m. 36 Erstes Blatt. Samstag den 12. Februar 1898 Kießener Anzeiger Heneral-Unzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Nerug-prets vierteljährlich 2 Marl 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Äui(aß die gewonnenen Kohlen in Deutschland bittet nutzbar gemacht werden können, ist wohl wegen der großen Ent- Innung und der dadurch bedingten hohen Wofferfracht aus- ;r|chloffen, aber darum ist jene Ermächtigung zur Ausdeutung Kohlenlager nicht weniger werthooll, da der Absatz in ihina selbst auf dem Wafferwege und später per Eisenbahn usolgen kann, abgesehen davon, daß an Ort und Stelle industrielle Unternehmungen in größerem Stile entstehen und msblühen werden. Politisch bedeutungsvoll war die Erklärung des StaatS- IretetärS, daß Deutschland sich in der ostafiatischen Frage in -ollem Einklang mit Rußland und den übrigen interesfirteu Staaten befindet. Diese Darlegungen sind jetzt von umso größerem Werthe, als man neuerdings wieder bemüht war, iiaea Gegensatz zwischen deutschen und russischen Jntereffen •a coustruiren, besondere bezüglich der Kretafrage und der ^aadidatur des Prinzen Georg von Griechenland. Die kretenfische Angelegenheit machte Herr v. Bülow i'iet Gegenstand einer zweiten Rede, in der er übrigens nur bekanntes noch einmal bestätigte. Wir haben ja bereit» mehrfach auSgesührt, daß Deutschland an der Kretafrage nur litt ganz geringes Interesse hat- wie gering dieses Interesse lft, konnte man au» den leicht hin geworfenen, meist scherz, selten Auslaffungen deS Staatsmannes sehr gut entnehmen. .Wer dort Gouverneur wird, ist uns ganz gleichgültig- wir Mersetzen uns weder Rußland, noch Frankreich, noch Eng- Itüb oder einer anderen Macht." Darin gipfelten die Be- retkungen Bülows, und Jedermann, dem daran gelegen ist, iah Deutschland seine jetzige correcte Haltung im Rathe der Witt weiter innehält, kann fich mit dem Borgehen unserer Aegterung nur einverstanden erklären. Diese Zurückhaltung, vrlche Deutschland beobach.et, ist nicht etwa al» eine Schwäche wszufaffen, sondern als Ausfluß einer weisen, vorsichtigen Friedenspolitik, der ja Deutschland von jeher gehuldigt hat tml bezüglich derer der Kurs immer der alte geblieben ist, aofiten auch die Führer wechseln. Daß es so bleiben möge, .v-rtz der Wuu'ch aller BaterlandSfrennde sein. (xx) Derrtsche* Reichstag. 87. Sitzung vom Donnerstag den 10. Februar 1898. Bei Beginn der Satzung tst da» Hau» sehr schwach besucht. TageSorduung: Fortsetzung der Berathung des Antrag- Auer betr. daS Coalttion»recht. Abg. Pachnicke (frs. Bp.) verlangt endliche reich»- gesetzliche Regelung deS Vereins- und VersammlungSrechtS, entsprechend den Bestimmungen der ReichSverfaffung. Bei der Begründung seiner Forderung betont er sodann, eine Partei, die socialdemokratische, die man nicht mit der Keule de» Goctalistengesitz S habe todtschlagen können, werde man auch nicht mit den Nadelstichen der Schmälerung de» Verein»- vnd Versammlung»recht» überwinden. Leider sei beim Bürger- lichkN Gesetzbuch die Gelegenheit versäumt worden, wenigstens da» Verbindungsverbot aufzuheben. DeS Weiteren beleuchtet Redner die Einschränkung des VcrsammlungSrechtS durch oberpräsidiale Soimtag-Heiligungsverordnung, sowie durch die AmtSvorsteher. Und wie sei die Auflösung-praxi»! Einmal erfolge eine Auflösung, weil Frauen im Nebenzimmer feien; ein ander Mal, weil über AmtSvorsteber und Beamte nicht gesprochen werden dürfe. (Heiterkeit.) In Preußisch Holland sei ein Herr wegen Druckschriftenvertheilung behufs Vorbereitung einer Versommluvg im Augenblick der Abreise aus dem Zuge heraus verhaftet worden. Und wa» fei auf erhobene Beschwerde die Sühne gewesen? Eine kurze Mit- theilung deS LandrathS, wonach dem betr. Beamten die erforderlichen Eröffnungen gemacht worden seien. Besonders charakteristisch sei da» Verhalten der Behörden gegen den Bauernverein Nordost. Der Antrag Auer, so betont Redner ferner, wüfie jedenfalls einer sehr wohlwollenden Prüfung in der Commission unterzog'« werden. Abg. Stolle (Soc.) führt auS, e» sei die höchste Zett, daß cä endlich auf diesem Gebiete heiße: Gleiches Recht für Alle! Augenblicklich gebe eß für die Arbeiter, namentlich für Sachsen, so gut wie gar kein Versammlung-recht. Redner zählt nunmehr, gleich dem Abg. Pachnicke, verschiedene Fälle von BersammlungSauflö ungen auf und vertritt be» Weiteren nachdrücklich ba» Recht ber Frauen, fich zu sammeln und zu vereinigen. Hierauf kommt er nochmals auf einige Fälle von ber Handhabung des Auflösung-rechtS in Sachsen zurück und süh-t u. A. den Fall Hofmann. Chemnitz an. Diesem Abgeordneten sei eß ein Jahr lang ganz unmöglich gemacht worden, vor