Mittwoch den 12, Januar 1S98 Erstes Blatt Nr. S Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gieren Gratisbeilage: Gießener Familienblätter 8U1Q Öm^bahSooIjming, sagt hatte. DaS that den Belgradern natürlich in der Seele Mel aibimi Weth-Gesuche. 105.8 11330 Ä-l« Alle Anzcigen-Bcrmittlungsstcllen deS In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. 14430 158.90 113" 131.40 4230 Hrfcheint täglich mit Ausnahme des Montags. 144J» 15»/ 113/ Utf 45- Skull Die Gießener KamitienVtättcr werdnr dem Anzeiger wöchentlich viermal beigclegt. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Nr. 7. Abonnements auf das mit dem 1. Januar begonnene 1. Quartal des Gießener Anzeigers werden noch fortgesetzt von der Post, den Landbriefträgern und in der Expedition entgegengenommen, und bereits erschienene Nummern, soweit der Vorrath reicht, nachgeliefert. Die Auflage unseres Blattes hat mit dem Quartalswechsel erheblich zrrgeuommerr. Verlag des Gießener Anzeigers. zielbewußt bekämpfen. Viele werden hier wohl denken: die Sache ist doch ganz einfach und allbekannt; man erkältet sich eben dann, wenn Kleidung und Strümpfe naß werden, oder wenn man aus einem warmen Raume plötzlich in die Kälte kommt, und zvar tritt die Erkältung um so leichter ein, je größer der Temperaturunterschied zwischen beiden ist Diese viel ver« breitete Ansicht beruht aber auf einem Jrrthum, wie die jSV*00 sind gespannt, was die Regierung auf die von der Opposition jedenfalls zu stellenden Aosrogen antworten wird. (xx) Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. I man z. B. bei längerem Sitzen am Fenster, von dem es „zieht", Reißen im Ar-.r, Schm-rzen im Nacken, Zahnweh und dergleichen bekommen kann. Dabei ist aber die durch Ritzen und Mauerwetk eindringende und sich auf ihrem Wege schon mit der Zimmerwärme vermischende Luft keineswegs sehr kalt, sonst würden wir uns doch vom Fenster wegsetzen. Der Temperaturunterschied ist vielmehr meist so gering, daß wir erst nach einiger Zeit die unangenehme Abkühlung cm- pfinden. Und gerade das ist das Gefährliche, gerade dies bewirkt eine Erkältung. Während nämlich bei Einwirkung eines stärkeren Kältereizcs die Haut sich sofort gegen dessen schädlichen Einfluß auf die Gewebe dadurch wappnet, daß sie ihre Gefäße erweitert und die Blutzufuhr bedeutend verwehrt, geschieht dies in jenen Fällen nicht. Aber nur wenn eine solche Blutfülle in den Hautgefäßen eintritt, wenn nach dem Kälten iz eine solche „Reaction" sich zeigt, findet keine Erkältung statt. Deshalb wird in der Wasserheilkunde großes Gewicht darauf gelegt, daß bei her Anwendung von kaltem Wasser alsbald die Reaction, d. h. eine Blutfülle der Haut- gefäße etntrete, was um so schneller geschieht, je stärker der Reiz, also je kälter das Wasser ift Aus diesem Grunde erkälten wir uns auch am ganz geöffneten Fenster nicht so leicht, wohl aber am geschlossenen, das nicht luftdicht ist; ebenso beugt eine kalte Brause nach einem warmen Bade der Erkältung vor. Auch folgende bekannte Thatsachen sind jetzt verständlich: Wer beim HerauStreten in die Winterkälte nicht ein frischrothes, sondern ein bleiches Gesicht bekommt, der friert und erkältet sich leicht, denn die Reaction ist ausgeblieben; den im Sommer in Flüssen und Seen Badenden bekommt daö Bad nur dann gut, wenn die ,. Gänsehaut" bald einer rosigen Hautfärbung weicht. Die Erfahrung lehrt nun, daß bei manchen, namentlich verzärtelten, „zu Erkältung disponirten" Personen die so nothwendige Reaction selbst bei höheren Kältegraden auSblei- ben kann, wodurch sie sich eben sehr oft der Gefahr einer Erkältung auüsetzen. Hier gilt es, die Nerven der Hautgefäße durch andere (mechanische) Reize zur Reaction zu veranlassen, denn dies ist das einzige Vorbeugungsmittel gegen Erkältung. Am empfehlenswerthesten sind energische, trocken- lM IUS.40 58" 3830 11" 21.01 2230 daß die Regierungen dort nicht lange am Ruder sind, da keine Partei der anderen die Gewalt gönnt. Sehr verwundert hat aber die Meldung, daß König Milan zum Obercommandanten der activen serbischen Armee ernannt worden ist und der saubere Cowplize MilanS, Zingar Mackovic, zum G:neralstobSchef. Damit ift dem König Alexander die Machtvollkommenheit über die Armee aus der Hand genommen. Jeder kennt die Geschichte Milans und