1S9S Donnerstag den 14. Juli Gießener Anzeiger General-Anzeiger Zlints- und Anzeigeblatt für den Tkreir Gietzen Gratisbeilage: Gießener Familienblättcr rksrsi Alle Anzeigrn-DcrmiNlungSstellm deS In- und ÄuilarM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. Innahmr von Anzeigen zu der Nachmittags für den sagenden Tag erscheinenden Nummer biS Barm. 10 Uhr. Redaktion, Lrpkdition und Druckerei: Schnkstratze Ar. 7. neues Telegramm an den Marschall Blauco -u senden und ihm darin die Nothwendigkeit deS Friedensschluffes auseinander, zusetzen. Bon dessen Antwort hangt die Entscheidung der Regierung ab. Die Entwickelung der Dreyfus-Angelegenheit. Daß die Affaire de- ExcapitainS DreyfnS fortgesetzt die Sffeutliche Meinung F,aakreich- und darüber hinan- diejenige der gesammtea gebildeten Welt in Äthern erhalten werde, haben wir bereit- früher bet Besprechung der Angelegenheit ausgeführt. Der nun schon mehrere Jahre hinter unS liegende Proceß nahm aber insofern die allgemeine Aufmerksamkeit in Anspruch, al- die maßgebenden französischen Persöaltchkeiteu deutlich durchbltckeu ließen, Deutschland sei die Macht, au welche Drryfu- militärische Gehetmntsie verratheu habe. Luch Italien wurde genannt, doch war e- den Franzosen natürlich viel lieber, Dreyfu- zu einem Spion der „PrusfienS" zn stempeln. Schon damals, al- der Proceß abgeschlosien war, schien t» klar, daß die Gemüther nicht so leicht dernhigr werden würden- dazu war der ganze Verlauf zu sensationell und vor allen Dingen zu geheimn ßvoll gewesen. Hätte die Regierung damal- der Orffentlichkeit reinen Wein eingeschänkt, Niemand würde sich noch heute um den Gefangenen der Teufel-tosel kümmern, der Proceß wäre längst tu Vergeffenhett gerathen. So aber ist derselbe zu einer romantischen Affaire und Dreyfu- immer mehr zu einem Helden gestempelt worden. Man glaube nur nicht, daß der* Anhang deS Dreyfu-. SyndicatS gering ist, wie die chauvinistische Preffe Frankreichs dlr- gar zu eifrig darzufiellrn befl ffen ist. Die Familie Dreyfu- verfügt über große Mittel, sie ist verschwägert mit vielen einflußreichen Persönlichkeiten deS osficiellen Frankreich» uvd da hinzu teilt noch, wie schon vorhin gesagt wurde, da- lSehrtmnißvolle, in den Augen Vieler da- Unaufgeklärte der ganzen Affaire. An Bersuchev, den Excapitain za retten, hat e- schon gleich nach seiner Berurtheilung nicht gefehlt, sie prallten rder alle an dem festen Entschluß der französischen Regierung rb, die Sache al- abgethan anzusrhen und den Schleier, welcher die Affaire verhüllt, unter keinen Umständen zu lüften. Daß es eine ganze Reihe von Persönlichkeiten gibt, welche felsenfest von der Schuldlofigkeit Dreyfu- überzeugt find, hat der Proceß Zola erwiesen. Alle diese Leute fragen stich, welche Gründe könnten Dreyfu- geleitet haben, den «errath zu begehen? Er verfügte über ein beträchtliche- vermögen, war in glücklicher Ehe verhetrathet und hatte die d-esten Chancen, Carr öre zu machen. Wa- hätten ihm fremde Regierungen bieten können, um ihn zu veranlassen, Alle- ansS Spiel zu setzen? Psychologisch ist der Fall nicht zu erklären und da- tieibt fortgesetzt eine Anzahl Prrlöalichkeiten, immer wieder d>ie Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf die Ua. wahrfcheiultchkrtten zu richten, welche im Proceß Dr.ysnS Lar zu Tage treten. Welche Motive können Zola bewogen haben, die Partei de- Berurtheilten offen zu ergreifen? Durfte der bekannteste Schriftsteller Frankreich» etwa irgend welchen persönlichen Bortheil für sich ans seinem Vorgehen mitstehen sehen? Zola kennt da- französische Publikum wie Situ Anderer- er wußte, die Franzosen wollten einen Schuldigen haben, schon allein auS dem Grunde, Deutschland ein» au-wischen zu können. Der bisherige Verkauf der Zola» Affaire ist noch in frischer Erinnerung, der Proceß findet lekanntlich in etwa acht Tagen seinen Abschluß. In der letzten Woche Hot die Drrhfus-Angelegenhett wieder in erhöhtem Maße die Orffentlichkeit beschäftigt. In Ser Drputirtenkammer war bekanntlich eine diesbezügliche Interpellation eingebracht worden, auf