1SDS Samstag den 10. December Nr. 290 Zweites Blatt Brod Gießener Anzeiger ie 27. General-Unzeiger Aints- und Anzeigeblutt füv den T(veis Giefzen Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Ißröd ReUcrten, tprbition tmb ®nik betolligt. Die in einte früheren Sitzung beschlossene Anbringung von Inschriften an den städtischen Schulgebäude» soll Herrn Earl Selb («irchstratze) übertragen werden. Auf Gesuch einer größeren Anzahl von Einwohnern der Kaplaußgafse beschließt die Versammlung, bei G'vßh. Polizeiamt eine Verordnung zu erwirkeo, wonach da« Be» fahren der Roplonsgaffe vor in der Richtung Bahnhofstraße- «reuzplatz gestattet tst. Die Versammlung sowohl wie die Baudrputation haben die in der Eingabe bezeichaeteu Gefahren, denen die Pafiaoeeu bet be« starken Fuhrwerk-verkehr oul» gesetzt stab, al» vorhanden anerkannt und die beantragte Verordnung durch bte weitere Brstimwuog, daß nur im Schritt gefahren werden darf, ergänzt. — Zur Fortsetzung btt Totioiraulage in bezeichneter Gaste entlang be« F. E. Werner «chen Hause werden 600 Mark bewilligt. Herr Ph. Psefser von Annerod, welchem die Lieferung von Ehaufltrsteioen au» eine« tm Stadtwolve belegeut» Ste ndrnche übertragen wurde, hat fich zur Lieferung vo» Pflastersteinen für die Stadt bereit erklärt- er fordert 14 Mk. für den Eubikmerer. Die Versammlung sprach fich für Annahme bei Angebot» au«. Bei ber Vergebung der Arbeiten zur Erbauung eine« Au« f tcht«thur me« auf ber Hochwarte find nur btt Erd-, Maurer- unb Schlostrrarbeüeu zu innerhalb be« Voranschlag« fich haltenden Prei'en angeboten worden, wogtge« die Forderungen für die Zimmerer- und Vchreinerarbeittn der» Voranschlag erheblich Übertritten. Zur Ausführung zu bei Boranschlngsfuwwe fich nähernden Preisen hat fich ber Zimmer- meister W. Keßler in Annerod bereit erklärt, sofern ihm £ trenn- und Zimm-ierarbeiten Übertragen »erben. Die Versammlung beschloß dem »ogebot entsprechend, und fern« die Uevertragung der unberen Arbeiten an die Mindest- . fordernden. Gegen die R choong der Plock'schen Stiftung für 1897/98 und den Voranschlag berfdben Stiftung für 1899 bi« 1900 hat die Versammlung nicht« zu erinnern. Die Rechnung schließt unter E urechnnng der Eapitalausleihuugeu und 'Zurückziehungen ab in Einnahme mit 20,207 Mk. 61 Pig^ ta Aufgabe mit 19,864 Mk. 47 Pfg. und weist an Lapital- verwögen nach 112,381 Mk. 42 Pfg. Der Voranschlag gleicht fich an« in Einnahme und Aufgabe mit 6602 Mk. 74 Pfg. Bezüglich be« Gesuche« um Eoncesfion«eriheiluug für die Wirthschaft tmHaufe Grünbergerstraßt 82 an Frau Poppel«- darf, ftrntr für den Betrieb be« Hotel Ruhne an Herr» Zacharia« Haubach unb für bie Wirthschaft Neustadt 65 an Herrn Iac. Möller spricht fich die Versammlung für Bejahung der Bedürfnißfrage an«, desgleichen bezüglich be« Gesuche« von Wtlh. Wagner (B »marckftraßr 17) nm Erlaubniß zum Be kauf von Branntwein über bie Straße. — verneint wirb bagegen bte Bedürfnißfrage bezüglich be« Gesuche« um Wirthschastsconcefston von Gg. Stiehl für baß Haus Rrofdorferstraße 13, und ausgesetzt die Beraihnng über ba» Gesuch von H. Serth um Erlaubniß zum Ans- sch ar k von Branntwein im Hanfe Frankforterstraße 166. CtcaUs tzind proDinsleUcs. 4- Nidda, 7. December. Uater heutiger ^Nickel«, marti* war ziemlich gut besucht, unb erfreuten sich namentlich bte Verkäufer von Sprelwaaren sowie B Inter bebarf«« artikeln eines regen Zaipruch«. Rur auf de« Schweinemarkte waren gegen fonst wenig Thiere zum verkauf angetrieben, was offenbar «tt dem Verbote be« Viehhandel« im Umher- ziehen zuiammenhängt- außerdem herrschte geringe Nachfrage, im Hinblick auf ben Mangel und bie Prei«stetgerung ber Rartoffeln in htefiger Gegend. □ Dornstadt, 7 December. In Sudermann« erschien heute ein Gast, Herr Han« Schwnrtze vo» Reficenztheater in Btefbaben, in der Rolle des Grafen von Lrast-Saarberg, diese« Deua ex machina be« Stücke« und zugleich einer der dankbarsten Partien. Die dienert biefer Sitzung ber Stadtverordneten am 8. December 1898. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Georgi, ©rüntberg unb Wolff, von Seiten ber Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelin«, Faber, Dr Gaffky, Haubach, Heichelheim, Heyligevstaedt, ReQer, Rirdj, Loos, Löber, Orbig, Petti, Scheel unb Wallenfel». Herr Oderbürgermeistn Gnauth brachte eine Zuschrift be« Verein« für Geflügel- unb Vogelzucht zur Renntniß der Versammlung, ta welcher gen. Verein «ittheilt, daß die von ihm errichtete Geflügelzuchistation fertig fei und zur Be- fichtigung der He«en Stadtverordneten offen stehe. Dies« Einladung soll bei Gelegenheit entsprochen werden. Zu Vertretern der Stadt Gießen ans dem am 12. b. M. tn Offenbach stattftnbevben 7. hessischen Städtetage, an de« außerdem ber Oberbürgermeister unb zwei Bei« geordnete theilnehmen werden, tonten bie Herren Dr. Gut- fletsch, Scheel und Rirch gewählt. Die Firma Gebr. Bär beabfichtigt an Stelle de« ehemal« F.llmann'icheu Hause« in der Marktstraße einen Neubau zu errichten, und zwar wegen de« beschränkten Raume« tu Holzfachwerk. Die bieserhalb vöthtge Di«penfation von einschlägigen Bestimmungen der Bauordnung wird bezüglich be« zweiten Obergeschoste« ganz, bezüglich de« Erd« und ersten Obergeschoste« nur theiltoeise befürwortet. Nicht befür- wertet wird dag-gen die Di«pensation von den Bestimmungen hinfichtlich der Gedänbehöhe. Herrn Heinrich Regler von Annerod soll ein neben seinem Neubau Ecke der Gründerger- und Landmannstraße MuiUtiö. Pari«, 8. December. Der Polizei gelang el, die Führer einer berüchtigten Diebelbaube zu verhaften, welche vor einiger Zeit in Vrüffel zahlreiche Diebstähle ausführten, wobei fie eine Beute von ca. 6 Millionen Francs gemacht haben sollen. Paris, 8 December. Die Morgenblätter veröffentlichen einen Bries der Wittere de» Obersten Henry, worin dieselbe energisch gegen bie Beschuldigungen de« jfRabical* pioteftht unb dieselben al« infame Verdächtigungen bezeichnet. Frau Henry fordert ben .Radikal" auf, Veweife für feine Behauptungen beizubringen. Bekanntmachung. Vetr.r Schießübungen. „ Weste« „ Norden „ Osten tM % J-W JM iBBibm« een Anzeigen zu ba Äadjmittag» für ben Xq ertchmi enden stummer bi» Lorrn. 10 Ubr. Beendigung deS Schießens vo« Niemand betreten werden darf, wird begrenzt: sortevr s*r" Avieric- Deutscher Reich. Berlin, 8. December. Der Reifet hat von der tzsftciellen Vertretung des Reichstage« die Mittheilung erhalten, daß der Reichstag fich constituirt habe. Die Audienz bl« Präsidium» dem Raiier wird in d«u nächsten Tagen stattfiodev. Die einzelnku Abtheilungeu be» Reichstages Haden fisch ebenfalls gebildet. Berlin, 8. Drcember. Der preußische Hof legt für be verstorbene Großherzogin von Toscana, für die verstorbene Privziffia Hermann von Sachsen-Weimar und für bte verstorbene Prinzessin Friedrich von Württemberg auf acht Tage Trauer an. Berlin, 8 December. Aus Amsterdam wird der «Voss. Zig." geschrilben: In zahlreichen Zufchr fien an hiesige Blätter au« Dänemark werden bie Vertreter de» Handel« □ab der Industrie in ben Niederlanden anfgeforbert, den Uugendl ck, wo zahlreiche dänif ch-deutfche Geschäft«- Verbindungen gelöst worden seien, rasch zu benutzen, da« frei gewordene Absatzgebiet zu erobern. — Unser verhältniß zu Oesterreich. Unter biefer Ueberfchrift f«treiben die .Hamb. Nacht/ : Wit ver- ruhen kein Gehe>«niß, wenn wir constatiren, daß tm Laufe bix letzten Jahre mancherlei andere Beobachtungen auf dem Gebiete der inneren wie namentlich ber äußeren Politik Oesterreich Ungarn« zu wachen gewesen fiad, welche die Frage, e3 man in Wien und Budapest den Dreibund noch ernsthaft nähme, mindesten« btßcutabtl erscheinen ließen. Wr wollen §ier nicht in'« Einzelne gehen, sondern