Facht paaren, latten, Wwaaren . 85M nstuse« ev, Krippen 1644 SSL, unreifen ijtil ßi Srohik. Hvtzck 19, Dacao. lats achuM. igttuni» irtt aüit‘nllIia Krifanif *b^nPr h Wjft ändl5 feder« Lf"* Nr 214 Erstes Blatt. Dienstag den 13. September 1SOS Gießener Anzeiger ■it PriBfrrt^e. v-, MH«f •trrtdüMti*. General-Anzeiger 2ln»ts- und 2lnzeigeblutt für den Ureis Gicfzen QeneNmt wen Rnpigca zu der Nachmittag« ftr dm Ta| trf*nnctibcn Nummer bi« Warm. 10 Utzr. »chh-Nrl ItgNch ■rit lulnabmr bt« Monlag«. Kür Nnzeigen-ykrmittlung«RrIm bt« I». nft l^UebM nrbmrTi Anzeigen Hr bat Oietzena Inzaga Die G^tzena •erben bem Rnzetga •Gchnttltch vtrrmal bagdegt. ■^7ä7. ST*”1 f Gratisbeilngr: Gießener Familienblätter. -r.....— —------—:—— — . ' ------ — — ---------' -----------II uiiiiiii-ii..■■■ii Ubrffie für Depeschrn: Anzeiger Stejee. ^aniprrcha Nr. kl. Die Kaiserin von Oesterreich ermordet! Folgende entsetzliche Nachricht meldete an» am Sam»tag Abend der Telegraph: Wien, IO. September. Nach einer Mel- düng auS schriebe« und Beweise für die Schuld de» Dreyfu» verlangt. Der Brief, von welchem Pellieux sprach und welcher unterfertigt war: „Ein Geschworener", war offenbar wieder eine Fälschung. Durch dieselbe hat Pellieux sich bestimmen lassen, ein geheimes gefälschtes Documeut zu verlesen. — Daß die Kundgebung de» Zaren keinerlei Abrüstung bezweckt, findet jetzt wenigstens mittelbare Bestätigung in zwei militärischen Erlassen desselben, in denen Nikolaus II. seine besondere Anerkennung für das auf dem Gebiete der Rüstungen Geleistete k-ndgibt. Anläßlich des Besuche» de» Kaisers in Sebastopol ist ein Tagesbefehl ergangen, in welchem es heißt: „Seine Majestät hat alle Truppenthetle, über welche Se. Majestät dort Schau abhtelt, in glänzendem Zustande und glänzender Ordnung befunden, war vollkommen zufrieden mit der Ausrüstung der Sebastopoler Festung, sowie dem vorzüglichen Zustande der geschichtlichen Denkmäler der ruhmvollen Bertheidtgung Sebastopol» und spricht dem Befehlshaber der Truppen de» Odessaer Militär-Bezirk-, Grafen Masiin Puschkin, seinen allerhöchsten Dank au». Ein kaiserlicher Erlaß au den General-Admiral Großfürsten Alexis vom 6. d. Mt». erinnert ferner daran, wie vor zwölf Jahren Kaiser Alexander III. mtt dem jetzigen Zaren in Sebaftopyl und Nikolajew frc^otg die Wiedergeburt der Schwarz Meer- Flotte begrüßt habe und kaüpft an die jetzt erfolgte Besichtigung dieser neuen Flotte und der Marine Anlagen folgende Bemerkung: „Ich fand Alles in vorzüglicher Ordnung und in vollkommenster Bereitschaft. Ich freue mich der erzielten Erfolge, denn in der starken Flotte, welche gegenwärtig bet Sebastopol versammelt ist, erblicke ich ein solides Unterpfand für die fernere ruhige und friedliche Entwicklung des gesammten Süden» Rußlands." Ungeachtet dieser Betonung der FrtedenSaufgabe der Flotte dürfte der Erlaß, ähnlich wie der Tagesbefehl an die Landtruppeo, etwas dämpfend auf die allzu begeisterten Erwartungen brtrcff» der sogenannten AbrüstungSconferenz etnwtrken. Suttuer'sche Gedanken sprechen jedenfalls nickt daraus. Cocaies uttö provinzielles. Gießen, 12. September 1898. • • Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, am 