1S9S Sonntag den 10. Juli Rr. 159 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- unb Anzergeblatt für den Urei# Gieren Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Mms ö. »achsen )etn wird. XX i(offe Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den DNßMdm Tag erscheinenden Nummer bis Lorm. 10 Uhr. Manu mit Veldbetrag überfallen. Veldtasche kommen. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen d«S In- und BaftaaM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtDKW» Rttactien, Expedition nnb Druckerei: Kchutstr-t- Vt. 7. Paar 1-3 W. 4257 von Erzeugnissen der Bäckerei und Conditorei ausgestellten Zwiebacke die silberne Medaille verliehen. Auf der dieS- jährtgeu Internationalen Ausstellung für NahrungS- und Genußmittel tu Triest erkannte die Jury den Fritz Schreiuer'fcheu Crzeuguiffeu die goldene Medaille und ein Diplom zu. ** Als Beisitzer für da, Gewerbegericht werden für den Schluß der Wahlperiode fungireu: Juli: Schneidermeister Leib für die Arbeitgeber, Etgarreumacher Rudolph für die Arbeitnehmer- August: Restaurateur Jean Kirch für die Arbeitgeber, Etgarreumacher Reufchliug für die Arbeit- nehmer- September: Zimmermeister Marx für die Arbeitgeber, Buchdrucker Au dreas für die Arbeitnehmer - October: Schreinermetster Schäfer für die Arbeitgeber, Drechsler Bock für die Arbeitnehmer. *• BolMad. Heute Nachmittag wurde die Probe- füllung des Schwimmbassins im Bolksbade vor- genommen. •• Lesehalle. Man schreibt unS: Auf einer Reise durch daS Thüringer Land war eS mir vergönnt, die Einrichtung der öffentlichen Lesehalle in Jena kennen zu lernen. Ich hatte den Eindruck, daß die Opferwilligkett der Einwohnerschaft dort etwa- ganz Außerordentliches geschaffen hat. Die Bibliothek ist wohlgewählt und ungemein reich, haltig, aber man findet in Jena auch von TageSblättern, polttischeu Zeitungen und Zeitschriften so gut wie Alle- auf* gelegt, waS überhaupt in Betracht kommen kann. Gesellschaften und Privatpersonen haben fich, wie man wir mittheilte, bereit erklärt, TageSblätter und Zeitschriften alSbald nach deren Lesung, der Lesehalle zur Verfügung zu stellen. Ich bin nun der Ansicht, da- Verfahren in Jena solle auch für unS tu Gießen vorbildlich sein. In der SchwelleruuiverfitätS. stadt werden der Lesehalle nicht weniger als 32 TageSblätter, 79 Zeitschriften gratis geliefert. — In diesem Blatt ist in der letzten Zeit wiederholt an unsere Bürger die Bitte ergangen, unserer Lesehalle Zeitungen und Zeitschrifteu zu überweisen. Soweit bekannt, ist dieser Appell fast ganz erfolglos geblieben. Den meiste» unserer Mitbürger wird tagtäglich eine Zeitung in- HauS gebracht. Man darf wohl annehmeu, daß Nachmittag- deren Lrctüre beendet ist. Ich bin überzeugt, daß der Vorstand der Lesehalle die Mühe nicht scheuen würde, bei jedem Einzelnen Nachmittag- die Zeitung abholen zu laffen, dafern man damit einverstanden, sie der Lesehalle zur Verfügung zu stellen. Wie man mir in Jiua sagte, werden der dortigen Lesehalle weiterhin leihweise 77 Zeitschrifteu uud 18 TageSblätter übergeben. WaS nun die (nur 16000 Einwohner zählende) Universitätsstadt an der Saale leistet, das sollte doch wohl auch da- weit größere Gießen zu leisten im Stande sein. In wenigen Tagen wird nun die Lesehalle hier eröffnet. Solange aber in ihren Räumen nicht eine größere Zahl von TageSblättern und Zeit- schriften ausliegt, muß daS Unternehmen als ein unvoll, kommenes bezeichnet werden. Die Ueberweisung von Zeitungen resp. Zeitschriften fordert von der Liberalität unserer Mitbürger ein so kleines Opfer, daß ich die dringende Bitte au-spreche, man möge den Vorstand der Lesehalle, der so unermüdlich gearbeitet hat, in letzter Stunde nicht im Stiche laffen. , Die Viehzählung am 1. December 1897 hatte nach den Mittheilungeu für LandeSstatistik im Großherzog- thnm Hessen folgendes Ergebntß: ES.waren vorhanden: 56 002 Pferde (einschließlich der Milttarpferde), 324,628 Stück Rindvieh, 86,731 Schafe und 271,595 Schweine. Der stärkste Pferdebestaud mit 22,426 Stück entfällt auf Starken- bürg, der stärkste Bestand an Rindvieh mit 148,929, an Schafen mit 64,995 und an Schweinen mit 114,584 Stück kommt auf Obe,heffen. •• Fahrräder als Paffagiergut. Seit der immer größeren Ausdehnung des Fahrradsport- har auch die Beförderung der Fahrräder auf den Eisenbahnen mancherlei Unzu- träglichkeiten zur Folge gehabt. Jasbesondere ist die Ab« ferttgung, die Verladung und die An-laduug der Fahrräder, die vielfach auf kleinen Zwischenstationen aufgegeben werden, häufig mit großen Weiterungen verknüpft. Die Eisenbahn ist oft nicht in der Lage, die Fahrräder in den Gepäckwagen unterzubringen, die Einstellung weiterer Gepäckwagen ist zeitraubend, schwierig, auf kleinen Stationen oft unmöglich. Die Eisenbahnen können fich auch auf die Verladung von Fahrrädern nur selten vorbereiteu, weil die Radfahrer meist Theile de- Wege- auf den Rädern fahren und e- von Zufälligkeiten abhängt, ob für einzelne Strecken die Beförderung auf den Eisenbahnen gewählt wird. Nach den Mittheilungen der Eisenbahnverwaltungeu find Betrieb-Unregelmäßigkeiten, in daß der Krirg-minister fich dadurch eine Hlnterthür für eine spätere Caffation des PcoceffeS offen gelaffen hat. London, 8. Juli. Wie hierher gemeldet wird, haben etwa 12 —15000 Personen Santiago aus Furcht vor einer Beschießung verlassen und find nach Elcana geflüchtet, Mstei dftffH'sife der Amerikaner avflehen. Die meisten unter ihnen find Fremde, darunter viele Franzosen mit Frauen uud Kindern. Gestern Abend trafen hier 5000 Personen ein, jedoch konnten nur noch 500 Persoven untergebracht werden, die Uebrigen mußten im Freien camptren. Da ihnen verboten war, Leben-mittel auS Santiago mitzunehmen, so haben sie sehr au Hunger zu leiden. Man befürchtet ernste Krank- heilen. General Shafter hat sofort der amerikanischen Regierung telegraphirt, damit dieselbe für die Flüchtlinge Lebensmittel beschafft. Madrid, 8. Juli. Das Blatt „Correspondeucta" enthält ein Telegramm, wonach die spanischen Truppen einen AuS- all auS Santiago gemacht hätten und 58 amerikanische Offiziere, darunter 5 Generale, getödtet haben sollen. aumöoHe, Vi- ■ Flor u. Seide, W. 50Pfg, Adresse für Depeschen: >«!