seinen Wählern zu sprechen, und als darüber im sächfischen Landtage Beschwerde gesührt worden sei, habe Minister v. Metzsch selber gesagt, das f efje zu weit, er werde für Abhilfe sorgen. Und was sei drei Tage später geschehen, als Hofmann in einer Versammlung sprechen wollte? Da sei zwar die Versammlung nicht verboten worden, aber dem Abg. Hofmann wurde nicht gestattet, in der Versammlung zu sprechen. (H iterkeit.) In einem anderen Falle, als die Polizei auf die Mlnisterialversügung aufmerksam gewacht worden sei, habe der Beamte einfach gesagt: „WaS geht mich der Minister und ber Dr. Fischer an!" (Große Heiterkeit, da fich Redner dabei birect an ben in seiner Nähe befindlichen sächfischen Geh. Rath Dr. Fischer toenbet.) Abg. Roes rcke (d. k. F ) führt aus, baß bie Forberung de» Antrages Auer nach einem einheitlichem Recht eme durchaus begründete ist, ergebe fich schon au» der großen Ver- schiedenheit der Bestimmungen in den verschiedenen Einzelstaaten. Er unterzieht hierauf die Handhabung des Vereinsgesetzes durch die Verwaltungsbehörden gegenüber den Arbeitern einer eingehenden Kritik und fordert namentlich auch da- CoalitionS- recht und daS BersammlungSrecht ohne jede Einengung für die Frauen. Daß die Bestrebungen der Arbeiter nach Lohn- verbrfferung berechtigt seien, erkenne selbst Herr v. Stumm mittelbar an, indem er, wie er selbst sage, die Löhne seiner Arbeiter in ben letzten zehn Jahren erheblich Verbeffert habe. Abg. Zubeil (Soc.) polemtfin gegen ben Abg. von Stumm unb zählt dann die in der Umgebung von Berlin aufgelösten und verhinderten socialdemokratischen Versammlungen ans. Die erste Lesung ist damit beendet- die zweite Lesung kommt demnächst vor da» Plenum. Nächste S tzung morgen 2 Uhr. Tagesordnung: Etat de» Auswärtigen Amt» und Colonialetat. Schluß 6 Uhr. Deutsche» Reich. Berlin, 10. Februar. Die Nachricht, daß die Kaiserin demnächst zu längerem Aufenthalt in Meran eintreffen werde, wird osfic-ell al» vollständig erfunden bezeichnet. Berlin, 10. Februar. Die „Berl. Reuest. Rachr." erfahren au» Kiel, daß da» Kentern der Werft- pinasse, welches den Tob ber Wa-tmannlchaft zur Folge hatte, darauf zurück,uführen sei, baß bie tm Boote drst bliche« Mannschaften, um von einem oorübergehenben Spritzer nicht burchnoßt zu werben, alle nach Lee gestürzt fiub. Berlin, 8. Februar. Im Abgeorbnetenhaufe fand heute bie Fortsetzung der Berathung der UedertchmewmuugS- Vorlage statt. Dieselbe wurde nach längerer Debatte an eine besondere 28er-Cowmisfion verwiesen. AlSdanu wurde brr Bauetat weiterberathen. Nach kurzer Debatte vertagte fich baS HauS. Morgen Fortsetzung, bann Forstetot. Berlin, 10. Februar. Die Bubget - Commission des Reichstages genehmigte heute bie Einnahmen au» brn Reichszöllen unb Gebrauchssteuern und trat dann in die Berathung des Militär-EtatS ein. Berlin, 10. Februar. In der Commission des Reichstage» für die Mtlitärstrafproceßorduung wurde heute da» Einführungsgesetz berathrn. Auf Antrag d-S Abg. Gröber (Centrum) wurde beschloffen, daß da» Gesetz fpätcstenß am 1. Januar 1901 in Kraft treten soll. Berlin, 10. Februar. Der „Post" zufolge wirb der Geh. Marinebaurath Fr an ziu» aus Kiel mit der Avfstrllung der ersten Proj'cte zur Ausgestaltung der Hafenverhältnisse im Ktaotschau-Gebiet demnächst betraut. Gleichzeitig nimmt er an den Berathnngen Theil, die zur Zeit in der Kiaotschau-Angelegenheit im ReichSmartneamt stattfinden. Berlin, 10. Februar. In ber heutigen Stabtver- orduetenversammlung wurde eine Resolution angenommen, in welcher bie Versammlung ihr Bebauern darüber auSspricht, baß der Magistrat dem B'schluß vom 29. Decembrr, betr. daS Denkmal für die Märzgefallenen, nicht beigetreten sei. Der Magistrat habe fich durch seinen Beschlutz in Widerspruch mit der Mehrheit der Berliner Bevölkerung gesetzt. Berlin, 10. Februar. Die WahlprÜfungS-Commisfion heß Abgeordnetenhauses erklärte bie Wahl Wolßzlegier» für ungiittg. Berlin, 10. Februar. In ber Commission be» Reichstage» für die Militärstrafprozeßordnung wurde heute baS Einführungsgesetz berathen. Man beschloß zunächst, daß da» Gesetz spätestens am 1. Januar 1901 in Kraft zu treten habe. Bei § 33 (Einführung dr» Gesetze» in Bayern) bemerkte Abg. v. Hertling (Str.), daß man tn Bayern am Relervatrecht unbedingt festhalte. Der Regent, die Regierung und der Landtag seien entichloffen, diese» Recht zu wahren. Diese Srelluug werde fich ntcht ändern, wohl aber leicht eine Verschärfung erfahren. Werde da» Gesetz verabschiedet, ohne baß bem bayerischen Anspruch auf einen obersten Militärgerichtshof Genüge geschehe, so werbe bie» baß Eintreten einer schweren Krifiß in ber inneren Politik beß Reiches bedeuten. Kriegßwiniyer v. Goßler erk.