'ohr Ur. 159 Drittes Blatt. Sonntag den 10. Juli 1898 Erscheint täglich mit Ausnahme de- MontagS. Di« Gießener -«mttieuvtätter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Meßmer Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Un-eigen zu der Nachmittags für den fügende» Lag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Keneral-Mr^eiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger -ntgegm. Aints- und Anzeigeblatt fiir den Ureis Gieren. Mecttoe, Expedition «n» Druckerei: Nr. 7. 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Wie seit vielen Jahrhunderten — und doch, wenn wir zu dem ehernen Standbild über vn- emporschauten, wie gar Virle» ist in den letzten Jahrzehnten anders, besser in den deutschen Landen geworden! Mit welch srohem und stolzem Gefühl können wir Deutsche jetzt auf den Rhein schauen! Mit drohend erhobenem Schwerte hält unsere Mutter Germania die Wacht, um ihre auf immer geeinten Söhne, die Hellen Muthes ihrer Mahnung harren, fiegreich gegen jeden, auch noch so mächtigen Feind zu führen, und das milde Auge unseres großen HeldenkatserS Wilhelm I. schaut auS den lichten Htmmelshöhrn segnend hernieder auf das mächtig erstarkte Vaterland. Welchem Deutschen erwachte hier am Ntederwalddenkmal neben dem freudigen Stolz nicht der ernsteste Wtlle, nun auch Alle-, Alles zu thun, um das schwer Errungene zu erhalten und weiter auszubauen im Wechsel der Zeit! Und als wir nun voll deS gewaltigen Eindrucks stauend weiter gingen durch den frisch grünenden Niederwald, da rauschten uns die Blätter der deutschen Bäume das oben angeführte Wort unsers Moltke in den Sinn: „Nur in der eigenen Kraft ruht das Schicksal jeder Nation." Mit diesem Gedanken im Herzen stavden wir bann plötzlich, aus dem Walde heraustretend, aus dem Platze, welcher, so Gott will, der deutschen Nation und auf rein deutsche Verhältnisse Übertragen mit der Zeit daS werden soll, was daS olympische Thal dem hellenischen Volke viele Jahrhunderte hindurch gewesen ist. Der deutsche Nationalfestplatz ist ein in sich abgeschlossenes Bergthal, fernab vom Getriebe der großen Welt, und doch nahe an den großen Verkehrsstraßen liegend. Welch eine hehre, wenn auch schwere Ausgabe für die deutsche Arbeit und die deutsche Kunst, dieses Thal zu einem nationalen Heiligthum, zu einem deutsch-nationalen Olympia zu gestalten! Wenn man von oben herab da- Thal überblickt, so ersteht leicht vor den Augen des Geistes daS herrlichste Bild. Am Eingänge, der jetzt durch eine hohe, vom Rhein aus sichtbare Poppel gekennzeichnet ist, wird sich ein hohes monumentales Thor mit vielen Eingängen und Einfahrten erheben,- hinter demselben wird sich, in mancherlei Terrassen empor« steigend, daS Ganze entwickeln, und vor unser« geistigen Auge erstehen grüne Spiel- und Kampfplätze, eine große Arena mit umgebender Laufbahn und vielen den Berg hinansteigenden Zuschauerfitzen, eine bedeckte Halle mit den zum deutschen Turnen gehörenden Geräthen, ein Festspielhaus und was sonst fich als nothwendig erweisen wird, daS Alles umgeben und durchzogen von schattigen Wegen, die mit den Standbildern der Besten deS deutschen Volkes und anderen Denkmälern deutscher Kunst geziert sein werden. Und wie fich vor dem sinnenden Blick aus dem Bergthal heraus ein solches Bild erhebt, so bevölkert eS fick m t den Gestalten der Zukunft. Da kommen die deutschen Turner. Siegreich haben sie in schwerem Kampfe gezeigt, welch volle Mavneßkraft die den ganzen Körper umfassenden turnerischen Hebungen zu gewähren vermögen, und mit Stolz ziehen fie am Standbilde JahnS vorüber. Und dort die schlanken Gestalten der Bali spiel er, wie haben fie in mustergiltigeu Vorführungen die Schönheit der Volks- und Jugendspiele auf grünem Anger vor Augen geführt, dort die Sieger des Sports im Lauf, wie hebt fich ihre kräftig athmende Brust über den geschmeidigen Gliedern, dort die Radfahrer, welche