<(<<< Fernsprecher Nr. 61. Deutsches Reich. Berlin, 8. Juli. Wie aus Odde gemeldet wird, hat die Feier der Enthüllung de- Denkmal- für den Lieutenant .hahnte heute früh im Beisein des Kaiser- stattgrfundeu. 40 Mann von dem norwegischen «rieg-schiffe „Harald Haar- Ausland. Paris, 8. Juli. Die DreyfuS-freundlichen Blätter heben bei der Besprechung der gestrigen Sitzung ganz besonder- hervor, daß Cavaignac nur von der Schuld Dreyfu-' sprech, aber vollständige- Stillschweigen über die Legalität bk» Verfahren- beobachtete. Die Blätter schließen daran-, mit 8000 Mk. geraubt. Die Diebe find ent ytpgeyttto Vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfg. mit Bring ertoh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. ‘«»unbÄlnbet Wh Mfg, Knaben m 6 M. w Localer und provinzieller. Gießen, 9. Juli 1898. Parlamentarisches. Die Abgeordneten Dr. Schröder, Dr. Schmitt, Haa» Offenbach, Schönfeld, Zinßer und ®e- uoffen brachten bei der Zweiten Kammer den eingehend begründeten Antrag ein: „Die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, noch diesem Landtage eine Vorlage zu machen, durch welche die regelmäßigen Beiträge de- Staates an die evangelische Landeskirche uud an die römisch katholische Kirche der Dtöcese Mainz mit Wirkung vom 1. April 1899 ftr? jährlich uud dauernd erhöht werden. Diese Erhöhung soll für die Aufbesserung der Gehalte der Geistlichen und vor Allem in den unteren und mittleren Gehalt-klafieu derselben verwendet werden." *• 3« Insiizfach stehen dem Vernehmen nach bedeutende Personalversqirbungen bevor. Um dem Mangel an geeigneten Persönlichkeiten für die höheren richterlichen Stellen abzuhelfen, will man wieder zu dem früheren System zurück, kehren und den Rtchterstand au- den Rethen der Rechts« anwälte ersetzen. Diesbezügliche Vorschläge find schon vor längerer Zeit gemacht worden, haben aber bi- jetzt noch keine Beachtung gefunden, weil die höchste Justizstelle in Darmstadt entschieden dagegen war, Rechtsanwälte zu Richtern zu bestellen. •» Die Nr. 9 der Verordnungsblattes für die evangel. Kirche des GroßherzogthumS Heffen har folgenden Inhalt: 1. «uSschretbeu Nr. 12 vom 10. Juni 1898, betreffend den Mtsfion-cursu- für Pfarrer und jüngere Theologen in Friedberg. 2. AuSschreibcn Nr. 13 vom 10. Juni 1898, betr. die Fürsorge der Kirche für die Auswanderer- hier: den evangelischen Hauptveretn für deu-sche Auswanderer. 3. Be- kauntmachung vom 20. Juni 1898, die Bildung einer selbst- ständigen evangelischen Gemeinde GustavSburg betreffend. 4. Dienftnachrichten. — Die Nr. 10 de» Verordnungsblattes enthält: Prüfungsordnung für die Schlußprüfung der Can- didateu der evangelischen Theologie im Großherzogthum Heffen vom 24. Juni 1898. *♦ Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden: Pfarr- amtScandidat Scheunemauu zu Mörfelden zum Pfarr- asfistenten in Darmstadt, Decanat Darmstadt- Pfarramt-« candidat H e d d S u - zu Alzey zum Pfarrvicar in Bischofsheim, Decanat Groß-Gerau- Pfarrvicar Wolf zu Langsdorf, Decanat Hungen, zum Pfarrverwalter daselbst- Pfarrassiftent vr. Greiner zu Schotten, Decanat Schotten, zum Verwalter der 1. Kaabenlehrerstelle (RectoratSstelle) an der Gemetndeschule daselbst- Pfarrvicar Licht zu Angersbach, Decanat Lauterbach, zum Pfarrverwalter daselbst. •* Straßensperrung — OmnibuSverkehr. Durch die Um- Pflasterung des Selter-weg- zwischen Moigaffe uud Kreuzplatz bleibt dieser Thetl sür den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Die OmnibuSlinien müffen deßhalb sür diese Zeit geändert werden und fahren vom kommenden Montag ab wie folgt. Linie A.: Marburgerstraße, Marktstraße, Löwengaffe, Selter-- weg, Liebigstraße, Bahnhof und umgekehrt. Linie L. : Grüubergerftraße, Marktplatz, Kreuz, KaplauSgaffe, Bahnhof- straße, Bahnhof und umgekehrt. *♦ Turnerisches. Der Turnverein Heuchelheim feiert Sonntag den 10. Juli fein 10jährige» Stiftungsfest. Hierbei findet Preis- und Schauturnen statt, Abends bengalische Beleuchtung, Pyramiden re. ** Prämi rung. Dem Bäckermeister Fritz Schretner hier wurde für die von ihm in Erfurt auf der Ausstellung unb äußerten fä blten MMM. ; 5 Ml. _ M [6826 ig (C. Koch). sag ar" standen zu Ehren der Feier in Parade. Saarbrücken, 8. Juli. Bei Altenwald wurde ein zwei Knaben, welche gemeinschaftlich einen größeren für Lohnzahlungen trugen, von zwei Strolchen Ein Knabe wurde niedergeschlagen und deffen Mißstt SSSÄ» »27ti Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamtkieußtätter »rrden dem Anzeiger vüchentlich viermal beigelegt. Das neue italienische Ministerium. Recht lange hat e» gedauert, bis daS neue Cabinet in JtäUen zu Stands gekommen ist, wa« angesichts der besonder- schwierigen Umstände, mit denen die Regierung zu kämpfen hck, auch gar nicht zu verwundern ist. Ebenso wie in Frankreich, ist auch in Italien daS Cabinet von der Kammer abhängig, und je nachdem diese zusammengesetzt ist, wird da-T Ministerium gebildet. ja noch au- der allrr- jüitgsten Vergangenheit, WmMAnstreugungeu Rndiui gemacht hat, fich am Ruder zu erhalM, wie er mit dem Erzradicaleu Zarnadelli pactirt, um der Unterstützung von deffen Anhängern sich zu versichern. Die- ist ihm auf die "Dauer nicht ge- lungen, und man darf dreist behaupten, daß Rudini vorläufig auSgewirthschaftet hat und als ein tobtet Mann zu betrachten ist. 