s P und Frau ;e bem Wirten Rta«69tilL tags 3i/t Uhr, R der dienen. ldiM NMge. & iiir Erhebung tomma ■ durch PostnachE er Vorftaud. 8*in. W 4*11 W, M ilammluiis tr Tiibur L Cur^ en, für dar betreff« ähren, womit Am 8k Georg Keil. fest od 12. SM 8k . »Mer, elften i-ttg £ «J“5‘ ;vayd W J’w en. M Bruchs ^BattdagtU- Kaltv>afstt> Ansfdi« iässig®“ --5- le ^ißdc .T#»8/ w**e ’ Schuht“ t roth^a o < J10 und w Vl8 * rf’SLw* 212 Zweites Blatt._____Samstag den 10. September 1S9S Gießener Anzeiger mit Brmffrte^e. General-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt füv den Kreis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Familienblütter. ■*•<*•, •fl>ebt*»e nb Bnitfarti; ■ eee|et een Intrigen *u la NachmM»gs für Im t*| crfactncubcn Äumma btl Bereu 10 Uhr. »tatdiHrM •04eM U|04 Mit lulnabmr des Kentagi. ■Sc lnirigen.Bmntttiun|S|tlm H>inl ■-^-prtrf nehmen Uazcigco len Gicßrna ■ngdga -‘| n ■breffe für Depeschen: Jbagelftt #li»in. Fernsprecha Nr. K. Die Gichever ileetflteiriiftr Werben In» Ingägcr WOcheutttch viermal beigrfegt. Anrtllcher Theil. Bekanntmachung.' Die ThomaSphoSphatmehl-Fabrikauteu haben den Prei» für ThomaSphoSphatmehl, da» fie an die deutschen Laodwirthe derkaufeo, erhöht. Der deutsche LandwirthschaftSrath in Berlin warnt daher die Laodwirthe vor de« Ankauf von Thomas« Phosphatmehl tosolaoge, bi» die Fabrikaaten den Pret» wiederum entsprechend ermäßigt haben. Der laudwirthschaftliche Beztrk»vereiu Gießen wird daher in diesem Herbste den Ankauf von ThomaSphoSphatmehl nicht vermitteln. Fall» die Herren Landwirthe aber künstlichen Dünger in diesem Herbste verwenden wollen, so dürfte fich die Düngung mit aufgeschlossene« Peruguano namentlich für Kraftfrucht empfehlen. Der Guano ist der beste Srsatzdüvger für Stall« «ist, durch deu «au reiche Erträge und vorzügliche Qualität an Frucht erzielt. Derselbe ist zwar theurer al» Thomasmehl, aber auch viel wirksamer. Pro Morgen werden gewöhnlich 3 Leotoer Guano verwendet. Herr Kaufmann Ang. Kröll tu Gießen hat nun dem londwirthschaftlichen Beztrk»veretn deu Peruguano, die beste Marke Füllhorn, unter Garantie für 7 pSt. Stickstoff, 10 PLt. PhoSphorsäure und 2 pCt. Kalk zu dem sehr billigen Preis von 6 Mk. pro Lentner tocl. Sack unter der Bedingung aogeboten, daß mindesten» 60 Lentner Guano von dem land« wirthschastlichen BezirkSveretu bestellt werden. Der land- «irthschastliche Beztrk»veretn vermittelt nur den Bezug de» Guano, jedoch ohne jegliche Garantieleistung. Jo dem Bor« arschlag de» landwirthschaftlicheo BezirkSveretn» find Mittel zur Bermitteluog de» Bezug» von künstlichem Dünger vor» 8 «sehen. ES wird die» unter de« Aofügen zur öffentlichen Keontoiß gebracht: 1. daß bei Bestellungen von Mitgliedern de» laodwirth« schaftlicheo Beztrk»veretu», die den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten de» Tran»port» de» Guano» per Bahn von Gießen nach deu tu dem Kreise ge« legeueu Eisenbahnstationen auf die BezirksveretnSkaffe übernommen werden - 2. daß Bestellungen von Laodwirthen, welche nicht Mitglieder de» landwirthschaftlicheo Bezirk»vereto» find, ebeofall» ao»gesührt werden. Dteselbeo haben aber, wenn sie