Erstes Blatt ? Dienstag den 11 Januar 1808 Nr. 8 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Aamikiendtätier werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. str. 24. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter AirrtUche* Thell ; 71. 881 4 900000000 5 s- ..io, •: sen leoM.chf. Redoction, Expedition und Druckerei: Schulstratze Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Zum Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeiten. Am Dienstag nimmt der Reichstag die durch die Weih- aachtSserien unterbrochene Sesfion wieder auf, um fich zu- bei den in diesem Jahre stattfindenden Neuwahlen gemacht werden und der Regierung großtn Schaden bringen wird. An Vorlagen, die in der Thronrede nicht augekündigt worden find, dürfte dem Reichstage in nicht allzuferner Zeit auch eine Creditforderung der Regierung anläßlich der Besetzung der Kiao-Tschaubucht und de« mit China darüber ab- geschloffenen Vertrages zugehen. Der letztere bedarf der verfaffungsmäßtgen Zustimmung des Parlaments, welches vatürlich auch über die zu fordernden Summen zu befinden hat. ES wird fich bei dieser Debatte dann auch Herausstellen, welche weitere Pläne die Regierung verfolgt, ob fie die in Kiao Tschau erforderlichen Bauten usw. auf eigene Rechnung übernehmen oder Privatunternehmer in geeigneter Weise unterstützen wird. Soweit fich vorauSseheu läßt, wird der Reichstag der Regierung in dieser Angelegenheit keine großen Schwierigkeiten bereiten und ihren Maßnahmen zu« stimmen, da sich fortgesetzt die Ansicht immer mehr Bahn bricht, daß unserem Handel und unserer Industrie auS der Niederlaffuog in der Kiao Tschau-Bucht große Dortheile entstehen werden. Gleichzeitig mit der Wiederaufnahme der Arbeiten seitens deS Reichstags tritt auch der preußische Landtag zusammen, und zwar ebenfalls zu seiner letzten Seffton in der laufenden Wahlperiode. Einen breiten Raum der Verhandlungen wird außer dem Etat die 100 Millionen-Vorlage Hk AufiedelungS- zwecke in Posen und Westpreußeu einnehmen, bei deren Be- rathung die Parteien wieder hart aneinander gerathen dürften. Auch die zur Linderung der Roth in den UeberschwemmungS- gebieten geplanten Maßregeln, die sich hoffentlich auch in ausgedehnter Weise mit einer Fürsorge zur Verhütung solcher Katastrophen beschäftigen, werden einen Hauptgegenstavd der Debatten bilden. Im U-brtcen aber wird vorauSfichtlich die Seffion keine allzulange sein. (xx) thätigkeit wird der Reichstag an den vor uns liegenden Wochen aber nicht im Plenum, sondern in den Commissionen entfalten, und dir Verhandlungen derselben dürften geeignet s«tn, da« größte Jntereffe zu erregen. Wenn es auch nicht immer zutrifft, daß die Entscheidung über eine Vorlage schon m der Commission erfolgt, so geben unS die Verhandlungen anb Beschlüsse derselben doch stets ein getreues Bild über die Stellungnahme der einzelnen Parteien. ES ist- ja schon vorgekommea, daß Parteien ihren Standpunkt verändert und tot Plenum anders gestimmt haben, als in der Commission, «her daS ist doch nur ein seltener Ausnahmefall, der durch ganz besondere Umstände bedingt ist. Noch immer ist die Haltung einzelner Parteien zum Flottengesetz nicht geklärt, aber im Allgemeinen herrscht doch kein Zweifel mchc, daß dasselbe zur Annahme gelangt, und zwar wahrscheinlich unter den von Dr. Lieber bei der ersten Lesung angedeuteten Voraussetzungen. Ob die polnische Reichstagsfraction für die Marinevorlage eintreten wird, wie et in diesen Tagen hieß, ist von berufener Seite noch nicht bestätigt worden- aber eS liegt kein Grund vor, daran zu zweifeln, daß eine Partei dafür stimmen wird, deren früheres Mitglied fich durch feine Schwärmerei für die deutsche Flotte den Beinamen „AdmiralSkl" erworben hatte. Weniger zuversichtlich als über den Ausgang der Flotten- frage darf man über daS Schicksal der Militärstrafprozeß- aovelle fein. Wir wiffen ja aus den Verhandlungen, daß fast «lle Parteien etwas an dem Gesetze zu mäkeln hatten und Wünsche äußerten, gegen deren Erfüllung sie dem Gesetze zu- z-astimmen fich bereit zeigten. Aber wir haben auch au« dem Munde de« KrtegSmln sterS vernommen, daß das von der Negierung Gebotene das Aeußerfte sei, wozu fich die militärischen Kreise verstehe»- könnten. ES wird deshalb sehr schwierig und die Hauptaufgabe der Commission sein, einen Ausgleich in den gegenseitigen Anforderungen herbeizuführen. Dir fürchten, daß, wenn die Regierung auf ihrem Standpunkte beharrt und keine Concesfion macht, die ganze Reform- saage zu Wasser wird. Und daS wäre im Jntereffe der Sache selbst wie auch mit Rücksicht auf den nationalen Frieden sihr zu bedauern, denn e« ist selbstverständlich, daß die Ntcht- 8 «Währung der Reformen im Militärstrafproceß zur Parole VW** TL prti*: _ 1. Juli 1897 während der volhergrgangenen 12 Monate 111,862,552 Dollars 85 Ct«. oder 21,219,779 Dollars 81 CtS. mehr als im gleichen Zeiträume des Jahres 1895/96. Frankfurt a. M., 9. Januar. Der „Franks. Ztg." wird auS Konstantinopel telegraphirt: Nach Mittheilung von zuverlässiger Seite wird der Sultan demnächst eine besondere Commission nach den armenischen Pro« vinzen entsenden, um die größeren, den Armeniern in den beiden letzten Jahren zugesügten materiellen Schäden fest- stellen zu laffen. Der Sultan will zu diesem Behufe 300,000 Pfund unter die Armenier vertheilen laffen. BreSlau, 9. Januar. Das Comits für Errichtung einer techuifven Hochschule in Breslau wird, wie der „Bre«l. Geu.-Auz." meldet, am Mittwoch den 12. d. M. vom CultuSmiuister Dr. Boffe in Audienz empfangen werden. Essen a. d. R., 9. Januar. Der „Rhein.-Westf. Ztg.- zufolge wurde in der heutigen Zechenbefitzer Versammlung des rheinisch - westfälischen KohlensyndicatS eonstatirt, daß die Einschränkung im November 1897 3,43 pCt. gegen 8,33 pCt. im October 1897 und 3,34 pCt. im November 1896 beträgt. Der Absatz war sowohl im November wie auch im December int Allgemeinen durchweg gut. Zur Zeit ist er etwa« geschwächt, weil die Schifffahrt durch den Waffer- mangel leidet und weil die augenblicklich milde Witterung einen geringen Verbrauch an Hauibraudkohleu zur Folge hatte. Die nächste BeirathSsitzuvg ist auf den 24. Januar anberaumt worden. Hamburg, 8. Januar. Die „Hamburg Amerika Linie" coutrahirte, nach der „Hamb. Börsenhalle", außer den drei großen Dampfern, derea Abschluß mit der Firma Blohm u. Voß vor einigen Tagen gemeldet wurde, noch einen Riesen-Damvfer mt dem „Vulkan" in Stettin. Das Schiff soll 300 Cajüteureisende, 1000 Zwischendeckpassagiere und 14,000 TonS Ladung aufzuuehmen im Stande sein. München, 8. Januar. Die Kammer der Abgeordneten derieth heute über die von der Regierung vor- geschlagene GehaltSaufbefferung der katholischen und der protestantischen Geistlichkeit. Ceutruw und Bauernbund nahmen eine ablehnende Haltung ein, da bei dem Modus der Auf- befferung die Parität zwischen den katholischen und pro- testanttschen Geistlichen nicht genügend gewahrt sei. Die Liberalen und Dr. Sigl befürworteten die Vorlage. Schließlich wurde jedoch mit 76 gegen 67 Stimmen die Gehalts- aufbefferung abgelehnt. 