10. September den Hauptsteueramt-controleur bei dem Hauptsteueramte Gießen Georg Balzer zum HauptsteueramtSrendauteu bet dem Hauptsteueramte Worm» zu ernennen. • * Das Gießener Volllbad. Wir hatten gestern Gelegeu- hett, da» seiner Vollendung entgegengehende hiesige Volk»- bad eingehend zu besichtigen und müssen gestehen, daß unsere Erwartungen in Bezug auf dasselbe nicht nur voll erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen worden find. Die äußerst sinnreiche und praktische Anlage, sowie die durchweg gediegene Ausführung müssen jede» Fachmannes wie der Laien Beifall und Anerkennung finden. Eingehende Schilderungen de» ganzen verdienstvollen Baues hoffen wir demnächst von berufener Feder bringen zu können, für heute beschränken wir uns darauf, die Leser unsere» Blatte» auf die am 17. d. M., Nachmittag» 3 Uhr stattfindende Eröffnung des Bade» aufmerksam zu machen. Die Stunden, in welchen eine Besichtigung de»selben erfolgen kann, werden von dem Vorstand seinerzeit bekannt gegeben werden. • ♦0. Unseren mufikliebeudeu Mitbürgern wird von Interesse fein, zu erfahren, daß der Bauer'sche Gesangverein, unter Leitung seines vortrefflichen Dirigenten Herrn Paul Polster, gestern Nachmittag und Abend in dem von der Curverwaltung auf der Terrasse von Bad Nauheim veranstalteten Doppelconcert mit ganz außerordentlichem Erfolge thätig gewesen ist. An dem Programm war der Verein mit neun Nummern betheiligt, denen auf stürmisches Verlangen noch zwei Einlagen zugegeben werden wußten. Sämmtliche Stücke wurden von dem überaus zahlreichen Publikum mtt rauschendem Beifall ausgenommen und durch wiederholte Hervorrufe de» Dirigenten belohnt. Da» Programm begann mit Dürrner'» „Sturmbeschwöruug" und endete mit dem „Morgenlied" von Rietz. Schon durch diese Wahl bekundete der Dirigent sein Vertrauen auf da» nicht gewöhnliche Können seine» Verein» und dies Vertrauen ist auf da» Glänzendste gerechtfertigt worden. Zunächst fiel Allen, die den Verein zum ersten Male hörten, sein Reichthum an ausgeglichenen, wohlklingenden Stimmen in allen Lagen auf, die mit immer gleicher Frische auSdauerteu von der ersten bi» zur lrtzten Note. Musterhaft war der Ansatz und die Aussprache, tadellos die Einsätze und der Wechsel von forte und piano, namentlich gelang den Tenoristen daS gehauchte pianissimo ganz vorzüglich- überall war der Schwung und die Sicherheit zu erkennen, die nur durch strammste Schulung uud fleißigste» Studium erzielt werden. Unter der Hörerschaft waren verschiedene Gießener, die mit Freude und Stolz den Erfolg ihrer strebsamen Mitbürger begleiteten. * ♦ Radfahrsport. Unter sehr starker Betheiligung der Bezirk-Vereine fand gestern in Biedeukopf da» diesjährige Herbstfest des Nordbezirk» des Gaues 9 de» Deutschen Radfahrer-Bunde» statt. An der damit verbundenen Vereins-Dauerfahrt nahm auch der „Gießener Radfahrer-Vereiu 1885" Theil, indem er Nachts um 8 Uhr mit 20 Mann unsere Stadt verließ uud auf Umwegen über Herborn, Dillenburg, Eibelshausen um 8 Uhr früh das Ziel Biedenkopf, ca. 83 Kilometer, geschloffen pasfirte. Bei der Abend» stattfindenden PreiSvertheilung wurde demselben in der Gruppe dcr größten Vereine de» Bezirks der