Uhr, in der Stak- HÄ Liste N- extra. heil ÖN obtt । , 2169 KM, 1M., Zeil 13. JlüdSceHedt'. 10 fraart 250,000. hrnng fester und Orgel ' F- Mendelrsohe. >Muh v. Herzogenberg, für Mitgliedn auf dm !N. werden in den Opfer- 2326 11) ßWtN). s hr Nachmittags, iene" bekannt. intlung SefteHungei auf tngenomnien werden, amereien zur VeüheiKnz Der Vorstand. Mq En des Comert- Gießril ontag <■ 6‘ I RassenWner und Zi-r- ; Q * , Htldsro" -old-sr-tk Arrangement mit gw?« mm, GMe zur W gütterungimittel fj e[, und Geflügelzucht). -«K.S ?* F **« s> yVelz tersweS^, ttlichLM e,dl|l^n£nirflrr MKStz--"" t>08 0"' tzMs .»»<«»«'-___^***^ 81.* MS* !0* > 1881 >“*’ "' >->Z ^■DSl ** A KS- Nr. 6t Erstes Blatt.Sonntag den 13. März ISSA Erscheint tägNL mit Ausnahme des Montags. Die Gießener M«milienörälter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezug-preiL vierreljährlich . 2 Mark SS Pfg. monaürch 75 Pf§. mit BriNIerlohu. Bei P«ftbezug Mark 50 Pf,, ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellm 9 In- und Ausland«, nehmen Anzeigen für en Gießener Anzeiger nt|egen. Amts- und Anzeigeblatt für den ‘Kreis Gietzen. Redaction, lkxpedition und Druckerei: Schnkstrahe Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. 2lmtHd)cr Theil. Hilfsverein für die Geisteskranken in Heffen. In Ausführung zweier Beschlüffe der General-Versammlung unserer Vertrauensmänner vom 29. November v. IS. bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß: 1. Um unserem Verein einen in Bezug auf deffen Ziel und Zweck erschöpfenderen und dem Inhalt der §§ 1 und 2 der Statuten mehr entsprechenden Namen zu geben, führt unser Verein nicht mehr die Bezeichnung: Unterstützungskaffe der hesstschen LandeS-Jrrenanstalten und der psychiatrischen Klinik zu Gießen, sondern den Namen: Hilfsvereiu für die Geisteskranken ia Hessen. 2. Um in dem Curatorium (dem Aufsichtsrath) unseres Vereins die Anzahl der unständigen (d. h. der auf je 5 Jahre durch die Generalversammlung der Vertrauensmänner gewählten (Mitglieder in ein richtigeres Verhältniß zu der Anzahl der ständigen Mitglieder zu bringen, und um ferner der bedeutenden Zunahme der Mitgliederzahl unseres Vereins gerecht zu werden, ist die Anzahl der unständigen Mitglieder von 9 auf 158 erhöht wordeu. In Folge deffen zählt das Curatorium nunmehr 28 Mitglieder, und zwar für die Geschäftsperiode 1897/98 bis 1901/02: A. Ständige Mitglieder: a. Zwölf Beamte der Großh. Laudes-Jrreu- austalten und der Psychiatrischen Klinik zu Gießen: I. Großherzogliche Landes - Irrenanstalt zu Heppenheim: 1. Director Dr. Bieberbach, 2. Oberarzt Dr. Kratz, 3. Oberarzt Dr. Römheld, 4. Rechner und Hausverwalter Listmann, 5. Decan Anthes, evangelischer Anstaltsgeistlicher, 6. Dekan Dr. Engehardt, katholischer Anstaltsgeistlicher. II. Großherzogl. Laudeshospital zu Hofheim: 7. Director Dr. Mayer, 8. Rechner und Hausverwalter Stroh, Decan Heß, evangelischer Anftaltsgeist- licher, 10. Pfarrer Herrmann, katholischer Anstaltsgeistlicher. < -WAMM8 HI Großh. Psychiatrische Klinik zu Gießen: 11. Director Professor Dr. Sommer, 12. Rechner und Hausverwalter Bohne. b. Die Vertrauensmänner der drei Proviuzial- Hauptstädte: 13. Oberbürgermeister Morneweg, Darmstadt, 14. Oberbürgermeister Gaauth, Gießen, 15. Oberbürgermeister Dr. Gaßner, Mainz. B. Unständige Mitglieder. I. a. für die Provinz Starkenburg: 16. Pfarrer Fuchs, Arbeilgen, 17. Bürgermeister van Gries, Bensheim, 18. Oberamtsrichter Seibert, Höchst, 19. Rentner Steeb, Offenbach. b. für die Provinz Oberheffeu: 20. Geh. Justiz, rath Baur, Bad-Nauheim, 21. Rentner Ubrich, Friedberg, 22. Lehrer Lohrbacher, Vilbel, 23. Districts- einnehmer Spaar, Alsfeld c. für die Provinz Rheinhessen: 24. Ver- sicherungsinspector Daudt, Worms, 25. Bürgermeister Hahn, Horchheim, 26. Lehrer Dereich, Bosenheim, 27. Bürgermeister Neff, Bingen. II. Durch Beschluß des Curatoriums vom 27. September v. Js. zum Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt: 28. Geh. Medicinalrath Dr. Ludwig, Heppenheim. Heppenheim a. B., 5. März 1898. Die Verwaltung des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Heffen. Dr. Bieberbach, Dr. Kratz, Dr. Römheld, Listmann. Deutscher Reichstag» 60. Sitzung vom Freitag Den 11. März 1898. Tages-Ordnung: Fortsetzung der zweiten Lesung der Postdampfernovelle. § 1, der die jährliche Subvention nm V/u Mill. Ml. erhöht. Abg. Hammacher (ul) widerspricht der gestrigen Seußerung der Abg. Molkeubuhr, daß der Lloyd die Post, dampfer auch ohne Subvention laufen laffen könne. Was die Berührung von Rotterdam aulange, so habe dieser Platz große Vorzüge, denn die Verbindung mit dem Meere pflege kaum jemalr eiuzufrieren. Abg. Richter (frs. Bp.) legt nochmals den ablehueu- den Standpunkt seiner Partei dar. Wenn sich die au China geknüpften Erwartungen erfüllten, dann würden auch schon ohne Subvention sich die nöthigen Verbindungen mit Oft- afiea etustelleu. Die Hamburg-Amerika-Linie habe sich ja auch sofort beeilt, eine solche Verbindung herzustelleu. Jedenfalls sollte man nicht behaupten, daß die subventiouirten Linien so ganz besonders das nationale Jntreffe in Bezug auf Fracht- und Personenverkehr wahrnähmeu, während sie doch gerade in großem Umfange auch dem ausländischen Verkehr dienten. Daß die sibirische