teilt. 3 Sg”3*" °°« >e '-‘nfonprns mit 8i|d)| ",immm * ton «it ‘"‘MWemni Mun ic. «tgibtch. I voll lenner II. e-Ansta». nrop^e vom vorigen Monel bonnemmt flattjinbet lungrvoll ermer II. m. Näslherci Mainz ii nf|n . . Dt 0.70 r |i ntyi . . „ llsll ki »ishki LM „ 0.60 .>nS geliefert und billigst 5393 Seltersweg S. holl iuü) MLgckrM. ^tiusvoÜkommtnsfe ^rebmaschine. öt HauplVorzüge särttcht'’ ©ysreme vereinigend. _N.5childer9^ZL- Lögthnm Heesen, d Stfl»ar»ckerel’58!S BRÜCK, Giessen ijsSSS" Hehl»«1*®** olt MoMrtb ei -- ‘Sü’*** , BW -- MoSB fetten nuiD*0 ring®. yjurb*»*,‘ fr»®* trt^R - Nlt. 135 Erstes Blatt. Sonntag den 12. Juni 1898 Grschtint ILgNch mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener »«mttienvtLtter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger zrezngspret» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 76 Pfg. mit Bringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. nierteljährlich. U»»ah»e von Anzeigen zu der Nachmittags für dm felflenben Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigm-BermittlungSstellm deS In- und AuSlcmde« nehmen Anzeigm für den Gießmer Anzeiger mtgegew Anrts- und Anzergeblntt für den Ureis Gieren. Äebodb#, Expedition trab Druckerei: -chukstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Reich. Berlin, 10. Juni. Wie dem „Berl. Tagebl." zufolge verlautet, find Erhebungen über Veränderungen, welche im nächsten Jahre in der Armee vorgrnommeu werden sollen, bereit- beschlofien. Es soll fich diesmal nicht um eine große Einzelforderung handeln, sondern um eine ganze Reihe von Forderungen secundärer Bedeutung. In erster Reihe ist eine durchgreifende Reform der Feld-Artillerie geplant. Ferner sollen au- bereit- bestehenden Formationen mehrere neue Armeekorps gebildet werden. Davon dürfte Tachsen ein zweite- Armeecorps mit dem Sitz in Leipzig, Bayern ein dritte- Armeecorps mit dem Sitz in Nürnberg und Preußen ein 18. Armeecorps mit dem Sitz wahrscheinlich in Mainz erhalten. Die zweijährige Dienstzeit bet den Fuß- truppen soll bestehen bleiben wahrscheinlich wird "her eine größere Zahl Capitulanteu gefordert werden. Welche Forderungen für die Cavallerie gestellt werden, steht noch nicht fest, doch reicht die jetzige Zahl nach der Anficht maßgebender Kreise nicht mehr aus. Man nimmt an, daß für jede- Armeecorps eine Escadron Jäger zu Pferde (Meldereiter) gefordert werden wird. Schließlich soll die Pioniertruppe reformirt werden. Man nimmt an, daß ein Theil der Regimenter, welche j'tzt zwei Bataillone haben, auf drei Bataillone gebracht werden sollen. Köln, 10. Juni. Da- in der Mosel-, in der Eifel-, sowie namentlich in der Sieg-Gegend herniedergegangeue schwere Unwerter hat überall großen Schaden angerichtet. Der Verkehr rheinaufwärts ist gegenwärtig nur noch ein- geletfig, da bet Boppard eine große Strecke der Eisenbahn mit Geröll überzogen ist. Auch bei Bletchenberg a. d. Sieg stürzte ein Bergabhaug herab und überschüttete da- Bahn- geletse. Ein Hau- stürzte ein. In Eitorf an der Steg wurde der untere Sradtthril durch die von ollen Setten hereinbrechenden Waffermaffen vollständig zerstört und drei Brücken weggerifien. AusUnr-. Wien, 10. Juni. Bisher hat der spanische Bot« schäft er bet dem hiefigen auswärtigen Amte noch kein offizielle- Ansuchen wegen Fried enS Vermittelungen gestellt. Wien, 10. Juni. Da- für morgen im Karl-Theater zur Aufführung angesrtzte Lebensbild „Der Ehrgeiz" wurde von der Censur verboten. Loudon, 10. Juni. Die „Times" melden au- New- York, daß ein amerikanisches Kanonenboot Sam- fouS auf einen Eisenbahnzug schoß, welche- Truppen beförderte. Viele Soldaten wurden getödtet. Loudon, 10. Juvi. „Morning Post" meldet aus Hongkong, die englischen Behörden haben mehrere Schiffe, welche Waffen und Munition für Manila an Bord hatten, beschlagnahmt. London, 10. Juni. Die Blätter melden au- New- York, daß die Einnahme der Festung Laima nera dem Plane der Amerikaner entspreche. Diese Einnahme soll den vor Tampa und Key West angekommenen Truppen den Weg nach Santiago bahnen. Madrid, 10. Juni. An die Stelle des General-LopitänS von Madrid, Daban, ist der ehemalige Kriegsminister CH inet lla getreten. Madrid, 10. Juni. Sämmtliche Car listen hielten hier gestern eine geheime Conferenz ab, welcher auch ein Abgesandter von Don Carlo- beiwohnte. CS sollen sehr wichtige Beschlüffe gefaßt worden sein.___________________' Botanische Exeurfion nach Oberitalien vom 26. Mat bis 3. Juni 1898. bis man durch die verschiedenen Regionen der Kastanien« wälder. Sträucher und Matten endlich in die Region kommt, wo alle Vegetation aufhört. Man findet an den oberitalienischen Seen außer der ursprünglich einheimischen Flora die allmählich eingewanderten Pflanzen, einestheils aus den südlicheren Mittelmeerregionen und anderntheils der hochgelegenen Alpenregion und endlich die aus allen Klimaten eingeführten Gewächse, die sich dann dort acclimatisirt haben, sodaß eine Reichhaltigkeit der Flora herrscht, wie sie an anderen Orten kaum zu finden ist. Begünstigt wurde die Excursion einmal von dem herrlichsten Wetter, das sich besonders bei den botanischen Ausflügen einstellte, und dann durch das nicht hoch genug hervorzuhebende Entgegenkommen der Eisenbahnbehörden, wodurch sich auch die pecuniäre Sette der Excursion so günstig gestaltete, wie es wohl kein Theilnehmer erwartet hatte. Der Ausflug selbst verlief folgendermaßen: Wir fuhren am 26. Mai früh Morgens 7 Uhr von Gießen ab und langten Abends gegen 10 Uhr in Luzern an. Am zweiten Tage wurde Morgens in der Frühe in Luzern das Löwendenkmal, der berühmte Gletschergarten und die Stadt besichtigt, dann das Schiff bestiegen, mit dem wir über den herrlichen, von steilen, nut im frischesten Frühlingsgrün prangenden Wäldern bedeckten Bergen umgebenen Vierwaldstättersee bis zur Tellsplatte fuhren, von wo der Weg über die einzig schöne Ax-.nstraße bis Fluelen zu Fuß zurückgelegt wurde. Auf diesem Wege fielen uns auf, die der südlichen Flora angehörende Coronilla Emerus in vollster Blüthe, Lilium bulbiferum, Sesleria sphaerocephala und andere. Die steilen Felsen war? i bekleidet mit Erinus alpinus, Cochleatia saxatilis, Bellidiastrum Michelii, Globu- laria cordifolia und ähnlichen Alpenpflanzen, während ver- schiedrne Orchideen die bunten Wiesen schmückten. In Flüelen stiegen wir in die Gotthardbahn, um durch den großen Tunnel nach Bellinzona und weiter nach Locarno am Nordende des Lago Maggiore zu gelangen. Die Großartigkeit der Landschaften, durch die wir fuhren, mit ihren steilen, zerrissenen Bergpartien, den tosend herabstürzenden Gebirgswässern, den noch mit Schnee bedeckten Berggipfeln und den reizend auf der italienischen Seite in Weingefilden gelegenen Ortschaften machte auf uns Alle einen tiefen Eindruck. Spät Abends kamen wir in Locarno an, wo für uns im Hdtel