'V' V DaS Cabinet Pelloux, dessen Bildpng so viele Schwierigkeiten verursacht hat, entwickelte vor einigen Tagen in der Kammer fein Programm, daS jedoch in vieler Hinsicht an Klarheit zu wünschen übrig läßt. Im Allgemeinen beschränkt sich Pelloux auf die Erklärung, die Regierung werde die Vvr- lagen des Ministerium- Rudini erst prüfen, ehe sie dazu Stellung nehme. Während man fich im Senat mit dieser Zusicherung zufrieden gab, verlangte man in der Kammer nähere Auslassungen über die Absichten des Cabinet», und la mußte sich Pelloux denn schließlich dazu bequemen, einige bedeutungsvolle Aufklärungen zu geben, die er jedenfalls lieber mch für fich behalten hätte. So gab er zu verstehen, daß er von der Volk-pertretung die Zustimmung zu dem von Rudini verhängten Belagerungszustand fordere und auf der Durchführung der Vorlage über den ZmangSaufenthalt bestehen müffe. Außerdem verlangte er noch die Vertagung der Communal- und Provinzialwahleu sowie die militärische Organisation de- EisenbahnpersoualS. Was die Vorlage über den Zwang-aufenthalt betrifft, so begegnet dieselbe vielen Anfeindungen. Sie rührt noch von Crispi her, der gegen die Anarchisten einen entscheidenden Schlag sühren wollte. Der Gesetzentwurf wird in der Volksvertretung heiße Kämpfe Hervorrufen, und es erscheint sehr fraglich, ob er überhaupt eine Mehrheit findet, umsomehr als aus der letzten Zeit mehrere Fälle bekannt geworden find, welche auf die italieuische Justizpflege kein sehr günstiges Licht werfen. Anders verhält eS fich mit der Hinausschiebung der ProvinzialrathS- und Commuualwahlen, die augefichtS btt immer noch herrschenden Erregung geboten erscheint. ES wäre jedenfalls sehr unklug, wollte dir Regierung jetzt daS Land einem Wahlkampfe auSsetzm, der die Leidenschaften von Neuem anfachen müßte. Auch bte beabfichtigte Reorganisation des Eiseubahvpersouals kann man nur gut heißen, wenn mau die jetzt in Italien herrschenden Verhältniffe im Eisenbahnbetriebe kennt, welche an Zuverlässigkeit Alles zu wünschen übrig lassen. Jedensalls kann es nicht schaden, wenn in das Beamtenheer der Geist der Ordnung und der Discipliu tiakehrt. WaS die sonstigen Absichten Pelloux' betrifft, so hat derselbe Maßregeln zur Sanirung der Finanzen und zur Hebung der Volkswohlfahrt in Aussicht gestellt. An gutem Villen wird es dem Ministerium nicht fehlen, aber diese beiden Projecte laffen fich sehr schlecht mit einander in Einklang bringen, da die Besserung der socialen Verhältniffe der Bevölkerung große Ausgaben bedingt. Man muß abwarten, ib Pelloux den großen Aufgaben, welche seiner harren, ge- , Pissoir- u» nfflft- flt. 50827) ic. Ak. • «ird 6H|gR m 85 P,g„ « ®0le u »SM. 8 -25 bis ß Ux 1 Ml.» 1,20 jikerei 4975 i ul« M 1 den 11. Jnli, s es am Braud. 6799 r: Traber. Sü 6633 besondere Zugverspatungeu und zwar selbst bei den großen, dem durchgehenden Verkehre vornehmlich dienenden Zügen, nicht selten lediglich durch die Der- und Entladung von Fahrrädern herbeigeführt. AuS den Kreisen der Radfahrer wird geklagt, daß die Räder bet dem Ein« und Ausladen oft beschädigt werden. Zur Beseitigung aller dieser Unzuträglich- ketten ist nach der „Jenaer Ztg." tu Außficht genommen, für dte Abfertigung und Verladung unverpackter einsitziger Zweiräder — es find das etwa 90 pCt. aller auf den Eisenbahnen gefahrenen Räder — im Btunenverkehre der preußi- fcheu StaatSbahneu andere Vorschriften zu erlasieu. Hiernach erfolgt dte Abfertigung nicht mehr an den GepäckabferttgungS- stelleu, sondern in einfacher Weise an den Gepäckwagen der Züge durch den Packmetster. Die Radfahrer haben ihre Räder an die Packwagen zu bringen und bet Ankunft daselbst abzuholeu. Auf Uaterwegsstationen betm Wechsel des Packwagens hat der Radfahrer gleichfalls fein Rad aus dem einen tu deu anderen Gepäckwagen zu bringen. Für die Beförderung der Räder ist eine Fahrradkarte an deu Fahrkartenschaltern zu lösen, die im ganzen Gebiet der preußischen Staatsbahnen für jede Entfernung 50 Pfg. kostet. Diese ist dem Packmetster abzugeben, der dagegen eine Marke aus- händigt und eine gleiche Marke am Fahrrad befestigt. Gegen Rückgabe der Marke wird das Fahrrad auSgeltefert. Die Beförderung unverpackter einsitziger Zweiräder in Schnell« zügen findet grundsätzlich nicht mehr statt. Die neuen Bestimmungen, die von den Eisenbahnen demnächst veröffentlicht werden, sollen am 1. September d. I. in Kraft trete«. •• An Amerika verstorbene Heffeu. In Union Hill, N. I.: Daniel Berme», 74Jahre alt, au» Bechenheim bet Alzey. In NewAork: Philipp Kleber auS Darmstadt. In Gillmauo, Jll.: Etse Kraft, geb. Köhler, auS Londorf, SretS Gießen. In Philadelphia, Pa.: Samuel Traut- mauu, 68 Jahre alt, aus Worms. In Beau Treek, O.: Barbara Stork, geb. Miller, 73 Jahre alt, auS Arheilgen. Ja