oicht vorher ooch Mitglieder de» laodwirth- schaftlicheo Bezirk»veretu» werden uod fich zu diesem Behufe bet dem Uoterzrichoeten aomeldro, deu volleu Betrag für dte AuSführuog ihrer Bestellungen zu vergüten; 8. daß Bestellungen bet dem Unterzetchnereu bt» längsten» den 2 5. September l. I. ein« zoretchen sind- 4. daß die Zahlung de» Dünger» bei Empfang der Maare al »bald zu erfolgen hat. Dte Herren Bürgermeister werden ergebeost ersucht, vor« äeheode Bekanntmachung tu ihren Gemeinden zu veröffeut« 'Heu, Anmeldungen entgegen zu uehmen uod bt» zu dem .5. September l. I. au den Unterzeichneten etozusendeo. Gießen, den 30. August 1898. der Dtrettor de» landwirthschastlichen Bezirksverein» Gießen. Karl Jost, Rechtsanwalt. Ctcalts rrrrd provinzielle». 4~ kchotlen, 9. September. Nächsten Sonntag Abeod labet tu dem geräumigen Saal unserer Turnhalle große» toncert statt, welche» von dem Gießeoer SalomOrchester uod km Vtolio-Birtuoseo Herrn Hüttenberger au» SooderShauseo Mer gesanglicher Mitwtrkoog von Fräulein Ida Moldauer« Schotten au»geführt wird. Im Hinblick auf die rühmlichst Wannten Leistungen der Mitwirkenden dürfte un» ein äußerst »■aßretcher Loncertabeod bevorstehen. . V. «mI dem Bogellberge, 8. September. Dte Errichtung int» Denkmal» auf dem Ulrichsteiner Schloß fiodtt viel« ftirigtn Anklang. Hier möchte eine Bitte ausgesprochen werden. 'Elender war kürzlich auf dem Schloß, da» treffliche Fern» nihr war unbenutzbar geworden, und so ging dte wundervolle t-alficht fast ganz verloren, weil dte Lust trotz prachtvollen Kirmenschetn» etwa- dunsttg und verschleiert war, so daß dal un« ! 6i»iffneu menschliche Auge nicht weit reichte. Mir machen ‘ mithin 70,000 Mk., etwa 860,000 130 000 30,000 10,000 und Ge« 20,000 Leerlanfen der Magen, die leihweise . 20,000 abgegeben wurden . der Offiziere für jeden 10 Mk., der Mannschaften für jeden 3 Mk., der Pferde für jede» 16 Mk., der Fahrzeuge für jede» 48 Mk., der Fahrräder für jede» 10 Mk., der Krankeu'Tranlporte päckstücke rund Zusammen 640,000 Mk. Also weit über eine halbe Million, wir überlaffeu e» anderen Fachmännern, ergänzend zu berechnen, wa» da» Uebrtge, namentlich auch der Ersatz der Monturen, die zu« größten Thetle verdorben find, kostet, vod wie viel Pferde neu angeschafft werden «oßten, denn Hunderte find theil» zu Grunde gegangen, theil» lahm geworden- ferner welche An»logen für die Reparatur der beschädigteo Fahrzeuge, für Entschädigung der Srundbefttzer im Maoövergetäode erwachsen. Wir glauben nicht zu hoch zu greifen, wevu wir die Kosten dieser Manöver auf «ehr al» 10 Millionen schätzen, ganz abgesehen von de» unberechenbaren Schaden, den dte Ge« schäftSwett durch tagelange» Etnstelleo de» Verkehr» erlitt. • Ursprung der Silhouetten. Lodwig XV. hatte durch Kriege und uofinntge Geldverschwendung Frankreich tu eine so trostlose Finanzlage gebracht, daß ein StaatSbankerott unvermeidlich schien, ohne daß wehrere schnell aufeinander folgende Finanzmtntster Abhilfe zu schaffen i« Stande waren. Da wurde t® Jahre 1759 Etienne Silhouette zu« General» controleur ernannt, der zu den äußersten und seltsamsten Mitteln griff, n« wenigsten» die