Suisse der Tisch schon gedeckt war. Der folgende Morgen wurde zu einem sehr lohnenden Ausflug nach der über Locarno auf einem von edlen Kastanienwäldern umgebenen Felsen gelegenen Wallfahrtskirche Madonna del Sasso benutzt. Da bei unserer Ankunft die ganze Aussicht durch dichten Nebel verdeckt war und der Regen in Strömen floß, benutzte Herr Prof. Hansen, während wir in einem Kreuzgange Schutz vor der Witterung fanden, die Gelegenheit, in einem klaren, fesselnden Vortrage über Pflanzengeographie mit besonderer Berücksichtigung der Flora an den oberitalienischen Seen uns die Eigenthüml'.chkeit gerade dieser Flora zu erklären und vor Augen zu führen. Als bald danach der Regen nachließ und der Nebel sich ver- theilte, konnten wir mit dem Botanisiren beginnen. Wir sahen die der Mittelmeerflora eigentümlichen weißen Cistrosen, Cistus salvifolius in ungeheuerer M.nge, weiter Saxifraga Cotyledon mit langen, weißen Blüthentrauben, Luzula nivea, Serapias lingua, Centranthus ruber, Polygala nizzaensis, Pani cum undulatifolium, Poa alpina vivipara, Ceterach officinarum, Aristolochia Clematitis, Orobanche Rapum, üppige Farnkräuter, wie Aspidium Braunii, Adiantum capillus Veneris und viele andere. Mittags fuhren wir mit dem Dampfer über den großartig schönen Lago Maggiore, dessen Ufer theils von steilen, waldbedeckten und oft noch schneebegipfelten Bergen, theils von den anziehendsten Landschaften mit malerisch gelegenen Orten umgeben sind, von Locarno nach Pallanza. Unter Leitung des Herrn Prof, der Botanik Dr. Hansen zu Gießen machten elf Herren, darunter Apotheker, Naturwissenschaftler, Mediziner und Forstleute, eine botanische Ex« cursion an die ober alienischen Seen. Der Zweck derselben war der, den Theilnehmern einen Ein« und Ueberblick in die Mannigfaltigkeit der Pflanzenwelt zu gewähren, und kein Platz war dazu geeigneter als der gewählte, wo man auf verhältnißmäßig kleinem Terrain die Ueppigkeit aller Floren, außer der Tropenwelt auch die kümmerliche und doch so schöne Alpenflora mit all ihren Zwischenstufen schauen und studiren kann. Denn an den gegen die kalten Nordwinde geschützten, Am ersten Pstngsttagmorgen, dem vierten Tage der Reise, an dem die Sonne in südlicher Pracht am Himmel stand, fuhren wir früh Morgens in Barken nach der schönsten der drei borromeischen Inseln, Jsola Bella. Dort wurde uns eingehend das großartige Schloß gezeigt. Danach erwartete uns im Garten der Obergärtner des Grafen Borromeo, Herr Pirrotta, ein schon älterer, botanisch sehr erfahrener Mann, der in liebenswürdigster Weise uns durch die para« diesisch schönen Gärten und Anlagen führte. Gleich am Eingänge fiel uns durch seine Größe ein 83 jähriger Campherbaum auf. dann kamen die verschiedenartigsten Akazien, Eucalypten, illicium anisat., religiosum und floribundum, sonnigen und doch feuchten Süd-Abhängen der Alpen ge« ; Eucalypten, Illicium anisat., religiosum und floribundum, gedeihen an den Ufern der Seen die meisten Pflanzen der 1 große Araucarien, Bambuse von Armdicke in Gebüschen, subtropischen Zonen in großartiger Ueppigkeit, höher hinauf Quillaya Saponaria, Liquidambar styraciflua, Laurus, on den Bergabhängen nimmt die Ueppigkeit immer mehr ab, Theeeträucher, Citrus in allen Varietäten mit Blüthen und Früchten, Magnolien, Cactus-Arten, blühende Agaven, Korkeiche, Capparis u. v. a. Schlingpflanzen und Rankengewächse in vollster Blüthenpracht, die sich an den Mauern und bis in die Gipfel der höchsten Bäume erhoben, sahen wir in nie geahnter Größe und Fülle, wie besonders Rosen und Epheu. Ganz besonders fiel uns durch ihre Eariofität auf eine Abies monocaulis, eine circa 8 Meter hohe dünne ganz zweiglose Tanne, sowie eine Cryptomeria elegans mit 13 Stämmen. Sahen wir auf Isola Bella die Ueppigkeit der südlichen Flora mit gärtnerischer Kunst geordnet und gepflegt, so fiel uns auf Isola Madre, wohin wir nun fuhren, die Groß- artigkeit der Vegetation auf, wie sie sich in Parks entfaltet. Dort fanden wir immergrüne Eichen. Kalmien in großartiger Blüthenfülle, Azalien,Rhododendron arboreum von li/i Met. Stammumfang und ganz besonders Coniferen, roie Welling- tonien, Pinus Montezuma, Cedrus Libani, Abies, Thuja, Chamaecyparis in tadellosen riesigen Exemplaren. Zu bewundern ist diese Vegetation besonders, wenn man bedenkt, daß die Inseln früher nur nackte Glimmerschieferfelfen waren, die Graf Borromeo im 17. Jahrhundert durch Aufschütten fruchtbarer Erde in reiche Gärten verwandelte. — Nachdem wir nach Pallanza auf spiegelglattem See zurückgekehrt waren, erhob sich ein Gewittersturm, der den See so in Aufruhe versetzte, daß die Wellen die Ufer überflutheten, ein ungewohnter, aber prächtiger Anblick für uns. Der Tag wurde beschlossen mit einer kleinen Excursion an die Abhänge des Monte Rosso, wo Kirschlorbeerbäume, Maulbeerbäume, Weinreiben, edle Kastanien, über mannshohe Osmunda rega» lis, Dianthus atrorubens rc. uns interefftrten. Der zweite Pfingsttag traf uns schon sehr frühe am Ufer des Sees, galt es doch bei herrlichstem Wetter eine anstrengende Bergtour zu unternehmen, die Besteigung des Monte Motterone. In Barken fuhren wir über den See nach Baoeno, bekannt durch das rothe Schloß, worin Kaiser Friedrich als Kronprinz vor seiner Reise nach San Remo längeren Aufenthalt genommen hat. Unser Weg führte uns auf steilen steinigen Pfaden zuerst durch Rebengelände, dann durch Kastanienhaine, weiter über blühende Wiesen, deren bunter Blumenteppich hauptsächlich aus Narcissus poeticus und blauen Enzianen bestand. Allmählich hörte die Baum- region auf, die Zwerg-Erlen und blühende Alpenrosen (Rho* dodendron ferrugineum) zeigten an, daß wir uns schon in beträchtlicher Höhe befanden. Weiter hinauf führte der Pfad auf der Südseite des Berges über eintönige Matten, hier und da belebt von Sennhütten, bei denen vereinzelte Bäume, Bergahorn und Rothduchen standen. Weiter oben, in der Nähe des Gipfels blüthen Gentiana acaulis, Crocus vernus, Soldanella montana, die lieblichen Alpenglöckchen Daphne Cneorum, Homogyna alpina, Veratrum album, Anemone nemorosa, Polygala Chamaebuxus, Viola biflora und andere, einen einzigen Blumenteppich bildend, während die Alpenrosen in der Entwickelung noch sehr zurück waren. Der Berg ist 1491 Meter hoch, aus dem Gipfel fanden wir noch reichlich Schnee. Das Panorama, welches sich uns von dem Gipfel des Monte Mottorono darbot, war einzig großartig. Eine lange Kette von Schneebergen zog sich om Horizonte in scheinbar nächster Nähe entlang, woraus besonders die Monte Rosa-Gruppe, der Simpion, Bernina, Mischabel und viele Andere hervorragten, während zu unseren Füßen sieben Seen aus dem Grün der Landschaft hervortraten, nach Süden zu die lombardische Tiefebene sich ausbreitete, worin viele Städte und Dörfer, darunter das prächtige Mailand sichtbar waren. Zum Aufstieg hatten wir