welche der neue Krieg»- Minister Cavaignac eine sehr schneidige Antwort gab und «. A. drei Schriftstücke vorlegte, welche einen unzweifelhaften veweiS für die Schuld DrkyfaS liefern sollten. Die Schrift- ßücke find zum Theil nicht mehr neu, nur da- dritte, in welchem der Name deS ExcapitainS genannt wird, war noch nicht bekannt- wäre daffelbe echt, so würde die Schuld de» Serurtheilten kaum noch geleugnet werden können. Nun aber erscheint der Oberst Picqaart, welcher im Laufe des ganzen ProcrffeS bereit- eine große Rolle gespielt hat, in der Oeffcnt- S lichkeit und richtet einen Brief an den Ministerpräfidenten, worin er fich erbietet, vor jedem ordentlichen Gerichte den Beweis führen zu wollen, daß die beiden ersten vom Krieg». Minister Cavaignac verlesenen Schriftstücke fich gar nicht auf DrrhfuS beziehen können und daß da» dritte Schriftstück eine Fälfchung fei. Mit diesem Schreiben PtcquartS tritt die Angelegenheit wieder in ein neues Stadium. Daß die Re- aiernng dazu schweigen könnte, erscheint ganz au-geschloffen, und eS ist nur zu wahrscheinlich, daß die Affaire von Neuem wieder aufgewühlt wird. Cavaignac ist insofern in einer Adresse für Depeschen: Anzeiger Hiesfe». Fernsprecher Nr. BL. 1898: N». 162 Zweites Blatt AezugipreiZ vierteljährlich 2 Mark 20 Psg- monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. •en. = 7 Ton . Iler 3edienUDg' Locale» und provinzielle». Siebe«, den 13. Juli 1898. Wanderausstellung der deutschen LandwirlhschaftS- gesellschast. Die Snsschüffe deS Hessischen Landwtrthschaft»* rathS deichästigen fich bereit» mit der im Juni 1899 in Frankfurt a. M. statifindenden Wanderausstellung der deutschen LandwirthschaftSgesellschast. Die AuSschüffe haben bei dem LandwirthschastSraih beantragt, da ganz ficher bei dieser Ausstellung eine große Betheiligung hessischer Aussteller zu erwarten stehe, fich sofort mit den drei Provinzialvereinen in B-rbindung zu setzen, damit die Bereitstellung der nöthigen Mittel alsbald erfolgen könne- ferner soll eine Beretnbarung mit den Landwirthschast». kümmern für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Raffel, den landwirthschaftlichen Behörden von Baden, Württemberg und Bayern, dem landwirthschaftlichen Verein zu Frankfurt und anderen in Betracht kommenden Organen angeregt werden Über die Beschaffung von Mitteln zur Verwehrung der au»- zusetzeuden Preise. Fahnenflüchtige. Die Großherzoglichru KreiSämter haben an sämwtliche Bürgermeistereien deS Landes bett. Eheaufgebot für Fahnenflüchtige eine Verordnung der heffifchen Ministerien de» Jauern und der Justiz gesandt. Um den- jenigen Deutschen, welche fich der Fahnenflucht oder der Verletzung der Wehrpflicht schuldig machen, den Aufenthalt im AuSlande zu erschweren und sie dadurch zur Rückkehr zu bewegen, ist den Gemeindebehörden die Bekanntmachung be» Aufgebots zum Zwecke der Eheschließung für die bezeichneten Personen für die Folge untersagt worden. Etwaigen Anforderungen wegen B.kanntmachung deS Eheanfgebot» für im AuSlande fich aushaltende Deutsche ist von den Gemeindebehörden nur dann zu entsprechen, wenn der Nachweis ge- liesert wird, daß e» sich um andere als die bezeichneten Personen handelt. Daß die Standesbeamten fich mit dem Aufgebot nur dann zu befassen haben, wenn die The vor ihnen selbst geschloffen werden soll, ist bekannt, daß sie Aufgebot und Eheschlikßung von Militarpersonen de» Frieden»- stände» und von zur DiSpofition der Truppentheile beurlaubten Mannschaften und von in die Heimath beurlaubten Rekruten und Freiwilligen, die fich der Fahnenflucht schuldig machen, nicht vornehmen dürfen, folgt au» der Vorschrift, daß die Genannten zur Berheirathnng der Genehmigung ihrer militärischen Vorgesetzten bedürsen. Eine solche Erlaubniß wird aber niemal» ertheilt, so lange die Deserteure nicht zurückgekehrt find und ihr Vergehen gesühnt haben. Schlitz, 10. Juni. Zum 1. October d. I. ist dem hiesigen Posthalter die Omnibu»fahrt zwischen hier und Salzschlirf gekündigt worden, weil an diesem Tage die Eröffnung der neuen Eisenbahnstrecke Salzschlirf-Schlitz