ärte, eß werde auf Bayern die größte Rückficht genommen. Eine Mojorifirung Bayernß im Bundeßrath sei außgeschloffen. Da die gewünschte Verständigung noch nicht erzielt fei, müsse bie Erörterung dieser Frage noch ausgesetzt werden. Der bayerische Bevollmächtigte, Graf v. Lcrchenfeld, bestätigte, daß Bayern an seinem Reservatrecht sesthalte, und daß die verbündeten Regierungen bemüht seien, eine befriedigende Verständigung herbeizuführen. Die Cowmisfion beschloß darauf, die Entscheidung über § 33 anSznsetzen. Damit war die erste L luK-tN °»5158*1 H bLih"""- Iw ie an M Ä7 S "° H.b, Ä.'LV'7 10 ■*«■ ' at °°ch der J "ft* ?V eivro ftei *’*!**■ & * ®*tgi««e m "."'Inin - J 'Rb",autln Bnlw '9 Hit ii MtBilj 1 Mb Sl^t tl||, Ml« »1 ffi, A 1,6 dm« Mii verbannt unb »rck alte Zops bii ™n Hi-flr dtrselJch •?en ,man btrbnnt ba6 tt»al verkaa! 1 «agtthM totrb, soll! »« fltHählld)! i ^eha, barant« k Ä, .Reuiöhlch^ Mi an btt Zett mir. ln8 lehr beacht wtibt n. hu fit Tovotag Rii tranint, in welcher d nnttngtpfrogtnwitbjer ,ec rchlveuit- unb Ot'° robnt baiauf aniecf: । unb Tonntag $ W nl versichert «irb, ii i Sckbos ,ßa« A«i inalt Lhier hat bh hii neb bn baS «Ipec^ Inserat.) likvfiven Sero eine» bn nut ein breiter Sie chlaob onb Ftaokn: ainunn 'ffl Siorbivk^ ftmtt lat fii über« ürpressiocSgeb'et »0 iber Sarbtoieo unb ■ M „,ln tm ©üben i® iimiBtn«, in®’- tiilef» ’•***%$ arbeiten btT „ a Wlriff ■ CÄ £-i*£ ,SW1 jduaM „gl 1 ““Ät» rijJ **«■«Wfj /.-•t'Ä* *•- ,8ji|dei*** X Darmstadt, 10. Februar. Die Stadtverordneten er- -heilten heute dem Project der Errichtung einer Sammel- w a s e n meist erei für den Kreis Darmstadt nicht zu weit von hiefiger Stadt ihre Zustimmung. Die Thiercadaver foll-n dorr nach einem neuen comdtnirten Dampf- und Walz- Verfahren zu einem Dünger verarbeitet werden und den bc trrff-'Nden Landwirthen eine gewisse Entschädigung aus dessen Ertrag gewährt werden. Für die Bedürfnisse unseres Schlach'.lwsS spectrll wird daselbst eine kleine Anlage derselben An tr idftct. Obrr-Rode«, 9. Februar. D?m hiesigen Heuhändler M. wurde vor einigen Wochen in Zellhausen, wo er zwei Pferde in einer W rrhschaft eingestellt hatte, einem Pferde vom Pferde Wirrdrs ein Bein zerschmettert. Die Sache wurde durch Vergleich dahin erledigt, daß der Wirth dem Geschädigten 300 Mk. auSzahlte. Die Gaftwir'he des Bezirksvereins Seligenstadt faßten nunmehr den Beschluß, sich sämmtlich gegen derartige Unfälle zu versichern, dagegen von jedem Gaste, welcher Pferde einstellt, eine kleine Gebühr zu erheben. N. H. V. A Mainz. 10. Februar. Die Frage der Eingemeindung bot tu der gestrigen Sitzung des Kasteler Gemeinderat HS Gegenstand lebhafter Erörterung. Bon einem Mit- glied der GingemetndungScommission war der Antrag ein- gelaufen, die Verhandlungen mit Mainz abzubrechen und mit -Hülfe eines vorhandenen FinanzconsortiumS die Erwerbung deS freiwerdenden Festungsgeländes dtrect zu bethätigen. Diesem Antrag traten mit Entschiedenheit die Herren Dycker- Hoff Amöueburg und Dr. Wallenstein entgegen und zwar m't dem HmweiS, daß es für ein kleines Gemetudewefen wie Kastel ein sehr gewagtes finanzielles Unternehmen sei, sich in so großartige Geländeoperationen, wie solche auS der Er» Werbung des FrstungSgeländeS resultiren, etnzulaffen, indem es Kastel sowohl an den uöthigen Hülftmitteln, wie an den Personen mangele, die die technische, wie die finanzielle Seite einer mit so großen Conseqnenzen verbundenen Sache richtig -m bethätigen im Stande wären und zur Durchführung der weitgehenden Pläne unbedingt der Anschluß an ein großes Ge- rneindcwnsen erforderlich sei. Die Bedenken bezüglich stärkerer Steuerbelastung durch die Mainzer Verhältnisse wtederlegten 2te oben genannten Herren damit, daß man in Sachen des Octrote1 wie auch des SteuerauSfck>lageS noch vollständig freie Hand habe. Auf Antrag des Dr. Wallenstein ging man schließlich über obigen Antrag zur Tagesordnung über, mit -anderen Worten man entschied, in Gemeinschaft mit Mainz ferner vorzugehen. Mainz, 10. Februar. Bei der Anordnung einer pro- Ltsorischeu Verwaltung für daS Gaswerk wurde 8tt der heutigen Stadtverordneteu-Sltzung mitgetheilt, daß die Beamten der Ob-rrechnuugSkammer noch 4—6 Wochen an fcer Revision der Bücher zu thun hätten, btS jetzt hätte sich »och nichts Belastendes, außer dem Betlstetu, gegen die in- haftirten Beamten ergeben. Auch gegen andere Beamten Läge nichts vor. Die Untersuchung müsse abgewartet werden, dieselbe werde nach jeder Richtung völlig Klarheit bringen. Kum p ovtsorischen Verwalter des Gaswerks an Stelle deS Herrn Heffemer wurde von der Versammlung Herr Kceuder