vier Stunden gebraucht, den Abstieg konnten wir gegen Abend in drei Stunden bewerkstelligen. Am dritten Feiertage, der in der Heimath vollständig verregnet war, hatten wir wieder den prachtvollsten Sonnenschein. Wir benutzten den Morgen zu einem Ausfluge von Pallanza nach Jntra in den berühmten Garten der Villa Francosini, wo wir die herrlichen immergrünen Gewächse der Magnolia grandiflora, Mespilus japonicus, Eamelien, Theesträucher, Erdbeerbäume, Palmen, Yucca und ganz besonders die großartigsten Coniferenbäume bewunderten, wie man sie in solcher Schönheit und Frische wohl nirgends wieder zu sehen bekommt. Mittags führte uns das Schiff von dem schönen Pallanza, der Perle des Lago Maggiore, weg. Wir fuhren nach ßuino, von da mit der Bahn durch das Thal der brausenden Tresa nach Ponte Tresa, von wo uns da- Dampfboot über den lieblichen Luganersee nach Lugano brachte. Da die Zeit noch reichte und das Wetter sehe günstig war, fuhren wir sogleich mit der Drathseilbahn auf den 900 Meter hohen Monte San Salvatore, von wo wir eine ähnliche Aussicht aber mit prächtigster Abendbeleuchtung auf die Schneeberge genossen wie auf dem Motterone. Von Pstanzen waren bemerkenSwerth: Helleborus niger, der in Unmengen vorkam, Globnlaria cordifolia, Lilium croceum und bulbi- ferum, Cyclamen earopaeum, Ruscus aculeatus, Dictam- nus albus, Aquilegia alpina, Melitis melissophyllum, Dianthus Scheuchzeri, Silene Saxifraga, die rothen Polster der Saponaria ocymoides und viele Andere. Bei der Thalfahrt sahen wir in den blühenden Robinienwäldern, wo die Bahn über den Gipfeln der Bäume wegfährt, Equisetum telmateja in Riesenexamplaren. Von Lugano aus machten wir am folgenden Tage einen herrlichen Ausstug nach dem Comer Seee. Wir fuhren mit dem Dampfboot früh Morgens über den Luganer See nach Porlezza, von da mit der Bahn nach Menaggio. Je mehr sich die Bahn der Stadt nähert, desto zahlreicher erscheinen die Oelbäume, die in großer Menge am Comer See ähnlich wie bei uns die Obstbäume die Städte und Dörfer umgeben. Von Menaggio brachte uns der Dampfer rasch nach dem herrlich gelegenen Bellagio, wohl dem schönsten Punkte an allen oberitalienischen Seen. Dort besuchten wir den pracht« vollen Park der Villa Serbelloni, der sich bis auf die Spitze des Vorgebirges erstreckt, betreffs der Vegetation den schon beschriebenen Parks ähnlich ist, uns aber reizende Ausblicke auf die drei Seearme und die daran gelegenen Städtchen und Ortschaften gewährte. Von ganz besonderem Jntereffe war hier für uns das maffenhafte Vorkommen des Limo- dorum abortivum, einer sehr seltenen, parasitischen Orchidee mit fast meterhohem blattlosen Stengel und amethystblauen Blüthen. Mit einer Barke machten wir später noch einen Ausflug nach Cadenabbio zu der dem Herzog von Meiningen gehörenden, wunderbar schönen Villa Carlotta. Gleich beim Eingang wurden wir überrascht durch große Gruppen von blühenden Callas, deren einzelne Exemplare bis zu vierzig geöffnete Blüthen trugen. In der Villa selbst bewunderten wir im Marmorsaal den berühmten Fries von Thorwaldsen, den Alixanderzug darstellend, sowie die prachtvollen Marmorgruppen Amor und Psyche von Canova und Mars und Venus von Acquisti rc. Der Park der Villa, deffen Aus- sehen von musterhafter Pflege, Sauberkeit und gärtnerischem Geschmack zeugte, bot wieder eine Fülle von prächtigen Einzelpflanzen und Pflanzengruppen. Große Flächen waren bedeckt mit blühenden Azaleen und Rhododendren, prachtvolle Schlingrosen rankten sich an den höchsten Bäumen empor und waren übersäet mit dunkelrothen Blüthen; Hecken und Wände von Kirschlorbeer, Myrthen und Camelien begrenzten die schattigen Wege; lange Laubgänge von allen Arten Citrus gebildet, durchzogen den Garten, große Myrthenbäume, Riesenplatanen, blühende Tulpenbäume, Paulownien und wie überall Riesen- exewplare der schönsten Coniferen wie Cupressus glauca pendula, Abies cephalonica, Abies Douglasi, Cryptomeria elogans, Cupressus funebris erfreuten unser Auge. Rur ungern trennten wir uns von all dieser ungeahnten Pracht. Gegen Abend, nachdem wir noch Land und Leute zu beobachten, Seidenwebereien und Holzschnitzwerkstätten, wo das schöne Holz des Oelbaumes verarbeitet wird, zu besichtigen und Einkäufe zu machen Gelegenheit gehabt, fuhren wir wieder nach Lugano zurück, von wo wir am folgenden Morgen die Heimreise antratcn. Die Bahn brachte uns von Lugano über Bellinzona durch den St. Gotthardt, vorbei an dem unteren Theile des Vierwaldstättersees, dem Lowerzer-, Zuger- und Züricher See nach dem schönen, gewerbreichen Zürich. Dort wurde noch einmal Station gemacht, die Stadt befich- ttgt, das sehenswerthe Arboretum und der botanische Garten besucht. Am 3. Juni fuhren wir weiter nach Neuhausen, wo wir noch einige genußreiche Stunden bei herrlichstem Wetter an dem prächtigen Rheinfall zubringen konnten und dann eilten wir von Schaffhausen aus ohne Unterbrechung der Heimath zu, nicht ohne mit großem Jntereffe die Gegenden, durch die roir fuhren, besonders den sagenumwobenen Hohentwiel, sowie die dunklen Tannenwälder und steilen Schluchten des Schwarzwaldes zu beobachten. Spät Abends kamen wir wohlbehalten wieder in Gießen an. Es war eine herrliche Tour, die wir gemacht,; ohne jeden Mißton »st dieselbe verlaufen, gerne und lange werden sich die Theilnehmer an die schönen Pfingstferien des Jahres 1898 erinnern. Die Excurfion war in jeder Be- zrehung außerordentlich lehr- und genußreich, außer der Bereicherung unserer botanischen Kenntniffe war uns noch reichlich Zeit und Gelegenheit vergönnt, Land und Leute kennen zu lernen. Wir danken Herrn Profeffor Hansen nochmals von ganzem Herzrn für Alles, was er uns geboten, und für all die große Mühe und Arbeit, die ihm vor und während der Excursion durch dieselbe erwachsen und hoffen, daß er auch in künftigen Semestern seinen Zuhörern durch ähnliche Touren Gelegenheit geben wird, ihre Kenntniffe zu erweitern. Locales und provinzielles. Gietzeu, 11. Juul 1898. •• Bon der Universität. Nach der soeben herausgegebenen Uebersicht der Studireuden an der Großh. Lodwig». Universität besuchen im lauftnbtn Sommersemester 764 Hörer die Vorlesungen, darunter 33 nicht immatrikulirte. Er stubiren Theologie 59, Rechte 207, Medie n 159, Thterheilkunde 63, ZahnheNkonde 7, Philosoph e 9, Mathematik 36, Naturwissenschaften 20, Chemie 46, Pharmacie 11, Kameralwtffen- lchast 23, Forstwissenschaft 17, Geschichte 5, k äffische Philologie 21, neuere Philologie 50. — Im vorigen Semester waren aufgesührt 677 Hörer, nachträglich wurden immatri- kulirt 3; e» es gingen ab 157, neu hinzugekommen sind im gegenwärtigen Semester 213. Der Staatsangehörigkeit nach vertheilen sich die Studirenden wie folgt. Hessen 494, Preußen 166, Bayern 33, Baden 7, Oesterreich-Ungarn 6, Rußland 5, Sachien-Coburg-Gotha und Elsaß Lothringen je 4, Amerika 