Bahn Alle auf sich lenken werde, die es eilig hätten, sei nicht zweifelhaft. WaS die englischen Sub- ventionen aulange, so stehe denselben die Verpflichtung gegenüber, englische Off ziere und Mannschaften mit hohem Rabatt zu befördern. StaatSsecretär Graf PosadowSkh verliest ein vom Reichskanzler an den Lloyd gerichtetes Schreiben, wonach der Lloyd, um der Concurrenz ausländischer Schifffahrtsgesell- schäften die Spitze bieten zu können, Rabatt bis zu 20 pCt. gewähren, aber keinesfalls Ausländer bevorzugen darf. Nach einer kurzen Entgegnung des Abg. Richter wird die Debatte geschloffen und § 1 angenommen. Die §§ 2 und 3 werden debattelos genehmigt. — § 4 verpflichtet den Lloyd, zwischen Bremen und Hamburg zu alterntren. Zu § 4 liegt ein Antrag Heim (Ctr.) vor, welcher will, daß der Unternehmer zu verpflichten sei, als Rückfracht nach europäischen Häfen Getreide, Fletsch oder Molkerei- producte nicht zu befördern. — Dagegen will ein weiterer Antrag Molkenbuhr den Unternehmer verpflichten, für die Ausreise so viele weiße Schiffsleute auzunehmen, als die Dampfer nach dem Handbuch für die deutsche Handelsmarine an Besatzung haben sollen. In den Antrag Heim will ein Amendement v. Levetzow noch daS Wort „Wolle" einfügen. Außerdem ist noch zu der ersten von der Commiffton beantragten Resolution ein Antrag etngegangen. Die Resolution selbst will auf dem Wege der Vereinbarung mit dem Lloyd den Reichskanzler ermächtigt wiffeu, ausländische laudwirthschastliche Coueurreuz- produete, mit Ausnahme von Tabak, Häuten, Fellen und Wolle, von dem Transport auf Subventions-Dampfern auS- zuschlteßeu. Ein Antrag Graf zu Inn- und Knyphausen will diese Ermächtigung deS Reichskanzlers auf alle landwirth- fchaftltchen Produkte auSdehueu. — Die Debatte erstreckt sich gleich auch auf diese erste, sowie auf die zweite, auf die Verwendung Farbiger bezügliche Resolution der Commiffton. Abg. Molkeubuhr (Soc.) empfiehlt feinen Antrag, dabet namentlich auch auf die Gefahr der Lepra-Einschleppung hinweisend. StaatSsecretär Graf PosadowSkh bittet umAblehnnug deS Antrages Molkeubuhr. Abg. Heim (Ctr.) begründet seinen Antrag, indem er behauptet, die bloße Resolution genüge nicht. Er sei überhaupt gegen bloße schwächliche Resolutionen, wo eS fich um allgemeine Interessen handele, und werde dies auch tu nächster Zett noch anderweit bethätigen. Er selbst uod der größte Theil seiner laudSmäuntschen Freunde werde auch für den Antrag Molkeubuhr stimmen. Abg. Prinz Arenberg als Referent bittet dringend um Ablehnung des Antrages Heim. Abg. v. Levetzow (cons.) bittet um Annahme seines Antrages. Abg. v. Stumm (Rp.) spricht gegen die Anträge Heim, d. Levetzow und Molkeubuhr und bittet, statt der ersten Resolution die Fassung deS Grafen Jun- und Koyp- hausen anzunehmeu. StaatSsecretär Graf PosadowSkh bittet, den Antrag v. Levetzow abzulehnen. Deutschland importire 250000 Tonnen Wolle, 22500 producire eS selber, und von diesem seinem Gesammtverbrauch gingen nur 5475 über die Postdampfer. Er erkläre sich daher gegen den Antrag v. Levetzow und gegen einen Wollzoll. Die Regierung habe ja schon wiederholt gesagt, daß sie innerhalb der bestehenden Handelsverträge thue, was irgend möglich sei. Und bet Ablauf der Verträge werde diese Frage sehr ernstlich geprüft werden. Er, Redner, warne davor, über die Regierungen hinweg solche Beschlüffe zu fassen, für die Laudwtrthschaft könne mau nur Haud in Hand mit den Regierungeu etwas erreichen. Er bitte um Äuuahme der CommifftonS-Resolution und um Annahme der Resolution deS Grafen zu Jun- uud Kuyphauseu. Nach weiterer kurzer Debatte versichert StaatSsecretär Graf PosadowSkh nochmals, der Reichskanzler werde sofort den Lloyd verpflichten, Getreide, Fleisch, Molkereipro- ducte vom Transport auSzuschließen. Wolle dagegen nicht, weil da- nicht angängig sei. Die Regierung werde sich aber die Möglichkeit offen halten, nach Bedarf weitere landwirth- schaftliche Produkte auszuschließen. Abg. Barth (frs. Vg.) betont, auS der heutigen Debatte sei zu ersehen, daß es mit der SammlungSpolttik nicht wett her sei. Es sei characteristisch für die Agrarier, daß fie so hartnäckig Maßnahmen forderten, die der Landwirth- schäft gar nichts nützten. DaS sei eine Schöppenstedt- Politik. Abg. Graefe (Antis.) ist für den Antrag Heim- Levetzow, Abg. Münch-Ferber (nl.) ist gegen denselben. Der Antrag Molkenbuhr wird mit 172 gegen 39 Stimmen abgelehnt, desgleichen der Unterantrag v. Levetzow mit 157 gegen 47 Stimmen; ungefähr mit demselben Stimmeu- verhaltuiß wird der Antrag Heim abgelehnr. Die Resolution des Abg. Graf zu Inn- und Kvhp Hausen wird angenommen. Auch die Resolution, wonach die Erhebung von Schiff»- gebühreu auf dem Main nach Vereinbarung mit den Regie- rnugeu unterbleiben soll, gelangt zur Annahme. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. Tagesordnung: Militärstrafproeeßorduung. Schluß 61/, Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 11. März. Der Schriftsteller Fritz Brentano tu Berlin ist, wir die Abendblätter melden, verhaftet worden. Die Verhaftung soll mit Brentanos Schuldenlast Zusammenhängen. Ausland. löten, 11. März. Die „Wiener Abeudpost" bemerkt unter Hinweis auf den ähnlichen Vorgang bei der Feier de» 40jährigeu Regierungßjubtläums des Kaiser», e» entspreche am meisten den hochgesinnten Ansichten dr» Kaisers, auch fich an dem bevorstehenden Gedenktag nicht durch festliches Gepränge und feierliche Veranstaltungen, sondern durch Werke der Räch st e ulte b e gefeiert zu sehen. Sitte«, 11. März. Eine gewaltige Lawine riß auf dem Gebiete der Gemeinde Törbel tu Oberwallt» vier Häuser und acht Scheunen fort. 37 Stück Vieh kamen um. Menscheuverlust gab eS nicht. Neapel, 11. März. Die deutschen Studenten besuchten heute Vormittag die Uuiverfität, wo fi- von dem Rector, den Profefforen und den Studenten begrüßt wurde«. Später begaben fich die deutschen Studenten in Begleitung von etwa 200 italienischen Studenten mittelst Sonderzuge» nach Pompeji. Christiania, 11 März. Der ConstitutionSauSschuß sprach fich heute mit 5 gegen 2 Stimmen dafür au», daß allen über 25 Jahren alten Männern mit Einschluß de» Gefinde» das allgemeine Stimmrecht verliehen werde. Belgrad, 11. März. Die Beisetzung der Leiche Garaschini» erfolgte unter überaus zahlreicher Bethei- ltguuq der Bevölkerung. Die Minister, Würdenträger, sowie die Beamten waren aowesend. Die Könige Alexander und Milan liehen fich vertreten Zur Einsegnung in der Kathedrale erschien König Alexander. Cocales rind provinzielle». Gießen, den 12. März 1898. •• Verleihung de» Goldenen Kreuze». Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin haben Allergnädtgft geruht, am 11. d. MtS. als am Geburtstage Ihrer Großherzogliche« Hoheit der Prinzessin Elisabeth, das „Goldene Kreuz" für langjährige treue Dienste in einundderselbeu Familie an folgende Dienstboten zu verleihen: 1. Provinz Starkenburg. 1) Emma Bailey aus Henley in England, 25 Jahre bei Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach-Schönberg ta König i. Od. 2) Katharine Bock aus Wolfsheim, 25 Jahre bei Herrn Benefiziaten Eugen Sommer in Dieburg. 3) Margarethe Demmel aus Beffungen, 26 Jahre iu der Hofhaltung Seiner Großherzogltchen Hoheit de» Prinzen Wilhelm von Heffen zu Darmstadt. 4) Margarethe Früh- lich au» Nieder-Kain-bach, 25 Jahre bei Herrn Major Freiherrn v. Hehl in Darmstadt. 5) Barbara Jung an» Krieg»heim, 26 Jahre bei Frau Antonie Beyer Wittwe in Darmstadt. 6) Louise Kehr au» Langen, 26 Jahre bei Herr» I. Metzger ta Lange». 7) Marie König aus Sickendorf, 25 Jahre bei Herrn Kircheurath Fivk in Groß- Gerau. 8) Margarethe Krämer ans Güttersbach, 40 Jahre bei Geschwister Roth ia Erbach i. Od. 9) Juliane Kunkel au- Babevhauseu, 25 Jahre bei Freifrau v. Malapert tu Darmstadt. 10) Susanne Martin auS Faulbach, 26 Jahre bet Herrn Pfarrer Götz ia Jügesheim. 11) Justine Meher au« Reinheim, 25 Jahre bet Herrn LaudgertchtSafleffor Neuling in Darmstadt. 12) Katharine Schmidt au- Gernsheim, 26 Jahre bet Frau W. Scheid ia Darmstadt. 2. Provinz Oberhesseu. 1) Marianne Damm aus Ockstadt, 54 Jahre bei der Familie des Müller- Jean Kipp in Ockstadt. 2) Elisabeth Helfenbetu aus Lauterbach, 26 Jahre bet dem Erb« marschall Ludwig Riedesel Freiherrn zu Etsenbach auf Schloß Etsenbach. 3) Margarethe Knoch auS Lauterbach, 25 Jahre bet Herrn Kaufmann H C. Finger tn Lauterbach. 4) Margarethe Ott aus Gießen, 31 Jahre in der Familie Wasser schieb en in Gießen. 5) Eva Roth au« Bruchenbrücken, 51 Jahre tn der Familie Timon zu Bad Nauheim. 6) Eltfabethe Schwab aus Daueruhrim, 25 Jahre bei Frau Major Bichmann tu Friedberg. 7) Eltfabethe Sing aus Münster, 26 Jahre bet Herrn Bauinfpector Schön in Ltch. 8) Eoa Witt au- Oppershofen, 25 Jahre bet Herrn Pfarrer und Decau F. Appel tn Oppershofen. 3. Provinz Rheinhessen. 1) Barbara Becker auS Etbmgen, 25 Jahre bei Herrn Medicinalrath Dr. Krug tn Mainz. 2) Charlotte Blaß au- Dorn-Dürkheim, 25 Jahre bei Herrn Mathias Lösch tu EinShetm. 3) Barbara Brechtel auS EdeShetm, 25 Jahre bet Frau A. Kuhn tu Matuz. 4) Elise Bubach auS Armsheim, 25 Jahre im katholischen Pfarrhaus tu Heimersheim. 5) Eltsabetbe Geyer auS Horrweiler, 25 Jahre bei Jacob Hupf IV. in Horrweiler. 6) Elise Ha blitz aus Sponsheim, 29 Jahre bet Herrn Kaufmann Schaberger tn Mainz. 7) Katharine Keck aus Groß-Karle- bad), 29 Jahre bet Herrn Friedr. Feldhetm tu Mainz. 8) Phtltpptue Mause au» EtmSheim, 27 Jahre bet der Familie Wtlh. Steitz tn Oppenheim. 9) Eltfabethe Neu- roth aus Stahlhofen, 26 Jahre bet Frau B. Hamburg in Mainz. 10) Margarethe Weber au» Oder-HtlberShetm, 26 Jahre bet Herrn Fabrikant I. Scholl tu Bingen. Des Wetteren haben Ihre Köntgltche Hohett Aller- guadtgst geruht, den nachbeuauuteu Dienstboten für langjährige treue Dienste je etue silberne B^rofche mit Allerhöchst dem Namenszuge Ihrer Königlichen Hoheit tn Gold zu verleihen, und zwar an: 1) Katharine Maus aus Ruhlkirchen, Kreis Alsfeld, bei Karl Weber ia Neustadt. 