weiß, daß er der Unstern Serbiens ist, seine Familienver> haltniffe haben dos Ansehen der Dynastie Obrenowitsch stark im In- und AuSlaode diScredittrt, und sein Lebenswandel nach seiner Scheidung von der Königin Natalie hat ebenfalls nicht dazu beigetragen, die Achtung der Welt vor ihm zu vermehren. Gegen gutes, baares Geld hat sich Serbien vor einigen Jahren seiner erledigt, und in dulce jubilo lebte er in dem schönen Babel an der Seine, bis seine Taschen leer waren. Unter allerlei Gründen hat er dann da- ohnehin nicht reiche Land um weitere Millionen gebracht und es schließlich auch durchgesetzt, daß er wieder zurückkehren durfte und in seine Rechte als König-Bater wieder eingesetzt wurde. Auf seinen Sohn hat er einen immer größeren Einfluß auS- geübt, und wenn nicht Alles tauscht, so trachtet er wieder nach dem Thron, den er in einer schwachen Stunde, als er tief im Sumpfe saß, abgetreten hatte. Wir haben alle Sympathie für den jungen Alexander, aber wir sind der Meinung, daß er viel zu früh auf den Thron gelangt ist, zu früh für Serbien und sich selbst. Er hat noch nicht Widerstandskraft genug, um sich dem Einflüsse seines Vaters entziehen und in dieser Hinsicht das Richtige zu treffen. Man hat schon in diesen Tagen viel darüber geschrieben, au» welchem Grunde sich Milan zum Obercommandauten der Armee habe machen lassen. Die einfachste und für Serbien beste Antwort ist die, daß in selmr Kasse wieder einmal Ebbe ist und Alexander ihm eine reich dotirte Stelle hat überweisen wollen. Liegt nur dieser Grund vor, und stud el nicht weitergrhwde ehrgeizige Pläne, welche Milan verfolgt, dann kann Serbien noch froh sein. Denn sollte er wieder aus Ruder gelangen, so würde er seine Stellung doch nur benutzen, um da- Land in ausgiebigster Weise qu8* zusaugen. UctnigenS dürsten die neuesten Vorgänge ter Skupschtina Gelegenheit zur Stellungnahme geben, und wir 58j Ä Z Aus Serbien. Da» Land der Schweinezüchter macht wieder einmal von sich reden. Aber gewöhnlich ist es nicht» Gutes, waS man von den Serben hört. Wir erinnern daran, daß da» letzte Intermezzo, durch welche» Serbien die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf sich zog, j-uer diplomatische Krieg mit Oesterreich-Ungarn war, als die Regierung des tranSleicha- vischen Königreich» die Einfuhr serbischer Schweine unter- Deutsche» Reich. Berlin, 10. Januar. Nach eiugehruden Verhandlungen zwischen dem -ur Zeit hier weilenden Landeshauptmann Major Leutwein einerseits und der deutschen Colouial-Gesellschaft, sowie dem evangelischen AfrikaVeren andererseits wurde, wie die „Post" b-richtet, bezüglich der Sendung von Mädchen und Frauen nach unserem südwcstafrikanischen Schutzgebiet eine Vereinbarung erzielt. Berlin, 10. Januar. Die „Nordd. Allgrm. Z»g." bestätigt, daß der Pachtvertrag zwischen dem Deulschen Reiche und China über die Kioau Tschau-Buchl auf einen Zeitraum von 99 Jahren abgeschlossen ist. Berlin, 10. Januar. Nach einer an das Oberkommando der Marine gelangten telegraphischen Meldung ist der Dampfer „Darmstadt" mit dem Auslandsbataillon, Transportführer Corvettencapitän mit OberstlieutenautSrang Truppel, am 10. dS. in Colombo eingetroffen und beabsichtigt am 11. d». nach Hongkong in See zu gehen. Köln, 10. Januar. Die „Köln. Ztg." schreibt: Wir find in der Lage, nach zuverlasfigrn Londoner und Berliner Mittheiluugeu über den Stand der chinesischen Anleihe'- Verhandlungen Folgendes zu berichten: Die von. China in England nachgesuchte Anleihe von 16 Millionen Pfund Sterling rückt ihrem Abschlüsse entgegen. Bon der öffentlichen Meinung dringlich unterstützt, neigt da» englische Cabiuet wehr uud mehr dem Entschlüsse zu, der chinesisches Regierung eine direkte Staatsanleihe zu gewähren. Für des Vrrrag werden wahrscheinlich Consol» auSgegrde?. Dir russischen Bemühungen, in Berlin die chinesische Anleihe auf- zubringcn, find daran gescheitert, daß die großen Berliner Finavzgruppeu ihre Betheiligung von der Bedingung abhängig machten, die Anleihe müsse im Gegensätze zu der russisch chinesischen einen internationalen Eharacter tragen. Leitende Londoner wie Berliner Finanzkreise begegnen sich Jo der Erwartung, daß da» englische Cabinet. das vorgestern in dieler Angelegenheit berieth, demnächst die formelle Entscheidung treffen werde, welche im nächsten Monat dem Parlamente zur Bestätigung zu unterbreiten wäre. IfftrU k*. 