Nr. 58 Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener MamirleuvrLIter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Erstes Blatt. Donnerstag den 10. März 1898 Weßener Anzeiger Aezugspre!« vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Annahme ee« Anzeigen zu der Nachmittags für bea folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- Vorm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- uub Ausland-» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. Amts- unb Anzeigeblatt für den Urei» Gieren. I 7.--.'.------------ Reöaction, Epiedition und Druckerei: Schnkstraße Ar. 1. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Hmtiidxtr Li>«Ll Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eine- KreisstraßenwartS mit dem Sitz in Gießen oder Wteseck soll dlS zum 1. April 1. I. wieder besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bet dem Kreisstraßen- meister Senßfelder in Gießen bis längsten- 19. März L Js. schriftlich einzuretchen, wobei Alter, Wohnort uns seitherige Beschäftigung unter Beifügung etwaiger Zeugnisse über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art anzugebeu sind. Gießen, den 5. März 1898, Der KreiSauSschuß des Kreise« Gießen. v. Gagern. Reichstag. 57. Sitzung vom Dienstag den 8. März 1898. Ohne Debatte tritt da» Hau« in erster und zweiter Berathung dem Bunde-rath-beschluffe bet, betr. Aufnahme der Kugelschrotmühlen unter die einer besonderen Genehmigung bedürfenden Anlagen. Hierauf wird die Berathung der Postvorlage fortgesetzt. Abg. Mareour (Centr.) wünscht, daß die angrkündigte Herabsetzung der Postanweisungsgebühr nicht schon bei Postanweisungen bis zu 5 Mk. eintreten solle, sondern bei solchen bi- 20 oder doch mindestens 10 Mk. Größere Berücksichtigung verdiene auch das platte Land in Bezug namentlich auf Bemesiung der Bestellgebühren. Betreff- der Privat- posten schließe er sich dem vom Abgeordneten Lieber gestern Gesagten an. Abg. Leuzmann (frs. Bp.) kann § 2 der Vorlage nicht annehmen. Warum er dies nicht kann, führt er In einer längeren Auseinandersetzung an. Sodann berührt er die Frage de- BrtefgeheimniffeS. ES sei in Prozessen fest- gestellt, daß wenigstens zur Zett des SocialtstengrsetzeS die RetchSPost gegenüber dem Ansinnen der Polizei, ihr Briefe au-zuliefern, nicht stark genug gewesen sei. Am besten würde e- sein, nur § 1 elnmüthig anzunehmen, § 2 dagegen zu streichen. Staatssecretär v. Podbielskt erklärt, keinen Tadel gegen die Privatinstitute aussprecheu zu wollen, aber That- fache sei, daß b i eurem Institut, da- sich auflöste, 4300 unbestellte Briefe gesunden worden seien, bei einem anderen sogar 6000. Daß das Publikum durch solche Dinge geschä« dtgt würde, sei doch unverkennbar. Abg. Förster (Aniis.) tritt grundsätzlich für volle Movopoltsirung der RrtchSpost ein- einer Entschädigung der Privatanstalten bedürfe eS unbedingt, Geh. Rath v. D amb a ch sucht nochmal« nachzuweisen, daß die Privatanstalten kein privatrechtliches jus quaesitum hätten. Ganz irrig sei ferner die Auffaffung, alS ob tu Bezug auf die Beförderung geschloffener Briese durch exprrffe Voten irgend eine Aenderuug eintrete. Abg. Fthr. v. Stumm (Rp) bezeichnet es al- die allerhöchste Zrit, daß betreffs der Privatanstalten Remedur eintrete, denn das Anwachsen der Großstädte und die Verarmung deS platten Lande« werde durch solche künstlichen Mittel immer mehr begünstigt. Von einer Entschädigung für entgangenen Glwinu könne gar keine Rede sein, höchsteu- für einen etwaigen direkten Eapttalverlust. „ Auf eine Anregung deS Redners ergänzt Geh. Rath v. Da mb ach seine vorherige Angabe noch dahin, der exprrffe Bereinsbote könne natürlich auch Antworten an den Verein zurückbringen, aber auch nur an diesen. Abg. Wurm (Soc.) ist erfreut über die Zusage deS Staatssecretär« bezüglich deS Briefgehetmniffe«. Staatssecretär v. Podbielski wiederholt, daß er da- Briefgeheimuiß pflichtgemäß wahren werde und daß die- auch fein Amt-Vorgänger gtthan habe. Die Vorlage wird jetzt an eine besondere Commission verwiesen. Es folgt die dritte Lesung de- Gesetze- über die Angelegenheiten freiwilliger Gerichtsbarkeit. In zweiter Lesung waren die CowmisfiouSbeschlüffe en bloo angenommen worden. Heute liegen acht Ab Sn de» rnngSanträge Auer vor. In der General-Debatte befürwortet Abg. Stadthagen (Soc.) diese Anträge, besonder- einen betr. Aufhebung deS Berbindung-verbot- für Vereine, sowie einen betr. obligatorische Hinzuziehung eines vereideten Dolmetscher- bet Be- urkuudunAn, sofern ein Betheiligter erklärt, der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein. Abg. v. CzarltnSkt (Pole) tritt gleichfalls warm für den letzteren Antrag ein- ebenso auch Abg. Szmula ((Statt.) Die Generaldebatte wird geschloffen. Morgen 1 Uhr. Schwertustag. Anträge betr. die Be- rnfSoereine. Schluß 5Va Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 8. März. Durch CabinetSordre vom 7. d. M. ist Capttän zur See, Rosendahl, unter Belaffung in der Stellung als BefelShaber an Land über die deutfchen Streitkräfte in Kiaotschau und unter Verleihung deS Titel« „Gouverneur" an die Spitze der Militär- und Civilverwaltuug im Kiaotschau-Gebiete gestellt und durch CabinetSordre von demselben Tage der bisherige Commandavt des AvisoS „Jagd", Corvettencapirän Sommerwerk, zum Commaadanten de« Avtscl „Heia" ernannt worden. Berlin, 8. März. Die Verhandlungen mit den verbündeten Regierungen wegen der Deckungsfrage für die Flotten-Vorlage find noch nicht beendet. In BundeSrathSkreisen zweifelt man aber nicht daran, daß unter entschiedener Ablehnung de- Antrages Lieber der Resolution Hammacher dem Sinne nach zugestimmt wird. Die Budget- Commission hat deshalb die Weiterberathung der Deckungsfrage au-gesetzt und heute mit dem