Rr. »'<) Erstes Blatt. Donnerstag den 12. Mai L8»8 Erscheint tägNch mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener DamitievS tütler vxrden dem Anzeiger wSchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger 3tn*g*rrtto vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfß. mit Bringerloh«. Bei Postbezu- 2 Mark 50 vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen del In« und AuZlaMot nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtWWW. Aints- unb Anzeigeblatt für den Ursis Gietzen. Nedactton, Expedition und Druckerei: Kchakßratze Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger $<»- gefertigte Decret überreiche, beglückwünsche ich Tie zu dieser wohlverdienten Auszeichnung uud gebe zugleich der aufrichtigen und herzlichen Freude Ausdruck, die ich darüber empfinde, daß es mir vergönnt ist, einem von mir allezeit besonders hoch verehrten Collegeu diesen Beweis Allerhöchster Gnade übermitteln zu dürfen. Mit den besten Wünschen für den Verlauf Ihres Ehrentages, wie für Ihr ferneres Wohlergehen, verbleibe ich unter der Versicherung ausgezeichnetster Hochachtung Ihr ergebenster Dittmar, Mtuisterialdireetor. Auch der Vorstand der Anwaltskamwer übermittelte Herrn Geh. Justizrath Batst seine Glückwünsche in folgendem Schreiben: Darmstadt, den 7. Mai 1898. Sehr geehrter Herr College! Ihnen zu dem heutigen bedeutsamen Festtage die herzlichsten Glückwünsche deS Vorstandes der Anwalt»- kammer darzubringeu, ist eine der angenehmsten uud erfreulichsten unter allen uns seit langer Zeit obgelegenen Aufgaben. Der Rückblick eines Anwalts auf ein halbes Jahrhundert der Pflege uud Anwendung des Rechts ist an sich schon ein seltener und erhebender/ wenn der Anwalt sich aber sagen darf, daß er iu dieser laugen Zeitperiode die RechtSübuug mit voller Treue uud Gewissenhaftigkeit und allseitiger Anerkennung pflegte, so muß der Rückblick als ein stolzer und beglückender bezeichnet werden. In dieser ehrenden Lage befinden Tie sich/ die fünfzigjährige Ausübung der Rechtspflege war eine Gunst des Schicksals, aber die pflichttreue Ausübung Ihres anwaltlichen Berufs Ihr Werk, e» folgte ihr die allgemeine Anerkennung nach, fie ward durch eine Auszeichnung unserer Landesjustiz- Verwaltung gebührend gewürdigt, fie war es, die Ihre mehrfache Berufung in de» Vorstand der hesiischen An- waltSkammer seitens Ihrer Collegen herbeiführte. Wir, die Mitglieder des Vorstandes, können am sichersten bezeugen, daß Sie des Amtes sorgsam, unparteiisch und mit dem Bestreben gewaltet haben, die Würde unseres Standes zu wahren, sein Ansehen zu heben. So spricht Ihnen denn am heutigen Ehrentage der Vorstand der Auwaltökammer aus freudigem Herzen die wärmsten Glückwünsche aus und reiht an fie die Hoffnung uud den Wunsch, daß Sie noch lauge rüstig uud schaffensfroh, geehrt und beliebt in unserer Mitte weilen möchten. Mit ausgezeichneter Hochachtung für der Vorstand der AuwaltSkammer: Metz I, Vorsitzender. E. Scho edler, Schriftführer. Auch wir bringen dem Herrn Jubilar unsere besten Wünsche dar in der Hoffnung, daß w noch viele Jahre inmitten der Bürgerschaft Gießens sich des wohlverdienten Ansehens erfreuen möge. • * Historische eommifflou für Hesteu uud Waldeck. Am 7. Mai fand iu der Universität zu Marburg die erste Jahresversammlung der Historischen Commission für Hessen uud Waldeck statt, der eine VorftandSfitzuug am selben Tage voraugiug. Neben den in Marburg ansässigen Patronen und Mitgliedern waren von auswärts erschienen u. A. die Herren Obercouststorialrath Rohde uud LandeSbankrath Freiherr Wolff von Gudenberg aus Kassel, Oberbürgermeister Dr. Antoni aus Fulda, LandgerichtSrath Dr. Brandt und Prof. vr. Tuchier aus Hanau, Oberbibliothekar