31 121 8A Thatsachen beweisen, Oder tritt etwa nach einem heißen Dampfbade mit nachfolgender kalter Ucbergießung Erkältung ein? In Rußland herrscht sogar die Sitte, nach dem Bade noch auf brm Schnee herumzulaufen. „Ohne diese, wie es scheinen könnte, heroische Prozedur", sagt Dr. A. Chelmonski in Warschau, „kann man sich unmöglich ein rechtes Bad vorst llen." Wäre Erkältung von sehr hohen Kältegraden abhängig, so müßten die durch Erkältung hervorgerufenen Krankheiten am häufigsten im Winter vor kommen, und zwar um so häufiger, je kälter diese Jahreszeit ist. Indessen ist es allgemein bekannt, daß diese Krankheiten gerade im Herbst und Frühling vorherrschen, im Winter aber nur dann, wenn milderes (Thau-) Wetter eintritt. Ferner würden die Italiener, Franzosen, Spanier und andere Einwohner derjenigen Länder, in denen ein strenger Winter zu den Ausnahmen gehört, an Catarrhen u. s. w. niemelß erkranken, während z. B. die Feuerländer, die, wie Darwin angiebt, fast nackt in ihrem unwirthlichen Klima einhergehen, schon lange hingesiecht fein müßten. Schließlich lehrt uns die Erfahrung, daß eine warme Wohnung, warme Kleidung, ja selbst das Hüten des Zimmers während des ganzen Winters keineswegs vor Er- Faltungen schützt. Also die Einwirkung der Külte, ja selbst sehr großer Kälte, an und für sich verursacht keine Krank heiten; sonst müßten ja auch die Polarfahrer stets mindestens heiser und verschnupft fein. Oder werden vielleicht nur schwächliche und kränkliche Individuen von Erkältungen heimgesucht? Auch dies ist nicht der Fall. Vielen blutarmen, kranken, ganz schwachen Patienten werden vom Arzte sehr kalte Sitz-, Hand- und Fußbäder verordnet, oder Eisumschläge auf Bauch, Brustkorb, Kopf, Wirbelsäule gemacht, ohne daß sie sich im Geringsten erkälten. Kraftlose Nervöse wenden auf Anordnung des Arztes kalte Waschungen und Brausen an, heftig Fiebernde werden oft in ganz kaltem Wasser gebadet, ohne sich irgendwie eine Erkältung zuzuziehen. Also hängt das Erkälten nicht von der allgemeinen Körperconstitution ab, es ist nicht ein alleinige» Vorrecht kränklicher Leute. Ja, wodurch entsteht dann aber eine Erkältung? Jeder von uns hat doch wohl schon die Erfahrung gemacht, daß .. t l 4f- ® ™ Feuilleton. Entstehung und Verhütung von Erkältungen. Von Dr. Otto Gotthilf. (Nachdruck verboten.) D'e erstaunlichen Ergebnisse der Untersuchungen über den Antheil der Bacterien an der Entstehung vieler Krank- heiten haben in der letzten Zeit die medicinischen Gelehrten so sehr in den Bannkreis dcr Mrkrokokkenforschung gezogen, daß andere, schon lange aufgetauchte, wichtige wissenschaftliche Fragen seitdem fast unbeachtet zur Seite gestellt sind. Dies ist auch mit der sogenannten Erkältung geschehen Bereits die Rationalisten im Alterthum zählten sie zu den ersichtlichen Krankheitsursachen (causac evidentes), aber bis fitzt wissen wir noch nicht, was Erkältung ist, d. h. welche krankhaften Veränderungen sie in unserem Körper bewirkt. Und doch spielt sie unter den Krankheitsursachen eine sehr große Nolle, wenn man freilich auch in Laienkreisen darin zu weit geht, fast jedes körperliche Leiden, dessen ursächliches Moment sich nicht ausfindig machen läßt, auf Erkältung zurückzuführen. Fast möchte man sagen: Was man sich nicht erklären kann, Da» sieht man als Eikältung an. Vom rein praktischen Standpunkte aus liegt übrigens weniger an der Erforschung der durch Erkältung bewirkten patho- ) logischen Veränderungen als an der Kenntniß der Bedingungen, unter denen eine Erkältung zu Stande kommt. Erst nenn wir die Bedingungen ermittelt haben, können wir sie »ermeiben; nur einen Gegner, den man kennt, kann man 88.i/6 »1 : itt tcnnsn. p ornnWn a kr Ank \ « der tptWin b- Ll. irit* -r.xlilmti ^ümncr« KTS. VytzMlßz it PCL ■Rocken, durch Platte aA ftioo- »-.«-EI ■«* m LZ 'S 134 40 A 130.66 W 92." vti 84.90 W* jrfl ... -Evrym-N ™Ja •trctcbtn. "steteb^rorrckstr. 16. t« 1. nb 2. 