len in) ise 0 20 Hg. e Kasse Lawsiij IW ittutlfl 794' 'm 1898. eit Oberheffeus. UftliN Hin; irsstellung IllS. chr» und LuxuiM Zeit. rte, Aufführung M- ^ndsknechtsreigai und 5- [4423 je#. f J«8« an. ii denchrn von MMch 16. Dbl- 1898. .Sie-tr H Sritchs H» sutfl* DIL 86 30 102*0 1935 ffj| Uff ti6S iou; 10026 *$518 5 Kis«' !t» ** sö.K "'S 08*11 Nr. 188 Erstes Blatt. Samstag den 13. August 1SOS ^rlckcint täflfid) mit Ausnahmr bei Montag». Dir Girßrnrr Pamitieabtätter tterbrn d,m -lnzeigrr wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Ltjugrprrl» vtcrtfljährlid) 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu ber Nachmittag- für ben folgenden Tag erscheinenben Nummer diS Borm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzetgen-BermittlungSstellen deS In- und Au«landes nehmen Anzeigen für ben Gießener Anzeiger entgegen. Aints- und Anzeigeblntt für den *KrcU Greszen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstratze Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Htetzen. Fernsprecher Nr. 61. Deutsche» Reich. Berlin, 10. August. Orientreise bei Kaisers. Durch Vermittelung deS Auswärtigen Amtes find nunmehr auch die obersten Vertreter der evangelischen Kirche tu ben Niederlanden, Dänemarck usw. eingelaben worben, ber Ein« Weihung ber Erlöser-Kirche in Jerusalem am 31. October bei- zuwohnen. Auch nach Nordamerika sollen Einladungen ergangen sein. — Kaiser Wilhelm hat laut „Franks. Ztg." bcnfenb bas wiederholte Anerbieten bei Sultans, die Unter- br ngung und Verpflegung für ihn und sein Gefolge gelegentlich der Reise nach Palästina ihm zu überlasten, abgelehnt uno sowohl für Palästina wie für Aegypten dem Hause Look übertragen, die nöthigen Bolkehrungen zu treffen. Zu Ehren de» Kaisers wirb bas syrische Armeecorps bei Jaffa zu einer großen Parade zusammengezogen. Berlin, 11. August. Gegenüber ben in ber Tagespreise verbreiteten Mittheilungen über ben verlaus bet im Reichsawt de« Innern gesührten wirthschaftlichen Vorarbeiten für die künftige Gestaltung unserer handelspolitischen Verhältnisse stellt die „Nordd. Allgem. Ztg." fest, daß ba! Ergebnis der bisherigen Erhebungen über den Umfang ber heimischen Gütererzeugung fast durchweg ein in besonberem Maße befriedigendes ist. Die Annahme, baß ein großer Tyeil ber Fragebogen nur unvollstänbig beantwortet unb daler für ben beabfichtigten Zweck unbrauchbar sei, entbehrt^ demselben Blatte zufolge, vollständig der Begründung. Berlin, 10. August. Unfallstatistik. Das Reichs- verflcherungsamt ist mit der Aufstellung einer gewerblichen Unfallstatistik für daS Jahr 1897 beschäftigt. In ben 90er Fahren hat fich die Zahl ber Unfälle Park vermehrt unb bte Steigerung scheint noch immer anzuhalten. Die neue Statistik soll den Ursachen bieser fortwährenden Steigerung nachforschen. Such soll die neue Statistik die Wirkung der Unfallverhütungs« Vorschriften im vergleich zu« Jahre 1887 zeigen. Die Arbeiten werden fich noch wett in bas Jahr 1899 hineinziehen. Berlin, 10. August, lieber ben Depeschenbien st auf der letzten Norblanbsfahrt des Kaisers werden folgende Angaben gemacht: Der Depeschendienst mit der „Hohenzollern" wurde etappenweise versehen, und zwar: 1) durch ein bei der Depeschenstation Kopervik unb 2) durch eia bei Maudal, der südlichsten norwegischen Telegrapheustation, stationirtes Torpedoboot- 3) durch ben Aviso „Hela" bei FrederikShava on der Norbküste Jütlands - 4) durch zwei Torpedoboote bei Korsör. Die Torpedoboote gaben und nahmen Depeschen in voller Fahrt läugsseit der „Hohenzollern". Diese Depeschen waren in wasserdichten Säcken verschlossen und wurden mittels Leinen von Bord zu Bord geworfen. Die „Hela" hingegen mußte ein Boot auSsetzen, daS den Depeschrnsack an Bord der „Hohenzollern" brachte. Aus der Fahrt von Bergen nach Riel sind ganze Stöße von Depeschen auf die „Hohenzollern" brförbert worden, darunter eine allein von etwa 2000 Worten. Wie viel Zeit bloß daß Entz ff:rn der durchweg! chiffrirten Telegramme in Anspruch genommen haben muß, läßt sich ungefähr denken. Auch die Beamten auf ben beiben norwegischen und dänischen Telegraphenstattonen werden einige heiße Arbeitsstunden bet dem Abtelegraphiren gehabt haben. Das Telegramm, welches den Tod Fürst BiSmarckS meldete, erhielt der Kaiser an Bord der „Hohenzollern" Sonntag, 31. Juli, früh gegen 7 Uhr von Bergen aus. Die NachtS eingezogenen Flaggen werden sonst Morgens 8 Uhr mit Flaggenparade auf der »Hohenzollern" gesetzt. Zum Zeichen der Trauer aber wurde diesmal über Toppen Halbstocks geflaggt mit Ausnahme der Kaiserstandarte. Ein im Hafen von Bergen liegendes französisches Kanonenboot setzte alsbald, wie eS daS internationale Teerecht vorschreibt, ebenfalls die deutsche Üriegsflagge halbstocks. Der Grund für daS deutsche Flaggen« Manöver wurde dem Franzosen alsbald durch ein von der «Hohenzollern" herübergesandtes Boot mltgetheilt, worauf der franzöfische Capitän an Bord der „Hohenzollern" kam, nm dem Kaiser sein Beileid auszudrücken. Im Uebrigen mögen die Franzosen wohl hinterher etwas verdutzte Gefichter gemacht haben, als sie hörten, daß fie dem Andenken des eisernen Kanzlers feierlich die letzte Ehre nach Seemanns« brauch erwiesen halten. Berlin, 11. August. Staatliche Maßregeln zur Stärkung lei Deutschthums in der Stadt Posen find dort letzter Tage bekanntlich in Besprechungen beraiheu worden, an welchen unter der