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M«»ah«e von Anzeigen zu der Nachmittags für den fügenden Lag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. -Miet! • V» General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In» und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger -ntgege«. Amts- und Zlnzeigeblntt fih? den Ttveis Gietzen. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. RcNctton, Expedition und Druckerei: >4*C#r«tt Kr. L AnrtUcher Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß He nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über bie Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf- chlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Mai 1898 sür den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 21,00, Heu Mk. 6,30, Stroh Mk. 5,40. Gießen, den 10. Juni 1898. GroßherzoglrcheS Kreisamt Gießen. ____________________d. Gager^.____________________ Bor der Entscheidung. Wir find m die Woche eingetreten, welche die 6at» Ich Übung über den AuSgang der Wahlen zum deutschen Reichs« läge bringen soll. Wiederholt ist von uns darauf hiugewiesen Barben, daß die Wahlbewegung im Allgemeinen eine wenig ilihrige ist, daß nur in einzelnen Wahlkreisen eine stärkere Agitation betrieben wird, sonst aber nichts daran erinnert, daß das Jntereffe, welcher das deutsche Volk an der Zu- sammensetzunz deS künftigen Reichstages haben muß, eia be» Imder» lebhafte- ist. Vornehmlich ruhig verhalten fich die log. Ordnungsparteien- die Mahnung des Grafen PosadowSkh, Raun für Mann müffe an die Wahlurne treten, scheint ms wenig fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Daß eine löhrige Agitation dennoch nothwendig ist, zeigt insbesondere die Emsigkeit, mit welcher die Tocialdemokratie die Wahl« h Biegung betreibt. Mag auch ein gut Theil Prahlsucht tu der Thatsache liegen, daß die Socialdemokraten in sämmt« Wen Wahlkreisen deS deutschen Reiche- Candidaten aufgestellt taten, mag auch der Erfolg dahinter zurückdleiben, so find je doch später in der Lage, behaupten zu können, daß auf iljre Partei die meisten Stimmen gefallen find. Die ein« Wtigen Kreise unsere- Volke- werden eine solche Behauptung ml ihren wahren Werth zurückzuführen verstehen, aber die zroße Masse wird dadurch irre geführt und glaubt, daß die Leeren der Socialdemokratie wirklich schon eine gewaltige a«8brettunfl erfahren haben und folgert darau-, daß diese Lehren wirklich nachahmentwerth seien und immer mehr An- lävger finden müßten. Darin liegt eine Gefahr, die vielleicht allzu gering geschätzt worden ist, und welcher zu be« jtgnen das ernste Bestreben aller Derer sein müßte, denen laB wahre Wohl unseres Volkes am Herzen liegt. Man hat schon oft über die Gründe der Wahlgleichgiltig« Idl nachgeforscht und dieselbe darin gefunden, daß im Volke «ehr und mehr das Jntereffe an den nationalen Ecrungen« shvften, die wir mit Blut und Eisen vor mehr als einem 8iirteljahrhundert uns erworben haben, geschwunden ist. fllnt Stolz hat un- der nationale Aufschwung erfüllt, der iamalS ganz Deutschland beseelte, und mit tiefer Wehmuth vöiffen wir erkennen, daß die Begeisterung nicht lange vor« jehalteu hat, trotzdem die Errungenschaften doch nicht geringer [troorben find, trotzdem der Ausbau deS Reiche- immer fcritere Fortschritte macht und unser Ansehen tm Rathe der 8Mer einen ungeahnten Umfang angenommen hat. Jeder, der sehen will, muß zugestehen, daß dir AuS- khaung von Handel und Wandel, eaß die gewaltige Ent» diekelung unserer Industrie nur möglich war auf der festen tzrandlage, welche daS deutsche Reich tn seiner Gesammrheit littet. Und schon au- diesem Grunde müßte Jeder an seinem lhnile dazu beitragen, daß der Bau immer mehr gefestigt 8lib. Wir möchten wohl die Frage aufwerfen, ob die Lautzit der Wähler nicht zum großen Theil ihre Erklärung faSet in dem geringen Jntereffe, welches die Abgeordneten kc letzten Legislaturperiode den Verhandlungen des Reichs- hgt» entgegengebracht haben. ES ist ja noch in ganz frischer Erinnerung, daß der kt-ichStag vom Beginn bis zum Ende an chronischer Beschluß- vißahigkeit litt, daß die Sitzungen, an denen er wirklich be« shLußfähig war, ganz vereinzelte waren, und daß von einem ^besetzten Hause niemals die Rede sein konnte. In dieser sivficht muß Wandel geschaffen, daS Jntereffe der Abgeord« et m für die prompte Ausführung ihre- Mandat» muß tziederhergestellt werden, dann dürfte auch das Jntereffe be» Solle« an unseren nationalen Zuständen wiederkehren. Mögen sich deshalb alle Diejenigen, welche für den ledhstag ernstlich candidiren, bewußt fein, daß eß ihre heilige Isticht ist, durch treue Berufserfüllung ein Beispiel zu geben, liS in vieler Hinsicht seine Wirkung nicht versagen wird. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 12. Juni. Dem „Local-Anzeiger" wird au» Kiel gemeldet: Die Kaiserin begibt fich nach ihrem Aufenthalt im Schloß Grünholz nach Hemmelmark, um fich dort, gemeinsam mit der Prtnzesfin Heinrich, auf der Dicht „Iduna" einzuschiffen. Günstigen Wind vorausgesetzt, ist ein Wett- segeln mit „Meteor", auf welchem fich der Kaiser an Bord befinden wird, in Aussicht genommen. Berlin, 12. Juni. Die beiden kaiserlichen Prinzen August Wilhelm und OSkar werden in Begleitung ihre» Gouverneur» ihre Reise nach Bad Kreuznach am 14. d. M. antreten. Berlin, 11. Juni. Der König Georg von Griechen« land wirb fich demnächst nach Aix le» Bain» zur Kur be« geben. Bon dort gedenkt er nach Pari», London und PeterS« bürg zu reifen, d. h. zu den drei Mächten, die die letzte griechische Anleihe garamtrt haben. Berlin, 12. Juni. Der BundeSrath hat in der SamStagfitzung ein reichhaltiges Programm erledigt und mehrere Vorlagen den zuständigen AuSschÜffen überwiesen. Die Zustimmung wurde u. A. folgenden Vorlagen ertheilt: der Vorlage über die Handelsbeziehungen zum britischen Reiche, den Beschlüffen deS LaudeSausschuffe» zu dem elsaß- lothringischen Gesetzentwurf über die Capitalrentensteuer, dem Entwürfe von Bestimmungen über die Feststellung deS Börsenpreise» von Werthpopieren und dem Entwürfe von Be« ft'mmungen wegen Herstellung einer Statistik der Strike» und Aussperrungen, ferner auch Beschlüffen de» Landes- au^fchuff» zu dem elsah lothringischen Gesetzentwurf über den kaiserlichen Rath. Berlin, 12. Juni. In der gestrigen Sitzung der Brüsseler Zucker«Eonferenz gaben die Delegieren aller Staaten die vorläufige Erklärung betreffend eine Beseitigung der Ausfuhrprämien ab. Die Delegirten