erste Preis, ein stibervergoldeter Pokal, Ehrenpreis der Damen Biedenkopf», und eine Ehrenurkunde zuerkannt. Bei dem am Nachmittag veranstalteten PreiScorso errang derselbe Verein tu gleicher Gruppe ebenfalls den ersten Preis, ein fllberbefchla- genes Trtnkhoru mit Unterständer. Beide Preise find in dem Schaufenster des Herrn Kürschner Kretzschmar, Marktplatz 22, ausgestellt. All Heil! • * Jubiläum. Am Samstag Abend vereinigte sich eine stattliche Anzahl Freunde und BerufSgenossen des Locomotiv- führer» Herrn Chr. K. Seth im Restaurant Sauer, Neustadt, um dessen am 1. September stattgehabtrS 25jährige» Dienst-Jubiläum festlich zu begehen. Die tu mehreren schwungvollen Toasten hervorgehobeneu Verdienste de» Jubilars in Freunde»- sowohl al» wie in Collegenkreiseu zeigten so recht die Beliebtheit, deren er sich allseitig zu erfreuen hat. * • Vorsicht! Mau schreibt un»: Bet dem am Freitag Nachmittag 3 Uhr 11 Mtn. hier eiutreffeuden L o c a l zu g von Fron- Hausen flog kurz vor der Einfahrt in hiesigen Bahnhof au einem Waggon mtt Einzelcoupös beim Pasfiren einer Weiche au einem mir drei Personen besetzten Coups eine jedenfalls nicht vorschriftsmäßig geschlossene Thüre auf. Der betr. Schaffner, welcher beim Halten des Zuges auf da» Geschehene aufmerksam gemacht wurde, schien die» für bedeutungslos zu halten, da er nur gemüthltch erwiderte: „So!" Ganz ander» dürfte hierüber jedoch das Publikum deukeu. Bekanntlich stellen sich Kinder mit Vorliebe trotz aller Ermahnungen an die Coups- thüren, und wie leicht können durch Ausstiegen nicht vorschriftsmäßig geschloffrner Thüren Menschenleben zu Schaden kommen. Daß die» bei dem geschilderten Borkowmntß nicht zu beklagen war, ist nur einem glücklichen Zufall zuzuschretbeu. * ♦ Verhaftet. Am vorigen Sam»tag Abend wurde ein verheiratherer Arbeiter von hier wegen Verbrechens gegen § 177 bezw. § 43 des Reichsstrafgesetzes verhaftet. • • Für Kaufleute und Gewerbetreibende dürfte die neue gesetzliche Bestimmung von Jntereffe sein, wonach mit dem 1. Januar 1900 ab jeder Geschäftsmann in feinem Firmenschild außer dem Familiennamen mindestens einen Vornamen bekannt geben muß und zwar ohne Abkürzung - stad mehrere Geschäftsinhaber an einer Firma betheiligt, so müssen wenigstens die Namen von zweien angegeben werden. * * Wetterbericht. Die Depression im Nordwesten hat stch vertieft und haben über den britischen Inseln und an der norwegischen Küste die Winde aufgefrischt. Die Furche, welche sich gestern von dieser Depression über Irland zur Biscayasee zog, verläuft heute über Frankreich, während an der französischen Westküste das Barometer bereits wieder steigt. In Central-Europa ist das Wetter anhaltend heiter und sehr warm. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch heiter und warm. n. Vom Laude, 11. September. Oester» füllen wieder Berichte über verheerende Feuersbrünste, die in den verschiedensten Gegenden wütheteu uud so manche köstliche Habe uud so manche» stattliche Befitzthum tu etien Trümmerhaufen verwandelten, die Spalten der Blätter. Wohl die größte Zahl der Brände wird durch kleine Linder verursacht. Der angeborene Nachahmungstrieb des Kindes veranlaßt e», Handlungen