2) Katharine Neumer aus Dexheim, zuletzt bet Karl Frank tu Mainz. •• Dieupauszetchuuug. Durch Allerhöchsten Erlaß vom 5. Januar d. IS. ist genehmigt worden, daß die bisher nur für Weichensteller 1. Klaffe, Weichensteller, Brückeuwärter, Bahnwärter, Nachtwächter, Schaffner, Bremser und Heizer bestimmte DteustauSzeichnung, bestehend in einfachen bezw. doppelten auf beiden Schultern zu tragenden goldenen Platt schnüren, künftig auch den Wageuwärtern, Maschinenwärtern, Krahumetsteru, Krahnwärtern, Trajectheizeru, Matrosen, Portier» und Bahnsteigschaffuern verliehen werden kann, und daß für diese Verleihung eine fünf. bezw. zehnjährige völlig zufriedenstellende Dtenstsührung die BorauSsetzuug bildet, völlig straffreie Dtenstsührung wird demnach fortan nicht mehr verlangt. Im Anschluß au diesen Erlaß hat der Minister der öffentlichen Arbeiten bestimmt, daß die für deu Fall zu- sriedenstelleudeu Verhaltens in AuSficht gestellte Auszeichnung dem Beamten nicht vorenthalten werden soll, wenn die verhängten Strafen auf seinen Diensteifer und persönlichen Charakter ein ungünstige» Licht nicht werfen. Nach einer weiteren Bestimmung de» Minister» stad die für die Verleihung der DleustauSzetchuungSschnüre fortan maßgebenden GefichtSpunkte auch bei der unkündbaren Anstellung der Beamten auzuweuden. *• Bom Symuafiu». Gestern fand unter dem Vorfitz de» Herrn Oberschulrath Toldan am Gymnafium die Reifeprüfung statt. Dem Examen unterzogen fich 22 Candidateu, von denen elf auf Grund ihrer Jahresleistungen und schrift- lichen Arbeiten von der mündlichen Prüfung entbunden werden konnten. Zwei Abiturienten tonnten das Zeugntß der Reife »icht erhalten. Bestanden haben: 1) Gustav Deggau, Heuchelheim, Neuphilologie. 2) Hugo Elsoffer, Gießen, Rechte. 3) Arthur Gaehtgen», Gießen, Offizier. 4) Theodor Goldenberg, Gießen, Rechte. 5) Günter Hetntze, Gießen, Seeoffizier. 6) Heinrich Kalbfleisch, Gießen, Jngeuieurfach. 7) Bernhard Katz, Gießen, Rechte. 8) Eugen Köser, Gießen, klassische Philologie. 9) Berthold Müller, Gießen, Medtctn. 10) Rodert RooS, Gießen, Mediciu. 11) Ludwig Rühl, Gießen, clasfische Philologie. 12) Hermann Sandmann, Gießen, Rechte. 13) Richard Scheel, Gießen, Osfizier. 14) Rudolf Schlaffer, Gießen, Theologie. 15) Emil Stern, Homberg a. d. O., Rechte. 16) Wilhelm Stumpf, Kirtorf, Rechte. 17) Theodor Walther, Gießen, clasfische Philologie. 18) Otto Waffem, Groß-Buseck, clasfische Philologie. 19) Karl Weimer, Gießen, Rechte. 20) Adolf Wehl, Wteseck, Mediciu. **H. Stadttheater. Es war eine etwa» langweilige Stimmung, die gestern Abend über der Aufführung de» Lustspiel» „Die Kinder der Exeelleuz^ lag. Der Ver- faffer, E. v. Wolzogen, verstand zwar mit scharfem Instinkt die Lebeurwahrhetteu, welche schon in dem seiner Bühnen- dearbetwng zu Grunde liegenden gleichnamigen Roman von G. Schumann vorhanden, in diesem Lustspiel feffelnd wieder- zugeben, jedoch manch schöner Zug, manche» Charakteristische, daS fich in dem Roman unmittelbar offenbart und das Jntereffe des Lesers festhält, ist bei der Dramatifirung nicht zur Wirkung gelangt oder ging gänzlich verloren. Das Thema behandelt die verschämte Srmuth einer zurückgekommeuen adeligen Familie, die es fich sauer werden läßt, den Herrn Sohu alS Ltemeuaut „standesgemäß- austreten zu laffen. Darunter leiden hauptsächlich deffen beide Schwestern, welche mit ihre« Bischen Bildung noch Einiges zu verdienen suchen, um dem Bruder geben zu können. Der Herr Lieutenant wacht fich auch gar kein Gewiffeu daran», fich von seinen Angehörigen erhalten zu laffen. Sein Leichtsinn, seine stet» betonte m4U* tälische Noblesse bereitet zu Hause unaufhörlich neue Verlegenheiten, und er ist charakterlos und hohlköpfig genug, da» nicht einzusehen und so viel Kummer zu verhüten. ES wäre nicht gut im Sinne der Wünsche de- Publikum», wenn nicht am Ende Alles gut au-gtnge, deshalb verküustelte der Autor o sehr deu letzten Act. Neben diesem Hauptsächlichen zieht ich nebenher Liebe und Verlobung der jüngsten Tochter, sowie »ie Figur eine« zum Mustermenschen gestempelten Amerikaners, \itx dann last not least fich mit der anderen Tochter verlobt. Ein guter Charakter ist in dem Onkel Major a. D. von Muzell gezeichnet- perfifflirt ist die Figur deS auftreteuden literarischen Ageoteu. — Die Wiedergabe dieses „Lust"spielS das außer dem fich Mühe gebenden Onkel, nicht immer wie gewohnt soldatenmäßig zu fluchen, nicht viel Lustiges bietet) mimtrte zu der Eingangs erwähnten Stimmung, zu der allerdings sowohl die schleppende Bearbeitung des Stückes, als auch die Leere des Haufe- viel beitrug. Gut waren die Herren Dir. Helm (Onkel Muzell), Janson (Lieutenant Sodo), Böhm (vr. Dtetrichsen), Doser (Papa Dtetrichseu), owte Liebscher (Agent Eberstetn), desgleichen die Damen Zräuleiu v. Wtuterstein (Trudt), Fräulein Würdig Asta) und Frau Keßler (Frau v. Lersen). Herrn F r i tz s ch l e r gelang es nicht, den Amerikaner Norman richtig wtederzugeben- er zeichnete eine erbarmenSwerthe Daudhfigur, die gar nichts von dem selbstbewußten, wenn auch „bewtlderteu" Auftreten eines Manne- der freien Staaten an fich hatte. Auch Herr Forsch al- Diener des Major- befriedigte nicht vollständig. Die geschätzte, aber ihrem Posten sehr mangelhaft vorstehende Souffleuse möge fich deu gestrigen Wurf de- Schicksal- zu Herzen nehmen, sonst dürfte sie sich nicht verwundern, wenn gelegentlich derartige Zufälligkeiten fich noch deutlicher zeigen. •• Die MathUdeustistung für Oberhessen hält am 14. d. Mt-., Vormittags 11 Uhr im RegierungSgebäude dahier ihre diesjährige Generalversammlung ab, in welcher >ie Rechnung für 1897 vorgelegt und über die Verwendung >er flüsfigen Mittel Bestimmung getroffen wird und eine Ergänzungswahl de» Vorstandes stattfindet. Wir machen die Mitglieder der Stiftung, welche zur Generalversammlung