Deutsch« landS, England», Belgiens und Holland» befürworteten entschieden die Beseitigung der Prämien, der franzöfische Delegiere Sebline erklärte, Frankreich könne nur die Herabsetzung der Prämien zugestehen. Oesterreich verhielt sich zurückhaltend. Mehrere Delegirte bekämpften die Geheimhaltung der Conferenzbeschlüffe. Berlin, 12. Juni. Am 6 Juli findet der Spionage« Proceß gegen den Bildhauer Bteinlen und den Reisenden Duffard vor dem Reichsgericht statt. Berlin, 10. Juni. Amtlicher Nachweisung zufolge find anReichSmünzen während bei Monat»Mai 11651040Mk. in Doppelkronen und 1120000 Mk. in Kronen, inSgesammt für Pcivatrechnung zur Ausprägung gelangt; außerdem 1840365 Mk. in silbernen Fünfmarkstücken, 370000 Mk. in Zweimarkstücken, 201768 50 Mk. in Fünspsenrügftückm und 20459.01 Mk. in Einpfennigstücken. Berlin, 11. Juni. Ein Barackenlager für den Kaiser ist auf dem Hofe der alten Kürasfierkaserne in der Alexandrinenstraße aufgestellt worden. Es soll demnächst in Helgoland aufgcschlagen und später vom Kaiser nach Palästina mitgenommen werden. Dieser Tage wurde eß von dem Generalarzt der Armee, v. (Soler, dem Leibarzt beß Kaiser», Dr. v. Leuthold und anderen Militärärzten eingehend besichtigt. Den Herren hatte sich auch der deutsche Eovsnl in Jerusalem, v. Tischeudorf, angeschloffen. Da» Lager besteht au» drei Zeltbaracken. Die eine enthält Schlafgemach und Ankleidezimmer, die andere bildet den Speisesaal und die dritte bient als WirthschaftSraum. Ein ähnliche» Barackenlager soll für die Kaiserin hergerichtet werden. Limburg, 10. Juni. Die Bischofsfrage scheint nunmehr endlich ihre Erledigung zu finden. Nachdem gestern die EandibatlNilste von Berlin hier eingetroffen, wirb die Bischofswahl nächsten Mittwoch stattfinden. Frankfurt a. M., 11. Juni. Der „Franks. Ztg." wird au» London telegraphirt: Wie dem „Standard" au» Washington gemeldet wird, ist es noch ungewiß, wann die Expedition nach Santiago abgeht, aber sechzehn Kriegsschiffe liegen schon in Tampa bereit, um die Transport' schiffe zu eßcoriiren. Drei andere werden von Admiral SamSpson» Flotte erwartet. Die Behörden geben zu, daß die Transportschiffe, welche Tampa verließen, nach Tampa zurückkehrten und Sampson» weitere Kriegsschiffe vor Montag nicht atckommen können. .Die Truppen können daher nicht vor einer Woche Euba erreichen. Köln, 11. Juni, lieber baß Unwetter, welche» vorgestern unb gestern über bie verschiedensten Gegenden herein- brach, laufen zahlreiche HiobSposten ein. In der Eifelgegenb find weite Strecken Lande» verwüstet und der Ertrag der Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Felder vollständig vernichtet. Nach dem Oberrhein, wohin militärische Hilfe erbeten wurde, find Pioniere abgegangen. Es besteht bie Gefahr weiterer Eisenbahvgeleirverschüitungeu, weil die Erbmassen ber Weinberge fich in ständiger Bewegung befinden. In der Rheinpfal» richteten erneute Gewitter große Verheerungen an. In Obernheim find Fabrikanlagen, in Dettweiler eine Kirche niedergebrannt. In Frein-Heim wurde eine Frau durch Blitzschlag getödtet. Auf der hoch- gehenden Ruhr bei Mülheim schlug ein mit fünf P-rsonen besetzter Nachen um; eine Dame ertrank. Soweit bis jetzt schon zu übersehen ist, find Tausende von Familien ber Eifel, Mosel«, HunSrück und Sieggegend total ruinirr und ihres gesamwten Besitzstände» beraubt. München, 11. Juni. Die zweite Kraft- und Arbeit»- maschinen-AuSstellung auf der von ber Isar umfloffenen Kohleninsel wurde in feierlicher Weise durch den Prtnzregenten, unter Anwesenheit be» Hofe» und ber osficiellm Welt eröffnet. Die im griechischen Stil gebaute langgtftndte Halle unb die wetten Anlagen machen sich sehr hübsch. Die Ausstellung selbst ist aber noch lehr unfertig. AttsUnr- Lemberg, 12 Juni. Neue Excesse gegen bie Juden werden au» den Städten Skawina unb Safina gemtlbet. Beschäftigungslose Arbeiter überfielen und verwüsteten Locale jüdischer Wiethe, plündertet, die Läden jüdischer Kaufleute und vernichteten die Waarev. Ein jüdischer Kaufmann wurde schwer verwundet. Caoalletii mußte gegen die Excebentcn einschreiten. Agram, 11. Juni. Ein furchtbarer Wolkenbruch setzte heute früh die ganze Stadt unter Wasser. Mehrere Gebäude find einzestürzt, oh le Brücken weggerissen. Anden Bazaren und Waurrnhäusem wurden sämmtlickc Waarea fortgeichwemmt. Garnison und Fruerwchr ist zum Schutz ber Straßen anfgeboten. Man befürchtet Verluste an Menschenleben. Paris, 12. Juni. Die socialen Nationalisten bereinigten fich gestern Abend zu einem Festessen unter dem Borfitz Rochefort». An demselben natm n etwa tausend Personen, darunter 25 Abgeordnete Theil. E» wurden mehrere Reden gegen die Antipatrioten, insbesondere gegen die Freunde de» Excapttän» DreysuS gehalten. Beim Verlassen de» FeftlocalS wurden die Nationalisten von einer großen Anzahl Collcccivlsten empfangen, bi: Roch fort mit Kolh bewarfen. Die Polizei mußte einschreiten, um e n Handgemenge zu verhüten. London, 12. Juni. Bor Santiago sollen bie Spanier baß Wrack deS gesunkenen „Merrtmac" nun doch gesprengt haben. Madrid, 11. Juni. Au» Havanna wird gemeldet, daß vor Havanna zwei Ranotienboote unb ein Kreuzer fich btfinbm. Vor Santiago find 20Kriegßschffe versammelt, barunter 10 Flaggschiffe. Madrid, 12. Juni. Gestern Abend liefen bei der Regierung wichtige Telegramme ein, die bisher nicht veröffentlicht worden find. Infolge dessen herrscht unter der Bevölkerung große Beunruhigung. Aufsehen erregt auch die Meldung, daß sämmtliche englischen Familien eiligst die canarischen Inseln verlaffen. Belgrad, 12. Juni. Die neu gewählten liberalen unb fortschrittlichen Abgeordneten beschlossen, einen patriotischen Club zu gründen zur Unterstützung de» König» in seinen Bestrebungen, die Stabilität herznstellrn und die materielle Wohlfahrt beß Landeß zu sichern. Petersburg, 11. Juni. Die russische Regierung will energische Schritte zur Rückkehr der außgetoanberten Armenier in bie Türkei ergreifen. Diese unruhigen, mitttllosen Elemente machen ganz Kaukasien unsicher.