt fie fie und scheint fich dadurch ihrer Appetitlichkeit zu versichern. Die Schlangen bedienen fich, wie de Grijs im „Zoologischen Garten" ausführt, ihrer Zunge ähnlich wie die Jnsecteu ihrer Fühler. Dieser „Zungeufinu", denn von einem solchen kann man geradezu sprechen, muß ungemein fein entwickelt sein. Die Schlangen erkennen durch die Berührung mit der Zunge sofort, ob fie eine Schlange ihrer eigenen oder einer fremden Art vor fich haben. Als eirmal eine Natter in einen Käfig gebracht wurde, worin sich eine Schlange der Gattung Leptodria aufhielt, kroch letztere auf den fich übrigens ganz ruhig verhaltenden Ankömmling zu und bezüngelte einen Körpertheil desselben, um dann voller Angst davonzuschießen; fie hatte den Eindringling sofort als einen Fremden erkannt, obgleich fie noch mit mehreren andere« Arten den Käfig theilte. Auch das Geschlecht anderer Schlangen derselben Art erkennt eine Schlange durch die Zunge. — Ferner spürt fie durch Bezüngelu die Stelle aus, wo ein von ihr zum Futter begehrtes Thier geseffen hat, wenn es auch ihren Blicken vollständig entzogen worden ist, und fie versolgt dann die Fährte mit der Zunge wie ein Hund mit der Schnauze. Ringelnattern, die Fische fressen, vermögen, wenn fie mit der Zunge über die Oberfläche eines Waffer- beckeus hinfahren, zu erkennen, ob Fische in dem Becke» find. Der Gesichtssinn ist nach de Grijs überhaupt nur bei Schlangen mit großen Augen einigermaßen entwickelt, aber auch bei diesen soll der Zungeufinu dem GefichtSfiun entschieden überlegen sein. Schlangen mit mittelgroßen oder kleinen Augen können ihre Beute aus einiger Entfernung meist nur iu der Bewegung erkennen und auch dann schnappen fie häufiig daneben oder beißen auf Thiere los, die gar nicht von ihnen gefressen werden. Froschfreffende Schlangen gehen z. B. auf Alle» los, was in froschähnlicher Weise an ihnen vorbeihüpft. Hungrige Schlangen können auch sehr rfSsr »erben daß (JQ tenL *^e eine toÄ*1# en ÄMmafd *8« -°d 'Ä£ *«*2 15 %> Minule 6t- "-•&>? 9 S »• SS Ätj '*• Nm wM "'‘HMs« 1JJ* » * W; Sie ,3W « fein »uftreten «(, bttBeoMlmn« e Menb bereu. j|ra“ « «eetliuft. Raum • b- brech ein B von bet Bühne her ttte den ganzen 8btnh ^et Untnthünenkeue Wü tzch m ihm!* hüu; joü unb entqte J Mchlkr auf, so sing würbe als Pantomiine Abend - Othello - i die Mehrzahl dn > heiser geschrieen. &n er ober gab nun den. allssolven. Am drillen Dit Gilet Overreach in Schulden zu bezahlen', dgebungen aus die Zeit, deren Schauspieler Hörle Jnszenirung hatte Äean : zu sprechen. Aus die irootlete et schnell noch rr" unb tritt bann so» »tn M Wmmg Worte schon gesprochen. , von ihm hörte. Arr ,t, so ost ich fern tzv n ich so sarnnirt, wie diese Worte die servile ) selbst gern hm l'ttn hallte durch dat Hm«, nb huldigten wider ihren Jeder, der einmal dachtet, welch mgernetn « [„jtn, bünnen, It« imd in LktveLung blei '. Schlangen eine m,n“’* iln„ Kettnart I hj M 1«»*' * ftft, «li kl"1, ‘“f to In Bert >®l a# Wr |k ?*««« nt pch babnri M L.« bebienen ft 'SU*’« ©Wit iSL» i« b!»f,I*,",X f»!