allernothwendigsten Staat»« au»gaben decken zu können. So wurde z. B. gefordert, daß alle Großen de» Lande» ihre Kostbarkeiten und Stlbergeräihe In die Münze abgeben sollten. Durch diese und andere Zwangsmaßregeln wurde die gesammte Bevölkerung, namentlich den „Vogelsberger Höhenclub" ans da» Fernrohr aufmerksam und fügen bei, daß auch dte Wegwarktrung stellenweise zu wünschen übrig läßt, weil fie fast ganz erblaßte. Abhilfe würde viele Wanderer erfreuen. Frisch auf! W. Heppenheim, Anfang» September. Die am 24. September d. I. stattfindende Provinztal-Viehschau, die voraulfichtlich reich beschickt werden wird, wird auf einem hierzu nach jeder Richtung hin geeigneten Terrain abgehalten. Mitten io der Stadt und nur wenige Miunteu vom Bahnhof gelegen, bildet da»selbe in Verbindung mit den städtischen Anlagen einen herrlichen Ausstellungsplatz, welcher bet bequemer Aufstellung Raum für mehrere Hundert Stück Vieh aller Art bietet. Die landwirthschastlichen Maschinen und Geräthe finden in dem bhrect mit dem AuSstellung-platz tn Verbindung stehenden großen Realschulhof Aufstellung, während dte landwirthschaftlicheo Produkte aller Art tn der angrenzenden neuerbauten, gegen 2000 Menschen fastenden städtischen Fest« Halle, welche, entsprechend decorirt, einen imposanten Anblick darbteten dürfte, untergebracht werden. So liegen denn in Bezug auf dte AuSstellungSlocalitateu dte vorbedingungea für das geplante Unternehmru außerordentlich günstig und steht zu erwarten, daß au» allen Thetlen de» Lande», sowie auch au» de« benachbarten Baden während der drei Au». stelluog»tage zahlreiche Besucher tn nnserem, herrlich am Fuß der Schloßrutne Starkenburg gelegenen Städtchen etntreffeo. Vermischte». • Der Zopf i« Postwefen. Mau schreibt der „Franks. Zeitung": Ich habe an einem Po st sch alter der deutschen Retch»poft eine deutsche Reich»postkarte für 5 Pfg. gekauft, um einem Freunde eine Mttthetluog zu machen. Ein paar Minuten darauf fällt «tr tudeffen ein, daß ich diese Mit» theilung schicklicher Meise nicht per Postkarte machen kann. Da ich aber zufällig ein Souvert bet mir habe, stecke ich meine vifitenkarte in da»selbe und gehe an deu Schotter, u« mir die Postkarte gegen eine Fünfpfenuigmarke umzutauscheu. „Bebaute 1* schallt e» mir entgegen, „da» geht gegen meine Jnstrnttioo. Mir dürfen weder uwtauschen, noch da» Geld -urückgeben!" »Halt", denke ich mir, „der deutschen Reich»- post werde ich schon diese Ungefälligkeit heimzahlen!" Ich stelle mich an da» Schreibpult, schreibe eine xbeltebige Adresse auf die Postkarte und gehe noch einmal an den Postschalter, wo mir nun die beschriebene Postkarte gegen eine Fünspfenntg« marke unweigerlich umgewechselt wird. Also erster Zopf: vollwerthige Postkarten werden nicht zurückgeoommen, ent» werthete jedoch für den vollen Kaufwerth! — Ein andermal habe ich eine evtwerthete Postkarte b. h. also eine verschriebene, bte ich nicht mehr gebrauchen kann und die ich daher am Postschalter gegen eine neue Postkarte umtauschen will. Aber da» geht nicht! Der Beamte erklärt mir, daß er nur befugt sei, da» Geld oder andere Postwerthzeichen dafür zu geben. „Nun, so