Nr. 135 Drittes Blatt.______Sonntag den 12. Juni_______________________AS9S erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MamitienStätter werden dem Anzeiger wöchentl'ch viermal beigelegt. Hiehener Anzeiger AezugspreiZ vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeige» zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblatt füv den U^eis Gieszen. Redaction, Expedition und Druckerei: KchntKraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hiegen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Turngemeinde Darmstadt beabfichtigt eine Ber- loosung von Silber- und Gebrauchsgegenständen zu veranstalten, um die Mittel znr Erbauung etuer neuen Turnhalle zu gewinnen. Großherzogliches Ministerium des Innern hat ausnahmsweise die uachgesuchte Erlaubntß zur Veranstaltung dieser Berloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 100,000 Loose zu 1 Mark da- Stück, auSgegeben werden dürfen und mindesten- 50 pCt. de- Bruttoerlöse» au- dem verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegeustanden zu verwenden find. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet wordeu. v. Gagern. Politische Wochenschau. Die starke Hitze, welche in den letzten Tagen herrscht, macht sich bereits in der Politik geltend. In der Redaction de- »Figaro- ist ein Entlein auSgebrütet worden, welche» feinen Flug durch Europa munter und wohl antrat, um schließlich in der Wilhelmftraße in Berlin ein klägliche» Ende zu finden. Bekanntlich weilt Reichskanzler Fürst Hohenlohe in der französischen Hauptstadt. Giebt es für ihn dort eine bessere Beschäftigung, al- den Parisern von seiner ArntS- müdlgkeit zu erzählen und von dem Entschlüsse, bald nach seiner Rückkehr nach Deutschland, den Reichskanzlerrock an den Nagel hängen und fich auf seine Güter zurückziehen zu wollen? In Deutschland hat wohl Niemand diese Mär geglaubt, und so war eS denn auch ziemlich überflüssig, daß man eS an officiöser Stelle der Mühe werth fand, die Nachricht in optima forma zu demeutirev. Graf PosadowSky ist jetzt, so kurz vor den Reichstag-- Wahlen, ein geplagter Mann, da die Vorbereitungen dazu in sein Reffort gehören. Aber er ist auch ein sehr geschäftiger Mann, so findet er neben seinen Amtspflichten noch Zett, Briefe zu schreiben, in denen er zum Ausdruck bringt, wie fich Wähler zu verhalten haben, denen daS Wohl der Krone und deS Vaterlandes wahrhaft am Herzen liegt. Da- Schreiben des Grafen PosadowSky an den „notablen Politiker" hat denn auch nicht verfehlt, großes Aufsehen zu machen. Biele Erörterungen wurden darau geknüpft, insbesondere, ob der Staatssekretär auf eigene Faust gehandelt habe oder im Etnverständnlß mit seinem „Chef", dem Reichskanzler. Man construirte bereits einen regelrechten Covfl ct zwischen Reichskanzler und Staat-secretär, dem aber schließlich durch etu Feuilleton. Aus Kerrn Knurigs Schkaftockpredigten*). Vom Rauche«. Nein, da- geht wirklich nicht länger an, daß ich mich in meiner eigenen Behausung nicht frei bewegen darf. Ich komme mir fast psie ein Schuljunge vor, der sich fürchten muß, bet der Etgarre ertappt zu werden. Allerdings hast du mir gnädigst gestattet, in meiner Arbeitsstube hie und da eine Cigarre raucheu zu dürfen, nachdem du erkannt hattest, daß eS aller Utberredung-kunst nicht möglich wäre, mir diesen Genuß ganz zu verkümmern. Aber selbst daS gibst du nur unwillig zu, denn wenn du zufällig hinein- kommst und ich just tu etwas valleren Zügen geraucht habe, so steckt du eine Miene auf, al- ob ich alle sieben Todsünden multiplicirt verbrochen hätte. „Entsetzlich! Zum Umkommen!" heißt e» da. Und wenn ich mich mit meinem Gltmmstengel sür einen Augenblick nach einer anderen Stube begebe, so werden all. Fenster ausgertffen, al- gälte e-, den Teufel zu verscheuchen. So kann das nicht wettergehen! Hol der Henker die Gardinen und wie sonst noch da- Zeug heißt! Dein Vater raucht auch nicht zu Hause? Nun ja, der ist gut dresfirt worden, da» merkte ich schon vor langer Zeit- bet mtr aber läßt fich da» nicht durchführen. Der Mann deiner Freundin raucht gar nicht zu Hause? Wird wohl auch so einer sein. Doch was kümmert da» mich. Mögen Andere machen, was sie wollen oder müffeu, ich werde von nun an hier