Marine-Etat begonnen. Die Forderungen für die Schiff-bauteu im Etat wurden gegen die Stimme de- soctalisttschen Abgeordneten Meister, welcher al- einziger Socialdemokrat der Commission beiwohnt, bewilligt. Auch die Vertreter der freisinnigen Volk-Partei und der Polen, die Abgeordneten Richter und JadzewSki, stimmten dafür, erklärten aber, daß aus ihrer Zustimmung keine Folgerung für ihre Stellungnahme zum Flottengesetz gezogen werden dürfe. Au- der weiteren Berathung der Vorlage ist noch hervorzuheben, daß die Forderung des zweiten großen Trockendocks in Kiel bewilligt wurde, nachdem Staatssecretär Tirpttz die Voraussetzung des Referenten Dr. Lieber bestätigt hatte, daß diese Forderung unter die tm Flottengesetz zu limttirenden einmaligen Ausgaben fallen. Morgen wird die Berathung fortgesetzt. Berlin, 8. März. Der „Germania" zufolge wird die Ceutrums-Fraction des Reichstags die gestern nicht zu Ende geführte Berathung über das Flottengesetz heute Abend fortsetzen. Abstimmungen und Beschlüffe find also gestern Abend noch nicht erfolgt. Berlin, 8. März. Nach einer telegraphischen Meldung an da» Ober - Commando der Marine find die Schiffe „De ut sch land" und „Gefto n", DivifionSchef Contreadmiral Prinz Heinrich von Preußen, am 8. dS. M. in Hongkong etagerroffen. Kempen (Posen), 8. März. Amtlich wird gemeldet: Heute früh 9Vg Uhr überfuhr ein von Jarotschin kommender Gütrrzug daS Haltesignal und fuhr auf einen in Bewegung befindlichen Rangirzug. Der Zugführer wurde schwer, ein Bremser leicht verletzt. Beide Lokomotiven und 15 Wagen find zum Theil stark beschädigt. Der Verkehr wurde noch zwei Stunden regelrecht wieder ausgenommen. Ansland. Wien, 8. März. Da» Befinden der Kronprin- zessiu-Wtttwe Stefanie ist fortdauernd in Besserung begriffen. Wie», 8. März. Die Blätter besprechen das neue Ministerium noch ziemlich zurückhaltend, aber nicht ungünstig. Fast die gesammte Presse vertritt die Ansicht, daß Graf Thun alS politischer unb Staatsmann ernst zu nehmen sei und es demselben an ehrlichem Willen, Muth, Energie unb Ausdauer nicht fehle, Ordnung tu die verworrenen österreichischen Parteiverhältniffe zu bringen. Ob aber diese- Vorhaben gelingen werde, sei noch sehr fraglich. Rom, 8. März. Heute Mittag hat die Ueberführnng der Leiche Cavallottis zum Bahnhofe unter coloffaler Bethetligung der römischen Bevölkerung stattgefuuden. Die Menschenmenge war auf den Straße», durch die der Leichenzug sich bewegte, so enorm, daß das dazu beorderte Militär zur Spalierbildung fich kaum aufstellen konnte. Alle Geschäfte in der Nähe de» Monte Citorio waren geschloffen. Daganze Cabinet war im Leichenzuge, nur der Minister de- Aeußeru fehlte. Etwa 600 Kränze wurden dem Leichenwagen uachgefahren. Beuedig, 8. März. Gesteru Abend fand hier eine Bolksdemouftration als Protest gegen das Duell statt. Eine große Menge begab fich vor das Rathhaus, um da« Aufhiffen einer umflorten Fahne als Trauerzetchen für den Tod Cavallottis zu verlangen. Da die Mumcipalität die- verweigerte, fo begann die Menge Verwüstungen, schlug Fenster und Laternen ein und zog dann vor die Redacttoa der „Gazzetta di Venezia". Soldaten zerstreuten die Demonstranten, mehrere Verhaftungen wurden vo. genommen. Athen, 8. März. Die Türken habn ein Dorf bei Lariffa eingenommen. Zwei Männer wurden ermordet. Der Bürgermeister ist als Gefangener nach Larifia abgeführt worden. Locales and j)V0vlnrlelles. Gießen, den 9. März 1898. ** Sitzung Großh. Handelskammer vom 7. Marz 1898. Anwesend die Herren: Scheel, Balser, Heichelheim, Katz, Klingspor, Kraatz und Wortmann. Im März v. I. hat die Kammer an den Herrn Minister für öffentliche Arbeiten, Excellenz Thielen in Berlin, eine eingehend begründete Eingabe gerichtet, in der sie um Einlegung von Schnellzügen auf der Linie Gießen—Betzdorf —Hagen bat. Der Kammer wurde damals von König!. Eisenbahn- Direction Frankfurt a. M. die Mittheilung, daß dem Antrag nicht stattgegeben werden könne. Die Beweggründe für diese ablehnende Entscheidung blieben der Kammer unbekannt. Während des vergangenen Jahre- hatte die Handelskammer wiederholt Veranlaffuug, infolge an sie gertchtettr Eingaben, der fraglichen Angelegenheit näher zu treten. Die auf Einlegung von Schnellzügen auf genannter Strecke zielenden Bestrebungen fanden lebhaften Ausdruck in der Plenarversammlung deS Bezirks-Eisenbahnrath« Frankfurt a. M. am 24. November v. I. und wurden allgemein gebilligt, zumal die Bedeutung der geplanten Schnellzug-Verbindung für den Durchgangsverkehr nach dem westfälischen Industriegebiet nach Einführung beschleunigter Züge auf der Strecke Fulda Gießen ungeteilte Anerkennung sand. Da wir zur Zeit wiederum vor der Entscheidung über den Sommersahrplan für 1898 stehen, so beschloß die Kammer, eine wiederholte Eingabe an den Herrn Effenbahnminister mit dem Ersuchen um endliche Gewährung dieser dringend erforderlichen Berkehrserleichter- ung zu richten. — In gleicher Weise soll wiederholt der König!. Preußischen Eisenbahnverwaltung die Ausführung de- Bahnprojcks Weidenau (S:eg) Haiger als Vollbahn und nicht als Nebenbahn empfohlen werden. — Das Bice Consulat der Vereinigten Staaten von Brasilien übersandte der Kammer ein Exemplar der Bedingungen, unter denen durch da» Consulat Facturen über Maaren, die bei ihrem Eingang in Brasilien der Verzollung nach dem Werthe unterliegen, beglaubigt werden. Jntereffenten können hiervon im Geschäftszimmer der Kammer Kcnntniß nehmen. — Am 14. l. Mts. findet eine Plenarversammlung deS deutschen Handel«- tag es in Berlin statt. Die Kammer wird in derselben durch Herrn Geh. Commerzienrath Michel in Mainz vertreten sein. — Mit dem Sommer-Semester d. I. tritt in Leipzig im Anschluß an die Universität eine Handelsschule ms Leben, um deren Begründung