Dr. Haupt, Prof. Dr. Höhlbaum, Geh. Hofrath Prof. Dr. Oncken aus Gießen, Pfarrer Heldmaun aus Michelbach. Der Vorsitzende Prof. Freiherr von der Ropp theilte zunächst die erfreuliche Thatsache mit, daß die Commission iu den 9 Monaten ihres Bestehens 3 Stifter uud 34 Patrone gewonnen habe, deren Namen der demnächst tu Druck erfcheineude Jahresbericht veröffentlichen wird. Die Einnahmen in dem am 31. März endenden Finanzjahre beliefen sich auf 5027 Mk., von denen 1500 Mk., die Hälfte der Stifterbeiträge, statutengemäß capitalifirt wurden. Die Ausgaben für GrüudungSkosten, Verwaltung und wisseufchaftliche Arbeiten bezifferten sich auf 1271 Mk. Da eine Reihe von Bewilligungen erst vom April d. I. ab laufen, so wird sich die Einnahme aus PatrouatSbeiträgen im zweiten Finanzjahre auf 4750 Mk. stellen, die sich jedoch hoffentlich durch den Zutritt weiterer Patrone erheblich vermehren wird. Nachdem dem Schatzmeister, Herrn Geh. Archivrath Dr. Köunecke, die Entlastung für seine Rechnungsführung ertheilt war, wurde der Provinzialdirector von Ober- heffen, Herr Geh. Rath Freiherr Max von Gagern in Gießen, zum Mitgliede des Vorstandes gewählt, uud zu Mitgliedern der Commission ernannt die Herren Prof. Dr. Brandi, Marburg, LandgerichtSrath Dr. Brandt, Hauau, Rudolf von Buttlar auf Elberberg, Dr. Diemar, Marburg, Dr. Dieterich, Gießen, Oberlehrer Flach, Biedenkopf, Freiherr Max voa Gagern, Gießen, Director Prof. Dr. Goldman«, Friedberg, Dtrector der köuigl. preuß. Staatsarchive Geh. Ober- regieruugSrath Prof. Dr. Koser, Berlin, Prof. Dr. Niese, Marburg, Oberlehrer Dr. Reichard, Wtlduugen, LandgerichtS- rath Dr. Schäfer, Gießen, Geh. Archivrath Dr. Vrltmau, Wetzlar. — Die Berichte über den Fortgang der bereits begonnenen wtffeuschaftlicheu Unternehmungen lauteten durchweg recht befriedigend. Von dem Fuldaer Urkundenbuch wird, wie der Bearbeiter, Herr Prof. Dr. Taugl, Berlin, hofft, der erste Band im nächsten Jahre den Mitgliedern vorgelegt werden können. Die Arbeit an den LandtagSacteu, die Herrn Dr. Glagau übertragen ist, schreitet rüstig voran, uud auch die Herausgabe der hessischen und waldecktschen Chroniken wird voraussichtlich rasch gefördert werden, nachdem der Herr CultuSmiuister auf die Bitte der Commission uud deren Befürwortung durch das Proviozial-Schulcollegium dem einen Bearbeiter, Herrn Oberlehrer Dr. Ptstor in Kassel, einen halbjährigen Urlaub für den Winter 1898/99 bewilligt, uud Herr Dr. Diemar, Marburg, die Bearbeitung der Gersteu- bergischeu Chroniken übernommen hat. Für die Regesten der Landgrafen und daS historische OrtSlexikou sind die Herren Geh. Archtvrath Könuecke uud Archivrath Reimer unausgesetzt thätig gewesen, so daß auch für diese Arbeiten ein Abschluß tu nicht zu ferner Zett erwartet werden kann. Zu diesen gleich bei Gründung der Commission vorgesehenen Unternehmungen wurde weiterhin die Herausgabe von städtischen Urkundenbücheru und eines hessischen Trachtenbuches beschlossen. Die Reihe der ersteren, für die man wohl mit Sicherheit auf die besondere materielle Unterstützung Seitens der städtischen Behörden rechnen darf, sollen die Urkundenbücher der wetterauischen Reichsstädte eröffnen/ für das Trachtenbuch hat Herr Geh. Rath Prof. Dr. Justt seine umfassenden Sammlungen zur hessischen Trachtenkuude in liebenswürdigster Weise der Commission zur Verfügung gestellt und es übernommen, Herleitung uud Geschichte der einzelnen Trachtstücke au der Hand von zahlreichen Btldertafelu zu erläutern. Eine ganz besondere Ueberraschung hatte die N. G. Elwert'sche UniverfitatS-Buchhandlung der Jahresversammlung bereitet durch Ueberreichuug einer eigenen Festschrift. Sie enthält die trefflich gelungenen Nachbildungen der von Wilhelm Dilich iu Holz geschnittenen