soeben bewiesen haben, was deutsche Geschicklichkeit und Ausdauer zu leisten verwögen, und steh' dort die Ruderer und Schwimmer! Wie freudig schauen fie hinunter zu ihrem Kampfplatz im deutschen Rhein, wo fie auf der Strecke von Geisenheim bis Rüdesheim in mannichfachen Wettkämpfen der Welt gezeigt haben, daß da» neue Deutschland auch auf dem Wasser seinen Mann stellt. Und wie dort die Hörner zum letzten entscheidenden Kampfe rufen! Die Bänke der Arena find dicht gefüllt mit den Abgesandten der Nation von Nah und Fern. In der Mitte der deutsche Kaiser mit den ihn umgebenden Fürsten. Wie leuchtet fein Auge hell auf in der Freude Über die männliche Kraft, welche Deutschlands Söhne auf allen Gebieten guter körperlicher Uebuagen gezeigt haben. Wo solche ureigene Kraft in der Nation vorhanden ist, da kann man getrost dem Schicksal entgegensehen. So beginne denn, du hehrer stolzer Plan, deinen Lebensgang und entfalte dich herrlich zum Ruhme deutschen VolkSthumS! I Deutsches Reich. Berlin, 7. Juli. Die Reich s einnah men auS Zöllen und Verbrauchssteuern, die die Bundesregierungen für da- EkatSjahr 1897/98 an die Reichskaffe abzuführen haben, betragen nach den vorläufigen Feststellungen: Zölle 440 725,027 Mk., Tabaksteuer 12,097,875 Mk., Zuckersteuer 84,634,204 Mk., Salzsteuer 47,293,656 Mk., Branntweinsteuer und zwar Maischbottich und Branntweinmatertalsteuer 18,327,709 Mk., Verbrauchsabgabe und Zuschlag dazu 100.441,276 Mk., Brennsteuer 670,141 Mk.. Brausteutr und UebergangSabgabe von Bier 29,687,581 Mk., zusammen 733,881,704 Mk. Die Einnahmen auS dem Spielkartenstempel betragen nach der vorläufigen Feststellung 1,446,551 Mk., die Einnahmen an Reichsstempelabgaben von Werthpapteren, Kaufgeschäften rc. und Lorterieloosen betragen nach der Havptüberficht, abzüglich der 2 vom 100 Ver- waltungSkosten, 47,241,453 Mk. Berlin, 7. Juli. DieHerbstmanöverderFlotte beginnen in diesem Jahre am 14. August und währen bis zum 17. September. Am 14. August tritt unter dem Befehl des commandirenden Admirals, Admiral v. Knorr, in Wilhelmshaven die Herbftflotte zusammen. Als Flaggschiff deS commandirenden Admirals wird das Torpedoschulschiff „Blücher" fungiren, welches genügende Räumlichkeiten zur Unterbringung des Stabes enthält. Die H'.rbstÜbungSflotte wird fich, wie in früheren Jahren, aus zwei Geschwadern von je zwei Div sionen und zwei TorpedobootSflottillen zu- sammensttzen. Die erste Divifion besteht aus den erstklassigen Panzerschiffen des „Brandenburg"-Thps, die zweite aus den Schiffen der „Sachsen"-Klaffe. In der dritten Divifion werden vier Küfienpanzer de- „Siegfried"ThpS und in der vierten Division vier Kadetten- und SchiffSjungenschulsch ffe vereinigt werden. Eine Anzahl Avisos und Transportschiffe werden als Ausklarungssch-ffe den Geschwadern beigegeben werden. Der Kaiser Wilhelm Canal wird auch in diesem Jahre in den Bereich der zu lösenden Ausgaben einbezogen werden. Die Ernennung der ChesS des zweiten Geschwader» und der vierten Divifion wird in den nächsten Tagen erwartet. Ob der Kaiser einem Theil der Flottenübungen beiwohnen wird, ist noch nicht bekannt. Berlin, 7. Juli. Dieelectrischen Maßeinheiten. Durch das ReichSgesetz vom 1. Juni 1898 find als gesetzliche Einheiten für elektrische Meffungen daS Ohm, daS Awpöre und das Volt eingeführt worden. Das Ohm ist die Einheit deS electrischen Widerstande-, das Ampere die Einheit der Ilnter der Sonne Mlästinas. Eindrücke und Erinnerungen. Von Karl Böttcher. (Nachdruck verboten.) I. Hafeubild aus Jaffa. „Nur ganz unbesorgt, meine Herrschafttn! DaS Meer beruhigt fich. Wir können auSbooten." Seit einer Stunde wird diese wonnevolle Beschwichtigungstirade von alkoholheiseren SeemannSkrhlen auf dem überfüllten Verdeck unserer „Achille" herumgeraunt. Sie kriecht sogar die schmale Treppe hinunter in die rothsammtnen Lajütcr-, schlüpft hinein in die kleinen, von Seekronkhrit