11246 1 Hivterbliebeneu. 898. winden, kräftigenJaageo 11244 ordt mi Trn | Ile, geb. Ambo*. »g. L**e bei dein m ^cre für die pichen ' Echwekem und dir Ur- Naumann am ®cabe e li* 11282 Schlierbach. 1898. :ki be« e» 'Böatexi v w nha imen und Acidermnt«u m Schutze Ort flln6trioumrt nicht kt cJ nvewäsilich biwLdile Verwerf 1 Vrlnr^ DtrwcnOcn, lonOrtn für Oitklbt nw da erwnthigrn Nachavniungen taufen. &|to u kaum IV M billiger für ei» «a» Mntjchc Sorte uni iges gmnitrn. wahrend die 8»*«T » tat überdauert - Jm "««<■ Mj*’ ihrr beim Ankauf »urauf, bat M a-u Vorwrrf" kenntlich i|L tsHM. kovember 189^: >aakbau. „i «ft- HM Mb , Lj.^et bewi?'* ft, bas mir W LLL-S- «**“L ekel' *s*ä»s> :cbJS^' Nr. 266 Zweites Matt Samstag den 12. November 1SOS »mdrrvi; >4ntlr«|r Mr. 7. Gratisbellage: Gießener Familienblätter. »reffe für Depeschen: Ze,ei,er Stetze«. Fernsprecher Nr 5L ■m ■■■■L”—————eBBHBÄ Deutsches Neich. Bitlhi, 10. November. Der ,Röln. Zig/ wird ge- schrieben: Die schwere Niederlage, welche j'tzt Frankreich durch die englische Machtentsalluog roegeu der Fafchid»- Angelegenheit erleiden ma§ und welche vorau»fichtlich tu den politischen Beziehungen der beiden Reiche noch für eine Reihe von Jahren bedenkliche W rkuogen nach sich ziehe» »irb, Uttel auch für uns in Deutschland eine Lehre, die nicht außer Acht gelaßen werden dürfte. Diese Niederlage rührt he Wesentlichen daher, daß die Franzosen bei ihrem Heißhunger, immer neuen colonialen Besitz zu erwerben, die politische» Machlverhälloiffe Europa» vollständig außer Acht gelaßen haben. Der Zug de» Major» Marchand vom Longo nach Faschoda ist geradezu bewunderungswürdig - er ist mit kiuer so sicheren lleberwtudun, der «anotchfaltigsteu »ad schwersten Htuderviffe, mit eiurr so stetigen Äu»daner und rarrfchütterlicheo Lhatkraft, mit einer so gründlichen vor- derettuog au»geführt worden, daß er die Bewunderung der ganzen Welt verdient. Es wäre vielleicht möglich gewesen, do» Ziel, die Erwerbung Faschoda», sür Frankreich zu erreichen und zu sichern, wenn Major Marchand einige Jahre früher aufgebrochen und la Faschoda angekommeu wäre, ehe die Engländer ihre Unterwerfung de» Reiche» de» Khalifeu 4» Angriff genommen hatten. Jetzt aber find sie zu spät gekommen und die ganz gewaltige Arbeit, die sie für die Erreichung diese» Z ele» eingesetzt hatten, ist nicht nur ver- giebltch gewesen, sie hat sogar geradezu zu einer schweren Demüthtguag de» französischen Mutterlandes geführt. Da» Har Frankreich ausschließlich den franzSstscheo Colonial Vothusiasten zu verdanken. Diese» Beispiel sollte für un» in Deutschland nicht vnloreu gehen, vielmehr sollte dasselbe Wd un» einen um so größeren Eindruck Hervorrufe», al» die Mehrheit solcher überschwänglichen Colovialfreuude sich da« Zurch aoszeichaet, daß sie über sehr viele uud sehr laute Worte, dagegen nicht über btt entsprecheuden Mittel zu ver- lägen pflegt, die allein im Blande find, j ue Worte in Lhateu umzusrtzen. Da» Treiben dieser Leute har in der »ttzten Zeit einen Umfang anzrnommrn, dem offen entgegen- zetrelen werden »uh, weil e» geeignet ist, die ernste Arbeit »oferer gediegenen Eo'ouiatkräfte zu stören. Wo irgend auf üer Landkarte noch ein leerer Flecken auszuüöbern ist, da soll »t gleich für Deutschland m‘1 Beschlag belegt werden. Etnste »ratsche Kreise, die diesen Zügellosigkeiten nicht zusttmmeo Banen, werden ohne Weiteres mangelnder Vaterlandsliebe enb mangelnder Voraussicht bezichtigt. Roch jüngst hat em After» genannter Reichstag» Abgeordneter In der Presse seine »ollste Entrüstung darüber ausgesprochen, baß Deutschland sfch nicht in den Faschoda-Streir etomische und daß es dadurch io namenloser Kurzsichtigkeit die letzte Gelegeoheit verpaffe, zu verhindern, daß die Engländer sich einen ununterbrochenen Bereisen Lande» zwischen Capstadt nvd Kairo au- etgoen. Was darau» geworden wäre, wenn die deutsche Regierung dieser etgeoaitigeo Weltanschauung gefolgt wäie, braucht heute nicht m hr au»geführr zu werden. Wir sind jetzt tu die Zeit eiagrtreteu, wo es vor Alle» darauf an- kommt, zu drwetsea, daß wir im Stande find, die endlich erworbenen Schutzgebiete für D u schland nutzbringend zu wachen. Dazu »üffen große Geldmittel aufgebracht uud verwandt werden, die bei un» au» bekannten Gründe» nicht so reichlich fließen wie in England und Frankreich. Jede Zersplitterung dieser Geldmittel für neue unbekannte Gebiete muß zur Zett ooihwendtg die Entwickelung unserer Schutzgebiete