rauchen, in allen Räumlichkeiten. *) Verlag von Levy L Müller, Stuttgart. (Preis in illuftr. Umschlag Mk. 1.50. amtlichl» Dementi und durch die Erklärung, daß Gras Poia- dow-ky vollständig im Einvernehmen mit dem Fürsten Hohenlohe jenen vielberuseuev Bries geschrieben habe, ein Ende gemacht wurde. Dadurch wird die Kundgebung de» Staat»- srcretär» gewissermassen zu einem Wahlprogramm der Regierung gestempelt. In Brüffel tagt die internationale Zuckerconserenz wegen Abschaffung der Ausfuhrprämien. Man verspricht sich von vornherein keinen großen Erfolg von den Verhandlungen, und soll insbesondere England wieder einmal daS Karnickel sein, welche» seine eigenen Wege gehen und wegen der Vortheile, die e» fich aus einem Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten verspricht, in der Prämienfrage nicht mit- thun will. Frankreich hat jetzt seine MinisterkrifiS. MLline sieht anscheinend ein, daß er mit dem jetzigen Cabinet vor der neuen Kammer nicht bestehen kann- er hat deshalb eine gründliche Reconstruction vor, der voraussichtlich sechs Portefeuilles zum Opfer fallen werden. Wohl oder übel muß Msline, um feine Regierung lebensfähig zu machen, fich noch weiter nach Link» wenden und dort Unterstützung suchen. Ob e» ihm überhaupt gelingen wird, fich noch lange zu halten, ist bei den Verhältniffen in Frankreich sehr fraglich, dort hängt die Regierung von gar zu vielen Zufälligkeiten ab. In Oesterreich laoirt Gras Thun immer noch weiter. Inwiefern die Meldungen richtig find, daß er seine Demission etngereicht habe, läßt fich nicht controlltren, jedenfalls ist seine Lage eine sehr schwierige. Welche Umstände in Oesterreich eigentlich dafür sprechen, daß die Regierung den Badcni'schen Weg immer noch munter weiter wandelt, erscheint ein Räthsel, wenn man fieht, daß die Situation eine unhaltbare ist. Die Parlament-Verhandlungen bleiben ergebnißloS, die Staatsgeschäfte stocken, und die Erbitterung der Parteien wird immer größer. E» wäre ein Schlag den Deutschen in- Geficht, sollte es fich bestätigen, daß die jungezrchischen Führer und auch der Prager Bürgermeister wiederum mit Auszeichnungen bedacht werden sollen. Auf dem Balkan scheint fich wieder Manche- zuzu- spitzen. Die Au-landreise des Fürsten von Montenegro wird fortgesetzt commentirt, und mit Mißtrauen blicken die übrigen Balkanstaaten nach Cettinje. Bei der Eifersucht, die unter jenen kleinen Reichen herrscht, find Reibungen nicht ausgeschlossen, und die europäische Diplomatie thäte gut, ihre Aufmerksamkeit fortgesetzt den Verhältnissen auf dem Balkan zuzuweuden. In dem spanisch»am erikanischen Kriege hat sich die Lage wieder zu Ungunsten der Spanier verschoben, die voraussichtlich doch der Uebermacht werden weichen müffeu. Mit den Amerikanern allein würden sie e- jedenfalls auf» nehmen, aber sowohl auf Cuba, wie auf den Philippinen find Ei, sag wa» du willst, vom verpesten der Luft, der theuereu Möbel und waS sonst noch. Keine Liebe? Damit bekundet man nicht seine Liebe. Im Gegenthejl, eine liebende, kluge Gattin wird fich immer bemühen, dem Gatten die Häuslichkeit so bequem wie möglich zu machen und ihn nicht sozusagen gewaltsam zum Besuche von WirthShauS oder CafshauS veranlasieu. Ich werde von nun au ganz uugenirt zu Hause rauchen! Und du bist klug und vernünftig genug, um einznsehen, daß ich Im Rechte bin. Das Esse«. Warum ich den Teller bei Seite schiebe? Glaubst du wirklich, daß ein Mensch ohne Gefahr für seine Gesundheit und ohne gänzliche Verleugnung seine- Geschmackes solche» Zeug genießen kann? Da ist ja der ärgste Wirth-hauSfraß ein köstliche» Göttermahl dagegen. Deine Köchin versteht so viel vom Kochen wie der Esel vom Ziiherspiel. Warum mir das gerade heute auffällt? Weil ich bisher nicht reden wollte. Hab' genug oft im stillen Aerger diese» — diese- Ding da heruntergewürgt und de» lieben Friedens willen dazu noch ein freundliche- Geficht gemacht. Aber was zu viel ist, ist zu viel! Zwar wenn ich bedenke, wie heutzutage die Mädchen erzogen werden, kann eS mich gar nicht verwundern, daß eine solche Bescheerung auf den Tisch kommt. Alle» wird ihnen beigebracht, nur daS nicht, wa» eine Hau»- frau reiften muß. Ob ich am Ende dir die Schuld zn- schiebeu