Kendalvtlle, Jud.: Elisabeths Pullmaun, geb. Draser, 73 Jahre alt, aus Großztmmeru. In Sau FrauztSco, Cal.: Hermann Riedel, 58 Jahre alt, au» Fauerbach v. d. H. □ Darmstadt, 8. Jult. Au 200 Leidtragende aus den ersten Kreisen der Stadt waren zur heutigen Beerdigung des in kräftigem ManneSalter verstorbenen Geh. RegieruugS- rath Hechler auf dem Darmstädter Friedhöfe erschienen. Man bemerkte darunter den StaatSminister und viele andere hohe Beamte, den Präfidenteo und den zweiten Schriftführer der zweiten Kammer, sowie mehrere Kammermitglieder, deu Bürgermeister, und verschiedene Oberheffen (H. war in Butzbach geboren) u. s. w. Der Geistliche der JohanneSgemeiude, Herr Pfarrer Dingeldey (vordem in Gteßen) wies auf den jähen Hingang des im öffentlichen Lebeu fo verdienten und mit den besten Tugenden de» Bürgers und des Familienvaters geschmückten Mannes hin, der ein arbeitS« und erfolgreiches Leben hinter fich habe- er knüpfte daran die Mahnung, jederzeit bereit zu sein, vor dem höchsten Richter zu erscheinen, denn „leben wir, so lebeu wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn, darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn". Einen prachtvollen Lorbeerkraoz widmete der erste Präsident der zweiten Kammer, Herr Geh. RegteruugSrath Haas-Offenbach dem Dahingeschiedenen für seine treue, aufopfernde Mitarbeit für dte Sache und daS Wohl des Volke»; durch seltene Gaben sei Hechler ein Mann gewesen, der geliebt und geschätzt von seinen Freunden und Parteigenoffen dastand, der aber auch dem politischen Gegner Hochachtung abzwaug. Die Verdienste HechlerS um die nationalltberale Sache pries Herr Landlagsabgeordneter Schm eell-Darmstadt und wie» darauf hin, daß ein Mensch mit solchen Geistes- und Charactereigeuschafteu wie Hechler bei seinem Hinscheiden wirklich eine schwer auSzufülleude Lücke hinterlasse. Mit letztem Lebewohl! legte er einen Kranz in den deutschen Farben auf da» Grab, um welche» herum zahlreiche prächtige Blumenspenden lagerten. Hechler» Verdienste um dte Volksschule beleuchtete etu Mitglied de» Arhetlger Lehrervereins In einer Ansprache, ebenfalls unter Niederleguug eines Kranzes. Damit war die Trauerfeier für einen Mann zu Ende, deffen makellose- Leben und reiches Wirken bei seinen Mitmenschen unvergeffen bleiben wird. Darmstadt, 6. Juli. Ueber die Ernennung des Pro- viuzialdirectorS von Rheinhessen, Geheimrath Rothe, zum hessischen Staatsminister äußern sich die Zeitungen verschiedenster Parteifärbung in sympathischer Weise. So schreibt da» „Mainzer Tageblatt": „Eine so herzliche Freude wir über dte Ernennung des Herrn Gehetmrath Rothe zum StaatSmtutster unseres Großherzogthum» empfinden, so fest wir überzeugt find, daß diese Ernennung unserem Heimath- lande zum Segen gereichen wird, so groß ist unser Bedauern über den Verlust, der unserer Provinz und unserem Kreise durch das Scheiden des Herrn Gehetmrath Rothe erwächst. Herr Gehetmrath Rothe verwaltete fett November 1891 das verantwortungsvolle Amt des ProvtnzialdtrectorS der Provinz Rheiuheffen und des KreiSratheS des Kreises Mainz. Ju unvermeidlicher rastloser Thätigkeit war er für das Wohl der Provinz und de» Kreises besorgt, und voll aufrichtiger Dankbarkeit wird die Bevölkerung seiner höchst ersprießlichen Wirksamkeit gedenken. Doch nicht nur als Beamter erfreute fich Herr Gehetmrath Rothe der höchsten Achtung und uu- etngeschränktesten Anerkennung der Bewohnerschaft- auch seine vorzüglichen persönlichen Eigenschaften sicherten ihm die Sympathie aller BevölkerungSkretse. Möge eS ihm vergönnt sein, lauge Jahre noch dte Staatsgeschäfte de» Großherzog- thum» zu leiten — zum Heil und Segen unseres Hrflen- landeS!" — Diesem Wunsche werden fich alle Heffrn mit aufrichtigem Herzen anschließeu. X Maiuz, 8. Juli. Unter großem Andrang deS Publikums hat heute im SchwurgertchiSsaale hier ein schon seit Langem anhängiger Wucherprozeß seinen Anfang genommen, der um deßwilleu tu Mainz größeres Jntereffe erregt, weil unter den Angeklagten fich zwei sehr begüterte Personen befinden, dte fich bis jetzt der allgemeinen Achtung erfreuten. Angeklagte find: der peufiontrte Oberlehrer Werner von Laubenheim, der jetzige Rentier und frühere Bäckermeister Weimar aus Bretzenheim und die Mackler und Agenten Stufe und Prag von WormS. Dte betdeu ersteren find dte Geldverleiher und die beiden letzteren haben die Vermittler gespielt. Als der Bewucherte erscheint der frühere Inhaber der bekannten Wirth'schen Hofbuchdruckerei hier, I. B. Wirth, deffen Nothlage und Leichtsinn nach der Anklage seit dem Jahre 1890 von den Beklagten gewerbsmäßig auSgebeutet worden ist. AuS dem Verkauf seiner Druckerei hat Wirth von dem Jahre 1887 an bis zum Jahre 1957 von dem Käufer eine JahreSrente von Mk. 2000 zu beziehen. Bei deu Angeklagten Werner und Weimar wurde diese Reute häufig iu derart verpfändet, daß Wirth unter Nachläffen auf Schuldscheine Geld erhielt. Nach der Anklage sollen diese Nachlässe, welche Wirth gewähren mußte um Geld zu erhalten, sehr bedeutend gewesen sein, ebenso sollen die Mitangeklagten Stufe und Prag für Vermittelung und Provisionen jeweilige Beträge voa Mk. 200 bi» Mk. 1000 erhalten haben, sodaß Wirth von seiner Reute nur wenig übrig blieb. Eine lange Kette Zeugen find geladen und geht die Verhandlung vor morgen nicht zu Ende. A«r der Zett für die Zelt. Vor 47 Jahren, am 10. Juli 1851, starb in Petit-Brie bei Paris der Erfinder der