schädigen. Die Machtentfaltung, zu der jetzt England die Selegeoheit mit um so größerer Freude ergreift, al» e» keinem ernsten, zur kriegerischen Abwehr geneigten Gegner sich gegenüber siehe, wird für die nächste Zukunft der Colonial« Entwickelung sicherlich den Franzosen recht unbtlpue» werden. Auch diese hemmende Wirkung hat Frankreich dem, gelinde gesagt, unvorsichtigen Borg.hea seiner Colonial Enthusiasten zu banken. Die deutsche Regierung wird stet» die große Mehrheit de» deutschen Volke» und vor Alle» auch alle zu ernster Arbeit bereiten Coloutal-Poltitker auf ihrer Seite haben, wenn sie e» ablehnt, solche Wege zu wandeln, wie sie jetzt die Franzosen nach Faichoda geführt haben. Ausland. London. 10. November. Die hier ansässige» französischen Kaufleute beklagen sich über die täglich zunehmende Verschlechterung ihrer Geschäst»lage. Viele französische Firmen stad von den Engländern boycottirl wordea »ab demnach gezwungen, ihre Geschäfte aufzugedro. Loudon, 10 November. Die Morgeublälter besprechen die gestrige Rede LordBaltSburtz». ^Datly Chroniele" erklärt, von den Worten Salisbury» wenig befriedig! zu fein. Die Stunde sei gekommen, da» Land über die politischen Geheimmffe der Regierung rinzuweiheu. England mußte die günstige Gelegenheit benutzen, da» Protektorat über Aegypten zu erklären. — .Daily Mail* ist sehr unzufrieden mit der Rede und sagt ebenfalls, Salisbury hätte unbedingt da» Protektorat über Aegypten erklären müsse». — »Daily Graphik" meint, die Rede Salisburys sei eine Mahnung an Frankreich, sich in Zukunft einer gegen Eaglano gerichteten Politik zu enthalten. Da» Blatt glaubt, wenn Lord Sali»bury da» Protektorat über Aegypten nicht erklärt habe, so sei dies nur ’ Aegypten» wegen geschehen, oder nicht um die Gefühle Frank- ' reich» zu schoueu. Vermischtes. • Große ländliche Hochzeiten werden noch aller Bitte noch immer in der Altmark und in den ihr benachbarten Gebieten gefeiert. Die ,Salzw.-Gardel. Zig.* berichtet von drei solchen in vergangener Woche gefrierten Hochzeiten Folgende»: In Rrdeubeck (an der Grenze der Kreie Salzwedel und Gifhorn) wurde die Tochter de» dortigen Lehrer» de« Ackermann Venecke angetrant. Geladen waren über 600 Personen. Geschlachtet waren dazu 2 Kühe, die zusammen 85 Ctr. wogen, 8 Schweine, etwa 20 Ctr. schwer, ferner 60 Hühner uud viele Enten. Knchenstollen waren zu eine» Berg von über 800 Btück aufgethürmt. Einige Tonnen Bier, einige Hundert Flaschen Wein und Spirituosen »c bildeten die Getränke. Eine zweite gleich große Hochzeit wurde am Freitag und Samstag tu Wöpel gefeiert. Auch hier wohnten weit über 500 geladene Gäste de« Fest bei. Ein Retterzug von 25 Rettern rin dtm langen Hochzeitszug voran. 30 Brautjungfern schritten dem Brautpaar, Fräulein Martha Bierstedl au» Gr.-Gischau und Ackermann Tegge, beim Kirchgang Vorau». Natürlich konnten die Gäste nicht alle im Hochzritshanse speisen- sie wurden in zwei großen Zellen untergebracht. Zu eßen und zu triukeu gab e» im Urbeifluß, waren doch nicht weniger al» 8 schwere Schweine, 4 Rinder, 6 Kälber, 6 Schafe, einige Dutzend Hühner nud Hasen zubereiter worden. Kolossale Mengen von allerlei guten Getränken standen den Hochzeit»- gästea zur Verfügung. Mufik spielte ununterbrochen auf, und in den Zelten bewegten sich einige Hundert Paare im Tanz. Die dritte große Hochzeit wurde am Donnerstag in dem Dorf Gr.-Chüdeu gefeiert, und zwar die de» Ackermann» Ziem» mit Fräulein Martha Bischoff au» Zierau. Die Braut wurde von 25 Hochzeitsrettrrn abgeholt. Beim Kirchgang schritten dem Brampaar 60 Brautjunfgern voran. Auch hier saßen einige Hundert Hochzett»gäste beim Mahl, zu dem in gleichen Mengen, wie oben bemerkt, geschlachtet und gebacken war. 10 Procent extra Rabatt auf alle euhon redueirten Preise während der Inventur- Liquidation. 31 niter auf Verlangen franco. Modebilder gratin. i eine« Theilhabere und Nenübernahme veranlassen ; uns eu einem wirklichen Aneverknnl I Weihnachtegeechenke in Damen-Kleideratoffen für Winter, Herbst, Frühjahr und Sommer und offeriren beispielsweise: 10885 6 Mtr. solid. Winteratoff zum Kleid für M. ILO 6 , , Santidgoetoff , „ , w 2.10 6 , „ Neglig6-u. Velourstoff B , e 2.70 6 e , Halbtuch , „ , 2.85 sowie neueste Eingänge der modernsten Kleiderund BlouaenHtoffe für den Winter versenden in einzeln. Metern, bei Aufträgen von 20Mk.anfranoo Oettinger*Co.,Frankfurt a.M., Vereandhe. Stoff z ganz. 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