6M, jT5 to ' ^jabtbir.ju v-rroiM vllchßratzi 11 (fttutai). l «Mikchm, per l.Fck. ebc, fuh mibl Strome Bauten tc «ehrt Stock, 4 Staffle, ! irrü |u venmethen. M, SinistM 6. BÜf. Ztaroer ja otraiM CtrMfatt 71. Iso lauge, bis Graf GoluchywSki die bekannte Warnung nach Belgrad sandte, die sofort fruchtete uud die Serben zur Bernuuft brachte. Seitdem hat die Belgrader Regierung «ehr uud mehr Anschluß an Oesterreich gesucht uud damit bewiesen, daß sie den Interessen ihre» Lande» Rechnung zu tragen weiß. Der junge König Alexander hat mehrfach Zusammenkünfte mit Kaiser Franz Josef gehabt, nachdem die erste Begegnung gelegentlich der Eiöffnung de» Eisernen Thore» ftartgefunden hatte, die zu einer intimen Uaterredung beider Monarchen Veranlassung gab. WaS damals zwischen denselben verhandelt worden, ist natürlich nicht bekannt geworden, aber e» liegt nahe, daß der Kaiser dem jungen Alexander ein ernste» Privatissimum gelesen hat. Die innerpo'.itischen Verhältnisse Serbiens find von jeher ziemlich verworren gewesen- die einzelnen Parteien haben sich immer in leidenschasilichster Weise bekämpft. Es regt unS gar nicht aus, wenn wir die Nachricht von einer MinistcrkrifiS in Belgrad erhalten, denn wir sind es gewohnt, I weh, uud fie vollführten allerhand Demonstrationen, verbrannten z. B. die ungarische Fahne und belästigten ungarische Staatsangehörige, welche tu Serbien wohnten. Das ging fr Irr Rifr ta Gltabrrzv, et eror Rfttap MmrnMnW ■yhl l# »ittdtv -eia* — ihrtknaabt bittet um i> mischte Anzeigen. .44 2» Srentfart a. R , 10. Januar. Der „Frkf. 3tfi." wird aus Coustantiuopel gemeldet: Da in der letzten Zeit von verschiedenen Seiten Versuche gemacht wurden, die Orient« Politik Deutschlands zu verdächtigen, so hat der Sultan, da er von der Grundlosigkeit dieser Ausstreuungen überzeugt ist, ein geheimes Jrade erlaffev, welches solgenden Inhalt hat: ES sei dem Sultan zu Ohren gekommen, daß verschiedene auswärtige Einflüsse dahin arbeiten, die deutsche Politik in der Türkei zu verdächtigen, indem ihr die Verfolgung eigennütziger Interessen zum Vorwurf gemacht wird. Der Sultan, welcher daS vollste Vertrauen in die Aufrichtigkeit und Uneigennützigkeit der Politik des Deutschen Kaisers setzt, erwartet von seiner Umgebung, daß sie den erwähnten Jutrigueu tu keiner Weise Gehör schenkt, deren auSschlteß» licher Zweck es ist, die zwischen Deutschland und der Türket bestehenden ausgezeichneten Beziehungen zu trüben. Frankfurt a. M., 10. Januar. Der „Frkf. Ztg." wird au» Constavtinopel telegraphirt: Den Botschaftern ist ein Memorandum deS armenischen ComiteeS zugegangen, worin auf da» unsägliche, in den armenischen Provinzen herrschende Elend hingewiesen und dringend Reformen gefordert werden. Diese» neueste Memorandum der Armenier enthält keine Drohungen. Wiesbaden, 10. Januar. Die Versetzung deS Regierungspräsidenten v. Tepper-Laski nach KöSltn ist vom Kaiser bestätigt worden. Jena. 10, Januar. Pfarrer Naumann hielt hier seine Sandidateurede. Die zahlreich anwesenden Social- demokratea brachten die Leitung der Versammlung in ihre Hände und setzten eine Resolution zu Gunsten einer social« demokratischen Wahlprogramms durch. Straßburg i. E, 10. Januar. Der kaiserliche Statthalter eröffnete den Land es aus schuß mit einer Rede, welche die Finanzlage al» befriedigend bezeichnet. Die Eröffnungsrede bezeichnet das vergangene Jahr als nicht befou- sonders günstig für die Landwirtschaft und bespricht namentlich die durch Viehseuche und Hagelschlag verursachten Schäden. Uater den neuen Gesetzvorlagen wtrd besonders der Entwurf zur Regulirung des Rheines hervorgehoben, über dessen ÄuS- führung bereits Unterhandlungen mit der badischen und der bayerischen Regierung schweben, ferner Vorlagen, betreffend die Anlage von Bicinalstraßen, betreffend Aufbefferung deS DieustetnkommenS der Lehrer und Lehrerinnen an Bürgerund Elementarschulen, betreffend die Capttalrentensteuer und die Wittwen« und Watsen-Penfionen. Eröffnet wurde die Tagung mit einem Hochruf auf den Kaiser. Zum Präsidenten wurde Dr. Schlumberger wiedergewählt, der nunmehr dieses Amt zum 25. Male übernimmt. Zum ersten Vice- Präsidenten wurde Jaunez wiedergewählt, zum zweiten Vice- Präsidenten Staarörath Dr. Gunzert neugewählt. Arr-lair-. Prag, 10. Januar. Za der heutigen ersten Sitzung im Landtage sind sämmtliche deutschen Abgeordneten erschienen. Nach der Eröffnung durch den Oberlandmarschall brachten die deutschen Abgeordneten einen Antrag auf Aufhebung der Sprachen.Verordnungen ein. Vor Eröffnung des Landtages hatte sich eine große Menschenmenge vor dem Landtagshause angesawmelt, wurde jedoch durch ein starkes Polizeiaufgebot zerstreut.! Paris. 