2.-, 2.50, 3-, 4.-. .l,-|FLM.1.80. , 2.10. Deutsches Leich Berlin, 9. Januar. Der Kaiser hat auf da« Glückwunsch-Schreiben des Berliner Magistrats an diesen zu Händen des Oberbürgermeisters Zelle die nachfolgende Antwort gelängen laffen: „Der Magistrat Meiner Haupt-und Refidevz- stadt Berlin hat Mich mit freundlichen Glückwünschen in das neue Jahr begleitet und zugleich treuen Segenswünschen für die Meerfahrt Meine« Bruders, de« Prinzen Heinrich von Preußen, Königliche Hoheit, Ausdruck gegeben. Ich bin hierdurch auf« Angenehmste berührt worden und spreche dem Magistrat Meinen Dank dafür au«. Wenn in der Adresse darauf htngewiesen, daß e« Mir in dem begonnenen Jahre vergönnt sein Wo, auf einen zehnjährigen Zeitraum Meiner Regierung zurückzublicken, so erfüllt auch Mich die Aussicht mit Freude und Dank gegen (Sott. Im Vertrauen auf seine Gnade werde Ich auch ferner bestrebt sein, der stetig fort- schreitenden Entwicklung auf allen Gebieten de« Volkslebens friedliche Bahnen zu weisen und daS von dem hehren Be- gründer des Deutschen Reiche« überkommene Erbe Meinem Volke fest und unverrückt zu erhalten. Ich rechne auf die patriotische Unterstützung aller königStreue^ Elemente des Vaterlandes." Berlin, 9. Januar. Wie die Morgenblätter melden, antwortete Fürst Bismarck einem alten italienischen Freunde, der sich nach seinem Befinden erkundigt hatte, tele- graphisch Folgendes: „Ich danke, ich leide an Gelenkschmerzen, sonst gehts gut." Berlin, 9. Januar. Mit dem Urtheil im Tausch- Proceß wird die Angelegenheit aller VorauSficht nach erledigt sein. Sowohl der Staatsanwalt wie Herr v. Tausch gedenken fich, dem „Localauzeiger" zufolge, bet dem Urtheil der ersten Instanz zu beruhigen. Berlin, 9. Januar. Seit der deutschen Occupation der Kiao-Tschau-Bucht find keine fremden Schiffe ein- gelaufen. Berlin, 9. Januar. Ja den Monaten October bi» December 1897 betrug die Ausfuhr au« dem ConsulatS- bezirk Berlin (mit Guben) nach den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika rund 1,120,661 Dollars gegen 1,042,774 Dollar« im gleichen Zeiträume de« Jahre« 1896, da« ist also eine Zunahme der deutschen Au«fuhr au« dem Berliner District um rund 327,125 Mk. während des letzten Quartal» 1897. Die Total - Ausfuhr aus dem Berliner Diftricte während des ganzen Jahres 1897 betrug 5,680,871 Dollars 34 CtS. gegen 5,123,190 Doll. 14 CtS. im Jahre 1896, da« ist also eine Zunahme um 557,681 Doll. 20 CtS. oder um rund 2,342,260 Mk. Die deutsche Ge- sammtauSfuhr nach den Bereinigten Staaten betrug bi« zum Ausland. Men, 9.Januar. Zu den anläßlich des RegierungS- jubiläumS Kaiser Franz Josephs am Hofe statte findenden Festlichkeiten wird daS deutsche Kaiserpaar, der König von Sachten, der Kronprinz und die Kronprinzesfin von Italien, sowie viele deutsche Fürsten in Wien erwartet. Ob auch der Zar kommt, ist noch ungewiß. Prag, 9. Januar. Einer tschechischen Quelle zufolge wird der ReichSrath, unbekümmert darum, ob früher eine friedliche Lösung der Sprachenfrage erfolgt oder nicht, Anfang« März etnberufen werden, um den Versuch zu machen, den verfaffungSgemäßen und parlamentarischen Zustand durch da« Parlament wieder herzustellen und dadurch ein«-. Wetterverwaltung nach dem § 14 zu vermeiden. ES wird bestätigt, daß, falls vorher eine friedliche Beilegung der Sprachenfrage nicht erfolgt ist, die Regierung noch vor Zusammentritt de« RrichSrathS eine beide Nationalitäten befriedigende Sprachenverordnung erlaffen werde. Rom, 9. Januar. Wie verlautet, beabsichtigt die Regierung, zwei Panzerschiffe und zwei Kreuzer nach Ost ast en zu entsenden. Brüffel, 9. Januar. Die hiesige deutsche Gesandtschaft dementirt kategorisch die Meldung deS „Echo de Paris", wonach Capitän Dreyfus in Brüffel Beziehungen zum deutschen Militärattache, Grafen Schmettau, beseffen habe. Pari», 9. Januar. Der ^Courier du Soir" kündigt an, daß einige Deputirten bald nach dem Zusammentritt der Kammer die Regierung über die Er ei gniss e in China zu interpelliren gedenken. Marseille, 9. Januar. DaS Schiff „Louis", welches nach Cadix unterwegs war, ist gesunken. Die ganze, 15 Mann starke Besatzung ist mit untergegangen. London, 9. Januar. Unter Vorsitz Lord Salisbury« hat gestern ein Ministerrath stattgefunden, in welchem betreffs der ostafiatischen Frage wichtige Beschlüsse gefaßt sein sollen. In dem Arsenal zu PortSmouth herrscht seit gestern erhöhte Thätigkeit. Giessen. AL»-- igchli **A 0,VH . 1.40. o,l/r, , 1.40. Bekanntmachung. Nach § 44 der Bahnordnung für dte Nebeneiseubahnen Deutschlands müssen — sobald fich ein Zug nähert Fuhrwerke, Reiter, Fußgänger, Treiber von Vieh und Last- thtereu in angeffener Entfernung von der Bahn, und zwar, sofern Warnungstafeln vorhanden find, an diesen halten bezw. die Bahn schnell raumen. Da eS in letzterer Zeit — namentlich an der Bahnlinie Hungen—Friedberg — mehrfach vorgekommen ist, daß Fuhrwerke, selbst schwer beladene, in so kurzer Entfernung vor der Ankunft der Züge über die Uebergänge fuhren, daß die Zugführer genöthigt find, die Luftbremse wirken zu lassen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, — so wird auf obige Bestimmung unter dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß Zuwiderhandlungen mit Geldstrafe bis zu einhundert Mark bestraft werden. Gießen, den 10. Januar 1898. GroßherzoglicbeS Kreisamt Gießen. v. Gag er n. Gießen, den 10. Januar 1898. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Groscherzoglicheu Bürgermeistereien «nd die Gendarmerie des Kreises. Die Großh. Bürgermeistereien wollen vorstehende Bekanntmachung wiederholt ortsüblich publiciren und die Feld- schützen anweiseu, dte von ihnen beobachteten Zuwtderhand- lvngeu fraglicher Art zu Ihrer Keuntniß zu bringen. Die Großh. Gendarmerie wolle sich gleichfalls die Verhütung und event. Verfolgung solcher Bahnübertretungen an- gelegen sein lassen. v. Gagern. I 3t Asche» ' _ Lehrennnen. ■’Vöheit fur ;un ^‘heikuneC rto^*nildWelt- 16 Besondere 7,““r Anmeldung* __ 240 )hocolade #9 Lorch»», 8. Januar. Nach einer Meldung der „Evening News" au» Tapst ad t hat der Oberhävptling Lerothodi von Basutolaud mit 15,000 Kriegern den aufständischen Häuptling Masupha angegriffen. Beide Thetle haben zahlreiche Verluste au Todteu und Verwundeten erlitten. Ein neuer Zusammenstoß steht bevor. Alle Kaufleute verlaffeu Basutolaud,- daS ganze Gebiet ist in Gähruug. Sharkow, S. Januar. In der htefigeu Paffage wurde während der Feiertage, als die Läden geschloffen waren, ein «inbruchSdtebstahl außgeführt- ein Pelzwaaren- und etn Juweliermagaziu wurden beraubt. Der Werth der gestohlenen Maaren beläuft fich auf etwa 50000 Rubel. Die aufgefuudeneu DtebSwerkzeuge find ausländischer Herkunft. CoeaUs nnb provittsielles. Stehen, den 10. Januar 1898. *• Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß« Herzog empfingen am 8. Januar u. A., den Geheimen Medicioalrath vr. Lorenz von Friedberg, deu Medicinalrath Dr. Schäfer von Reichelsheim i. d. W., den OberlaudeS- gertchtSrath Kullmaun, den Landrichter Holzapfel von Gießen. •• Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Köuigl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgstj geruht, am 29. De- cember v. I. dem Pfarrer der JohanueSgemeinde zu Darmstadt Johannes Guhot die evangelische Pfarrstelle zu Dortelweil, Decanat Rodheim, zu übertragen und den von Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach'Fürstenau auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Beerfelden, Decanat Erbach, prä- seutirteu zweiten Pfarrer Albert Junker daselbst für diese Stelle zu bestätigen. Sitzung Grohh. Handelskammer vom 7. Iannar 1898. Anwesend die Herren: Koch, Balser, Katz, Kltngspor und Kraatz. Der Vorsitzende gab in dieser ersten Sitzung des neuen Jahres der gewiß auch von allen Mitgliedern der Kammer getheilteu Freude darüber Ausdruck, daß sie in unveränderter Arbeitskraft uud Arbeitslust wie vor Jahresfrist fich zusammenfänden zur ferneren Förderung der gemeinnützigen Interessen ihres Wirkungskreises. Die Kammer st-he am Ende einer 25jährigenThättgkeit, einer ver- hältnißmäßig kurzen Spanne Zeit, die jedoch von ganz besonderer Bedeutung für die innere, wie die äußere Entwickelung unserer wtrthschaftlichen Verhältnisse gewesen fei. Wenn dieser 25jährigen Thättgkeit auch noch an einem anderen Orte in einer Recapitulation der wichtigeren Momente gedacht werden solle, so könne er doch schon jetzt darauf Hinweisen, daß jeder einzelne Jahresbericht Zeugniß dafür ablege, daß alle die Männer, welche vor uns berufen waren, die Interessen von Handel und Industrie wahrzunehwen, in fruchtbringender Thättgkeit ihres Amtes gewaltet hätten, wie denn auch die gegenwärtigen Mitglieder tu gleicher Weise stets ihrer Aufgabe bewußt gewesen seien. Der Vorsitzende schloß mit dem Wunsche, daß daS neue Jahr die Fortsetzung solch' segensreichen Wirkens inaugurtren und der Rückblick nach wetteren 25 Jahren etn gleich befriedigende» Bild dar- bteten möge, wie der heutige. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Kammer, welche am 22. September 1872 eingesetzt worden ist, wird demnächst in Verbindung mit dem Bericht über das vergangene Jahr eine Denkschrift erscheinen. Zur Behandlung ihrer einzelnen Positionen, sowie derjenigen deS Jahresberichts für 1897 werden von der Kammer Commissionen, bestehend aus je zwei Mitgliedern und dem Secrerär ernannt. — Großh. Ministerium des Innern benachrichtigt die Handelskammer, daß die Formulare für die Legitimationskarten, welche die Handlungsretsenden auf österreichischen Eisenbahnen zur Inanspruchnahme des ermäßigten GepäcktarifS für Musterkoffer berechtigen, eine Abänderung erfahren haben. Diese neuen Formulare find mit dem 1. Januar d. I. zur Einführung gelangt. Den Vorweisern solcher Legitimationen, welche dem Format, Inhalt oder der Farbe des neuen Muster« nicht entsprechen, kann die Tarif« ermaßigung verweigert werden. — Bor der angeblichen Bankfirma H. Bon filS, zuletzt Rue Chauchat Nr. 4 zu Paris, die auf schwindelhafte Ausbeutung des Publikums auSgeht, wird gewarnt. — In Schweden soll in nächster Zeit ein Unternehmen zur Dienstbarmachung der ungeheuren, in den Wasserläusen deS Landes vorhandenen, noch unbenutzten Kräfte für industrielle Zwecke, insbesondere der Electro- chemie, ins Leben treten. Die geplante Industrie wird sich dem vernehmen nach zunächst mit der Herstellung von Calcium-Carbid beschäftigen, welches den Stoff zur Erzeugung von AccetylengaS darbietet. ** II btadtthealer. Unsere Direktion bezeugt eine besondere Verehrung für die dramatischen Werke der seligen Charlotte Birch-Pseiffer- nachdem vor wenigen Tagen ihr „Lorle" zur Aufführung kam, wurde „Die Waise au« Lowood" al« SonntagSstÜck sür passend befunden und gestern aufgeführt. Die gute Absicht, welche die Verfasserin auch in diesem auf Grundlage eine« Roman« geschaffenen Lharacterbtlde kundgab, ist zu dick aufgetragen und dazu noch in wehr al« umständlicher Weise. Jedoch bet all ihren Stücken läßt sich noch ein anderer Endzweck constatiren, nämlich gute, dankbare Rollen zu schreiben und die größten Anforderungen an die Geduld und Gntmüthigkeit de« Publikum« zu stellen. „Die Waise au« Lowood" wurde hier des Oeftereu schon gegeben und darf der Inhalt de« Stückes al« bekannt vorausgesetzt werden. Die Wiedergabe kann als recht zufriedenstellend bezeichnet werden. Glänzte neulich Frl. Biotti als „Corte*, so machte sich diesmal Frl. Marl off al« „Jane Ehre" verdient, denn sie bot, ohne un« auSführ- lich mit der Rolle zu beschäftigen, eine wirklich gute Leistung. Ferner seien lobend erwähnt Herr Fritzschler (Lord Rochester), Frau Keßler (MrS. Reed), Frau Kruse (MrS. Harletgh), sowie Frl. B n d o w S k a, welche ihren „John" ganz prächtig verkörperte. Mit kindlicher Unbefangenheit erledigte die kleine Frieda Helm die Kinderrolle der Adele. — DaS HauS war mäßig besetzt- sonstige Veranstaltungen, die gestern stattfanden, mögen wohl Biele vom Theaterbesuch I abgehalten haben. DaS