________ wahlbewegrrng. A Mainz, 12. Juni. Die bei den bevorstehenden Reichstagßwahlen im hiesigen Wahlkreise auf dem Plane erscheinenden Parteien haben die unterschriftlich verbriefte Vereinbarung getroffen, daß 1) alle persönlichen Angriffe in Wort und Schrift gegen die al» Candidaten auf- gestellten Herren vollständig zu unterlassen, unb 2) eine gleiche Sorte Papier für die Stimmzettel gemeinschaftlich von einem Lieferanten zu beziehen und solche gleichmäßig beschneiden zu lassen. * Der Bund der Zndustriellen theilt gegenüber mehrfachen Anfragen ans den Reichstagswahlkreisen mit, daß er im Gegensatz zum Bund ber Lanbwirthe sich nicht mit Wahlagitation unb Parteipolitik befaßt, sondern fich au» den ber» schiedensten Parteien zusammensetzt und lediglich wlrth- schafrltche Ziele verfolgt. Sanitätshunde. Von I. B u n g a r tz, Lechenich. Während der letzten zehn Jahre find in verschiedenen Staaten Versuche angestellt worben, Hunde zu Kriegszwecken heranzubilden, und sicher ist, daß die definitive Einführung derselben in einem Kriegsfälle von unermeßlichem Werth sein wird. Praclische Erprobungen mit Kriegshunden haben in jüngster Zeit die Engländer in Südafrika erzielt, und zwar den Berichten gemäß durchschlagende, und somit die Brauchbarkeit der Hunde in vielen Fällen erwiesen. Die Frage der practischen Verwendung dürfte daher als gelöst zu betrachten sein. . Seit Mitte der achtziger Jahre mit der Erziehung des Krieg-Hundes und in den letzten Jahren ausschließlich mit der de» Sanitätshundes — den ich zuerst aufstellte — beschäftigt, dürfte ich wohl auf Grund der langjährigen, prac- tischen Erfahrungen und der erzielten Erfolge ein Urtheil zu fällen im Stande sein. Ein richtiger Stamm Kriegs- und Sanitätshunde kann nur durch sorgfältige Zucht und wohl> durchdachte, erprobte Drefiur geschaffen werden. Nach eingehenden Studien und nachdem die verschiedensten Raffen des Hundes, die für den Dienst überhaupt in Betracht kommen konnten, versucht wurden, ergab fich auf Grund der gewonnenen Erfahrungen, daß nur der Collie (Schottischer Schäferhund) ein brauchbarer Kriegs- und Sanitätshund werden kann, und den schlagendsten Beweis hierfür geben die Hunde des „Deutschen Vereins für Sanitätshunde". Uebrigens sind die gleichen Wahrnehmungen auch in Oesterreich gemacht worden und neuerdings, wie bereits erwähnt, von englischen Offizieren in Südafrika. Vor einigen Jahren hatte ich schon darauf hingewiesen, daß gerade der Collie der geeignetste Hund für den Tropendienst wäre, und angeregt, daß derselbe den Schutztruppen in den Colonien zur Sicherheit beigegeben werden möge. Zu meiner Genugthung ist meine diesbezügliche Ansicht, durch die Versuche seitens englischer Offiziere, glänzend gerechtfertigt worden. Aus einem jüngst erschienenen Bericht eines deutschen Offiziers der Schutztruppe, Lieutenant Johannes in Bulu- wayo, ergibt sich, daß der Collie der einzige Hund ist, der fich dem tropischen Klima gegenüber als widerstandsfähig erweist, wenigstens schon in der ersten Generation, während alle anderen Raffen die Rase (Geruch) verlieren und eingehen. Es kommt nicht minder in Betracht, daß der Collie einer der dresiurfähigsten und intelligentesten Raffen überhaupt angehört; allerdings sind damit mcht verzärtelte Ausstellungsund Salonexemplare gemeint. Veranlaßt durch das Dreffurreglement für die Jäger- und Schützen Bataillone, in dem darauf hingewiesen wurde, daß das Aufsuchen von versteckt liegenden Verwundeten nicht zum Gegenstand der Dressur des Kriegshundes gemacht werden solle, dies vielmehr den Sanitätsdetachements rc. überlassen bleiben müßte, stellte ich den Sanitätshund auf, erkennend, daß beide Dienste sich in der Wirklichkeit schwer vereinigen ließen. Diese Ansicht hat denn auch bei den englischen Offizieren in Südafrika Bestätigung gefunden. Es ergab sich, daß während eines Gefechtes ein Hund mit einer Meldung abgefertigt wurde, derselbe unterwegs auf Verwundeie und Todte stieß, er bei diesen verweilte und so seinen oft sehr wichtigen Auftrag vernachlässigte. Rühmend wird hervorgehoben, daß die Collie'- einen erstaunlichen Grad von Spürsinn und Findigkeit bei Aufsuchen von Verwundeten und Tobten bewiesen und dadurch manchem armen Verwundeten da- Leben gerettet, oder ein ai>ständiger Begräbniß verschafft haben. Unzweifelhaft steht fest, daß der Sanitätshund im gegebenen Falle eine segensreiche Thätigkeck entfalten wird und manchen an einsamer Stelle liegenden Verwundeten retten kann. Jedenfalls werden die Listen der Vermißten wesentlich geringer werden, wenn der Sanität-Hund allgemein zur Einführung gelangt. Der „Deutsche Verein für Sanität-Hunde" hat sich nun die Aufgabe gestellt, Hunde für den humanen Dienst heranzubilden, und gibt diese unentgeltlich an die Sanität-colonnen ab. Die uneigennützige Thätigkeit des Vereins fand die weitgehendste Beachtung und wurde noch besonders ausgezeichnet durch eine vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Excellenz Wirkt. Geheimen Regierungsrath Rasse, bewilligte Subvention. Seit dem nunmehr fast fünfjährigen Bestehen find dem Verein allerorten die größten Sympathien entgegcngebracht worden. Seine Königliche Hoheit der Herzog Alfred von Sachsen- Coburg und Gotha geruhten das Protectorat zu übernehmen; als Gönner traten bei: Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Auguste Victoria, Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Friedrich, Ihre Majestät die Königin Carola von Sachsen, Ihre Majestät die Königin Charlotte von Württemberg, -f Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Großherzogin Anastasia von Mecklenburg, -f Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin Elisabeth von Oldenburg, Seme Königliche Hoheit der G. obherzog Friedrich von Baden, Seine Königliche Hoheit der Großherzog Peter von Oldenburg, Seine Königliche Hoheit der Prinzregent Albrecht von Braunschweig, Seine Hoheit der Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg, Seine Hoheit der Herzog Georg II. von Sachsen Meiningen, Seine Hoheit der Herzog Friedrich von Anhalt, Seine Durchlaucht Fürst zu Wied, Kaiserlicher Commissar und Militär Jnspecteur der Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger. Die Mitgliederzahl weist zur Zett über 300 Personen aller Stände auf. Um aber seiner uneigennützigen Aufgabe gerecht zu werden, — der Verein gibt, wie bereits vorhin erwähnt, die dresfirten Hunde unentgeltlich an die SanitätScolonnen rc ab — bedarf derselbe der weitgehendsten Unterstützung, da- mit alljährlich eine größere Zahl Hunde hinausgeschickt und für die nothwendig werdende Reserve gesorgt werden kann. ES ist hier jedem human denkenden und fühlenden Vater- landsfreund: Gelegenheit geboten, durch einen jährlichen Beitrag von 3 Mark ein wirkliches Werk der Barmherzigkeit und Nächstenliebe zu üben und so gegebenen Falles mit dazu beizutragen, manches Menschenleben vor einem qualvollen Verblutungstode und der Gefahr de» „Nicht aufgesunden werben“ zu