«*,1* 1 f’“1“* rin«»11«’ i»t«s "u. 641* ne durch B0 zische S°il^ ObeM'U -lfe< rnil einige^ °d°uch 6f, bk “ < Ibliii J’ ‘“Llitfi*"!'giiii * leicht irregesührt werden, totnn man irgend ein S:ück Zeug oder dergleichen an dem Käfig entlang bewegt. Viel be« deutender ist der Geficht»finu bei den höheren Krtechehteren, also bet den Eidechsen, entwickelt, wo der Zuugenfinu ent» sprechend schwächer ist. Eine Mauereidechse, die man einmal mit dem beinahe allen Thteren widerlichen Marienkäfer angeführt hat, erkennt ihn später stet» wieder und läuft an sh« vorbei. Hu» dem Mitgetheilteu geht hervor, daß die vchlangeuzunge unseren Naturforschern noch besondere Auf- gaben der Untersuchung bietet. * Tal größte Familtendiner. E» dürfte fich wohl nur höchst selten ereignen, daß fünf Generationen an einem Familienfest theilnehmen können. Die» war — wie au» London geschrieben wird — vor einigen Tagen bet der goldenen Hochzeitsfeier de» Shapman'schen Ehepaare» In Braintree der Fall. Die Gesellschaft, die fich tu fröhlichster Stimmung zu dem splendiden Festmahle niedersetzte, bestand au» dem zwischen 70 und 73 Jahren stehenden Jubelpaar, der fast hundertjährigen, noch fehr rüstigen Mutter de» .Goldbräutigam»* und defien Kinder», Großkindern und Ur» enkeln. Mr». Ehapman fen., die mit ihrem vor wenigen Jahren gestorbenen Gatten sogar da» Fest der diamantenen Hochzeit feiern durfte, hatte neun Kinder, von denen die Mehrzahl noch am Leben ist. Die Zahl ihrer Enkel beläuft fich auf nahezu 100, die ihrer Urenkel auf 19; die alte Frau Ehaprnau darf also auf eine Nachkommenschaft von 303 Per« Ionen herabblicken. Da» Paar, defien goldene Hochzeit nicht nur der weitan» größte Theil der Nachkommenschaft, sondern auch eine beträchtliche Anzahl getreuer Nachbarn und guter Freunde mitsetern half, hatte nicht weniger al» 17 Kinder, von denen 14 am Leden blieben und ebenfalls hetratheteu. Die gesamrnte Nachkommenschaft de» Jubelpaare» beträgt heute bereit» 109 Per'oneu. • Tee Bee mit dem bouueufchirm. Am Samötag ereignete fich tu der Schönbrunner Menagerie (Wien) im Käfig de» Hufetseubäreu ein kornische» Intermezzo. Bor dem Käfig diese» Bären versammelten fich einige Dornen, die dem putzigen Thtere Bonbon» durch da» Gitter zuwarfen. Ein solche» Stück Zucker fiel außerhalb be» Gitter» auf den Randstein be» Käfiq» und der Bär konnte e» mit seinen Pranken nicht erreichen. Eine Dame schob de»halb mit der Spitze ihre» Sonnenschirme» dem Bären da» Stückchen Zucker näher. Plötzlich schrie fie aber evtsetzt auf, denn der Bär hatte ihr den Schirm entriffeu unb in seinen Käfig gezogen. Nun begann bei Bär ein Schauspiel aufzuführen, ,da» die Menschenmenge, die durch den Schrei der Dame herbeigelockt morden war, in stürmische Heiterkeit versetzte. Da» plumpe Thier kletterte mit seiner Beute auf den im Käfig stehenden Baumstamm und manipulirte damit so lange, bi» fich der Schirm öffnete. Der Bär schwang nun den offenen Schirm über feinem Schädel unter dem schallenden Gelächter der Zuschauer. Länger al» eine halbe Stunde dauerte da» Schauspiel; auch die EigenthÜmerin de» Schirme» machte gute Miene zum bösen Spiel unb lochte mit. Der Wärter be» Thiere» entriß endlich dem Bären die Trophäe und wollte der Dame die Fragmente Übergeben, wo» fie jedoch bankend ablehnte. • Hin