geben Sie mir da» Geld dasür!" sage ich und er- halte 5 Pfg., die ich sofort mit den Worten wieder htnlege: „Und für diese 5 Pfg. bitte ich um eine Postkarte", dte ich von dem ganz perplex dretnschanenden Beamten auch erhatte. Jetzt erkläre mir ein Mensch den Zweck und die Ursache dieser Bestimmungen!" • Citige Seschtchtchen ail feiner Seeeadetteazett erzählt ein Leser der „Tägl. Rundschau". Angeregt durch die kürzlich mitgetheilten Proben unfreiwilligen Humor», schreibt er: Wir waren noch (Sobetten auf S. M. S. „Niobe" und führten dort ein höchst vergnügte» Leben. Kein Tag verging, wo nicht irgend ein Ulk „loSgelassen" wurde, und e» läßt sich denken, daß diese» nicht immer mit der größten Ruhe zngtng. Einer unserer Offiziere hatte da» längst bemerkt und er hoffte | stet», die „Radaumacher" einmal absaffen zu können. Eine» Tage» war in der Messe wieder ein Heidentrubel, al» fich rlötzlich die Thür aufthat, und — der Lieutenant «ar tn der Messe. „Achtung!" Wir Ladetteu standen wie dte Bomben. Freund Meterz, unser Gestrenger, durchsuchte den engen Raum, konnte aber nicht» Ordnung»widrtge» finden. Aergerlich wandte er fich zu« Gehen, drehte fich aber vor der Thüre noch einmal um und sprach die wirkungsvolle Rede: „Meine Herren! Ich weiß zwar nicht, was Sie treiben, aber wenn I ch erst weiß, was Sie treiben, dann weiß ich auch, was Sie treiben!" Daun verließ er das Gemach. — Nach zehn I Minuten schickte er ehren Läufer zu uns und ließ sagen, daß I er fich auch ein so lang anhaltendes Gelächter verbitte. — I Ein andere- Mal kam derselbe Offizier wieder in die Messe I und wollte an einige Cadetten Dienstbücher auSgeben. AIS er nach bem Ladetteu v. H. fragte, würbe ihm gemelbet, daß i dieser eben abwesend sei. „Na", sagte der Lieutenant, „dann ' I geben Sie bem H. ben Schmöker, nnb sagen Sie th», er soll baS Buch recht schonen, er kann eS bis an sein Leben», «nbe brauchen", nnb verächtlich setzte er hinzu, „wenn der Mensch überhaupt so weit kommt." — Einmal sagte er auf folgende Weise an, daß Exerciereo stattfinden sollte: „Heute Nachmittag um vier Uhr ist Sxereiereu, wenn e» da regnen sollte, ist das Exercieren selbstredend schon um drei!" * Mal kosten Deutschland die Manöver? Während der großen Manöver drängt fich un» die Frage, wa» fie wohl kosten mögen, auf. Wir können die Kosten der Verpflegung, Eivquartterung, der Zulagen an die Offiziere und Mann« | schäften, die Au»gaben für Munttion, Errichtung der Maga, ztne, Schlächtereien, Feldbäckereten u. s. w. nicht genau berechnen. Dte Summen gehen tn die Millionen. Genauer aber läßt fich au»rechnen, wo» der Tran»port der Truppen und der Armeebedürfniffe kosten dürfte. Bon Nürnberg wurden am 3. und 4. September v. I. etwa 22,000 Mann» schäften, Über 1000 Offiziere, 3300 Pferde, 170 Geschütze und Fahrzeuge, an 250 Fahrräder in etwa 1500 wagen und mit 30 Sendungen befördert- schon vorher aber mußten die Regimenter in da» erste Manövergelände bei Ganzen« Hansen mit etwa 20 Gonderzügen tran»portirt werden, von Trier, Lobleoz, SaarlooiS, Metz, Saarbrückeu n. f. w. trafen mehr als drei Divifionen, zum größten Theil mit Sonder» -ügen, tu