10. Januar. Proceß Esterhazy. In dem Anklagebeschluß heißt eS: Die Ansicht de» Berichterstatters und die Schlußfolgerungen des RegirrungScommissar» gingen auf einen EinftellungSbeschluß hinaus. Da aber die Untersuchung nicht genügend Licht gebracht habe, um in voller Keuntniß der Sache ein Nichtschuldig auszusprechen, werde Major Esterhazy unter der Anschuldigung, mit einem fremden Staate im Einvernehmen gestanden zu haben, vor das Kriegsgericht gestellt. Pari», 10. Januar. Heute Vormittag begann vor dem Kriegsgericht die Verhandlung gegen den Grafen Esterhazy. Der Gerichtshof beschloß mit füaf gegen zwei Stimmen die Oeffentlichkeit des Verfahrens mit Ausnahme derjenigen Punkte, welche Angelegenheiten der Landesverthei- dtgung betreffen. Hieraus wurde der Rapportbericht vorgelesen, dessen Totaletndruck günstig für Esterhazy war. Albte da- Kriegsgericht anordnende Zuschrift des Generals Saussier zur Verlesung gelangte, bemächtigte sich der An- wesenden eine gewisse Bewegung, weil es in dem Schreiben heißt, daß auch nach der Untersuchung gewisse Zweifel an der Unschuld Esterhazy» bestehen. Sodann nahmen die Verhandlungen ihren Fortgang. — Der „Matin" bringt die Nach- rich', Drcyfus sei vom Kriegsgericht zuerst freigesprochen worden, da habe man das geheim gehaltene Actenmaterial Abreibungen, schnelle Bewegung, starkes Klopfen. Namentlich tüchtiges Reiben (Frottiren) der Haut bewirkt sehr schnell Blutfülle derselben und sollte bei verweichlichten Personen, täglich zweimal angewendet, stets das Einleitungsstadium zu jeder nachherigen Abhürtungskur mit kaltem Wasser bilden. Es ist aber auch das beste Heilmittel gegen eine schon eingetretene Erkältung, wenn es im Anfang derselben zur Anwendung kommt. Fühlt Jemand, z. B. nach einer längeren Elsenbahnfahrt in der kälteren Jahreszeit, leichtes Frösteln und einige Frostschauer, bleibt seine Haut blaß und behält den Character der Gänsehaut, kurz und gut empfindet er die ersten Anzeichen einer bald mit aller Macht hereinbrechenden starken Erkältung, so läßt sich dieselbe fast stets noch dadurch verhüten, daß man auf diese oder jene Weise eine starke Hautreaction, eine Blutfülle der Hautgefäße hervorruft. Zu diesem Zwecke wendet man vielfach nasse Wickel und der- gleichen an; am schnellsten und sichersten aber wirkt zuerst länger fortgesetztes und öfter wiederholtes starker Reiben des ganzen Körpers. Legt man sich dann ins Bett und trinkt mehrere Tassen heißen Thee mit etwas Rum oder Cognac, so wird die Erkältung fast nie zum Ausbruch kommen oder gar schlimmere Krankheiten verursachen. Probatum est! beigebracht, welches die bekanntlich auf der Botschaft gestohlenen Schriftstücke enthielt. Da» Kriegsgericht nahm sofort eine neue Abstimmung vor, ohne sich von der Echtheit der au» dem Krieg-Ministerium stammenden Documevre zu überzeugen. Drehfu- wurde daraufhin einfach verurtheilr. Paris, 10. Januar. Proceß Esterhazy. Der Bericht de» Majors Ravary erinnert an die Umstände, welche in Mathieu Dreyfu» Verdacht gegen Esterhazy erregten und welche ihn veranlaßten, denselben bei dem KriegSmintster zu denuneiren- der Bericht stellt ferner fest, daß infolge der Aehnlichkeir der Handschrift in dem DrehfuS'schen Verzeichnisse mit derjenigen Esterhazys auch bet dem Obersten Picquart Verdacht entstanden sei und bemerkt, daß Esterhazy alle gegen ihn erhobenen Anschuldigungen von sich weise und leugne, der Verfasser de» Bordereau zu sein. Esterhazy behaupte, eS sei materiell unmöglich, daß er die Schriftstücke besessen haben könne, von denen daS Bordereau spreche,- die Sachverständigen in Schreibsachen hätten auch ihrerseits erklärt, das Bordereau sei nicht das Werk Efterhazh'S. Der Bericht behauptet sodann, Oberst Picquart habe in dieser Angelegenheit schwer gefehlt und sich der JndiScretion schuldig gemacht. Al- seine Vorgesetzten ihn aufgefordert hätten, nicht auf seinen Behauptungen zu beharren, habe er in einem Augenblicke der Erregung auSgerufen: „Ah, Sie wollen nicht voran, ich werde Sie dazu zwingen \" Picquart hätte hinzu- gesügt: „Sie merken wohl, daß eine schreckliche Campagne sich vorbereitet". Picquart scheine die Seele dieser Campagne gewesen zu