Leitung deS Finanzmintsters Dr. v. Miquel die Minister des Lultns, Dr. Bosse und des Innern Frhr. b. b. Recke, ber Oberpräfibent, ber Regierungspräfibent, ber Laubtagsmarschall für die Provinzialverwaltuug, und der Oberbürgermeister der Stadt Posen sowie der Stadtverord» setenvorsteher thellnahwen. Wie nun bekannt wird, haben diese Berathnngen zu sehr befriedigenden Ergebnissen geführt. Man hat die Bauten für ein Provinzialmuseum größeren Stiles sowie für eine Bibliothek von etwa 300000 Bänden soweit vorbereitet, daß wohl unzweifelhaft in dieser Beziehung schon dem nächsten Landtage die erforderlichen Vorlagen gemacht werden können. In Betreff ber Mitwirkung ber Provinz bez«. ber Stabt Posen scheint im Wesentlichen ein volle! Etnverstänbniß erzielt zu sein. Die Durchführung ber Nieder- legung ber Umwallung unb ber bann auf ben betreffenden Grundbesitz zu errichtenden Bauten steht nunmehr grundsätzlich wohl außer Zweifel. ES wird aber selbstverständlich noch einige Zeit vergehen, bi» alle dieserhalb bestehenden Fragen vollständig geklärt, unb bte thatsächliche Erweiterung ber Stadt Posen in Angriff genommen werden kann. Hiervon wird auch die enbgiUige Beschlußfassung über ein herzu- stellenbes größere» GesellschastShaus unb ein neues Gymnasium abhängen. Uebrigen« haben bte Minister fich auch ber Herstellung einer hygienischen Anstalt durchaus geneigt gezeigt. Berlin, 11. August. Durch eine Labinetsorbre vom 3. d. M. sind in ber Gliederung beS KriegS- ministeriumS mehrfache Aenderungen verfügt worden, die am 1. October d. I. in Kraft treten sollen. Wir heben daraus besonders hervor, daß fortan an die Stelle des Militär-Oeconomie-DepartementS die Bezeichnung „Armee- verwaltungs'Departement" tritt, von dessen fünf Abtheilungeu bte vierte, bisher ServiSabtheilung genannt, als „Unter* kunftsabiheilung" bezeichnet wird. DaS Centraldepartement zerfällt in eine Ministerial- und eine Intendantur« Abtheilung. DaS bisherige Departement für bat Jnvalibenwesen ist um* gewandelt in ein „Versorgung-« unb Justizdepartewent" mit drei Abtheilungeu: einer PenfionS«, einer Bersorgungs« unb Jnstizabtheilung. Die btSherige FeftungSabthetlung bet Allgemeinen KriegSbepartementS erhält bte Bezeichnung //Ingenieur- unb Pionterabtheilung". Die bisherige Re- montirungSabtheilung wird ersetzt durch eine „Remoute- Jnspection" mit dem Remonteinspecteur an der Sp tze, dessen Befugnisse im Ganzen unverändert bleiben. — Der deutsche Verein für das nördliche Schleswig, dessen Mitgltederzahl neuerdings namentlich durch die Herausgabe beS vierteljahrsblatteS „Die Nord- mark" erfreulichen Zuwachs erhält, besitzt jetzt 26 OrtSad- theilungen, meist im nördlichen Schleswig selber, mit zusammen 2762 Mitgliedern. Die stärkste und auch die älteste OrtSabthetlung ist diejenige von Lügumkloster, welche 300 Mit- glichet zählt. Außerdem bestehen noch OrtSabthetlungen in Flensburg mit 161, Schleswig mit 79, Husum mit 38, Itzehoe mit 65, Kiel mit 155, Rendsburg mit 54 und Ham- durg-Altona mit 244 Mitgliedern. Neuerdings haben fich auch die Kassenverhältniffe deS Vereins, nach einem zeitweilig recht ungünstigen Stande ganz wesentlich gebessert. — Der dritte national-sozt ale Delegirten* tag findet vom Sonntag den 25. bis Mittwoch, den 28. September in Darmstadt statt (nicht wie zuerst bestimmt war vom 2. bis 5. October). Als Tagesordnung ist in Ausficht genommen: 1. Sonntag, den 25. September, Abends : Orffentliche Versammlung. 2. Montag, den 26. September und die folgenden Tage: Berathnngen, und zwar 1) Geschäftsbericht — Secretär Wrack. DiScussion. 2) Politischer Jahresbericht — Pfarrer Naumann. 3) Referat: Das deutsche Kailerthum — Geh. Hofrath Professor D. Dr. Bohm- Leipzig. 4) Referat: Die Handelsverträge — Professor Dr. von Schultze-Gaevernitz aus Freiburg i. B. und Kaufmann Pohlman auS Hohenaspe. 5) Referat: Organisation und Agitation — Secretär Wenck. Während die Verhandlungen über Punkt 5 ber Tagesotbnung vertraulich sein sollen, fiub bie übrigen Verhanblungen öffentlich. Sämmtliche verhanblungen finben im Kaisersaal statt. Das nähere Programm wirb Anfang September mitgetheilt. Arr-Urud. Budapest, 11. August. Der gestern spät Nachmittag» stattgefundene Ministerrath beschäftigte fich ausschließlich mit der politischen Lage. Banffy dürfte fich wahrscheinlich heute oder morgen nach Wien begeben. Budapest, 11. August. »Pesti Hirlap" bezeichnet die Lage für Ungarn als sehr kritisch. In Wien herrscht die Meinung vor, daß der Widerstand Ungarns unbedingt gebrochen werden müsse. Agra«, 11. August. Im UniverfitätSgebsube explo- bitte in ber Wohnung bes Pedells eine Menge von diesem angefertigter Feuerwerkskörper. Die Wohnung wurde vollständig zerstört, Frau und Tochter des Pedells furchtbar verwundet, zwei andere Kinder leicht verletzt. Mailand, 11. August. In Oder- und Mittelitalieu wüthet ein heftiger Orkan mit starken Niederschlägen, welcher überall großen Schaden anrichtete. UnglückSnachrichteu treffen ans Parma und Ravenna ein. Amsterdam, 11. August. Der Ausstand d er Arbeiter,. welche die Ausschmückung des Hafens für die Krönungs* feierlicbfeilea ausführen sollen, nimmt jtden Tag größere Dimenfionen an. Die Socialdewokraten halten fortgesetzt Versammlungen ab unb entwickeln eine lebhafte Agitation, um einen allgemeinen Ansstanb während der Krönnngsfestlichkeiteu zu Stande zu bringen. In allen