der Umgegend von Frankfurt und Hanau ein; man geht also nicht fehl, wenn man die Zahl der za« Manöver mit der Bahn beförderten Mannschaften aof 45,000, die Zahl der vom Manöver zarückbrförderten aber auf etwa 75,000 Mannschaften, somK die Gesammtzahl der beförderten Offiziere auf 7000, der Mannschaften auf 120,000, der Pferde auf 8000, der Geschütze und Fahrzeuge auf 600, der Fahrräder auf 1200 schätzt. Nimmt man nun an, daß durchschnittlich bei dem HiutranSport 200 S«., bei dem Rücktransport aber 250 km. durchfahren werden (und die» Ist sicher nicht zu viel, nachdem die bayerischen Regimenter «eisten» 360 bi» 400 km. weit zu befördern waren), so ergibt fich an der Hand der Tarife folgende Berechnung: Bei Beförderung von Offizieren werden gezahlt für den Kilometer 5 Pfg., von Feldwebeln, Unteroffizieren und Ge« meinen 1,6 Pfg., für Pferde je 13 Pfg., für Fahrzeuge 30 Pfg.- bei Beförderung von mehr Pferden und Fahrzeugen tu einem Wagen ermäßigt fich die Taxe auf durchschnittlich 8 oder 24 Pfg. ES kostet somit der Transport bei nur 200 km. Weg: k Wbe* la. Hammelfleisch 8924 empfiehlt Fritz Schlörb, Marktplatz 23. ftisch Frankfurter Würstchen, neue empfiehlt LW. 1.20, f. Wanilla-Wischung in Ve, au 8112 Bonn Hklreil zu vermiethen. in 8682 empfiehlt 8028 6481 Arühl'sche Nniv.-Dr»ckerei. Redaction: E. 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Silhouette bekleidete sein Amt nur acht Monate, aber die nach ihm benannten Porträt- haben sich erhalten, bi- die Lichtbildnern fie verdrängte. • Die pommerschen Geier. Unter den gehässigen Nach« rufen französischer Blätter auf den Tod des Fürsten Bismarck verdient nachträglich noch eine Aeußerung eine- Pariser Fachblattes, der «France Aörterme", ob ihrer verblüffenden Bornirtheit erwähnt zu werden. Da- Blatt leitet seinen Esel-ttitt mit den Worten ein: „Diese für immer berüchtigte Persönlichkeit ist soeben von der Weltbühue abgetteten. Bi-marck war ein zu großer Feind der Luftballon- und der Brieftauben, um nicht in unserer patriotischen Fachzeituug erwähnt zu werden". Und diese „patriotische Fachzeituug verkündigt der staunenden Welt dann unter Anderem, daß Bi-marck den genialen Gedanken hatte, in seinen Mußestunden Raubvögel abzurtchtev, welche die Aufgabe hatten, die französischen Brieftauben abzumurksen. Ja, wa- noch schauderhafter ist, diese „pommerschen Geier", sagt da- Blatt, vermehrten sich in Frankreich trotz aller Nachstellungen, und erst kürzlich wurden solche im Walde von Lina- bei Montherh getödtet. Da- ist in der That ganz fürchterlich- vielleicht laffen die „pommerschen Geter" aber doch noch mit sich reden, denn sie scheinen ganz gebildete Vögel zu sein, da fie ihre Geburtsscheine immer bei sich tragen. • Sin neues SaS. Au- New-York wird berichtet: Auf der Versammlung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wiffeuschaft machte Charles Brush die vorläufige Ankündigung, daß er ein uene- Ga- tu der Atmosphäre entdeckt habe. Charaeteristisch für da- neue Element seien die niedrige Spannung und die große Wärmeleituog-- fähigkeit. Brush machte seine Entdeckung, al- er nach absor- btrtem Wafferstoff fahndete. Er