Photographie, Daguerre, der durch seine erfolgreichen Versuche die lichtempfindlichen Eigenschaften gewiffer Stoffe zur Herstellung von Lichtbildern benutzte, ein Verfahren, welches seitdem zu hoher Blüthe und weitester Anwendung gelangt ist. Daguerre veröffentlichte 1839 sein Geheimniß für eine lebenslängliche Jahresrente von 6000 Francs. Er wurde am 18. November 1789 zu Cormeilles geboren. Vor 39 Jahren, am 11. Juli 1859, kam der Frieden von Villafranca zu Stande, in welchem das schöne lombardische Land, um deffen Besitz so viel deutsches Blut vergossen worden ist, dem französischen Kaiser übergeben wurde, der es dann dem König von Sardinien zuwandte, wogegen dieser einige Zeit nachher Savoyen, das Stammland seines Hauses, nebst dem Stadtgebiet von Nizza an Frankreich überließ. Vermischtes. • Zu der Vergebung von 500 bayerische« Guterwagen an belgische Fabrikanten wird von zuständiger Seite mit- getheilt, daß es fich in dem fraglichen Fall nicht lediglich um 500 Eisenbahnwagen, sondern um 3100 handle. 2600 wurden nämlich bayerischen Fabriken übertragen, während die Lieferung der letzten 500 Stück bei ihnen absolut nicht mehr untergebracht werde« konnte d. h. für die Zeit, bi- zu welcher die bayerischen Bahnen im Besitz der Wagen fein müffeu, um den in Ausficht stehenden großen Verkehr bewältigen zu können. Unter Anderem sollten einer renommirte« Fabrik 800 Wagen Übertragen werden. Aber die Fabrik erklärte, nur 300 bis zu der bestimmten Zeit liefern z« können und ließ fich nur aus Entgegenkommen zur Ueber- nähme von weiteren 350 Stück herbei. Sie erklärte aber, daß fie den Rest erst im Jahre 1899, eventuell noch später, fertig stellen könnte. Die Generaldttection fragte sodann iu Gotha au uud erhielt einen ablehnenden Bescheid, hierauf in Görlitz. Bon dort kam eine Zusage, aber erst für Sommer 1899. Bon den anderen in Betracht kommenden norddeutschen Fabriken wußte die Generaldirection ohnehin, daß sie so mit Arbeit überhäuft find, daß keine Ausficht bestand, die 500 Güterwagen innerhalb der Zeit geliefert zu erhalten, binnen welcher fie nöthig find. Sie unterließ deshalb weitere Umfragen. Seit Jahren bat die Generaldttection alle Aufträge nur der heimischen Industrie zugewendet und hat es auch dieseSmal wieder gethan, so weit es geschehen konnte. Nur die Noth veranlaßte fie, dte 500 Wagen, die fie bei den heimischen Fabriken nicht mehr uuterzubringen vermochte, nach Belgien zu vergeben. Im Uebrigen soll nochmal» hervor- gehoben werden, daß da» Staats- und Eisenbahnnintereffe hierbei völlig gewahrt erscheint, insofern die Generaldttection anerkennenSwerth gute Arbeit geliefert erhält und dabei jeder Wagen um rd. 500 Mk. billiger ist al» bei dm Einheimischen Fabriken. Universität- - Nachrichten. — Zum Rector der Universität Bonn für das Studienjahr vom 18. October 1898 bis 1899 ist der Geheime Medicinalrath Professor Dr. Köster (Ordinarius für pathologische Anatomie) gewählt worden. — Bet der Universität Leipzig ist der bisherige Prioatdocent der Augenheilkunde, Dr. Otto Schwartz, zum außerordentlichen Professor befördert worden. — Leipzig, 8. Juli. Der bekannte Gynäkologe Proseffor Dr. Henning feierte heute fein 50jährige8 Doctor-Jubiläum in seltener geistiger und körperlicher Frische. Anszng ans den Standesaintsregiftern der Stadt Gieße«. Aufgebote. Juni: 24. Dr. David Sander, Großh. Provinzial-Rabbiner dahier, mit Johanna JochSberger zu München. 26. Johannes Luetkens, Cultur-Jngenieur zu Riga, mit Marie von Scheel von Riga. Juli: 4. Heinrich Altstadt, Fabrikant zu Schlitz, mit Friederike Otto Hierselbst. 6. Heinrich Prinz, Kutscher dahier, mit Marie Bittorf hierselbft. 7. Philipp Lemp, PosthilfSbote dahier, mit Elisabeth Möller hierselbst. 7. Georg Alexander Balzer, Rechtsanwalt zu Lorsch, mit Auguste Louise Katharine Julie Marie FreseniuS hierselbst. 9. Theodor Ludwig August Schepp-lmann, Bauunternehmer dahier, mit Minna Emilie Elisabeth Ebert hierselbst. Ehefchlietzuugru. Juli: 2. Konrad Schneider, Lohnarbeiter zu Nidda, mit Katharine Prophet hierselbst. 2 Ernst Hermann Heinrich Schnabel, Schlosier dahier, mit Elisabeth Ida Auguste Griebel hierselbst. 2. Ernst Otto Franz Hosch, Spmgler und Installateur dahier, mit Mathilde Auguste Simon hierselbst. 2. JustuS Sauer, Taglöhner dahier, mit Katharine Dietrich hierselbst. Geborene. Juni: 27. Dem Postschaffner Otto Rühl eine Tochter. 28. Dem Portier Heinrich Dörr ein Sohn, Ernst Wilhelm. 29. Dem Tag- löhner Friedrich Dietrich ein Sohn, Heinrich. 30. Dem Wagenwärter Heinrich Volk ein Sohn, Heinrich Nikolaus. Juli: 1. Dem Stations-Assistenten Wilhelm Barchfeld eine Tochter, Anna Wilhelmine Bertha. 1. Dem Kaufmann Wilhelm Möhl ein Sohn, Karl Adolf. 2. Dem Schutzmann Johannes Schädel ein Sohn. 2. Dem Küfer und Wirth Peter Minke eine Tochter. 3. Dem Realgymnafial- lehrer Dr. Richard Trapp ein Sohn. 3. Dem Postschaffner Heinrich Bourcarde ein Sohn, Heinrich Ludwig. 3. Dem Vicefeldwebel Friedrich Werner eine Tochter, Frida Emma. 3. Dem Metzger- meister Konrad Beppler ein Sohn, Albert Wilhelm. 4. Dem Küfer Georg Schmidt ein Sohn. 5. Dem Bahnwärter Heinrich Hetz eine Tochter. 6. Dem Photograph Christian Martin Heinrich Zimmer eine Tochter, Johanna Auguste Emma. Gestorbene. Juni: 30. LouiS Defler, 60 Jahre alt, Priester autz Lelow in Rußland. Juli: I.Anna Wilhelmine Bertha Barchfeld, 15«/. Stunden alt, Tochter von Stations-Assistent Wilhelm Barchfeld dahier. 