eingeladen find, hierauf aufmerksam. *♦ Bauer'scher Gesangverein. Der Bauer'sche Gesangverein feiert am 27. dss. MrS. in Stein» Saalbau sein 34. Stiftungsfest. Die Vorbereitungen hierzu find in vollem Gauge und steht deu Thetluehmern ein genußreicher Abend in AuSficht. *• Unsere Geflügel- and Bogel-Ausstellnn- wurde gestern Nachmittag um 3*/, Uhr offictell eröffnet. E-waren zu diesem Act zahlreiche Stadtverordnete sowie der Herr Beigeordnete Wolff erschienen. Die Ausstellung selber kann als wohlgelungen bezeichnet werden. ES find fast alle Klaffen in Hühnern, Gänsen, Enten und Tauben vertreten, wobei sehr viel erstklassige- Geflügel ist. DaS Arrangement in der Turnhalle ist so getroffen, daß man sich bequem au Haud deS Kataloge- zurechtfindet. Die Vogel-Abtheiluug, welche alle Räume deS LahnsteinS eiuuiwmt, ist eine Sehens- Würdigkeit, wie sie in der Art noch auf feiner Ausstellung geboten wurde. Hier hat auch das zoologische Institut unserer Universität auS seiner Sammlung von präpartrten Vögeln prächtige Stücke ausgestellt. Besonderes Jutereffe dürfte eine Collection Paradiesvögel aus der deutschen (Kolonie Reu- Guinea erregen. Die Räume des Lahustetn find durch Gärtner Carl Becker tu einen Wintergarten umgewandelt, während daS gärtnerische Arrangement in der Turnhalle von Gärtner Georg herrührt. Wir können nur ratheu, die Ausstellung zu besichtigen und auch den Kindern deu Besuch zu ermöglichen. •• Seheimrath Professor Ducke» über Fraueustudium. Der „Berl. Local-Anz." berichtet: Der bekannte Geschichtsforscher hat fich nach seinem Berliner Vortrag nach Wien begebener hat fich gesprächsweise über daS Studium der Frauen wie folgt geäußert: „Untere Universität Gießen wird in der nächsten Zett darüber schlüfftg werden, ob sie dem weiblichen Geschlechte den Zutritt zum Studium gestatten soll oder nicht. Ich halte diese Frage für bedeutungsvoll. Dabei denke ich nicht so sehr an die Studentinnen, sondern an unsere Frauen und Töchter. Ich habe eS immer als einen Eingriff in wein natürliches Recht betrachtet, daß ich meiner Frau und weinen Kindern den Zutritt in meinen Hörsaal verweigern mußte. Wie? Dem Erstbesten, der zu mir kommt, muß ich meinen Hörsaal öffnen, und Denjenigen, die daS größte Jntereffe au weinen Borlesuugeu nehmen, meiner Frau und meinen Kindern, muß ich den Zutritt versagen? DaS ist ungerecht. Die Zulaffung der Frauen und Mädchen zum UuiverfitätSftudtum ist im Jutereffe der Männer gelegen, denen es doch nur erwünscht sein kann, wenn jene an Bildung zuuehwen." ** Verband reisender Kaufleute. Im August deS ver- floffeneu Jahres bildete fich am hiesigen Platze eine Sectiou vom „Verbände reisender Kaufleute Deutschlands" mit dem Hauptfitze tn Leipzig. Der Zweck der Sectiou ist Förderung der kaufmännischen Jntereffe», Unterstützung der Mitglieder in Krankheitsfällen und in vorübergehender Rothlage, sowie der Wittwen und Waisen. Aber auch in gesellschaftlichen Beziehungen hat die junge Scctton schon so manchen schönen Erfolg zu verzeichnen. So fand außer verschiedenen Famtlieuabevden am 23. Dcember v. I. eine Weihnachtsfeier irn Locale der Section (Hotel Schütz) statt, welche sehr amüsant verlief. Aw SamStag den 26. Februar versammelteu fich die Mitglieder nebst Familien sowie zahlreiche der Einladung folgende Gäste im Saale des Hotel Einhorn zu einer gemüthlichen karnevalistischen Abeuduuterhaltung. — Jeden SamStag ist im SectionSlocal (Hotel Schütz) Zusammenkunft der Mitglieder, wobei der geschäftliche Theil erledigt wttd. — I Jutereffeuteu dieser guten Sache find stets herzlichst will- kommen und ist die Sectiou jederzeft bereit, weitere Auskunft zu ertbeilen. Schwurgericht. W. Gieße», 11. März 1898. Schluß der Verhandlung gegen den Lehrer Heinrich Damm von Rudlos wegen verbrechen im Amt. Nach der Frühstückspause erbat der Rechtsanwalt Dr. Gutsleifch das Wort und erklärte, er habe die Pause benutzt, um seinen (Klienten zu einem sreimüthigen Gestanduiß zu veranlaffen. Gr wolle erklären, daß er betreff» der Art und Weift, wie der Angeklagte gefehlt, dieselbe Meinung habe, wie der Herr Borfitzeode. Er bitte, dem Angeklagten noch einmal Beranlaffung zu geben, fich zu äußern. — Der Angeklagte gesteht zu, er habe feine Privateste mit der zu verwaltenden öffentlichen Kaffe gemeinsam geführt, auch die Unterschlagung habe er begangen- wie hoch die Summe sei, wiffe er nicht. Ebenso gestehe er zu, nicht geklebt und 20 falsche Beurkundungen dieferhalb ausgestellt zu haben. Richtig sei, daß er tn 12 Fällen die Qutttungskarten vernichtet habe. — Der Staatsanwalt verzichtet bann auf die Vernehmung der für morgen geladenen 84 Zrugeu. — Nach dem Gestäudniß des Angeklagten bot die Verhandlung keine intereffanten Momente mehr. Die an die Geschworenen gerichteten Schuld- frageu lauteten auf Verbrechen im Amte, eventuell bei Verneinung dieser Frage, ob Unterschlagung vorliege, ob der Angeklagte io seiner Eigenschaft als Beamter Urkunden gefälscht, oder ob deffen That als einfache Urkundenfälschung anzusehen sei und ob schließlich die Beiseiteschaff-mg resp. Vernichtung von Urkunden erwieftu sei. — Die Geschworene» verneinten die Fragen, noch welchen der Angeklagte al» Beamter gehandelt, bejahten daß Damm schuldig der Unterschlagung und der