nennt da- neue GaS Ethe- riou, weil mau nach seinen Etgenschasteu aunehmen muß, daß e- nicht auf die Atmosphäre der Erde beschränkt sei und wahrscheinlich den Welteuraum erfülle. Die Molrcular-Ge- schwtndtgkett schätzt er auf über 100 englische Metten in der Sekunde, die Dichtigkeit auf ein Tausendstel von der de- Wafferstoffe- und die specifische Wärme auf da» Sech-tausendfache des WafferstoffeS. Vielleicht ist e- noch tu mehrere Gase zu scheiden und bildet daun eine neue periodische Gruppe von Elementen. 8482] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Mr chenplatz 6. Versuchen Sie gefl. tcyben vielfach pretsgekrönten^HSß 2 gut möökirte Zimmer an ruhigen Herrn auf 15. September zu vermiethen. Frau Ober-Einnehmer «reiner, Alicestraße 19.__________7663 empfiehlt zu billigsten Preisen M. Hof- Wenzel Kahuhofstraße 33. P. tz. Sehratith, jVeuwied Grösste Dampfseifenfabrik mit electr. Betrieb. Gegründet 1830. laHMfurterMrstchkN risch eingetroffen bei 8713 L. Kalkhof. von M. Schuster in Robert Stuhl Neustadt 28. • Da» „ZltiS"-Deukmal für bhautuug war dieser Tage in der Müllerstraße in Berlin in der Gießerei von Martin L Piltzing aufgebaut uud wurde dort von einem Vertreter des ReichSmariueamtS uud dem au-führeudeu Bildhauer Aug. Kraus befichtigt. Da- Deukmal, 13 Meter hoch, macht einen recht imposanten Eindruck. E- baut fich auf drei Stufen auf- da- Grauitpostameut ist mit vier Broucetafelu geschmückt. Die vordere Platte enthält eine Abbildung de- „Iltis". Auf der Mckseite liest man die Inschrift: „Zur Erinnerung an den Heldentod der Besatzung S. M. Kbt. geschettert im Taifun au der Küste von Shautuug am 23. Juli 189b. Auf den Seitevtafeln find die Namen der untergegaugeoeo Mannschaften verewigt, im Ganzen 74 Personen. Die Platte auf der rechten Seite verzeichnet 10 Namen, deren Träger Offizter-raug besaßen, au ihrer Spitze den Capitäulieutenaut Braun. Auf dem Postament erhebt fich ein mächtiger, oben zersplitterter Mast, von welchem Tauenden zum Mastkorb herabhäugen und über die Stufen fich legen. Am Fuße de- Maste- liegt schräg eine Fahne, deren Tuch malerisch auf die Stufen herabfällt. Der Fahuenschaft ist in seiner Mitte mit einem Lorbeerkrauz geschmückt, deffen Schleifen folgende Inschrift tragen: „Die Deutschen China-" und „Die katser» liche Marine". Auch Mast und Fahne find in Brouce ge- goffen. Da- ReichSmarineamt lieferte hierzu Kanoneubronee. So wurde u. A. ein tadellose- Kanonenrohr benutzt, da- ein Gewicht von 52 Leutueru besaß. E- stammte von einem eroberten Geschütz, war 1844 gegossen uud mit dem Namen-« zuge L. P. (Loui- Philipp) und mit der KönigSkroue ver- sehen. Da- Kanonenrohr zeigte eine treffliche Ciselirung. Da- Denkmal soll von Bremerhafen aus auf einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd nach Shanghai gebracht werden. ES ist ein Werk von A. Kraus, der e- im Auftrage von Prof. Reinhold Bega» geschaffen hat. * Kartoffelsalat im alten Rom. In einem Artikel des Prager Abendblattes über „künstliches Eis" heißt es wörtlich: „In Rom war die Verwendung von Schnee und Eis zu Anfang der Kaiserzeit bereits ganz allgemein. Bei Beginn der Mahlzeiten