und Thätigkeiteu Erwachsener im Spiele selbst- thätig au-zuführen, ohne Bedenken, ob es durch sein Thun Nutzen ober Schaden stiftet. Daß sein Spiel der Anfang unsäglichen Unglücks und Elends werden kann, dazu fehlt ihm noch jede Ueberlegung. ES giebt wohl keine Familie und keine Schule, in der man nicht die Kinder und Schüler ermahnt und warnt, ja nicht mit Zündhölzchen und feuergesähr- licheu Gegenständen zu spielen, ja man verwahrt diese an einem möglichst sicheren Orte- aber ein» läßt man außer Betracht: darauf hinzuweisen, soll der Zweck dieser Seilen sein. Am Feldraine steht eine dichte Dornhecke, auf dem Acker liegen Unkräuter, Disteln u. s. w., in der Wiese wurden beim Reinigen derselben allerlei brennbarer Uarath aufgehäust. Der kürzeste Weg, diese kleinen Hebel zu beseitigen, ist da» Verbrennen. Kommt erst die Zeit der Kartoffelernte, daun erfreuen sich Jung und Alt an dem flackernden Feuer und dem qualmenden Rauche, den die aufgeschichteten dürren Kartoffelstauden liefern. Vom Dorfe au» sehen die Kinder die Feuerchen. WaS sie in der Ferne sehen, da» möchten sie gerne in der Nähe haben. Jetzt machen wir un» auch ein Feuerchen, erschallt e» au» dem Munde der Spielenden. Schnell werden Stroh, Reiser und Streichhölzer herbeigeschafft, und wenn nicht der Zufall durch da» Eingreifen Erwachsener den Anschlag verhindert oder da» Feuerchen erstickt, dann ist Mi Mtiite JS? das V Khmers 9 lhon drr Z Wb, der Lew S K 8er - H U < WltWt * t >8 i Nm i 'Hü S.l« eine »««fcS ‘Nnnabäen,' «...-Mal et -r-E feSSj e. 611116 »4.6. » 61111” fit > gla imposant banoerv vnin ^schmückten r. herrlich selege sihchoevFep meister W -°s St. W vllsttll Vrotzh He» August lonbtd den l ung am ffest übergab daai paait, 1870, an we neuer üatseril hurbe, anfnfl ckS „Oermai Misteln un sammenstehen tu Pflege al Sprecherin bi hierauf nach W w wünschte, baß ihm schaam i bamen ans bli Hager, zuglei Mnfctnb. D eatMeud, gr tituto schön« stch und nai werbe, bem, zehner, sand gebrachte I nachzukomme halten werbe selbe sein Fi sangsvortläz erfreuten, n bei Wtrthsi crfreuenb gestörte unb 3ubo lilbst, wie aui gelten, die Mel onsere» verei dlreins „®in und darum g M. M. 8 Hr verblei Steinbacher Einigkeit 1 zu vermieden. Lchulstr. 6. empfehlen billigst 9043 A. & G. Wallenfels Markt 21. Telephon 46. pat.-MMholinskilk Sache abgesonderte Befriedigung in!v " 7 Anspruch nehmen, dem ConcurS- 'ft die einzige, wirksamste, concurrenzlose Toilette-Gesundheirs-Seise. Versteigkrungen lirhinintiniidjiiiiiu'ii Eiiipsklünngen Veriniethungen ßsgiötKeineSchönKeit ohne Gesundheit. vermalter bis zum 27. September 1898 Anzeige zu machen. Fronhausen, den 8. Sept. 1898. König!. Amtsgericht. 9026 Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines GläubigeraurschusseS und eintretenden Falles über die im § 120 der Eoncursordnung bezeichneten Gegenstände auf Mittwoch den 5. Oct. 1898, Vormittags IO Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 18. Novbr. 