heim- zesuchtcu Cabineu und entzündet überall Helle, ffohlaunige Sefichtcr. Siretfenartige Meernebel, bisher wirr durcheinander brodelns, verhauchen im letzten Flackern de« Morgenrothe- -leich goldigem Rauch. Reingewaschen von düsteradem Gewölk der ganze Himmel .... Schon hebt fich da hinten im Sonnenbrand die röthlich schimmernde Sandküste Palästinas. Die meisten über das Schtffsgeländer lugenden Passagiere packt und durchglüht wohlige Begeisterung. Ha, nun endlich, endlich sollen fie e» brtreten, das mit aller Kraft des Herzen» heiß herbeigesehnte heilige Land! Jetzt tauchen bereits die verschwommenen, dicht Übereinander geschichteten Häuserwaffen von Jaffa auf, blaut sogar ein langgestreckter Höhenzug des Gebirge» Juda hervor, tritt allmählich das ganze Festland au» klarrofiger Morgenluft In greifbarer Deutlichkeit heran ... Da drüben also jene bleigefürchtete Landestelle, welche niemals da» AuSbooten gestattet, sobald Westwind die Wellen daherrollt, jene verrufene Landestelle, von der ein alterqraueS, besorgte- holländischer Sprichwort erzählt: „Na Jaffa gaan", heißt so viel, wie auf eine lebensgefährliche Reise gehen, von der man nur selten wiederkrhrt . . . Noch kurze Zeit, dann liegt unser Schtff auf der Rhede und dumpf raffelt der Anker zur Tiefe. Eia bunter Schwarm von Passagieren drangt, schiebt, stößt nach dem AuSgange. Tiefverschleierte türkische Frauen, gigerlhafte Touristen, Priester verschiedener Confesstonen, geschniegelte Geschäftsreisende, robuste Weiber mit breiten Goldstickereien auf den Stirnbändern — Alle- wirr durcheinander. Besonder- fesselt mich eine Gruppe russischer Pilger. Arme Leute! Daheim in der grenzenlosen Steppe gaben fie wohl ihr Letzte» hin, um diese Pilgerfahrt zu ermöglichen. Beinahe nicht» blieb ihnen, al» die erhebende Gewißheit, Jerusalem, da» herrliche, zu sehen. Ihre sonst so gleichgiltigen Gesichter,- vom Elend gefurcht, von der Steppensonne gebrannt, vom Alter verwelkt, geräthen jetzt in strahlende Verzückung. Religiöse Feierlichkeit senkt fich mehr und mehr auf diese gläubigen Herzen .... Nun die schwanke Falltreppe hinunter, dann hinein in die kleinen, auf den Wellen auf und nieder tanzenden Boote und lo-gerudert, nach den Klippen zu. Die Klippen von Jaffa! Schon früher einmal habe ich flüchtig ihre werthe Bekanntschaft gemacht *). Wie jetzt gewandte Bootsleute mein Fahrzeug mit Hilfe einer gefälligen, hochschäuweuden Woge die schmale Einfahrt hindurchzwängen, nehme ich dies steinerne Gefindel aus nächster Nähe schärfer in'S Auge. In dichtem Gedränge hat es sich nicht nur vor dem Hafen versammelt, nein, ist die ganze Uferstrecke mit Klippen gesäumt, mir Klippen verschwenderisch gespickt, mit Klippen prunkvoll beco- *) Von sonnigen Küsten. Mtttelmeer-Briefe von Karl Böttcher. Leipzig, Verlag von B. Elischer Nachfolger. Die Red. ritt. DaS sieht auS wie abgebröckelte Riesevquader eine» mächtigen, in'S Meer gesunkenen, ertrunkenen Gemäuers. Starrtrotzig ragen diese FelSschrofen hier meterhoch auS den gischtumspritzten Fluthen, lauern fie dort dicht unter dem ruhelosen Wasserspiegel, bilden fie weiterhin düstere Gassen, verschlungene Gänge, wogeudurchquirlte Tümpel. Kein schaurigerer Kranz, der je eine Landschaft schmückte, al» dieser Klippenkranz. Und zwischen solchen Felsenblumen arbeitet unter Gischtwirbel und Schaumgespritze die gurgelnde, weißkochende, gepeinigte Wasiermaffe. Kaum ein kundiger Reisender, der durch die schmale Einfahrt diese» GeklippS im Boot zum Hafen schwankt, den nicht gelindes Bangen beschleicht •). Im winzigen Hafen, wenn man eine kleine Bucht über- Haupt so nennen darf, beobachte ich daS Anlaufen der Boote. Bedächtig steigen soeben die rusfischen Pilger an'S Land, auf dem Rücken den dürftigen Reisesack, — Theekanne, Blechtopf und Blechnapf oben darauf gebunden, wie bet Auswanderern nach Amerika. Mit dürren, hastigen Händen reißen sie die