begoß man sich die Hände mit Schneewasser, man kühlte die Getränke mit Eis. man trank Schnee- und Eiswaffer und warf Schnee in die Weinbecher, ja selbst ui der Einladung zu einem „einfachen Abendessen" verspricht der jüngere Plinius seinem Freunde Clarus neben Kartoffelsalat, drei Schnecken und zwei Eiern auch Grütze mit Much und Eis." Kartoffelsalat im alten Rom? Francis Drake und Walter Raletgh werden Augen machen, wenn sie das erfahren! Die Ziehung der Kess. Geld-Merie 11 Stück 10Mk. empfiehlt, so lange Borrath Richard Buchacker, Gteßen, 8486 Neuen-Bäue 11. 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Nur allein echt zu haben in versiegelten Flaschen zu 30 und 50 Pfg- ©taub&eirtel 15 Pfg. in Gietzen in der Hirsch-Apotheke. 5454 Wissenschaft, Citcratur nnd Annst. — Do« der Lahn, 5. September. Friede. Stolle, Georg Vogel (Seeheim) und Andere habm soeben in sehr freundlicher Ausstattung 118 Mtssionslieder mit beigedruckten Melodien heraudgegeben. (Köln, Römke & Comp., 1 Mk., cartonnirt. 1898.) Es find zum Theil ältere Lieder, welche in dieser sehr empsehlentz- werthen und billigen Sammlung Aufnahme gefunden haben, »um Theil neu gedichtete, die, besonders die von G. Vogel, als trtfflich und ansprechend bezeichnet werden müsien. Willkommen ist (p»g. 143 big 152) ein Derzetchniß der Verfasser mit ziemlich eingehenden biographischen Notizen, deren Daten Manchem willkommen sein werden. Der Druck der 118 Lieder, wie auch der der Melodien ist sehr klar und leicht lesbar. — Tolstoj contra Tolstoj. Eine eigenthümltche Schicksalsfügung will es, daß dem Grafen Tolstoj in seinen ethischen Grundanschauungen, spectell in den extremen Forderungm, die er in seiner berühmten „Kreutzersonate" im Namen deS christlichen Geistes an die Menschheit stellt, ein scharfer Gegner erwachsm ist in seinem eigenen Sohne L. L. Tolstoj. Dieser hat vor wenigen Wochen in einer russischen Zeitschrift mit der Erzählung „Ein Pläludium von Chopin" debütirt, die in Rußland gewaltiges Aufsehen hervorgerufm hat, einerseits weil ihr Verfasser fich darin als ein höchst beachtens- weriheS, vielversprechendes schriftstellerisches Talent offmbart, mit dem man noch zu rechnen habm wird, anderersettS, weil die Erzählung eine btrecte Entgegnung auf die „Kreutzersonate' des altm Tolstoj und somit ein literarisches Ereigniß von größtem Jnterche darsteM. Eine deutsche Uebersetzung der Erzählung ist in dem soeben »ur Ausgabe gelangten 18. Hefte der Halbmonatsschrift „AuS r-md«n Zuns-n", b=8 botannten O-g-ns fit bte GinjtUitetatut des Auslandes (Stuttgart, Deutsche VerlagS-Anstalt) mthalten. — Für den Kalenderleser ist eS immer wieder eine Freude, seinen alten Freund, den „Lahrer Hinkende« Bote«" im neu« Jahresgewande zu begrüßen. So auch Heuer zum Jahre 1899.