die Handelskammer Leipzig fich besondere Verdienste erworben hat. Die feierliche Eröffnung findet in den letzten Tagen de« April statt, jedoch werden schon vorher Jmmatriculationen stattfinden. Die Aufnahmebedingungen können auf der Kammer eingefehen werden. — DaS Verzeichniß der Kammer von ausländischen Schwiudelftrmen hat wesenlich Erweiterung für Großbritanien und die N ederlande erfahren. "Stadttheater. Das Wolzogen Schumann'iche Lustspiel in vier Acten „Die Kinder der Excellenz", ein prächtiges, fein ausgearbeitetes und sehr wirkungsvolle- Werk, das im hlefigen Stadttheater schon längere Zeit in Vorbereitung war, wird am Freitag den 11. er. zur Aufführung gelangen. Herr Director Helm spiel den „Major Muzell". Conrad Dreher, welcher am 13. unb 14. b. Mts. hier gasttrt, trifft am SamStag zu den Vorproben hier ein. — Am Sonntag Nachmittag findet versuchsweise eine Volks- Vorstellung zu ermäßigten Preisen statt, und es wird wahrscheinlich „Preciosa" zur Aufführung gelangen, nachdem Mitglieder oe» Bauer'schen Gesangverein- fich abermals bereit erklärt haben, in dieser Vorstellung mttzuwtrken. •• Wüllner Loneert. Wir machen unsere Leser auf da- im Jnseratentheil der heutigen Nummer veröffentlichte Programm des Liederabends von Dr. Ludwig Wüllner tm Museumssaal zu Marburg aufmerksam. Es wird fich empfehlen, die Billet» hierzu Vorau» zu bestellen, da der Zudranq zu dem Concert voraussichtlich sehr stark fein wird. * • 22. Lahulhal-SäugerduudeSfest zu Marburg. Am Mootag Abeod halten sich auf Anregung der beiden fest« gebenden Vereine „Liedertafel" und „Liederkranz" die Vertreter der Marburger Vereine in stattlicher Anzahl im Restaurant Seebode etngefunden, um den Festausschuß zu bilden für da» am 9., 10. und 11. Juli in Marburg statifindeude Lahnthal-SängerbundeSfeft. Der Hauptfestauöschuß besteht au» folgenden Herren: 1. Vorsitzender: Bicebürgermetster Ttebert, 2. Vorsitzender: LandgerichtSrath Gleim, Lehrer Dör- becker, Hauptlehrer Schneider, C. Diehl, R. Hof, L. Müller, A. Blencke, F. W'nrersteiv, V. Schneider und Ph. Seebinger. ** Einen kolossalen Auflauf verursachte gestern Abend nach 6 Uhr die auf Antrag de» Bertheidtger» erfolgte Besichtigung derjenigen Stellen, an denen Inder letzten Zeit diejenigen Brände stattfanden, wegen deren der Weißbinder Keil angeklagt ist. Der gesamwte Gerichtshof, die Geschworenen, der Bertheidiger und schließlich auch der Angeklagte, begleitet von Gendarmen und Schutzleuten, erschienen zuerst an der Huhu'scheu Hofraithe am Tiefenweg, dann am Lotz'schen Hause, hierauf tu der Löber'schen Hofraithe, in den alten Ställen und nahmen dann ihren Weg durch die Rittergasie nach der Dreihäusergaffe, wo überall die zum Berständniß der Geschworenen nöthige Erklärung gkgeben wurde. Bet all diesen Vorgängen trug der Angeklagte dieselbe Unbefangenheit zur Schau, mit der er sich auch auf der Anklagebank benimmt. * • Meldekarten fiad jetzt den Lokomotivführern der preußischen Staatsbahnen zugestellt worden, auf denen sie alle auf der Fahrt bemerkten Unregelmäßigkeiten dem nächst erreichbaren StationSbeamten ungesäumt witzutheilen haben. Die mit Vordruck versehenen Karten lasten sich in reuigen Sekunden Herstellen- sie gehen nach Beseitigung der Unregelmäßigkeit von den Bahnmeistern an die Vorgesetzte BelriebSinipection. • • Die Geltungsdauer der gewöhnlichen Rückfahrkarten von sonst kürzerer Dauer ist zu dem Oster-, Pflügst- und WeihnachtSsest auf den Strecken der Preußischen- Großherzoglich hessischen Eisenbahnen und der Main-Neckar« Bahn bi» auf Weitere» wie folgt festgesetzt worden: 1. Zu de« Osterfeste von einschließlich dem 12. Tage vor bi» zu be” 12- Tage einschließlich nach dem ersten F-Iertage (für 1898 vom 29. März bi» einschließlich 22. April)- 2. zu dem Pficigftfeste von einschließlich dem 3. Tage vor bi» zu dem 8. Tage einschließlich nach dem ersten Feiertage (für 1898 vom 26. Mai bis einschließlich 6. Juni),- 3. zu dem WeihnachtSfeste von riaschließlich dem 7. Tage vor bi» zu dem 14. Tage einschließlich nach dem ersten Feiertage (vom 18. Decrmbrr 1898 bi» einschließlich 8. Januar 1899.) Diejenigen fremden Eisenbahn Verwaltungen, welche sich im unmittelbaren Personenverkehr der für die Preußischen Staat»- Eisenbahnen angeordneten Vergünstigung onschlteßen, werden durch AuShang auf den Bahnhöfen bekannt gemacht. △ AuS Rheinhessen, 8. März. (Bor 50 Jahren.) Durch Oie Erinnerungen, welche gegenwärtig anläßlich de« Ablaufe» eine» halben Jahrhundert» von vielen Blättern über da« sturmbewegte Jahr 1848 veröffentlicht werden, treten auch die großen Folgen und gerichtlichen Nachspiele wieder in das Gedächintß, welche den activen Theilnehmern an der damaligen politischen Bewegung nachträglich erwachsen sind. Bekanntlich nahm die Bevölkerung der Provinz Rheinhessen, in welcher theilwetse noch französische» Recht bestand, be« sonder» lebhaften Antheil an der Volkserhebung und rekrmirten sich die Thetlnehmer au» allen Bevölkerungsklaffen, sowohl au» den Städten, wie auch vom flachen Land. Um so weit» fragender waren nachher die Folgen in der ganzen Provinz. Die meisten Führer der Bewegung — darunter Dr. Ludwig Bamberger — hatten sich, nachdem sie ihre Sache für ver- loren gesehen, geflüchtet, und gegen die Zurückgebliebenen begann nunmehr ein gerichtliche« Verfahren, das nachträglich größere Dimensionen annahm und immer weitere Kreise in sich zog. Nach Abschluß der sich bi« Ende Februar 1850 hinztehenden Voruntersuchung wurde am 1. März genannten 3"h*e« »egen 143 Personen Anklage wegen Aufruhr sowie wegen Hoch« und Laudesverrath erhoben. Bon diesen Angeklagten flüchtete sich ein großer Theil in da» Ausland, gegen eine weitere Anzahl wurde vor Beginn de« ^aaonerJ^iTen6 bie Anklage zurückgezogen, so daß bei der