2. Emanuel Meyer, 56 Jahre alt, Kaufmann dahier. 2. Mathilde Hofmann, geb. Gräf, 38 Jahre alt, Ehefrau von Bürgermeister Victor Hofmann zu Homberg, Kreis Westerburg. 2 Emma Gerhardt, 2 Jahre alt, Tochter von Wirth Wilhelm Gerhardt dahier. 3. Louise Katharine Winn, geb. Eise, 72 Jahre alt, Wittwe von Maurermeister Johannes Winn dahier. 3. Hermann Zoll, 56 Jahre alt, Viehhändler dahier. 4. Meter Homberger, 77 Jahre alt, Fabrikant und Stadtverordneter dahier. 5. Christine MöbuS, geb. Butti, 73 Jahre alt, Ehefrau von Amtsgerichtsdieuer i. P. EgidiuS MobuS dahier. 5. Meier Prinz, 60 Jahre alt, Fuhrhalter auS Preußisch Stargard. 6. Karoline Luise Schraner, 17 Jahre alt, Tochter des verstorbenen KüferS Heinrich Schraner dahier. 6. Julius Schuh, 27 Jahre alt, Student der Zahnheilkunde dabter. 7. Johann Jacob Hamm, alt 47 Jahre, Landwirth von Rueckenau. A«»;ug an» den Kircbenbäcbertt der Stadt Gießerr. Evangelische Gemeiude. Getraut». Mattbäusgemeinde. Den 2. Juli. Ernst Otto Franz Hosch, Spengler und In-- stallateur zu Gießen, und Mathilde Auguste Simon, Tochter des verstorbenen Oeconom Friedrich Simon zu Gießen. JohanneSgemeiude. Den 2. Juli. Konrad Schneider, Bahnarbeiter zu Nidda, und Katharine Prophet, Tochter des verstorbenen TaglöhnerS Balthasar Prophet zu Gießen. Denselben. Ernst Hermann Heinrich Schnabel, Schlosier, und Elisabeth Ida Auguste Griebel, Tochter deS verstorbenen Schuhmachermeisters Carl Griebel zu Gießen. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 3. Juli. Dem Lademeister Dietrich Vogel eine Tochter., Lina Elisabeth, geboren den 17. Juni. MarkuSgemeinde. Den 3. Juli. Dem Bremser Valentin Nuppel eine Tochter» Minna, geboren den 12. Mai. Denselben. Dem Rotlenarbeiter Ludwig Mehl eine Tochter,. Anna, geboren den 27. Mai. Denselben. Dem Bahnmeifter-Diätar Johann Georg Adolf Eichmann eine Tochter, Leonore Marie Helene, geboren den 14 Juni. Denselben. Dem Locomotivheizer Ludwig Haas eine Tochter, Helene Margarethe Elisabeth, geboren den 5 Juni Den 7. Juli. Dem Kaufmann Karl Orbig eine jTochter, Johanna Adele, geboren den 5. Mai. LukaSgemeinde. Den 3. Juli. Dem Hauptsteueramtspractikant Carl Karl eint Tochter, Elise Emilie Hedwig Paula, geboren den 21. Mai. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Herzberger ein Sohn, Carl Heinrich Ludwig, geboren den 14. Juni. JohanueSgemetnde. Den 3. Juli. Dem Taglöhner Georg Schmidt eine Tochter, Margarethe Karoline, geboren den 10. April. Denselben. Dem Kasiendiener an der Gewerbebank Carl Währum ein Sohn, Otto Wilhelm Ludwig, geboren den 5. Juni. Beerdigte. MarkuSgemeinde. Den 6. Juli. Hermann Zoll, Viehhändler, verheirathet, 56 Jahre alt, starb den 3. Juli. Den 7. Juli. Karoline Luise Schraner, Tochter deS verstorbenen KüferS Heinrich Schraner, 18 Jahre alt, starb den 6. Juli. LukaSgemeinde. Den 5. Juli. Luise Winn, geb. Eise, Wittwe des Maurermeisters Johannes Winn zu Lich, 72 Jahre alt, starb den 3. Juli. Brodpreife vom 10. Jult bis 24. Juli 1898. Der hiesige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......29 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......58 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot)......27 , 1 ,, (2 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 26 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......54 , 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . 52 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......25 „ 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank 24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot).....50 „ 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . 48 „ Der auswärtige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bei L. Stetnmüller, Gr.-Lindm 24 Pfg,. L. Schmidt) Gr.-Linden 25 , W. Weitzel von Lang-Gön8 25 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) bei Joh. Kd. Velte v. Kirchgöns 46 „ L. Steinmüller, Gr.-Lindm 48 , L. Schmidt (Großen-Linden) 50 „ W. Weitzel von Lang-Göns 50 „ Wtlh. Fabel von Wteseck 52 ,, 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bei Joh. Kd. Veite v. Kirch-GönS 42 „ ß. Steinmüller, Gr.-Linden 45 „ W.Stetnmüller, Lang-Göns 45 „ W. Weitzel von Lang-GönS 46 „ L. Schmidt, Großen-Linden 46 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) bei Wilh. Fabel von Wteseck 70 „ Der Brodverrä«fer. Bei den hiesigen Brodverkäufern bestehen dieselben Preise wie bei dm hiefigm Bäckern. Gieße«, de« 9. Juli 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gieße«, v. Bechtold. verkehr, Land» r»nd volkrwirtbschaft. •tetm# 9. Juli. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kostetm: Butter pr. Pfd. •* 0,90—1,20, Hühnereier pt. St. 0-0 4, 2 St. 11—13 A, Enteneier 1 St. 7—0 A. Gänseeier pr. St. 12—00 A, Käse 1 St. 5—8 A. Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 A. Linsen pr. Liter 32 A. Tauben pr. Paa?