in Aussicht genommen ist. Die Poft HerSfeld-Schlitz bleibt bestehen. Der Unterkörper für die 10 5 Kilometer lange Kleinbahn in da» Schlitzet Land ist in solidet Ausführung bis zur Schienenlegung fertig- an den Hochbauten (StatiouS- gebauten in Niederstoll, Wärterhäuschen) wird fleißig geschafft und gehen dieselben rechtzeitig ihrer Vollendung entgegen. Der Bahnhof in Schlitz ist ein stattliche» Gebäude mit schönen Wartesälen und einem comfortablen Fürstenziwmer. Die Bahn sührt durch einen idyllischen Wiefengruud und wird nicht nur dem Personenverkehr, sondern auch der bedeutenden Leiueniodustrie und der schwunghaften Viehzucht im Schlitzet Land seht zu statten kommen. Fauerbach v.d.tz., 12.Juli. Ein Fund von seltener Art wurde unlängst in hiesiger Gemarkung gemacht. In einer Sandgrube, an der Straße von hier nach Langenhain gelegen, fanden Arbeiter ca. 17 Fuß tief unter der Erdoberfläche einige Knochenreste, anscheinend von einem starken Vierfüßler herrührevd. Daß diese Knochen nicht durch mensch- liche» Zathun an ihre Fundstelle gelangt find, beweist der Umstand, daß die Über dem Fundort befindlichen Sand- und KieSschichten fich noch in ursprünglicher Lage befinden. Ob genannte Knochenreste von fossiler Art oder späteren Ursprungs find, dürfte nur von sachkundiger Seite richtig be» urtheilt werden Der Fund ist von dem Mitbesitzer der Grube, Georg Werner in Verwahrung genommen. △ Mainz, 12. Juli. DaS amtliche „Mainzer Tage- blatt" meldet al» Gerücht, daß Ministerialrath Krug von Nidda zum Provinzialdtrectsr von Rheiuheffen ernannt frf4de( täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Damllieuv kälter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegi. (t i!«N( 1 älNt 311 (6l, ’.’SNVt Dr 6?* Mfcht nad) #eS $ erwünscht, m. Nachtessen wolle Wv "'tluhrers des Vereins ven, Ludwigstrahe 12, 6844 der Vorstand. SS Ha>us f#t in ** »«f* mißlichen Lage, als die Fälschung deS dritten Schriftstück», auf welches et fich bezog, ziemlich offenkundig ist. In demselben soll der frühere deutsche Militärattachv den Capitäu DrthfuS ausdrücklich genannt haben; demgegenüber steht aber die vom StaatSstceetär v. Bülow an öffentlicher Stelle abgegebene unzweideutige Erklärung, daß kein Vertreter der deutschen Regierung jemal» mit Driyfu» Unterhandlungen gepflogen habe. Ob die maßgebenden Kreise Frankreichs auf die Dauer fich der Nothwendigkeit werden entziehen können, volle Klarheit in die Affaire Dreyfu» zu bringen? _________(xx) Deutscher Reich. Berlin. 12. Juli. Der Kaiser ist heute früh 6^Uhr auf der „Hohenzollera" in Molde eingetroffen. Berlin, 12. Juli- Der „ReichSanzeiger" veröffentlicht die Verleihung de» Grohkreuze» de» Rothen Adlerordeu» mit Eichenlaub an den General der Infanterie Freiherrn v. Wilczck, Gouverneur von Köln, ferner die Verleihung de» Stern» der Comihure de» königlichen Hau»orden» von Hohenzollern an den Chef de» Marine Cabinet» Contre- Admiral Freiherrn v. Send en-Bi brau. Berlin, 12. Juli. Wie bet „Localanzeiger" meldet, ist e» den Crtminalcommlffaren Weiß und Braun gelungen, den muthmaßlichen Mörder der Bertha Singer, den wegen seiner Rohhett tnZuhälterkceisen sehr gesürchteien srüheren Schneider- gestllen Hugo Guth mann zu verhaften. Berlin, 12. Juli. Im Pferdeeisenbahn-Depot zu Rix- dorf ist heute Mittag ein großes Feuer ausgebrochen. Sämwtliche Pferde wurden gerettet und zwar mit größter Mühe. Der ganze Dachstuhl, lotete große Heu- und Stroh- Borräthe find ein Raub der Flammen geworden. Berlin, 12. Juli. Steuerentlastung des Kleingewerbes. In Bezug auf die Umgestaltung der Gewerbesteuer hat der Finanzminister Dr. M qurl bei Empfang einer Abordnung de» Bunde» der Handel- und Gewerbetreibenden feiner Zett iede Unterstützung der Regierung in Au»ficht gefüllt und versichert, daß die Regierung allen bezüglichen An- trägen der Gemeinden ihre Zustimmung ertheilea würde. Zunächst hat der Minister aber auch die Hoffnung au»- arfprochen, daß die von ihm demnächst zu berufende Con- frrenz bet Oberbürgermeister, zu welcher auch gewerbliche Sachverständige zugezogen werden sollen, die Gemeinden bei* anlaffea werden, der Frage der Steuerentlastnng de» Kleingewerbe» erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Stettin, 12. Juli. Das hiesige Oberlande»gericht sprach heute den Verleger der „Cö»liner Zeitung", der wegen Beleidigung de» früheren LandtagSpräfidenten v. Köller verurtheUt war, frei.