uud seiner handschriftlichen Beschreibung der Stadt und Universität Marburg beigefügten Bildniffe von 64 Marburger Rectoren uud Profefforeu des 16. und 17. Jahrhunderts: der erläuternde Text rührt vou Herrn Prof. Justt her. Die Schrift, für welche die Versammlung Herrn W. Braun ihren warmen Dank aussprach, wird den Stiftern, Patronen und Mitgliedern zusammen mit dem Jahresbericht zugeheu. * * Fleifcher-Berbaudltag. Am Sonntag fand in F u l d a der Bezirkstag des 22. BeztrkSvereinS im deutschen Fleischerverbande statt. Zu demselben hatten sich zahlreiche BerufSgenoffeu au» dem Bezirk, der beide Hrffen, Naffau, die Regierungsbezirke Cobleuz und Trier und das Fürsteu- thum Waldeck umfaßt, eiugefuudeu. Nachmittags 2 Uhr begannen die Beratungen. ES referirten die Herren Lantz- Darmstadt über eine erneute Eingabe an den KriegSmiutster, betr. die Lieferungen für das Militär/ Herr Falb Mainz über eine Eingabe an den Reichskanzler, betr. Verwendung von ConservirungSmitteln/ Herr Marx Frankfurt über die Fleischerschule in WormS/ Herr HeeS-WteSbaden über die Frage, ob freie oder ZwangStuuuugen zu erstreben seien/ Herr Lantz-Darmstadt über die Herausgabe einer Zusammenstellung der Namen der einzelnen Fleischstücke durch den Verband/ Herr FalbMaiuz über die Bestellung von Sachverständigen/ Herr Pirr-Gießeu über die Herbeiführung einer DeclarattonSpflicht für amerikanische Fleischwaareu/ Herr Heß-Maiuz über die Redactiou der durch die BerbaudSbe- schlüffe uothweudig werdenden Eingaben durch die Antragsteller. Der bisherige Vorstand wurde darauf wiedergewählt. Für den nächsten Verbandstag wurde Wiesbaden bestimmt. * * Katholikeu-Verfammluug. Sonntag den 22. Mat findet in Friedberg im Saalbau eine Katholikeuversamm- luvg für die Provinz Oberheffen statt. Der CenrruwS- candidat, Rechtsanwalt Schmitt vou Mainz, sowie JustitutS- vorsteher Kübel von Gießen und andere Redner werden erwartet. * • SpielcurfuS. Auf Bsraulassuug des Central-AuSfchuffeS zur Förderung der Volks- uud Jugendspiele tu Deutschland findet in Frankfurt a. M. vom 23. bis 28. Mai etnschl. ein CursuS zur Ausbildung von Lehrerinnen im Jugend- uud Volksspiel statt. Die Theiluahme an demselben ist kostenfrei. Anmeldungen find an Turuinspector Weidenbusch, Frankfurt a. M., zu richten. * ♦ Ausstellung vou Hunden aller Raffen am 18. uud 19. Juni zu Gießen. DaS Programm für die Ausstellung liegt uns heute vor, und find im Ganzen 595 Klaffen ausgeschrieben/ davon entfallen 335 auf Jagdhunde und 260 auf LuxuShunbr. Wie uns witgetheilt wird, liegen bereits sehr viele Anmeldungen vor. Die Bildung eine« Ehrsucomitös ist iu Vorbereitung, uud findet eine Sitzung deS geschäftS- führenden AuSschuffes zwecks Bildung von Sonderausschüssen Donnerstag den 12. ds. MtS., Abends 81/, Uhr/^im Restaurant Royal (ElgeS) statt. * * Freibad. Der Bademeister des städtischen Freibades an der Lahn ist seit Montag wieder in Dienst, um da« Bad herzurichten uud vor allen Dingen den waghalsigen Buben zu wehren, welche trotz deS für da» Baden gefährlichen Wasserstandes in das nasse Element hinein wollen. * • Umbau. Am Uebergang der Frankfurterftraße über die Oberhesstsqe Eisenbahn ist daS höchst unschöne Bretter- Häuschen abgebrochen uud seit gestern durch ein recht geschmackvolles Wellblechhäuschen ersetzt. * * Gewerbeschuliufpector. Für die gesammteu Gewerbeschulen des Landes soll nnumehr vou Seiten der Großherzoglichen Ceutralstelle ein besonderer Gewerbeschuliufpector bestellt werden. Nach einem von dieser Stelle aus erlasseneu Aue- schrciben soll dieser Gewerbeschuliufpector zunächst ein Gehalt bis zu 4000 Mk. beziehen, außer den Tagegeldern uud Reisekosten. Der Bewerber soll ein wissenschaftlich gebildeter Techniker sein, welcher im Gewerbeschulwescu practifch erfahren und mit den Verhältnissen deS Handwerkerstandes vertraut ist. Die Stelle soll bereits am 1. Juli d. I. besetzt werden. * • Patentanmeldungen B. 21393. Einrichtung für Heißluft-, Dampf- und Wasserbäder. Dr. Theodor Büdingen, Mainz, Rheinstr. 