> X 0,70 bis 1,00, Hühner pr. Stück 0,90 bi» 1,30, Hahnen pr. Stütk S$5*! ^Teuiper 8* 91 ' babtr Zieler 6«aN fegen Ärooft auf iM W M Wies, 9. ! He eiänermelöun stllt die derhM rrei $ Stillt, 9.1 icmtUtt: M ghb btt IN"«" Dttobtr wird" Kaglaod, yrifM Ihre « gMHriiM- Angebot i 1 Sßudjbinbtr, 1 3 s Fuhrlnechtt, 2 n Somptorift sm ■ Nachfrage wär!er, mehrere S ü Dachdecker, 1 # Schuhmacher, 1 11 Fuhrknecht, 1 f Mädchen, 1 Mädch Der letzd m alten MWr Außer den Met, welche it ich ck Md tzts :$NNi rot« Mchch M T' Das 2Bq| und Reinigung i ab bis auf W Gießen, hhirti Asr k E' Wtt i *? Nbitta »er[ k 30 S-Zrx idm3' h,®fr ‘‘ttg *s**-<*fc X 0,60—1,50, Enten pr. Stück X 9,00—2,40, Gänse pr. Pftmtz X 0,00—0,00, Ochsensteisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rtndfleis« pr. Pfd. 62—66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 4, Schweine- ffeisch, «Wim, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Psd. 60-00 J, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 9,00 btt 11,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4. Zwiebeln pr. fcmtmi 9,00—10,00 X, Milch vr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 15—26 4- Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 9. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 13°, Luft 12°. Rübsamen'sche Badeanstalt. mbüchern MV 9°“ Mgmmtster 3.M alt, Pich- " e, l> Sabtilant uni Butti, 73 3ahr< tttal Möbus dahin. Preußisch Stargard' ,27JMre alt, in 3 Hamm, alt Neueste Nachrichten. Depeschen der Bureau „Herold". Berlin, 9. Juli. Dem „Berl. Tgbl." wird aus Brüssel gemeldet: Nach einer Mitthetlung der belgischen Regierung wird die internationale Zucker-Lonferenz bestimmt tm October wieder zusammeutreten. Deutschland, Oesterreich, England, Belgien, Holland, Spanien und Schweden gaben schriftlich ihre unbedingte Zustimmung zur Abschaffung der Zucker-Prämien. Rußland und Frankreich ist bis zum Do tobet Zett gelassen worden, um der Couferenz ihre Ver- m ttlung-vorschläge zu unterbreiten. Leipzig, 9. Juli. Die Verhandlungen wegen des Karlsbader Juwelen-Diebstahl» wurden gestern von der htestgen Strafkammer zu Ende geführt. Das Urthetl lautete gegen Krause auf 8 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen dessen Ehefrau auf 10 Monate Gefängniß. Wien, 9. Juli. Das „Fremdeublatt" demeutirr die Blättermeldung, wonach die Regierung beschloffen hätte, falls die Verhandlungen über die Regelung der Sprachenfrage zu keinem Resultate führen sollten, den Reichsrath in diesem Jahre nicht mehr einzuberufeu. Bozen, 9. Juli. Der Tourist Ebhardt aus Köthen in Anhalt stürzte vom Schlern-Gipfel ab und wurde schwer verletzt aufgefuuden. Rom, 9 Juli. In vatikanischen Kreisen versichert man, der Papst werde keinen Schritt zu FrtedenSverhaudlungrn thun, bis Spanien selbst den Papst um seine Vermittelung ersucht. Brüffel, 9. Juli. Der Bankier Bonquiau in Lodelinsart ist verhaftet worden. Er hat mehrere tausend belgische Stadtloose nachgemacht. Kopenhagen, 9. Juli. Die deutsche in Papenburg be- heimathete Brigg Anna, welche mit Kohlenladung von Papenburg nach Stockholm unterwegs war, scheiterte bei Bjerre- huse. Drei Mann der Besatzung ertranken. Paris, 9. Juli. Der Martneminister Lockrey wird in derDeputtuteukammer 160Millionen neueMarine-Eredite verlangen. Pari«, 9. Juli. Der größte Theil der bei dem Untergänge der „Bourgogne" mit dem Leben davongekommenen Passagiere verließ gestern Halifax auf dem Wege nach New-York, um sich dort auf einem anderen Dampfer einzuschiffen. 162 Ueberlebende trafen bereits in Boston ein. In Paris und Havre werden Veranstaltungen zu Gunsten der Hinterbliebenen des untergegangenen Schiffs-Personals vorbereitet. In New York finden morgen Trauergottesdienste in den deutschen Gotteshäusern, in der russischen Botschafts- Kapelle und in den französischen Kirchen statt. London, 9. Juli. Der Vertreter de- Insurgenten- führerS Aguinaldo meldet, er habe ein Telegramm von Aguinaldo erhalten, worin e- heißt, die Insurgenten haben Besitz von allen Provinzen der Insel Luzon genommen. Manila sei noch nicht in ihren Händen. Eine provisorische Regierung sei eingesetzt. Mehrere Tausend Spanier, darunter hochgestellte Beamte, feien gefangen genommen. Loudon, 9. Juli. Rach New Yorker Depeschen berichtete der ausgewechselte Lieutenant Hodson, die spanische Besatzung in Santiago zähle nur 4500 Mann. Die Einfahrt in den Hafen sei leicht und ungefährlich. Trotzdcm erwartet man bet dem Angriff, den Admiral Sampsou heute Mittag auf Santiago beginnen will, den heftigsten Widerstand. Den Waffenstillstand, der heute Mittag abläuft, haben beide Thrtle dazu benutzt, ihre Pofitionen zu verstärken. Da- spanische Geschwader unter dem Admiral Samara befindet sich auf dem Rückwege nach Spanien. Athen, 9. Juli. Da- Blatt Akropolis meldet, daß die Regierung große Bestellungen auf Kanonen und Gewehre in Deutschland gemacht hat. Madrid, 9. Juli. In gut unterrichteten Kreisen scheint man den Gerüchten über angeblich eiugeleitere Friedens- Verhandlungen keinen Glauben zu schenken. Spanten ist entschlossen, den Kampf auf Cuba ununterbrochen fort, zusetzeu und den Amerikanern den endgtltigen Sieg so thevrr wie möglich zu machen. Man rechnet dabei ganz besonder- mit dem gelben Fieber als BundeSgenoffen. Madrid, 9. Juli. Die Lage bleibt unverändert, die Bevölkerung will von Friedensverhandlungen nichts wiffen. Es würden sicher Unruhen ausbrechen, wenn die Regierung Friedensverhandlungen anknüpfen würde. Madrid, 9. Juli. Der gestrige Ministerrath beschäftigte sich mit Maßregeln, um einer eventuellen Beschießung der spanischen Häfen durch da- Watson» Geschwader vorzubeugen. New-Port, 9. Juli. Einer Nachricht au- ISantiago zufolge Haven die Ctvilbehörden die Stadt verlaffen und sind in da» amerikanische Lager geflüchtet. vpmglrr und In- Simon, Tochter b(6 letzen. itbtütt iu9libba,unb Tazlöhvnl Balthasar ä)Mbd, Schlosser, unb stoibwmSchuhmachn- L 1 ich Bogel eine Tochter,, i Rllppel eine Tochter, mlg Mehl eine Tochter, Johann Georg Aböls geboren den 14 Juni. Haas eine Tochter, 3nni. Orbig thtt ITotbtn, adW herzberger ein Sohn, il '^Schmidt eine Tochter, ^brr Gewerbebank Cml I, geboten dm 5. Ium- V oerheirathtt,5e Jcht rochier des verstorbenen rb dm 6. Juli. Wtttwe des Mamer- tU, starb btn 3. M I« uli 1898. 