Galleriepublikum zeigte sich jedoch in gewohnt „gedrückter" Weise und äußerte seine Auffassung über daS Stück recht deutlich, aber oft der Logik gerade entgegengesetzt. Nach jedem Actschluß erdröhnte mächtiger Beifall, wovon Frl. Marl off btlligerweise der Hauptantheil gebührte. — Da aller guten Dinge, auch bet Charl. Birch- Pfeiffer, drei find, so wird wohl die Direction auch deren „Grille" zur Aufführung kommen lassen- wir wünschen, daß dies mit möglichst wenig Eile geschehen möge, denn e« giebt noch Besseres in der deutschen Bühnenlitteratur. •• Stadttheater. ES ist der rührigen Direction Kruse und Helm gelungen, den Kgl. Bahr. Hofschauspteler Herrn Possin, sowie Frl. Tilde LipSki vom Wiesbadener Hof- theater für ein nochmaliges Gastspiel zu gewinnen. Dasselbe findet am Mittwoch, den 12. Januar er. statt. Zur Aufführung gelangt Erkmann-ChatrianS Lustspiel „Freund Fritz", tu welchem Herr Possin den „David Sichel-, Frl. LipSki die „Süsel" spielt. **c? Soneert bei Kronbaner'fchen Quartett-Verein». Unter den musikalischen Unternehmungen deS Jahres 1898 dürfte daS Concert vom gestrigen Tage einen ehrenvollen Platz einnehmen. Hat e« uns doch eine Sängerin kennen lernen taffen, deren Bekanntschaft wir zu einer sehr angenehmen zählen. Mit schönen Stimmmitteln auSgestattet versteht es die Künstlerin diese in echt musikalischer Weise zu benutzen. Wie ein kluger Feldherr, der seine Kraft 'nicht unnütz entfaltet und erst zum Haupttrumpf den geeigneten Moment abwartet, so hat fich Frau Schott-Mohr nie zu frühzeitig ausgegeben, sondern zu rechter Zeit die Fülle ihres wohllautenden Soprans fiegreich ertönen lassen. Sowohl in Gemeinschaft mit den Männerchören, al« auch im Vortrage der Arie und Lieder hat sich die Künstlerin als wohlgeschulte, ftimmbegabte Sängerin gezeigt. DiScretiou verbietet e« un«, über die Leistungen des Quartette« selbst unser Urtheil eingehend abzugeben. Constatiren jedoch dürfen wir, daß der Ruf, den diese Vereinigung genießt, ein wohlbegründeter ist und durch da« gestrige Concert von Neuem bestätigt wurde. Daß wir hierbei nicht nur an die Chorleistungen denken, sondern ganz besonder« auch an die Herren Solisten, darf nicht unerwähnt bleiben. Herrn Geller, der daS Ganze leitete und der um da« Zustandekommen den größten Verdienst hat, bezeichnen wir nach seiner gestrigen Leistung als Fachmann und nehmen uns das Recht, ihn zu kritisiren. Der strebsame Herr besitzt alle Eigenschaften, au« denen man Dirigenten formt: Geschmack, Berständniß, Fleiß, Zähigkeit, Geduld und nochmal Geduld und noch einmal Geduld. ES war etn wahres Vergnügen mit anzusehen, wie dieser junge Mann seine an Jugend durchaus nicht Ueberfluß habende Sängerschaar leitete, wie ihm diese widerstandslos folgte. Da« find Resultate, die nicht zufallen, sondern nur durch eifriges Studium erworben werden können. Ueber das Programm haben sich bereits die Vorbesprechungen eingehend geäußert, so daß wir, um Wiederholungen zu vermeiden, davon absehen. Besondere Anerkennung verdient auch Herr Polster, der den so wichtigen, oft verkannten Posten am Clavier einnahm- er löste diScret und musikalisch seine nicht leichte Aufgabe, im Sturmchor durch einen Partner unterstützt. Herr Schott, der Gatte der Künstlerin, begleitete deren Solonummern äußerst geschmackvoll. DaS Concert war gut besucht, und geizten die Hörer nicht mit freundlichem, wohlverdientem Beifall. •*c? Theater-Berein. Wie aus dem Jnferatentheil ersichtlich, hat fich, trotz aller Bemühungendes Vorstände«, sowie der Direction Kruse-Helm eine Verlegung de« Theaterabends nicht umgehen taffen. Der bereits mit- getheilte Zwischenfall kam zu plötzlich und zu kurz vor der Vorstellung, um noch rechtzeitig beseitigt werden zu können. Das Stück selbst und der vortreffliche Gast, H. Nissen, konnten aber gehalten werden. Der Zeitverlust ist daher wohl, im Hinblick auf den in Aussicht stehenden hohen Kunstgenuß, zu verschmerzen. ** Oesfentliche Bibliothek und Lesehalle. E« wäre zweckdienlich, wenn die heute Abend stattfindende conftituirende Versammlung von Männern aller BernfSkretsc besucht werde, damit den verschiedensten Anfichten und Wünschen Rechnung getragen werden kann. •• Der Veteranen- Verein feierte gestern Abend in „Stein« Saalbau" sein Winterfest. Nach der Begrüßung der zahlreich Erschienenen durch den Vorsitzenden, Herrn L. Petri III., berührte Redner die Ziele de« Verein«: Festigung der im Felde geschlossenen Freundschaft, kameradschaftlicher Beistand in allen Lagen des Leben« und Pflege der Liebe und Treue zum angestammten Fürstenhaus- er schloß mit einem begeistert aufgenommenen „Hurrah" auf Kaiser und Großherzog. Nach einigen von einem Theile der RegimentSmusik au-gesührten Musikstücken ging ein von Herrn Theaterdirector Helm und Fräulein Cl. v. Winterstein gegebenes, von stürmischem Beifall begleitetes Genrebild: „Der Kurmärker und die Ptcarde" über die Bühne. Von den weiteren Darbietungen de» Programm« stand obenan „DaS Glöcklein von JnniSfar oder ein Weihnachtsabend in Schottland." DaS Gedicht wurde von zwei Kindern gesprochen und von der „Bürgergesellschaft" unter Clavterbegleitung deS Herrn Trautmann durch Chorgesang recht ansprechend und eindrucksvoll vorgetragen. ES folgten noch Sologesänge sowie Vortrag patriotischer Dichtungen, ein von einem zehnjährigen Zwillingspaar gesprochener Prolog, und schließlich lebende Bilder: a) „Lustige« Quartier in Feindesland" - b) „Ein Opfer der Pflicht", c) „Nach 25 Jahren auf dem Schlachtfeld". Letzleres Bild stellte beim zweiten Aufzug den Augenblick dar, in dem fich der Beteranen-verein mit feiner Fahne am Heffendenkmal am Boi« de la Cuffe aufgestellt. Dieses DecoeationSstück war von großer Naturtreue und fand ebenso wie die übrigen lebenden Bilder heiteren und ernsten Inhalts verdienten Beifall. Den Schluß der schön verlaufenen Feier bildete ein Tänzchen. •’ Brieftaube, vor einigen Tagen fand ein Jagdgehilfe im Bergwerkswalde eine verendete Brieftaube, welche außer einem silbernen Ringe am Fuße kein Merkzeichen an fich trug. Der Ring trägt daS Zeichen A 83, die Nummer 371, sowie zwei fünfzackige Sterne. Der Finder ist der Ansicht, diese Taube sei vom Nordpolfahrer Andree entfendet, doch daran ist wohl nicht zu denken. •• Tumerifches. Gestern übten hier diejenigen Turner auS dem Gau Hessen, welche in diesem Jahre beim deutschen Turnfeste in Hamburg die Musterriege deS GaneS Hessen bilden sollen. •• Zertrümmerte Scheibe. In der SamStag-Nacht wurde von einem bis jetzt Unbekannten an der MäuSburg eine große Erkerscheibe zertrümmert- ob mit Abficht oder Fahrlässigkeit, ist noch nicht festgestellt. ** Streit. Am OSwaldsgarten gerieth in verflossener Nacht ein junger Mensch mit drei Burschen in Streit, wobei er zwei Kopfwunden davontrug. Anzeige wurde erhoben. Ans dem Lndwiglplahe ging gestern Abend einem Herrn bei einer kleinen Rempelet eine goldene Uhr, Hut und Stock verloren. Dem Besitzer dieser Gegenstände dürfte zu empfehlen sein, dieselben bald als gefunden beim Polizei- amt abzugeben, andernfalls ihm die Sache sehr Übel genommen werden könnte. •* Cinbruchldiebstahle. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in hiesiger Stadt verschiedene EtnbruchS- versuche unternommen. Nachdem die Diebe in der Damm- str aße eine Schlosserwerkstätte erbrochen und hier jedenfall» fich das nöthige Werkzeug angeeignet hatten, versuchten fie die Hintere Thüre eines Geschäftshauses in der Marktstraße von den sogen. Alten Ställen aus zu öffnen, wurden aber durch eine Schutzmann-Patrouille gestört und nahmen Reißaus. Später haben offenbar dieselben Gauner einem Geschäft in der Sonnenstraße einen Besuch abstatten wollen. Sie begaben fich durch die unverschlossene HauSthÜre in den Treppeu- ban, schraubten an der zum Laden führenden Thüre die vier Schrauben vom Schloß ab, und die Thüre zum Laden war offen. Hier hatten die Diebe nicht an die electrische Schelle gedacht, die beim Oeffnen der Thüre heftig anfiug zu klingeln, und mußten fie auch hier unverrichteter Sache da« Weite suchen. •• Ueber Acetylengal. DaS Großh. Ministerium de» Innern hat dem Mainzer KreiSamte die Mitthetlung gemacht, daß Anlagen zur Herstellung von AcethlengaS, sofern fie fabrikmäßig betrieben werden, als chemische Fabriken im Sinne der Gewerbeordnung (§ 16) anzusehen seien und mithin dem daselbst vorgeschriebenen Verfahren unterliegen. Flüsfige» AcethlengaS sei alS etn explosiver, zur Verwendung al» Sprengmittel geeigneter Stoff, mithin als ein Sprengstoff im Sinne des Gesetzes vom Jahre 1884 auzusehen. Der KreiSauSschuß des Kreises Mainz wird fich demnächst mit der Feststellung einer Polizeiverordnung in Sachen des Acetylen- gases befassen. ** Die Tageilänge im Januar nimmt bereits im Ganze» um 1 Stunde und 7 Minuten, da« ist täglich etwa 2 Minuten zu. Während am 1. Januar Sonnenaufgang 8 Uhr 26 M. und Untergang 4 Uhr 32 M. war, geht am 31. d. M. die Sonne schon 8 Uhr 2 M. auf und erst 5 Uhr 15 M. unter. Am 22. Januar totale Sonneufinsterniß, vollständig sichtbar nur in Ostafrika und Asien. Bei un« geht die Sonne erst am Ende der Finsterntß 8 Uhr 15 Min. auf. — Vollmond am 8. Januar, letztes viertel 15., Neumond 22. und erste» Viertel am 26. Januar. ** Die Unglücttfalle infolge navorfichtigen Umgang» mit Petroleum mehren sich von Tag zu Tag. Bekannt ist ja, daß Wasser in das brennende Petroleum gegossen, nicht nur dasselbe nicht zum Verlöschen bringt, sondern vielmehr dasselbe noch über einen größeren Raum verbreitet. DaS sicherste Mittel zum Ersticken eines Brandes ist immer, Sand ober Asche aufzuschütten. Aber eS gibt noch ein Mittel, welche» denselben Zweck erfüllt und welche» in jedem Haushalt fast immer zur Hand sein dürfte: die Milch. Aus brennendes Petroleum gegossen, bringt fie dieses sofort zum Erlöschen. Oesterreichifche Gnldenstucke werden vielfach an Stelle von Zweimarkstücken auSgegeben. Die Ausgaben von solchen Stücken ist in Deutschland nicht gestattet, im Uebrigen haben sie-auch nur einen CourSwerth von 1,60—1,70 Mk. Die öffentlichen Raffen haben derartige Gelder anzuhalten und durch Zerschlagen unbrauchbar zu machen. Also Vorficht! ♦* Ueber da» einstweilige Verlassen de» Bahnsteige» hat die Eisenbahn-Verwaltung eine Verfügung erlassen, in welcher eS heißt: „Reisenden, welche mit gütigen Fahrtau»-- weisen versehen find, ist daS Verlassen der betreffenden Bahnsteige und der Wtederzugang zu denselben unter jedesmaliger Vorzeigung der Fahrkarte gestattet. Auf Bahnsteigkarten findet diese Anordnung jedoch keine Anwendung." Wetterbericht. DaS barometrische Maximum hat von Süden her einen merklichen Vorstoß gegen Central- enropa bis gegen die Nordseeküfte gemacht, und lagert sein Kern heute über Süddeutschland. Diese» Gebiet hohen Druckes wird auf zwei Seiten von Depresfionen umschlossen, von welchen die eine den Osten de» Erdtheil» bedeckt, die andere im Nordwesten Schottlands auftaucht. Auf unserem Gebiete hat eS, mit Ausnahme de» Osten», rasch wieder aufgeklärt, die Temperaturen find im Norden erheblich gesunken, Im Osten liegen sie dagegen zunächst noch höher al» gestern. — Voraussichtliche Witterung: Meist heiteres und im Allgemeinen mildes Wetter. Vermischtes. * Da» Cafino von Monte Carlo. Wenn man von Monaco spricht, so schreibt die „Berliner Börsenzeitung", gedenkt man meist nur der berüchtigten Spielbank. Und man hat insofern Recht, al« daS Geld, da« die Spieler dort zurücklafsen, in vielen Canälen der Stadt und dem Staate zufließen. Der Hauptcanal natürlich wird, wie e« fich gebührt, in die Taschen der Stationäre der Gesellschaft geleitet, welche nach Blar.cS Tode die Besitzerin de» Casino» von ß) zvohW Mottw «)6W» 10) Sa dir P nfdiU” st,' t'Wti«« $s» * -rs£ JpW» \ 1)86 w ! 2) S°'°« Strich"/ 3) Otffeatlic 4) Pr Neber dir In Sroschll" I 11) Celttunfl, Siottpl« 12) Seuerme! 13) Uaterhal unb Abs 14) Licht uni 15) SatschSdi »ensionii 16) flatlcm 17) -resse . 18) Hk°rer i Südlich toi »0,1)00 «eilen Hunzen ließen 30,800,000 M • Atze« Wilhelm dr anginMlich Southampt sich daS stolze sehen. CapitS »artet hatte, that er? Sri »roße Schilder »achstaben auf in Germany toick Haden. 'Behördli . Holzve Ut -Der Ast Achibtrg, der, tn Egypten aushi -ldad von einem Dudbah, einem! nid) seiner dgem baußle habet bi rinem ihm enigeg nnrö in enigeg, nab fortMlmb 3" dem «audeshosp Stelle her V sed n. und bügeln »ollen sich un n'ffe bei.u meiden U ein Achngsa Mt werden Hosheim, QD (>.. Tro ^rection b( -__Dr. Hvutoa 189s a?' äfft* Vd Mn- 4« Sy & 88 88 " M 5)2 " Ache " Nabe Mittwoch dm 600,000 n «, gd)t am 81. b. M. bk mb fortgeschleudert. Der Tod trat augenblicklich ein. | Empfehlungen. | 275 Wellen Buchen-Reisig, der Gnauth. 475 Balser. 462 Großherzogliche 478 Enge», Gerichtsvollzieher. 