__ Ausland. Wien, 12. Juli. Einer Blättermeldung zufolge will Graf Thun den Reich»rath auch in dem Falle, daß eine Einigung mit den Deutschen nicht gelingt, im August ein- berufen und da» Sprachengesetz vorlegen, damit die parlamentarischen Verhandlungen Über den Ausgleich mit Ungarn eingeleitet werden können. Im keinem Falle beabsichtigt Graf Thun, da» Sprachengesetz ohne Zustimmung der Deutschen auf Grund de» § 14 zu decretiren. Pari», 12. Juli. Der Minisietrath hat beschlofien, daß der KriegSminister gegen den Obersten Picquart eine Klage auftrengen soll, weil dieser einer nicht autorisirten Persönlichkeit Docuwente betreffend die Sicherheit deS Staate» mitgetheilt habe. Gleichzeitig erfolgt auch die Anklage gegen den Advocaten LebloiS, al» Complicen Picquart». Der Beschluß greift auf die im Zolaproceß von Colonel Henry gegen Picqaart erhobenen Beschuldigungen zurück. London, 12. Juli. Der Commandant von Santiago soll einem Gerücht zufolge die Capitulation an- geboten haben. „ , M „ London, 12. Juli. Wie der ^Standard" über Berlin erfährt, soll die Königin-Regentin von Spanien gewillt sein, FriedenSunterhandlungen mit den Der- einigten Staaten ohne Vermittlung der Mächte anzuknüpsen, vorausgesetzt, daß die Bedingungen nicht zu harte seien. Da» äußerste Zugeständniß sei die Gewährung der völligen Un* abhängigkeit Cubas. , , . Madrid, 12. Juli. Der spanische Botschafter beim Batican hatte eine lange Conferenz mit Rarnpolla. Nach derselben sandte Rawpolla Namen» de» Papste» ein lange» chiffrirte» Telegramm an die Königin-Regentin. Der Papst hat angeblich Spanien den Rath ertheilt, ohne Verzögerung Frieden zu schließen. Die Regierung beschloß, ein 691 W tot nz idustigung. i ganzen Zeltplatzes, sttages 20 Pfg. Das Comitö. r per Sins 10 M IQOOOOOOOOOOOO n! **SS Saale bei Cas^ Leib: frroitakM hnmeise. 7O5i Telbsitrltbnqie! ibet ein Aloys Weise. xxxxxxxxxiDaac i. Rh» id Umgebung die ergebene worden fei. Zuerst wurde ganz allgemein KreiSrath Häsin Offenbach als Nachfolger des Geheimerath» Rothe bezeichnet, dann wurde als solcher bestimmt Frhr. v. Gagern in Gießen genannt, und ganz unerwartet wird jetzt nach obiger Quelle ein Miuisterialrath Provinzialdirector von Rheinheffen. Wie der ve,floffene Staatsminister Finger ist Ministerialrath Krug aus dem Rechtsanwaltstand hervorgegaugen, politisch ist derselbe bis jetzt wenig hervorgetreten. — Die Straf, kämm er de- hiesigen Landgerichts hatte sich heute mit einem Gauner zu befaffeu, deffeu Specialitat es ist, die Opferstöcke der Kirchen zu berauben. Der Gauner, der von Beruf Steinhauer, und dessen Namen Wendelin Bufam aus Ulm ist, hat in Straßburg die Kirchen mehrfach auSgeplündert, wofür er mit einer längeren Gefäugnißstrafe bedacht wurde. Hier hat er mit zwei inzwischen verschwundenen Genossen zunächst auS dem Opferstock der Kapelle der Franziskanerinnen einen Betrag von 15 Mk. geraubt, daun hat er sich über die Opferstöcke in der BoutfaziuSkirche hergewacht, wobei er aber von dem Kirchendiener ertappt und festgenommen wurde. Bei der Berhastung fand man bet dem Gauner neben klebrigen Geldmünzen ein Fläschchen mit BogelSleim und mehrere dünne Holzstäbchen, mittelst welchen er die Münzen au- den Opfer- stöcken hob. Trotz Hartnacktgen Leugnens wurde Bufam zu 3 Jahren und 1 Monat Gefängntß verurtheilt. △ Mainz, 13. Juli. Der focialdemokratifche Landtag-, abgeoronete und verflossene Rrichötag-caudidat Dr. David wurde heute von dem hiesigen Schöffengericht wegen Be- leidtgunq de- Schöffengerichte- in Nebra zu einer Geldstrafe von 100 Mk. verurtheilt. Die Beleidigung wurde im Abdruck eine- Artikel- de- Haller „Bolk-blatteS" in der f. Z. von Dr. David redigtrten „Mainzer Volkszeitung" gefunden, welcher unter der Spitzmarke „Gleiche- Recht für Alle" ein Urthetl de- Schöffengericht- in Nebra kritifirte. Von der Staatsanwaltschaft waren 2 Monate Gefängntß gegen Dr. David beantragt gewesen. Verurischte». • Freiburg im Brei-gau, 10. Juli. Die Frequenz unserer Hochschule, der altehrwürdigen Alberto Ludo- viciana verfolgt mit anerkeunen-werther Hartnäckigkeit eine stetig aussteigende Tendenz,- die Besucher recrutiren sich sozusagen au- aller Herren Ländern, sogar Japan und Amerika find in respectabler Zahl vertreten. Im Jahre 1885 zählte die Universität netto 1000 Studenten (lauter ordentliche!) wogegen da- jetzige Somwersemestrr schon über 1500 dergleichen auswetst. In der Thal ein erfreuliches Aufblühen! Zur Feier des 1500 immatrtculirten Studenten gab gestern die allzeit gastliche Brei-gaustadt ein fröhlichfeuchtes Waldfest, da- die Bürger-, Professoren- und Studentenschaft vereinigte- e- nahm den denkbar schönsten Verlauf- gegen Abend bet goldigstem Sonnenschimmer, Nacht- bet filbernstcm Monden- scheine, welch' letzterem zündende Blitzgedankeu-Reden, etcc- irische und bengalische Beleuchtung Beistand leisteten. DaS Signal zum Initium Fidelitatis gab, nachdem der osfictelle Redestrom vorübergerauscht, ein allermiudesten» fünfzehn- hundertstimmiger, von Stadtrath Karl Mayer zurechtgedtch- teter humoristischer JubelcantuS. Mit Absingen des Gaudeamus igitur! oder dergleichen — wir wissen eS propter uimium Est, Est nicht mehr so genau — schloß die flotte Feier, selbstverständlich in merklich verspäteter Stunde. Heute steheo, wenn nicht alle Zeichen eines stillen SabbathS trügen, Stadt und Universität unter dem weihevollen Eindruck de- katerbefl ssenen P.wpuS von Perusio, frei nach Victor v. Scheffel. Darum und trotz alledem: Profit! * Eine hervorragende Marschleistung haben die 1. und 2. Compagnie (Hauptmann Staroste und Leh) de- tu Gl atz in Garnison liegenden Füfilier-Regimevt- General-Feldmar- schall Graf Moltke zu verzeichnen. Sie marschtrten am Samstag den 2. Juli, Vormittag- 4% Uhr nach dem Heu- scheuer Gebirge und legten den etwa 30 Kilometer betragenden Weg nach Carlsberg trotz fast fortwährender Steigung in nur 5 Stunden zurück. Nachdem die Truppe abgekocht und kurze Zeit gerastet hatte, wurde von ihr um 12 Uhr Mtttag- bie Hruscheuer selbst aus der au- 665 Stufen bestehenden Treppe bestiegen und besichtigt. Um 4 Uhr Nachmittag- traten darauf die Compagnien von Carl-berg den Rückmarsch nach Glatz wieder au und trafen 91/« Uhr Abend- wohl und munter in ihren Kasernen ein. Der weite Weg nach Glatz wurde auch die-mal wieder von den Mannschaften tu etwa- mehr al- 5 Stunden einschließlich einer halbstündigen Pause zurückgelegt. * Die 2. Kraft- und Arbeitsmafchineu-Au-fiellung München 1898 hat sich trotz der ungünstigen Witterung eines sich steigernden Besuche- zu erfreuen. Nunmehr ist e- auch möglich, die Ausstellung in ihren werthvollen Leistungen für die verschiedenen industriellen und gewerblichen Betriebe besser zu Überblicken und den Interessenten befriedigende Aufschlüsse zu geben. Die Gartenbau-Ausstellung wird durch die Sorgfalt der Gärtner fortwährend in bestem Zustande erhalten und mit neuen Erzeugnissen der Gartenkunst au-- gestattet, während die Pflauzuugen, die ursprünglich noch ganz jung waren, nun prächtig Herauwachsen und den Reiz der Ausstellung erhöhen. Die mit der Ausstellung täglich verbundenen Unterhaltungen, besonder- auch die vortrefflichen musikalischen Leistungen in den Concerten der heimischen und au-wärttgen Militär-Capellen wie des Kaim-OrchesterS, üben erhebliche Anziehung-kraft. Nun da die Ze.t der allgemeinen Ferien herannaht, sieht mau einem verstärkten Besuche entgegen. * Neulich traf ich, so schreibt ein Mitarbeiter der „Tri- buua", menen alten Schönschreiblehrer auf der Piazza del Popolo. „Leben Sie wohl", sagte er zu mir, wir werden nn- niemals Wiedersehen, ich will mich von der Mauer de- Pincio herabstürzen." Und al- ich nach dem Grund fragte, antwortete er wir traurig: „Man hört nur »och von Schreibmaschinen reden, was bleibt den armen Schreiblehrern zu thuv übrig?