sein- er wurde im Jahre 1896 dabei überrascht, wie er in einem Schranke wühlte und mit dem Advocaten LeblotS geheime Acteustücke durchstöberte. Der Bericht gelangt zu dem Ergebniß, von der traurigen, so schlau eiu- gefädelten Angelegenheit bleibe, nichts übrig, als ein peinlicher Eindruck, der einen schmerzlichen Widerhall finden werde in allen wahrhaft französischen Herzen. Alle dabei aufgewendeten Mittel hatten den Zweck, eine Revision des gesetzmäßig und gerecht gefällten UrrheilS zu erlangen. „Dem zu schließen, sagen wir, daß, wenn die Anschuldigungen gegen Esterhazy im Stande wären, die öffentliche Meinung zu erregen, kein stichhaltiger juristischer Beweis von seiner Strafbarkeit erbracht worden ist und daß die mühevolle Voruntersuchung keine genügende Belastung Esterhazy» hat ermitteln können, um eine Anklage auf Hochverrath gegen ibn zu begründen. Wir find der Ansicht, daß es angezeigt ist, einen EinftellungSbeschluß ergehen zu lassen." Petersburg, 10. Januar. Der Minister für Volks- aufkläruug, Deljanow, ist gestorben. CocaXe» rrnd provinzielles. Gießen, den 11. Januar 1898. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfamwluug Donnerstag den 13. Januar 1898, Nachmittags 1/i4 Uhr pünktlich: 1. Gesuch des Konrad Rübsamen dahier um Ueberlassung eines Platzes au der Lahn zur KieSlagerung. 2. Gesuch de» Heinrich Carlö um pachtweise Ueberlassung des Platzes neben seinem Hause Frank- furterstraße 60 als Lagerplatz. 3. Gesuch de» Joh. Georg Pfaff dahier um Erlaubniß zur Anbringung von Balkons an seinem Hause in der Bletchftraße. 4. Die Verwerthung von Lauberde und vou Sträuchern au» der städtischen Baumschule. 5. Die Abgabe von Walderde von dem Eulenkopf amchiuteren Theile des Exercierplatze». 6. Erlaß einer Milchverkaufs- ordnuug. 7. Theilung weiterer Klassen der Volksschulen, bezw. Errichtung weiterer Lehrerstellen. 8. Beleuchtung der Octroierheberstelle am Neustädter Thor. 9. Gesuch der Konrad Döpfer Wittwe um bessere Beleuchtung deS von der Steinstraße entlang des Bahndammes nach der Schillerstraße führenden Weges. 10. Der Voranschlag deS städtischen Wasserwerks pro 1898/99. *• Postpersonalnachrtchteu. Dem Ober-Postkaffenrendaut Bönning ist der Character „RechoungSrath" verliehen worden. — Versetzt find: der Postinspector Hoffmann von Minden (Westfalen) nach Darmstadt und der c. Post- iuspector Langbein von Darmstadt nach Minden (Westfalen), die Ober-Postassistenten Kleiius von Bensheim nach Laubach (Hessen), Muno von Frankfurt (Main) nach Fürth (Odenwald) unter Ernennung zu Postverwaltern; der Telegraphen- asfistent Schül von BenSheim nach Frankfurt (Main). — In seiner Stellung als Postdirector bestätigt ist der c. Postdirector Haag in BenSheim. — Angenommen find: als Postagenteu der Portefeuiller Fischer I. in Rumpenheim, der Bürgermeister Bechtel in Biebesheim, der Kaufmann Ernst W. Theodor Albrecht in Düdelsheim, der nicht ständige PosthtlfSbote v. Alt jun. in Walleurod. — Freiwillig auSgeschiedeu find: die Postagenteu Stroh! in Rumpenheim, RooS in Biebesheim, Wilhelm Albrecht I. h Düdelsheim. — Gestorben ist der Postagent v. Alt fen. in Wallenrod. ♦♦ Stadttheater. Mittwoch Abend werden unsere geschätzten Gäste von neulich, Fräulein LipSkt und Herr Poss in, ein nochmaliges (letztes) Gastspiel absolvtren. Zur Aufführung kommt daS Lustspiel „Freund Fritz", in welchem Fräulein LipSkt die Susel, Herr Posfin den Rabbi Sichel verkörpert. Ueber Letzteren liegt das nachstehende Urtheil vor. „Vor einem sehr gut besetzten Hause absolvirte gestern Abend Hosschauspieler Herr Posfin sein zweite- Gastspiel, und zwar in dem Lustspiel „Freund Fritz" von Erkmann-Chatrian, in welchem er den Rabbiner David Sichel spielte. Der Gast überraschte geradezu durch die Sicherheit und große Natürlichkeit, mit der er die Rolle gab, und als ein prächtiges Cabinetstück verdient dieser Rabbi bezeichnet zn werden. Welch' eingehende» Studium ist hier nöthig gewesen, um solche Gestalt al- gleichsam aus dem Leben gegriffen hinzustelleu und mit welcher großen Sorgfalt verstand es der Künstler, sowohl durch Geberden, wie Bewegungen stets der richtigen Stimmung Ausdruck zu geben. Eine solche Charakterfigur ist hier lange nicht gesehen worden, und welche Scene immer wir uns ins Gedächtniß zurückrufen — fei es die