retten. Ohne Zweifel wird in einem demnächftigen Kriege, wo die Schlachtfelder größer werden, dementsprechend auch die Zahl der Verwundeten erheblich steigen. Bei der Verwendung des rauchschwachen und knalllosen Pulvers, der immensen Durchschlagskraft der neueren Geschosse, gestaltet sich die Kriegsführung, namentlich in der Nacht, zu einer unheimlichen, da weder der Stand des Feindes zu ersehen noch die beste Deckung Schutz bieten wird. Diese in ausgedehntester Weise aufzusuchen, wird den Soldaten eine Pflicht sein und gerade dadurch wird sich muthmaßlich auch die Zahl der verdeckt liegenden Verwundeten gegen früher erheblich mehren, die so, an oft unzugänglichen Stellen liegend, von den Krankenträgern leicht übergangen werden können und einem entsetzlichen Tode entgegen sehen. Diese Fälle nun nach Möglichkeit zu mildern, hat sich der genannte Verein zur Aufgabe gestellt. Die dressirten und richtig geführten Sanitätshunde suchen mit fast unfehlbarer Sicherheit Verwundete selbst an solchen Stellen auf, wo von den absuchenden Krankenträgem wohl kaum ein solcher vermuthet wird. Unermüdlich dringen die Hunde durch das dichteste Gestrüpp, suchen mit aller Sorgfalt jede Vertiefung, jeden Graben und dergleichen ab, und ihrer Findigkeit dürfte so leicht nichts entgehen. Wie manche Thränen werden durch die Braven getrocknet werden können, wie manches Elend und wie viel Kummer von Familien fern gehalten und wie manches hoffnungsvolle Leben vor sicherem Untergang bewahrt. Und solches Elend im Ernstfälle mindern zu helfen, ist wohl eines kleinen Opfers werth. Taufende werden es dereinst Dank wissen, daß man in fürsorglicher Weise in Friedenszeit gearbeitet hat, um die Schrecken eines Krieges nach Möglichkeit abzuschwächen. Jedes beigesteuerte Scherflein wird hundertfältige Frucht tragen, und das Bewußtsein, ein wirklich edles, menschenfreundliches Unternehmen unterstützt zu haben, dürfte für jeden Spender ein reichlicher Lohn fein. Bekanntlich werben durch den ersten Vorsitzenden des „Deutschen Vereins für Sanitäts-Hunde", die Hunde gelegentlich der demnächstigen Hundeausstellung im Terrain bei der „Schönen Aussicht" zum ersten Male einem größeren Publikum vorgeführt. Locales und ssrovinzieUes. Gießen, 13. Juni 1898. • • Zur ReichStagSwahl. Wir machen die Wähler unserer Stadt darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche Mitte Mai die Wohnung gewechselt, oder welche diesen Wechsel erst nach dem 15. Mai polizeilich gemeldet haben, in demjenigen Wahllocal ihre Stimmen abzugrben haben, welche» sür die alte Wohnung bestimmt ist. Nach den Listen haben am 16. Juni 4311 Wähler gegen 4044 da» letzte Mal, ihre Stimme in Gießen abzugeben. cf* Theater-Lettin. Wiederholung der Dilettanten- Ausführung am 14, Juni, Abend» 8 Uhr. Durch Inserate und Notizen haben wir unsere Leser bereit» davon in Kenntniß gesetzt, daß morgen, Dienstag, eine Wiederholung de» munteren Schwankes „Han» Huckebein" stattfinden wird. Wir sind erfreut, daß unsere Voraussetzung, e» flieht ein volle» Hau», und da» volle Hau» wird fich köstlich amü- fieren, für die erste Vorstellung buchstäblich eintraf. ®» ist ein angenehme» Gefühl, nicht zu den falschen Propheten ge- zählt zu werden, man,schöpft daraus Muth, sein Hellsehen noch Öfter zu benutzend Die Gelegenheit bringt eS mit fich, daß wir sofort davon Gebrauch machen können und da sehen wir ganz deutlich am Dienstag Abend den Gießener Festsaal (vulgo Leib» Saal) dicht besetzt, dessen Insassen nicht nur herzlich, sondern auch stürmisch lachen. Weiter sehen wir aber auch, daß es Leute giebt, die immer noch aus eine dritte Aufführung warten, leider irren fich diese, denn da» famose Gießener Ensemble löst fich unwiderruflich am Dienstag Abend auf. Großstädtische Allüren, die eine „Letzte Vorstellung", „Allerletzte Vorstellung“ und „Unwiderruflich letzte Vorstellung" so wie ähnliche Marktschreiereien kennen, haben bei nn» keinen Eingang gefunden und sollen keinen finden. Guten Darbietungen genügen empfehlende Worte, die freilich wieder- holt werden müssen. Und wenn daS böse Menschen Rrclame nennen, so ist da» weiter nicht», wie mißverstandene AnS- legung eine» garstigen Fremdwortes. Concett. Wir erlauben nn», die verehrten Leser diese» Blatte» noch einmal auf daS am Mittwoch, dem 15. Juni, Abend» 8 Uhr in „Stein» Garten" stattfindende Concert de» Trompetercorp» des Kürassier-Regiment» von Srhdlitz aufmerksam zu machen (flehe Anzeige). • • Wanderfahrt deS SaneS IX bei D. R. v. Der Vorstand der „Wanderer, G. R. G." erlaßt eine Ein- ladung im „Deutschen Radfahrerbund" zur VereiuSdauer- fahrt nach Gießen am 18 /19. Juni. Der Vorstand der Wanderer spricht feine Freude au», daß der Gauvorstand dem auf dem Herbstgautage vor. Jahre» in Nauheim gestellten und angenommenen Anträge — alljährlich mindesten» eine seiner großen Veranstaltungen in die hiefige Gegend (Nord- bezirk) zu verlegen — so schnell durch die Festsetzung dieser Wanderfahrt nach Gießen entsprochen hat. Die Bewohner unserer Stadt, welche von jeher ein rege» Interesse für alle sportlichen Veranstaltungen verhängt haben, werden auch am 19. Joni er. wissen, wa» sie unseren Gaukameraden in gast- freundlicher Beziehung schuldig find. Umfassende Vorbereitungen zu eine« festlichen Arrangement zu Ehren der Gäste find getroffen. In der Erwartung, daß der kameradschaftlichen Einladung sehr zahlreich entsprochen wird, rufen blt „Wanderer" allen Ganmitglieberv ein herzliche» Willkommen am 19. Juni in nuferer schönen Gartenstadt Gießen zu. * • Schöffengericht. Am 3. Mai d. I. meldete« wir btt Verhaftung eine» jungen Menschen wegen versuchten Tin- bruchbiebstahl». Die Sache, welche am Freitag vor ben Schöffen verhandelt wurde, hatte fich schou im Vorverfahren al» eine verhältnißmäßig harmlose erwiesen. E» halte fich dabei herauSgestellt, daß e» fich um weiter nichts handelt, al» um eine Sachbeschädigung, die ein Betrunkener begangen, und so wurde denn der Angeklagte dieserhalb und wegen Betretung eines fremden Raume» am Freitag zu einer Geld» strafe von 20 Mk. verurtheilt. • • Seltener Fund. Niemand hat wohl bisher geahnt, daß untere Lahn einen so kostbaren Schatz auf ihrem Grunde bergen würde, wie er Samstag vormittag durch einige badende Studenten in der Rübsameu'schen Badeanstalt gehoben »nrbr Der Schatz bestand nämlich in einem der edelsten Erzeugnisse Gießen» — in et iem Fasse de» mit Recht so berühmten Bichlerbiere» von nicht weniger denn 28 Liter Inhalte Innerhalb weniger Secunden waren