80 49 60 235 160 Hemmer, Pfandmeister. 465 177 203 Rathskeller. König Löwe. den letzten Tagen und patriotischen 40 106 86 86 92 320,000 40,000 60,000 40,000 180,000 240,000 500,000 820,000 440,000 200,000 n // n n 250 2100 6 47 w eiset öemtt im Ganzen d iS tigli» etwa 2 IRinm 290 13 4 4 65 400,000 160 000 380,000 180,000 120,000 ff // ff n n n ft n n f! ff ff ff ff n Nachstehende Holzsortimente kommen Freitag, den 14. Januar im Gemeindewald Nonnenroth zur Versteigerung : Bemerkt wird, daß das Bauholz den zweiten Tag und das Brennholz den ersten Tag zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist bei der Seifwiese auf der Kreisstraße von Oppenrod nach Albach. Oppenrod, den 8. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. 2) Für allgemeine Sicherheit, Polizei, Gerichte, Regierung..... 3) Oeffentliche Werke, Straßen . . 4) Für Licht und Master . . . . 5) Bischof, Geistlichkeit, Schulen . . 6) Wohlthätige Werke..... 7) Preise: Rennen, Taubenschießen, Regatten, Mummenschanz . . . 8) Druckkosten........ 9) Staatliche» Waschhaus und Bäder 10) An die Post....... Straße nach Rödgen an der Ochsen- wiese. Gießen, 10. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Fichten- und Kiefernstämme mit 72,93 fm, Fichtenstangen mit 3,16 fm, rm Eichen-Scheitholz, 12) Feuerwehr und Bewachung . . 13) Unterhaltungskosten für Gebäude und Abschreibungen..... 14) Licht und Heizung..... 15) Entschädigung an Privatagenten, Penfionäre, Invaliden . .* . . 16) Biaticum........ 17) Presse......... 18) Theater und Orchester . . . // Eichen Radel- rauhen Jahreszeit vor Erkrank- -Knüppel, ff u |^erstSgerungen. Holzversteigerung tat Gießener Stadtwald. Montag, den 17. Januar 1*98, Vormittags 91/, Uhr bezinnend, sollen im Gießener Stadt- wald, in den Diftricten Tanne und Mstockswäldchen meistbietend versteigert werden: Donnerstag den 20. und Freitag den 21. Jan. 1898, jedeSmal Nachmittags 2 Uhr, sollen tm Pfandlocale zu Gießen — Seltersweg 11 — gegen Baarzahlung versteigert werden: ein Kastenschrank, Eichen - Bohlen, ein Wagen, Sopha, Commode. Glasschränke, Kleiderschränke, Sattler- waaren und andere HauSgeräthe, sowie zwei goldene Brachen und eine Partie Cigarren- Versteigerung findet bestimmt statt. 12. Januar: Kinder der Bühne. Donnerstag den 13. Januar: Hans Huckebein. Freitag den 14. Januar: Hamlet. Samstag den 15. Januar: Die Einberufung. Sonntag den 16. Januar, Nachmittags 3'/, Uhr: HanS Huckebein. Abends 7 Uhr: Die Einberufung. Montag den 17. Januar: Ewige Liebe. Der Postdampfer „Soulhwark" der „Red Star Line* in Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Januar wohlbehalten in New- Pork angekommen. Der Postdamyfer „Nederland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 7. Januar wohlbehalten In Philadelphia angekommen. Mittwoch d. 12.Ianu»rl898, Nachmittags 2 Uhr, im ,übler* zu Gießen versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung: 2 Betten, 2 Sophas, 1 Kleiderschrank, 6 Stühle, 1 Waichcommode, 3 Tische, 1 Sptegelschrank, 1 Nacht-. 1 Wasch« tisch,11 Rohrsessel, 2 Spiegel, Bilder, 1 Regulator und sonstige Mobilien, diverse« Weiß,eug (Bett-, Hand- und Tischtücher, Ueberzüge u. Vot hänge) Versteigerung voraussichtlich bestimmt. linivcrfitäts - Nachrichten. — Der Astronom Dr. Necker, Privatdozent an der Universität Königsberg, der zu meteorologischen Studien sich seit einigen Wochen in Egypten aufhielt, kehrte kurz vor 10 Uhr am Weihnachts-Heilig- ibmb von einem Besuch bet seinem Freunde Prof. Heß in Kubrial- Schisf-nachrichten^ Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 7. Januar. [33er transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capt. E. Thalenhorst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Direction des Landeshospitals. Dr. Mayer. 455 Leiimeritz, 10 Januar. In der gestern abgehaltenem Versammlung der deutsch-böhmischen Landtags- Abgeordneten wurde beschloffen, au den bevorstehenden Verhandlungen theilzuuehmen. Troppau, 10. Januar. Infolge behördlichen Verbotes einer für gestern Nachmittag augesagten Arbeiterve r- sammluug versammelten sich die Arbeiter vor dem Rathhause und dem RrgierungSgebäude. Ein starke- Aufgebot von Sicherheitsbeamten und Gendarmen konnte erst nach längerer Zeit die Ruhe wieder Herstellen. Zu der Demonstration waren viele Arbeiter au- den umliegenden Grubeu- bezirken gekommen. Paris, 10. Januar. Major Esterhazy, welcher heute vor drm Kriegsgericht erscheint, hat sich gestern Abend tm Gesängntß gestellt. Paris, 10. Januar. Gestern ist in Drocourt, Provinz Arras, ein Kohlengrubenarbeiterstrike aaSgebrocheu. Die Gendarmerie mußte verstärkt werden. Paris, 10. Januar. Auf Antrag des General» Sausfier wird für die ganze Dauer de- E ster Hazy-Procefs<- wiederholt Ausschluß der Oeffeutlichkeit angeordnet werden. „Jntranfigeaut" sagt, daß eine große Kundgebung gegen den Feldzug, der zu Gunsten Dreyfus tu Scene gesetzt werde, sich 16,680,000 Mk. Endlich wurden 240 Franken Dividende auf jede der 60,000 Aktien auSbezahlt, was 10,520,000 Mk. macht,- tm Ganzen ließen also die Spieler tu der letzten Saison 30,800,000 Mk. tm Eafino von Monte Carlo. * Gutgemacht! Während der ersten Reise de» „Kaiser Wilhelm des Großen", de» größten Dampfers, der augenblicklich die Flutheu durchfurcht, hatte sich in Southampton eine große Meogeumenge eingefuuden, um sich das stolze Schiff de» Norddeutschen Lloyd einmal anzu- sehen. Capttän Engelhardt, der wohl etwas Sehnliche» erwartet hatte, zeigte sich den Berhältuiffen gewachsen. Was rhat er? Ec ließ zu beiden Setten seine» mächtigen Schiffes ab trt IbM-E. rsfanni, tolMnbifl ftitbat ki nnl gebt hi Sonne eiß 15 Ohn. af. - 8oHmoui 15., Staunt 22. rat rrstü Monte Carlo ist. Eine Gruppe von diesen Aetionären, die mit der Ftnanzgebahruug der Letter des Unternehmen» un- zufrieden find, hat nun eine Broschüre veröffentlicht, in der Vorschläge zu noch lohnenderem Betriebe gemacht werden und aus der auch sür wettere Kreise Manches neu und in- tereffant ist. So ist wohl nicht allgemein bekannt, daß das Casino für Gesetz und Polizei, Beleuchtung und Waffer- versorguug, Post und Gesundheitswesen — und für Religion und christliche Werke beisteuert, wie nachstehender AuSwet» für die Kosten der letzten Saison barthut. Unter anderen Posten staden sich (in runden Zahlen): 1) An den Fürsten für