3, Sachsen und Bulgarien je 2, Württemberg, Oldenburg, Sachsen-Weimar, Braunschweig, Anhalt Dessau, Ftulanb, Indien je 1. * Reichllagkwahl. Die von uuö gestern der „Franks. Ztg." rutnommeue Ausstellung der heffischen Reichstags- Caadidateu führt den Eandidateu für den ersten heffischen Wahlkreis, Herrn Dr. G. Frank, als nationalltberaleu Bündler auf. Wie ua» berichtigend «itgetheilr wird, ist derselbe ein Gegner gerade dieser Richtung und steht auf link»- natioualliberalem Standpunkt. cf* Theater-Verein. Dilettanten-Vorstellung. Bor gut besetztem Hause ging gestern unser alter Freund Haus Huckebeiu über die Bretter, wie oft er baß schon vorher gethan hat, wiffeu wir nicht, aber baß wissen wir, eß geschah niemals liebeoswürbiger und gelungener. Eine frühere Notiz in unserer Zeitung hat schon daraus htugewteseu, baß bte Mitwirkeuben diesmal besonders illustre seien- und wenn auch dabei der Druckfehlerteufel höhere Chargen in höhere Aerzte verwandelte, ein Attentat auf die Rangliste war damit nicht beabsichtigt. Hrrrltche Fraueugestalteu blickten kühn und heiter in den dicht gefüllten Saal hinunter, mit größter Natürlichkeit wußten sie sich, der ihnen gewiß zum größten Thetl recht fremden Sphäre aozupaffen. Ganz vorzüglich war die gekränkte Gattin, die herrschsüchtige Schwiegermama, der reizende philosophische Backfisch und das echte Berliner Mädchen für Alles- möchten sich doch unsere Berufsküchen- feen, die Emma bet Hallerstädt» zum Vorbild nehmen, so würde damit die Dteuftbotenfrage gelöst sein. Aber auch die Herren waren auf dem Posten, wie das fich ja, wenn man sich die meisten außerhalb der Bühne denkt, von selbst versteht. Martin Hallerstädt, der größte Pechvogel seine» Jahrhunderts und sein höchst bedenklicher Schwiegervater waren ein köstliche» Musterpaar, bet de« mau wirklich manchmal die Dilettantenschaft bezweifelte. Furchtbar und gewaltig erschien Tobias Krack, vor ihm zittern sonst die Heere, gestern die Herren. Dieser wuchtigste Manu, war aber auch zugleich der wichtigste Maon des Abends- seiner vorzüglichen Regieführung gebührt ein ganz besondere» Bravo! — Wie schade, daß eine dauernde Gewinnung solcher Kraft für die Bühne außfichtSloS ist. Borts MeuSky stattete seinen stürmischen Jüngling (wie im Leben) elegant und flott auS, Ltndenmüller war ein echter Unternehmer, und Buchhalter Diez machte einen so soliden Eindruck, daß er nie stellungslos werden kann. Da» Fluidum von der Bühne übertrug fich in glücklichster Weise auf den Zuschauerraum, immer heller ertönte da» Lachen, immer tnteufiver wurde der Beifall. Die reichen Kranzspenden, die von allen Seiten kamen, find wohl nicht ohne Abficht, von den Mitwirkenden am Soufleurkasten niedergelegt worden. Während man fich sooft bei Dilettantenvor- stellungea am Besten auf der Bühne amüfirte, genossen diesmal die Zuhörer voll und ganz mit, e» war wirklich ein schöner, gelungener Theaterabend. cTee Theater Verein. Vorstellung am Dienstag den 14. Juni. Wie an anderer Stelle unseres Blattes ersichtlich ist, hat die gestrige Vorstellung einen solchen Ersolg gehabt, daß von allen Setten eine Wiederholung — sagen wir — gefordert wurde. Der Vorstand und da» liebenswürdige Ensemble haben fich darauf hin nicht weigern können, und so wird denn am Dienstag eine Wiederholung geboten werden. Um wetteren Kreisen den Genuß zugänglich zu machen, sind wesentliche Preisherabsetzungen dorgenommen. (I. Parquet Mk. 1.50, II. Parqurt 1.00, Studenteokarttu Mk. 0.75, Gallerte 0.40). Wir hoffen auf einen guten Besuch auch für die zweite Aufführung und verweisen im Uebrigeu auf den Jnserateutheil der heutigen Nummer. • • Entlassung der Reservisten. Die Entlaffung der nach den diesjährigen Herb st Übungen anß dem acttven Dtenst- staud in den Beurlaubteustand eiotretenden Reservisten wird bei den Garde-Jnfanterte-Regimeotern, dem Garde-Jäger-, Schützen- und Ptonter-Batatllou, am 23. September, bet den Garde-Kavallerte- und Arttllerie-Regimentern am ersten Tage nach dem Etnrückeu von den Herbstübungen in die Garnisonen erfolgen. • * Reue Telegramm-Adrefseo. Durch eine Verfügung deß StaatSsecretärS des RetchS-PostamtS ist eine neue, eigenartige Art voa Telegramm-Adressen etngeführt worden. Die neuen Bestimmungen treten zum 1. Juli zunächst versuchsweise in Kraft und regeln die Uebermittelung von Telegrammen mittelst Fernsprecher. Nach Berlin gerichtete Telegramme können fortan, abgesehen von dem erforderlichen Antrag des Empfängers nur dann zugesprochen werden, wenn darin als erstes Wort die Bezeichnung des Fernsprech- anschlusse» nach Amt und Nummer enthalten ist, z. B. „6 1642" d. h. Amt VI. Nr. 1642, Amt la ist nur mit 1 zu bezeichnen. Dec Angabe von Straße und Hausnummer bedarf es nicht, wohl aber, wie e» scheint, da in der Verfügung ntchks davon gesagt wird, de» Namens deS Empfängers. Auch ist eine vereinbarte abgekürzte Adresse zuläsfig. In allen Fällen find die Telegramme dann durch Boten abzutragen, wenn anzunehmen ist, daß fie auf diese Weise schneller und sicherer zugestellt werden (z. B. Telegramme von sehr großer Länge), oder daß die Zustellung durch Boten der Absicht de» Empfänger» mehr entspricht, z. B. bei Glückwunschtelegrammen zu Familienfesten rc. Die Gebühr für da» Zusprechen eine» angekommenen Telegramms an den Theilnehmer beträgt vom 1. Juli an 10 Psg. ohne Rücksicht auf die Zahl der Worte. Die zugesprochenen Telegramme werden dem Empfänger in einem verschlossenen Umschlag durch die Post zugeschickt. Der Umschlag erhält die Aufschrift: „ . . . zugesprochene Telegramme" und den Betrag der Gebühren für da» Zulprechen mit blauer Tinte ausgeschrieben. Eine besondere Gebühr wird nicht erhoben, wenn Eilbotengeld bezahlt ist. Die Gebühr für die Aufnahme abgehender Telegramme beträgt 1 Psg. für da» Wort, mindesten» 20 Psg. mit Aufrundung auf 10 Psg. Für diese Telegramme werden neue Formulare eingeführt. Auf diesen werden Namen, Gebnrt»schein rc. eingetragen und die Abschnitte der Formulare dann für die einzelnen Empfänger Zwecks Einziehung der Gebühren gesammelt. D!e neuen I Bestimmungen gelten auch für die Anschlüffe an öffentliche Ferusprechstellen in Orten ohne Stadtfernsprech- eiurichtnngeu. □ Darmstadt, 10. Juni. In heutiger Stadt- verordnetensttzung kam e» zu sehr heftigen Debatten anläßlich der gestrigen Waffercatastrophe in der Altstadt- namentlich wurde daß Tiefdauawt angegriffen, weil es nicht schon früher mit einem Abhülfeproject hervorgetreten sei. Nach Erklärung deß Oberbürgermeisterß wird in Kürze ein Project eines Nothcanal» von der Altstadt direct nach dea Rieselwiesen vorgelegt werden, wonach in Zukunft in Fällen wie gestern 60 pCr. Wasser mehr als jetzt sofort abgeführt werden können. Ein Antrag auf Einberufung einer Sachverständigen-Commission in der Sache wurde commiffarischer Berathung überwiesen, ebenso