^Der „Hinkende" hat ja einen alten, fluten Ruf. Auch für daS kommmbe Jahr bringt er eine Fülle herrlicher Geschichten und Geschichtchen, ernsten und heiteren Inhalts. Die bekannten -Standreden find ein Muster prächtiger Dialoge geworden. Don den vielen Geschichten, die er bringt, wollen wir keine besonders hervorheben, denn fie find aus bewährten Federn gefloffen, sie zeigen tn threr Anlage, ihrmr Inhalte, ihrer volksthümlichen Sprache, wie sehr eS der »Hinkende versteht, fürs Volk zu schreiben. Die ganze Ausstattung ist mit einem Wort dem „Hinkenden" angepaßt und macht ihn zum allbekannten lieben Freund und zum Volkskalender erstm Ranges. E)e- trost darf er auch dieses Jahr hinauSgehen zu seinen alten Freund« und wird hoffentlich recht viele neue gewinn«. 8909] Zwei Wohnungen mit je sechs Zimmern, Badezimmern, Balcon, und zwei Wohnungen mit je drei Zimmern per 1. October, auch früher bewohnbar, an ruhige Miether zu vermiethen. Birkenstock & Schneider, Nordanl. 9. 8719) Vchön möblirtes Zimmer zu vermiethen.Marktplatz 17, m 8931 Cbr. Wallenfels, Marktplatz 17. o Vorsichtige Hausfrauen » braucten stets, ohne sich durch schwindelhafte ReHanw und Versprechungen irre leiten tu lassen sur Wäsche und Hausputz Schrauth’s bekannt als bestes reines Fabrikat — ohne Beimischungen. — Nur echt mit Schutzmarke in rother Farbe Hofgut-Verpachtung. Das der Freifrau Hermine v. Nordeck zur Rabenau gehörige, zu Odenhausen im Kreise Gietzen gelegene Hofgut, welches mit der Eisenbahnlinie Gietzen—Fulda durch die Nebenbahn Grünberg—Londorf als besondere Bahnstation verbunden ist und einen Flächenraum a) an Hofgebäuden ... 1 Hess. Morgen 80 Klft., - Hect. 3000 O-Mtr. d) an Gärten, Ackerland und Wiesen..... 850 „ , - , 87 -.^000 , umfaßt, soll nebst der witthschaftlichen Nutzung der Gebäude UNd ver Tlyas- weideberechtigung vom 22. Februar 1899 bis dahin 1911 weiter verpachtet werben. Die Pachtbedingungen sind bei der unteTiei^^neten einzusehen und werden alle auf bte Pacht bezüglichen Nachrichten auf desfallftge Anfragen von hier aus mitgetheilt. K ... - Die Offerten sind an Freiherrlich von Nordeck zur Rabenau sche Rente» Rabenau, Post Londorf, spätestens bis 15. September 1898 ernzureichen und erfolgt Entscheidung am 15. October 1898. Eine unmittelbar im Hof gelegene Mühle kann mrtverp^achtet werden-erber, außer mit der Qualifikation als tüchtige Land- wirthe, auch mit dem nöthigen Betriebscapital ausreichend versehen und cauttons- fähig sind, finden Berücksichtigung. 1onQ Rabe«a«, Post Londorf, den 12. August 1898. ess. GeldLook ^ll^eße^e^allfollr^e^ess. Fechioereivs Majsraschiitz. Ziehung ««widerruflich 15.—17. September 1898. Haupttreffer Mk. 25000 baar ohne Abzug 88“ in d. bekannten Verkaufsstellen u. bei K. F-Vhaackkr üi ganamji 8845] Ein schönes Logis, etwa für zwei bis drei Personen, mit Küche, Keller, Boden und Wasserleitung, zu 14 Mark per October zu vermiethen. ___________M. Levi, Seltersweg 35. 8826] Schönes Logis, drei Zimmer nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. ___________L. Heidel, Sonnenstr. 3. 7287] Mansardenlogis, 3 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen bei Louis Hellmold, Steinstr. 31. 6723] Bahnhofstr. 51, II, kleine Wohnung an einzelne Person per i.Oct. II’ 3 Zimmer nebst Zubehör, per 1. October tll t August Roll II., Bahnhofstraße 51, Wilhelm Haas, Bleichstraße 21, Jacob Häuser, Ludwigsstraße 86, Adolf Leuhard, Frankfurterstr. 64. la. neues Delicateß-SllvtckrM frisch eingetroffen bei 8860 L. Katthof.