alle rationea dubitandi, be sich au« jenen Wavrriehmungen ergeben, dahm zusammen- ftffen, daß das verhältniß, in dem fich Oesterreich zu Deutsch- l:nb befindet, für uu« Deutsche nicht mehr so klar und durch« sichtig ist, wie wir e« wünschen müffen, so lange bet deutsch» «äetteichische Bündnißoertrag besteht. Wir für dien, daß hinter den Louliffen der österreichischen Diplomatie mächtige Einflüffe, namentlich feubabcler calen Ursprungs nicht ohne Erfolg thätig stad, um Oesterreich Ungarn von seine« Platz« i: der Seite Demschlaud« adzudrüngeu und daß ste dabei »m ebenfalls mächtigen Eivsiüffen tn Pari« unb Petersburg mterstützt werden. Ferner glauben wir nicht, baß bie Ent- mick-lung, welche die innere Nationalitätenpolitik in Oester- Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnttz gebracht, daß das 1. Bataillon des Infanterie» ltteglments Ro 168 zu Butzbach am 20., 21 und 82. December jedesmal von 10 Uhr Bormittags bis 4 Uhr Nachmittags im Gelände «riedel - Wambach et« gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition mit Schußrichtung füdlich des Baches gegen den Stlberberg ab» TT»*«?'061 (4 Iuverus Obi- Kfen. Siltemn« , X«**1 3 Portugiesen 16 4 gjlonopovtsnw ——-— 3d ■ H-U»Ä121 * 2Ä Die vorerwähnten Grenzen selbst bleiben für >e« Verkehr frei. «tetzen, am 9. December 1898. vroßhcrzogliches «retsamt Vießcn. v. Bechtold. Gießen, den 9. December 1898, Betr. r Wie oben. Das Grotzher^ogliche jkreisamt Gießen an die «roßh. Bürgermeistereien Holzheim und Lang-«öns. Die vorstehende Bekanntmachung wolle« Ste «Isbald auf ortsübltche Weife bekannt machen und dieselbe am Tage vor Beginn des Schießens wiederholen lasten. v. Bechtold. irnig! ! Ltraße nach Henchelhei, ; vor Morast nnpaffrbti MM t Dualität W Md W j erlebt Giessen, l0m 8. December 1888. reich genommen hat, eine« gewissen ursächlichen Zusammenhanges eit dielen Inttiguen entbehrt. Unb selbst wenn nur etn Theil der Befürchtungen gerechtfertigt wäre, die fich unter diesen Grfichtspunkten für Deu'schland ergeben, würbe »an fich tn Wien nicht wunbern bürftn, wenn fich tn Deutschlanb allmählich Mißtrauen regt und wem, »an vorkowmnifien, wie der neulichen auffälligen Rede de« Grafen Thun, nicht »it dem Maße von Harmlofigkeit gegerübersteht, wie i« sonst vielleicht der Fall geeefen sein würde. W r wollen, wie schon neulich gesagt, nicht so weit gehen, auf Grund der Rede Thun« zu behaupten, daß Oesterre'ch da« Bünbniß mit un« aufzugeben gedenke, aber bte Rebe hat in uv« btn längst vor- hanbenen Eindruck verstärkt, daß da« Bünbniß «'dr ober weniger eine fic'iv: Existenz führt, mehr de jure al« de facto vorhanden ist. E« scheint ja auch nach den Wandlungen tn russisch öüerretchtichen Beziehungen kau« noch die nöthige raison d’Otre zu besitzen und vielleicht nähert fich der Mo« «:nt, den Fürst Bismarck, freilich in anderem gusammen- bange, in’« Auge faßte, al» er in seiner großen Reoe vo« 6 Februar 1888 die Worte sprach: »Reine Großmacht kann auf bie Dauer tn Widerspruch «it den Interessen ihre« eigenen Volke« an dem Wortlaut irgend eine« vertrage« kleben, fie tst schließlich genötigt, ganz offen zu erklären: I bte Zetten haben fich ge&nbert, ich kann da« nicht mehr und muß ba« von ihrem Volke und von dem vertrug schließenden Thetle nach Mögltchkeit rechtfertigend Im Zusammenhang mit diesen Worten gewinnt eine Stelle besondere Bedeutung, die fich tu den .Gedanken und Erinnerungen" unsere« heim- ! gegangenen großen Staat«»annes, tn dem dem Dreibund ge- ! widmeten Eop.tel findet. Fürst Bi«marck weist darin auf bie Möglichkeit hm, daß ,ta O sterretch amibeutfchr R chmngen nationaler oder confesfioneller Natur fich stärker al« bisher zeigen, und baß ruffiiche Versuchungen und Anerbietungen aus | dem Gebiete der ortentalischen Politik, wie zur Zeit Ratha- rtna« und Joies« II hinzutreten." Die erste