am 22. Mai 1850 vor dem Mainzer Affisenhof gegen die Hochverräther begonnenen Verhandlung in-grsammt nur 40 Personen auf der Anklagebank erschienen find, die sämmt« lich freigesprochen wurden, aber theilwetse bi» zu einem Jahr iu Untersuchungshaft zugebracht hatten. Neben Geschäft«, teuren und Landwirthen befanden sich unter den an der Be. wegung Bcthetligten und nachher gerichtlich verfolgten Personen, von denen 30 aus Mainz und 55 au» Worms oT”1«“/ 3 Abgeordnete, 4 Aerzte, 6 GerichtSacceffiften, i 1 VfanCT' 1 Notar, 1 Lehrer, 1 Geometer, r Mischer Prediger und 1 Hauptmann a. D. Von bekannteren oA^nC"«|ete? Don dm damaligen Angeklagten erwähnt: Ludwig Bamberger, die Abgeordneten Lehne und Zitz, der nachmaltge belgische Consul in Amerika, Schriftsteller Schürtz, die beiden Oberbürgermeister von Mainz, Dr. OcchSner und der Bürgermeister Ederstadt von öoimfl und die Schriftstellerin Kathinka Zitz, geborene Halein._______________ Schwurgericht. W. Gießen, 8. März 1898. (Fortsetzung der Verhandlung gegen den Weißbinder Karl Keil von Gießen wegen Brandstiftung.) Der erste Zeuge, DrechUermeister Schäfer, Nachbar be» Kaufmann» Arnold, bemerkte in der Nacht vom 20. bis 21. November v. I». zwischen 2 und 3 Uhr unter einem Schuppen der Arnold'schen Hofraithe Feuer, er machte Lärm, so daß von Gasten der nebenan gelegenen Felfing'schen Wirthschaft die brennenden Kisten und Kö-be abgelöscht und so größere» Unglück verhütet werden konnte. Einen Menschen und besonders den Angeklagten hat der Zeuge Schäfer, al» er den Brand wahrnahm, nicht dabei bemerkt. — Zeuge Peter Schäfer, Knecht bei Oeconom Cost, schlief im Stall- gebäude der Winn'schen Hofraithe- er wurde NacbrS wach | unb bemerkte, daß ein Butzen Stroh, der in einem Loche de» Stalles steckte, brannte. Der brennende Butzen fiel herunter und wurde unter Beihülfe von Mitknechten sofort abgelöscht. Der Stall war von vier Menschen bewohnt, enthielt leicht brennbare Stoffe in Menge und wäre unzweifelhaft nieder« gebrannt, wenn der Brand nicht rechtzeitig entdeckt worden wäre. Der Zeuge erklärt, der Strohbusch sei von außen in Brand gesetzt worden. — Der Gerichtshof beschließt richterlichen Augenschein an den Brandstellen. Der Vorsitzende ist beauftragt, die Geschworenen Nachmittag» um 6 Uhr an Ort und Stelle zu führen. — Der Zeuge Friedrich Cost ID. schildert den Brand in der Winn'schen Hofraithe. Während man noch beim Löschen war, ertönte Feuerruf von der Hofraithe de» Kaufmann» Arnold, den alten Ställen. — Der Milchkutscher Vogel, bei Gutsbesitzer Schiente, war am 20. November Abend» bis 1 Uhr mit dem Angeklagten in der Mhl'schen Wirthschast und dann noch 3/< Stunden in der Ferber'schen Wirthschast gewesen und sei Keil, soweit er wiffe, noch dort geblieben. — Kaufmann Heinrich Arnold macht Aussagen über den Brand in seinem Schuppen. Verbrannt sei einPackkorb mit Holzwolle. Ausgefallen sei ihm, daß der Korb nicht an der Stelle sich befunden, und weiter, daß um die Zett, wo der Vater des Angeklagten bet ihm gearbeitet, er an derselben Stelle schon einmal die Entdeckung der Brandstiftung gemacht und Anzeige erstattet habe. — Der Restaurateur Felstng bezeugt, daß er den Arnold'schen Brand um ^2 Uhr Nachts entdeckt und sofort gelöscht hat. Ihm fiel auf, daß der Hand- karren be» Arnolb, bet sonst stets an ber Sette stehe, bte Straße quer sperrte. Der Zeuge hat den Keil am Abenb de» Brandes zufällig um 8 Uhr an seiner Wirthschaft vorbei gehen sehen. — Der Oeconom Co st sen. bekundet da» Gleiche wie sein Sohn. Auch dieser hat den Feuerruf von Arnold her gehört. — Der frühere Dienstknecht CostS, Heinrich Fleischer, berichtet über daS Feuer in der Winn'schen Host ratthe,- er weiß auch nur dasselbe zu bekunden, wie fein Mit- knecht. Der Zeuge kennt den Angeklagten und weint auf Befragen de» Vorsitzenden, daS Urtheil der Leute ging dahin, daß Keil der Brandstifter gewesen. — Der Lohnkutscher Wilhelm Huhn erzählt, wie er in der Nacht vom 21, zum 22. November vom Schutzmann Kimmel geweckt worden mit ber Mittheilung, sein Wagen brenne- er habe bie» erst utcht geglaubt, sei bann aber nufgestanbeu unb da habe fein bester Wagen gebrannt. Der Wagen stand neben feinem Hause auf dem Hofe, dessen Thor offen stand. Wäre da» Feuer nicht gelöscht worden, dann war die Hosraiche in Gefahr, niederzubrennen. — Der Backer Kumps bemerkt, er sei mit dem Angeklagten am fraglichen SamStag sowohl wie am kommenden Tage darauf Abend« gemeinsam mit Vogel zusammen gewesen. Um 1 U?r Nacht« ist ber Zeuge bem Angeklagten abermals begegnet. Keil wollte nach ber Pulver- wühle, von wo der Zeuge eben kam. Man ging bann in bie Ferber'sche Wirthschaft, wo e» eine Rauferei gab, an ber Keil sich beteiligte. Als ber Zeuge mit Keil um 2 Uhr bie Ferber'sche Wirthschaft verließ unb sich von biefem trennte, war bie Wirthschaft leer und würbe geschloffen. — Der Getreidekutscher Philipp Schneider war am Sonntag Abend mit dem Zeugen Rampst auf der Pulvermühle und hat eben- fall» den Keil am Neustädter Thor getroffen, als dieser die Mtttheilung erhielt, baß bie Pulvermühle geschloffen. Der Bruber be« Vorzeugen war am Sonntag Abenb bi» 2 Uhr bei Ferber- er bat mit Keil die Wirthschaft verlaffen. Man schlug den Weg über den Tiefen Weg nach der KaplanSgaffe ein. Als sie an ber Huhn'ichen Hofraithe vorbei gingen, j staub da« Hofthor offen, unb der Zeuge sagte zu Keil, auf bie im Huhu'scheu Hof ftehenben Chaisen beutend, da kann man gut „platt machen" (schlafen). Keil hat bie Antwort gegeben, ber Hof fei sehr lang. Der Zeuge verabschiebete sich von Keil an ber Bahnhofstraße, um in feine Wohnung nach ber KaplanSgaffe zu kommen. Keil sagte, er gehe auch nach Hause. Der Zeuge sah ihn bie Bahnhofstraße nach ber Marktstraße zu gehen. — Frau MinnaDeckmann