Städten werden Meetings organifirt, um gegen den königlichen Hof und speciell gegen die Krönungsfeierlichkeiten zu protestiren. Das Central- Comitö des Ausschuffes für diese Feterlichkeüeu wird wahrscheinlich das Geld, welches ihm von den verschiedenen Stadtverwaltungen zur Ausschmückang ^gegangen ist, zurückschicken. London, 11. August. Infolge bedrohlicher Meldungen aus Peking werden in maßgebenden Regierungskreisen bie russisch-englischen Beziehungen als äußerst gespannt bezeichnet. Der neu ernannte englische Botschafter in Petersburg hat fich infolge telegraphischer Orbre von Kopenhagen nach Petersburg begeben. London, 11. August. „Stanbard" meldet aus Hongkong, baß zwei amerikanische Kriegsschiffe nach ben philippinischen Gewässern abgebampst feien, um ben Truppen Agutnaldos Waffen zu liefern, falls biese für bie Freiheit ber Philippinen kämpfen wollen. Sofia, 11. August. Der glänzeube Empfang, welchen ber Fürst in Montenegro erfahren hat, sowie bie Bestätigung von bem Abschluß eines politischen unb militärischen Bünd« niffes hat hier eine außerorbentliche Befriedigung hervorgerufen. Sofia, 11. August. Der macedouische Congreß hat ein an die Mächte gerichtetes Memorandum beschlossen, in welchem die baldige Durchführung des macedouijcheu autonomen Programms verlangt wird. ES wurde sodann eine sechsgliedrige Central-Agitations-Commission gewählt unb ber Congreß hierauf geschlossen. Madrid, 11. August. Der spanische Botschafter in Pari! deprschirte, daß die Schlußnote Amerikas bereits in seinen Händen sei. In dem heute von der Königin- Regentin präfidirten Ministerrathe wird also vermuthlich die Entscheidung fallen. Madrid, 11. August. Die Presse bespricht die Einberufung der Cortes in durchweg abfälliger Weise. „Epocca" ist mit der Einberufung der Cortes nicht einverstanden. Die Abtretung ber Philippinen hänge nur von ber königlichen Gewalt ab. DaS Blatt „Nazione" glaubt, baß die Zusammenberufung ber Kammer nicht möglich sei, ba Mittheilungen über bte gegenwärtigen Zustäube infolge ber Censur nicht gemacht werben bflrfen. — Tine FriebenS-Politik ist nun wirklich in Washington vereinbart worben. Die Unterzeichnung steht allerbiugS noch aus. Das Protocoll ber Friedenspräliminarien bestimmt als Ort ber Friebensverhaublungen Paris. Ebenso trifft eß eine Vorkehrung für bie Grvnblage eines Waffen* stillstanbeS. Die amerikanischen FriebenSunterhänbler sollen unter allen Umständen auf der „Zurückbehaltung" der Philippinen bestehen. Der franzöfische Botschafter Cambon erbat von ber spanischen Regierung bie Ermächtigung, bie Urkunde Über die Friedenspräliminarien zu unterzeichnen unb fügte hinzu, baß Spanien sofort bte Vorschläge Amerikas unterzeichnen ober zurückwetseu werbe- Amerika sei ent- schloffen, keinen neuen Aufschub zu gewähren. Wie bte römische „Tribnna" melbet, findet zwischen dem Vatican und den Erzbischöfen Jreland unb Martinelli, sowie bem spanischen Minister bes Auswärtigen, Herzog Almodovar, ein fort« laufenber Schriftwechsel statt, um bte FrtebenSbebtngungeu bah in abznändern, baß bte religiösen Interessen ber katholischen Einwohner bes von Spanten an bte Bereinigten Staaten abzntretenben Gebietes nicht geschädigt werden. — Augenblicklich scheint Rußland starkes Oberwasser in bem hartnäckigen chinesischen Etsenbahnkrtege erlangt zn haben. In demselben Augenblick, wo Balfour als Vertreter des Auswärtigen Amtes tu Abwesenheit des ins Bad gereiften Lord Salisbury unb bes erkrankten Curzon unter Aufbietung großer Dialektik im Londoner Hause der Geweinen nachwies, daß die Politik der offenen Thür von England stets aufrecht erhalten worden fei, und daß kein Grund zu düsterer Auffassung vorliege, erhiett die „Times" ein Telegramm, wonach das Tsungli Damen in Peking alle Forderungen des russischen Geschäft-träger- Pawlow bezüg- Uch der Verlängerung der Niutschwang-Bahn zugestrnden und thatsächlich England mit seinen „Offenen Thür-Ansprüchen" abgeblitzt ist. Dazu kommt die Nachricht, daß die Peking- Hankau Bahn, die thatsächlich mitten in daS Aangtse-Jnter- effeugebiet England- eindriugt, ebeufall- in btt Hände Rußland- gegeben ist. — Verzweifelt meint die „Time-", nach den jüngsten Aeußeruugeu Balfour- sähe e- nicht so au-, al- ob England energisch auftreten werde. Der „Standard" erklärt ferner, wenn die Regierung wünsche, daß dar Vertrauen der Nation tu ihre Festigkeit und Voraussicht wieder hergestellt werden soll, so wüßten entscheidende Schritte geschehen, um da- Vorgehen der Nebenbuhler England- in Lhina lahm zu legen. Da- Land erwarte eine Handlung, nicht aber Epigramme de- Ministerium-. Aehnliche Beschwerden hat die englische Preffe bekanntlich schon früher ohne Erfolg laut werden laffen. Der Jahresbericht der Großh. Handelskammer Gießen für 1897 I behandelt tu dem „Allgemeinen Theil" den deutsch- englischen Handel-Vertrag, das hohe Jntereffe betonend, welche- die Industriellen und Handeltreibenden beider Länder an demselben bekunden. Der Maaren-Austausch Eaglands und Deutschland- übertrifft nach Ansicht der Kammer, bei weitem die Ziffern der wechselseitigen Ein- und Ausfuhr anderer Nationen, und wird der Hoffnung Au-druck verliehen, daß die ersprießlichen Handelsbeziehungen eise längere Störung oder größere Beeinträchtigung nicht erfahren werden. — Die Betheiltgung der Industriellen au- dem diesseitigen Bezirk, an der tm Jahre 1900 in