Bündel vom Rücken. In ihren Lumpen, welche zumeist aus'» Genialste zusammengeflickt find, werfen fie fich auf den schwarzkothigen Boden, auf welchen kurz zuvor ein heftiger Regenschauer niederklatschte, und küssen, küssen, küssen sie, die geweihte Erde des heiligen Laude». ... Ein alter, graubärtiger Beamter hat für diesen erhabenen Moment seine sämmtltchen Orden angebaumelt, werthlose Kreuze und Medaillen letzter Garnitur, die aber helfen müssen, die feierliche Situation zu verklaren. . .. Da« Monocle über der dicken, mit einer Schmarre au»gestatteten Bocke in'» Auge geklemmt, näselt ein dürrer Berliner dazwischen: „Ach, ah, hab' mir dieses Lumpennest Jaffa ganz anders vorgestellt — viel komischer und noch eine Pferdelänge weniger schneidig!" — •) Diese Schilderung zeigt, weshalb daS deutsche Kaiserpaar bei seiner bevorstehenden JerusalemFahrt nicht in Jaffa, dem Hafen für Jerusalem landet, sondern, nach dem nun aufgestellten Programm ! die beschwerliche Landreise von Haifa auS oorzieht. Die Redact. electrischen Stromstärke und da- Volt die Einheit der electro« motorischen Kraft. Die Art der Darstellung dieser drei Maßeinheiten ist im Gesetze bestimmt, und hierbei hat die Phhfikaltsch.Technische Reichsaustalt mitzuwirken. Die amtliche Prüfung und Beglaubigung elektrischer Meßgeräthe erfolgt durch die Reich-anstalt. Doch kann der Reichskanzler die Befuguiß hierzu auch anderen Stellen übertragen- allein alle zur Ausführung der amtlichen Prüfung benützten Normale und Normalgeräthe müssen durch diese Retchsanstalt beglaubigt sein, die insbesondere die technische Aufsicht über das Prüfungswesen zu führen und alle darauf bezüglichen technischen Vorschriften zu erlaffen hat. Diese Bestimmungen, die ob ihrer technischen Natur hier nur angedeutet werden können, traten mit der Verkündung des Gesetzes am 1. Juni 1898 in Kraft - die weiteren Bestimmungen über die Verwendung von Meßwerkzeugen bei der gewerbsmäßigen Abgabe electrischer Arbeit und die hierfür gehörige Strafbestimmung treten am 1. Januar 1902 in Geltung. Das Gesetz bedeutet den Beginn einer reichsrechtltcheu Regelung der ElectrizitätSoerhältniffe; ein umfaffendeS Reichsgesetz, dessen Nothwendigkeit in diesem Blatte wiederholt betont worden ist, wird nicht auSbleiben können, und dadurch wird auch die vielumstritteue Frage, ob die widerrechtliche Entnahme von electrischer Kraft Diebstahl ist, gesetzlich gelöst werden. — Die Besetzung des Erzstuhle- Freiburg und des BtSthumS Fulda. Vor einiger Zett war die Nachricht aufgetaucht, daß der gegenwärtige Abt des Beue- dtctinerklosterS Maria-Laach in erster Linie zum Bischof von Fulda auSerseheu sei. Hierzu wird nun den „Münch. N. N." geschrieben: Nicht zum Bischof von Fulda, sondern zum Erzbischöfe von Freiburg ist der Abt von Maria Laach bestimmt. WaS die Neubesetzung des Fuldaer BtschofstuhlS betrifft, so gestaltet sie sich recht schwierig. Der derzeitige Bisthumö- verweser Engel ist bereits über siebzig Jahre alt, der Domdechant D. Braun lehnt eine Wahl ab, und zwei Domcapitu- lare find sehr leidend. Da auS der Curatgeistlichkeit keine geeignete Person vorgeschlageu ist, so hat die meiste Aussicht gewählt zu «erden der Dowcapitular Dr. Areohold, ein im besten MauneSalter stehender, gelehrter und dabei sehr wohlwollender und gerecht denkender Priester von angenehmen Umgangsformen. Mit diesem würden Regierung, Curat- geistlichkeit und Diöeefanen durchaus zufrieden fein können. CocaU» un6 provinzielle». n. Großen-Livdeu, 6. Juli. Bei dem am 10. und 11. dS. MtS. dahier stattfindeudeu Säugerfest wird Abends der Festplatz durch Acetylen-GaS beleuchtet. Diese Ein- richtuug besorgt die Acetylen-Apparate-Fabrik R. WelkoborSky zu Gießen. Darmstadt, 8. Juli. Wie verlautet, wird Seine König!. Hoheit der Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha nach Beendigung der diesjährigen Herbstübungen vom 1. Garde-Regiment