wohnte zur Zeit in ber Winn'schen Hofraithe, al- ber Branb pasfirte. Die Zeugin hat ben Schein gesehen unb daS Fenster geöffnet, einen Menschen in ber Figur be« Keil, ben bie Zeugin kennt, durch bie Hofraithe nach ber Neuftabt zu springen sehen. Ihr Mann habe biefelbc Wahrnehmung gemacht. — Keil bleibt dabei, ferne frühere Angabe sei wahr, bie Zeugin habe ihm zuerst Mtttheilung von ben ©rauben bei Arnolb unb in der Winn'schen Hofraithe gemacht. Die Frau bleibt bei ihrer Aussage, sie sei am betr. Sonntag am Tage nicht aus ber Wohnung gewesen. — Der Ehemann Deckmann ist am SamStag Abenb nach Hause gekommen, da sei ber Schutz« mann Kimmel vor ber Winn'schen Hofraithe, auS bem Tiefen Weg kommenb, auf ihn zugetreten und habe ihn gefragt, ob er Keil nicht gesehen. Er habe die Frage verneint und sich nun der Schutzmannschaft angeschloffen, um ben Keil zu suchen. — Der Schutzmann Kimmel deponirt, er habe ben Angeklagten gesehen, al» dieser fich am Abend, al» er sich von Schneider, I der bie KoplanSgaffr herunterging, verabschiedet hatte, Keil ging die Bahnhofstraße nach der Marktstrahe zu, vor dem „Schipkapaß" traf er auf Jemand, mit dem er gesprochen, er ging bann weiter, zur Marktstraße. Der Angeklagte befreitet die» entschieden, er sei von dem Treffpunkt ber Bahn» Hofstraße mit ber KaplanSgaffe birect, nachdem lyn Schneider verlaffen, iu den Tiefenweg zurück. Der Zeuge hat bann kurze Zeit darauf im Tiefenweg in ber Huhn'schen Hofraithe I Feuerschein gesehen unb gleichzeitig ben Angeklagten aus bem Huhn'schen Hofthor kommen sehen. Der Zeuge hat ben Keil sofort angerufen mir den Worten: „Halt Brandstifter". I Dieser sei aber mit schnellen Schritten weiter gelaufen und I in der Mühlgaffe verschwunden. Al» Keil verhaftet war, ! sagte ihm ber Zeuge, bies Mal haben Sie sich' ober vrr- | rechnet, worauf Keil erwiderte, ich habe Zeugen und bin zu Hause gewesen. Der Schutzmann Kimmel versichert auf Befragen beS Bertheidiger», daß er fich in keinem Fall geirrt habe unb ben Angeklagten in allen Situationen genau erkannt habe. E» hätte an ber KaplanSgaflen« unb Bahnhofstraßen- Ecke eine helle Laterne gebrannt, ebenso brenne im Tiefenweg an bei Stelle, auf die es ankomme, ebenfalls eine Laterne, welche bie Situation grell beleuchte. Der Zruge erk.ätt, daß es nicht nur für bte Schutzmonnschaft, sondern für alle Gießener al« eine ausgemachte Sache gelt, daß ber Angeklagte die beiben Bränbe in ber Nacht des Feuerwehrfestes sowohl, wie ben in ber Lötz schen Hofraithe im Jahre 1896 angelegt habe. Keil würbe Übrigen« von ben Bramten cer Polizei scharf beobachtet. — Schutzmann Kranßc bekunde, wie in jener Nacht auf der Wache die Meldung einlief, baß bei Huhn im Tiefenwcg eine Chaise in Brand gesteckt sei, unb baß sein College Kimmel al« Thäter ben Angeklagten bezeichnet hatte. ES wurde nun bie ganze Altstadt abgesucht, besonders aber bte Gegenb um Keil» Wohnung in der Ritter« gaffe. Der Zeuge mußte bei dem Suchen manchen Winkel, der dunkel war, mit Streichhölzern ableuchten unb so sei er in bte Dreihäusergaffe gekommen, ba habe er beim Ableuchten tn einem liefen Hauseiugang gedrückt, regungslos den Keil getroffen unb in Hast genommen. Der Verhaftete sei Licht im Geringsten bation überrascht worden. Schutzmann Krauße erklärt weiter, wäre er ohne zu leuchten durch die Drei- häusergaffc gegangen, so hätte er ben Keil nicht sehen können. — Crirntnalschutzmann Weiß schilbert ba» Vorleben te« Angeklagten, unb gtebt diesem kein gute» Zeugniß. Im Jahre 1889 wohnten die Eltern Marktstraße 8 bet Schmücker, e» brannte dort zwei Mal, und zwar war da» Feuer offen« sichtlich bon bübischer Hand angelegt. Später zogen Keil- Eltern nach ber Neustabt 11. E» brannte dort bi» zum Jahre 1891 8 bi» 10 Mal unb zwar waren bte Feuer in derselben Weise angelegt, wie die im Schmücker'schen Hause. Während Keil im Gefängntß war, war die Stadt und besonder» die Neustadt vor Feuer sicher- 1894 brannte e» am Bergwerk im Cornmunalwald und zwar war Keil ganz allein in ber Nähe. E» brannte bann in bem Ernst Balser'schen Hause tn ber Dret-Hänfergaffe. Dieser Brand war Morgen» zwischen 3 unb 4 Uhr unter der Treppe angelegt und nur mit äußersterNoth wurdenMenschenleben vor demVerbrennen gerettet. Keil war in jener Nacht bi» Morgens nicht zu Hause und bald nach dem Ausbruch de» Brandes auf der Brandstelle erschienen, er pumpte au» Leibeskräften mit. — Auch ein Brand bei Landrichter Bott wird auf Conto de» Angeklagten gesetzt, weil dieser kurz vorher im Hause de» Bott gtatbe tet hatte. Der Zeuge schildert alle Momente, welche e« für ,hn zur Gewißheit machen, daß Keil und Niemand andere« ber Branbstister der beiden großen Schadenfeuer in ber Nachr de» Feuerwehrfestes am 20. August 1894 tn der Lorh'schen Hofraithe und in der Bleichstraße bei Kohlermann gewesen. Keil kam im Herbst 1895 zum Militär unb Ostern 1896 auf Urlaub, unb während biefer tn Gießen war, brannte e» btim Schreinermeister Laubon. Am 2. Mai erschien Keil wteber tn Gießen, angeblich mit einem Offizier, von bem er angab, biefer sei nach Raffel commonbirt. Diese ganze Sache ist erlogen, er hatte zwar Urlaub, aber nur bi» Frankfurt. Währenb bc» Aufenthalte» be« Angeklagten in Gießen brannte e» in bem Lotz'schen Hause in ber Neustadt, worin Keil« Eltern wohnten. E» wird bem Zeugen eine Postkarte vor- gelegt, berjelbe erklärt, daß nach den Bränden am Morgen btefelbe bet ber Polizei etngetroffen sei und er daraufhin bin Keil tn Haft genommen habe. Die Karte enthielt bte Drohung, Gießen werde in ber fommenben Nacht tn Flammen aufgehen. Auffällig fei e» gewesen, baß bet all ben Bränden, wo bie Feuerwehr zu thnn bekam, Keil der Erste war, der auf der Brandstelle erschien und auch tüchtig beim Löschen gugriff. Der