1898, Vormittags IO Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Eoncursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Eoncursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der nach kein Ausweg gefunden wird, diese Eowpttenzfragen vorher in irgend einer Form zu lösen, dürfte Mainz schwerlich auf den Sitz des LomwandoS restectiren können, da alsdann nur eine preußische Stadt in Betracht kommen könnte. — Bedeutende Güterdiedstöhle sind in den letzten Jahre» auf den hiesigen Güterhallen der Eisenbahn vorgekommen, m e* bfn Eifrigst« Nachforschungen gelingen wollte, die Diebe zu ermitteln. Gestern endlich hat man einen der Diebe und gleichzeitig mehrere Hehler erwischt und fest, genommen. Bei den letzteren fand man große vorräthe gestohlener Güter, und zwar in solchen Massen, daß man an- nehmen muß, daß mehrere Dieb? dkl her Tacke betdeilist sind. Aus der Zeit für die Seit Vor 26 Jahren, am 13. September 1872, starb ans dem Rechenberg bei Nürnberg der namhafte Philosoph Ludwig Andreas Feuerbach, der zuerst ein Hauptvertreter der Junghegel'schen Schule, später sich mehr und mehr dem religiösen und politischen Nadicalismus zuneigte und besonders hervorragend war auf dem Gebiete der Religionsphilosophie. Er wurde am 28. Juli 1801 zu Landshut geboren. Concuröverfahren. lieber das Vermögen de« Bau« «ernehmers Valentin Leuge- ie-lb von der Sandmühle bei Hach» bm wird, da der Lengefeld den Antrag auf Eröffnung des Concurses über sein Vermögen am 5. September 1898 gestellt und die Behauptung seiner Zahlungsunfähigkeit durch das zugleich mit einer Ueberficht der Vermögensmasse mit Erläuterungen zu Protocoll gegebene Verzeichniß feiner Gläubiger und Schuldner ausreichend begründet hat, In e am 8. September 1898, Vortags t/,12 Uhr, da» Concurs- »rfahren eröffnet. Der Kaufmann August Finger $ Fronhausen wird zum ConcurS Arvalter ernannt. Eoncursforderungen find bis zum 1 November 1898 bei dem Gerichte nijimelben. Emil Bender, Seifen und Parfümerien, 8307 Scknlftratze 5. 8999] Wetzsteingasse 19 ist ein Logrs zu vermietheu. gestörte altberühmte daß Schicksal einer Familie oder Gemeinde besiegelt, verbiete oder beschränke man darum die Feuer im Freien, wal gerade in diesem Jahre, in dem die Felder voller Frucht» und Strohhaufen stehen, durchaus nöthig ist, um de« Nachahmungstrieb der Kinder keine Veranlassung und feine Gelegenheit -um Nachahmen zu geben, so kann das Uebel so mancher Feuersbrunst am Leichtesten verhütet werden. o. Steinbach, 10. September. Am vorigen Sonntage, dem 4. d. Mrs., fand hier die Weihe der neuen Fahne des hiesigen Gesangvereins „Germania^ statt. Zn dem Feste hatten sich etwa 20 benachbarte Gesangvereine eingebunden. Ein imposanter Festzug bewegte sich unter wehenden Verein«» dannerv unter Vorantritt zweier Capellen durch die festlich geschmückten OrtSstraßen. Nach Ankunft desselben auf de« herrlich gelegenen und so recht für ein derartiges Fest geschaffenen Festplatze wurde die Feier durch Herrn Bürgermeister Krämer eröffnet, dessen Rede In ein begeistertes Hoch aus Se. Majestät den Kaiser, und Se. Königliche Hoheit unsern Großherzog, ausklang. Der Präsident des Vereins, Herr August Keßler, dankte den zum Feste Erschienenen, besonder« den Brudervereinen, für ihre frenndwillige Betheilig» ung am Feste der Einweihung eine« Frieden«panter« und übergab dann da« Wort dem Festredner, Herrn Pfarrer Haocke, welcher, au«gehend