* Und er erzählte mir mit thränenerstickter Stimme seine Verzweiflung: wie er sich angestrengt habe, der hoffnungsvollen Jugend die Fiugerchen zurecht zu drehen, wie er die Hand bei den unsicheren Bewegungen auf dem Papier geleitet habe, er beschrieb die Aus- regung der Schüler, als sie zum ersten Mal den Federhalter hielten, al- es galt, die schönsten jährlichen Probeschrifteu zu erzielen. War da- Alle- jetzt für immer dahin? Ich versuchte alsdann ihn zu trösten. Ich machte ihm begreiflich, daß nicht alle Menschen sich der Schreibmaschine bedienen würden, z. B. die Verliebten. Könnt Ihr Euch, reizende Leserinnen, einen Liebe-brief vorstellen mit den Tasten geschrieben und ohne vielsagende Schnörkel? Auch der Schreib» lehrer ließ sich überzeugen. „Es ist wahr", sagte er be- ruhigt, „den Verliebten die Hand zu führen, ist doch kein zwecklose- Dasein." Sprachs, kehrte um und wandte sich nach der Piazza die Spangna. * Acht Menschen gerettet und zum Dank — auf die Au- klagebauk. Vor dem Landgericht zu Sagan hatten fich der Gastwirth H. Zimmer und die Einwohner Doil, Eschenborn, MuuSke und Helbtg auS Mednitz wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung zu verantworten. Am 31. Juli 1897, dem Tage der gräßlichen Hochwaflernoth, wuchs wie bekannt, auch der Bober rapid und richtete nicht blo- an Häusern und Feldern colossalen Schaden an, sondern bedrohte auch das Leben der Anwohner. In größter Gefahr schwebten namentlich die Bewohner zweier Häuser in Greisitz, weil fich die Flnthen dort an einem Querweg stauten. Wollte man die in Lebensgefahr befindlichen acht Personen retten, so mußte der Weg durchstochen werden. Die Gefahr sehend holte fich Zimmer nicht erst beim Orts- oder AmtSvorsteher die Erlaubniß, sondern durchstach eigenmächtig den Weg, wobei ihm die Mitangeklagten in dankcn-werther Weise Hilfe leisteten. DaS Waffer ergoß sich nun theil- über seinen, theil- über die Aecker de- Dominium-, wa- den Pächter, Herrn AmtSrath R. in Mednitz, veranlaßte, Anzeige zu erstatten. Der Angeklagte hatte, feinen eigenen Schaden nicht achtend, nach Fertigstellung de- Durchlasses mit eigener Lebensgefahr die Bewohner der bedrängten Häuser gerettet. Statt nun öffentlich belobt zu werden, muhte er mehrmals zum Verhör und jetzt auf der Anklagebank erscheinen. Da- Gericht sprach alle An- geklagten frei. • Da- Radfahren der Frauen — staattgeföhrlich! Wie der Pariser Correspondent des „Medical Record" an diesen nach New Uork berichtet, beginnt man in der französischen Hauptstadt das Radfahren für die Gesundheit junger Frauen und Mädchen für so gesundheitsschädlich zu halten, daß viele hervorragende Aerzte durchaus dagegen find und e- geradezu verbieten. ES handelt sich dabei nicht etwa um die Möglichkeit von UnglückSsällen, sondern um die Gefahr verschiedener Störungen der körperlichen Gesundheit der Frauen, >ie geradezu vom Radfahren herrühren sollen, ganz abgesehen davon, daß bestehende Schwächen oder Fehler an Herz, Nieren oder anderen Organen dadurch verschlimmert werden. Der Gewährsmann der genannten ärztlichen Wochenschrift sagt, >aß fich mit dem Radfahren der Frauen in Frankreich ein Nachtheil von socialer Tragweite zu entwickeln beginne, durch den eine weitere Abnahme der Bevölkerung und damit auch »er Stärke de- Heere-, durch da- doch der bewaffnete eure» 'ätsche Friede aufrecht erhalten werden müsse, zu befürchten tehe. Die Erziehung der jungen Mädchen umfaßt heutzutage licht nur geistige Arbeiten, die bisher alleinige- Vorrecht der ogenannten Herren der Schöpfung war, sondern bemächtigte ich auch der athletischen Künste und aller Uebungen im Freien, mit einem Worte: des Sport- im Allgemeinen, wobei da- lladfahren eine hervorragende Stellung einnimmt. Werden )ie Mädchen erst mit diesem bekannt, so hegen sie, sagt der Pariser Arzt, wenig Verlangen nach der Ehe, die sie schließlich al- ein Gebnndensein und eine Fessel betrachten, jedenfalls als ein Hemmniß für ihre freiheitlichen Neigungen. Demgemäß ziehen sie e- vor, ledig zu bleiben, und so beginnt fich gewissermaßen ein dritte- Geschlecht