ein solcher auf zeitweise Aushebung des Octrois auf Brod und Mehl. Darmstadt, 10. Juni. Gestern Mittag gegen 2 Uhr ging hier ein schweres Gewitter mit Wolkenbruch nieder. In den niedrig gelegenen Straßen In der Nähe bei Marktplatzes ftanb baß Wasser über einen halben Meier hoch, sobaß man mit einem Nachen hernmsahren konnte. In bet Dammstraße stürzten zwei im Bau befiubliche, bem Maurermeister Böttinger gehörende Häuser ein, die von den gewaltigen Waflermaffen unterspült worden waren. Die Station Brflungen war auf kurze Zeit überschwemmt, die Züge der Main-Neckarbahn konnten währenddem nur eingleisig verkehren, da baß eine Geleise fußhoch unter Wasser stand. Cangß der Bergstraße wurden durch baß Unwetter bte Feldfrüchte vielfach niedergeschlagen. Mainz, 10. Juni. Ueber das gestern Nachmittag nach 5 Uhr niebergegangene Unwetter laufen von Überall Hiobs- posten hier ein- bie Strecke Mainz-Frankfurt unb Mainz- Darmstadt wurde durch den wolkenbruchartigen Regen vollständig unter Wasser gesetzt, fußhoch stand da» Wasser auf den Aeckern, die Frucht war aa» dem Boden gerissen, auch die Kartoffeln lagen vollständig von Erde entblößt- in dem Hause eine» Landwirthe» in Raunheim hat der Blitz ein- geschlagen und vielfachen Schaden angertchtet. Da» entstandene Feuer, wurde bald wieder gelösAt, der Schaden an dem Hause ist aber sonst sehr bedeutend - auch tu Rüssel»heim schlug der Blitz in eine Werkstätte und tras einen daselbst beschäftigten jungen Mann, der auf einer Sette vollständig gelähmt wurde. In der Richtung rach Worm» gingen so viele Waffermoffen nieder, daß von den Weinbergen der au der Bahnstrecke liegenden Ortschaften der Mutterboden vielfach abgeschwemmt und die Wege mit Geröll unb Schlamm bebcckt würben. Reisenbe, welche gestern Abend mit dem letzten Zuge von Gießen hier eintrafen, berichteten ebenfalls von wolkenbruchartigen Niederschlägen, die auf der ganzen Strecke niedergegangen waren, bte Frucht unb der Hafer würben hier ebenfalls vollstänbig auß der Erde gerissen, an den Bahndämmen waren vielfach Beschädigungen vorgekommen, auch konnte man in einzelnen Ortschaften Flammen empor- steigen sehen, verursacht durch Blitzschläge. Mainz, 10. Juni. Der Rhein fällt, trotz anhaltender Niederschläge, langsam und stetig. Der Brückenpegel zeigt eben 1,80, der Fahrpegel 2,50 Meter. Die Schifffahrt ist etwaß lebhafter geworden, und Frachtsätze unb Schlepplohn haben sich gehoben. Erstere betragen von ben Ruhrhäfen nach Mainz-GustavSburg Mk. 1,40 für bte Karre von 1700 Kilo, letzterer 4 Pfennig für bie gleiche Strecke unb ben Centuer. Aus der Zeit für öic Zelt. Vor 20 Jahren, am 12. Juni 1878, starb zu Long- Island der nordamerikanische Dichter William Bryant, der die Eigenthümlichkeiten des Stilllebens in der Natur und im Menschen mit romantischem Sinn erfaßte. Er steht den besten Dichtern des Mutterlandes würdig zur Seite und wurde am 3. November 1794 zu Cummington geboren. Vor 12 Jahren, am 13. Juni 1886, starb König Ludwig II. von Bayern, deffen patriotische Verdienste um die nationale Sache die Annalen der deutschen Geschichte stets rühmend bewahren werden. Die seinen Tod begleitenden Umstände bilden ein Ereignis von erschütternder Tragweite, und bie Kunde von dem Vorgänge im stillen Bergsee fand allenthalben in der deutschen Nation die schmerzlichste Theil- nahme. Der König wurde am 25. August 1845 zu Nymphenburg geboren. Auszug aus den Standesanrtsregiftern der Stadt Gießen. Aufgebote. Juni: 4. Anton Äaflpar Vonhausen, Kaufmann dahier, mit Friederike Christiane Johanna Kinzenbach zu Weilburg a. b. Lahn. 7. Otto Weber, Schäfer zu Ettingshausen, mit Marie Luise Srttner dasetbst. 8. Johann Heinrich Fett, Kellner zu Gießen, mit FranztSka Weimer hterseibst. 8. Georg Martin Kau», Dreber z» Gießen, mit Anna Hebbel zu Ortenberg. 9. Wilhelm Martin Brück, Fabrikarbeiter bahter, mit Eltsabrtb Johanna Lemp hier selbst. 9 Dr Florentin Ernst Ludwig Wilhelm Hallwachs, Arzt zu DtnSlaken, mit Auguste Friederike Bach zu DuiSburg Eheschließungen. Juni: 4. Wilhelm Mühl, Huisdremier dahier, mit Katharine Wilhelmine Brühmann auß Vöhl. 4. Paul Bell, Schlosser dahier, mit Anna Katharina Gertrude Diehl hierselbft. 4. Karl Augost Haibach, Kaufmann dahier, mit Johanna Karoline Justine Bruch- Häuser hierfelbst. 4. Franz Ludwig Siegler, Bildhauer zu Grohen- Ltnden, mit Maria Katharine Franziska Kümmel hierseldst. 4. Friedrich Wagener, Hilfsbremser dahier, mit Margarethe Rüsch zu Erbach, Kreis Heppenheim. 8. Joseph Sauer, Locomoiivheizer dahier, mit Dorothea Ka harine BeiShiim von Sterkelshausen. 10. Friedrich Wilhelm Müller, Wagner dahier, mit Katharine Schweitzer Hierselbst. Geborene. Mai: 31. Dem Grohb. Brandversicherungß-Jnspector Friedrich Zimmer ein Sohn. Juni: 2. Dem AnwaltSgebülien Heinrich Fourier ein Sohn. 3. Dem Großh. KreiSamiSgehülsen Eduard kch>stnte eine Tochter. 3. Dem Wirth Albert Rahnefeld ein Sohn. 3. Dem Schreiner Friedrich Drahn ein Sohn. 3. Dem Hilf*Heizer Wilhelm Weimar ein Sohn, Johann Friedrich. 3. Dem Taglöhner Johanne» Stet-«- *55- iw»* gif tiw *£,*»&! In> 1°1 s&ssMsS * ta Sk J*“» IIOltct he' ° " « litt *« k Nlbt biL8Btil st» i°ch to JS? M btD ■“ ft V* te-SÄ > ffi.V1 ""* N - H °' ?-«to-« L, 61™»f«hn f00Bt!. g, W« m, lit ton„ •«‘«ton. »it sIlt| *»«, Hi z«„ hlt *• •‘M« ta. Untottttt dlk Krld, :1 ^stkro 9lad)mittaq 1 lauf« Den äbtiaö h|»h,. «»'Frankfurt nnb M<- i “Maitigen Stgtn oi staub bal öafitr af bl® Bobru gnifiin, on Srbe entblö&t; Info Nita hat bti Bll» rii. «gerichtet. Das eutflE: cht, ber Schab» au lm mb; auch In MW- i and ttaf einen baivii if non Seite vHirb! ig rach WomS glsgto cn bin öiinbugtn bn w inn bn Mlltttrdsden Vit!' ■tt Geröll nnb SjlmiBi ! gestern Mab alt dein trafen, berichteten ebenfalls lägen, bie auf ber gaugtn tte Frucht nnb btt Hafer aal ött trbi geriffelt/ an tjchäitgungeu vorgekomaev, Hatten Rammen empor- schlägt. tn fLUt, nah anhckeu' stetig. Dn LrüLengrgel b,50 Mein. Die W rbrn, und FrachStze »cb Gistnr benagen van ben ig M. 1,40 fllr die Sam itg fllr bie gleiche W Gebhardt eine Tochter, Ella. 5. Dem Kassediener bei der Gewerbe- bank Karl WLhrum ein Sohn. 6. Dem Eisenbahn-Bau-Jnspector Wilhelm Horstmann eine Tochter. Gestorbene. Juni: 3. Aloise HLgerich, geb. Kreöpach, 48 Jahre alt, Wtttwe von Schneider Andreas Hägerich von Ober-Eschbach. 4. Konrad Lehr, 62 Jahre alt, Wagner von Grävenwiesbach. 4. Eduard Spies, 42 Jahr- alt, Lehrer zu Klafeld. 5 Adolf Heinrich Köth, 2 Jahre alt, Sohn von Jnspector Heinrich Köth dahier. 5. Karl Heinrich Christian Lepper, 10 Monate alt, Sohn von Kutscher Ludwig Lepper dahier. 5. Stanislaus von Kolorat-Tscherwinsky, 46 Jahre alt, Ingenieur zu Mogilew in Rußland. 5. Luise Becker, 28 Jahre alt, von Bischoffen, Kreis Biedenkopf. 6. Luise Reiber, geb. Reiber, 77 Jahre alt, Wtttwe von Rentner Christian Reiber dahier. 