Milchautowat für Schulkinder. Mit der Tagung bei Verbände» der Milchhändler Deutschland» in Hamburg war eine Au»stellung von milchwirthschastlichen Geräthen ver- 1 bundeu. Besondere» Interesse erregte die Borführung eine» | Milchautomaten von Ludwig Hoffmann in Berlin. Bor Jahr und Tag schon hatte fich Herr Hoffmann die Aufgabe gestellt, einen selbstthätigen Milchverkäufer zu eoustruiren, der Aufstellung in Schulen finden soll, um den erschöpften Schülern unb Schülerinnen in den Pausen durch Darreichung von Milch die uöthige Erquickung zu verschaffen. Die Lösung dieser Aufgabe war um so schwieriger, al» der Apparat nicht nur die Entgegnnahme de» Gelbe» (ein Fünf- Pfennigstück) unb die Verabreichung der Maare selbstthätig bewirken, sondern auch die Pflege der Milch durch Kühlen und Rühren, sowie die exacte Reinigung der Trinkgrsäße übernehmen sollte. Auch mußte, wenn der Apparat seinen Zweck erfüllen sollte, den eine» möglichst vollkommenen Automaten, dafür gesorgt werden, daß er, wenn er ,aa<öei» kauft" ist, die» selbstthätig von außen fichtbar mach- und gleichzeitig seine Kaffen schließe. Nach langer, mühsamer Arbeit ist da» Gewünschte erreicht worden. Der Hoff- mann'sche Milchautomat, der jetzt dem Verkehr übergeben wirb, erfüllt alle an ihn gefüllten Anfoidrruugen. Für die Milchhändler unb Molkereigenossenschaften wirb fich durch die Aufstellung dieser Automaten auf Schulhöfen, Spielplätzen, tn BerrjnÜaung»loealitäten u. f. w. ein ganz neue» Absatz- gebiet erBffien, da», einmal in die Wege geleitet, große Ausdehnung geittnnrn kann. • Die Vorführungen del Joel'icheu Shrowofkops zum Zwecke der Wiedergabe phoiographirter Bilder in den natürlichen Farben auf einen Schirm projicirt, verdienen die größte Beachtung. Da» Chromoskop, wie es gegenwärtig in Thätigkeit ist, erscheint als Ergebniß einer zwanzigjährigen Arbeit des Erfinders, und die Wiedergabe der Farben ist eine rein mechanische, die der gewöhnlichen pothographischen Aus- nähme durchaus entspricht. Mit Bewunderung irfennt man auf dem Schirm nicht nur die Farben der Gegenstände, sondern auch den ihnen eigenlhümlichen Glanz, wie solchen z. B. eine Bronzebüste, polirter Marmor, eine silberne Statuette, besitzen, und man begreift hiernach leicht den enthusiastifchen Beifall, den der große engl'sche Physiker Thomson der Eoe»'- scheu Erfindung zollte. Auch auf der jüngsten Nalursoscher- Versammlung tn Düffeldors erregten die Vorführungen Eoe»'- scher Farbenphotographien berechtigte» Aussehen. Von allgemeinem Jntereffe ist es endlich, daß die Wiedergabe farbiger Aufnahmen jedem Amateur möglich ist durch bloße Anbringung des Jves'fchen Aufnahme-Apparats an feine Camera. Da die Entstehung der Farben durch die bei der Aufnahme er« folgenden Vorgänge auf der sensiblen Platte bedingt ist und die einmal entwickelte Platte unverändert bleibt, so bleiben auch die Farben im Chromoskop unveränderlich. * Der Tafelfchwuck im königliche, Schlöffe zu kerlto. Größere Zu-amw'un«lluugeu von Blume» vrfiudru fich au| der kaiserlichen Tafel »heil« in silbernen Aussätzen, theil» in einfachen Drahtkörben. Außerdem werden kleine Blumen Vasen au» mattgeschllff-nem, farblosem