von dem 1. und 2. September 1870, an welchem ein morscher Thron zertrümmert und ein neuer Kaiserthron eine« endlich einigen Deutschland« gegründet wurde, anknüpfend ferner an den Namen des feiernden Verein- „Germania" die Fahne weihte dem deutschen Liede, diesem Edelstein unter den Stimmen der Völker, dem festen Zn- sammrnstehen zum schönen, großen, deutschen Baterlande, der Pflege alle« Schönen, Guten, Edlen und Wahren. Die Sprecherin der Festda«en, Fräulein Marte Größer, übergab hierauf nach einer Ansprache, in der sie dem Verein ein ^stetige« Blühen und Gedeihen und dem neuen verein«banner wünschte, daß sich stet« nur tüchtige und edle Männer unter 'hm schaaren möchten, da« vorher im Festzuge von den Fest» tarnen aus blauen Bändern getragene Banner dem Fahnen- näger, zugleich ein Hoch auf den feiernden Verein au«» dringend. Der Fahnenträger, Herr Karl Horn, die Fahne enthüllend, gelobte im Namen de« Verein«, daß derselbe seinem neuen schönen Banner als einem Zeichen der Ewigkeit unter ^4 und nach außen stet« Ehre machen und sich bemühen werde, dem, wa« ihm heute wieder nicht nur durch die Fest» *edner, sondern auch durch da« ihm von Nah und Fern dar- gebrachte Interesse zur Ausgabe gemacht sei, unausgesetzt »achzukommen. Uib daß der Verein diese« Gelöbniß hochhalten werde, dafür scheinen die Verhältnisse, unter denen derselbe sein Fest feiern durfte, zu bürgen. Nicht nur die Ge- sangSvorträge, mit denen die vielen Vereine ihre Zuhörerschaft erfreuten, nicht nur die durchaus von Allen gelobte Leitung der Wirthschaften sondern vor Allem die herzerfreuende Fröhlichkeit und die durch Nicht« 1 dereinigte sich e« ifitn des Locomolt» iuraat Saun, Re» tMlS yösahrizei ’• Dir In rnehtno Bttdltvfit des Ick toQegenfeeiUn getgta eilig jll eijnutn U dtw am FnilllM iocalzugm z,v igln Bahnhosanilw inMeanttnm: falls nicht öorfirr-j- tr. Schaffner, iilia ehene anfmttfa p Hol zu halten, h n tiz ander« iianntlii ßeüen ti ingta an ble Soap Wflltgtn nicht öfr itnUbta v11** ,n Pnlvanun'. ck L Anfall znznl^c tag Abend Boili l- jen Lerbrecheal eS verhafiet. bende diirfie die«« (ein, wonach ,nn in feinem besten! etnelid"' ohne Sbkürznog! o beiheiligt, so w leben werben. im Nordwesten je M Zseln und - M. Die M iM -*11” ter achalMb W WMrrüvg: y Neueste Ncrchvichten. Depeschen de« Bureau »Herold^. Berlin, 12. September. DaS Kaiserpaar sandte am Samstag Abend nach Empfang der Schreckensnachricht e n in den wärmsten Worten gehaltene« Beileid«telegramm an Kaiser Franz Josef. W:e e« heißt, werde Kaiser Wilhelm zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach Wien kommen. Prinz Llbst, wie auch an den beiden folgenden sog. Kirchweihtagen anhlelten, bieten hierfür ein schöne« Vorzeichen. Möchte d esc« letztere sich bewahrheiten, und mögen die Bestrebungen anfere« Verein« „Germania", wie seine« Steinbacher Bruder» dkreinS „Eintracht" stets auf rechtem Wege geleitete werden und darum gesegnete sein und bleiben. M. Bad Nauheim, 11. September. Gestern Abend gegen 8 Uhr verbreitete sich da« Gerücht hier von dem Tode der Koiorrts mit firmo liefert billigst NrüSlyche Nniv.