die Coneesfion 1,000,000 Wit., Verkehr, und Volkswirthschafs GrürrVerO, 8 Jan. Fruchtvretse. Wetzend 19,60—00,00, Korn X 14,90—15,20, Gerste X 16,00-16,50, Hafers 14,00-14,50, Erbsen X 15-16, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 000, Samen X 00,00. in G wirkt — vorberette. Zu diesem Zweck find tu 300000 Unterschriften von Veteranen Vereinen gesammelt worden. Marseille, 10. Januar. Da» Schiff t mmtihtisrn ItoMl «t in Lag. Bekannt ist j», krtilae pfiffen, nttt vor Eichenstämme von 14 bis 30 cm mittlerem Durchmesser und 4 bis 10 m Länge und 15,91 fm, Kiefern- und Fichtenstämme von 14 bis 40 cm mittlerem Durchmesser und 4 bis 17 m Länge und 90,98 fm, welches sich theils zu Schnittholz eignet, Derbstangen von 6 bis 12 cm mittlerem Durchmesser und 8 bis 13 rn Länge und 12 fm, Reisstangen — 3,22 fm, rm Buchen Scheitholz, große Schilder anbrtngen, auf denen in schwarzen Riesen- 8 Ubi 263R. |a(f)ftQ6en auf weißem Felde da» bekannte Wort: „Made Stück Kiefernstämme von 15 bis 30 cm Durchmesser und 6 bis 15 m Länge, Stück Fichtenstämme von 15 bis 29 cm Durchmesser und 14 bis 25 m Länge, Stück Fichten - Derbstangen, Sparren von 10 bis 14 em Durchmesser und 6 bis 20 m Länge. Isichla >tr «ndlittni jartfrrta vperrrharr». Dienstag den 11. Januar: Hans Heiling. Mittwoch den 12. Januar: Sechstes Abonnements-Concert unter Mitwirkung von Pablo de Sarasate. Donnerstag den 13. Januar: A Basso Porto. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Freitag den 14. Januar gefchlossen. Samstag den 15. Januar: A Basso Freitag, den 14. Januar, Nachmittag« 2 Uhr, wird Steinffraße 71 der Nachlaß der Herd. Schmidt Wwe., bestehend in Haus- und Küchengeräthen, 1 Strickmaschine, sowie 1 Schubkarren gegen Baarzahlung versteigert. 483 Drucksachen, Rechnungen, Kacturen, ßircutare, Arieföogerr, Umschläge mit Kirmendruck fertigt billig SriihlW Univ.-M- u. Steindruckem, Schnlstraßc 7. Porto. Hierauf: Phantasien im Bremer Sonntag den 16. Januar, Nachmittags S1/3 Uhr: Abends 7 Uhr: Die treiben Schützen. SchanspiaUnnI». Dienstag den 11. Januar: Ewige Liebe. Marseille, 10. Januar. Infolge der wiederholten Theater-Scandale, welche in letzter Zeit in der großen Oper stattgefuaden haben, wurde dieselbe behördlich geschloffen. Madrid, 10. Januar. Die Nachricht betreffs der Entscheidung de» OberkUegSrathe» in Sachen de» General Weyler ist dahin richtig zu stellen, daß Weyler doch vor ein Kriegsgericht gestellt werden wird. Der Oberkrieg»- rath hat einen Procurator und einen General mit der ein- zuleitenden Untersuchung betraut. London, 10. Januar. • Mehrere Blätter melden, daß betreff» Corea ein Einverständuiß zwischen Rußland, England und Japan zu Stande gekommen ist. London, 10. Januar. „Daily Mail" meldet aus Konstantinopel, der russische Botschafter habe bei der Pforte eine Note eingereicht, behuf» Zahlung der 50 Millionen türkischen Pfund Kriegsentschädigung. London, 10. Januar. Der englische Dampfer „Clauffe Redcliffc" ist beim Vorgebirge St. Vincent mit 16 Mann der Besatzung untergegangen. Bier Mann, welche gerettet werden konnten, sind gestern in Portsmouth angekommen. New York, 10. Januar. Nach Meldungen aus Monte- Bideo ficht dort der AuSbruch einer Revolution bevor. Fünf Bataillone der Nationalgarde wurden bereits einberufen. | Behördliche Anzeigen | In dem Groftherzoglichen Laudeshospitale ist alsbald die Stelle der Weißzeuggehülsin zu be- sch-n. Im Weißzeugnähen, Waschen and Bügeln erfahrene Mädchen mutten sich unter Vorlage ihrer Zeug- ni.ffe bei unterzeichneter Behörde melden Bei freier Station kann tiii Anfangsgehalt von 250 Mark gezahlt werden. Hofheim, am 7. Januar 1898. Wer Kehlkopf un „Louis", welches nach Cadix unterwegs war, ist gesunken. Die ganze, aus 15 Mann bestehende Besatzung ist ertrunken. aeotafa. »W Bmtt« i» n tl |th «»4 >di M-I, - lärhe; bit ®114- 1 tnBtt sie dieses Wort z°- 2,700,000 Mk. Hebet die Unterhaltungskosten des Casino» werden in der Broschüre folgende Angaben gemacht: 11) Leittung, Directoren, Inspektoren, Croupier», Personal (1600) . . 13,800,000 Mk., Neu eingetroffen! Prima Glühkörper (Strümpfe) unübertroffen in Leuchtkraft, Brenndauer und Haltbarkeit, incl. Aufsetzen pr. Stück 70 Pfg. Desgleichen „trarrSporlfLhige", von Jedermann leicht auszusetzen, per Stück 60 Pfg. Complette Brenner, Eylinder, Schirme, Kugeln re. billigst bei 14 A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21. Fernsprecher 46. Bet größ. Abnahme Preisermäßigung. Neueste Nachrichten. Depeschen de8 Bureau „Herold". Berlin, 10. Januar. Die große öffentliche Volksversammlung, welche von den Führern der Frauenbewegung au» Anlaß der mehrfachen polizeilichen Sisttrung unbescholtener Frauen einberusen wurde, hat gestern Nachmittag im Concerthau» stattgefunden. Der Andrang war so groß, daß der Saal schon frühzeitig wegen Uebersüllung von der Polizei geschloffen wurde. Heber da» Thema: „Schutzlosigkeit der Frauen im öffentlichen Leben" sprach zunächst Frau Schulrath Kauer, welche den Fall Koeppen eingehend erörterte. Hierauf ergriff Frau Bieberau da» Wort, um sich gegen die Prostitution zu wenden. Wären Frauen im Parlament, dann wäre solches schon längst nicht mehr möglich. ES würden Polizei-Matronen angestellt uno weibliche Frauenärzte für erstmalige Hntersuchung eingelieferter Frauen. Im Sinne dieser Ausführungen gelangten zwei Resolutionen zur Annahme. Wie«, 10. Januar. Da» Standrecht in Prag ist mit dem heutigen Tage aufgehoben worden. DaS Prager Polizeicorps wird um 330 Mann verstärkt. Budapest, 10. Januar. Zu der Angelegenheit der beabsichtigten Erpressung am serbischen Hofe stehen noch drei Verhaftungen bevor, darunter die eines Transport- Unternehmers und eines Juwelier» - auch soll ein Polizeibeamter stark compromitirt sein. Die Aufdeckung des Com- plottes, welcher auch eine Erpressung an dem bulgarischen Fürsten bezweckte, erfolgte durch den serbischen General- Lonsul. — Der Rücktransport der Soubrette Rosa Benke von Wien nach Budapest ist wahrscheinlich. Holzversteigerung im OMnrödtt Gemmdemid. Donnerstag, den 13., und Freitag, den 14. Januar ds. Js., von Vormittags 9Va Uhr au, soll im hiesigen Gemeindewald in verschiedenen Districten nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Qubbah, einem kleinen an der Bahn Kairo-Marg gelegenen Vorort, — c n«<6 seiner eigenen Wohnung in Hammamat al-Qubbah