natürlich sämmtliche an wesende Studenten darum versammelt, und al» Frau Rüb- famen in liebenswürdigster Weise einen Krahnen und Gläser zur Verfügung stellte, begann inmitten der Badeanstalt ein noch nie dagewesener fröhlicher Frühschoppen, und auf dok Wohl de» gütigen Spenders war da» Fundobject in kurzer Zeit unter thätiger Mithilfe de» Bademeister» und einiger Arbeiter seines kühlen Inhalt» beraubt. Auf einer Postkarte wurde dem Spender, Herrn Bichler, heißer Dank für die un« verhasste Gabe abgestaltet, mit dem Anfügen, man fei nicht abgeneigt, weitere derartige Spenden dankend in Empfang zu nehmen. * *R. Die Sectio« Lollar de» d e u t s ch e n Werkmeister- Verbandes feierte ihr diesjähriges Stiftungsfest durch einen Ausflug in den Wiesecker Wald. Die eingeladeue Ge- saugSabtheilung des Turnverein» Wteseck trug wesentlich zur Verherrlichung de» in schönster Weise verlaufenen Feste» bei. E. Annerod, 12. Joni. Mit der Fahnenweihe, die heute der hiefige Gesangverein „Heiterkeit" beging, war ein größere» Säug erfest verbunden, da» unter Theil- nähme von ca. 20 Vereinen der benachbarten Orte auf» schönste verlief. Zu größeren derartigen Festen ist da» sc schön gelegene, von Berg und Wald eingeschloffene Annerod wie geschaffen und in feiner „Platt" hat der Ort einen Festplatz, wie ihn die weitere Umgebung kaum befitzt. So kam e», daß bereit» von Mittag ab die Festtheiluehmer unserem Orte zuströmten. Nachdem die mit ihren Fahnen erschienenen Vereine bewillkommnet, ordnete fich gegen 2 Uhr ein stattlicher Festzug, der fich bald daraus durch den schön geschmückten Ort nach der „Platt" zu bewegte. E» nahmen am Zuge außer dem festgebeuden Verein Theil: Die Gesangvereine „Eintracht" Steinberg, „Germania" Groheu-Buseck, „Eintracht" Steinbach, der Kriegervereiu Aonerod, die Gesangvereine „Concordia" Rödgen, „Liederkranz" Leihgestern, „Eintracht" Rödgen, Gesangverein Albach, „Teutonia" Anne- rod, „Sängerluft" Oppenrod, „Liederblüthe" Garbenteict-, „Jugendkranz" Alten-Buseck, „Frohfinn" Garbenteich, „Sängerkranz" BerSrod, „Germania" Steinbach, „Eintracht" Großen-Buseck, „Liederblüthe" Burkhardsfelden, „Heiterkeit" Großen-Buseck, „Victoria" Garbenteich, Freiwillige Feuer- wehr Annerod. Nach Ankunft auf dem Festplatz hielt Herr Pfarrer Schwabe In markigen Worten die Festrede, in welcher er da» deutsche Lied feierte und mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog schloß. E» folgten hierauf Gesänge der Einzelvereine, die durchweg eine gute Schulung der Säuger ernennen ließen. Die Feier gestaltete fich später zu einem gemüthlichen Volksfest. Die Bewirthung hatte die Brauerei Jhring In Lich übernommen, die durch einen vorzüglichen „Stoff" die Festthelluehrner befriedigte. W. Ober-WidderSheim, 12. Juni. Al» vor zwei Jahren der Ban der neuen Bahnlinie begann, entwickelte sich bet nn» eine Basaltsteinindustrie, die fich seitdem langsam und stetig weiter anabrettete. Jetzt ist ein Fall eingetreten, der für unseren bequem an zwei Bahnlinien gelegenen Ort, mit seinen prächtigen, nahen Wäldern von großer Bedeuiung werden kann. ES wurde vor einiger Zeit eine Mineralquelle entdeckt, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit den treffliche" Heilquellen de» benachbarten Salzhausen zusammenhäugr, oder mit ihnen verwandt Ist. Eine Gesellschaft hat die Quelle erworben und wird Geländekäufe wachen. De Grundstücke in der Nähe der Quelle galten seither 300 bi» 400 Mk. der Morgen- jetzt werden 2000 Mk. geboten, also daS fünf* bis sechsfache, aber die Eigenthümer wollen nickt loSfchlagen. Diese Zurückhaltung erinnert den Einsender on einen äußerst Interessanten Fall, der zu Aufaog der fiedfiger Jahre, al» die Wogen der Gründungen rlefig hoch gingen, in dem benachbarten Michelau paifirte. Dort fanb man auf einem Acker Eisenstein, und ein unternehmender Herr wünschte da» Grundstück zu kaufen. Er bot nach und nach bi» |° 20,000 Gulden d. h. über 34,000 Mk., doch der Bauer war hartköpfig und behielt da» Grundstück. Nach und uacd verschwand da» GrüoduugSfieber, und im Jahr 1877 kam der große Krach, und mit dem Eisenbergwerk wurde e» nicht* Vielleicht war eS ein Glück, daß e» lo tarn — vielleicht aucv nicht. Wenn eine Sache so glänzend bezahlt wird, daß der Eigenthümer bedeutend besser daran Ist, al» vor dem verkaufe, soll er ja sagen können. Bel nn» ist e» häufig ander». | Wenn den Leuten in solche« Fällen 1000 Mk. geboten ' werden, wollen fie 10,000 und wenn ihnen 10,000 Mk. ia '"’Ä Ts $ot 91 rÄ - fiifi 8. ^Uuttrha rir-m to1 aa 10 U6r aus de mW’1*'’11 *»5 3« iou!r Koncert du Neatervolsteöung- 6jIu6 de- Leiter Calzhausei werden Montag bi a" Ort unb Stelle Balzhausen, «« $üt, •*JS£?** btl k°VN°d??c ° wF*?** Mti Ä“blt *“ «tat* rJft** ftatag"b,,llt ■». te- Ä'Ä? ■äs* "I« einet (8ni, ‘®°il iiliit *"6 Gu| '!'<« ®tnnh tolle htal, Ä,!*1" w> ? R-t, |0 bnüSall< ‘” 28 «tat 3M iimatüitit qh ' n”b Stau M. ® «lahllul unb @ii|lt tn btI Ladkaustalt tin 6!t°mn, Mb auf boi 1 Snnbobjtct In kinzu unb ttnljn N eher ¥oft!aitt Wx Dank fflr blt m. Änfflgtn, man Iti nifr » banfenb In 8np|y; Ichev Werkmelstti! \ti Stifinugtstft bmi • Dir tlngtlobtnt & M trug lvtltntllch zn vnlaustntu Ftsttl br btr Fablltulvei^ Heiterkeit* beging, »i üben, bat unter M mnibartm Orte uli iigen Kesten ist tat |o eingeschlossene 8nniioi 1* hat btr Ort einen rag kauen besitzt. Sc ab bU frWtWBitt bit mit ihren Fahnen bnttt ßch gegen W bnaus durch den Wa : tiwigti. 6i * :tm Ldell: MW rmania* ®to6tn-8iM inttn Lnnerob, die @t* Litberkranz* Lechgestero, llbach, .Teutonia* So»" ^nblüthe* Garbente^ *" Garbentet- ' Steinbach, kharbSselben, St*, r»i»E>'^ tut ww {l* Serien btt Frstrrbe, Mt Bit tinen i-B" *Ä& f<<‘< e'f*‘ ’ü» h--' w« Sx:'S lle geboten/ j; ei*1",; n I3 *&’j«* I“1! *5» 3^»# "'Voetl' »“X*»"' |tfl, «1/ ’! s !«»"'■ Aussicht gestellt werden, schlagen sie unter der Hand auf unb verlangen 50,000. A Mainz, 13. Juni. Die Falschmünzerbande, die vor einigen Wochen hier und in Kastel, sowie in ver« schiebenen Mainorten ihr unsaubere» Handwerk trieb, wird am 20. d. Mt». vor dem Schwurgericht in Frankfurt a. M. erscheinen. Angeklagt find vier Personen, wovon zwei bal Geld fabricirt und zwei solches verausgabt haben. Die Fest- nähme der Bande erfolgte in dem nahen Kastel.