71. — B. 21146. Stetnschletfmaschine. Ludwig Best, Darmstadt. — H. 19 364. Zum Befahren von Et» oder Schnee dienender Radreifen. Henry Hirsch, Mainz, Fuststr. 17. — G. 12120. Typeuverschiuß für Plowbtrzangen, Cuptrzaugen u. dgl. Jean Goebel, Darmstadt, Griesheimer Weg 25. * Der Evangelische Kirchengefaugverei« für Heffen beging am Sonntag in Londorf da» 19. KtrcheugesangSfest, daS mit der Generalversammlung deS Vereins verbunden war. Um 10 Uhr vormittags begann, einem Berichte der „Darmst. 3tg." zufolge, iu der dortigen Kirche die Hauptprobe, zu der die Ktrcheugesangvercine von Allendorf a. d. L., Alsfeld, Beuern, Flensungen, Gießen, Grüuberg, Holzheim, Lardenbach uud Londorf deu stattlichen Chor von über 350 Stimmen gestellt hatten. Dieselbe wurde vou Herrn Ktrcheumusikmeister Arnold Mendelssohn geleitet. Darauf fand die Generalversammlung deS Vereins statt. Nach dem vou dem VereinSvorsitzeuden, Herrn Wirkt. Geheimerath D. Hallwachs Exc., erstatteten Jahresbericht besteht der hessische Landesverein gegenwärtig aus 106 OrtSvereinen uud 9 Chorschulen. Nach der für daS BeretnSjahr 1897 gestellten Rechnung betrug die Gesammteinoahme, einschließlich der Beiträge vou Vereinen, Chorschulen und Einzelmitgliederu (im Betrage vou 351 Mk. 01 Pfg.) im Ganzen 629 Mk. 65 Pfg. der eine GesammtauSgabe von 567 Mk. 88 Pfg. gegenüber steht, sodaß ein Rest vou 61 Mk. 77 Pfg. verbleibt. Hierzu kommen noch zahlreiche rückständige Zahlungßbeträge mit ungefähr 80 Mk. 45 Pfg. DaS Gesammtvermögen deS Ber- eius beläuft sich zur Zeit auf 3102 Mk. 61 Pfg. Nachdem der Vorsitzende auf die Gefahr htngewiesen hatte, daß die Vereine auf daS selbstständige Concertiren mehr Gewicht legten, al» auf die Mitwirkung beim Gottesdienste uud wiederholt nicht uur die Mitwirkung bei kirchlichen Festen, sondern auch, wenigsten» einmal im Monat, bei deu gewöhnlichen Gottesdiensten empfohlen, wurde der Vorschlag, daß der Vorstand die Vereine alljährlich zu kurzer Berichterstattung über ihre Thätigkeit aufforderu solle, einstimmig angenommen. Zum Schlüsse der Generalversammlung hieß Herr Pfarrer Weber Namen» der Kircheugemeinde Londorf alle erschienenen auswärtigen Vertreter herzlich willkommen uud sprach insbesondere Herrn Wirkt. Geheimerath HallwachS Exc. und Herrn Kircheumufikmeister Mendelssohn deu Dank für ihr Erscheinen auS. Nachdem im Gasthaus „Zur Stadt Gießen" gemeinsam ein Mittagessen eingenommen war, fand um 2 Uhr der Fest- gotteSdienst in der Kirche statt. Die Festansprache hielt Herr Pfarrer Bogel von Seehetm über den Text Psalm 126, 3. Der Chor der neun Vereine sang sieben Chornummern, von denen Felix Mendelssohn» „Ehre sei dem Vater", die Choräle „Macht auf daS Thor der G'rechtigkeit", „Gott, laß Dein Heil uv» schauen" und „Macht, Ruhm uud Hoheit immerdar" eineu besonder» tiefen Eindruck erzielten. — Eiue gesellige Bereinigung im Gasthaus „Zur Stadt Gießen" bildete am Nachmittag den Beschluß de» schönen Feste». Bei derselben brachte der Vorsitzende, Herr Wirkt. Geheimerath D. HallwachS Exc., daS Hoch auf Se. Köuigl. Hoheit den Großherzog au». Weiter wurden Toaste auSgebracht auf den Herrn Vorsitzenden, von diesem auf den Evangelischen Kirchen- gesangverein, ferner auf Herrn Ktrchenmufikdirector Mendelssohn, die Dirigenten der neun Vereine, auf die Frauen rc. Freiensteinau, 8. Mai. Bon einem recht unliebsamen Jagdabenteuer kann ein hiesiger Jäger erzählen. Derselbe sah dieser Tage auf 67 Meter vor