angenommen, an Stelle deS KasfirerS Beilstetn kam Herr Zr. Wiih. MalchuS, zum technischen Verwalter der GaSfabrtk rrurde Herr Ingenieur Raupp, als Hilfsarbeiter Herr Boß- Ltr bestätigt. Ferner soll ein neuer GaSmetster mit einem Gehalte von 1800 Mark angenommen werden, da bet dem Lag und Nachtbetrieb in der städtischen GaSfabrtk eine Kraft nicht ausreichend ist, ebenso soll ein Bureaugehilfe für die Buchführung auf der Fabrik noch angenommen werden Die Gasdeputatton wurde zur Anstellung dieser Personals er- taäAtigt. An die Stelle von dem tnhaftirten Re-mann kam •18 Einkasfirer der Schutzmann Bierbaum, als Untererheber fit die Stadtkasse wurde Herr Baurhenn ernannt. Bezüglich betd Reimann wurde mitgetheilt, daß die GaSquittungen, welche von diesem anSgegeben, vollständig in Ordnung gewesen seien, bis jetzt hätte sich noch nicht- ergeben. Ob SaSquittungen offen auf dem Bureau herumgelegen, wisse »an nicht, allerdings seien bet Reimann solche Quittungen durgefunden worden. Die verschiedenen Vorschläge zur Re fiirm deS Gaswerks, darunter auch plötzlicher Wechsel des Personals, wurden auf spätere Zeit vertagt. Einer der Herren Revisoren, welche kürzlich von der OberrechnungS- b'immer hierher gesendet wurden, um eine Revision der Bücher bü» Gaswerk- vorzunehmen, ist wieder nach Darmstadt abge- rilft und wurde derselbe durch einen anderen Revisor ersetzt. Fn Folge einer gestern getroffenen Anordnung drr Staats a.atoaltfcbQft findet nunmehr die Revision der Bücher deS SaswerkS nicht mehr auf dem Bureau desselben, sondern auf der Staatsanwaltschaft selbst unter der Oberaufsicht deS eisten Staatsanwaltes statt. Sämmtliche Bücher des GaS- LtrkS, seit Uebrrnahme desselben durch die Stadt Mainz, siiad gestern bereits auf die Staatsanwaltschaft verbracht. Eit Revision selbst wird wohl noch Monate in Anspruch nichmen. Derjenige Revisor, der vor 2 Jahren die Bücher b iS Gaswerks rtvidirte und in „musterhafter" Ordnung samd, trat bereits voriges Jahr in Pension. — Seit einigen Sagen tragen sämmtlicke Quittungen des städtischen GaS- totiEei, auf welche die GaSbeträge erhoben werden, die eigen- h.mdige Unterschrift drS provisorisch zum Kasstrer deS Gaswerkes ernannten Herrn MalchuS,- früher trugen dieselben das F^csimile de« GaSdirectorS. (Ma'nz An».) • Köln, 9. Februar. Dte Kölner Criminalpolizei der- heftete einige im priesterlichrn Gewände seit längerer Zeit il- den größeren Städten vagabondtrende Personen, die sich allS MtssiouSbrüder bezeichneten und angaben, für indi'che H.itdenktnder zu sammeln. Die zahlreich eingehenden Gelder -«ffen indessen in die Kasse des früher hier aus dem Priester- st«nde au-gestoßenen Laplans Bodewig, der gegenwärtig in N lgien lebt. Die gesammten Gelder wie dte Traciätchev »mden beschlagnahmt. • Die Weinernte von 1897 in Frankreich bat 82 351000 Faß geliefert, deren jede- etroa 115—120 Liter entbä t Gegen das Vorjahr bleibt dieses Ergebniß um 12 305 000 Faß zurück. In den südlichen Departement», wie Aude, BoucheS« du Rhüae, Gard, Hä ault, Phränier-OrientaleS, Bauclufe, war zwar dte Ernte normal und stellenweise sogar gut, aber in den mehr centralen D^ftricten fügten dte Frühjahrsfröste den Stöcken empfindlichen Schaden zu, sodaß man eigentlich überhaupt nicht von einer Ernte sprechen kann. (Mitgetheilt vom I ternationaltn Patentbureau Earl Fr. Rrichelt, Berlin NW. 6.) • Ter Soontagkjager auf dem AuSsterbe-Ltat. Diese Hiobsbotschaft für alle W tzblärter, denen dte Sonntagsjäger et eine schier unerschöpfl-che Quelle mehr oder minder gelungener, lustiger Bosheiten gewesen, bringen verschiedene Jäger Fochblätter. In einer Anzahl deutscher Bundesstaaten werden Seiten» der Jagdschutzveretne Eingaben an dte tu Frage kommenden Behörden vorberettet, dte nicht» weniger al» ein vollständige» Verbot der Ausführung der Jagd an Sonn- und Festtagen bezwecken. Die bisher v elfoch bcft^enbtn Verbote von Sonntag Treibjagden haben ihren Zweck in keiner Weise erfüllt, da fie bei der Dehnbarkeit de» Begriffe» „Treibjagd" leicht umgangen werden. Sollte den Ptt tiontu der Jagdschutz Vereine, für die eifrig Uiiterschriften gesammelt werden, fiattgegeben werden, dann hat daS letzte Stündlein der Sonntagsjägerei geschlagen. * Lin Vermögen im Strohfack gefunden wurde nach dem Tode der Witwe Setmeier, welche in Rix darf wohnhaft war und allgemein als in ärmlichen Verhältnissen lebend galt. Der gefundene Schatz besteht in einer Baarsumme von 1580 M.k und in Werthpapieren im Betrage von 25 000Mk. Das gefundene Geld ist von dem betreffenden Hauswirthe btm bortiaen ymt»oerl(tte übergeben worden. £iteratur tm* — Rerre Eportkarterr — Postkarten in hübscher und