Part- stattfindeuden Weltausstellung wird nach dem vom Großh. Ministerium erstatteten Bericht eine sehr geringe werden. — Die auf Grund der von den einzelnen Branchen eingelaufenen Mitthetlungeu gegebenen Berichte über Thatsacheu lauten wie folgt: 1) Bankgeschäft. Das Jahr 1897 hat tu unserer wirthschaftltcheu Ent« Wickelung wettere gute Erfolge gezeitigt, welche auch auf das Bankgeschäft nicht ohne Einfluß geblieben sind, so daß die Ergebvtffe der Bankthätigkett für die abgelaufene Bericht-« Periode al- befriedigende zu bezeichnen sind. Trotz der erschwerenden Bestimmungen de- neuen BörseugesetzeS war da- Jahr 1897 reich an Gründungen und Capitalerhöhungen zahlreicher Acttengesellschafteu, und hierdurch dem Publikum genügend Gelegenheit geboten, sich an soliden, gewinnver« sprechenden Unternehmungen zu brtheiligen, wie auch die Besserung der Verhältnisse in Amerika, das Aufblühen von Handel und Verkehr dortselbst, zu manchen Umsätzen tv amerikanischen EtseubahnfoudS Veranlaffuag gab. Die Durchführung der Couverfion Deutscher StaatSfond- vollzog sich nicht, ohne daß ein Theil der in diesen Fond- jahrelang sestgelegten Summen in industriellen oder anderen, eine bessere Rente versprechenden Werthen angelegt wurde, eine Thatsache, welche durch den ConrSückgang der einheimischen Staatsanleihen deutlich zum Ausdruck gelangte. Jndeß hält der solide Theil der Kundschaft erfreulicher Weise noch immer au der Vorliebe für Deutsche Werthe fest, wenn auch die Rente auf diesem Felde schmäler geworden ist. Von den politischen Wechselfällen des Jahre- 1897, welche das Bank« geschäft in ungünstigem Sinne beeinflussen, find die Ereignisse auf Kreta und der Griechisch-Türkische Krieg hervorzuheben. DaS Verhalten der Mächte bet Erledigung diese- Conflicte« beweist jedoch, daß da- Bestreben der maßgebenden Regierungen darauf gerichtet ist, jegltche weitergehevbe Cowplicationen im Keime zu ersticken und berechtigt un- zu der Hoffnung, daß der zu einer günstigen wirthschaftlicheu Fortentwickelung dringend nöthtge Frieden erhalten bleibe. 2) Bierbrauerei. Der Gang deS Geschäftsbetriebes tm Betrieb-jahr 1897 war gegenüber dem des vorauSgegaugenen etwas nachthetltg beeinflußt durch die theilweise höheren Roh- und Brenn- Matertalievpreise, die aber immer noch normal zu nennen waren, ferner durch höhere Löhne. Diese ungünstigen Momente find jedoch wohl bei fast allen Brauereien durch höheren Absatz in Folge vermehrter und besserer ErwerbS- verhältniffe in Stadt und nächster Umgegend ausgeglichen worden, so daß die Brauereien das Srgebuiß deS vergangenen Geschäftsjahres immerhin als zufriedenstellend bezeichnen können. Die Aussichten für da» Jahr 1898 find leider ungünstig- Gersten- und Malzpreife find wesentlich höher, auch stellt fich der Hopfen theurer, wie im Berichtsjahre. Eine etwas erhöhte Ausbeute deS Malzes 1897er Ernte und die bis jetzt anhaltende Absatzsteigerung dürften die ungünstigen AuSfichtrn etwas mildern. In Bezug auf daS Unfallver- ficherungSwesen rc. macht fich besonder- bet einer Brauerei, welche nebenbei Laudwtrthschaft betreibt und zeitweise einen inmitten des Besitzthum- liegenden Steinbruch auSbeutet, ein Mißstand recht bemerkbar, welcher bet der durch diese Neben- betriebe ersorderlichen Zugehörigkeit zu den einzelnen Unfall- berufSgenossenschasten namentlich bei Unfällen solcher Arbeiter schars hervortritt, welche tagsüber in allen Betriebszweigen beschäftigt werden. In solchen Fällen entstehen zum Nach- theil deS verunglückten Arbeiters leicht Streitsragen darüber, welche BerufSgeuossevschast zur vollen Rentenzahlung verpflichtet ist. Ebenso find die von den BerufSgenossenschasten geforderten besonderen Lohnnachweisungen für den Arbeitgeber fast ganz unmöglich erntet ausführbar. 3) Borsttn. DaS Gtschäft tu Borsten hat gegen da» Vorjahr eine wesentliche Aenderung nicht erfahren. Die Zu- fuhren waren bedeutender, während die Umsätze fich in den gewohnten Grenzen hielten. LS kam deshalb zu einem weiteren PreiS-Rückgang, der nicht zum Mindesten auch auf die Thatsache zurückzusühren ist, daß Amerika weniger Maare alS sonst dem Markte entnahm. Im Uebrtgen blieb der Export auf der seitherigen Höhe. 4) Buchhandel. Der Geschäftsgang im Sortimentsbuchhandel war im Berichtsjahre der gleiche wie im Jahre 1896. Im Gegensatz zu letzterem machte fich jedoch um die Weihnachtszeit ein auffallend geringer Kleinverkanf bemerklich. DaS Weih- uachtSgeschäft dürfte in unserer Brauche im Allgemeinen nicht dem vorjährigen nachstehen, doch wurde bemerkt, daß im einzelnen Falle wehr gekauft wurde, vom großen Publikum aber weniger alS zu Weihnachten 1896. (Fortsetzung folgt.)