will, daß da» Essen wißrathen ist, oder, wie du sagst, „ein bischen ander» als e» sein sollte?" Eigentlich. nicht- aber, nimm e» mir nicht übel, so ganz und gar möcht ich dich hiervon auch nicht freisprechen. Da» ist einmal I die Insurgenten in eine kräftige Action eingetreten, der, vereint mit dem Vorstoß der amerikanijchen Truppen, die Spanier nicht gewachsen sind. Noch klammert fich die Madrider Regierung an die Möglichkeit, daß eine Wendung zum Besseren etntrete, noch macht sie übermenschliche Anstrengungen, um einen Erfolg herbeizuführen, aber ein solcher erscheint so aussichtslos, daß es im Interesse Spanien» an der Zeit wäre, wenn die Mächte intervenireu und einen möglichst günstigen Frieden herbeiführeu würden. (xx) Deutsches Reich» Darmstadt, 10. Juni. Aus Laxenburg bei Wien wird der „Darmst. Ztg." unterm 9. Juni gemeldet: Gestern fand vor den Allerhöchsten Herrschaften große» vorreiteu in der spanischen Reitschule start. Seine Königliche Hoheit der Großherzog war zum Frühstück bei Sr. K. Hoheit dem Erzherzog Ludwig Victor geladen. Heute vormittag fuhren die Herrschaften nach Wien zur FronlrichuamS-Prozesfion. Die Abreise der Allerhöchsten Herrschaften ist zunächst verschoben. Berlin, 10. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die engltfche Blättermeldung, daß ein Wechsel in der Person de» deutschen Botschafter- in Konstantinopel bevorstehe, al» unbegründet. — Pultförmige Fernsprechgehäuse. Bei Benutzung von Sprechstellen der Stadt-Fernsprecheinrichtungen wird häufig da» Bedürfniß empfunden, die gehörten Mittheilungen, besonder» Zahlen und Namen, sogleich nieder zu schreiben. Die bisher durch die Neichs-Tclegraphenverwal- tung ausschließlich verwendeten schrankförmigeu Fernsprechgehäuse entbehrten indeß einer Unterlage zum Schreiben - die Inhaber von Sprechftellen waren darauf angewiesen, sich eine solche durch Anbringung eine» Pulte- neben dem Grhäuse auf eigene Kosten zu beschaffen. Neuerdings werden Fernsprechgehäuse ausgegeben, dte derartige besondere Vortchtungen entbehrlich machen, indem die Pullfläche au-mattgrschliffeuem Milchglase besteht, auf dem Mittheilungen unmittelbar nieder- geschrieben werden können. Ein Schwämmchen dient zu« Enfernen der Schrtftzeichen. Oberhalb de- Pultes ist da» Mikrophon in bequemer Höhe am Grundbrett befestigt. Der ganze Apparat ist vornehm au-gestattet und erfordert nicht mehr Raum, al» die fchranksörmigen Gehäuse. Eine Gebührenerhöhung tritt bei seiner Benutzung nicht ein. Soweit der für da- laufende Jahr beschaffte Bestand au»reicht, wird neu hinzutretenden Theilnehmern die Wahl zwischen den Gehäusen in Schrauksorm und denen in Pultform gelaflen. Ein Umtausch von den im Betrieb befindlichen schrankförmigen Gehäusen gegen solche in Pultform findet vorläufig nicht start, da der Bestand dazu noch nicht ausreicht. Ob die neuen Ge- Sache der Hausfrau. Da hättest Du meine Mutter sehen sollen. Ich komme schon wieder mit der Rede von meiner Mutter daher? Wie denn nicht! Sie hat allerdings nicht» von Spritzmalerei und Kerbschnitzerei verstanden, aber wie eine Suppe gekocht werden soll und wie ein Teig zu kneten sei, da» wußte fie gründlich. Warum ich nicht meine Mutter geheirathet habe? Rede keinen Uufinn! Schaden könnte c» jedoch n'cht, wenn ihre Schwiegertochter ihr auch in mancher Beziehung gliche. Jetzt kommt natürlich da» Thränentüchlein wieder hervor. Sei kein Kind! Da» Essen wäre gar nicht so schlecht, meine üble Laune nur fäebe e» so arg? Ra, da muß ich doch bitten! Du wirst mir doch zugeben, daß ich da» Recht der Kritik habe, e» ist sogar nöthig und nützlich, fich darüber zu äußern. Wir müffeu doch nicht da» Geld zum Fenster hinauSwerfeu und dabei noch hungrig vom Tische aufstehen. Da wär' e» auch kein Wunder, wenn der Mensch wirklich schlecht gelaunt würde. Ich fordere ja nicht, daß du selbst kochen sollst, da» schon gar nicht, aber — Nein, ich zweifle nicht an deiner Kochkunst, obgleich du mir in einer Stunde der Ausrichtigkeit mitgetheilt hast, daß da» angeblich von dir hergestellte Mahl, welche- ich al» Bräutigam bet euch genoffen habe, ein Product der alten Köchin deiner Eltern war. Gelt, jetzt lächelst du! Ich meine nur, e» wäre besser, wenn du deinen edlen Vorsatz, von nun an selbst zu kochen, ziemlich einschrävken wolltest. ES ist nicht gut, in solchen Dingen zu experimentiren. Nimm dir lieber eine tüchtige Köchin an Stelle dieser närrischen Grethe und halte Dann tüchtig Umschau. Man muß diesen Leuten zeigen, daß man ihnen gewachsen ist, dann geht alle» gut . . . Der Braten ist zwar etwa» zähe, aber wenigsten» doch besser al» die anderen Speisen. Hause später allgemein elogeführt werden, wird davon ab- hängen, ob die Neuerung den Beifall de» Publikum» findet. Kitzung -er Stafctveröffneten am 9. Juni 1898. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Guauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmeltu», Faber, Flett, Habeoicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Kirch, Löber, Loo», Ordig, Petri, Scheel, Schiele, Schwall, Dr. Thaer und Wallenfels. Unterm 17. Mat d. I. hatte Herr Oberbürgermeister Guauth au da» Großh. Kreisamt berichtet, daß er beabfichtige, demnächst der Stadtverordneten-Berfammlung Vorlage über die vorläufige Aufhebung de» Oetrots auf Mehl und Vackwaaren zu machen, und gleichzeitig die an Großh. Ministerium gerichtete Anfrage angefügt, ob Genehmigung eine» diesbezüglichen Beschluffe» zu erwarten sei. Unterm 1. Juni wurde darauf vom Krei»a«t mitgetheilt, daß da» Ministerium die Genehmigung ertheilt habe. Hierauf wurde die vereinigte Finanz- und juristische Commission mit der Angelegenheit betraut, nachdem die Stadtverordneten-Berfammlung Ihre Bereitwilligkeit erklärt, da» Octroi auf Mehl und Back- waaren aufzuhebeu. Zunächst wurde empfohlen, die Frage zu beantworten, auf welche Weise der Ausfall in den Einnahmen gedeckt werden könne, ob durch stärkere Besteuerung anderer Artikel oder durch Erhöhung der directeu Gemeinde- abgaben. Herr Oberbürgermeister Guauth erklärte, die Empfindung zu haben, daß die Stadtverordneten-Berfammlung den Fehlbetrag durch Erhöhung der directen Steuer decken und gelegentlich der Berathung de» neuen Budget» einem neuen Reglement zustimmen werde, in welchem da» Octrot auf Mehl, Vackwaaren und Holz außer Erhebung bleibt. Zu decken wären nach Aufhebung der Octroi» auf Mehl und Vackwaaren etwa 14000 Mk., welcher Betrag entspreche einer Erhöhung des AuSschlagScovffictrnten von 28,8 auf 29,7 Pfg. Die Eonfequenz dieser Octroibefreiung wäre dann die Aufhebung der Rückvergütung, und eine weitere Gon» sequenz die Rückvergütung für die bi» zum Tage der Aufhebung vorhandenen Mehlvorräthe. Für da» laufende Jahr ließe fich der noch auf etwa 12000 Mk. zu berechnende Ausfall ohne Erhöhung der Eommunalabgaben decken, bet Aufstellung des nächsten Budget» würden die Eouftquenzen in gemeinde- finanzieller Hinsicht zu ziehen fein, da u. A. auf die directe Rückwirkung de» neuen Beamtenbesoldungsgesetzes usw. Rücksicht zu nehmen sei. Eine Beseitigung de» Octroi» auf alle bisher damit belasteten Artikel würde eine Erhöhung des Ge- meindesteuer-Eoösfictenten um 6 Pfg. nöthig machen. Die vereinigte Commtsfion hat einstimmig befchlosien, zu beantragen, daß mit Wirkung vom 16. Juni ab da» Octroi auf Mehl und Vackwaaren außer Erhebung gesetzt wird, die Rückvergütung vom gleichen Tage an wegfällt und da» für Mehlvorräthe von mehr als 56 Kgr. bereits entrichtete Octroi zurück- vergütet werde, wenn der Bürgermeisterei oder dem Octrot- coutrolleur entsprechende Meldungen bi» zum 14. Juni zugehen. — Herr Schmal! erklärte, dem Antrag tu der Lommisfion unter dem Vorbehalt zugestimmt zu haben, daß der Fehlbetrag nicht durch Octrotaufschlag auf andere Artikel gedeckt werden solle- er habe noch dieselbe Anschauung wie früher, daß durch Aufhebung deS Octroi», die die Bäcker selbst nicht wollten, eine Verbilligung de» vrode» nicht etntrete. ES würde nur Unzufriedenheit in anderen Branchen geben, denen «an die Last nicht ab» nehme. Hätte er die Gewißheit, daß mit Annahme de» Antrag» da» Brod billiger würde, würde er dem Antrag zustimmen, so aber könne er ihn nicht empfehlen. Herr Walleufel» erklärt, nicht nur deshalb für den Antrag stimmen zu wollen, weil dann die Bäcker den Brod- preis ermäßigen könnten, sondern auch deshalb, weil der auswärtigen Concurrenz der Mitbewerb in der Stadt erleichtert werde. Daß der BrodpretS