dieser betöen Eoentualttären tst fett Niederfchrtst ber Memoiren zweisello«, bte zwefte vielleicht eingetreten. DieLofung für Deutschland muß alfo bie fein, bte Fü'st Bi«marck für diefen Fall gegeben bat: tonjouTB en redette. i Rolle läßt fflr fich allein keinerlei sicherer Urtheil über die | Leistungsfähigkeit des Künstlers für da» Bonvivaut-Fach, für ] dar er gastirt, zu,- man hatte aber die Empfiaduog, daß mau £ hier mehr verlangt. Dal Stück hatte sonst fast durchweg tadellose Brsetzuog. _____________________________________ Schwurgericht. W. Gieße», 8. Drcewber 1898. Schluß der Verhandlung gegen die Dieustmagd Kathariue Bessner aus Wolf wegen Brandstiftung. Auf Antrag der Vertheidlguug wird, außer der Schuld' frage, die Nebenfrage nach mildernden Umständen gestellt. Staatsanwalt Zimmermann platdtrt auf Schuldig der vierfachen vorsätzlichen Brandstiftung und Versagung der mildernden Umstände. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wetdig, hob hervor die schlechte Erziehung seiner Tlieuttu, die noch sehr jung den Vater verlor, (die Jugeud derselben, (als sie das erste Feuer anlegte, war dieselbe noch nicht 18 Jrhre) und ihr Grstänbntß, und bat die Jury, der Angeklagten die mildernden Umstände utcht tu versagen. Nach kurzer Rechtsbelehrung und Berathung verkündete der Obmann Postsecretär i. P. Meyer, Gießen das Verdikt der Geschworenen, welches bejahend lautete in vier Fällen der Brandstiftung, verneinend aber betreffs der mildernden Umstände. Staat-avwalt Zimmermann beantragte, auf eine Gr- samwtzuchthauSstrafe voa 4 Jahren und 8 Monaten zu et* kennen. Der Vertheidiger überließ die Aulweffung einer ge* ringerru Strafe dem Gericht, dessen Urtheil auf 4 Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre lautete. Die Angeklagte erkannte die Rechtskraft des UrtheilS sofort au. Vernaschtes. * Unter der Überschrift: „Was der Gartenbau vermag" erzählt M. Dank!er im „Pr^k ijchen Rathgeber iw Obst- und Gartenbau" folgende iurereffavte Thatsacheu: Ja dem industriellsten Thril des Regierungsbezirk- Aachen, die genaue Nennung deß Orte- ist, da die Bache in der Gegenwart liegt, utcht gut thuulich, ließ eine Fabrlkieitung einen neuen Weg aulegcn und besetzte ihn zu beiden Veiten mit Fabrikwohn« Häusern. Der Weg war für alle Anwohner viel näher all der alte Tomamvalweg, aber die meisten Leute machten doch lieber d.'N Umweg, all daß sieden neuen Fabrtkweg benutzten. Bor den Häusern standen und saßen nämlich die Arbeiter, die nicht von der Schicht zurückgehalten wurden, also am Tage die, welche die Nachtschicht hatten, und vertrieben sich die Zett mir Rauchen, Trinken, Zotenreißen, und wehe Demjenigen, der diese Lästerallee pasfiren mußte. Die Frauen betheiligtea sich nach Kräften, und die schwarzen, ungezogenen Kinder waren ein Schrecken für die Nachbarschaft und für die Jugend. Da kam ein »euer Betriebsdirektor au dal große Hüttenwerk, welcher manche Neuerungen eiufücrte und jeder der Fabrtk- wohvungen ein Stück Garten, dazu 2 Apfelbäume, 2 Birnbäume, 2 Pflaumen und 2 Kirschen zuwtes, die nach seiner Anweisung gepflanzt werden mußten. Demjenigen aber, der nach einem Jahre den Garten am schönsten hätte, bewilligte er aul Fabrikmttteln einen Preis. Die Arbeiter fingen an, in ihren Gärten zu arbeiten, Anfangs zum Thetl nur gezwungen, da der neue Direktor fast jeden Abead einmal an den Gärten vorbeispazierte und Lob und Tadel nicht sparte. Allmählich aber wurde die Sache ander!, die Arbeit weckte dal Jntereffe, der Eine wollte el bester al! die Anderen machen. Da» Eil war gebrochen. Dann begann da! Tauschen unter Freunden und Brkauuten, die Bäume wurden gepflegt und vermehrt, und bald wurde auch der gute Einfluß davon bemerkbar. Wenn die Männer von der Schicht kamen und gerastet hatten, legren sie sich nicht vor die Häuser und rempelten dir Vorübergehenden