gefälliger Ausstattung — bat soeben der „Deutsche Sport", Organ für Rennsport und Pferdezucht, ausgegeben. Die Karten, deren erste Serie oon 15 Karten uns vorltegt, enthalten in der Haupisache Porträts berühmter Rennpferde, wie „Saphir", „Wolkenschteber", „Lobengula", „Flunkermichel" usw., die nach Phrtogrophien künstlerisch wiedergegeben sind. Da beabsichtigt ist, diese Collection zu vergrößern, so halten wir diese neuen Karlen für ein ebenso hülsches, wie für den Sportsman sicker willkommenes Sammel Obj ct. Zu haben sind die Karten in allen Kaff ehäusern, sowie für 50 Pfg. die Serie von der Expedition des „Deutschen Sport", Berlin W., Unter den Linden 24. — P. Ä» Rosegger» Schriften, Volks-Ausgabe. Zweite Serie. Ausgabe erfolgt in 100 Lieferungen i 35 Pfg. (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Die zweite Serie der wohlfeilen Volks- AuSgabe der besten früheren Schöpfungen P. K. Roseggers bat folgenden Inhalt: Höhenfeuer. — Allerlei Menschliches. — Das Geschichtenbuch des Wanderers, 2 Bde. — Die Aelpler. — Marlin der Mann. — Spaziergänge in die Heimath. — Sonntagsruhe. — Feierabende. — Sonderlinge. - - Bergpredigten. — Am Wandcr- stabe. — Der Schelm aus den Alpen, 2 Bde. — Meine Ferien. Zusammen 15 Bände. — In einer Zett, wo auch die deutsche Literatur immer mehr von einer eben so uvschönm als unedlen Realistik angekränkelt wird, wirken bkfe einfachen, gemüthoollen unb humorretchen Schöpfungen, wie sie die Eigenart P. K. Rosiggers bilden, doppelt wohlthuend auf Herz und Empfindung. Die Literatur soll das Schöne und Edle pflegen, die Menschheit beben; diesem Bestreben haben die Schriften des gottbegnadeten Schriflst.llers P. K. Rosegger immer gedient unb werben dadurch ihre Bedeutung für lange Zeit bewahren. — In „ttebtr Land unb wird unter dem Titel „Von zart.r Hand" in Kürze ein neuer großer Roman von Johannes Richard zur Wegede zu erscheinen beginnen, der sich mit seinem letzten voriges Jahr in demselben Journal veröffentlichten We^ke „Quitt!" bekanntlich rasch in die erste Reihe der deutschen Roman- Dt toter g?stelli hat. Mögliche Zlnzeigen der Stadt Giefzen. Gvasgelifche Gemrindt. Gottesdienst. Sonntag, den 13. Februar, Sexagestmae. A« der Stodttirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Miltlärgottesdienst. PfarrerDingeldey. Nachmittags 2«/, Uhr: Kinderkirche für die MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmiltagsgottesdienst: stehe Johanneskirche. Die Bibelstunde im Confirmandensaal, Neustadt 61, wird in dieser Woche ausnahmsweise Mittwoch oen 16. Februar, Abends 8 Uhr, gehalten werden. Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9‘/3 Ubr: Pfarrer Dr. Nau mann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienft für die JohanneS- gemeinde. Plärrer Dr. Naumann. Abends • Uhr: Pfarrer Ding eldey. Montag den 14. Februar, Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandensaal der Johanneskirche. Psalm 23. Pfarrer Dingeldey. Das nächste Abendmahl für die Lucasgemeinde findet am Sonntag den 27. Februar, das für die Johannesgemeinde am Sonntag den 6. März, jedeSmal im AbendgotteSdienst statt. »ath»lische Semetatze. Samstag den 12. Februar. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur bl Beichte. Sonntag den 13. Februar. Sexagestmae. Vormittags von 6>/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte: „ um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Aus- theilung der heil. Communion; „ um 8 Uhr: zweite heil. Messe; „ um 9E/r Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre, darauf Andacht für die Abgestorbenen. Gottesdienst der israelitischen RrligionSgesellschafi. Sabbathfeier am 12. Februar. Freitag Abend 5«* Uhr, Samstag Vormittag 8" Ubr, Nachmittags 3 Uhr Schrifleiklärnng Bahnhofstraße 50, Sabbath- auSgong 6» Uhr. Schrstsnachpichteu. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 8. Februar wohlbehalten in New- Bork angekommen. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 11. Februar. Osficiell verlautet, daß der Kaiser ein besonderes Interesse an der Beseitigung der durch die Hochwass'.rkatastrophen deS vorigen Jahres hrrvor- getretenen Roth stände dadurch bethättge, daß die Beschlüsse, welche in dieser Beziehung von Setten der StaatSregteruvg zu fassen find, Gegenstand von Brrathungrn in einem in der nächsten Woche abzuhaltenden Kronrathe sein werden. Berlin, 11. Februar. Dem „Berl. Tagebl." wird auS Loudon telegraphirt: Der mit Elscnbahnmatertalien nach China bestimmte Dampfer „Pelikan" ist mit 40 Manu Besatznng untergegangen. Berlin, 11. Februar. Eine Aerzte-Versammluug nahm gestern Abend zu der von der Regierung eingebrachteu EyrengerichtSvorlage Stellung und entschied sich nach längerer DiScuffiou für eine Ablehnung a limine. Hamburg, 11. Februar. In Sachen Rantzau-Brun- Hat dte StaatSanwaltichaft gegen den Ehef-Rrdacteor der „Hamb. Nachr.", Dr. Hartmeyer, Ank age erhoben wegen Uebertretung der §§ 11 und 19 de» Paßgesetze», weil sich die „Hamb. Nachr." wrigerten, eine von Bruns etugesandte Berichtigung aufzunehmen. Brüssel, 11. Februar. In der hiesigen königl. Oper gelangte gestern Abend die Zola-Bruneau'sche Oper „Messidor" zur ersten Anssührung. Währe?