Übrigens herabgesetzt werden könnte, bewiesen die Submissionen, bei denen man bi» zu 25 pCt. hinter dem TageSprei» zurückbleibe. Da» Octroi sei eine indirecte Besteuerung und belaste Diejenigen, die größere Mengen Brod brauchten. Eine weitere Folge der Octrotaufhebung werde die Verbilligung und Vereinfachung der Lontrolle in der Octroierhebung sein. Herr Löber bemerkt, daß der Antrag gerechtfertigt gewesen sei, al» der GetreidepreiS in die Höhe ging. Heute fei die» nicht mehr der Fall, das Getreide werde wieder billiger. Man solle nicht nur mit den Arbeitern, sondern auch mit den Handwerkern und kleinen Beamten rechnen, die durch den Octroiau»fall stärker zu den directen Gemeinde- abgaben herangezogen werden würden- nicht von den Bäckern werde der Au»fall gedeckt, sondern von den Steuerzahlern- die Aufhebung de» Octroi» bedeute ein Geschenk an die Bäcker, da der Vruchtheil eines Pfennig», der al» Octroi auf den Laib Brod laste, bei der Preisbildung nicht zum Ausdruck gebracht werden könne. Sr beantrage, die Berathung au»- zusetzen bi» zur nächsten Budgetberathung. Herr Petri verspricht fich au» der Octroibeseitigung einen Gewinn für die kleinen Leute nicht. Da» Octroi auf Getränke sei höher al» dasjenige auf Brod, und im Allgemeinen werde wohl für Getränke mehr ausgegeben al» für Brod. Die Wiedereinführung bi» Octroi» werde, nachdem «an gefunden, daß da» Exemp-l nicht stimmt, schwer sein. Herr Orbtg empfiehl den CommisfionSautrag. Zölle und indirecte Abgaben vertheuerten die Lebensmittel, an dieser Thatsache sei nicht zu rütteln. Im vorliegenden Falle sollte aber der principtelle Standpunkt der Versammlung den Au»- schlag geben, nachdem sie vorher fast einstimmig einen auf Beseitigung de» Octroi» hinan»lausenden Beschluß gefaßt. Man sollte sich bestreben, die nöthigen Ausgaben der Stadt durch direkte Umlagen zu bestreiten. Die durch Aufhebung de» Octroi» erleichterte Concurrenz der auswärtigen Bäcker »erbt eine Verbilligung des Brode» herbeiführeu- in Offenbach habe die Octroiaufhebung einen Brodabschlag zur Folge gehabt. Herr Scheel spricht fich für den CommisfionSantrag au», auch er zweifle nicht, daß da» Octroi den Brodprei» beeinfluffe- auch die Rückficht auf die Oclroicoutrolle veranlasse ihn, für den Antrag zu stimmen. Herr Walleufel» meint, daß nach dem von Herrn Löber mitgetheilteu GetreidepreiS-Abfchlag von einer Der« billtgung de» Brode» noch nicht» zu merken fei. Herr Löber bemerkt dazu, daß ein Abschlag demnächst wohl eintreten werde. Herr Helfrich betont, daß nach den neuesten Getreidepreisen da» Brod schon billiger sein müßte- daß da» Octroi im Brodpreise zum Ausdruck komme, glaube er iudeß auch nicht. Herr Haubach verspricht fich von einer vorläufigen Aufhebung des Octroi» nicht», e» werde schwer werden, e» wieder einzusühren. Wenn «an erst mit einem Artikel den Anfang gemacht, werde die Agitation zu Gunsten anderer Artikel nicht auSbletben, ganz vermiffeu möchte er aber da» Octroi nicht. Billiger werde daS Brod durch Beseitigung de» Octroi» nicht, verwahren müffe er sich besonder» dagegen, daß er Befürworter deS Octroi» fei- weil er nach deffen Beseitigung einige Mark Steuer mehr zahlen müffe. In Mainz habe man die Aufhebung de» OctroiS abgelehut, weil man der Ueberzeugung war, daß ein Preisabschlag der damit belegten Artikel nicht eintrete - e» gäbe Städte ohne Octroi, in denen das Brod theurer fei als bei un»- auch die auswärtige Concurrenz habe eine Preisermäßigung nicht herbeizuführe» vermocht. Herr Walleufel» glaubt annehmen zu können, daß gerade die mit der Octroierhebung verbundenen Umstände die auswärtigen Bäcker bestimmen, nur fo viel Brod einzuführen, al» bestellt fei. Herr Scheel vertritt die Meinung, daß nach Beseitigung de» Octroi» sofort die auswärtigen Bäcker da» Brod um 2 Pfg. billiger liefern würden. Herr Orbig betont nochmals, daß nach dem früher gefaßten Beschluffe dir Versammlung verpflichtet fei, für den CommiffionSautrag zu stimmen, ohne die Frage zu prüfen, ob daS Brod wirklich billiger werde- ausschlaggebend sollte schon die Erkenntniß fein, daß diese Art der Besteuerung ungerecht sei. Herr Oberbürgermeister Gnauth theilt mit, daß man in der Commission auch der Umstände gedacht, unter