29 W * 58 r • ' tl . ■ ■ ' 26 u l-ui ' ' 51 , • ' 52 i lant • 25 , , 24 r ant ■ 60 » 48 . linl • re®* Ä •: Ägu - IHR, 45 ' A °°° u ern. StMischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2. Angebot der Arbeitnehmer r 1 Maschinen- oder Fahrradschloffer, 1 Buchbinder, 1 Installateur, 3 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Krankenpfleger, 3 Fuhrknechte, 2 Hausburschen, 1 Büglerin, 1 Dienstmädchen, 1 Taglöhnerin, 1 Comptorist für Buchhaltung bezw. Beischreiben von Büchern und Correspondenz. Nachfrage der Arbeitgeber» 1 Drechsler, 1 Eisendreher, 3 Krankenwärter, mehrere Krankenpflegerinnen, 1 Barbier, 2—3 jüng. Gerber, 1 Anstreicher, 2 Dachdecker, 1 Messerschmied, 1 Tapezier, 2 Bauscklosser, 1 tücht. Schmied, 4 Schuhmacher, 1 Bau- und 2 Möbelschreiner, 6 Hausburschen, 7—8 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 1 Handlanger. 11 Dienstmädchen für Kücke und Hausarbeit, 3 Lauf, mädcken, 1 Mädchen zur Aushülfe für Kücke und Hausarbeit. Bekanntmachung. Der letzte öffentliche Impftermin findet Mittwoch den 13. Juli, Vormittags von 9—10 Mr, im alten Rathhause dahier statt. Außer den impfpflichtigen Kindern vom Jahrgang 1897 können auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren, mindestens ein Vierteljahr alt und gesund sind, der Impfung unterzogen werden. Kränkliche Impflinge, welche für dieses Jahr zurückgestellt werden sollen, können gleichsalls im Termin dem Jmpfarzte vorgestellt werden. Gießen, den 9. Juli 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____ I. V.: Wolff.__6958 Bekanntmachung. Das Wasser im Stadtbach wird wegen Vornahme von Reparaturen und Reinigung desselben von Montag den 11.1. Mts. Vormittags ab bis auf Weiteres abgestellt. Gießen, den 9. Juli 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff, Beigeordneter.6963 MliimtinchiliM Landwirthschaftliches Versuchsfeld. Die Crescenz von 5 Morgen obigen Versuchsfeldes und zwar je ein Morgen Pferdebohnen, Roggen, Weizen, Hafer und Erbsen, soll an den Meistbietenden entweder in einzelnen Morgen oder insgesammt auf dem Halm versteigert werden. Schriftliche Angebote werden bis zum 14. Juli l. I, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Rentamt angenommen, woselbst auch die näheren Bedingungen zu erfahren find. Gießen, am 9. Juli 1898. Großh. Univ.-Rentamt Weimer. 6938 Perst'kigrrumu'il, Pitnstng den 12. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ick) Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: s. 1 goldene Damenuhr, b. 1 Partie Schuhwaaren, mehrere Oel- gemälde, 1 vollständiges Bett, einen Kleiderschrank, 1 Steppmaschine, zwei Sophas, 1 Spiegel in Goldrahmen, 1 Consol. 1 Waschkommode, 1 Nachttisch, 1 Regulator und andere Sachen. Versteigerung zu a. bestimmt, zu b. teilweise. 6966 Born, Gerichtsvollzieher. EnipfMuilgeir Ä. Schlachthaus. Freibank. 6731 Heute unb Montag: Ochsenßeisch 50 Pfg. Zchmineßeisch 50 Pfg. Io. Akpfklmm pr. Liter 30 Pfg., Keidekbeer- und Johannisöeerwein pr. Liter 80 Pfg., empfiehlt 6907 Metzger Seng, Seltersweg. Montags, Mittwochs und Freitags, von Morgens 9 Uhr ab IwieöetKuchen. ß Carl Euler, LudwigSplatz 3. Tüchtige Erdarbeiter finden dauernde Beschäftigung. Näheres bei I. Atzbach, 6967 Grünbergerstraße 10. Neue Holländische Vollhäringe eingetroffen bei 6945 Chr. Wallenfels, 17 Marktplatz 17. Chinesischen Thee Souchong, Congo, Pecco, in feiner und hochfeiner Qualität per Pfd. ,Mk. 3.00 bis 5.50 Consum-Thee „ „ „ 2.00 Haushalt-Thee „ „ „ 2.40 engl. Mischung „ „ „ 3.00 u. 4.00. Special-Geschäft Geschw. Altenpohl, __Flock atr. 2. 2627 friiljrofenkiirtofltlii 50 Kilo 5 Mk., mit Sack, franco Bahn Friedberg, versendet gegen Nachnahme 6923 I. Wertheimer, _________Friedberg (Hessen). Kl'öppelwaaren: aller Art Spitzen, Einsätze, schmal und breit, Drei- und Vierecke, Tischläufer, Stickereien, empfiehlt billigst 6935 Frau Schmitt, Wolkengaffe 11. Uermiethungen 6915] Ein Mansardenlogis, 5 Zimmer nebst Zubehör, per 1. October zu verm. __Hrch. Fatz, Grünbergerstraße 22. 6916] Freundl. Wohnung im zweiten Stock, 3 bis 4 Zimmer, versetzungshalber per 1. August zu vermiethen. __I. 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Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Das ComrtS. prima Erportbier aua der Krauerti Sichler per Glas 10 Pfs 69471 Junges Mädcken von 9 bis 3 Ubr gejuckt.______Wallthorstr. 77. KirchmiW Kihseßklil. Zu dem am Sonntag d. 10. u Montag d. 11. d. Mts. ftattfind°nden Aircßweihfeße Die Aeftwirthe: Philipp Arnold Johannes Faber. P Alls itffl 6 unb ti ist tBttbö ®W' * bei 9 angthtUtti tztMlmd unb srentke Hai dei i« fi-h in die jv begeben. Hei ßch zur Rachkar I olung soll ihm hotbanben ist, ih In atitt Frische tzvsimbiztt teltbtt einmal t1 'Tnlcht in 9ltnt Segnet ans btt WgrS A Rezlernng geg Ratorforschttta regel jedoch bkk Slaven bei der fltgentoärHgt, d btn ßetd halt Unttr ditstn Uc werben, wenn b«lagt. Dos ich« staoisch-amrikao der Flaut Lerv« 'bxnl Macht, t rltiM seine? bit dttanlassnn lange e» trat Ix die Meldung 1 noch wird die geben. Das $ol! der Reg! letzt. 8s m werden, jetzt n Geschäftsverkauf. 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