zu bilden, ein Geschlecht von Reiterinnen, Radlerinnen, von Tennis- und Golskämpserinnen, von Jagerinnen, Anglerinnen, Seglerinnen — kurz eben von Sportdamen. So vermännlicht sich daweibliche Geschlecht. Diese „Thatsachen" nennt unser Arzt mit einem dunklen Worte em Slück praktischer Philosophie und eine Folge der Sitten und Gebräuche de- endenden Jahrhundert-. Wir wollen den Arzt selbst mit einer gelinden Bezeichnung al- einen etwa- verdrehten Hellseher bezeichnen, dessen Prophezeiungen freilich vergnüglich zu hören und zu lesen sind. ' Philosophie des Küssens. Markus subr mit feiner Hulda Einst von Merseburg nach Fulda. Markus! rief die Maid lebendig, Wahre Weisheit küßt verständig I Sachte, mit geschloss'nen Lippen, Gilts ätherisch nur zu nippen! Schüchtern, in beklomm'ner LeiSheit — Also küßt die wahre Weisheit. Hulda! sprach verzückt der Markus, Küßt ein Narr, so ist's ein Nankuß' Ach, und dies vernarrte Küssen Gleicht ElysiumS Hochgenüssen! Heut noch küss' ich Dich vernünftig, Doch vernunftlos küss' ich künftig. Und die Maid an seiner Seiten Hauchte: Nun, ich will nicht streiten. Sei's ein Klugkuß, sei's ein Narrkuß — Eins nur wünsch ich, goldner Markus, Ob's erschmeichelt, ob's geraubt wird: Daß gl küßt nur überhaupt wird! Münch. Jugend. Ernst Eckstein. * Der Gatte feiner eigenen Schwägerin. Au- Mou- (Belgien), wird der „K. Zrg." folgender merkwürdige Fall berichtet: Vor einigen Wochen fand in Enghien eine Hochzeit statt. Gestern blätterte die junge Frau zufällig in ihrem Heirath-büchelchen, al- sie zu ihrem Entsetzen bemerkte, daß darin nicht sie, sondern ihre zwei Jahre ältere Schwester al- | Gattin ihre- Manne- verzeichnet stand. Nachforschungen er» gaben, daß alle auf die Heirath bezüglichen standesamtlichen und kirchlichen Urkunden denselben Jrrthum enthalten. Die Sache ist auf eine Verwechslung durch den Standesbeamten zurückzuführen. Die Staatsanwaltschaft wird über die Sache zu entscheiden haben. Vorläufig ist der junge Ehemann auf dem Papier — der Gatte feiner Schwägerin. * „Nächtlich am Cufento lispeln Vor Kurzem hatte ein deutscher Gelehrter die italienische Regierung ersucht, ihm eine Subvention zu gewähren, damit er das Grab des Gothenkönigs Al ar ich im Busento auffinden und öffnen könne. Die Schätze und Kunstwerke, die in diesem Grabe gefunden werden sollten, würden dann dem italienischen Staate zufallen. Das römische Kabinet versprach, diesen Vorschlag in Erwägung ziehen zu wollen. In Süditalien, besondere aber im Städtchen Cosenza selbst, hat die Nachricht, daß man nun plane, Manchs Grab aufzusuchen und zu öffnen, große Erregung hervorgerufen, und die Tagesblätter» dort besprechen dieses Ereigniß eifrigst. In Folge einer Aufforderung des „Corriere di Napoli" hat sich nun dessen Correspondent in Cosenza zu einem dortigen Alterthumsforscher, der schon vor Jahren eine Monographie über Alarichs Grab geschrieben hat, begeben, um dessen Ansichten über den Vorschlag des deutschen Gelehrten zu hören. Dieser theilte ihm hierüber Folgendes mit: Die ersten Berichte über die Beisetzung Alarichs lieferte der Chronist der Westgothen, Jornandes, der selbst ein Sohn dieses Volkes war. In seinem Geschichtswerke, das den Titel führt: „De rebus Gothicis“, erzählt er, daß Manch im Flusse Busento, der damals nahe an den Stadtmauern von Cosenza floß, begraben wurde. Spätere Chronisten bestätigen diese Meldung, fügen jedoch gleichzeitig hinzu, daß die Grabesstätte sich eigentlich dort befände, wo der Zusammenfluß (confluens) eines Baches mit dem Busento erfolgt. Man nimmt daher allgemein an, daß Alarich dort bestattet wurde, wo sich der Crali in den Busento ergießt. Nun ist wohl zu beachten, daß das heutige Cosenza nicht mehr auf derselben Stelle liegt, wo die alte Stadt stand, und natürlich stehen auch die heutigen Stadtmauern nicht mehr auf derselben Stelle, wie zur Zeit der Römerherrschaft. Auch hat sich das Terrain, auf dem die Stadt steht, während der vergangenen fünfzehn Jahrhunderte bedeutend gehoben. Um nun die Städte aufzufinden, bedürfe es der Mitwirkung eines ortskundigen Archäologen. Er, der Archäolog, wage zu behaupten, er kenne die Stätte, wo Alarich beigesetzt wurde. Der deutsche Gelehrte, welcher der italienischen Regierung seinen erwähnten Vorschlag gemacht, möge nun nach Cosenza kommen und sich mit ihm verbinden, und er werde ihm dann bei seinen Nachgrabungen behilflich sein. Wissenschaft, Literatur und Aunst. — Unsere Hochschulen und die Anforderungen deK zwanzigsten Jahrhunderts betitelt sich ein Buch, weiches der Geh. Reg.