zu Fuß auSschetden und nach Darmstadt überfiedelu, um hier beim Leibgarde-Regiment Nr. 115 als Hauptmann eine Compagnie zu übernehmen. Darmstadt, 7. Juli. Mit lebhaftem Bedauern wird in weiten Kreisen unserer Stadt und des ganzen HeffenlandeS die Nachricht vom unerwartet schnellen Htnschetden deS Vorsitzenden der Großh. BrandverficheruugSkammer, Herrn Geh. RegierungSrath Karl Hechler, ausgenommen werden. Er war vor Monaten an einem inneren Leiden lebensgefährlich erkrankt, indeß scheinbar völlig wieder hergestellt, so daß er seinem Beruf nachgehen konnte,- ein leider nunmehr ein- getretener Rückfall hat seinen frühen Tod herbetgeführt. Herr Hechler war ein Muster eines pflichtgetreuen Staatsbeamten und ein lauterer, liebenswürdiger Charakter, allezeit bereit, feinen Mitmenschen zu helfen und für das, was er als wahr erkannt, redlich und mannhaft eiuzutreteu. Etu hervorragendes Mitglied der nationalliberalen Fractton in der Zweiten Kammer, hat fich Herr Hechler, der viele Jahre einen Riedkreis vertrat und seit Längerem 1. Schriftführer tu der Körperschaft war, um die Sache deS Staat- und drS Volks durch seine eifrige, aufopfernde Mitarbeit Im Finanzausschuß und im Plenum der Kammer unvergängliche Verdienste erworben. Der Verstorbene, den reiche Befähigung für seinen Beruf und ein nicht gewöhnliche- gesellschaftliches Talent auSzeichneten, hat ein Alter von nur 58 Jahren erreicht. Ehre (einem Andenken und Friede feiner Asche! Mainz, 7. Juli. DaS Amt deS ProvivzialdirectorS für die Provinz Rhetnheffen wird, wie der „Mainzer Anz." vernimmt, vorerst noch provisorisch von Herrn R:gierung-rath Dr. Wolf verwaltet werde», da sich die Sraatsregterung noch nicht für eine bestimmte Persönlichkeit als Nachfolger des Herrn Geheimerath Rothe entschieden hat. AuS Rheinhessen, 6. Juli. Wir stehen feit zwei Tagen mitten tu der Traubend lüth e- doch ist die Witterung für das gute Durchblühen sehr ungünstig. Die Nächte und frühen Morgenstunden find sehr kübl und wurde in den Morgenstunden de- Dien-tag und Mittwoch Reif beobachtet. Wenn auch Nachmittag- einige warme Sonnenstrahlen die Luft erwärmen, so wird die Blütbe doch stark verzögert und in die Länge gezogen. Auf die Quantität des 1898er Herbste- übt demnach die gegenwärtige Witterung einen schädlichen Einfluß auS. Die Ansätze find Heuer sehr zahlreich und versprechen bet einem normalen Verlauf der Blüthe einen dreiviertel Herbst. Bezüglich der Qualität ist ebenfalls nichts recht Gute« zu hoffen, da die Blüthe sehr spät eintrat, und zwar wie selten tn einem Jahre dieses Jahrhundert-. Trotzdem kann ein guter August und September hier wieder Ausgleich schaffen. Vermifdytes» * Düffeldorf, 6. Juli. Der Hauptmacher der Dr. Volke d i n g 'scheu Gesundheitsfabrik, der frühere Advokatenschreiber Könnecke, der bei Volbeding ein regelrechtes Ministergehalt erhielt, hat nun nach Verbüßung seiner 6 Monate Gefängniß, die ihm der Volbeding-Prozeß einbrachte, gezeigt, daß er das Geschäft wirklich versteht. Er hat Dr. Volbeding veranlaßt, ihm als Entschädigung für den „Ruin seiner Zukunft" 10000 Mark auszuzahlen. Dr. Volbeding, der jetzt 2/5 seiner Strafe abgeseffen hat, ist darauf eingegangen und hat seinem braven Assistenten dieses Geld gegeben. Könnecke will sich mit diesem Gelde als Weinwirth etabliren. * Hamburg, 6. Juli. Die Leitung des Bäckerstrikes entzog einer Anzahl Brotträger die Controllmarken, weil sie boykottirtes Brot geliefert hatten. Die Strikeleitung, die am Samstag 6000 Mk. Unterstützung ausgezahlt hat, forderte die jüngeren Gesellen zur Abreise auf und bot ihnen 10 Mk. Unterstützung an. * Havre, 3. Juli. Im hiesigen Krankenhause starb im Alter von 104 Jahren ein Mann Namens Charles Talisbert, der ein reich bewegtes Leben hinter sich hatte. Er war im Staate New-Dork geboren, und zwar, wie es allgemein hieß, als der natürliche Sohn eines mit Lafayette nach Nordamerika