_____________ CocaUs rrnd provinzielle». Sieben, den 12. August 1898. • • Technische Hochschule Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädtgst geruht, am 6. August den ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule, Geheimen Hosrath Dr. Adam Nell, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom 6. October 1898 an, in den Ruhestand zu versetzen und ihm die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstorden- Philipp- de- Großmüthigeu zu verleihen. • * Oberheffifche Industrie. und Gewerbeausstelluug. Gestern Mittag 12 Uhr fand in Butzbach die feierliche Eröffnung der Oberhesstschen Industrie- und Gewerbe- auSstellung statt. Als Vertreter der Großh. Regierung wohnten dem feierlichen Acte die Herren Staaismtntster Rothe, Excellevz. Mtvistertalrath Braun von Darmstadt, sowie Herr Provinzialdirector v. Bechtold-Gießen bet. Her- Dtrector Jäger-Butzbach verlieh in einer Ansprache seiner, wie des Comitäs Freude über da» Gelingen de« UnternehmeoS beredten Ausdruck, dankte den Herren Regie- rnugSvertreteu sür da- durch ihr Erscheinen bekundete Wohl- wollen der Regierung und bat darauf den Herrn Staat-- Minister, die Ausstellung zu eröffnen, welchem Wunsche Seine Excelleuz gern entsprach. Der Eröffnung folgte ein Rund- gang durch die Ausstellungsräume, bet dem Se. Excellenz wiederholt feine Zufriedenheit über die ausgestellten Gegenstände, sowie da» ganze Arrangement äußerte. Die Besichtigung de» überaus anziehend und lehrreich aurgestatteten hessischen Bauernhause-, in dem liebenswürdige Butzbacherinnen in verschiedenen hessischen Landestrachten die Honneur- machten, bildete den effectvollen Schluß de- RundgangeS, dem dann ein Festmahl fich anschloß. Mehrere hundert Herren nahmen au demselben Theil. DaS Mahl war trefflich zubereitet und fand durch eine Reihe gehaltvoller, die Bedeutung de- Tage- würdigender Trinksprüche die entsprechende geistige Würze. Die flinken Butzbacherinnen entwickelten im Anpreiseu von AnfichtSpostkarten und AuSstellungSloosen eine erfolgreiche Thätigkeit und verliehen dem Feste dadurch einen erhöhten Retz. Die Ausstellung ist allseits gut beschickt und bietet ein recht erfreuliches, anschauliche» Bild oberhesstschen Handelsund GewerbefletßeS. Der Besuch derselben darf daher mit Recht Jedermann angelegentlich empfohlen werden. • • Getödtetes Pferd. Gestern wurde das am 25. Juli verunglückte werthvolle Pferd de- Etgarreufabrikauten Herrn H. C. Fteßer erschossen. DaS Pferd war bet der Badischen Pferde VerficherungSanflalt zu Karlsruhe (Vertreter I. Weisel, Gießen) versichert und wurde, weil Heilung unmöglich erschien, aus Antrag der Versicherungsanstalt getödtet. • • Der Landesgewerbeverein hat seit der letzten Generalversammlung vom 8. August 1897 einen gegen frühere Jahre außerordentlich starken Zuwachs von Mitgliedern erfahren. Die Zahl derselben tft von 5869 auf 7608 gestiegen und erfährt fortgesetzte Zunahme. Die Zahl der OrtSgewerbe- vereine hat sich um 21 vermehrt und betrug am 1. Juli d. I. 86. Der Grund für diese erfreuliche Erscheinung beruht eines- theilS auf einer erhöhten Thätigkeit der Ortsgewerbevereine und den erleichterten Bedingungen für Gründung der Vereine, zur Hauptsache jedoch ist er dem Gesetz bett, die Abänderung der Gewerbeordnung vom 26. Juli 1897 zu verdanken, welche« den Gewerbevereinen neben den Innungen die Berechtigung angewiesen hat, alS Unterbau für die zukünftigen Handwerkskammern zu dienen. Den stärksten Zuwachs an Mitgliedern hat die Provinz Starkenburg mit 1154 zu verzeichnen, danach Oberhrffen mit 449 und Rheinhessen mit 162. Von den neu entstandenen Ortsvereinen entfallen 17 auf Starkenburg und 4 auf Oberheffen. •* Wetterbericht. Das barometrische Maximum hat an Raum noch gewonnen und ist zugleich dessen Kern ostwärts in den Continent hereingerückt. Derselbe bedeckt heute noch ganz Süd- und Mitteldeutschland und weist eine Intensität von mehr als 770 Mm. auf. Unter dem Einfluß des hohen Druckes ist auf unserem Gebiete zumeist eine Besserung des Wetters eingetreten und haben die Niederschlage allenthalben aufgehört. Die gestern über den Hebriden lagernde Depression ist bis zur skandinavischen Küste gezogen. Ein neues Minmuim nähert fich von Westen her den britischen Inseln. — Voraussichtliche Witterung: Heiter und warm. D Darmstadt, 11. August. Der in den Ruhestand soeben versetzte Professor für Trigonometrie, praktische Geometrie usw. an der Technischen Hochschule, Geheimer Hofrath vr. Nell ist einer der verdientesten Lehrer der Anstalt- man kann wohl sagen, daß er beinahe zwei Generationen Ingenieure, Geometer usw. in diesen Fächern ausgebildet hat. — Die Stadtverordneten verwarfen heute die Einsprüche von Bewohnern der sogen, alten Vorstadt gegen daS Statut, daS ihnen bei Neu- oder Umbauten die Anwendung des Sthls des 17. Jahrhundert« (Barock) bei der Fassade vorschreibt. KleiN'Welzheim bei Seligenstadt, 10. August. (Rauch- Jubiläum.) Der hochbetagte Korbmacher Balthasar Ostring von hier bezieht schon seit 65 Jahren seinen Rauchtabak von der Firma G. H. Schirmer zu Gießen. Letztere, durch ihre Geschäftsreisenden auf diese Thatsache aufmerksam gemacht, dedictrte dem getreuen Kunden auS Veranlassung seine« 81. Geburtsfestes vorgestern ein ansehnliche« Quantum Rauchtabak al« Angebinde. Dem Jnbilaren, der schon vor acht Jahren mit seiner um vier Jahre älteren Gattin m Rüstigkeit sein goldene« Ehejubiläum seierte, schmecke da» Pfeifchen noch ganz vortrefflich. △ Mainz, 11. August. Za der im Jahre 1900 hier stattfinoenden 500jährigen Geburtstagsfeier Guten- berg« find die Vorarbeiten von dem vorbereitenden Ausschuß jetzt soweit fertiggestellt, daß zur Ausarbeitung de» P-o- grammeS geschritten werden kann. Die Feier soll einen Intet» nationalen Characier tragen und nach jeder Richtung hin in durchaus würdiger und glanzvoller Weise begangen werden. Bon den die Vorarbeiten leitenden Oberbürgermeister Dr. Gaßner und Oberbibliotekar Dr. Velke find wegen Abfassung einer Denkschrift Über den Erfinder der Buchdruckerkunst, ihres Werthe« und ihrer Couscquenzen Beziehungen mit Gelehrten