zurück. Er -'.rerv -icimhlbasM beruhte dabei das Bahngeleise al» Weg und wurde, tm Begriff, ' ‘ einem ihm entgegenkommenden Auge auSzuwetchen, von der Maschine eines in entgegengesetzter Richtung herankommenden Zuges erfaßt ermany“ prangte. Die zarte Anspielung soll ge- haben. ungen bewahren will, der gewöhne sich daran, 410 FAY’s ächte SodenerMineral-Pastillen täglich zu gebrauchen. Preis 85 Pfg. per Schachtel. Zu haben in allen Apotheken, Drogerien u. Mineralwhdlgn. •d. wtiltn °iM°°öick ' Tm flnlgaben v°» nfl i» UtbxiflO 11 . * wjnhalier «£ Tn JÄ* £ nnttr itbtimallfl« 1 tzsUkt. y --- i* ffw“* *. k Gebt" W f g iften» । uiteträt/ W ts Hitbc8 t oll 004 Tn dfl? jitKtBB8' an i v tD‘knb'V ,ei^ % n# iiUtiem, ! llnt» °Uf ein I™« nbailnna «ttimi, Witta e,lla. gll b„ »itiHttintabatnppto. » «tatbt» M, Wl 6|„ ‘ .,D® 9abtn ttai dfftn. «-l«rische Schelle gebaut, zu flingtln, nnb R Colt tat Stile sachm. il Muistniü« bei btt ®ätt|tilMg soilcttbltnial, losen tmiiie F-drikea im «zuscheo sein nnb* ^ra cntnliegtn. Flüsfiget ,p*n, ja Stiwenbang all araba all ein tzprnzßvss ün 1884 anznsehen. Der | ebb sich bemachst mit ter m| n Sachen bet Scelhlw rm Eichen-Stöcke, „ Nadel- „ 1 Pianino, mehrere Mille Cigarren, 5 Oelgemälde, 100 Paar Filzschuhe, 3 Fahrräder, 3 goldene Taschenuhren mit Ketten, 50 Dutzend Photographierahmen und verschiedene Möbel. 474 vorn, Gerichtsvollzieher. Nadel- „ Eichen-Knüppelholz, Nadel Scheitholz, „ Eichen- „ .. Nadel- „ 78 rm Eichen-Stockholz, 48,5 „ Nadel- 2710 Wellen Eichen-Reifig, 3870 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist auf 0,8 * 'S-- %!"»» l« ’* Zusammenkunft im Ort. Die Versteigerung beginnt präci» 10 Uhr. Nonncnrolh, den 9. Januar 1898. 461 Jacob, Bürgermeister. Dienstag den 11. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung Neu- I stadi bb dahier: Aufruf M ßcjtüutag einer öffrntliditn KbWek uni) Lesehnüe. Immer mehr bricht die Ueberzeugung sich Bahn, daß es Pflicht ist, die Schätze unserer Nationallitteratur und die besten fremdländischen Werke in höherem Maaße als bisher allen Kreisen unseres Volkes zugänglich zu machen- Auch Gießen darf nicht hinter anderen Städten zurückstehen, wo es gilt, diese Ehrenschuld einzulösen. Die Unterzeichneten wenden sich darum an ihre Mitbürger mit der Aufforderung, der Errichtung einer öffentlichen Lesehalle und Bibliothek ihre thatkräftige Unterstützung zu leihen. Die Lesehalle soll jeden Abend unentgeltlich geöffnet sein und Jedermann Gelegenheit geben, seine Feierstunden bei anregender und fördernder Lectüre zu verbringen. Die Bücher der Bibliothek sollen in der Lesehalle benutzt oder nach Hause entliehen werden können. Bei ihrer Auswahl wie bei derjenigen der Zeitungen und Zeitschriften soll strenge Neutralität gegenüber allen politischen, wirthschastlichen und religiösen Parteien beobachtet werden. ... Indem wir auf den gerade in jüngster Zeit so glänzend erprobten Gemeinfinn der Bevölkerung Gießens bauen, richten wir behufs Begründung einer östentlichen Bibliothek und Lesehalle an alle Mitbürger die Einladung, am Montag den 10. Januar, Abends pünktlich 81- Uhr, im oberen Saale des Cafe Ebel zu einer Besprechung sich einfinden zu wollen. Giessener Concertverein. Viertes Concert am Sonntag den 16. Januar 1898, Abende 5 Uhr, in grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Ausführende: Das Kölner Gürzenich-Quartett: W, Hess, W. Seibert, J. Schwarz, Fr. Grützmacher. Programm: Quartett: D-moll op. posth . Fr. Schubert Quartett: G-dur op. 18’ . . L.-v. Beethoven. Quartett: A-moll op. 411 . . R. Schumann. Eintrittekarten zum Concert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in der Musikalienhandlung von Ernst Chaliier (Rudolphe Nachf.), für Studirende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben; ebendaselbst sind die Partiturien zum Preise von ä Mk. —.50 zu haben.__________________________________________________________________ Theater-Verein. Die für Mittwoch den 12. angesetzte Vorstellung muss auf 3MT Mittwoch den 19. d. Mts. verschoben werden. Stück und Gast bleiben unverändert. 466 Tanz-Unterricht. Schöler werden ju jeder Zeit angenommen Sonnenstratze Nr. 5. 468 Mühl, Tanzlehrer. ••••••••HWOeMWHeWM 440 ••••••••••••oeeeeeoeeeeee Fßk.Tllsckllltkl WMMonskWu 482 gesucht. «afL Leib, Gießen. Mäusburg 7. j Capitalien Mäusburg 7 Börs»: vom 8. Januar 1898. Frankfurter 1887 4 Stadt WormS ubL b. 1901 dto. 4 «db ©rief ranz. Banknoten 16.18 18.14 Fr 20.36 20.32 O. 4.16 Nmerte. 4.20 301.63 000 00 | Oesterr. rredit'Actien Darmst. Bk.'Actieo auf sofort gesucht. 376 ttcbaction: 8L Scheyda. _ 103.26 97.93 102 60 101.60 102 03 4 4 3 3 Neue Kliniken. Mehrere Dienstmädchen Moselweine Rheinweine Ober-Ingelh. Rothwein Hochheimer Weisswein Ital. Rothweine 87.00 203.25 2200 97.30 35.45 101M 101.00 Monopol-Griechen von Eisenb. Rmtenb. ObL Buderus Obi. Hochachtend L. Elend 472] Wäsche zum Bügeln in und außer dem Hause wird angenommen. vahnhofstratzeSO. Procmi 4Vi Oesterr. Silben cf;« 4 Ung. Gold-Rente 3 Portugiesen 6 Mexieaner S I 1000 an Haasenstein «8- Vogler, A G , Gießen. 479 Gießen, den 1. Januar 1898. Ernst Balser. Director Bansa. Schuhmachermeister Berg. Realgymnafiallehrer Block. Alsr. Bock. Kaufmann Bräutigam. Landgerichtsrath Dornseiff. Kustos Dr. Ebel. Stadtverordneter L. Emmelius. Bäckermeister Faß. Pros. Dr. Frank. Buchhändler Frees. Dr. Fritzsche. Oberlehrer Fuhr. Commerzienrath W. Gail. Beigeordneter Georgi. Oberbürgermeister Gnauth. 1. Staatsanwalt Dr. Güngerich. Pros. Dr. Gundermann. Oberlehrer Hahn. Theodor Haubach. Dr. med. Fritz Haupt. Oberbibliothekar Pros. Haupt. Commerzienrath Heichelheim. Commerzienrath Heyligenstädt Realgymnafiallehrer Jann. Druckereibesitzer Kindt. Stadtverordneter Kirch. Commerzienrath F. C. B. Koch. Hauptmann a. D. Kramer. Buchhändler Krebs. Pros. Dr. Krüger. Schneidermeister Lew. Bäckermeister Löber. Geh. Hosrath Pros. Oncken. Metzgermeister Pirr. Schreinermeister Schaefer. Redakteur Scheyda. Stadtverordneter Schwall. Prof. Dr. A B. Schmidt. Redakteur Wilhelm Sell. Pros. Dr. Spengel, z. Z. Rector der Landesuniversität. Buchhändler Töpelmann. Pros. Dr. Wetz. Pros. Dr. Wimmenauer. Beigeordneter Wolff. L^Kaufgesuche^J Zweirad. yür gewerbliche« Dienst wird ei« gebrauchtes, gut erhaltene» Aweirad billig z« erwerben gesucht. 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