denen in Mainz der Antrag auf Aufhebung de» OctroiS abgelehut wurde. Die Wirkung eines BeschluffeS im Sinne de» Commiffton»antragS werde fich allerdings nicht von heute auf morgen bemerkbar machen; die Commiffion fei fich bewußt gewesen, daß der Brodprei» fich nach den Herstellungskosten richte. Aber nach den Beschlüssen vorhergegangener Versammlungen konnte ein anderer Vorschlag, als wie er in dem CommiffionSantrag enthalten, nicht gemacht werden. Wenn die Versammlung heute den Antrag adlehne, bezw. einen Vertagungsantrag annehme, so wiffe er wirklich nicht, wa» er dann der Versammlung bei der Budgetberathung Vorschlägen solle. Herr Brück erklärt, fich gegen den Antrag auSsprecheu zu müffen, so lange nicht Beschluß über die Deckung de» Ausfall» gefaßt sei. Herr Emmeliu» spricht fich für den CommiffionSantrag aus, desgleichen Herr Heichelheim, derselbe glaubt auch nicht, daß alSbald eine Verbilligung de» Brodpreise» eintreten werde- er glaubt weiter constatiren zu können, daß kein Stadtverordneter bei feinem Entschluß Über den Antrag seinen eigenen Steuerzettel tm Auge habe. Herr Wallenfels befürchtet nicht, daß der Ausfall an den Einnahmen groß fein würde, weil die in Ausficht gestellte Reform des Octroitarif» jedenfalls bezüglich der anderen Artikel eine Aufruudung der Octroifätze nach Oben bringen werde. Herr Schmal! glaubt die Versammlung noch gegen den Borwurf in Schutz nehmen zu müffen, daß sie sich bei ihrer Entschließung in Pfennige festbeiße. Herr Beigeordneter Grüneberg erklärt, daß, obwohl er für den CommiffionSautrag gestimmt, er gegen eine gänzliche Beseitigung des OctroiS stimmen werde. Der Antrag de» Herrn Löber auf Vertagung wird abgelehnt, der CommiffionSantrag angenommen. Zwei WirthfchaftS-ConcefsionSgesuche, nämlich dasjenige des Herrn Löb Grünewald (Löwengaffe 22) und dasjenige des Herrn Friedrich Teigler (Brandgaffe 8) wurden dem Anträge der Commiffion entsprechend befürwortet. Locales und provinzielles. n. Nieder Mockstadt. 10. Juni. Gestern hatten sich die Vorstände unseres Markwalde» und Vertreter der Krei»ämter Büdingen und Friedberg hier versammelt, um ein neues BerwaltungSstatut aufzustellen. Der Markwald gehört nämlich den Gemeinden Ober-Mockstadt, Nieder-Mockstadt und Heegheim Im Kreis Büdingen und Staden im Kreis Friedberg und wurde 1848 vom Fürsten von Büdingen durch die genannten Gemeinden erworben. Der Vorstand besteht danach au» den jeweiligen Bürgermeistern jeder Gemeinde und je einem hierzu besonder» gewählten GemeinderathS- mitglied. Die Geschäfte besorgt ein vom Vorstand gewählter Markvorsteher. 4- Altenstadt, 11. Juni. Die zum Segen nufere» Bezirk» dahier bestehende Spar- un b Leihkaffe, (r. G. m. u. H.), welcher am Ende de» verflossenen Rechnungsjahre» 246 Mitglieder angebörteu, hatte pro 1897 einen Gesammt- kaffenumfatz von 577,881 Mk. 19 Pfg. und schloß mit 8175 Mk. 26 Pfg. Reingewinn ab. Die Activa betrug 521,411 Mk. 16 Pfg., worunter 289,245 Mk. 25 Pfg. Schuldscheins- und Hhpothekdarlehen-Aurstäude, sowie 147,770 Mk. 29 Pfg. KaufschtlltugSforderuugen nebst Zinsen die Hauptsactoreo darstellen. Sudererfeit» werden von dem gemeinnützigen Geldinstitute 491,719 Mk. 56 Pfg. Capital* refp. Spareinlagen von VezirkSangehörigen verwaltet. • Limburg a. b. L., 9. Juni. Heute Nachmittag zwischen 1 und 2 Uhr ging über der hiesigen Gegend ein heftiger Wolkenbruch nieder, infolge deffen im Verlaufe weniger Minuten Felder, wiesen u. f. w. einen Meter hoch unter Wasser standen. Hierselbsi konnte auS an der Bahn ge- legenen Oecooomiev mit Roth da» Vieh aus den Ställen entfernt und gerettet werden, während in der Lahn von flußaufwärts gelegenen Orten, Eschhofen, Mühlen u. s. w. Schafe und Ziegen vorübergeschwemmt wurden. Um 6 Uhr Abend» ist da» Waffer wieder soweit gefallen, daß e» nur noch einen Fuß hoch die Thäler durchströmt. Menschenleben find nicht zu beklagen. Eine Anzahl Wohnungen mußte geräumt werden. * Innsbruck, 7. Juni. Ein japanischer Generalstäbler, Hauptmann Tachhbaua, weilt zur Zett in JanSbruck, um die Gebirg»au»rüstung und Kampfweise im Gebirge zu stndiren. Er nimmt an allen Uebungen der hiesigen Garnison Theil. In letzter Zeit war er in Wien. Hier wird er seine Studien