an, sondern fie stopften ihr Pfeifchen und gingen zum Garten. Dort fanden fie immer nud zwar angenehme und lohnende Beschäftigung, und wer fleißig arbeitet, der hat gar keine Lust, die Vorübergehenden zu verspotten oder fich zu zanken und zu schlagen. So kam es, daß zunächst die wüsten Raufereien aufhörten. Die Frauen aber gewannen dru Gartenbau erst recht lieb. Sie konnten jetzt bester und billiger kochen, trotzdem fie durch die jetzige Lebenl- arr der Männer viel mehr Geld zur Verfügung hatten wie früher, al» diese so viel in Schnaps umsetztev. Vie griffen daher auch herzhaft mit zu uad vermehrten den Verdienst. Endlich entdeckte gar ein Praktikus, daß die geschützte Lage ihrer Gärten fich vorzüglich dazu eigne, Frübpflanzen zum Verkauf heranzuziehen, es gelang, und seitdem sah man die Bauern und Gartenbesitzer eben so fleißig dort Setzpflauzen laufen gehen, all sie früher den Orr vermieden. Die Pflanzen waren dort immer 1 bi! l1/] Wochen früher zu haben all anderlwo. Dal brachte einen hübschen Pfennig Geld ein, ebenso der Urberschuß. dm Einige auf dem Markt verkaufen konnten. Nach 5 b S 6 Jahren war der Ort nicht mehr zn erkennen. Statt der früheren Raufbold» enthält er ruhige, arbeitsame Leute. Die Kinder find gut augeleitet. Alle find drffrr grk^idet und genährt. Die Sauberkeit und Nettigkeit der Häuschen, die reinen Gardinen, kurz Allel in Alle« ver- räth einen gewiffeu Wohlstand. Die Leute find geachtet, glück ich, zufrieden. Und wem verdanken fie diese wohlthätige Aeudrrung? Dem Gartenbau und dem hochherzigen Direktor, der dazu verhalf! — Diel ist ein Beispiel aul dem Leben, au» der Gegenwart! Ich erzähle eS, weil ich glaube, daß noch in manchen Gegenden der Gartenbau in gleich glücklicher Weife wirken könnte. • Hamburger Millionäre. Nach der soeben tu dem Berichte der Hamburger Steuerdeputatton veröffentlichten Statistik über die Ergebaiffe der Einkommensteuer in dem letzten rechnerisch abgeschloffenen Steuerjahr erscheint Hamburg wieder nach dem Durchschnittseinkommen der Bevölkerung all die reichste Großstadt Deutschland!. 136,872 Steuerzahler (Einkommen unter 900 Mark find steuerfrei) ; versteuern ein Einkommen von 441,264,000 Mk., da! macht j für den Steuerzahler ein DurchschuittSeinkommeu von nahezu | 3224 Mk. Außerordentlich hoch ist unter den Hamburger I Steuernzahleru der Proceutsatz der großen Einkommen. El verzeichnet die Statistik nicht weniger al! 623 Personen, welche ein Einkommen von 60 bi! 100,000 Mk. versteuern, und 289, welche ein Einkommen von mehr all 100,000 Mk. versteuern dürfen. Da! find zusammen 6,9 pCt. der gesummten Steuerzahler. Das Einkommen der 60,000 bi! 100,000 Mk. Leute belauft fich auf 35,957,200 Mk., das der mit höherem Einkommen auf 62,167,100 Mk., dal find 8,15 pLt., mehr 14,09 pCt. de! gesummten, in Homburg versteuerten Einkommen!. Entsprechend den progressiven Einkowmeusteuersatzen ist aber der Antheil dieser Millionäre au dem Gesammistenersatz ein weit größerer. E! zahlen die obeubezeichneten 812 Höchstbesteuerteu 41,28 PCt. oder reichlich zwei Fünftel der Hamburger Einkommensteuer. Außer Acht gelassen find bei dieser Aufstellung die Actieugesellschaften, von denen 76 (29 wehr 47) ein Einkommen von mehr all 50,000 Mk. versteuern. Stellt mau diese in die Rechnung noch ein, so erhöht fich die Zahl der Einkommen über 50,000 Mk. in Hamburg auf 888, der Avtbeil dieser Einkommen an dem Gesammteinkommen auf 26,31 pEt. und der Antheil an dem Gesamlmsteuersatz auf 46,65 pEt. • Bo» der englischen Dißeiplin. Patrik O'Mar! von den Lauzeureitern hittet seinen gestrengen Herrn Oberst um einen Urlaub von vierzehn Tagen. „Warum?" fragt der Oberst. „Meine Frau ist sehr krank, und die Kinder find auch nicht auf dem Posten, delhalb möchten fie mich gern auf einige Wochen zur Stütze zu Hause haben." Der Oberst blickt ihm einige