köstliche Pumpaffaire wegen des Sohne- vom kleinen MoseS, oder die so gelungene Ermahnung an die Junggesellen, zu Heiratheu, oder endlich die dem biblischen Bilde uachgeahmte Begegnung mit Susel am Brunnen, stets hatten wir daS angenehme Gefühl, so allein müsse dieser Rabbi dargestellr werden. Seine Darstellung dürfte kaum besser gegeben werden können, so vollendet zeigte er fich hier in Miene und Haltung, so sehr riß er Alle durch sein wahrheitsgetreues Spiel hin. •• Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle in Gieße». Dem in den hiesigen Zeitungen erlassenen Aufruf folgend, versammelten fich gestern Abend im „Cafö Ebel" eine größere Anzahl hiesiger Einwohner, um endgültig über die Errichtung einer öffentlichen Bibliothek und Lesehalle zu berathen. Die Vorarbeiten hierzu waren bereits durch einen engeren vou einer vor mehreren Wochen stattgehabten vorberathendeu Versammlung provisorisch eingesetzten Ausschuß gefertigt worden. Namen» dieses AuSschuffeS referirte Herr Oberbibliothekar Professor Dr. Haupt zunächst eingehend über die Gesichtspunkte, nach denen man zu Werke zu gehen beabsichtigt und bezeichnete die Gründe, welche die Errichtung einer, Jedem zur Verfügung, stehenden Bibliothek für nothweudig und nützlich erscheinen ließen. DaS BedÜrfniß nach gütet Lectüre fei allgemein gestiegen, die Erschließung neuer Gebiete in der Wissenschaft und dem Erwerbsleben dränge nach eingeheuderem Wissen, dieser Drang solle nicht verkümmern, nicht breite Schichten unsere»- Volkes vou dessen Befriedigung ausgeschlossen werden, der Bildung»- und Wissensdrang nicht auf Abwege gerathen, sondern zu Befriedigung dieser Bedürfnisse ein Mittelpunkt geschaffen werden. — Herr Prof Dr. Wetz legte nach Hinweis auf bereits bestehende öffentliche Bibliotheken im In- und Auslände die Prinzipien dar, nach denen bei Errichtung und Fortführung eine» derartigen Instituts in Gießen zu verfahren sein werde- er gab insbesondere dem Wunsche Ausdruck, daß dem Werke allseitige Unterstützung zu Theil werde,, sei eS durch Ueberlaffuug vou Zeitungen und Monatsschriften, oder durch freiwillige Erhöhung der Mitglirderbeiträge am Anfang, damit schon bei der Eröffnung der Bibliothek recht viel geboten werden könne, und damit die Sache allgemeine. Sympathie finde- eS möchte da» Beispiel der Geographischen. Gesellschaft, die ihre Zeitschriften auszulegeu fich erboten habe, Nachahmung finden, auch möchten die politischen Parteien dafür sorgen, daß ihre Zeitungen gelesen werden könnten. — Hierauf wurde in die Bcrathuug der Satzungen eingetreten. Der vou der Mitgliedschaft handelnde § 5 veranlaßte eine längere lebhafte Besprechung - fie führte 'zu dem Beschluß, daß der jährliche Mindestbeitrag vou 2 Mk., deffeu Erhöhung dem Gemeinfinu der Mitglieder überlaffeu und dringend empfohlen wird, auch in vierteljährlichen Raten entrichtet werden tann. Au- dem Absatz, welcher vou den unterstützenden Mitglieder» (Förderern de» Verein-) handelt, wurde der Satz entfernt, nach dem solchen Mitgliedern in den Listen der Gesellschaft eine besondere Stelle eingeräumt würde- al» Förderer de- Vereins werden solche Mitglieder bezeichnet, welche einen jährlichen Beitrag von mindesten- 20 Mk. entrichten - efl kann die Eigenschaft al- Förderer des Verein- auch feiten» de» Vorstandes für Uebernahme regelmäßiger persönlicher Arbeitsleistungen, für größere Büchergeschenke und sonstige namhafte Förderung der Vereinszwecke verliehen werden. Die Mitgliedschaft hört auf durch Nichtbezahlung deS Jahresbeitrages. Der Verein führt die Bezeichnung: „Gießener Lesehalle- Verein". In der öffentlichen Lesehalle und in der Biblio-" thek find Zeitungen, Zeitschriften und Bücher der allgemeinen Benutzung unentgeltlich zugänglich zu machen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der verschiedensten Stände uudBerufsklaffen. — Bei Auswahl des anzuschaffendeu, und Annahme de» angebotenen Lesestoffes ist strenge Neutralität gegenüber allen politischen, wirthschaftlich und religiösen Parteien einzuhalten, unter Abwehr mißbräuchlicher Ausnutzung der Einrichtungen des Vereins zu Gunsten einer einzelne» Partei. Die unentgeltliche Benutzung der Lesehalle und der Bibliothek steht allen, der Schulpflicht entwachsenen Personen beiderlei Geschlechts frei- e» bleiben