über die österreichische Armee beenden. • 3» der französischen Fremdenlegion befinden sich auch zahlreiche Deutsche. E» ist bekannt, wie barbarisch die Behandlung der Leute ist. Weniger bekannt dürste e» fein, auf wie eigenthümliche Weise die Anwerbung der Rekrutru oft zu Stande kommt. Die „Straßb. Post* theilt eine Reihe von Fällen mit, in denen mittellose Deutsche erst betrunken gemacht und bann in diesem Zustand zum Unterschreiben de» WerbtcontracteS veranlaßt wurden. In anderen Fällen wurden sie durch Gendarmen durch Bedrohung oder List zum Unterschreiben gebracht. e Der Kaffeeverbranch der Welt wird in einem interessanten Aufsatz de» italienischen „Gconomtfta* behandelt. Angesicht» der vielen Kaffeehäuser und Kaffeeschweftern bei un» zu Lande sollte man eß kaum glauben, daß der Verbrauch von Kaffee in ganz Europa hinter dem in den vereinigten Staaten allein zurückblieb. Da» war nicht immer so. 1896 vertrank Europa 2911500, die vereinigten Staaten nur 2 678800 Meter-Centner ober dz, nach der unpraktischen amtlichen Bezeichnung in Deutschland. Im vorigen Jahre dagegen haben fich die UankeeS sehr in» Zeug gelegt und nicht weniger al» 3181 700 dz verbraucht, während die gelammten Europäer, trotz vermehrter Bemühungen, e» nur auf 3051500 dx brachten. In Europa steht in dem verbrauche der köstlichen Bohnenfrucht D e u t s ch l a n d an erster Stelle mit 1863900 dz; ob da» an der Veranstaltung besonder» vieler Kaffeeklatfche liegt, verschweigt die Statistik. Da» zweite Land, Frankreich, bleibt schon erheblich zurück und verzeichnet 1897 nur 773100 dz. In England wurden nur 124 200 dz verbraucht, etwa ebensoviel in Italien. (itcratur «nd Knnft. — Aus Anregung Sr. Majestät de» Kaiser» erschien soeben. Kiau-Tschou, Deutschland» Erwerbung in Ostasten, von Georg Franzius, Geh. und Ober-Baurath, Martne-Hafenbaudtrector in Kiel. Mit über 100 Illustrationen. Original-Prachteinband in 5 Farben. Preis 5 Mk. Berlin W. 62, Verlag von Schall & Grund, Holbuchdändler Sr. Majestät des Kaisers und Königs und Sr. Königl. Hoheit des Herzogs Karl in Bayern. 9118 die Besetzung der Bucht von Kiau-Tschou bekannt wurde, begrüßte man diese Nachricht im ganzen deutschen Reich mit großer Genugthuung al» ein Zeichen, daß unsere Regierung gewillt sei, rasch und energisch für die Ermordung deutscher Missionare eine angemessene Sühne zu erwirken und der Wiederholung solcher Vorgänge möglichst vorzukeugen. Nur Wenige ahnten, daß die Erwerbung dieser Bucht schon seit langer Zeit angeregt war und auch bereits den Gegenstand von Verhandlungen mit der chinesischen Regierung blldete, seitdem nämlich alle maßgebenden Factoren unserer Regierung an der Hand eine» von dem Geheimen Marine-Baurath Franzius erstatteten Gutachten» über den Werth verschiedener, für einen deutschen Stützpunkt in Ostafien in Frage kommenden Häfen sich für die Bucht von Kiau-Tschou entschieden hatten. Der StaatSsecretär de» Auswärtigen Amts gab zuerst im Reichstage Aufschluß über die Sachlage und der Gebeimrath FranziuS theilte dann in den Colonial vereinen Berlin, Schwerin und Nürnberg, sowie tm Feuilleton der .Kölnischen Zeitung' Mancherlei über die Vorgeschichte der Erwerbung und über die von ihm auf seiner Studienreise nach Ostasten gemachten Beobachtungen mit. Auf Anregung Sr. Majestät ist nun daS bi» jetzt über bieten Gegenstand bekannte Material in einem für die weitesten Kreise bestimmten, mit vielen Illustrationen versehenen Buch gesammelt, bal unter dem Titel „Kiau-Tschou, unsere Erwerbung in Ostafien" soeben erschienen ist. Dasselbe ist von dem Geheimrath Franziu» geschrieben, während die Illustration von dem auf diesem Gebiete sehr erfahrenen Vorsteher deS chalkographischen Institut» der Reichsdruckerei, Herrn Professor Roese, geleitet wurde. Der Inhalt zeriällt in folgende Kapitel: 1. An Bord de» Dampfer» de» Norddeutschen Äoyd, 2. Hongkong und Canton, 3. Auf deutschen KriegSschiften, 4. Die chinesische Küste, 5. Die Bevölkerung, 6. Die Verkehrsmittel, 7. Handel und Industrie, 8. Smoy und Samsah Bucht, 9. Die Provinz Schanlung, 10. Die Bucht von Klau Tschou, 1L Deutsche Missionare in Schanlung, 12. Die Besitzergreifung. Se. Majestät der Kaiser hat daS Werk mit verschiedenen