gegangenen Franzosen und einer durch ihre Schönheit berühmten Quadrone. Von seinem Vater als junger Knabe nach Frankreich gebracht, war er der Reihe nach Handlungsgehilfe, Juwelier, Hausirer und Akrobat. Vor etwa 20 Jahren hatte er wegen Gebrechlichkeit Unterkommen im Spital gefunden, wo er als Flickschneider arbeitete. * Abenteuer in einer Schutzhülle. Auf eine drollige Weise, so lesen wir in der „Täglichen Rundschau", haben sich am Tage Peter umd Paul drei Besteiger derMädele- gabel (Algäuer Alpen) eines Schutzhüttenräubers versichert. Am Abend zuvor kamen sie zur Kemptner Hütte (1900 Meter). Die Hütte war erbrochen, drin saß in aller Gemüthsruhe ein junger Bursche bei einer Flasche Wein und bereitete sich eine Erbswurstsuppe. Der Dieb war nun in ihren Händen und konnte nicht entfliehen. Schwieriger wurde die Sacke am anderen Tage. Die Mädelegabel wollten die Drei — zwei Da meinen früheren Erfahrungen zufolge die hiesigen Hütel- mehr al- sonst üblich kräftig prellen, steige ich dicht am Hafen im altehrwürdigen Franziskaner-Kloster ab. Ich tauche in wundersame Einsamkeit mit ihrem anheimelnden Schweigen. Hoch über der Landestelle der Boote, hoch über dem grotesk gezackten Geklipp dehnt sich auf dem langgestreckten Kloftergebäude eine breite Teraffe. An der Seite dieser Teraffe nistet ein kleine-, festgemauertes Häuschen, gewissermaßen ein Kloster im Kloster — eine herrliche Schriftsteller-Klause, wie ich fie selbst in meinen schwungvollsten Träumen von Einsamkeit niemals erträumte. Hier gehe ich mit meinem Tintenfaß vor Anker. ... Ach, hier verlebe ich goldene Tage! . . . Ueber die alter-graue Terassenmauer blicke ich hinaus auf die unendliche Fläche des Meeres, die fich weit hineinzieht in den Horizont, bis dahin, wo in duftigem Gedämmer Himmel und Meer zusammenfließen. Wieder ist eS mächtig bewegt, dieses alte, ewig veränderliche Meer. .. . Draußen auf erregten Wogen ein emfig herumkreuzendes Schiff. Im weißen, im Sonnenschein leuchtenden Gischt fliegt es auf und nieder, fährt nach allen Richtungen, ist mit seiner rührenden Sehnsucht nach dem Hasen ein Spiel der Wellen. Soviel Flaggenfignale auch an seinem Mast ewporsteigen — hier am Hafen wird Alles igrorirt. „Der da draußen muß wissen, daß jetzt bei uns das Landen unmöglich ist," scheint man zu denken. Nach stundenlangem Herumschwanken dampft es endlich von dannen, daS arme Schiff, und bald verschwindet fein tiefschwarzer Rauchschweif am Horizont. Inzwischen geräth da- Meer in immer wüthendere Erregung. Rastlos stürmen geschwollene Kamm- die Wogen heran. Erschreckt und zerstäubend spritzen fie hoch empor vor den grausigen Klippen oder werden von ihnen eingeschlürft in dröhnenden Athemzügen. Trägen Fluge- schwebt darüber eine kreischende Wolke heißhungriger Möven . . . So tobt eS die ganze Nacht hindurch. BiS in den tiefsten Traum hinein höre ich Waffer schäumen, Waffer rauschen und Brüllen und Heulen deS Meeres von den Klippen her. Mir ist, al- habe ich mein Zelt wieder jenseits deS OceanS, am Gedonner des Niagara aufgefchlagen. Ich vergegenwärtige mir dieses unheilvolle Geklipp, wenn der Sturm ein Schiff in feine Klauen nimmt und e- in frevler Bernichtung-lust erbarmungslos auf die Felsen schleudert — eine traurige Seetragödie .... Plötzliches höllisches Krachen, das grauenhafte Geräusch, wie eS nur zerschmetternde- Bersten eines strandenden Schiffes hervorbringt .... Zum Himmel erhobene, krampfhaft gefaltete, krampfhaft ringende Hände, wahnsinnftarre Blicke, die zum letzten Mal ausflammen vor jähem Sterben .... ein einziger, markerschütternder Todesschrei--. Siegestrunkene Sturzwellen werfen einander durch hochspritzenden Schaum Trümmer und aneinander geklammerte Leichen zu. — Einige Tage später .... Ich lerne einen schwerverdüsterten Mann aus Jerusalem kennen. Im Verlauf der Unterhaltung erzählt er mir, während er trübselig auf die Straße