8. Käthchen Elisabeth Benner, 8 Monate alt, Tochter von Handelsmann Friedrich Benner dahier. 8. Elise Dörr, 19 Jahre alt, Dienstmagd von Dorfgüll. 9. Karl Konrad IV., 62 Jahre alt, Taglöbner von Rairnod, Kreis Schotten.__________________________ Auszug aus den Mvchenbücheren der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Markusgemeinde. Den 5. Juni. Karl Kimmel, Fabrikarbeiter zu Gießen, und Anna Elisabeth Claar, Tochter des verstorbenen Taglöhners Ludwig Claar zu Hachborn. LukaSaemeinde. Den 4. Juni. Wilhelm Mühl, Hilfsbremser, und Katharine Wilhelmine Brühmann, Tochter des Wagners Wilhelm Brühmann zu Vöhl. JohanneSgemeinde. Den 4. Juni. Paul Bell, Schlosser, und Anna Katharina Gertrude Diehl, Tochter des Rangiermeisters Konrad Diehl zu Gießen. Denselben. Karl August Haibach, Kaufmann zu Niedergirmes, und Johanna Karoline Justine Bruchhäuser, Tochter des penstonirten Bibliothekdieners Heinrich Bruchhäuser zu Gießen. Den 5. Juni. Franz Ludwig Siegler, Bildhauer zu Großen- Linden, und Marie Katharine Kümmel, Tochter des verstorbenen Schreinermeisters Heinrich Kümmel zu Gießen. Den 8. Juni. Joseph Sauer, Locomotioheizer, und Dorothea Katharine Beisheim, Tochter des Ackermanns Hermann Beisheim zu Sterkelshausen. Den 10. Juni. Wilhelm Becker, Milchfuhrmann zu Muschen- heim. und Ida Bartels, Tochter deS Brennmeisters Heinrich Bartels zu Muschenheim. Getaufte. Matthäusge meinbe. Den 5. Juni. Dem Kaufmann Karl Gerbode II. eine Tochter, Aline Emilie Elisabeth Hermine, geboren den 1. April. MarkuSgemeinde Den 5. Juni. Dem Fuhrmann Wilhelm Decher ein Sohn, Martin Ludwig Johann, geboren den 12. Mai. Denselben. Dem Fuhrunternehmer Johannes Ruth ein Sohn, Heinrich Jakob, geboren den 7. Mai. Lukasgemeinde Den 4. Juni. Dem Heizer Wilhelm Weimar ein Sohn, Johann Friedrich, geboren den 3. Juni. Den 5. Juni. Dem Kaufmann Karl Weidtmann ein Sohn, Adolf Wilhelm Jakob Hermann, geboren den 25. April. Denselben. Dem Johannes Dunkel eine Tochter, Marie Margarethe Amalie, geboren den 21. April. Den 8. Juni. Dem Weinhändler August Schwan ein Sohn, Karl Franz, geboren den 27. April. JohanneSgemeinde. Den 5. Juni. Dem Kaufmann Johann August Leithäuser eine Tochter, Paula Martha Antonie, geboren den 11. Mai. Dens.lven. Dem Buchhalter Christian Rosenkranz eine Tochter, Auguste Helene, geboren den 28. März. Denselben. Dem Rangirer Konrad Weber eine Tochter, Käthchen Anna, geboren den 24. April. Denselben. Dem Forstwart Peter Arft eine Tochter, Else, geboren den 12. Mai. Den 9. Juni. Dem Dachdecker Johannes Lapp ein Sohn, Johannes, geboren den 28. April. Militärgemeinde. Den 7. Juni. Dem Hoboist Hermann Schmidt ein Sohn, Hermann Julius Hugo, geboren den 10. April. Beerdigte. LukaSgemeinde. Den 8. Juni. Luise Reiber, geb. Reiber, Wtttwe deS Rentners Christian Reiber, 76 Jahre alt, starb den 6. Juni.________________ Brodpreis e vom 12. bis 26. Juni 1898. Der hiestgen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod...... 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod...... I Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod...... 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod..... 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod...... 2 Kg. (4 Pfd.) Schlüchternerbrod b. Karl Spamer Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Ltnden L. Schmidt, Gr.-Ltnden W. Weitzel von Lang-Göns 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Joh. Kd. Be te v. Kirch-Göns L. Steinmüller, Gr.-Linden L. Schmidt (Großen-Ltnden) W. Weitzel von Lang-Göns 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod bei W. Steinmüller in Langgöns L. Steinmüller Gr.-Linden L. Schmidt Gr.-Ltnden W. Weitzel v. Lang-Göns 2 Kg. (4Pfd.)Schwarzbrod beiJoh. Kd. Veite v. Ktrch-GönS L. Stetnmüller, Gr.-Linden W.Stetnmüller, Lang-Göns W. Weitzel von Lang-GönS L. Schmidt, Großen-Ltnden 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wteseck Der vrodverkäufer. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Frau Schmidt 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet Frau Schmidt 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod bet Frau Schmidt 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bet Frau Schmidt Bei den übrigen Brodverkäufern bestehen dieselben Preise den hiestgen Bäckern. Gießen, den 11. Juni 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. d. Bechtold. Pfg. Pfg. ii Pfg. wie bei 28 56 26 52 29 58 27 64 81 48 25 27 27 48 50 54 54 23 23 25 25 44 46 46 50 50 78 Verkehr, Land- rrnd Volkswirthschaft. Gieße«, 11. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigem Wochemnarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,70—0,80, Hühnereier pr. 6L 6-0 4, 2 St. 9-11 4, Enteneier 1 St. 6—CO 4, GLrsr eicr pr. St. 10—11 4, Käse 2 St. 9-14 4, Käsematte pr. St. 3 4. Erbsen pr. Liter 20 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Paar X 0,70 bi« 0,90, Hühner pr. Stück 1,40 bis 2,00, Hahnen pr. Stüü X 1,50—1,90, Enten pr. Stück X 2,00—2,20, Gänse pr. Pfmfl X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleis« pr. Pfd. 62-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi« 72 4, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 62-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00 bi» 8.00 X, Weißkraut vr. Stück 0—00 4, Zwiebel- vr. denk*'» 10,00—12,00 X, Milch vr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd.l'"--<> 4. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nickt feilgeboten werden._____________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 11. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 14%°, Luft 19'/,o. _________________________Rübsamen'scke Badeanstalt. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Ludwigshafen, 11. Juni. Gestern Nachmittag erfolgte in der Drogerie Heinrich Spiegel eine schwere GaS- Explosion. Alles im Laden Befindliche wurde zerstört- die Fenster und Thüren zertrümmert. Die GlaSsplitter von den großen Schaufenstern flogen bis auf die Straßen uod gefährdeten die Pasianten. Ein Lehrling und ein Gehilfe der Drogerie wurden schwer verletzt- an ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Ein Zugführer, welcher fich in Dienst be» geben wollte, wurde durch GlaSsplitter nicht unerheblich verletzt. Wien, 11. Juni. Für Montag ist eine neuerliche Confereuz aller Elub-Obmanner in AuSficht genommen, in welcher nochmals der Versuch einer Einigung tn der Frage der Sprachen-Derordnungen gemacht werden soll» Von dieser Conferenz wird eß abhängen, ob am Dienstag die Sitzung de« Abgeordnetenhauses stattfinden wird. Lozeu, 11. Juni. Am Sonntag wird eine klerikale Protest-Versammlung stattfinden, um dem Bischof von Trient Genugthuung für die Angriffe gegen ihn wegen dcS ErlaffeS gegen die „Bozener Zeitung* zu geben. Die Freifinnigen und Socialdemokraten