sich einen Rehbock auf einem Raine innerhalb einer Fichtenschonung sitzen. Nach dem Schuß lag der Bock und schlenkerte nach Art verendender Thtere mit den Hinterläufen/ er schlenkerte auch noch, als ihn der Schütze au einem Hinterlauf ins Freie zog. Hier augekommen, traf der freie Hinterlauf mit seiner scharfen Klaue die Hand des Jäger», daß er lo» ließ und sich mit feiner geschundenen Hand zu rhun machte. Während dessen tackelte der Bock auf und dem Dickicht zu/ ihn sollte eine zweite Kugel strecken. Aber da will eS das Ungemach, daß der Schuß zu früh lo» geht uud — Roß und Reiter sah mau niemals wieder. * Kassel, 9. Mai. In hiesiger Gegend, insbesondere im Stromgebiet der Fulda, Eder, Diemel und Oberweser haben Hochwasser und Ueberschwemmung seit Samstag Nacht ungeheueren und unberechenbaren Schaden angerichtet. Die am Carlsauepark errichtete hölzerne Brücke über die Fulda für das Militär ist von den Fluthen weggeriffen, die verschiedenen Flußbadeanftalten ganz oder theilweise vernichtet. Das Zerftörnngswerk, das in den Dörfern ungerichtet worden ist, die oberhalb und unterhalb Kassels an der Fulda liegen, ist nicht zu beschreiben; einen schwachen Begriff erhält man davon, wenn man die Trümmerhaufen und Thierleichen erblickt, welche die tosenden Fluthen mit sich führen. Darnach find namentlich viel Schweine, Ziegen, Lämmer, Gänse, Hühner u. s. w. umgekommen. Ganze Berge von Dielen, Balken, Brettern u. dergl. m. werden angeschwemmt. . In dem Fuldahafen hier schwimmen allein 20—30 Thiercadaver umher. Die Felder und Fluren an allen niedriger gelegenen Stellen des ganzen Fuldathales stehen unter Wasser und gleichen großen Seen. Der Schaden, den die Landwirtschaft erleidet, ist ganz enorm. Am schlimmsten ist den Gartenbesitzern vor den Thoren, den Gärtnereien mitgespielt, alles ist hier vernichtet, verwüstet, versandet. Der herrliche Carlsauepark ist nicht wieder zu erkennen; er steht fast völlig unter Wasser, an den niedrigeren Stellen reicht das Hochwasser bis an die Aeste, der Verkehr ist unterbrochen. Gegenüber der Karlsaue am rechtseitigen Ufer ist die Fulda ausgebrocheu und hat die Leipziger Vorstadt theilweise Überschwemmt, so den Siechenhof, die Leipziger Landstraße, so daß der Verkehr nach Bettenhausen und dem Bahnhof nur mittelst Kähnen und Wagen aufrecht erhalten werden kann. Der Hafen ist ebenfalls überschwemmt, ebenso die Bleichen und Straßen gegenüber dem Hafen u. s. w. Die Bewohner verschiedener Häuser an der Mombacherftraße, wo ebenfalls alles unter Wasser steht, waren so gefährdet, daß sie Nochschüffe ab- feuerten, worauf die Feuerwehr alarmirt wurde und die Bewohner in Sicherheit brachte. Die Keller stehen bis unter die Decke voll Wasser, auch in den nicht direct inundirten Straßen. — Aehnliche Hiobsposten kommen aus dem ganzen Fuldathale u. s. w. (Darmst. Ztg.) • Zur Warnung. Vou einem Darmstädter Herrn ging den „N. Hess. VolkSbl." die folgende Warnung zu: Bor etwa drei Wochen machte bei mir eine sehr elegant iu Trauer gekleidete Dame Besuch, stellte sich al» Gattin deS nuheil- barem Wahnsinne verfallenen Schriftstellers X. vor, legitimirte sich als solche durch eine mit Dienstsiegel beglaubigte Empfehlung der Bürgermeisterei als würdig und bedürftig, außerdem durch ein gleichfalls uuterfiegelteS Document einer Irrenanstalt, worauf ich der Dame eine Unterstützung gab. Vor acht Tagen erschien wieder eine vornehme Dame bet mir, stellte sich als die Gattin eines ProfesiorS vor, welcher durch ein unheilbares Luugenletden mittellos geworden und sich mit seiner Familie In größter Roth befinde. Durch 6c« glaubigte Papiere war dieselbe wohlthätigen Menschen zur Unterstützung empfohlen. Die Sache kam mir wohl ver« dächtig vor, doch die Dame