Urkundeusälschung, ebenso auch, daß dem Angeklagten wildernde Umstände zu bew lligen seien, worauf der Gerichtshof auf 4 Monate und 2 Wochen Gesänguiß erkannte. Der Berurtbeilte wurde aus freiem Fuß beiaffen. Vermischtes. • Bayreuth, 10. März. Der wohlhabende Gütler Mathias Hofmann von Lohudorf wurde heute früh hin- gerichtet. Er hatte gemeinschaftlich mit seiner Frau und Tochter seinen Schwiegersohn auß Habsucht ermordet, weil der Schwiegersohn nicht 6000 Mark, sondern nur 5000 Mark Baargeld mit in die Ehe gebracht hatte. Die beiden Frauen wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. * Erschütternde Mittheilungen über die Wirkungen der Ramschbazare auf die Existenzmöglichkeit kleiner selbständiger Existenzen enthält ein Bries, der am 25. v. MtS- dem Vorsitzenden der Deutschsocialen Reformpartei zugegangen ist. Das Schreiben, deffen Inhalt wir durch Zusatzbemerkungen nicht abschwächen wollen, lautet wie folgt: Sehr geehrter Herr ! Durch Zufall ist beigehendes Blatt (ein Flugblatt de» Wahlvereins) in meine Hande gelangt, und wollte ich mir erlauben, Ihnen mitzutheilen, daß auch ich ein Opf.'r „Wertheims" indirect geworden bin und durch ihn vielleicht in wenigen Tagen dem Hungertode verfalle, roenn_ mir nicht unvermuthet Hilfe kommt. Als mittellose Offizier-- waise bildete ich mich im Letteverein im Putzfach aus und errichtete mir, da fich Privatkundschaft schwer fand, mit Hilfe einiger Damen ein kleines Putzgeschäft mit 750 Mk. Miethe. Ich wurde verschiedentlich unterstützt, verkaufte mein Klavier und hatte mir nun in drei Jahren ein> hübsches kleines Waarenloger und einen Kundenkreis ge» schaffen. Natürlich mußte ich sehr sparsam und fleißig sein, aber es ging leidlich. Nun wurde im September in der......straße ein Bazar G . . . u. (Komp, errichtet, dann Wertheims Palast eröffnet und die Omnibus- theilstrecken für 5 Pfg. eingeführt. Seitdem stockte mit einem Schlage mein Geschäft so vollständig, daß ich 370 Mk. Miethe schuldig bin und ich mich nicht zu ernähren vermag. Da das einzig lohnende Schneiderei zu fein scheint, bat ich meinen Wirch, mich freizugeben, miechete mir in der ......straße eine kleine Hofwohnung parterre und sparte von Näharbeiten 20 Mk. als erste Rathe für eine» Cursus auf der Schnekder-Academie. Einen Monat habe ich hinter mir, aber nun ist mein Geld bis auf 10 Pfg. (thatsächlich mein letzter Nothgroschen!) zusammengeschmolzen. Von 8 Uhr Morgens bis Abends bin ich von Hause fort, das Lernen ist geistig wie körperlich gleich anstrengend. Am 15. d. Mts. habe ich zuletzt etwa» zu Mittag gegeffe» — ich lebe nur noch von fünf Pfennig Semmel, die mit der Bäcker schickt. Letzten Sonntag blieb ich den Wochenbetrag von 35 Pfg. schuldig, borgt er nun nicht weiter — bann?--Ich habe nie daran gedacht, daß ich Hunger» sterben könnte — mein Magen ist so geschwächt, daß ich kaum noch die Semmel vertrage und dabei heißt es i» der Klaffe aufpaffen, damit ich nichts versäume! Es iß einzig der Fluch der Ramschbazare, der mich in so große Roth treibt. Weihnachten habe ich sowohl wie ein Posamentierfräulein nicht einen einzigen Pfennig eingenommen und dabei erzählten Hunderte, daß sie bei Wertheim schlecht» Erfahrungen gemacht haben. Die Damen brachten im Herbst Hüte und Band zu mir, die sie dort gekauft, nun, meine Waare ist ein Drittel billiger und viel beffer. Vor Weihnachten stellte ich meine Waarenbrstände zum Ausverkauf — bi» zum 1. Februar war auch nicht ein Mensch im Laden gewesen, um etwas zu kaufen. Ich kann Ihm« nur aus vollstem Herzen beipflichten und jedes Ihrer Worte unterschreiben, aber was hilft es: ich fühle den Hunger und Wertheim hat das Geld. Wollte Gott, es gäbe mir ein Bankhaus für mäßig« Zins 300 Mk., bamit ich in Kraft und Gesundheit meine» Cursus beenden und nach Ostern meine Schneiderei eröffnet könnte. Zu sittlichen Zwecken erhalt keine Dame ei» Darlehn und es hat nicht jede den Muth, lieber dem e*t *«*«*■ ,y 8#“ Schneiderei, - ein Fall01 • krla An nb seltsamer U gornevlmrg 16 W altt J Mt abgewent 8att die Ge-vich It-ihre», welche und bist Ma ub starb nach l * Ja «gr Mn der Ao Dr, Marian De Dr. logen Radi Txä 6. 3 Werbeck tlnt Io Denselben, »mitte Magdilm Denselben. Gophte, geboren t Denselben, -elevt, geboren de Denselben, tzidwig Elisabeth. Denselben, tnoltne, geboren l Dm 6. Mj ürl, gebortn den Denselben. S iüivig Jacob Job Dmselbm. ( Aippine, geboren Dm 9 Mz «smartster8 heh WHtf, 18c **r-1 kchlosserleh Mhage I UNRahmenmac Ffti*' Äintr’ Ä wcld Sjj' \ Kindern 2”'®, Ml «•eippettnnen, 4 3 Mch-Nied, 1 $ l . am 1, 'Ä * . heil L><» *! •*S tz 3lNt 7« U, März 1898, w Hrivrich Daww tohnamt. * L‘tt mtaWgen®efis b t. ' M* d« art8 1 Rnfc any!lG8,eB fi°d) mit ht |u tn‘. «*, M ne 11 i-ch ilt 6m« fd ' nn,d>1 flWtbt M 20 ‘™ »u W. Starten vkrvichtrt hü?, n auf die Lernrhumg ~ Rach dem Gestäudnitz 1D8 keine intereffanten reunr gedeuteten Schuld, «ttjr ttrvtllrll bei Ber. 