Schreidsachverständtge, Realghmnafiallehrer «Ibach, gibt sein Gutachten darüber, ob Keil die Drohkarte an die Polizei geschrieben hat. Nach den ihm vorgelegten Schriftproben deS Keil erklärt der Sachverständige, daß er 1894 in dieser Sache schon einmal ein Gutachten abgegeben habe. Er habe festgestellt, daß die Karte mit verstellter Handschrift überaus flüchtig geschrieben fei, nichtsdestoweniger siube fich in ben Schriftzügen auf ber Postkarte unb bentn ber Schreibproben von Reil» Hanb ein unb dieselbe Character- etgenthümltchkeit. Der Sachverständige erläutert den Ge« schworeuen an Hand der vorhandenen Schriftlichkeiten, daß Reil ohne Zweifel ber Schreiber jener Rarte an bie Polizei fei. — Keil erklärt auf Befragen, er habe bie Karte nicht geschrieben. — Ans Befragen be» Bertheibiger» erklärt der Sachverständige, daß bei der Schrtftvergletchung besonder« der Buch, stabe r eigentümlich übereinstimmend gestaltet sei unb zwar ganz falsch, mehr wie ein s unb bte» könne nicht reiner Zufall sein. — Der Zeuge Wilhelm Fourier berichtet über einige Äußerungen, bie Keil ihm gegenüber gethan hat unb welche den Verdacht rechtfertigen, daß Keil bei ben verfehle- denen Bränden die Hand im Spiele gehabt habe. — Der Zeuge Karl Stadler hat den Angeklagten bet dem Lony- schen Brand sowohl wie bet dem Feuer in der Bleichftrahe gesehen. Keil habe öfter gesagt, e« brennt bald wieder einmal. Der Zeuge war mit Keil zusammen im Wald in der Nähe be« Bergwerks, ba fei dieser plötzlich gekommen unb habe gesagt, da hinten brennt». — Auch der Zeuge Karl Debu« war mit Red vor zwei Jahren im Wald, wo e» gebrannt habe. Fast bei jedem Spaziergang habe Keil gesagt, er wolle t» brenne unb ber Zeuge hat ben Eindruck gehabt, al» wenn ber Angeklagte seinen ganz besonderen Spaß daran habe, wenn Feuer au-breche. Auch Debu» gegenüber hat Reil sich al» Feuerwehrmann auSgegeben. — Der Zeuge Karl Christ bekundet im Wesentlichen baffelbe wie bie Vorzeugen. — Hierauf schloß der Vorsitzende, Landgerichtsrath Dr. Schäfer, um 6 Uhr bte Sitzung, um fich mit den Geschworenen, dem Staat-anwalt, dem Bertheidiger, sowie dem von Gendarmen geführten Angeklagten zur AugenscheinSeitrnahme nach der Neustadt zu begeben. !“8? nab bi» । “«ä«; ,0'ugr erkiSit 7*« für °ll! der gB8t, ® Jahre 1896 lttt B'awtell crr !aök bekundet, bQn8 tinlitf, bas r?nb Schrckt sei, , »'"Maaten * N* °SlQ dn M«. maadM 3Ml ttD nni s° sei» r öeim Ableuchiti, "gsloS ben Ihll -rtzaftele sei Licht Wm Rraufft durch dir 'Drei* ilt^t sehen Ibnnta. I8 Sorltbtn U6 1 8tugnt6. 3m e 8 bri Tchwück», daS Feuer offen- ’äter zogen Keils :t dort bis jum >ren dir Feuer in Wföen Havie, >ie Stadt anb be« 94 brannte es am r Keil ganz allein M Baiser'scheu nb war Morgens legt und nur mit rbmnrngmtttt. It zu Hanse unö - i der Brandstelle »tt. - Luch tht i > bet Angeklagten !S Bott gearbeitet • welche es für ihn j manb anderes der 1 uer in der Nacht In der Loth'schen j Ermann gewesen. nb Oßim 1896 war, brannte eö - lat txWto M izirr, W dem er birst ganze Sache mt bis Frankfull- in Siehrn brannte abt, worin Keils Ine Postkarte w inbtn am Mor^ er daranfh« den arte enthielt dir jjaett in all den Bliiickn> tI Erste »ar, ter ,tig beim Löschen oie Drohkarte ihm vorgelegten rftollto il6 “ lnjtl« t rf ««*“ MWpE °'d W d«-rE„, w t« S,K StÄ ’ÄttÄ* be' $(I 11 ['n« wj- :e”t SldtfK»1 :>St L..Ä 1,1 * tf 6*“?,' »o es o ^üe eil 1 L h-d°- «v» r«$f" aih pr‘de» ^°AeM^" tu#6 W. Gießen, 9. Marz 1898. Heute vormittag wurde mir der Vernehmuna einer Reihe weiterer Zeugen fortgefahren und daun um r/,12Uhr »|tdenPlaidoyerS begonnen. Staatsanwalt Koch begründet rirngeheod die Anklage. Die Geschworenen bejahten von den drei an sie gerichteten Schuldfragen wegen Versuchs der schweren Brandstiftung diese nur im Falle Huhn, verneinten auch die Frage wegen Sachbeschädigung im Falle Arnold. Der Gerichtshof erkannte dah'n, daß Keil mit 5 Jahre» Zuchthaus, Ehrverlust auf die gleiche Dauer und Stellung unter Polizei- aufficht zu verurtheileu sei. Staatsanwalt Koch hatte nur 3 Jabre Zuchthaus beantraot. Vermischtes. • Ein bahn, der für setueu Vater eine Frau sucht. Im ^Leipz. Tagbl." ist zu lesen: „Suche für meinen Vater mit ruhigem G-schäft, streng solider Mann, etae ältere, alleinstehende Wittwe oder Fräulein mit etwas Baarvermögen. Offerten mit Angabe dec Verhältuiffe unter . . Daß der Sohu für deu Vater etae Frau und zugleich auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege fich eine Mutter sucht, da» ist alle» Mögliche. Besonder» hübsch ist von dem »Uten Sohne, daß er seinen Vater für einen „streng soliden Mann" erklärt! * Durch die Explosiv» eine» Spielzeug», einer Kinder- Locomotive mit Spiritu-Hrizung, schwer verletzt wurde der elfjährige Willy Herrmann, der Sohu eine» Versicherung-- beamten in Berlin. Der Kleine hatte eine kleine Eisenbahn geschenkt erhalten, welche durch einen Spiritußmotor in Bewegung gesetzt wurde. Da» Spielzeug fuuctionirte stet» richtig, bi» am Dienstag der Spiritusbehälter platzte und der brennende Inhalt fich über den Knaben ergoß. Da» Kind erlitt aa deu Knien, deu Händen und am Halse schwere Brandwunden. * Der höchste Schornstein der Welt. In den industrie- reichen Gauen Sachsen» erhebt fich jener Schornstein, der fich de» Rufe» erfreuen darf, der höchste der Welt zu sein. Gr führt, wie die „L. R. N." berichten, den Namen „Hohe Effe" und steht nicht nur auf deutschem Bodeu, sondern ist auch von deutschen Händen errichtet, wie sein Plan einem deutschen Kopfe entsprungen ist. Die „Hohe Effe" ist ein Fabrik- schorostetn der Kgl. Sächsischen Hüttenwerke zu Halsbrücke bei Freiberg und hat den Zweck, die der Landwirthschaft und deu Gesundheit-vrrhältniffeeu der Umgebung schädlichen Hüttengase tu so große Höhe zu iühren, daß fie nicht mehr die Erd- oberfläche