Gla» benutzt. Am beliebtesten unb zweckmäßigsten find, wie die „Gartenflora" anglest, die kleinen, zwechcnkeligen Krüge, die eine gefällige Form mit sicherem Stehen unb den passendsten Rrumverhält- n.ffen zur Aufnahme be» Wasser» wie bei Blumen verbinden. Die Vasen werben von bei F.rma P Radbatz & (So. alljährlich in größerer Anzahl beschafft und tn euer Glashütte nach besonderer Vorschrift hergestellt. Alle nicht zu großen Blumen können verwendet werben, so befonber» Rosen, Nelken, Maid umen, Alpenveilchen, Anemonen, Ranunkeln uuo am melden Orch deen j der Art mit feinem N:uhöllänbei'SrÜn; fie müssen nur genügenb lange Stiele Haden, da da» Ao- drahten der Blumen fich schon wegen der ganzen leichten Anordnung von felbft verbietet. Bei größeren Tafeln von 200 bi» 300 Set ecken wird für zwei Gedecke je eine Base gerechnet, bei kleineren Tafeln etwa» mehr. Rach der Farben- Wirkung der Blumen geordnet, werden die Släier, wie der Rmm e» gestattet und die Symmetrie vorschreibt, hauptsächlich zwischen den Gedecken und den die Mittellinie einnehmenden großen PtunkstÜcken aufgestellt. Sie sollen der Tafel ein leiste», graciöse» Ansehen verleihen unb die schwerer unb «aifiger wirkenden Blumenaufsätze gefälliger erscheinen lassen. * 3” bei Freude. Er (zu seiner Gattin): „Meine zweite Million ist voll — Sarah, wünsch' Der wa» recht» Unverschämt'»!* • Euphemistisch. „Ist el wahr, daß der alte Oberförster so riefig aufschueidet?" — .Da» gerade nicht — aber er erinnert fich immer an wehr, al» er erlebt hat!" Wissenschaft, Literatur und Aunst. —r. In der Buchhandlung Großh. StaatSverlag» zu Darmstadt ist zur Zeit eine olfizirlle Festschrift zur GnkülIunaMdtr be» Denkmal» weiland Seiner Königlichen Hoheit de» Großherzog» Ludwig IV. tn Vorbereitung. Diese Festschrift ist verfaßt von dcm Großh. Hauptmann A la eaite der Infanterie Zernin unb wird mit Allerhöchster Erlaudniß Seiner -königlichen Hoheit de» Groß- Herzog» Ernst Ludwig veröffentlicht. Dieselbe bringt, außer zwei Bildnissen, in gedrängter Form eine Biographie de» hohen Verstorbenen und dürfte für jeden Hessen und ganz besonder» für die FeldzugSiheilnehmer ein würdige» Erinnerungsblait an genannte F-ier bilden. Dem Versaffer wurden von Großh. HauSarchio unb einem s
etc. etc. 9112 <4 Vogf'sche UsWM Pulzpc ir.ace^Pützextract, < v . Pützseife; i JkADRLBERTVOGUCM einzigbewährt. V er mieth un gen 9786] 2-Zimmerwohnung mit Zubehör an ruhige Leute zu vermiethen. L. Chr. Rübsamcn Wwe., Lahnstr. 11. 10044] Mansardenwohnung, schöne, freie Lage, 4 Zimmer, 1 Cabinet, Küche mit Wasserleitung, abgeschl. Vorplatz, per 1. November oder später zu vermiethen. Wilh. Reiber, Bahnbofstr. 63. 10028] Schöne Wohnung, zwei bis 3 Zimmer, in gesunder, freier Lage, zu vermiethen._______Wetzfteingasse 42. 10005] Ein kleines Familienlogis zu vermiethen._______Kaplansgasfe 18. Grabenstratze 12 Wohnung von 3 Zimmern mit allem Zubehör, eine Treppe hoch, per ersten November^ zu vermiethen.__________9986 9929] Ein Logis im Vorderhaus mit Wasserleitung zu verm. Neuenweg 40. 9431] Zwei 3 - Zimmer - Wohnungen, parterre und 1. 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