verstand so sehr die unglückliche Gattin und Mutter zu iptelen, daß ich in die Liste, welche etwa schon 50 bis 60 Mk. an Beiträgen zu 5 Mk enthielt, ebenfalls einen Beitrag zeichnete und verabfolgte. Einige Tage später erhielt ich durch die Post ein Bittgesuch uebst beglaubigten Papieren eine» durch Krankheit in Noth ge« kommenen Kaufmanns und in demselben Augenblick brachte mir mein Bruder, in der Meinung, daß der Brief für mich bestimmt sei, ein zweites Bittgesuch eines durch Krankheit verarmten Malers. Zu unserer beiderseitigen Ueberraschung erkannten wir, daß die verschiedenen Bittgesuche von einer Hand herrührten, Documente und Siegel also gefälscht waren. Ich übergab diese der Polizei und weder Kaufmann noch Maler, welche jedenfalls den in der Nähe meines Hauses postirten Schutzmann erkannten, haben ihre Papiere abgeholt. Die beiden eleganten Damen scheinen zu derselben Gesellschaft zu gehören. — Vielleicht debuttreu die Damen auch in Gießen und Umgebung und dann wird die Warnung vielleicht mithelfen können, bnen daS Handwerk zu legen. Ae«este Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Mainz, 11. Mai. Heute Nacht 1 Uhr ist Bischof Dr. Komp-Freiburg an den Folgen eines Schlagaufalles gestorben. Ec war auf der Reise von Fulda nach Freiburg begriffen, wo am Donnerstag seine Jnthrouifiruug erfolgen sollte. Gestern traf der Bischof in Begleitung von zwei Fuldaer Dom-Capttularen hier ein. Auf der Schwelle des bischöflichen Palais brach er von einem Schlaganfall getroffen zusammen, an deffen Folgen er heute Nacht verstarb. Berlin, 11. Mai. Dem „Berliner Tageblatt" wird aus Brüssel telegraphtrt: Die belgische Mtlitärpartei, hinter . J1 । I111------- welcher 800000 mit dem Wahlrecht auSgestattete ehemalige Soldaten stehen, verseudet ein Rundschreiben an sämmtliche Caudidateo, worin sie erklärt, die Militär «Part ei werde bei den Wahlen am 22. Mat alle Caudidaten rücksichtslos bekämpfen, welche sich nicht verpflichten, energisch zu Guusteu der HeereSreform einzutreten. Großes Aufsehen erregt die Thatsache, daß General Chapelie, der General-Adjutant deS Königs, die Action der Mtlttär.Partei, welche sich namentlich gegen die clericale Regierung richtet, unterstützt. Man erblickt darin, jedenfalls mit Unrecht, eine Kundgebung des KöuigS gegeu die Fortdauer der ultramontauen Herrschaft. Berlin, 11. Mai. Aus Lemberg wird mehreren Blät« tern telegraphirt: Wegen Brodtheuerung kam eS hier zu einer ernsten Demonstration. Holzarbeiter stürzten sich auf die Brodläden und wollten sie plündern, kamen aber mit der Sicherheitswache ins Handgemenge. Die Wache gab Feuer. Ein Excedeut wurde schwer verletzt. Die Polizeimannschaft wurde mit Steinen beworfen. Eine Deputation der Arbeiter und Arbeiterinnen ging zum Vicebürgermeister, um ihm die Nothlage der Arbeiter vorzustellen. Die Ansammlungen wurden immer größer. Ein Abgeordneter suchte die Menge zu beruhigen und versprach eine besondere Versammlung zur Besprechung der LebenSmittel-TheuerungSsrage einzuberufen. Zurich, 11. Mai. Ganze Schaaren Italiener ver- laffeu die Schweiz, um sich der aufständischen Brwegung in ihrem Mutterlande anzuschließeu. In Bern, Lausanne, Genf und hier fanden revolutionäre Versammlungen statt, in welchen die Redner erklärten, der Augenblick sei gekommen, um das Königthum und das Joch der Bourgeosie abzu- schüttelu. Mailand, 11. Mai. Die Situation ist andauernd Hochernst. ES wird fortgesetzt gekämpft. Die Aufständischen halten noch immer alle Bahnhöfe besetzt. Trotzdem man Kanonen in Anwendung bringt, entstehen fortgesetzt Barrikaden. Einige Hundert aus Padua und Bologna eingetroffene Studenten lieferten an der Porta Venezia dem Militär eine förmliche Schlacht, wobei 21 Studenten