beabfichtigen ebenfalls maffea- haft an der Versammlung Theil zu nehmen, die einen stürmischen Verlauf verspricht. Bozen, 11. Juni. Ein furchtbares Unwetter mit wolkenbruchartigem Regen verwüstete die ganze Umgegend vou Bozen. Mehrere Flüffe find aus den Ufern getreten, die Gebirgsstraßen arg beschädigt. Mehrere Bauernhöfe wurden vollständig weggeschwemmt. Lemberg, 11. Juni. Nach Blättermeldungen find in Kolaczhce antisemitische Unruhen vorgekommen. Die GenSdarmerie muhte von der Feuerwaffe Gebrauch machen und zahlreiche Verhaftungen vornehmen. London, 11. Juni. Admiral Sampson benachrichtigte Cervera, daß er ihn persönlich für die gefangene Besatzung der „Merrimac" haftbar mache. Man befürchtet nämlich, nach der Einnahme von Santiago könnten die Leute von den Spaniern ermordet werden. Madrid, 11. Juni. Sagasta hatte eine mehrstündige Berat hu ng mit den Botschaftern der Großmächte über die Friedens-Verhandlungen. Frankreich, Oesterreich und Ruß land sollen bereit sein, die FriedenSmisfion zu übernehmen, die übrigen Mächte halten fich reservirt. Die Königin befürwortet lebhaft einen baldigen FriedenSschluß. New-Vork, 11. Juni. In Washington sind Nachrichten auS Cadix eingetroffen, wonach Camara noch nicht abgefahren ist und auch tn der nächsten Zeit noch nicht ab» fahren werde. Man nimmt an, daß diese Meldungen b - zwecken, die amerikanischen Behörden irre zu führen. Man hat aber die nöthigen Maßregeln getroffen, um einem unerwarteten Erscheinen deS Admiral (Samara vor Santiago die Ap tz- zu bieten. — Im Dienste der Mode. Einen geradezu großartigen Erfolg Hal das Wetthaus William Prym mit seinen Neuheiten Prinzeß- und Victoria-Haken und Oesen tu verzeichnen. In den Monaten März und April dieses Jahres kaufte England und Nordamerika allein 7654 Gros Prinzeß- und Victoria-Haken und Oesen, ausreichend, um 1102176 Kleidertaillen herzustellen. — Die beste und bevorzugteste Schuhwichse ist diejenige, die raschen, dunklen Glanz erzeugt. Diese vorzüglichen Eigenschaften besitzt in hobem Maße GentnerS Wichse in rothen Dosen mit dem Kaminfeger, denn diese Wichse erzeugt tbatsächlich mit wenig-n Bürstenstrtchen den prachtvollsten Glanz. Man verdünnt die Wichse stülk mit Wasser und trägt sie leicht auf4 Leder auf. . ilrkiinntiiuiiljnnijeii In Der Nachlaßsache Johannes Kehler VII. Wittwe dahier wird auf Antrag der Vormundschaft 1 Oeconomiewagen, Pflug, Haus- und Küchengeräthe Freitag den 17. d. Mts. von Vormittags 9 Uhr gegen Baar ver- steigert. Großen-Linden, am 10. Juni 1898. Großh. Ortsgericht Großen-Linden. Leun. 5959 VeWMimM HeMas-Versteigerung. Das diesjährige Heugras von den Domanialwiesen wird versteigert: 1. Donnerstag den 16. Juni, Vormittags 9 Uhr bei Wirth Rabenau zu Alten-Buseck, aus der Gemarkung AlteuBuseck; 2. Freitag den 17. Juni, Vormittags 9 Uhr bei Wlrth Dorfeld in der Post zu Wieseck, aus Der Gemarkung Wieseck; 3. Freitag den 17. Juni, Nachmittags 3 Uhr bei Wirth Leib im Philosophenwald, aus der Gemarkung Gießen. Gießen, den 10. Juni 1898. Großherzogliche Ober.örsterei Gießen. Block. 5950 (fiiilifrliliinflcn Stadt. SMMMS. Freibank. 5732 Heute und Montag: Ochsenßeisch 54 M Geöffnet bis 9 Uhr. Vorzügliche Areiseköeeren, in 50 % Zucker gesotten, empfehlen billigst 3055 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. Täglich frische Sendung A. L. Mohr’sche ff. Margarine ä Pfund 65 Pfg. Pa. Tilsiter Käse ä Pfund 70 u. SO Pfg. Specialität: Frisch gebr. Kafiee’s sehr rein schmeckend ä Pfund 95 Pfg. bis 1.60 Mk. empfiehlt 5939 Conrad Pflug Lindenplatz liefe Lindeogaffe. Uermü'Ustmgen. 5911] Ein kleines Familienlogis zu vermietben. Ä. Plank Wwe., Wolkengasse 14. 5917] Sonnenstraße 26 ist der Parterrestock, bestehend aus 2 Zimmern nebst Zubehör, sofort anderweitig zu ver- miethen. Näheres bei der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15.______________________ 5933] Eine kleine Familienwohnung zu vermietben._______Tiefenweg 18. 5951] Bahnhofftr. 51III: 3 Zimmer nebst Zubehör zu vermiethen. 5956] Logis zu vermiethen. ___S. Elsoffer. 5641] Zwei unmöbhrle Zimmer an alleinstehenden Herrn oder Dame per 1. Juli zu vermiethen. Nordanlage 29. 5953] Ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen. Große Mühlgaffe 21. 5916] Möblirtes Zimmer, mit oder ohne Kost, zu vermiethen. ______________Marktstraße 29, III. 5923] Emf. möbl. Zimmer aus 1. Juli zu vermiethen. Steinstr. 40, II. 5931] Stübchen mit Bett zu ver- rniethen.________________Maigaffe 11. 5938] Anständige Herren können Kost ind Logis erhallen. Kaplansgaffe 23. 5952] Heuboden zu vermiethen. __Sandgaffe 26. Maden mit Wohnung. Näheres Lindenplatz 5, 2 Tr. 5903 Wietgetuche Eine Wohnung von 4 bis 5 Zimmern und Zubehör im südöstlicken Stadttheil per 15. Juli zu rniethen gesuckt. Offerten unter A. Z. 5910 an die Exped. d. Bl. 5902] Vorn 28. d. Mts ab sucht ein Offizier d. L. auf vier Wochen eine ruhige, reine, möblirte Wohnung von mindestens 2 Zimmern. Solche in den Anlagen, Ludwigstraße und Umgegend wird bevorzugt. Anerbieten werden bis 22. d. Mts. im „Prinz Carl" unter A- H. erbeten.____________________________ Junger Mann suckt Zimmer mit Pension. Offerten unter F. 8. 5901 an die Expedition dieses Blattes.____________ Laden, Ludwigplatz oder Anfang der Grünbergerstraße, zu rniethen gesucht, eventuell ein Parterrestock, in welchem sich ein solcher eiurichten läßt. Offerten unter A. Z. 5934 an die Erved. d. Bl. (Ostene Stellen Jür Schneider. 6957 Ein tüchtiger Arbeiter auf Werkstatt wird gesuckt.________Bahnhofstr. 8. 5945] Ein tücktiger Rockarbeitcr ge= suckt. W. Stumpf, Sonnenstr. 9. 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Wiederbringer erhält Belohnung. Metzger Schreiner, 5961_________________Selteröweg 65. Vereine Montag Abend 8 Uhr: Uebnng. Nack derselben: Zusammenkunft in der Pulvcrmühle. Besprechung über den Oberh. Feuer- webrtag zu 4ttdda._______________.________ Concordia. Heute Sonntag: 5954 Staufenberg. Abfahrt Mittags 2 Uhr 10 Tlin. Bei un günstiger Witterung 5 Ubr im Veretnölocal Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen K nntnife, daß die Stadt- verordneten-Versammlung in ihrer gestrigen Sitzung mit Genehmigung Großb. Ministeriums des Innern beschlossen hat, das Cctroi auf Mehl und Backwaareu mit Wirkung vom 16. d. M. ab bis auf Weiteres außer Hebung zu fetzen, und dementsprechend auch von da ab bis auf Weiteres bei der Ausfuhr von Mehl und Backwaaren keine Octroirückoergütungen mehr zu gewähren. Was die am 15. d. Mts. vorhandenen Mehlvorrathe anlangt, so soll das für dieselben bezahlte Octroi unter der Voraussetzung zurückver« gütet werden, daß dies von den Betheiligten bis spätestens 14. d. M. bei der Bürgermeisterei oder dem Octroiinspector beantragt wird, und daß diese Borräthe im Einzelnen mindestens 56 kg betragen; die Btheiligten werden hiernach ausgefordert, ihre entsprechenden Anträge rechtzeitig bei uns oder dem Octroiinspector zu stellen. Gießen, den 11. Juni 1898. Großheriogliche Bürgermeisterei Gießen. 