-d sich zu Beginn der Vorstellung Zola feindliche Knndgebnng'U bemerkbar machten, endigte dte Aufführung wir Demonstrationen zu Gunsten ZolaS. Paris, 11. Februar. „Autoritü" sagt, wir begrüßen mit Freuden die Wendung des ProcesseS Zola, die Haltung der Offiziere bat den besten Eindruck gewacht. „Journal" führt au», Zola habe angefangen zu erkennen, daß er irre geführt worden ist. Paris, 11. Frbruar. (Proceß Zola). AlS Zeugen fungirten gestern noch Major Ravarh, General P-.llteux, Eommandant Pauffin, Senator Thrvenet und Advocat Salles. Der Vertheidiger Ladort stellte wiederum an dte verschiedenen Zeugen Fragen, welche sich auf den DrryfuSproceß bezogen und die deßhalb vom Präsidenten nicht zugeiaffen wurden, so daß Labort auf Vernehmung mehrerer Zeugen verzichten mußte. General Prllteux sprach sich zu Gunsten Esterhazy» aus und verurtheilte das Verhalten de» Obersten Picquart. Der frühere Justizmtotfter Senator Thevenet erging sich in wahren Lobpretsuugen Zola», wahrend rr Merciers vorgestriges Schweigen tadelte und seiner Verwunderung darüber Ausdruck gab, daß Billot nicht rundweg erklärt, ob Documente dem DrehfuS-KriegSgericht vorgelegt worden seien oder nicht. Um 5% Uhr wurde die Sitzung auf heute vertagt. Part», 11. Februar. Ein Freund ZolaS erklärte gestern nach Beendigung der Sitzung einem Berichterstatter, welche» auch der Ausgang de» Prozesses fein werde, der Frldzug zn Guufteu Drtyfus' werde kein Gude nehmen. Der Gedanke der Revision werde vielleicht gleich wieder aufge- uomwen werben, und dann sollen zwei ehemalige Minister de» EadinttS Dupuy, nämlich Develle und Guertn die Au- gelegenhett betreiben. Diese seien davon überzeugt, daß dte von General Mercier angewandte Prozedur ungesetzlich sei und daß dem KrtegSgerta,t in geheimer Sitzung ein Acteu- stllck unterbreitet worden ist. London, 11. Februar. „Daily Mail" wird aus Konstantinopel berichtet, daß die russi'che Regierung nochmal» beim Sultan Schritte zu Gunsten der Eandidatur de» Prinzen Georg von Griechenland unternommen hat. Rußland hat jetz^ auf eine ganz radicale Werfe in diesem Sinne beim Sultan gewirkt. Konstantinopel, 11. Februar. Der Sultan untersagte Edhem Pascha die Besetzung der bisher in Thessalien nicht occupirten Ortschaften. Es ist das dte Folge von Rrcla- Motionen der griechischen Regierung. New-dork, 11. Februar. Wie au» Guatemala gemeldet wirb, ist der Mörder deS Präsidenten Barrio» trotz seines deutsch klingenden NamenS Solinger von Geburt ein Engländer. Odessa, 11. Februar. Auf dem fchwarzen Meere wüthet ein furchtbarer Sturm. Mehrere Schiffsunfälle werden gemeldet. G. Darmstadt, 11. Februar. (Telephon Nachricht.) Der Ober-Ceremonienmeister Geh. Staatsrath v. Werner ist infolge eine» Schlaganialles gestorben. —6 Meter Frühjahrs- u. Sommer— 6 Meter Wasohatoff zum Kleid f. M. 1.68 Pf. 6 „ Sommer-Nouveaute „ „ B „ 8.10 , 6 « " dop.br. „ „ „ 2.70 w 5 „ Loden, vzl. Qual., dop.br. „ „ , 3.90 „ Modernste Kleider- und Blousenstoffe in grösster Auswahl versenden in einzelnen Metern franco ins Haus Oettinger & Co., Frankfurt a.M., Versandh. Separat-Abtheil IStoff z ganzen Anzug M. 3.75 für Herrenstoffe: ICheviot „ „ 5.85 »UV — Für unsere Leser bürste es von Inter.sse sein, bah unser Lanbtzmann, Herr Apotheker Walter Weiß, welch« längere Zeil Besitzer der PeUkan-Apotbeke in Gießen wa, uub in weiten Streifen w- unb außervalb Deutschlands durch seine beliebten Iris Toilette» Präparate bekannt geworben ist, nunmehr in Berlin, Puckler- tl.atze 17 unb 45 eine Fabrik chemisch pharmaceniischer und cosme- tischer Präparate errichtet hat. Reden anderen Präparaten der wemisch pharmaceutischen Branche fabricirt Herr Weiß auch wieder Toilette-Präparate und bezeichnet dieselben als 9hue C.öme Jrts- Präparate. Letztere Präparate, wrlche unter Zugrundelegung deS von Herrn Weitz compontrten neuen Salbenköipers Lanoform her- g stillt sind, haben in Berlin schon bet den bedeutendsten Dermatologen allgemeine Beachtung und große Anerkennung gefunden unb dürften, be z. B. Neu« Cröme-JriS schon in Tuben zu 60 und 20 Pfg. käuflich ist, sich bald überallhin, ähnlich wie Lanolin und Vafeltne, Eingang verschaffen. 