'gullg beilltgt, ob der aiö Bramer Urkunden "fache Urkuvdrniilichllug ie Beiseitrichoff^g resp. ei. - Die Seichivoreutt iw der Angeklagte all mm schuldig der Unter« i ebenso auch, dah dem bew lligen seien, woraus id 2 Wochen Sesävgniß aus freiem Fuh belaffen. ir wohlhabende Gütler wurde heute früh hin« I 'M »it seiner Frau au» Habsucht ermordet, )0 Mark, sondern nur fhe gebracht hatte. Die ! anglichkm Zuchthaus be> über die Wirktlngete | Menzmöglichkeit kleiner öritf, der am Ld.v.M» Refompartei zugegangc» 'et wie Statt («n WMt w taat. iiti» toaltt 'M® .» bai aui Ä » M w md dm4 t rtobe »erfafle, wenn « . Ui miltellift Dfffl11* ■teilt im WM’“8 nbfN «Ml «"* TetattS-i« Vfität w m-d- • 7W. Steffi t, bat id---' E k (iw« als hck i«. »7l°« «ein ■»‘Äff m » irpttl'ch 9 gegeß ,t etwa« J“ md, ine ,w'1 i ®°4 m ti? < J ’ her vuH Jn * fSw» >ab r Manien btÄ M KfA [!<* atm*’ grä'1 ^^ne^Lme/J Hungertod, als dem Laster anheimzufallen. Mir bluten die Füße; ich bin in den drei Jahren gar nicht aus dem Geschäft herausgekommen und der Weg ist zu Fuß unge wohnt weit für mich in arg geäopften Strümpfen. Nicht einmal reine Wäsche kann ich mir beschaffen. — Ich habe viel Geschick und außerordentliche Lust zu Putz und Schneiderei, — werde ich die Lehrzeit Überstehen?! Dies ist ein Fall von tausenden, mein Herr. Mit Hochachtung e Beim Aufziehen einer llhr erschaffen. Ein schrecklicher und seltsamer Unfall hat fich, wie dem „N. W. Tagbl." aus ttornenbnrg berichtet wird, in Hörersdorf ereignet. Die 16 Jahre alte Tochter des Bauer- Bognar wollte, mit dem Geficht abgewendet, die Wanduhr aufziehe«. Sie ergriff an« statt die Gewichtsketten das Züngel eines geladenen Jagd« Gewehres, welches neben der Uhr hing. Das Gewehr entlud sich und da» Mädchen stürzte zu Tode getroffen auf die Erde und starb nach wenigen Minuten. • In Agram verlobte fich die Tochter eines der Führer der Antisemitenpartet, des Landtags-Abgeordneten Dr. Martan DerrncSin mit dem dortigen jüdischen Zahnarzt Dr. Eugen Rado Rosenberg. ,wji 11 ,--- ■ ----- ' Auszug au» den Nirchcnbüchern der Stadt Vietze«. Evangelische Gemeinde. Lukasgemetnde. Den 6. MSrz. Dem Jnstrumentenhändler Franz Arthur Gyserbeck eine Tochter, Elise Marte Cäcilie, geboren den 26. Januar. Denselben. Dem Locomottviührer Georg Menke eine Tochter, Emilie Magdalene Anna, geboren den 31. December. Denselben. Dem Kaufmann Hermann Zülch eine Tochter, Sophie, geboren den 17. Januar. Denselben. Dem Postasstitent Theodor Schiermann eine Tochter, Helene, geboren den 22. Januar. Denselben. Dem Locomottvheizer Moritz Oswald eine Tochter, Hedwig Elisabeth Luise, geboren den 1. Februar. Denselben. Dem Hilfswärter Heinrich Albach eine Tochter, Karoltne, geboren den 11. Februar. JohanneSgemeinde. Den 6. März. Dem Fuhrmann Conrad Balser ein Sohn, Earl, geboren den 14. Januar. Denselben. Dem Bäckermeister August Deibel ein Sohn, Adolf Ludwig Jacob Johann, geboren den 27. Januar. Denselben. Eine uneheliche Tochter, Margarethe Wilhelmine Phtlipptne, geboren den 27. December. Lukasgemetnde. Den 9 März. Johanna Krämer, ledig, Tochter deS verstorbene« Küfermeifiers Heinrich Krämer, 33 Jahre alt, starb den 7. MSrz. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 12. MSrz. Der »StaaiSbürgerzeitung* zufolge wird die Budget-Eommisfion de» Reichstages ihre Bermhuugen über das Flottengesetz am nächsten Donnerstag wieder aufmhmen. Wie dasselbe Blatt wifffu will, werden die Parteien der Commtifion stch mit einer Erklärung deS Reichskanzler» begnügen, daß die eventuell erforderlichen neuen Steuern auf die leistungsfähigen Schultern gelegt werden sollen, die Deckungsanträge ablehnen und hierauf in die zweite Lesung eintreten. Berlin, 12. März. Au» parlamentarischen Kreisen wird zuverlätstg oerstchert, daß da» Zustandekommen der Flotten< Vorlage noch keineswegs al» feste Thatsache zu betrachten ist. Wenn nämlich im Gesetz die Deckung-frage nicht eine auch ausführbare Lösung findet und nicht diejenige Anzahl von den Mitgliedern de» Centrum» für die Vorlage stimmen, die zu ihrer Annahme unbedingt erforderlich ist. Die Sen« truwSfraction wird am nächsten DirnStag ihre am Donnerstag abgebrochenen Berathungen wegen der Flottenvorlage fortsetzen. Berlin, 12. März. Im UnterfuchungSgefanguiß find gestern der Kaufmann und Conful Leon Auerbach, sowie die früheren Inhaber der vor etwa 9 Monaten in ConcurS gerath'ven Frma Weinert u. Cohn eingeliefert worden. Den Morgenblättern zufolge ist gegen die beiden zuletzt Genannten eia Verfahren wegen betrügerischen BavkersttS und Wucher» eingeleitet. Auerbach wird der Beihilfe hierzu beschuldigt. Hamburg, 12. März. In dem Proceß des Ober« försters Lange gegen den Fürsten BiSmarck wegen PenfionS-Anspruch fand gestern der zweite Termin vor dem Altonaer Landgericht statt. ES wurde die eidliche Aussage des Grafen Wilhelm BiSmarck verlesen. Die Beweisaufnahme ist im Uebrtgen resultatlos verlaufen. Fürst B Smarck hat fich bereit erklärt, den ihm zugeschobenen Eid alS UeberzeugungSetd abzulegen; er bemängelt aber die Fassung de» Eide». Der Gerichtshof setzte die Pnblication de» @r kenntnifseS bis zum nächsten Freitag au». Wien, 12. März. Wie bestimmt verlautet, wird die Regierung in den nächstjährigen Staatsvoranschlag einen Betrag zur Errichtung einer tschechischen Universität in Mähren etnstellen. Diese Hochschule soll in Kremfier errichtet werden. Prag, 12. März. In ganz Böhmen werden am Sonntag zur Erinnerung an den 13. März 1848 die socialtstischen Organisationen den Gemeindevorständen Petitionen um Ein« führung des allgemeinen directen gleichen Wahlrecht» überreichen. Budapest, 