den Tod fanden. Da die Umgebung der Stadt ebenfalls in vollem Aufruhr ist, wird heute die Verhängung des Belagerungszustandes über die ganze Lombardei publicirt werden. Man schätzt die Zahl der Tobten auf über tausend, die Zahl der Verwundeten auf über dreitausend. Die Turiner Ausstellung wurde von dem Pöbel in Brand zu stecken versucht. Loudon, 11. Mat. AuS Key West wird gemeldet, daß ■■anBDCT aoamBHi naESR« die gesamwte in Ehickamanga vereinte Truppenmacht den Besehl erhalten hat, sofort abzumarschtreu. Das 1. und daS 10. Cavallerie-Regiment gehen nach New»OrleanS, das 2. noch Mobile, daS 3. nach Tampa. Unter drn Truppen soll große Freude herrschen, daß sie nun endlich zur Front kommen. WB. Loudon, 11. Mai. Extrablatt. Die „Times" melden auS New-Aork: Das Marine - Departement in Washington erhielt die Nachricht, daß vier Kreuzer und drei Torpedoboote deS spanischen Cap Verde-GeschwaderS gestern vor Cadtx angekommen seien. Die Nachricht wurde in Washington heute Nachmittag offiziell bekannt gegeben. WB. Washington, 11. Mai. Reuter-Meldung. DaS Marine-Departement erhielt die Nachricht, daß daS spanische atlantische Geschwader vor Eadix eintraf. Die amerikanische Action gegen Cuba und Portorico wird nunmehr beschleunigt. __ WöchrMtchk Uederstcht der TodesMe in Giere» 19. Woche. Dom 1. Mai bis 7. Mat 1898. Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (incl. 1600 Mann MtlitLr), SterblichkeitSziffer: 15,10, nach Abzug der Ortsfremden 6,47°/«. Kinder Summa: 7 (4) 5 (3) 1 1 (1) ES fierben ea: Zusammr«: Erwachsene: im vorn 1. Lebensjahr: 2.- -15.3«br: Krebs 1 (1) 1 (1) — — Tuberkulose des Hüftgelenks 1 1 — — Gehirnhautentzünd. 1 (1) 1 (1) — — Krämpfen 1 — 1 — Herzleiden 1 1 — — Gallensteinen 1 (1) 1 (1) — — Schußwunde 1 (1) — — 1 (t) Snm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf vor, auSwärt« nach Metzer, gebracht- Kranke kommen. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garterrstrafle 2. Angebot der Arbeitnehmer r 1 Sattler, 1 Bau- oder Möbelsckreiner, 1 Möbelschreiner. 2 Kistenmacker, 1 Mann für leichtere Beschäftigung, 1 Mann für eine Holzschneiderei, 2 Lagerarbeiter, 3 Taglöhner, 1 Herrschaftskutscher, 2 Fuhr- knechte, 1 Werkführer für eine größere Schreinerei oder Möbelfabrik. Nachfrage -er Arbeitgeber: 2 jüngere Buchbinder, 1 Installateur, 2 Krankenwärter. 3 Gerber, 1 Glaser (Rahmenmacker), 1 jüngerer und 1 älterer Lackirer, 1 Weißbinder, 1 Sattler und Tapeziergehülfe, 1 Bauschlosser, 1 tücht. Hufschmied, 1 Jungschmied, 4 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 1 Möbelschreiner, 2 Haus- burscken, 1 tücht. Fuhrkneckt, 3 Dienstmädchen._____________________________________ Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Friedhof von jetzt ab bis zum 15. August d. Js. von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 9. Mai 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________Gnauth. ______________4978 Generalversammlung- des hiesigen Thier schütz - Vereins Dienstag den 24. Mai d. Js., Abends 8V2 Uhr, im „Hotel Schütz." Tagesordnung: 1) Vorlage der Rechnung und Entlastung des Rechners. 2) Rechenschaftsbericht. 3) Vorstandswahl. 4) Verschiedene Mitthellungen. 4950 H. Cnrschmauu, Vorsitzender. Willi. Tillmanns’sche Wellblechfabrik und Verzinkerei Remscheid (Rheinpreußen) liefert 4975 Eisen- und WMlechcoustrultilNlen aller Art, cowpl. eiserne Bauwerke als: Dächer, Hallen, Schuppen, Wärterbuden, Pissoirs re. MM" Rollläden aus Stahlwellbleck und Holz, in jeder Construction und Größe, in unübertroffener, durchaus solider und fachgemäßer Ausführung. Patent Candelaber aus spiralförmig gewundenem Wellblech (D. R-P. Nr. 50827) rc. Vertreter: Carl Krailing. Gießen, Südanlage. Was putzt am ZSesten? Antwort: Hentner's Wetall-I'utz-Htauj Pascha Jeder Versuch führt zu dauernder Benützung. Dosen ä 10 und 20 H in den meisten Drogen-, Material- und Spe- cerei-Geschäften zu haben. 