Minuten scharf in die Augen und sagt: „Ich möchte Euch schon Urlaub geben, Patrik, Ihr seid ein guter Soldat, aber da schreibt mir gerade heute Morgen Eure Fran, daß fir Euch gar nicht gern zu Hause fieht, Ihr treibt zu Hause nur Unfug, kurz, der Teufel sei lol, wenn Ihr da wäret." Patrik macht Houmur, dann Kehrt und geht zur Thür. Hier dreht er fich noch einmal um. „Herr Oberst, darf ich noch Etwa! sagen?" „Gewiß, wa! denn?" „Sw werden nicht wütheud, Herr Oberst, wenn ich e! sage?" „Nein, nein, also io! damit!" „Ich wollte nur sagen, Herr Oberst, hier im Zimmer find zwei großartige Lügner, der Eine davon bin ich. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht verhelrathet gewesen!" * Sin grausig schönes Schauspiel muß el gewesen sein, dal die Buchten und Steilküsten der ltgurlschrn Riviera in der Nacht von SamStag auf Sonntag dargeboren haben. Hrller Mondjcheiu, und dabei Lust und Meer in einem Aufruhr, der den Muthigsten Schrecken etnflötzte. Heulende Windstöße, die im Nu Dächer abdeckren, Bäume entwurzelten und Astwerk und Ziegel weithin forttrugen. Das Meer an der viele Meilen langen FelrkÜste eine wtldschäumende und brodelnde Maffe, die mit ungeheurer Wucht fich gegen die Ufer warf und, wo fie konnte, weit landeinwärts drang. Ungeheure, schaumgekrönte Wellenberge, die, ohne Rast fich heranwälzeud, unter Donurrgebrüll an den Felsen hinaus und über die höchsten Hafrndämme haushoch hinwegschlugen und den Grund erzittern, die Herzm der Menschen erbeben machten. Nach "c*n Berichten der ligurischen Zeitungen find kaum glaubliche Verwüstungen au gerichtet worden. Die erst in der neuesten Zeit mit Aufwand vieler Millionen geschaffenen Hafenbanten in Genua haben gewaltige Beschädigungen erlitten. Unter den Schaffen im Hafen find mehrere in Gefahr gewesen und beschädigt worden,- unter ihnen der stattliche deutsche Keeuzer „Hertha", der bald nach 3 Uhr Morgen! durch Sireneusignale Hilfe verlangte, weil alle vier Taue, darunter zwei metallene, grrlffeu waren. Mit Hilfe von vier Dompfschltpperu wurde der Kreuzer, der schon gegen zwei andere Sch.ffr getrieben war, nicht ohne Anstrengung aul seiner gefährlichen Lage befreit. Der Hafencommandant und seine Leute legten ebensoviel Muth wie Ausdauer und Geschicklichkeit an den Tag. Als der Tag anbrach, sah man, daß aus dem mächtigen Molo Lucedio ein 300 Meter lange! Stück heraulgeriffcu war. Bon der noch stehenden Spitze war der Leuchtthurm sawmt dem Häuschen der Wächter hinweggesegt. Man glaubte fie verloren, aber sie hatten fich, zwei an der Zahl, mit einem Knaben durch ein Seil verbunden, wenige Minuten vor dem Einsturz des Molo! in Sicherheit gebracht. Seit dem frühen Morgen hatte ein Dampfer de! Norddeutschen Lloyd, die von Bremen nach Australien bestimmte „Königin Luise", wiederholt vergeblich versucht, den Haseneingang zu gewinnen- el gelang erst zu Mittag, all mehrere Schlepper trotz del ungeheuren Wellengänge! fich hinaulwagten vnd den Dampfer in’! Schlepptau nahmen. Auch das mit einer Eisenladung nach Genna bestimmte englische Segelschiff „Mary", dal ernstlich Gefahr lief, zu scheitern, wurde auf dieselbe Weise um 8 Uhr Abend! glücklich in den Hafen gebracht. Die Bemannung hatte schon alle Hoffnung anf Rettung aufgegeben. Don der ganzen ligurischen Rwiera kommen Nachrichten von verlorenen oder zertrümmerten Fahrzeugen, brschädigten Hafenbauten, Ueberschwemmuugeu, Häusereinstürzen, Wegschwemmnog der Badeanstalten, Verwüstung der Gärten, Unterbrechung der Straßen und der Eisenbahn, und auch Menschenleben scheinen verloren zu fein. In San Remo wurde durch die Gewalt del Sturme! eine Anzahl Knaben in's Meer geschleudert und mit knapper Noth gerettet. • Die Dame» der Soldstadt Johannesburg. Man schreibt den „M. N. N." aus Johannesburg, 1. November: Der Fremde, der zum ersten Male in dem geschäftigen Mittelpunkte