-Ralh Prof. Riedler im Vertage von A. Seydel in Berlin hat erscheinen lassen. Es unterzieht den gegenwärtigen Stand der Univerfitäten und technischen Hochfchulen einer eingehe»-, den Betrachlung und erörtert die Frage, wie weit diese untere höchsten Bildungsstätten den staatlichen und nationalen Aufgaben der Zukunft, insbesondere auf wirihschaftlichern Gebiet, gewachsen sind. Dies führt zu Betrachtungen über den Einfluß und die Cultur- arbeit der Technik, die namentlich in ihrer Rolle als Bahnbrecherin der Naturwissenschaften und als eine der Hauptarundlagen der modernen Cultur gewürdigt wird. Die Gegner der Maschinenarbeit werden darauf hingewiesen, daß sie sich mit der gesammten gegenwärtigen Cultur, deren Wohlthaten auch sie gern genießen, in Widerspruch setzen, und es wird die volle, noch vielfach mangelnde Anerkennung deS Jngenieurberufs und der Jngenieurarbeit als höchst- stehender GeisteSthätigkeit mit Nachdruck gefordert. — Aus diesen allgemeinen Erwägungen leitet der Verfasser Vorschläge zur Umgestaltung der Hochschulen ab. Er empfiehlt in erster Linie die Vereinigung der bestehenden Hochschulen, insbesondere die Schaffung technischer Facultälen an den Universitäten und eine neue Facuuäts- gliederung der letzteren. Auch die Kunst würde in dieser wirklichen universitas einen Platz finden können. Die Schwierigkeiten, die einer solchen Vereinigung entgegenstehen, verkennt der Verfasser nicht, hält sie aber für überwindbar, und im Zusammenhänge damit werden die Titel- und Siandessragen, sowie die Fragen der Vorbildung deS Näheren von ihm erörtert. Für den Fall, daß die Vereinigung der Hochschulen an den Schwierigkeiten oder an dem Widerstande der detheiligten Kreise scheitern sollte, tritt der Verfasser für eine Ausgestaltung der technischen Hochschulen im Sinne vertiefter wirth- schaftlicher und allgemeiner Bildung ein, während er alles Flickwerk an Universitäten, wodurch ihnen einzelne technische Fächer anzuhängen versucht werden könnte, für durchaus verfehlt erachtet. Auch die technischen Mittelschulen, welche die Hilfskräfte' für die Technik auS- dilden sollen, zieht der Verfasser in den Kreis seiner Erörterungen. — Am Schluffe des Buches wird die Gründung von Hochschulen im Osten Preußens ausführlich besprochen und die Errichtung technischer Hochschulen in Danzig und Breslau als dringend nolhwendig dargelegt. Für ihre Organisation bieten die Ergebnisse der vorangegangenen Untersuchungen die nöthigen Anhaltspunkte. — Der Breis des 120 Seiten Großociav umfassenden BucheS ist auf nur 1 Mk. festgesetzt worden, da seine Veröffentlichung nur der Sache dienen soll. — Familienhäuser für Stadt und Land von Georg Aster. Mit HO Abbildungen von Wohngebäuden nebst dazu ge- börigen Grundrissen. In Originalleinenband 5 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Je lärmender das Treiben und Jagen in den größeren Städten wird, desto dringender macht sich das Be- durfniß geltend, in die Vororte, aufs Land zu ziehen. 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SMere WM gleichzeitig Mlch dort befände, wo oaches mit dem Busento tn an, daß Alarich bort ut den Busento ergießt. $ heutige Cosenza nicht die alte Stadt stand, ;9en Stadtmauern nicht leit der Römerhenschaft. die Stadt steht, während nte bedeutend gehoben. Kurse es der Mitwirkung, :r, der Archäolog, wage -te, wo Alarich beigesetzt welcher der italienischen hlag gemacht, wöge nun : ihm verbinden, und er billigen behilflich sein. »r und Aunst. 9it Anforderung^ deich ein Such, welches da Tlage non Ä. 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