1508 Stoff f.M.lSOPf. Master auf Verlangen franco ins Haus. Modebilder gratis. WVM Giessener Concertverem Versteigerungen Schvlstr. 11, Mons links rm SdiöDtt großer Faden B 1507 ♦ 8« bi» 4000 Mark Bohnenstangen. e. Frühlingsnacht. op. 39 Nr. 1*2. Eintrittekarten zum Concert für Nichtmitglieder zu Mlc 2 5l> ^per^ 1437 Siädt. MüWaas Abbruch O 2) empfiehlt 3) GKOGOGGG •• GO «G OGGOOGOGGE 1451 befindet sich nunmehr Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Besitzer. 1489 Qtbacrton: S. Echeyda. Gefunden Verschiedenes WM-Gesuche, UermiethungenI^ 126 12 Eichen- Nadel- w ff ff ff H fl M // n m FranKsmtcr Würste, prima Kellerlinsen, a. Heimlicher Liebe Pein. Carl Maria von Weber, b. Der Kues. op. 128. Ludwig von Beethoven, c. Waldesgespräch, op. 39 Nr. 8. d. Der Nus-baum. op. 25 Nr. 3. 1487] Vom 1. April ab ist die untere Etage, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern mit Zubehör und Gartenantheil, eventl auch Pferdestall, an eine ruhige Familie zu oermiethen. . Marbnrgerstrotze 20. 1516 Montag den 14 Februar, Abends Uhr, b.-l Weber, G ünbergrrstraße. a. Nachtstück, op. 36 Nr. 2. I b. Der Doppelgänger. c. An die Laute, op. 81 Nr. 2. d. Alinde. op. 81 Nr. 1. Franz Schubert. I 3. Fünf Lieder für Sopran: des Brennholzes. Winnerod, den 10. Februar 1898. Sam es. 1493 5 65 80 55 43 22 50 134 82 240 18000 1498] Möblirte« Zimmer billig ;u' Dcrmietben. Marktplatz 18 ^1, Tüchtige Kockarbeiter werden sofort gesucht auf Werkstatt 1499 Wetzsteinstr. 88. Offene Stellen lo 2 Ein Portelnonaaie mit Inhalt gefunden. A^zuboler. W«aiborbr. 45, H. Giessener Stadttheater i Mautag den 14. Aedr«ar 18981 Benefiz für Emil Janson. Zur Centenarfeier von Call dou Holteis Geburtstag: Lorbeerbaum und Bettelstab oder Drei Winter eines deutschen Dichters. Schauspiel in 3 Acten und einem Roch- spiel von Carl von Hottet Mittwoch den 16. Februar: Der Uebermensch. P B OG 1. Drei Duette für Sopran und Bariton: a. So wahr die Sonne scheinet, op. 37 Nr. 12. b. Tragödie, op. 64 Nr. 3. c. ünterm Fenster, op. 81 Nr. 2. Robert Schumann. von Dp. Horneffer, Hotel Einhorn, ä Abends 8 Uhr. £ 1) Montag den 14 Februar: G Nietzsche, der Philosoph und Prophet, e hiesiger Schweine- n. Ochsenmetzger, sowie der im Schlachthaus verkehrenden Schweinehänvler, mit folgender Tagerordnung: 1) Beralhung dezw. Genehmigung der Vieh, oersicherungsstaiuten. 2) Wahl des Vorstände« |4M gtt llorflnnt) drr Flkischkr-Illnuiig Gießtu. dieses Blattes. Dillenburg Montag den 21 Februar: Ä Die ümwerthung aller Wertne. Karten L 1,50 Mk., Abonnements für 3 Abende 3 Mk., M für Studenten ä 0,50 Mk. bei Ernst Challier (Rudolphs £ Nachfolger). $ 4 d Einladung*! zu der am Sonntag den 13. Februar, Nachmittags 3 Uhr, in der Restauration Feidel stattfindenden — Druck -in^erlaa der B-nbl'schen UniversilLtS-vud,. und Sleindruckerei (Pietsch Sch'Hd») •x*tu Sechstes Concert (105. Concert]ahr.) Sonntag den 13. Februar 1898. Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Lieder- und Duetten-Abend von Frau Anna und Herrn Eugen Hildach aus Berlin. b. Frühling im Alter, op. 18 Nr. 1. Eugen Hildach. e. Stelldichein. Heft 4 Nr. 1. Hans Sommer. d. Bonn. op. 30 Nr. 1. August Bangert. 5. Fünf Lieder für Sopran: a. Schön Rothraut. op. 3 Nr. 1. Walter Rabl. b. Lenz. op. 19 Nr. 5. c. In meiner Heimath. op. 20 Nr. 3. (2 Kinderlieder:) d. Auf dem Zaun. op. 21 Nr. 2. e. Das lustige Paar. op. 21 Nr. 5. Eugen Hildach. 6. Drei Duette für Sopran und Bariton: a. Sommernacht, op. 181 Nr. 1. Edwin Schultz. b. „Kein Feuer, keine Kohle“, op. 4 Nr. 1. Georg Henschel. o. Im Mai. op. 17 Nr. 2. Henning von Ross. S radikalen Beseitigung, mit, auch ohne Ä Vorwissen, zu oolwehen, keine | X. Berufsstörung. "TS Briefen sind M 50 Pfg. in Briefmarken beizufügen. Man M adresstre: „Prlvat-Austalt Villa Christina ’g' bet Säckiogen, Bab^n". 14211W Hess. Oel- und Jett-Manusactur. S. danss._____. Amlhor'sche höhere Handeislehranflait?u GM — Gegründet i. I. 1849. — , f j, n oateinloie, höhere Handelsschule. R-isezengmss- berechn i- eiujähr. frciw. Militärdieost. Vorcurd Quarta. j, 2) Handelsakademie. Fremdsprachliche u. theorettsch^ mönnische Ausbildung. — Näherer durch dre Prospecte.--, O L'ederb.L.he. g 1272) Pserdestall für 3 Pferde mU^O Burkhardsfelden, 9. Febr. 1898. O Burschenftube ni vermieth-n. Grstn bergerstra^ e^2. Samstag den IS. Februar, Abends 7 Uhr 61 Mi». Maskenball mit Krieger-Verein Gießen. JL Generalversammlung Dienstag d. 15. Februar l. I., Abends 81/» Uhr A im Vereinslocal. Tagesordnung: Kastenbericht. Bericht des Schriftführers. 