belästigen können. Die Höhe de» Schornsteines, der 1888—89 errichtet wurde, beträgt 140 Meter. Er wurde mit einem Kosteuaufwande von 130 000 Mk. auf- gestellt. Durch die Errichtung dieses Schornsteines ist die 137 Meter hohe Effe zu Port Duuda» bei Glasgow in ihrer Höhe übertroffen worden. ♦ Die Stadt Berleburg errichtet ein ElectricitätS-Werk zur Abgabe von Strom für Beleuchtung und Motorenbetrieb. Die Ausführung dieser Anlage wurde der bekannten Firma C. Buchner in Wiesbaden, welche schon eine Reihe von Centralen mit vorzüglichem Erfolg lieferte, einstimmig übertragen. Asucste Had?rid?ten. Depeschen deS Bureau „Herold". t Berlin, 9. März. Dem „Kl. Journal" wird aus Bremerhaven telegraphtrt: Der Kaiser hat, wie jetzt erst nachträglich bekannt wird, bet seinem Aufenthalt Hierselbst am Freitag in großer Lebensgefahr geschwebt. Der Kaiser verließ den Panzer „Kurfürst Friedrich Wilhelm" auf einer kleinen Dampfdarkaffe, die von der der Westseite zugewendeten Stenerbordseite deS Panzers abfuhr. Als die Dampfbarkaffe da» Heck de» Panzer» pasfirte, fuhr im selben Augenblick der seewärts steuernde Fischdampfer „Seestern" die Backbordseitede»„KursürstFriedrich Wilhelm" vorbei. Diebeiden Fahrzeuge, die fich erst im letzten Augenblick sehen konnten, fuhren direct auf einander loS. Eine Collifion schien unvermeidlich. Den Zuschauern stockte vor Angst der Athem. Glücklicherweise hatte der Gaptiän des Fischdampfers die Geistesgegenwart, da» Steuer hart an Backbord zu legen und so fuhr denn haarscharf der „Seestern" hinter der kaiserlichen Bar- kaffe vorbei. Der Kaiser hat fich, wie es heißt, anerkennend über das schnelle und schneidig auSgeführte Manöver de» CapitäuS des Fischdampfers ausgesprochen und fich den Namen des Schiffe» und seines Führer» nennen lassen. Berlin, 9. März. Au» Posen wird gemeldet, daß ein geheimer Mintsterialerlaß erschienen sei, der die Provinzialbehörden auffordert, alle polnischen Volk»-? btbliotheken in der ganzen polnischen Monarchie sehr 3 strenger und fortgesetzter Aufficht zu unterziehen. Berlin, 9. März. Der bekannte wirthschastliche Auf- j ruf wird, der „Kreuzztg." zufolge, auch Mehrzahl der nationalliberalen Abgeordnt werden. Eine Anzahl derselben hat ihn bv Lübeck, 9. März. Drr um 6 Uhr von hier abgehende Eutiuer Zug entgle. . führe. Drr Post- und Gepäckwagen wurden zerrru»—.... Der Locomotiv- und Zugführer erlitten leichte Verletzungen. Bozen, 9 März. Infolge anhaltenden R'grnwetter» fand tm Etsackthale ein coloffaler Bergsturz statt, sodaß die Züge eine mehrstündige Verspätung erleiden. Die ganze Gegend vom Brennerthal bi» nach Mailand ist von einer Ueberschwemmungskatastrophe bedroht. Pari», 9. März. Jaurös kündigt an, er werde Alle», wa» tu der DreyfuS- und Esterhazy-Angelegt bisher ungesagt blieb, auf der Rednertribüne oder im Buch mittheilen. Seine Anhänger in der Kammer, für diese Propaganda wachsen auch außerhalb der Socialistengruppen. Neuesten» schloß fich der Deputirte Maurice Lebon, bisher Opportunist, an, welcher seinen Wählern erklärte, er könne die Regiernng wegen deren Vorgehen in der DreyfuSsache nicht länger unterstützen. Auch Ribot nimmt eine merklich ostentative Haltung gegen Msline ein. Pari», 9. März. Der Vorstand des Advocatcnorden» hat gestern 6en Advocate» Tourant, welcher in einer Sitzung im Zolaproceß „Nieder mit der franzöfiichen Armee" gerufen hatte, von seinem Amte auf sechs Monate ausgeschlossen. Tourant erklärte, er habe den Ruf im Zustande der höchsten Erregung auSgestoßen und bedauere ihn lebhaft. Belgrad, 9. März. Seit zwei Tagen wüihet hier ein so heftiger Südoft-Sturm, daß die Dampfschifffahrt aus der Donau eingestellt werden mußte. Mehrere Fiicher- kähne find gekentert. Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgehoben. Koustautiuopel, 9. März. Der rumänische Dampfer Elisabeth ist bet der Einfahrt in deu Bo-poru» gescheitert. Von der Besatzung konnten fich nur zwei Manu retten. WB. Stuttgart, 9. März. Ftnanzminister Rincke ist heute früh an Herzlähmung gestorben. — Besitzer «Uten Briefschaften weiser wir auf die Annonce deS Kgl. Hosichauspielers Steinecke in Hannover hin. Mancher besitzt in alten Briefen usw. ein hübsches Sümmchen, da für alte Postwerthzeichen, je nach Seltenheit, hohe Preise bezahlt werden. Herr St. gibt gratis Prospecte zur Orientirung aus. Zpar- und Norschlch-Uttrin ;u itHtfnk, t. G. m. u. H. Bilanz am BL Deeember 1897: Activa. JL A 1. Kassen bestand..... 8322.64 2. Vorschuß-Conto .... 190503.67 3 Güterkau'schtllingS-Conto 2458.— 4. Gerichtskostcn-Conto • . 14.10 5. Effecten-Conto .... 16264.69 6. Mobilien Conto .... 277.02 7- Conto der aussteh. Zinsen 5520.57 223560.69 Passiva. v* H 1. Anlehen-Conto .... 193933.85 2. Stammantheil-Conto . . 1665654 3. Effecten-Reseroefond . . — — 4. Reseroefond Conto . . . 5199.50 5. Conto der unerhobenen Darlehenszinsen . . 5902.33 6. Reingewinn .... 1668.47 223360.69 Mitglieder Ende 1896 . . 278 Zugang in 1897 . 9 Abgang in 1897 . 7_____________ Mitgliederstand Ende 1897 280 Der Vorstand: Director: Möser. Rechner: Weller. Controleur: Hildebrand. NB. Die Rechnung liegt von heute ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten beim Rechner Weller offen. 2464 Generalversammlung Donnerstag den 17. März 1898, Abends 8 Uhr, bei Wilh. Dor selb. Tagesordnung: 1) Vorlage der Jahresrechnung pro 189V. 2) Festsetzung der Dividende pro 1897. 3) Verschiedenes. Aür deu Aufsichtsrath: Dorfeld. Bilanz pro 1897 aufgestellt am 6. Januar 1898. Activa. JL H 1. Kaffenbestand 6/1. 98 . 1797.72 2. Ausstände an Mitglieder 3526.49 3. Besondere Ausstände . 237.28 4. Waarenbestand nach dem Einkauf..... 4605.93 5. Utensilien kommen nicht in Ansatz. ____________ Passiva. JL H 1. Mitglieder-Conto . . 1755.