del Goldhandel! von Südafrika aulangt, wird weniger erstaunt fein, über den prächtigen Anblick der Stadt selbst, wie über die Leute, die fie bewohnen. Hier haust ein Allerweltlpubltkum, und eine buntere Verschiedenheit in Trachten, Sitten und Art bet Leute ist kaum denkbar. Dort geht ein hochgewachsener Hindu mit weißem Turban, da ein Parfi au! Bombay, kenntlich an der hohen schwarzen Mütze und der Stahlbrille, aul der Einen ein paar sehr kluge Augen forschend avschauen- da kommt eine ckokoladenbraum Amatovgasrau mit eine« kleinen nackten Kinde über die Straße, dort gehen laut schwätzende Hottentotten. Gemischt wie die farbige Bevölkerung ist auch die weiße, und man trifft Verirrter aller Länder, die der Hunger nach Gold hier zusammengebracht hat. Jener junge Mann mit dem breit« kräwpigen Hute und dem großearrirten Foyonanzuge ist zweifellos ein noch „grüner" deutscher Landsmann, und diese dicke Dame da, die über die Straße nach Moschus i-nftet, an jedem der fetten Finger Ringe trägt, eine gelbe Bouse und einen grünen Rock anhat, ist sicher auf Lemberg, Berdit- schew oder auS Kalisch. Orientalische Physiognomien derart fieht man viele hier; fie tragen zum Charakter der Stadt bei. Was aber am meiste» auffällt, da! ist da! fast gänz« liche Fehlen von alteren Leuten und die sehr geringe Zahl der Fronen. Auf zwanzig Männer kommen noch nicht zwei Frauen! Da ist es kein Wunder, wenn die holden Wrsm von der Männerwelt, die nun einmal eine so große Schwäche für dal ewig Weibliche hat, all Halbgöttinnen verehrt und auf alle nur erdenkliche Weise verhätschelt werden. Und die lieben Frauen verstehen fich gar meisterlich darauf, düse Lage au-zuuützen. El ist nur ein Wunsch zu äußern, und die Erfüllung ist schon da. Die Mehrzahl der Herren befindet sich in den Jahren zwischen 25 und 45. Natürlich befl-ißigt fich Jeder der ausgezeichnetsten Höflichkeit gegen die Domen, und wenn irgendwo auf der Welt, so werden diese hier so verwöhnt, daß sie fich, in die alte Heimath zurückgekehrt, sicherlich über die Verworfenheit und Roheit der bösen Männer dort bitter beklagen würden. Manche sehnt fich vielleicht zu Zeiten nach Hanse, würde aber, dorthin geschickt, alsbald nur noch mehr wieder hierher ihre Gedanken richten. Die Gold- ladh von Johannesburg ist habet der großen Verehrung, tie ihr eatgegengebracht wird, durchaus würdig. Sie ist immer heiter, lacht sechs Tage in der Woche, tyrannifirt Einen m t dem entzückendsten Lächeln und ist dennoch dankbar für die kleinste Aufmerksamkeit. Ansprüche macht fie nicht, hat fir doch Alles was so im Allgemeinen Frauenherzen begehren. Nichts ist den Männern zu theuer, um den schönsten Schmuck bei Hauses mit allen nur erreichbaren Kostbarkeiten zu zieren. Da nun der munteren Johannesburgerin wirklich kaum ei» Wunsch übrig bleibt, ist fie um so mehr erfreut, wenn der Mann ihr eine neue Ueberraschung bereitet. Die MSvver werden daher sehr erfinderisch im AuSbenkeu aller Art Vergnügungen. Trotz der großen Befliffenheit der Herrenwelt, fich den Damen angenehm zu machen, ist dennoch von den Füufuhrtheel der Damen der Mann durchaus verbannt. Da wollen die holden Wesen ganz unter fich sein, um zu-- klatschen. Und es gibt Stoff I Bei diesen Zusammenkünften her Damen merkt man gar sehr, daß, nach der Sprache zu urtheileu, die den Rosenlippen entströmt, die Wtegr der Schönheiten oft in ähnlichen Vierteln gestanden hat, wie etwa die Ackerstraße in Berlin, Mariahilf in Wien, Moutmatre in Paris oder Whitechapel in London. Ader das thut de« vergnügen keinen Eintrag, jede hat gleiche Rechte — weil alle viel Geld haben unb morgen noch mehr besitzen werden. Außir Klatsch giebt! aber bei den Kränzchen auch ernste Sache» zu verhandeln, wie z. B. j-tzt die Petition gegen Ohm Krüger- neue Verfügungen, daß am Sonntage und am Sabbath weder Piano gespielt, noch