starrt, wa- fein Herz belastet. „D, dieser Hafen von Jaffa!" raunt er mit bebender Stimme daher, er ist für mich der traurigste Platz der Welt." „Wieso?" „Ach, denken Sie nur! Bor kaum einem halben Jahre, da kam ich mit meiner ganzen Familie von Beirut herunter, mit meiner Frau und fünf Kindern. Da- Jüngste, ein Säugling war erst zwei Monate alt. Beim Ausschiffen, mein Gott, da schlägt da- Boot drüben an diesen höllischen Klippen um. Meine Frau und vier Kinder, drei prächtige Jungen und ein Mädchen, fanden den Tod in den Wellen. Nur der Säugling und ich — wir wurden gerettet." Touristen mit einem Führer — doch besteigen. Damit nun der Bursche unterdessen nicht entwische, verfiel man auf den Gedanken, feine Beinkleider mitzunehmen. So mußte dieser, während sie den 2643 Meter hohen Gipfel erkletterten, in der Hütte zurückbleiben. Bei der Rückkehr gaben sie ihm die Beinkleider wieder und nahmen dann den Einbrecher mit, um ihn dem bayerischen Gerichte zu übergeben. Während der Mädelegabel'-Wanderung der drei Bergsteiger war der Innsbrucker Führer Sentner über das Mädelejoch zur Hütte gekommen. Der erstaunte natürlich nicht wenig, als er den Ohne-Hosen Mann auf der Matratze liegen sah. Allem Anscheine nach faßte der auf so komische Weise Festgehaltene die Sache nicht sehr tragisch auf. Er erzählte dem Führer unumwunden den Vorgang und führte dann noch Klage darüber, daß in der Hütte nicht einmal Alles vorhanden sei, was auf dem Speisen- und Getränkezettel verzeichnet sei. In den letzten Tagen wurde auch eine zweüe Schutzhütte erbrochen und zum Theil geplündert angetroffen, nämlich die im Hinteren Gartet (Moosthal) 2451 Meter hoch gelegene Darmstädter Hütte, die man von St. Anton am Arlberg in etwa 4—5 Stunden erreicht. Man glaubt, daß es Wilderer waren, die hier eingebrochen sind. Der Schaden ist nicht gerade bedeutend, am empfindlichsten noch in Folge der Beschädigung der Thüren und Schlösser. Wissenschaft, Literatur und sinnst. — Für die Reisezeit. Allseitige Beachtung verdient eine in dem Verlage von Julius Abel tn Greifswald erschienene Broschüre: Zur Abwehr ansteckender Krankheiten. Zeitgemäße Rathschläge für Bewohner und Besucher der Badeorte, insbesondere der Seebäder. Von Professor Dr. Mosler, Geh. Med.-Rath, Director der medtcinifchen Klinik tn Greifswald. Es ist ein hervorragendes Verdienst detz erfahrenen Klinikers, aus dem reichen Schatze feiner Beobachtungen in dieser für Jedermann verständlichen Broschüre zur Abwehr ansteckender Krankheiten, die durch den gesteigerten Verkehr der Jetztzeit überall, auch in Kurorten, Seebädern, häufiger vorkommen, zeitgemäße Rathschläge ertheilt zu haben. „Ueber Entstehung und Weiterverbreitung von ansteckenden Krankheiten kann nicht genug Aufklärung geboten werden, zumal ihre Kenntniß durch die Bacteriologie neuerdings wesentlich gefördert worden ist. Mehr und mehr müssen diese Errungenschaften Gemeingut werden." Nicht besser kann dieser Zweck erreicht werden, als durch weiteste Verbreitung dieser leicht verständlichen Schrift bei Hoch und Niedrig, Arm und Reich. Von zahlreichen Beamten, Pastoren, Lehrern, von Badedtrectionen, sowie auch von den Bewohnern und Besuchern der vielen deutschen Badeorte muß der in bitter Schrift gegebene Mahnruf ausgenutzt werden, damit letztere eine gesunde Stätte für Kranke und Erholungsbedürftige bleiben. Die hier geschilderten Vorsicht-- maßrrgeln sind allgemein zu beachten. Personen, welche einen Kurort, eine Sommerfrische im Binnenland oder an der See, zumal mit froher Kinderschaar besuchen wollen, sollten von dem lehrreichen Inhalt dieser Broschüre Kenntniß nehmen, um zu erfahren, wie fie sich und ihre Angehörigen vor Krankheiten, nicht am wenigsten vor ansteckenden Krankheiten bewahren können. — Avis für Raucher-Gourmands. Die Orientalische Tabak' und Cigaretten-Fabrik „Z)enidze" in Dresden eröffnet auf allen Linien einen scharfen