jedoch bezüglich der jugendlichen Personen besondere Anordnungen deS Vorstände» Vorbehalten. — Die Mitglieder-Versammlung wählt auf die Dauer eines Jahre- 14 Personen mit dem Rechte der Zuwahl. In der gestrigen Versammlung wurden solgende Herren in den Vorstand gewählt: Landgerichtörath Dr. Dornseiff, Buchdruckereibefitzer Kindt, Commerzienrath Heichelheim, Beigeordneter Georgi, Professor Dr. Welz, Professor Dr. Haupt, Professor Frank, Commerzienrath Heyligenstädt, Kaufmann Bräutigam, Stadtverordneter Haubach, Hauptmann a. D. Kramer, Real* gymuasiallehrer Bloch, Realschullehrer Janu, Oberlehrer Hahn. — In den Mirglieder-Versammluugen, deren alljährlich mindesten» eine und zwar im Februar stattfindet, führt jede» Mitglied eine Stimme, Körperschaften, Vereine, Geschäft-firmen und Personengruppen üben ihr Stimmrecht durch einen von ihnen bevollmächtigten Vertreter aus. Die Auflösung de» Vereins kann nur mit einer Mehrheit von drei Viertel der in der Mitglieder-Versammlung anwesenden Stimmberechtigten beschlossen werden. Da- Vermögen de» Vereins fällt, so weit nicht durch Beschluß der Mitglieder- Versammlung ander- darüber bestimmt wtrd, der Stadt Gießen zu, deren Vertretung dasselbe zu Gunsten ähnlicher gemeinnütziger Zwecke zu verwenden hat. — Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde u. A. mitgetheilt, daß Herr Fehsenfeld in Freiburg bereit- 29 Bände seiner Verlags» werke (Meyer'sche Reisebeschreibungen rc.) gestiftet, daß ferner Hans Jacobs Schriften in Aussicht gestellt seien, und daß schließlich nicht daran zu zweifeln sei, daß die Stadt die erforderlichen Localitäten zur Verfügung stellen werde. Die erspießltche Thätigkeit de- vorbereitenden Ausschusses wurde von der Versammlung durch Erheben von den Sitzen anerkannt, worauf Herr Professor Dr. Haupt unter Ausdruck des Dankes an die Erschienenen für das an der Sache be* thätigte Interesse und mit der Bitte um weiteres Wilken zu Gunsten derselben die Versammlung schloß. — Derselben folgte eine Sitzung des Vorstandes, in welcher die Wahl der w - y, jaS $ etintn -» s* 64* »in»!"'' 4.1«"« B rfoi ** * rdjt d.'s in der MN werde' A. «utent Meigtinz oti sv Mr aus btW obro sollen, als fie reise wurde l angtirtttn. r Hetterich der Der nächste § hmntübtn S biift Tour ei gang sicher. " Difd! hö-err Lehrfach folgenden Tag, Hanse der Vici stadt statifind ist ans Monta gesetzt. Maze der n Betrazr von oruar bei dm angelegenste " «tut Marktplatz 1, dir einige frei belmchtnng bat der Westanlage Die Karten bü "3°rA Bibliothek und dnlinr in Fi TSuner die 8 " 3n di, Hauer ans Ob einer ungünstig der Genannte i Beinbruch l Milche Fm Mährer. " N I vstafieuentsau wird durch bi ewpfiihli fich l »Durch das 3Ä °°d für Posta, Wendung wie s dn Tch-ssi Gewichte non bucht 3.2Q s ,, 7 Mai die Anna! * dringenden. stunden foi : M«, to WWtaiU «Sei M S« be« £ $otail 'vjNteiwe, Cfc» Th W ^den, die b sä: I hat ' «hi W., btfitn ürt^ung fcti nnt dmgwt evpfohla Um cmrttkttt totibin tonn. '.T^tOir, . «ht rsa*8u* **49* «• 4b,. ’’>< >» *R ub„ ^«Wlt mJJS'Mtttni '»>’'S! ft?" '«ii m d"°> Ä * । mA, rp^ttte M.. k Sffi* bn tTW,,*!Lgna^.l® ,. »utiiw ft. t ” ’1*“ «•Htatti eita rtt» m unl 25? 7 «to i° «n. **ta ,frthiae »W»nb>, ®O|lubtTbitttägt ob der vibliorhrk die SaLe aOgcnetnt brr SrvMh^r- fti ttbottn habt, bit vdlmr-ru Pattrtn bafür J »nteo tonnten. - Hierauf M«!« tinfletrettn. Du i $ 5 nnmlnjtt eine längen = P km Beiitoj, bah bn c mnätyniuiSätgliebm - mnbe bei Setz entfemi, 2 tut Men bei Sesellschos! b Bhbr; alt Köibnei M ttfcteti, »t’.it einen jäh' SO Rf tnmiitn, et fani i Leimt avlh ituenl bei Leigign pnMtäjtt libtiit tchevii Mb wnpge nawhoiv cn'.tt^en »erben. Die Miv bqitLai bei Zchetbeinagki- i .G.ehener Lesthalli' jrüafit nab ta bei Bibi» i m>b Bitte brr afigenteina । ja esitn ninrr LerüikfiihN' :r bn ctr Warten 6ttali rtt'. bet enjuHflfirobtüi uni fcrrei rt menge NemM üohlti unt itlifliflfcnN r wtiüMu । u 4jGtn einer imjtlnei -omi brr Lesehalle nnb btt enrroiienen Person» “ ,£P1 iw*b“7« ui igstr. 6 III. 6b] Hübsches unmöbltrteS Zimmer per sofort zu verm. Stephaustr. 11, pari. 622] Stübchen mit Bett zu vermiethen. Wetzsteinstr. 88. «. & G. Wallenfel», Markt 21. Lehrmädchen suchen zum baldigen Eintritt 488 Alex. 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