Hunde gewaschen werben dürften. Ganz Doornfonteiu — unsere hübscheste Vorstadt — ist darüber empört. Wenn Krüger denkt, daß er so die Uitlanber! gewinnen kann, irrt er fich. Die Damm find gegen ihn, und wa! die Damen bestimmen, dal thun die Männer der Goldstadt Johannesburg! • Dal Licht der Zukunft. Die Schwiertgkttten, die bisher der Beleuchtung mit Acetylenga! entgegenstandtv, find nunmehr durch die glänzenden Erfolge der Technik überwunden worden. ES ist gelungen, Apparate zu construtre», die allen Anforderungen entsprechen, und somit ist dem Acetylen, das mai nicht mit Unrecht all daS „Licht der Zukunft" bezeichnet, die allgemeine Anwendung gesichert. Die bedeutende Leuchtkraft bei Acetylen!, die diejenige bei Stein- kohleogasr! mit gewöhnlichen Brennern um dal 15sache, mir Auerbrennern um dal 3sachr, da- elektrische Glühlicht u» da! öfatfce, da! 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SDic Entwerthung muß spätestens geschehen bei der Verwendung der Marken durch den Arbeitgeber oder, wenn der Versicherte selbst die Verwendung cornimmt: sobald die Erstattung der Beitrag-Hälfte durch den Arbeitgeber erfolgt. Zur Entwerthung der Marken verpflichtet ist der Arbeitgeber; hat dieser aber die Entwerthung bei Rückerstattung der Beitrag-Hälfte ver. säumt, so muß der Versicherte sofort die Entweichung vornehmen. Zu- Widerhandlungen gegen diese Bestimmungen können von dem zuständigen Lreiramte mit Ordnungsstrafe bi» 100 Mk. nach der Bekanntmachung vom 19. Januar 1892 (Reg.-Blatt Nr 5 von 1892) bestraft werden. Da die Versicherung-anstalt „Großh. Hessen" nunmehr ihre Control, beamten angewiesen hat, Strafanzeige in Zuwiderhandlung-fällen zu er h ben, so machen wir hiermit auf die bestehenden Bcfttmmungen besonder» Aufmerksam. Gießen, den 14. Juni 1898. Großherzogliche- Kreisamt Gießen. gez.: v. Gagern. klein«, ä* ftft «Y .*?.*•"* " Sinje t i2 SlUtfg wb ™ I«# |ln| «m einmal t| i a,l= der , w nr Damn, Welt, |o wttdkll bit|t bin i, ,btt aItt Hei-aih iEttkebn "«• leint M Bielletd: „ Mr, donhill gtHldt, allbalb du II)« ©tbanttn tfd)ttn. Dlt ®0 i? tatet tat gnfacn »tti»,n,,, ' Maui teflibig, sie (lill u der Wochr, tytamtlfirt Tt«o », 1 öa6 ist deoooch baoköar für Hi macht ste oicht, hn Hgtatintn grautn^tn brzrtzrra : theuer, am bm fchöastro e^mud iririchbartn Roftbarttttro zu zlnra. a^anutlbutttx(u tohM tm tii ffr m so W tchtlU, wtni *r bixta^uni bmltti. Lit Vita Irisch tm AuSdmkca aller An Itofcin Vrstlfftuhrii bei HlMNü, m za machea, ist demich Don io i der SRana darchaui bnbonni. tt zaaz uat» sich fein, um >u - - Stoff! Bei dltsta Zasam-eMsta [at sehr, bah, aach der 8>>iacht p talippea evtsttöitt, die Witze bc )tn Biertela gest-mSeu hat, wie ttw , Mariahils lu Wita, Momrnam ti la ßonbon. 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Die» sind tn ben Land« Gemeinden die Gemeinderechner bezw. besonderen drtlichen Hebstellen- in der Stadt Gießen die örtliche Stelle (Bürgermeisterei). Wird hierbei eachgewiesen, daß die Beiträge für einen oder mehrere Monate im Vorau» entrichtet sind, so sind die Versicherten für diese Monate von der weiteren Dorlage der Karten entbunden. Die Zuwiderhandlung gegen die Eontrol- oorschriften unterliegt der im $ 126 oezetchneten Strafe. Wir bemerken dazu, daß der Vorstand der Versicherung»anstalt seine Controlbeamten angewiesen hat, jede»mal festzustellen, welche Versicherten der Vorschrift nicht nachgekommen sind und Anzeige zur Bestrafung zu erstatten. Wir erwarten von den Inhabern der Hebesicllen, daß sie keine Gelegenheit versäumen, die Verpflichteten auf die Befolgung der obigen Vorschrift aufmerksam zu machen, damit Verfehlungen möglichst verhütet werden. Bismarckheringe, Berliner Rollmöpse, russische Sardinen, in feinster Qualität, bei 9953 Emil Fischbach. 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