und Forschern de« Ja- und de« Auslandes angeknüpft worden, deren Namen für den wissenschaftlichen Werth de» Inhaltes der Denkschrift Garantie gewährt. △ Mainz, 11. August. Seiten« der hiesigen Metzger- Innung ist eine Petition an die ReichSregiernng und den Reichstag wegen Aufhebung der Viehfperre in Vorbereitung. Die Metzger- und Schlächterverbände der Nachbarstädte sollen veranlaßt werden, sich dieser Petition anzu'chließeo. Hier in Mainz hat fich bi» jetzt der allgemein beklagte PreiSanfichlag de« Fleisches und Fleischwaaren ver- hältnißmäßig noch wenig fühlbar gemacht. Worm», 10. August. In der auf heute Nachmittag 4 Uhr anberaumten Versammlung der Stadtverordneten wurde an Stelle de» früheren Oberbürgermeister« Herrn W. Kückler einstimmig der Bürgermeister von Darmstadt, Herr Köhler, zum Bürgermeister der Stadt WormS gewählt. Als jährlicher Gehalt wurden 10,000 Mk. festgesetzt. Wie die „WormserZtg." hö:t, wird der neue Bürgermeister vorau-fichtltch schon am 1. September sein neue» Amt dahier antreten. A AuS Rheinhessen, 11. August. Die Hoffnungen be- züglich de» Ausfälle» de» Herbstes werden in Rhein- Hessen immer mehr heruntergestimmt. Dte quantitativen Aus- fichten find allgemein sehr gering und in qualitativer Beziehung verspricht man fich mit Rücksicht auf dte fortwährende unsommerltche Witterung auch nur einen sehr geringen Wein. Arrr der Zeit für dle Kett. Vor 96 Jahren, am 13. August 1802, wurde in dem ungarischen Dorfe Czatad der Dichter Nikolaus Lenau (Niembsch Edler von Strehlenau) geboren. Seine lyrischen Gedichte, unter denen seine „Polenlieder" und die „Schilflieder" am weitesten verbreitet sind, zeichnen sich au« durch Wohllaut, Bilderreichthum und tiefes schwermüthiges Gefühl. Seine größeren Dichtungen sind reich an einzelnen Schönheiten. Der Dichter verfiel später in unheilbare Geiste«- krankheit und wurde am 22. August 1850 in der Irren- Anstalt Oberdöbling bei Wien von seinen Leiden erlöst. Veenrischte». * Eine Dampferfahrt auf dem Zürichsee. Bei strahlen- dem Sonnenglanz unternahm am Mittwoch Nachmittag ein muntere» Trüpplein Ingenieure der Firma Escher Wyß n. Co., verwaltungsräthe, Preßleute und sonstige Emgeladene auf der von dem genannten Hanse hergestellten Aluminium' Dampfpinasse „Dr. Karl Peter«" eine Spazierfahrt auf dem See. Wir waren, so schreibt ein Theilnehmer in der „N. Zür. Ztg." die Letzten, die in schweizerischen Gewässern auf dem hübschen Steamer fuhren, denn binnen wenigen Tagen wird diese» Erzeugniß der schweizerischen Industrie nach dem Vicioria-Nyanza in Afrika abgehen. Das Auswärtige Amt der deutschen ReichSregiernng, welche» daS Fahrzeug bestellte, lud seiner Zeit alle deutschen Schiffswerften zum Wettbewerb ein. Der Vertrag bestimmte, daß kein Stück de« Schiffe» mehr als 160 Kilo wiegen dürfe- diese Bedingung konnte indessen nur durch Anwendung vou Aluminium erfüllt werden. Dte Firma Escher Wyß u. Co. ging au» dem Wettbewerbe als Siegerin hervor, dank der großen Erfahrung auf diesem Gebiete. DaS Schiff hat eine Länge von 13 Metern, eine Breite von 2,7 Metern. Da- schwerste Stück de» K ss'l« wiegt 210 Kilo, da- schwerste Stück de» Sch ffeS 160 Kilo. Beide Maschinen ztigen 32 bi» 37 Pferde!,äft'e an. Da» Boot wiegt mit Wasser in den Kesseln und Brennmaterial für fünf Stunden sieben Tonnen- der Schiffskörper kann in neun Stücke zerlegt werden. Gefeuert wtrd ausschließlich mit Holz, und e» find beide Kessel ganz unabhängig von einander. An Bord können fünfzig Mann genommen werden. Der Preis des Fahrzeuges stellt fich auf rund 40,000 Fr. Der Kessel kann mit einem Schlüssel gelöst werken - da» angehängte Beiboot au» Aluminium bient zum an» Land fahren. Die Probefahrt fand am 26. Juli in Anwesenheit der Herren Banrath Kretschmer und Corvetten Capitän Pohl, der Beauftragten de» ReichSmarineamt» statt. Fürst v. Wied, der den Bau zu Überwachen hatte, war von dem Ergedniß sehr besriedigt. ES wurden 16 Kilometer oder ungefähr neun Knoten in der Stunde zurückgelegt DaS Boot hat fich al» sehr schnell erwiesen, trotz der überlastigen Kessel, die für Holzfeuerung eingerichtet find. In wenigen Tagen wird nun da» Fahrzeug in Kisten verpackt und nach der ostafrikanischen Küste gesandt werden. Tine Karawane von Negern, von einer Schutztruppe begleitet, wird e» in da» Innere de» Lande» befördern. Bier Monate braucht dieser Zug bi» zur Erreichung de» Victoria Nyanza. In KüSnacht legten wir an zu einem Abendschoppen im lauschigen Garten de» Hotel» zur Sonne. In kurzen Trinksprüchen wurde da- Ereigniß gefeiert und der geniale Schöpfer, Herr Schiff-baumeister W. Reitz, zu seinem Werke beglückwünscht. Al- wir un» erhoben, da verklärte bereit« da« Gold der Abendsonne die anmuthigen Rebgefilde, und wir genossen noch einmal die fit «n» "‘Nir 8 *a61:65 bet SÄ 1312 tj ojMkt Ä* '““'m »f* ‘ gittt ® I Ä jy-* Bit d-w"° , 2** S" “Ä’S 18, Jchhuuk «Ul 21- ®' in «»WM ->ahrhundelt hM »erden, dah erkannte und 818 1892 hii direkte Ursach Entdeckung dt änbeite fl- 61 indem nun8,1 gesunden zu fi namentlich don LrS Sacillu- । des Hnuptatten einer wichtigen Pfcht'icheo « Influenza im I dem tigtuM vür \tnt Influenza) et von Kiaukhel darf hoffen,' Thätigkeit de daS fett Iaht Mieder zurück * «all ein großer 2 LiSwarck wa «Reich-Hunde in feinen Sui fall- fehl lhf> ZWtr zügel Mkst nicht gt( Wl, dar w licht EM durchaus nV sie eigeuM Hühner bei gespielt Han Dirmaick « bett Misseth und Gatten, flitgelvolk je daS fich |u ( Hahn um ii dun H-G M eines Schiet i 6f«nh, aber L-'deo-tage bei ^nurMende! 