12. März. Die Polizei verurtheilte den hie- figen Juwelier, welcher den Ehrenfäbel für den Obersten Ptcquart anfertigte, wegen unbefugter Anwendung de» Staatswappen» zu zwei Tagen Arrest und 300 Gulden Geldstrafe. Paris, 12. März. Die Meldung, daß das von der Polizei verhaftete Individuum ein alter bekannter Pole sei, ist unrichtig. Thatsache ist nur, daß die Polizei ein wett« verzweigtes anarchistisch eS Complot entdeckt hat und die verhaftete Persönlichkeit der Leiter der Anarchistenbewegung ist. Derselbe fertigte in der letzten Zett eine große Anzahl Bomben an, die er an die Genossen in Marseille, Mailand u. s. w. versandte. In diesen Städten wurden mehrere verdächtige Individuen verhaftet. Pari», 12. März. Der Abgeordnete Hubbard hat dem Minister des Auswärtigen eine Interpellation darüber an« gezeigt, welche Maßregeln der Minister im E übernehmen mit der europäischen Diplomatie ergreifen wolle, um England zu veranlassen, auf den Gebrauch der Dum Dum'- Kugel, die gegen da» Völkerrecht vechoße, zu verzichten. Madrid, 12. März. Der spanische Botschafter m Pari», Castillo, wurde mit einer Sondtrung der Großmächte, wie fie stch im Falle eine» Kriege» mit Amerika verhalten würden, betraut* London, 12. März Da» Bureau „Dclzie^ meldet au» Shanghat, Prinz Heinrich von Preußen werde mit den Kriegsschiffen „Deutschland" und „Gefion" vorläufig in Hongkong bleiben, weil Japan Weihaiwei nicht räumen will. Meyers Konversations - Lexikon in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bücher liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VH. Vo-kehr, Land. ««» r>olt*tP*rti?kt?afL. •item, 12. März. Marktbericht. Auf dem heutige» Wschenmartt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,85- 0.95, Hühnereier pr. St 0-0 A, 2 St. 11—124, Enteneier 1 St. 7—8 H, Gänse - ticr pr. ©L11—12 A. Käse pr.St.b-8 H, Käsematte pr. St. 3 At Erbsen pr. Liter 17 A. Linsen pr. Liter 29 A. Tauben pr. X 1,00 bis 1,20, Hühner pr. Stück 1,30 bi» 1,80, Hahnen pr.Stüä X 1,40—1,80, Enten pr. Stück X 2,00—2,20, GLnse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66—74 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bis 76 A, Schweine» fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 4, Kalbfleisch pr- «0-64 Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00 bil 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 A. Zwiebeln pr. Centn« 8,00—9,00 X, Milch pr. Liter 16 A- Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteuftrahe 2. vingestot bet Arvettaehmr» r 1 Weißbinder, 1 Zimmrrmaler, 1 Küfer, 2 Maschinenschlosser, 1 Schuhmacher, 1 Rockarbetter, 1 Schneider, 2 Bauschreiner, 2 Fuhrkmchte, 1 Lauffrau, 1 Kistenmacher, 1 Taglöhner, 1 Gartenarbeiter, 1 Aufseher, 1 Schlosserlehrling, 2 Bureaugehülfen, 1 Schreibgehülfe. ÄaÄftoflt bet Arbeitgeber r 1 tücht. Conditor, 1 Drechsler, 3 tücht- Glaser (Rahmenmacher), darunter 2 verheir. bei hohem Lohne, 1 Weißbinder, ILackirer oder Anstreicher, 1 Bauschloffer, 1 FeinmSantker, 2 Schmiede 1 Schneider sür Kleinstücke, 1 dto für große Stücke, 1 Rockschneider, 3 Schuhmacher, 4 Bauschreiner, 1 Hausbursche, welcher die Wartung von Kranken übernehmen mutz, 1 tücht. Hausbursche im Alter von 20 Jahren, 2 Hausbmschm im Alter von 15 ob. 16 Jahren, 2 Colporteure, gewandt und kräftig. zum Vertriebe eines Werkes, 1 Hausbursche, welcher zu melken versteht 1 tücht Fuhrknecht, 3 Köchinnen, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 1 DienstnKchen, welches landwtrthschafth Arbeiten verrichten kann, nach AuSwSrts, 19 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 4 AuSripperinnen, 4 Wickelmacherinnen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 2 Drechsler, 1 Gärtner, 1 Kupferschmied, 1 Küfer, 2 Lacktrer, 1 Sattler, 2 Schlosser, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Setzer, 1 Wagner. MOeuW MkllcrManstalt Köln a. M Die am 1. April er. fällig werdenden Zinsscheine unserer Pfandbriefe werden vom 15. März er. ab in Gieffeu bei dem Bankhause Conrad Dietz eingelöst. 2578 Köln, im März 1898.Der Vorstand. (ihiipfchhiuflcn Ml. SWHlhlM. greibanf. 2503 Heute und Montag: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. SvPfg. Hammelfleisch »icht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Die Freibank bleibt bis Abends 10 Uhr geöffnet. I Album in-Cacao) nach Dr mod- Nährsalz-Cacaoi Di"£,or’ Aon ärztlicher Seite aufs "Wärmste gegen Blutarmuth, Blejchsucht. Nerven- sehwäche empfohlen. Special-Geschäft Geschw. Altenpohl, __Plockstr. 2._____2827 Pflanzenkübel i» großer Auswahl empfiehlt 2605 Wilh. Kohlermann, Neustadt 15. // 4- v Chinesischen Thee Souchong, Congo, Pecco, in feiner und hochfeiner Qualität per Pfd. Mk. 3.00 bis 5.50 Consum-Thee D „ * 2.00 Haushalt-Thee „ „ » 2.40 engl. Misohung „ „ ■ 3.00 u. 4.00. Special-Geschäft Geschw. Altenpohl, ________Plockstr. S. 2627 Wein-Niederlage von M. Beiderlinden, besitzer, Rüdesheim a. Rh. Rüdesheimer Original-Abfüllung bei 2613 A» Koch Iflgr« Resom-Colskt Hysikue ärztlich empfohlen. 2604 Corset mit unzerbrechlichen Hercules. Lpiralfeder-Einlagen, Corsetls nach Maß, sowie sonst gut sitzende Faeons für Damen, Mädchen und Kinder empfiehlt zu billigsten Preisen A. 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