1509 Vorstandswabl. V--rModene«. li881 Schön möblirte« Zimmer au> ♦ R S 'M*—|g feläSX2SSl3k8?rf8 o Sdiöntr großer Faden □ ha § mit Comptoir und Läger per 1- Illi q kill hkkjtllhks Fkdkwllh!. Q q Gesangverein Ltederblüthe. q ___________Otto Schaaf.___________ Prima engl. Gummischuhe empfiehlt billigst PH. Schlatter. Buchen-Scheit, Buchen Scheit 1 Klaste (Wagnerholz), Eichen-Scheit (Glaser Holz) Buchen-Prügel, Eichen „ Nadel- Buchen Stöcke, Eichen ■ „ Nadel- Buchen-Reiser, Auswärtige Berkäufertn, sta'Uiche Erscheinung, mit prima Zeugnissen, sucht Stellung in einem Geschäft, gleichviel welcher Branche Offerten unter H. K. Nr. 1464 an die Expedition d. Bl. JOBBT tm e-oaie VCV • — ■ > Stntriitskarte« « 1 Mk. Geheimkarten |ür Herren 80 Vf«.," Za^FrffO^St'i e^r° Sch ulst rastet t r N^S-'lterSwLg, 0» Änb 8. Sernbarb Rm-u^u tobg @ebe®mtättlen,rfür Mlgit-d-r werd'm «on Mittags 12-2 Uhr bei v-H 8SpfnNB.Tb"Ämene6Äfi6e von Einl-.b-ar.en (di- °°m W>' erhältlich) haben Berechtigung ,um Balle. Der Vorstand. Tonntag den 13. Februar: Ausflug nach dem Schüqenh-ni.- Gomptoir, Lager und Wohnung Für Schneider Einen Gebülfen sucht Der Massivbau im Hinteren Theil des Wiener Hofes — früher Holzsch-eiderei,! Werkstatt und Wöhni ngen enthaltend — soll auf Abbruch so vergeben werden, daß alle Materialien Eigenthum des Unternehmers verbleiben- — Nähere Bedingungen sind bei den Architekten, Herren Stein u Meyer einzusehen und I V dem Unterzeichneten bis zum 14. d..M. Angebote einzureichen. 14b' a Gießen, den 10. Februar 1898. V Schlosser. G I Nur Samstag und Sonntag im „Gasthaus zum Löwen" steht zur Schau von Morgens 9 bis Abenos 10 Uhr: Lyciop, das coloffale Wesenpserd Das größte lebende Pferd der Welt. Eintrittspreise 15 Pfg., für Militär und Kinder IO Psg. 1496] Möbl. Zimmer. womöglich mit Pension, in der Nähe der Rtcker'schen ] Donnerstag d « IT. Febrnarr Buchhandlung, zum i. MLrz gesucht . Vieh- lind KrSHlUliarkt Gtfl. Offerten mit Preisangabe nad) ViüU UUU IXl dUlüidi M -Sofort gcjitp! L. Kalkhof. I——- , „ , H Heute Samstag LuAmMMNeustadt 8. ! 0um letzten Malt) I bursche gesucht. Eovdllorei Hetiler. 1 trifft auf dem Brandplatz ein Waggon! ~ ~ " kohl zu billigsten Preisen ein. 1500! Tüchtige Derkünserm. | Virgelius aus Holland. I Ich suche bet freier Station zum ---W-ss-rdichte LÄ»? &ÄX Dtieselschmrere, ! sprüchen erbittet 1376 einmal aufgetragen, macht da8 Schuh- A Kilblnger, werk auf lange Zeit wrsterdicht und ge-! 4479: Gesucht ei« DtenstmLdcher, schmeidig. Dose 50 Pfg. oder für täglich usehrere Ltunden xanoim-L'eöelsett, conservirt das Leder und macht cs bei! Westaulage 44. öberer SHnmenbur!0 wasserdicht. Beste 1505] ^tn tn Küche und Hausarbeit und billige Schuhschmiere. 1405 ^s^„nes, nicht zu junges Mädchen wi d x a ix on I zum baldigen Eintritt gesucht. Adler-Drogme Zeltersweg 89, Y Näheres in der Expedition d Bl. 14951 Ein Mädchen, das selbstständig koch-n kann, wird zum 1. März gesucht. Krebs, Fabrikbesitzer in Diez a. L. 1-249] Tüchtiges güt empfohlenes Mädchen für Küche und Haus zum 1. März gesucht Ladwigstr. 84, II. zu leihen gesucht. Schriftliche Offerten unter Nr. 1425 an die Expedition t vjer Lieder für Bariton: unter günstigen Bedingungen an jedem, auch dem kleinsten Orte, energisch thätige Hauptagenttn,. ° Robert Schumann. Agenten, sowte Jnspectoren. Adreste- I Vjer Lieder für Bariton: General - Direction der Sachmchen i a Der Thürmer. op. 13 Nr. 1. Vieh-VersicherungS Bank in Dresden, l Martin Jacobi. befahlt.______________________LLlb Preisek h,ben._____— für Rettung von KrnnfcW!•••«•••••••••• 2 versend. Anweisung nach 22sähriqer H ® ?nhirnfpti RHeitiauna. mit, auch ohne iÄ Nietzsche-Vorträge r Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr auf der Straße Winnerod—Nein- hardshain im Eichwald bei Nr. 1 10141 Durch einen Hauskaut des Herrn Profestör Dr. Günther, der feiltet die 3. Etage meines Hauses inne hatte,« ist dieselbe per 1. Mai anderweitig zu oermiethen, Frau Georg Anlda, Ostanlage 4. 15U1) In meinem Hause Schlller- stroße 14 (Nordanlage) ist der mittlere Stock, brstehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, per lo. Mai oder 1. Juli d. I zu oermiethen. A. Grünewald, Bankgeschäft, Bahnhosstr. 50. 360] Wohnung» Nebenhaus, vier Zimmer und Zubebör, part., zu verm. ° Näb Lndwlgstr. 14, II. 771] Schöne Parterrewohnung, drei! große Zimmer mit Zubehör, in neuem Hause, Grünbergerstr. 3, zu oermiethen. »ng, Montanas l, Bahnbofftr. 54. 70] »wei schöne Logis von ie 7 Zimmern mit Badeeinrichtung und allkm Zubehör per 1-April zu vermiethen- Näheres Renenweg SV N, vis-ä-vis dem trüberen Schüler'schen Garten. 1347] Wodnung, L. Stock, von vier Zimmern und Zubehör anberweit zu ?,rmi-then. Grünbeegeestr. »7. IWl. W M.^«PP