8iN betfal pachte und f We und iHv ««hl. |ag( 1,1 Motg •tut tootb, n/mihit ''' Ma ^"ieilSataili i, i^eS ik Todesfall Sommer, Herbst nnd Winter und offeriren bei- Samstag den 13. August. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur . heil. Beichte. auf alle schon reducirte Preise während der Inventur- Liquidation. Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis. ie Lett. 802, wurde in dm Nikolaus Len» en. Seine lyW er“ und die M hnen sich qu« buch wermüthiges TM in einzelnen SW- unheilbare &eifM> )0 in der Irren- Leideu nM Aimzr Lieblichkeit unsere« Zütichsee«. Herz und Äuge badete« | tm soantgen warmen Vidit und die Brust weitete sich in der srischeu balsamischen Luft de« unvergeßlichen Sommer« te8 in qaaliiativn Leans btt sorwähMt ; seht gelingen ©ein. Gegen Fliegen, den, Ruffen und Wanzen kauft nur „Lahr'S Dalma". E« töbtet in 10 Minuten alle Fliegen im Zimmer. Nicht giftrg. Hunderte von Dankschreiben. Nur allem echt zu haben in versiegelten Flaschen zu 15—30 und 50 Pfg- Staubbeutel 15 Pfg. in Gießen in der Hirsch-Apotheke. 5454 ichste. 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Der berühmte Komponist hatte etn Testament über sein Vermögen, daS Alles tn Allem ca. 250000 Gulden beträgt, nicht hinterlassen, sondern eS wurde nur nach feinem Tode tn seinem Schreibtisch ein zweiseitiger Bries gefunden, der die Abrrsse an Simrock, den Berliner Mustkoerleger und Brahms' intimsten Freund, trug. Derselbe enthielt testamentarische Bestimmungen, bte aber wieder zuruckgenommen scheinen und überhaupt einander widersprechend sind. Auf der ersten Seile standen die folgenden Worte: Ich binterlaffe mein Verwogen zu gleichen Tbetlen b-m „Franz Lrszt-PenfionS-Fondb in Hamburg und dem „Wiener Musiker.Pensions Fonds, Kari Czerny". Darunter war voll ausgefchrieben Brahms' Name, aber die ganze Seite dann durchstrichen, was doch als ein Beweis angesehen werden mutz, daß der Compontst seine Absicht geändert In der Thal befindet sich auch auf dem zweiten Blatte deS BogenS der Sah: Ich hinterlasse mein Vermögen dcr Gesellschaft. I. B. Viele erklären sicher iu feto, ditz mit „Gefellfchaft" Biahms die „Wiener Gefellfchast der Musikfreunde" meinte. Die verschiedenen Vereine machen nun Anspruch aus das Vermögen, während Brahms' Verwandle behaupten, ein Testament im gesetzlichen Sinne set überhaupt nicht vorbanden und die Hinterlassenschafl für sich fordern. Daß letzteres BrahmS Absicht gewesen, glaubt über Niemand, da die Verwandten mit ihm kaum in irgendwelcher Beziehung gestanden. Zunächst mutzte übrigens erst festgestellt werden, wer in dem verwickelten Felle Kläger und wer Beklagter fei. Der hiesige untere Gerichtshof sprach letztere Eigenschaft der „Wiener Gesellschaft der Musikfreunde" zu, waö aber von den Anderen angefochten wird. Monate dürsten vergehen, ehe blefe Frage zum Austrag kommt unb bann erst kann ber eigentliche Zrocetz beginnen, ber fieber burch alle Instanzen geführt werben wirb. Die enbgiltige Enlfcheibung ist also nicht vor zwei ober brei Jahren zu erwarten. — eine literarische Preis-Concurrenz für Damen. Bei der kürzlich ausaetragenen literarischen Preis-Concurrenz ber «Wiener Mobe" erhielt Frau Jenny Schnabl in Wien den ersten Preis für die beiden Gedichte „Sonnentrunken" und „Versäumter Frühling , ferner Frl. Julwen Grünzweig v. Eichensug in Wien den zweiten Preis für da« Gedicht „Du". Bei der Concurrenz für Erzählungen auS dem modernen Leden wurden prämtirl: Erster Preis: F> au Babette Blum in Würzburg, zweiter PreiS: Frau Gräfin E. Schaffen, geb. v. Flügge, in Berlin (E. v. Sparrow). Die anderen Preise erhielten' Frau Heloife v. Beaulieu in Hannover unb Frau Marie v. BalLS-Roba in Bubapest (M. Roba-Roba). Bei ber Eoncurrenz für Erzählungen aus bem jttnberleben erhielt Frau Baronto Margarethe Sedlnitzky Eichenborff tn Wirfchkowltz bei Wagstabt tn Schlesien den ersten Preis unb Frl. Klara Regenstein tn Stettin ben zwei en Preis. Die PreiS-Concurren» für Humoresken mit fünf Preisen gelangte nicht zur Derlhellung unb wirb von ber »Wiener Mobe nochmals ausgeschrieben werben. — Unter ben hinterlassenen Papieren Anton SetblS ist ber I Corrccturabzug ber Partitur von „Tannhäuser" wie biese für bte I Pariser Große Oper vorbereitet war, aufgesunben worden, »nlon I Seidl war bekanntlich einer bet Kapellmeister WagnerS unb erhielt diesen Band als Zeichen der Verehrung zum Geschenk. Er ist von großem Werth, btnn fast jede Seite enthält Bleististnotizen, Bemerkungen und Verbesierungen von des Meisters eigmer Hand. Die fanatische Londoner Wagnergemtinde wird ohne Zwelsel ties erfchütleit sein, wenn sie hört, daß die „Beg'üßung' Elisabeths in der Sängerhalle einen langen Strich hat. Das Bacchanal tm ersten Act, daS besonders für Paris geschrieben war, liegt hier gedruckt vor aber es ist nur e'n Korrekturbogen, ber zahlreiche Aenderungen von WagnerS Hanb enthält. In ber Sangtourenfcene ist eine lange Einschaltung für Bltero.i Man weiß noch nichl genau, waS mit ber Partitur geschehen soll, .oehrscheinlich wird sie zum Besten ber Wlttwe Seidl- verkauft werd- _________________________________ rNxchliche Anzeigen öcr Stadt Gietzen. Evaagelische • eettnli. Sonntag den 14. August. 10. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Ltadttirche. Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Schlosser. In »er Johanneskirche. Vormittags 7’/« Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmrrten aus ber Lucas- gemernde^mittag. $faneT Dr. Naumann. Der Gemeinde wird mitgetheill, daß von dieser Wvche an der Collecleur der Anstalt für Epileptische zu Bethel bei Bielefeld d e Hauscollecle für diese Anstall in unserer Gemeinde erhebt. Die Collecle wird aufs herzlichste empfohlen. K»th»lifche •eetiele. Gottesdienst in der Synagoge. SamStag den 13. August 1898. Vorabend 7'» Uhr, Morgens 8" Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 8" Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 13. August 1898. Freitag Abend 7«- Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, SabbathauSgang 8« Uhr. Nachmittag 3» Uhr Lchrifterklärnng in dcr Synagoge. WockengotteSdienft Morgens 6»o Uhr, AbendS 7 Uhr.__ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 12. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittag»: Wasser 16°, Luft 20°. Rüdsamen'sche Badeanstalt. gefüttert morben?*-- * Militarfahrräder. wie die »Tägl. Rundschau" schreibt, ift der Bestand an Kr iegSfahrräderu bei den In- Materie-Bataillonen jetzt verdoppelt worden, so daß nun« „'hr jede« Bataillon mit vier Rädern ausgerüstet ist. Gleichzeitig find genaue Bedingungen für die Lieferungen, lowie die wichtigsten Dirtcliven für Prüfung und Abnahme 1er Armee-Fahrräder ausgestellt worden. — Die Räder »Offen für angestrengte Tourenfahrten geeignet, von starker, dauerhafter Bauart mit einer Tragfähigkeit bi« zu 85 Kg. fein. DaS Höchstgewicht darf nur 16 Kg., die Uebersetzung «uß 1 : 65 betragen. Die Räder find mit staubfreier Kugellagerung, Kugellagern an Rad und Pedalachsen, Tretkurbel- lagern, Tangentspeichen, Luftreifen und Nothdremse, sowie fämmtlichen Zubehörstücken zu liefern. Die im Inland zu iertigtrben Räder sollen ouS ausgesucht besten Theilen und Materialien hergestellt werden, größte Sorgfalt, Sauberkeit unb Genauigkeit find für die Herstellung zur ersten Bedingung gemacht. Um das Erkennen der Radfahrer im Felde zu erschweren, werden alle Schrauben gebläut, die blanken Tbeile tzrünirt unb alle ConstructionStheile, soweit als möglich, schwarz emaillirt. Der Lieferant muß sich zu kostenloser Beseitigung aller Mängel, die tm Laufe eines Jahre- her- Sonntag ben 14. August. 11. Sonntag nach Pfingsten, vormittags von 6«/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste beil. Metze: vor und in derselben AuStdeilung ber heil, omnuuuon. , um 8 Uhr. Die zweite Herl. Messe; , um 9au- Dir. PeL Krug. Programme kostenlos. Kyffhäuser Schule Technikum Frankenhausen am Eisenbahnbau- Polier- Baugewerk- Tiefb; Neue einfache Lehrmethode Staatl. gel. Abgangsprüfung W.-Sem-Anf. 3. Nov.Vorunt. 10. Okt. 8035 Verehre Montag den 15. August 1898, Abends 81/4 Uhr: XMV Haupt-Uebung. UH Das Commando. Giessener Radfahrer-Verein 1885. Sonntag den 14. August: Tages- tour nach Homberg a. Obm. Dortselbst: Zommttftst mit MM ktl., arrangirt von einem Mitgliede des Vereins. Abfahrt präcis 7 Uhr früh vom I Wallthor. Da das Arrangement dieses Festes unserem Mitgliede große Kosten verursacht, so wird dringend um reckt zahlreiche Betheiligung auch von Seiten der Damen ersucht. Montag den 15. August: Abendtour r Heuchelheim, Atzbach, Dorlar, Dutenhofen (Jagdschlößchen). Abfahrt 8* 2 Uhr, Hotel Schütz. 8042 Kaisergarten. Keule Ireitag Abend: Concert RegiÄerrts-CaPelle. 8037 Anfang 8 Uhr. Eintritt 20 Pfg._______________Eintritt 20 Pfg. Sängerkranz. Sonntag den 14. August, Yachmittags 5 Mhr: MI Sommerfest 5? irr Sterns Garten. Von 8 Vs Uhr ab: Tanzvergnügen. 8048______________________________ Der Vorstand. Manner-Turnverein. Wegen baulicher Veränderungen findet die nächste Turnstunde Dienstag den 30. August statt. 8038 __________________________________Der Vorstand. Gjchner M Zithnckb WohtthätrgKettsverein. Sonntag den 14. August 1898: 2. großes Sommerfest auf der Kulvermühke Eintritt 20 Pfg. [8040] Mitglieder frei. Zu zahlreichem Besuch ladet ein____________________Der Vorstand. Kikvkiyjjlhtervkrkill für Gießen und Umgegend. Wersammkung Sonntag den 14. August, Nachmittags 3 Uhr, bei Bauer. Tagesordnung ist durch Nr. 8 der „Biene" bekannt. ___________________________________Der Vorstand. Sonntag den 14. August findet Nachkirchweihe im Burggarten zu Trohe statt, wozu ergebenst einladet 8026 Ij. Schwarz. IHHI................ ■IWII ■>I|BII1I I * Qorsiehtige Hausfrauen * brauchen stets, ohne sich durch schwindelhafte Reklame und Versprechungen irre leiten zu lassen zur Wäsche und Hausputz Schrauth’s (jtrtlm Ralmlak-Ternentiiisnifi bekannt als bestes reines Fabrikat ■ ohne Beimischungen. ■ Nur echt mit Schutzmarke in rother Farbe |S^** überall zu haben ä Packet 15 Pfg. P. H. Sehrauth, JVeuwied Grösste Dampfseifenfabrik mit electr. Betrieb. Gegründet 1830. 8028 Schutzmarke. Was nützt die allerfchönste Gegend Dem Wandrer, wenn Mitleid erregend, Er kranke, wunde Füße hat? __Doch frisch und fröhlich Jeder wandelt, Der seine Stiefel stets behandelt Mit Gentners Schuhfett, das probat. «66*^ Vti -..... __ “ Fabrikant: LCarl Gentner„in Göppingen. Zu habenfin rolhen Dosen in den meisten fS* v Geschäften. 951 Rrbeetion: ®. Burkhardt. — Druck uud Verlag der Brühl'schen UnwersttäK-Buch. und 6trinbrudtrei (Pietsch Erben) te kl