1221 Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. WWiluntM Knot. SWWüN. 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Mai 1898. 4957 Anfang 3 Uhr. Den verehrten Lesern unseres Blattes diene zur Nachricht, dass, nachdem die Ln Ho chachtungsvoll t - Die trauernden Hinterbliebenen. Philipp Lepper III. und Kinder. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag um 2 Uhr statt. mit Coneert der hiesigen Regiments-Capelle. Kauzöetustigung, Wurstschnappen und anderen Volksbelustigungen. Sonntag den 15. Mai 1898 zur Eröffnung meines neu restaurirten OarLenlocales: Doppel-Caronffell, Schieß- und sonstige Schaubuden. Abends: Kengalische Kelenchtnn- und Illumination des vergrößerten Gartens and Thierparks. Baugeuoffenschaft des evaugel. Arbeitervereins zu Gießen, Eingetr. Genoffenschaft mit beschr. Haftpflicht. Doering. Haas. tyietscfi 'firben in Firma 73rühl "sehe llniüersitäts J3uch und ofteindrucfterei. Redaclion: E. Burkhardt. — Druck und «erlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Wummer umfaßt 10 Seiten. Albert Kuhnd Entree LV Pfg. ffrühl sehe Unidersitäts- J3uch= und ofteindrueherei mit Verlag des was wir allen Verwandten, Freunden and Bekannten tiefbetrübt mittheilen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen Garantirt reinen Bienenhonig empfiehlt die Niederlage des Oberheff. Bienenzüchter-Vereins: I C. Roth II., Wallihorstraße 5. Todes-Anzeige. Gestern Abend 11 Uhr verschied nach kurzem, aber schweren Leiden unser innigst geliebtes einziges Söhnchen und Enkelchen Hades-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Anzeige, daß es dem Allmäch- Ligen gefallen hat, unsere theuere Gattin und Mutter Marie Lepper geb. Eckhardt, beute Morgen um 5 Uhr, im Alter von 43 Jahren, durch einen Schlaganfall plötzlich von uns abzurufen. Baugenossenschaft. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß in dem neu erbauten Eckhause der Crednerstraße noch einige Wohnungen (sofort beziehbar) zu vermietheu find. i. d. N. Wilhelm Pfeil Giessen, 11. Mai 1898. Für die vielen Beweise der innigsten Theilnahme, die zahl- reichen Blumenspenden und die sorgsame, liebevolle Pflege der Schwestern bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagt tief- gefühltesten Dank Familie Ph. Horeyseck. in unseren Alleinbesitz übergegangen, die Bedaction des Blattes unserem Geschäftsführer Herrn E. Burkhardt übertragen worden ist. Wir dürfen der Feberzeugung leben, dass Herr Burkhardt der damit übernommenen Pflicht allseits gewachsen ist und alles daran setzen wird, dem Blatte, dessen Pflege uns sonderlich am Herzen liegt, zu gedeihlicher Weiterentwickelung zu verhelfen. Wir bitten unsere verehrten Leser und Kunden, das unserem Gesammtunternehmen bisher erwiesene Vertrauen uns auch fernerhin erhalten zu wollen und versichert zu sein, dass unsererseits alles auf geboten wird, dasselbe zu rechtfertigen. Die Hämorrhoiden, Wesen und Behandlung nach neuester Anschauung von Dr. Walther, pract. Arzt, in Colmar i. Elf. 2. Auflage gegen Einsendung von Mk. 1,25. 4949 Für em hiesiges Eolomalwaaren- Engros-Geschäft wird per 1. Juli ein Reisender gesucht. Bewerber, welche mit der Branche vertraut und bei der Kundschaft in Oberhessen und Nassau gut eingeführl sind, erhalten den Vorzug. Gefl. Offerten nimmt die Expedition dieses Blattes unter R. 4973 entgegen. 4969] Ein ordentl. Mädchen kann das Mügeln erlernen. Schanzenstratze 8. Noch gut erhaltene, gebrauchte Kinder- bettchen oder Wagen werden dankbar ,n dem evangelischen Schwesternhaus Lonystraße 2, angenommen.