5936_____________________Gnauth.________________________ Heugras-Versteigerung der Stadt Gießen. Montag den 2V. und Dienstag den 21. d. Mts., jede», mal Vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof, von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wieseckböschungen meistbietend versteigert werden, und zwar: Montag den 20. Juni a. an Oct und Stelle von den Wiesen vor der Neustadt, von den Wieseckböschungen und von einem Grasstück der früher von Rabenau'schen Besitzung, b. am Neuenwegerthor von den Wiesen im Heegstrauch, c. an Ort und Stelle vorn Friedhof (Abtheilung 1—8), von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wiesen im Rußland, d) im Philosophenwald, Nachmittag» 2 Uhr, von den Wiesen im Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und von zwei Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck, sowie um 41/» Uhr von ca. 16 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag den 21. Juni e von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch, f. Nachmittags J/a2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rodgen, g Nachm. Vj3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten Buseck, h Nachm. V24 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen Buseck. Die Zusammenkunft ist am 20. Juni am Neustädterthor und am 21. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehende» in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lasten. Gießen, den 10. Juni 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5937 Achtung! Mittwoch den 15. d. M., Nachmittags von 2 Uhr an, werden in der Turnhalle gegen baar oder Bürgschaft freiwillig versteigert: 9 Stück complette hochlehnige Hotel-Betten, eine hochfeine Moquett- Garnitur, 1 Schreibtisch, 4 Kleiderschränke, 2 Commoden, 1 Verticow, 1 Spiegelschrank, 8 Waschcommoden, 8 Nachltischchen, mehrere viereckige und ovale Tische, 1 Ausziehtisch in Eichenholz, Stühle, Sophas, Spiegel, Teppiche, Betlvorlagen, Betttücher, Ueberzüqe, Handtücher, Servietten, 1 Regulator, 1 Messerputzmaschine rc. rc. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der größte Theil sich kaum */» Jahr im Gebrauch befindet und daß die Gegenstände am Sonntag den 12. d. von 2 bis 6 Uhr befichtigt werden können. Grüuberg, den 10. Juni 1898._________________________5914 WOkMe Kobculttditaichlt Köln a. Rh. Die am 1. Juli cr. fällig werdenden Zinsscheine unserer Pfandbriefe werden vom 15. Juni cr. ab in Gießen bei dem Bankhause Conrad Dietz eingelöst. 5913 Köln, im Juni 1898.Der Vorstand. 5907 Oel- farben Lackfarben Kaiserlack Bernstein-Fussbodenlack mit Farbe (vorzüglich bewährt) 3 * ® Schnelltrocknende, sehr dauerhafte Fussboden- Anstriche, als Specialität: empfiehlt die Löwen-Drogerie, W. Kilbinger Seltersweg 52. *75 y — ® L - 5 & c - a, -1. Die bescheidensten Wassersuppen, die einfachsten Saucen und alle nur mit frischem Fett und Wasser bereiteten Gemüse erhalten durch einen kleinen Zusatz von________________ 5548 einen überraschenden Wohlgeschmack. — In Origtnalfläschchen von 35 Pfg. an, — nachgefüllt biUtflcr, — zu haben bei J. HL Schulhof, kolonial, n. jklkot «arktstratze.____ MAGGI Steins Garten. Mittwoch de» 15. Juni: der Capelle des Halberstadter Kürassier Regiments v. Seydlitz (Bismarck Kürassiere). Programm: l._Theil: 1. Kürassier-Marsch von Ihrer Königs. Hoheit der Prinzessin EharloNo von Sachsen-Meinmgen. 2. Ouvertüre z. Op. .Raymond^ von ThomaS. 3. Fantasie a. d. Op. .Lohengrin" von Wagner. 4. .Neu Wien-, Walzer von Strauß. 2. Theil: 5 Ouvertüre z. Lp. .Wilhelm Tell- von Rossini. 6. Divertissement a. d. Op. »Der Bajazzo- von Leoncavallo. 7. Frühlingsständchen von Lacombe 8. Zwei Fanfaren-Märscke mit Benutzung von acht historischen Trompeten nebst gestickten Parad,flaggen: a. Altdeutscher Fanfaren-Marsch von Schröder. b. Armee-Marsch Nr. 10, Prinz August von Württemberg. 3. Theil: 9. Ouvertüre z. Op. „Tic Zigeunerin' von Balse 10. „Nackklänge aus dem Ztllerthal', Fantasie für Ptston-Solo v. Hoch- (Trompeter G t es ecke.) 11. „Musikalische Ueberrasckunqen", Potpourri von Steteseld. 12. Czardas a. d. Op. „Der Geist der Wojewoten* von Großmann. jPoflfiarkn mit Ansicht der Lrompeter-Lorps sind «n der Kasse ä 10 yfg. za ßa-e». Anfang 8 Uhr. 594T Theater-Verein. Auf vielseitigen Wunsch findet Dienstag den 14. Juni, Abends 8 Uhr, im Giessener Festsaal eine Wiederholung von Hans Huckebein zu ermässigten Preisen statt 592& Billets bei Ernst Challier und Abends an der Kasse: Loge Mk. 2,50, Parquet I Mk 1,50, Parquet II Mk 1,00, Studentenkarten Mk. 0,75, Gallerie Mk. 0,40. Turnverein. Die Listen zum Einzeichnen zur Theilnahme an dem Feldbergfest am 19. Juni, Gauturnfest zu Lauterbach am 26. und 27. Juni, Deutschen Turnfest zu Hamburg vom 23. bis 28. Juli liegen in unserer Turnhalle offen. 5942 Der Vorstand. Neteraiü-ll-Nerkm Gießen. Ausflug nach Greifenstein — Dianabnrg. Abfahrt Sonntag 6 52 Vorm Bahnhof. 5905 Der Vorstand. Burg und Ruine Gleiberg. Sonntag den 12. und Montag den 13. Juni: Grosses Stiftungsfest des Billard-Club. SflT Kroßes Kreisspiel. TWS 1. Preis. Eine silberne Remontoiruhr mit Goldrauduebst Kette nnd Etui. 2. Preis: Eine Standuhr. 3. und 4. Preis: Je eine große Weckeruhr. 5. und 6. Preis: Je eine brillante Uhrkette. SMT Hinsatz 50 H»fg. Um l/,3 Uhr Nachmitt.: Großer Festzug. Um 3 Uhr Nachmitt.: Anfang des Coucertes und der Tanzmusik. — Beginn de» Preis spieles. Abends: Brillant-Feuerwerk. Italienische Nacht. Svlritt ä persoi 20 pfg. Kier per Glas 10 pfg. — yoniisliche Weiae. — Gate Speis». Zu recht zahlreichem Besuch lobet ergebens! ein 5807 Der Vorstand. WirMchasts-Kröffnung. Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgebung, sowie meiner werthen Nachbarschaft, Freunden und Bekannten die ergebene Mittheilung, daß ich in meinem Hause Wetz sie ing a sse Nr. 8 einen Bierausschank „Zum Wetzstein" eröffnet habe. Zum Ausschank kommen die Biere der Brauerei Friedel u Asprion. — Gleichzeitig bringe ich mein seither bestehende» Flaschenbier-Geschäft in empfehlende Erinnerung und wird jedes Quantum von Flaschen und Gebinden schnell und pünktlich geliefert. 5960 Hochachtungsvoll ____________Friedrich Volz. Mittheilung! An meiner Acssauralion Kanu jeder Kass u. A. auch die amerika»i/ch< Larfeusitber „Aeol“ j. f. Auterhaktung frei benutzen. Pteselbe Kann sofort ohne jede ÄotenKenntnitz gespielt werden und versetzt als wuuderöarsie Lrsiad»»§ der Neuzeit Jeden in nicht geringes Srssauuen. 594» M. Poppelsdorf, Lonys Bierkeller. | Tanz-Unterhaltung. Reboction: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Univerfität»-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Die heutige Kummer umtatzt 16 Seiten.