Allerhöchsten Bildern bezw. Beiträgen ausgezeichnet, und wir stehen nicht an, diese» Werk ein echt nationale» Prachtwerk zu nennen, eine vorzügliche Darstellung in Wort und Bild von deutschem Unternehmung»geist und deutscher Machtentwtcklung auf colonialem Gebiet. — Da» selbstständige Erlernen fremder Sprachen wird wesentlich gefördert durch drei bei Rosenbaum 4 Hart in Berlin erscheinende Zeitschriften ,Le RApvtitear*, »The Repeater* und „J1 ripetitore“. Die Methode derselben ist insbesondere geeignet, den Lesern tn leichter Weise die Kenntniß der französischm, englischen resp. italienischen Sprache 'zu erschließen. JedeS fremde Wort hat unter fich das entsprechende deutsche, sodaß da» Unbekannte sofort ausfällt und bei Wiederholung in Erinnerung gebracht wird, wodurch der Wortschatz sich vermehrt. Diese» ebenso einfache wie practische System wird glücklich unterstützt durch den feffelnben Inhalt dieser Blätter, der stet» unterhaltend, anregend und belehrend ist. Die 14 tägig erscheinenden UnterrichtSblätter forgen außerdem für bie schon fortgeschrittenen Leser dadurch, daß fie allmonatlich eme Bellage mit nur fremdsprachlichem Text bringen, der behuiS besterm Ver- ständniffe» Fußnoten erhält. Da bei diesen Vorzügen der Abonne- mentlprei» ein überau» billiger ist, indem er pro uuartal für jebc der drei Zeitschriften nur 1 Mark beträgt, so seien diese allen freunden fremder Sprachen auf» Beste empfohlen. Abonnements werben zu jeder Zeit bei allen Postanftalten und Buchhandlungen entgegen: genommen. A 5# toird hl" ^jchstag Do gatffiaben gtant uni und d nffl 6 ©le E 1. Wählt Dst ««wob net W Sfr Kch^tstraße, Sie Stlsl-l-r-esc'- AatzlvotstkhC- 2. Sahl M ? „sie, Lö-küg-che. U, Sonnte Ml Vorsteher: 3. Wahl! ®lt Auoohner * w*a. MioM*1' V Dftanlagt, SW thoistratzr Nl. 1 W-hlvorfieht 4. Wahl woljntr otr 8ahn üaplantgafsl, Kaserne 1, M Stanzenstraße, bi sttiostraße. Wahlvorsteher: ä.Wahlb Dir Bewohner bei An brr Hardt, der Mühl,affe (zrvhe nnb Liftanlage 9 Wahlvorsteher: 6. Wahl D>e Lewohner b? bei Ertkiuierwkg hlfftnßraße, Lar Löberstraße, Sony ÜhinnglbtrgtS, bei Semarang Z< Wahlvorsteher: ä . 7. Wahlb Hos. Dli Blwo! Lltbaerstrah,, fti NllnlkNaß, Nc. 47-73, bei Wtlhelwßraßt. Wahlvorsteher: Gießen, t ( 1 Ge Der Vei Hi Allgem Genen •“rlBlische P Körpervt , , Der Vei kb« gewäh £.h- out At uchenwg. B Aller Q( die Dj , Haff erbältnigge Industrielle .Bauhandwer sa,d- und | ^Petition? •■haber VOr >te und Beamte. Re • Am i, 6108 255860 dichte ; ■Ä*» Bitl) „e-®1*«Id tabX'"8®'« .n VvII (U, :1 W« 1.1! »«bin. ue {■ »*•«: V“nii"* *" o»n lv« tt iD l! ’^neHtUe inn *« M M ■',* latb«tl4 Mi blt"' W u ftta, ta Sitnnn ■“ Hellt tim Hili, ®Ml«e er» betM», zm Untnj^rdbtn in 3° anbtttn Wn Bibro^nng obn List p |txbinthitmhiittt|jQi»i: * drhubilt. Ängefiti rtfttm bti nnljnh»! u Btrbraud) von ieieinigten Staaten aütc t Io. 1896 vrrtnf Staaten nur 267881' praktischen amtlichen K M Jahre dagegen hck |t nnb nicht weniger d ilt leiaemten dutopcii, nur ans 3 051500 ä Verbrauche der Wftliira r Stelle mit 1863900 dz; :eti vieler Aasfeeklotstl I zweite Land, Ftn!' id verzetchnet 1897 not nur 124200 dz bet' Un(t. I Wktb ttWm W: tn Cfltfa, non ®totj JeiratWonbaubtitdor in Lchinat-Pritleinband in ;a;ag von W4®.1™1!' mbWunbSt.W Lil btt LtsetzM btt w Ut man bleie Wfl t Bdbining all ein unt mirgiich i” Mfiene Sühne »u erwW T-cglttrl ooqnleufleaw S W Wo» Wg m ©tjenüanb oon W Übel« ,, ,, ter hmd eines w (Aa Stützpunkt ta Cjwj .-utt o°n < »ritt (S* « i» fiflM8 irtt ßber W» tun daß W J ^|( tt in Oflafl®' *** :ÄLLs« w . •Waarenhaus* JAdolf Baer} ©Srnfationcll! i • • GklkgenhkitsKauflG ♦ tzin großer Uosten ♦ ♦ Soonenschirme ♦ ♦ ä M. 1 und 1,50, ♦ ^früherer Meis 3 u.4MK.^ Fahrräder Nähmaschinen, Haushaltungs- W maschlnon.land- « wirtschaftliche und Schuhmacher- 5, maschlnen kaufen Sio am besten - und dabei am billigston bei S. Rosenmi in Hachenburg. Auf Wunsch Teilzahlungen. Preisliste No. 39 kostenfrei. Neuheiten in Sonnenschirmen in großer Auswahl eingetroffen. 3604 A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. Aadewannen zu verleihen, sowie in allen Größen vorräthig. 5511 Wiih. Kohlermaun, Neustadt 15. 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