— 2. Capitalschulden . . . 1560.— 3. Waarenschulden . . . 3739.49 4. Reservefonds .... 156.— 5. Rücklage von früher . 1433.53 6. Ueberschuß .... 1523.40 1016,7.42 10167.42 Zahl der Mitglieder bei der Gründung am 3. April 1897 . 72 Abgegangcn durch Tod.........1 Hinzugetreten im Laufe des Jahres . . . . 64 63 135 Laudwirthsch. Confum-Bereiu Burkhardsfelden-Oppenrod, Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. 2460 Der Director: Der Rendant: Philipp Uebeling. Heinrich Schmidt V. Fiefermls non Linoleum. Das Liefern und Verlegen von ca. 600 qm Linoleum in den Erweiterungsbau für das Realgymnasium und die Realschule dahier soll Montag, 21. Mär? d I., Bormittags 10 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen für das Liefern und Ver- lkgen sind während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 einzusehen. Angebote, auf Vordruck, sowie eine Probe des Fabrikat- sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 8. März 1898. Das Stadtbauamt. Schm andt. 2465 Samstag den 12. Mars Versteigerungen. Nachmittaas 2'/, Uhr sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Gärtner Wit-etm Berndardt II. in Gießen gehörigen Immobilien Flur 19 Nr. 108«/i, — 2891 qm Acker unter dem Weiherchen, zwischen der Landstraße und dem Mittelweg, Flur 19 Nr. 112V1? — 354 qm Hosraithe unter dem Weiherchen freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 9. März 1898. Großh. OrtSgericht Gießen. ___________I A-: Vogt. 2470 Hohllerßeisernngkn. 1. Donnerstag den 17. d. M., Bormittags 8 Uhr, im Gemeinde- wald Dill heim: 47,85 fm Eichen.Stammholz, 15,66 „ Kiefern- „ 2. Mittags 1 Uhr im Gemeindewald Berg Hausen: 75,72 fm Erchen-Stammholz, 1,02 „ Buchen- „ 5,1 rm Eichen-Nutzholz. 3. Freitag den 18. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, im Gemeindewald Ehringshausen: 218,41 fm Eichen-Stammholz, 49,74 „ Kiefern- „ 30,3 rm Eichen-Nutzholz. 4. Samstag den 19. d. Mts., Bormittags 8 Uhr, im Gemeinde- walo Aßlar: 150 fm Eichen-Stammholz. Die Waldungen der vorbezeichneten Gemeinden hängen unmittelbar zu- sammen, das Holz ist an guter Ab- fuhr gelegen, zumeist nicht weiter als 1 Stunde von der nächsten Bahn- statton entfernt, und eignet sich zu Bau- und Werkholz. — Wettere Auskunft ertheilen die Gemeindeförster in Katzenfurt, Ehringshausen und Aßlar. Zusammenkunft findet vorher bei den Vorsteherwohnungen statt. Ehringshausen (Kreis Wetzlar), den 7. März 1898. Der Bürgermeister: Hoemann. 2462 Holzversteigerung. Dienstag den 15. d. Mts. wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert: 11 Nadel - Stämme, 15—25 cm Durchm., 5—10 m Länge — 2,47 fm, 131 Fichten-Derbstangen, 8—12 m lang — 6,27 fm, 2305 Fichten-Reisstangen, 5—10 m lang — 40,95 fm, 360 rm Nadel'Knüppel (hierunter sind 57 rm 3 m lang), 93 rm Nabel-Stöcke, 8760 Wellen Nadel-Ner Iest Ausschuß. HH I I I I I I I 101 I I » I WWt 2448 2261 Frankfurt . Roll, Neustadt 49. 2362J E'n noch neues Damen * Fahrrad steht zu verkaufen. Rtegelpfad SS, IN. 1294] Ein zwtirädiger Karren mit Dielenkasten, stark gebaut, zu verkaufen. Näheres bei JohS. MmenbaS». Labnstr. 14 Mädchen & CD können das Kleidermachen cr- lernen Ludwigstraste 22. Auf erste Hypothek auSzuleihen 1101 8000 Mk. Ätt erftagen in der Expedition b Bl. MWWWWWWMWWMWWWWWWWMW meidlÄklM Pariser Neuheiten deutsche und englische Fabrikate nur in beu feinsten u. allerbesten O,ualitäte« Kommt! seht! hort und staunet! Von Montag den 14. d. Mts. ab wird auf Lonys Bierkeller eine Doppelladung Emalllewaaren verkauft, sowie sämmtliche Haus- u. Kücheugeräthe, hochfeine Toiletteeimer, Wassereimer JL1.20, Suppen u. Schaumlöffel, 2 Stück 50 Pfg. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die decorirten Kaffee- kannen spottbillig verkauft werden, desgl. eine große Partie Deckel, für lebe« Geschirr passend. 2457 Karl Dorp aus Elberfeld. von Dr. Ludwig Wüllner aus Berlin. Lieder von Schubert, Brahms und deutsche Volkslieder. Klavierbegleitung b Herr A. v. Othegraven, Lehrer am Conservatorium zu Köln a. Rh. Programm. I. Schubert: 1) An die Leyer (Bruchmann), op. 50. 2) Du liebst mich nicht (Platen), op. 59.1. 8) Von meiner Wiege (Leitner), op. 116.3. 4) Prometheus (Goethe), Nachlass. — II. Schubert: 1) Der Lindenbaem (W. Müller), op. 89.5. 2) Dor Atlas (Heine), aus .Schwanengesang“. 3) Fischer- weise (Schleohta), op. 96.4. 4) Eifersucht und Stolz (W. Müller), op. 25.1t. 5) Geheimes (Goethe), op. 14.2. 6) Der Musensohn (floethe), op. 92.1. — III. Brahas: 1) Alte Liebe (Candidus), op. 72.1. 2) Auf dem Kirchhofe (Lilien- cron), op. 105.4. 3) Meine Lieder (Frey), op. 106.4. 4) Salamander (Lemcke), op. 107.2. 5) Verrath (Lemcke), op. 105.5. — IV. Deutsche Volkslieder, mit Klavierbegleitung von Brahms: 1) Erlaube mir, Feinsmädchen; 2) Die Sonne scheint nicht mehr; 3) Feinsliebchen, Du sollst; 4) Schwesterlein; 5) All mein' Gedanken; 6) Jungfräulein, soll ich mit Euch geh’n? 7) Mein Mädel hat einen Rosenmund. 245V Karten u. Programme: Gallerie ä 2.50, Saal L 2.—, Stehkarte« ä 1.— (Abendkasse: & 3.—, 2.50 und 1.50) zu haben bei Herrn Müller nn M»- seum und in der Musikalienhandlundlung von Chr. Lorch, Stein weg 11. 221b] Zwei Stücke Land vom Garten zu verpachten. ________________Saplanei-asse II. 2411] Wer lecht sofort einem pünktlichen Zinszahler 500 Mk., 100 Mk. zu 5 pCt. Näheres bei der Expedition d. Bl. Wer erthetlt einem jung Mann gründ!, »iolittuttterridli? Gef. Off- m. Preis unter L. V. 2446 an die Exped. d Bl- Gefundenes Geld! RanU alte Briefmarken und Post- couverte u. beiahle — namentlich Selten Helt der deutsche« Sinzelssaoten von 1850-1875 2451 SW bi* a 100 Mark! X& Ankaufsliste gratis. Länderangabe erbeten. H. Steinecke, Königl Schauspieler Hannover, Wolfstraße 24. < reichhaltigstes Lager in allem fl ittt D- W ‘•litt*