-Z>nlLrrtt. ° Miu ,b . kli 8aM h, '» «blf SL®“« «• nb die jnl.llto *■*« Pian£ J M dii . SlK** ®l«ti 9 hi “*• Kl baar 1 Nachts nm g m. Rtth u”tol8tn 8 Hl stütz bai q,l " pHrtt. 8eltG Jwbt btmjelben u 8|t!6 der erste fyrii, d» Damen viele» Bei dem nm I derselbe Benin 2 'ltr, rin filderbestl» Preist find 1 "tzschmar, Mud Ochns rünstl, di k |o “ rröT'y LA- I* tiil d B 110„h gjüi« * "i”< E .'W 11*5«**; SKÄ SÄ-' Äadt (talfcl. Heute Abend: [8712 Has im Topf. 69b9] In beff. Hause schöne 2-Zimmer» Wohnung m. Cab. u.Zub. an ruh. Fam. »u verm. Näh, b. d. Exp. ds. Bl. Nachfrage der Arbeitgeber: Einige tüchtige Spengler, Kesselsckmiede und L^loffer für eine auswärtige Fabrik, 1 Glaser (Rahmenmacher), 4 Weißbinder, 1 schmied, 1 Wagner, 1 zuverlaff. Schneider für alle Werkstättearbeiten nach Aus- i ^'üss, 4 Sckreiner, 1 Hausburscke, 3 landwirthschaftliche Arbeiter, 3 Fuhrknechte, |1 Kindermädchen, mehrere Mädchen für Küche und Hausarbeit bei hohem Lohne, 2 üauffrauen, 1 braveö Mädchen zum Erlernen des Kochens für ein Hotelrestaurant, l siutzfrau, 1 Mann zum Säcketragen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, - Glaser, 1 Kupferschmied, 8 Lackirer, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner. 7553} 3. Stock, 4 Zimmer mit allem ubehör, per fofort zu vermischen. _____________Frankfnrterstr. 59. 7287] Mansardenlogis, 3 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen bei LouiS Hellmold, Steintzr. 31. 6723] Bahnhoffir. 51, U, kleine Wohnung an einzelne Person per 1. Del. zu vermiethen. 9033] Das Mansardenlogis in meinem Hause Franksurterstr. 6 ist zu verm. und am 1. Oct, beziehbar. Phil. Uhl. 8722] Schöne Wohnung (6 Zimmer mit allen Bequemlichkeiten) per 1. Oct. 9020] Der zweite und dritte Stock, je 6 Zimmer nebst Zubehör, auf fofort wegen Wegzug zu vermiethen. Heinr. 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Helm, Wtiuhdlg., Giessen, Visitkarten In jeder betieMgen BehrifUrt and Kartwerte werd* iu »ieeigen Preisen »ngefertifft In der Brühlschen Üniv.-Druckerei * Sehulstmeee 7._________________ Coursbericht MU J. Kurz & Co., Giessen, Kllhllhüfstlch 63. Frankfurter Börse vom 10. September 1898. Procent 3'/z Deutsche Reichsanl. 101.80 3 Preuß. Consols 94.60 37, Gr. Hessische Obl. 100.55 4 Stadt Darmstadt v. 1891 000.00 4 Stadt Worms unk. b. 1901 101.00 Procent 47, Oesterr. Silberrente 85.95 4 Ung. Gold-Rente 102.30 3 Portugiesen 24 00 6 Mexicaner 97.55 4 Monopol-Griechen von 1887 44.00 3 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 90.85 3 Jtal. staatsgar. Eisenb. 59.15 4 Eisenb. Rentenb. Obl. 101.50 4 Buderus Obl. 000.00 371 Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.30 87, Frkf. Hyp. Cred. V. unk. b. 1906 99.20 4 dto. unk. b. 1905 102.00 37, DeutscheGrdsch.B.unk.b.1906 99.20 37, Hambrgr.HypBk. unk. b. 1905 99.50 37, Preuß.Hyp.A.Bkunkb.1905 99.60 37, Pomm.Hyp.A.Bk. unk. b.1906 100.00 4 " Frkf.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 101.70 20 Franken-St. Engt. Sovereigns Dollars in Gold Darmst. Bk.-Actien Geldsortenr Brief Geld Brief Geld 16.18 16.15 Franz. Banknoten —1 80.70 20.38 20.34 Oesterr. dto. -.-169.75 4.20 4.17 Americ. —.—|4.187i Ab endcourser 153.90 Oesterr. 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