____________ Ans der Zeit für die Zeit. Vor 91 Jahren, am 14. Juni 1807, erfochten die Franzosen in der Schlacht bei Friedland einen glänzenden Sieg über die Russen unter Bennigsen. Wenige Wochen später (7. bis 8. Juli 1807) hielten es die verbündeten Monarchen für rathsam, in den Frieden von Tilsit unter drückenden Bedingungen zu willigen._________________________ Unterhaltungen in Bad Nauheim vom 14. bis 19. Juni. Dienstag den 14. Juni, Nachmittags von 41/, bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-RegtS. Nr. 116 aus Gießen. Bei gutem Wetter spielt die Kurcapelle von 6 bis 8 Uhr an der Kaufhalle, Parkallee. Mittwoch den 15. Juni, Nachmittags von 5 bis 7 unb von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Die Logenbruder. Bet gutem Weiter nach Schluß des TheaterS: Feuerwerk am Fuße der Terrasse. Donnerstag len 16. Juni, Nachmittags von 4»/i bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des Magdeburg Kürasfler- Äegimenls v. Seydlitz Nr. 7 (Bismarck-Kürassiere) aus Halberstadt. Bei gutem Wetter spielt die Kurcapelle von 5 bis 7 Uhr am Tetch- lause. Freitag den 17. Juni. Nachmittags von 4 bis 7 Uhr und Ton 8 bis 10 Ubr auf der Terrasse: Concert der Italienischen Kürassier-Capelle Banda di Solmona. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Der Obersteiger. Samstag den 18. Juni. Nachmittage von 4Vi bis 7 und von 8 bis 30 Uhr auf der Terrasse: Concert der Cap-Ue deS Magdeburgischen Kürassier-Regiments v. Seydlitz Nr. 7. Abends von 8 bis 10 Uhr tm Saale: Tanz. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 19. Juni, Nachmittag« von 4 bis 7 unb von 8 bis 98/< Uhr auf der Terrasie: Concert der Capelle des Thüringischen Ulanen-Regts. Nr. 6 aus Hanau. Montag den 20. und Mittwoch den 22. Juni: Gastspiel fce8 Herrn C. W. Büller vom Carltheater in Wien: Der Raub der Eabinerinnen, und Im weißen Rößl.___________________________ Istiklplim Irr RrrWn Jmtfrrtrr tofcfitrdn, vperuda«»* Dienstag den 14. Juni: Lucrezia. Hierauf: Das Wetter- HäuSchen. Mittwoch den 15. Juni: Der Zigeunerbaron. Donnerstag den 16. Juni: Das Erbe. Freitag den 17. Juni geschlossen Samstag den 18. Juni: Das Erbe. Sonntag den 19. Juni: Lucrezia. Hierauf: Der Bajazzo. Montag den 20. Juni: Prectosa. Schauspielhaus. Dienstag den 14. Juni: Liebelei. Hierauf: Frankfurt in Feindesland. Mittwoch den 15. Juni: Maria Stuart. Donnerstag den 16. Juni geschloffen. Freitag ben 17. Juni: Einberufung. Samstag den 18. Juni: Hamlet. Sonntag den 19. Juni: Die Fourchambault. Eingesandt. Gießen, 12. Juni 1898. Am Eingang des Burggrabenhofes scheint eine Ablagerungsstätte für Kehricht und sonstigen Unralh errichtet worden zu sein. Da daS Thor zu diesem Hole gänzlich fehlt, so ist der Anblick auf diese Miststätte für die Passanten der Kirchstraße kein sehr lieblicher. Es wäre dringend zu wünschen, daß hier Abhilfe geschafft wird. d. Schisfsnach^ichten« — Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Linie" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 8. Juni wohlbehalten tn Philadelphia angekommen. Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft. •fffitiftare, 11 Jun'. Fruchtpretse. Wetzen 22,00-00,00, Jförn X 18,00—19,00, Gerste 18,00 -00.00, Hafers 18,00-19,00, Erbsen X 00,00-00.00, Linsen x 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln x 6,50-7,50, Samen X 00,CO. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemesien am 13. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 15°, Luft 18*/2o. Rübsamen'sche Badeanstalt. Neueste Nachrichten. Depeschen deL Bureau „Herold". Berlin, 13. Juni. Dem „Kleinen Journal" wirb au» PartS telegraphirt, daß die diplomatischen Berhavdlungen über die Friede^n»Verhandlungen fortdaueru. Haootaux befürwortet einen gemeinsamen Druck auf Spanten und wird von Oesterreich hierin unterstützt. Wien, 13. Juni. Den Morgenblättern zufolge find alle Au»sichten auf da» Zustandekommen ein:» Sprachen- Ausschusses geschwunde-». Da» Abgeordnetenhaus wird zwar morgen seine Sitzung abhalten, dürfte? aber sofort vertagt werden. Gelingt e» dem Grasen Thun, eine Einigung in der Ouoteufrage mit Ungarn zu erzielen, dann soll der ReichSrath am SamStag wieder etnberufen werden. Budapest, 13. Juni. Der Caplan H eh ghi wurde unter Polizeiaufsicht gestellt, weil sich ein Fehlbetrag an Kirchengeldern in seiner Kaffe ergab. Der Caplan hat dagegen seinen Vorgesetzten, den Bischof Schuster in Rom, an- geklagt, mit dem Anträge, denselben zu excommuuictren. Brunn, 13. Juni. Bei dem gestern stattgehabten Palaczkt-Meeting, welche» eine Protest-Demonstration der Tschechen gegen die Errichtung einer deutschen Hochschule in Brünn bedeuten sollte, kam e» zu einem blutigen Ztr sammenstoß zwischen den tu ungeheuerer Zahl auf dem Plan erschienenen Tschechen und Deutschen. Zur Unterstützung der gegen die Menge machtlosen Polizei wurde Mtlitäc requtrirt. E» erfolgten über 100 Verhaftungen. Biele Pcr soneu erlitten Verletzungen. Der Bürgermeister von Prag wurde bei seiner Ankunft am Bahnhose thätlich insultirt. Ec reiste Nachmittags in aller Stille wieder ab, trotzdem seia Aufenthalt bi» Montag vorgesehen war. Brüssel, <13. Juni. Die gestrigen Stichwahlen zum Provinztalrathe find ruhig verlausen. Gewählt wurden 20 Ltberale, 14 Clerikale 4 Sozialisten und ein Unabhängiger. Die Sozialisten können, obwohl fie von den Clericalev und Liberalen überflügelt find, doch mit dem Resultat zufrieden sein, da fie bet der Stichwahl bedeutend gewonnen haben. Madrid, 13. Juni. Aus Manila wird gemeldet, daß die Lage sich dort gebeffert habe. Die Jnsurrrction, welche die ganze Provinz ergriffen habe, habe in der Hauptstadt noch nicht Fuß gefaßt. Die Hauptstadt sei entschloffeo, einen Angriff der vereinigten Feinde abzuwehren. Der Jusurgeoteu- sührer Aguinaldo hat e» noch nicht gewagt, Manila anzugreifen. Die Spanier besitzen noch für zwei Monate Lebensmittel. Madrid, 13. Juni. Wie verlautet, werden stündlich Nachrichten von eturm Sturmlauf der Insurgenten auf Manila erwartet. Washtugtou, 13. Juni. Angeblich ist der Regierung von FrtedenSv erhandlung en nicht» bekannt. Mac Kinley äußerte fich, Spanien müffe e» theuer bezahlen, daß es die Vorschläge Amerika» vor Außbruch des Kctege» nicht angenommen habe. So lange Cuba, Portortco und btr Philippinen von den Amerikanern noch nicht erobert seien, könne jetzt von FriedenSverhaudlungen nicht die Rede sein. — Eine Umwälzung wird Opfermanns Brennnesselwasser in bet Pflege bes Kopfes unb beS Haarbobens hervorvringen. BlS heute entzog man ben Haaren burch alkoholreiche Haarwässer ben natürlichen Fettgehalt unb bie Nahrung. Durch OpfermannS Brevn- nesselwasser (gesetzlich geschützt) wirb bern Haarboden neue Nahrung zugeführt unb der Haarboden gekräftigt. Es besteht nur auS kräftigenden guten Kräutern unb Destillaten, ohne jeden Zusatz von I Alkohol. Man achte daher genau auf Marke unb Schutzmarke» 1 Anker mit Pfeil. Arbeitsvergevung. Die nachverzeichneten Arbeite« für unser Gaswerk sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung an einzelne Unternehmer vergeben werden, nämlich: 1) Ausführung von Schutzmauern an den Gasbehälterböschungen, 2) Umpflasterung des Fahrweges zwischen dem Retortenhause und den Gasbehältern, 3) Lieferung und Anbringung von Dachkandeln, 4) Ausrollen des linken Retortenhauses mit Ringofensteinen. Die Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen während der Dienststunden auf unserem technischen Bureau zur Einsicht offen. Bezügliche Angebote sind bis zum LS. d. Mts., Abends 5 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Gießen, den 13. Juni 1898. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 5969 Zwei Bauplätze tu Bad Salzhausen, an der Straße von Berstadt nach Nidda gelegen, werden Montag den 20. Juni 1898, Nach«, ‘/23 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Salzhausen, am 11. Juni 1898. Großherzogliche Badedirection Salzhausen. Schnittspahn. 5972 T extors T er rasse Zu den am 19. Juni bevorstehenden Festlichkeiten von „Die Wanderer" 5981 suche 15 Kellner, sowie eine tüchtige Kochsrau. OPFERMANNS Rrennessel-Wasser Reinigt die Kopfhaut. Entfernt die Kopfschuppen. Belebt den Haarwuchs. Macht die Haare schön seidenweich. Nur echt mit Schutzmarke: Anker mit Pfeil. 5538 Flaschen ä 1 Mk. zu haben in der Drogerie von A. W. Kilbinger. -KnstkigrrtuiM GrasverstkigerinM Dienstag den 81. d. M. 1. Lützellinden, Beginn aus der Heeringswurst Borm. 8 Uhr, 2. Hörnsheim, Beginn auf der Pfingstweide unten, Nachmittags 2 Uhr. Groß-Rechtenbach, 11. Juni 1898. 5995 Das Bürgermeister-Amt. Kkugras - Derßeigkrung. Da» diesjährige Heugras von 15 Morgen Freiherrlich von Nordeck zur Rabeuau'scheu Wiesen und Gärten in der Gemarkung Alten - Buseck soll Donnerstag den 16. Juni, von Bormittags 10 Uhr an, in der Wirthschast des Herrn Wilh. Rabenau zu Alten-Buseck versteigert werden. Londorf, den 11. Juni 1898. Der Rentmeister. Schmidt. 5976 Mittwoch den 15. Juni LJ. Nachmittags 2 Uhr, werben im Bieker'scken Saale — Neu- stabt 55 — gegen Baarzahlung versteigert: 1. 3 Sophas, Commoben, Kleiberschränke 1 vollst. Bett, 1 Regulator, 1 Glas- schrank, 1 Spiegel, 1 Oelbilb, ein Nußbaum-Bückerschrank, 1 Waschmaschine, 1 Waschmangel, 1 Nähmaschine, eine Garnitur, bestehenb aus Sopha, 6 Stühlen, 2 Sesseln u. A. m. 2. 1. Kaffaschrank, 1 feines Nirtz- baum-Buffet, 3 Sophas, ein Berticow, 1 großer Spiegel mit Nußbaum-Rahmen, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Waschtisch, 1 polirter Nußbaum-Tisch, 4 Rohrstühle, mehrere Bilder, 1 großer Spiegel, 1 Blumentisch, 1 großer Käfig, 1 Nähmaschine, 1 Commode u. A. m. Die Versteigerung unter 2 findet bestimmt statt. 5984 Geißler, Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch btu 15. Juni 1898, Nachmittags 2 Uhr, im „Pfau" (Neustadt 55) zu Gießen, versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung eine Garnitur Polstermöbel (Sopha und 2 Sessel), 1 Sophatisck, ein Verticow und Trumeauspiegel — in schwarz —, 1 Ausziehtisch mit Plüschdecke, 6 Rohrstühle, 1 Servir-, 1 Näh- unö 1 Bauerntischchen, 1 Zimmerteppich — Alles gut —, ferner ein Sopha, 1 Regulator, 1 Kupferschale, diverses Silbergeräth (Thee- und Milchkanne, Vorleg-, Eß-, Gemüse- unb Kaffeelöffel) u. s. w. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. 5997 Engel, Gerichtsvollzieher. (ilin|ifehliuu)eii Mt. Schlachtham. Freibank. 5732 Heute und morgen: Schweineßkisch 50 Psg. Mineralwaffer ist stets frischen Füllungen empfiehlt 5998 Aug. Noll, Bahnhofftr. 51. Jußbodenanstriche aller Art, rasch und hart mit hohem Glanz trocknend, billigst bei 5999 ! Aug. Noll, Kahnhofstr. 51. 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Hermann Bogt, Bäcker, Seltersweg. 5897] Lehrling gesucht. E. Mohrmann, Hofschmied und Wagen- ___________bauer, Darmstadt.___________ Kellnerzunge gesucht auf sofort. 5979 _______________Brauerei Röhrte. Tüchtige Lauffrau per sofort gesucht« 5980 _____________Ludwigstratze 8, in. 5990] Tüchtige Waschfrau gesucht. ____________Bahnhofstr. 63, in. 5991] Saubere, unabhängige Frau für Vormittags gesucht. __Bahnhofstraße 63, III. 5967] Junges Mädchen aus anständiger Familie tagsüber zu einem Kmde gesucht. Bahnhofftr. 54, II. 5966] Ein Mädchen vom Lande sofort gesucht._____________Neuenweg 40. 5798] Mädchen tagsüber gesucht. Bergstraße 17. 5921] Eine unabhängige Frau oder Mädchen tagsüber gesucht. Näheres Marktstr. 26 im Laden. 5171] Junges, braves Mädchen aus ordentlicher Familie tagsüber sofort gesucht Bahnhofftr. 50, Cigarrengeschäft. 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Mi°!strrtu Beteln in Odl tr GroßbrrzozihM z Sieben, di M 5970] Es wird gebeten, den am Freitag Abend im Dheaterlocal verwechselten Regenschirm umzutauschen. AZestanlage 44, III 9. Ouvertüre z. Op. »Die Zigeunerin' von Balfe^ 10. „Nackklänge aus dem Zillenhal', Fantasie für Piston-Solo ». Hoch. (Trompeter Giesecke.) 11. Musikalische Ueberraschungen", Potpourri von Stete^ld. 12. Czardas a. d. Op. »Der Geist der Wojewoden' von Großmann. ^oflßarten.mit Ansicht der strompeler-Lorps find an der AalTc ä 10 Hksg. zu |dM. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Psg. Kinderlose Wiltm eines höheren Beamten, in guten Verhältnissen, wünscht, um nickt allein zu fein und in ihrem Heim mehr geistige Anregung zu haben, von ihrer elegant eingericktelen Wohnung 2 Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer) an einen, den besseren Standen angehörenden Herrn, der in den «OerJahren, zu mäßigem Preiseabzugeben. Reflectanten sind gebeten, ihre Mittheilungen unter Nr. 590 an Hansen» ftein & Bögler, A.»G., Darmstadt, Gesangverein Liedertafel Launsbach am 19. und 20. Juni d. Js. fein 22-jähriges Stiftungsfest M Auf Obiges Bezug nehmend, halte ich mich mit Speisen Getränken bestens empfohlen Ph. Friedrich Pfaff Wwe -ikßkncr w»““ Theater-Verein. Auf vielseitigen Wunsch findet Dienstag den 14. Juni, Abends 8 Uhr, im Giessener Festsaal eine Wiederholung von Hans Huckebein zu ermässigten Preisen statt 5925 Billets bei Ernst Challier und Abends an der Kasse: Loge Mk. 2,50, Parquet I Mk. 1,50, Parquet II Mk. 1,00, Studentenkarten Mk. 0,75, Gallerie Mk. 0,40._________ Der Gesammtauflage der heutigen Nummer liegt für die Wähler des 1. hessischen Reichstagswahlkreifes tte Flugblatt des liberalen Wahlausschusses bei.5998 Rvbacticn 5. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen UmversnälS-Buch. und Steindruckerei cP"! Vttltl, II. $ aiib btxtiti am *3 Vnlst», 11. lchtt Sitzung vor hallen. - Sm II feinen |td)8®3d)lgi Thtile In Tyrol; Balin, 11. ; dlattrs, ta§ die! lanb gekannt sei Wlpplnen in ffii diese Nachrid iosbesonhrr, da en avtrnichteter Balin, 11. WbM|,0n cur N« ttgtln, feh ll(6t vech keine spanische Reglerui Serlch, ii, tTeo»tnn 8tn{) M 9oblBibuaB Balch, 11. nscheinen u bie Wartne.®enj .Ä" 11 «01 '** 6tltt „ tavou die Mli eom 2? i« R| UeblItragunfl m ;LL». -Ä“ 8'n|l»n. •t 8>low scheu Universitäts- buchdruckerei im Druck befindlich gewesenen Flugblattes bereits am Donnerstag zugegangen, dessen Druck erst am Freitag bewerkstelligt wurde, und dessen officielle Ausgabe durch uns erst gestern und heute erfolgte (liehe Beilage). Zu der ihr eigenen geschmackvollen Manier verarbeitet die „Mitteldeutsche Sonntags-Zeitung" dieses Flugblatt, indem sie darauf nur persönliche Beschimpfungen gegen uns bringt, den sachlichen Inhalt aber nicht zu widerlegen weis;. Wer Gelegenheit hatte, den Ton der gegenseitigen Bekämpfung der Socialdemokraten unter sich, wie er gegen° wärtig im Wahlkreise Solingen von den Genossen Scheidemann und Schumacher an der Tagesordnung ist, kennen gelernt _8u haben, wird sich nicht wundern über diese ungehörige Art der Kampfesweise der Schriftleitung be» hiesigen socialistischen Organes. , _ .. . . Wir dürfen für uns in Anspruch nehmen, bisher den Kampf in anständiger, ruhiger Weise gegen >eden Gegner geführt zu haben, und wir appelliren angesichts dieser Handlungsweise an das Gefühl der Wähler. Eine Schriftleitung. die sich nicht scheut, aus Entwendungen Angestellter anderer Druckereien ihren ^toft zu schöpfen, um dem Gegner den Knüppel schon vorzeitig zwischen die Beine zu werfen, hat wohl nicht mehr den Anspruch Der. König»- u. Laura . . . Cifnt'litin. Oest. Staatsb. do. Sudbahn Gotthardbahn. Jura»Simplon Princ Henry . lütt tn freettü«. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minden. Madrider. . . Mem. Th. 100 Oesterr v.1860 Oldenb.TH.40 Raab-Grazer . Türk. ftS. 400 p«r StSck w Btt. Ansbacher st. 7 AugSburg. st. 7 Bnchw.Thlr20 Freiburg, k«.10 Mailand. fS.10 Meininger fL 7 Pappenh. st. 7 LenedcgerL. 30 L *V» 8 SV» 8 «V. SV» 4 Si/i 8 SV» 6 4 5 8 4 4V» 4Vl 8 5 4 «V» 4 4 b 1 1 D. ReichS-Anl. do...... Preuß.ConsolS do...... Badische v. 86 Bayr.St.-Obl. a.Heff.Si.-Obl. do...... do...... Württemberg. M »llindtsch«. Griech.E.B. v. 1890 .... Griech.Monop. Italiener Ate. do...... Oest.Goldrte.. Oest. SUberrte. Portuq. Staat । do...... Rum. am. Äte. Ruffen v. 80 . Schwedens 80 Serben v. 95 . Spanier . . . Türk. Zoll-Ob!. bo.coTroJLit.C. 1 do. Lit.D. Tours 11./S- 1 102.80 96.26 102.90 96.50 100.60 101.95 101.50 101.40 98.60 ““ 38.50 44.50 91.90 58.- 102.80 86.15 30.15 19.65 100.10 103.— 101.45 60.2t 34.61 98.— 26.5k 1 vom 4-/6 102.80 96.35 102.95 96.70 101.— 102.— 101.60 102 — 93.70 101.20 37.30 43.70 91.60 57.40 103 20 l 86.— i 30.— 1 19.25 1 100.20 102.90 101.8c 58.7c 35.3c 97.- 26.21 21.81 Ung. Goldrte.. do. Anl. do.Staatsrte. do. E.B.Gold v. 89 . . . . Arg. inn. Anl. do. Luß. v. 88 ChtnesischeAnl. Egypt. unific. . ' Mexico v. 90 . do. Eisend. . do. Silber. . Stdtt-ebl. Darmstädter . do...... Gießen er (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . do...... Offenbacher. . Wormser . . . do...... Lissaboner . . Rom II—VIII Buenos - Aires Htndestzrl.Aul. S.-Brauns. . . do...... do. Lich . . . Usnbg. Bierst. Tours 11./6. | 102.70 88.85 99.45 101.55 79.60 67.85 101.— 109.40 96.40 92.90 23.90 101.— 100.10 102.50 —.— i 64.80 94.10 76 50 99.5c Bü'sc vom 4./6. 102.75 89.05 99.50 101.60 80.20 67.45 101.10 97.- 93.— 24.30 100.10 102.50 — 64.— 94.— 76 50 99.5( 80.01 S | i 4 4 4 4 ; 4 3 3 3 3 3 3 4 3 3 4 5 4 4 4 4 P >|3 Eilend.-ßriorit. Dsutsch-. Heff. Ludwigs- bahn v. 68/69 do. v. 75/78 . Allg.dt.Kleinb. Hu»l&nM1<. Elisab.-B.strfr. Kaschau-Oder. berget v. 91 Lombarden. . do...... Oest. Staatsb. do. LVIII . do. v. 85 . . do. Erg.-Retz Prag-Dux 96 . Raab -Oedenb. (alte) . . . do. v. 97 . . । Rudolf Gold . Jtal. gar.E.B. Livorneser . . Sicrl. v. 91 . ToScanier . . Ruff. Südost . do. Eüdwest Rjäsan - UralSk • Wladikawkas . Anatolier. . . Salom-Mon.^ Tours 1176. i 102.30 101.— 76.75 102.80 95.05 91.— 87.25 82.20 78.90 102.20 58.65 61.10 94.30 92.60 103.2c 101.4t 103.1( 97.11 1 58.- t oorn • 4./6 5 4 get. 4 gek --4 3 \ 102.65 4 101.50 3‘ —.— 3* 76.30 4 102.80 94.95 4 —3‘ 94.15 87.45 3* 4 82.05 4 78.80 102.55 3* 68.10 4 60.55 4 94 20 3 92 60 4 101.50 4 103.10 j 101.50 4 ) 101.303 97.20 3 57.50 Ifnibritft. ; Gothaer unkb. 1903 .... 1 Grundschbk. Ser. V—VI do. I—II , do. unk. 1906 Frkft. Hypbk. XIV..... , bo.XII—XIII , do. XV. . . Frkst. HYP-- Creditverein do. Ser. 27 . , do. Ser. 28, 30, 33 . . . , do. Ser. 29 . Ldw.Cred.-Bk. Hambg.Hypbk. Ser.141—250 , do. 46—190 Merning. Hyp. do. neue . . /, do. unk. 1907 , Pomm. Hypbk. 1 Preuß. hypbk. V UI—XII do. neue . . . 7i do. 1905 . . V»| Rhein. Hypbk. __unI._1904_. Tours 11-/6-1 101.75 103.— 100.20 99.60 100.50 98.70 99.70 99.55 102.20 98.60 99.20 102.— 100.25 99.75 97.70 100.60 99.70 । 100.50 100.20 ; 101J0 99.80 98.70 e vom 4./6 101.80 103.- 100.20 99.60 100.50 98.70 99.70 99.50 102.30 98.60 99.20 101.40 100.25 99.75 97.70 100.60 99.70 i 100.50 100.20 101.20 99.80 _ 98.70 5 87, 4 4 4 <7, __ Westdeutsche Bodencredit 1 in Edln . . 1 Ung. Lds.-Ctr. Direrst. BuderuS . . . Eisenb. Rtbk. . Hirzh. u. Lollar ßttd'Arfiki. Dtsch. ReichSbk. Berliner Hand. Darmstädt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. DiSct.-Comm. Dresdener . . Mitteldt. . . . Nationalbk. . . Oest.Cred.-Act. Kleyer Fahrrad Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Nordd. Lloyd . Bochumer Guß Selfenk. Brgw. ! Hnrven. Brgw. aotirie vom 11./6 4/6 100.50 100 50 99— 99 — 101.40 101 40 101.50 101.50 98.— 97.40 160.60 160.45 167.20 167.90 159.15 159.10 200.70 199.30 118.50 118.— 201.— 199.30 162.80 161.50 118.60 118.60 146 80 146 70 304.» 4 304.'/. 270.— 273 — 147.60 148.50 420.- 417.50 115.- 116.90 228.50 230.60 188.80 192.90 186.60 190.45 2 4 4 5 87, ■ 4 5 3 27, 3 11 6. | 204.50 308.« 4 70.— 140 90 86.50 HL— 147.75 170.80 138.— 134.85 126.05 91.85 35.95 38.40 23 60 112.50 25 50 13.30 22.90 28.90 28.10 <•/« 209.60 810. Ve 69»/» 140 5t 84.80 110.00 146.60 170.80 138.65 135.— 126.10 138.5* 36.3* 38.40 23.»0 112.60 25 45 13.50 23 — 23.46 23 20