Kamps gegen die Invasion der egyptischen, speciell Eairoer Eigaretten-Fabrikaie: Wenn auch diesen letztere» Erzeugnissen gewisse Vorzüge nicht abzusprechrn sind, so ist eS doch von deutschen Coiisumenten durchaus nicht zu rechtfertigen, daß dieselben den deutschen Eigaretten Fabrikaten, als angeblich nrcht gleich- werthtg, keinerlei Beachtung schenken. Die Firma „Aenidze" verarbeitet genau dieselben türkischen Tabake, welche tn Cairo verarbeitet werden (egypttscher Tabak existirt bekanntlich nicht), und zwar auf Grund langjähriger Erfahrungen in der gewissenhaftesten Weise. — Die Firma „Aenidze" (ein echt germanisches, reelle- Unternehmen), welche nach oerhällnißmäßig kurzer Zett sich zu einer der größten deutschen Eigaretten-Fabriken entwickelt hat, ist eher in der Lage, edelste Crescenzen zu verarbeiten, alS wie ihre Eairoer Concurrenz, da die nach Deutschland »xportirten Tabake nicht dem bedeutenden, an die türkische Tabaks Regie zu entrichtenden AuS- gangszoll unterliegen, welchem die aus der Türkei nach Egypten 'xporiirten Tabake unterworfen sind. Außerdem ruht auf den in Deutschland hergest-llten Cigaretten nur der Eingangszoll auf türkischen Blättertabak, welcher nicht annähernd so hoch ist, wie der von den importirten Cigaretten erhobene Zoll. Die Specialität der Firma „3)enibze", „Salem-Aleikum", ist daher bei gleichen Preisen, wie das Eairoer Fabrikat, bedeutend werihooller als letzteres; schon zu 3 Pfg. im Detail, ist die „Salem-Aleikum" in einer superben Qualität, edel, leicht, mild, in den besseren Cigarren-Geschäfte» zu haben. Wir jetzt setue welken, fich langsam mit Thränen füllende« Augen hinüberflimmern nach dem unheimlichen Gefelse — ich werde diesen wehmüthigen Blick niemal- vergessen. — Heute im Hafen Alle- still. Die Straße, wo fich sonst aufgeregte Pilgerfchaaren drängen, durchzieht eine Karawane zottiger Karneele, und herrenlose Hunde schnüffeln herum. Auf der breiten Hafenmauer spielen fröhliche Türken Schach, oder fie schlürfen in kleinen Schlucken Kaffee und erzählen fich dabei allerhand Liebesgeschichten. Herrlichster Sonnenschein aus tiefblauem Himmel und spiegelglatt da» träumende Meer .... Nur zuweilen leise- Schäumen, sanftes Wellenlächeln um Riffe und Felsen, die still vom Wasser aufglänzen, wie die Zinnen einer in die Tiefe gerissenen Stadt . . . Ermüdet geht der laute Tag zur Ruhe. Orangendust aus grünen Hainen haucht Über die Wellen- Palmenwipfel wiegen sich leise im Abendwind, und da hinten steigt die Sichel des Monde- in purpurne- -Gewölk .... Jetzt weit zurückgetreten die fluthenden Wasser. Entblößt liegen nun die Klippen da, diese unheilvollen Brandung-Plätze — harmlos, unschuldig, al- hätten fie nie ein Wässerchen getrübt, nie ein Schiff mit Mann und Mau- zu Grunde gerichtet. Wie ich fie jetzt betrachte, fie erscheinen mir wie schlafende Tiger. Sachte, fachte, daß diese Ungeheuer Niemand weckt! Aber baß zerklüftete Gestein zeigt dem staunenden Auge ein wundersames Meerleben: schwimmende Kräuter schwanken ÜbermÜthig neben grünleuchtenden Moosen- buntschillernde Muscheln ruhen tn Nachbarschaft dunkler Seekrebse- dicke, blaudurchfichttge Quallenmassen erglänzen in der Abendsonne. Muntere Kinder springen mit nackten Beinen von Klippe zu Klippe, sammeln Muscheln, Eisenstücke, verschiedenes Seegethier oder spielen Verstecken hinter den zerborstenen Planken eine« zerschellten Bootes .... Da- ist da- zweite Gesicht des grausen Geklipp- von Jaffa. — Ws iaW Jlftrö Kcut sowie alle and lichen Gerathe preisen empfiehlt A. W Wode ckrArt, rasch u Klan; trocknend, Aug. Nol Zeit und wirke fir die! Futfnchtnke. .Mm 'pEMtUttv 6890] G Wohnung, 6 Veranda ic., per Sam v°ntzemi0r.U Jon 5 bis e § d'emAund "K? «ui •JWÄam «irii*} 8n mei Und K“lete Stock, hefte ^-nnilunfl -c ^wuthen. * -— <^l>gis w * e en' Näheres Sjita" pi Wipeiii?,61 15. 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